Das zweite Corona-Jahr

Jetzt kommt, wie immer seit es diesen Blog gibt, der Jahresrückblick. Und den Letzten oder die Vorschau, auf das neue Jahr, habe ich, glaube ich, mit der Frage begonnen oder beendet, wie es weitergehen wird, wann es wieder normal werden wird und da habe ich ja nichts Erfreuliches zu vermelden, obwohl wir ja heute noch die Weihnachtsamnesie für Ungeimpfte haben, also zu Silvester aus dem Haus gehen dürfen, zwar nicht in die Lokale und die Oper, aber die haben ohnehin Sperrstunde um zehn und wenn ich es so recht bedenke, hat es im Vorjahr, als alle riefen “Alpha kommt!”, auch kein Silvester, sondern irgendeinen Lockdown gegeben, aber da wurde ja noch nicht zwischen Geimpften und Ungeimpften differenziert.

Das kam erst später, daß man sich plötzlich Freitesten mußte. Zuerst gabs da die Massentests, die waren, glaube ich, noch nicht so ein Erfolg. Aber dann kam bald das Freitesten, also zum Friseur” und in die “Alte Schmiede” nur mit 3G. Dann kam die Impfung und der grüne Pass, denn die Fluggesellschaften werden ja nur die Geimpften reisen lassen, als “Impfen, impfen, impfen!”, das war zuerst ein wenig schwierig, weil zu wenig Impfstoff da. Dann gab es diesen und die Leute wollten nicht so, wie sie sollten, mußten aber, weil die Zahlen wieder stiegen und die Delta-Variante die nach Alpha folgte, viel viel ansteckender war.

Nach einem halbwegs schönen Sommer, wo wir zwei Wochenenden bei der Ruth in der Kittnerstiftung in der Steiermark verbrachten und den O-Tönen, wo man zwar nur mit 3G Platz nehmen, aber draußen stehen konnte, stiegen die Zahlen wieder an und es kam zum Drei oder Fünfstufenplan, der schon von den 2Gs, also nur geimpft und genesen ins Restaurants, 3G am Arbeitsplatz, schon zu der Idee des Schutzlockdown für Ungeimpften führten, denn “Wir müssen die Zügel enger schnallen!”, sagte der neue Bundeskanzler, denn der alte mußte nach Korruptionsvorwürfen zurücktreten. Es war also auch politisch sehr aufregend. Kurz nach dem Schutzlockdown für Ungeimpfte kam zwar der Lockdown für alle, der die Zahlen zwar wieder hinunterbrachte, aber jetzt warten alle, wie gebannt auf Omikron, was ja noch viel viel gefährlicher ist, als ein fürchterliches Jahr und die Schlinge noch viel enger gezogen, denn jetzt muß man ja mit Maske und drei impfungen auch noch PCT- Testen und die Impfpflicht wird im Februar auch eingeführt werden.

Kein schönes Jahr, sondern ein sehr verrücktes und vor drei Jahren hat man sich wohl nicht vorstellen können, was alles möglich ist und ich wundere mich noch immer, wie bereitwillig, die Leute mitmachen, sich beispielsweise alle zwei Tage testen lassen und sich geduldig mit Maske in die “Alte Schmiede” oder in die Oper setzten. Ich bin da nicht so geduldigt, habe aber trotzdem versucht meine Normalität so viel wie möglich zu leben. Bin also nicht live in die “Alte Schmiede”, ins Literaturhaus und in die “Gesellschaft” gegangen, sondern habe mich in die Veranstaltungen gestreamt. Bei den “Wilden Worten” war ich einmal, und auch einmal auf der Schwedenbrücke, als da eine Ilse Aichinger Gedenktafel enthüllt wurde, bei den O Tönen, sowie bei den Privatissimen der Ruth. Im Sommer in Harland, da konnte man auch in die Nonfood-Geschäften ohne Maske einkaufen, in Wien konnte man das nicht und bei der Radlerschenke stand groß angeschrieben, daß da kein Test nötig sei. Also haben wir da Alfreds Geburtstag gefeiert und am Markt mit der Doris Kloimstein, der Anna und der Lia. Auf der Rudolfshöhe hat es auch immer Takeaway gegeben, also alles etwas verrückt und, daß die Non Covid -Strategie, die offenbar von den Regierungen so verbissen verfolgt wird, habe ich mir, glaube ich, schon am Anfang gedacht, daß das nicht funktionieren wird. Die Impfung als Gamechanger funktioniert offenbar auch nicht, sondern muß wahrscheinlich alle vier Monate wiederholt werden und auch die Geimpften können einander anstecken, für sie ist die Pandemie , also auch nicht wie versprochen vorbei. Wenn aber das neue Virus soviel ansteckender ist, kann man nur hoffen, daß dann alle Abwehrkräfte und die Krankheit auf diese Art und Weise verschwindet.

Alles sehr verrückt und ich habe darüber geschrieben und geschrieben, viele Corona Texte im Literaturgeflüster, so viele, daß knapp vor Weihnachten mein “Corona Texte Buch” ,herausgekommen ist. Das ist, glaube ich, das zweite Buch, das in diesem Jahr erschienen ist, denn die “Mathilde” ist auch noch 2021 herausgekommen und geschrieben habe ich drei weitere kürzere Text, die noch erscheinen müßen, nämlich “Wo wir waren oder hundert Seiten Depression”, das “Seitengewitter” und “Arbeitstitel Wien 2021” wo ich in jedem Text versuchte, das Thema Corona auf die eine oder andere Weise zu erfassen.

Berühmt werde ich dadurch wohl nicht, denn ich bin ja Corona kritisch und habe deshalb mit einer “Hundert Seiten-Szene” nicht beim Volksstimmefest lesen dürfen, obwohl ich im Programm stand, aber das hätte ich wahrscheinlich ohnehin nicht dürfen, denn da herrschte schon 3G, ich war aber dort und auch schon Frühjahr auf der Jesuitenwiese, nämlich auf der berühmten Kickl-Demonstration.

“Wie kannst du nur ?”, hat mir eine Judith geschrieben. Ja ich würde auch lieber an einer linken Widerstandsdemo teilnehmen. Aber Maßnahmenkritiker sind offenbar alle rechts, auch wenn ich noch immer nicht verstanden habe wieso?

Also wieder alles ziemlich verrückt und auf einer Lesung ist auch ein Text von mir verlesen worden, nämlich “Noahs Fest”, denn da ist ja das Buch herausgekommen, wo ich im Vorjahr zum Skriptorium ins Stift Seitenstetten eingeladen wurde. Da bin ich wegen der Maskenpflicht, nicht hingefahren. Jetzt gabs die Belegexemplare und viele die Doris Kloimstein , ist da sehr rührend, Präsentationen, an verschiedenen Orten, aber überall 2 oder 3 G. Magdalena Tschurlovits hat, glaube ich, meinen Text gelesen und Alex Hartl hat mir auch versprochen eine Szene aus dem “Frühlingserwachen” in die neue Volksstimefestanthologie aufzunehmen.

Also ist vielleicht doch nicht alles so negativ und ich habe auch sehr viel gelesen. Zwar nicht ganz soviel wie man sich eigentlich denken könnte, denn eigentlich tue ich außer meinen Telefonstunden, dem Streamen und dem Schreiben nicht viel anderes mehr, aber ich werde auch da wahrscheinlich langsamer und älter und richtig, literarisches Geburtstagsfest hat es auch keines gegeben. ich habe aber die deutschen, die österreichischen Buchpreisbücher gelesen, bei den Schweizern fehlt mir noch was. Mein Weihnachtsliebesromanspecial damit es doch kein so ungemütliches Weihnachten wird, auch wenn das Ex-Kanzler Schallenberg ärgern sollte, habe ich jetzt abgeschlossen.

Was jetzt noch folgt ist das Lesen der Bloggerdebutshortlist und die “Ohrenschmaus-Texte” habe ich mir auch durchgesehen. Bei Beiden gibt es dann im Jänner die Entscheidungen oder Jurysitzungen, also ist doch vielleicht einiges los, obwohl sich mein Freundeskreis Corona bedingt sehr reduziert hat.

Denn ich bin ja sehr verantwortungsbewußt und keine Gefährderin, treffe in Wien also nur die Ruth und in St. Pölten am Markt die Doris Kloimstein Die Schwiegermutter, die ja Ende September gestorben ist, kann ich in Harland auch nicht mehr treffen, nur das Enkelkind und die Anna. Also viel Veränderung im zweiten Corona-Jahr und jetzt bin ich natürlich wieder sehr gespannt, wie es weiter geht, was ich im nächsten Jahr schreiben werde und wieviele Corona Bücher es dann geben wird und ja richtig, den Adventkalender gibts bei mir auch noch, denn die Nika, Weihnachtsfrau, zieht sich ja bis Silvester, also verlinke ich noch einmal, die schon offenen Türchen. Heuer hats ja wegen dem Liebesromanespecial kein neues Fenster gegeben, vielleicht im nächsten Jahr, seien wir gespannt.

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Und zur “Corona-Fledermaus” aber bitte nur bis zehn, geht es hier auch.

Drei Worte nur zum Fest der Liebe

Noch ein Roman aus dem Julia 2009 – Weihnachtsband, um die Zeit zwischen Weihnachten, und Neujahr gemütlich zu verbringen, obwohl dieser ein wenig ungewöhnlich ist, um es mal so zu sagen oder auch ein bißchen erotisch und das Paar um das es geht streitet immer und man denkt sich, na wie wirds da mit der Liebe weitergehen und es fängt, was mich ein bißchen an “Figaros Hochzeit” erinnerte, feudal an. Denn Rocco Volpe ein italienischer Finanzmagnat, ist an irgendeinen Landsitz eingeladen. Es ist aber nur die Ehefrau des Gastgebers da, die ihn verführen will, so tritt er ans Fenster und sieht unten den Gärtner mit dem honigblonden Haar, richtig, es ist eine Gärtnerin mir Namen Amber und sie wurde vor achtzehn Monaten von Rocco hinausgeschmissen, beziehungswerise hat er sie eine Stalkerin genannt.

Die war damals in einer Bank tätig und hat Rocco, den Strahlemann auf einer Party kennengelernt, dann hat er sie am Wochenende zu seinen Terminen eingeflogen, wovon sie so überfordert war, daß sie sich einer Freundin anvertraute. Schade nur, daß die eine Klatschreporertin war und nun fühlt sich Rocco verletzt und Amber ist es auch nicht so gut gegangen, denn sie hat bei all der Turbulenz auf die Verhütung vergessen, so ist jetzt das Söhnchen, der klein Freddy da, von dem Rocco natürlich nichts weiß, weil die Schwester, eine Rechtsanwältin, bei diesen ausländischen Magnaten ist es schwierig auf den Unterhalt zu poche,denn die reden sich heraus, meint.

So muß sich Amber bei den Wintons unterdrücken lassen. Aber Rocco stellt sie zur Rede und verpetzt sie auch bei den Gastgebern oder die sie bei ihm. Es gibt aucheinige erotische Verführungsszene zum Beispiel in seinem Gästezimmer, auf einem Baum, unter der Dusche, erinnert ein bißchen vielleicht an “Shades of grey”, obwohl ich das noch nicht gelesen habe.

Rocco ist der Dominante, Amber das Dummchen, trotzdem packt sie dann den Freddy und das Kinderbettchen ein, als Rocco ihr den Chauffeur schickt, um sie nach London zu chauffieren. Die Haushälterin ist von dem Kleinen begeistert. Der Vater überraschenderweise auch. Sie sprechen sich aus klären die Mißverstänisse, obwohl es gleich wieder zu neuen kommt. Wer liebt jetzt wen und wer heiratet wen aus welchen Gründen? Dann gibts aber zu Freddys ersten Geburtstag, die Hochzeit und alles ist wieder happy und geklärt, obwohl man sich fragt, wie lange diese Ehe wohl halten wird?

Bis zum nächsten Roman wahrscheinlich und da hätte ich noch einen Dreierband liegen, aber den hebe ich wohl bis zum nächsten oder übernächsten Advent , wo es vielleicht auch ohne Ungeimpften- Lockdown gemütlich ist.

Und jetzt noch einmal für meine Adventkalenderleser alle schon geöffneten Fenster:

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Das wars dann, denn am 31. gibts ja den Jahresrückblick und hoffen wir, daß im nächsten Jahr, noch ein paar Fenster dazukommen, bis man dann das ganze Buch im Blog lesen kann.

Die Erfindung des Ungehorsams

Bevor es an das Bloggerdebut geht, kommt noch ein Schweizer Buchpreisbuch. Nein, es kommt das Gewinnerbuch und eines das mir sehr sehr gut gefallen hat und das eigentlich auf meine 2021 Best book Liste kommen sollte und das mir viel besser als das österreichische Buchpreisbuch gefällt, obwohl es in beiden Büchern, um künstliche Intelligenz geht und die Art, wie sie die 1979 geborene Martina Clavadetscher darstellt, gefällt mir besser und es ist auch ein höchst aktuelles Buch, beschreibt sie doch die KI und das Punktesystem, das wahrscheinlich in China herrscht und wie es vielleicht mit Corona weitergeht, kann man sich auch fantasieren, denn da geht es um Hygiene, um Mundschutz, um Überwachungsapps und es geht um drei Frauen, um Ada, Iris und Ling, wie weit es sich dabei, um Menschen oder um Puppen geht, ist auch nicht so ganz klar, denn es geht hauptsächlich, um eine Sexpuppenfabrik, irgendwo in China.

Da arbeitet Ling, die ist eine Waise in einen Waisenhaus aufgewachsen oder von Großmutter Zea aufgezogen und sie soll die Puppen, die in der Fabrik erzeugt werden auf ihre Makellosigkeit überprüfen:

“Hallo, mein Name ist Ling. Hab keine Angst. Ich mache dich makellos”.

Eines Tages kommt eine vierte Frau in die Fabrik und soll den Puppen Leben oder Ungehorsam einhauchen und am Anfang sind wir in New York bei der Puppe Iris, der von Ling Leben eingehaucht wurde und die sich mit ihren Besitzer auf eine Dinnerparty vorbereitet und dabei die Geschichte von Ling erzählt.

Die ist vielleicht ein bißchen autistisch und auch einsam, schaut sich am Abend Filme an, zum Beispiel, den Filmklassikker “Paradise Express” von Zhan Chan, bekommt aber Besuch von Wachmann Jon, mit dem sie eine Beziehung beginnt.

Sie verschafft sich auch eine Puppe, eine ohne Kopf, der erst Leben und Sprache eingehaucht wird, Ada, die nach einer Mathematikerin, der Urmutter des Com puters, aus dem neunzehnten Jahrhundert, der Tochter von Lord Bryon genannt wird.

Diese Ada ist ist die dritte Protagonistin. Die Puppe wird auch so genannt und wird dann im Rollstuhl immer in die Fastfoodrestaurants gefahren, wo Jon und Ling essen.

Spannend spannend und das ist auchdie Sprache oder die Art wie der Roman geschrieben wurde. Das Ganze ist nämlich eine Art Versepos, das mich ein bißchen an Wildgans “Kirbisch” erinnert hat oder an das Buchpreisbuch von 2020, und jetzt bin ich noch gespannt, ob ich Zusammenhänge zu “Adas Raum” von Sharon Duoda Ottoo, einem Bloggerdebut finden werde und natürlich kann ich es allen meinen Lesern sehr empfhehlen.

Ein Baby zu Weihnachten

Weiter gehts mit dem gemütlichen Weihnachtslesen, jetzt bin ich schon bei Buch acht, alle zwölf werde ich nicht schaffen, wenn ich in diesem Jahr damit aufhören will und wieder gehts ins Arztmilieu oder in eine Kinderklinik. Da schimpft der resche Oberarzt, Dr. Frost genannt, zuerst mit Assistenzärztin Jodie, weil die ohne weißen Kittel auf der Station herumläuft, damit sich die Kinder nicht fürchten und auch in ihrer Freizeit zu ihren kleinen Patienten kommt, um sie in den Schlaf zu singen und verliebt sich natürlich in sie.

Er hat aber ein Problem und eine dunkle Vergangenheit, denn er kann wegen einem Hodenhochstand keine Kinder bekommen, glaubt er, deshalb hat Juristin Angela ihn verlassen und nun quälen sich die Beiden dahin, können sich bei der Weihnachtsfeier nicht beherrschen. Dann verläßt er sie, um seine Katze zu versorgen. Sie findet seine Nachricht nicht. Er kann sie, weil sie zu ihren Eltern fährt nicht erreichen. Dann muß er ans Krankenbett zu seiner Mutter, die resche Sekretärin richtet seine Nachricht nicht aus und dazwischen werden immer wieder kleine Mädchen oder Jungen liebevoll behandelt.

Sie versuchen sich auszusprechen. Er glaubt ihr keinen zeugungsunfähigen Mann zumuten zu können, weil sie ja so kinderliebend ist und sich solche wünscht. Dann ist es egal. Sie heiraten, fahren nach Venedig auf Hochezitsreise und dann erklärt die Gynäkologin Jodie, daß sie schwanger ist und der kleine Matthew kommt dann pünktlich zu Weihnachten auf die Welt.

Und damit es noch gemütlicher wird, kommt noch einmal der Adventkalender, der bei mir ja bis Ende des Jahres geht, weil ich vorher die fünfzigtausend Worte nicht hatte.

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Am 30. 12. gibts dann das letzte geöffnete Fenster.

Das Nest

Zwischen Weihnachten und Neujahr läßt es sich gemütlich Krimis lesen, auch wenn sie im April spielen, den Katrine Engbergs “Nest” hatte ich, weil ich es mir wegen des Bloggertalks nach Harland mitgenommen und da habe ich gleich zwei Fragen. Erstens verstehe ich den Titel, da gibt es, glaube ich, ,auch andere Bücher mit diesem Namen nicht ganz, obwohl Vögel spielen eine gewisse Metaphernrolle und man kann es auch als Synoym für die tatsächliche oder mangelnde Geborgenheit in der Familie nehmen und die zweite Frage betrifft das Cover. Pillen, die ein bißchen, wie Autos aussehen, sind darauf abgebildet und das hat meiner Meinung nach noch viel weniger Bezug zum Inhalt. Der ist vielschichtig und die 1975 in Kopenhagen geborene und gut Deutsch sprechende Katrin Engberg scheint eine sehr sympathische Frau zu sein, wie ich beim Bloggertalk merkte und das Buch ist der vierte Teil der Kopenhagener-Serie mit Anette Werner und Jeppe Körner und bei “Amazon” streiten sie sich darum, ob es was macht, wenn man die vorigen Teile nicht gelesen hat?

Ich habe mir etwas schwer damit getan, denn Katrine Engberg geht es sehr bedächtig an und so liest man sich zuerst durch die verschiedenen Handlungsstränge bis sie geschickt alles zusammenfügt und die Familienprobleme der Ermittler, das ist wahrscheinlich so eine skandinavische Spezialität, spielen auch eine Rolle.

Also, da wird erst einmal ein Junge entführt oder ist er verschwunden? Das weiß man nicht so genau. Er ist jedenfalls der Sohn einer Galeristen- oder Aktionshausfamilie und die ist etwas seltsam. Schlafen doch alle Kinder und, die sind bis siebzehn, mit den Eltern in einem großen Familienbett und die Familie schwurbelt auch etwas, daß sie schon einmal Schwierigkeiten hatte und erpresst wurde und ziehen Zusammenhänge.

Oscar er ist fünfzehn, ein begabter Zeichner und hinterläßt ein Zitat von Oscar Wilde, hätte eigentlich bei einer Freundin schlafen sollen und hat sich mit seinem Lehrer getroffen. Dann wird und das hat Katrine Engberg ja den Prolog gelesen, wird eine Leiche in einer modernen Müllverbrennungsanlage gefunden. Es ist aber nicht Oscar, sondern der Lehrer und seltsam, der Vater von der Freundin arbeitet in der Anlage, als Ingenieur und führt sich sehr seltsam auf.

Oscar wird gefunden und kommt in ein Spital und seine Mutter ist auch recht seltsam, weil sie gleich den Ermittler umarmt, dafür ist der Vater immer verschwunden und eine Schwester, Jenny Kalibian gibt es auch. Die war eine begabte Künstlerin, hat durch die Schwierigkeiten des Schwagers ihre Karriere beendet. Jetzt ist sie Aufseherin im Thorvaldsen-Museum, hat immer Geldnöte, unterrichtet aber Oscar im Zeichnen.

Jeppe hat noch eine Freundin die siebzigjährige Ester, die ein Buch über eine Anthropologin schreiben will und mit einem alten Herrn zusammenlebt, der ein wenig dement wirkt, Angst vor dem Sterben hat und dann noch an Krebs erkrankt.

Das ist die Vielschichtigkeit von Katrine Engberg. Anette verliebt sich auch noch in einen Tierpräparator, der ihr beim Ermitteln hilft, obwohl sie verheiratet ist und eine kleine Tochter hat und Jeppe lebt mit einer Kollegin, die alleinerziehnde Mutter ist und als er die elfjährige Tochter um zehn Uhr abends auf der Straße trifft und die dann nach Bier stinkt, bricht die Beziehung auseinander.

Ganz schön kompliziert und viel Themen werden angeschnitten. Denn es geht natürlich um Kindesmißbrauch und um einen Pädophilienring, die der Lehrer, jung und noch sehr gewissenhaft, aufklären wollte. Die Tante hat den Neffen nicht nur unterrichtet, sondern in geschminkten Posen fotografiert und die Fotos dann verkauft und die kleine Schwester rächt sich an der Tante und wenn man von der Krimihandlung absieht, bleibt wahrscheinlich über, wie kompliziert dieses Leben ist und dabraucht man gar nicht Sars Cov 19 dazu.

Vom Ende zum Anfang

Das Jahr geht zu Ende, das zweite Corona-Jahr, in dem sehr viel geschehen ist, 3G das Freitesten und das FFP2-Maskentragen ist gekommen und die Impfung. In diesem Jahr wurde durchgeimpft, wie es nur ging. Zuerst war zu wenig Impfstoff da, die Bürgermeister haben sich vorgedrängt, dann gabs genug und die Leute wollten nicht.

“Impfen, impfen, impfen!”, konnte man überall hören und die Sätze kamen, daß die Ungeimpften in kein Gasthaus, Kino oder Kaffeehaus gehen dürfen, denn wie komme ich dazu, neben einem Ungeimpften zu sitzen?

“Als ob die per se ansteckend wären?”, habe ich gedacht, aber da wurde nicht widersprochen. Dann stellte sich aber ganz vorsichtig heraus, daß die Impfung vielleicht doch kein Gamechanger ist, denn nach vier monaten kam es zu den Impfdurchbrüchen und ansteckend war man trotzdem auch, weil keine sterile Immunität, aber trotzdem, die Impfung wirkt! Sie ist der Gamemchanger und für alle, die alles richtig machten, wird es keinen Lockdown geben! Nur die ungeimpften werden ungemütliche Weihnachten haben, denn da müßen wir die Zügel enger schnallen! Dann kam aber doch für nur vier Wochen, der Lockdown für alle und danach die Weinachtsamnestie für die Ungeimpften, denn die dürfen dann doch zu Weihnachten ihr Haus verlassen und ihre Großmutter, etcetera, besuchen, aber die Sperrstunde für Silvester wird auf zehn herabgesetzt, denn da ist ja “Omikron” in Anmarsch, das viel viel ansteckender ist und da kann ich mich erinnern, daß vor einem Jahr um diese Zeit gerade mal “Alpha” kam, das viel gefährlicher als die Urvariante ist, deshalb kam auch das Freitesten und der Impfpaß und als Kanzler Kurz, dann das Ende vom Tunnel ankündigte, “Für Geimpfte ist die Pandemie vorbei!” und einen schönen Sommer wünschte, war plötzlich “Delta” da und jetzt sind durch den letzten Lockdown, die Zahlen wieder hinuntergegangen, die Restaurants und Geschäfte vorsichtig öffneten und da war dann, ich habe das ja fast schon erwartet, “Omikron” da, das viel viel gefährlicher ist, da werden bald ein Drittel der Leute in Quarantäne sein und die Infrastruktur wird nicht mehr gewährleistet sein, aber impfen, impfen! Das hilft unbedingt, den dritten Buster, obwohl man da schon hörte, daß der dann vielleicht nicht bei “Omikron” hilft!

Was tut man in dieser Zeit als schreibende Frau, die nicht so gerne Masken trägt? Schreiben, schreiben schreiben, denn das ist ja mein Fenster zur Welt, habe ich, glaube ich schon vor einem jahr geschrieben und auf diese Art und Weise halte ich wahrscheinlich auch den Schutzlockdown für Ungeimpfte aus, weil ich mich nach meinen Telefonstunden in die “Alte Schmiede” oder in die “Gesellschaft” streame und ich habe viel geschrieben.

Über Corona oder Covid 19 soviel wie wahrscheinlich kein anderer, ist doch jetzt gerade pünktlich zur Weihnachtszeit mein “Corona-Texte-Literaturgeflüsterbuch” erschienen, wo man die Veränderungen zwischen März 2020 bis Oktober 2021 ganz gut beobachten kann und dann auch drei Bücher die bis jetzt darüber erschienen sind.

“Das Frühlingserwachen”, wo sich die Roswitha im Lockdown eins in ihren Assistenten verliebt, während die Vierundzwanzigstundenbetreuerin ihren an Alzheimerer erkrankten Mann Egon betreut. Buch zwei da “Braunrotkarierte Notizbuch”, das den eigentlich sehr schönen fast Corona freien 2020 Sommer schildert, wo man “Die Maskenpflicht muß wieder her!”, überall hören konnte.

In Buch 1 habe ich versucht, das dystopische an der Situation zu beschreiben, beziehungsweise habe ich den Egon eine Invasion vom Mars erleben lassen, als da plötzlich alle mit Maske und die Polizisten mit Maßstäben herumliefen.

“Mathilde im Coronaland” beschreibt dann das Jahr 2020 mit dem Brief an die nie gesehene Enkeltochter, den Umzug in die NI- Wohnung und den Besuch der Großtante, die die spanische Grippe noch erlebte und in den Fünfzigerjahren an Krebs verstorben ist.

Zwei noch nicht veröffentlichte Texte gibt es auch, das “Wo wir waren oder hundert Seiten Depression” wo ich die Veränderungen des Feminismus in die Corona-Zeiten” verpackte und das “Seitengewitter” geht noch ein bißchen weiter. Da war ich wohl vom Herrn Mucha und Herrn Bohrn Mena beinflußt die ja in den Medien “Wir wollen eine Impfpflicht!” und “Wir sperren die, die das nicht wollen, nicht ein, nehmen ihnen auch ihr vermögen nicht weg, aber sie dürfen dann halt ihr Leberkäsesemmerl nicht überall essen!”, ausriefen.

Das ist jetzt geschehen und keinen scheints zu stören, nur die Wiener Gastronomen, die vorige Woche noch geschlossen halten mussten und beobachten, daß da am Karlsplatz angeblich ein paar Ungeimpfte sich ihren Punsch von Geimpften holen ließen, während am Christkindlmarkt beim Rathaus, die Security steht, die mehr oder weniger “Ungeimpfte hier unerwünscht!”, ausrufen.

Darüber läßt sich herrlich schreiben.

“Du dokumentierst das für dein Enkelkind!”, hat die Ruth einmal gesagt und ich denke, das stimmt. Da gibts bei mir viel nachzulesen. Aber trotzdem ist es schwierig,, das hab ich schon geschrieben, über etwas zu schreiben, wenn man so mittendrin in der Sache steckt. Das habe ich schon vom “Frühlingserwachen” gemerkt, daß das doch kein richtiger dystopischer Roman geworden ist, bei der “Mathilde” wars dann ähnlich und jetzt nach dem “Seitengewitter” oder dem Korrigieren der “Corona-Texte” kam der November und ich dachte ,soll ich jetzt beim “Nanowrimo” mitmachen? Nein, denn ich habe da ja noch korrigiert. Am Fünfzehnten war ich aber fertig und habe dann doch das Nächste angefangen, denn da war ja schon die Idee diesmal von der Zukunft ins Jahr 2021 zurückzugehen. Denn 2099 oder 2053 weiß man schon genau, wie es damals war und wie es zu Ende gegangen ist.

Stimmt natürlich. Aber noch sind wir nicht so weit und wenn die Drehbuchautorin Joana Bernard von NY auch nach Wien geschickt wird, um über den EDV Techniker Andreas B. zu schreiben, der da, weil ohne Maske in einer Tankstelle war und aufgefordert wurde, diese aufzusetzen, wild um sich herumgeschossen hat. Das ist, glaube ich, in Deutschland so passiert. Also schreibt die Joana über einen Wiener Neustädter Tankstellenüberfall und verbindet das auch noch mit dem Schicksal ihres Ururugroßvaters Jakob Mandelbaum, den wir ja von den “Wiener Verhältnissen” meinem ersten “DigiBuch” kennen.

Das gibt wahrscheinlich wirklich Stoff für einen Monsterroman habe ich gedacht oder gehofft und habe losgeschrieben. War dann Ende November bei der Hälfte, da hatte ich die Handlung schon von 2099 auf 2053 zurückverlegt und dann hatte ich plötzlich zwanzigtausend Worte, über vierzig Seiten über zwanzig Szenen und war fertig, der Plot der nur angedeutet wurde, war geschrieben. Die Joana wieder in NY zurück und bei der Premiere trifft sie plötzlich Andreas Brunner nach dem sie in Wien ja verzweifelt suchte.

Das habe ich vor ein paar Tagen geschrieben und war nicht glücklich darüber. Zwanzigtausend Worte sind kein Roman und meine Texte werden immer kürzer. Ich bin wahrscheinlich ausgeschrieben und sollte es wahrscheinlich lassen oder neu anfangen ,umschreiben, erweitern. Zwei drei andere Stränge einfügen, habe ich gedacht das Ganze durchkorrigiert, einiges weggestrichen und dann noch eine Szene mit dem Ärztekammerpräsidenten und dem Ärztebrief, daß man zwar, wenn man Sorgen hat, zu seinem Arzt gehen soll und der nimmt einen die dann. Aber von der Impfung abraten darf er nicht, weil er sonst seine Zulassung verliert.

Nun ja, wieder mal entschlossen es so zu belassen. Sechsundvierzig Seiten habe ich jetzt, vierundzwanzig Szenen und 22.220 Worte und ich denke, ich werde es lassen. Ob ich das dann als eigenes Buch oder vielleicht zusammen mit Text vier und fünf herausgebe, darüber kann ich noch nachdenken und wenn ich dann in ein paar Wochen mit dem Korrigieren fertig bin und vielleicht auch das Cover habe, kommt dann gleich die nächste Frage, worüber werde ich als nächstes schreiben und da habe ich mir ja schon überlegt, wann ich und ob ich wieder über etwas anderes als über Corona schreiben werde?

Die Pandemie hat bei mir zu einschneidenden Veränderungen geführt, was mein literarisches Leben, das ja eigentlich keines war, betrifft, denn jetzt bin ich weg vom Fenster. Keine Lesung in diesem und im letzten Jahr, keine Liveveranstaltungen, also weg vom Fenster, wenn ich bei den O-Tönen höchstens beim Eingang stehe.

Was das Schreiben betrifft ist das aber anders, denn da schreibe ich ja soviel wie nie. Interessiert zwar immer noch niemanden und daß das über Corona schreiben vielleicht auch was Anrüchiges hat, habe ich auch schon lang begriffen.

Also gut, literarische Karriere gescheitert, das war es dann, auch wenn vielleicht noch ein einundfünfzigstes, zweiundfünzigstes oder was auch immer selbstgemachtes Buch dazu kommt, vielleicht auch ein zweites Corona-Texte-Buch und ob ich zum Schreiben aufhöre oder weiterschreibe , weiß ich noch nicht, weil mir das Schreiben ja sehr wichtig ist.

Noch habe ich ja das Korrigieren des “Arbeitstitel” vor mir, das “Seitengewitter” und die “Hundert Seiten” müßen fertig werden und mein Blog, der ja, ich wiederhole es, mein Fester zur Welt ist, wird es auch weitergeben und es gibt, glaube ich, sogar ein paar Leute die ihn lesen.

Hochzeit unter dem Mistelzweig

Buch sieben meines Weihnachtsspecial ist glaube ich der beste der Julia-Romane, die ich bis jetzt gelesen habe.

Es geht wieder nach England und da zu Sophie, deren Leben trotz ihrer einunddreißig Jahre aus den Fugen geraten ist. Sie wollte im Vorjahr ihren liebsten Nick heiraten. Ihre Schwester Melissa hat ihn ihr weggeschnappt.Jetzt hat sie auch noch ihren Bürojob verloren und die Mutter, die immer alles besser weiß, drängt sie zu Weihnachten zum Familienfest zu kommen, noch dazu, wo der Vater am Vortag seinen siebzigsten Geburtstag feiert.

Sie will nicht recht und vertraut das Bram ihren Jugendfreund, der die Nachbarfarm besitzt an. Der schlägt ihr vor zu heiraten, damit alles wieder in Ordnung ist und niemand mehr jemanden zu etwas drängen kann, denn er war auch einmal mit Melissa verlobt.

Jetzt sucht er eine Frau, aber die Rechtsanwältin an die er kurz dachte, will nicht aufs Land und Vicky wurde auch von ihrem Liebsten verlassen. Mit ihr trifft er sich in einem Pub, in dem Augenblick als Meliassa ihre Schwester in London anruft und die sagt ihr dann sie wird Bram heiraten.

Uje, uje, die Tratschblase Mutter wird alles weitererzählen. So ruft sie Bram an, der gerade Vicky mit Kaffee bewirtet. Die verschwindet dann ins Ungewisse und die Mutter rüstet gleich freudig erregt zu den Hochzeitsvorbereitungen.Sie fahren in die Stadt das Hochzeitskleid zu besorgen. Sophie will ein Rotes. Die Mutter besteht aber auf das Elfenbeinfarbige, weil die Tochter so blass ist. Bram kauft ihr das Kleid trotzdem. Sie zieht es an zur Verlobungsfeier und dort kommt es zu den erwarteten oder in den Plot eingelpanten Eifersuchtsmißverständnissen, ist Bram noch in Meliassa verliebt? Nick flirtet mit Sophie, und dann kommt der Schneesturm und der unverbesserliche Nick muß auf einen Berg aufbrechen, sich von Bram retten lassen und die Zeit bis zur Hochzeit in seinem Haus verbringen. Die Eifersuchtsmißverständnisse steigern sich bis es zum Kuß unterm Mistelzweig zum Happyend und zur Hochzeit kommt. Leider oder Gottseidank gibt es da auch eine kleine Panne, denn Sophie trägt zum Entsetzen ihrer Mutter Gummistiefeln zum Hochzeitskleid.

Und hier für meine Adventkalenderfans: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 Das nächste schon geöffnete Fenster ist dann am 29.12. zu finden.

Das Corona-Texte-Buch

Hurrah, hurrah, pünktlich zur Weihnachtszeit ist es da mein drittes Buch mit Texten aus dem “Literaturgeflüster”.

Das Erste hat sich allgemein mit den literarischeren Texten beschäftigt, die auf dem Blog erschienen sind. Reisetexte, ein paar über Bücher und Veranstaltungen, sowie allgemeine Reflexionen über den Literaturbetrieb.

Das Zweite hat sich mit den Texte über das Schreiben und meinen selbstgemachten Büchern beschäftigt, das war schon zu Beginn der Pandemie und das Thema Corona mit dem wir jetzt schon zwei Jahren unterwegs sind, interessiert mich ja sehr und hat zu vielen Artikel darüber geführt in denen man die Veränderungen seit März 2020, die Verschärfungen und Zuspitzungen sehr gut beobachten kann. Der letzte Artikel stammt aus dem Oktober.

Seither gibts schon wieder ein paar Texte, denn die Situation spitzt sich ja noch immer zu. Am ersten Februar soll die Impfpflicht kommen. Seit November gibts den Lockdown für Ungeimpfte, der für alle ist seit ein paar Tagen vorüber, aber das nächste Supervirus namens Omikron von dem man noch nicht so recht weiß, ob es zwar ansteckend, aber nicht gefährlich ist, verbreitet sich blitzschnell um die Welt und löst große Panik aus.

Jetzt soll es bald zur vierten Impfung kommen und weil Weihnachten kommt, gibt es eine Amnestie für Ungeimpfte.

Ja diese Sprache, da gibt es auch einen Artikel im Buch und nach Weihnachten der fünfte oder sechste Lockdown, also, wie ich fürchte Nährboden für ein weiteres “Corona-Texte- Buch” aber erst einmal löse ich die Gewinnspielfragen auf, mit denen man das Buch gewinnen konnte, was man aber eigentlich nicht braucht, denn die Texte sind ja alle im Blog zu finden, also

1. die Demo war im Februar und wir sind vom Ring auf die Jesuitenwiese gegangen und ich bin am Rückweg bei einer Brücke in die Stadt abgehoben, eine freundliche Polizistin hat mich durchgelassen, sonst wäre ich, weil ich auf Klo mußte, vielleicht auch in das Versicherungsgebäude gestürmt.

2.Robert Misik “Die neue (Ab)normalität”, Paolo Giordano “In Zeiten der Ansteckung” , “Pandemische Zeiten”, “Lockdown 2020“. “Mauern” von Kai Lüders

3.“Kein Frühlingserwachen mehr” , “Ein braunrot kariertes Notizbuch”, “Mathilde im Coronaland” sind schon erschienen “Wo wir waren oder hundert Seiten Depression”, “Seitengewitter”, und der “Arbeitstitel” sind noch in Planung.

So und jetzt auf in die Zukunft und schauen, wie es mit den Corona-Maßnahmen und den neuen Virus-Varianten weitergeht? Wie es mit der Spaltung der Gesellschaft aussieht und ob und wie lange man ungeimpft noch in kein Kaffeehaus, zu keinen Friseur und in keine literarische Veranstaltung gehen kann, ist auch recht spannend.

Durch Weihnachtsamnestie kein ungemütliches Weihnachtsfest?

Meine Leser wissen es wahrscheinlich, ich habe mich auf diesen Artikel gefreut, um Ex-Kanzler Schallenberg auszurichten, daß ich trotz seiner guten Wünsche auch als Nichtgeimpfte ein schönes Weihnachtsfest verleben werde.

Also in Harland bei meiner Familie mit Weihnachtsdekorationen, Weihnachtsbäckereien, Weihnachtsbücher, Weihnachtsschreiben, etcetera, wie schon in den Vorjahren und wie man auch in diesem Blog nachlesen kann.

Dann kommt es natürlich doch nicht, wie man denkt, sondern ganz anders, denn obwohl, die Sprache in Corona-Zeiten bitte beachten, die liebe Regierung mit Neukanzler Nehammer eine sogenannte Weihnachtsamnestie für Ungeimpfte verkündet hat, daß diese also, wie im Vorjahr sich mit zehn anderen Personen treffen dürfen, vielen Dank, liebe Reigerung, aber wo bekomme ich diese her?

im Vorjahr waren wir mit dem Alfred, der Schwiegermutter, der Personenbetreuerin, der Anna, dem Andreas und der Lia sieben. Aber die Schwiegermutter und die Betreuerin sind nicht mehr da, die Anna hat Dienst, das Baby übt sich derzeit bevorzugt mit den Worten “Nein!”,, der Andreas kommt auch nicht immer und Christbaum wollte ich, weil nicht katholisch auch nicht haben und auch die Vanillekipferln,f ehlen seit 2012 oder schon früher, als der Schwiegervater gestorben ist.

Aber trotzdem gemütlich, liebe Regierung, natürich klar und selbstverständlich. Die Kekse sind gekauft, das Punschrezept ist erprobt und das neue “Corona-Texte-Buch” ist hurrah, hurrah, auch pünktlich gekommen und sehr schön geworden.

Weihnachtsgeschenke sind auch gekauft. Das dürfen Ungeimpfte zwar nicht wirklich. Der “Hofer” hat aber auch Spielzeug anzubieten und am Markt gibt es auch allerhand, Taschen, Schmuck, Kerzen, Kekse, etcetera zu kaufen, also wird es auch daran nicht mangeln und an den Weihnachtsbücher ebenfalls nicht, an diesen ganz besonders nicht, habe ich mir da in den letzten Jahren richtige Bücherchristbäume gebastelt und heuer lese ich seit dem Ersten mich durch die Liebesromanzen, also gute Stimmung trotz der Hektik, die speziell durch die Pnik wegen der neuen Omikronvariante durch das Land zieht. Die muß man halt ignorieren, an die Eigenverantwortlichkeit denken und auch die Frage außen vor lassen, wann denn jetzt der neue Lockdown kommt? Denn das neue Virus ist ja viel viel ansteckender und wir wollen keine Herdenimmunität und auch nicht mit dem Virus leben lernen, sondern es bekämpfen, denn das hat der neue Bundeskanzler ja gesagt, daß das das Ziel sein muß, obwohl ich schon lange denke, daß man das nicht kann und wenn das in diesem Tempo weitergeht, dann gute Nacht, dann wirds wahrscheinlich wirklich ungemütlich!

Aso entspannen, liebe Freunde und genießen wir mit Test, Impfungen, Maske oder auch ohne, da Weihnachtsfest.

Meinen Adventkalender biete ich natürlich neben den “Literaturgeflüstertexten” dafür an und auch das Corona-Gedicht der Doris Kloimstein, das sie mir wieder so getreulich schickte, denn Poesie soll und muß in Zeiten, wie diesen höchstwahrscheinlich auch ein bißchen sein

“Krippenspiel 22021

kleine Besetzung – Abstandsregeln

dürfen wenigstens Maria und Josef

ohne FFP2 Maske auftreten

das Christkind eine Puppe – keine virologische Gefahr

Ochs und Esel aus Pappmache – desgleichen

damals in Bethlehem – ein Stall – höchste Infektionsgefahr

jedoch lebendig

und steril war da nichts-

der Atem des Geistes zur Weihnacht

weht dennoch heut in Echtzeit

hoffnungsfroh

Erlösung”

Und jetzt für die “Nika” Leser: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24, 25. das nächste offene Fenster wird am 25. 12. sein.

Zwei Geschichten mit der sprachgewaltigen kleinen Lena, die meinen Freund Uli immer ärgern, gibt es auch.

Und abschließend teile ich an die Regierung, die Experten, die Geimpften, die Ungeimpften und alle, die es noch haben wollen, auch virtuelle Geschenke aus und da hätte ich ganz weihnachtlich an Andersen- Märchen gedacht und da würde ich sowohl an “Des Kaisers neue Kleider”, die “Nachtigall” und den “Schweinehirt” zum Wiederlesen empfehlen.

Das Glück ist eine Bohne

Last but not least Buch zehn des ÖSt, jetzt muß ich nur noch zwei Schweizer Bücher lesen, dann bin ich mit diesen Listen und der deutschen fertig, das Bloggerdebut und noch ein paar andere Bücher folgen und Buch zehn mit dem markanten Titel, ist ein Erzählband, die mag ich nicht so gerne, weil ich nicht so schnell von einem Sujet zum anderen hüpfen will. Stimmt, aber in Teresa Präauer ,von der ich noch nichts gelesen habe, habe ich o überraschung eine sehr interessante Stimme mit einer sehr interessanten modernen Sprache die nicht so artiell künstlich ist, gefunden. Ich habe die 1979 geborene Teresa Präauer als Illustratorin von Wolf Haas kennengelernt, ist sie ja auch bildnerische Künstlerin, hat einige Romane herausgebracht, beim “Bachmann-Lesen” bei der Preisvergabe durchgerutscht, so daß die die Kriterien geändert haben, was aber auch nicht viel half, den “Fried-Preis” hat sie bekommen, da hat sie sich beklagt, daß die Rezensenten immer den Inhalt nacherzählen würden. Ich habe ihr gesagt, ich tue das auch, worauf sie mir etwas überheblich andtwortete “Aber Sie schreiben auch nicht im “Standard””, stimmt, ich spoilere im Literaturgeflüster” und tue das auch jetzt.

Das Buch ist also ein Geschichtenbuch in dem es sehr viele Texte gibt die schon in Zeitschriften und Zeitungen erschienen sind und dann geht man durch durch das moderne globalisierte Leben, der um die Dreißigjährigen wahrscheinlich.

“Im Lauf der Dinge” erzählt, wie sich David und Petra in einer Bar kennenlernen. Sie bestellen “Fireball”, ein Viertel Wodka, ein Viertel Grenaldine Sirup, zwei Viertel Zimtlikör. Er gießt ihn über ihr T-Shirt und am Schluß fahren sie in verschiedenen Taxis davon.

T-Shirts spielen im moderen globalisierten Leben überhaupt eine große Rolle, die kann man auch in Iowa kaufen, wo Teresa Präauer 2017 an einer Uni Deutsch unterrichtete, bzw andere Schriftsteller aus anderen Ländern darunter Agpten, Saudi Arabien und Afghanistan kennenlernte, was zu Folge hatte, daß ihr dann der Ägypter ein Wienerlied und sie ihm das Lied “Kairo bei Nacht von Udo Jürgens schickte, denn in den arabischen Ländern kann ma sich die Poetik offiziell nicht leisten, braucht sie aber trotzdem und in Österreich braucht man sie natürlich auch, aber da schreiben leider mehr Leute solche, als die die sie lesen.

In vielen Artikeln geht es um die bildende Kunst, aber auch um das Zeichnen und das Schreiben. Und um das Papier, das man ja in beiden Berufsrichtungen braucht. Um die aufbewahrten alten Kinokarten oder Theaterprogrammen und dann natürlich, um die alte Parfumschachtel, die Teresa Präauer einmal am Flohmarkt kaufte mit den vielen Andachtsbildchen, die darinnen waren und die sie als, sie den “Fried-Preis” bekommen hat, auch im Literaturhaus ausstellte.

Es gibt einen Fälscher namens Wolfgang Fischer oder Beltracchi, der sich zuerst sein Geld mit Nachahmungen verdiente, dann nach Absitzung seiner Haftstrafe in Talkshows auftritt und 2019 eine Ausstellung im Kunstforum Forum an der Freyung hatte.

Um einen Spaziergang nach Rodaun und um das Landschaftszeichnen, das Teresa Präauer nicht so mag, sondern ihre Landschaften eher in den Gesichtern sieht, so daß der Artikel auch den Namen “Ein Gesicht ist eine Landschaft, eine Wange ist ein Feld”, trägt.

Es gibt Texte über die Kindheit, die bei Teresa Präauer mit ihren Kinder und Mädchenbanden, die die Straßen beherrschten und Mutproben bestanden war, offensichtlich eine glückliche war. In Amerika gab es Talkshows, wo die kleinen Mädchen mit Glitzerkleidchen durch Talkshows gehievt wurden, um ihre Krönchen zu erlangen und es gibt den Text von den beiden Bildgestalten “Ken und Nick”, den Teresa Präauer bei der “Friedpreis-Verleihung” vortrug und die Italienreisen, die sie mit ihrer Schwester in der Kindheit machten und da mehr oder weniger kitschige Liedtexte in einem Nichtitalienisch mitsangen.

In einem Text wird das Thema Corona thematisiert, in diesem Jahr war Teresa Präauer erstmals am Opernball und hat sich da in den Keller begeben, wo das Geschehen von oben zu Hören war. Zum Live Ball geht es im nächsten Text, danach ins Leopold-Museum, wo Heidi Horton ausstellte und dann in die Salzburger Berge, wo die jugendliche Teresa Peter Handke las und sich ansonsten mit dem Snowboarden beschäftigte.

Hier unterrichtete sie einen Popstar namens Phil und genoß das Apres Ski, etwas mit dem es jetzt ja wahrscheinlich Schwierigkeitent gibt und die passende Weihnachtsgeschichte gibt es auch. Da steht auf einmal Briney Spears oder eine andere Popikone im Wintergarten, denn sie hat Australien mit Austria verwechselt, steht hier frierendim Gltizerkleid, erfreut sich an Tee und dem heimischen Lebkuchen und hilft sogar beim Christbaum schmücken.

Dann geht es in die Bibliothek dort ist Teresa Präauer nämlich geboren oder wurde als Tochter eines Archivar und lesenden Muttter dort gezeugt. So läßt sie die Bücher zu sich kommen und ein Foto von Otto Lillienthal, dem Flugpionier gibt es auch.

Eine Aufforderung an die Außerirdischen doch auf die Welt und da ins schöne Austria in den fünften Hieb ins Sette Fontane und in das Funkhaus in den vierten, der den Artikel erstmals austrahlte, gibt es auch und dann ein paar mehr oder weniger skurille Tiergeschichten, da wird ein Pony herumgereiht, ein Ehepar besucht, etcetera.

Ernsthafter wird es wieder, wenn sie über die Hosenrolle in Theater und Oper berichtet und da schon das Thema Gendern streift oder sich mit Karl Lagerfelds Tod beschäftigt.

Es gibt Artikel die auf bestimmte Ausstellungsstücke wie Wandteppiche, etcetera in verschiedenen Museen, die dann im Anhang aufgezählt werden, hinweisen.

In einem Text erinnert sich Teresa Präauer an den Film “Der Club der toten Dichter”, der sie als Jgendliche sehr beeindruckt hat. Einen, der eine You Tuberin schildert, die ihr Unterricht in Yoga gibt und ihren Usern alles Gute wünscht und um den “Frohsinn” geht es auch. Das war früher auf alten Gläsern und Tassen aufgedruckt, ein schönes Gefühl und frommer Wunsch, wo man nur aufpassen mußte, die Tassen und Gläser dann nicht in den Geschirrspüer zu stecken, aber der hat früher nicht existiert und interessant auch die Geschichte von der Post, die Teresa Präauer in ihrer Wohnung immer noch für die Vormieter bekommt. Da kommt eine spanische Kunstzeitung an einen Galeristen, als sie die ihm aber in seine Galerie bringen will, ist die nicht mehr vorhanden und eine Geschichte von “Fünf ineinander verknoteten Eichhörnchen in Wiscosin” gibt es auch.

Es geht um den Kauf eines Hochzeitkleides und um die Hochzeit von David und Aiko, er ein österreichischer “Waste cooker”, das heißt, er sammelt Essen aus Mülltonen auf und bereitet daraus Speisen. Sie ist Psychologin und die Hochzeit sollte, glaube ich, sowohl in Japan als auch in Salzburg stattfinden. Dazwischen bereisten sie den Vietnam und als sie hinauswollten, war die Pandemie schon da und sie mußte nach Japan in Quaratäne, er nach Österreich zurück.

Um Blumen und, um Sträuße binden, geht es in einigen Texten auch. In einer taten es die Kinder, die anderen sind in der Albertina zu finden und ein Text für die Salzburger Festspiele hat sich daraus auch schreiben lassen.

Dann sind wir schon am Schluß, beziehungsweise bei der Titelgeschichte, wo ich mich, als ich noch glaubte, daß das ganze ein Roman sei, über den seltsamen Titel wunderte.

“Typisch Teresa Präauer!”, habe ich wohl gedacht und jetzt erfahren, daß die Bohne eigentlich ein Steinchen ist, die sie einmal, als es ihr nicht so gut ist, von einem Freund bekommen hat.

Interessant, die Kürzesttexte, die sowohl in den “Salzburger Nachrichten” als auch in der “Presse” erschienen sind und wenn man sich durch das Buch gelesen hat, hat man viel über die Autorin und ihre frische Sprache erfahren.

Das Coverbild, wo eine mit Stanitzl auf dem Kopf vor ein paar Schachteln sitzt, ist das auch und ein paar Ilustrationen wo astronautenartige Figuren in Bleistifte versteckt sind oder diese tragen, hat uns Teresa Präauer auch noch beschert.