Leben in der Bibliothek

“Ich bin das Bibliotheksgespenst!”, flüstert Dorothea Wewerka, die Hauptprotagonistin meines derzeitigen “Works on progress”, fortwährend geheimnisvoll vor sich hin und man weiß eigentlich nicht so genau, was sie damit meint.

Die erste oder zweite Idee zu meinem neuen Werk, die erste war wohl das mit dem Endbahnhof und der Depressiven, die dorthin mit dem Autobus fährt, war das, eine Wohnungslose in einer Bibliothek lebt und was macht sie wohl dort? Sie kommuniziert mit den Bücher,  atmet ihren Geist ein, sie erlebt Geschichten mit den Romangestalten, das sagt sich wohl so leicht dahin, plappern würde es wohl mein kritischer Kritiker nennen, aber wenn man es dann aufdröseln will, zerfließt das, was man damit meint sehr schnell.

Also doch eine Geschichte über eine Obdachlose, die dort schläft, weil alles andere höchstwahrscheinlich zu kitschig wäre und in den Nußknacker und zu H. C. Andersen gehört?

Aber es gibt ja, glaube ich, wirklich so Aktionen, wo sich Leute in Buchhandlungen einschließen lassen und dann die Nacht höchstwahrscheinlich lesend verbringen.

Das verstehe ich zwar auch nicht so ganz, was daran so toll sein soll, denn ich kann mich ja auch den ganzen Tag dort aufhalten und in den Büchern schmökern und wer bitrte tut das schon?

Aber die Initialidee zu diesen Artikel war ohnehin eine ganz andere und gehört in die Büchergeschichtenkategorie und nicht in die über die Schreibberichte, denn ich habe in meinem Schlafzimmer, in dem ich mich auch momentan befinde und vor mich hinschreibe, tatsächlich sehr viele Bücher und ein gar nicht so kleiner Teil davon ist ungelesen.

Als ich in die Krongasse eingezogen bin, hat zwar die Anna mein heutiges Schlafzimmer bewohnt und ich habe mir in dem Wohnzimmer, wo wir damals schliefen, zwei grüne Erde Bücherregale gekauft, dann zog die Anna aus, wir übersiedelten und ich kaufte mir auch für das Schlafzimmer zwei Regalreihen, dann kam noch ein drittes und auf die anderen Seite, des inzwischen zum Wohnzimmer gewordenen Zimmers kam auch noch ein Regal.

Im Schlafzimmer gibt es inzwischen auch noch zwei kleinere Regale und darauf und an der Wand neben dem Schlafzimmertischchen gibt es inzwischen ganze Bücherstöße.

Die Jahresbücher liegen am Klo, denn ich bin eine Badezimmerleserin und die ausgelesenen Bücher transportiere ich regelmäßig nach Harland, wo es in dem großen Wohnzimmer inzwischen zwei große Bücherreagle gibt.

Ein Leben mit Büchern also und weil ich sehr viel sammle, sammelt sich auch sehr viel an und es gibt auch manchmal Unfälle bei den Bücherstößen und die im Schlafzimmer sind zum größten Teil noch ungelesen und da räume ich und schlichte ich bei meinen Leselisten auch immer wieder um und das Leben und Schlafen zwischen ungelesenen Bücherstößen ist auch eine sehr romantische Vorstellung.

Leben in einer Bibliothek, ein verlockender Gedanke, die Dorothea Wewerka die vermeintlich Wohnungslose, betreibt das ja illegal, die Leute die am Parkplatz in Leipzig oder in Frankfurt übernachten, können, habe ich gehört, die ganze Nacht lang die Buchmesse besuchen und wenn man viele ungelesene Bücher hat, kann man sie immer wieder umschichten, ein Bücherquizz veranstalten, eine Schreibübung indem man sich ungelesen eines oder mehr herauszieht und dann einen Roman oder eine Wurfgeschichte darüber schreibt, oder auch seine Leselisten immer wieder verändertn.

Ich bin ja eine, die sehr viel liest und auch immer wieder quer durch den literarischen Gemüsegarten, die Chiklits, Selbstgemachtes, genau mag, wie das Experimentelle, die Worträusche oder die Buchpreiserlisten.

Die auch gerne Altes liest, inzwischen aber Buchpreisbloggt und von letzten August bis Dezembert mit dem Rezensionsexemplaren nicht fertig wurden.

Diesmal habe ich mich auch, was ich bisher nicht so tat, durch die Frühjahrsvorschauen ein bißchen gewühlt oder bekam die entsprechenden Angeboten und vor zwei Jahren hat glaube ich das Buch “Tojstoi und der lila Sessel”, wo eine Frau, um eine traumatische Situation zu überwinden ein Jahr lang jeden Tag ein Buch gelesen hat.

Das möchte ich vielleicht auch so gern tun, wie jedes Monat ein Buch zu schreiben und kann höchstwahrscheinlich wohl beides nicht.

Bei den selbstgemachten Büchern waren es im letzten Jahr fünf die herausgekommen sind, drei davon waren schon im Vorjahr geschrieben und gelesen habe ich hundertachtundvierzig Bücher, also eigentlich sehr wenige. Da war ich schon mal besser. Aber man kommt mit dem Lesen sowieso nicht nach, die Leute schreiben ja sehr viel und lesen wahrscheinlich immer weniger, aber ich interessiere mich eigentlich dafür und würde, wenn ich könnte wirklich gerne alles lesen und um jetzt wieder zu meinem Work in Progress zurückzukommen.

Die Endbusfahrerin Therese Schwarzenberg ist ja suizidgefährdet, beziehungsweise hat sie, weil sie nicht viel Sinn in ihrem Leben sieht, schon zwei Selbstmordversuche hinter sich, sie hat auch einen Psychiater, Theo Hardenberg, bekannt aus zwei früheren meiner Bücher und dem sagt sie, daß sie sich erst wirklich umbringen kann, wenn sie alle ihre Bücher aufgelesen hat oder er sagt das zu ihr und sie antwortete ihm, daß das ja unmöglich ist und wenn sie hundert, zweihundert oder auch tausend Jahre würde.

Stimmt, aber das Büchersammeln ist sehr schön und das Leben und Wohnen in einer Bibliothek natürlich auch. Ich tue das umgeben von meinen Bücherstößen und wenn ich nachts einmal nicht schlafen kann, überlege ich, was ich als nächstes lesen könnte und um auf mein Bibliotheksgespenst zurückzukommen.

Da weiß ich inzwischen schon ein bißchen besser, was das sein kann,  was der Sinn des Ganzen ist und was es mit dem Titel “Vor dem Frühstück kennt dich keiner”, zu tun hat, weiß ich inzwischen auch, beziehungsweise muß ich das, bei der Schlußszene vielleicht noch ein bißchen herausarbeiten.

Und wem es interessiert, ich lese derzeit ein sehr altes Buch, einen Fund aus dem offenen Bücherschrank, nämlich Ferdinand Kögls “Bildnis einer Verschollenen”, ein, wie ich vorlaut motzen würde, sehr seichter Unterhaltungsroman, heute würde das wohl nicht mehr durchgehen und dann kommt etwas aus dem fröhlichen Wohnzimmer an die Reihe. Die ersten Rezensionsexemplare aus der Frühjahrsproduktion sollten auch bald kommen und weil ich mir ja vorgenommen habe, heuer angesichts meiner schon wartendenden Bücher auf der Leseliste sowenig, wie möglich Neues zu bestellen, werde ich das “Unnütze Bremerwissen” aus dem “Holzbaumverlag” auslassen, obwohl der Bremer Literaturpreis ja bald vergeben wird, den, das kann ich auch gleich flüstern, heuer Terezia Mora und Senthuran Varatharajah, den ich vom Bachmannpreislesen kenne, bekommen werden.

Nach einer Handlung suchen

Daß ich eigentlich keine Ahnung habe, worüber ich schreiben will, hat mein kritischer Kritiker vorige Woche scharf erkannt. Das heißt, daß ich schreiben will, das weiß ich, dann habe ich eine Idee und springe los. Schreibe eine Weile vor mich hin, schreibe mich in den Graben oder schreibe fertig und habe dann das Gefühl, daß es das nicht ist, was ich wollte und noch nicht reicht, weil ja leider auf meine “Vorschauen” und meine “Buch-Präsentationen” mit dem Bild kaum eine Reaktion kommt und die Bücher, die ich herzeige, weil ich ja zwei immer in meiner Handtasche trage, finden auch kaum Beachtung, weil “Du hast ja schon soviel!”, “Das haben wir schon gesehen!”, höre ich da und öfter auch, daß man das Buch schon da oder dort stehen sehen oder eine Rezension gelesen hätte, was eigentlich nicht stimmen kann, denn ich schicke ja inzwischen nur mehr sehr wenig aus. Eigentlich nur mehr in die Nationalbibliothek und in die “Alte Schmiecd”, wo die Bücher aber dann nicht öffentlich sind und eines lege ich seit kurzem mit einer Widmiung in den Bücherschrank.

Ich arbeite dann meistens gleich am Nächsten weiter, nehme mir dafür viel vor, meistens mindestens ein Jahr daran zu arbeiten, weil ich ja irgenwie ein schlechtes Gewissen habe, daß ich zu schnell und zu flüchtig bin. Was aber nicht sehr gelingt und wenn ich dann zu Recherchezwecken meine älteren Bücher lese, bin ich manchmal erstaunt, wie gut das eigentlich bist, obwohl das keiner merkt und die Kritiken, die bisher kamen, eigentlich sehr negativ waren.

“Wow so was schlechters habe ich schon lange nicht gelesen!”, das steht ja schon hier und stand einmal in der “Literatur aus Österreich” bezüglich der “Hierarchien

Das heißt ich habe schon ein paar Rezensionen, der liebe Otto hat mir ein paar wohlwollende geschrieben, der Helmuth Schönauer tut das auch gelegentlich, ebenfalls die Petra Ganglbauer im “Ganway-Magazin” und manchmal bekomme ich auch positive Reaktionen von meinen Lesern.

Trotzdem die gefühlte negative Kritik bleibt und das Gefühl nicht schreiben zu dürfen oder  zu können, die Lizens dazu nicht haben,  das nicht zu können, zu gehemmt zu sein.

Das habe ich eigentlich noch immer, wenn ich mich über etwas Neues setzte und das ist warhscheinlich auch der Grund, warum ich so schnell und wahrscheinlich auch so flüchtig mit einer Idee nach vorne presche. Dann habe ich es hinter mir und ich habe früher sicher, als ich meine Sachen noch an Zeitschriften und Verlage schickte, sie unfertig ausgeschickt, eben weil ich es nicht besser konnte und froh war, daß ich damit fertig bin.

Aber ich habe nicht aufgehört zu schreiben und tue das jetzt schon kontinuierlich fünfundvierzig Jahre oder noch länger, denn eigentlich habe ich schon in der Volksschule gerne geschrieben und auch meiner Lehrerin das so gesagt und da sollte man ja besser werden. Zumindest sagt das der Hausverstand, Übung macht den Meister, wer wagt gewinnt, wo ein Wille ist, ist ein Weg und eigentlich habe ich schon viel geschrieben.

Zuviel sagen meine Kritiker und das interessiert uns nicht, aber eigentlich müßte das ja auch für mich gelten, daß man durch kontinuierliche Übung besser wird.

Das ist auch sicher so, obwohl das Feedback fehlt, denn die Leute interessieren sich wahrscheinlich eher weniger, als mehr für mein Schreiben. Sagen, das kennen wir schon und ich habe ja auch schon in meinem Blog sehr viel über mein Schreiben geschrieben.

Eigentlich tue ich das bei jedem Buch, weil ich meine Schreibprozesse reflektieren will und das finde ich auch für sehr hilfreich und ich weiß auch ungefähr, wo vielleicht die Anderungsschritte legen und, wie ich vielleicht weiterkomme.

Annika Bühnemann deren Blog “Vom schreiben leben”, bezieungsweise ihre Twitter Einträge, ich derzeit ja gerne lese und die ich für sehr konstruktiv halte, gibt regelrechte Marketingkurse und hat auch mir einen solchen angeboten und ich habe auch zwei diesbezüglich Artikel schon geschrieben. Aber eigentlich geht es mir ja nicht, um die Vermarktung, sondern um das Besserwerden, um damit aufzufallen und vielleicht endlich auch einmal ein anerkennendes Feedback zu bekommen.

“Aha, du schreibst, toll, zeig her, das ist interessant, das möchte ich gerne lesen, was ist dein neues Buch?”

Bei meinen Geburtstagsfesten passiert mir das manchmal, daß Leute sich mit meinen Bücher eindecken und, als ich einmal beim “Fest für Kunst und Kultur” in Margareten gelesen habe, ist auch ein Mann zu mir gekommen, der Bücher für seine demenzkranke Mutter, die er ihr vorlesen wollte, haben wollte. Ganz so schlimm ist es also nicht.

Ich bin aber schon ein bißchen kritisch und überlege, wie ich es besser machen und wie ich meine Hemmung überwinden kann. Aber die, das habe ich ja schon geschrieben, habe ich nicht mehr wirklich, seit ich so viel und regelmäßig schreibe.

Da hat mir das Bloggen schon sehr geholfen, aber wenn ich mich dann mit meiner Idee: “Ich will über eine Frau, die in einer Bibliothek wohnt und über eine, die in einem Bus sitzt und zum Endbahnhof fährt, schreiben”, dasitze, kommt schnell die Hemmung und  ich schreibe mich mit zwei drei Sätzen an den Rand.

“Ich bin das “Bibliotheksgespenst!”, denkt Dorothea Werwerka!”, weiß dann nicht mehr weiter und habe das Gefühl, das es mir schon wieder nicht gelungen ist, in die Tiefe zu kommen und das zu schreiben, was ich eigentlich wollte.

Und so ist oder war es vor kurzem ganz ehrlich auch diesesmal.

Vor drei Wochen bin ich mit der “Kroatiengeschichte” fertig geworden, da hatte ich ja schon die vage Idee oder Ideen, dann drei oder vier Personen, die Dorothea Wewerka, die Therese Schwarzenberg, die Karoline Prohaska und Fabian Hirschmann, ja ich habe gerne schöne und sprechende Namen, einen Rainer Müller, gibt es aber auch und habe dann zu schreiben angefangen.

Drei ungefähre Handlungsstränge sind mir da auch vorgeschwebt. Die Dorothea ist wohnungslos oder schreibt darüber, ursprünglich dachte ich sie kommunziert mi den Büchern, aber, wie geht das wirklich? Die Therese Schwarzenberg sitzt im Bus und ist inzwischen in Belgrad angekommen und von dort wieder nach Graz zurückgefahren, weil die Ivanka Gordelevic, die sie besuchen wollte, dort eine Performance macht und der Identitäre Jusstudent Fabian Hirschamnn bereitet ein Referat über Prinz Eugen vor und trifft in der Hauptbücherei Karolines Schwester Sophie, die Medizinstudentin, die auch eine syrische Flüchtlingsfamilie betreut und, die ihn auf ein Bier ins Cafe Oben einlädt.

Siebzehn Szenen, achtundvierzig Seiten und 22 762 Worte, also fast ein halber “Nanowrimo”, für den ich ungefähr drei Wochen brauchte, habe ich inzwischen und die Idee, weil ich ja nicht wirklich die Handlung mit Beginn, Mitte Schluß und den entsprechendenen Spannungsbögen, zu denen die Schreibratgeber immer raten, habe, sondern das Gefühl mich ganz flasch und oberflächlig von Szene zu Szene zu hanteln, drei kurze oder auch längere Geschichten zu schreiben, eine über Dorothea, eine über Therese, eine über Fabian und Soiphie und die dann inneinander zu verweben.

Das finde ich dann jeweils auch sehr gut, habe aber noch nicht begonnen, sondern hantle mich weiter und wenn ich erst mit der Rohfassung fertig bin, verändere ich dann meistens auch nicht mehr soviel, obwohl ich dann noch ein paar Monate daran korrigiere, tut mir leid, wenn das das Unprofessionelle an mir ist oder man es dafür halten könnte.

Ich schummele mich an der Handlung also meistens ein wenig vorbei, obwohl ich ja schon über vierzig Bücher habe, in denen ja auch etwas passiert. Ganz früher hat man mir gesagt, in meinen Geschichten passiert ja nichts.

Das gilt, glaube ich, jetzt nicht mehr und einen ungefähren Handlungsplan worauf das Ganze hinauslaufen könnte, habe ich auch schon, obwohl ich, wie meistens nicht so genau weiß, ob ich jetzt am Anfang, in der Mitte oder schon gegen Ende bin. Das heißt, so ganz am Anfang werde ich nicht sein, denn meine Geschichten werden immer kürzer und, daß sich die Sophie und der Fabi bei der Angelobung von van Bellen auf einer Demo wieder sehen könnten, weiß ich schon und die Therese wird mit der Jovanka zu der Performance in die Galerie Sonnenschein gehen. Aber die wird durch eine Demo gestört, die Jovanka wird verletzt, muß in ein Krankenhaus, um sich verarzten zu lassen und die Therese reist wieder ab und fährt vielleicht mit einem Bus nach Linz, um dort in eine Ausstellung ins Lenthos zu gehen, von der sie in der Galerie hörte oder ein diesbezügliches Flugblatt fand. Vielleicht kommt sie dann noch nach Salzburg, Berlin, etcetera, bevor sie am Donnerstag, den 20. Dezember zurückkommt, weil sie ja einen Termin mit ihrem AMS Betreuer Harald Fiedler hat.

Der Psychiater Theo Hardenberg kommt auch wieder vor und dann gibt es noch die Dorothea von der ich ja geschrieben habe, daß sie vielleicht gar nicht wohnungslos ist, sondern möglicherweise von der Karo nur in die Hauptbücherei eingeschleuest wurde, um darüber zu schreiben.

Ob es das werden wird, weiß ich gerade wieder nicht. Denn sie hat ja das ausrangierte Buch “Die Viertagebuch” in ihrem Übernachtungszimmer gefunden. Wie ist das nur dahin gekommen?

Ach ja, damals habe ich ja noch herumgeschickt und es gab  auch eine Donnerstagsdemonstrationteilnehmerin, die mir gleich einen ganzen Haufen abgekauft hat.

Von dort hat sie sich die Identität der Felizitas Fee ausgeborgt, das muß ich noch in meinem bisherigen Konzept ändern und das jetzt überhaupt noch einmal von vorne durchkorrigieren, damit es wieder stimmig wird.

Weil sich ja während des Schreiben immer einiges verändert, so daß ich auch beim “Nanowrimo” immer zwischendurch durchkorrigiert habe und etwas anderes für mich nicht für sehr sinnvoll halte.

Die Dorothea schreibt aber jetzt schon an einer Studie über Migration und Obdachlosigkeit, so hat sie es zumindestens der Karo erzählt, die sie ja ins Cafe Oben zu Kaffee  und Kipferl eingeladen hat. Also ganz spannend und irgendwie ganz langsam und ganz vorsichtig wird es mir vielleicht auch gelingen, mir Zeit zu lassen und mir nicht nur vorzusagen, sondern mich auch daran zu halten und es zu glauben, daß man ja einen Roman nicht in sechs Wochen schreiben muß.

Die sogenannten Profischreiber, die mit den Publikumsverlagen “Fischer”, “Suhrkamp”, “Kiwi” etcetera, sitzen ja auf den Messen immer auf den blauen Sofen,  bei “3 sat” oder sonstwo und sagen stolz, sie haben zwei, drei,  fünf  oder gar zehnJahre für den Roman gebraucht.

Von den Verlagen hört man dann immer, du mußt jedes zweite Jahr eines auf den Markt hauen, denn sonst bist du weg, und das, was da ja jetzt auf der deutschen oder österreichischen Buchpreisliste stand, liegt morgen in der Wühlkiste und kein Mensch interessiert sich dafür.

“Am Rand” habe ich schon vor Weihnachten im offenen Bücherschrank gefunden und Jonathan Franzens “Unschuld” lag dort auch im vorigen Jänner, als ich mich auf meine Recherchetour aufmachte, wie schade, daß ich mir das Buch vom Karl zum Geburtstag gewünscht habe. Gelesen habe ich es aber ohnehin noch nicht.

Die Selfpublisher haben aber den Spieß umgedreht und werfen alle paar Wochen ein Buch auf den Markt, also eigentlich das, was ich mache, auch wenn ich nicht bei “Amahon” veröffentliche und Jacqeline Vellguth wollte im Vorjahr berühmt werden, in dem sie zwöf Bücher im Jahr schrieb und hat das auch geschafft.

Ich könnte das nicht, auch wenn ich nicht berufstätig wäre und so viel lesen und zu soviel Veranstaltungen gehen würde, aber das kann mir helfen zu meinen drei jährlichen oder den fünf zu stehen, die voriges Jahr erschienen ist.

Ja natürlich, es ist so wie es ist, das hat schon Erich Fried über die Liebe geschrieben, ich bin so schnell oder so langsam, so gut oder so schlecht, wie ich es eben kann und auch das öffentliche Bloggen ist kein Weg auf sich aufmerksam zu machen, weil die Leute ja wahrscheinlich mehr das eigene Schreiben, als das erfolglose, der anderen interessiert.

Auch das ist, wie es ist und ich finde es interessant über meine Schreibprozesse zu schreiben, das hilft mir auch weiter, mir mehr Zeit zu lassen und die Handlung vielleicht wirklich langsam langsam kommen zu lassen und drei oder auch vier oder zehnmal umhzuschreiben, bis es wirklich passt.

Das wäre schön, weil ja auch für mich gelten müßte, daß man durchs Schreiben besser wird, mit jedem Buch ein Stückchen, auch wenn, ich ganhz erlich bei meinen Büchern diese Fortschritte nicht so sehe und vielleicht auch die Gefahr ein wenig ausgeschrieben zu sein, nicht ganz so unrealistisch ist.

Aber das geht auch anderen so, das sagt man auch Martin Walser und Philiph Roth oder John Irving nach und komplizierter, als ich sind sicher James Yoce und Arno Schmidt.

Ich bin eher realsitisch aber eigentlich ist es sicher interessant über die politische Situation und über eine wohnungslose und eine depressive Frau zu schreiben, auch wenn ich das schon getan habe.

Neue Aspekte gibt es sicher und sei es auch nur, daß sich die Dorothea auf die “Viertagebuchfrau” bezieht und, daß der neue Bundespräsident am sechsundzwanzigsten Jänner angelobt werden wird und die Sophie kann sich ja auch in den Fabi verlieben oder umgekehrt, aber, wie das genau werden wird, das weiß ich nocht nicht. Das habe ich mir noch nicht ausgedacht, das braucht noch seine Zeit….

Vom Suppenkaspar, Max und Moritz, guten oder schlechten Frauen

Während ich ein wenig ratlos war, wie ich das mit meinen Posts im neuen Jahr, die Veranstaltungen beginnen ja erst wieder am Montag und mit dem Lesen, wo ich jetzt bei den Weihnachtsbüchern von 2015 bin, komme ich auch nicht nach, -machen soll, denn ich will ja  meinen Lesern, die ich, wie man sehen kann, zwar höchstwahrscheinlich ohnehin nicht habe, die begierlich Tag für Tag nach den Schreiberfahrungen einer “Minusfrau”, gespoilerten Büchern oder den Geschichten vom Wiener Literaturbetrieb lechzen, -hat sich mein Kritiker Uli, der nicht Troll oder Glaubenskämpfer genannt werden will, gemeldet und mir freiwillig oder auch unfreiwillig neuen Stoff geliefert, wofür ich ihm auch herzlich danke.

Denn der stößt sich ja an meinen offenbar doch sehr vielen Flüchtigkeitsfehlern und es scheint ihm auch zu nerven, daß ich, obwohl ich  so fehlerhaft bin, nach “höheren Ruhm” und sogar nach dem “Nobelpreis” lechze und macht sich nicht nur gehörig lustig darüber, sondern pflegt auch so loszuschimpfen, wie es die konstruktiven Kritiker höchstwahrscheinlich nicht tun, denn die soll ja anspornen, während man, bei einem, der schlecht oder auch nur ein wenig patschert schreibt, wohl ein wenig nachsichtig sein  und vielleicht im Stillen oder auch ein wenig lauter denken könnte, daß man selber besser ist!

So würde ich das wahrscheinlich machen und habe mir auch von einigen anderen Bloggern mit denen ich im November und Dezember gemeinsam, die Bücher für das beste Debut gelesen habe, gedacht, daß daß wahrscheinlich Leute sind, die zum ersten Mal in einer Jury sitzen, während ich da schon mehr Erfahrung habe.

Kritiker Uli macht es anders und scheint das mit dem Berichten über den Literaturbetrieb nicht fassen zu können, meint, daß ich ein “trotziges präpubertäres Kind wäre, das zornig mit den Fuß aufstampft”, weil der “Nobelpreis” doch nicht kommt und  die Leserkommentare bei meinen Gewinnspielen zu wünschen lassen und meint weiter, daß sich Wilhelm Busch an mir ein Vorbild für seinen “Suppenkaspar” nehmen hätte können, aber der ist Erstens schon lange tot und Zweites stammt der “Suppenkaspar” aus dem “Struwelpeter”, den der 1809 geborene und 1894 verstorbene deutsche Psychiater Heinrich Hoffmann geschrieben hat, in dessen Praxis wohl damals schon verhaltensgestörte Kinder, die man heute wahrscheinlich aufmerksamkeitsaufällig und verhaltensoriginell nennen würde, kamen und der ein berühmt gewordenes Kinderbuch darüber geschrieben hat, das auch ich zu Hause hatte.

Ich bin 1953 geboren, die Neunzehnachtundsechziger haben sich an der schwarzen Pädagogik des deutschen Psychiaters, Fingerabschneiden für den Daumenlutscher, Verbrennen des neugierigen Paulinchens, Verhungern des Suppenkaspars, sehr empört und es hilft wohl auch nicht wirklich, verhaltensgehörten Kindern, die vielleicht auch einen Grund dafür haben, warum sie herumzappeln oder ihre Suppe nicht essen wollen, den Spiegel vorzuhalten oder mit der Moralkeule zu kommen, davon wird man wahrscheinlich nicht normaler und die Traumen verheilen auch nicht.

Als Diagnostikum finde ich das Buch aber großartig und, ich denke, es kann auch in die Kinderzimmer, wenn man mit den Kindern nachher darüber spricht und die Paulinchen vielleicht auch ein wenig neugierig sein läßt und den Kasper fragt, warum er sein Süppchen nicht essen mag?

Denn vielleicht ist es versalzen und die Werbung redet den jungen Mädeln ja noch immer ein, daß sie nicht zu fett sein dürfen, wenn sie eine Modelkarriere machen wollen.

Nun, die machen nicht alle, wie auch nicht allen, wie wir wissen, die literarische Karriere gelingt und meine Meinung war und ist, daß die, die vielleicht für die Publikumsverlage zuviele Flüchtligkeitsfehler machen, trotzdem schreiben sollen, wenn sie das wollen und BoD, Kindle Selfpublishing, etcetera scheint ihnen auch recht zu geben.

Das ist auch der Grund warum ich beim “Amazon-Bashing” vorsichtig bin, denn der “böse” Internethändler hat den Selbfpublishern wohl nicht ganz so uneigennüthzig ja wirklich die Tore weit geöffnet und während ich vorher immer gehört habe, daß man ja nie und nimmer etwas selber machen soll, weil man dann nie im Leben einen Verlag finden würde und wäre man noch so gut, ist das inzwischen anders und es häufen sich die Beispiele, wo bei Autoren, wie Nele Neuhaus, Elke Bergsma, etcetera, die Verlage anklopfen, weil sie mit ihrem Selbstverlegten so erfolgreich waren.

Nun weiß ich schon, daß das bei mir anders ist. Ich verlege auch nicht bei “Amazon”, dazu habe ich mich noch nicht durchringen können und wenn ich meine Bücher auf meiner Seite vorstelle, dann rührt oder interessiert das niemanden, da hat mein Kritiker schon recht.

Ich kann es nicht ändern und schreibe trotzdem weiter und versuche mich auch mit meinen Kritikern auseinanderzusetzen, drei größere hatte ich ja seit 2008, seit es das Literaturgeflüster gibt und es gibt wahrscheinlich Leute, die gerne in die Wunden anderer stechen und “Wui, bist du schlecht!”, schreien.

Das ist etwas, was ich zwar immer noch nicht so ganz verstehe und wenn mich meine Kritiker deshalb naiv nennen, haben sie wohl recht. Aber ich habe ja nicht nur vom Suppenkasper, bei Heinrich Hoffmann gibt es auch ein makrabes böses Beispiel, was passieren könnte, wenn man sich über die Mohren dieser Welt lustig macht, auch da mag  es pädagogisch sinnvollere Methoden, gegen Fremdenfeinlichkeit und Angst vor der Übervölkerung vorzugehen, geben und niemand wird wahrscheinlich heute deshalb in ein Tintenfaß gesteckt, erzählen wollen, denn es geht ja auch um Wilhelm Busch, den humoristischen Zeichner und Dichter, der von 1832 bis 1908 lebte und uns unter anderen, die bösen Knaben Max und Moritz bescherte, die den spießigen Lehrern und Witwen, ihre bösen Streiche spielten, über die man auch heute noch hererzlich lachen kann, was eine so humorlose Person, wie ich es bin, aber mehr aufregt, als die schwarze Pädagogik des Dr. Heinrich Hoffmann.

Immerhin bin ich ja Psychologin vom Brotberuf und arbeite mit verhaltensgestörten Kinder. Streiche, wie die von “Max und Moritz” mag ich aber trotzdem nicht, obwohl wir auch dieses Buch in der von mir so genannten Arbeiterbibliothek meiner Eltern hatten.

Da gibt es aber auch die “Fromme Helene”, die sich aus Einsamkeit, Frustration oder auch aus ihrer Depression heraus, ihr Leben mit Likör versüßt und da ist der Wilhelm schon wieder bei mir, denn in einem Teil meiner inzwischen einundvierzig selbstverlegten Bücher geht es ja auch um depressive Frauen und auch jetzt sitze ich, die Ausgeschriebene, die wirklich oder auch tatsächlich nicht schreiben kann, es aber nachweislich und ich schreibe ja auch sehr viel darüber,  nicht in den Literaturbetrieb hineingeschafft hat, über einem neuen “Work in Progress”, wo ich über eine wohnungslose Frau schreiben will, die ihr Leben in einer Bibliothek verbringt und weiß nicht wirklich, wie das geht.

Da helfen Beschimpfungen, wie “Sie sind ja noch schlimmer, als erwartet!”, nicht wirklich weiter und so bin ich am Montagabend auch ziemlich niedergeschlagen über meinem Laptop gesessen und habe bei der Szene neun, bei der ich inzwischen schon bin, nicht viel weitergebracht, obwohl ich da ja eigentlich, das mit dem Bibliotheksgespenst ausbreiten und die Verbindungen zwischen Dorothea Wewerka und Felizitas Fee herstellen wollte und das, hätte ich gedacht, könnte eigentlich sehr gut gehen, in dem die Dorothea in ihrem Bibliothekszimmer, sich die “Viertagebuchfrau”, aus einem der Regale nimmt und dort die schöne Obdachlose findet, die  ein ähnliches Schicksal hat.

Die Viertagebuchfrau” ist das Buch, das ich über die ersten hundert Tage von “Schwarz Blau” geschrieben habe, das war 2000 und jetzt geht es ja auch, um eine Bundespräsidentenwahl und die Dorothea Wewerka, hat, als sie von der Hauptbücherei gekommen ist,  auch gesehen, wie auf den Straßen, die Wahlplakate entfernt und durch “Licht ins Dunkel-Werbung” ersetzt wurden.

Die erste Idee, die für das neue Projekt hatte, war eine depressive Frau, die von und zu einem Endbahnhof fährt und dabei ihr Leben reflektiert, auch nicht wirklich neu. Dann kam das mit dem Bibliotheksgespenst, aber da kam ich auch nicht sehr weiter und dann die Idee mit den drei Handlungssträngen, die Dorothea geht durch Wien, liest Bücher und ist vielleicht auch eine Schriftstellerin, die eine Wohnung hat und nur einen Roman über das Ganze schreibt, vielleicht ist sie mit Karoline Proshaksa auch befreudet, die sie zu Recherchezwecken abends in das Abstellkammerl schleust, die Therese Schwarzenberg fährt inzwischen nach Beglrad und besucht dort ihre Freundin, die Aktionskünstlerin Invanka Gordelevic und der junge Identitäre, Fabian Hirschmann, der Aktionen gegen die Überfremdung Österreichs und auch Deutschlands plant, lernt in der Bücherei Karolines Nichte Sophie kennen, die van der Bellen Sticker auf ihrer Kapuzenjacke trägt und solche, wo “Refuges welcome” steht und ich hätte drei Handlungstränge, die ich langsam und sorgfälig ausarbeiten könnte.

Ich hoffe es gelingt. Vorläufig habe ich fünfundzwanzig Seiten, neun Szenen, von denen ich die letzte wohl noch überarbeiten oder neu schreiben müßte und vielleicht gelingt es mir wirklich mit den drei Geschichten noch einmal von vorne anzufangen und sie  langsam langsam ineinander zu verweben.

Dazu müßte ich mir Zeitlassen und da habe ich ja wieder vor, mal sehen, ob es gelingt.

Der Stoff wäre ja schon da, jetzt müßte ich nur noch etwas daraus machen und herausfinden, was die Therese in Belgrad will und, wie das der Dorothea mit der Felizitas Fee gelingt.

Sie könnte auch durch das Buch auf die Idee kommen, über Obdachlosgkeit zu schreiben oder auch wirklich zu einem Bibliotheksgespenst werden, obwohl ich nicht so genau weiß, wie das gehen könnte.

Daß ich mit Kritik nicht umgehen könnte, hat mein Kritiker mir vorhin geschrieben und ich weiß nicht so genau, ob das noch stimmt?

Früher war das sicher so, als die Monika J. und der Gerhard K. mir in den Siebzigerjahren, die “Einladung zum Tee” verrrißen haben, habe ich das nicht verstanden und verstehe das noch heute nicht so recht.

Ich glaube aber, daß ich gerade durch das kontunierliche Bloggen, das gelernt habe und ich deaktiviere die Kommentarfunktion ganz bewußt nicht und versuche auch, mich mit meinen Kritikern auseinanderzusetzen.

Leider sind die, die sich da melden höchstwahrscheinlich nicht so konstruktiv, sondern haben wohl ihr Vergnügen mich auflaufen zu lassen, aber, als in der letzten Schreibgruppe die Rede davon war, daß wir ernsthafter kritisieren  und jeder zu jeden Text was Positives und was Negatives sagen sollte, habe ich mich gewundert, daß ich “Gut machen wir das so!”, sagte und das, was ich da zu hören bekam, auch, als sehr konstruktiv und hilfreich empfand.

Es ist also wahrscheinlich schon ein Unterschied, wie man in den Wald hineinruft und ich denke auch, daß ich jemanden, den ich für schlecht halte, das nicht sagen muß und so weiß ich auch nicht wirklich, ob die Lösung meiner Probleme in “BoD-Büchern” liegt, die ich dann zu Buchhandlungen trage, die sie nicht haben wollen.

Das habe ich schon mit den “Hierachien” versucht und das war kein Erfolg, Dazu gibt es wohl auch zuviele Leute, die schreiben wollen und wahrscheinlich immer weniger, die lesen. Der Büchermarkt ist übersättigt und die Literaturkritiker und auch die Blogger schreien nach, wie vor “Pfui, Selbstgemachtes wollen wir nicht!” und da ich  auch einen Brotberuf und jetzt schon eine Pension habe, geht es mir auch nicht, um den Buchverkauf.

Mir geht es, um die Anerkennung und das war wohl auch schon so, als ich mein Referat in “Poldis Galerie Cafe”, bei Ruths Veranstltung “Poesie und Brotberuf” vor Jahren gehalten habe.

Daß ich die im Netz, wo ja sehr scharf kritisiert wird, vielleicht nicht bekommen kann, ist wahrscheinlich so. Ich finde das sehr schade, schreibe und blogge aber weiter, weil ich das für eine gute Möglichkeit mich darzustellen halte, auch wenn ich weiß, daß die Leute, die mich entdecken könnten, Blogs wahrscheinlich aus Übersättigungsgründen nicht lesen, sich vielleicht auch an Rechtschreibfehlern stören und die anderen ihre Freude am “Wui, wie bist du schlecht haben!”

Was ich sehr schade finde, aber höchstwahrscheinlich weiter gegen Windmühlen renne und mich mit meinen Kritikern auseinandersetzen werde, obwohl es schon stimmt, daß man die Aufmerksamkeit wahrscheinlich mehr den Schreibprojekten widmen sollte, aber auch darüber werde ich berichten.

Markenzeichen

Ich lese ja, seit ich aus Leipzig zurückgekommen bin auf den Blogs von Annika Bühnemann, die unter dem Titel “Vom Schreiben leben.de” Tips für angehende Autoren gibt, mit und die bietet auch Marktingkurse an, die den Selbstpublishern sehr empfohlen werden und man könnte sich eigentlich fragen, wozu ein Autor einen Marketingkurs braucht?

Hermann Broch, den ich gerade lese, hat einen solchen wohl auch nicht benötigt, sondern sich mit seinem “Tod des Vergils” in Amerika höchstwahrscheinlich seine vorher in Österreich oder der Ostmark erlebten Traumatisierungen hinuntergeschrieben und Thomas Bernhard hat seine eigene Marke kreiert, ohne sie wahrscheinlich so zu benennen und die Verlage tun das für die Verlagsautoren.

Die Selfpublisher müssen aber alles selber machen, so sind Coaching- oder “Heldenstunden”, wie Annika Bühnemann das nennt, wohl auch sehr hilfreich.

Anni Bürkl hat schon vor ihr Kurse und Coachings für Autoren angeboten, wahrscheinlich um selbst davon leben und schreiben zu können, bei Annika Bühnemann kommt noch ein christlicher Hintergrund hinzu, so dirigiert sie in einer Kirche, spricht oft von den Gottesdiensten, die sie besucht und was ich bewundere und mich weder jetzt noch früher eigentlich nicht trauen würde, daß sie den Autoren helfen will, ihren Traum zu finden.

Als ich bezüglich “Berührungen” vor mich hinjammerte und sie dabei zitierte, hat sie sich gleich auch bei gemeldet und mir eine kostenlose Heldenstunde angeboten, die ich, da ich ja länger schreibe, als sie am Leben ist, natürlich nicht angenommen habe, ihre drei Ziele, die sie unlängst den Autoren gegeben hat, haben mich aber auch so beeindruckt, daß ich einen “Drei Dinge ändern-Artikel” geschrieben habe.

Ich bin dabei glaube ich nur auf zwei gekommen, daß ich den NP-haben will und das auch aufschreibe. Was ich ändern kann, um ein Schrittchen diesem Ziel näher zu kommen, habe ich nicht gewußt, weil ich dachte, da müßte mich jemand dafür vorschlagen und ihn an mich vergeben.

Ich habe aber schon damals oder war es noch früher, meine sogenannten Indie-Bücher die sie mir hinausgestrichen haben, weil sie nur Verlagsprodukte wollen, bei “Wikipedia” wieder eingetragen, die jetzt, wie ich gerade bemerkte, auch schon freigegeben sind und das war ja schon ein diesbezügliches Schrittchen und bei einem anderen ihrer Artikel, wie “Selbstpublisher für ihre Bücher Werbung machen können” bin ich darauf gekommen, daß ich das auch  schon länger mache.

Nämlich eine Vorschau auf das jeweils neue Buch, seit einiger Zeit mit Gewinnspiel, auf das sich zwar niemand meldet, aber wenn es das Buch dann gibt, gibt es ein Bild davon und Artikel über meine Lieblingsbücher, die ersten Sätze, die Covers, etcerta, um meine Bücher vorzustellen gibt es auch und noch länger, eigentlich von Anfang an die Schreibberichte.

So schlecht vermartke ich mich also, die ich mir meine Bücher schon seit cirka 2000, zu je fünfzig Stück drucken lasse, also nicht. Es funktioniert nur nicht, obwohl ich ja meine täglichen hundert bis hundertfünfzig Leser habe, scheinen die sich für mein “Selbstgemachtes” nicht zu interessieren.

Das liegt zwar wahrscheinlich auch an mir oder an meinen Masochismus könnte man unken, denn ich habe ja die ISBN-Nummer, die ich ja kaufen könnte, von Anfang an verweigert und wäre damit wahrscheinlich unter die Kleinstverlage und nicht weiter aufgefallen.  Mit meinen selbstgemachten Büchern bin ich aber ziemlich exotisch, ich stelle sie ja nicht bei “Amazon” ein und will sie eigentlich auch nicht wirklich verkaufen, beziehungsweise nicht vom Schreiben leben, denn ich habe ja meinen Brotberuf und inzwischen auch eine Pension.

Mir geht es nur, um die Anerkennung und als ich eigentlich aufatmen hätte und “Ziel erreicht!”, denken hätte können, kam der Kritiker Uli daher und behauptete, ich würde nichts als Unsinn schreiben, weil bei meinen Kommentaren, ich gebe schon zu, daß das stimmt, manchmal der Punkt und die Absätze fehlen und Flüchtig- oder Rechtschreibfehler sind auch dabei zu finden.

Das darf man nicht im Netz, also werde ich mich mehr bemühen auch verständlich zu sein, denn da denke ich, muß ich wohl auf meine Leser Rücksicht nehmen und komplizierte Texte im Internet passen in einer Zeit der “Leichter lesen- Intiativen” wohl wirklich nicht zusammen. Es kann aber keiner über den Schatten springen, auch ich nicht, aber um wieder zu Annika Bühnemann und ihre Tips zurückzukommen, mich bemühen besser zu werden kann und sollte ich und das werde ich auch versuchen und jetzt gibt es auf ihrer Seite wieder einen Artikel: “So kreiirst du deine Vision – fünf Schritte für eine Schriftstellerkarriere”, mit einem eigenen Video oder eigentlich vieren, das erste bekommt man so, bei den anderen muß man sich in den Newsletter eintragen. Man sieht Annika Bühnemann ist Marketingprofi und darüber habe ich in einigen schlaflosen Stunden nachgedacht.

Denn ich habe meine fünf großen Ziele ja schon lange, das erste ist der NP oder die literarische Anerkennung, bei der es bei mir hapert und die ich offenbar weder mit meinen Blog noch mit meinen selbstgemachten Büchern bekomme, das zweite wäre endlich den großen Roman zu schreiben und da wäre ja “Claire-Klara-Clarisse”, das nächste Projekt mit dem mir das gelingen könnte, da ich mit den “Berührungen”, wo es ja wieder einmal auf mehren Ebenen um das Schreiben eines Romanes geht, ziemlich fertig bin und hoffe bald die Vorschau mit dem “Mimikry-Gewinnspiel” präsentieren zu könnnen

Das Dritte wäre dann das mit dem mehr Charisma, denn das bräuchte ich wahrscheinlich, um den Punkt eins zu errreichen und nicht so unbeachtet ein Ouvre zu verfassen, daß schon vierzig Jahre dauert und von manchen als unverständliches Zeug bezeichnet wird, was es wahrscheinlich doch nicht ist, aber man muß natürlich hinsehen, sich dafür interessieren, sich darauf einlassen, etcetera.

Dann kämen noch ein paar Visionen, wie daß sich die Welt zum Guten ändern könnte und ein schöner Tod gehört wahrscheinlich auch zu den Allmachtsphantasien, die man wenig oder vielleicht gar nicht beeinflußen kann.

Annika Bühnemnann kommt aber von den großen Zielen zum Konkreten und meint, man soll nachdenken, was man dafür opfern und wie man seine Ziele erreichen kann und da bin ich, wie erwähnt, daraufgekommen, daß ich nicht vom Schreiben leben, aber Anerkennnung für mein schon über vierzigjänhriges Schaffen haben will und irgendwie bin ich ich ja auch meine eigene Marke.

“Ich betrachte mich als literarisches Original!”, habe ich Heinz Lunzer einmal geschrieben, als ich mich darüber beschwerte, daß ich meine “Mittleren-Reihe” nicht mehr im Literaturhaus organisieren darf.

Das hat zwar nicht sehr viel geholfen, stimmt aber, daß ich glaube, daß ich das bin. Ein bißchen übersehen oder sagen wir sehr unbeachtet, aber sehr bemüht und engagiert und inzwischen  habe ich auf meinen Blog auch schon sehr viel Material gesammelt.

Rudolf Blazejewski, den ich 1975 0der 1976 bei einem Workcamp in Hamburg kennenlernte, und den ich wahrscheinlich  schon 1978 brieflich vorjammerte, daß ich keinen Erfolg im Literaturbetrieb habe, hat mir geraten, einfach für mich selbst zu schreiben und mich, um den Erfolg nicht zu kümmern und Annika Bühnemann rät das den Autoren die sie betreut auch.

Ich war damals empört und eigentlich stimmt das, auch wenn ich natürlich auch einmal einen Preis bekommen, auf einer Buchpreisliste stehen, den Literaturbetrieb auf der anderen Seite kennenlernen, etcetera will, deshalb gehe ich ja glaube ich, auch zu soviel Veranstaltungen und lese so viel Bücher.

Es stimmt trotzdem oder mit sechzig kann ich es vielleicht sagen und das Kämpfen sein lassen, denn jetzt habe ich zwar nur zwei Sachverlagbücher und eines in einem Kleinstverlag aber fast vierzig selbstgemachte, die auch schön ausschauen und auch einiges in Anthologien und wenn man zu “Amazon” geht, kann man auch einiges von mir kaufen, sogar was Selbstgemachtes, denn die ziehen  auch irgendwie herum und ich präsentiere mich auf meine Art mit meinem Jammern, meinen Rechtschreibfehlern, aber trotzdem sehr genau im “Literaturgeflüster” und das ist so, wie ich es will, obwohl ich natürlich mehr Beachtung gerne hätte.

Das stimmt natürlich auch und da denke ich oft an ein Beispiel, daß ich in der Schule im Psychologieunterricht gehört habe. Da hat ein Kaiser im sechzehnten Jahrhundert oder so ein Experiment gestartet und Kinder zwar gut versorgen lassen, den Ammen aber verboten mit ihnen zu sprechen.

Die Kinder sind gestorben, was als Beispiel interpretiert wurde, daß man Liebe und Zuneigung braucht und der Autor braucht seine Leser, wenn er nur für sich selber schreibt, ist es zu wenig und er wird depressiv.

Stimmt natürlich ein bißchen und Annika Bühnemann rät, glaube ich, in ihrem zweiten Video auch sich eine passende Zielgruppe zu suchen und für sie zu schreiben und da setze ich aus und habe vielleicht auch schon den Grund für meinen Mißerfolg.

Denn ich schreibe für mich und nicht für die anderen, um mich zu verwirklichen, mich weiterzuentwickeln, etcetera. Tobias Nazemi hat unlängst geschriebven, daß er das beim Lesen so tut und da kann ich mich auch anschließen. Beim Schreiben soll oder darf man das vielleicht nicht.

Die meisten großen Autoren, wie Thomas Bernhard, Arno Schmidt etcetera werden das wahrscheinlich auch getan haben und ich denke mir manchmal, daß es reicht, wenn ich meine Bücher habe und über mein Schreiben schreibe. Aber dann fehlt natürlich die Annerkennung, siehe oben und deshalb jammere ich wahrscheinlich auch so sehr.

Es ist aber, wie es ist, hat schon Erich Fried gesagt und um noch einmal zu den Zielen und den Schritten, wie man ihnen näher kommen könnte, zurückzukommen. Was ich in den acht Jahren des Bloggens gelernt habe, ist wahrscheinlich Selbstbewußtsein, auch wenn dann Kommentare, wie “Das ist das Schlechteste oder unverständliches Zeug!”, kommen, die mich natürlich jedesmal verunsichern.

Ich denke  dann darüber nach und glaube zu wissen, was daran stimmt und was nicht und wenn ich manchmal denke “Na, so schlecht wird es nicht sein, es ist schon mittelmäßig!”, dann stimmt das wahrscheinlich insofern nicht, weil ich ja mit meiner Art zu bloggen, meiner Art zu jammern, meiner Art meine Bücher zu machen, irgendwie schon etwas Besonderes bin, aber damit offenbar nicht so positiv aufgenommen werde, wie ich es gerne hätte.

Ein anderer Punkt, den Annika Bühnemann, den Autoren empfiehlt, ist bei mir, glaube ich, erfüllt, nämlich den der “Authentizität”.

Mein ganzer Blog und mein ganzes Schreiben ist sehr ehrlich und sehr offen und das ist vielleicht auch das, was manchmal Widerspruch erregt und vielleicht auch ein bißchen überheblich klingt.

Da ist eine mit vielleicht sehr vielen Rechtschreibfehlern und schreibt sie will den Np für Literatur? Und, um auf meinen Kritiker Uli hzurückzukommen, der mir geraten hat, Absätze zu machen und Punkte zu setzten.

Da habe ich ganz ehrlich gedacht, da kommt ein Volksschullehrer in die Maturaklasse oder in das Germanistenseminar und erklärt das “A”.

Das ist, da er sich ja vor meiner Schlampigkeit und meinen Fehlern gruselt, ganz schön überheblich, ich gebe es zu. Ich habe aber sehr viel gelesen und geschrieben und auch Arno Schmidt nicht verstanden und bei Hermann Broch, den ich gerade lese, geht es mir ähnlich.

Ich lese aber auch sehr gerne Bücher von Autoren, die vielleicht auch nicht so gut schreiben und dann würde ich wahrscheinlich anders reagieren und dabei auch offen und authentisch sein und um nochmals an den Anfang zurückgekommen.

Ich lese die Marketingtips der Annika Bühnemann, die übrigens gerade einen Blogroman schreibt und deren “Küß mich Superstar” ich gelesen habe, sehr gerne, weil da ist eine junge Frau, die, glaube ich, wirklich versucht, den anderen zu helfen und nicht nur an ihnen zu verdienen und, daß sehr viele Leute schreiben und es jetzt, als Selbstpublisher auch viel leichter, als ich vor zwanzig dreißig Jahren, können, finde ich sehr schön.

Die lesen mich zwar wahrscheinlich auch nicht, weil sie wahrscheinlich überhaupt nur wenig lesen und nur selber schreiben wollen. Aber ich lese sehr viel und nehme mir von meinen Nachdenkstunden wahrscheinlich mit, daß ich vielleicht weniger jammern sollte, aber das gehört vielleicht auch zu meinem Markenzeichen und mehr auf meine Flüchtigkeitsfehler achten, aber sonst weiter in meiner Rechtschreibung schreiben werde und mit dem nächsten Roman besser zu werden versuchen, was immer, das auch heißt.

Mal sehen, ob es gelingt. Aber der Weg ist das Ziel, das glaube ich auch und vielleicht ist auch meine Flüchtigkeit mein Markenzeichen und, daß ich jetzt schon über vierzig Jahren diesen Weg gehe und sehr sehr viel geschrieben habe und meine Hemmungen, gegen die ich Anfangs ja sehr kämpfte, habe ich durch das kontinulierliche Schreiben und das Bloggen darüber, inzwischen auch verloren und das ist eigentlich sehr schön.

Klassenliteratur

Ich leide ja, wie meine Stammleser wissen dürften, an der Tatsache nicht und nicht in diesen Literaturbetrieb hineinzukommen und von ihm wahrgenommen zu werden, obwohl ich ja schon so viel geschrieben habe, jetzt ist ja wieder ein Buch von mir erschienen und mich so bemühe, was meine Kritiker manchmal bezweiflen und meinen, daß ich einfach nur nicht schreiben könne, was wörtlich genommen nicht stimmt, differizierter betrachtet, etwas Wahres haben dürfte, denn ich kümmere mich nicht so ganz um die Rechtschreibung, sondern meine eher, daß es ein Akt der Freiheit ist, so zu schreiben, wie man will, als sich nach oft gar nicht so einsichtbaren Regeln (schreibt man jetz Al traum mit b oder p) zu orientieren, bin etwas schlampig oder legasthen, war früher sehr gehemmt und als mir ein Freund vor vielen vielen Jahren, ich war, glaube ich, noch in der Straßergasse und habe ihm bei einem Spaziergang auf die Mostalm von meinem Wunsch nach der Matura mit dem Schreiben anzufangen, erzählt, daß es den Unterschied zwischen dem “Wie und dem worüber gibt!”, erklärte, schien mir das nicht so wichtig zu sein. Beziehungsweise war ich wohl schon damals überzeugt, eine “Worüber-Schreiberin” zu sein, wollte realistisch, sozialkritisch, etcetera schreiben, inzwischen kommt wohl noch das Psychologische hinzu.

Eine Sprachspielerin bin ich also sicher nicht und das scheint ja eines der Kriterien, der sogenannten guten Literatur zu sein, nach der wir ja alle streben, obwohl wir sie dann vielleicht, weil zu schwierig, zu kompliziert, zu unverständlich gar nicht lesen.

Die Literaturkritiker und Wissenschaftler scheinen aber solche Kriterien im Ohr und Auge zu haben und so stehen bevorzugt solche Bücher auf den Buchpreislisten, gewinnen Stipendien, werden zu Festivals eingeladen, etcetera.

Aber ich wollte ja über die Klassenliteratur schreiben beziehungsweise, daß ich inzwischen nach fast fünfundvierzig Jahren mehr oder weniger erfolglosen Bemühen in den Literaturbetrieb hineinzukommen, diesen sehr sehr hierarchisiert sehe und an dem Gefühl leide, daß es offenbar total aussichtslos ist, etwas zu ändern, obwohl ja sehr viele Leute schreiben, sich durch die Selfpublisher, die das inzwischen einfach tun, ohne so viel nachzudenken, ob sie das überhaupt dürfen, auch schon einiges geändert hat, ich denke manchmal, ich habe keine Chance und wenn ich es auch noch so sehr probiere und das ist kein sehr gutes Gefühl, obwohl ich auf der anderen Seite ja sehr beharrlich bin, es nach, wie vor versuche, nicht aufgebe, etcetera.

Aber vielleicht wirklich nicht viel versucht habe, mich anzupassen. Zum Beispiel habe ich nie ernsthaft versucht experimentell zu schreiben, höchstens in der Schreibgruppe hie und da ganz spielerisch und verständlicher werde ich trotz meiner Bemühungen, wie ich fürchte auch nicht wirklich und die Rechtschreibfehler bleiben, obwohl ich mir, die “Berührungen” jetzt schon zum fünften Mal laut durchlese, um ihnen auf die Spur zu kommen.

Sehr hierarchisiert also der Literaturbetrieb und wenn man inzwischen von einer Zweiklassenmedizin spricht, sehe ich hier fünf oder sechs und mich immer ganz unten, außen, nebenan oder vielleicht überhaupt nicht da, zumindest in der Sicht der anderen,  denn, ich glaube ja, daß ich ständig “Hier!”, schreie!, aber höchstwahrscheinlich flüstere ich nur, schicke nicht mehr an Verlage und bewerbe mich auch nicht mehr um Preise und Stipendien.

Tobias Nazemi, der kritische Buchpreisblogger mit den hohen Ansüprüchen, der ungeduldige, der schon mal ein Buch, wie den Ulrich Peltzer zu Seite legt, weil er ihm zu schwierig ist oder an Martin Walser und John Irving Briefe schreibt, daß sie endlich etwas anderes schreiben oder überhaupt aufhören sollen, hat jetzt einen Kriterienkatalog erstellt, welche Literatur ihn fesselt und für ihn so anspruchsvoll ist, daß er sie gerne liest.

Da steht dann wieder etwas, wie: weniger Handlung und, daß die Sprache wichtiger ist und das merke ich ja am österreichischen Literaturbetrieb, daß da neben den experimentellen, die Autoren mit den Sprachräuschen wie Andrea Winkler oder Valerie Fritsch hoch gelobt werden oder den “Priessnitz-Preis” bekommen.

In Amerika gibt es angeblich keinen Unterschied zwischen E und U Literatur, hier gibt es ihn immer noch.

E ist hoch und schwierig, U wird zwar sehr gelesen, aber keiner gibt es zu und jeder rümpft die Nase, obwohl ja vielleicht auch Thomas Glavinic ein Beispiel ist, dem es gelungen ist, diese Kriterien zu brechen und in den oberen Ligen des österreichischen Literaturbetriebs spielt und den muß man vielleicht auch von den anderen Literaturmärkten unterscheiden und abgrenzen, denn der ist ja sehr klein und hinkt dem deutschen Bruder immer etwas nach, hat zum Beispiel erst seit acht Jahren eine Buchmesse, vorher hieß es “Buchwoche” war im Rathaus und da stellten die österreichischen Verlage ihre Bücher aus, aber eine Messe ist ja international und die österreichischen Autoren gehen auch, sobald sie es können zu “Suhrkamp” oder “Hanser” und die großen Amerikaner, die da vielleicht auch ein wenig anders sind, gelten als das unerreichbare Vorbild, aber die erzählen, schreiben vom Sex, dem Älter werden und dem Sterben und bringen ihren Kindern schon in den Schulen und Colleges das Schreiben bei.

Den österreichischen Buchpreis gibt es heuer auch erst zum ersten Mal und ich bin schon gespannt, wer da auf der Liste stehen wird?

Thomas Glavinic, Michael Köhlmeier, Norbert Gstrein und vielleicht auch der soeben erschienene  Roman von Sabine Gruber würde ich vermuten und dann natürlich die Grand Dame Friederie Mayröcker mit ihren “Blumen” und wahrscheinlich noch einiges andere, da der östBp ja, glaube ich, nicht auf Romane beschränkt ist.

Die österreichische Literatur ist sehr experimentell und hat mit Jandl und mit Thomas Bernhard durchaus sehr unverwechselbare Akzente hervorgebracht und dann gibt es ja auch noch “unsere” Nobelpreisträgerin Jelinek und die Marlene Streeruwitz und und und wie ist das jetzt mit den Hierarchien über die ich stöhne und an denen ich scheitere?

Die Ersten und Bleibenden waren und sind ja, daß ich mit meiner angeblich nicht so sperrig und kantigen, aber dann doch wieder unverständlichen Literatur es nicht in die Verlage, großen Zeitschriften und zu den Stipendien schaffte und dann ist man ja schon draußen und spielt in einer andere Liga.

Denn auch die Verlage sind sehr hierachisiert und auf den Buchpreislisten stehen bevorzugt die großen, während es auf der anderen Seite die Hotlist mit ihren unabhängigen Verlagen gibt, die sich ja auch sehr bemühen, darauf zu kommen.

Es gibt die großen, die mittleren und die Kleinverlage. Ich gehe ja zu sehr vielen Veranstaltungen und auch zu denen, wo die Kleinverleger ihre Bücher ausstellen.

Früher gab es die xxx-small, ich weiß gar nicht mehr so genau, ob es diese Kleinmesse noch gibt, sie ist jedenfalls nicht mehr im Amerlinghaus und als ich einmal in der Jury für die Buchpreisprämien war, den Katalog der österreichischen Neuerscheinungen der IG Autoren zugeschickt bekam und daraus meine Vorschläge machte, war ich sehr erstaunt, daß die anderen Juroren meine Vorschläge, weil zu unbekannt, nicht gut genug, etcetera, oft ablehnten und dann meisten, die großen Nanen mit den großen Verlagen auf dieser Liste stehen, die dann auch im Literaturhaus und in der “Gesellschaft für Literatur” lesen.

In der “Alten Schmiede” ist das immer noch ein bißchen anders, denn da gibt es ja die “Textvorstellungen” und da bekomme auch ich gelegentlich einen Termin, das Publikum das aber auch nach den großen Namen oder zu seinen Freunden geht, hält sich auch da in Grenzen und, die ganz großen Namen wie Thomas Glavinic, Daniel Kehlmann, etcetera lesen im Rabenhof und da muß man Eintritt zahlen.

Es schreiben aber immer mehr Leute, die dann meiner Erfahrung nach oft wenig lesen und so gibt es inzwischenauch weniger etablierte Orte oder Orte für Alltagskultur, wie sich der “Read!!ingroom” beispielsweise nennt, die bekommen dann keine Subentionen und laufen so mit einem Körberl oder einer Spendendose herum und die Honorare, wenn man welche bekommt, liegen unter der hundert Euro Grenze oder machen überhaupt die Hälfte aus und das ist schon wieder eine Hierarchie, denn die großen anerkannten Autoren, bekommen ja viel mehr und ich lese inzwischen, wenn ich lese, meistens umsonst, weil ich das ja gerne tue und dann in kleinen Räumen mit oft wenig oder gar keinen Publikum, bin aber eine, die sich für das Schreiben und das Lesen über den Tellerrand ausspricht, jeden ermuntern möchte und viel oder das meiste auch sehr interessant findet.

So habe ich eigentlich keine strengen Kriterien oder eigentlich nur das, der Ernsthaftigkeit und der Authentizität, tue mir ein bißchen mit dem Experimentellen und den Sprachräuschlern schwer, gehe aber zu ihren Lesungen.

Schwierigkeiten habe ich vielleicht mit dem allzu Lustigen und Aggressiven und würde so Thomas Glavinic nicht zu meinen Lieblingsautoren zählen und der andere große Thomas, der mit dem so vielgelobten Sprachrhythmus, der mich anfangs auch sehr ansprang, ist mir inzwischen zu negativ und, daß der Literaturbetrieb aus vielen vielen Hierachiestufen besteht und mich nicht und nicht hinein läßt. ist immer noch etwas, was mich sehr beschäftigt, obwohl ich inzwischen im “Literaturgeflüster” und auch sowas, wie eine Selbstpuplisherpionierin bin und das noch machte, als es “Eigenverlag” hieß und ungefähr das letzte Fettnäpfen war, in das man treten konnte, es sehr viel, allerdings auch sehr unbeachtet tue.

Die Selbstpublisher haben sich ja inzwischen ihren Raum geholt, füllen in Leipzig und in Frankfurt ganze Hallen, buchen Marketingkurse, kaufen sich ein Lektorat und eine Covergestaltung und verdienen sich angeblich bei “Amazon” krumm und deppert, etwas, was ich eigentlich nicht glaube und es noch immer sehr schade finde, daß ich die Hierarchien nicht durchbrechen kann und sich niemand für meine vierzig selbstmachten Bücher interessiert.

Das finde ich sehr schade, denn ich denke ja, ein Blickchen über den Tellerrand kann und sollte nicht schaden und lese mich  selber ziemlich quer und durch und denke, daß es ja schön ist, wenn jeder schreibt, der das will, obwohl ich damit den Unterschied zwischen Kreativität und Kunst, eigentlich sehe ich ja keinen, unterbreche.

Außer Tobias Nazemis Plädojer für die anspruchsvolle Literatur habe ich im Netz noch einen interessanten Artikel von Jochen Jung gefunden, der zu meiner Unverständlichbebatte passt.

Die Leute lesen keine komplizierte Literatur mehr, bedauert er daran, was er sehr schade findet und da sind wir wahrscheinlich wieder bei dem Unterschied von real und abgehoben, wie ich das einmal nennen möchte.

James Joyce und Arno Schmidt gelten, als große Autoren, die Leute verstehen sie aber nicht und lesen überhaupt immer weniger, lesen eher Facebook und spielen Pockey moon, wie er glaube ich auch schreibt und bedauert.

Sie lesen angeblich viele Chicklits, Krimis, Horror und Fantasy, etwas was im offiziellen Literaturbetrieb auch nicht vorkommt, also wieder eine Hierachie, die es offiziell nicht gibt, aber in Leipzig und in Frankfurt viele Hallen füllt und viele Verlage verdienen läßt.

Noch einen Artikel habe ich gefunden, da bedauert einer, daß auf den Parties nicht mehr über den einen großen Roman diskutiert wird.

“Was du hast den neuen Gstrein, Glavinic, Köhlmeier noch nicht gelesen?”

Die Buchpreisintitativen sind ja, glaube ich ein Schritt dagegen oder ein Versuch die Neunzigtausend jährlichen Neuerscheinungen, wer soll das wirklich alles lesen, wenn ich jährlich nur mehr hundertfünfzig jährlich schaffe, mit einigen Zwischenschritten auf das eine angeblich beste Buch des Jahres einzudämpfen, daß das zu Weihnachten unter dem Christbaum liegt und im Frühjahr darauf noch originalverpackt auf Flohmärkten oder in den ein bis drei Euro Abverkaufslisten.

Dagegen, daß das funktioniert spricht wohl, daß die Geschmäcker verschieden sind und, daß auf den Buchpreislisten, obwohl die Buchhändler ja tapfer dagegen aufschreien, der Geschmack, der Juroren, die oft Literaturwissenschaftler und Kritiker sind, zu finden ist und der heißt dann Reinhard Jirgl, Ulrich Peltzer oder Frank Witzel und wenn ich jetzt rasch mal frage, wer hat im letzten Jahr den dBp gewonnen, welche Bücher von der Liste kennt ihr noch und welche davon habt ihr gelesen? Wird vielleicht ein Schweigen oder ein Achselzucken zur Antwort kommen.

Der Literaturbetrieb ist also hierachisiert und läßt mich, weil ich nicht rechtschreiben kann und will und realistisch bin, nicht hinein, die Selfpublisher zucken die Achseln und machen es selber, die vierzig Prozent funktionalen Analphabeten und die die ein broken German sprechen, werden sich auf Facebook, Groschenherfterln, die sie sich jetzt angeblich auch illegal downloaden und Computerspiele beschränken und ich lese mich tapfer weiter über den Tellerrand, lese morgen mit Musikbegleitung, Gitarre und Flöte von zwei Musikern, die schon mit Ferdinand Schmatz performten und bin gespannt, wie es meiner realistischen Sommergeschichte dabei gehen wird, lese demnächst auf dem Volksstimmefest und kann da schon verkünden, daß es die neue Anthologie, wo ein Stückchen meines “Schutzengelchens” enthalten ist, schon gibt und am Volksstimmefest erhältlich sein wird.

Ich schreibe nach wie vor viel und kämpfe gegen oder auch für den Literaturbetrieb, wo die auftrebenden Autoren immer jünger werden und es jetzt auch einen Debutpreis und eine Debutschiene bei den Ö Tönen gibt, die ich sehr interessant finde und das Schreiben der dreißigjährigen jungen Frauen und Männer, die vielleicht die Leondinger Literaturakademie besucht haben und über das Prekariat und die Generation Praktikum schreiben, aufmerksam verfolge.

Und ich schreibe wahrscheinlich weiter über meine depressiven alten Frauen, über die erfolglosen Autoren, über Demenzen und machmal auch über das Cafe Wolke am Himmelsbogen wo sich Stefan Zweig und Heimito von Doderer mit dem Fräulein Anne bei einer Schale Gold und einer heißen Schokolade mit einer großen Schlagobershaube treffen.

Den Herrn Professor und den jungen Dichter habe ich auch schon einmal dorthin geschickt und bin damit auf Platz dreizeh beim “Lutipold Stern Preis” gekommen und aus gegebenen Anlaß leider auch den Rolf Schwendter.

Ja und beim “Max von der Grün-Preis” habe ich trotz meiner Realsitk nie etwas gewonnen, dort aber wohl sehr bemühte Autoren wie Rudi Lasselberger und Dietmar Füssel getroffen, die auch in Kleinverlagen publizieren, wenn sie es nicht überhaupt ebenfalls selber mache, die ich regelmäßig lese.

Sommergeschehen

Daß der heurige Sommer mit den Sommerfrischenwochenenden ein wenig anders werden wird, als die vorigen, habe ich schon geahnt, bin ich ja nur für ein verlängertes Wochenende in Harland bei St. Pölten, wo ich dem Alfred an den Freitagen meistens helfe, die Thujen, die er abschneidet, wegzuräumen, am Samstag sind wir am Markt, am Sonntag auf der Rudolfshöhe, da bleibt nicht sehr viel Zeit für mein Schreiben, beziehungsweise dem Korrigieren der “Berührungen”.

Das habe ich dann in Wien, in den Zeiten wo ich keine Stunden habe, getan, habe da wieder gedacht, ich bin bald fertig und kann bald mit meinem Sommerroman “Claire Klara Clarisse” beginnen, dann aber prompt Fehler um Fehler gefunden und da ich in der vorigen Woche ja einige Mails vom User Uli bekommen habe, der meinte, daß ich nicht schreiben kann und nur unverständliches Zeug fabriziere, bin ich in mich gegangen und habe angefangen, den Text laut vorzulesen, womit ich mit dem Korrigieren wieder am Anfang war und wahrscheinlich den Rest des Sommers damit beschäftigt sein werde.

Aber eigentlich habe ich das ohnehin so vorgehabt und ist mir bei meinen früheren Texten auch so gegangen.

Diese Woche hatte ich aber nicht viel Zeit dazu, denn am Montag habe ich dem Alfred nicht mit den Thuljen geholfen und bin auch nicht. wie die zwei Wochen davor in Wien gewesen, weil ich doch Stunden hatte oder der Alfred seine Begtriebratsitzungen, sondern wir haben einen Auflug in das Mühlviertel gemacht.

Einen alternativen Shoppingtag könnte man so sagen, denn der Alfred hat eine Sendung des bayrischen Rundfunks über das alternative Handwerk in Oberösterreich gesehen, dann sind wir zuerst in das Landbrauhaus Hofstetten gefahren, um einzukaufen, weil es im August wieder ein Geburtstagsfest geben wird,  dann waren wir in Lembach in einem tollen Bio-Restaurant Mittagessen, bevor wir zu “Naturfaser Fölser”, einem kleinen Betrieb in Helfenberg fuhren, wo sich der Alfred zwei Hosen bestellte.

Dann haben wir noch seinen früheren Arbeitskollen besucht, der in der Nähe mit seiner Frau einen alternativen Bauerhof betreibt, haben seine Schafe und seine Enten bewundert und Felizitas hat mir von ihrer Tante Maria Hauser erzählt, die eine Lokaldichterin ist und da bin ich darauf gekommen, daß ich mir aus Leipzig ein Buch von ihr mitbrachte, da dort der Stand der Oberösterreicher ja immer Gratisbücher zu freien Entnahme hat, das ich noch lesen muß.

Ja, das Mühlviertel ist, sowohl was den Genuß und die Naturfasern betrifft, als auch bezüglich der Literatur aktiv, hatte die Ruth ja auch einmal ihren Verlagssitz dort, als sie noch die “Edition die Donau hinunter” betrieb und diesen Freitag und Samstag bin ich mit dem Alfred auf dem Hochschwab gewesen, etwas was mich fast ein wenig übernommen hat, aber auch sehr schön war.

Morgen werde ich mir den Text weiter laut vorlesen und hoffen bald damit fertig zu werden und die “Nika” wird am Montag warhrscheinlich auch ausgeliefert werden.

So daß es eigentlich ein intensiver Juli gewesen ist, der mit dem “Bachmannpreis” und der “Sommerakademie” begonnen hat.

Bei einigen literarischen Festivals bin ich in Wien gewesen, habe mir zweimal die Ö-Töne und zweimal die “Podium- Sommerlesungen” angehört, am Karlsplatz beim Filmfestival bin ich gewesen und vorigeWoche auch zweimal am Rathausplatz und im August wird es mit einem Ausflug nach Innsbruck und dem Besuch eines Hauermarktes weitergehen und natürlich auch mit dem Korrigieren der “Berührungen”, die ich wirklich hoffe einigermaßen fehlerfrei hinzukriegen, so daß es bald auch eine Vorschau mit einem “Mimikry-Gewinnspiel” geben wird.

Das Cover mit den Bücher, die in dem Roman vorkommen, haben wir schon gemacht und die “Bierdosengeschichte” aus der letzten Schreibgruppe werde ich verkürzt, als Beschreibungstext nehmen und ein schönes Gedicht von Richard Weihs wird es als Motto auch geben.

Das zweite Lesehalbjahr

Jetzt kommt wieder eine Glosse, beziehungsweise das Eingestehen einer Schwäche oder Stärke, man kann das ja drehen und wenden, wie man will und möchte, denn wenn man neugierig ist und irgendwie ganz heimlich oder auch schon ziemlich offen, den Anspruch hat, möglichst alle Bücher zu lesen und gleichzeitig auch seine Bücherbeschränkungspläne und seine Leselistenpläne irgendwie auch einhalten will, muß man zwangsläufig scheitern, das geht gar nicht anders.

Ist das ja, wie die Quadratur des Kreises oder irgendwie auch anders, denn Lesen ist ja schön und eigentlich ist es auch herrlich, daß es so viele Bücher gibt und so viele Leute schreiben und das tue ich ja auch und habe gerade mit dem Alfred das “Dummie” der “Nika, Weihnachtsfrau” bestellt. Das wird nächste Woche kommen und mit den “Berührungen” hoffe ich derzeit ja auch bald fertig zu werden, damit ich mit meinem Sommerbuch “Claire Klara Clarissa”, vielleicht doch noch vor dem “Nanowrimo” anfangen kann.

Über meine Lesepläne oder den Badezimmerstapel, den ich vor ein paar Wochen zur Seite geräumt habe und mir ausgerechnet habe, welche Bücher davon ich heuer wahrscheinlich, doch nicht mehr lesen will, habe ich ja schon geschrieben und auch gedacht, es dabei zu lassen, beziehungsweise bin ich in meine heurigen Sommerfrischenwochenende gestartet und habe da ja ein paar ganz alte DDR-Bücher überm Bett liegen, den “Tod des Vergil”, eigentlich kein Sommerbuch oder doch vielleicht, wenn ich da sehe, daß die Kritiker und Feuilletonisten zum Lesen der “Odyssee” als Sommerkeltüre, statt Hennig Mankell oder einem Ostfriesenkrimi raten und in Wien lockt ja die Vicki Baum, aber bevor ich zu ihr komme, muß ich noch Ruth Schweikerts “Ohio”lesen, da ich mit Richard Wagners “Habseligkeiten” jetzt fertig geworden bin.

Dann lese ich aber auch immer gerne Blogs oder schaue die Vlog-genannten Videos und da gibt es ja Sophie Palme und die präsentierte vor kurzem ihr letztes Lesehalbjahr, was mich dazu anregte, auch über mein noch vor mir liegendes nachzudenken, beziehungsweise nachzudenken, wieviele Bücher ich von meiner langen Leseliste bis jetzt geschafft habe?

Jetzt ist der Juli schon ziemlich fortgeschritten, habe aber bis jetzt sechsundsiebzig Bücher gelesen und wenn ich das verdoppele, werden es wahrscheinlich hundertvierzig bis hundertfünfzig werden.

Also weniger, wie bisher, das habe ich schon geschrieben, daß ich seltsamerweise langsamer werde und ab August bezüglich der deutschen und der österreichischen Buchpreisliste bezüglich meiner Leseliste wahrscheinlich nicht mehr wirklich weiterkommen werde.

Also endlich die Vicki Baum lesen und dann die Schmankerln, die ich eigentlich unbedingt schaffen,möchte, dazu gehört ja der Franzobel, den ich auf der vorletzten Buch-Wien gewonnen habe, den Richard Schuberth, der seltsamerweise bei den O-Tönen als Debut präsentiert wird, obwohl es, glaube ich, nicht sein erstes Buch ist und auch schon im letzten Jahr erschienen ist.

“Licht im August”, sollte ich eigentlich lesen, Martina Wieds “Rauch über St. Florian” sollte ich als Sommerbuch lesen und dann noch Arno Geigers “Uns geht es gut”, Erich Landgrebes “Adam geht durch die Stadt”, Jürgen Benvenutis “Kolibri” Carla Federicos “Im Land der Feuerblume”, Sabine Grubers “Stillbach oder die Sehnsucht”, Amarylis Sommerers “Krimis” und und und, denn darauf habe ich mich, als ich die Bücher gefunden oder aus den Abverkaufskisten gezogen habe, ja sehr gefreut.

Aber die Buchproduktion schläft nicht und wenn man, wie ich regelmäßig zu Lesungen geht, wächst die Neugier und so habe ich, nach dem es bei den O-Tönen jetzt ja so eine Reihe gibt, einige Debut angefragt, Susanne Mewes Roman, die letzte Wartholz Gewinnerin, interessiert mich natürlich und ich bekomme auch manchmal Anfragen von Verlagen und Agenturen, wo ich eigentlich angesichts meiner überlangen Leseliste “Nein!”, sagen sollte und es doch nicht tue.

Denn eigentlich, glaube ich, möchte ich ja alles lesen und es ist auch eigentlich egal ob ich mit dem Alten oder Neuen anfange oder eigentlich denke ich und hat sich auch bestätigt, die Mischung machts und so habe ich von Bernhard Kellermann, einem eigentlich zimelich vergessenen DDR-Autor “Die Stadt Anatol” hervorgeholt, habe Elfriede Vavriks “Nackbadestrand” gelesen, als jemand im “Literaturcafe”, nach Literatur für oder von Alten fragte und der Sexbericht einer neunundsiebzigjährigen alten Dame ist eigentlich sehr interessant, auch, wenn ich bei allem nicht glaube, daß es so ist oder es bei mir anders vorstellen könnte.

Also werden es in den nächsten fünfeinhalb Monaten sicher wieder viele neue Bücher werden und neue Versuchungen kommen und eigentlich schön, wenn man so einfach anfragen und sich durch die Bücherlisten lesen oder im Schrank auch einmal einen “Inselkrimi”, Paulus Hochgatterer “Die Süße des Lebens”, den Bestseller aus 2007 oder einen alten Jan Peter Bremer finde.

Ich weiß, sein Bachmannpreis hat mir nicht so besonders gefallen, aber vielleicht mache ich beim “Palast im Koffer” eine Überraschung und ansonsten bin ich schon sehr neugierig, was in einem Monat auf dieser Liste stehen wird. Diesmal werde ich alles anfragen und nur lesen was kommt, die Hälfte würde ich einmal vermuten, aber dann gibt es ja noch soviele andere Neuerscheinungen und Lyrik, sollte ich  auch noch lesen und Dietmar Füssel hat mir gerade gemailt, daß er mir die Neuauflage eines seiner früheren Büchern  schicken wird.

Also wird es die Mischung machen und ich werde wohl noch einige Bücher auf meine übervolle Leseliste schreiben und dann im Dezember ein paar, die ich auch gern gelesen hätte, wieder hinunternehmen.

Aber wenn ich auch nur sehr zögernd zu meinem Vicki Baum Schwerpunkt komme, der Stefan Zweig Schwerpunkt war ja nicht eingeplant und auch sehr wichtig und die Buchdebuts sind spannend, aber auch das, was die vielleicht unbekannteren Autoren in den österreichischen und deutschen Kleinverlagen und natürlich auch die Selfpublisher schreiben, denn das finde ich auch sehr interessant.

Unverständlich schreiben

Ich blogge hier ja meistens ziemlich unbemerkt dahin, bekomme durchschnttlich in der Woche einen Kommentar und meinen “Gefällt-mir-Stammliker” habe ich jetzt auch verloren, so daß ich mich  manchmal ein bißchen einsam fühle, aber einige Kommentare,  neben den aufmunternden, die es auch gibt, wie, daß es, das ziemlich schlechteste von allen Schlechten ist, was ich hier verfaße, daß ich desinteressiert und uninteressant schreibe, viele Fehler mache, noch immer, daß mit scharfen ß schreibe und nicht zu verstehen bin, habe ich schon bekommen.

Nicht sehr oft, in den letzten acht Jahren, die ich blogge, gerade ein oder zwei Handvoll solcher Meldungen würde ich mal schätzen und zwei Damen, die mich ein bißchen provozieren oder aufziehen wollten, habe ich auch gehabt, was mich  immer etwas irritiert und ich nachträglich, wie ich bin, auch immer und immer wieder, vielleicht damit es nicht vergeßen wird, erwähne und nach Anerkennung jage ich auch,  bin ein wenig frustriert, daß ich sie nicht bekomme und ich die Handvoll regelmäßiger Kommentierer, die ich im ersten Jahr hatte, verloren habe. Derzeit kommentiert nur Manfred Lagler-Regall ziemlich regelmäßig und die liebe Ruth schickt mir  gelegentlich Kommetare.

Ansonsten herrscht hier das große Sommerloch, was  es in der Politik mit der wiederholt werden müssenden Präsidentenwahl, dem Türkeiputsch, den Anschlägen in Frankreich, eterera, derzeit nicht gibt.

In den letzten Tagen habe ich aber einen regen Mailwechsel mit einem Kritiker geführt, der mich wieder einmal darauf aufmerksam machte, daß ich “Schlechtes, unverständliches Zeug!”, schreibe und meinte, daß meine Erfolglosigkeit daher komme, daß ich nicht schreiben könne und ich daher nie und nimmer  einen Verlag finden werde und ich alle diesbezüglichen Hoffnungen und, die nach Preisen und Anerkennung, füge ich hinzu, getrost aufgeben kann!

“Kann es sein, daß Sie zwar schreiben wollen, es aber schlicht und einfach nicht können?”, hat er mich gefragt und ich habe pflichtgemäß geantwortet “Mag sein!”, da ich  solche Kritiken öfter bekomme. Andererseits schreibe ich dafür dann eigentlich wieder zu viel und auch zu lang.

Denn ich habe das Schreiben nicht,  wie die meisten in der Schule gelernt, sondern bin schon mit diesen Kenntnissen in die erste Klasse gekommen, weil, als meine Mutter ein Jahr früher, ich bin ein Novemberkind, mit mir zur Anmeldung ging, haben die mich dort wegen Sprachfehler nicht genommen, sondern wollten mich in eine Sonderschule für Sprachverzögerungen schicken.

“Mein Kind kommt in keine Sonderschule!”, hat  meine Mutter geantwortet und ist mit mir ein Jahr lang zu einem Logopäden gegangen, der mir offensichtlich nicht nur das fehlende “R”  und “S” oder, was immer damals nicht stimmte, sondern auch das Lesen und das Schreiben beibrachte und, ich glaube, ich habe schon in der Volkschule in meiner Freizeit Aufsätze geschrieben, die ich dann mit Stolz meiner Lehrerin zeigte und in der Hauptschule ein Krippenspiel.

In der Straßergasse habe ich zwar die Frau Professor Friedl mit meiner fehlerhaften Rechtschreibung, denn die war mir damals sehr egal, geplagt, aber, daß ich später schreiben und Psychologie studieren will, habe ich schon zwei Jahre vor meiner Matura gewußt und das habe ich auch ausgeführt, nur leider nicht oder weil ich vielleicht zu fehlerhaft und unverständlich schreibe, den literarischen Erfolg, der mir, wie, meine Leser wissen, sehr wichtig ist, gehabt.

Daß ich “unverständliches Zeug” schreibe, würde ich eigentlich nicht glauben, obwohl ich schon solche Rückmeldungen bekommen habe, ich bin eher, hätte ich gedacht, zu einfach, zu wenig abgehoben, zu realistisch, etcetera.

Nun gut, ich habe also 1973 mit dem literarischen Schreiben angefangen, die erste Erzählung vollendet, bin dann prompt in eine Krise geraten, denn untertags studieren und am Abend und in den Ferien ohne Rückmeldungen schreiben, Schreibschulen hat es damals nicht gegeben und Kontakt zur Szene hatte ich ebenfalls nicht, war nicht so einfach.

1976 oder 1977 habe ich dann  eine Geschichte “Die Einladung zum Tee” verfaßt, mit der ich wieder zufrieden war und sie dem Gerhard K. und der Monika Jensen gezeigt, die beide gefühlte Stunden darauf herumdozierten, wie schlecht der Text nicht sei!

Die Monika hat mich  aber trotzdem in den “Arbeitskreis schreibender Frauen” gebracht, wo ich in Kontakt mit Marie Therese Kerschbaumer, El Awadalla, Elfriede Haslehner, Hilde Langthaler, Christa Stippinger, Erika und Bärbl Danneberg etcetera kam, gebracht.

1986 habe ich um Aufnahme in  die GAV, dem größten österreichischen Autorenverein angesucht, 1987 haben sie mich genommen.

1980 habe ich, glaube ich, mit “Güler will kein Kopftuch mehr”, den Preis für ein nicht geschlechtspezifisches Kinderbuch gewonnen, das dann auch 1982 den “Kinderbuchpreis der Stadt Wien” bekam und bei “Jugend und Volk” verlegt wurde.

Den “Körner Preis habe ich bekommen und ich habe angefangen meine Texte herumzuschicken, sowie die Verlage, wie ich meinen würde, mehr oder weniger patschert, angeschrieben.

Zweiundvierzig, glaube ich, bei den “Hierarchien”, das war Ende der Achtziger-Anfang der Neunzigerjahre, dann habe ich schon damals beim Hofrat Unger, der damals dafür zuständig war, um einen Druckkostenzuschuß angesucht, um es selber zu machen, das aber auch Jack Unterweger von der “Edition Wortbrücke” geschrieben, der es dann herausbrachte.

Weitergeschrieben, ein paar Texte in Literaturzeitschriften und Anthologien, Verlag keinen mehr gefunden, bis ich es  ab 2000 selber machte und jetzt schon an die vierzig selbstgemachte Bücher, die ich mir zu je fünfzig Stück beim “Digitaldruck.at”, früher in anderen Druckereien drucken lasse.

Etwas, was früher eher unmöglich war, dann kam aber das “Book on Demand” und das Selfpublishverfahren und jetzt machen es sehr viele selber, wenn sie dann auch ihre Bücher eher bei “Amazon” einstellen.

Der Stein des Anstoßes zu dem Mail, daß ich nicht schreiben kann, war auch mein Kommentar im “Literaturcafe”, bezüglich der Debatte, daß die Raubkopierer, den Selfpublishern sehr schaden würden, etwas, das ich nicht so kritisch, sondern eher lockerer sehe, weil ich mir eigentlich  nicht  vorstellen kann, daß die Selfpublischer wirklich so viel verdienen und ihre Bücher so oft gelesen werden, daß die Raubkopierer sie um vierstellige Eurobeträge brächten.

Das habe ich kommentiert, sehr schnell,  mit vielen Kommafehlern und sehr unverständlich offenbar, wie der Kritiker meinte, der in seinem Mail einige Blogartikel von mir, in denen ich, wie ich sehr gern tue, über mein erfolgloses Schreiben jammerte, verlinkte und mich darauf hinwies, wie man sie besser und verständlicher schreiben kann.

Er würde, hat er noch geschrieben, meine Kommentare gern im Literaturcafe lesen, weil ihm meine Fehler, das “Gruseln” beibringen, so wie man als Kind verbotenerweise Horrorfilme sieht und die Hand dann vor Entsetzen vor die Augen legt, es aber dennoch nicht lassen kann!

Ein starker Tabak und  sicherlich sehr kränkend, denn ich will ja, wie die meisten Aufmerksamkeit und Erfolg, bemühe ich sosehr und dann höre ich immer wieder oder doch gelegentlich, daß ich nicht schreiben kann!

Ich werde offenbar damit leben müßen und bin auch schon dabei das zu tun!

Meine vierzig selbstgemachten Bücher sind ja solche Selbsthilfereaktionen und auch mein inzwischen schon über achtjähriges Bloggen, denn da schreibe ich  jeden Tag über die Bücher die ich lese, die Veranstaltungen, die ich besuche und ich gehe  wahrscheinlich auch schon über vierzig Jahre mehrmals in der Woche zu Literaturveranstaltungen und natürlich auch über mein Schreiben und noch vieles andere.

Da bin ich inzwischen auch sehr selbstbewußt und habe wahrscheinlich wirklich das Gefühl, ich kenne mich gut aus, was den anderen, wenn das dann noch mit ein paar Fehlern garniert wird, höchstwahrscheinlich auf die Nerven geht und zu Kommentaren, wie die oben zitierten führt!

Trotzdem frage ich mich immer noch, warum man eigentlich  fehlerlos schreiben muß, bevor man bloggen, kommentieren, veröffentlichen, etcetera, darf?

In Zeiten, wie diesen darf oder kann das jeder und kann  auch mit Rechtschreibfehlern seine Bücher publizieren (ein Lektorat ist natürlich zu empfehlen) oder bloggen und da kann man natürlich geteilter Meinung sein und ich bin das, ganz ehrlich, auch.

Denn auf der einen Seite bin ich immer noch der Meinung, wie damals, als ich in die Straßergasse ging und, die Frau Professor Friedl ins Schwitzen brachte, weil sie mir wegen meiner Rechtschreibfehler nur ein “Sehr gut minus” geben konnte und ich mir dachte “Was hat sie nur, das ist doch in Ordnung?”

Auf der anderen Seite, habe ich dann doch einen Perfektionismus, der mich dazu bringt, daß ich, so wie gerade jetzt, bei den “Berührungen” meine Texte Wochen und Montate lang korrigiere, damit sie endlich fehlerlos werden und ich  die gewünschte Anerkunng bekomme, was dann doch nicht klappt.

Und ich denke auch, man sollte sich bemühen, fehlerfrei und verständlich zu schreiben, verstehe  aber nicht wirklich, warum ich “daß” jetzt mit zwei “ss” schreiben soll, wenn ich es doch in der Schule so lernte? Und so tue ich es auch nicht.

Ich bin auch ein wenig schlampert und wahrscheinlich auch ein bißerl legastehen, wie ich immer schreibe, eine umtrainierte “Linke” halt, wie man das damals vor fünfundfünfzig Jahren, als ich in die Schule kam, so machte und das mißfällt meinen Lesern und weil man ja im Internet offen und ehrlich sein darf, kommen dann Kommentare und Mails, wie oben und werfen mich zurück, beziehungsweise, denke ich, inzwischen, ich muß  lernen damit zu leben und habe auch mit meinem Kritiker, der sich sehr bemühte, mir zu zeigen, wie ich verständlicher schreibe und mir den Rat gab, viel zu lesen, eifrig kommentiert.

Aber ich lese ja sehr viel und da manchmal auch ebenfalls Unverständliches, was dann die Bücherblogger reizt und  das auch  regelmßig auf die deutsche Buchpreisliste kommt.

Es ist vielleicht auch ein bißchen verwirrend, daß die Romane, die bei den Literaturwissenschaftlern, den höchsten Wert haben, wie die von Proust, James Joyce, Arno Schmidt, zum Beispiel, als eher unverständlich gelten und von den wenigsten gelesen werden, obwohl man in den Literaturseminaren davon lernt und seine Diplom- oder Bachelorarbeiten, wie das jetzt heißt, darüber schreibt.

Ich vergleiche mich natürlich nicht mit Arno Schmidt und habe ihn, als ich ihn gelesen habe, auch nicht verstanden und mich dafür entschieden, mich jetzt kein Jahr damit zu beschäftigen, sondern,  das Buch nur zu überfliegen und das in meinen Blog auch so zu berichten und auch das Leseverhalten ändert sich.

Es können immer weniger Leute lesen. Die Schulen werden inzwischen von vierzig Prozent sekundären Analphabeten verlassen, so daß es inzwischen  “Leichter  Lesen-Bemühungen” gibt.

Dazu kommen dann auch die Migranten und die Flüchtlinge, die unser Sprachverhalten verändern werden und das war heuer auch beim “Bachmannpreis” besonders ersichtlich, daß da zwei Autoren gelesen haben, die nicht in das übliche “Literatururinstitutsniveau”, passten, nämlich die Facebookautorin Stefanie Sargnagel und der Israeli Tomer Gardi, der wenn ich es richtig vertanden habe, nur gebrochen Deutsch spricht.

So heißt jedenfalls der Roman, der bei “Droschl” erscheint oder schon erschienen ist und der Text, den er las, war in dieser gebrochenen Sprache, die inzwischen viele Migranten zumindest am Anfang, haben werden und die werden dann, wenn sie beispielsweise kommentieren, das vielleicht auch fehlerhaft tun und ich bin ja eine, die sich wünscht, daß alle schreiben sollen, so gut, wie sie es können und sich  diesbezüglich Toleranz und Offenheit wünscht!

So verstehe ich eigentlich nicht, daß man keine Rechtschreibfehler haben darf oder dann nichts mehr veröffentlichen und kommentieren sollte, weil dann  sehr viel verloren geht und ich eigentlich schon glaube, daß der Weg das Ziel ist.

Wie es auch beim ” Ohrenschmaus”, dem Literaturpreis für “Menschen mit Lernschwierigkeiten”, so gang und gebe ist, daß da  keine Rechtschreibfehler zählen und der wird  heuer ganz prominent im Rahmen der “Buch Wien” vergeben und nicht, wie bisher, Anfang Dezember am “Tag der Behinderung” und da wünschten sich die Intitatoren schon vom Anfang an, daß die Autoren auch beim “Bachmannpreis” lesen dürfen.

Sie werden es wahrscheinlich nicht können, weil die meisten Texte keine Länge von zwanzig Minuten haben und die meisten Autoren auch nicht selber lesen, was man da ja tun muß.

Es ist aber, habe ich,  heuer in Klagenfurt gehört, das einzige Kriterium dort auftreten zu können, ein Text in deutscher Sprache, der nicht einmal gut sein muß.

Das hat Klaus Kastberger, so verlautet, der Tomer Gardi  eingeladen hat und er hat es sicherlich nur getan, weil er der Meinung war, daß der Text gut ist.

Das wirft uns aber, denke ich, an die Ausgangslage zurück, daß sehr viele Leute schreiben wollen, es auch irgendwie können, aber nur vierzehn beim “Bachmannpreis” lesen düfen und daher auch sehr ausgewählt werden. Die Literaturinstitute suchen aus, die Verlage tun es und “Die Lektoren würden stöhnen oder zu lesen aufhören, wenn sie meine Texte sehen!”, hat mein Kritiker gemeint.

Mag sein, ich habe ja außer bei den zwei Fachbüchern, keinen ẃirklichen Verlag gefunden, schreibe aber schon seit über vierzig Jahre, habe inzwischen über vierzig Bücher selber publiziert, die der Alfred lektoriert und die ich selber monatelang auf Fehler überprüfe, obwohl ich das eigentlich nicht will und inzwischen gibt es auch für die übergebliebenen anderen bei “Amazon” die Möglichkeit zu publizieren, was wie ich  immer höre,  ein großer Erfolg sein soll.

Weil ich sehr viel und auch über den Tellerrand lese, habe ich auch solche Bücher gelesen und bin eigentlich beim Lesen nicht sehr anspruchsvoll, sondern eher tolerant und so verstehe ich auch das meiste, außer Arno Schmid und Richard Obermayr, könnte ich jetzt frech einwerfen, aber das ist eine andere Liga und so schreibe und blogge ich auch weiter.

Nerve, wie ich fürchte, meine Leser machmal mit meinen ewigen Jammern, daß ich es nicht und nicht in den Literaturbetrieb schaffe, die sich dann vielleicht damit rächen, daß sie “Was wollen Sie, gute Frau, könnte es nicht daran liegen, daß sie einfach schlecht und unverständlich schreiben?”, ausrufen.

“Vielleicht!”, muß ich dann wohl antworten.

Aber ich bemühe mich doch sehr, habe schon sehr viel geschrieben und gelesen und denke auch, daß man das, was man gern und viel tut, irgendwie kann!

Werde mich aber, ich verspreche es, bemühen, bei meinen Kommentaren aufzupassen und sorgfältiger zu sein.

Und meine Blogartikel korrigiere ich auch immer wieder, obwohl es natürlich vorkommt, daß ich Fehler übersehe und die sollten nicht sein, das stimmt schon. Aber der Weg ist das Ziel und vielleicht ist das, was eine, die so lang und so unermüdlich schreibt, doch nicht so uninteressant?

Und so werde ich wahrscheinlich weiter für mein “Recht zu schreiben”, kämpfen und würde mir auch Anerkennung, Geduld und Verständnis meiner Leser wünschen, aber das ist wohl in Zeiten, wie diesen, wo immer mehr Leute schreiben und immer weniger lesen, vielleicht wirklich ein bisserl naiv!

Literaturgeflüster feiern

Daß ich den achten Blogeburtstag acht Tage gemeinsam mit dem Sommer und dem Sommerfrischenbeginn feiern will, habe ich schon geschrieben.

Nur wie stellt man es an sich selbst zu feiern, was ja an sich eine gute Idee ist, wenn es die anderen nicht tun, aber vielleicht einen eitlen Beigeschmack hat und wie ich merken konnte, in der Praxis schwierig umzusetzen ist?

Denn die Idee ist ja nicht neu, darauf, daß ich mir selbst einen “Literaturgeflüster-Preis” geben könnte, bin ich schon vor zwei Jahren darauf gekommen und da oder war das schon ein Jahr früher, habe ich auch die Idee mit dem “Stadtschreiben” gehabt, mir sozusagen selbst ein Stadtschreiberstipendium zuerkannt, bin zu einem Lesemarahon aufgebrochen und habe mir zwanzig oder fünzig Euro in die Tasche gesteckt, damit ich bei mir meinen Ausflügen nach Wilhelmsburg, St. Pölten oder Herzogenburg einen Kaffee kaufen kann und Stadtschreiber- oder Recherchetage mache ich ja öfter, da gehe ich in Wien oder St. Pölten spazieren, kehre beim Mc Donald`s ein, kaufe mir einen Cheeseburger und sammle Material und weil das “Literaturgeflüster” heuer acht Jahre alt wurde, lag es auf der Hand das acht Tagezu tun, noch dazu, da mein diesbezüglicher Blogartikel erst am vierten Juli erschienen ist, da am dritten ja der Bachmannpreis zu Ende ging und darüber gab es auch einen Bericht.

Also von Sonntagnachmittag bis nächsten Sonntag Sekt trinken und versuchen da ich ja so fleißig bin und seit acht Jahren  konsequent meine literarischen Erlebnisse berichte, das entsprechend aufschreiben.

Am Sonntagvormittag war ich  also noch mit der Bachmannpreisverleihung beschäftigt, der Alfred hat gegrillt, ich habe mir die Pressekonferenz angesehen und bin dann mit ihm, wie am Sonntag bei uns üblich, auf die Rudolfshöhe, den Hausberg gestiegen. Nur da gibt es jetzt einen neuen Pächter, beziehungsweise hat der alte, am 20. Juni das Haus geschlossen.

“Das herzlich Willkommen”, war noch angeschrieben, das Haus aber noch nicht aufgemacht, was da wir schon gegessen hatten, nichts machte, der Auslug hat ja trotzdem stattgefunden  und als ich zurückkam gab es einige Aufregungen wegen meinem Kommentar, den ich “Buzzaldrin” geschrieben habe, daß ich mir bei serbisch oder türkisch stänmigen Autoren, die in Deutschland oder Österreich leben, eine doppelte Nationalitätenangabe wünsche, wie das, früher auch so war und, daß ich eigentlich gedacht hätte, die Kriterien dort zu lesen wären, entweder in einem deutschsprachigen Land zu Leben oder dort geboren zu sein.

Das wurde ja heuer etwas aufgebröselt, fremdenfeindlich bin ich, glaube ich, trotzdem nicht und, daß meine Kommentare offenbar nicht so verstanden werden, wie sie gemeint sind, habe ich schon öfter gemerkt.

Am Montag war dann der erste Sommerfrischen- und der erste “Feiertag” und da hatte ich vor mit dem Rad zum Traisencenter zu fahren, mir dort beim Mc Donalds einen  Bic Mac zu kaufen, dann auf die Aussichtswarte steigen und dann die Bücherbestände bei der Seedose zu durchforsten. Etwas was auch nicht neu ist und ich fast jeden Sommer  mache, neu ist vielleicht, daß der Alfred jetzt auf Altersteilzeit ist und erwartete, daß ich koche, beziehungsweise ihm beim Tullienwegräumen helfe, etcetera.

Mein Blogartikel ist erschienen und hat ein “Gefällt mir” bekommen, Kommentare nicht, die kamen dann zu meiner “Der Weg des Künstlers-Besprechung” und waren nicht erfreulich, denn gierig, nur auf Erfolg aus und undankbar bin ich eigentlich nicht oder doch auf Erfolg aus, natürlich, aber da, der ja nicht kommt, habe ich mir angewöhnt, im “Literaturgeflüster” darüber zu jammern und das halten dann nicht alle aus.

Es kam dann doch ein Kommentar von Manfred Lagler-Regall, meinem eifrigen Kommentierer mit den vielen Mailadressen, allerdings nicht zum Geburtstag, sondern zum Bachmannpreis und am Diestag sind wir früh nach Wien gefahren, denn da hatte ich einen intensiven Praxistag mit einer Diagnostik zu Mittag, so daß ich nicht, wie ich eigentlich wollte, das “Literaturgeflüster” mit einem Besuch beim “Asia-Nudeltopf” feiern konnte.

Halt jetzt habe ich einiges vergessen, denn es gibt schon literarische Neuigkeiten und die sind zum Teil auch am Montag eingetroffen, so hat mich doch Christoph Keplinger zum “Volksstimmefest” eingeladen und mir die Details zum “Linken Wort” geschickt.

“Das Thema wird “In Arbeit” heißen und da werde ich wahrscheinlich, die erste Himmelszene mit Anne Frank, Stefan Zeig und Heimito von Doderer lesen, weil  “Work ins Progress” ausdrücklich erwünscht sind.

Evelyn Prammer von der “Ohrenschnmaus-Organisation” hat sich schon ein paar Tage vorher bei mir gemeldet und mir mitgeteilt, daß es am elften November auf der Buch-Wien einen “Ohrenschmaus-Tag” mit einer Diskussion auf der “ORF-Bühne” an der ich teilnehmen werde, geben wird und Margot Koller hat mich um Angaben zur Salzburg Lesung am 26. 1. 2017 zum Thema “Ankommen” mit ihr, Wolfgang Kauer und Manfred Chobot geschickt.

So Unliterarisch ist es bei mir also doch nicht, wie ich manchmal denke und am Dienstagabend wurde dann die “Poliversale” in der “Alten Schmiede” mit einer sehr interessanten Lesung eines ukrainischen Dichters beendet.

Da bin ich über den Karlsplatz nach Haus gegangen, eigentlich nur, um mir das Programm fürs “Kino unter Sternen” zu holen. Habe mich aber gleich hingesetzt, die Ruth hat mich angesprochen, es gab die “Drei Groschenoper” und am Mittwoch hat die Sommerakademie im der WU zum Thema “Jüdisches Wohnen” angefangen, da wollte ich eigentlich wieder mit dem Alfred zu Mittag essen gehen, der war aber auch auf einer Tagung und zwar im Museumsquartier, wo es ein großes Buffet und viele Goodies gab, so habe ich am Mittwoch wieder einen Big Mac gegessen, Pommes Frites dazu und einen kleinen Bananenshake und habe mich den Rest der Pause in den angrenzenden Park in eine rote Hängematte gelegt.

Werner Grüner hat mich am Donnerstag gefragt, ob ich mich nur von Fastfood ernähre, als ich mir vom Mc Donald`s einen Eisbecher mit Schokosauce holen wollte, ich war aber zu Mittag mit dem Alfred und der Ruth in einer Pizzeria, die es inzwischen bei der neugebauten Sigmund Freud Uni, die sich jetzt neben der Wu befindet, gibt.

Die Ruth hat mir am Mittwoch noch “Paul und Paula” abgekauft und mir am Donnerstag gesagt, daß sie das Buch Christa Nebenführ gegeben hätte, weil die etwas über Tansgender macht. Mal sehen, ob sich was daraus ergibt, zu den “Prückl-Podiums-Lesungen”, die es ja auch in diesem Sommer über gibt, bin ich nicht eingeladen.

Von Peter Czak habe ich  noch zwei etwas verwirrende Mails bekommen, die die Schreibgruppe und seine Weiterentwicklung betreffen, mal sehen, ob es die im Herbst noch geben wird, war sie doch sehr spannend und ich habe sie ja auch sehr eifrig für meine Work in Progress benützt.

Von der Sommerakademie zurück bin ich immer durch den Prater gegangen, da gab es  sehr viele Familien mit Kindern, wo die Frauen und die Mädchen Kopftücher trugen, syrische oder lybische Flüchtlinge vielleicht, zu sehen, die den Prater erkunden, bei einer dieser Hochschauschaukeln bin ich stehengeblieben und habe zugeschaut, wie sich die Mädchen und die Burschen durch die Luft schwingen ließen und mich gewundert, daß ihnen nicht schlecht wurde dabei.

Am Mittwoch bin ich wieder in die “Alte Schmiede” gegangen, da stellte ja Franzobel sein derzeitiges “Work in Progress” vor und dann nicht mehr auf den Karlsplatz sondern gleich nach Hause und am Donnerstag sind wir nach Harland gefahren.

Da gab es das Fußballspiel Deutschland gegen Frrankreich und am Freitag noch einen “LiteraturgeflüsterFeiertag”, den ich St. Pölten verbringen wollte.

Da bin ich etwas früher aufgestanden und habe das “Mc Donald`s Frühstücksangebot”,Kaffee und Bacon-Muffin, um zwei Euro ausgenützt, dann habe ich mich bei dem “Thalia-Abverkaufsstapel” umgesehen. Da kosten die Bücher jetzt 4.99, wenn man drei nimmt, ist das vierte gratis und es hätte auch ein paar gegeben, die mich interessiert hätten, aber meine Leseliste ist ja ohnehin schon so lang…

Vor der städtischen Bücherei standen wieder Bücherschachteln mit fünzig Cent Bücher und die Bücherei bis halb eins geschlossen, es war allerdings nichts wirklich Interessantes dabei und dann war der Stadtspaziergang schon fast vorüber, zumindest literarische Begegnungen habe ich keine gemacht.

Also nicht Doris Klomstein oder  Robert Eglhofer getroffen. Alois Eder geht ja, glaube ich, nicht mehr aus dem Haus.

Ein Decorgeschäft wird geschlossen und verkauft alles um den halben Preis, da kaufte ich mir ein sehr schönes, aber wahrscheinlich nutzloses Täschchen um 95 Cent und da ichmir am Montag einen Gutschein für einen Kaiserspritzer, um eins fünfzig für das Terassenfest, das es im Traisencenter am Freitag gab, von dort mitgenommeh hatte, bin ich nochmals hingefahren.

Die Musik, “Radio Arabella” hatte gerade begonnen, ein paar Pensionisten waren schon da und die sommerliche Stimmung, die mir schon am Montag aufgefallen ist, ebenfalls. Dann noch eine Runde, um den Viehofener See gefahren, nochmals auf den Turm gestiegen und bei der “Seedose” habe ich einige interessante Krimis gefunden, zwei von Andreas Franz, der ja, glaube ich, schon gestorben ist, einen von Heinrich Steinfest, also viel sommerlichen Lesestoff, wenn ich nur dazukommen würde, denn am einundzwanzigsten Juli erscheint die Spielberg-Verfilmung von Roald Dahls “Big Friedly Gigant” nach dem Buch “Sophiechen und der Riese”, das ich bis dahin noch lesen sollte und  richtig, das habe ich jetzt auch vergessen, am Dienstag haben sich die neuen “Buchpreisblogger” bekanntgegeben, es sind diesmal sechs, ein paar bekannte, wie Jochen Kienbaum und Tobias Nahzemi oder Sophie Weigand sind auch dabei, denn am dreiundzwanzigsten August wird  die neue Longlist bekanntzugeben.

Da werde ich vermutlich auch wieder einiges bekommen, wenn ich anfrage, was ich vermutlich werde, denn das Buchpreisbloggen ist ja jetzt auch eine neue und vielleicht bleibende “Literaturgeflüster-Aktion” und damit gehen  langsam und allmählich meine “Feierlichkeiten” zu Ende. Ein paar  Wochenendritauale, wie das samstägigeWürstlessen auf dem Markt wird es noch geben und am Sonntag den Berglauf auf die Rudolfshütte. Da werden wir,  glaube ich, auch hinradeln  und schauen, ob der Pächter inzwischen eingetroffen ist und dann hinein in die Sommerfrische und natürlich in das Korrigieren.

Da muß ich die “Nika” fertig machen, was in der Julihitze zwar nicht ganz passend und vielleicht ein Grund für mein Trödeln ist und in die “Berührungen” sollte ich auch wieder hineinkommen, damit es ein schöner Sommer wird und mein literarisches Leben auch im neunten Literaturgeflüster-Jahr zügig weiter geht.

Vielleicht alles nicht sehr spekulär meine Aktivitäten in der Sommerfrische, für mich aber doch recht wichtig, wenn schon nicht der große Literaturpreis kommt oder die zwanzig bis dreißigtausend Followers “Gefällt mir!”, kommentieren.

Von St. Aegyd und Wartholz

20160626-091312

20160626-091017

Dieses Wochenende war wieder Wandern mit Alfred ehemaligen Lehrer und Schulkollegen angesagt, sozusagen Sladky 28, ich habe ja schon öfter darüber geschrieben.

Alfred hatte im Gymnasium einen jungen Turnlehrer, der mit seinen Schülern auf Wanderwoche ging. 2000 ist der dann in Pension gegangen, hat seine ehemaligen Schüler zu einem Diaabend eingeladen und seither gehen wir zwei Mal im Jahr vor und nach dem Sommer sozusagen mit ihm wandern und dazwischen treffen wir uns auf einen sogenannten Fototermin.

Freitagabend sind wir nach St. Aegyd am Neuwald zu der Herzerl-Mitzi, in deren Jausenstation wir Quartier nahmen losgefahren, das ist nicht sehr weit von St. Pölten, wenn wir auf den Göller oder den Hochschwab gehen, kommen wir dort vorbei und zweimal sind wir auch bis nach Mariazell zu Fuß gegangen, das erste Mal haben wir in St. Aegyd übernachtet, das zweite Mal sind wir gleich von dort losgestartet und die Herzerl-Mitzi ist eine urige Frau, die in ihrer Wirtsstube viele Lebkuchenherzen liegen hat, die sie  mit Zuckerglasur bespritzt und man sich von ihr Sprüche, wie “St. Aegyd grüßt die ganze Welt” oder auch ein bißchen derber “Is dei Oade bled und zwida, sauf die auf der Wies nieder”, oder auch “Alles Liebe”, “Viele Grüße”, “Schatzi”, etcetera aufpritzen lassen kann.

In den Zimmern und den Ferienwohnungen gibt es Badeteppiche in Herzform, die Häferln haben ihreAufschrift und die Mitzi erzählte uns  von dem vierzig Quadratmeter großen Rekordherzen,
das sie einmal in St. Aegyd aufbaute und für einen guten Zweck spendete.

20160626-082221

20160625-111112

Sie war auch einige Mal in Berlin bei der grünen Woche mit ihren Herzen und erzählte uns von ihren Pannen und  mußte gerade sie für eine Hochzeit Herzchen in Tischkartenform mit den Namen der Erwarteten bespritzen, was sie dann bis in die Nacht und auch am Morgen während des Frühstücks betrieb.

In dieser urigen Umgebung haben wir den Freitagabend verbracht, am Samstag ging es auf den Gippel und als wir am Nachmittag zurück waren und ein paar die Fußballspiele ansehen wollten, gab es viel Betrieb im “Holzhof” in dem es auch einen Heurigen im ehemaligen Kuhstall gibt. Es gab auch kurzfristigen Regen und am Abend viel selbstgemachte Musik, die die Gruppe mittels Ziehharmonia, Waschbrett, etcetera herstellte und die Gäste an den anderen Tische, wie einen kleinen Buben anzog, der sich “Yellow Submarine” wünschte, eifrig mitsang und von seinem Vater dabei fotografiert wurde.

Heute ging es noch zu einem kleinen und einen großen Wasserfall und dann ins Gasthaus Perchthold in St. Aegyd zum Mittagessen, in dem wir bei unserer ersten “Mariazell-Wallfahrt”, ich bin nicht religiös und bin nicht aus diesen Gründen dorthingegangen, nächtigten und während all das stattfand und ich nur ein paar Seiten in meinem Sommerbuch, die Sonnwendfeiern gab es gleichzeitig auch, Siri Husquedts “Ein Sommer ohne Männer” las, fand andernrorts die  Literatur statt.

Noch nicht “Bachmannpreis” in Klagenfurt, obwohl die ja gestern ihren neunzigsten Geburtstag hatte, sondern der “Wartholzer Literaturpreis” lief von Donnerstag bis Samstag, wen ich mich nicht irre, in einer Kirche in Wiener Neustadt ab und das ist eine Änderung, denn der Wartholzer Literturpreis, der eigentlich nach dem Schloß Wartholz an der Rax genannt wird, gab es bisher, glaube ich im Jänner oder Februar.

20160625-111102

Das ist ein eher kleinerer österreichischer Literaturpreis, man kann seine Text hinschicken, sechshundert Leute haben das heuer getan, ich nicht und habe das, glaube ich, auch nie, zwölf Text wurde ausgewählt und ihre Autoren, bei denen heuer Cornelia Travnicek, Robert Prosser, Katharina Tiwald, Jürgen Lagger, Josef Kleindienst, Didi Drobner, Marlen Schachinger und Ursula Wiegele von den mir bekannten Österreichern waren, durften sie, live, wie in Klagenfurt den Juroren Günter Kaindlsdorfer, Olga Flor, Angelika Klammer und den mir unbekannten Germanisten Wynfried Knefelder, sowie einem zahlenden Publikum vorlesen.

Gewonnen, habe ich Cornelia Travniceks- sowie der Wartholz Seite entnommen die Deutsche Susanna Mewe, sowie Robert Prosser, der hat den NÖ und den Publkumspreis bekommen. ein paar kleinere Preise, sowie Stipendien wurden auch vergeben.

Soviel Öffentlichkeit, wie der Bachmannpreis hat der Preis, glaube ich, nicht, aber Andrea Winkler hat ihn einmal gewonnen, Christian Steinbacher, Karin Peschka und und und an mir geht er wieder einmal vorbei, beziehungsweise informiere ich mich im Internet darüber und dort habe ich auch erfahren, daß Sandra Gugic, die ehemalige Exil-Preisträgerin und Sprachkunst-Absolventin in Herbst den “Priessnitz-Preis” bekommen wird.

Ja, so läuft der österreichische Literaturbetrieb, an mir läuft er leider vorbei, aber das “Literaturgeflüster” wird ja demnächst acht Jahre alt und das ist  ein Grund zum Feiern und das Wanderwochenende war wieder einmal sehr schön, obwohl es ein paar persönliche Differenzen gegeben hat und an dem “Nein” der Briten zur EU und an den verlorenen Fußballspielen haben wir wohl auch noch zu kiefeln.