Die besten 2023-Bücher

Das Jahr neigt sich langsam zu Ende und meine heurigeLeseliste, die ja 2011, glaube ich, aus der “Hundert- Bücher” Challenge hervorgegangen ist, ist noch lang.

Wahrscheinlich, weil ich jetzt eher langsam lese und den Rekord von 176 Bücher, den ich 2013 hatte, erreiche ich nicht mehr. Derzeit stehen auf meiner 2023 Leseliste 144 Bücher. Davon sind bis jetzt sechsundzwanzig noch nicht gelesen und mehr als höchstens zehn werde ich heuer wohl nicht mehr schaffen.

Derzeit lese ich, wie schon erwähnt, eher langsam und bin gerade mit Ach und Krach mit der deutschen Buchpreisliste fertig geworden. Mit der Österreichischen war ich das schon früher.Jetzt kommt noch die Schweizer, die werde heuer vielleicht noch schaffen. Sind die fünf ausgewählten ja eher dünn und meine Leselisten haben auch Tradition.

2011 habe ich sie gegründet und mir dann 2013 irgendwann einmal eingebildet, nichts mehr zu kaufen, nichts mehr aus den Schränken zu holen, sondern alles aufzulesen.

Da bin ich gleich einmal gescheitert, habe dann aber Leselisten bis 2020 aufgestellt, um das Alte abzulesen, die ich dann irgendwann gelöscht habe.

Jetzt ist meine 2024-Liste sehr kurz. Die Geburtstagsbücher stehen darauf und das was ich 2023 nicht mehr schaffe, wird auch daraufkommen, wie das seit einigen Jahren auch schon so ist.

2015 bin ich ja durch “Buzzaldrins Blog” auf das Buchpreislesen gekommen, dann kam 2016 die Öst dazu und 2019, als wir nach Basel gefahren sind, habe ich auch noch das Schweizerlesen dazu genommen.

Was bedeutet, daß mein Lesejahr ab August festgelegt ist, denn für achtunddreißig Bücher brauche ich inzwischen ja vier Monate und etwas anderes hat sich dann meistens auch noch angesammelt.

Ich finde das Buchpreislesen sehr spannend und habe es im Gegensatz zu “Buzzaldrin” beibehalten, jetzt werden ja die Bücher an zwanzig Blogger verteilt, die dann sehr stolz auf ihr Patenbuch sind, gibt es mir ja einen guten Einblick in die Gegenwartsliteratur und da bin ich, glaube ich, inzwischen eine sehr gute Kennerin und seit einigen Jahren habe ich mir auch angewöhnteinen Bücherjahresrückblick zu geben.

Was waren die Highlights des Jahres? Wenn ich am neunten Dezember damit anfange, wird vielleicht noch was dazu kommen. Bei hundertachtzehn Bücher habe ich aber schon eine gewisse Auswahl. Also fangen wir es an, was sind meine besten Jahresbücher?

1.Milena Michiko Flasar “Oben Erde unten Himmel”, wo es ja im Jänner ein japanisches Abendessen gab, zu dem mich der Verlag eingeladen hat. Dann wurde es auch im Literaturhaus vorgestellt, da bin ich aber zu der “Mit Sprache-Veranstaltung” in die “Gesellschaft” gegangen und auf der öst Shortlist ist das Buch auch gestanden.

2. Anton Thuswaldner “Ein Gegenkanon”, auf das Buch hat mich der “Papierstaupodcast” aufmerksam gemacht und dann hat mich ein Herr angerufen und hat mich nach einen Register gefragt.

3. Moritz Bassler “Populärer Realismus”,, ein Buch auf das mich glaube ich, Ö1 aufmerksam machte, es wurde in der “Gesellschaft” auch von Klaus Kastberger und Daniela Strigl besprochen und hat mich Anfangs sehr verwirrt, denn ich verstehe unter “Realismus” glaube ich etwas anderes, als Moritz Bassler. Der führt, glaube ich, Daniel Kehlmanns “Vermessung der Welt” als Beispiel für geschwätziges Schreiben für den Bildungsbürger, an und geht dann zu den experimentellen Bücher, wo er sich die Schmankerl für die gelehrten Leser aussucht, Slata Roschals “153 Formen des Nichtsein” zählt er beispielsweise als positives Beispiel an. Ein Buch das ich eigentlich nicht für realistisch halte.

4. Marlene Streeruwitz “Tage im Mai” obwohl ich kein wirklicher Streeruwitz-Fan bin oder sagen wir, ich bin eine solche, habe auch viel von ihr gelesen, halte sie aber für kompliziert und verstehe auch nicht alles.

5. Raphaela Edelbauer “Die Inkommensurablen”. Da war ich auch bei Präsentation im Literaturhaus, habe dann Klaus Nüchtern über das Buch schimpfen gehört, es ist aber auf der dBp Longlist gestanden und ich habe einiges darin auch für übertrieben und unglaubwürdig empfunden, aber trotzdem ein interessantes Buch.

6.Sasha Filipenko “Kremulator”, das vierte Buch das ich von dem belasrussischen Autor gelesen habe, den ich auch in Leipzig auf dem Buch lesen hörte.

7.Tarjei Veesas “Der Keim”, das dritte Buch des norwegischen Autors, auf den ich durch den “Leipziger Buchpreis” aufmerksam aufmerksam wurde. Ein interessanter Autor und weg von der Neuerscheinungsliste.

8. Helga Schubert “Der heutige Tag”, da kenne ich die über achtzigjährige, die 2020 überraschend den “Bachmann-Preis” gewonnen hat, noch glaube ich aus DDR-Zeiten, denn da habe ich mich begierig in die dortige Literatur eingelesen.

9. Olga Tokarczuk “Empusion” eine Überraschung der Nobelpreisträgerin von 2018, die ich eigentlich für unlesbar oder langweilig gehalten habe.

10. Elena Fischer “Paradise Garden” war ein spannendes Jugend- oder Joung Adult-Buch, das ich auf unserer Reise nach Frankreich gelesen habe, manchmal ein bißchen zu dick aufgetragen war, aber, glaube ich, gerade deshalb auf die deutsche Longlist passte.

11. Sabine Gruber “Die Dauer der Liebe”, ein spannendes Buch, das leider weder auf der dBp noch auf der Öst gestanden ist.

12.Ulrich Woelk “Mittsommertage”, die mich ja zu meiner “Stalkingstory” inspiriert haben.

13. Joachim B. Schmidt “Kalman oder der versunkene Berg”, da ist der behinderte Kalmann ja ein Wiffzack und das fand ich besonders schön.

14. Birgit Birnbacher “Wovon wir leben” bei den O-Tönen und auch sonst daraus gehört und im Vergleich zu Thomas Olah der gelungere Versuch das trübe Dorfleben der Siebzigerjahre zu beschrieben.

15. Bodo Hell “Begabte Bäume”, ja doch, kommt auch darauf, obwohl ich sonst ja nicht so sehr für das experimientielle Schreiben bin.

16. Eva Reisinger “Männer töten” ein starkes feministischen Buch, obwohl ich weder für das Töten von Männern noch das von Frauen bin.

17. Tereza Mora “Muna oder die Hälfte des Lebens”, das andere Buch, das ich während unseren letzten Buk-Aufenthalt gelesen hat, hat mir nicht so gut gefallen.

18.Angelika Klüssendorf “Risse”, ein deutsches Longlistbuch, das eigentlich kein Roman, sondern ein wieder aufgelegte Erzählband ist, mich aber trotzdem, da ich weder “Das Mädchen” noch “April ” gelesen habe, gut gefallen hat.

19.Tonio Schachinger “Echtzeitalter” das Gewinnerbuch des heurigen deutschen Buchpreis, aus dem ich schon bei den O-Tönen hörte und das mir vor allem durch seine literarischen Anspielungen sehr gut gefallen hat.

20. Ulrike Sterblich “Drifter” mein heuriger Buchpreisfavorit oder war das doch

21. Tim Staffel “Südstern” der das brutale multikulti Berlin von heute auf vortreffliche Weise schildert?

Das wars vorläufig. Einundzwanzig Bücher sind auf meine 2023-Lieblingsliste bis jetzt gekommen. Bücher, die mir gefallen haben und die ich sehr empfehlen kann, obwohl es sicher auch viele andere tolle Bücher gibt, die an mir vorbeigegangen sind.

Wieder Lese.Auslese ohne Bowle

Und diesmal ist höre und staune nicht Corona und die diesbezügliche Maskenpflicht und 2G Verordnung schuld daran, sondern das Kindergartensommerfest in Harland und da wollte die kleine Lia Oma und Opa dabei haben, also sind wir nach meiner elf Uhr Stunde und einem Mittgessen im Schani Garten des “Haas Beisl”, wo es sehr heiß war, nach Harland gefahren.

Dort habe ich zuerst meine Füße in den Pool von Annas Garten, jetzt darf man das noch, obwohl ich während der Fahrt in Ö1 mehrmals die Forderung hörte, daß man private Pools doch endlich verbieten soll, gesteckt und bin dann mit der La, ihren Puppenwagen und dem Alfred in den Kindergarten gegangen, wo die Erzieherin die Kleine schon erwartete und dann in ein Schmetterlingskostüm steckte.

“Die kleinen Schauspieler haben sich sehr viel Mühe gegeben, seien Sie also leise und gehen Sie mit den kleineren Kinder hinaus!”, sagte sie später und die kleine Lia fing am Schluß der Performance zu weinen an, weil sich ein Kind auf ihren Platz setzte.

Dann ging es in den Garten zu Saft, Kuchen, Aufstriche, Salate, etcetera, all das, was die Eltern mitbrachten, die Anna hat glaube ich Erdbeeren und <melorenstückchen mitgebracht. Nach sechs räumten die Eltern und die Pädagogen ab und ich bin noch schnell zur Radlerschenke geradelt, weil ich nicht ganz sicher war, ob ich noch in die “Gesellschaft” streamen kann und die Lese.Auslese ist ja eine Veranstaltung, wo Katja Gasser und Cornelius Hell zweimal im Jahr ihre Lieblingsneuerscheinungen vorstellen, die ich mir in den letzten Jahren immer gerne gebe. Wahrscheinlich ist es der Punsch und die Bowle die mich dazu verlocken, denn die Bücher kann ich ja ohne Anleitung lesen.

Die Bowle und den Punsch aber auch selber machen und diesmal war es der Kaiserspritzer in der Schenke und dann bin ich im Stream gerade zu recht gekommen als Robert Prossers “Verschwinden in Lawinen” voergestellt wurde und der 1983 in Alpach geborene von dem ich schon einige Bücher gelesen habe, hätte nächste Wpche in Klagenfurt lesen sollen, wird er aber nicht, wie ich im Mittagsjournal hörte und das Buch ist, wie Katja Gasser schwärmte ein Provinzroman, wo einer, der eigentlich Schauspieler werden will und sich in einem Tiroler Bergdorf als Kellner wiederfindet und dort in ein Lawinenunglück hineinkommt.

Mal sehen, ob das Buch mal zu mir kommt. Das nächste vorgestellte Buch war der vierte Roman der 1981 in Zilina geborenen Susanne Gregor von der ich auch schon einige Bücher gelesen haben “Wir werden fliegen” wo Personen vorkommen, die wir schon vom “Letzten roten Jahr” kennen.

Dann kam noch ein Provinzroman, kein populärer Realismus wie Katja Gasser bei Robert Prosser energisch feststellte Romina Pleschkos zweiter Roman” “Offene Gewässer” das ist bei K & S” erscheinen. Ich habe es angefragt, weil ich ja die Literaturbücher bei “K”& S” immer anfrage, aber diesmal scheint die Zusendung nicht zu klappen, also werde ich das Buch wahrscheinlich nicht kennenlernen und dann folgte Anna Marwans “Verpuppt”, das habe ich auch angefragt und nicht bekommen, aber Anna Marwan ist die letzte “Bachmann-Peisträgerin”, eine der vorletzten ist Tanja Maljartschuk und da habe ich gerade erfahren, daß sie diesmal den “Kramer-Preis” bekommen wird.

Am ersten September wird der in Niederhollabrunn vergeben. Aber da werden wir, wenn es diesmal klappt, in Frankreich sein und dort die Doris Kloimstein treffen, weil das der Alfred, weil ja in Pension gerne will.

Ich bin das ja nicht wirklich. Das heißt eigentlich schon. Habe aber noch den WGPV-Vertrag.

Dann ging es in der “Gesellschaft” mit der slowenischen Literatur weiter, das ja heuer Gastland in Frankfurt ist und da wurde ein Gedichtband von Tomaz Salamun “Steine aus dem Himmel” vorgestellt, die man nicht auf den Kopf bekommen sollte, wie Cornelius Hell sagte. Tomaz Salamun, der 2014 gestorben ist, ist aber ein berühmter Dicher von dem es schon einige Bände in Deutsch gibt. Das vorgestellte ist eine Auswahl aus fünfundzwanzig Gedichtbänden, so daß man sich im Sommer am Strand oder auch in der Badewanne gut in sein Werk einlesen kann.

Dann folgte noch einmal großartige slowenische Literatur aber auch eine österreichische Stimme, nämlich Cvetka Lipus “Weggehen für Anfänger”, die 1966 in Eisenkappel geborenen wurde, in Salburg lebt, auf Slowenisch schreibt und schon eine berühmte Lyrikerin ist, obwohl ich von ihr noch nichts gehört habe.

Katja Gasser las, weil die Veranstaltung schon sehr fortgeschritten war, das Gedicht “Wie sich verabschieden” vor und dann ging es zur Bowle, die ich, wie schon erwähnt, diesmal versäumte und auch den gesellschaftlichen Klatsch. Aber da stehe ich mit meinen Glas ohnehin meistens erlebendaneben, gehöre ich ja nicht zur Szene und den Kinderpunsch, beziehungsweise, die Zitronenlimonade habe ich schon gehabt.

Die anderen Bücher wie Dzevad Karahasan “Einübung ins Schweben”,, der wie ich erst vor kurzem erfahren habe, in Mai während unserer Radreises verstorben ist, Eva Vieznaviecs “Was suchst du Wolf”, vor der ich auch nicht gehört habe und Klemens Renoldner “Geschichte zweier Angeklagter” habe ich versäumt.

Man kann aber nicht alles haben und alles lesen und ich habe, wie meinen Lesern bekannt sein sollte, ohnehin ein endlos Leseliste, denn wenn wir jetzt bis zehnten September nach Frankreich fahren, versäume ich Zeit zum Buchpreislesen, denn dann ist ja schon die österreichische Liste bekannt , wenn wir zurückkommen. Kann aber vielleicht doch ein paar der Franhzosen lesen und vielleicht den Tellkamp, Juri Andruchwytschs “Radionacht”, Liau Yiwus “Wuhan” die ja auch auf meiner Backlist warten und die ich für sehr interessant halte.

Wieder Punsch und Kekse mit meinen Lieblingsbüchern

“Leselustfrust” hat mich ja vor zwölf Jahren auf die Idee gebracht den Dezember mit Adventaktionen und Weihnachtsbüchern zu verbringen. Und da hat es ja einige Highlights gegebn, das xxxxxxx-small, den “Ohrenschmaus”, den Adventrundgang und dann noch den Punsch und die Kekse. Die “Lese-Auslese” in der “Gesellschaft für Literatur” wo es zu Weihnachten dann das gegeben hat, ist irgenwannn dazu gekommen.

Die letzten zwei Jahre hatten wir aber Corona, wo sich jetzt langsam herumzusprechen scheint, daß das viele Maskentragen offenbar doch die Abwehrkräfte schwächten und die Kinder jetzt reihum in den Krankenhäusern liegen. Da gab es die Bücherauslese von Corneliaus Hell und Katja Gasser nur per stream, aber jetzt wo alle über die dreifache Virenlast stöhnen, alles wieder normal und eine besondere Aktion hatte die Gesellschaft in diesem Jahr auch noch zu bieten, nämlich das sechzig Jahr- Jubiläum und da wurde bei der letzten “Lese.Auslese” vor dem Saisonende” nach dem Lieblingsbuch des Publikums gefragt und das sollte bei der heurigen “Leseauslese”, die eigentlich erst morgen stattfinden sollte, präsentiert werden. Aber Cornelius Hell hat mir schon bei der “Buch-Wien” gesagt, daß es auf den Mittwoch verschoben wurde und dann wäre ich trotzdem fast zu spät gekommen, weil es statt sieben schon eine halbe Stunde später begonnen hat.

Dann habe ich es aber doch rechtzeitig erfahren und hatte auch keine Terminkollusion und die Liste der acht präsentierten Bücher ist auch wieder aufgelegen und da kann ich schon verkünden, daß ich eines davon gelesen und eines auf dem Bücherstapel im Badezimmer liegen habe und in Zeeiten, wie diesen hat es natürlich mit der Ukraine beziehungsweise mit Tanja Maljartschuk, die auf den Krieg, glaube ich, sehr heftig und sehr emotional reagierte, begonnen, hat sie doch eine Essay-bzw. Erzählsammlung “Gleich geht die Geschichte weiter, wir atmen nur aus” herausgegeben, die von Katja Gasser und Cornelius sehr gelobt wurde und es Sätze enthält wie “Deine Heimat ist dort woher deine Traumata kommen” enthält.

Dann ging es gleich mit Jury Andruchowitschs “Radionacht” weiter, das ich mir ja zum Geburtstag wünschte und noch lesen muß.

Arsli Erdogans “Requiem für eine verlorene Stadt” ist ein dünnnes Büchlein, das auch eine Essaysammlung enthält und offensichtlich leicht und schnell zu lesen ist.

Der 1952 im Banat geborenen Ernest Wichner, der lange das Literaturhaus Berlin geleitet hat, hat einen Gedichtband herausgebe “Heute Mai und morgen du”, wo es auch einige Nonsensegedichte, die schnell hingekritzelt wurde, während der Autor auf seine Autoren wartete, zu geben scheint.

Der 1961 in Bregenz geborene Wolfgang Hermann, dessen “Herr Faustini” schon öfter in der “Gesellschaft” vorgestellt wurde, wurde diesmal mit seiner “Insel im Sommer”, wo er wieder den Tod seines Sohnes thematisiert hat, präsentiert und, um einen toten Vater ging es bei Lukas Bärfuss, dem Schweizer “Büchner-Preisträger” mit “Vaters Kiste. Eine Geschichte übers Erben.”

Interessant und sehr vielseitig die “Lese-Auslese” für die Weihnachtsferien oder Weihnachtsgeschenke und während vorher einige dünne Büchlein dabei waren wurde es bei Peter Nadas “Schauergeschichten” wieder dick und wuchtig, wobei Cornelius Hell die schlechte Übersetzung beklagte und am Schluß kam dann das von mir gelesene Buch, nämlich Thomas Stangl “Quecksilberlicht” und dann ging es zu den Lieblingsbüchern des Publikums.

hundertachtzig Tips sind da in die Kiste eingeworfen worden, die es seit Sommer in der “Gesellschaft” gab und die auch auf der “Buch Wien” aufgestellt wurde. Und da habe ich den Tip meines in den letzten sechzig Jahren erschienenen Lieblingsbuch an Elfriede Jelineka “Kinder der Toten” gemacht, obwohl ich mir da ja schwer tue, nur ein Buch auszusuchen und das hat auch ein anderer geschrieben und auf viele Bücher getippt, weil es so vieles gibt.

Die Bibel und Stefan Zweigs Bücher wurden auch erwähnt, beides gibt es es schon länger als sechzig Jahren und Manfred Müller wunderte sich, daß nur zwei Bücher viermal genannt wurden. Darunter waren die von Elfriede Jelinek und von Joanne K. Rowling und da natürlich “Harry Potter” Das waren offenbar die Kinder auf der “Buch Wien”. Sonst hat noch Mareike Fallwickl zwei Tips bekommen. Thomas Bernhard natürlich auch und sonst ging es rundum durch den literrischen Garten.

Zehn Tips wurden gezogen und vorgestellt, die werden nun eines der “Leseause-Bücher” bekommen und nun kann ich auch meine Lieblingsbücher des Jahres 2022 vorstellen, weil das Jahr ja fast beendet ist. Also was hat mir von den inzwischen hundertfünfundzwanzig Büchern am besten gefallen :

  1. Elias Hirschl “Salonfähig”
  2. Jon Fosse “Ich ist ein anderer”
  3. Volter Kipli “Der Saal von Alastalo”
  4. Fatma Aydemir “Dschinns”
  5. Gabriele Riedel “In Dschungel, in Wüsten, in Krieg”
  6. Carl Christan Elze “Freudenberg”
  7. Esther Kinsky “Rombo”
  8. Anna Kim “Geschichte eines Kindes”
  9. Norbert Maria Kröll “Die Kuratorin”
  10. Verena Rossbacher “Mon Cheri oder unsere demolierten Seelen”
  11. Kristine Bilkaus “Nebenan”
  12. Robert Menasse “Die Erweiterung”
  13. Jan Faktor “Trottel”

Das wären bis jetzt dreizehn Leseerlebnise oder Lieblingsbücher und den schon erwähnten Punsch und die Kekse hat es natürlich auch gegeben. Vanillekipfler, Zimtsterne, Lebkuchen und ein paar interessante Gspräche habe ich auch geführt. Weihnachtlich dekoriert war es in der “Gesellschaft”t ebenfalls.

Lese.Auslese und Lieblingsbücher

In der “Gesellschaft für Literatur” finden ja zweimal jährlich die Lese.Auslesen statt, wo Cornelius Hell und Katja Gasser ihre Lieblingsbücher der Saison vorstellen. Dazu gabs nachher immer einmal Bowle mit Knabbereien und einmal Punsch mit Keksen. Das fällt seit zwei Jahren zwar weg, die Buchempfehlungen der beiden gibt es aber noch jeweils zu Saisonende.

Und so wurde in Lockdownzeiten als Erstes schon etwas bekanntes, nämlich der Briefwechsel zwischen Helga und Ilse Achinger, Wien – London 1939-1947 vorgestellt, der schon zu den Hundertjahrfeiern präsentiert wurde, ist ja Helga Aichinger 1939 nach London emigriert, während die Schwester bei der jüdischen Mutter bleiben mußte, die ohne sie deportiert worden wäre.

Thematisch gings dann gleich mit George Arthur Goldschmidt “Versperrten Weg” weiter, denn da mußte ja auch zwei Brüder emigrieren, die sich aber dann verloren haben. Ein Buch das ich schon gelesen habe, weil es ja auf der letzten deutschen Buchpreisliste stand.

Dann ging es, wie Manfred Müller erklärte, weiter mit den Familienromanen und zwar zu den kurdischen Autor Bachtyar Ali “Mein Onkel den der Wind mitnahm” und dann, die beiden haben ja immer eine sehr spezielle Auswahl, wo die osteuropäische Literatur eine wichtige Rolle spielt ,der 1954 geborene ungarische Autor Laszlo Krasznahorkai, der einen Roman mit vierhundert Seiten geschrieben hat, der wie Cornelius Hell erklärte, aus einen einzigen Satz besteht.

“Herscht 07760 – Florian Herschts Bachroman”, der von einem Tölpel handelt, der bei einem Bäcker arbeitet, Angela Merkel Briefe schreibt und in seiner Freizeit in der Bach-Welt versinkt.

Dann folgte Herta Müllers Collagen-Erzählung, die ja 2009 den Nobelpreis bekam, “Der Beamte sagte” und dann kam wieder etwas bekanntes, beziehungsweise etwas, was ich schon beim “AS” streamen hörte, nämlich Alois Hotschnigs “Der Silberfuchs meiner Mutter”, wo es ja wieder um die Nazivergangenheit-Aufarbeitung geht.

Den 1980 in Ljubana geboren Goran Voljnovic habe ich schon bei meinen “Buch Wien Streaming” aus seinem”Tschefuren raus” lesen gehören, wo es in einer Jugendsprache über eine wütende und entwurzelte Vorstadtjugend, wie in der Beschreibung steht, geht.

Dann kam ein kleines Büchlein, nämlich ein Essayband des 1988 geborenen Lukas Meschik, von dem ich schon was gelesen habe, “Einladung zur Anstrengung”, der von Katja Gasser sehr gelobt wurde.

Zuletzt kam dann noch ein Gedichtband des 1963 in Gera geborenen Lutz Seiler, der sowohl den “Bachmann-Preis”, den deutschen Buchpreis und auch den der Leipziger Buchmesse bekommen hat.

Wieder eine interessante Auswahl, wo man den Aichinger-Briefwechsel oder die Müller-Collagen sicher seiner literarisch interessierten Mutter oder Lehrerin zu Weihnachten schenken kann. Einige osteuropäische Autoren kann man entdecken, die Nazi-Vergangenheit erforschen und ich, die ich ja gerade Weihnachtskitsch lese und mich ansonsten um die fünf Blogger-Debuts bemühe, wenn ich meine Buchpreislisten aufgelesen habe, werde mir wahrscheinlich keines davon bestellen, sondern eine kleine Tradition, mit der ich bei den “Auslesen” begonnen habe, meine 2021 Lieblingsbücher und da habe ich ja einiges gelesen,, präsentieren beziehungsweise meinen Lesern herzlich für das Fest und andere Gelegenheiten empfehlen:

  1. Peter Paul Wiplinger “Ausklang”
  2. Peter Paul Wiplinger “Aussichten”
  3. Tarej Vesaas “Die Vögel”
  4. Melissa Broder “Muttermilch”
  5. Mithu Sanyal “Identiti”
  6. Daniela Chana “Neun seltsame Frauen”
  7. Uwe Wittstock “Berlin 1933”
  8. Ferdinand Schmalz “Mein Lieblingstier heißt Winter”.
  9. Georg Klein “Bruder aller Bilder”
  10. Ulrich Woelk “Für ein Leben”

Vielleicht auch eine interessante und vielschichtige Auswahl und noch etwas kann ich verkünden, mit dem “Arbeitstitel” bin ich wahrscheinlich im Rohtext fertig. Es ist wieder sehr kurz geworden, ich glaube so kurz wie nie, nämlich 22.830 Worte, 49 Seiten und 24 Szenen. Velleicht wirds noch länger. Mal sehen, überarbeitet wird auf jeden Falls noch. Ich habe damit diesmal einen halben “Nano” geschrieben. Das heißt, am fünfzehnten November damit angefangen und war am dreißigsten bei 17 683 Worten, die ich einmal durchkorrigiert und heute vorläufig beendet habe.

Und das dritte Literaturgeflüster Buch” mit den gesammelten Corona-Texten soll vor Weihnachten auch noch kommen, was ja vielleicht auch ein passendes Geschenk wäre, wenn man nicht mit der “Nika” mitlesen will.

Den Punsch habe ich übrigens schon getrunken, die Kekse hat der Alfred gekauft, die werde ich aber erst zu Weihnachten essen.

Ein paar Romanfiguren

Weiter geht es mit einem Artikel, wo ich wieder über mein Schreiben, beziehungsweise meine Themen, meine Bücher und jetzt über meine Protagonisten plaudern will.

Ein paar davon gibt es ja schon und wer will kann sich auf diese Art und Weise in mein Schreiben einlesen und dann vielleicht auch zu dem einen oder dem anderen Buch greifen.

Ich korrigiere ja jetzt an meiner Bibliotheksgeschichte “Vor dem Frühstück kennt dich keiner” und habe vorhin über meine nächsten Pläne geplaudert.

Daß ich, wenn ich damit fertig bin, mir wieder ein Thema suchen muß und ich vielleicht ein paar Kurzgeschichten schreibe, um zu einer Handlung für das nächste Projekt zu kommen.

Denn ich bin ja, nach über vierzig selbstgemachten Büchern, wie ich fürchte, ein wenig ausgeschrieben, habe ich ja schon so viel geschrieben, obwohl das niemanden interessiert, ich keinen Erfolg habe und  auch niemand zu merken scheint, was es da alles schon von mir gibt.

Und in der letzten Zeit hantle ich mich auch ein wenig, um die Sache herum, wiederhole mich, schreibe vielleicht auch Serie oder Fortsetzungen, jedenfalls gibt ein paar Figuren, die in einigen meiner Bücher vorkommen.

Mein Lieblingsfiguren könnte man so meinen und ich habe auch ein paar mit denen ich mich vielleicht demnächst auf die Schreibchercherche begeben werde.

Denn ich schreibe da ja immer von einer Schreibwerkstatt oder einem Schreibworkshop, das ich mir selber geben möchte, auch wenn ich nicht wirklich weiß, wie das gehen kann und soll.

Aber die Fritzi Jelinek aus der “Absturzgefahr” ist ja eine Schreibtrainerin und die kommt auch in der “Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch” vor.

Sie hat auch eine heimliche oder platonische Liebe zu dem polnischen Priester Janusz Warszinski und die, habe ich schon gedacht, könnte vielleicht in meiner Bloggeschichte wieder vorkommen oder die dortige Protagonistin beim Schreiben beraten und da gibt es ja schon bei den “Berührungen” eine solche Konstellation, denn da schreibt ja Anna Augusta Augenstern, einen Roman und weiß nicht wirklich, wie das geht oder worüber und geht deshalb oder eigentlich wegen ihrer Depressionen zu einem Psychiater, nämlich zu Theo Hardenberg, der sie sehr aufmunternd berät und ihr wertvolle Tips gibt und den wir schon von der “Frau auf der Bank” kennen, denn da ist er ja der Oberarzt, in dem sich Svetlana Mihic verliebt und noch nicht genug, er kommt auch beim “Frühstück” wieder vor, da ist er Therese Schwarzenbergs Therapeut, obwohl die ja nur eine Leserin ist und nicht selber schreibt.

Das tut für oder über sie Dorothea Wewerka, das sogenannte Bibliotheksgespenst, das eigentlich gar keines ist und sie ist auch nicht wirklich obdachlos, sondern tut nur so, denn sie benützt die Hauptbücherei  eigentlich nur, um die “Viertagebuchfrau” neu und umzuschreiben und in der, dem Buch, das ich 2000 über die ersten hundert Tage von schwarzblau schrieb, gibt es ja die Felizitas Fee, die schöneObdachlose und das ist eigentlich auch eine meiner Lieblingsfiguren, obwohl sie zwar im “Frühswtück” zitiert wird, aber dort nicht wirklich eine Rolle spielt.

Die Fritzi Jelinek und der Theo Hardenberg kommen aber in einigen meiner Bücher vor und ich denke sie haben auch beratende Funktionen, er als Psychiater, sie als Schreibtrainerin und dann gibt es noch die Lisbeth Hahnenpichler aus den “Zwillingswelten”, auch eine meiner Lieblingsfiguren, die könnte als ehemalige Bibliothekarin beim Bücherlesen, den Bücherbergen und den Bücherlisten beraten, kommt aber bisher nur einmal, in dem 2011 geschriebenen Buch vor.

In der “Pensionsschockdepression”, gibt es eine depressive Pensionistin, die Selma Morgenstern, die alle ihre Bücher auflesen will und in Fritzi Jelineks”Roman-Therapiegruppe” geht und in den “Dreizehn Kapitel” gibt es eine ähnliche Figur, die allerdings den Namen Laura Augustin trägt.

Man sieht depressive Büchersammlerin haben bei mir Hochkonjunktur, beziehungsweise sind sie Figuren, die mich interessieren und über die ich öfter schreibe und in den “Dreizehn Kapitel” taucht  auch schon die “Nika, Weihnachtsfrau” auf, obwohl sie da noch anders heißt.

Der habe ich dann unter dem Namen Nika Horvath einen ganzen Adventkalender gewidmet, und da treffen wir die Fatma Challaki wieder, die syrische Germanistik Studentin, die mit einem Boot zuerst nach Lampedusa flüchtete und dann in den “Prekären Sommerereignissen” nach Traiskirchen und zu ihrer Brieffreundin Sandra Winter kam.

Lauter Lieblingsfiguren und, wie man sieht, sind sie mit Ausnahme des freundlichen Psychiater Theo Hardenberg alle weiblich und ich will ja immer, wie ich ständig schreibe, als nächstes etwas ganz Neues schreiben.

Meine Figuren holen michalle irgenwie ein und jetzt schwebt mir schon wieder ein depressive Pensionistin im Kopf herum und ich bin nicht sicher, ob ich über sie schreiben will und ob ich mich nicht, wenn ich es tue, nicht schon wieder wiederhole?

Deshalb will ich vor dem nächsten Projekt auch eine ausführliche Recherche einlegen und meine Bücher, wie ich das auch immer gerne tue, auch wieder lesen, vielleicht auch, um damit abzuschließen und mich davon zu distanzieren, aber natürlich könnte ich auch über Janusz Warzinski, auch eine männliche Figur,  Fritzi Jelinekt, die meiner erfolglosen Schriftstellerin, also meinem Alter Ego, das Schreiben beibringt, die Bibliothekarin Lisbeth Hahnenpichler mit den Leselisten und die beiden depressiven Pensionitinnen Laura Augustin und Selma Morgenstern schreiben und jetzt hätte ich den freundlichen Psychiater Theo Hardenberg vergessen und könnte eine Fortsetzung über sie machen.

Aber vielleicht haben meine Leser andere Lieblingsfiguren und vielleicht habe ich jetzt auch etwas vergessen.

In der “Mimi” taucht ja auch schon eine Büchersammlerin und depressive Lehrerin auf, das sind wahrscheinlich meine Haupt-Lieblingsfiguren, obwohl die Idee zu meiner neuen Protagonistin, eigentlich ein realens Vorbild hat.

Mal sehen, noch bin ich lange nicht so weit, noch schwätze, flüstere, schwadroniere ich darüber in meiner höchst privaten Schreibwerkstatt oder meinem Blogrtikel in dem ich meine interessierten Leser ein wenig in meine Figurenwelt einführen und auf meine nun schon über vierzig selbstgemacht Bücher aufmerksam machen wollte.