Schreiben im Untergrund

Heute wieder Schreibgruppe mit Peter Czak, Klaus Khittl oder Gloria G und Doris Kloimstein, die Ruth hat mir gestern oder vorgestern für sich und den Robert abgesagt, weil sie zu einer Preisverleihung mußte, ist aber später doch gekommen und Peter Czak hat das Thema “Untergrund” oder “Underground” vorgeschlagen.

Ein anderes hatten wir diesmal nicht, ich, die ich immer noch an meinem “Frühstück” mehr oder weniger lustlos korrigiere, hatte diesmal keines und zum Thema “Untergrund” ist mir zuerst einmal nichts eingefallen.

Eine Neuerung hat es diesesmal aber gegeben, an die ich eigentlich schon das letzte Mal dachte, dann im Zuge des Gefechtes aber darauf vergessen hatte, ich habe meinen Text nicht mit der Hand, sondern gleich in den Laptop geschrieben.

Was Vorteile hat, denn ich schreibe ja sehr schnell und werde immer schneller und dann kann ich das Geschriebene nicht mehr lesen und wenn man es auch noch vortragen soll, kommt ein großes Gestotter heraus.

Hat man es im Laptop ist des besser, denn dann kann man gleich korrigieren und das habe ich mir angewöhnt, als ich 2009 meinen ersten “Nanowrimo” geschrieben habe.

Vorher habe ich darauf geschworen, daß ich für den Rohtext die Hand und die Handschrift brauchte, seither tippe ich immer gleich in den Computer und das geht und bezüglich “Untergrund” ist mir glaube ich auch ein sehr lustiger Schleifentext gelungen.

“Untergrund, das ist der Boden auf deinen Füßen, auf den du dich begibst, wenn du in das Leben hinausstrebst, auf das Parkett, das glatte, aufpolierte, auf dem es sich so gut ausrutschen und auf die Nase fallen läßt, wenn du nicht aufpasst und einfältig naiv, vielleicht sogar auf hohen Absätzen, deinen Platz im Leben suchen willst.

Dort herumstöckelst auf den highen heels, mit Make up auf den Wangen und dem roten Küßchenmund.

Aber wovon spreche ich, bin ich doch keine Schicki-Micki-Frau, keine glatte aufpolierte, sondern eher die ehrliche Seele, die mit beiden Beinen aufrecht durch das Leben torkelt, Türen aufreißt, die gar nicht verschlossen sind, die holter, die polter mit dieser in das Haus oder aus dem Rahmen fällt.

Die Fettnäpfchentreterin, die Giftmischerin nicht, das nein, das absolut nicht, ganz im Gegenteil und außerdem, ich weiß nicht, ob ihr es merktet, liebe Freunde, weiche ich schon längst vom Thema ab.

Denn dieses war ja der Untergrund, der Boden unter den Füßen oder auch in Neudeutsch-Englisch, the underground und da sind wir in ganz anderen Gefilden und Schicki-Micki, sowie das Herumstöckeln auf den hohen Sohlen hat hier keinen Platz.

Denn der Underground  ist nicht schick und hat auch keinen Opernbalcharakter, sondern ist im Gegenteil, das Außergewöhnliche, Unoffizielle, das halb Legale, dort, wo sich die Außenseiter treffen und die linken Kerle raufen, die jungen Musiker ihre wilden Töne loslassen, die Rapper rappen, die Poetiker slamen und warum, kannst du mir das vielleicht verraten, fällt mir jetzt der Naschmarkt ein?

Ist er vielleicht ein Synonym, ein Nährboden für die unteren Gründe, die enteren, wie es in den älteren Lexika wohl immer noch heißen mag?

Am Naschmarkt treffen sich vielleicht des Nachts die linken Typen, die Sprayer mit den Dosen und verunstalten die schönen neuen Biostände mit ihren Anarchosprüchen.

Dort gibts wahrscheinlich auch die Bettler, die am Boden mit ihren Hüten sitzen und von dir fünfzig Cent oder einen Euro fordern, um sich damit einen Platz in der Gruft zu sichern oder einen in einem billigen Hotel, weil man, wie du weißt und es schon gehört hast, dort nicht mit einem Hund willkommen  ist und der Typ, der mit seinen langen wehenden Haaren und einer speckigen Lederjacke jetzt vor dir steht, hat einen solchen an seiner Seite und ohne den geht er nicht durch die Nacht.

Durch die Nächte ziehst du Schöne, auf deinem Weg durchs Leben, am Parkett des Mainstreams oder auch durch die Naschmarktbuden auf dem Untergrund, auf hohen Absätzen oder auch in flachen Tretern, schleichst du durch die Gegend.

Durch die Gründe, die oberen und unteren, die Parks und Grünflächen, die Städte und die Dörfer, gut geschminkt und aufgetakelt oder auch nur unfrisiert.

Durch die enteren Gründe, Liebchen, Prinzessin deines Herzens und ziehst aus deiner Tasche einen Euro heraus, um ihn mit einem lieben Lächeln dem Hundehalter zu übergeben.

“Schlafe fein, mein Prinz!”, während ich mit meinen flachen Sohlen weitergehe, auf dem Untergrund, durch diese Nacht.”

So, das wars, nachher gabs zuerst ein Schweigen und dann die Frage, war das jetzt eine Themenverfehlung oder wo und wie definiert man den Untergrund?

Doris Kloimstein fielen dazu die U-Bahn ein,  Klaus Khittl war zuerst ganz sprachlos und brachte dann den Satz “Dann ging er in den Untergrund. Und….” heraus und Peter Czak hatte wieder eine seiner berühmten Teufelsgeschichten und während wir noch darüber diskutierten, warum einem dieses Thema sprachlos macht, läutete es an der Tür und die Ruth kam herein im eleganten schwarzen Kleid und einem gelben Jäckchen von der Preisverleihung zum “Frauenring”, den eine türkische Rapperin, die Filmemacherin Käthe Kratz und noch eine Juristin bekommen hat und es war wieder einmal interessant in der Gruppe zu schreiben und Peter Czak stellte dann auch noch die Frage, ob wir vielleicht auch eine Underground-Schreibegruppe wären?

Dazu ist es nicht weit zur Hobbbydichterin, zu der mich ja mein Kritiker, der jetzt auch einen Blog betreibt, so gerne degradiert.

Das nein, das nicht, aber als ich einmal vor Jahren für die Zeitung “Buchkultur” interviewt wurde, ging es, glaube ich, auch um das Thema “Frauenschreiben im Untergrund” und so hätte ich mich damals genausowenig definiert, wie ich meinen Blog dem “Alltäglichen Leben” zu ordnen wüde, aber zu diesem Thema von Ilse Kilic  einmal mit dem “Literaturgeflüster” ins Amerlinghaus eingeladen wurde.

Interessant, interessant, dazu gab es diesmal Linzer Torte von Doris Kloimstein, Klaus Khittl brachte seinen Lieblingsprosecco mit und Peter Czak drei Bier und ein Säckchen mit Pistazien.

Dialog schreiben lernen

Heute wieder Schreibgruppe zum zweiten Mal bei mir im Wohnzimmer und da war ich eigentlich überzeugt, daß gar keine Leute kommen werden, denn erstens ist die Gruppe inzwischen ja sehr klein und zweitens haben wir das letzte Mal den Termin vom Donnerstag auf den Dienstag verlegt und dann stellte sich heraus, daß ja heute eigentlich die große GAV-Veranstaltung “Lyrik im März” standffindet und so habe ich vorige Woche ein diesbezügliches Mail von der Ruth beommen, die mich auch fragte, ob ich alle Teilnehmen auch noch einmal erinnert habe?

“Nein!”, habe ich gesagt. “Aber du kannst das gerne machen!”

Das wollte sie dann auch nicht und am Sonntag hat mich  der Robert angerufen und ebenfalls nachgefragt, ob die Gruppe stattfindet.

“Natürlich!”, habe ich geantwortet.

“Ich stelle eine Flasche Wein auf den Tisch und warte, ob wer kommt und dann können wir auch die Leute fragen, ob man sie vorher erinnern muß und wer das tun soll?”

Heute bekam ich dann ein Mail von der Doris Kloimstein, daß sie krankheitshalber nicht kommt.

“Uje, uje!”, habe ich gedacht und  auch kurz, daß ich als Thema den “Frauentag” vorschlagen könnte und dann sind auch alle gekommen, der Robert, die Ruth, der Klaus Khittel und diesmal sogar, seit langem wieder der Peter Czak.

Robert hat wieder eine Flasche Wein,  Ruth, Bananenchips und getrocknete Ananas mitgebracht und Klaus Khittl, hat meine “Berührungen” sehr gelobt, aber auch gemeint, daß die DDialogenialoge noch nicht stimmen.

“So spricht ja keiner!”, hat er gemeint und das stimmt, daß ich mit den Dialogen Schwierigkeiten habe. Das heißt, das ist jetzt schon viel besser geworden, denn in meinen Bücher gibt es ja solche (mit sehr vielen “sagte sie”, “sagte er”).

Aber ich kann mich an das Jahr 2000 und an die Schreibgruppe der Gewerkschaft mit der Evelyn Haas erinnert, wo wir auch einmal dieses Thema hatten und ich bin gesessen und gesessen und habe am Ende zwei oder drei kurze Sequenzen herausgebracht und an ein Schnupperworkshop beim Writerseminar kann ich mich auch erinnern, wo eine Teilnehmerin, einen sehr fetzigen Dialog zusammen brachte, der nur aus “Ja!”- “Nein”, bestand, während die anderen, mich einbegriffen, herumgeschwafelt und herumgeschwafelt habe.

“Dialog schreiben!”, kann man lernen hat der Klaus noch gesagt und ich habe ihm geantwortet.

“Dann nehmen das heute als Thema!”

Es gab noch eine kurze Diskussion, ob alle damit einverstanden waren und landeten dann beim “Streitgespreäch” und ich bin dagesessen und dagessessen und habe wieder nicht gewußt, wie ich es beginnen soll.

Dann habe ich “Hearst kannst net aufpassen?”, geschrieben und bin wieder dagesessen, bis ich mich entschieden hatte, das Ganze in der U-Bahn spielen zu lassen, in der U-4 nach Hütteldorf, kurz vor der Station Hietzing.

Ich sitze da,  blättere in der U-Bahnzeitung und ein alter Herr im Lodenanzug schreit einen jungen Flüchtling, einen Syrier oder Afghanen vielleicht, an “Hearst kannst net aufpassen, depparter Ausländer?”, vielleicht ist er ihm auf die Zehen getreten oder hat ihn angerempelt und der Junge schaut ihm treuherzig an, läßt seine Zähne blitzen und sagt dann “Du krank, friend, weil so böse schauen?” und hält dann nach und nach einen Dialog an das schöne Österreich, wo die Leute doch so reich, aber auch so unfreundlich sind. Vielleicht weil es so kalt, viel Regen und Schnee und die Sehnsucht nach der Mama in Kabul ist auch da.

Der Herr im Lodenmantel gibt  noch einmal eine Replik, dann fährt die U-Bahn in die Station Hietzing ein. So gibt er dem Jungen mit den blitzenden Zähnen schnell auch noch einen Rempler und stürzt aus der U-Bahn hinaus und der Junge bleibt stehen, schaut fragend in den U-Bahnzug  und die Passanten an und sagt dann “Was hat alter Mann? Warum ist er so traurig? Österreich ist doch schönes Land! Das werde ich heute beim Telefonbieren Mama sagen, daß Menschen hier nicht fröhlich sind!”

Bis ich soweit war, das ist jetzt eine Kurzzusammenfassung, habe ich den Text dreimal ausgebessert, bis ich das Pidguin Deutsch des jungen Afghanen namens Abdul hatte.

Zuerst hielt er seinen Monolog in sehr komplizierten, unrealistischen Sätzen und dann hörte ich noch dem “Verstehst mi – du verstehst mi net!”, Dialog von Klaus Khittel zu.  Peter Czak brachte ein Gespräch zwischen Sohn und Vater in einem Restaurant, das dann der Sohn aufgeregt und verärgert verläßt.

Robert wählte für seinen Konflikt den Frauentag, der ja morgen gefeiert wird und die Ruth brachte ihre autobiografischen Erlebnisse bezüglich eines Bibliotheksdienstes zu dem sie sich gemeldet hat, ihn aber nicht wirklich halten wollte

Wieder  wurde konstruktiv kritisiert. Das war ja ein Vorschlagvon Klaus Khittel, den er in der Dezemberrunde eingebracht hat und er ist da sehr liebevoll, aber auch sehr kompetent und so habe ich bei der heutigen Runde wieder viel gelernt, obwohl ich  nicht aktiv an einer aktuellen Romanszene geschrieben habe, denn da korrigiere ich ja  noch am “Frühstück”, jetzt bin ich wieder in dem Stadium, wo ich mir das Ganze, das ich eigentlich schon für ziemlich fhlerfrei hielt, laut vorlese und dann Fehler um Fehler.

Korrgieren Sie mal schön!”, hat mein Kritiker Uli am Freitag gemeint “Aber halten Sie sich um Himmels Willen nicht an die geltende Rechtschreibordnung, sondern an Ihre eigene. Es könnte sonst ja noch ein fehlerfreier Text dabei herauskommen!”

Und mit dem habe ich mich ja in den letzten Tagen nicht sehr konstruktiv herumgestritten, beziehungsweise im Kreis geschrieben.

So war die heutige Schreibgruppe, die wahrscheinlich nicht mehr “Westbahn spontan”, weil sie jetzt ja in der Krongasse stattfindet, heißen kann, wieder sehr aufbauend und wirklich lehrreich,

Auch, daß am Ende soviele verschiedene Texte herausgekommen sind und im April wird es dann wieder am Dienstag weitergehen. Danach wahrscheinlich auch nicht mehr am Donnerstag, was ja auch für mich sehr gut passt, weil wir hier öfter auch nach Harland fahren.

Schreibgruppe zur Eröffnung

Unsere abgesagte Schreibgruppe scheint sich blendend zu erholen, denn diesmal waren wir wieder zu sechst, Ruth, Robert, Gloria G., Doris Kloimstein und Ingeborg Reisner, die ja ganz am Anfang die Gruppe mit Ruth und Robert gegründet hat, dann aber das Prozedere zu schulisch fand und ich hatte diesmal eigentlich kein Thema, da ich mit “Claire-Klara-Clarisse” inzwischen im Rohentwurf fertig bin, derzeit aber nicht und nicht zum Korrigieren komme, das Longlistenlesen, die Praxis, die Einladungen zu meinem literarischen Geburtstagsfest, etcetera, hindern mich daran, es war aber klar, daß ich heute keine diesbezügliche Szene schreiben werde.

Also freies Schreiben und auch kein Thema, habe ich gedacht, dann habe ich gestern eine Einladung zu der Eröffnung eines neuen Geschäftes, in dem früher eine der zwei Buchhandlungen in der Wiedner Hauptstraaße war, bekommen und gedacht, wenn ich mit dem Befundschreiben rechtzeitig fertig bin, schaue ich vorbei und dann hatte ich ein paar Erlebnisse und voila mein Thema:

“Einladung” habe ich zwar irrtümlich gesagt, wie ich einmal “Bierdose” statt “Dosenbier” sagte, aber das habe ich mir ja das vorige Mal gewünscht, also “Eröffnung”, alle haben sich auch darauf geeinigt und, das zweite Geschäft mit der zweiten Eröffnung an dem ich auf dem Weg in die Westbahnstraße vorbeigekommen bin, habe ich in der Geschichte ausgelassen.

“Auf der Wiedner Hauptstraße hat es einmal zwei Buchhandlungen gegeben. “Malota” die eine und ich weiß gar nicht mehr, wie die andere geheißen hat, denn beide gibt es nicht mehr, weil die Leute keine Bücher kaufen und zu wenig lesen.

Die eine ist ein paar Jahre lang leergestanden und beherbergt jetzt eine Apotheke und, in der anderen, wo ich am Dienstag nach Ostern vor zwei Jahren, vom Begräbnis der Friedl Hofbauer kommend, am letzten Flohmarktabverkaufstag, Ralph Dutlis “Soutines letzte Fahrt” um drei Euro kaufte, wurde heute ein schickes Geschirr- und Assecoiregeschäft eröffnet. Da ist gestern eine schicke Eröffnungskarte in meine Wohnung gekommen.

“Alles minus 10 % und ab achtzehn Uhr haben wir ein tolles Catering!”

Das ist etwas für mich, die “Leben ohne Geld-Schnorrerinnenseele”, aber leider oder glücklicherweise ist heute um sieben unsere wiederauferstandene Schreibgruppe, die ich nicht versäumen möchte.

Aber wenn ich um dreiviertel sechs weggehe, kann ich noch schnell ein Häppchen einwerfen, ein Glas Sekt trinken oder was es sonst so beim tollen Catering gibt, stelle ich mir vor und starte los.

Vor dem Geschäft, das ich in den letzten Tagen, wenn ich in die “Alte Schmiede” ging, langsam fertig werden sah, stehen schon ein paar Leute und vor einem weißgedeckten Tischchen ein junges Mädchen und verteilt Sektgläser, die mit einer rosa Flüßigkeit gefüllt sind.

An der Kasse stauen sich die Menschen, die in die bereitstehenden Körbe schon Schüsseln, Servietten oder Christbaumkugeln gefüllt haben.

“Eins und eins ist gratis”, ist an den Teelichtern am Nebentisch angebracht und immer mehr schick gekleidete Bobos oder youg urban Mittelschichtler stauen sich in dem Lokal.

Es gibt Kerzen, Kekse, Pastapäckchen und immer wieder Leute, die aus einem Gläschen eine Schokocreme löffeln, die ich nirgends finden kann.

Ich habe mir ein Getränk geholt, halte nach den Cremegläschen oder anderen kulinarischen Häppchen Ausschau und frohlocke, als ein anderes junges Mädchen mit grauer Bluse und roter Schürze eine Etagere mit gefüllten Cherrytomaten und Prosciuttoröllchen vorbei trägt.

Ich schnappe mir zuerst ein Röllchen, später eine Tomate, traue mir kein zweites Glas Prosecco zu nehmen, erwische aber zwei  Törtchen, das eine mit noch etwas kühlen Obststückchen, das zweite mit einer köstlich schmeckenden Vanillecreme gefüllt, schaue auf die Uhr, viertel sieben und verlasse den Laden, will ich doch rechtzeitig bei der Schreibgruppe erscheinen, um, wie in der Schule zu einem bestimmten Thema zwanzig Minuten zu schreiben und weiß noch nicht worüber.

Vor dem “Biosupermarkt” in der Margaretenstraße, der im Vorjahr eröffnet wurde, zwei Müsliprobesäckchen habe ich noch immer in meinem Küchenkasten liegen, steht ein “Augustin-Verkäufer” mit einer Krücke und hält mir seine Zeitschrift hin. Ich greife nach dem Börsel, ziehe einen Euro heraus und dann weil der bärtige Mann mir signalisiert, daß er Hunger hat, die Eröffnungskarte.

“Da bekommen Sie etwas zu essen!”, sage ich, erkläre den Weg und haste mit ein bißchen schlechten Gewissen weiter, weil ich mir lebhaft vorstellen kann, was die “Schicki-Micki-Eröffnungsgesellschaft” zu dem bärtigen schlecht gekleideten Mann mit der Krücke sagen wird und ich auch nicht weiß,  ob er mit einem halben Gläschen Prosecco und einem oder zwei einem Prosciuttoröllchen seinen Durst und Hunger stillen kann.

Aber ich habe keine Zeit darüber weiter nachzudenken, will ich doch in die Westbahnstraße zur Schreibgruppe und weiß jetzt endlich auch, welches Thema, ich vorschlagen will!”

So weit meinText, die anderen haben von Ausstellungseröffnungen und Vernissagen, dem Buffet und den Kunstgenuß geschrieben und etwas gibt es noch zu erwähnten, der Alfred hat den Umschlag für die “Berührungen” mit meinem sehr verkürzten “Bierdosentext” auch schon gemacht, so daß ich wahrscheinlich bald die neue “Vorschau” einstellen kann, in der es diesmal ein “Mimikry-Ratespiel” geben wird, wo ich schon drei Romananfänge zur Auswahl haben.