Der Gesang der Fledermäuse

Während sich alle Welt mit Olga Tocarzcuks “Jakobsbücher” beschäftigt, das Buch Nummer eins der Jänner ORF-Bestenliste, es wurde auch in der Leseauslese in der “Gesellschaft für Literatur” im Dezember vorgestellt, beschäftige ich mich mit dem “Gesang der Fledermäuse”, das mir “Schöffling und Co” nach der “Nobelpreis-Bekanntgabe”, als E-Book schickte, ein Buch das schon 2009 erschienen ist, von Doreen Daume übersetzt und 2017 auch verfilmt wurde und ich muß sagen, es ist ein sehr interessantes und sehr ungewöhnliches Buch. Ein philosophischer Krimi  über eine geheimnisvolle Tierschützerin könnte man vielleicht sagen. Eines mit einer sehr ungewöhnlichen Heldin einer schrulligen alten Frau als Ich-Erzählerin, die die verschiedensten Macken und Leiden hat und manchmal plätschert es auch sehr langatmig dahin und man kann keine Struktur erkennen, obwohl sich zum Schluß alles wendet und manches klar wird.

Ich habe von der 1962 geborenen Olga Tokarczuk, die auch Psychologin ist, noch nichts gelesen. Ihr Name ist mir aber seit 2000, als Polen Gastland in Frankfurt war, ein Begriff und ich kann die Lektüre des Buches, das in einer unwirtlichen Gegend an der polnisch-tschechischen Grenze spielt und einen sehr ungewöhnlichen Tonfall hat, wirklich  sehr empfehlen.

Es beginnt im Winter und da wird in dem Dorf, das im Winter nur von drei Personen bewohnt wird, der Ich-Erzählerin Janina, die eigentlich Brückenbauerin ist, später aber als Englischlehrerin arbeitete, einem Big Foot genannten Unglustl und Wilderer und einen  alten Mann, den sie Matog nennt, was ein bisschen an Kurkovs “Graue Bienen” erinnert und es beginnt, daß Big Foot tot im Schnee gefunden wird.

Im Halse steckt ein Rehknöchelchen und am Tatort waren Rehe, was Janina oder Frau Duszejko zu der Theorie veranlaßt, die Tiere haben ihn aus Rache, umgebracht.

Diese Theorie untermauert sie mit astrononomischen Studien, sie legt Horoskope, um die Todesstunden zu berechnen, außerdem übersetzt sie mit einem ehemaligen Schüler Blake und hütet auch die Häuser im Dorf, die nur im Sommer bewohnt werden.

Sie hat noch weitere Seltsamkeiten, so sieht sie im Heizungskeller ihres Hauses  die tote Mutter und Großmutter, was ein bißchen an Sophie Reyers Shortlistbuch erinnern könnte und sie spricht auch ständig von “ihren “Mädchen”,  man bekommt erst gegen Ende des Buches heraus, daß das ihre zwei im Vorjahr verschwundenen Hunde sind und ist ansonsten trotz ihrer Schrullen erstaunlich modern, fährt ein Auto, hat ein Handy.

Im Laufe des Buches, das innerhalb eines Jahres spielt, kommen noch weitere Menschen zu Tode, ein Kommissar, ein Vorstand, ein Besitzer einer Fuchsform, später muß auch noch der Pfarrer, der ebenfalls ein militanter Jäger war, daran glauben.

Frau Janina, die ihren Namen nicht leiden kann, verbreitet das Gerüchte mit der Rache der Tiere, schreibt auch Briefe an die Polizei, die sie aber nicht ernst nimmt und für verrückt hält.

Es gibt noch weitere sonderbare Gestalten in dem Dorf, einen trinkenden Zahnarzt, einen arabischstämmigen Hautarzt, der die kranke Janina behandelt, eine Verkäuferin aus einem Second Handshop, einen Käfersammler und am Schluß stellt sich noch Janina als die Täterin heraus, die ihre verschwundenen Tiere rächte und man kann  raten, ob das jetzt ein Buch jetzt ein Krimi ist oder als Pamphlet für den Tier- und Umweltschutz interpretiert werden könnte. Ich habe auch schon gelesen, daß es sich für die Rechte der älteren Frauen einsetzt und  auf jeden Fall ein sehr ungewöhnliches Buch gelesen und eine sehr ungewöhnliche Schriftstellerin entdeckt, auf das und die ich durch den “Nobelpreis”, der mich sehr freut, obwohl ich auch Peter Handke gratuliere, aufmerksam wurde und politisch habe ich gehört, ist Olga Tokarczuk, was mir ebenfalls sehr sympathisch ist, auch.

Cartoons von Elisabeth Semrad und Matrattel

Mit dem “Holzbaum-Verlag” und seinen Cartoons geht es gleich weiter, weil man ja das neue Jahr mit Witz und Ironie beginnen soll und sich bei mir ja einiges aus dieser Verlagsreihe, der mich immer so getreulich beschickt, angesammelt hat.

Da gibt es die “Cartoons” der 1984 geborenen Elisabeth Semrad “Die Waldorf-Hundeschule” genannt und da sieht man gleich am Cover den Unterschied der Schulsysteme.

“Sitz” heißt es bei der gewöhnlichen, tanz bei “Waldorf” und  gar nicht so hündisch geht es weiter mit dem “Adventkalender für Ungeduldige”, wo einfach “1-24” steht.

Dann gehts zu den “Anonymen Vegetariern”: “Hallo, ich bin Josef. Ich bin Fleischermeister und esse seit 8 Wochen kein Fleisch!”, bekennt da einer mit einer langen Nase und einer blutigen Schürze.

Es gibt das “Österreichische Heilmittel Nummer 1”- das “Anti-Debezinum”, als Kontrast und wenn die Sportsocken auf Wohnungssuche gehen, suchen sie nach einer Sandale.

Bei den Socken bleibts dann gleich, denn da macht sich der Waschmiaschinenfabrikant mit dem Sockenerzeuger einen Deal aus: “Mach, dass die Socken in der Waschmaschine verschwinden und ich beteilige dich an meinen Gewinn!”

Nach einem Christbaumbrand im Vorjahr” wird im Swimmingpool von einem Schneemann beobachtet, gefeiert und, um wieder zu den Hunden zurückzukommen, ab kann man bei “Hundebedarf Pospischil”, sich das “Sackerl für das Gackerl in ein ein Tascherl packen lassen oder gleich hier scheißen.”

“Keine Angst er will nur spielen!”, sagt die Frau mit Hund zum Straßenmusikant und das Hündchen nimmt dann diesem die Geige weg und die Zuhörer sind begeistert.

Krippenmotive gibt es auch. Da hindert Maria Josef zuerst die Türe aufzumachen “Nicht aufmachen! Da ist ein Schwarzer dabei!” und dann mokiert sie sich, daß nur mehr eine “Einsternkrippe” frei war und und maunzt “Nie wieder Restplatzböse!”

Ja, so kann es gehen mit der politischen Correktness!

Während der Filmcartoon “Ich bin Schauspieler!”

“Interessant!  Und wo kellnern Sie?”, hier auf den Schriftsteller umgezeichnet wurde. Wird es auch wohl geben und den Cartoon von der “Mariahilferstraße im Jahr 2050”, habe ich auch schon mal gesehen.

Bei der “Paralympics” gibts immer noch “keine Barrierefreien” Siegerrampen.

Und “Im Hause Santa Claus muß das Cläuschen aufgeklärt werden, daß es kein Christkind gibt.

Und wenn vor der “Hundeschule” “Wir müssen draußen bleiben”, angeschlagen steht, darf sich der Besitzer mit Recht der “Schlechteste Unternehmer aller Zeiten”, nennen und der, der in seinen “Vorgarten nicht von Hunden verunstalten lassen will”, hat diesen mit vielen Verbotstafeln vollgepflastert, was ihn auch nicht schöner macht und last not least, ein Cartoon wie für mich gemacht. Ein Zimmer voll mit Bücherwänden.

“Haben Sie die alle gelesen?”, fragt der neugierige Besucher

“Kein einziges. Aber Ausmalen kam zu teuer.”, lautet die Antwort. Wenn man dafür die Bücherschränke frequentiert, wird es stimmen, sonst würde ich das bei einem Hardcoverpreis von fünfundzwanzig Euro das Stück bezweifeln und kann meine Leser beruhigen, daß das sehr empfehlenswerte Semrad-Heftchen nur fünf Euro kostet und das kann man sich sehr schnell durchschauen.

Während Elisabeth Semrads Spezialität die langen Nasen sind,  sind es bei dem an einem fünften März geborenen Matrattel in seinem gleichfalls fünf Euro kostentend Heftchen “Darf ich dir eine Pikante von mir vorstellen”, die Männchen mit den runden uhrförmigen Köpfen. Die Wurst ist am Titelbild zu sehen. Dann gibt es den “Fall der Berliner Mauer” und ein Haus aus dem aus jeden Fenster ein Baum herausragt.

Die Bibliothekarin hat in ihrer Bibliothek die entsprechenden Wegweiser. Da gehts zu den “Reiseführern” und der “Belletristik” in der einen Richtung, während die andere zu “Schund und “Scheißdreck” führt.

Es gibt einen Cartoon über  “S. Freud in der Straßenbahn”, der vergessen hat “sein “Es” anzuleinen und deshalb aussteigen muß.

Und einen über den “Schatten der Europäischen Union, der am 25. März 1957” angeblich das erste Mal nachweisbar war.

Dann werden “Neoliberale Flirtstrategien” “Darf ich dich auf was zu Trinken einladen?” – “Nein, aber ich nehm das Geld” angeführt, wieder mit den runden Kopffiguren, die ihre schwarzen Schatten werfen.

“Am sechsten Tag der Schöpfung schuf Gott flexible Arbeitszeiten, sodaß er am siebten Tage durcharbeiten konnte!”, kann man lesen und die Gottfigur am PC tippen sehen und Grean Peace kommt an den Tisch und fragt gefährlich “Essen Sie den Fisch noch? Ansonsten würde ich den jetzt nämlich jetzt gerne in mein Labor mitnehmen?”

Es gibt die “Perspektivenlosigkeit in der Landwirtschaft”. Bei den “Jenseitsreisen” hat es sich einer anders überlegt und will gerne “stornieren”. Ob das wohl geht, könnte man da fragen und ein anderer beschwert sich in “Santiago di Kompostela” “Und für den Scheiß war ich jetzt sieben Wochen zu Fuß unterwegs?”

Die “Existenzielle Sinnkrise der Plätzchenteige” ist zu sehen und am Schluß beschwert sich der Meister selbst über seine Fälschungen:

“Eine klassische ungarische Matrattel-Fälschung, die sehr leicht an den verräterischen Paprikas zu erkennen ist. Das Bild ist außerdem schlecht gezeichnet und überhaupt nicht witzig. Auch die Signatur ist viel zu groß.”

Und am Büchleinrücken kann man lesen:

“Cartoons für Feinschmecker: Unter Kunstfreunden gilt Matrattel schon länger als Geheimtipp, nicht zufälle verkaufen sich seine absurd-komischen Bilder wie die warmen Semmeln bzw. wie geschnitten Brot.”

Auf zum Lesen kann ich nur empfehlen und ein paar “Holzbaum-Büchlein” folgen noch.

Filmreife Cartoons

Mit dem “Holzbaum-Verlag” und den Film ins neue Jahr, soll man da ja ins Kino gehen und der “Holzbaum-Verlag” war, 2012 ist das gewesen , der erste der mir seine Bücher zur Rezension anbot.

So ist das “Literaturgeflüster” auch ein wenig komisch geworden und ich habe mir die “Therapeutischen Cartoons”, “Cartoons mit Hunden”, “Katzen” “Fußball”, “Kunst” und “Wien”, etcetera gegeben, bin mit dem Verlag oder seinen Kooperationen auch durch Wien marschiert, habe gefrühstückt und noch vieles mehr, die Rezensionsexemplare und das “Buchpreislesen” hat dann zugenommen, so hat es im letzten Jahr nur einmal Cartons gegeben.

im Herbst hat mich dann wieder die “Holzbaum-Sehnsucht” gepackt, so daß sich  so einiges angesammelt hat, was ich im neuen Jahr besprechen will, was ja auch sehr gut passt, da Ironie und Humor in Zeiten, wie diesen, ja sicherlich besonders wichtig sind.

Zuerst aber ins Kino und zu den “Filmreichen Cartoons”, die auch in der Ausstellung im “Holzbaum-Shop” im MQ zu sehen waren oder sind und durch die ich auch während des “Buchquartiers” gegangen bin.

Und so sehen wir die “Titanic” auf dem blauen Titelbild, das titelgebende Paar steht an der Rampe. Sie sagt “Ich kriege für den Film eine halbe Million weniger als du!” Er kontert “Ich bin der König der Welt!!!”

Ja, so ist das Leben, nicht nur im Film, würde ich vermuten.

“Die besten Witzezeichner des deutschen Sprachraums haben sich mit dem Thema Film auseinandergesetzt – das Ergebnis ist eine wunderbar komische Cartoonsammlung, in der Filmklassiker von Casablanca über Fight Club bis Pulp Fiction durch den sprichwörtlichen Kakao gezogen werden”, steht am Buchrücken und hier das Best off:

“Du bringst eigene Getränke ins Kino”, fragen also, die mit den Colabechern entsetzt die Kuh.

“Naschferatu” greift nach der Keksdose und im trauten Wohnzimmer fragt der Kreuzwort rätselnde Mann, die Frau vor dem Bildschirm nach der “Schönsten Paarbeschäftigung? Der zweite Buchstabe ist ein W, der letzte ein X?”

“Netflix!”, ist natürlich die Antwort. Was hätten Sie gedacht?

Elisabeth Semrat führt uns wieder in die Realität des Lebens.

“Ich bin Schauspieler!”, sagt der junge Mann zu der Schönen an der Bar. “Interessant, wo kellnern Sie?”, fragt sie zurück.

Dann gibt es noch etwas über den Schauspielerischen Zweitberuf etwas weiter hinten.

Man kann an der Bar aber auch “Wie finden Sie den neuen James Bond?” fragen. “Mich hats gerührt, nicht geschüttelt!”, antwortet hier die Schöne.

Der “Bergdoktor”, läßt den Vesuv natürlich in sein Sprechzimmer kommen und durch eine Burka sieht man alles “Cinemascope”, wie Holga Rosen meint.

“Goethe für kids”, gibts natürlich auch und wieder ein bißchen depressive realistisch, denn da wartet “Hartmut seit fünfundzwanzig Jahren vergeblich auf einen Anruf aus Hollywood”.

Ja, so soll es auch manchen Literaturen gehen, die sind dann zwar mehr auf Stockholm fixiert.

Jean le Fleur, der ja auf der letzten “Buchquartier” den “Cartoon-Preis” gewonnen hat, läßt das “Arschloch” zur Rolle eines seines eines anderen Leben machen und von ihm ist auch der zweite Schauspielerwitz.

“Ich bin eigentlich auch Kellner. Aber ich schlag mich zur Zeit mit Schauspielerjobs durch”

“Sie habrn die Rolle!”, jubelt die Kassiererin an der Supermarktkasse und hat damit die “Klorollen” gemeint.

Dann gehts zu den Graphiken, denn das ist ja auch eine bewährte “Holzbaum-Qualität” und hier wird der “Österreichische Heimatfilm”  und die der “Rosamunde Pilcher”auseinandergenommen.

Zu den Filmplakaten geht es auch. Da gibt es die “Kalb Fiction”, die “Molkerei auf der Bounty”, “Vom Rinde verschmäht”, alles von Klaus Puth gezeichnet und Mario Lars läßt eine Frau “Und weshalb sollen wir unseren Sohn Oscar nennen?”, fragen und Meikel Neid läßt eine Frau ihrer Freundin “Ich habe vor zehn Jahren einen Oscar bekommen. Dann Lola, Cesar und dann noch die Zwillinge!”, erklären. Also wieder ganz schön depressiv, das Filmgeschäft aus der Cartoonsicht, wo am Ko die “Haupt- und die Nebenrollen” und der entsprechenden Größe aufgereiht sind.

Michi Brezel hat die schon erwähnte “Cover Titanic-Zeichnung” gezeichnet und  von Nicolas Mahler, dem Meister der Cartoons und Graphic Novels gibt es auch was, wie ich gleich spoilern möchte.

Oliver Ottisch, mit dem meine Cartoon-Rezensionen ja einmal angefangen haben, hat auch etwas beigegtrgen “In drei Tagen bist du Kot”, heißen ja die Horrorfilme für Brötchen” und “Schilling  & Blum” läßt eineMutter ihren Sprößling “Na, wie wars im Kino?” fragen. “Wie you tube, nur länger”, lautet die Antwort im modernen Leben.

Uwe Krumbiege. verrät uns wo James Bond begraben liegt.

“Sie haben was verwechselt Mister Bond. Das ist ein Schweißerpass. Also die <linzen zum Löten1”, lautet sein zweiter Cartoon.

Und so sind wir durch das Buch gewandert. Die Kurzbiografien der Künstlerinnen sind am Ende auch zum Lesen und das Buch kann ich noch verraten, hat auch den “Österreichischen Cartoonpreis” bekommen.

Keine Bücherregale mehr?

Ich bin ja, wie ich immer schreibe eine Büchersammlerin, eine18, die in keine Bibliothek oder öffentliche Bücherei geht, weil sie die Bücher besitzen, in den Händen halten, anstreichen und benützen will und war das immer schon so.

Der Bücherkasten im elterlichen Wohnschlafzimmer hat mich wohl geprägt und spätestens ab Studententagen habe ich angefangen die Bücher zu kaufen, zu sammeln und aufzuschlichten.

Das Kaufen habe ich angesichts der offenen Bücherschränke, die es ja seit 2010 gibt, inzwischen aufgegeben, beziehungsweise kaufe ich nur mehr bei Abverkäufen, wenn die Bücher ein bis fünf Euro kosten und spätestens seit meinem “Buchpreislesen” kommen auch die Rezensionsexemplare hinzu. Stimmt nicht ganz, die hat es schon früher gegeben und offene Büchertürme oder Büchertaschen, woraus man sich zur freien Entnahme bedienen konnte, auch.

So besitze ich inzwischen wahrscheinlich über zehntausend Bücher. Genau kann ich das nicht sagen, obwohl ich mir ja über Weihnachten 2005, glaube ich, als ich in dem großen Harlander Bücherregal vezweifelt nach Thomas Bernhards “Holz fällen”, glaube ich, suchte und es nicht fand, weil es irgendwo ganz hintern in der zweiten Reihe versteckt war, einen Bibliothekskatalog anlegte, so daß ich zumindestens nachschauen kann, welche Bücher ich besitze.

Der hat mir am Anfang auch die genaue Bücherzahl angegeben, inzwischen tut er das nicht mehr, der Bücherstand ist aber kontinuierlich angewachsen und dazu benötigt man natürlich die entsprechenden Regale und da wir ja zum Glück über entsprechenden Wohnraum verfügen, ist das  eigentlich kein Problem.

Das Haus in Harland ist groß genug, so daß wir in dem großen Wohnzimmer einmal schon vor einigen Jahren ein großes Bücherregal aufstellten.

In der Krongasse habe ich mir  einige Regale der “Grünen Erde” hineingestellt und mir 2011 im Wohnzimmer auch noch eines hinzugekauft, das inzwischen auch schon vollgeräumt ist, so daß wir in Harland im großen Wohnzimmer ein zweites hinzustellten, das ist jetzt auch schon voll und im Schlafzimmer in der Krongasse höufen sich die Bücher schon seit einiger Zeit am Boden und sind einmal auch entsprechend umgefallen, so daß ich die wohl weg und umräumen soll, weil ich erstens trotz Bücherkatalog nichts mehr richtig finde und zweitens das Zimmer ausgemalt werden sollte.

Aber in Harland ist im großen Wohnzimmer noch Platz für ein Regal und dann gibt es noch ein Terrassenzimmer, das die Anna früher bewohnte, die wohnt jetzt in dem Haus nebenan, das der Opa einmal für sie zu bauen angefangen hat und das ehemalige Schlafzimmer von Alfred Großmutter ist auch leer und unbenützt. Da muß man wohl vorher einiges entrümpfeln, aber dann kann man auch da ein paar Bücherregale hineinstellen, so daß alles seine schöne Ordnung hat und man alles auch wieder findet, haben wir gedacht und sind so an dem Samstag zwischen Weihnachten und Neujahr, als wir uns wieder einmal auf dem Markt von St. Pölten zu einem Becher Glühmost und einer Käsekrainer, die knoblauchwurst, die ich eigentlich probieren wollte, hat es nicht gegeben, zum “Kika” gefahren, um uns die Regale anzusehen und zu bestellen.

Die Regale, die wir im Harlander Wohnzimmer haben, haben wir uns, glaube ich, zwar beim “Leiner” besorgt und sie uns da auch angesehen, aber jetzt kann man das nicht mehr.

Beim “Kika” jedenfall keine Regale in den Schauräumen und als wir eine sehr freundliche und auch sehr aktive Mitarbeiterin danach fragten, erklärte uns die, daß die Regale nicht mehr hergestellt werden würden, weil die Leute nur mehr in den Computer schauen und daher keine Bücherregale mehr kaufen, was uns vor einigen Jahren schon die “Grüne Erde” schrieb, da heißt, sie schrieb uns, ob wir noch “Humpldt-Regale ” brauchen würden, weil die nicht mehr in der Form, wie wir sie haben, erzeugt würden und die Funde aus den Bücherschränken stammen wohl zum Teil auch von Leuten, die ihre Wohnungen nach dem Motto “Simplify your live!”, entsorgen und die Regale hinausschmeißen.

Also keine Bücherregale in den Schauräumen, nur Kinderwägen und Kinderbetten, offenbar leben wir in einem Babyboom, dann doch gelegentlich ein paar Bücher, die auf den Wohnzimmertischen lagen und die Schranksysteme, die uns die freundliche Mitarbeiterin anbot, hatten auch  Türen und Laden, man kann sie aber auch ohne beziehen, wie sie uns erklärte und dann auf ein paar  kleinere Brettchen zeigte und uns fragte, ob wir uns nicht dafür interessen würden?

“Eher nicht!”, war die Antwort und sie konterte lächelnd, daß wir es wohl eher klassisch wollten, um uns  zu erklären, daß sie zu Hause auch Bücherregale hätte und Bücher lieben würde und wir sind dann beim “Leiner” doch noch fündig geworden und werden wohl bald ins große Wohnzimmer wieder drei Regale stellen können, die so ähnlich ausschauen, wie die, die es dort gibt und die ebenfalls sehr freundliche und zuvorkommende “Leiner-Mitarbeiterin” hat uns auch erklärt, daß es im Lager noch einige  Reale auf Vorrat geben würden, wir uns aber beeilen sollten, weil sie vielleicht von den Firmen, weil es nicht mehr im Trend liegt und sich die Leute nicht mehr so dafür interessieren, nicht mehr erzeugt werden würden.

Aha,  aber die Bücher kann ich anfanügen, werden ja noch gedruckt und von den Verlagen auch noch immer in Printform verschickt, da scheint sich das E- Book wahrscheinlich doch nicht so durchgesetzt zu haben, wie anfangs progagiert und vermutet, weil die meisten Leute, wenn man sie fragt, immer noch sagen, daß sie höchstens im Urlaub E-Bücher lesen würden, weil sie das gute alte Buch ja in Händen halten, es angreifen und daran riechen wollen, dann schmeißen sie aber ihre Bücher aus den Regalen, füllen damit die offenen Bücherschränke von den ich sie ja so gerne hole, aber der besseren Übersicht wegen sie doch gern in ein Regal und nicht am Boden stapeln möchte.

Das neue Jahr

Nach der Rückschau auf 2019 geht es gleich ins neue Jahr, in die Vorschau, auf die guten Wünsche und Vorsätze und das, was vermutlich 2020 stattfinden wird, soweit man in die Zukunft schauen kann.

Das Jahrzehnt wo ich sechzig werde, habe ich ja vor zehn Jahre geschrieben, 2023 werde ich siebzig, den Blog wird es dann fünfzehn Jahre geben und ins neue Jahr gehe ich, was das schreiben betrifft wahrscheinlich wieder mit ein bißchen mehr Resignation denn ich schaffe und schaffe es ja nicht, obwohl die Hoffnung ja angeblich als letztes stirbt und eigentlich habe ich ja vieles geschafft, fast zwölf Jahre “Literaturgeflüster”, fast fünfzig selbstgemachte Bücher und einige tausend, die ich gelesen habe.

Gut die anderen interessiert das nicht so sehr, müßen sie auch nicht und das gute am Bloggen ist ja, daß ich mir meine literarische Paralellwelt aufbauen beziehungsweise mein Schreiben dokumentieren kann.

Was ist also 2020 geplant, in dem wir gleich am Ersten wieder nach Wien zurückgefahren sind. Da geht es ja noch an das Bloggerdebutlesen, wird da ja meine Punkteintscheidung erst am sechsten Jänner erfolgen und am fünften Jänner hat Jurenka Jurk wieder eine kostenlose Miniseminarreihe für das Romanjahr 2020 geplant.

Da habe ich schon 2019 mitgemacht und, ich glaube, daß die Idee ein zweites “Literaturgeflüsterbuch” mit meinen Schreibartikel und den Buchprobeleseproben herauszugeben, da entstanden ist.

daran werde ich wohl noch das nächste halbe Jahr zu korrigieren haben, mindestens wahrscheinlich hat das Ganze doch zweihundertsechzig Seiten und ist damit eines meiner dicksten Bücher und wenn ich dann hoffentlich doch damit fertig bin, kommt der siebente Nanowriomo, also das “Fräulein No” an die Reihe. Das will ich ja nach Jurenka Jurks Vorbild vorher noch ein bißchen peppiger machen, wenn es gelingt, sonst lese ich mir Gustav Ernst “Romananleitung” durch und korrigiere, wie gehabt und ob ich dann im November zu einem achten “Nano” kommen, weiß ich noch nicht, meine Leser werden es aber sehen und können auch, wenn sie wollen, diesbezügliche Prognosen abgeben.

die Leipziger Buchmesse ist wieder geplant, im letzten Jahr war ich ja durch meinen Gips gehindert und habe von zu Hause gesurft und was das Lesen betrifft, habe ich wahrscheinlich wieder bis Jänner oder Anfang Februar, die alte Bücherliste abzulesen, sprich die Rezensionsexemplare, die sich im Herbst angesammelt haben, dann will ich ans Backlistlesen gehen und da mein “Buchpreisbacklistlesen” beginnen, also die Bücher, die mal auf der deutschen Buchpreisliste standen und die ich in den Regalen liegen habe, aufzulesen.

Ein neues Bücherregal werden wir in Harland bei all den vielen Bücherfunden auch bald brauchen und eine Radfahrt am Main-Donaukonal oder so, ist für den Juni auch geplant. Die Sladky Wanderungen sind im Vorjahr wegen des gebrochenen Knöchels auch ausgefallen.

Heuer haben wir wieder vor mitzugehen. In die Schweiz werden wir wahrscheinlich nicht mehr fahren, weder zum Filmfestival nach Locarno, denn da wird der Alfred fünfundsechzig, geht inPension und feiert das wahrscheinlich in Harland und auch anderswo mit einigen Festen und statt zur “Buch-Basel”, werde ich warhscheinlich wieder ein literarisches Geburtstagsfest machen und auch die “Buch-Wien” wieder intensiver besuchen, wobei wir schon bei den Lesungen wären.

Ich weiß nich,t ob und was es da geben wird. Kommen ja die Angebote nicht zu mir und wenn schon, dann kommen keine Zuhörer und ob  Christoph Kepplinger sich das Volksstimmefest wieder antun wird und ob es die noch ausstehenden Anthologien geben wird, steht auch in den Sternen. Der Alfred hat ihm zwar angeboten, mitzuhelfen, hat er ja mit meinen Büchern viel Erfahrung, aber bis jetzt ist da nichts zustandegekommen.

Die “Poetnight” wird es vielleicht wieder geben und vielleicht auch den Osterspaziergang der Litges  wenn der nicht wieder parallel mit der “Literatur und Wein” in Krems sein wird.

Ja richtig, im Februar werden wir mit der Ruth eine Woche ins Almtal fahren, weil sie da eine Ferienwohnung hat und dann gibts wahrscheinlich wieder die GV der IG Autoren und da habe ich gedacht, schreibe ich einen Antrag, ob die sich nicht vielleicht doch ein bißchen, um die Selfpublisher kümmern wollen?

Man gibt ja doch nicht auf und versucht es immer wieder, obwohl es höchstwahrscheinlich nicht viel bringt. Mal sehen und das war es dann schon mit dem Schreiben und dem Lesen.

Bei den Bücheranfragen und den sich Bedienen aus den Büchernschränken könnte sollte ich mich zurückhalten, natürlich selbstverstänlich, ich werde es versuchen, weiß aber nicht, ob ich es schaffen werde und das Buchpreislesen ab August das zwei oder dreifache habe ich, glaube ich, wieder vor, auch wenn ich mich dann bis Dezember oder bis ins nächste neueJahr durch meine Leseliste hetzte, ja und politisch wird oder kann es auch ganz spannend werden.

Da werden wir ja bald erfahren, ob es etwas wird mit der türkisen grünen Koalition oder ob es wieder türkisch blau oder vielleicht eine Minderheitenregierung wird. Eine Wien Wahl soll es auch geben und diesbezüglich gründet sich im Jänner glaube ich eine neue Linkspartei und der Alfred, der ja im Sommer, wie schon erwähnt, in Pension gehen wird, wird sich wahrscheinlich weiter bei den Grünen engagieren und die diesbezüglichen Parteiversammlungen besuchen und in Harland wird die kleine Lia wahrscheinlich zu sitzen, zu krabbeln und zu gehen anfangen, Mama und Papa sagen und sich vielleicht von der Oma Bilderbücher vorlesen lassen.

Das wär ja einiges für das neue Jahr, das so gesehen bestimmt ein intensives werden wird, da brauchen wir gar keine Dystopien wie das “GRM-Brainfuck” der letzten “Schweizer Buchpreisträgerin”, aber die “Doml-Workshops”, die ich, wie ich immer schreibe, für mein Seniorenstudium halte, wird es wahrscheinlich weitergeben und natürlich immer noch meine Praxis, obwohl es ja 2020 keine WGKK sondern eine Gesamtkasse mit einer Zweigstelle Wien geben wird.