Der zweite KOLIKslam

Manfred Müller

Manfred Müller

Karin Fleischanderl

Karin Fleischanderl

Wieder einmal KOLIKslam in der Gesellschaft für Literatur, das gibt es schon, wie Manfred Müller wieder in seiner Einleitung erklärt, schon seit Jahren, da werden zweimal im Jahr von den beiden KOLIK-Herausgebern Gustav Ernst und Karin Fleischanderl meist drei Autoren ausgewählt, die Texte in der Zeitschrift KOLIK haben und vorgestellt. Einmal habe ich es geschaftt, hinzugehen und dabei Auszüge aus Linda Stifts neuem Buch gehört. Jetzt war ich wieder da und habe in Anne Jan eine Autorin kennengelernt, die ich noch nicht kannte, während ich Katharina Riese aus der GAV kenne und sie auch 1998 zu meiner Frauenlesung in der Alten Schmiede, statt Marie Therese Kerschbaumer eingeladen. Die dritte Autorin war Sandra Gugic, die Studentin der Sprachkunst, die ich das erste Mal 2008 bei der Exilpreisverleihung im Amerlinghaus kennenlernte, voriges Jahr bei den Textvorstellungen in der Alten Schmiede und im Jänner bei der Studentenlesung im Literaturhaus hörte. Sandra Gugic hat zu lesen begonnen, Karin Fleischanderl hat den Fehler ihrer Biografie, die im Programm abgedruckt hat, richtiggestellt und in ihrer Vorstellung hinzugefügt, daß sie 2010/11 ein Staatsstipendium für Literatur bekommen hat und vor kurzem den Hohenemser Förderungspreis. Der Text den sie gelesen hat, geht um Entfremdung erklärte Karin Fleischanderl noch, der eine Reise nach Mexiko beschreibt und von einer Demonstration erzählt, bei der Steine fliegen, die Sprache war sehr schön und weniger realistisch als “Zwischenräume” von Anne Jan, die den Vormittag eines Zwangspatienten schilderte.

Sandra Gugic

Sandra Gugic

Anne Jan

Anne Jan

Von Anne Jan habe ich noch nichts gehört, im Programm steht kein Geburtsdatum, nur etwas von einer Lebens- und Sozialberaterin. Karin Fleischanderl hat es dann noch durch Organisationsentwicklerin und Supervisorin im Psychiatriebereich ergänzt. Der Text war sehr beeindruckend. Ich habe in “Taubenfüttern” ja auch einen Zwangspatienten beschrieben und gelegentlich solche Kienten. Anne Jan erzählte von einem Felix, der von seinem Bruder betreut wird, zu seiner Therapeutin gehen soll, ständig zählt und über Ritzen springt und dabei ein junges Mädchen kennenlernt, das ihn auf einen Kaffee eindlädt, mit ihr statt zur Therapeutin in einen Park geht und sie sogar küßt, am Ende findet ihn die Putzfrau vom Mc Donald nackt am Klo, seine Kleider, die er zuerst gewaschen hat, hat er in den Müll geschmissen.

Katharina Riese

Katharina Riese

Katahrina Rieses Texte waren auch sehr interessant.Sie hat sehr verschiedene gelesen und nicht nur aus dem Buch “Vilma heiratet ihre Enkelin”, wie Karin Fleischanderl angekündigt hat. Katharina Riese ist 1946 geboren, GAV- Mitglied, war oder ist in der Frauenbewegung tätig und ihre Shortstory von ihrer Waschmaschine und dem Messer, das sprechen kann und beim Zwiebelschneiden immer “fuck fuck” sagt und sie muß es belehren, daß es sich zu benehmen hat, denn mit einer solchen Sprache ist man sofort unten durch, außer man heißt George Bush.
Ein Stückchen aus dem dem Buch, das ihre Familiegeschichte erzählt hat sie auch gelesen und der Kolik-Slam, der diesmal nicht nur junge Autoren präsentierte war wieder interessant. Neben mir ist Claudia Erdheim gesessen und hat in einem Manuskript geblättert und spannend welch realistische Texte es inzwischen im KOLIK gibt.

Jüdische Literatur aus Polen, Tschechien und Ungarn

Literature Night in der Hauptbücherei, das war zwar wieder übertrieben, war die Nacht doch vor neun schon aus und der Essay von Imre Kertez “Die Panne – Der Holocaust als Kultur”, der im Programm angekündigt war, wurde aus Zeit oder Konzentrationsgründen auch noch eingespart, die Literature Night ist aber eine Initiative des tschechischen Zentrums in Kooperation mit dem polnischen Instituts und dem Collegium Hungaricum im Rahmen des heuer zum fünften Mal stattfindenden in Prag inititierten internationalen Eunic Projekts und wurde unter dem Titel “Von der Unmöglichkeit nicht zu schreiben” veranstaltet.
Das ist offenbar eine Reflexion Franz Kafkas und steht so im Programm, ansonsten hätte ich den Titel nicht verstanden und die jüdische Literatur von Jiri Langer, Imre Kertez und Andrezej Barth wurde von ihren Übersetzern präsentiert.
Moderiert hat die Veranstaltung Gabriele Kohlbauer-Fritz vom jüdischen Museum, das offenbar eine Kooperation mit der Hauptbücherei getroffen hat, ich saß in der zweiten Reihe neben der Autogrammjägerin, die ich manchmal bei Veranstaltungen sehe, eine kleine ältere Frau, die zwischendurch in der Zeitung “Österreich” gelesen hat, aber immer sehr engagiert herumgeht und versucht Unterschriften von allen Lesenden einzusammeln, versehentlich hat sie auch den Leiter der Hauptbücherei erwischt und hat sich auch die Bilder der Übersetzer aus dem Internet ausgedruckt, so daß sie sich die Unterschriften inzwischen auf Autogrammkarten geben läßt.
Thematisch hat das Programm der kurzen langen Nacht sehr gut zusammengepasst, begann es doch mit dem 1894 geborenen Jiri Langer, der als junger Mann Prag in Richtung Stettel verlassen hat und das Buch “Neun Tore – Geheimnisse des Chassidim” darüber geschrieben hat, das 2011 bei Arco neu herauskam oder kommt. Die Übersetzerin eine junge Frau namens Kristina Kallert, hat ein paar Stücke daraus gelesen und in der Diskussion sehr genau zu erklären gewußt, worin sich ihre Übersetzung von der bereits bestehenden unterscheidet und wie weit sich Jiri Langer von den chassidischen Texten Martin Bubers abgrenzt. Er ist spitzbübischer und ironischer erklärte sie und das war ihrer Lesung auch anzumerken, der vorige Übersetzer hat all das Unangepasste herausgestrichen. Ich kenne mich bei der chassidischen Literatur zwar nicht sehr aus und habe auch Martin Buber nicht gelesen, es schien mir aber zu Imre Kertez, dem Nobelpreisträger von 2002 und seinen Texten über den von ihm erlebten Holocaust sehr gut zu passen und so habe ich sehr bedauert, daß der Essay nicht gelesen wurde.
Den Übersetzer, György Buda, ein sehr ungarisch aussehender großer starker Mann mit kleinem Bärtchen, habe ich schon gesehen, er las ein Stückchen aus dem “Kaddish für ein nichtgeborenes Kind”.
Ansonsten habe ich “Schritt für Schritt” – das Drehbuch zum “Roman eines Schicksallosen” gelesen, das glaube ich, das zweite “Eine Stadt – ein Buch” war.
Vom dritten Autor, bzw. Buch des 1951 geborenen Andrzej Barth “Die Fliegerfängerfabrik” habe ich schon etwas gehört, wurde es doch vor ein paar Wochen in Ex Libris vorgestellt. Es wurde vom Übersetzer Albrecht Lempp gelesen und ist eine weitere sehr interessante Verarbeitung des Holocaust eines Vertreters der jüngeren Generation, die das ironischer als die, die es selbst erlebten, darstellen.
Es geht um das Ghetto von Lodz und um den Judenrat Chaim Rumkowski, dem vorgeworfen wurde, mit den Nazis kollaboriert zu haben. Andrzej Barth läßt den nun mit seiner Frau Regina und seinem Adopivsohn in der fiktiven Zeit 2006, Chaim Rumkowski ist in Auschwitz umgekommen, in einem Salonwagen ins Ghetto fahren, ein Journalist wurde von einem geheimnisvollen Besucher voher aufgefordert, dort dabei zu sein und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung über die Schuld des Vorsitzenden, Staatsanwalt, Verteidiger, Richter sind ebenfalls im Holocaust Umgekommene, bzw. der liebe Gott persönlich.
Klingt sehr interessant, obwohl es vom Übersetzer als schwer lesbares Buch beschrieben wurde und ich mich bei der Ex Libris Vorstellung nicht recht ausgekannt habe. Es ist das erste in Deutsch übersetzte Buch des Polen, der Übersetzer meinte aber, daß der Verlag Schöffling mehr von ihm herausgeben wird und erzählte etwas von einem “Don Juan”, das ebenfalls sehr interessant sein soll. Mal sehen ob ich mal über das eine oder das andere Buch stolpere, jetzt habe ich mir von der kurzen langen Nacht jedenfalls sehr viel mitgenommen und einige interessante Autoren kennengelernt.

Gestatten – mein Name ist Cox

Gleich die nächste Buchbesprechung, Krimis regen ja zum Lesen und ausgedehnteren Badezimmernächten an und wenn es dann noch so ein Oldie ist, den ich vor einiger Zeit im offenen Bücherschrank fand…
“Gestatten – mein Name ist Cox” von Rolf und Alexandra Becker, das hatte ich im Kopf, denn das hatte ich als Kind im Radio gehört oder im Fernsehen gesehen. Ich hätte auf auf Hörspiele getippt, wenn man aber bei Wikipedia nachsieht, kommt man darauf, daß das eine der berühmtesten Fernseh- und Kinoverfilmungen des schreibenden Ehepaars war und in die Fünfzigerjahre zurückgeht. In meinem Buch, es ist eine Bertelsmann Lesering Ausgabe ist zwar keine Jahreszahl zu finden, wenn man aber im Buch nachrechnet, dürfte es 1953 spielen. Das Jahr in dem ich geboren bin, für eine an der Geschichte interessierte also besonders interessant und ich dürfte auch den ersten Band erwischt haben und so bin ich gestern und heute als in den Fünfzigerjahreserienerfolgskriminalroman zurückgestiegen.
Wie die Erfahrung war? Interessant und ganz anders, als das jetzt gewohnte.
Die Cox- Reihe ist von einem Mann und einer Frau geschrieben, der 1925 geborenen und 1990 gestorbenen Alexandra Becker und dem 1923 in London geborenen Rolf Becker, der nach dem Tod seiner Frau unter dem Namen Rolf A. Becker schrieb und das würde man, wenn es auf dem Buch nicht draufstünde, auf dem ersten Blick nicht merken.
Ist Paul Cox ja ein sehr männlicher Held, der Superwuzzi, der mit Charme und Hirn, wie das in den Fünfzigerjahren offenbar so war, als Gentlemangauner alle Fälle löst und die Frauen sind das schöne dümmliche Beiwerk, die mit Juwelen und Pelzmäntel ausgestattet Sex-verstrahlend herumlaufen und dabei schon mal eine Pistole zücken.
Es spielt in London und Paul Cox erzählt uns die Geschichte, die ihm da passierte locker plaudernd und steht am Beginn, so wie es der Umschlag zeigt, in einer Duschkabine, das Wasser tropft ihm auf dem Kopf und in dem Zimmer in dem er sich befindet, liegt der Mann, den er besuchen wollte, mit seinem Messer erstochen am Schreibtisch und die Hausfrau und der Nachbar kommen herein, entdecken den Toten und verständigen die Polizei.
Cox wird entdeckt und muß handeln, das heißt, er sperrt die Polizisten ein, flüchtet als Schornsteinfeger verkleidet und beginnt uns die Geschichte zu erzählen. Der Tote ist ein windschiefer Rechtsanwalt, der ihn erpresste, so wollte er aus seinem Zimmer die Beweislast holen, seine Freundin Margit, die er als Lockvogel angesetzt hat, hat ihm den Schlüßel übergeben und erzählt, der Rechtsanwalt ist nicht zu Haus. Nur spielte Margit leider mit falschen Karten und scheint auch einen Hausfreund zu besitzen, so verschweigt sie der Polizei, daß Paul das Taschenmesser verloren hat und entführt auch den kleinen Nachbarjungen, der es gefunden und Margit zurückgegeben hat. Jetzt taucht ein Taxifahrer namens Richardson auf, der alles weiß, Paul auf die richtige Fährte führt und ein Gorilla namens Nat, der bei der Entführung mitmischte.
Margit wird von einem Auto überfahren und der Polizeiinspektor Carter ißt sehr viele Pfirsiche, weil seine Frau behauptet, daß sie gesund wären. Das wäre vielleicht ein moderner Ansatz in der Geschichte und vielleicht es es auch der, daß Paul, der schließlich nach einigen Verwicklungen, er hat einige Tage nichts geschlafen und gegessen, von Richardson zu einer Traumfrau mit Pelz und Superfigur gebracht wird, von ihr aufgefordert wird, das Geschirr abzuwaschen. Es klärt sich auch alles auf. Der kleine Pit kehrt zu seinem Vater, dem klavierspielenden Nachbarn zurück, der nach dem Tod seiner Frau, den Jungen, alleine aufzieht, also noch ein moderner Ansatz und vielleicht der Einfluß von Frau Becker, ich weiß es nicht, denn sonst ist alles konventionell und strahlend, Paul klärt alles auf, Inspektor Carter hat sich von seiner Unschuld ohnehin schon überzeugt und so rasen sie mit dem Rettungswagen in dem sie von dem Mörder schließlich doch verfrachtet werden, nicht wie geplant, in den Abgrund, sondern werden gerettet und haben den Abend Zeit für sich. Paul will uns eigentlich noch von seiner Königin von Saba erzählen, die schöne Helena erklärt das aber zur Privatsache, so daß das Buch, wie Paul Cox meint, ohne Ende schließt und sich dafür entschuldigt. Bei Wikipedia habe ich gefunden, daß Helena Bernhardt noch in weiteren Folgen der Serien eine Rolle spielt, bis er sich von ihr trennt.

Die Habenichtse

Die 2007 erschienenen “Die Habenichts”, für die die in Frankfurt am Main geborene Katharina Hacker, 2006 den deutschen Buchpreis bekommen hat, ein weiteres Buch des Abverkaufs von Alfreds bibliophiler WU-Kollegin, erzählt ein Stück unserer jüngsten Vergangenheit auf eine erfrischend neue Weise und sollte vielleicht eher die “Orientierungs-” oder die “Ahnungslosen” heißen, denn das Paar Jakob und Isabelle, in dem es darin geht, zählt eigentlich zur Erfolgsgeneration der Joung Urban Thirties und spielt in der Zeit nach nine elfefen bis zum Ausbruch des Irakkriegs.
“Jakob und Isabelle haben alles”, steht so auch im Klappentext, sie wohnen und arbeiten in Berlin, sie als Graphikerin, wo sie Kinderbücher illustriert, er ist Anwalt und spezialisiert auf die Ost-Deutsche Restitution, sie haben sich in den Neunzigerjahren kennengelernt und treffen sich auf einer Party am elften September wieder und beschließen zu heiraten. Da ein Kollege Jakobs im World Trade Center umkam, kann er seine Stelle in dem Anwaltbüro von Mister Bentham übernehmen. So ziehen sie nach London und geraten durch Zufall in eine nicht so tolle Wohngegend, ist der eine Nachbar Jim, doch ein ehemaliger Strichjunge und jetziger Kleindealer, der auf der Suche nach seiner verschwundenen Freundin Mae ist, das andere Reihenhaus oder Wohnung wird von einer Familie bewohnt, die offenbar trinkt und die zurückgebliebene bettnäßende Tochter Sara nicht in die Schule schickt und mißhandelt.
Dann kommen noch sehr viele Handlungsebene in diesen modern globalen Stadtroman, der Golfkrieg, wie erwähnt und Katharina Hacker schildert ein London, das sich dafür rüstet und den Einwohnern und auch Isabelle das Einlagern von Kerzen und Batterien empfiehlt.
Jakobs Chef, Mister Bentham, der als Jugendlicher vor den Nazis flüchtete und mit den Kindertransporten nach London kam, ist auch ein recht seltsamer Vogel, geht er doch sehr viel spazieren und manchmal verschwindet er in ein Strichhotel und wird von Jakob im Park in eindeutigen Situationen mit sehr jungen Männern beobachtet, außerdem hat er seinen Freund verloren und wird von seiner Sekretärin liebevoll bevormundet. In Isabelles Berliner Graphikbüro gibt es einen ungarischen Juden namens Andras, der als Kind von seinen Eltern nach Westberlin geschickt wurde und sich nicht entscheiden kann, ob er nach Budapest zurückgehen soll, er trauert auch Isabelle nach, die orientierungslos durch das Irak-Krieg alarmisierte London stolpert und dabei in Jims Arme fällt.
Der hat beobachtet, wie sie Saras Katze aus dem Fenster schmiß, erpreßt sie damit und läßt Dave, Saras Bruder bei sich wohnen und als Mister Bentham Jakob auf einen Flug nach Berlin mitnimmt, läßt er Isabelle zurück, hat sich das Paar in dem kriegsbereiten London doch entfremdet. Ein neuer frischer Ton in dem Katharina Hacker all das erzählt und sie führt auch in soziale Schichten ein, die man in der Buchpreis-Belletristik üblicherweise nicht findet, bzw. läßt sie sie zusammenkommen und aufeinander treffen, was für mich eine Erklärung ist, warum das Buch den deutschen Buchpreis bekommen hat, weil man darin etwas findet, das man vielleicht sonst noch nicht so oft gelesen hat.
Vielleicht nicht ganz so einfach durch seine abwechselnden Handlungsstränge, den verschiedenen Inhalten und Zeitensprüngen, aber faszinierend von einem London 2003 oder 2004 zu erfahren, das man eigentlich inzwischen schon vergessen hat, denn zumindest für mich ist der Irakkrieg inzwischen weit entfernt gewesen, so daß ich mich die Terrorängste, die man dort beim U-Bahn fahren oder auch im alltäglichen Leben erlebte, fast erstaunten.
Katharina Hacker ist 1967 geboren und hat, wie erwähnt, 2006 den deutschen Buchpreis bekommen, da habe ich zum ersten Mal den Namen gehört und der Titel hat mich, kann ich mich erinnern, neugierig gemacht, obwohl ich mir darunter wahrscheinlich etwas ganz anderes vorstellte. Inzwischen sind weitere Romane von ihr erschienen und sie hat, wie ich hörte, auch mit dem Suhrkamp Verlag Schwierigkeiten gehabt, der einen Roman von ihr, nicht so herausbrachte, wie sie es haben wollte, so daß sie zu Fischer wechselte und bei der Lese.Auslese voriges Jahr in der Gesellschaft für Literatur wurde auch eines ihrer Bücher vorgestellt.

Die Enten, die Frauen und die Wahrheit

Katja Lange-Müller, Eva Jancak

Katja Lange-Müller, Eva Jancak

“Katja Lange-Müllers Erzählungen sind Kabinettstücke der genauen Beobachtung”, steht im Literaturhausprogramm und Erzählungen waren offenbar auch das Thema des Seminars das Katja Lange Müller den Studenten der Sprachkunst heute bei einem Seminar gehalten hat und die hat sie dann am Abend bei der allgemein zugänglichen öffentlichen Lesung im Literaturhaus gelesen. Vielleicht weil das Wetter so schön war, vielleicht auch aus anderes Gründen, sind gar nicht zu viele Leute zu der Lesung, der 1951 in Ostberlin geborenen Schriftstellerin gekommen. Das Literaturhausteam stand mit der Autorin aber schon vorm Eingang, als ich zehn vor sieben vom Bücherschrank gekommen bin. Ich habe mich eine Weile mit der lieben Bibiane unterhalten, bevor JuSophie auf mich zugekommen ist, die ich ja im Jänner bei der Studentenlesung im Literaturhaus kennenlernte. Ein paar der Studenten sind schon in der letzten Reihe gesessen, sonst ist es aber sehr leer gewesen, bis irgendwann Anita C. Schaub und noch später Gustav Ernst gekommen sind, was gut war, denn den wollte ich ja schon lange zu seinen “Besten Beziehungen” etwas fragen und so weiß ich jetzt, daß er nur gute Rezensionen zu seinem Buch erhielt und es den Amoklauf mit dem das Buch endet, wirklich gegeben hat. Katja Lange-Müller kenne ich auch schon lang, ich glaube mich zu erinnern, daß ich in der Zeitschrift “Brigitte”, als ich noch in der Otto Bauergasse wohnte, von ihr und ihrem ihrer ersten Romane etwas gelesen habe und auch, daß sie das Buch in Westdeutschen Kaufhauscafeterien geschrieben hat. Katja Langen-Müller ist laut Wikipedia 1984 nach West-Berlin ausgereist und hat 1986 den Bachmannpreis gewonnen, meiner Erinnerung nach, wäre das schon in den Siebzigerjahren gewesen, aber Erinnerungen können täuschen und ich habe bis 1988 die Wohnung in der Otto Bauergasse gehabt und bin in dieser Zeit sicher auch noch ins Cafehaus gegangen, denn an das Cafe Ritter erinnere ich mich auch. “Kasper Mauser” und “Wehleid – wie im Leben”, habe ich jedenfalls in Harland stehen und wahrscheinlich auch gelesen und ich erinnere mich auch an einen Erzählband und an eine Alte Schmiede Lesung vor mehr als zehn Jahren, den der Alfred für die Anna kaufte und eine Erzählung, wo eine Frau in einem Kaufhaus etwas klaut und dann vom Wachmann nackt in eine Toilette eingesperrt wird. Dann erinnere ich mich an eine Lesung in der Hauptbücherei, die wahrscheinlich 2007 war, wo es um, die ersten Texte ging, da hat Katja Lange-Müller, die sehr extrovertiert zu sein scheint, viel von ihrem Studium am Johannes R. Becher Institut, das sie irgendwie aus Verlegenheit machte, erzählt, ich habe die “Bösen Schafe” für den Alfred gekauft, der sie der Ute nach Leipzig mitbrachte und signieren lassen und sie zeichnete eine Ratte hinein, was sie auch heute öfter tat. Dann kam diese Les.Art Literaturhaussendung, wo man “Wunschloses Unglück” hinausschreien mußte, Christa Nebenführ hat es getan und “Die bösen Schafe” gewonnen.
Ich habe Katja Lange-Müller wieder 2008 im Literaturhaus gesehen, als sie als einzige Jurorin für den Erich Fried Preis Alois Hotschnig ausgewählt hat, den sie in ihrer Einleitung den Studenten als begnadeten Erzähler pries, dann hat sie losgelesen mit einem Gedicht über Berlin und verschiedene Erzählungen, die alle viel von Berlin berichteten. Eine der ältesten war wohl die vom “Schweineladen”, wo sie das Viertel schildert, wo das Becher Institut, der Verlag Volk und Welt und noch ein paar Ost-Idyllen zusammenlagen und “Toter Winkel” genannt wurde, dorthin geht sie nach einem Nachdienst im Krankenhaus einkaufen, kauft ein paar Flaschen ungarischen Rotwein und beobachtet einen ranghohen DDR Polizisten beim Käsestehlen. Die Titelgeschichte “Die Enten, die Frauen und die Wahrheit” war auch dabei, dabei beobachtet die Erzählerin, wie ein Erpel eine tote Ente fikt und alle unterhalten sich und stellen Mutmaßungen darüber an. “Was war ist muß nicht gerecht sein” oder so ähnlich lautete der letzte Satz. Es gab noch eine Geschichte übers Schwammerlsuchen, was ja in Berlin Pilze sammeln heißt, die Ich Erzählerin fährt mit lauter Leuten, die Körbe und ein Messer mithaben mit der S-Bahn an den Stadtrand, findet mit einem Mann ein paar Pilze, wirft sie aber weg, bevor sie mit ihm auf ein Bierchen geht. Das Trinken und die Kneipen spielen in den Texten eine große Rolle, aber auch die Tiere, die Enten, die Erpel, die Mäuse, die Schafe und die Ratten und am Schluß kam noch ein Text aus einem Erzählband, den Katja Lange-Müller gerade zusammenstellt, in dem es um Institutionen geht, die gerade verschwinden. Robert Huez verwies auf den Büchertisch, auf dem man einige der Erzählbände und auch den Roman “Böse Schafe” kaufen konnte. Ottwald John hat ein Buch für Rolf Schwendter gekauft und die Ratte Alfred gezeigt. Ich habe mich lange mit Anita C. Schaub über den “Ohrenschmaus” unterhalten und bin mit dem Alfred fast allein bei der Bibiane mit dem Glas Rotwein gestanden, weil alle anderen draußen rauchen waren. Die Autorin ist aber zurückgekommen, um in das Gästebuch eine Ratte zu zeichnen, sie zeichnet gerne Ratten, aber auch andere Tiere, hat sie mir erzählt, als ich sie nach Kerstin Hensel fragte, die ja auch in Berlin lebt und sie war auch so freundlich sich mit mir fotografieren zu lassen, so daß ich im Literaturgeflüster etwas Besonderes anbieten kann und der Abend hat auch mich angeregt über meine ungelesenen Erzählbände nachzudenken. Ich lese Erzählungen ja nicht so gern, weil sie mir zu kurz sind, sammle aber eifrig die Bände, so daß ich einiges aufzulesen habe.

Wochenendgeflüster

Obwohl der Samstag vor Muttertag und die SPÖ in St. Pölten auf dem Riemerplatz vielleicht kleine Blumenstöckchen verteilt, habe ich mich entschlossen nach dem Frühstück, Cornflakes mit Banane und Erdbeeren, was es in Harland öfter gibt, im Bett mit der Plauderei zu beginnen und den Alfred nicht in der Stadt auf einen Kaffee zu treffen, obwohl es um das literarische Leben der Eva Jancak im Moment eigentlich sehr still ist. Zwar bin ich fleißig wie zuvor und trödle beim Korrigieren der “Zwillingswelten” auch nicht allzusehr herum, obwohl es nur langsam weitergeht, aber das ist gut, denn ich denke, das lehrt den Kopf und verringert die Gefahr, sich beim nächsten Buch zu sehr zu wiederholen. Ein bißchen schwierig ist ist ja diesmal, da der erste Teil so lang ist, so wird das eine Endloskorrektur, während ich den “Friedhof der ungeleseen Bücher” und “Evelina Hahnenpichlers Katze” kaum noch durchgeschaut habe. Trotzdem habe ich mich schon, um die Beschreibung gekümmert, zuerst Thomas Wollinger gefragt, dem es dann doch zu viel war und dann E.A. Richter, der mich immer so nett zu seinen Lesungen einlädt. Ich habe ja an sich kein Problem mir die Texte selbst zu schreiben, das hat auch den Vorteil, daß sie dann genauso sind, wie ich sie will, andererseits ist es vielleicht gut gelegentlich einen bekannteren Namen zu haben, der zum Lesen verlockt und die Sicht der anderen ist ja auch sehr interessant.
Eine Vorschau der “Absturzgefahr” habe ich schon vorige Woche gegeben und finde das “Wolkencover” das der Alfred während eines Betriebsausflugs aus dem Bus fotografiert hat, besonders schön. Ansonsten geht es auch da nicht so schnell, da sich der Alfred den Text noch ein zweites Mal durchsieht, es mit der Leseprobe auf der Homepage also noch dauern wird.
Von den Lesungsrückgängen habe ich schon berichtet, als ich am Dienstag von der Muttertagsjause zurückgekommen bin. Die Volksstimmeanthologie 2010 dauert diesmal auch besonders lang, die von 2009 war ja schon im November fertig und wurde schon in diesem Jahr präsentiert und bei dem Text, den ich nach einigen Zögern doch für “Landstrich” geschrieben habe, habe ich auch eine (sehr liebe) Absage erhalten, vielleicht war der Text zu politisch.
Sonst gibts ein bißchen was erfreuliches, nämlich zwei Gewinne. Nachdem ich “Diesseits von Eden” gewonnen habe, habe ich mich bei Dietmar Füssels Gewinnspielen nicht mehr beteiligt, um nicht zu lästig zu sein, er hat mich aber aufgefordert wieder mitzumachen, so daß ich beim dritten Anlauf eine “Log” gewonnen habe und bei FixPoetry an dessen wöchentlichen Gewinnspielen ich mich auch gern beteilige, habe ich zweisprachige Gedichte deutsch/türkisch von Gerrit Wustmann “Bejoglu Blues”, die einen Streifzug durch Istanbul, darstellen gewonnen. Das Buch ist sogar schon gekommen, so daß ich es mit dem anderen Gedichtband, den ich vor einem Jahr bei FixPoetry gewonnen habe, demnächst lesen werde. Meine Hundertbücherleseliste ist zwar schon bis Platz 94 verplant, so daß ich, wenn ich mir die restlichen sechs Stück für eventuelle Belegexemplar aufhebe, erst im nächsten Jahr dazu komme, aber dafür habe ich schon eine neue Liste im Computer, da sich, weil ich regelmäßig zu den Bücherkästen kommen, schon einiges Interessantes angesammelt hat. Die Ungeduld das zu lesen z.B. Hans Lothars “Der Engel mit der Posaune”, Lotte Ulbrichts “Lebenserinnerungen” oder was zum Thema Türkisch passt, die Erzählungen von Seher Cakir “Zitronenkuchen für die sechsundfünfzigste Frau”, das ich mir schon vor fast zwei Jahren von Christa Stippinger erschnorrte, ist zwar da, da ich aber eine sehr disziplinierte Menschin bin, halte ich mich an die Leseliste, die gibt auch Struktur, man kann nichts vergessen und aufmerksame Leser werden es bemerken, ich bin sehr gut unterwegs, so daß das hundertste Buch vielleicht schon im November gelesen ist und daß ich dann, weil ich mich wahrscheinlich sovieso mit dem Leben der zweiten Gernerationstürkin Sevim Aktan oder so beschäftigen werde, ohnehin gerne türkische Geschichten oder Gedichte lesen werde. Was die türkischen Übersetzungen betrifft, gibt es einen Uralt-Erfolg zu vermelden, hat ja Lale Rodgarkia-Dara einmal für eine Fernfahrer-Aktion, die sich dann auf zweisprachige Einkaufssackerl beschränkte, Sätze gesucht, so daß ich einen aus “Der Reise nach Odessa” hingeschickt habe. Auf dem Sackerl ist er zwar nicht, aber im Internet, wie ich kürzlich entdeckte, zu finden. Man kann mich also nicht nur auf Hindu, das Literaturgeflüster in google-Übersetzungen, sondern sogar auf Türkisch lesen.
Von Lale Rodgarkia-Dara gibt es noch zu vermelden, daß sie gestern im Literaturhaus war, da wollte ich eigentlich hingehen und sie für die “Mittleren VI” einladen, wir sind aber schon am Freitag nach Harland gefahren und ich muß nicht überall hingehen, drei Literaturveranstaltungen pro Woche sind ohnehin genug. So habe ich Katharina Hackers “Die Habenichtse”, ein berühmtes deutsches Buchpreisbuch, das vom Flohmarkt von Alfreds bibliophiler WU-Kollegin stammt, angefangen im Badezimmer liegen lassen. Auf der Harlander Leseliste würde jetzt Ralf Rothmanns “Der Windfisch” stehen, aber ob ich dazu komme, das an- bzw. auszulesen, ist fraglich, da ich ja in Harland Radfahren möchte, zu korrigieren habe und wir morgen wieder auf die Rudolfshöhe gehen.
Die deutschen Bücherbloggerinnen haben aber wieder einen Lesemarathon ausgerufen, wie ich Dark Angel Mira, deren Blog ich derzeit für den besten, wegen seiner erfirischenden individuellen Art halte, entnehme, die sich gerade mit einem Buch auf der Coach befindet.
Ein solcher Lesemarathon schwebt mir ja auch immer vor plane ihn, wenn mich mit den “Zwillingswelten” fertig bin, ein. Ja und bezüglich der Aktion “Buchkauffrei” bei der Dark Angel Mira auch mitmacht, gibt es zu vermelden, daß ich, als ich am Dienstag zum Psychologen Jour fixe bei der Silvia gegangen bin, bei “Bücherlandung” schon einen Stoß ein “Euro Bücher”, darunter einiges Litetraturwissenschaftliches und Imre Kertez Nobelpreisrede, in Händen hielt, die ich dann nicht zur Kassa trug, sondern zurücklegte.
Die Bücherliste habe ich inzwischen im Sinne einer möglichen “Die Frau auf der Bank” – Recherche auch ergänzt.

Der Mann mit dem Hut

Joseph Zoderer ist auf Fotos meist mit einem schwarzen Hut abgebildet und gilt als einer der bekanntesten Südtirolerautoren. Als ich 1996 in Klagenfurt beim Bachmannpreislesen zuhörte, habe ich mir in einer Libro Abverkaufskiste “Das Schildkrötenfest”, ich glaube um fünfzig Schilling gekauft und gelesen. Erinnern kann ich mich nicht mehr sehr daran, für mich galt Zoderer aber immer als Autor mit Kultcharakter ähnlich, wie Norbert C Kaser, gesehen habe ich ihn aber noch nicht. Jetzt ist bei Haymon das achtzehnte Buch, der Roman “Die Farben der Grausamkeit” erschienen, das am Mittwoch im Literaturhaus Graz, am Donnerstag in der Alten Schmiede vorgestellt wurde und vorigen Freitag bei den “Beispielen” im Radio war. Die Südtiroler Autoren haben offenbar eine große Lobby, so sah ich, als ich in die Alte Schmiede kam, Robert Huez in Zeitschriften blättern und Hannelore Kofler ist ein paar Plätze neben mir gesessen. Sabine Gruber habe ich gesehen und noch einen Autor, dessen Namen mir jetzt nicht einfällt. Der Lehrer, der aus Retz zu den Literaturveranstaltungen gefahren kommt und sich die Bücher signieren läßt, sagte mir, daß man ihm in seiner Buchhandlung von dem Roman abgeraten hätte, weil wieder eine Beziehungsgeschichte eines älteren Mannes, also das, was ich immer Gustav Ernst unterstelle.
Kurt Neumann bezog sich in seiner Begrüßung gleich darauf und beschrieb “Die Farben der Grausamkeit”, als großes Epos eines Mannes mit schrankenlosen Liebesverlangen und starker Sinnlichkeit als Daseinsberechtigung, Joseph Zoderer widersprach dem zwar am Ende der Veranstaltung, als eine junge Frau wissen wollte, ob es in dem Buch jetzt um Liebe oder den Eros geht?
“Das ganzen Themen der Literatur bestehen aus der Leben und dem Tod!”, antwortete er enthusiastisch, beklagte die Mißverständnisse seiner Rezensenten, begrüßte seine erste Frau, die im Publikum saß und scheint ein sehr extrovertierter Charakter zu sein. Jedenfalls hat er viel erzählt, einen schwarzen Hut hat er auch aufgehabt und eine weiße Jacke getragen. Oliver vom Hove, der eingeleitet hatte, sprach auch von Superlativen, der am jüngsten aussehende Fünfundsiebzigjährige, der berühmteste Südtiroler Autor und erzählte von einem Geburtstagsfest in Bruneck, das von Peter Handke, Gerhard Rühm, Pazul Nizon, Peter Estherhazy, Robert Schindel, Robert Menasse etc ausgerichtet wurde. Er erzählte auch ein bißchen vom Lebenslauf, in Graz aufgewachsen, in Wien studiert, Gründungsmitglied der Kronenzeitung, was dem Journalisten in der ersten Reihe ein bißchen irritierte, bzw. zu weiteren Fragen veranlaßte, mit dem Roman “Die Walsche” berühmt geworden, etc.
In “Die Farben der Grausamkeit” , wie es zu dem Titel kommt, habe ich aus der Lesung nicht herausgekommen, geht es um einen Mann zwischen zwei Frauen, Richard, ein Journalist, der mit Selma und zwei Buben in einem Haus lebt, bzw. dieses baut, ihnen vom Einkaufen Süßigkeiten oder Spielsachen mitbringt, es gibt sehr schöne Naturbeschreibungen, aber auch eine Redaktionspraktikantin namens Ursula, die er zum Spaghettikochen in seiner Wohnung auffordert und “da hat sie ja gesagt”, sie essen sie mit viel Parmesan und grünen Salat. Richard wird dann noch zum Auslandskorrespondenten befördert, so kommt er 1989, als die Mauer fiel nach Berlin, erlebt dort den Umbruch und trifft Ursula, die plötzlich Miguela heißt und Spanisch spricht, wieder. Das habe ich auch nicht so verstanden, aber Zoderer sagte ja, daß er quergelesen hat, so daß man vieles nicht mitbekommen wird. Oliver vom Hove sprach dann von einem Sog, der bei der Lesung nicht so deutlich wurde, verglich Richard mit Odysseus und sprach von der Irrfahrt, die dieser macht, bis er zu Frau und Hund nach Hause kommt und Joseph Zoderer erzählte, daß er im November 1989 in Berlin gewesen ist, den Roman aber verdichtet hätte, um die Handlung zusammenzubringen.
In der Diskussion erkundigte sich der Herr in der ersten Reihe, wie schon erwähnt nach der Kronenzeitungsgründung, die Joseph Zoderer, der in Wien als Gerichtberichterstatter gearbeitet hat, sehr launig darzustellen wußte, es gab dann noch einen Band mit politischen Gedichten. Die Südtirolfrage spielt laut Wikipedia in seinen Werken auch eine große Rolle und ich habe eine Südtiroler Legende persönlich kennengelernt, um mich ebenfalls in Superlativen zu üben nach in Bruneck, wo Joseph Zoderer laut Wikipedia eine Schreibwohnung hat, bin ich gelegentlich während der Schiwochen in Obergail gekommen und bin dort, da ich keine Schifahrerin bin, sehr lange und sehr intensiv in der großen Buchhandlung gesessen, wenn ich vom Spazierengehen schon erfroren war.

Aus der schönen neuen Welt

Die schöne Welt ist gar nicht so neu, gibt es Günter Wallraffs “Expeditionen in die Arbeitswelt”, seine verdeckten Vermittlungen und Enthüllungsjournalismus doch schon seit vierzig Jahren und es war auch nicht so einfach sich zu entscheiden, gab es doch ein anderes durchaus aktuelles deutsches Parallelprogramm, nämlich Heinrich Steinfests Stuttgart 21 Krimi “Wo die Löwen weinen” in der Hauptbücherei und da ich mir den literaturcafe.de podcast in seinen sechzehn Folgen durchaus intensiv gegeben habe und ja auch “Den Mann der den Flug der Kugel kreuzte”, vor kurzem gelesen habe, wollte ich mir das eigentlich geben. An Günter Wallraff kommt man aber nicht so leicht vorbei, wurde ich doch durch die sehr intensiven Spaziergänge in denen der duftende Doppelpunkt seine zweite Arbeitswelt Anthologie vorbereitet, auf ihn aufmerksam, da er ja auch zu dieser Gruppe 61 gehörte, die in Deutschland, die Literatur der Arbeitswelt förderte. Jetzt ist das realistische Schreiben ja wieder ein bißchen unmodern und der Fischer TB hat seine Reihe Literatur der Arbeitswelt mit seiner Millionenauflage inzwischen eingestellt und den Max von der Grün und den Luitpold Stern Preis, die beiden österreichischen Initiativen, gibt es ebenfalls nicht mehr, Günter Wallfraff aber schon. Als ich am Sonntag vom Parlament zurückgekommen bin und bevor wir uns auf die Mayday Parade der Prekären machten, habe ich ein Stückchen Ö1 Quiz gehört und das war lustig, denn da erklang gerade die “Internationale” aus dem Radio. Das Kulturquiz hat nach Günter Wallraff und Marie Jahoda gefragt und darauf hingewiesen, daß er am Mittwoch bei den Wiener Vorlesungen ist. Da hatte sich dann mein Bauch entschloßen hinzugehen, aber als zu Mittag das Programm bekanntgegeben wurde, wurde gesagt, daß im “Tag zu Tag”, nicht Günther Wallraff ist, da sein Flugzeug einen Schaden hatte, also habe ich beim Kulturamt angerufen, ob die Veranstaltung stattfindet und mir, als ich vor sechs weggegangen bin, um einen Platz zu bekommen, das Programm der Hauptbücherei eingesteckt, denn wenn es doch ausfällt, könnte ich ja….
Vor halb sieben war ich schon im Rathaus, konnte mir den Platz aussuchen, bin sehr prominent in der Mitte der zweiten Reihe gleich hinter den reservierten VIP Plätzen gesessen und konnte die Vorbereitungen der Kameraleute beobachten. Susanne Brandsteidl, die Wiener Stadtschulpräsidentin saß mit einem alten “Aufmacherbuch” in der Hand vor mir und wenn ich nicht irre, ist Franz Küberl neben ihr gesessen. Es war sehr voll. Hubert Christian Ehalt hat eingeleitet und ein langes Gespräch mit Günter Walfraff geführt, der 1942 geboren wurde. Er war ein schlechter Schüler, erzählte er, machte eine Buchhändlerlehre, las Brecht und den frühen Böll und schrieb auch schon ein paar Gedichte, dann verweigerte er den Wehrdienst, wurde psychiatrisiert und als abnorme Persönlichkeit entlassen. Das ermutigte ihn in die verschiedensten Unternehmen zu gehen und mit seinen Aufdeckungen zu beginnen, der falsche Name und die Verkleidung haben sich dabei ganz zufällig ergeben. Einige seiner Bücher sind sehr berühmt geworden und haben Millionenauflagen erreicht. Ich erinnere mich, daß ich mir, als ich 1977 in die Otto Bauergasse zog, mir auch die gerade erschienene Bild-Zeitung Enthüllung “Der Mann, der Hans Esser war” gekauft und begierig gelesen zu haben. “Ganz unten” und die “Industriereportagen” habe ich auch. Bei einem blauen Sofa in Frankfurt ging es um das Buch oder den Film “Schwarz und weiß”, wo Günter Wallraff in die Maske eines Schwarzen schlüpfte und eine Wohnung mieten, einen Jagdgewehrschein machen und eine Uhr kaufen wollte”.
Stücke aus dem Film wurden auch gezeigt und Günter Wallraff las ein Stück aus einem Buch, wo es um die Bäckerei ging, die Lidl zuliefert und gab eine ausgezeichnete Analyse der deutsch österreichischen Gesellschaft und erklärte was sich seit dem Fall des Kommunismus verändert hat. Seither ist die Schere noch mehr auseinandergegangen, es gibt die reiche Oberschicht und die prekären Arbeitsverhältnisse, Hartz IV, bzw. die Gerneration Praktikum. Einen Stammtisch der habilitierten Pizzafahrer, Mobbing bei den Betriebsräten und einen Film darüber, von dem noch nicht ganz klar ist, ob er am 11. Mai im Fernsehen gezeigt werden kann. Denn es gibt auch viele Prozesse. Die Publikumsdiskussion war ebenfalls sehr intensiv, eine Allgemeinmedizinerin aus dem Süden Wiens erzählte von der Hoffnungslosigkeit ihrer arbeitslosen Burn Out Patienten, eine Frau erkundigte sich nach der Diskriminierung der Älteren und der Frauen. Günter Wallraff sah die Hoffnung in der Quotenregelung und in einer verbesserten Bildung, aber wir haben ja eine ÖVP, die strikt gegen die Gesamtschule ist, die die Gesellschaft vielleicht vermischen könnte.
In der Presse gibts auch eine vierseitige Beilage, so daß man all das nachlesen und daß die neue Arbeitswelt nicht sehr schön ist, habe ich auch schon bemerkt und ich schreibe auch darüber. Die Privatisierung der Post fällt mir dazu noch ein, die die unkündbaren Beamten in den sogenannten Pool steckt und sie dann mittels Jobcoachs oder Trennungsberatern zu einer Umschulung als Horterzieher bewegen will. Ganz schön kompliziert die neue Arbeitswelt. Günter Wallraff lobte das Internet als neues Aufdeckungsinstrument und machte einen sehr sympathischen Eindruck, als er beim Büchertisch seine Bücher signierte. Der Bibliothekar, den mir Ruth Aspöck einmal vorstellte, stand beim Ausgang und drückte mir die Einladung zu “Wir rufen auf! Penner, Fleischwölfte und anderes arbeitsscheues Gesindel”, die zweite duftende Doppelpunkt Anthologie, die nächste Woche, leider parallel mit der Festwocheneröffnung, in der AK Bibliothek vorgestelt wird in die Hand. Ottwald John gab mir eine Einladung für das Theater in der Drachengasse.

Fünf-Sterne-Kerle inklusive

Das nächste Chick Lit aus dem Bücherschrank stammt von Gaby Hauptmann und da habe ich, glaube ich, einmal bei libromanie gelesen, daß eine Kundin zu ihr in die Buchhandlung kam und von der großen bzw. spannenden Autorin schwärmte.
“Der neue Beststeller” steht auf dem Cover und ich habe von der 1957 geborenen Autorin noch keinen anderen Roman gelesen, habe von ihr aber das Buch “Mehr davon – Vom Leben und der Lust am Leben”, eine Art Biografie “mit zahlreichen Fotos”, das in in den Schachteln lag, die der Buchhändler in Edith Broczas Haus, nach dem er sein Geschäft sperrte, ihr in den Hauseingang stellte. So habe ich mich in das Leben und das Werk der offenbar sehr beliebten Bestsellerautorin schon mal eingeblättert und der Roman ist sehr spannend geschrieben und gibt auch ein paar realistische Einblicken in das Leben Anfang dieses Jahrhunderts.
Da gibt es ein Reisebüro, das offenbar die Kosten für ein teures Fotomodell sparen will und so dem ersten hübschen jungen Mädchen, das sich nach einer Wintersportreise erkundigt, einen Brief ins Haus schickt, daß sie bei einem Preisausschreiben eine Woche Aufenthalt in einem Luxushotel in Zürs am Arlberg, Leihschi, die Anfahrt und noch ein paar Hüttengutscheine gewonnen hat.
Das hübsche junge Mädchen ist die dreiundzwanzigjährige Kathrin Hübner aus Stuttgart, die ohne Abitur bei Schlecker an der Kasse schuftet, bei einer Tante wohnt und einen Freund namens Ronny hat, der rein rot gemustertes Kopftuch und einen Ohrring trägt.
Dankenswerterweise sind in dem Buch die wichtigsten Personen am Anfang aufgelistet und so kann es los gehen. Kathrin bekommt von der Tante fünfzig Euro zugesteckt, kleidet sich im Secondhandladen schick ein und steigt in den Bus.
Ein paar bissige Bemerkungen über die Österreicher kommen auch, so wird irgendwo behauptet, daß der österreichische Kaffee schlechter, als der deutsche ist, dabei machte ich mich doch in meinen Texten immer über den deutschen Kaffe lustig, bevor das Cappuccino und das Caffe latte Zeitalter kam.
Lesen keinen Österreicherinnen Gaby Hauptmann und regen die sich dann nicht auf? Nun gut, die schöne Kathrin kommt in das Luxushotel und trinkt sich die nächsten Tage einmal in den Hütten durch, gibt es dort doch eine Reihe Luxusmänner, die zwar Frauen haben, aber offenbar eine Wette abschlossen, wer das Reisebüromodel ins Bett bekommt. Kathrin ist auch eine sehr gute Schifahrerin, schließlich kommt sie vom Schwarzwald her und will sich auch nicht lumpen lassen, so investiert sie einige ihrer Gutscheine in die Luxusweißweinflaschen, die die Runde ständig trinkt, obwohl sie von den Mathiasen, Jans, Olivers etc gern eingeladen wird.
Sie bekommt auch einiges mit, so die blonde Barbie die sich von ihrem reichen alten Mann total umoperieren ließ, den nackten Mann im Zimmer eines anderen, rennt auch selbst mal nackt durch die Hotelgänge, legt ihr doch jemand handgeschriebene Gedichtchen ins Zimmer und ein anderer will sie mit einem schönen Schmuckstück kaufen, im letzten Jahr hat er die Gewinnerin mit einem Auto gewonnen.
Aber Kathrin ist nicht blöd, so bestellt sie ihre vier Verehrer in Bermudashorts, um zwei Uhr nachts mit je einer Flasche Champagner in den Keller und wird dafür von ihnen ausgezogen und in den Schnee geworfen. Eingeschneit wurde sie auch und ihr Freund Ronny, der sie, eifersüchtig geworden, besuchen will, schafft es nur in den Gemeindekotter, dafür soll sie für den Staatsanwalt Jan einen Koffer mit seinem vergessenen Laptop nach Zürich bringen, dafür handelt sie sich heraus, darf sie eine Woche mit Ronny im Residenz wohnen, weil sie aber, wie im Beschreibungstext steht, von der jungen Schulabbecherin innerhalb einer Woche zu einer Frau reift, die weiß was sie will und ihren Nutzen daraus zu ziehen versteht”, löst sie den Code des Sicherheitsschloßes und findet statt einen Laptop fünf Millionen Schmiergeld im Koffer, so daß die schöne Junge Frau mit ihren übergebliebenen Gutscheinen, die offenen Rechnungen hat das Haus übernommen und die Fototermine sind wegen der Wetterlage auch in den Schnee gefallen, in Zürich in der Bahnhofstraße eine Bank betritt und selbstbewußt “Ich möchte gern ein Konto eröffnen!”, sagen wird. Ihr Abitur wird sie auch nachholen, studieren und bei Ronny bleiben.
Von Gaby Hauptmann habe ich inzwischen auch noch die beiden anderen Bestseller “Die Meute der Erben” und “Frauenhand auf Männerpo” gefunden.

Muttertagsjause und Lesungsreduktionen

Seit einigen Jahren werde ich von der Bezirksvorstehung Mariahilf, wo wir früher wohnten, zu den Muttertagsfeiern eingeladen und war auf diese Art und Weise zweimal im Haus des Meeres, einmal habe ich eine Schiffsfahrt versäumt und heute gabs eine Muttertagsjause mit einem Konzert von Clown Enrico Heinz Zuber, der auch schon siebzig ist, im Pensionistenwohnhaus am Loquaiplatz, ein heiterer nostalgischer Nachmittag zum Nachdenken, Mitsingen und Gesundlachen mit Melodien aus der Kindheit. Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann begrüßte wieder alle Frauen, ganz egal, ob sie Mütter, Imas oder Stiefmütter sind, Elisabeth Zoumboulakis-Rottenberg, die ich bei einer dieser Gelegenheiten kennenlernte, habe ich nicht gesehen und ich war wiedermal die Jüngste, aber die zwei bisherigen Muttertagsfeiern, die ich erlebte, haben mich nicht nur sehr beeindruckt, sondern waren auch literarisch höchst produktiv.
Kann ich mich doch erinnern, daß ich an einem schönen Nachmittag vor drei Jahren, einen Befund habe ich unfertig am Schreibtisch liegen lassen, um nicht zu spät zu kommen, einige Stunden im Haus des Meeres herumgekraxelt bin, die Stiege hinauf zum Aussichtsplateau, zum Krokohaus, wo die kleinen Äffchen kokettierten, zum Haifischbecken und zurück. Im Sommer darauf ist dann eine Szene der “Radiosonate” entstanden, die sich genau darauf bezieht. Natalie bekommt in der Schule einen Ferienpass mit freien Eintritt in das Haus des Meeres und beschließt sich jeden Tag mit ihrer Liebe Patrick dort zu treffen, macht ihre Begegnungen mit den kleinen Äffchen, tauscht den ersten Kuß und entdeckt ihre Mutter mit Boris Alkemirov im Wintergarten. Im vorigen Jahr, als es wieder in das Haus des Meeres ging, habe ich der Bezirksvorsteherin bzw. Elisabeth Zoumboulakis-Rottenberg das Buch dann mitgebracht, bin aber vorher im Esterhazypark gesessen, habe während ich auf den Eintritt wartete in den Gratiszeitungen “Heute” oder “Österreich” geblättert und dabei einer Kindergartengruppe zugesehen, die offenbar auch auf dem Weg ins Haus des Meeres war, aber vorher von den Kindergärtnerinnen mit Sunkist -oder Kakaopackungen und Knabberstangen gefüttert wurden und als ein Stück davon auf dem Boden fiel, so daß sich die Tauben darauf stürzten, von einer Englisch sprechenden Kindergärtnerin mit “This is no food for birds” belehrt wurden. Das habe ich dann die Fritzi Jelinek im Burggarten beobachten lassen, während sie Harald Hoffmanns fünf Generationenroman coacht und ein Mail von Jan bekommt, daß er seine Hochzeitsreise nun doch nicht nach Wien machen wird. Das wird man bald auf meiner Homepage lesen können. Die Vorankündigung gibt es schon, das Buch noch nicht, so daß ich diesmal nichts zum Mitbringen hatte und ich habe höchst wahrscheinlich auch keine neue Impression mit nach Hause genommen, obwohl der Kuchen gut war, die Erinnerungslieder sehr nostalgisch und das Ambiente eines Pensioneistenheimes, auch wenn ich mich dort nicht anmelden will, sicherlich sehr produktiv, bzw. habe ich ja in der “Begrenzten Frau”, die Geburtstagsfeier der Frieda Fischer in ihrer Seniorenresidenz beschrieben, die wahrscheinlich in etwa so verlaufen ist und Jakob Mandelbaum aus den “Wiener Verhältnissen”, hat ja auch eine Seniorenresidenz bewohnt, wie etliche anderer meiner ältereren Helden und Heldinnen auch.
Die Bezirksvorstehung Mariahilf macht ja nicht nur die Muttertagsfeiern und die Bezirksfestwochenveranstaltungen, sondern im Herbst auch eine Frauenwoche und da war ich vor zwei Jahren bei einem Schreibseminar, das dann im Vorjahr zu einer Frauenlesung und auch dazu führte, daß ich 2010 relativ viel gelesen habe. So wie es aussieht scheint das 2011 anders zu sein und einige fixe Lesungen, die ich in den letzten Jahren hatte, nicht mehr zu geben. Die Frauenlesung in Mariahilf war ja eine einmalige Sache, die Art Margareten hat es zweimal gegeben, ob die 2011 eingespart wurde oder mich nur der Herr Bezirksvorsteher nicht mehr einlädt, weil ich im letzten Jahr zu lang gelesen habe, weiß ich nicht, beim “Tag der Freiheit des Wortes” den ich von 2001 bis 2009 mit Ausnahme von 2002 organisierte und dann wegen der Literaturhausschwierigkeiten als die GAV beschloß, daß man nur mehr eine Lesung pro Jahr organisieren soll, sozusagen zugunsten der Frauenlesung zurückgab, die GAV hat die Veranstaltung dann zur Vorstandssache gemacht, die Petra Ganglbauer organisiert, habe ich im vorigen Jahr gelesen, heuer aber nicht. Ich muß zwar nicht überall lesen, tue es aber trotzdem gern, so finde ich das ein bißchen schade. Bezüglich Linkes Wort Volkkstimmefest steht das Thema noch nicht fest und die Anthologie 2010 ist auch noch nicht da. Die Frauenlesung im November in der Galerie Heinrich, die es glaube ich, seit 2006 gibt und zu der wir nach einer “Eigenes”- Lesung der Frauen lesen Frauen Gruppe des ersten Wiener Lesetheaters oder den Mittleren I von Frau Waclawicek eingeladen wurden und die Judith Gruber-Rizy organiserte, wird es, wie ich vor kurzem hörte auch nicht mehr geben. Da haben wir bei den Literaturtagen im November ja einige Jahre umsonst gelesen, dann gabs ab 2009 ein kleines Honorar und bei der letzten damit Schwierigkeiten. Es wird ja überall eingespart und da ich gerne lese finde ich es schade, plötzlich um eine Drittel oder sogar um die Hälfte weniger Lesungen zu haben, so daß es vielleicht nur mehr die Poet-Night, meine Geburtstagslesung, die ich mir selber organisiere und die Lesung im Cafe Amadeus, die schon angekündigt habe, gibt, obwohl ich auch da nicht garnz sicher bin, ob und wie das wird.
Es wäre auch schön, wenn wieder etwas Neues kommt, ich würde z.B gern einmal bei “Rund um die Burg” lesen, aber ob es das noch gibt, ist ja auch nicht ganz klar, so daß ich dort nicht mehr hingeschrieben habe.