Ich stamme ja, wie ich immer schreibe, aus einer sozialistischen Familie, der Vater engagierter Parteifunktionär, einer Partei, die es, wenn man die Querängel, die momentan um sie herrscht, betrachtet, nicht mehr gibt und bin mit meinen Vater und meiner 1978 verunfallten Schwester Ursula, Jahr für Jahr von der Remisse Hernals zum Rathausplatz marschiert, während die Mutter kochte. Einmal bin ich auch mit einem weißen Kleid mit einer rotweißroten Bordüre mit den Kinderfreunden losmarschiert und hatte da meine Schwierigkeiten, den Gleichschritt einzuhalten, bis zu meiner Matura oder wahrscheinlich ein paar Jahre davor habe ich das getan.
Dann kam die Rebellion und kein Maiaufmarsch mehr. 2000 als schwarz blau das erste Mal herrschte, habe ich das mit dem Alfred ,glaube ich, wieder getan und dann sind wir eher zur Albertina gegangen und dort mit den Kommunsisten zum Parlament maschieren.
2020 vor drei Jahren, als nach dem Pandemie-Lockdown, die ersten Öffnungsschritte kamen, haben wir das wieder getan. Es war aber eine etwas andere Demo, die am Ballhausplatz endete und heute kein Maiaufmarsch, keiner der SPÖ und auch nicht der, der Kommunisten, was der Alfred sehr bedauerte, denn wir sind am Morgen aus Leipzig nach der BM losgefahren und haben den “Tag der Arbeit” auf der Autobahn verbracht.
Interessant, ineressant und einmal eine Abwechslung könnte man so sagen. Die Autobahn um neun Uhr morgens auch entsprechend leer und keine Unfallmeldungen. Die Nachrichten haben wir stündlich abgehört und dabei von den Demos erfahren, zu denen die deutschen Gewerkschaften aufgerufen haben und dann zu Mittag beim bayrischen Wald Rast gemacht und ein ziemlich verändertes Restaurant vorgefunden.
Ein Schnellrestaurant, wo man zwischen Mc Donald Angeboten und einem Knusperschnitzel wählen konnte, für das ich mich entschieden habe und wenn man aufs Klo wollte, mußte man einen Euro einwerfen und konnte sich dann dafür etwas kaufen.
Aber da hatten wir schon gegessen und Kaffee getrunken. In St. Pölten noch einmal Halt gemacht, weil der Alfred Brot und Milch für das Frühstück einkaufen wollte. Aber auch da nur “Nordsee” und “Burgerking” und zwischendurch erfahren, daß es heuer drei Maikundgebungen der SPÖ gegeben hat, beziehungsweise hat am Rathausplatz Pamela Rendi-Wagner zur Einigkeit aufgerufen.
Es gibt ja jetzt eine Mitgliederabstimmung, wo die Mitglieder wählen können, ob sie Rendi-Wagner, Hans Peter Doskozl oder den Bürgermeister von Traiskirchen, als Vorsitzenden haben wollen und die haben dann im Burgendland bzw. in Niederösterreich um Unterstüzung geworben.
Ganz schön kompliziert, könnte man so sagen. Ich bin aber kein Parteimitglied. War das nur einmal ganz kurz, als ich bei den “Kinderfreunden” gearbeitet habe und das mußte und Herbert Kickl, habe ich gehört hat auf seiner Kundgegung noch einmal den Anspruch an den nächsten Bundeskanzler gestellt.
Aber da ist die Wahl erst nächstes Jahr. Also mal sehen, wie es wird. Wir haben das Brot und die Milch dann bei einer anderen Tankstelle bekommen und sind gut in Wien angekommen, wo ich ein bißchen Arbeit habe, meine Leipzig-Mitbringsel einzuordnen und morgen geht es dann wieder an meine Stunden, weil die Psychotherapie in <zeiten wie diesen, ja etwas sehr Begehrtes ist.