Sprache in Corona-Zeiten

Was ist skurril in diesen Zeiten und, wie skurril sind sie, wo wir alle hinter einem Virus herlaufen, um es einzufangen, auszumerzen, eliminieren oder nein, falsch, unrichtig! Nicht genügend setzen! Das dürfen wir ja nicht! Wir müssen schön zu Hause bleiben und uns isolieren! Werden massengetestet, damit wir, wenn wir brav sind, ein halbwegs schönes Weihnachtsfest, natürlich nur mit FFP2-Maske und Handschuhen auf den Fingern unsere Großeltern besuchen dürfen und vor dem Christbaum ein Weihnachtsliedchen singen können.

“Daß das passiert hängt von uns allen ab!”, sagt der Bundeskanzler.

Wenn die Zahlen jetzt nicht endlich sinken, müßen wir die Maßnahmen verschärfen und können nicht stufenweise die Geschäfte öffnen! Natürlich nicht, denn wenn dann alle ab dem sechsten Dezember, wie verrückt die Geschäfte stürmen, um sein Klopapier oder falsch, natürlich, die Adventkränze und die Geschenke für die Kinder einzukaufen? Um das zu verhindern und uns ein halbwegs schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen brauchen wir die Massentest, um die positiv Getesten rechtzeitig zu isolieren.

” Vor allem für die Heiminsaßen wäre das angesagt und wichtig, sie zu schützen!”, sagte er und nickt nachdrücklich mit dem Kopf.

“Gibt es Fragen?”, fragt die Pressesprecherin und die Reporterin erkundigt sich natürlich nach der Freiwilligkeit. Warum immer diese Frage und die Sorge, daß es doch Sanktionen braucht, wenn sich nicht alle freiwillig testen und brav isolieren lassen? Denn mit der Eigenverantwortlichkeit ist das so eine Sache, wie man im Sommer gesehen hat, wo sich alle unvernünftig am Donaukanal drängten!

Werden die Tests freiwillig sein und wird man, wenn man sie verweigert, sein Haus verlassen dürfen oder wird man, wie es in der Slowakei so war, die ja seit der Massentestung wieder schöne Zahlen haben, vierzehn Tage in Quarantäne müssen und gelten nicht vielleicht die, die den Test verweigern automatisch als positiv und wenn sie, wie es das Schicksal will, an einem Unfall sterben oder sich in ihrer Depression, weil sie die Einsamkeit nicht ertragen und nicht wissen, wie es nach der Krise mit ihrem Geschäft weiter geht, die Pulsadern aufschneiden, gelten die dann nicht vielleicht, als Corona-Tote, die an oder mit, aber auf jeden Fall gestorben sind!

“Stop, halt, hör doch auf mit deinen Verschwörungstheorien! Denn die wollen wir nicht hören! Die stören nur und hindern an der Einsicht! Wir ziehen alle doch am selben Strang, wenn wir ein halbwegs schönes Weihnachtsfest und vielleicht auch einen solchen Winterurlaub haben wollen! Denn da gibt es ja ein Skifahrkonzept. Mit der Maske in die Gondel, wo die Fenster offen bleiben und schön brav in Zweierreihen angestellt und bezahlt wird natürlich bargeldlos! Was ist so schlimm daran, sich zum Schutze aller ein wenig einzuschränken und was ist schlimm daran Maske zu tragen? Warum verweigerst du dich da? Schau doch nach Amerika!”, sagt der Reporter, der dort während der Präsidentenwahl weilte

“Da tragen alle Maske!” und schüttelt den Kopf über den Kollegen, der sich darüber mokierte, daß immer mehr Menschen allein im Auto sitzen und eine solche tragen.

Im Auto und im Freien ist die Wirksamkeit nicht erwiesen! Aber wenn sich da die Menschen, um die Punschstände oder um die Würstlbuden drängen! Das muß viel mehr von der Polizei kontrolliert werden, daß die da nicht beinanderstehen und maskenlos ihre Bosna essen und ihren Punsch schlürfen!

“Den Punsch wahrscheinlich nicht, denn der ist nicht erlaubt und wir brauchen Schnelltests für die Altersheime, um die Insaßen zu schützen!”, wiederholt jetzt der Reporter und ich schüttle den Kopf. Denn was ist das für eine Corona-Sprache? Welche Entmenschlichung drückt sie aus?

Was hätte Victor Klemperer dazu gesagt?

Hätte er sich mit dem Isolieren, Absondern, Wegsperren, den Menschenmaßen und den Heimisaßen, die massengetestet werden sollen, abgefunden oder sich, statt der staatlich verordneten Entmündigung mit Abstandhalten, Maskentragen, Handhygiene und brav zu Hause bleiben, um sich und die anderen zu schützen, mehr Selbstentscheidung gewünscht?

“Das ist doch nicht so schwer!”, sagt der Reporter.

“Und unsere einzige Chance! Hör mir auf mit der Herdenimmunität, wie es die Schweden machen, denn die hat nicht funktioniert! Also brav sein Mitmenschen! Zwei Wochen kann man auf ein Buch verzichten! Du hast doch sicher ein Zweitbuch zu Haus und brauchst nicht auf die Straße gehen, das ist doch nicht schwer! Socialdistancing und Kontaktreduktion ist jetzt angesagt! Also denk daran, wenn du ein halbwegs schönes Weihnachtsfest haben willst! Denn sonst müßen wir die Maßnahmen noch einmal verschärfen und ein einzig Unvernünftiger hat zu hundert verlorenen Arbeitsplätze geführt!”, sagt der Reporter streng und ich denke “Lingua corona zwanzigzwanzig! Wegsperren, absondern, isolieren, Heiminsaßen, Zögling,Impfling, Hausarrest! Das muß doch nicht sein und kann auch anders ausgedrückt werden! Da wünsche ich mir ein anderes Sprachemenü! Das wär doch wirklich schön!”

Lockdown und Demos

Die Zahlen steigen und steigen und seit dem Herbstbeginn und der Ampeleinführung hat es eine Verschärfung nach der anderen gegeben, zuerst war es eine freiwillige Maskentragung in allen Geschäften, dann wurde das per Verordnung eingeführt, bei Farbe orange und das war Wien gleich als Erstens galt in der “Gesellschaft für Literatur”, das Maskentragen auch während der Veranstaltung, dann hieß es nur zehn, dann sechs Leute bei privaten Feiern, in Wohnungen kann das offenbar nicht kontrolliert werden und sollte freiwillig eingehalten werden, weil sich die Leute vorwiegend bei privaen Parties treffen, so daß es auf einmal sechshundert postiv Gegeste pro Tag waren, da gibt es jetzt ja Teststraßen, wo sich die Urlaubsrückkehrer testen lassen konnten. In den Schulen wird gegurgelt, so daß es, glaube ich, derzeit über fünfzehntausend Tests täglich gibt und es gab drei Berechnungen, wie sich die Zahlen entwickeln könnten, die schlechteste wäre tausend positiv Getestete pro Tag.

Derzeit sind es aber schon fünftausend und die Spannung stieg. Es kamen die Herbstferien, die es heuer, das erste Mal, glaube ich, zwischen dem Nationalfeiertag bis nach Allerheiligen gibt und da gab es ein Gerücht von Norbert Hofer am dreiundzwanzigsten Oktober kommt der zweite Lockdown.

“Das ist nicht nur eine Ente, sondern ein ganzer Entenstall!”, antwortete Gesundheitsminister Anschober, aber die Zahlen stiegen weiter an, zuerst hieß es, das sind junge Leute, die werden nicht krank und in den Spitäler gibt es nur wenige Hospitalisierte, dann hieß es plötzlich, das KFJ kann keine Covid-Patienten mehr aufnehmen und wenn wir so weitermachen reichen die Spitalskapitzitäten nicht aus.

In den Bundesländern Tirol und Salzburg wurden wegen der Reisewarnungen aus Deutschland, um zweiundzwanzig Uhr geschlossen, in Wien wurde die Registrierungspüflicht eingeführt. Es kam die Wahl und man hörte immer, Deutschland liegt viel besser bei den Zahlen, als in Österreich, deshalb kam es auch zu den Reisewarnungen und am Dienstag hieß es plötzlich Deutschland führt ab nächster Woche den zweiten Lockdown ein, Bayern ist da, glaube ich, schon ein bißchen vorausgeprescht und in einzelnen Orten gab es schon eine Quaratäne.

Wann kommt der neue Lockdown?, wurde gefordert und nun ist es so weit und wurde gerade bei einer Pressekonferenz verkündet und oh Schreck, es ist kein Lockdown light, sondern offenbar ein schwerer, nämlich eine nächtliche Ausgangssperre, nur Kontakt zu einer anderen Familie, Restaurants geschloßen, keine Veranstaltungen und nur Schulen und Geschäfte offen, etcetera und das Ganze offenbar den ganzen November.

Ich habe aber schon geschrieben, daß mir das ohnehin nicht soviel macht, beziehungsweise sich bei mir nicht so viel verändert, da ich ja, weil ich keine Maske trage, ohnehin schon seit längeren nur auf die Bank, zum Postkasten, in Harland radfahren und auf Demos gehe, wenn es welche gibt und ich sie herausbekomme und, daß das mit den Demos etwas schwierig ist, habe ich schon geschrieben, obwohl ich anfangs ganz sicher war, daß ich dort die Leute treffe mit denen ich früher auf den Donnerstagsdemonstrationen war. Aber weit gefehlt, als ich im Mai auf einer war, stand ich ein paar Meter neben Martin Sellner und als in Berlin die Leute im August auf die Straße gingen, hieß es das sind Covidioten, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker und auch sonst ist auf den Domstrationen auf denen ich inzwischen war, manchmal etwas seltsames passiert, so wurde eine Fahne, die wie eine Regenbogenfahne aussah zerrisen, weil das Doppelherz, das darauf war offenbar ein Symbol für Kinderschänder war und dann hieß es, Homosexuelle wären Kinderschänder, was nicht so war, trotzdem war für den einunddreißigsten Oktober eine Großdemonstration geplant.

Andi Pianka hat mich darauf aufmerksam gemacht und nachdem gestern die neuen Lockdownregeln vorabgekündigt wurden, hieß es bei OE 24-TV ständig, daß man diese Covdiotendemo verbieten solle, weil es auch am Nationalfeiertag eine gegeben hatte, bei der ich nicht war, weil der Alfred den Karli eingeladen hat, wo, weil die Demonstranten auch keine Masken tragen wollten, welche verbrannt wurden und es in der Weihburggasse, wo sich die Ärztekammer befindet und dort der kritische Arzt Dr. Eifler, der weil, er formlos Maskenbefreiungsbestätigungen ausgestellt hat, ausgeschloßen wurde, seinen Aussweis eingeworfen hat, sehr eng war, so daß der Mindestabstand, der ja jetzt wieder eingeführt wurde, offenbar nicht eingehalten wurde und man sich jetzt nur mehr mit sechs Personen reffen darf.

Eigentlich habe ich ja nicht gedacht, daß ich auf die Demo gehen gehen kann, weil wir ja nach Harland fahren wollte, dann ist der Alfred aber überraschend mit dem Karl am Dienstag nach Italien gefahren, obwohl es dort ja auch die Lokale um achtzehn Uhr geschloßen werden, also hatte ich Zeit auf den Heldenplatz zu gehen und ein bißchen ein mulmiges Gefühl weil ich ja nicht wußte, was sich dort wieder abspielen würde und auch nicht so genau wußte, wie das mit der Maske ist, aber der Heldenplatz ist groß genug und fünfzehntausend Teilnehmer waren dann auch nicht da, so daß Platz genug war, den Einmeterabstand, wie die Polizei öfter durchsagte, einzuhalten und die Veranstalter die Leute auch aufforderten, weil ja Halloween einen Maskenball zu veranstalten, daß es aber heute keine Halloweenfeiern geben soll, hat der Gesundheitsminister ohnehin öfter erklärt, wie die Leute auch aufgefordert wurden, während der Herbstferien nicht auf Urlaub zu fahren.

Es war auch eine gute Stimmung und für mich überraschen auch Leute, die gar nicht so konservativ aussahen und Themen, die man diskutieren kann, gibt es ja genug. So berichtete, die Pyschologin Elisabeth Mayerweck von den Schwierigkeiten, die Kinder mit dem Maskentragen haben können. Ein Schüler bestätigte das und rief zu einer Telegramgruppe auf. Ein Pfarrer aus Deutschland erzählte von einem Begräbnis, wo, die Angehörigen von ihrer Mutter nicht verabschieden konnten, weil es zuerst hieß, es ist noch nicht so weit und dann war sie schon gestorben.

Gutes Wetter, aber auch sehr viele Polizisten, einer hat ein Bild von einem Elefanten mit der Aufschrift “Einführung der Maskenpflicht” fotografiert, fünf andere, die in einer Gruppe standen, haben von einer Frau ein Madonnenbildchen mit dem Zusatz, daß man das jetzt brauche, überreicht bekommen, was sie auch nahmen.

Die Demo hätte bis neunzehn Uhr gedauert und dann hätte es noch einen Lichtermarsch über die Ringstraße gegeben und morgen gibts auch noch ein Programm, aber da bin ich, weil wir ja nach Harland fahren wollten, gegangen und da sind mir eigentlich viele Halloweenkostüme aufgefallen und die Schanigarten noch geöffnet.

Dann habe ich mir Pressekonferenz angehört mit den neuen Verordnungen angehört, wo es ja dann Schluß mit lustig ist, keine Weihnachtsmärtke, kein Ganslessen und da man sich ja auch nur mit einem Haushalt treffen kann, fällt auch mein Geburtstagfest weg. Jetzt können wir nur hoffen, daß die Zahlen sinken, daß man wenigstens Weihnachgten feiern kann.

Corona-Opfer?

Wer oder was ist ein Corona-Opfer? Das ist in Zeiten, wie diesen wo man ja an oder mit oder ist es umgekehrt an diesem Virus stirbt und man Geschichten hört, daß alle jemals positiv Getesten diese Krankheit in den Totenschein eingetragen bekommen, ganz egal, ob sie an Krebs, an einem Unfall starben oder aus dem Fenster sprangen. Man hört Geschichten, daß Leute das Begräbnis bezahlt bekamen, wenn sie den Toten daran sterben ließen, das erscheint mir ein bißchen unlogisch, denn die Totenscheine werden ja von Ärzten ausgestellt und dann müßten sie das Geld bekommen und auf der anderen Seite hört man von den Kollateralschäden, die viel höher sind, weil im letzten halben Jahr ja die Spitäler und die Intensivstationen für die Carona-Patienten leergehalten wurden, so daß Operationen und Untersuchungen verschoben wurden und sich die Leute aus Angst vor Ansteckung nicht in die Spiäter trauten.

So habe ich beispielsweise von drei Leuten gehört, die in dieser Zeit an einem Schlaganfall verstarben, während ich noch immer keinen Corona- Toten persönlich kenne, nur von zwei jungen in einem Pflegeheim arbeitenden Leuten gehört habe, daß sie postiv infiziert waren und Jonas Lüscher soll ohne Vorerkrankungen einige Zeit im Koma gelegen haben.

Die Zahl der Selbstmorde sollen sich rasant gesteigert haben, in Österreich werden aber nach Erwin Ringel keine Zahlen veröffentlich,t um den Nachahmeeffekt zu hintergehen, vom Anstieg der psychischen Erkrankungen hört man, meine Klienten muß ich dagegen halten, scheinen dieses Virus locker wegzustecken, lebten aber wahrscheinlich schon vorher in einer angespannteren Situation, so daß ihnen die Angstmache und die darum entstandene Hysterie wohl egal war.

Nun ja, nun ja, die Urlauber werden heimgeholt und müssen dann, weil an den Grenzen lückenlos kontrolliert wird, bis fünfzehn Stunden in der Hitze im Stau stehen, die Maskenpflicht soll schon wieder erweitert und auf alle Innenräume ausgedehnt werden und da bin ich schon bei meinem heutigen Glossenthema, denn ich mag das Maskentragen nicht und will mir keine im Supermarkt kaufen, wo dann auf der Packung steht, daß sie leider nicht vor Viren schützen, aber es geht ja, habe ich gehört, um den psychologischen Effekt, damit die Leute nicht zu übermütig werden.

Das bin ich eigentlich ohnehin nicht und außerdem habe ich das Glück so priveligert zu sein, einen einkaufswütigen Mann zu haben, so daß ich schon vorher kaum in die Supermärkte gekommen bin. Eine Stadtflaneurin, also Fußgängerin bin ich auch und war da nur im Vorjahr durch meinen Knöchelbruch etwas behindert, so daß ich damals öfter die Öffis benützen mußte, ob ich wollte oder nicht.

Jetzt geht das wieder und so bin ich sogar schon bis zum Zentralfriedhof zu Fuß gelaufen, nachher taten mir zwar die Füße weh, obwohl ich auf meinen Schreibtisch ja die Taxisgutscheine liegen habe, die Bürgermeister Ludwig an alle über Fünfundsechzig verteilen ließ, aber da man da ja Maske tragen muß, habe ich sie nicht angefordert.

Spazierengehen ist ja gesund, fördert die Arwehrkräfte und dient auch als Thromboseprohylaxe, das haben unsere Politiker während des Lockdown zwar, glaube ich, vergessen, weil sie da ja die Alten aufforderten zu Haus zu bleiben und die Bundesgärten und die Spielplötze versperrt haben.

Aber jetzt darf man ja bevor der zweite Lockdown kommt, hinaus und so war ich ja am Wochenende, ich habe es schon geschrieben mit Alfreds Wandergruppe im Mariazellerland und bin in Richtung Zellerhut und auf die Graualm gewandert.

Mit neuen Schuhen, weil der Alfred meine Knöchel schonen wollte, was aber, weil die noch nicht so gut eingegangen oder vielleicht auch nicht so richtig passen, Blasen auf den Sohlen auslösten, was ich ja an sich wegstecke und ein Pflaster darauf klebe.

Aber am darauffolgenden Montag als wir von Harland nach Wien gekommen sind, waren zwei Postverständigungen im Briefkasten bzw. auf der Pinwand am Gang, daß ich mir Bücher abholen sollte, also nach dem Mittagessen im Waldviertlerhof bis zum Matzleinsdorfer Platz hinaufmarschiert, weil die Post oder die Paketzustelldienste da ja ihre Partner meist in Handieschops, Schneidereien, Weingeschäften, etcetera, hat, auch ein bißchen seltsam und etwas worüber man eine eigene Glosse schreiben könnte, aber ich habe da schon zum ersten Mal gedacht, bezeihungsweise, das schon im Harland zur Vierundzwanzigstundenbetreuerin meiner Schwiegermutter gesagt, daß ich ein bißchen Angst habe, ob ich es am Abend zur Joe Berger- Aufführung ins Weinhaus Sittl schaffe, denn das ist ja auch ein bißchen von der Krongasse entfert.

Normalerweise wäre das zumal, weil der Alfred, als Jahreskartenbesitzer , mit ist, kein Problem, weil mich der ja immer zum Öffi fahren drängte, aber ich ein wenig stur und wie nennt das Oe 24, das ich derzeit ja bevorzugt höre, Maskenanarchistin, nein das tue ich nicht, dazu lasse ich mich nicht zwingen!

Also schon beim Hinweg ein wenig Schwierigkeiten und einen Pflasterwechsel auf einer Bank am Gürtel. Am Rückweg bin ich dann an drei Bücherschränken, wo es auch einige Funde gab, der Alfred hat mir zum Glück meine Tasche getragen, dabei aber selber ein wenig geflucht, nach Hause gehumpelt und mir die Frage gestellt, ob ich nun nicht vielleicht auch ein Corona-Opfer bin?

Natürlich denn ich wäre ja sonst wahrscheinlich schon am Hinweg mit den Öffis gefahren, am Rückweg auf jeden Fall, aber dann werden jetzt meine Kritiker wahrscheinlich sagen, natürlich nicht, denn du mußt ja nicht so stur sein und kannst dich ja, um die anderen zu schützen, in deinen Schal wickeln und wenn du den dann in die Waschmaschine steckst, dann atmetst du das nächste Mal auch keine Viren ein und Allergikerin bist du ja ebenfalls nicht….

Aber trotzdem gut gegangen. Die Blasen sind versorgt, die Füße tun ein bichen weh und weil ich derzeit ja ein wenig langsam beim Lesen bin und mit Justin Steinfelds fünfhundert Seiten Buch, wo er einen Mann beschreibt, der in einem Prager Cafehaus sitzt und dort Zeitungen liest, nicht weiterkomme, einen neuen Artikel Glosse oder Text geschrieben, so daß im “Literaturgeflüster” alles stimmt und man mein literarisches oder auch mein Alltagsleben, meine Wehwechen und meine Freuden gut nachvollziehen kann.

Wiedereinführung der Maskenpflicht?

Wir leben jetzt ja in besonderes Zeiten, hat doch das Coronavirus die Welt seit Jahresanfang auf den Kopf gestellt und in Österreich hat es, glaube ich, schon sehr früh den totalen Shutdown, Ausgangsbeschränkung bis Ende April, Maskenpflich, Schließung der Schulen, Geschäfte und Lokale, etcetera, gegeben, die dann ab den ersten Mai schrittweise wieder aufgehoben wurde, so daß man zuerst wieder auch in anderen Geschäfte, also in Supermärkten mit der Maske einkaufen konnte. Dann wurden die Lokale geöffnet und die Maske ist auch ganz vorsichtig gefallen und die Leute sind langsam wieder zur Normalität, die Maßnahmen bedingt wahrscheinlich eine sehr turbulente war, wieder zurückgekommen.

Hat der Tod des Afroamerikaner George Floyd doch fünfzigtausend Menschen auf den Karlsplatz gebracht. Ich war nicht dabei und habe es mir nur per oe 24 angesehen, aber der Alfred ist von der U Bahn kommend durchgegangen und hat gesagt, das ist wild, aber keine Auswirkungen auf die Viruszahlen, die ja sehr streng überprüft und gestest werden und jeder der positiv ist, sofort isoliert wird.

So ganz sicher, ob das die richtige Umgangsweise mit einem Virus, die ja immer irgendwo vorhanden sind, bin ich mir nicht und auch nicht davon überzeugt, ob es angebracht ist, sogenannte Quarantäneverweigerer in Untersuchungshaft zu stecken oder ein Flugzeug von bewaffneterer Polizei zu umstellen, nur weil da drin einer mit Covid 19 Verdacht sitzt oder die Polizei zur Ausspürung der Kontaktdaten einzusetzen.

Ist ja ein positiv Infizierter kein Verbrecher. Da hat sich meiner Meinung nach etwas verrückt, was sich mir nicht gefällt und ich war da ja schon von Anfang an kritisch, bin aber, weil es ja keine Veranstaltungen gab, ich nicht kriminalisiert werden wollte, wenn ich mich vielleicht auf eine Parkbank setze und da ware es am Anfang nicht so klar war, ob man das darf, bis Ostern viel zu Hause geblieben.

Ab Ostern war ich dann wieder in Harland und habe wiederangefangen radzufahren, was, glaube ich, sehr gut ist. Denn bleibt man wochenlang zu Hause, bekommt man leicht Trombose und für die Abwehrkräfte, die man jetzt ja besonders braucht, ist das auch nicht gut.

Nach den Lockerungen bin auch ich mehr hinausgegangen. Ab ersten Mai auf einige Demonstrationen und Protestveranstaltungen, danach als die Maskenpflicht in den Geschäften und den Lokalen fiel, habe ich für das Enkelkind Geburtstagsgeschenke eingekauft und mir auch ein paar Jeans, die ich zwar erst im Herbst richtig brauchte, aber man weiß ja nicht, hat das Virus, wie es ja so schön heißt, keinen Urlaub, die nächste Grippewelle kommt bestimmt und wenn dann alle wieder oder nach wie vor so aufgeregt reagieren?

In Österreich waren und sind die Zahlen gut, in Amerika, Brasilien und anderen Ländern nicht so sehr und als dann noch die Grenzen geöffnet wurden und die Leute mehr oder weniger schnell anfingen, auf Urlaub zu gehen, sind sie auch in Österreich gestiegen, obwohl es da, ja, glaube ich, vorwiegend die Cluster in Schlachthöfen und Freikirchen und nicht, die in den Supermärkten sind, trotzdem hörte man schon seit vierzehn Tagen, wo ja erst der Maskenschutz der Kellner fiel, überall “Die Maskenpflicht muß wieder her!”

Der Ärztekammerrpäsident der da besonders besorgt zu sein scheint, fordert sie rigoros und oe 24 TV, das ich seit Corona sehr viel höre, interviewt ständig Leute, die sich auch dafür einsetzen und veröffentlicht Umfragen, wo 59 % dafür sind.

Ich war am Freitag seit März das erstemal wieder in einem Supermarkt, um mir da vorsoglich Zahnbürsten, sowie Kaffee und ein Croissant zu kaufen und habe gesehen, daß die neunundfünfzig Prozent zumindest dort nicht waren. Ich habe, glaube ich, nur einen einzigen ältern Herrn mit einem solchen gesehen und denke, daß man eine Pflicht nicht braucht, denn wer sich mit Maske, wo ja noch immer nicht so klar ist, ob sie überhaupt mehr als pschologisch wirkt und sie, wenn schmutzig oder falsch angewendet, eher gefährlicher ist, sicher fühlt, soll sie tragen.

Dann blieben laut Umfrage, die vierzig Prozent Muffeln über, aber die können ja, wie auch ich es tue, Abstand halten und keine Hände geben und es würde auch nicht viel passieren.

Aber nein, in Kärnten, wo es, glaube ich gar keine Infizierten oder nur ganz wenige gibt, sich dafür aber die Leute angeblich am Wörthersee drängen, gilt sie seit zwei Wochenam Abend im Freien, aber nur im Freien, in den Lokalen, darf man sich ohne amusieren.

Im Oberösterreich gilt sie wegen der Cluster in diesen Kirchen auch und jetzt soll sie, höre und lese ich, wenn der Kanzler aus Brüssel, wo es wichtige Sitzungen wegen der Wirtschaftshilfe gab, zurückkommt, wieder eingeführt wird.

In den Öffis, wo sie ja immer galt, ich aber seither nicht gefahren bin, wird man ab heute gestraft, wenn man ohne angetroffen wird und die Bilder die man aus Malorca sah, wo sich auch die Leute maskenlos drängen, sollen, wie ich höre, zum Teil ältere Archivaufnahmen sein.

Ein schwieriges Problem, was uns, vor allem wenn man dieses Virus einzel einfangen will, was uns ja leider schon im Sommer, wo es ja heißt, daß der Aufenthalt im Freien ungefährlich wäre und nicht nur ab Herbst, wenn die Nasen wieder rinnen, wohl noch länger beschäftigen wird.

Ich gehe ja, wie meine Leser wissen, damit eher mit Vermeidung um. Zum Glück ist der Alfred ein begnadeter Einkäufer, so daß mir dafür nur wenig Gegelenheit bleibt. Hin und wieder ein Eis essen oder einen Spritzer trinken, kann ich hoffentlich im Freien weiter. Schwieriger wird es wohl im Herbst und bei den Veranstaltungen.

Da war ich zwar schon bei einigen, die Indoor stattfanden, denn da konnte man, glaube ich, wenn die Sessel weit genug auseinander gerückt werden, auch schon vor dem neunundzwanzigsten Juni auch ohne hin und natürlich ist es schwierig, weil die Psychologin nicht daran zweifelt, daß man auf Veränderungen, wie diesen, sehr reagiert und ich, glaube schon, daß Kinder neurotisch werden können, wenn sie, wie im Fernsehen gezeigt wurde, in der Schule choreografieartige Szenen aufführen. Einzeln zum Händewaschen gehen müßen und im Hof vielleicht auf einen Quadrat stehen und nicht miteinander spielen dürfen.

Schwierig, schwierig und das Schlimmste, ich wiederhole es, was ich jeerlebt habe, obwohl ich in dieser Zeit, dank Alfred, der sein Homeworking auch zum Kochen nützte, sehr gut gesessen habe, jetzt auch in Strobl war und auch andere schöne Erlebnisse hatte.

Mal sehen wohin das führt? Zu Chaos und Bürgerkrieg sagen die Skeptiker und einiges davon ist ja schon zu merken.

Zur Abschaffung des Bargeldes und totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch? So kann man beim Mc Donald, glaube ich, nur mehr balgeldlos zahlen und dort gehe ich ja sehr gern hin. Im Burgenland ist eine Bank zusammengekracht, die Sparer bangen um ihre Einlagen und die Zahl der Arbeitlosen ist trotz Michael Ludwigs Gastroscheck, den ich mit dem Alfred beim Waldviertlerhof eingelöst habe und anderer Hilfmaßnahmen, so hoch wie nie.

Ob es das alles Wert war und ob man mit dem Virus nicht anders umgehen hätte können, bin ich mir nach wie vor nicht sicher, schreibe aber viel darüber, im Form von Blogeinträgen, wie hier, aber auch in literarischen Texten und da habe ich ja vor kurzem einen Neuen angefangen, mit dem ich im Augenblick noch nicht so ganz zufrieden bin, aber vielleicht kommt das noch.

Maskenlos

Ich bin ja, meine Leser wissen es wahrscheinlich, eine absolute Maskenphobikerin und habe, weil der Alfred ja so gerne, so viel und so begeistert einkaufen geht, auch noch keine aufgesetzt. Habe weil ich gelegentlich auf die Bank muß, um dort Zahlscheine einzuwerfen und den Kontostand zu beheben, zwar irgendwann einen Schal in die Tasche gesteckt, den lila Schal, den auch die Roswitha Herweg in ihrer hat und dann im Museum liegen läßt und eine Maske hat mir auch eine Hilfsorganisation samt einen Zahlschein zugeschickt, aber aufgesetzt habe ich sie, weil ich mir damit lächerlich vorkäme und mir auch das mit den Virenschleudern und den Atembeschwerden, was ja die Gegenargumente sind, sehr nachvollziehbar vorkam, nicht und dann war ich zum Glück so priveligiert, daß ich mich bisher auch leicht davor drücken konnte, weil ohnehin eine Fußgängerin und Stadtflaneurin, die die Öffis ohnehin nur selten benützt.

Ich arbeite auch daheim in meiner Praxis, auf die Bank und zu den Briefkästen konnte ich maskenlos gehen und irgenwann war dann auch klar, daß man sie im Freien nicht braucht.

Das ganze Coronageschehen ist ja höchst widersprüchig, denn so bin ich als am ersten Mai die Coronamaßnahmen gelockert wurden, als erstes auf eine oder sogar mehrer Demonstrationen gegangen und da war es auch widersprüchig, ob man die dort braucht?

Ich habe mich aber immer an den Rand gestellt und als dann die Lokale aufsperrten, bin ich mit dem Alfred und einmal auch mit der Cornelia Stahl in verschiedene Gastgärten gegangen und habe mich auf den fünfzehnten Juni gefreut, weil man da ja ohne Maske in die Geschäfte oder wenn man in den Gastgärten sitzt, hinein aufs Klo gehen kann.

Zum Friseur kann man noch immer nicht maskenlos gehen, obwohl mir eine meiner Klientinnen hat, daß man die nur beim Hineingehen braucht, und ich das eigenlich schon sollte und am Samstag, als ich mich nach dem “Bachmann-Hören”, wieder auf den Weg ins Traisencenter machte, dort auch die Kunden unsmaskiert gesehen habe.

Muß auch noch nicht sein, in meinem Corona-Text bietet, die Heimhelferin der Roswitha an, ihr den Pagenkopf zu kürzen. Ich müßte mich da noch umhören oder die Haare wachsen lassen und habe, das werden meine Leser wohl ebenfalls wissen, unter den Corona-Maßnahmen eigentlich nicht gelitten, sondern gelesen und geschrieben, nur, weil ich bis Ostern nicht in Harland war, mir gedacht, daß es schade ist, wenn ich die ersten Schritte der Lia versäume.

Die hatte am Montag ihren ersten Geburtstag und da muß man ja ein Geschenk haben und ich habe da ganz konventionell an eine Puppe gedacht und auch gehört, daß sie noch keine hat.

In meinem Praxisspielzimmer habe ich ja einige Sachen, die ich der Anna einmal kaufte, darunter auch ein sehr schönes Holzpuzzle, mit dem eigentlich selten wer spielte, weil ich so kleine Kinder eigentlich kaum habe, das habe ich der Lia schon gebracht.

Aber auf den ersten Besuch nach drei Monaten in einem Einkaufszentrum habe ich mich schon gefreut, habe das auch mit Harland und dem Radfahren verbunden. Das heißt, sobald ich mit dem Korrigieren des “Frühlingserwachen” fertig bin, werde ich durch die Stadt laufen und mit einem einmal gefundenen Notizbuch auf Corona- oder neuen Romanrecherche gehen und das hätte ich schon vorigen Freitag, als man noch nicht maskenlos in die Geschäfte durfte, gemacht. Da hätte ich dann mehr die Parks und die Schanigärten benutzt.

Ich wurde aber nicht fertig, die Fehlerteufelchen sind ja hartnäckig und lassen sich nicht so leicht zu vertreiben. So habe ich gedacht, daß ich am Freitag ins Traisencenter fahren werde, dann fiel mir aber ein, da ist ja das Bachmannlesen, aber das ist ja um halb vier aus, also bin ich da losgefahren, um der Lia eine <puppe zu besorgen.

Das letzte Mal war ich zu Weihnachten im Traisencenter und habe da in einem Geschäft ein Püppchen gesehen, das ich fast gekauft habe, aber da war die Lia ja noch sehr klein und einen Weihnachtsmann mit einem Bilderbuch hatte ich schon, der war noch aus der Buchhahndlung aus Edith Broczas Haus, also habe ich es liegenlassen.

Aber am Freitag kaufe ich es, habe ich gedacht und außer zum Friseur, sollte ich mir auch Jeans kaufen, denn die, die habe, werden langsam kaputt habe ich gedacht. Im sommer trage ich die zwar eher nicht, aber jetzt habe ich sie meistens an und weil man in den letzten Tagen, weil sich die Leute nicht mehr an die Coronamaßnahmen halten, ja öfter hören konnte, daß die Maskenpflicht, wenn die Zahlen steigen, wieder in den Geschäften eingeführt werden kann, habe ich mir auch gedacht, daß ich nicht zu lange zuwarten sollte und bin losgefahren.

Es war ein bißchen ein seltsames Gefühl nach drei Monaten wieder in ein Geschäft zu gehen. Auf den Markt in St. Pölten bin ich schon zweimal gewesen und bei zwei Veranstaltungen auch, aber dann war alles normal und ich habe nur vor der Kasse des “H&M” mit einer zwanzig Euro Jean, die ich schnell gefunden habe, etwas gewartet, weil vor mir zwei junge Frauen mit drei kleinen Kinder waren, die einen ganzen Berg Kleidungsstücke hatten, die von der jungen Kopftuchtragenden Verkäuferin sorgfältig zusammenglegt wurden und einen Betrag von vierhundertEuro ausmachten, standen.

Das Püppchen habe ich dann in dem bewußten Geschäft nicht gefunden, eigentlich überhaupt keine, die mir gefallen hätten. So ist es ein Schaf geworden und einen Eisbecher habe ich mir auch gegönnt. Da habe ich auch schon einige gegessen, den schon erwähnten am Margaretenplatz, dann zwei in St. Pölten und bei der Seedosen-Bücherzelle bin ich auch gewesen.

Aber da war ich schon zu Ostern und dann zwei Wochen später noch einmal. Das Wetter war nicht so besonders, so ist das Einkaufserlebnis auch nicht so aufregend gewesen und ich habe mich mit den heißen Himbeeren auf dem Vanilleeis begnügt und bin nicht in die Seedose auf einen Kaiserspitzer eingekehrt und am Samstag werde ich auf den Markt auch nicht mitgehen, obwohl ich wieder Bücher für die Doris Kloimstein hätte, daber morgen ist ja noch “Bachmannlesen”.

Das kann man zwar nachhören, ich weiß, würde mich aber doch hinausreißen, so habe ich beschloßen, zu Hause zu bleiben und erst nach den Lesungen vielleicht nach Wilhelmsburg radeln, denn da gibt es ja auch ein Einkaufszentrum, wo ich das Konsumieren nachholen könnte und bei der Radlerschenke muß man jetzt auch auch nicht mehr mit Maske bestellen.

Am Sonntag gehen wir mit der Anna, dem Andreas und der Lia essen, weil wir Annas Geburtstag ja in keinen Restaurant feiern konnte und dann werde ich weiterkorrigieren und hoffen bald damit fertig zu werden.

So daß ich vielleicht am nächsten Donnerstag oder Freitag die geplanten Recherchetage machen kann und am dritten Juli, dem Tag, wo es zwölf Jahre “Literaturgeflüster” zu feiern gilt, werde ich wieder in Harland sein, das Traisencenter besuchen und dann vielleicht in der Seedose einen Kaiserspritzer oder Hugo trinken.

Karfreitag in der Krise

Ich bin ja, wie ich wahrscheinlich schon geschrieben habe, nicht religös, sondern  mit einer wahrscheinlich katholischen Mutter in einem sozialistischen Haushalt aufgewachsen, trotzdem ist mir der Kartfreitag immer besonders wichtig und ich kann mich auch erinnern, daß ich mich wahrscheinlich als Hauptschülerin fragte, ob ich das tun darf, als ich an diesem Tag in ein  Wurstsemmerl biß, das Fleischessen am Karfreitag und die eventuellen Schuldgefühle darüber sind jetzt vorbei, der Alfred ist ja ein großer Fleischkocher, aber das Freihalten des Karfreitags, der ja in Österreich seltsamerweise gar kein Feiertag ist, war mir immer wichtig.

So kann ich mich erinnern, daß ich als ich zwischen 1983 und 1987 Vertragsassistentin an der Sprachambulanu, der  II HNO-Klinik im AKH und daher Angestellte des Bundes war, dort den Karfreitag, wie die Ärzte freihatten, während die Logopäden, als von der Stadt Wien Angestellen da sein mußten.

Da gab es große Diskussionen, ich bin aber 1987 ohnehin in meine freie Praxis zuerst in der Otto Bauergasse, dann in der Gumpendorfterstraße, später in der Reinrechtsdorferstraße, jetzt in der Krrongasse gegangen und habe mir diesen Tag immer freigehalten, beziehungsweise meine Osteferien spätestens da begonnen.

Ich habe ja einen Zweitwohnsitz in Harland bei St. Pölten, weil der Alfred von dort stammt und so verbringen wir die Osterferien immer dort. Als der Alfred noch nicht in Altersteilzeit war, bin ich auch früher, wie beispielsweise manchmal schon am Gründonnerstag dort gewesen, wenn ich keine Stunden hatte. Seit er Montag und Freitag nicht arbeitet, fahren wir am Gründonnerstagabend dort hinaus und dann fahre ich dann Rad in Richtung Wilhelmsburg oder Herzogenburg, pflücke Bärlauch, wenn es ihn noch gibt und höre mir , auch die Ratschenbuam oder Mädeln ab, weil am Karfreitag ja die Glocken nach Rom fliegen und daher nicht läuten.

Der Karfreitag also ein besonderer Tag und ich habe, glaube ich, auch einen Artikel der “Karfreitagszauber” heißt, das stammt aus dem “Parsifal” und den habe ich mir früher, als Studentin, als ich noch in die Oper ging, öfter angehört, da allerdings, glaube ich, nicht am Karfreitag, weil es damals an diesem heiligen Tag  keine Aufführungen gab. Das ist jetzt, glaube ich, nicht mehr so, aber heuer in Corona-Zeiten ist sowieso alles anders und die Oper und Theater schon lange geschlossen.

Ich habe meinen Osterartikel ja schon geschrieben und am Wochenende als ich das tat, herrschte  große Aufregeung bezüglich des sogenannten “Ostererlaßes” oder darüber, daß in Salzburg, der Gaisberg für die Spaziergänger geschlossen werden und die Wiener Bundesgärten sind sowieso zu und da stellt sich die Frage, wo sollen die Leute, die keinen Balkon oder Garten haben mit ihren Kindern hingehen, die bei dem schönen Wetter wohl wirklich nicht in einer kleinen Wohnung zu halten sind, ohne Verhaltensstörungen zu entwickeln.

Wo sollen sie die Ostereier suchen, die in den Lebensmittelsgeschäften ja verkauft werden und auf meinem Küchenfenster stehen auch schon zwei Lindt-Osterhasen, ein großer und ein kleinerer, die mir der Alfred von seinen Einkaufstouren mitbrachte.

Der Bundeskanzler und die Minister reden sich ja auf Pressekonferenzen derzeit den Mund wund, daß die Leute, bitte, bitte, brav sein sollen und Ostern nicht mit ihrer Oma, Tante, Onkel etcetera feiern, sonder brav zu Hause bleiben oder höchstens eine Stunde spzieren gehen sollen, damit nach Ostern, wenn alles das waren, die kleineren Nonfood- Geschäfte natürlich mit Maske zu betreten und Abstand halten, wieder aufsperren können.

Da gab es dann auch Aufregungen, wie die Polizei das kontrollieren soll, daß sich nicht mehr als fünf Personen in meiner Wohnung aufhalten, aber eigentlich darf ich ja gar nicht aus dem Haus gehen und mich daher in keiner anderen Wohnung befinden und weitere Aufregung gab es auch über die sogenannte Rote Kreuz App, die verpflichtet eingeführt werden sollte und die, die kein Handy haben, wie beispielsweise ich, sollen einen Schlüßelanhänger bekommen und wenn man den zu Hause läßt, wenn man seine Milch beim “Hofer” mit Mundschutz einkaufen geht, soll man vielleicht die Corona-Strafe bezahlen, wie das beispielsweise einige Leute taten, die vielleicht mit nur neunzig Centimeter Sicherheitsabstand auf einer Parkbank saßen und dort Kaffee tranken.

“Gesundheit oder Freiheit? Wir müßen uns entscheiden!”

“Nein, es muß Sicherheit und Freiheit heißen!”, rief da lautstark Exminister Kickl, was ich, wenn mir das vor einem Jahr einer so erzählt hätte, ich auch für eine Fakenews gehalten habe, ihn jetzt aber loben müßte, obwohl ich ganz ehrlich immer noch sehr froh bin, daß er nicht mehr Innenminister ist.

Ostern also ohne Feiern, die Messen auf dem Petersplatz in Rom und in St. Stephan werden ja auch nur mehr online übertragen. Mich trifft das, wie schon angedeutet nicht besonders und da wir ja in der Krongasse einen kleinen Garten habe, gehe ich jetzt eigentlich kaum auf dem Haus, obwohl ich ganz ehrlich nicht so sicher bin, ob das alles wirklich so nötig ist, beziehungsweise, wie schon beschrieben, auf die sogenannte Vernunft und Freiheit des Einzelnen setze, als auf die Polizeikontrolle und es ist ja vielleicht auch nicht wirklich sinnvoll, daß die Kinder und die Eltern jetzt zu Hause sitzen, die Polizei aber jetzt mit Mundschutz den ganzen Tag herumläuft, um das zu überfrüfen, da sind sie wahrscheinlich mehr in Gefahr sich zu infiszieren, als die alte Frau, die sich ihr Päckchen Milch beim “Hofer” kauft oder eine Stunde im Stadtpark spazierengeht.

Karfreitagzauber also mit Corona und die positive Nachricht, die man auf den Pressekonferenzn hören kann, wäre ja, wir sind gut unterwegs und sehen schon das Licht im tunnel, weil sich alle so gut an die sogenannten Maßnahmen gehalten haben und nur fünf Prozent Corona-Partys feierten oder den Zollstab vielleicht nicht dabei hatten, um den Meter Abstand abzumessen und sich dabei um fünf Centimeter verschätzen.

Boris Johnson der Premier von England, der ja, wie Amerika und auch Schweden, lange an die Herdenimmunität setzte, befindet sich derzeit auf der Intensivstation und in New York soll es inzwischen mehr Tote, als in Italien geben, während in Schweden immer noch die Geschäfte und die Sportplätze offen sind.

Glauben wir also auf die Auferstehung nach Ostern und feiern es allein mit dem Osterei vor der Haustüre, das die freundliche Nachbarin vielleicht hinlegte und Ostereiersuchen mit dem nötigen Abstand ist im Park, wie ich den Innenminister sagen hörte, selbstverständlich erlaubt.

Leben im dystopischen Raum

Wenn ich vor einigen Monaten jemanden erzählt hätte, daß man in Wien und auch sonstwo nicht mehr auf die Straße gehen  soll und, daß man, wenn man es trotzdem tut und sich in einem Park oder am Donaukanal auf eine Bank setzt, ein Polizist kommen und sechshundert Euro oder was auch immer Strafe von einem verlangen kann. Man in der  U-Bahn einen Berechtigungsschein vorweisen muß, daß man zur Arbeit fährt und, daß die die Hausärzte einen nicht mehr in ihre Praxis lassen und sich auch weigern die E-Cards anzugreifen, also nur über das Internet ordinieren und womöglich darüber Ferndiagnose abgeben, hätte man mich wahrscheinlich für verrückt gehalten oder bestensfall gefragt, ob ich nicht zuviele Horrorromane lese und wenn ich das in einem solchen aufgeschrieben und an “Rowohlt” oder auch nur oder “Droschl” oder “Arovell” geschickt hätte, hätte ich wahrscheinlich keine Antwort bekommen oder das das zu phantastisch wäre, obwohl ich in den letzten Jahren einige solcher Dystopien gelesen habe.

Das erste Mal bin ich auf den Ausdruck Dystopie, vorher hätte ich utopischer Roman gesagt, glaube ich, 2015 aufmerksam geworden, als ich beim “Deutschen Buchpreisbloggen” auf Heinz Helles “Eigentlich müßten wir tanzen” gelesen habe. Dann hat Stephan Teichgräber ein Workshop zur utopischen Literatur abgehalten, wo ich noch einmal in George Orwells “1984” hineingeblättert habe und mir dachte, das haben wir ja längst erreicht.

Jetzt schreiben wir das Jahr 2020 und eine weltweite Pandemie ist ausgebrochen, die sich von China über die ganze Welt erstreckte.

Jetzt hebt China die Ausgangssperren langsam wieder auf und öffnet am Montag, glaube ich, die Einkaufszentren , dafür ist die USA, wo Präsident Trump zuerst sehr lange, die Gefährlichkeit des Corona Virus leugnete zum Spitzenherd der Infiszierten angestiegen und er hat notgedrungen auch Ausgangssperren eingeführt, die er aber jetzt wieder aufzuheben will, weil ja die Wirtschafts darunter leidet.

Ein Dilemma natürlich und es weiß wahrscheinlich keiner, wie man sich verhalten soll?

Durch strikte Maßnahmen, wie diese, daß jetzt die Polizisten durch die Straßen laufen und jeden der sich dort befindet,  ermahnt und sich dadurch natürlich selber einer erhöhten Ansteckungsgefahr aussetzt und auch der, daß genervte und wahrscheinlich psychisch nicht so stabile Bürger ausrasten und zu spucken und zu schreien anfangen, was in den zwei Wochen in denen es diese Maßnahmen schon gibt, zu hunderttausend Arbeitslosen und Kurzarbeitern führte.

Die Wirtschaft schreit auf, wir halten das nicht durch, fangt endlich an zu testen und haltet nur die alten, also, die über fünundsechzig, wo ich auch betroffen bin, von den Straßen fern, also vielleicht dreitausend Euro Strafe, wenn ich  einen Brief einwerfe, als wenn da ein Virus auf mich zurasen würde oder die Laissez faire-Methode, die auf  sogenannte Herdenimmunität setzt, wo ich mich eigentlich auch anschließen würde, denn die Jüngeren werden ja  kaum krank, wenn die dann vierzehn Tage zu Hause bleiben, sind sie immun und können wieder hinaus und das Leben kann halbwegs weitergehen. England hat das, glaube ich, praktiziert oder es so wollen, nur die Alten wegschließen, worauf es, glaube ich, zu einem Aufschrei kam und die Taktik geändert wurde, zu spät wahrscheinlich, denn jetzt sind sowohl Prinz Charles, als auch der Premiermistister infisziertund Angela Merkel wurde glaube ich, nachdem sie von einem positiven getestet Arzt geimpft wurde, als negativ erkannt.

Sehr viel Verwirrung also, wenn man jetzt zu Hause sitzt und im Fernsehen die ansteigenden Zahlen hört und, daß da jetzt schon wieder so und soviele Leute erkrankt sind.

Sie sind positiv getestet worden und wenn wüßte, wieviel Leute schon immun sind hilft das wahrscheinlich weiter und auch, wenn die Leute dann selber die vierzehn Tage zu Hause bleiben.

Das ist eine Methode, auf die ich setzen würde und sich das Ganze dann irgendwann in drei Monaten vielleicht, wie in China, ich weiß, da verwendete man noch drastischer Methoden an, als hier, wo ja nur die Polizisten kontrollieren und, die jungen Reporterinnen von Oe24 auf der Straße stehen, den leeren Graben zeigen und die alten Damen, wie die Frau B., die Tochter von einem einmal sehr bekannten Schriftsteller schief anschauen, wenn sie ihren Hund äußerln führen oder sich ihre Milch einkaufen.

Eine schwierige Situation und das Schlimmste, was die nach 1945 Geborenen wohl erlebt haben. Die Krise als Chance gibt es natürlich auch, ist aber warhscheinlich nicht so leicht umzusetzen, wenn ich ständig höre, schon wieder so und so viel Leute infisziert und die Zahl der Todesfälle nimmt zu und zu.

Die Kinder, die jetzt zu Hause mit ihren freigestellten im Homeoffice werkenen Mütter  lernen,  werden aber vielleicht verhaltensauffällig, wenn sie nicht in den Park dürfen und wenn sich dann die älteren zu viert oder auch mehr treffen um ein Bier zu trinken und das Corona-Party nennen, gleich die Polizei zu holfen, ist vielleicht auch nicht die Lösung.

Eine schwierige Situatuon, der Alfred hat gestern vor der Garage eine offensichtlich verwirrte Frau mit viel Gepäck getroffen, die nicht so genau wuße, wo sie hin soll?

Das hat mir die Frau auf der Krisenhotline, die ich angerufen habe, auch nicht so genau sagen können, so ist sie dann mit einem Taxi irgendwohin gefahren, ich hoffe sie ist gut angekommen und im Netz kann man sich, ich wiederhole es und betreibe es auch selber momentan sehr gut beschäftigen, deshalb habe ich auch wegen meines Veranstaltungsstop keine Entzugserscheinungen, sondern arbeite  mit  einem Teil meiner Klienten per Telefon, habe mich für die Krisenhotline des Berufsverbandes der Psychotherapeuten und auch für Krisensupervisionen zur Verfügung gestellt und auch bei Büchern scheint es einen Verzögerungsstop zu geben, da “Amazon”, bei dem aber, wie ich immer höre, ohnehin nicht bestellen soll, sich derzeit bevorzugt auf die Auslieferung von Klopapier und Hygienemittel zu konzentrieren scheint und die anderen Bücher, auf die ich  warte, von den Botendiensten ohne eine Unterschrift zu verlangen, vor die Tür gelegt werden sollen.

Innerhalb Österreichs scheint das zu funktionieren, da habe ich diese woche ein Buch bekommen, “Rowohlt” hat mir geschrieben, daß sie derzeit sehr viele Bücher zurück bekommen und mir den neuen Camilleri als E-Book geschickt. Die lese ich zwar nicht so gern, aber in der Not frißt die Teufelinin  ja angeblich Fliegen und so ist Nele Pollatscheks “Dear Oxbridge” auf diesen Weg jetzt doch zu mir bekommen, obwohl der Verlag es zweimal normal an mich verschickte.

Dann korrigiere ich natürlich viel, bin, wie ich hoffe mit dem “Fräulein No” demnächst fertig, habe da zwei neue nicht mehr im Text enthaltene Szenen als eigene Geschichten im Text eingestellt und bereite mich  natürlich schon auf das Schreiben in Zeiten von Corona vor, plane also darüber zu schreiben, obwohl, das wahrscheinlich nicht so leicht sein wird, weil man da ja noch nicht die nötige Distanz dazu hat und das Ganze wahrscheinlich erst in einigen Jahren so richtig beurteilen kann.

Und hier mein Corona-Textarchiv 1 2 3 4 5 6 7 8

Haßposting an Corona oder Veranstaltungsstop II

Es ist ein deja vue “Leipzig virtuell“, statt aus dem Schlafzimmer und wieder eine Veranstaltungspause, bis Ostern oder so, vielleicht auch länger, man weiß ja nicht, voriges Jahr war es das Gipsbein, das mich hinderte, diesmal Corona, Corona, Corona, das Virus aus dem fernen Osten, aus China, das plötzlich nach Weihnachten überall auftauchte und man dachte zuerst, “Sars, Schweingrippe, Hühnergrippe”, “H1N1! Virus”, das kennen wir schon, haben wir schön gehört, hören wir jedes Jahr, daß da die Menschen in China ihre Hühner schlachten, was ich eigentlich für einen Wahnsinn halte oder mit Mundschutz herumrennen, aber dann weitete sich die Panik aus und schwappte bis in unseres sicheres Europa hinüber, denn soetwas, ganz ehrlich, habe ich noch nie erlebt und wiederum ganz ehrlich macht es mir Angst!

Dabei ist es nicht das Krönchenvirus vor dem ich mich fürchte und auch nicht das “Corona-Bier”, das pötzlich alle ansteckt, sich weltweit überall ausweitet, von den Jungen an die Alten übergeht, die aber meistens keine oder nur ganz schwache Symptome haben und nach vierzehn Tagen wieder gesund und nicht mehr übertragbar sind, denn ich gehöre ja noch zu der Generation, die sich vor Viren nicht fürchtete, an das Immunsystem glaubte, bei Schnupfen Zitronentee trank, bei Heiserkeit vielleicht inhalierte, um die Stunden und die Vorlesungen abhalten zu können und sich an das alte Hausrezept hielt, ein paar Tage Bettruhe und alles ist in Ordnung, was man ja auch als eine Art Quarantäne bezeichnen könnte.

Die Kranken bleiben zu Hause, trinken Tee und eßen Hühnersüppchen, wie ich eine von “Oe24” interviewte, infiszierte Patientin, vor kurzem sagen hörte, Medikamente dagegen gibt es nicht und ihr geht es gut!

Wozu dann bitte die Aufregung und die Bilder von den Menschen, die mit Gasmasken und Schutzanzügen, die Straßen entlanglaufen, in den Supermärkten ihre Einkaufswagen mit Klopapier und Dosenravioli vollfüllen und sogar in Kinderkliniken einbrechen, um dort Desinfektionsmittel zu stehlen?

Alle Infiszierten sollen erfaßt werden, um zu Hause zu bleiben, sich auskurieren, ja das ist sinnvoll und auch den älteren und kranken Menschen, die sicherlich anfälliger sind, ist, das anzuraten.

Die Viren übertragen die Kinder und die Jugendlichen und werden nicht krank, die Schulen sollen aber geschloßen werden, dann werden vielleicht die Omas auf die Kinder aufpassen und ich habe ein Video gesehen, wo in Deutschland wegen der Schulsperren, etwa zwanzig Kinder in einem Zimmer zusammen waren und von den Journalisten befragt wurden, ob sie sich über die Zwangsferien freuen?

“Wo ist da der Unterschied?”, habe ich gedacht und daran, daß die Hysterie und die Panikmache, vielleicht der größere Virus ist  und mehr Schaden auslöst, als, wie man es früher machte, die Grippewellen einfach vorüber gehen zu lassen.

Gut, da gab es 1919, die spanische Grippe und daran sind, wie ich hörte, mehr Menschen als im ersten Weltkrieg gestorben, aber die waren ausgemergelt und unternernährt nach den Jahren des Krieges und hatten keine Abwehrkräfte und, wieder gut, die medizinische Entwicklung war nicht so weit, wie heute, wo das medizinische Personal mit Mundschutz und Atemmasken, die Tests ein den Infiszierten macht, die vielleicht durch Bewegungsmeldungen der Handys der Positiverkannten, ausfindig gemacht und mit der Polizei abgeholt werden.

Ein Impfmstoff wird entwickelt und bis es soweit ist, werden Messen, Konzerte, Kongreße und Veranstaltungen abgesagt.

Die Wirtschaft kann man überall hören, bricht überall nicht nur mehr ganz allmählich, sondern rasant zusammen und das macht mir Angst und auch, die Kriiminalisierung, die passiert, wenn man auf dieses Virus getest ist, der Haß, den es  auslöst.

Davon hat ja diese Dame, der es wieder gut geht, über Skype gesprochen, die Freunde haben sich von ihr abgewandt und sie beschimpft und ihr Betrieb ist, da sie freibeuflich ist, in den vierzehn Tagen Quarantäne zusammengebrochen oder ist in Gefahr das zu tun und als vor ein paar Wochen bekannt wurde, daß in einem Wiener Gymnasium, eine Lehrerin, die in Norditalien auf Urlaub war, Sympotme hatte, ist die Polizei mit angeblich ohnehin wirkungslosen Mundschutz aufmarschiert, hat die Gasse abgeriegelt, die Kinder nicht nach Hause gelassen und die Eltern, glaube ich, nicht einmal darüber informiert.

Nachher hatte die Lehrerin den Virus nicht, inzwischen gibt es aber auch in Österreich Infiszierte, ganz Italien wurde abgesperrte und  die  Journalisten reisen lustig hin und her, um die Fiebermeß- und Paßkontrollen zu fotografieren.

Veranstaltungen wurden abgesagt, wie die “Leipziger Messe” aber auch, die über hundert Personen, also Konzerte,Theater und Museen.

In der “Alten Schmiede” und in der “Gesellschaft für Literatur”, die ja viel kleiner sind, hängen Informationen vor der Tür oder am Klo, wie man sich richtig schneuzt und die Hände korrekt wäscht, ist in acht Punkten aufgezeichnet.

Desinfiszieren, braucht man die nicht immer, denn Erstens gehen dadurch die Abwehrkräfte auf die Dauer auch kaputt und Zweitens fehlen sie dann im Spital, wo die Ansteckungsgefahr natürlich höher ist, als in einem Spital und der “Poetry Slam” im Literaturhaus am Freitag wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt, denn da sind wahrscheinlich mehr, als hundert Personen zu erwarten, aber ich habe mir ohnehin schon gedacht, daß es da vielleicht ratsam wäre, nicht hinzugehen, aber sonst, denke ich,  könnte es vielleicht ruhiger gehen, als diese weltweite Panik mit Polizei- und Strafandrohungen, die die Wirtschaft vielleicht schneller kaputt machen kann, als es der Virus täte, denn in China hört man, wo es ja rigorose Maßnahmen gab, gehen die Erkrankungen zurück und die ersten zwei Italiener, die das Virus in ein Innsbrucker Hotel vor ein paar Wochen brachten, sind auch wieder gesund und könnten weiter arbeiten, wenn  das Hotel noch geöffnet wäre und natürlich könnte man, wie mir auch “Wagenbach” vor ein paar Tagen mailte, sich jetzt in sein Zimmer zurückziehen, die virtuelle Onlinemesse aufdrehen, Karin Peschka ermöglicht auf ihrer Website, da auch den Autoren, die das sonst in Leipzig getan hätten, dort ihr Buch vorzustellen oder nach den Büchern greifen, um sie bei Tee und Hühnersüppchen in sich hineinzuziehen und die Krisenzeiten abzuwarten, wenn es dann nicht schon zu spät ist und die Psychotherapeuten in den nächsten Jahren die Panikattacken und Traumatiserungen, die dadurch entstanden sind, abzuarbeiten und natürlich ist die Panik wohl auch eine Folge der Globalierung, die ja alles schnell und überall herumträgt und sich ausbreiten läßt, die Informationen, wie die Kartoffeln, die von einem Land ins andere gekarrt werden, um gewaschen, geschnitten, verpackt und verkauft zu werden, wie die Viren, die sich weltweit und rasant ausbreiten,wenn man von einem Land zum anderen fliegt.

Also Großmutters Rat befolgen, zu Hause bleiben, Tee trinken, sich auskurieren, dann braucht man auch keine Polizei mit Mundschutz, die vor den Türen sitzt und alles bewacht.

Der Hausverstand  könnte das vielleicht besser tun, aber das ist in Zeiten, der Massenglobalisierung, Massenin- und  auch Fehlinformationen, wohl nicht so einfach möglich.

Keine Bücherregale mehr?

Ich bin ja, wie ich immer schreibe eine Büchersammlerin, eine18, die in keine Bibliothek oder öffentliche Bücherei geht, weil sie die Bücher besitzen, in den Händen halten, anstreichen und benützen will und war das immer schon so.

Der Bücherkasten im elterlichen Wohnschlafzimmer hat mich wohl geprägt und spätestens ab Studententagen habe ich angefangen die Bücher zu kaufen, zu sammeln und aufzuschlichten.

Das Kaufen habe ich angesichts der offenen Bücherschränke, die es ja seit 2010 gibt, inzwischen aufgegeben, beziehungsweise kaufe ich nur mehr bei Abverkäufen, wenn die Bücher ein bis fünf Euro kosten und spätestens seit meinem “Buchpreislesen” kommen auch die Rezensionsexemplare hinzu. Stimmt nicht ganz, die hat es schon früher gegeben und offene Büchertürme oder Büchertaschen, woraus man sich zur freien Entnahme bedienen konnte, auch.

So besitze ich inzwischen wahrscheinlich über zehntausend Bücher. Genau kann ich das nicht sagen, obwohl ich mir ja über Weihnachten 2005, glaube ich, als ich in dem großen Harlander Bücherregal vezweifelt nach Thomas Bernhards “Holz fällen”, glaube ich, suchte und es nicht fand, weil es irgendwo ganz hintern in der zweiten Reihe versteckt war, einen Bibliothekskatalog anlegte, so daß ich zumindestens nachschauen kann, welche Bücher ich besitze.

Der hat mir am Anfang auch die genaue Bücherzahl angegeben, inzwischen tut er das nicht mehr, der Bücherstand ist aber kontinuierlich angewachsen und dazu benötigt man natürlich die entsprechenden Regale und da wir ja zum Glück über entsprechenden Wohnraum verfügen, ist das  eigentlich kein Problem.

Das Haus in Harland ist groß genug, so daß wir in dem großen Wohnzimmer einmal schon vor einigen Jahren ein großes Bücherregal aufstellten.

In der Krongasse habe ich mir  einige Regale der “Grünen Erde” hineingestellt und mir 2011 im Wohnzimmer auch noch eines hinzugekauft, das inzwischen auch schon vollgeräumt ist, so daß wir in Harland im großen Wohnzimmer ein zweites hinzustellten, das ist jetzt auch schon voll und im Schlafzimmer in der Krongasse höufen sich die Bücher schon seit einiger Zeit am Boden und sind einmal auch entsprechend umgefallen, so daß ich die wohl weg und umräumen soll, weil ich erstens trotz Bücherkatalog nichts mehr richtig finde und zweitens das Zimmer ausgemalt werden sollte.

Aber in Harland ist im großen Wohnzimmer noch Platz für ein Regal und dann gibt es noch ein Terrassenzimmer, das die Anna früher bewohnte, die wohnt jetzt in dem Haus nebenan, das der Opa einmal für sie zu bauen angefangen hat und das ehemalige Schlafzimmer von Alfred Großmutter ist auch leer und unbenützt. Da muß man wohl vorher einiges entrümpfeln, aber dann kann man auch da ein paar Bücherregale hineinstellen, so daß alles seine schöne Ordnung hat und man alles auch wieder findet, haben wir gedacht und sind so an dem Samstag zwischen Weihnachten und Neujahr, als wir uns wieder einmal auf dem Markt von St. Pölten zu einem Becher Glühmost und einer Käsekrainer, die knoblauchwurst, die ich eigentlich probieren wollte, hat es nicht gegeben, zum “Kika” gefahren, um uns die Regale anzusehen und zu bestellen.

Die Regale, die wir im Harlander Wohnzimmer haben, haben wir uns, glaube ich, zwar beim “Leiner” besorgt und sie uns da auch angesehen, aber jetzt kann man das nicht mehr.

Beim “Kika” jedenfall keine Regale in den Schauräumen und als wir eine sehr freundliche und auch sehr aktive Mitarbeiterin danach fragten, erklärte uns die, daß die Regale nicht mehr hergestellt werden würden, weil die Leute nur mehr in den Computer schauen und daher keine Bücherregale mehr kaufen, was uns vor einigen Jahren schon die “Grüne Erde” schrieb, da heißt, sie schrieb uns, ob wir noch “Humpldt-Regale ” brauchen würden, weil die nicht mehr in der Form, wie wir sie haben, erzeugt würden und die Funde aus den Bücherschränken stammen wohl zum Teil auch von Leuten, die ihre Wohnungen nach dem Motto “Simplify your live!”, entsorgen und die Regale hinausschmeißen.

Also keine Bücherregale in den Schauräumen, nur Kinderwägen und Kinderbetten, offenbar leben wir in einem Babyboom, dann doch gelegentlich ein paar Bücher, die auf den Wohnzimmertischen lagen und die Schranksysteme, die uns die freundliche Mitarbeiterin anbot, hatten auch  Türen und Laden, man kann sie aber auch ohne beziehen, wie sie uns erklärte und dann auf ein paar  kleinere Brettchen zeigte und uns fragte, ob wir uns nicht dafür interessen würden?

“Eher nicht!”, war die Antwort und sie konterte lächelnd, daß wir es wohl eher klassisch wollten, um uns  zu erklären, daß sie zu Hause auch Bücherregale hätte und Bücher lieben würde und wir sind dann beim “Leiner” doch noch fündig geworden und werden wohl bald ins große Wohnzimmer wieder drei Regale stellen können, die so ähnlich ausschauen, wie die, die es dort gibt und die ebenfalls sehr freundliche und zuvorkommende “Leiner-Mitarbeiterin” hat uns auch erklärt, daß es im Lager noch einige  Reale auf Vorrat geben würden, wir uns aber beeilen sollten, weil sie vielleicht von den Firmen, weil es nicht mehr im Trend liegt und sich die Leute nicht mehr so dafür interessieren, nicht mehr erzeugt werden würden.

Aha,  aber die Bücher kann ich anfanügen, werden ja noch gedruckt und von den Verlagen auch noch immer in Printform verschickt, da scheint sich das E- Book wahrscheinlich doch nicht so durchgesetzt zu haben, wie anfangs progagiert und vermutet, weil die meisten Leute, wenn man sie fragt, immer noch sagen, daß sie höchstens im Urlaub E-Bücher lesen würden, weil sie das gute alte Buch ja in Händen halten, es angreifen und daran riechen wollen, dann schmeißen sie aber ihre Bücher aus den Regalen, füllen damit die offenen Bücherschränke von den ich sie ja so gerne hole, aber der besseren Übersicht wegen sie doch gern in ein Regal und nicht am Boden stapeln möchte.

Bibliothekshelden

Am letzten Donnerstag hat es in der “Alten Schmiede” unter den Titel “Wienreihe” eine der Veranstaltungen der Stadt Wien in der sie, seit Daniela Danielcyck die Literaturbeauftragte ist, im MUSA ihre Stipendiaten und Literaturüreisträger vorstellte, gegeben.

Denn jetzt gehört das MUSA zum “Wien Museum” und da findet detzeit eine Ausstellung zum “Roten Wien” statt und die Literaturveranstaltungen wurden ausgegliedert.

Schade, aber eigentlich egal, denn ich kann ja in die “Alte Schmiede” gehen, gehe dort ohnehin seit über vierzig Jahren regelmäßig hin, auch wenn es dann nachher vielleicht, das Brot und den Wein, wie im MUSA” nicht mehr gibt, habe ich gedacht und nicht daran gezweifelt, daß ich zu der Veranstaltung, wo Milena Michiko Flasar und Cornelius Hell vorgestellt wurden, gehen würde, aber dann ist der Alfred mit einem Prospekt und einem Vorschlag dahergekommen und hat gesagt “Das sehen wir uns an, das ist dein Buch!”

Der Vorschlag war ein Film im Filmhaus am Spittelberg “Ein ganz gewöhnlicher Held”, der dort offensichtlich in einer Sondervostellung für Bibliothekare gezeigt wurde, denn darin geht es, um eine Bibliothek in Amerika in der die Obdachlosen Zuflucht vor der Kälte finden  können und darüber habe ich ja auch in “Vor dem Frühstück kennt dich keiner” geschrieben, weil ich ja öfter zum Recherchieren in die Hauptbücherei am Wiener Gürtel gehe, mich dort ins Foyer auf eine der roten Feuileulls setze, wo man die verschiedensten Tageszeitungen lesen kann und habe für die “Brüderschaft”, den “Wiener Stadtroman” und, wo auch sonst immer, dafür rechervhiert und da sind mir auch die Obdachlosen aufgefallen, die dort sitzen und ihren Tag verbringen.

Christian Jahl, der Dirketor scheint seher sozialkritisch zu sein und sich sehr für die sozialen Probleme der Stadt, die es ja gibt, zu interessieren, wie ich bei der Ausstellung vor sechs Jahren merken konnte, wo ich ihn auf den “Alpha” angesprochen habe.

Wenn einer der Obdachlosen aber statt zu lesen, die Augen schließt, kommt der Security und rüttelt ihn wach, denn Schlafen ist in der Bibliothek verboten. Ordnung muß wahrscheinlich sein und so ist mir auch die Idee gekommen ein Buch zu schreiben, wo eine Obdachlose ihr Nachtquartier in der Hauptbücherei auschlägt.

Es ist dann ein bißchen was anderes daraus geworden, die Fortsetzung von der “Viertagebuchfrau”, wo es ja zu schwarz- blau eins, wo ich die ersten hundert Tage der diesbezüglichen Regierung auch eine Obdachlose, die Felicitas Fee, erfunden habe und so ist es auch mit dem Film gewesen, den ich mir statt der “Stadt Wien-Preisträger” angeschaut habe.

Denn das, was in dem Folder, den mir der Alfred gegeben hat, stand, hat durchaus interessant geklungen.

“Eine Kältewelle hat die Stadt Cincinnati fest in Griff. Der engagierte Bibliotheksmitarbeiter Stuart und seine Kollegin Myra kümmern sich um die unzähligen Obdachlosen, die Tag für Tag Zuflucht in der warmen Bibliothek suchen.”

Dann erfriert einer auf der Straße und die anderen tun sich zusammen, um die Nacht dort zu bleiben, was einen Aufruhr und einen Polizeieinsatz verursacht. Die Bevölkerung sammelt, Pizzen werden geliefert. Aber am Schluß, wo ja alles gut  ausgehen könnte, ziehen sich die Obdachlosen unter Führung ihres Bibliothekars aus und marschieren nackt und singend in das Polizeiauto.

“Ha?”, habe ich gedacht und, daß mir dieser Spannungsbogen, offensichtlich wurde der Film auch nach der “Heldenreise” konzipiert, nicht gefällt und habe dem Alfred dann auch gesagt, daß das ein komischer Film sei.

Während ich im Kinofoyer auf  ihn gewartet habe, habe ich eine der Bibliothekarinnen zu einer anderen sagen hören “Das werden wir jetzt auch machen!”

“Wie meint sie das?”, habe ich gedacht.

Den Obdachlosen helfen, in dem man für sie, während sie in der Bibliothek warten und ihre Pizza essen, versucht ein Übernachtungsquartier für sie zu organisieren, was im film nicht versucht wurde oder der aufgeheizte und mir völlig unverständliche Schluß?

Aber ich weiß schon, wenn die Politiker miteinander konferiert hätten, der Bibliothekar am Ende vielleicht entlassen worden wäre und dann Donald Trump oder Barack Obama aufgetaucht wären, um ihn zu begnadigen und den Obdachlosen eine Wohnung zur Verfügung zu stellen, wäre das zu kitschig gewesen, obwohl es wahrscheinlich die einfachste Lösung gewesen wäre und ein Donald Trump, der auftaucht und sich mit den Obdachlosen fotografieren läßt, wäre vielleicht auch eine unerwarteter Spannungsbogen gewesen, wurde aber wahrscheinlich, als zu sentimental verschrieen, von den Regisseuren nicht gewählt.

Und um den Bogen zur Stadt Wien zurückzuführen, hätte ja auch die neue grüne Viezbürgermeisterin Birgit Hebein, die ja vom Beruf auch Sozialarbeiterin ist, nach Amerika fliegen können und den Obdachlosen einen Wien Urlaub vorzuschlagen und sich mit ihnen die Ausstellung im “Wien Museum” anzusehen, ist mir noch eingefallen, aber das ist wahrscheinlich auch viel zu kitschig und geht auch nicht, denn das “Rote Wien” steht ja unter der Schirmherrschaft der SPÖ und die FPÖ hätte da sicher auch was dagegen.