Shopping- und Recherchetag

Zu meinen Schreibritualen gehört ja eigentlich, daß ich die Fenster putze und dann, um mich zu belohnen und mir etwas zu gönnen in der Stadt herumlaufe, aber auch schon, um Recherchen für das nächste Projekt, Eindrücke für Szenen, etcetera, einzufangen und so vielleicht auch ein wenig Abstand von einem Projekt zum nächsten zu gewinnen, denn meistens ist es ja so, daß ich, während ich korrigiere und einen Fehler nach dem anderen finde, schon am Planen des nächsten Projektes bin und da in meinem jeweiligen Notizbuch schon ein paar Szenen und Ideen eingetragen habe.

Diese Recherchetage mache ich auch meistens wenn der Alfred auf Urlaub ist, daß ich da ungeniert in der Stadt herumspazieren, mir beim Mc Donald einen Hamburger kaufe, mit der Straßenbahn herumfahre und mir meine Notizen mache.

Das ist im vorigen Jahr ein wenig flach gefallen, weil ich mit dem Korrigieren der “Unsichtbaren Frau” nicht und nicht fertig wurde und dann, glaube ich, schon die Sommerfrische und die verlängerten Wochenende in Harland heramkamen, bis es so weit war.

In Harland und in St. Pölten läßt sich auch nicht soviel recherchieren. Gut, ich kann ins Traisencenter fahren und mir dort beim “H u M” Socken, Unterwäsche oder T-Shirts kaufen, ein Eis verzehren oder nach Wilhelmsburg und dort beim “Spar” einen Kafffee und ein Croissant.

St. Pölten ist für das Szenensammeln auch ein wenig eingeschränkt, so habe ich den letzten großen Recherchetag, glaube ich, in Wien vorigen September gemacht und da war ich im Rohtext der Magdalena schon ziemlich fortgeschritten und ein Jahr davor bin ich im September, glaube ich, in Wien auch herummarschiert und habe für die “Unsichtbare Frau” recherchiert und mich dann von den FPÖ-Videos “Tu was, Hasi!”, ein wenig verwirren lassen und nicht recht gewußt, wie ich sie einbauen soll.

Diesmal war es ähnlich oder anders, denn ich habe auch geglaubt, ich werde zu Ostern mit der “Magdalena” fertig, wurde ich dann nicht und der Alfred war dann schon aus Kuba zurück, als es so weit war.

Sehr fit zum in der Stadt herumlaufen war ich damals wohl auch nicht, so habe ich die Fenster geputzt, einen Büchertag gemacht und dann gleich mit dem “Literaturgeflüsterbuch” über das Schreiben angefangen und gedacht, einkaufen brauch ich ohnehin nichts oder mach das nebenbei und für das “Fräulein No” recherchiere ich dann in einem Jahr, wenn es soweit ist, denn das ist mein neues Projekt, wenn ich mit dem “Literaturgeflüsterbuch II” fertig bin und da kann ich gleich flüstern, daß mir die Idee dazu, glaube ich, vor Weihnachten gekommen ist, als ich mit der Straßenbahn nach Grinzig hinausgefahren bin, um mich mit dem Alfred beim Herrn Fischer bei einer Weinverkostung zu treffen.

Da saß in der Bahn ein junges Mädchen und rief ihre Großmutter an, um ihr mitzuteilen, daß sie im “Reinhards-Seminar” aufgenommen wurde. Das ist das Fräulein No, habe ich beschlossen oder Nomanda Wiesinger, nicht Amanda oder Jolanda, wie sie eigentlich heißen sollte, der Standesbeamte hat sich verhört oder verschrieben, so ist ein Fräulein No aus ihr geworden.

Sie wohnt bei der Großmutter, eine ehemalige Apothekerin namens Henrike, die in Grinzig eine baufällige Villa hat, ihre Eltern, die sie als Studenten bekommen haben, leben in Brüssel und London, als Künstler oder Regierungsbeamte und sehen sie höchstens zu Weihnachten oder in den Sommermonaten und jetzt ist No zwanzig mit ihrer Matura fertig, vorher ist sie vielleicht noch ein bißchen in der Welt herumgegondelt, frischgebackene “Reinhards-Seminar-Schülerin” und jobbt in einem Cafe “Josys Nachtcafe” heißt es.

Der Text wird “Fräulein Nos Nachtcafe” heißen und dorthin kommt der praktische Arzt Ulrich Blumenbach, der eine Psychose hatte und nach der Entlassung aus dem Krankenhaus oder Rehaaufenthalt von der Krankenkasse erfährt, daß sein Kassenvertrag gekündigt wurde und die Ärztekammer rät ihm, in Pension zu gehen. Er ist fünfundvierzig, seine Freundin Sabine oder Thea, eine Künstlerin, hat ihn während der Krise verlassen, seine lebenslustige Mutter Dora, 75, ehemalige Ärztin, die mit drei Freundinnen in einer Seniorenresidenz wohnt, geniert sich für ihn.

Er kommt dorthin und wird gleich von der literaturinteressierten Obdachlosen Gerti Schuster mit “Willlkommen im Club!”, angesprochen und die hat auch Probleme und vielleicht auch Psychose oder Demenzerfahrung, ist sie doch im Verdacht, die verwirrte Frau zu sein, die gefilmt wurde, als sie in einer U-Bahn eine junge Muslima wüst beschimpfte.

“So weit, so what und nicht unbedingt neu!”, werden meine Kritiker sagen. Stimmt, ist es nicht, denn die Geschichte von einem pensionierten Arzt, der mit Fünfundvierzig auf der Straße steht und in einem Nachtcafe sozusagen illegal weiterbehandelt. schwebt mir schon länger im Kopf herum und sie ist auch ein bißchen schon in der “Viertagebuchfrau” enthalten.

Nun gut, ob was daraus wird, werden wir in einem Jahr wissen, da habe ich ja auch die Idee, daß nach der “Heldenreise” oder der “Schneeflockenmethode” zu entwickeln, um endlich die gewünschte Spannung in meine Texte zu bringen.

Die Schreibgruppe, wo ich ja immer ein paar Szenen voraus geschrieben habe, gibt es ja nicht mehr. Jetzt habe ich in dem roten Notizbuch daß mir der Alfred vorigen Sommer in Genf kaufte, ein paar diesbezügliche Notizen drinnen und konnte sie nicht lesen, als ich am Freitag mit dem Rad in den Traisenpark fuhr, mir dort Socken und eine Uhr, meine ist mir schon vor ein paar Tagen stehengeblieben, obwohl ich mir erst vor kurzem eine Batterie geholt habe, kaufte und mich dann zuerst zum McDonalds auf einen Big Mac, Pommes, Cafe latte und ein Eis und dann auf die “Seedosen-Terrasse” auf einen Kaiserspritzter setzte, um meine Recherchen für ein Projekt zu machen, das ich wahrscheinlich frühestens im November angehen werde, denn jetzt ist ja das “Literaturgeflüsterbuch II”, angesagt.

Das heißt, das stimmt auch nicht so ganz, denn ich habe, glaube ich, noch vor dem Fensterputzen ein neues Notizbuch herausgeholt und sozusagen beschloßen, daß mich meine Figuren, die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek mit ihrer Bibliotherapiegruppe, der Psychiater Theo Hardenberg und die pensionierte Bibliothekarin Lisbeth Hahnenpichler mich oder die erfolglose Schreiberin Eja Augustin bei ihrem nächsten Schreibprojekt begleiten können, das sind alles Figuren aus meinen früheren Werken und wer weiß aus welchen sie stammen, kann sich das entsprechende Buch bei mir holen und ich könnte, habe ich gedacht, während des Korrigierens mir Notzen in das Buch machen, um dann schon was zu haben, wenn ich im November oder später mit dem Schreiben beginne.

So habe ich beide Bücher mitgenommen, als ich im verlängerten Wochenende aufgebrochen bin, der Alfred war in Wien, die Oma stellte ich fest, im Spital, als ich sie begrüßen wollte, die kleine Lia ist schon zu Hause und kann sich an den Luftballons und dem Storch freuen, die ihretwegen am Mittwoch im Garten aufgehängt wurden und ich dachte,  so einen Rechcheretag einen Tag im Traisenpark herum zu schlendern und zu konsumieren, kann ich mir gönnen, obwohl ich mit dem “Literaturgeflüsterbuch” ohnehin schon gut angefangen habe.

Das Vorwort ist geschrieben und das Inhaltsverzeichnis. Da bin ich daraufgekommen, daß nicht alles chronologisch passt, so habe ich  auch noch einen “Nanowrimoartikel” eingefügt. Das müßte mir der Alfred angleichen und kommt nicht dazu, die Verlinkungen sind aber aufgelöst und ich kann den Text jetzt durchgehen und das ist interessant. Da bin ich daraufgekommen, wie viel ich schon geschrieben habe und das wird oder soll mich auch im Sommer begleiten.

Ein bißchen herumschnuppern tut mir aber sicher gut, habe ich beschlossen, eine Uhr wäre ohnehin zu kaufen und so bin ich, glaube ich, um zehn mit den beiden Notizbüchern losgefahren. Vorher habe ich noch erfahren, daß die Oma nicht in ihrem Schlafzimmer war und im Traisencenter ist mir dann schnell langweilig geworden, denn so viel gab es nicht zu sehen.

Ich bin ein bißchen herumspaziert, habe nach dem Uhr- und Sockenkauf beschlossen, das Eis doch beim McDonalds und nicht in der Eisgrotte, die es im Traisencenter gibt, zu konsumieren, habe dann beim McDonalds, meine Notizen durchgesehen und dem Gespräch zweier Männer zugehört, die sich bei einem Cafe über die Lage der Nation unterhielten, was auch ganz interessant war.

Dann bin ich, um den See herumgefahren, auf die Warte hinaufgeklettert, das Gehen geht jetzt schon ganz gut, zur “Alten Schmiede”, Literaturhaus und “Gesellschaft” versuche ich auch schon wieder zu Fuß zu gehen und vielleicht das nächste Mal schon auf die Rudolfshöhe, um kein Trauma zu entwickeln, dann bin ich zur “Bücherzelle”, habe drei Bücher gefunden, eines aber gleich wieder zurückgelegt, denn das war glaube, die türkische PEN- Ausgabe, die von Doris Kloimsteins Ausstellung stammte, die mir die Bücher ja vor einem Jahr gegeben hat und ich die, die ich nicht brauchen konnte, dorthin gelegt habe. Die Lyrikheftchen die von Alfreds Festivalspaß stammten und die ich dort hineingelegt habe, als wir zu Pfingsten nach Nußdorf an der Traisen fuhren, lagen, glaube ich, auch noch da und ich habe  also zwei Bücher gefunden bin damit in die Seedose, wo die Leute schon Mittag aßen, aber das hatte ich schon beim McDonalds, also nur einen Spritzer trinken und die Notizbücher durchsehen.

Geplant ist, das eine Buch immer auf meine Recherchen mitzunehmen, um mir Notizen zu machen, die ich für den Plot vom “Fräulein No” brauche, aber das “Nachtcafe” befindet sich sicher in Wien.

Dort könnten aber auch zwei Raunzer sitzen und der eine dem anderen erklären, daß “Ein verwundeter Soldat, dem Staat teuere als ein toter kommt!”, daß also, etwas, was wahrscheinlich stimmt, wenn auch makaber klingt.

So weit so what, die Recherchegänge also schließen. Aber Radfahren werde ich ja immer, wenn ich in Harland bin .Jeden Tag ein Stück in Richtung St. Pölten oder Wilhelmsburg fahren, auf den Markt gehen oder bei der Seedose einen Spritzer trinken, in der anderen Richtung gibt es in Wilhelmsburg einen “Spar”, wo ich mir meistens einen Cafe Latte-Becher und ein Croissant kaufte.

Gestern war ich aber in der Radlertränke bei Ochsenburg und habe mir einen Erdbeerspritzer gekauft und Morgen werde ich, wenn ich nach Wilhelmsburg fahre, vielleicht dort auch einkehren und mir zum Kaisespritzer, der billiger ist, eine Schnitzelsemmel kaufen, denn der Alfred fährt ja nach Wien zur wahl der Grünen.

Also kein Marktbesuch, denn allein, gehe ich dort, glaube ich, nicht hin. Am Sonntag kommt die Ingrid, um sich das Baby anzusehen und ins Spital zur Oma, die derzeit dort wegen eines Herzflimmern liegt, müßen wir vielleicht auch und dann gibt es noch die Sonnwendfeiern, die vielleicht auch ganz interessant sind, heute ist da einer in Altmannsdorf und morgen findet der beim Bootshaus in Spratzern statt, wo, wie ich beim Radfahren gesehen habe, schon die Standln aufgestellt sind.

Vom Doml ins verlängerte Wochenende

Da nächsten Mittwoch wieder das “rundum gsund” Treffen in der Wiener Gebietskrankenkassa ist, wäre heute der letzte Revolutionsworkshop im Doml gewesen, bei dem wir aber wegen meines Sturzes und Gips ja erst im Mai begonnen haben und ich Teil I und III des “Leidenwegs” ja erst vor kurzem gelesen haben und mir Stephan Teichgräber den zweiten Teil, als ich die beiden anderen schon gelesen habe, vorige Woche mitgegeben hate. Ob ich den noch lesen will, bin ich wegen meiner überlangen Leseliste, wo jetzt auch noch “Zwei Jahre Nacht” aus der “LeseAuslese” der “Gesellschaft” vom letzten Donnerstag dazugekommen ist, nicht so sicher, so habe ich ihm versprochen, das Buch zu lesen, wenn es Gegenstand des nächsten Seminars ist, obwohl ich da ja wahrscheinlich in meinem doppelten oder dreifachen Buchpreislesen gerade am Ertrinken sein werde und da Stephan Teichgräber mit seinem Skriptum, das er während der Workshops erstellt auch noch nicht fertig ist, haben wir uns ausgemacht, uns auch im Juli, zumindestens in der ersten Woche zu treffen, so daß das Soloworkshop, Stephan Teichgräber hat es “mit hundertprozentiger Psychologenbesetzung” benannt, doch noch nicht abgeschlossen ist, wir heute aber das vierte Kapitel der “Schwestern” beendet haben, das ja ganz dramatisch mit dem Betrug Katharinas endet, worauf sich der Ehemann an die Krim, Katja nach Paris und Dascha in die Provinz zu ihrem Vater begeben wird, wo sie von der Ermordung des Thronfolgers in Sarajevos aus der Zeitung erfahren und der erste Weltkrieg, der in die russische Revolution fünren wird, beginnt.

Das Workshop ist hiermit offenbar noch nicht ganz abgeschlossen, obwohl ich in diesem ja den Schönbrunn-Krimi von Gerhard Loibelsberger, den “November 1918” und die “Sechs Tage im April” gelesen habe.

Interessant und lustig ist es schon mein Literaturstudium bei Stephan Teichgräber in der Spengergasse, das mir neben meinem Schreiben, meinem Lesen und meinem Veranstaltungskalender sehr wichtig ist und jetzt geht es mit der “Schlafenden Sonne”, den “Zwei Jahre Nacht” und dem “Dalvadossi” für den Rest der Woche nach Harland, zu der Schwiegermutter, der Anna und dem Enkelkind, das letzten Samstag im Spital von St. Pölten geboren wurde und jetzt vielleicht schon in Harland ist.

Morgen ist ja ein Feiertag, am Freitag möchte ich einen Recherche-Shpppingtag machen und mit dem Rad zum Traisenpark fahren. Mir dort eine Uhr und Socken kaufen und vielleicht in der “Seedose” einen Kaiserspritzer trinken, obwohl am “Literaturgeflüsterbuch II” ja gar nicht so viel zu recherchieren ist.

Da habe ich jetzt ein Vorwort und ein Inhaltsverzeichnis geschrieben, bin daraufgekommen, daß ich einige der Artikel noch verschieben muß, damit sie zeitlich zueinander passen und dann korrigieren und korrigieren.

Eigentlich sehr spannend sich selbst ein Stück Literaturgeschichte zu erschreiben und das eigene vierzig Jahre erfolgfrei schreiben, sozusagen literaturwissenschaftlich zu erfassen.

Elf Jahre “Literaturgeflüster” wird es ja auch bald zu feiern geben und davor kommt noch der “Bachmann-Preis”, eine Woche in Wien bevor es in die Sommerfrischenwochenenden gehen wird und am elften Juli fangen dann auch die “O Töne” an, wo es schon das Programm gibt, die “Podium-Sommerlesereihe” gibt es auch und, daß ich die Somerfrischenwochenenden für meine Literaturgeschichte bzw. mein Schreibebuch nützen will, habe ich schon geschrieben.

Wann ich wieder auf die Rudolfshöhe gehen will, weiß ich nicht. Am Sonntag werden wir aber, glaube ich, grillen, weil dann die Ingrid kommen soll und am Samstag wird vielleicht auch der Marktbesuch ausfallen, weil der Alfred nach Wien zu den Grünen fahren will, damit sie sich für die nächste Wahl gut aufstellen können und ich werde den heurigen Sommer somit schon mit einem langen Harlander Wochenende beginnen, bevor es noch eine Woche nach Wien und dann in den Sommer geht.

In die Schreibwerkstatt

Ich habe ja die Sommer, als ich mich noch die “richtige Sommerfrische” begeben habe, also Montag, Dienstag meine Praxistage machte und dann nach Harland fuhr meistens mit einer sogenannten Schreibwerkstatt begonnen oder mir auch vorgestellt, daß ich jetzt Stadtschreiberin von St. Pölten wäre und auch einige diesbezügliche Texte verfaßt.

Lesemarathone habe ich da auch manchmal veranstaltet und meistens an einem “Work on Progress” gearbeitet, daß ich dann diesbezüglich geschrieben habe.

Meine Art mich im Literaturbetrieb festzuhalten, von dem ich, seit ich blogge ja vielleicht noch ein wenig weiter draußen bin und vielleicht noch weniger ernst oder wahrgenommen werde, obwohl das natürlich ein Paradoxon ist, weil man ja auf einem oder ein paar Klicks in mein gesamtes literarisches Schaffen oder zumindestens in das das, was seit dem Sommer 2008 passiert ist, eintauchen kann.

Das Interesse daran hält sich in Grenzen, für mich ist mein Blog, der ja demnächst seinen elften Geburtstag hat, sehr wichtig, obwohl ich ihn ja  immer mehr nur für mich betreibe.

Es ist aber eine sehr gute Reflexion über mich, mein Schreiben, die siebenundzwanzig Bücher, die seither, glaube ich, entstanden sind und natürlich über die, die ich lese. Das ist ja ein Vorteil des Bloggen, daß einem die Bücher angeboten werden, ich sie ziemlich ungeniert anfrage und die Bücherschränke gibt es ja seit 2010 auch und die Veranstaltungen, die ich besuche.

Mein Blog ist also der ausdruck meines literarischen Lebens und seit der Alfred in Altersteilzeit ist, als nur Dienstag bis Donnerstag arbeitet, gibt es die klassische Sommerfrische nicht mehr, denn da fahre ich dann im Sommer jede Woche, sonst nur jede zweite oder dritte am Donnerstag nach Harald und komme Montag oder Dienstag früh zurück nach Wien.

Donnerstags erst sehr spät, denn da gibt es in Wien ja die O-Töne, die ich vorher versäumt habe, die aber sehr interessant und wichtig sind, weil man sich da ja ganz gut ausrechnen kann, was dann später auf den Buchpreis und Debutpreislisten stehen wird und Montagabend verlocken auch die Sittl-Sommerlesungen, so daß die Sommerfrische eigentlich keine mehr ist, denn am Freitag will der Alfred meistens, daß ich ihm im Garten helfe, am Samstag fahren wir zum Markt und am Sonntag üblicherweise auf die Rudolfshöhe, so daß für ein wirkliches Eintauchen in eine Schreibwerkstatt eigentlich keine Zeit ist

Das wird heuer vielleicht auch ein bißchen anders und ein Schreibwerkstadtprojekt habe ich dieses Jahr auch, sogar ein monumentales und umfassendes, das weit mehr, als bis in den August, wo wir ja wieder in die Schweiz und diesmal nach Locarno zum Filmfestival fahren werden, dauern wird.

Habe ich doch vorige Woche endlich die erste Korrekturphase der “Magdalena Kirchberg” beendet und nach meinen üblichen Ritualen, wie Fensterputzen oder Bücherräumen bin ich zu meinem nächsten Monsterprojekt, das mich wahrscheinlich mindestens bis Ende des Jahres, wenn nicht noch länger, falls ich es nicht für den “Nanowrimo” unterbrechen, beschäftigen werde.

Habe ich doch vor ein zweites “Literaturgeflüsterbuch” herauszugeben, das sich diesmal mit meinen Schreiben und den siebenundzwanzig Bücher, die seit es den Blog gibt, beschäftigten wird.

Denn irgendwann habe ich ja angefangen, den Blog zum Vermarkten meiner Bücher oder der Vorstellung meines Schreibens zu benützen, daß das nicht funktioniert hat, habe ich schon geschrieben. Das heißt, das Interesse meiner Leser, die sich wahrscheinlich nicht wirklich für mein selbstgemachtes Schreiben, mit den falschen scharfen “ß” interessieren, habe ich nicht geweckt, aber ich habe für mich selbst mein Schreiben reflektiert, die Themen zusammengefaßt und da vorallem im vorigen Jahr im Jubiläumsjahr zehn Jahre  einige diesbezügliche Artikel verfaßt, die ich jetzt in Buchform zusammenfassen möchte, damit man, wenn man es so will, schön alles hintereinander und in einem lesen kann.

Da habe ich dann auch die in der Website erhaltenen Probekapitel der bücher seit der “Radiosonate” und der “Magdalena Kirchberg” zusammengestellt und werde dann im nächsten oder übernächsten Jahr wieder ein sehr dickes Buch haben.

Nämlich eines, das derzeit im Rohtext 269 Seiten und 97.981 Worte hat, die bin ich jetzt dabei durchzusehen. Vorläufig löse ich noch die Verlinkungen auf und schreibe die Buchbeschreibungen aus der Website neu. Dann werde ich mir das ganz ausdrucken und korrigieren und korrigieren, was zwar einerseits leichter sein müßte, da es sich ja schon, um veröffentlichte Texte handelt, ew werden aber, würde ich jetzt einmal schätzen, auch sehr viele Wiederholungen darin sein, von denen ich entscheiden muß, was ich drinnen lassen und was ich verändern muß.

Ein Glossar, um die Namen und die Anspielungen zu verstehen, wenn ich die Verlinkungen weglasse, werde ich vielleicht auch noch brauchen und und und…..

Seit einer Woche gehe ich jetzt schon durch den Text, bin derzeit bei der Hälfte und denke, daß es ein sehr spannendes Projekt ist, das mir Einsicht in mein schon vorhandenes Schreiben gibt und da denke ich wohl, so viel habe ich schon und so genau habe ich das beschrieben und verlinkt und keinem fällt es auf und ist daran interessiert.

Schade eigentlich, es ist aber auch egal, für mich ist es wichtig, habe ich schon oben geschrieben und da wird es auch sicher spannend sein, sich das nächste halbe Jahr oder länger mit meinem Schreiben zu beschäftigen und auf einem Blick ein schönes Stück Literaturgeschichte in der Hand zu haben, obwohl ich mir schon öfter dachte, daß der Vorteil im Blog, die Verlinkungen sind, die im Buch dann wegfallen.

Die Bilder tun es auch. Dafür hat man alles auf einem Blick zusammen und kann, wenn man das möchte, sich in mein literarisches Schaffen einlesen.

Ich weiß nicht, wer und wieviele das möchten, bin jedenfalls gespannt und freue mich sehr auf das nächste, schreiben wir mal, halbe Jahr, wo ich mich intensiver mit meinem Schreiben befassen werde und da habe ich auch vor, nicht nur im Blog, sondern auch in einem eigenen Schreibjournal darauf zu reagieren und zwar habe ich ja kurz nach dem ich mit der “Magdalena” fertiggeworden bin, mir eines der schönen Notizbücher, die ich in meinen Regalen liegen habe, genommen und mir vorgestellt, daß mich die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek bekannt aus der “Absturzgefahr” und der “Pensionsschockdepresseion” ja bei meinem nächsten “Work on progess” begleiten werden.

Das war dann für den nächsten Roman geplant, wo ich ja mit Hilfe der “Heldenreise” oder Jurenka Jurks “Romanfahrplan”, die Geschichte eines Arztes beschreiben will, der einer Psychose wegen seine Berufslaufbahn unterbrechen muß und in einem Cafe sowohl eine literaturinteressiere Obdachlose, als auch die Schauspielschülerin Fräulein No, die dort kellnert, kennenlert.

Das wird  noch ein bißchen dauern, bis ich dazukomme, aber über meine Schreibwerkstattberichte könnte ich ja Buch führen und da könnte ich auch die Fritzi ein bißchen über meine Schultern schauen lassen und vielleicht Notizen über das schon vorhandene oder auch schon das Neue einfließen lassen.

Also das Buch mitnehmen, wenn ich mich in zwei wochen in meine verkürzte Sommerfrische oder verlängerten Wochenenden begeben werde und das Buch vielleicht auch in die Handtasche stecke, wenn ich vielleicht doch längere oder kürzere Rechercheschnupperzüge machen.

Da habe ich ja auch gedacht, daß ich mich, wenn mir mal fad ist und nichts weitergeht, damit neben den “Wortschatz” oder anderen Bücherschrank setzen können und aufnotieren, was die Autorin Eja Augustin, die ja wieder einen Roman schreiben will und das nicht so kann, vielleicht erlebt.

Mal sehen, noch bin ich ja noch nicht so weit oder es liegt noch ein Restwochenende vor mir, wo ich den Samstag ja zuerst bei der Regenbogenparade, auf dem Wehrgassen-Straßenfest und dann bei der Besichtigung von Ruths neuer Wohnung verbracht habe, vor mir, wo ich  mein Mankuskript durchgehen kann, dann ein verlängertes Wochenende in Harland, bevor es in den Sommer geht und da folgt diesmal das Bachmannlesen vor meinem elften Geburtstagfest.

Eine Lesung gibt es im Juli auch und Ende August, die Lesung beim “Linken Wort am Volksstimmefest”, wo ich diesmal aus der “Magdalena”, eine der “Maria Mattuschek-Szenen” lesen werde, ich weiß noch nicht genau welche, aber eine wird auch in das “Literaturgeflüsterbuch” über das Schreiben hineinkommen.

Und noch ein Nachsatz für alle, die es interessiert, die kleine Lia wurde Samstagmittag im Universitätsklinikum St. Pölten auf die Welt geholt und sieht derzeit noch ein wenig verschlafen aus.

Büchertag vor Pfingsten

Pfingsten naht, das wir wieder in Harland verbringen werden, ein Radausflug nach Nußdorf an der Traisen ist geplant und am Samstag die Radfahrt in die Stadt zum Markt und Pfingsten, das ich ganz früher noch als Studentin und junge Psychologin in St. Gallen in der Steiermark mit dem “Klub der logischen Denker” verbracht habe, hat auch öfter etwas mit dem Lesen zu tun.

Habe ich doch einmal als sich der Alfred irgendwo befand, einen Lesemarathon gemacht und habe da entweder den ganzen Tag gelesen oder einen Rundgang von einem Bücherschrank zum anderen gemacht.

Heuer hatte ich etwas zeitversetzt etwas Ähnliches vor, denn ich habe es ja am Dienstag geschafft mit etwas Schummeln, also einem eher flüchtigen Korrigierdurchgang die “Magdalena” zu beenden und dem Alfred zur Endkorrektur und Formatierung zu übergeben und da beginnen dann immer meine Rituale.

Als Erstes habe ich einen Artikel geschrieben, in dem ich mich damit befasste, wie mich meine schon vorhandenen Fguren, der Psychiater Theo Hardenberg vielleicht, aber auch die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek mit ihrer Bibbliotherapiegruppe, sowie die pensionierte Bibbliothekarin Lisbeth Hahenpichler durch meinen nächsten Schreibprozeß führen können, aber der wird ja auch im Korrigieren der schon im Blog entstandenen Schreibetexte bestehen.

Die Figurenanalyse habe ich dann am nächsten Tag auch in ein schönes Notizpunkt aufnotiert, das mir, glaube ich, meine Hauptschulfreundin Christa U. zum Geburtstag schenkte und dann habe ich am Mittwoch nach meiner Einuhrstunde schon einen kleinen Shoppinggang zum Bacherpark und die Spengergasse zu Stephans Teichgräbers “Revolutionsworkshop” gemacht, das heißt, ich bin vorher auf die Post gegangen, habe mir Unterwäsche gekauft, ein Eis gegessen und dann eine Stunde lang im Bacherpark im Alexejs Toistoi gelesen.

Eine größere Rechercherunde werde ich wohl erst machen, wenn ich mit dem nächsten Romanprojekt beginne. So habe ich am Donnerstag, was auch schon sehr notwendig war, die Wohnung und die Fenster geputzt und am Freitag wieder einen Büchertag, wie das ja manchmal mache, daß ich mit dem Staubtuch durch meine Bücherberge fahre und mir ansehen, was ich mir so von den Bücherschränken nach Hause getragen habe und lesen sollte, aber noch nicht dazu kommen.

Mit den Rezensionsexemplaren bin ich ja vorerst fertig. Jetzt habe ich im Badezimmer den Bücherstapel von meiner 2019 Bücherliste, die längere, die ja bis ins Jahr 2030 reichte, habe ich inzwischen gelöscht, vor mir.

Also mich einen Tag lang durch meine ungelesenen Bücher zappen, da ein Kapitel, dort eine  Seite lesen und mir Notizen machen, habe ich geplant und es dann doch nicht geschafft, die Bücher anzulesen und auch das Anlegen neuer Leselisten nicht, ich habe mir nur ein paar Booktube Videos angehört und meine Bücherreihen ein wenig durchforstet.

Julia K. Stein, die Schreibtrainerin im Netz, die mich einmal zu einem Webinar eingeladen hat, mir seither ihre Rundbriefe schickt und von der ich vor kurzem auch im Schrank ein Buch gefunden habe, hat mir vor kurzem ein Lese-Journal und ein Referat darüber geschickt, wie man das Lesen effenzieller gestalten kann, in dem man sich ein Bookjournal bastelt, in das man dann alle Bücher einträgt, die man liest und sich seine Notizuen darüber macht. Ein solche Buch habe ich auch schon mal im Schrank gefunden und es mir im Vorjahr auf unseren Schweiz-Urlaub mitgenommen.

Ansonsten befindet sich mein Buchjournal ja im Netz, denn da gibt es ja meine Leseliste, die inzwischen fast nur noch aus den schon gelesenen Büchern, aber das sind ja auch eine ganze Menge und meine Rezensionen beziehungsweise Buchbesprechungen besteht, denn ich schreibe ja über jedes Buch, das ich gelesen habe und ich lese auch alle aus.

Eine Bücherabbrecherin bin ich ja nicht und ich lese auch nur sehr selten parallel, vor einer Woche habe ich ein E-Book und eine Printausgabe parallel gelesen, weil man seinen Computer nicht in die “Alte Schmiede” und auch nicht ins Landesklinikum nach St. Pölten mitnehmen kann und ich den E- Bookreader, den ich habe, eigentlich kaum benütze.

Der Uli, der mich auf seinen Blog inzwischen sperrt, weil ich ihm seiner Meinung nach zuviele unpassende Fragen, wie, wie er das Strache-Video oder, daß die Grünen bei der Europa Wahl so stark gewonnen habe, findet, stelle, meint zwar,  ich würde die Bücher nur sehr flüchtig und oberflächig lesen, aber das stimmt , glaube ich, nicht.

Ich lese eigentlich auch nicht sehr schnell, schaffe keine hundert Seiten in der Stunde, sondern eher fünfzig, streiche mir  sehr viel an, aber natürlich zwei bis drei Bücher pro Woche, sollte ich angesichts meiner Bücherberge doch schaffen und so werde mir für einen Arno Schmidt kein Jahr lang Zeit nehmen, sondern notfalls überfliegen, wenn ich nichts mehr verstehe.

Im Moment lese ich auch sehr lange und langsam am Alexej Toistoi, was daran liegt, daß ich beim “Leidensweg” den Band zwei ausgelassen habe und daher mit  Band drei, wegen der dazwischen liegenden Lücke meine Schwierigkeiten habe.

Bei dem “Lese-Journal”, das sind die sechs Seiten, die man sich bei julia K. Stein ausdrucken kann, kann man sich die Bücher ankreuzen, die man in der nächsten Zeit lesen will, man kann auch seinen Eindruck in Form von eins bis sechs Sternchen wiedergegeben, etwas was ich auch nie mache, ich bewerte keine Bücher, sondern fasse sie zusammen und schreibe ehrlich und offen was mir gefallen hat und was nicht, man kann auch seine Lieblingssätze herausschreiben und sogar das Cover übertragen.

Und natürlich schleppe ich  immer ein Notizbuch herum in das ich mir eintrage, was ich demnächst schreiben will und jetzt habe ich auch eines, wo mich meine Lieblingsfiguren bei meinem übernächsten Buchprojekt begleiten werden, während ich am “Literaturgeflüsterbuch” über mein Schreiben arbeiten werde.

Montagsgeflüster

Heute habe ich eigentlich wieder ins Literaturmuseum zu einer Frederic Morton-Lecture gehen wollen, aber der Alfred will lieber ins Kino, wo es den Film “Inland” spielt, wo es um ehemalige SPÖ-Wähler geht, die inzwischen die FPÖ wählen, also in Zeiten wie diesen, wo gerade innerhalb von zwei Wochen die zweite Regierung angelobt wird, weil es kurz vor der EU-Wahl ein Video gab, das zum Rücktritt von Vizekanzler Strache führte, dann wurde Innenminister Kikl abgelöst, worauf die gesamte FPÖ-Regierung zurücktratt und es am Montag nach der EU-Wahl einen Mißbtrauensantrag an die Regierung sowie Kanzler Kurz gab, während wir am Donnerstag zuerst in den Museen und dann am Ballhausplatz auf der Demo waren, hat  Bundespräsident van der Bellen, eine neue Experten-Bundeskanzlerin angelobt, die jetzt ihr Übergangsteam zusammen hat und es gibt schon Spekulationen, daß die Grünen nach der Neuwahl im September oder so, der Termin steht noch nicht fest und da habe ich mich mit dem Alfred am Donnerstag sehr gestritten, weil der meinte, daß es gar nicht fix sei, daß es Neuwahlen gäbe, weil manche aus taktischen Gründen, die Expertenregierung länger im Amt haben wollen, ich will das nicht und denke, daß der Film ganz interessant sein wird, obwohl er mir wahrscheinlich nicht so viele neue Erkenntnisse bringen wird und eine Vorlesung zur Literatur über Frederic Morton, dessen “Eigkeitsgasse”, ja, das erste “Eine Stadt-ein Buch” Exemplar war, so daß ich den 2015 in Wien verstorbenen Schriftsteller, den ich, glaube ich, anläßlich der Aktion auch gesehen habe, kennenlernen und lesen konnte.

Es gibt aber sicher einiges zu flüstern, was ich in den Turbulenzen der letzten Tage und Wochen vergessen habe und nicht dazugekommen bin.

Am Dienstag nach Ostern ist ja mein Gips heruntergekommen, so daß ich wenn auch Anfangs und vielleicht auch noch immer ein wenig mühsam, wieder zu Veranstaltungen gehen konnte.

Der Alfred ist gleich am nächsten Tag mit dem Karli auf große Kuba-Reise gegangen und vor zwei Wochen, als Österreich gerade von dem “Ibiza-Video” erschüttert wurde, wieder zurückgekommen.

Dazwischen hat es unseren zweiten Spaziergang im öffentlichen Raum, der eigentlich eine U-Bahnfahrt war, gegeben, der von der VHS initiierte ist ja  ausgefallen, meine Lesung aus der “Unsichtbaren Frau” hat es im Republikanischen Club mit nur sehr wenig Zuhörern gegeben, was ich eigentlich sehr schade finde, denn es ist ja ein sehr schönes und jetzt sehr aktuelles Buch, dafür wird es am 16. 7. im Cafe Westend eine kürzere Lesung draus geben und als ich vor zwei Wochen bei“Krit-Lit” war und mich da länger mit Gernot Rgger unterhalten habe, hat mir der die heurigen “Bachmann-Leser” auf seinem Handy gezeigt.

Daß die bekanntgegeben wurden, ist mir offenbar entgangen und der “Bachmann-Preis” wird heuer wieder eine Woche früher, also ende Juni, wie das früher war, stattfinden.

Es lesen fünf oder sechs Österreicher hat mir Gernot Ragger gesagt, darunter sind mir Sarah Wipauer, die meinen Blog eine Zeit lang verfolgte und Lukas Meschik von dem ich schon was gelesen habe bekannt, die anderen Auserwählten nicht so sehr.

Das heißt von Birgit Birnbacher habe ich auch schon was gelesen und sie war auch sowohl für den Blogglerdebutpreis als auch für den “Alpha” nominiert. Sonst stehen noch Ines birkhan, die ich vielleicht vom Sehen kennen könnte, Leander Fischer und Julia Jost als Österreicher auf der Liste, die ich, wie alle anderen Autoren erst kennenlernen muß, also sehr spannend, obwohl leider weit weg von mir, denn ich befinde mich ja sehr Abseits vom Literaturbetrieb und streite inzwischen eher mit dem Uli auf seinem Blog über die Politik herum, als daß ich hier einen ernsthaften literarischen Diskurs führte.

Schade, kann man aber nichts machen, die Politik ist aber auch interessant, beziehungsweise bedenklich und sonst war ich gestern mit dem Alfi wieder auf der Mostalm, zweimal auf der Demo und was die Literatur betrifft, korrigiere ich immer noch an der “Magdalena Kirchberg” herum und scheine nicht und nicht damit fertig zu werden, was vielleicht auch etwas bedeutet, daß das nicht zu gehen scheint, weil ich mir dann immer denke “Soll so sein, es müßte aber von außen etwas kommen, was ermutigt und neuen Schwung und neue Richtug gibt!”

Aber da kommt ja nichts und, wenn ich endlich damit fertig bin,  ist vielleicht schon Sommer und ich in der Sommerfrische oder die ist vielleicht auch schon wieder aus, will ich ja ein neues “Literaturgeflüsterbuch mit meinen Texten übers Schreiben” erstellen und dann was Neues schreiben, aber was, ich habe zwar schon eine Idee, finde sie aber inzwischen nicht mehr so interessant und schwanke zwischen dem “Das wird ja nichts!” und “Ich bin schon ausgeschrieben!”, weil ich ja in meinen über vierzig selbstgemachten Büchern schon wirklich alles angeschrieben habe.”

Trotzdem hat mir das “Literaturgeflüster” literarisches Selbstbewußtsein gebracht, ich habe mir eine “Wikidpedia-Seite” erstellt und jetzt da alle meine Bücher drinnen, die die mir ein paar jahre ja herausgestrichen haben, weil, “Selbstgemachtes, nein das wollen wir nicht!”

Das hat sich inzwischen, wie ich immer schreibe, zwar sehr geändert, es schreiben jetzt wahrscheinlich wirklich alle Leute, die das wollen und stellen ihre Bücher bei “Amazon” ein, angebich liegen die dann auch ganz vorne im Ranking, was mich immer noch ein wenig wundert, weil die Leute auch viel weniger lesen, in den Literaturbetrieb und auf Buchpreislisten, was für mich interessant wäre, kommt man damit aber, glaube ich, noch immer nicht und auf meinen Blog, wo ich meine Bücher, glaube ich, gut vorstelle, dümple ich damit nur dahin.

Soll so sein und macht auch nicht wirklich was, auf mein Selbstbewußtsein drückt es dich dann aber doch wieder aus, obwohl ich zu mir und meinem Schreiben stehe und denke macht ja nichts, wenn das niemanden interessiert, aber ein bißchen schade ist es natürlich doch.

Dann bleibt dann nur das Lesen über und seit ich Rezensionsexemplare bekomme und es die “Bücherschränke” gibt, türmen sich bei mir die Bücher,  komme mit dem Lesen nicht mehr nach und würde es auch nicht schaffen, wenn ich ein zehn Mal so langes Leben hätte.

Da würde ich ganz gerne, wenn ich mit dem Korrigieren fertig bin, wieder einen Büchertag machen und einen Artikel darüber schreiben, beziehungweise meine Leseliste vielleicht wieder ein bißchen auffrischen. Mal sehen, wann und wie das wird, weil sich meinLeseenthusiasmus auch ein wenig verdümpelt hat und ich mir jetzt auch öfter denke, wozu soll ich das lesen, die anderen tun das bei mir ja auch nicht?

ich lese aber inzwischen Tolstois “Leidensweg”, erster Teil und finde das ganz interessant, den ersten Weltkrieg auch von der anderen, der russischen Seite, kennenzulernen und werde im Juni, weil jetzt keine oder weniger Rezensionsexemplare kommen, mich an meine “Backlist” machen, die ja sehr interessante Schmankeln hat.

Das also zu meinem literarischen Alltag oder meinen “Literaturgeflüster”, wo es ja auch Eniges jenseits des Veranstaltungskalender zu vermelden gibt.

Im sommer wird es wahrscheinlich wieder die “O-Töne” geben, da habe ich aber noch kein Programm gefunden und die Cafe Prückl- Sommerlesereihe, wo ich leider keinen Termin bekommen habe, obwohl ich mich bei Birgit Schwaner darum beworben habe, Christa Nebenführ, die das früher machte, war ja von meinem realistischen Schreiben nicht so begeistert und hat mir das auch sehr direkt gesagt,  nun ja, nun ja, auch das realistische Schreiben ist wichtig und ein bißchen Anerkennung drum herum wahrscheinlich auch. Und das Enkelkind wird wohl auch bald kommen, am neunten wäre der Geburtstermin und da ist ja Pfingsten und da werden wir wieder in Harland sein und nach Nußberg an der Traisen zum Pfingstmarkt radeln, denn das Radfahren ist ja kein Problem, nur das Stiegensteigen nach unten, ist noch ein bißchen schwer, aber das trifft wahrscheinlich auch in den anderen Bereichen so zu.

Ausstellungstag und Donnerstagsdemo

Beim Augustin-Hoffest am Freitag hat es ja eine Tombola gegeben, bei der man Museums-beziehungsweise Ausstellungseintrittskarten gewinnen konnte und da wir vier Lose und zwei in der Farbe blau hatten, haben wir dann je zwei Eintrittskarten für die Ausstellung “Überleben am Land”  im “Hundertwasser-Museum” sowie für die Austellung “Hysterical Mining” im Museumsquartier und in der Kunsthalle am Karlsplatz, so daß der Christihimmelsfahrt-Feiertag nach dem ebenfalls sehr bildende Kunst lastigen gestrigen “AS-Besuch” sehr kunstaffin wurde, bis es dann am Abend zur Donnerstagsdemo auf den Ballhausplatz gegangen ist und wir inzwischen eine neue Bundeskanzlerin bekommen haben, die nun bis zur Neuwahl im Herbst eine Expertenregierung bilden soll.

Ursprünglich wäre die Demo schon um vier am Heldenplatz gewesen, dann war aber das Wetter wohl zu schlecht dazu, so ist es um sechs am Ballhausplatz losgegangen und dort war es sehr voll. Gab es ja den Jubel, um den Abgang von Kanzler Kurz zu feiern und außerdem waren die Vengaboys mit ihrem Ibiza-Song angesagt.

Aber zuerst gab es einige Reden, die “Omas” traten wieder auf und die Ungeduldigen schrien schon, “Wir wollen die Vengaboys hören!”

Es gab Transparente, der Alfi hatte wieder seine “Auge-Fahne” da. Auch der Karl war gekommen und am Schluß rieselten die Konfettis und die Riesenbälle auf die Menge. Ich hatte mich inzwischen auf das Deserteurdenkmal zurückgezogen. Es gab eine tolle Partystimmung und auch sonst war am Ring  viel los, gab es da ja noch bis Ende Mai eine Fotoausstellung von Holocaustopfern, “Wider das Vergessen” zu sehen. Vor dem Heldenplatz wurde das Fastenbrechen zelebriert und gleichzeitig eine Mahnwache abgehalten, weil die Portraits, vor denen Blumen lagen und Kerzen brannten, schon dreimal Zerstörungen ausgesetzt waren.

Durch den Untergrund

Ich bin ja eine, wie ich immer schreibe, eine Stadtflaneurin,  die tapfer das U-Bahn und das Straßenbahnennetz und die damit verbundene sehr billige Jahresnetzkarten ganz besonders für die Pensionisten, ignoriert und die Stadt zu Fuß abläuft, weil man dadurch ja herrlich entspannen kann und sich die Welt von links und rechts von oben und auch vielleicht von unten ansehen und beispielsweise auch herausfinden kann, was die Rechten und die Populisten in Wahlkampfzeiten, wie diesen, ja ganz besonders gern behaupten, so bedrohlich ist, daß man sich vor Messerattacken schützen und als Frau allein am Abend und auch schon am Morgen mit Kopftuch, Pfefferspra oder männlicher Begleitung gehen kann.

Mitnichten, nichts davon habe ich gesehen, wenn ich auch am Abend, beispielsweise von der “Buch-Wien” in Praternähe nach Hause wandere, den angeblich so gefährlichen Praterstern durchquere oder mich auch in den sogenannten Problembezirken wie Ottakring oder Rudolfsheim-Fünhaus herumtreibe, denn ich gehe ja gern durch wien des Abends und des Morgens, nicht umbedingt spazieren, wenn ich nicht gerate für ein kommendes Work on Progress recherchiere, sondern eher zweckgebunden, also beispielsweise zum Begräbnis der Elfriede Gerstl oder Friedl Hofbauer auf den Zentralfriedhof, eine sehr lange Strecke, wie ich für nicht Ortskundige gleich anmerke, von oder zur “Buch-Wien” im November und fast täglich in die “Alte Schmiede”, Literaturhaus, “Gesellschaft für Lteratur”, Hauptbücherei, etcetera.

Peanuts also, weil sehr kleine Strecken und das Flanieren bildet, schärft den Blick. Man nimmt Stimmungen auf, bekommt impressionen für das nächste Werk, etcetera.

Ganz abgesehen davon, daß es auch sehr gesund ist, sich zu bewegen, eine der fünf oder was auch immer Säulen sich vor herzinfarkt, Demenz, Bluthochdruck, etcetera zu schützen.

Also ich bin eine, wie die, die mich kennen, wissen werden, Zufußgeherin,  und eine, die das öffentliche Straßennetz, die U Bahn und die anderen Öffis nur nützt, wenn sie muß, weil sie beispielsweise nach einer sechs Uhr Stunde noch immer einigermaßen pünklich in die “Alte Schmiede”, “Gesellschaft für Literatur”, etcetera kommen will.

So weit und what und seit dem zehnten März leider nicht mehr so ganz so gültig, denn da habe ich mich ja mit dem Alfred zu unserer, wenn wir in Harland sind, sonntäglichen Rad und Spaziertour auf die Rudolfshöe aufgemacht, bin am Rückweg ausgerutscht und drei Tage Landeskrankenhaus, wo ich in einem solchen schon fast sechzig Jahre nicht mehr als Patientin war, sechs Wochen Gips und obwohl der Fuß voll belastbar, trotzdem ein Veranstaltungsstop, sechs Wochen Pause vom Literaturbetrieb und außer zu “Literatur und Wein”, mit der Anna Geburtstagsessen und einmal ins Kino,  nur in der Praxiswohnung, ins Spital zur Kontrolle und auf die Bank, um die Zahlscheine aufzugeben und die Kontoauszüge abzuheben, gegangen.

So weit, so what und auch nicht mehr ganz aktuell, denn der Gips ist ja nach Ostern heruntergekommen, die begutachtende Ärztin zufrieden “Viel bewegen und viel eincremen!”, gesagt und  wieder hinein in den Veranstaltungsbetrieb.

Gleich am selben Tag mit der Hofburg und dem “Bruno Kreisky-Preis”, auf Betreiben des Alfreds zwar mit einem Taxi begonnen und die nächsten Tage soviel Abendstunden, daß es mit dem Veranstaltungsprogramm erst am Freitag darauf weitergehen konnte und da hätte eigentlich unser  literarischer Spazierung zur “Kunst im öffentlichen Raum” durch den Neunten stattfinden sollte und da habe ich schon beim Telefonat mit der Ruth gedacht, daß ich nicht ganz sicher bin, ob ich das schaffe, denn von der Idylle am Zimmermannplatz war bis zur Straßenbahn doch ein größeres Stück zu gehen.

Die Probe fiel aus, wie der gesamte Spaziergang, weil zu wenig daran interessierte Teilnehmer, es war aber gleichzeitig Bloggertag bei “Books 4life” und “Rund um die Burg” und so bin ich am “Wortschatz” vorüber zum 13 A gehumpelt, denn die nächste Zeit Öffis ganz klar.

Man muß ja nichts übertreiben, es geht auch nicht anderes und der Alfred hat mir auch, bevor er mit dem Karli nach <kuba abgeflogen ist, einen haufen Fahrscheine in die Hand gedrückt, die ich derzeit auch en masse gebrauche.

Denn der Fuß ist ja noch ein wenig angeschwollen und besonders das Stiegensteigen nach unten ist nicht so einfach. Es gibt aber U-bahn und Straßenbahnen, obwohl ich daraufgekommen bin, daß es, weil ich die ja bisher eher verweigerte, erst herausfinden mußte, wie ich zu meinen gewohnten Zeilen  mit den Öffis komme.

So bin ich bei “Rund um die Burg” vielleicht auch deshalb früher weggegangen, weil ich nicht so sicher war, wie das mit den Straßenbahnen ist und ich mit keinen Taxi fahren wollte und als ich es am Montag darauf wieder mit dem Literaturhaus probierte, mußte ich herausfinden, daß das nicht so leicht öffentlich zu erreichen ist, weil trotzdem etwas zu gehen und der 13 A wegen der Fußgängerzohne auf der Mariahilferstraße auch einen großen Umweg fährt.

Am Dienstag darauf war unser zweiter “Öffentlicher Kunst Spaziergang”, der eigentlich eine einzige U3 Fahrt mit Unterbrechungen war und daher, Stiegen, Rolltreppen, Lifte und, wo sich die befinden, mußte die bisher öffentliche Verkehrsmittel Verweigerin erst herausfinden und manchmal muß man doch die Stiegen hinunter, weil es die Rolltreppe nur in der anderen Richtung gibt.

Ein Bravourstück des Gehens, also am Dienstag vor einer Woche, das dann zu dem Entschluß führte, es am darauffolgenden ersten Mai, der Uli wird sich freuen, doch nicht mit dem Maiaufmarsch, wie ich es eigentlich wollte, zu versuchen, sondern brav zu Haus zu bleiben und meine Abreechnung, was ja auch sein mußte, zu machen.

Dafür am Donnerstag wieder ein Öffitag, weil eine Fortbildungsveranstaltung bei der WGKK am Wienerberg und wie komme ich dahin?

Zu Fuß kein Problem. Die Triesterstraße hinunter bin ich da schon mehrmals gegangen und es waren immer sehr angenehme Flaneurerlebnisse, aber mit den Öffis?

Nachgegooglet und recht lang gebraucht, obwohl ich es schon wußte, weil ich  schon einmal ausprobiert, daß es von der Meidlinger Hauptsptraße einen Bus dorthin gibt.

Also bis zur U4-Station Kettenbrückegasse hinuntergehumpelt, weil die Station Pilgramgasse, wo ich mit dem 13 A fahren könnte, durch den U- Bahnausbau bis auf weiteres gesperrt ist. Mit dem Lift zum Perron gefahren und die ersten Erfahrungen gemacht, wer diesen benützt.

Ältere Menschen und junge Frauen mit Hunden scheinen die bevorzugten Benützer zu sein, wie auch auf den Pickerl darauf angeschrieben steht, daß der lift für Gehbehinderte, Alte und Kinderwägen reserviert ist.

In den 63 A bin ich dann gleich einmal falsch eingestiegen und war schon fast beim Südwestfriedhof bis ich daraufgekommen bin, daß da etwas nicht stimmen kann. Also ausgestiegen und zurückgefahren. Aber macht ja nichts, denn es war ein schöner Tag und eine schöne Gegend. Obwohl ich  in den Festsaal der WGK im zehnten Stock, auch mit Lift natürlich, etwas zu spät gekommen bin.

Danach wollte ich in die “Alte Schmiede” und hatte die Wahl herauszufinden, ob die Zufahrt über Schweden- oder Stephansplatz günstiger, das heißt, kürzer ist?

Ich habe beides ausprobiert. Also zuerst Schwedenplatz, weil ich mich schon in der U-4 befunden habe und bin danach mit einer älteren Stammbesucherin, die eine Krücke benützte, zum Stephansplatz gegangen, weil ich noch auf die Bank mußte, um einige Zahlscheine einzuzahlen und es die schöne Bank gleich neben mir auf der Margaretenstraße, wo ich auch meinen Bankfreund hatte, nicht mehr gibt.

Also auch an diesem Tag sehr viel U-Bahn gefahren, Hinauf- und Hinuntergehumpelt und das U-Bahnleben, das ja seit sie die Junkies von der Station Karlsplatz vertrieben haben, derzeit von einigen Obdachlosen belebt zu sein scheint und sonst bevorzugt mit dem 57 A von der Oper bis zur Ziegelofengasse, obwohl man da auch ein Stückchen gehen muß und in die andere richtung ein größeres bis zur Schönbrunnerstraße und das war sehr wichtig herauszufinden, wie ich es machen will, als ich gestern statt in den “Republikanischen Club” oder in die “AS”, wo es auch tolle Veranstaltungen gegeben hat, doch in die “Gesellschaft” wollte, in die ich, auch wenn ich eine sechsUhr Stunde habe, meist zurecht klomme, wenn ich zu Fuß hingehe, da die  ja erst eine Viertelstunde später beginnen. Aber wie komme ich mit den Öffis hin?

Sehr umständlich und da bin ich zu Fuß wahrscheinlich schneller. Aber derzeit geht das nicht und eine sechs Uhr Stunde hatte ich auch.

Also hatte ich mich zu entscheiden, ob ich mit dem Bus zum Karlsplatz fahre oder, weil es schneller ist, zur U 4 hinunterhumpel und dann zweimal umsteige. Zuerst am Karlsplatz in die U1 zum Stephansplatz und dann mit der U3 bis zur Herrengasse, auch eine Station, was ich bisher noch nie machte und daher auch nicht sicher war, wo ich da ankommen werde?

Es ist sehr gut gegangen und ich bin auch, wieder mit einer Liftpremiere, nur ein bißchen zu spät gekommen und  am Rückweg nur zweimal U-Bahn. nämlich mit der U3 zum Stephansplatz und mit der U1 zum Karlsplatz und dann mit derm Bus bis zur Ziegelofengasse gefahren und den kleinen Umweg zum “Wortschatz” ließ ich meines Fußes wegen aus.

Am Montag, als ich im Literaturmuseum war und vorher die Kärntnerstraße bis zur Bank am Stephansplatz hinunterhumpelte, weil ich für den Alfred den Besen, den er sich beim “Blindenverband” bestellte und den ich für ihn auch eine Woche vorher von einem “Paket-Shop” auf der Reinpreichtsdorferstraße abholte, obwohl ich am Tag der Zustellung ganz sicher in meiner Praxis war und da auch immer aufmache, wenn es läutet, zu bezahlen hatte, habe ich den Umweg gemacht.

Der Fuß hat dann gejuckt, ich habe aber Isabella Straubs “Das Fest des Windrads”, ein Buch, das ich schon immer haben wollte, im “Wortschatz” gefunden und die  U- Bahn Rückfahrt am Dienstag war auch interessant, denn die Stationen sehr voll, so daß ich auf der Rolltreppe fast Platzangst bekommen habe. Drängten sich doch auf einmal hunderte italienisch sprechende Schüler, alle mit Anzug  und Krawatte und die Mädchen in einem festlichen Kleid bekleidet von einer Klosterschwester darauf, so daß ich mich “ein wenig fremd in meiner Heimat-U-Bahnstation fühlte”, obwohl man hier höchstens von von einem “Schüleraustausch” sprechen kann und ich im meiner vierten Hauptschulklasse mit dem selbstgenähten Dirndl auch vier Tage von meiner Lehrerin durch Salzburg und das Salzkammergut geleitet wurde.

Die Stadt  also sehr voll und die U-Bahnstationen sehr belebt und das Hinauf- und Hinunter bin ich schon gewohnt, weiß, wie ich mit den Öffis in die “Alte Schmiede”, ins Literaturhaus und in die “Gesellschaft” komme, weiß vielleicht auch, wo sich die Lifts befinden und, wo man trotzdem ein Stückchen, die Stiege hinunterhumpeln muß. Das Geldtascherl mit den Fahrscheinen ist noch voll gefüllt.

Die Idee mir eine günstige Pensionstenjahresnetztkarte zuzulegen, wurde mir bei unserem U- Bahn-Spaziergang beim anschließenden Umtrunk im Cafe Raimund auch nahegelegt.

Ich warte aber lieber trotzdem noch ein bißchen, bis die Schwellung abgeklungen ist und trainiere inzischen moderat, denn ich bin ja eine Stadtflaneurin und will das wieder werden, obwohl das U-Bahngeschehen und das Leben und Treiben im U- Bahnuntergrund für das literarische Schreiben sicher auch nicht so uninteressant ist.

Gips ab zum Welttag des Buches und Bruno Kreisky-Preis für das politische Buch

Der Gips den ich mir am zehnten März wegen eines Sprunggelenkbruches am linken Knöchel zugegzogen habe, ist heute hinuntergekommen und eigentlich war es trotz der sechswöchigen Umhüllung und der damit verbundenen eingeschränkten Mobilität nicht so arg.

Alternativtext

Sonja Kato

Alternativtext

Gerhard Schmid

Ich war ja drei Tage im Krankenhaus St. Pölten, habe dann gleich wieder meine Stunden gemacht, bin aber die meiste Zeit zu hause geblieben, nur die Woche darauf im Filmcasino zur “Rocky Horror Picture Show” und zu den meist am Freitag stattfindenden Kontrollen und Gipswechsel im Krankenhaus.

Schmerzen eigentlich nur wenig, so daß ich dann mit dem Alfred schon bei der “Literatur und Wein” in Krems und Göttweig war.

Die anderen Veranstaltungen habe ich eher ausgelassen, dafür gelesen und gelesen und auch ein eher ruhiges Osterwochenende in Harland verbracht. Eines das fast an mir vorbei gegangen wäre, denn am Gründonnerstag gab es keinen Bärlauch mit Spiegelei und auch keinen Spinat. Da sind wir  nach Harland gefahren. Der Alfred hat am Freitag und am Samstag eingekauft und eingekauft, war mit seiner Mutter bei der Fußpflege und im Bootshaus essen, hat mir auch den gewünschten Lindt-Osterhasen mitgebracht und ein Ei hat es auch gegeben. Die hat irgendwer bei den Wiener Linien an die Fahrer verteilt und weil der Alfred daneben gestanden ist, hat er auch eines abgekommen, obwohl in der Wiener U- Bahn das Betteln , das Musizieren und das Essen verboten ist. Ostereier verteilen vielleicht auch oder es gibt da eine diesbezügliche Ausnahme.

Am Sonntag sollten eigentlich die Kloimsteins zum Grillen kommen, das Wetter war ja herrlich und schön, die hatten sich aber einen Infekt zugezogen, so haben wir allein gegrillt und mit der Heimhelferin der Oma gegessen.

Und am Montag sind wir nicht mit dem Rad, sondern mit dem Auto nach Traismauer zum Donaugasthaus gefahren, dort habe ich griechisches Hendl und griechische Erdbeeren, wie es eigentlich immer mache, wenn wir zu Ostern dort sind, gegessen und  sind noch ein bißchen nach Melk gefahren und haben uns die Donau, den Frühling und die schöne Gegend angeschaut.

Alternativtext

Maria Maltschnig, Dieter Bandhauer

Alternativtext

Hannes Swoboda

Die zweite vierundzwanzig Stundenbetreuerin, die inzwischen gekommen ist, hat uns auch kleine Lindt-Hasen und selbstgefärbte Ostereier gebracht und Warnungen, wie es mir gehen wird, nach dem der Gips hinunter ist, habe ich auch genug bekommen.

Da es dann erst recht weh tun würde, die Muskeln geschwunden wäre, ich weiter die Krücken, Physiotherapie und eine Reha brauchen würde, etcetera.

Scheint hoffentlich halb so schlimm zu sein. Jedenfalls bin ich wieder in Wien. Wir waren schon im “Waldviertlerhof” essen. Spargel mit Schinken, auch ein österliches Essen, weil es dort wegen Umbaus derzeit keine Menus gibt. Dann bin ich zum ersten Mal seit sechs Wochen wieder zum Bücherschrank gegangen.

Das mußte sein und ist ohnehin gleich in der Näche, denn der 23. April ist ja ein besonderer Tag, nämlich “Welttag des Buches” und da soll man sich ja was zum Lesen holen.

Im “Wortschatz” kann ich gleich vermelden hat es Paulus Hochgatterers “Caretta Caretta” gegeben, wo ich noch nachschauen muß, ob ich das nicht vielleicht schon habe und ein Buch von Felix Salten aus dem Jahr 1959 das “Perri” heißt, das habe ich, glaube ich, noch nicht und der Hauptverband hat da ja auch immer ein Geschenk für seine Kunden, das man sich in ausgewählten Buchhandlungen abholen kann.

Eine anthologie, die zum zweiten Mal aus den ersten zehn Seiten von dreizehn Romanen meist jüngerer Autoren und Autorinnen besteht.

Im letzten Jahr habe ich mir das Buch auch geholt und festgestellt, daß ich das meiste davon schon gelesen oder bei einer Veranstaltung gehört habe.

Diesmal  ist es nicht so schlimm oder nicht so gut, aber die drei Debuts von der vorigen österreichischen Buchpreisliste habe ich gelesen. Eines nur als E-Book, die anderen beiden so.

Alternativtext

Richard Sennet

Yara Lees “Als ob man sich auf hoher See befände” habe ich bei den O- Tönen gehört. Eva Lugauers “Und am Ende stehlen wir Zitronen” habe ich mir im vorigen Jahr aus Leipzig mitgebracht. Barbara Riegers “Bis ans Ende Marie” war auch bei den O-Tönen und ich habe es auch gelesen. Mario Wurmitzers “Im Inneren des Klaviers” habe ich in der Seedosen Telefonzelle gefunden und muß von mir noch gelesen werden und die Bücher von Michael Vögel, Andreas Kump, Marion Guerro, Claudia Sammer und Malte Borsdorf sagen mir gar nichts und müßen von mir noch entdeckt werden. Marco Dinics Debut “Die guten Tage”, habe ich ein bißchen beim Leipzig Surfen kennengelernt, war er doch am “Blauen Sofa” und ich lese gerade Joel Dickers “Das Verschwinden der Stephanie Mailer und habe über Ostern Lisa Kränzlers “Coming of Carlo” glesen und mir eben die vier “Kremayr und Scheriau-Herbstneuerscheinungen” bestellt.

Ob Anna Jeller wieder ihre Leseexemplare schön verpackt in der Auslange liegen hat, habe ich noch nicht herausgekommen, weil es mir dann doch, da der Fuß leicht geschwollen, zu anstrengend war, auch noch dorthin zu humpeln.

Ich habe aber den Alfred ausgeschickt und auch vor mit ihm noch zur Preisverleihung des politischen Buches, den sogenannten “Bruno Kreisky Preis” am Abend in die Hofburg zu gehen, beziehungsweise mit dem Taxi bis zum Josefplatz zu fahren.

Da war ich schon länger nicht und bin irgendwie auch aus dem Verteiler herausgefallen und dann mußte man sich jetzt anmelden und weil die Veranstaltung im Parlamentsausweichquartier, durch die Sicherheitskontrollen gehen, wo meine fünf oder sieben Schrauben im Knöchel gar nicht aufgefallen sind. dann gabs im Dachfoyer der Hofburg Wein und Gespräche, beispielsweise mit Barbara Eder, mit der ich einmal gemeinsam beim “Volksstimmefest” gelesen habe.

Die Angela und der Josef waren da und den “Bruno Kreisky-Preis” haben heuer Dieter Bandhauer vom “Sonderzahl-Verlag”, der sich, was ich sehr spannend fand, seine Laudatio selber hielt und Richard Sennet bekommen. Für den laudatierte Hannes Swoboda und ich kann anmerken, daß der, als ich 1997 der 1998 beim Straßenfest vor der Szene Margareten gelesen habe, mir einmal das Mikrophon richtete und den “Bruno Kreisky-Preis” oder einen Teil davon haben ich, beziehungsweise der “Milena Verlag” mit der Anthologie “Die Sprache des Widerstands ist alt wie die Welt und ihr Wunsch” bekomme habe.

Jerzt also Richard Sennet, der auf Englisch einen Vortrag hielt und Dieter Bandheuer und eine zweite Veranstaltung wird es auch noch geben, aber da werde ich wahrscheinlich nicht hingehen.

In die Karwoche

Die Karwoche ist angebrochen, die für mich immer eine besondere ist, bin ich ja eine Freundin der Rituale und so räume ich zu Weihnachten und zu Ostern immer diverse Dekorationsgegenstände aus dem Keller und baue mir in Wien und Harland immer die Ostereier und die Osternesterln auf dem Fensterbrett oder dem Vorzimmerkästchen auf. In Harland baumlen auch ein paar Osterhasen vom Fensterhacken und ein paar Körbchen sind aufgebaut, in Wien habe ich die Dekorationen unfallbedingt im Keller gelassen und Schokoosterhasen sind bis jetzt auch noch keine zu mir gekommen.

Ein paar Pinzen habe ich in der Fastenzeit zum Frühstück gegessen, Bärlauch  nur den, der noch vom Vorjahr in der Tiefkühltruhe war, denn den ich vor fünf Wochen von der Rudolfshöhe kommend, plücken wollen,  die diesbezüglichen Plastiktaschen schon auf das Rad gepackt, konnte ich ja nicht mehr ernten, habe ich jetzt schon fünf Wochen einen Gips und werde den noch eine Woche haben.

Am Osterdienstag kommt er dann hinunter, wie es dann wird, werde ich sehen und den Osterspaziergang der Litges, der diesmal schon eine Woche früher, nämlich am Palmsamstag war, habe ich auch versäumt.

Hätte das aber ohnehin, weil ja zeitgleich das “Literatur und Wein Festival” in Krems und Göttweig stattfand, zu dem wir ja Karten hatten. Das habe ich  besucht, weil man da ja mit dem Auto bis vor das Literaturhaus fahren konnte und nur in Göttweig ein paar Stiegen steigen mußte.

Den Osterspaziergang um den Viehofener See, bei dem ich die letzten Jahre war und immer einen eigenen Text dabei vorgelesen habe, aber diesmal ausgelassen, alles ändert sich und auch Eva Riebler war diesmal nicht dort, wie sie uns sagte, als wir sie vor ein paar Wochen zufällig  auf der Rudolfshöhe trafen.

Ich war seit dem Unfall vier Wochen nur am Freitag in  Harland, wenn ich bei den Kontrollen im LKH St. Pölten war, dann sind wir immer nach Wien zurückgefahren. Dieses Wochenende sind wir aber in Harland geblieben und von dort nach Krems und Göttweig gefahren.

Am Montag fahren wir dann wieder nach Wien, wo wir bis Donnerstag bleiben, ich meine Stunden mache und auch zu keine Veranstaltungen gehen werde, aber in der Karwoche sind die erfahrungsgemäß ohnehin eher knapp und da bin ich in den letzten Jahren eher zum Musikprogramm in die AS gegangen, weil es keine andere Alternative gab.

Am Dienstag werden wir mit der Anna, die ja am vierzehnten April ihren fünfunddreißigsten Geburtstag hatte, wieder in die “Hollerei” essen gehen, da wollte ich ja eigentlich mit dem Rad hinfahren, was genauso wie das Radfahren, ab Karfreitag Richtung Wilhelmsburg, Herzogenburg oder Traismauer ausfallen wird. Alfred will aber am Ostersonntag grillen und dazu die Doris Kloimstein einladen, die mich  ja  im Spital besucht  hat und mir was zum Lesen mitbrachte und am Montag fahren wir vielleicht mit dem Auto ins Donaugasthaus nach Traismauer, da sollte eigentlich der Gips herunter, wurde aber, weil ein Feiertag auf den Dienstag verschoben und ansonsten habe ich inzwischen auch schon ein Osterei in der Harlander Küche liegen und ein kleinerer oder größerer “Lindt-Osterhase”, kommt, wie in den letzten Jahren vielleicht auch noch dazu.

Samstag-Geplauder

Solange es hier noch keine Veranstaltungen, sondern nur Buchbesprechungen gibt, kommt einmal in der Woche der Zustandsbericht und da hat sich seit dem letzten noch nicht viel geändert.

In der Praxis-Wohnung hin- und herhumpeln, meine Stunden machen, sehr viel lesen, was kein Problem ist, denn die Leseliste mit den Neuerscheinungen und den Back-ups ist ja sehr lang.

Kein Bücherschrank, auch kein wirkliches Problem, eher ein ideelles und da war ich zwar schon vor fast drei Wochen im Film-Casino und hätte mir vorher auch gedacht, daß ich beim Rückweg  die paar Meter zum Schrank machen könnte, war mir aber dann doch zu viel.

Aber, wie das ja öfter ist, wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg…, in diesem Fall ich über meine Google-Einträge zu Instragram und da zu Elisabeth von “Leselustfrust”, die ich ja 2009 durch das Googlen kennenlernte, merkte da ist eine Bloggerin, die sehr viel und sehr toll bespricht und dann auch noch in meiner  Nähe wohnt und war mit ihr, beziehungsweise  ihren Blog über ein Jahr lang in Kontakt.

Dann hat sie wegen den Rezensionsexemplaren, weil es sie offenbar ärgerte, daß da die anderen Bücher an sich raffen und sie danach fragen, wie man zu solchen kommt,  aufgehört zu bloggen.

Inzwischen wieder damit angefangen, aber die Zeiten haben sich seit 2009 geändert, man schreibt  kürzer und knapper, beziehungsweise postet man ein Bild und schreibt dazu in ein paar Zeilen eine “Instangram Story”.

Ich mache das nicht, bin aber auf meiner Google-Seite darauf gekommen, daß Elisabeth zweimal über mich gepostet hat.

Das erste Mal im Juli zu meinem zehnten Bloggeburtstag. Da hat sie sich  bei mir gemeldet und mir gratuliert. Sie hat den Artikel dann aber auch auf Instagram gestellt und sich gewundert, daß die Blog Community da nicht reagiert, sondern mich so links oder rechts liegen läßt.

Das wndert mich, wie schon öfter geschrieben, auch ein bißchen, kanns mir aber mit meiner nicht immer so perfekten Rechtschreibungen und den Flüchtigkeitsfehlern, da ich ja viel schreibe und mir nicht mehr als einmal die Zeit nehme, darüber zu schauen, den Uli ärgert das auch erklären, mit der allgemeinen Leseunlustst, der Reizüberflutung, vielleicht auch mit meinen mangelnden technischen Kenntnissen, denn ich instagramme, twittere, facebooke, etcetara, ja nicht.

Sei es, wie es sei, mein Blog ist für mich, schreibe ich dann ja immer, freue mich aber, wenn Ilse Kilic liest, daß ich am Weg von der Rudolfsrhöhe gestürzt bin und mir alles Gute wünscht und auch über die anderen, die dann doch hin und wieder lesen, was ich über sie scheibe.

Elisabeth hat aber nicht nur meinen Bloggeburtstag bemerkt, sie ist auch eine eifrige Benützerin des “Wortschatz”, stellt da, glaube ich, mehr als ich hinein und postet dann die Bücher, so daß ich ich mir fast sicher bin, auch schon was von ihr vielleicht nach Hause getragen zu haben.

Vielen Dank dafür, wenn so wäre und einmal hat sie auch was von mir gefunden. Denn ich war ja im Dezember noch so mit meiner Leseliste und dem doppelten Buchpreislesen zugeschüttet, daß ich nicht dazu gekommen bin, wie ich es ja eigentlich wollte, ein neues Adventkalenderfester von der “Nika” in den Blog zu stellen, habe mir dafür aber vorgesnommen, immer, wenn ich zu den Schränken komme, ein Buch sozusagen als Weihnachtsgeschenkt von mir hineinzustellen.

Nicht immer die “Nika”, denn da habe oder hatte ich ja nur fünfzig Exemplare, aber ein paar waren es schon und eines hat, was mich besonders freut, die Elsabeth gefunden und ich freue mich auch über die Rückmeldung, denn es ist ja gut zu wissen, wohin die Bücher kommen.

Ein bißchen kann man dass ja auch ergooglen, so habe ich herausgbekommen, daß eines meiner Bücher, ich stelle ja seit einiger Zeit auch immer eines meiner Neuerscheinungen hinein, auf E-bay gelandet ist und bei einem anderen und das war auch die “Nika” im August, hat mich die Finderin, gleich nach dem ich wieder nach Hause gekommen bin, angerufen und sich bedankt.

Das sind die kleinen Neuigkeiten, die zu mir kommen, die größeren sind vielleicht immer noch die Identitären, beziehungsweise Martin Sellner mit seiner Spende von dem Christchurch-Attentäter, der ist ja eshalb, worüber man eigentlich auch nachdenken und diskutieren kann, derzeit in aller Munde, auf dem “Profil” und dem “Falter- Cover”, war zweimal in der Talkshow bei Wolfgang Fellner und lustig auch zu merken, wie sich die FPÖ nach und nach von ihm distanziert, was ja vielleicht  problematisch werden könnte, wenn sie dann auch ihre identären Wähler verliert, aber das ist  mein geringstes Problem und so gibt es auch einiges Politisches zu beobachten und ansonsten, wie gehabt, an den Freitagen fahre ich nach St. Pölten zur Kontrolle in die Unfallsambulanz. Nach Ostern soll der Gips oder diese Plastikschale hinunterkommen.

Danach fährt der Alfred auch schon bald wieder ein Monat mit dem Karli nach Kuba. Das wird  dann spannend, wie es dann mit den Kontrollen und dem Gehen werden wird?

Dann könnten ja eigentlich wieder die Veranstaltungen folgen, das heißt die werden  wahrscheinlich schon am Donnerstag beginnen, denn da ist ja wieder “Literatur und Wein”, wo wir ja schon dieKarten haben und zum Literaturhaus Krems und zum Stift Göttweig kann man ja mit dem Auto fahren.

Dann beginnen schon die Osterferien, wo schon am Palmsamstag, wo ja zeitgleich “Literatur und Wein” stattfindet, der Osterspaziergang der LitGes ist, aber dort um den See zu humpeln wäre wir wahrscheinlich schon zu anstrengend und danach Gips hinunter und wieder hinein in das Veranstaltungslebn.

Fast vier Wochen habe ich ihn jetzt ja schon und ich muß sagen, es geht mir geigentlich ganz gut damit. Manchmal zwickt oder zwackt es, aber sonst bin ich innerhalb meiner Wohnung eingentlich recht mobil und die Veranstaltungsreduktion kann auch was Gutes haben. Zumindestens kann sie mich zum Nachdenken bringen und zur Frage, wem gehe ich ab, wem fällt es auf, daß ich jetzt vier Wochen nur über das Netz sichtbar bin?

Sehr wenigen natürlich und wer es wissen möchte, so eine Reduktion habe ich schon nach 2000, als es zufälligerweise auch schwarz blau gegeben hat und ich die  “Dora Faust” geschrieben habe.

Da habe ich mir gedacht, ich sollte nicht so viel zu den Veranstaltungen der anderen, die ja auch nicht zu mir kommen, gehen, sondern zu Hause bleiben und intensiver schreiben.

Habe das ein paar Wochen oder Monaten gemacht und bin darauf gekommen, daß ich niemanden abgegangen und auch nicht mehr geschrieben habe, so daß ich  damit aufgehört habe.

Eine kleine Pause kann aber gerade in der Fastenzeit  gut sein und so in diesem Sinne  in die restlichen zwei Wochen, bis das Osterfest und die Wiederauferstehung beginnt und dann gibts auch bald ein paar eigene Veranstaltungen, nämlich die zwei Spaziergänge durch den öffentlichen Raum Ende April und im Mai soll ich ja im Republikanischen Club aus der “Unsichtbaren Frau” lesen und bin da gespannt ob dorthin außer mir und der Veranstalterin jemand kommt, lade aber wieder alle, die das lesen und die “Unsichtbare Frau” kennenlernen möchten, sehr herzlich dazu ein!