Fertig mit dem Nanowrimo?

Es ist der vierzehnte November und ich habe diesmal im Vergleich zu den vergangenen Jahren eine schöne “Nanokurve” hingelegt, war ich  2009 beim ersten “Nanowrimo” mit der “Heimsuchung” am neunzehnten November 50687  mit Worten fertig, bei den nächten 2012, 2013 habe ich immer ein wenig vorgeschrieben und war glaube ich 2012 schon vor der Buch-Wien” fertig und bei der “Brüderschaft”, wo ich auch schon im September angefangen habe, wars dann am auch am vierzehnten November, da hatten mir aber vorher zehntausend Worte gefehlt, die ich irgendwie angestückelt habe und 2014 bei “Im Namen des Vaters” waren wir auch in Ungarn, ich habe wahrscheinlich auch schon früher beim “Writersstudio” oder in der “Schreibgruppe” ein paar Szenen vorgeschrieben, war dann am neunzehnten mit 50.111 Worten fertig, angestückelt habe ich, glaube ich, auch.

2015 kam dann der “Adventkalender”, da habe ich, glaube ich, zeitgleich angefangen, aber vorher auf der Mariahilferstraße recherchiert, wo die Weihnachtsdekorationen schon vorbereitet wurden, ich habe versucht jeden Tag eine szene zu schreiben, das ist mir glaube ich nicht ganz gelungen und weil ich auch schon früher fertig war, ist die Geschichte bis zum einunddreißigsten Dezember gegangen.

2017 habe ich ja die ersten Tage beim Schreibmarathon des “Writersstudios” mitgemacht, da hatte ich auch schon ein paar tausend Worte der “Unsichtbaren Frau” mit der ich dann am neunzehnten November fertig wurde und am Dezember bei gewonnenen “Writerretreat” zu korrigieren begann. Man sieht, ich war immer früher fertig, habe meistens früher angefangen und dann bis zur “Buch-Wien” schwungvoll vor mich hingeschrieben, denn dann ist es ja  dicht geworden.

Im Vorjahr war ich gar schon am ersten November mit der “Magdalena Kirchberg” fertig, da habe ich dann gar nicht mitgemacht, weil ich ja mit dem Text schon im August begonnen habe.

Heuer habe ich nicht vorgrschrieben, ein bißchen was im Notizbuch hatte ich schon stehen und dann, glaube ich, eine halbe Stunde vor Mitternacht mit der ersten Szenen angefangen und gedacht, das wird wohl nichts dieses Monat, weil keine Zeit, keine Zeit, wegen “Buch-Wien”, “Buch-Basel” etcetera.

Dann habe ich aber doch mit Ausnahme des siebenten Novembers, wo wir  von der “Buch-Wien” nach Basel gefahren sind, jeden Tag etwas geschrieben, die ersten Tagen mehr, dann eher nur ein oder zwei Szenen, so daß es eine schöne Kurve, wie ich es mir wünschte gibt und ich heute am vierzehnten November bei 37 049 Worten, vierundsiebzig Seiten und neunundzwanzig Szenen bin.

Super werden meine Leser sagen, du hast noch ein halbes Monat Zeit. Wo liegt das Problem?

Das Problem liegt daran, daß ich mit der Geschichte, eigentlich schon fertig bin. Das heißt noch nicht ganz geschrieben, aber mit den drei noch geplanten Szenen, die im Notizbuch stehen, würden es dann wieder an die vierzigtausend Worte sein.

Auch kein Problem eigentlich, denn das hatte ich ebenfalls schon, da habe ich dann angestückelt. Das Ganze 2015 bis Ende Dezember spielen lassen, bei der “Brüderschaft” einen der Bruder, glaube ich, in eine Konditorei nach Ungarn geschickt, weil wir da ja gerade waren, etcetera.

Das könnte ich in den zwei verbleibenden Wochen, wo ja die “<Literatur im Herbst” und das “Fried Symposium”, es aber sonst ein wenig ruhiger ist, auch machen. Zeit hötte ich, aber beim Stoff bin ich mir da nicht sicher. Da wüßte ich jetzt eigentlich nicht, was ich einfügen sollte.

Habe ich da jetzt ja die Aufführung von Fräulein No und Fabian Neumayer hinter mir, die Gerti wird sich mit ihrer Nichte aussprechen, die wird sie sogar bei sich wohnen lassen. Fatma Alkmir hat die Anzeige zurückgezogen und Ulrich Blumenbach was ja die Ausgangsidee zu der Geschichte war, hat seinen Pensionsantrag gestellt und wird im Nachtcafe beratend oder helfend für die Nichtversicherten beispielsweise tätig sein und Anna kommt auch zu ihm zurück.

Das klingt eigentlich rund und abgeschloßen, obwohl ja noch sehr viele Unklarheiten, Wiederholungen und vor allem, das habe ich schon geschrieben, noch nicht die klingenden Namen drinnen sind. Ich habe ja  immer nur die letzte Szene korrigiert und noch nicht das Ganze auf einmal, was ich aus Zeitgründen vermieden habe. Das werde ich, wenn ich morgen oder übermorgen dann mit dem Rohtext fertig binm tun, ich werde auch noch meine Notizbücher wegen Anstückelungsmöglichkeiten durchgehen.

Das Durchkorrigieren, wo man auf Lücken draufkommen kannn, ist auch ein wenig schwierig, weil da ja etwas wegfällt und ich in vierzehn Tagen ja den dann vorhandenen Wortstand aufladen muß und mit dem zwischendrin Einfügen und verlängern habe ich mir bisher immer schwer getan.

Mal sehen wie es wird, ich werde mir da keinen Streß machen und wenn es bei den vierzigtausend Worten bleibt, ist das auch egal und meine letzten nicht im “Nano” geschriebenen Bücher waren auch so oder vielleicht sogar noch kürzer.

Also werde ich fertigschreiben, dann schauen, kann ichs noch verlängern, in dem ich nach den drei Szenen, die noch geplant sind, jeweils eine für die No, die Henrike, den Ulrich, die Anna, die Gerti Schuster, etcetera anfüge, auch wenn das nicht wirklich Sinn ergibt.

Das wäre dann ja auch etwas, was ich dann bei Korrigieren nach dem dreißigsten November wieder wegstreichen könnte und das ist ja auch das, was die “Nanowriterratgeber” empfehlen. Einfach drauflosschreiben, Szene für Szene, es muß ja noch nicht chronologisch sein. Das konnte oder habe ich bisher auch eher nicht getan.

Nach dem dreißigsten November, wenn der Rohtext fertig ist, werde ich das Ganze ja ohnehin solange liegen lassen, bis ich mit dem “Zweiten Literaturgeflüsterbuch” fertig bin und dann habe ich vor, das Ganze nach dem “Heldenreise-Modell” und vielleicht auch mit Gustav Ernsts Schreibratgeber nochmals durchzugehen, da habe ich bei bisherigen Versuchen auch nie sehr viel verändert und einen oder zwei Spannungsbögen hätte ich ja diesmal. Einer ist der mit der Handtasche, die mir vor einer Woche einer zufällig tatsächlich aufs Fensterbrett legte, dann wieder wegnahm. Als ich aus dem Haus gegangen bin, habe ich sie ein paar Häuser weiterliegen gesehen und als wir von Basel zurückkamen, lag sie dann am Boden auf der Straße. Das nur zu den Schreibimpulsen. Die Auffühung im Cafe ist ein weiterer und jetzt würde ich noch einen brauchen, um zu den gewünschten fünfzigtausend Worten zu kommen.

Mal sehen, ich habe ja noch Zeit und werde bis Ende November sicher am Text weiterschreiben, entweder einfügen oder korrigieren.

Vielleicht auch beides, ich bin gespannt. Spaß hat mir das Ganze auch wieder gemacht. Die Handlung, die ja am ersten November noch sehr unvollständig war,  hat sich entwickelt. Sie ist auch etwas anders, als geplant geworden. Neue Personen, wie beispielsweise, die Anna sind entstanden und die Ulrich Blumenbach-Geschichte, da hat ein Arzt eine Psychose, verliert seinen Job, muß in Pension und arbeitet dann ehrenamtlich in einem Cafe, in dem er die Junkies, die Obdachlosen und die Prostituierten berät, ist auch ein wenig anders geworden.

Aber das mit den Prostituierten könnte ich noch einfügen, ist mir jetzt eingefallen und da hätte ich dann vielleicht wieder eine Szene mehr.

Zurück in Wien

Die “Buch-Wien” sowie die “Buch-Basel” sind vorbei und wir sind wieder in Wien gelandet. Am Montagabend sind wir mit dem Nachtzug von Zürich abgefahren, wo es diesmal leerer und ruhiger war, so daß ich eigentlich recht viel bei meinem “Nanowrimo” schreiben konnte und jetzt schon bei zweiunddreißigtausend Wörtern bin. Die Handlungsfaden stimmt noch nicht so ganz, das habe ich schon geschrieben und muß sicher noch sehr lange und sehr sorgfältig bearbeitet werden.

Denn die letzte Woche, wo ich direkt von der “Buch-Wien” noch mit dem Programm und der Bloggerkarte in der Tasche nach Basel gefahren bin, war sehr streßig, so daß ich meistens sehr früh oder sehr spät geschrieben habe und am letzten Tag den Montag, wo das Literaturfestival schon aus war und wir in der Stadt herumgegangen sind, um dort die Bücherschränke und die Buchhandlungen zu besuchen, habe ich in der “Klara”, im Warteraum des Bahnhofs Zürich und im Zug geschrieben und sehr bepackt sind wir auch nach Wien zurück gekommen, nämlich Bücher, Bücher, Bücher.

Da war es ein Glück, daß der Alfred am Donnerstag vorgeschlagen hat, den vollen Sack, den ich von der Buch-Wien” mitgenommen habe, doch zuerst in die Krongasse zu tragen und dann erst zum Hauptbahnhof zu fahren, denn ich hatte gestern Abend auch zwei volle Büchertaschen, die ich von Basel zuerst nach Zürich und dann nach Wien geschleppt habe.

Dabei ist die “Buch-Basel” ja keine Messe. Es gab aber beim Festival und auch bei der “Buchpreisverleihung” einen Büchertisch und da ich ja am Samstag meinen sechsundsechzigsten Geburtstag hatte, habe ich mir vom Alfred, den neuen Ruge und ein Buch von Franz Hohler schenken lasen, den ich ja schon lange lesen will und der Bücherschrank, den es in der Nähe des Hotels gegeben hat, war wirklich ein Segen, denn da habe ich zuerst ein Buch von Thomas Hürlimann und eines von Urs Widmer gefunden und gestern Morgen noch das neue Buch der Dacia Maraini und den Steinfest– Krimi, wo er den Widerstand von Stuttgart 21 beschreibt.

Die anderen Bücherschränke befanden sich eher in Lokalen und da habe ich mich nicht so getraut zuzugreifen. Wir waren gestern Nachmittag aber noch in einer Buchhandlung und da stand davor eine Kiste, wo es  Bücher zur freien Entnahme gab.

Die “Buchpreis-Bücher” waren für mich ja nicht so interessant, weil ich schon alle habe und das Buch der Ivna Zic inzwischen gelesen habe. Am “Sprung” lese ich noch immer, weil ich wegen dem Bloggen und dem “Nanowrimoschreiben” neben dem Festivalprogramm und der Stadtbesichtigung nicht so ganz zum Lesen gekommen bin.

Das Programm in Wien lautet also neben meiner Praxis und dem “Fräulein No”, wo ich wahrscheinlich so lange mir etwas einfällt Szene um Szene schreiben werden, ein paar davon habe ich ja schon im voraus, auch wenn ich mir da manchmal denke, das ist jetzt trivial, was ich da schreibe und das Durchkorrigieren, um den Handlungsstrang ein wenig zu ordnen, erst dann mache, wenn es unbedingt nötig ist, -lesen , lesen und  da kommen ja jetzt die österreichischen Buchpreisbücher dran, von denen ich ja bisher nur gelesen habe, was auch auf der deutschen oder Schweizer Liste stand.

Dann habe ich noch einige Schweizer Bücher, die von derListe und auch den neuen “Wolkenbruch” der ja nicht auf der Liste steht und ein neues Buch, hat mich, als wir heute zurückgekommen sind, auch schon im Postkasten erwartet, nämlich der neue oder letzte  Andrea Camilleri “Brief an Matilda”, der ja kürzlich gestorben ist und Mitte <november soll ja dann die “Blogger Debut Shortlist” kommen, von der ich wieder hoffe, daß ich schon ein paar Bücher, das der Angela Leinen zum Beispiel oder auch die anderen Debuts, die auf den Listen stehen, gelesen habe werde.

Der “Ohrenschmaus”, wo ich ja wieder eine Laudatio halte, erwartet mich Anfangs Dezember und vorher kommen noch die “Literatur im Herbst” und das “Fried Festival”.

Sehr viel ruhiger wird es also auch nicht werden und die Messe- und Festivalausbeuten sind auch langsam zu verarbeiten, aufzuschreiben, einzuräumen und vor allem wegzulesen.

Elfter Nanowrimotag

Nachdem sowohl die “Buch-Wien” als auch die “Buch Basel”, die ja beide, trotz des ähnlichen Names, sehr unterschiedliche Veranstaltungen waren, vorüber sind und nach dem österreichischen Buchpreis auch der Schweizer vergeben wurde, kommt wieder ein Schreibbericht, denn ich bin erstaunlicherweise, trotz des vielen literarischen Trubel, der in der letzten Zeit passierte nicht unttätig gewesen und habe auch schreibtechnisch etwas weitergebracht und der Plot des “Fräulein Nos” ist auch ein bißchen angewachsen.

Zumindest habe ich jetzt mehrere Handlungsstränge und mehrere Ideen, die zwar alle noch etwas vage und ungeordnet sind und wahrscheinlich noch zusammenkommen müßen, aber mein Worttagessoll habe ich auch erreicht, zwar nicht mehr so viel auf einmal als an den ersten Tagen geschrieben, aber auch in Basel sind es fast täglich eine Szene und einmal sogar zwei geworden, so daß ich jetzt bei über  achtundfünzig Seiten, zwanzig  Szenen und 28. 644 Worten liege. Da immer noch einige Tage oder Worte im voraus bin und laut meinem Statiskplan am zwanzigsten November fertig sein sollte, also diesmal sogar eine etwas normalere Kurve als in den früheren Jahren habe und nicht schon in der ersten Woche fertig bin, auch wenn, was die Handlung betrifft, der innere Kritiker schon manchmal wieder “Das ist Blödinn, was du da schreibst und es wird wieder niemanden gefallen oder niemand lesen!”, schreit und wenn man sich gleichzeitig auf einem Literaturfestival befindet, eine fremde Stadt besichtigt und die Szenen nachts oder sehr früh im Hotelzimmer oder Zug schreibt, die dann auch sehr flüchtig hingeworfen wurden, ist das wahrscheinlich normal. Und der “Nanowrimogedanke” ist ja auch einen ersten Rohentwurf zu schreiben, der dann noch bearbeitet wird und die Ideen sind da und das Handlungskonzept wächst ebenfalls, auch wenn das Ganze vielleicht noch nicht so zusammenpasst und noch viele Lücken, beziehungsweise Fehler hat und ich habe ja auch schon geschrieben, daß ich mit den Namen noch nicht so ganz klar komme und noch nicht so richtig weiß, wie meine Personen jetzt wirklich heißen, weil ich oft drei verschiedene für eine verwendet haben, die mir auch noch nicht so ganz gefallen. Da kann ich vielleicht später auch noch eine Namensstruktur machen und mir die entsprechend klingenden Namen heraussuchen.

Jedenfalls haben inzwischen zwei Fernsehdirskussionen stattgefunden, Fatma Alkmir hat mit einen FPÖ-Politiker und einer Frau von der Rassismusstelle darüber diskutiert, daß sie in der U- Bahn beschimpft und angespuckt worden ist.

Dann ist auf Dorothea Hartiners Drängen Ulrich Blucembach dort aufgetreten und hat Harry Krempinsky Stammkundin verteidigt, hofft immer noch, daß Anna zu ihm zurückkehren wird, was auch geplant ist.

Nolantha ist im Reinhardt-Seminar ungeduldig, die vielen Sprech- und Stimmübungen gefallen ihr nicht, hat sich in den Sohn eines Burgschauspielers, Fabian Neumayr verliebt und probt mit ihm ein Theaterstück oder einen Dialog, um Gerti Schuster zu rehaibliteren, das ihre Freundin Johanna, die Buchhändlerstochter und Poetryslamerin geschrieben hat und, das sie in Harries Nachtcafe aufführen wollen. Gerti Schuster ist inzwischen ein kleines Mißgeschick passiert und sie hat eine Handtasche gefunden, beziehungsweise zugesteckt bekommen, in der sich ein Brief ihrer Nichte Claudia befindet und Henrike Werner wandert mit Hund Harry Krümel Blümel immer noch zwischen dem Heiligenstädter und den Grinzinger Friedhof hin und her um sowohl ihrem verstorbenen Mann, als auch ihrer Tochter <martha das alles zu erzählen.

So weit so what. Jetzt muß ich noch von Basel nach Wien zurückfahren und habe dann die Qual der Wahl, am vielleicht ruhigeren nächsten Harland- Wochenende, die bisherigen Seiten in Ruhe durchzugehen, um die Lücken zu schließen oder weiterhin Szene um Szene, um die Worte zeitgerecht zusammenzubekommen einfach drauflos zu schreiben und am Schluß zu versuchen, das Ganze einigermaßen geordnet und auch interessant zusammenzuschließen.

Mal sehen, ich bin gespannt und werde auch weiterhin darüber berichten.

Der dritte Nanowrimotag

Und weils so gut geht, kommt gleich der nächste Schreibbericht. Der Stand vom Sonntag Abend 15 039 Worte, als ich die letzten vier Szenen eingegeben haben, waren es noch 15182 und seltsamerweise steht in meinem Statistikprogram 13 393, ich weiß nicht warum, weil ich die Worte manuel eingebe und nicht den Text kopiere.

Es sind jedenfalls neun Szenen und über dreißig Seiten und am ersten Tag habe ich vier geschrieben, am Samstag wars nur eine, weil ich ja am Vormittag am Markt war, da die Doris Kloimstein getroffen habe, mit ihr Cafe getrunken, literarisch diskutiert habe und anschließend noch beim Friseur gewesen bin.

So habe ich erst am Nachmittag angefangen und ab sechs gab die Videos der Online-Autorenmesse. So habe ich die Szene der Henrike, sie ist sehr lang und umfangreich, dreimal korrigiert, weil die Schwierigkeiten lag, hier in den Namen, wie heißt jetzt der Ehemann und Nos Großvater, irgendwo steht Hans, aber eigentlich wollte ich ihn Walter nennen und bei Gerits Widersacher schrieb ich in Szne zwei oder drei Peter Schuster, aber so heißt sie ja selber, wie ich bei der nächsten Gerti Szene darauf gekommen bin. Mit den Namen haperts also noch, denn ich bin ja eigentlich mit drei Personen gestartet.

Dem Ulrich, als Hauptprotagonisten, der No, die namensgebende Figur und die Gerti Schuster, aber dann kam noch die Großmutter Henrike hinzu, der Harry Krempinsky, der Besitzer des Nachtcafes, Ulrichs Freundin Anna, die ihn verlassen hat, Dorothea Hartinger, seine ihn behandelnde Psychiaterin, die mit der Anna einmal in einer Wohngemeinschaft lebte und und und….

Die Namen entstehen in den einzelnen Szenen und da habe ich die Henrike- Szene gestern dreimal korrigiert, weil auch der Handlungsverlauf beim Herunterschreiben nicht ganz logisch war und weil mich offenbar das schlechte Gewissen packte, bin ich heute um halb vier oder so aufgewacht und habe die nächste Szene geschrieben, die wo, die Anna im OP steht und man verfährt, daß sie den Ulrich deshalb verlassen hat, weil ihr Vater auch eine Psychose hatte, sich umbrachte und sie das nicht noch einmal erleben will.

Das weiß aber nur ihre Mutter und ist sonst ihr Geheimnis. Dann habe ich noch eine Schlafrunde eigelegt, bin aber, um sechs schon wieder wachgewesen und habe die Szenen geschrieben, die ich eigentlich gestern schreiben wollte.

Die Gerti war in der AS bei einem Gerstl-Abend, wo sie eben ihren Widersacher, den schon erwähnten nun Peter Gruber trifft, in der Szene hatte er aber vier verschiedene Namen, weil ich mich auf einen nicht einigen konnte, dann steigt sie in die U-Bahn, um zur Vinzi Rast oder zum Harry zu fahren und dabei wird sie von einer jungen Muslimin angesprochen, “Was schauen Sie mich so an!”, die Gerti schimpft zurück, steigt aus und in der nchsten Szene fährt, die No vom Reinhardt-Seminar heim und ihre Freundin Johanna schickt ein Video, wo eine Frau zu sehen war, die eine Muslima anspukt und beschimpft, in der No Gerti Schuster erkennt.

Dann wird es wieder milder, der Ulrich führt seinen Tagesplan aus und kommt ins Nachtcafe, wo alle, um Gerti herumstehen und Harry Krempinsky sagt “Gut, daß Sie da sind, Herr Doktor, ich glaube, wir haben ein Problem!”, das ist die Szene neun, die ich gerade korrigiert habe und aufpassen Freunde, ich habe einen Spannungsbogen und eine ungefähre Handlung. Denn in der nächsten, noch ungeschriebenen Szene, schauen sich die Henrike und ihre Enkeltochter, die Diskussion im Fernsehen an, wo die Jusstudentin Fatma Akin, die das Video ins Netz gestellt hat mit einem FPÖ-Politiker und einer Frau von der Rassismusstelle darüber diskutieren, No erzählt der Oma auch, daß Gerti in Verdacht geraten ist.

Ulrich soll intervenieren und auch an einer Talkshow teilnehmen, die Doro Hartinger teilt das dann der Anna mit und am Ende sitzt der Ulrich beratend im Nachtcafe und Anna kommt zurück, die Gerti wird auch rehabilitert und das wäre der ungefähre Handlungsrahmen, den ich jetzt habe, der nur ein Problem hat, daß die Geschichte dann wahrscheinlich bei 25 – 30 000 Worten fertig ist. Ich habe aber derzeit nur Szene elf und Szene zwölf geplant, muß dann also wahrscheinlich, wenn ich aus Basel zurück bin, wirklich plotten. Denn eigentlich ist ja viel Material vorhanden, da eine vielleicht sogar längere als 50.000 Wortgeschichte zu machen, haben wir ja vier Handlungsstränge, die No, die Gerti und den Ulrich und sogar die Henrike mit ihren Traumen und ihren Friedhofsbesuchen. Ich könnte also vier Geschichten schreiben, wenn jede fünfzehntausend Worte hat, passt es schon und dann gibt es noch den Harry und die Johanna Silberer, die Freundin von der No.

Also sehr spannend, ein Handlungsrahmen mit Lücken, die noch aufzufüllen sind, es ist ja erst der dritte Schreibetag. Die dreißig korrigierten Seiten habe ich schon ausgedruckt und leider werden jetzt die Schreiblücken kommen, denn ab Donnerstag werde ich wahrscheinlich bis mindestes nächsten Dienstag nicht viel schreiben, dann kommen zwei Wochenenden mit literarischen Veranstaltungen und, daß Schreiblücken herausreißen können, ist ja auch ein Problem, das ich kenne.

Allerdings hilft das Aufschreiben der Handlungspläne und sich das vorher Durchlesen schon sehr, um wieder in den Fluß hineinzukommen, was mir beispielsweise am Donnerstagabend sehr gut gelungen ist, denn da wußte ich vorher nicht einmal den Namen der Großmutter,  bin dann aber sehr schnell hineingekommen und hatte auf einmal sehr viele Ideen für die einzelnen Szenen.

Vor allem die Henrike-Szene gestern, ist auch wieder sehr monologisierend geworden, während bei den anderen schon sehr viel show und tell vorhanden waren.

Das Ganze also kommen und wachsen lassen und ich habe ja vor im November soviel zu schreiben, wie es geht. Werde ich früher mit der Geschichte fertig und hat sie dreißig- oder vierzigtausend Worte, werde ich  auffüllen.

In den Vorbereitungsvideos, die ich mir angehört habe, war auch der Tip einfach Szenen und Geschichten schreiben, auch wenn sie nicht zusammenpassen, die raten dann auch, nicht chronologisch zu schreiben, sondern erst das Ende, wenn man es hat, etcetera. Das werde ich  probieren, wenn ich es brauche.

Es kann aber auch passieren, daß ich wegen meiner vielen Programmpunkte am Dreißigsten nicht fertig bin, dann schreibe ich den Rohtext solange zu Ende, wie ich brauche, lasse ihn dann liegen und mache erst mein Schreibebuch fertig und wenn es ist, kann ich das Ganze nocheinmal durchgehen und mich dann der Heldenreise und dem Plotten widmen, wenn ich das dann noch brauchen sollte.

Spannend, spannend und ich denke, ich habe schon viel gerlernt, da ich ja schon vierzig oder mehr Romane geschrieben habe und ich merke es auch, wenn ich die Videos der anderen Schreiber anhöre, da denke ich, natürlich bin ich da schon viel weiter, auch wenn das niemand merkt oder immer wieder der eine oder andere Kritiker kommt und schreit, hui wie ist das schlecht!

Daß das nicht stimmen muß, weiß und glaube ich auch, daß mir die Sichtbarkeit aber fehlt ist ebenfalls Tatsache, obwohl ich ja gerade jetzt meinen Romanprozeß sehr detailiert beschreibe.

Der erste Nanowrimotag

Der erste “Nanowrimotag” ist vorüber und ich habe geschrieben und geschrieben. Über fünfzehn Seiten, vier Szenen und 7552 Worte sind entstanden.

Ja, ich bin sehr schnell und für alle, die es genau wissen wollen, ich habe etwa eine halbe Stunde oder zwanzig Minuten vor Mitternacht mit der ersten Szene angefangen, vorher habe ich mit dem Alfred mein neues Profil erstellt und ein Dokument mit dem Titel habe ich auch schon am Nachmittag eröffnet, so daß ich ungefähr zehn Minuten nach Mitternacht, etwa 1600 Worte hochgeladen habe.

Das ist ein bißchen geschummelt und ich bin auch nicht, wie man am vorangegangenen Artikel sehen kann, besonders vorbereitet in den “Nano” gegangen. Hatte ich ja nur die Notizen, die ich mir in den letzten Monaten in mein rotes Genf-Büchlein, das schon sehr zerfleddert aussieht, aufnotiert und gewußt, ich werde im November, weil ja die “Buch Wien” ist und wir auch nach Basel fahren, nur wenig Zeit haben.

Das war zwar abgesehen von dem Basel-Besuch auch in den vorigen Jahren so. Aber ich habe mir die letzte Woche sehr eifrig die Videos von Jurenka Jurks Autorenmesse angeschaut, wo ja immer wieder betont wird, wie wichtig die Vorbereitung, das richtige Plotten, die Planung und die Figurenentwicklung ist und bei den Videos war ja auch eines, wo eine junge Frau von ihrem Romanprojekt in drei Tagen für das sie ein halbes Jahr vorgeplottet hat, berichtete.

Das ist jetzt modern. Denn die ursprüngliche Idee des “Nanowrimos” war oder ist vielleicht immer noch, daß man am ersten November ohne Plot und Vorbereitung zu schreiben anfängt und versucht die fünfzigtausend Worte zu schaffen.

Als ich 2009 das erste Mal mitgeschrieben habe, habe ich auch versucht mir das Buch Chis Baty “No plot? No problem”, den Gründer des “Nanowrimos” zu besorgen, es aber nicht bekommen.

Gestern war sehr viel zu tun. Ich hatte mien Abrechnung zu machen und als damit fertig war, hatte ich ein wenig Zeit mich auf den “Nano” vorzubereiten. So habe ich meine Unterlagen herausgesucht, um sie nach Harland mitzunehmen. Bei der Autorenmesse kann man sich ja sehr viele Checklisten ausdrucken, so daß sie zu einem ganzen Stapel angewachsen waren.

Annika Bühnemann hat im Monat Oktober auch ein ganzes Vorbereitungsmonat angeboten, wo man jeden Tag eine spezielle Aufgabe dazu machen konnte und ich habe mir auch noch einige “Naowrimo-Videos” angeschaut.

Die Charakterbögen für meine drei oder vier Figuren, das Fräulein No, den Ulrich Blumenbach, die Gerti Schuster und dann noch die Großmutter Henrike, beziehungsweise den Hund Harry Krümel Blümel vorbereitet. Zum Durchlesen meiner Notizen bin ich erst in Harland ab zehn, glaube ich, gekommen und dann habe ich ab halb zwölf geschrieben und geschrieben und mir dabei fast erstaunt gedacht, wie gut das geht und wie zufrieden ich damit bin.

Die übliche Hemmung “Das ist nicht gut, das schaffst du schon wieder nicht!”, die mich meistens bei solchen Vorsätzen begleitet, war vielleicht durch Jurenka Jurks Autorenmesse, wo ja besonderer Wert auf Wertschätzung und Ermutigung gelegt wird, weg und ich habe mich gewundert, wie frei und lockker die Sprache aus mir herausgesprungen ist. Inzwischen korrigiere ich jede Szene bevor ich an die nächste gehe und ich habe, glaube ich, die zweite Szene, nämlich die, wo die Nolantha mit den Achtunddreißigerwagen zur Großmutter nach Grinzing fährt, auch noch nach Mitternacht konzipiert und sie dann am ersten Novembermorgen korrigiert.

Mit der Gartenarbeit war es dann halb so wild, so daß ich kurz Radfahren war, mit dem Baby spielte und am Nachmittag noch einmal zwei Szenen geschrieben habe, so daß ich jetzt bei den schon erwähnten siebentausend Worten bin.

Wenn ich so weiter mache, bin ich am neunten November, an meinem Geburtstag fertig, steht in meiner Statistik. Bin ich wahrscheinlich nicht, weil wir dann in Basel sind und da, glaube ich, nicht, daß ich da auch nur ein Wort schreibe und, das kommt jetzt auch dazu, da ich ja nicht Annika Bühnemanns Aufgaben machte und auch nicht das ganze Szene für Szene nach der “Heldenreise” vorausplottete, bin ich jetzt eigentlich wieder am Ende meiner Planung. Die Szene drei handelt wieder von Ulrich Blumenbach, wie er nach Hause geht, ihm seine Freundin Anna fehlt, die ich gestern vor Mitternacht erfunden habe, weil sie ihm verlassen hat und er täglich an seiner ehemaligen Praxis vorüber muß, in der schon ein Nachfolger arbeit, weil der Vertrag ja bis Jahresende gekündigt und er derzeit in Krankenstand. Die vierte Szene gehört der Gerti Schuster und die entwickelt sich vielleicht ein bißchen weniger psychotisch als geplant und es ihr Vorbild wahrscheinlich ist. Ja, das sind so die Veränderungen in den Handlungsverläufen und einen ungefähren Handlungsverlauf habe ich auch, nämlich, daß der Ulrich am Ende im Nachtcafe seine Beratungsstunden hält und sich dort mit  Anna, der Anästesistin und seiner Freundin, die ihm wegen seiner Psychose verlassen hat, wieder trifft.

Dann könnte es noch einen Handlungsstrang mit dem Fräulein No und ihrer Großmutter Henrike geben, bei der sie aufgewachsen ist. Der Hund heißt Harry Krümel Blümel und die Großmutter pendelt mit ihm täglich zwischen dem Grinzinger- und dem Heiligenstädter Friedhof hin und her, wo sie auf dem einen ihren Mann Walter auf dem anderen ihre verstorbene Tochter Martha besucht.

Ein Mittelstrang könnte sein, daß die Gerti in Verdacht gerät Fatma A. beschimpft und ihr das Kopftuch hinuntergerissen zu haben, was gefilmt und ins Netz gestellt wurde.

Das sind meine Handlungsträngem eine Freundin von der Nolantha, eine Buchhändlertochter könnte es auch noch geben und Nolantahas Erfahrungen im Reinhardt-Seminar. Das müßte ich jetzt verknüpfen und planen und wenn mir die “Heldenreise” oder die “Schneeflockenmethode” dabei hilft, wäre das ja fein.

Da hatte ich ja vorm das nachher, wenn der November vorrüber und der Rohtext geschrieben ist, das ganz systematisch anzugehen. Aber das ist mir eigentlich noch nie gelungen und ich habe  immer eher spannungsfrei immer mit ein paar Szenen im Voraus vor mich hingeschrieben und so ist es auch jetzt, zwei drei Szenen habe ich in Detto, die nächste wird der Großmutter und ihremHund gehören. Dann könnte sich die Anna beim anästizieren sich Sorgen, um den Ulrich machen.

Ja und dann bekommt die No mit, daß die Gerti verdächtigt wird, die Spukerin zu sein und sie könnte gemeinsam mit dem Harry den Besitzer des Nachtcafes ihr zu helfen versuchen.

Der Ulrich könnte sich anschließen und sich sonst zu orientieren versuchen, ja und das mit dem Vorigen verbinden, das müßte dann eigentlich die fünzigtausen Worte ergeben oder sind es nur dreißigtausend oder ist dann schon der Monat vorbei?

Mal sehen, es ist jedenfalls äußerst spannend und ich bin selbst erstaunt wie flüßig das Ganze aus mir herausgekomme ist, das Gustav Ernst-Buch habe ich auch nach Harland mitgenommen, lese aber noch nicht darin, weil ich erst mit dem deutschen Buchpreis fertig werden will und dann kommt ja schon der österreichische, beziehungsweise der Schweizer dran. Dann wird irgendwann das Buch an die Reihe kommen, aber dann werde ich wahrscheinlich schon am “Schreibbuch” korrigeren, kann es mir aber wenn es dann an das “Heldenreise- und Plotplanen” geht, noch einmal vornehmen.

Bei den Anhören der “Nanwriovideos” bin auch auch noch auf sehr interessante Details daraufgekommen, nämlich, daß sich von den Hunderttausenden, die sich da jährlich anmelden, es nur zehn Prozent schaffen, die fünfzigtausend Worte zu schaffen und, daß man dann sehr stolz sein soll, wenn man das tut.

Nun, ich habe das schon sechsmal geschafft und höre immer, daß ich ja nicht schreiben kann und das auch niemals nier lernen werde und wenn ich mich auch noch so sehr bemühe!

In den Schreibeseminar-Videos hört man das anders, nämoch, was ich auch glaube, daß man durch Schreiben besser wird, was mir alllerdings  noch niemand bestätigt hat und dann bleibt die Frage ja noch immer offen, was ist dann, wenn ich auch mit diesem Buch fertig bin und das werde ich spätestens im Dezember, ob ich das Winnerlogo bekomme oder nicht ist mir ja ganz egal.

Es könnte höchstens sein, daß es etwas kürzer wird, das ist bei meinen Texten meistens so , beim Nano füllte ich bisher immer Szenen oder Nachworte hinein, so daß es passte, dann bleibt der Text liegen, bis ich mit dem “Schreibebuch” fertig bin, ich versuche es nach der “Heldenreise” auf Spannung zu plotten, was mir aber, wie gesagt bisher nie gelungen ist, weil ich die “Heldenreise” vielleicht auch nicht so ganz verstehe oder sie mir zu banal erscheint. Dann korrigiere ich das Buch, lasse es fünfzigmal drucken,  veranstalte ein Gewinnspiel, rufe eine Leserunde aus, zu der sich dann niemand meldet und lese vielleicht bei der “Poet Night” oder beim Volkkstimmefest ein Stückchen vor, was sehr wenig ist und vielleicht noch mehr schrumpft, wenn es dann vielleicht im nächsten Jahr auch kein Volksstimefest mehr gibt und weil immer mehr Leute schreiben aber immer weniger lesen. Meine Marketingbemühungen auf meine Blog auch nichts bringen, obwohl ich sie natürlich weiter und wenn auch nur für mich selber machen werde.

Von der Online-Autorenmesse zum siebenten Nanowrimo

Jetzt kommt, während ich noch immer an meinem zweiten “Literaturgeflüsterbuch Mein Schreiben – meine Bücher” sitze und korrigiere, jetzt bin ich zum laut Lesen übergegangen, um die Fehlerteuflchen aufzuspühren, während ich bisher immer “You tube videos” mitglaufen ließ und eher auf die Beistriche achtete, wieder etwas Schreibtechnisches, beziehungsweise ein Bericht über mein Schreiben, denn der November ist angeborochen und da schreiben mittlerweile eine halbe Million oder sind es schon mehr Hobby– oder sonstige Autoren, bis in den Literaturbetrieb ist es, glaube ich, noch nicht hineingedrungen und hat da wohl auch Schwierigkeiten, die sogenannten Qualitätsschwellen zu durchdringen, einen Mona tlang einen Roman mit fünfzigtausend Worten. Eine Idee, die aus Amerika kommt, um den dortigen Schreiberlingen, die Schwellenangst zu nehmen und ich habe 2009 das erste Mal mitgeschrieben, dann 2012, 2013, 2014 und 2015 noch einmal.

Das letzte Mal 2017, weil ich ja im letzten Jahr schon am ersten November mit der “Magdalena Kirchberg” fertig war und heuer bin ich mit dem “Schreibbuch” ja auch noch nicht fertig, die Idee zum “Fräulein No” steht aber schon in den Notizbüchern und weil man das Korrigieren ja gut unterbrechen kann und das laut den Schreibratgebern  auch soll, um besser auf die eigenen Schwächen draufzukommen, werde ich das tun und jetzt versuchen im November wieder, diesmal das siebente Mal ein Rohkonzept aufzustellen, dieses dann, um den Schreibratgebern zu gefallen oder erst das “Literaturgeflüsterbuch” fertig zu machen, wieder liegen lassen und dann, wenn das “Schreibbuch” beim Alfred ist, vielleicht mit der “Heldenreise” versuchen, das Ganze mein achtundvierzigstes selbstgemachtes Werk, glaube ich, spannender zu machen, denn das will ich ja, obwohl ich eigentlich nicht mehr glaube, daß mir das jemals gelingt.

Und der Monat November ist für mich eigentlich auch ein ungünstiger Zeitpunkt für ein solches Projekt, weil die “Buch-Wien”, mein Geburtstag, wo es ja immer das literarische Geburtstagsfest gab, dann kommt die “Literatur im Herbst” im “Odeon”, der “Fried-Preis” und und…, wie soll man da 1600 Worte pro Tag schaffen.

Geduld, liebe Kritiker, ich habe das bisher sechsmal geschafft und war oft, ja ich gebe zu, ich habe manchmal ein bißchen vorgeschrieben, schon nach ein paar Tagen mit dem Rohkonzept fertig.

Heuer habe ich nicht vorgeschrieben, bin ich ja noch am Korrigieren des “Schreibebuchs” und weiß auch nicht so genau, ob ich es wirklich schaffe, denn am Montag wird ja der “Österreichische Buchpreis” vergeben, wo ich beim Lesen erst bei den deutschen Buchpreisbüchern bin, dann beginnt am Mittwoch die “Buch-Wien”, am Donnerstag fahren wir nach Basel zur “Buch-Basel”, das Geburtstagsfest lasse ich heuer aus, aber die Programme für die “Literatur im Herbst” und den “Fried-Preis” hängen schon in meinem Praxiszimmer und ich korrigiere ja derzeit auch meine Schreibartikel, wo immer steht, ich fühle mich ein wenig ausgeschrieben und weiß nicht, ob ich noch Ideen zu was Neuem habe.

Nun, die Idee von dem Fräulein No, der Schauspielschülerin, die bei ihrer Großmutter und deren Hund in einer verfallenen Villa in Grinzig lebt, ist mir, glaube ich, im vorigen Dezember gekommen, als ich zur Weinverkostung des Herrn Fischers fuhr und da einer junge Frau beim Telefonieren mit ihrer Großmutter zu zuhörte, der sie aufgeregt mitteilte sie wäre in der Schauspielschule aufgenommen worden.

Und da gibt es noch den Ulrich Blumenbach, der ist Arzt, hatte eine Psychose, wurde gerade aus der Reha entlassen und hat von der Ärztekammer nahegelegt bekommen, in Pension zu gehen, nachdem ihm die Krankenkassa seinen Vertrag kündigte.

Ich weiß nicht, genau ob das heute noch geht, er denkt aber darüber nach, als er durch die Stadt spaziert, im Nachtcafe landent, wo Fräulein No oder Nolanthe nebenbei jobbt und ihn dort, die Gerti Schuster, die elegant gekleidete und gutgeschminkte Obdachlose,die ihre Geschichte hat und vielleicht die war, die gefilmt wurde, als sie eine Kopftuchfrau gefilmt wurde und dort verkehrt, fröhlich mit einem “Willkommen im Club!”, begrüßt.

So viel habe ich schon an Plot und das habe ich vor, in den nächsten Wochen möglichst schwungvoll hinunterzuschreiben, egal ob ich bis Dezember brauche, bis ich den Rohtext habe, denn der Alfred hat mir  schon angedeutet, daß dieses Wochenende sehr viel zu tun ist: Nüße aufzuklauben, den Garten  rechnen, die Oleander in den Keller hinunterzustellen, so daß ich erst am Abend schreiben kann und nächste Woche komme ich wahrscheinlich überhaupt nicht dazu und ich weiß auch nicht, ob es nach dem “Schreibebuch” und dem “Fräulein No”, noch etwas von mir geben wird, denn das “Literaturgeflüsterschreibebuch” ist ja eigentlich mein literarischer Abgesang oder könnte es sein, wenn ich das Buch dann im nächsten oder übernächsten Jahr, alles wohlgeordnet, noch einmal an das Literaturhaus, den Ö1, die GAV und dem Gerhard Ruiss schicke und beim “Fräulein No” anmerke, daß das wahrscheinlich nichts Neues ist und wieder in dem Stil geschrieben, den ja niemand interessiert, weil sich ja niemand auf meine Leserunden meldet, etcetera.

Nun ja, ganz so naiv und unbedarft bin ich ja nicht, was den Literaturbetrieb betrifft, wie vielleicht manche meiner Leser glauben, denn ich beschäftige mich schon sehr lange damit, weiß, daß immer wenigerLeute lesen und dafür immer mehr schreiben oder sich dafür interessieren und dann boomen die Schreibratgeber und die Schreibcoaches und vor allem im Internet kann man da heutzutage einen Tip nach dem anderen meist kostenlos bekommen.

Das war früher anders, da gab es die “Schule des Schreibens” und da habe ich mich ein paar Mal angemeldet und begierig in die “Fünzehn goldenen Regeln”, die es da gab, hineingelauscht, heute gibt es das “Writersstudio”, mit den jährlichen Schuppertagen, die ich dieses Jahr versäumte und es gibt Annika Bühnemann, Julia K.Stein, Jurenka Jurk, das sind deutsche Schreibtrainerinnen, die mir regelmäßig Infos zu ihrenProgrammen schicken und Jurenka Jurk vom Bodensee, die vor zwei Jahren das erste Mal eine Online Autorenmesse veranstaltete, wo sie, glaube ich, über zwanzig Schreibcoaches,  Autoren, etcetera, zum Thema Schreiben interviewete, die man sich kostenlos einen Tag lang ansehen oder als Messepaket unbegrenzt kaufen konnte, ist da besonders aktiv, macht sie doch das ganze Jahr kostenlose Webinare zu ihrer Romanschule, wo man das Romanschreiben, wie sie meint, veröffentlichungsreif, erlernen kann.

Nun, das Veröffentlichen ist, seit es das Selfpublishing gibt, kein Problem mehr, habe ich ja auch schon fast fünfzig Bücher veröffentlicht, mein Problem ist das Vermarkten und das Gesehen werden.

Ich habe aber immer brav in ihre Webinare hineingeschnuppert und jetzt gibt es wieder pünktlich kurz vor der “Buch Wien” die nächche Autorenmesse, die am sechundzwanzigsten Oktober angefangen hat und bis Anfang November weitergeht.

Da kann man sich jeden Abend drei Videos ansehen, wo Autoren aus ihrem Nähkästchen plaudern, da hat sich ja Anna Basena durch das Schreiben von Groschenromanen ihr Studium in Hildesheim verdient.

Ich dachte zwar, daß die Groschenromane jetzt eher maschinell geschrieben werden. Anna Basena hat aber sogar einen Ratgeber darüber verfaßt. Es gibt Ratschläge von einer NLP- Trainerin, wie man mit seinem inneren Kritiker spricht, Ratschläge, wie man Figuren schafft und die “Heldenreise” anwendet und und bis hin zu Steuerprobleme oder die leidige Frage, ob jetzt ein Verlag oder das Selfpublshing besser ist?

Wenn man da nur die Wahl hätte! Ich habe sie nicht, schnuppere aber, so weit ich es schaffe, in dieInterviews hinein und da wird auch der “Nanowrimo” erwähnt, beziehungsqeise gibt es ein Interview von Jenny Karpe, das ist eine junge Studentin, die sich ein halbes Jahr oder so auf ihren Fantasyroman vorbereitete und dann das Ganze in drei Tagen hinuntergeschrieben hat.

Darüber habe ich ja erst kürzlich mit Gustav Ernst diskutiert, als der in der “Gesellschaft” seinen neuen Schreibratgeber vorgestellt hat und wurde da von den Zuhörern, die vielleicht von der “Sprachkunst” kamen, etwas mißverstanden, als sie glaubten, daß ich das so mache oder behaupten will, daß das geht.

Geht wahrscheinlich auch, aber bei einem Roman in drei Tagen ist die Qualitätsfrage wahrscheinlich immer das Streitthema, obwohl es sich auch da genau wie beim”Nanowrimo”, nur um das Rohkonzept handelt, da man später so lange überharbeitet, bis das Ganze steht.

Nun, das werde ich jetzt mit dem “Fräulein No”probieren und sehen, wie es dann mit meinem Schreiben weitergeht?

Ob das “Schreibbuch” schon mein Opus Magnum ist oder ob es nachher noch einen achten oder neunten “Nano” geben wird?

Mal sehen, noch sind wir  nicht so weit!

PEN-Sommerfest und Neues vom Schreiben

Als ich anläßlich des achtzigsten Geburtstages von Peter Paul Wiplinger im Pressecub-Concoida war, hat mich Helmut Niederle zum Sommerfest in den Hof des Hauses in der Bankgasse Nur acht, eingeladen.

“Kommen Sie, das wird sicher schön!” hat er gesagt!” und da ich ja sehr neugierig bin und auch sehr begierig bezüglich meines Blogs, das vielseitige Literaturleben zu erfassen, bin ich heute hingegangen.

Vorher hatte ich nur um fünf und um sechs eine Stunde und daher Zeit für einen allseitigen literarischen Tag. Da habe ich mir im Sommer ja einiges vorgenommen und wollte mich auch von meinen literarischen Figuren, wie die Fritzi Jelinek, die Lisbeth Hahnenpicher und den Theo Hardenberg begleiten lassen, das ist aber Mangels des tatsäclichen Feedback nicht so leicht, das wirklich in die Praxis umzusetzen, obwohl ich schon ein diesbezügliches Notizbuch habe.

Die literarischen Anforderungen kamen aber ohnehin, hat doch Alfred, die “Magdalena” fertig korrigert, ich habe sie durchgesehen, keinen Fehler mehr gefunden.

Kunststück habe ich das letzte halbe Jahr sehr lange und auch sehr laut daran korrigiert, das heißt mir das Ganze immer und immer wieder vorgelesen.

Jetzt bräuchten wir noch das Cover, damit es in die Druckerei gehen kann und als ich am Morgen im Garten, das Unkraut ausrupfte, hat mich der Alfred zu sich gefrufen und gemeint, er müsse mir etwas zeigen.

Denn auf der Facebookseite des “Globusverlages” war ein Bild von mir in dem schicken schwarzen Leiberl mit der Aufschrift “Es ist wieder Donnerstag”, denn Christoph Kepplinger hat heuer etwas Besonderes vor, die Autoren des “Linken Wortes des Volksstimmefestes” vorzustellen. Jeden Tag kommt ein anderer, eine andere und weil er aktuelles Bild vor mir haben wollte, habe ich mich dafür entschieden.

Also ganz schön literarisch, um so mehr da ja noch der Eindruck von der gestrigen Lesung, die eine sehr gute und auch gut besucht war, in mir wach ist.

Trotzdem habe ich dann bis zum Nachmittag gebraucht, bis ich mich an die Korrekturen des “Literaturgeflüsterbuches  Nummer zwei” machen konnte, was ja, wie ich ahnte, ein wenig schwierig werden könnte, weil zweihundertsechzig Rohseiten und wo setze ich jetzt die Aprostrophe und wo nicht, damit schließlich alles stimmt, trotzdem trage ich mich mit der Idee, daß ich, falls ich bis November nicht mit damit fertig bin, mich bei der Arbeit unterbreche und mich im Rahmen meines siebenten “Nanowrimos” meinem “Fräulein No”, dem Ulricht Blumenbach und der Gerti Schuster widmen werde.

Allerding werden wir dann bald zur “Buch Basel” fahren, denn da habe ich schon angefragt, die Karten und der Festivalpaß werden reserviert, die Bahntickets und das Hotelzimmer ist schon bestellt.

Also nur ganz langsam mit meinem Schreibbuch weitergekommen. Die Farbe meines Druckers ist auch schon fast leer, die in Harland ebenso, aber das Buch, beziehungsweise die Schreibartikel, die im “Literaturgeflüster” so nach und nach entstanden sind, gefallen mir eigentlich sehr gut und ich denke, da ist schon was zusammengekommen, auch wenn das niemand merken will.

Um dreiviertel sieben, nach meiner sechs Uhr Stunde, bin ich  in Richtung Bankgasse aufgebrochen und habe dort im Hof dann gleich Helmut Niederle, Peter Paul Wipplinger und andere getroffen, die dort schwatzend bei einem Gläschen und beim Buffet herumstanden.

Trotzdem gab es auch einen Veranstaltungsraum mit Lesungen und dort moderierte, glaube ich,  Helmuth Niederles Frau und es gab eine Reihe von Kurzlesungen, ein Buch wurde, glaube ich, auch vorgestellt.

Da die autoren nur mit ihrem Vornamen vorgestellt wurden und ich ja kein Pen-Mitglied bin, habe ich mir entsprechend schwer getan, aber Anna Mwangi zuorden können, deren “Kinder des Genossen Rakosi” ich ja gelesen habe.Jetzt hat sie eine Geschichte von einem Vater, der unbedingt wollte, daß sein Sohn die Matura machen und dann ingenieur werden sollte, obwohl der das gar nicht wollte, gelesen.

Dann kam Ishraga Mustafa, die, ich, glaube ich, schon vom “Milena Verlag” und der Vernissage die Doris Kloimstein in St. Pölten einmal veranstaltete, kannte.

Helga Neumayr hat einen interessanten Text gelesen, in dem sie ihr Aufwachsen mit der Vielsprachigkeit thematisierte und auch viele andere, deren Namen ich nicht kannte.

Gespräche gab es auch , mit einem Studienkollegen vom Alfred, einem niederösterreischen Kulturbeamten, den ich immer wieder bei Veranstaltungen sehe, Helmut H. Niederle hat mir ein Glas ausgewaschen, so daß ich Rotwein trinken konnte. Der Kuchen war schon ziemlich aus, aber Soletti und Knabberstanden hat es noch gegeben.

Sonja Henisch und Alexander Peer, dessen Lesung im Cafe Prückl ich gestern wegen meiner Lesung versäumte, habe ich gesehen und der Franz hat sich, glaube ich, mit Dietmar Grieser lange unterhalten, aber den habe ich nicht erkannt.

Die Außenseiterbücher

Ich habe ja, vor allem im letzten Jahr, zu zehn Jahre “Literaturgeflüster” schon einige Artikel geschrieben, in denen ich meine Bücher zu bestimmten Themen zusammenfaßte.

Da bin ich ja dabei ein zweites “Literaturgeflüsterbuch” zusammenzustellen, wo ich gerade  in die “Kinderbücher”, die “Politischen Bücher”, die “Depressiven Frauen”, die “Schreibweisen”, die “Bekannten Figuren”, die “Bücherschrankmotive” und noch einiges mehr, eintauche.

Meine Themen, wo es ja auch immer Wiederholungen gibt, sind die alten die depressiven Frauen, der Krebs, die Demenz, das Sterben, aber auch die erfolglosen Schriftstellerinnen und die Büchersammlerinnen tauchen immer wieder auf, richtig eine sogenannte Flüchtlingstrilogie gibt es auch und dann gibt es die sogaenannten Außenseiterbücher, die vielleicht auch bei den Lieblingsbüchern zu finden sind, mit denen ich mich aber noch nicht einzeln so befaßt habe.

Ich weiß nicht, ob sie im Buch Einklang finden werden, denn da habe ich jetzt ungefähr so viele Artikel, wie Kapitel der Bücher die seit Blogbeginn entstanden sind, die ich dazwischen reihe und die mir der Alfred noch chronologisch ordnen muß, damit alles passt und man sich beim Lesen auskennt.

Während ich also sehr gerne immer wieder bestimmte Themen wiederhole, mal da eine depressive Frau, mal kommt sie dort vor und sammelt Bücher und schreibt erfolglos Romane, gibt es einige Bücher, die sich mit einem ganz bestimmten Thema befassen und dann ziemlich einzigartig in der Bücherlandschaft sind.

Ich weiß nicht recht, ob ich die “Heimsuchung oder halb eins” meinem ersten “Nanowrimo” dazurechnen soll,  wahrscheinlich eher nicht, denn da gibt es ja eine kranke Frau, die sich mit dem Bloggen beschäftigt, während ihre türkische Nachbarin, das erste Mal seit langem zum Begräbnis ihres Großvater nach Istanbul fährt.

Das Besondere an dem Buch ist, daß ich damit, den ersten Nanowrimo schrieb und entsprechend aufgeregt war, es folgten aber noch fünf andere Nanowrimo und mit den Blog habe ich mich später auch beschäftigt und da würde ich ein späteres Außenseiterbuch dazureihen, nämlich mein vorletztes “Besser spät als nie”, denn das ist Erstens eine leichte und lockere Liebesgeschichte und dann ist es auch ziemlich ungewöhnlich entstanden.

Nämlich, ich hatte eine Idee und dann wollte, ich, weil ich ja immer perfekt sein und etwas Neues ausprobieren möchte, um endlich endlich doch en literarischen Durchbruch zu schaffen, was zwar auch da nicht gelungen ist, aber ich habe gedacht, ich schreibe erstmal ein paar Szenen und mache dann einen Roman heraus.

Es ist eine sehr kurze Geschichte daraus geworden und eigentlich achtzehn Kurzgeschichten oder so, denn da hat ja  Annika Bühnemann dazu aufgerufen in einemMonat zehn Geschichten zu schreiben. Sie hat auch öfter ein Thema, einen Motto, einen Satz dazu vorgegeben und ich habe es aufgegriffen und mach meiner Vorgabe, die verpatzte Liebesgeschichte, der beiden Zwillingsschwestern Nathalie und Mathilde dazu geschrieben.

Dann war ich fertig, hatte achtzehn Geschichten, dachte, jetzt mache ich einen Roman daraus und bin drarauf gekommen, daß ich eigentlich schon fertig bin.

Das Fortsetzungsbuch war dann  die “Unsichtbare Frau”, denn eigentlich sollte die dort schon vorkommen, dann hat es sich aber anders ergeben.

Ein ungewöhnliches Buch vom Thema her ist wahrscheinlich das “Haus”, die Geschichte von hundert Jahre Steinhof oder psychiatrischen Krankenhaus der Stadt Wien anhand von drei Psychiaterinnen, Großmutter, Mutter, Tochter, die dort tätig waren und daran schließt sich gleich “Mimis Bücher” an, wo ich durch den “Ohrenschmaus” inspiriert wurde und das Schreiben mit “Down Syndrom” darin beschriebe.

Dazu gibt es ein konkretes Vorbild, nämlich die inzwischen verstorbene Michaela König, die ja, glaube ich, den Anstoß zum “Ohrenschmaus” gab. Sie ist meine “Mimi”.

Es kommen in dem Buch aber auch eine depressive Nachbarin und auch ein Plagiatsskandal vor, zu dem mich der, um Helene Hegemanns “Axolotl Roadkill” inspiriert hat.

Das ist ein Buch, das mir, wie das “Haus” sehr gut gefallt. JuSophie, meiner zweiten Kritikerin, die glaubte, dem “Literaturgeflüster”, eine Zeitlang kritische Ätzes geben zu müßen, hat es weniger und sie hat eine ziemlich scharfe Kritik dazu geschrieben, die ich immer noch nicht ganz nachvollziehen kann, denn, ich denke, es ist ein besonderes Buch und auch wichtig auf Themen, wie diese hinzuweisen.

Ein weiteres besonderes buch sind die “Dreizehn Kapitel”. Da wäre die Entstehungsart zu nennen. Ich schreibe ein Kaptiel mit einer Person, dann nehme ich die zweite, die darin vorkommt für das zweite und so weiter bis ich beim letzten wieder bei der ersten angelangt bin. So eine Art Reigen ist mir da vorgeschwebt. Dann habe ich mich nicht so ganz an die Form gehalten. Es sind auch meine bekannte Themen in dem Buch enthalten, das Buch ist auch kürzer als geplant geworden.

Das zweite Besondere aber ist das zweite Kapitel, glaube ich, denn da hat ja die Büchersammlerin und depressive Pensionistin Laura Augustin, ein Buch im Schrank gefunden, das ich auch einmal von dort herausgezogen habe. Chinesische Novellen, in der DDR herausgegeben und der Herausgeber ist kein Chinese, sondern ein Ernst  Schwarz. Ich habe nachgegooglet, bin auf eine interessante Lebensgeschichte gestoßen und die Bigorafie, des in Wien geborenen jüdischen Übersetzers, den das dritte Reich zuerst nach China, wo er Chinesisch lernte, dann in DDR, wo er ein berühmter Sinologe war und dann wieder zurück nach Österreich verschlagen hat, ist ein Kapitel in meiner Erzählung, die doch kein Roman geworden ist.

Dann hätte ich noch ein Außenseiterbuch nämlich “Claire-Klara-Clarisse”, auch eine leichte Liebesgeschichte oder mein Souvenier, das ich mir aus Kroatien mitgenommen habe, anzubieten. Das ist nach einem Traum entstanden, der Campingplatz in Trogir, wo wir auch campierten, spielt eine Rolle. Ein Zauberer, der eigentlich ein Kaffeehausbesitzer ist und die Klara ist Buchpreisjurorin und geht am Camp in ihrem Liebeskummer, die deutschen Buchpreisbücher durch und das ist wieder nicht so neu und originell.

Dann gibt es noch, was ich jetzt fast vergessen hätte, das ebenfalls sehr dünne Büchlein “Paul und Paula”, das sich, was ja jetzt besonders aktuelle ist, mit der Transgenderproblematik beschäftigt und als weitere Besonderheit, auch noch ein “professionelles Cover” hat.

So das wars, der Nachtrag zu meinem Bücher, wo mir beim Korrigieren eingefallen ist, daß diese Information noch fehlt, ob der Artikel ins Buch kommt, weiß ich nicht, geplant habe ich es nicht und ich habe auch schon ein paar konkretere Ideen für mein nächstes “Work in Progress”, wenn, das “Literaturgeflüsterbuch” fertig ist, das “Fräulein Nos Nachtcafe” heißen könnte.

Shopping- und Recherchetag

Zu meinen Schreibritualen gehört ja eigentlich, daß ich die Fenster putze und dann, um mich zu belohnen und mir etwas zu gönnen in der Stadt herumlaufe, aber auch schon, um Recherchen für das nächste Projekt, Eindrücke für Szenen, etcetera, einzufangen und so vielleicht auch ein wenig Abstand von einem Projekt zum nächsten zu gewinnen, denn meistens ist es ja so, daß ich, während ich korrigiere und einen Fehler nach dem anderen finde, schon am Planen des nächsten Projektes bin und da in meinem jeweiligen Notizbuch schon ein paar Szenen und Ideen eingetragen habe.

Diese Recherchetage mache ich auch meistens wenn der Alfred auf Urlaub ist, daß ich da ungeniert in der Stadt herumspazieren, mir beim Mc Donald einen Hamburger kaufe, mit der Straßenbahn herumfahre und mir meine Notizen mache.

Das ist im vorigen Jahr ein wenig flach gefallen, weil ich mit dem Korrigieren der “Unsichtbaren Frau” nicht und nicht fertig wurde und dann, glaube ich, schon die Sommerfrische und die verlängerten Wochenende in Harland heramkamen, bis es so weit war.

In Harland und in St. Pölten läßt sich auch nicht soviel recherchieren. Gut, ich kann ins Traisencenter fahren und mir dort beim “H u M” Socken, Unterwäsche oder T-Shirts kaufen, ein Eis verzehren oder nach Wilhelmsburg und dort beim “Spar” einen Kafffee und ein Croissant.

St. Pölten ist für das Szenensammeln auch ein wenig eingeschränkt, so habe ich den letzten großen Recherchetag, glaube ich, in Wien vorigen September gemacht und da war ich im Rohtext der Magdalena schon ziemlich fortgeschritten und ein Jahr davor bin ich im September, glaube ich, in Wien auch herummarschiert und habe für die “Unsichtbare Frau” recherchiert und mich dann von den FPÖ-Videos “Tu was, Hasi!”, ein wenig verwirren lassen und nicht recht gewußt, wie ich sie einbauen soll.

Diesmal war es ähnlich oder anders, denn ich habe auch geglaubt, ich werde zu Ostern mit der “Magdalena” fertig, wurde ich dann nicht und der Alfred war dann schon aus Kuba zurück, als es so weit war.

Sehr fit zum in der Stadt herumlaufen war ich damals wohl auch nicht, so habe ich die Fenster geputzt, einen Büchertag gemacht und dann gleich mit dem “Literaturgeflüsterbuch” über das Schreiben angefangen und gedacht, einkaufen brauch ich ohnehin nichts oder mach das nebenbei und für das “Fräulein No” recherchiere ich dann in einem Jahr, wenn es soweit ist, denn das ist mein neues Projekt, wenn ich mit dem “Literaturgeflüsterbuch II” fertig bin und da kann ich gleich flüstern, daß mir die Idee dazu, glaube ich, vor Weihnachten gekommen ist, als ich mit der Straßenbahn nach Grinzig hinausgefahren bin, um mich mit dem Alfred beim Herrn Fischer bei einer Weinverkostung zu treffen.

Da saß in der Bahn ein junges Mädchen und rief ihre Großmutter an, um ihr mitzuteilen, daß sie im “Reinhards-Seminar” aufgenommen wurde. Das ist das Fräulein No, habe ich beschlossen oder Nomanda Wiesinger, nicht Amanda oder Jolanda, wie sie eigentlich heißen sollte, der Standesbeamte hat sich verhört oder verschrieben, so ist ein Fräulein No aus ihr geworden.

Sie wohnt bei der Großmutter, eine ehemalige Apothekerin namens Henrike, die in Grinzig eine baufällige Villa hat, ihre Eltern, die sie als Studenten bekommen haben, leben in Brüssel und London, als Künstler oder Regierungsbeamte und sehen sie höchstens zu Weihnachten oder in den Sommermonaten und jetzt ist No zwanzig mit ihrer Matura fertig, vorher ist sie vielleicht noch ein bißchen in der Welt herumgegondelt, frischgebackene “Reinhards-Seminar-Schülerin” und jobbt in einem Cafe “Josys Nachtcafe” heißt es.

Der Text wird “Fräulein Nos Nachtcafe” heißen und dorthin kommt der praktische Arzt Ulrich Blumenbach, der eine Psychose hatte und nach der Entlassung aus dem Krankenhaus oder Rehaaufenthalt von der Krankenkasse erfährt, daß sein Kassenvertrag gekündigt wurde und die Ärztekammer rät ihm, in Pension zu gehen. Er ist fünfundvierzig, seine Freundin Sabine oder Thea, eine Künstlerin, hat ihn während der Krise verlassen, seine lebenslustige Mutter Dora, 75, ehemalige Ärztin, die mit drei Freundinnen in einer Seniorenresidenz wohnt, geniert sich für ihn.

Er kommt dorthin und wird gleich von der literaturinteressierten Obdachlosen Gerti Schuster mit “Willlkommen im Club!”, angesprochen und die hat auch Probleme und vielleicht auch Psychose oder Demenzerfahrung, ist sie doch im Verdacht, die verwirrte Frau zu sein, die gefilmt wurde, als sie in einer U-Bahn eine junge Muslima wüst beschimpfte.

“So weit, so what und nicht unbedingt neu!”, werden meine Kritiker sagen. Stimmt, ist es nicht, denn die Geschichte von einem pensionierten Arzt, der mit Fünfundvierzig auf der Straße steht und in einem Nachtcafe sozusagen illegal weiterbehandelt. schwebt mir schon länger im Kopf herum und sie ist auch ein bißchen schon in der “Viertagebuchfrau” enthalten.

Nun gut, ob was daraus wird, werden wir in einem Jahr wissen, da habe ich ja auch die Idee, daß nach der “Heldenreise” oder der “Schneeflockenmethode” zu entwickeln, um endlich die gewünschte Spannung in meine Texte zu bringen.

Die Schreibgruppe, wo ich ja immer ein paar Szenen voraus geschrieben habe, gibt es ja nicht mehr. Jetzt habe ich in dem roten Notizbuch daß mir der Alfred vorigen Sommer in Genf kaufte, ein paar diesbezügliche Notizen drinnen und konnte sie nicht lesen, als ich am Freitag mit dem Rad in den Traisenpark fuhr, mir dort Socken und eine Uhr, meine ist mir schon vor ein paar Tagen stehengeblieben, obwohl ich mir erst vor kurzem eine Batterie geholt habe, kaufte und mich dann zuerst zum McDonalds auf einen Big Mac, Pommes, Cafe latte und ein Eis und dann auf die “Seedosen-Terrasse” auf einen Kaiserspritzter setzte, um meine Recherchen für ein Projekt zu machen, das ich wahrscheinlich frühestens im November angehen werde, denn jetzt ist ja das “Literaturgeflüsterbuch II”, angesagt.

Das heißt, das stimmt auch nicht so ganz, denn ich habe, glaube ich, noch vor dem Fensterputzen ein neues Notizbuch herausgeholt und sozusagen beschloßen, daß mich meine Figuren, die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek mit ihrer Bibliotherapiegruppe, der Psychiater Theo Hardenberg und die pensionierte Bibliothekarin Lisbeth Hahnenpichler mich oder die erfolglose Schreiberin Eja Augustin bei ihrem nächsten Schreibprojekt begleiten können, das sind alles Figuren aus meinen früheren Werken und wer weiß aus welchen sie stammen, kann sich das entsprechende Buch bei mir holen und ich könnte, habe ich gedacht, während des Korrigierens mir Notzen in das Buch machen, um dann schon was zu haben, wenn ich im November oder später mit dem Schreiben beginne.

So habe ich beide Bücher mitgenommen, als ich im verlängerten Wochenende aufgebrochen bin, der Alfred war in Wien, die Oma stellte ich fest, im Spital, als ich sie begrüßen wollte, die kleine Lia ist schon zu Hause und kann sich an den Luftballons und dem Storch freuen, die ihretwegen am Mittwoch im Garten aufgehängt wurden und ich dachte,  so einen Rechcheretag einen Tag im Traisenpark herum zu schlendern und zu konsumieren, kann ich mir gönnen, obwohl ich mit dem “Literaturgeflüsterbuch” ohnehin schon gut angefangen habe.

Das Vorwort ist geschrieben und das Inhaltsverzeichnis. Da bin ich daraufgekommen, daß nicht alles chronologisch passt, so habe ich  auch noch einen “Nanowrimoartikel” eingefügt. Das müßte mir der Alfred angleichen und kommt nicht dazu, die Verlinkungen sind aber aufgelöst und ich kann den Text jetzt durchgehen und das ist interessant. Da bin ich daraufgekommen, wie viel ich schon geschrieben habe und das wird oder soll mich auch im Sommer begleiten.

Ein bißchen herumschnuppern tut mir aber sicher gut, habe ich beschlossen, eine Uhr wäre ohnehin zu kaufen und so bin ich, glaube ich, um zehn mit den beiden Notizbüchern losgefahren. Vorher habe ich noch erfahren, daß die Oma nicht in ihrem Schlafzimmer war und im Traisencenter ist mir dann schnell langweilig geworden, denn so viel gab es nicht zu sehen.

Ich bin ein bißchen herumspaziert, habe nach dem Uhr- und Sockenkauf beschlossen, das Eis doch beim McDonalds und nicht in der Eisgrotte, die es im Traisencenter gibt, zu konsumieren, habe dann beim McDonalds, meine Notizen durchgesehen und dem Gespräch zweier Männer zugehört, die sich bei einem Cafe über die Lage der Nation unterhielten, was auch ganz interessant war.

Dann bin ich, um den See herumgefahren, auf die Warte hinaufgeklettert, das Gehen geht jetzt schon ganz gut, zur “Alten Schmiede”, Literaturhaus und “Gesellschaft” versuche ich auch schon wieder zu Fuß zu gehen und vielleicht das nächste Mal schon auf die Rudolfshöhe, um kein Trauma zu entwickeln, dann bin ich zur “Bücherzelle”, habe drei Bücher gefunden, eines aber gleich wieder zurückgelegt, denn das war glaube, die türkische PEN- Ausgabe, die von Doris Kloimsteins Ausstellung stammte, die mir die Bücher ja vor einem Jahr gegeben hat und ich die, die ich nicht brauchen konnte, dorthin gelegt habe. Die Lyrikheftchen die von Alfreds Festivalspaß stammten und die ich dort hineingelegt habe, als wir zu Pfingsten nach Nußdorf an der Traisen fuhren, lagen, glaube ich, auch noch da und ich habe  also zwei Bücher gefunden bin damit in die Seedose, wo die Leute schon Mittag aßen, aber das hatte ich schon beim McDonalds, also nur einen Spritzer trinken und die Notizbücher durchsehen.

Geplant ist, das eine Buch immer auf meine Recherchen mitzunehmen, um mir Notizen zu machen, die ich für den Plot vom “Fräulein No” brauche, aber das “Nachtcafe” befindet sich sicher in Wien.

Dort könnten aber auch zwei Raunzer sitzen und der eine dem anderen erklären, daß “Ein verwundeter Soldat, dem Staat teuere als ein toter kommt!”, daß also, etwas, was wahrscheinlich stimmt, wenn auch makaber klingt.

So weit so what, die Recherchegänge also schließen. Aber Radfahren werde ich ja immer, wenn ich in Harland bin .Jeden Tag ein Stück in Richtung St. Pölten oder Wilhelmsburg fahren, auf den Markt gehen oder bei der Seedose einen Spritzer trinken, in der anderen Richtung gibt es in Wilhelmsburg einen “Spar”, wo ich mir meistens einen Cafe Latte-Becher und ein Croissant kaufte.

Gestern war ich aber in der Radlertränke bei Ochsenburg und habe mir einen Erdbeerspritzer gekauft und Morgen werde ich, wenn ich nach Wilhelmsburg fahre, vielleicht dort auch einkehren und mir zum Kaisespritzer, der billiger ist, eine Schnitzelsemmel kaufen, denn der Alfred fährt ja nach Wien zur wahl der Grünen.

Also kein Marktbesuch, denn allein, gehe ich dort, glaube ich, nicht hin. Am Sonntag kommt die Ingrid, um sich das Baby anzusehen und ins Spital zur Oma, die derzeit dort wegen eines Herzflimmern liegt, müßen wir vielleicht auch und dann gibt es noch die Sonnwendfeiern, die vielleicht auch ganz interessant sind, heute ist da einer in Altmannsdorf und morgen findet der beim Bootshaus in Spratzern statt, wo, wie ich beim Radfahren gesehen habe, schon die Standln aufgestellt sind.

In die Schreibwerkstatt

Ich habe ja die Sommer, als ich mich noch die “richtige Sommerfrische” begeben habe, also Montag, Dienstag meine Praxistage machte und dann nach Harland fuhr meistens mit einer sogenannten Schreibwerkstatt begonnen oder mir auch vorgestellt, daß ich jetzt Stadtschreiberin von St. Pölten wäre und auch einige diesbezügliche Texte verfaßt.

Lesemarathone habe ich da auch manchmal veranstaltet und meistens an einem “Work on Progress” gearbeitet, daß ich dann diesbezüglich geschrieben habe.

Meine Art mich im Literaturbetrieb festzuhalten, von dem ich, seit ich blogge ja vielleicht noch ein wenig weiter draußen bin und vielleicht noch weniger ernst oder wahrgenommen werde, obwohl das natürlich ein Paradoxon ist, weil man ja auf einem oder ein paar Klicks in mein gesamtes literarisches Schaffen oder zumindestens in das das, was seit dem Sommer 2008 passiert ist, eintauchen kann.

Das Interesse daran hält sich in Grenzen, für mich ist mein Blog, der ja demnächst seinen elften Geburtstag hat, sehr wichtig, obwohl ich ihn ja  immer mehr nur für mich betreibe.

Es ist aber eine sehr gute Reflexion über mich, mein Schreiben, die siebenundzwanzig Bücher, die seither, glaube ich, entstanden sind und natürlich über die, die ich lese. Das ist ja ein Vorteil des Bloggen, daß einem die Bücher angeboten werden, ich sie ziemlich ungeniert anfrage und die Bücherschränke gibt es ja seit 2010 auch und die Veranstaltungen, die ich besuche.

Mein Blog ist also der ausdruck meines literarischen Lebens und seit der Alfred in Altersteilzeit ist, als nur Dienstag bis Donnerstag arbeitet, gibt es die klassische Sommerfrische nicht mehr, denn da fahre ich dann im Sommer jede Woche, sonst nur jede zweite oder dritte am Donnerstag nach Harald und komme Montag oder Dienstag früh zurück nach Wien.

Donnerstags erst sehr spät, denn da gibt es in Wien ja die O-Töne, die ich vorher versäumt habe, die aber sehr interessant und wichtig sind, weil man sich da ja ganz gut ausrechnen kann, was dann später auf den Buchpreis und Debutpreislisten stehen wird und Montagabend verlocken auch die Sittl-Sommerlesungen, so daß die Sommerfrische eigentlich keine mehr ist, denn am Freitag will der Alfred meistens, daß ich ihm im Garten helfe, am Samstag fahren wir zum Markt und am Sonntag üblicherweise auf die Rudolfshöhe, so daß für ein wirkliches Eintauchen in eine Schreibwerkstatt eigentlich keine Zeit ist

Das wird heuer vielleicht auch ein bißchen anders und ein Schreibwerkstadtprojekt habe ich dieses Jahr auch, sogar ein monumentales und umfassendes, das weit mehr, als bis in den August, wo wir ja wieder in die Schweiz und diesmal nach Locarno zum Filmfestival fahren werden, dauern wird.

Habe ich doch vorige Woche endlich die erste Korrekturphase der “Magdalena Kirchberg” beendet und nach meinen üblichen Ritualen, wie Fensterputzen oder Bücherräumen bin ich zu meinem nächsten Monsterprojekt, das mich wahrscheinlich mindestens bis Ende des Jahres, wenn nicht noch länger, falls ich es nicht für den “Nanowrimo” unterbrechen, beschäftigen werde.

Habe ich doch vor ein zweites “Literaturgeflüsterbuch” herauszugeben, das sich diesmal mit meinen Schreiben und den siebenundzwanzig Bücher, die seit es den Blog gibt, beschäftigten wird.

Denn irgendwann habe ich ja angefangen, den Blog zum Vermarkten meiner Bücher oder der Vorstellung meines Schreibens zu benützen, daß das nicht funktioniert hat, habe ich schon geschrieben. Das heißt, das Interesse meiner Leser, die sich wahrscheinlich nicht wirklich für mein selbstgemachtes Schreiben, mit den falschen scharfen “ß” interessieren, habe ich nicht geweckt, aber ich habe für mich selbst mein Schreiben reflektiert, die Themen zusammengefaßt und da vorallem im vorigen Jahr im Jubiläumsjahr zehn Jahre  einige diesbezügliche Artikel verfaßt, die ich jetzt in Buchform zusammenfassen möchte, damit man, wenn man es so will, schön alles hintereinander und in einem lesen kann.

Da habe ich dann auch die in der Website erhaltenen Probekapitel der bücher seit der “Radiosonate” und der “Magdalena Kirchberg” zusammengestellt und werde dann im nächsten oder übernächsten Jahr wieder ein sehr dickes Buch haben.

Nämlich eines, das derzeit im Rohtext 269 Seiten und 97.981 Worte hat, die bin ich jetzt dabei durchzusehen. Vorläufig löse ich noch die Verlinkungen auf und schreibe die Buchbeschreibungen aus der Website neu. Dann werde ich mir das ganz ausdrucken und korrigieren und korrigieren, was zwar einerseits leichter sein müßte, da es sich ja schon, um veröffentlichte Texte handelt, ew werden aber, würde ich jetzt einmal schätzen, auch sehr viele Wiederholungen darin sein, von denen ich entscheiden muß, was ich drinnen lassen und was ich verändern muß.

Ein Glossar, um die Namen und die Anspielungen zu verstehen, wenn ich die Verlinkungen weglasse, werde ich vielleicht auch noch brauchen und und und…..

Seit einer Woche gehe ich jetzt schon durch den Text, bin derzeit bei der Hälfte und denke, daß es ein sehr spannendes Projekt ist, das mir Einsicht in mein schon vorhandenes Schreiben gibt und da denke ich wohl, so viel habe ich schon und so genau habe ich das beschrieben und verlinkt und keinem fällt es auf und ist daran interessiert.

Schade eigentlich, es ist aber auch egal, für mich ist es wichtig, habe ich schon oben geschrieben und da wird es auch sicher spannend sein, sich das nächste halbe Jahr oder länger mit meinem Schreiben zu beschäftigen und auf einem Blick ein schönes Stück Literaturgeschichte in der Hand zu haben, obwohl ich mir schon öfter dachte, daß der Vorteil im Blog, die Verlinkungen sind, die im Buch dann wegfallen.

Die Bilder tun es auch. Dafür hat man alles auf einem Blick zusammen und kann, wenn man das möchte, sich in mein literarisches Schaffen einlesen.

Ich weiß nicht, wer und wieviele das möchten, bin jedenfalls gespannt und freue mich sehr auf das nächste, schreiben wir mal, halbe Jahr, wo ich mich intensiver mit meinem Schreiben befassen werde und da habe ich auch vor, nicht nur im Blog, sondern auch in einem eigenen Schreibjournal darauf zu reagieren und zwar habe ich ja kurz nach dem ich mit der “Magdalena” fertiggeworden bin, mir eines der schönen Notizbücher, die ich in meinen Regalen liegen habe, genommen und mir vorgestellt, daß mich die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek bekannt aus der “Absturzgefahr” und der “Pensionsschockdepresseion” ja bei meinem nächsten “Work on progess” begleiten werden.

Das war dann für den nächsten Roman geplant, wo ich ja mit Hilfe der “Heldenreise” oder Jurenka Jurks “Romanfahrplan”, die Geschichte eines Arztes beschreiben will, der einer Psychose wegen seine Berufslaufbahn unterbrechen muß und in einem Cafe sowohl eine literaturinteressiere Obdachlose, als auch die Schauspielschülerin Fräulein No, die dort kellnert, kennenlert.

Das wird  noch ein bißchen dauern, bis ich dazukomme, aber über meine Schreibwerkstattberichte könnte ich ja Buch führen und da könnte ich auch die Fritzi ein bißchen über meine Schultern schauen lassen und vielleicht Notizen über das schon vorhandene oder auch schon das Neue einfließen lassen.

Also das Buch mitnehmen, wenn ich mich in zwei wochen in meine verkürzte Sommerfrische oder verlängerten Wochenenden begeben werde und das Buch vielleicht auch in die Handtasche stecke, wenn ich vielleicht doch längere oder kürzere Rechercheschnupperzüge machen.

Da habe ich ja auch gedacht, daß ich mich, wenn mir mal fad ist und nichts weitergeht, damit neben den “Wortschatz” oder anderen Bücherschrank setzen können und aufnotieren, was die Autorin Eja Augustin, die ja wieder einen Roman schreiben will und das nicht so kann, vielleicht erlebt.

Mal sehen, noch bin ich ja noch nicht so weit oder es liegt noch ein Restwochenende vor mir, wo ich den Samstag ja zuerst bei der Regenbogenparade, auf dem Wehrgassen-Straßenfest und dann bei der Besichtigung von Ruths neuer Wohnung verbracht habe, vor mir, wo ich  mein Mankuskript durchgehen kann, dann ein verlängertes Wochenende in Harland, bevor es in den Sommer geht und da folgt diesmal das Bachmannlesen vor meinem elften Geburtstagfest.

Eine Lesung gibt es im Juli auch und Ende August, die Lesung beim “Linken Wort am Volksstimmefest”, wo ich diesmal aus der “Magdalena”, eine der “Maria Mattuschek-Szenen” lesen werde, ich weiß noch nicht genau welche, aber eine wird auch in das “Literaturgeflüsterbuch” über das Schreiben hineinkommen.

Und noch ein Nachsatz für alle, die es interessiert, die kleine Lia wurde Samstagmittag im Universitätsklinikum St. Pölten auf die Welt geholt und sieht derzeit noch ein wenig verschlafen aus.