Barbara Hundegger und Max Höfler im Gespräch

Auch im Literaturmuseum haben die Veranstaltungen begonnen und da gibt es ja die Schreibgespräche, eine Reihe, wo die GAV eingeladen wurde, jeweils einen älteren mit einem oder einer jüngeren Kollegen diskutieren zu lassen.

Das hat mir Robert Schindel und Anna Weidenholzer begonnen,  Marie Therese Kerschbaumer habe ich versäumt, weil ich in Deutschland Rad fahren war und war dann noch bei der Veranstaltung mit Franz Joseph Czernin und Angelika Reitzer und heute war, wenn ich mich nicht irre, die letzte Veranstaltung, ob für dieses Jahr oder überhaupt, weiß ich nicht recht, jedenfalls mit Barbara Hundegger und Max Höfler.

Ich war weil die “Volksstimme-Anthologie”, die jetzt gekommen ist, meinem Kritiker schicken wollte, sehr früh daran, bin daher ein bißchen durch das Museum geschlendert, da kann man ja an den Veranstaltungstagen ab sechs frei hinein, mich dann mit Petra Ganglbauer, offenbar die GAV-Abgesandte unterhalten und mich ein bißchen gewundert, daß so wenig Publikum war.

Vielleicht interessiert die Lyrik nicht oder die “jungen Wilden”, wie Max Höfler möglicherweise einer ist, ich hab einmal beim “Volksstimmefest” neben ihm, beziehungsweise einer Maschine, die er aufgebaut hat, gelesen und Klaus Nüchtern moderierte, bei den ersten Veranstaltungen war das Renata Schmidtkunz, dann glaube ich Daniela Strigl, jetzt der “Falter-Kritiker”, der zum Doderer-Jahr ein Doderer Buch geschrieben hat und stellte die beiden Autoren vor.

Bei der 1963 in Hall in Tirol geborenen Barbara Hundegger, war ich, glaube ich, einmal zum “Tag der Lyrik” in der “Gesellschaft für Literatur”, dann hat sie glaube ich auch bei dem “Symposium für Sprachkunst” mitgemacht und ich hab, glaub ich, mit ihr diskutiert, was gute Lyrik ist, denn sie ist ja hohe Ansprüche, den “Wildganspreis” hat sie auch einmal bekommen und ich habe einmal ein Buch von ihr im Schrank gefunden, was ich noch lesen muß.

Einer ihrer Bände heißt, “schreibennichtschreiben” aus dem las sie ein paar Texte vor,  sowie ein  “Gegen Naturlyrik-Gedicht”, bekannte sich im Gespräch als Sport und Fernsehfan, was ich der anspruchsvollen Sprachkämpferin, die gerne Wörterbücher liest, nicht zugetraut hätte und auch als jugendliche Nichtleserin.

Dann hat sie aber Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaft studiert und der 1978 in der Oststeiermark geborene Max Höfler, der außer Germanistik und Philosophie noch Kunstgeschichte studierte und ein Toningenieurstudium abgebrochen hat, von ihm habe ich auch ein Buch gefunden,habe, schreibt experimentelle Texte und las aus seinem “Ritter-Buch “wies is is- ein mondo cane machwerk”, das mit den Worten “Und dann..”, möglicherweise klein geschrieben, beginnt und sich offensichtlich ohne Interpunktion und Absätze durch das ganze Buch zieht.

Das wäre etwas für meinen Kritiker und Max Höfler meinte im Gespräch, das das für ihm eine Mittel sei, gegen die Scheußlichkeit der Welt anzukämpofen und er kommt zu seinen Sätzen in denen er sie sich laut vorliest.

Im zweiten Teil brachte Barbara Hundegger einen Text aus der Realität der prekären Autorenwelt. Lyrik verkauft sich nicht, nur Krimis und es wird inzwischen so viel “konventionell” geschrieben, wie sie beklagte und dann melden sich die Veranstalter bei ihr und wollen einen Text für ein tolles Projekt mit viertausend Anschlägen für hundert euro und sie schrieb dafür einen Absagebrief.

Ja, das Leben ist schwer nicht nur für Autoren, Angelika Reitzer hat ja gestern besispiuelsweise im Gespräch mit Lydia Mischkulnig, die vielleicht eine konventionelle Autorin ist, das Prekartiat beklagt und Barbara Hundegger meinte, daß sie von Stipendien und Prein leben würde, nicht vom Buchverkauf und darauf angewiesen wäre, daß die auch regelmäßig kommen.

Die gibt es wieder nicht für alle und Max Höfler wird, wie er sagte nicht zu Schullesungen eingeladen, weil seine Texte vielleicht zu grauslich sind.

Jedenfalls las er am Schluß ein paar solcher Beispiele vor, die sich mit Fäkalien beschäftigen, ein nicht sehr konventioneller Autor also, wie Barbara Hunegger erfreut feststellt, einer der aber sehr syampathisch wirkt und jetzt muß ich nur noch ihre Bücher lesen, Barbara Hundegger hat ja, glaube ich, auch einen Dante Zyklus geschrieben, nicht nur Sibylle Lewitscharoff, wie Klaus Nüchtern einleitend noch anmerkte, aber da bin ich ja noch mittendrin und der Museumsdirektor Bernhard Fetz versicherte am Schluß, daß im Literaturmuseum die Moderatoren und die Autoren, das gleiche Honorar bekämen, etwas was Barbara Hundegger in ihrem kritischen Schreibetext auch beklagte, daß das nicht immer der Fall sein dürfte.

Bleistift, Heft, Laptop und George Saiko-Reisestipendium

Im Literaturmuseum wurde am 15. April die erste Sonderausstellung, kuratiert von Angelika Reitzer und Wolfgang Straub, die zehn lebenden österreichischen Schriftstelletrn gewidmet ist, eröffnet, da war ich bei “Literatur und Wein” in Göttweig, aber seit einiger Zeit kann man an den Tagen, an denen es eine Veranstaltung gibt, von sechs bis neun gratis ins Museum  und heute, wo das “George Saiko Reisestipendium” an Marianne Jungmaier vergeben wurde, hat es besonders gepasst, da die Veranstaltung schon vor acht zu Ende war, also noch eine Stunde Zeit für die Ausstellung  denn ich bin natürlich erst zwanzig nach sechs in den zweiten Stock gekommen und da wäre es sehr knapp geworden, sich  die Räume von Brigitta Falkner, Hanno Millesi, Richard Obermayr, Teresa Präauer, Kathrin Röggla, Ferdinand Schmatz, Clemens J. Setz, Thomas Stangl, Gerhild Steinbuch und Anna Weidenholzer anzusehen und sich noch in die entsprechenden Bänder einzuhören.

Obwohl mir ja fast alle der genannten Autoren bekannt sind, denn das habe ich ja schon vor einem Jahr bei der Eröffnung des Literaturmuseums festgestellt, es ist eines, wo man, glaube ich, gewisse literarische Kennnisse haben muß, um sich auszukennen. Was mir, da das Museum ja höchstwahrscheinlich von Touristen und Schulklassen besucht wird, ein wenig schwierig erscheint und die Ausstellung war, als ich hinaufgekommen bin auch ziemlich leer.

Eine einzige Besucherin habe ich dann kurz gesehen und ein wenig tut es mir auch leid, nicht bei der Eröfnung gewesen zu sein, denn da hätte Angelika Reitzer das Konzept vielleicht erklärt.

Also so hinein in die Räume mit dem denkmalgeschützen historischen Regalen auf denen sich sehr viele Gegenstände, Bilder, Bücher und auch Buchattrappen tummelten.

Angefangen habe ich mit Thomas Stangls Vitrine, von dem habe ich einiges gelesen und gehört, war er ja der erste “Alpha Preisträger”, “Fried Preisträger“, glaube ich, auch und hatte Bücher auf der Longlist des DBps, was die in seiner Vitrine ausgestellten Gegenstände und Filmausschnitte darstellen sollten, habe ich nicht recht verstanden.

Anna Weidenholzer deren literarischen Aufstieg ich ja schon von Anbeginn verfolgte und “Der Winter tut den Fischen gut” dreimal zugeschickt bekommen habe, hatte einige Buchattrappen, die interessant waren, sich vorzustellen welche Bücher sie beschäftigen, die von Angelika Reitzer waren, glaube ich auch dabei.

Und Teresa Präauers Darstellung fand ich, glaube ic,h als die interessanteste. Die zeigte ihre “Bleistiftkinder”, ein Bild von ihr, das sonst meistens fehlte, wie, glaube ich, auch, wenn ich nicht etwas übersehen hätte, der Lebenslauf und dann gab es noch einen sehr amusanten Text “Was hat Schreiben mit Zeichnen zu tun, Frau Prepichler, Mag Prammer, etcetera.

Von Hanno Millesi, den ich ja sehr gerne mag, gab es einige seiner sehr skurillen Texte, zum Beispiel, den, wo er sich in einer Wäschekiste versteckt, aber auch einen über seine Bibliothek, die er dann verrückte, zu sehen und zu hören.

Richard Obermayrs Präsentation muß ich gestehen ist mir fast entgangen und so kann ich mich, glaube ich, nur an seine zwei Bücher, der “Gefälsche Himmel”, habe ich mal gelesen und nicht verstanden und “Das Fenster” erinnern. bei Setz war es auch eher schwierig und geheimnisvoll, den habe ich aber extra gesucht und fand ein paar Bilder, die seinen Werken zugeordnet waren.

Von Kathrin Röggla gab es einen Tisch, einen Computer ein Telefon, das ständig klingelte, “Bitte abheben!”, stand auf einen Zettel daneben, das habe ich mich nicht getrraut,  Videos, die ihre Werkbesichtigungen, beispielsweise das eines Atmomkraftwerks, wo man sie mit einem Helm sehen kann, gibt es auch.

Bei Gerhild Steinbuch, einer jungen Grazer Dramtikerin, die wie einige anderer der Ausgestellten auchden Priessnitz-Preis bekommen hat, ging es um die Schönheit und ihr Textausschnitt erinnerte mich stark an die Jelinek.

Ferdinand Schmatz wurde ausgestellt und Brigitta Falkner mit Texten aus ihren Büchern, die ich glaube ich schon mal in der alten Schmiede oder anderswo hörte.

Habe ich wen vergessen? Natürlich viele österreichische Autoren, aber niemanden der zehn von Angelika Reitzer kuratierten, so daß man wenn man diese Ausstellung verstehen und verstanden kann, einen Teil, aber nur das der österreichischen Gegenwartliteraturlandschaft kennt.

Ein paar andere kann man in den inzwischen schon über 2600 Artikeln dieses Blogs finden, ich sage ja immer, ich habe auch ein Literaturmuseum und dann ging es schon hinunter, beziehungsweise, nachdem ich ein paar der Bänder gehört habe, in den sehr leeren Vortragsraum, denn wahrscheinlich war  die  Tatsache daß es ein “Georg Saiko Stipendium” gibt nicht so bekannt.

Der von 1892 bis 1962 lebende Schriftsteller gehört, glaube ich, auch eher zu den schwer verständlichen.

Es gab einmal ein ihm gewidmetes Symposium in der “Gesellschaft der Literatur” und eines seiner Bücher habe ich, als ich 1975, glaube ich, in Hamburg bei dem Workcamp war, gelesen, aber nicht verstanden und ich kann mich eigentlich  gar nicht erinnern, ob es sich dabei um “Auf dem Floß oder “Der Mann im Schilf” handelte.

Es kam dann bald ein jüngerer Mann an das bereitgestellte Pult, entschuldigte Klaus Kastberger, den Präsdienten oder Vorstand der “Saiko Gesellschaft” und erklärte, daß der eine Stiftung hinterlassen hat, um Schriftstellern ein Reisestipendium zu ermöglichen und nachdem seine Witwe, den Nachlass an die Nationalbibliothek verkaufte, wurde es schon neun mal vergeben, beziehungsweise ist Marianne Jungmaier, eine begnadete Reisende, die in Berlin lebt, aber lange keine Wohnung hatte, die heurige Preisträgerin, die den Scheck mit den siebentausend Euro entgegennehmen durfte.

Eine Kostprobe habe ich davon ja schon im Amerlinghaus im Duett mit Erika Kronabitter gehört, jetzt las sie nach der Eröffnungsrede aus ihrem “Tortenprotokoll”, bei den acht anderen Stipendiaten hadelt es sich um Oswald Egger, Brigitta Falkner, Josef Winkler, Olga Flor, Ann Cotten, Sabine Scholl, Dimitre Dinev und Thomas Stangl und zwei davon sind ja auch in der Sonderausstellung zu sehen.

“Wenn man eine Reise tut, so kann man etwas erzählen”, hat dann noch Sebastian Fasthuber, in seiner Laudatio gemeint, daß das seine Oma immer gesagt hätte, obwohl die nie verreist wäre.

Schriftsteller tun das aber gerne, um zu recherchieren und zu schreiben und so kann man wohl gespannt sein, was Marianne Jungmaier, deren nächstes Buch schon im Juni wieder bei “Kremair &. Scheriau” erscheint , nach ihren Reisen schreiben wird.

Ich bin ja wie wahrscheinlich bekannt nicht so besonders reisesüchtig, sondern eher ein Sommerfrischentyp, obwohl wir bei einer der Schreibgruppen ja auch das Thema Reisen hatten und ein paar Fahrrad- und andere Reisen, mit den entsprechenden Blogberichten habe ich auch schon gemacht, obwohl ich nie ein Reisestipendium in Anspruch genommen habe und auch nirgends “Writer in Residence” war, außer daß ich mich selber einmal zur Stadtschreiberin von St. Pölten machte.

Wieder einmal Schreibgespräche

Im “Literaturmuseum” war ich jetzt ja schon länger nicht, ich glaube, das letzte Mal bei der “Ernst Jandl- Veranstaltung” im Oktober und bei der GAV-Reihe “Reden vom Schreiben”, glaube ich, nur das erste Mal, als Renata Schmidtkunz den älteren Robert Schindel der jüngeren Anna Weidenholzer gegenüberstellte, als dann Marie Therese Kerschbaumer an der Reihe war, war ich noch Radfahren, auf meinen Blog wurde aber nach der Veranstaltung gesucht.

Jetzt ist es sich wieder ausgegangen und jetzt war auch Daniela Strigl, die Moderatorin, die ich ich ja schon am letzten Freitag in einer Gesprächsreihe hörte und Angelika Reizter, die neben Franz Josef Czernin vorgestellt wurde, habe ich vorige Woche auch zweimal in der “Alten Schmiede” gehört.

Ja, ich komme viel herum in der literarischen Szene Wiens, beziehungsweise stehe ich daneben oder sitze dabei und beim Hingehen ist mir  schon eingefallen, daß ich nach der Sonderausstellung fragen sollte, die da ja bald eröffnet werden soll und wie es der Zufall will, aber wahrscheinlich ist es gar keiner, hat Angelika Reitzer diese Ausstellung kuratiert, die nächsten Freitag eröffnet werden wird, aber da bin ich in Göttweig bei der “Literatur und Wein”

Ja, mich treibt es literarisch herum, obwohl in diesem Fall der Alfred der Auslöser ist, der die Dauerkarten bestellte, aber am 2. Mai bekommt Marianne Jungmaier im “Literaturmuseum” das “Georg Saiko-Reisetipendium” und da kann man ab achtzehn Uhr in das Museum, also muß ich noch ein wenig warten, aber Franz Josef Czernin und Angelika Reitzer sind auch sehr interessante Gegensätze, wie Daniela Strigl gleich in der Einleitung betonte, ist ja der 1952 geborene Franz Josef Czernin ein eher experimenteller Lyriker, er hat den Jandl und den “H. C. Artmann Preis” für Lyrik bekommen, ist aber auch Essayist und hat einmal mit Ferdinand Schmatz, den “Residenz-Verlag” genarrt. Das hat Daniela Strigl in ihrer Einleitung nicht erwähnt, aber gesagt, daß er ein ganzes Buch über ein Gedicht von Reinhardt Priessnitz geschrieben hat und auch gerne Texte anderer  umlautet.

Die  1971 in Graz geborene Angelika Reitzer ist mir wahrscheinlich besser gekannt, ging ich ja sehr oft zu den von ihr moderierten Textvorstellungen in die “Alte Schmiede”, die besonders experimentell oder sprachkünstlerisch waren, so hat sie Anna Weidenholzer, Nadine Kegele, Valerie Fritsch, Sandra Gugic und und und vorgestellt und stellt jetzt in der Reihe “Lesart” neue Bücher vor.

Das von Clemens J. Setz meinen vorigen Buchpreisfavoriten beispielsweise aber auch andere, Karin Peschka und und.

Ich habe sie ja, glaube, ich in der Hauptbücherei so richtig kennengelernt, als ich da einmal ein Buch vorstellte, sie aber vorher, ab 2007 glaube ich, als das neue aufsteigende GAV-Talent erlebt, als sie den “Priessnitz-Preis” bekommen hat, war ich gerade auf das Literaturhaus sauer, weil mich Silvia Bartl nicht mehr die “Mittleren III” dort hat machen lassen, an dem Tag habe ich aber auch eine Einladung von Friedrich Hahn zu den “Textvorstellungen” mit Cornelia Travnicek bekommen, das aber nur nebenbei zu Angelika Reitzers Rolle als Kulturvermittlerin.

“Unter uns” und “Wir Erben” habe ich gelesen. Daniela Strigl stellte sie als Spezialistin für prekäre Verhältnisse vor und ich habe mich schon beim Hingehen gefragt, wie die beiden Autoren wohl zusammenpassen?

Wie die Faust aufs Auge wahrscheinlich nicht, weil Angelika Reitzer sprachlich sehr anspruchsvoll ist, aber keine Lyrik schreibt, Daniela Strigl, die ja sehr gekonnt zu moderieren versteht, erste Frage war dann auch, ob sich der Literaturbetrieb seit dem Beginn des Schreibens verändert hat?

Hat er natürlich, zu Beginn meines Schreibens, das sich wahrscheinlich mit dem von Franz Josef Czernin decken wird, war er total experimentell und das Erzählen out. Franz Josef Czernin hat das vornehm, als den Wunsch nach schwierigen Texten umschrieben. Der sich inzwischen verändert hat, inzwischen ist ja, wie man vielleicht am Beispiel “Morgen mehr” von Tillmann Ramstedt  oder Ronja von Rönne sieht, eher performantistisch, blogmäßig geworden, was damals sicher undenkbar war.

Angelika Reitzer hat seit 2007 keine so großen Veränderungen bemerkt, da war das narrative Schreiben schon erlaubt und die Experimentellen haben über soviel “mittelmäßige Romane”  gestöhnt, sie aber auch nicht verhindern können und dann kam eine Überraschung , nämlich eine Listenlesung von Angelika Reitzer, die aus einem Buch, aus dem Leben  der Zell am Seer Bankerin  Auguste Lammer las, wo sie ihr Leben von 1- 200 skizzierte und dann im Gespräch erklärte, daß sie das für das Salzburger 200 Jahre Jubiläum geschrieben hat, also auch sehr schön experimentell, diese Indexlesung, dann gab es noch eine Diskussion über die Vor- und Nachteile des Listenschreibens und ob sie einem bei Schreibblockaden helfen können?

Das hat Angelika Reitzer, glaube ich, ein wenig irrigiert, aber Gleiderungen helfen natürlich, zumindestens erlebe ich das gerade bei meinem momentan noch nicht sehr geglückten Schreibversuchen.

Dann kam der Übergang zu Franz Josef Czernin, der an Hand von Wilhelm Müllers “Krähe” aus der “Winterreise” demonstrierte, wie das Umformen von Gedichten geschehen kann.

Danach ging das Schreibgespräch weiter, denn Daniela Strigl wollte genau wissen, ob mit der Hand oder in den Computer geschrieben wird und stellte dieselbe Frage, die ich mir auch immer stelle, daß es ja, wenn es gleich in den Computer geht, dann keine Originale für das Literaturmuseum oder eine Handschriftensammlung gibt.

Es gibt aber natürlich ein Notizbuch und Franz Josef Czernin überraschte mehrmals durch sehr orignelle Antworten (Der Wert steigt dadruch), während Angelika Reitzer erzählte, daß sie es bei Autofahrten schon einmal mit dem Handy probiert hat.

Die Reihe geht weiter, versprach Daniela Strigl, aber ich werde erstmal mein neues Buch in den “Read!!ingroom” bringen, am Mittwoch ist wieder MUSA und am Donnerstag kann ich, wenn  die “Schreibgruppe” stattfindet, vielleicht meine erste Wurfgeschichte über “Dosenbier” schreiben und  meine momentanen Schreibblockade ein wenig überwinden.