Vor dreißig Jahren

Vor dreißig Jahren ist Andy Warhol gestorben, das ist der in Pittsburgh geborene Künstler und Filmemacher, der mit dem Marilyn Monroe Portrait und den Campbell-Konservendosen berühmt geworden ist, woran ich diese Woche täglich vier Minuten vor sieben erinnert werde, wenn ich die “Gedanken für den Tag” aufdrehe und mir Johanna Schwanbergs diesbezügliche Gedanken anhöre.

Ansonsten ist die amerikanische Popikone, wie man wahrscheinlich merken kann, ziemlich an mir vorbei gegangen, denn ich war ja ein braves Mädchen und eine schüchterne Studentin, die nach der Hauptschule, die HBLA für wirtschaftliche Frauenberufe in der Strassergasse besuchte, um doch irgendwie zur Matura zur kommen, nicht um kochen oder Hauswirtschaft zu lernen und habe dort zwei Jahre davor beschlossen, nachher Psychologie zu studieren und zu schreiben und während ich das tat, zuerst noch bei meinen Eltern in der Wattgasse, später in der von meiner Freundin Elfi übernommenen Wohnung in der Otto Bauergasse, bin ich einmal in die Woche in die Oper gegangen, habe mir Verdi angehört, bin vorübergehend zum Wagner Fan geworden, das heißt ich, mag ihn noch immer und halte den “Parzifal” für eine tolle Oper und den “Ring” und die “Meistersinger” und die amerikanische Popmusik, die damals in aller Munde war, ist genauso an mir vorbeigegangen, wie Andy Warhol etcetera, was ich 2003, als ich  beim Ö1- Quiz in Graz antrat, schmerzlich merken konnte, weil ich die Popikonen, die inzwischen bis Ö1 vorgedrungen waren, nicht kannte, was mir zwar egal ist, aber inzwischen wahrscheinlich zur Allgemeinbildung gehört, aber die besteht bei mir zu neunzig Prozent aus Literatur.

Das heißt, ein bißchen Crossover ist auch dabei, so war ich am Montag zum Beispiel mit dem Alfred im Musikverein und habe mir dort spanische Renaissancemusik aus dem fünfzehnten Jahrhundert mit dem Clemencic Concort angehört und bin gestern nach der Veranstaltung in der Herrengasse zum fünfundsiebzigsten Todestag von Stefan Zweig noch kurz in die Albertina hineingegangen, weil man sich dort die Vernissage von Egon Schieles Kinderaktzeichnungen und Blumenbilder ansehen konnte.

Aber ich wollte von Andy Wahrhol erzählen oder dem, was ich vor dreißig Jahren gemacht habe, als Andy Warhol starb, da war die Anna fast drei Jahre alt und ich noch Assistentin an der II. HNOKlinik an der Sprachambualz, habe mich aber, glaube ich, schon entschlossen gehabt, den Zweijahresvertrag meiner Halbtagsstelle nicht zu verlängern und in die freie Praxis zu gehen, was ich ab Mai dann machte.

Da war der dritte Geburtstag der Anna, die damals in die Kindergruppe Spatzennest in die freie Schule Hofmühlgasse ging, schon gefeiert. Wir haben in der Gumpendorferstraße gewohnt, meine erste Praxis war in der Otto Bauergasse. Ich habe versucht mir ein paar Klientin von der Klinik mitzunehmen, habe Arztaussendungen gemacht, Spielzeugfirmen angeschrieben und von “Matador”  eine riesige Kiste mit Matadorteilen und einen dazupassenden Tisch bekommen und als ich mit den ersten Klienten anfangen wollte, sind bei der Anna die Masern ausgebrochen, die in der Kindergruppe, das gab es damals noch, herumgegangen sind.

Der Alfred, der mich vertreten sollte, ist zu spät gekommen und als ich ein paar Minuten nach der vereinbarten Stunde in die Otto Bauergasse gekommen bin, waren die Klienten schon weg.

Inzwischen habe ich dreimal meine Praxis gewechselt, bin nach dem Zwischenspiel wohnen in Harland,  Praxis in der Gumpendorferstraße und dazwischen meinen diabetischen Vater betreuen und Insulin spritzen, zuerst in die Reinprechtsdorferstraße gegangen mit Wohnung in der Gumpendorferstraße.

Nach dem Tod meines Vater habe ich mir die Wohnung in der Krongasse gekauft wo beides zusammen ist, habe jetzt die zwei Kassenverträge die es gibt, den für Psychodiagnostik und den WGPV-Psychotherapievertrag und mache gelegentlich noch eine KAV-Supervision, sonst nicht mehr sehr viel psychologisch-therpautiscesh, keinen Psycholgoie- oder Kommunikationsunterricht in Krankenpflegeschulen mehr, beispielsweise, wie ich das früher sehr viel machte, dafür schreibe ich aber viel und blogge und geschrieben habe ich auch schon vor dreißig Jahren, denn da hätte die freie Praxis in die ich damals gegangen bin, auch eine literarische sein können.

Geschrieben habe ich damals, es war ja die Waldheim-Zeit, die Erzählung “Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt”, eine Fortsetzung der “U-Bahngeschichten”, die damals, ich wurde 1987 beim zweiten Versuch in die GAV aufgenommen, wo damals Josef Haslinger Generalsekretär war und Ernst Jandl Präsident, wenn ich mich nicht irre, in das “Wespennest” kam.

Geschrieben habe ich damals noch viel in Kaffeehäusern, im Cafe Jelinek, in der Otto Bauergasse beispielsweise oder auch im Sperl, wenn die Anna in der Kindergruppe war und ich keine Stunden hatte.

Meine ersten Lesungen in der “Alten Schmiede” habe ich schon gehabt, da hatte ich ja von 1996 bis 1999 glaube ich jedes Jahr einen Termin bei “Textvorstellungen,” noch im zweiten Stock, wo man durch den Hof durchgehen mußte und Herbert J. Wimmer moderierte.

“Die Gasse oder Marthas Wohnungen”, wo ich die Otto Bauergasse beschrieben habe, war, glaube ich, meine erste Lesung und nach “Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt” habe ich  bald begonnen meine Klinikerlebnisse in den “Hierarchien” aufzuarbeiten, die dann, 1990 oder so glaube ich war das, wir sind schon von Harland nach Wien gependelt, in Jacks Unterwegers “Edition Wortbrücke” erschienen sind.

Mein erstes Buch in einem Klein-Kleinstverlag. Texte in Anthologie und Zeitschriften hatte ich damals mehrere, denn ich habe sehr viel ausgeschickt und habe mich auch noch, um Stipendien beworben, bevor ich es  ab 2000 selber machte und seit 2008 regelmäßig mein literarisches Leben im “Literaturgeflüster” blogge.

In Literarische Veranstaltungen bin ich schon damals sehr viel und regelmäßig gegangen, jetzt tue ich es schon bezüglich des “Geflüsters” genauer und systematischer und vor allem schreibe ich alles auf, so daß man in meinem Archiv, glaube ich, ein sehr genaues Bild des literarischen Lebens Wiens, der letzten fast neun Jahre bekommen kann.

Ich höre inzwischen nur mehr Ö1, damals habe ich, glaube ich, noch manchmal “Radio-Wien”,  Radio-Niederösterreich” oder “Ö3” gehört, gehe nicht mehr in die Oper, bleibe aber manchmal, wenn ich von der “Alten Schmiede” komme, am Krarjan-Platz stehe und schaue mir das Ende der Übertragung an, die es jetzt ja gibt, kaum ins Theater, gelegentlich wenn ich die Karten gewinne, in ein Konzert und, wie schon erwähnt, sehr viel und sehr systematisch zu literarischen Veranstaltungen.

Ich lese, glaube ich, auch viel mehr als früher, damals habe ich mich an das Prinzip, ein Buch pro Woche gehalten und habe, glaube ich, gerade aufgehört mirBücher zum Normalpreis, was ich, als Studentin sehr viel tat, zu kaufen. Den Abverkaufskisten bin ich damals, glaube ich, schon treu gewesen,  Gratisbücher hat es  noch keine gegeben.

Da waren die Ersten, glaube ich, die der “Libro-Bestselleraktion”, aber da war ich schon in der Krongasse.

Dann hat mich Edith Brocza einmal in den Kistenwühlen lassen, die der Buchhändler ihres Hauses, als er sein Geschäft schloß, ihr ins Erdgechoß stellte.

Dann kamen die Büchertürme der “Literatur im März” und bei “Thalia” gab es eine Zeitlang Leserrezensionen, wo man, wenn sie sie nahmen, einen zehn Eurogutschein, eigentlich sehr mikrig, dafür bekam und dann habe ich schon angefangen zu flüstern und die Bücherschränke, diesowohl meine Buchbestände als auch mein Leseverhalten enorm vermehrten, hat es ab 2010 auch gegeben.

Ab 200o gab es mein erstes selbstgemachtes Buch, die “Wiener Verhältnisse,”, jetzt warte ich schon auf mein zweiundvierzigstes, die Kroatiengeschichte “Claire-Klara-Clarisse“, die morgen kommen soll.

Der Alfred hat mich schon ermahnt, dafür Platz in meinen Bücherregalen zu schaffen und an dem dreiundvierzigsten dem “Frühstück” krorrigiere ich gerade, während ich für das vierundvierzigste, was wieder eine Art Blogroman werden könnte, schon die ersten Notizen sammle und dazwischen höre ich am Morgen vor dem Aufstehen und bevor ich zum Lesen in die Badewanne steige, Johannas Schwanbergs Gedanken zu Andy Warhols dreißigsten Todestag, weree bald Annas dreiunddreißigsten Geburtstag feiern, die inzwischen mit Freund und Hund nach Harland, in das Haus übersiedelt ist, das ihr Harlander Großvater 2007 für die zu bauen angefangen hat, der Ende 2012 gestorben ist.

Ich habe in “Und trotzdem” darüber geschrieben, ein Hund namens Ouzo kommet in den “Sommergeschichten” vor. Da geht es auch, um eine Sommerfrische in Harland bei St. Pölten und Alfreds Mutter war vor kurzem im Spital und hat jetzt  eine Heimhilfe, die jeden Morgen eine Stunde zu ihr kommt und ihr beim Aufstehen hilft.

So fließt alles dahin und ändert sich das Leben, Stefan Zweig hat sich vor fünfundsiebzig Jahren umgebracht und ich habe in der letzten Zeit zwei sehr interessante Debutromane gelesen und habe auch einiges andere auf meiner überlangen Leseliste, was schon auf mich wartet.

Zwölf in zwölf

Vor cirka einem Jahr habe ich ja von Jacqueline Vellguths,  wie sie selber schreibt: “wahnsinnigen,  völlig durchgeknallten, genialen, lehrreichen, supermotivierenden Projekt” in einem Jahr zwölf Bücher zu schreiben und damit aufzufallen und berühmt zu werden berichtet.

Jacqueline Vellguth und ihren Blog “Schriftstellerwerden.de” , kenne ich, seit ich blogge oder vielleicht auch ein bißchen länger, habe bei ihrem “Schreibtinten-Wettbewerb” mitgemacht und einen Buchgutschein gewonnen, als ich ihr bei meinem ersten “Nanowrimo” immer regelmäßig meine Schreibberichte sandte und sie ist auch die Vorlage für eine Figur der “Heimsuchung”, die bei diesen Projekt entstanden ist.

Sie ist eine sehr rührige Schreiberin, hat immer viele Tips fürs Schreiben, ein paar Mal bei den “Nanowrimos” mitgemacht und nun dieses Projekt, das ich mit Spannung verfolgte, aber ein wenig skeptisch war und bin, weil ich denke, daß zwölf Romane in einem Jahr wahrscheinlich zuviel sind.

Habe ich ja schon Schuldgefühle, daß bei mir im letzten Jahr fünf Bücher herausgekommen sind und alle schreien “Schreib doch nicht soviel!”, denn es kann ja keine Qualität bedeutet, wenn man in vier Wochen ein Buch herausklopft und das in dieser Zeit dann auch noch veröffentlicht.

Dem “Nanowirimo” sagt man ja auch nach, daß es kein Qualitätsschreiben sein kann, wenn man in einem Monat fünfzigtausend Worte schreiben soll.

Nun, das ist ja auch erst der Anfang und dient dazu, daß man sich warm schreibt, nicht aufgibt, was fertig bringt. Korrigieren und veröffentlichen kann man ja nachher und das Schreiben ja, glaube ich, auch die Organisatoren so.

Das “Selfpublishing” hat aber viel verändert und da hat sich irgendwie die Idee durchgesetzt, daß man öfter ein Buch herausbringen soll, um damit aufzufallen, nicht vergessen zu werden, etcetera.

Ob, das außer Jacqueline Vellguth in diesem Tempo noch jemand so macht, weiß ich nicht, obwohl ich ja eine lose Serie von sogenannten Indie- oder Selbpublishern habe.

Habe ich ja Martina Gerckes Schreiben einige Zeit verfolgt, über Bela Bolten geschrieben und nun Jacqueline Vellguth, die 1982 geborene Diplomphysikerin, die schreibt und schreibt, aber vor 2016 noch nichts veröffentlicht hat oder doch vielleicht ein Buch, einen sogenannten Probelauf, hat sie im Monat davor herausgebracht .

“Zauberhaftes Aschenputtel” im Dezember 2015 erschienen und das sind wir schon bei den Genres, die die Selfpublisher ja gern verwenden und Jacqueline Vellguth hat sich, glaube ich, in dem Jahr, das zwölfte Buch ist ja pünktlich noch am 31. Dezember erschienen,  heißt  “Von Worten berührt”, handelt davon, wie die Heldin Schriftstellerinwird und ist allen, dieSchreibberichten auf ihrer Website gerne schreiben, gewidmtet, durch alle Genres geschrieben.

Die Bücher sind bei “Amazon” erschienen. Es gibt, glaube ich, auch eine Printform, ein paar Blogartikeln mit  und auf “Schriftsteller-werden.de”.

Auch ein paar Interviews sind im Netz erschienen und bei “Amazon” kann man sich jeweils die Leseproben lesen.

Es gab auch einen Newsletter den man bestellen konnte, dann bekam man noch mehr Einblick in Jacqueline Vellguths Schreiben. Konnte vielleicht auch Testlesen und einen kleinen Skandal mit ein paar Sternrezensionen hat es auch gegeben.

Die sind inzwischen verschwunden, die anderen Reaktionen waren durchaus positiv und das ist es ja auch, was ich befürchte, daß mir meine Kritiker die Einsternrezensionen “Wui, ist das schlecht!”, hinknallen, wenn ich bei “Amazon” veröffentliche würde.

Tue ich nicht, ich bleibe auf meiner Website und meinen “Vorschauen” und habe Jaqueline Vellguths Bücher, da ich sie ja kaum in den Bücherschränken finden werde, nicht gelesen.

Von Annika Bühnemann habe ich das im letzten Jahr mit “Küss mich Superstar” getan und auch zwei von Martina Gerckes Bücher.

Da ist auch gleich interessant, daß die Selfpublisher oft im Duett schreiben und Jaqueline Vellguth hat bei ihren Büchern, glaube ich, auch öfter New York als Schauplatz erwählt.

Die Cover vor allem, die letzten mit den Herzen und den Cupcakes sind sehr schön und knallig und ich bewundere Jaqueline Vellguths Fleiß und Energie und werde mich wenigstens durch die Probekapiteln lesen und verfolgen, wie berühmt man wirklich mit zwölf Büchern im Jahr werden kann.

Bei einem Interview, das ich hörte, hat sie  auch davon erzählt, daß die Verlage schon auf sie aufmerksam wurden. Sie ist aber, glaube ich, noch zu keinem gewechselt, aber jetzt überhaupt erst auf Urlaub, bevor sie ihren Abschlußartikel schreiben wird.

Das erste Buch, das noch im Jahr 2015 erschienen ist, war also eine Fortsetzung des Aschenputtels.

Im Jänner kam der Urban Fantasy Roman “Die Welt zwischen den Zeilen”.

Dann folgte eine Serie von Februar bis April, nämlich “Die unsichtbare – die sichtbare und die Superheldin”

Es gibt die Fantasy Romance  “Wald der Wunder” im August erschienen, die “Liebesromane “Ein magischer Sommer” und “Folge deinem Herzen”

“Cherry on the top” im November erschienen, ist glaube ich ein Liebesroman, der in New York spielt und von einer Bächerin handelt, die die besten Cupcakes erzeugt.

Im Oktober ging es schon in einen Buchladen nach New York “Der Duft von Büchern und Kaffee”  und am 31. Juli erschien das “Manuskript vom Schreiben und Sterben des Henry Jones”.

Ein Weihnachtsbuch mit einem wunderschönen Cover “Die schönste Zeit des Jahres” gibt es auch und jetzt kann man noch auf Jaceuline Vellguths Seite nachsehen, ob ich etwas vergessen habe.

Toll denke ich, ich könnte das nicht und bin ja auch ein wenig ausgeschrieben, nach meinen einundvierzig selbstgemachten Büchern, meinen depressiven Frauen, meiner Flühctlingstrilogie, mein Buch über den Steinhof, dem Sterben nach Krebs oder Alzheimer, der Mimi, den “Dreizehn Kapiteln” und und und…

Berühmt bin ich nicht damit geworden und denke, daß das den Selfpublischern, wo ja immer noch sehr viele Vorurteile bestehen und sie ja auch nicht auf die meisten Buchpreislisten dürfen, auch nicht so einfach ist.

Obwohl, wie ich ja immer höre und lese sehr viele sehr erfolgreich wurden, zu Verlage finden und auch große Verkaufszahlen haben.

In Leipzig und in Frankfurt gibt es schon ganze Hallen von ihren Büchern und ich habe auch noch ein paar “Kindle direkt  Publishing Printausgaben” in meinen Harlander Regalen, die ich mir im letzten Jahr aus Leipzig mitnahm und die ich noch lesen muß.

Jetzt werde ich mich, wie beschrieben ein bißchen durch Jaqueline Vellguths Probekapitel wühlen und bin gepannt, was ich noch alles von ihr hören werde und natürlich wünsche ich ihr weiterhin viel Erfolg, denn ich denke man kann es auch durchaus selber machen und ich tue das ja auch.

 

Zurückgeschaut

Jetzt kommt der Jahresrückblick und die Frage, wie 2016 so für mich war? Ein gutes Jahr, ein schlechtes oder wieder  unverändert?

Ein bißchen schon wahrscheinlich, obwohl ich, was das Schreiben betrifft, so produktiv, wie nie zu vor gewesen bin. Sind doch fünf Bücher in diesem Jahr erschienen.

Davon die ganze Flüchtlingstrilogie, also “Die Pensionschockdepression oder Selmas Kopftuch”, “Die ereignisreichen Sommererlebnisse vier präkärer Literaturstudentinnen” und “Nika, Weihnachtsfrau”, die ich zwar alle nicht 2016, sondern schon ein Jahr früher geschrieben habe.

Dann sind noch “Paul undPaula” und “Nicht berühren oder Notizen zur Romanentstehung” erschienen und diese beiden Bücher sind in diesem Jahr entstanden.

Dann gibts noch noch “Claire-Klara-Clarisse”, die Kroatiengeschichte, die noch beim Alfred liegt und etwas Neues habe ich in den Weihnachtsfeiertagen auch angefangen.

Arbeitstitel “Vor dem Frühstück kennt dich keiner”.

Vorläufig gibt es sechs Szenen, achtzehn Seiten und 7764 Worte und ich bin auch noch nicht so recht zufrieden, beziehungsweise weiß ich noch nicht so recht, wie das werden wird?

Habe aber drei Handlungsstränge, beziehungsweise vier oder fünf Personen, da gibt es einmal die schöne Obdachlose Dorothea Wewerka, die das vielleicht gar nicht ist und dann die depressive Therese Schwarzenberg, sowie den jungen Identitären Fabian Hirschmann,,die Bibliothekarin Karoline Prohaska und ihre Schwester Sophie, eine engagierte Medizinstudentin, in die sich Fabian vielleicht verliebt.

Also nicht sehr Neues, aber das was mich interessiert und worüber ich eigentlich schreiben möchte, weiß ich vielleicht noch nicht wirklich und ein bißchen ausgeschrieben, beziehungsweise demotiviert wegen des mangelnden Feedbacks bin ich auch.

Aber jetzt konzipieren, mit meinen Bücher in die Badewanne steigen, planen, etcetera, damit es irgendwann, im nächsten Jahr mein dreiundvierzigstes Selbstgemachtes werden kann.

Wui, das ist sehr viel, eine ganze Bücherreihe an Ideen,  über vierzig Jahre schreiben und die Frage, warum es ausgerechnet mir nicht gelingt, literarisch aufzufallen, ist  auch  noch immer nicht beantwortet.

Hatte ich ja auch heuer meinen “Troll”, der mein schlechtes Schreiben beschimpfte und sich dann auch noch als Pegida-Fan entpuppte.

Etwas was man ja fast lustig finden könnte, denn ich mag ja ein bißerl schlampert sein und mich nicht so gut präsentieren können. Meine eigene Rechtschreibung habe ich auch, aber ich habe viel geschrieben und kann es also eigentlich, auch wenn man es mit dem Maßband vielleicht nicht so vermessen kann.

Das Feedback ist aber nicht sehr da, das stimmt, auf meine Gewinnspiele bekomme ich kaum Reaktionen, obwohl ich ein paar neue Kommentierer hatten und das “Mimikry-Gewinnspiel” mit zwei sehr schönen Texten hat es in Bezug der “Berührungen” auch gegeben.

Gelesen habe ich ein bißchen weniger als sonst und das bezieht sich sowohl auf meine Bücherliste, da waren es gerade hundertachtundverzig Bücher, als auch auf meine Lesungen.

Da gibt es die Fixpunkte, wie das “Linke Wort beim Volksstimmefest” mit der Anthologie “Lebenszeichen, die auch erschienen ist,  die “Poet Night”, mein literarisches Geburtstagsfest, dann den Osterspaziergang der LitGes, wo ich gerne mitgehe, aber sonst nicht viel.

Bei der “Anderen Buchmesse” habe ich mich ja schon im Vorjahr überworfen, so daß es den Slam nicht mehr gibt, weil es ja ein bißchen nervig war, immer zu lesen und den anderen beim Gewinnen zuzuschauen und, als es das “Fest für Kunst und Kultur” in Margareten gegeben hat, waren wir Kroatien.

Dafür hat mich im Sommer Bernadette Zeilinger ins Amerlinghaus zu einer muskalischen Lesung eingeladen und ich habe, höre und staune, auch im Literaturhaus gelesen, allerdings nur auf der Publikumsschiene und aus den “Sommerereignissen”, eine Fatma Challaki Szene, die habe ich, glaube ich, auch in St. Pölten gelesen und im Amerlinghaus und werde sie auch im Jänner in Salzburg lesen, aber da sind wir schon im nöchsten Jahr.

Jetzt geht es erst ans Zurückschauen und da habe ich ja noch einen kleinen Text geschrieben.

 “Die Präsidentin auf dem Opernball”, den ich auch bei “Poet Night” gelesen habe, angeregt durch das Opernballthema in der Schreibegruppe im Februar, denn El Awadalla hat ja für die Bundespüräsidentenwahl kanditieren wollen, dann nicht genügend Unterschriften gehabt und dann hatten wir im ersten Durchgang einen grünen und einen blauen Kanditaten und bei der Stichwahl einen grünen, der sehr sehr knapp vorn gelegen ist, so daß die Wahl wegen Formfehlern wiederholt werden mußte und dann doch gut ausgegangen ist, weil es mich sehr geärgert hätte, wenn wegen Formfehler, die es immer schon gegeben hat, ein anderer gewonnen hätte.

Wir werden also im Jänner einen neuen Bundespräsidenten bekommen und mit der Schreibgruppe wird es höchstwahrscheinlich auch nicht weitergehen oder vielleicht doch, habe ich jetzt die ersten Termine fixiert und an die noch vorhandenen Teilnehmer ausgeschickt.

Bis Dezember haben wir uns jedenfalls getroffen und jetzt hat sich auch Peter Czak wieder gemeldet, beziehungsweise ist er bei meinem Geburtstagsfest gewesen und will vielleicht weitermachen.

Und was das Lesen betrifft, habe ich, wie schon erwähnt, weniger als je gelesen, aber sehr interessante Bücher, ich habe wieder Buchpreisgebloggt, diesesmal gleich doppelt, so wohl, die deutsche Liste fast vollkommen gelesen, dann die halbe österreichischen und die österreichischen Buchdebuts und dann bin ich  noch völlig überraschend in die “Debutpreis-Bloggerjury” gekommen, da kann im Gegensatz zu den “offiziellen Bücherbloggern” offenbar jeder mitmachen der literarisch bloggt und das Lesen war sehr interessant, noch dazu, daß ja auch meine Kanditatin gewonnen hat.

Außer der Debutpreisjury gibt es ja noch den “Ohrenschmaus”, der 2016 das zehnte Mal vergeben wurde, da gab es eine neues Buch und eine Diskussion auf der “Buch-Wien”, die es heuer zum neunten Mal gab und zum dritten Mal den Bücherquizz, da habe ich heuer mitgemacht, aber Pech gehabt, das heißt ich war sehr aufgeregt und dann haben sich die Fragen auch, um sehr viel anderes, als um Bücher gedreht, also kein Buchgutschein, aber macht a nichts.

Todesfälle gibt es zu beklagen, so habe ich auf der “Buch-Wien” erfahren, daß Ilse Aichinger gestorben ist und bezüglich meiner “Berührungen”, habe ich heuer  sehr viel Stefan Zweig und auch  meinen Doderer nochmals gelesen.

In “Leipzig” sind wir gewesen, wieder offiziell als Bloggerin und bei “Buch und Wein” und auch anstonsten habe ich sehr viele Veranstaltungen besucht und bin auch auf sehr vielen Preisverleihungen gewesen.

Mit dem “Alpha” klappt es auch und ansonsten sehr viel unverändert, weiter neben dem Literaturbetrieb, keine Einladung zu den “Textvorstellungen”, keine Entdeckung und und und….

Und trotzdem werde ich weiterschreiben so gut ich es kann und weiterlesen, da habe ich ja meine Leseliste umstrukutriert  und bin im Dezember wieder auf vielen Flohmärkten gewesen, habe vor heuer meine Leseliste zu schaffen und fürchte, daß ich es nicht kann, weil ja schon einige Frühjahrsbücher auf mich warten und Buchpreisbloggen, sowohl was die österreichische als auch die deutsche Liste betrifft, werde ich wahrscheinlich auch.

Also vielleicht ein nicht so besonders ereignisreiches Jahr, aber doch ein interessantes, das wir heuer wieder bei Hilde Schmölzer, die ja im Jännner ihren achtzigsten Geburtstag mit einem Fest in der “Wien-Bibliothek” feiern wird, beenden werden und für das nächste Jahr wieder Pläne bezüglich des Schreibens und das Lesens. In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Lesern wieder ein schönes neues Jahr!

Internationale Erich-Fried-Tage

Im November finden ja meistens die “Erich Fried-Tage” statt, beziehungweise wird da dann der “Erich Fried-Preis” vergeben, manchmal gab es da Paralellen mit meinem Geburtstagsfest, auch mit der “Buch-Wien” mit der “Literatur im Herbst” hat es sich aber noch nie überschnitten.

Heuer hat es, was sich dann  nicht ganz so schlimm, herausstellen sollte, denn heuer ist ja alles anders und so wurden die “Fried-Tage”, die es seit einigen Jahren mit einem jährlichen Symposium gibt, am Samstag mit einer Ausstellung eröffnet, da war ich im “Odeon”  und am Sonntag gabs die Preisverleihung zeitgleich mit dem “Werkstattgespräch in der “Alten Schmiede” zu “Echos aus Japan”, das ich versäumte, denn die Preisverleihung wollte ich mir gerne anhören, da ich ja, wie meine Leser wissen, solche sehr mag und auch regelmäßig besuche, vielleicht weil ich selber keine Preise bekomme und dann ist der Preisträger, der 1983 in Frankfurt am Main geborene, Leif Randt, von dem ich zum ersten Mal etwas hörte, als er beim “Bachmannpreis” gewonnen hat, auch sehr interessant.

Ist er doch ein sehr schlagfertiger junger Mann, der seine Preisverleihung “einen interessanten Vormittag” nannte, während er sonst am Sonntag eher schlafen würde und seinen Erstlingsroman “Leuchtspielhaus”, habe ich mir vor einem Jahr, in einer Trafik, um zwei Euro als “unverkäufliches Leseexemplar” auch gekauft, in meinen Bücherbergen versenkt und noch nocht gelesen, vielleicht komme ich einmal dazu.

Beim Bachmannpreis hat er aus seinem zweiten Roman “Schimmender Dunst über Coby County” gelesen, inzwischen ist noch der dritte Roman “Planet Magnum” erschienen und die einzige Jurorin, die, wie das bei diesem Preis so üblich ist, ihn vorschlug, war Eva Menasse, von der ich “Vienna” und “Quasikristalle” gelesen hat, weil sie damit ja vor zwei Jahren beim “Alpha” gewonnen hat, deshalb war auch Robert Menasse bei der Preisverleihung.

das heißt wahrscheinlich nicht nur deshalb, trat er doch am Abend bei der Tagung “Jüdische Kultur der Gegenwart” auf, da war ich  im Odeon,  aber als ich in der Früh ins Literaturhaus gegangen bin, lagen schöne Bücher im “Wortschatz” darunter Robert Mensasses “Schubumkehr”, jetzt bin ich zwar gar nicht sicher, ob ich das Buch nicht schon habe, habe es aber signieren lassen, finde ich es in meiner Leseliste, lege ich es am Montag  mit der taufrischen Unterschrift zurück, wenn ich zum “Round Table Gespräch 1” ins Literaturhaus gehe.

Es ist mir auch vorgekommen, als wären weniger Leute im Publikum, wahrscheinlich die, die in der “Alten Schmiede” beim “Werkstattgespräch” waren, Gustav Ernst war aber da, Herbert J. Wimmer, Karin Invacsics und und…

Christel Fallenstein und Friederike Mayröcker, die früher gern zur Preisverleihung gekommen sind, nicht mehr, aber Julia Franck saß in der ersten Reihe und tritt ja am Montag bei den “Round Table Gesprächen, gemeinsam mit Robert Schindel auf, der auch im Publikum war.

Es kamen dann auch die Grußworte von Robert Stocker vom Bundeskanzleramt und vom deutschen Botschafter, Heinz Lunzer, der derzeitge Präsident der “Fried Gesellschaft” stellte  Eva Menasse vor und fand für sie sehr launige Lobesworte.

dann kam die 1970 in Wien geborene, die derzeit in Berlin lebt und hielt ihre Laudatio, erklärte, daß es sich bei “Planet Magnum” nicht oder nicht nur um einen “Science Fiction Roman” handelt, wie der deutsche Botschafter meinte, da ist auch schon sehr viel Gesellschaftskritik dabei und Leif Randt hielt dann, wie er anmerkte, seine erste Dankesrede, für die er sich sehr bemüht hatte.

Erich Fried kam dabei nicht sehr vor, wohl aber die Texte des Autors, nämlich die, die er gerne schreiben würde und auch die Reisen um die Welt, die er im Rahmen des “Goethe Instituts” macht und zu denen er, seit er einmal in Sibirien war, oft eingeladen wird.

Dann wollte er ein Video zeigen, das klappte aber nicht mit der Technik, so daß er die Frage stellte, ob die Leute nicht fernsehen würdenund was sie sonst am Abend machen?

“Bücher lesen!”, schrie einer aus dem Publikum und da sowohl Eva Menasse, als auch der Botschafter, den Fernseher in Betrieb setzen konnten, ging es mit der Rede weiter.

Danach gabs Sekt zum Anstoßen, ein bißchen Smalltalk und ich bin  ins “Odeon” zum zweiten oder dritten Teil des “Japanischen Echos” gegangen und da die “Fried Tage” diesmal erst begonnen haben, ist es am Montag mit den Round Table Gesprächen zum “Jüdischen Leben” weitergegangen und da hat es um fünf mit Edek Bartz, ein im Kasachtan geborener Musiker und Lektor an der angewandten Kunst, de rin Ostberlin geborenen Barbara Hongmann und Robert Schindel, moderiert von Doron Rabinovici zu der Frage “Erinnerung im globalen Zeitalter” weitergegangen und die Erinnerungen sind der Holocaust, genauso, wie der Auszug aus Ägypten  und der Begriff Holocaust wurde auch erst in den Neunzehnsiebzigerjahren durch den gleichnamigen Film geprägt, an dem ich mich sehr gut erinnern kann, denn da bin ich ja einmal im Wienerwald spazierengegangen, habe am Cobenzel an einem Wirtshaustisch eine Reihe junger Männer in brauen Hemden sitzen geeshen, habe böse geschaut und gedacht, das wären Nenazis, später habe ich dann im Fernsehen gesehen, das waren Filmaufnahmen für die berühmte Serie.

Robert Schindel wurde in Wien. als Kind von jüdischen Kommunisten geboren, Barbara Honigmann, von der ich, glaube ich schon einige Bücher gelesen habe, von jüdischen Eltern, die nach dem Krieg nach Ostberlin zurückgegangen sind und die Diskussion schwankte zwischen Erinnerungen, dann gab es eine lange Pause, wo man sowohl ein Glas Wein trinken, als auch den Büchertisch betrachten konnte, ich bin aber wieder schon vorher beim Bücherschrank fündig geworden und habe dort zwei zum Thema passenden Bücher gefunden, nämlich Margot Kleinbergers “Als Kind in Theresienstadt” und Eva Mozes Kor und Lisa Rojany Buccien “Ich habe den Todenengel überlebt-Ein Mengele-Opfer erzählt” und habe mich darüber mit meiner Sitznachbarin und Volker Kaukoreit unterhalten.

Dann ging es von Ursula Seeber, der vorigen Leiterin der EXil-Bibliothek eingeleitet, weiter mit dem  zeitgenössischen jüdischen Literatur, die von zwei Lesungen, nämlich von Arnon Grünbergs “Mutermale” und Deborah Feldmans “Unorthodox” begonnen wurden.

Dann wurde darüber unter der Leitung von Bettina Banasch, die einen Essay von Mirna Funk, deren Debutroman “Winterende” sich auch mit diesem Thema befasst, diskutiert und das war sehr interessant, denn die 1986 geborene Deorrah Feldman, die jetzt in Berlin lebt, ist in dem jüdischen Stettl Williamsburg in New York in einer orthodoxen Familie und mit Jiddisch aufgewachsen, hat sich dann davon distanziert und einen Roman darüber geschrieben und das Stück, das sie vorlas, beschreibt, wie sie sich den Talmud kauft und beim Lesen die erstaunlichsten Entdeckungen macht.

Arnolds Grünberg “Muttermale”, der in Amsterdam, als Kind aus Berlin stammender Eltern, 1971 geboren wurde, habe ich schon während meines “Frankfurtsurfens” kennengelernt, da ja dort Holland das Gastland war.

Er lebt aber jetzt in New York und sagte in der Diskussion, daß er nicht in der Reihe zeitgenössischer jüdischer Literatur eingereiht werden wolle und, daß sich auch natürlich auch Nichtjuden mit diesem Thema beschäftigen können, wie auch er über mexikanische Lesberinnen schreiben würde dürfen und nicht gesagt bekommen wolle, daß er das nicht könne, weil er ein Jude ist.

Das ist ein Vorwurf mit dem ich ja auch öfter konfrontiert wurde, Chris Bader Zintzen hat mir mal gesagt, ich solle mich mit den Depressionen älterer Frauen und nicht mit Transgender beschäftigen und die Ruth, daß es sie stört, daß meine Protagonisten oft ausländische Namen haben, das war in der Schreibgruppe, als ich die “Bierdosengeschichte” vorgetragen habe.

In der Diskussion im Literaturhaus war noch Julia Frank, die in Ostberlin geborene deutsche Buchpreisträgerin von 2007, deren “Mittagsfrau” ich gelesen habe und die teilweise auch in Tel Aviv lebt und deren Sohn Hebräisch lernt, beteiligt und sie war sehr interessant, weil Arnon Grünberg und Deborah Feldman sehr unterschiedliche Ansichten hatten und am Dienstag geht es mit noch einer Round Table Runde und dann mit dem “Reden über Liebe oder dem literarischen Werk von Jeffrey Eugeniden” im Akademietheater weiter, aber da werde ich nicht kommen können, da ich Christel Fallenstein in ihrer Seniorenresidenz besuche, um ihr aus “Paul und Paula” oder auch aus etwas anderem vorzulesen und dann am Nachmittag zwei Stunden habe, so daß sich das nicht ausgehen wird.

Fünfzehn Jahre “Eine Stadt.Ein Buch.”

Die Aktion “Eine Stadt.EinBuch”, wo in Zusammenarbeit mit dem “Echomedia-Verlag” hunderttausend Exemplare eines bekannten noch lebenden Autors von der Stadt Wien an die Leser und Leserinnen verteilt werden, gibt es seit 2002.

Damals wurde Frederic Morotons “Ewigkeitsgasse” verschenkt und das war in Zeiten, wo es noch keine “Offenen Bücherschränke” gegeben hatte und auch noch keinen Blog, mit dem man Zugang zu Rezensionsexemplare hat, für mich damals eine der wenigen Möglichkeiten an ein Gratisbuch heraunzukommen. Obwohl ich schon damals wahrscheinlich mehr Bücher hatte, als ich lesen konnte.

Das Buch, des am zwanzigsten April verstorbenen Autors, hat mir, glaube ich, auch gar nicht so gut gefallen, ebenso tat es das mit dem Nachfolgerbuch, nämlich des inzwischen ebenfalls verstorbenen Imre Kertesz, dessen “Schritt für Schritt”, glaube ich, in einer Art Bühnenfassung verteilt wurde.

Ich bin aber natürlich hingegangen, habe mich angestellt, mir das Buch geholt und es meistens auch an die Anna oder meine Schwiegermutter verteilt.

Einmal habe ich mich auf der “Buch-Woche” im Rathaus auch sehr gestritten und einen Artikel darüber geschrieben, weil das Buch erst verteilt wurde, als der Bürgermeister eingetroffen war und ich es schon früher haben wollte.

Aber natürlich, wer zahlt, schafft an und die Stadt Wien verbindet diese Aktion der Leseförderung natürlich mit der entsprechenden Publicity, der Bürgermeister, ein großer Leser, wie ich immer höre, der die Bücher auch selbst aussuchen soll, tritt auf, hält eine Rede, wird fotografiert und die meistens schon älteren Bücher, die dann zu bekommen sind, werden erst, wenn das erfolgt ist, ausgeteilt, meistens gierig an sich gerafft, ebenfalls in zwei oder drei Exemplaren und werden dann gelesen oder auch nicht.

Ich wäre was das Leseverhalten betrifft, ja ohnehin ein bißchen skeptisch und finde die Bücher, seit es die Schränke, also seit 2010 gibt, auch regelmäßig mehr oder weniger angelesen dort und als ich beim vorletzten “Tag des Buches” bei den “Wohnpartnern” gelesen habe, wurden die Restexemplare der früheren Aktionen auch dort verteilt und auf der “Buch-Wien”, lagen vor ein paar Tage, neben dem Buchpreisprobenheftchen und dem “Literatier” auch Exemplare von “Sofies Welt”, dem Aktionsbuch von 2015 auf, das ich mir, weil ich es schon vorher im Schrank gefunden habe, gar nicht erst geholt habe.

Ähnlich ging es mir mit Anna Gavaldas “Zusammen ist man weniger allein” von 2014 und Rafik Schamis “Eine Hand voller Sterne”, von 2012, habe ich auch schon vorher gelesen, aber das Buch geholt und ausgetauscht. Es bei den beiden schon erwähnten aber gelassen, da der Platz in meinen Bücherregalen eigentlich keinen Raum für Sammlungen und Doppelausgaben läßt.

Toni Morrissons “Sehr blaue Augen”, das Buch von 2006, hatte ich auch schon gelesen, mir aber, glaube ich, ebenfalls geholt.

Die anderen Bücher waren neu für mich und als ich mich, 2004 wahrscheinlich, beim Stadtradt darüber beschwerte, daß man auf die Bücher warten mußte, habe ich ihm, glaube ich, für das nächste Jahr Elfriede Jelinek vorgeschlagen.

“Die Klavierspielerin” würde ja, glaube ich, da passen, wenn man es schon nicht mit “Lust” oder “Gier” versuchen will.

Aber kein Chance, das war dem Bürgermeister wahrscheinlich zu unkonventionell, also war John Irving, noch dazu in einer sehr sehr schlechten Übersetzung, das Biuch von 2005, obwohl Österreich ja gar nicht soviele Nobelpreisträgerinnen hat, als daß es einfach auf diese verzichten könnte.

Egal, ich bin ohnehin, was diese Aktion betriff, ein wenig skeptisch, obwohl ich ja eine große Leserin bin und absolut nichts gegen Leseförderung habe, aber die Stadt Innsbruckt verteilt, da diesbezuüglich immer ein Buch eines zeitgenössischen Autors, Sepp Mall, Thomas Glavinic,Anna Kim, Sabine Gruber beispielsweise und das würde mich wahrscheinlich mehr interessieren, obwohl ich diese Bücher vielleicht auch schon gelesen hätte und die älteren Damen und Herren, die sich, um das Buch anstellen sind vielleicht eher konservativ denkt sich vielleicht der Bürgermeister, aber in Innsbruck klappt es ja auch.

Aber man soll ja nicht meckern und einem geschenkten Gaul nichts ins Maul schauen und lobenswert ist diese Aktion allemal.

Ich habe mir mit Ausnahme, der zwei schon erwähnten Bücher also alle geholt und auch brav gelesen, ein paar Mal wurde es ja direkt auf der “Buch-Wien” verteilt und “America”, sowie den “Geschichtenerzähler” habe ich mir vor drei Jahren von der Hauptbücherei abgeholt.

Heuer stand auch wieder ein Buch am Programm, das mich interessiert und das ich noch nicht gelesen habe, nämlich das, des 1943 in Colombo geborenen Michael Ondaatje, der heute in Canada lebt, “Katzentisch” und darüber habe ich, glaube ich, einmal bei “Ex Libris” eine Besprechung gehört, die mich interessierte.

Also habe ich mir den Erstausgabetermin, zwölf Uhr, Funkhaus in der Argentinierstraße, vorgemerkt, eine Freiberuflerin kann sich das ja leisten und bin nach elf Uhr hinmarschiert. Da habe ich dann von zwei netten älteren Damen,  gleich eine Werbung für van der Bellen erhalten, der die Wahl, die hoffentlich wirklich Anfang Dezember stattfinden wird, diesmal wieder gewinnen und die diesmal auch nicht mehr angezweifelt werden sollte.

Bei solchen Aktionen drängen sich ja meistens die Leute vor einer Absperrkordel, hinter der der Bürgermeister, der Autor, die Geldgeber und die Fotografen, umgeben von Sicherheutsleuten und jungen Mädchen in T-Shirts, die die Bücher dann verteilen, die die Bücher für die ganze Familie mitnehmen wollen, einige kenne ich davon, wie die Autogrammsammlerin schon und sie mich auch wahrscheinlich und diesmal war  anders, daß statt dem Bürgermeister der Gemeinderat Woller für die Stadt Wien gesprochen hat.

Helmut Schneider vom Verlag und “Wien live” hat eröffnet und erzählt: Es ist diesmal etwas besonders, weil wegen dem fünfzehn Jahr Jubiläum gibt es auch eine Ausstellung in dem historischen Funkhaus, das es ja bald nicht mehr geben wird, hat doch Oskar Stocker, die Köpfe der fünfzehn Autoren gemalt, das wäre etwas für den nächsten “Buch-Wien Quiz”,Günter Kaindlsdorfer bitte herhören, Autoren, statt Philosophen,  Päpste oder Sportler herzuzeigen, obwohl ich gleich beknnen muß, daß ich dann wahrscheinlich wieder nicht gewinne, denn die fünfzehn Portraits, die auch in einer Broscüre enthalten sind, wären für mich ebenfalls nicht zu identifizieren. Die Kunst ist ja frei und der Künstler hat seinen besonderen Blick und interessant ist eine solche Ausstellung allemal!

Es gab dann noch Festreden von den Geldgebern, “Wien Energie” ist ja der oder einer der Sponsoren, da trat eine junge Dame auf, machte Werbung für das Lesen und erzählte was sie selbst gerne lesen würde. Dann wurden die Bücher verteilt und die Leute ermahnt nur eines zu nehmen, damit alle was bekommen!

Aber hunderttausend sind ja, wie ich schon erläuterte, eine große Zahl und es bleiben wahrscheinlich welche übrig. Sie werden in den nächsten Tagen auch an den verschiedenesten Stellen, wie die Bank Austria Filialen, Kafeehäuser, Bezirksämter, Büchereien, im Literaturhaus, etcetera verteilt und am Abend gibt es eine Lesung bei der “Wien Energie”.

Eine Gala, wofür man eine Karte  gewinnen kann, wenn man sehr viel Glück hat, gibt es auch und ich war beim ersten Buc,h glaube ich, auch in der Volkshochschule Brigittenau, wo Frederic Morton gelesen hat.

Um die Teilnahme bei der Gala habe ich mich nicht bemüht, heute gebe ich zu einer Veranstaltung, wo der “Casino Austria Rising Star Award 2016” vergeben wird und das Buch werde ich natürlich lesen, zwar nicht mehr heuer sondern im nächsten Jahr, denn für heuer habe ich ja noch eine wahrscheinlich ohnehin nicht mehr zu schaffende Leseliste und bin schon sehr gespannt.

Der zehnte Ohrenschmaus

Dani Linzer und Ronny Pfennigbauer

Dani Linzer und Ronny Pfennigbauer

Urkundenverleihung EHRENLISTE, Hakan Alkis, Melanie Corn, Peter Gstöttmaier, Herwig Hack, Kevin Neubauer, Elisabeth Stachl, Anna Traunig, Klaus Willner

Urkundenverleihung EHRENLISTE, Hakan Alkis, Melanie Corn, Peter Gstöttmaier, Herwig Hack, Kevin Neubauer, Elisabeth Stachl, Anna Traunig, Klaus Willner

Der “Ohrenschmaus-Literatur von und mit Menschen mit Lernschwierigkeiten”, wurde heute schon zum zehnten Mal vergeben, da er 2007 von Franz Josef Huainig anläßlich seines vierzigsten Geburtstag gegründet wurde.

Die erste Preisverleihung fand im Literaturhaus statt. Da habe ich noch nicht gebloggt. Ab 2008 wurde er dann im Museumsquartier vergeben und man kann die Berichte bei mir lesen.

Die Jury hat sich seither verändert, in den ersten Jahren war noch Friedl Hofbauer dabei und Kurt Palm. Niki Glattauer kam später, Andrea Stift habe ich mit Ludwig Laher hineingebracht, ist aber wieder daraus verschwunden und ich habe auch schon sehr lange nichts mehr von ihr gesehen und gehört.

Sybille Grafl

Sybille Grafl

Eva Jancak

Eva Jancak

Franzobel ist neu hinzugekommen, die anderen, wie Heinz Janisch, Barbara Rett sind unter dem Ehrenschutz von Felix Mitterer gleichgeblieben.

Inzwischen gibt es aber auch ein vom Bundesministerium vergebenes Startstipendium, das Ludwig Laher ausgearbeit hat und das heute an David Sylvester Marek, einem früheren Preisträger vergeben wurde und die Preisverleihung findet heuer nicht mehr wie bisher Ende November, Anfang Dezember, sondern schon ein Monant früher im Rahmen der “Buch-Wien” statt, da wird es auch am Freitag, eine Reihe von Veranstaltungen mit Lesungen aus dem neuen Buch, das es jetzt wieder mit den Siegertexten gibt und, um fünf auch eine Diskussion “Quo Vadis -Ohrenschmaus?” auf der ORF-Bühne geben, an der unter anderen auch ich teilnehmen werde und am Donnerstag hat es die sehr festliche zehnte Preisverleihung geben.

Dani Linzer und Ronny Pfennigbauer haben wieder, wie schon seit einigen Jahren, durch das Programm geführt.

Gelesen haben diesmal Kristina Spenger und Gregor Seberg zuerst die Texte, die diesmal auf die Ehrenliste gekommen sind.

Herbert Schinko

Herbert Schinko

Heinz Janisch

Heinz Janisch

Da waren wieder bekannte Namen dabei, denn der “Ohrenschmaus” hat seine Stammeinreicher. So stand Peter Gstöttmeier, der ja schon 2011 und 2015 gewonnen hat und auch einmal einen seiner Texte auf der Schokolade hatte und von dem es jetzt auch ein eigenes Buch gibt, auf der Liste, dann Klaus Willner, Hakan Alkis und und und..

Und auch Sabine Grafl, die den ersten Hauptpreis bekommen hat, früher gab es da eine Kategorie, die Lebensberichte hieß, jetzt gibt keine Kategorien mehr, es kommen aber immer wieder Texte, die von persönlichen Lebenserfahrungen erzählen, ist schon auf der Ehrenliste gestanden.

Jetzt erzählte die 1978 in Nenzing Geborene, die in Vorarlbert im “Springbrett-Lädle”,tätig ist, in ihrem Text “Sie hat sich  richtig entschieden oder wir haben es zusammen geschafft”, von ihren einschneidenen Kindergartenerfahrungen, wo sie ausgegrenzt wurde und sich nicht wehren konnte, während sie sich jetzt, stark und selbstbewußt geworden, das nicht mehr gefallen lassen würde.

Auch Herbert Schinko, der in seinem Text die “Zeit” poetisch behandelt hat, “Die Zeit bleibt nicht stehen.

Viktor Noworski

Viktor Noworski

Ludwig Laher

Ludwig Laher

Die Zeit muß man ganz fest halten. Die Zeit bleibt bei mir…, ist, glaube ich schon von der Ehrenliste gestanden, während der 1940 in Pennsylvania geborenene Viktor Noworski, der mit seiner sehr ungewöhnlich gestaltenten Sprache aufffiel: “Da is amay aus da Shtadmittn an kumma  mit an auto und woytat uns Autos  fakaufn. Da san a SAPSUCKER und a SQIRREL und a CHIPMUNK und a SKUNK (des san neigirige Ficha aus n Wayd in sei Auto greut.”,noch nie eingereicht  hat.

Was ebenso  für den 1982 geborenen Paul Text, der Name ist ein Pseudonym und der schon in einer Anthologie veröffentlich hat, dessen Text “Der fliegende Tisch fliegt immer wenn er dreckig ist wohin es gerade regnet”, es auf die Schokolade schaffte, zutrifft.

Dazwischen gab es wieder eine Musikeinlage von der inklusiven Band “Mundwerk”.

Richard Pils von der “Bibliothek der Provinz” stellte das neue “”Ohrenschmaus-Buch”: “Zu zweit ist man weniger allein” vor.

Es gab auch eine Geburtstagstorte und den Hinweis auf die “Buch-Wien”, wo alle, die sich dort morgen mit dem Wort “Ohrenschmaus” melden, verbilligten Eintritt haben.

Paul Text

Paul Text

Franzobel

Franzobel

Ein paar weitere “Ohrenschmaus-Bücher” gibt es auch. So hat zum Beispie.  die Caritas Bludenz, die ja das “Springlädle” betreibt, in dem sowohl Sybille Grafl, als auch Hakan Alkins und Herbert Offenhuber, sowie Josefine Bitschau, zwei frühere Preisträger tätig sind, ein Buch mit Texten der Mitglieder “Durch Erfahung wird man klug” herausgegeben.

Also hingehen, zuhören, einlesen, entweder morgen auf der “Buch Wien” oder im nächsten Jahr bei der Preisverleihung und damit es die geben wird, hat sich inzwiswchen auch ein “Crowdfounding Projekt” gebildet, das man unter www/startnext.com/ohrenschmaus oder auf der entsprechenden Facebookseite unterstützen kann.

Robert Stocker (Bundeskanzleramt), David Sylvester Marek

Robert Stocker (Bundeskanzleramt), David Sylvester Marek

Franz-Joseph Huainigg mit Verleger Richard Pils

Franz-Joseph Huainigg mit Verleger Richard Pils

Geburtstagstorte

Geburtstagstorte

Alle

Alle

Von Debuts und Debutpreisen

Daß Debuts, also die ersten Romane von jungen Autoren, sehr wichtig sind und in letzter Zeit besonders beachtet und vorgestellt werden, ist zu bemerken.

So kümmert sich “Kremayr & Scheriau” in seiner neuen Literaturschiene hauptsächlich und bevorzugt, um junge Autoren und da die mir ja ihre Bücher schicken, habe ich in letzter Zeit einige dieser Debuts gelesen und dann gab es bei den O-Tönen, dem großen Sommerliteraturfestival im Museumsquartier, heuer, ich glaube, erstmals eine Debutschiene, wo Daniela Strigl sich mit den Debuts des letzten Jahres auseinanadersetzte und diese vor dem jeweiligen Hauptautor vorstellte und lesen ließ.

Daß es dabei manchmal zu Ungenauigkeiten oder Überschneidungen kommen kann, ist mir auch aufgefallen, ist ja Richard Schuberths “Chronik einer fröhlichen Verschwörung” schon 2015 erschienen und ist auch nicht das erste Buch des Autors und Cornelia Travnices “Chucks” wurde als Debutroman betrachtet, obwohl die “Asche meiner Schwester” schon 2008 erschienen ist und, glaube ich, so etwas wie ein Roman oder zumindestens eine längere Erzählung ist.

Sonja Harter gilt glaube ich schon als sehr bekannte Lyrikerin und hat jetzt einen Debutroman geschrieben, aber die Beachtung und die Aufmerksamkeit auf Werk und Autor ist ja glaube ich das Wichtigste und da brauchen junge Autoren wahrscheinlich schon ein bißchen Bevorzugung, weil sie sonst vielleicht leicht neben den großen Romanen von Martin Walser, Thomas Glavinic, Michael Köhlmeier, Norbert Gstrein, etcetera, untergehen können.

Das mag sich vielleicht auch das Initiatorenteam um den österreichischen Buchpreis, den es heuer ja das erste Mal gibt und der kommenden dienstag am Vorabend der “Buch-Wien” vergeben wird, gedacht haben und so gibt es neben der Long und der Shortlist, auf der Peter Henisch, Sabine Gruber, Anna Mitgutsch, Peter Waterhouse und Friederike Mayröcker, von der ich ja annehme, daß sie den Preis bekommt, auch einen Debutpreis mit Katharina Winklers “Blauschmuck”, Sacha Battyhays “Und was hat das jetzt mit mir zu tun?” und “Friederike Gösweiners “Traurige Freiheit” stehen.

Damit habe ich mich also in den letzten Wochen und Monaten intensiv beschäftigt, habe fast die ganze deutsche Longlist mit Ausname von Philip Winklers”Hool”, der ja, glaube ich, auch ein Debutant ist und der den “Aspekte-Literaturpreis”, der sich an solche Autoren wendet gewonnen hat und  Ernst Wilhelm Händlers “München”, die halbe öst LL und dank “Alpha” alle drei Debutanten, gelesen, so daß ich mich jetzt ein bißchen in der gegenwärtigen Literaturszene und auch, was ihre Debutanten betrifft, auszukennen glaube.

Bezüglich der deutschen Longlist wurde auch allgemein beanstandet, daß sie nur wenige Romane junger Autoren enthält, die sich mit der gegenwartigen Flüchtlings- und anderen Situationen beschäftigen und die stammen zum Teil auch von jungen Debutanten und sind Erstlingsromane.

Vorige Woche, als ich gerade Friederike Gösweiner und Katharina Winkler gelesen habe, bin ich auch auf einen Debut-Blog gestoßen, der sich bevorzugt mit diesen Romanen beschäftigt und jetzt zum ersten Mal auch einen “Blogger Debutpreis” ausgeschrieben habe, wo man bis Ende Oktober Debutromane einreichen konnte und ein bißchen kürzer konnte man sich auch melden, wenn man einen Literaturblog betreibt und daher in der “Bloggerjury” mitmachen wollte, was ich insbesondere bemerkenswert fand, weil ja zum Beispiel die “Buchpreisblogger” von der offiziellen Seite offiziell ausgesucht und die anderen, die auch die Bücher lesen mehr oder weniger ignoriert werden und beim “Blogbuster-Preis”, den Tobias Nazemi ins Leben gerufen hat, wurden auch sechzehn Blogger ausgewählt, die mitmachen dürfen.

Hier konnte man sich aber melden, wenn man schon ein Jahr bloggte und wurde vorgestellt.

Zwanzig Blogger hatten das schon getan, als ich am 30. Oktober, glaube ich, auf diese Seite kam und mich ärgerte, daß ich wieder einmal zu spät am falschen oder richtigen Ort war.

Dann habe ich aber hingeschrieben und es ist sich noch ausgegangen, für die offizielle Vorstellungsrunde zwar zu spät, wurde ja inzwischen aus den fünfzig vorgeschlagenen Büchern, die Shortlist mit den fünf, aus denen dann die einundzwanzig Blogger, wählen dürfen, ausgesucht, so daß ich diese Fragen für mich selber hier beantworten möchte, warum ich mich für Debutromane interessiere, ob ich einen Unterschied zwischen ihnen und anderen Romane mache und ob Debutanten, bei mir “Welpenschutz” genießen?

Mit diesen Ausdruck tue ich mir auch ein wenig schwer, obwohl ich nicht glaube, daß ich besondere Auswahlkriterien anwende, wenn ich lese.

Ich verrreiße ja nie oder nur eher selten, sage höchstens, wenn etwas falsch ist oder ich mit etwas Geschilderten meine Schwierigkeiten habe und habe auch mit dem, daß ein guter Roman angeblich berühren muß und etwas Neues in ihm dargestellt werden soll, meine Schwierigkeiten.

Obwohl ich natürlich auch bemerke, ob mich das, was ich lese, interessiert. Aber ich lese  fast alle Bücher fertig, versuche mich auf sie einzulassen, komme oft erst am Schluß darauf, daß ich was versäumt oder das Buch nicht verstanden hätte, wenn ich es, wie es in Zeiten, wie diesen, wo die Zeit begrenzt und die Konzentration immer weniger wird, andere machen, weggeschmissen hätte.

Habe aber gerade bei meinen heurigen Loglistenlesen mehrmals bemerkt, daß die Autoren mit den sogenannten großen Namen, wie Arnold Stadler, Bodo Kirchhoff, Gerhard Falkner, etcetera, oft sehr maniriert und abgehoben schreiben und, daß die Themen, die sie behandeln, oft dieselben sind, was mache Blogger, dann wieder langweilt.

Alter Mann hat Schwierigkeiten mit dem Sex, wird krank und fürchtet sich vor dem Sterben beispiesweise, ein wichtiges Thema auf jeden fall und auch wichtig für den Autor, sich damit zu beschäftigen.

Man hat es aber vielleicht schon öfter gelesen, wird ungeduldig und schimpft im schlechtesten Fall, daß er endlich zu schreiben aufhören sollte.

Ich tue das nicht, habe mir aber andererseits gerade bei iris Blauensteiners “Kopfzecke”, die da ja den Umgang mit einer dementen Mutter beschreibt, ob eine so junge Frau, das schon wirklich so beschreiben kann, als jemand, der schon älter ist.

Die jungen Autoren, die bei den Bloggern, wie die öfter schrieben “keinen Welpenschutz” genießen, kommen schon sehr oft aus den Literaturinstituten aus Leipzig, Hildesheim, Biel oder Wien und werden, wie ich mir sagen ließ, da auf den Markt und die Veröffentlichbarkeit trainiert.

So schreiben sie vielleicht sehr professionell von etwas, was sie persönlich noch so gar nicht erleben konnten und so habe ich mit den “Sommertöchtern” von  Lisa Maria Seydlitz, die andere sehr toll fanden, gar nicht so viel anfangen können.

Aber natürlich sind Debuts und die ersten Romane von jungen Autoren sehr interessant und wenn ich so auf diese fünfzig Bücher Langlist schaue, zum selber vorschlagen, wie man das auch hätte können, bin ich aus den bewußten Zeitgründen nicht gekommen, so finde ich sehr viel interessantes darauf stehen.

Da ich ja sehr Österreich zentriert bin habe ich die meisten diesbezüglichen Bücher schon gekannt und habe sowohl “Lucy fliegt”, als auch die “Notunterkunft” und “Kofpfzecke” schon gelesen, auch “Blauschmuck”, obwohl da die Autorin ja in Berlin lebt und die “Traurige Freiheit”.

Das Buch der Sonja Harter war für mich eine Überraschung und ich werde es demnächst lesen.

Ansonsten hört man ja auch auf den Blogs, die ich  regelmäßig lese, von neuen Büchern und die der jungen Migranten wurden sehr gelobt.

Also steht sowohl Shida Bzayar mit “Nachts ist es leise in Teheran”, als auch Rasha Kayat “Weil wir längst woanders sind”, Bücher, die an mir bisher vorbeigegangen sind, darauf.

Ich habe wohl kurz einmal überlegt, ob ich sie mir nicht zum Geburtstag schenken lassen sollte, mich dann aber über Isebelle Lehns “Binde zwei Vögel zusammen” entschieden, das ebenfalls auf der Liste steht und für Tomer Gardis “Broken German”, das steht nicht auf der Liste, weil es kein Debut ist, beide Bücher  bzw. Autoren habe ich aber beim letzten Bachmannlesen kennengelernt und Debuts, die mir außer dem von Philiph Winkler fehelen, wären Ronja von Rönnes “Wir kommen”, das bei den Bloggern ja nicht so gut angekommen ist und das  dBp Longlist- und Schweitzer Shortlist Buch der Michelle Steinbeck.

Aber Schweizer stehen, glaube ic,h überhaupt keine auf der Liste, nur Österreicher und Deutsche und auf die Debuts der Paula Fürstenfeld und der Nelle Pollatschek bin ich ich auch schon vorher aufmerksam geworden und habe sie angefragt, wie auch das “Jung und Jung- Buch” der Birgit Birnbacher, das dem Blogger Marc ja, glaube, ich sehr gefallen hat.

Ich habe also fünf der fünfzig Bücher schon gelesen, zwei weitere stehen auf meiner Leseliste und zwei werden wahrscheinlich noch kommen, abgesehen von den Shortlistbüchern, die ja noch nicht offizielle bekanntgegeben wurden, aber schon angefragt sind.

Also lesen, lesen, lesen, seit August tue ich es sehr intensiv und finde es sehr spannend.

Von einer Lesemüdigkeit keine Spur, obwohl mich auch das andere, jenseits des Tellerrandes, also auch die Älteren, die Krimis, die Chick Lits, etcetera sehr interessieren und mein geplanter Vicki Baum Schwerpunkt noch immer wartet.

Ob ich den heuer wirklich so noch schaffe wird immer fraglicher.

Aber selber schuld und kein Grund sich  zu beschweren und für das nächste Jahr habe ich ja wieder vor. meine Bücherstapel hinunterzulesen.

Mal sehen, ob ich es schaffe, ich bin sehr gespannt und freue mich, als nächstes auf die Vergabe des österreichischen Buchpreises und die “Buch-Wien”, die darauf folgt.

Gastland: Niederlande und Flandern

Noch ein kleiner Nachtrag zu meinem heurigen “Buchmessen-Surfing”, das ich ja nur sehr sporadisch und unvollkommen betrieben habe, weil ich stattdessen auch beim “Jelinek-Symposium” zu deren siebzigsten Geburtstag, beim kulturpolitischen Arbeitskreis und bei der Generalversammlung der IG-Autoren war.

Aber die Buchmessen haben ja nicht nur ihre Buchpreise, sondern auch die jeweiligen Gastländer, die mich mehr oder weniger interessieren, beziehungsweise mehr oder weniger intensiv an mir hängen bleiben, aber ich interessiere mich ja auch, obwohl ich ja bevorzugt deutschprachige Gegenwartsliteratur  lese und über sie schreibe, für die Literatur der Nachbarländer und nehme mir solche Bücher wenn ich beispielsweise in den Urlaub nach Kroatien oder Ungarn fahre, bevorzugt mit. Einen litauischen Literaturstreifzug gibt es auch.

Heuer waren Holland und Flandern, das ist, glaube ich, der deutschsprache Teil Belgiens, die Gastländer und zumindest zu Holland habe ich einen größeren Bezug, weil ich früher, als Studentin sehr regelmäßig dort hingefahren bin und meinen Freund Frans besuchte, den ich 1973 während meines Workcamps im Westpark Hospital in England kennenlernte.

Da habe ich ihm, ich glaube, in den Achtzigerjahren nach der holländischen Literatur befragt und er hat mir, glaube ich, Maarten T`Hart  “Ein Schwarm Regenbrachvögel” genannt.

Ich habe mir dann noch 2005, als ich in der Szene Margareten den dortigen Literaturpreis gewonnen und einen “Thalia-Gutschein” bekommen habe, sein “Mozart-Buch” dazugekauft.

Im Laufe der Zeit sind dann noch Bücher von Cees Nooteboom und Harry Mulisch dazu gekommen.

Frans hat mir dann noch Anna Enquist und ihr Buch “Die Betäubung” genannt. Margrit de Moor ist auch noch eine holländische Schriftstellerin. Von Anna Enquist und Harry Mulisch habe ich in den offenen Bücherschränken jeweils ein Buch in hollänischer Sprache gefunden und just for fun mitgenommen, weil das Holländisch, dem Deutschen ja sehr ähnlich ist und ich mir einmal sogar ein Lehrbuch dafür kaufte.

Von den belgischen Autoren wüßte ich nur Dimitri Verhulst von dem ich zwei Bücher gelesen habe und jetzt fällt mir noch ein, daß ich einmal in der alten Schmiede war, als Peter Buwaldas “Bonita Avenue” vorgestellt wurde, als das Buch, glaube ich, noch gar nicht auf Deutsch übersetzt wurde.

Da war, glaube ich, das ganze niederländische Institut samt Professor im Publikum und hat den Autor sehr viel gefragt und auf der folgenden Leipziger Buchmesse gab es dann schon die Übersetzung die groß präsentiert wurde.

Heuer in Frankfurt wurde das Gastland, beziehungsweise die Gastländer auch groß präsentiert und es wurden, glaube ich, vierhundfünfzig Bücher extra dafür auf Deutsch übersetzt.

Die Blogger hat das auch sehr interessiert, so haben Mara Giese und die “Klappentexterin” interessante Artikel dazu gebracht und bei “3 Sat” gab es auch einen Film, wo das Land, die Bücher und die Autoren vorgestellt wurden.

Und weil ich, wenn ich in die “Alte Schmied” gehe,  immer den “Morawa” durchquere und der auch einen Stapel der Gastlandbücher dort liegen hat, habe ich auch schon in einige hineingesehen und habe mich diesbezüglich informiert. Jtzt fällt mir noch ein, auf Leon de Winter und Connie Palmen, beziehungsweise auch auf Arnon Grünberg, alles “Insel-Autoren”, von denen ich schon Bücher gelesen habe, beziehungsweise sie auf Lesungen hörte, habe ich jetzt vergessen und das sind auch die Autoren, die in den Filmen, beziehungsweise beim “Blauen Sofa” oder den “3 sat-” oder “ARD-Stand” auftraten.

Ich habe auch noch vergessen, daß ich 1986 als ich mit meiner Psychologenkollegin Irmgard G. in Holland war, auch einen Tag mit dem Frans in Brüssel war und das ist eine zweisprachige Stadt, nämlich holländisch und französisch, aber die Holländer wollen sie dort nicht und so tun sie, als würden sie holländisch nicht verstehen und so mußte der Frans Französisch sprechen, als er in einem Geschäft etwas kaufen wollte.

Das kam in den Filmen über Land und Leute auch so vor und da wurden natürlich einige interessante Romane vorgestellt, die mich neugierig machen und die ich auch gerne lesen, beziehungsweise finden will.

Vielleicht habe ich Glück und es liegen in ein paar Monate die Leseexemplare vielleicht von Connie Palmens  “Du sagst es”, ein Buch Bücher Syvia Plath und ihren Ehemann Ted Huges im Schrank, Nina Weijers “Die Konsequenzen” würden mich interessieren oder Arnons Grünbergs “Muttermale”, aber ich habe ja ohnehin schon so eine lange Leseliste und bin ja jetzt erst am Fertigwerden der österreichischen Buchpreisliste, die Debut und auch noch einige andere Neuerscheinungen warten noch auf mich und zu meinem Geburtstag habe ich mir vom Alfred das neue Buch der Marlene Streeruwitz, Isabell Lehns “Binde zwei Vögel zusammen” und Tomer Gardis “Broken German” gewünscht, Peter Henischs “Suchbild mit Katze” würde ich auch sehr gerne lesen und dann warten auf mich  auch noch mein Vicki Baum- Schwerpunkt und vier Neuerscheinungen vom Vorjahr oder ältere Buchpreisbücher, beziehungsweise das, was ich vor zwei Jahren auf der Buch-Wien gewonnen habe, sprich Bücher von Arno Geiger, Sabine Gruber, Richard Schuberth und Franzobel auf mich die ich unbedingt auch noch heuer lesen will.

Ich habe aber sicher noch ein paar Bücher, der schon erwähnten Holländer auf meinen Stapel, die ich mir nach und nach auch hervorziehen und lesen will und so war es  interessant und lehrreich, sich ein bißchen neben dem Buchpreisbloggen bezüglich Gastland auf der Messe herumzutreiben und mich  über die Literatur der Niederlande und von Flandern zu informieren.

Vor ein paar Jahren habe ich, glaube ich, auch einen extra Artikel über das sagenhafte Island gemacht, seither ein paar diesbezügliche Krimis gefunden, aber leider leider noch nicht gelesen, dafür habe ich das aber mit der “Atomstation” getan.

Frankfurter Messesplitter

Am Mittwoch um zehn begann die Frankfurter Buchmesse, die größte Buchmesse Europas oder der Welt, glaube ich, wahrscheinlich die berühmteste und zu der alle “Möchtegern”- und richtige Autoren, Leser, Verleger, Buchhändler, etcetera ehrfürchtig aufschauen und Selfpublisher, wie beispielsweise Annika Bühnemann schon Videos drehen, in dem sie erklären was man dafür mitnehmen soll, gutes Schuhwerk und eine Wasserflasche, einen Müsliriegel, etcetera.

Ich war zweimal dort 2000 und 2012 und das ist gar nicht so einfach, weil ja beispielsweise, der gewöhnliche Leser erst am Wochenende hineindarf, Mittwoch bis Freitag sind dem Fachpublikum vorbehalten.

So sind wir 2000 mit einer Ausstellerkarte, die mir Gerhard Ruiss gegeben hat, hingereist und haben in Mainz gewohnt, weil in Frankfurt kein Hotel zu bekommen, 2002 hatte ich dann eine Einladung von einem dieser Selbstzahlverlage, womit ich mir für den doppelten eintritt eine Fachbesucherkarte kaufen konnte und in Wiesbaden wohnte.

Dann habe ich mir geschworen, nie wieder Frankfurt, außer sie laden mich zu einer Lesung ein und zahlen mir die Fahrt und das Hotel und das habe ich  auch 2008, als ich schon bloggte so geschrieben und ein paar Tage später bin ich durch einen anderen Blog daraufgekommen, man kann sich sehr viel davon im Netzt anschauen, die “3 Sat”, die “ARD” und die “blauen Sofaveranstaltungen” beispielsweise und die IG Autoren haben auch ein Literatur-Radio und 2008 hat es, was es jetzt, glaube ich, nicht mehr gibt, auch Blogger gegeben, die dort herumgelaufen sind und lauter sehr interessante kleine Filmchen einstellten.

“Wow!”, habe ich gedacht und war im Himmel und habe seither immer Frunkfurt gesurft, bis mir 2011, glaube ich meine Kritikerin JuSophie, die, wenn ich mich nicht irre, jetzt in anderer Gestalt wieder aufgetaucht ist, geschrieben hat, “Machen Sie was praktischeres, als da bloß herumzuschauen!” und das stimmt ja auch, Annika Bühnemann hat,  glaube ich, auch ein anderes Video gedreht, in dem sie den Autoren, wahrscheinlich den Selfpublishern, verdeutlicht, warum Buchmessen für sie wichtig sind!

Ja, natürlich, 2000 habe ich mir auch die “Wiener Verhältnisse” mitgenommen. Aber wem sollte ich sie zeigen, von Stand zu Stand marschieren und “Hallo, ich bins, eure neue Autorin!”, sagen?

Das tun wahrscheinlich hundert andere und Bücher zu verkaufen und dort für sie zu werben ist auch, wenn man keinen Stand gemietet hat, glaube ich verboten und ich bin ja auch eine Leserin, so bin ich dort herumgerannt, habe eingesammelt und eingesammelt und schon zu Mittag meine volle Tüten, am Stand der IG Autoren deponiert und am nächsten Tag wahrscheinlich mein Buch, weil ich nicht so viel schleppen wollte, nicht mehr mitgenommen, das tue ich jetzt jedenfalls wenn ich in Leipzig oder auf der “Buch-Wien” bin.

Ich interessiere mich  für Bücher und Literatur, wenn ich entsetzlich spoilere, Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler mache, so daß auf meine Kommentare kaum geantwortet wird und so betrachte ich die Messe wahrscheinlich wirklich hauptsächlich als Möglichkeit mich dort umzuschauen und umzuhören und vielleicht nicht so sehr, um Kontakte als Autorin zu knüpfen, obwohl ich die natürlich schon sehr gerne hätte.

Also die Tage der “Frankfurter Buchmesse” reserviert und zwischen meinen Stunden und eventuellen Klinikbesuchen mich schnell aufs “blaue Sofa” setzen oder bei Dennis Scheck nachhören, was ich lesen soll?

Seit 2005 gibt es ja auch den “deutschen Buchpreis”, der am Montag davor vergeben wird, am Dienstag wird dann offiziell eröffnet und für den Buchpreis interessiere ich mich ja auch, seit dem ich blogge und lese seit dem vorigen Jahr ja auch sehr eifrig mit und die Buchpreisübertragung habe ich mir wenigsten halb in den letzten Jahren auch meistens angeschaut.

Am Montag hat das, wie beschrieben nicht ganz geklappt, daß Bodo Kirchhoff, nicht Thomas Melle, der Preisträger wurde, ich hoffe, Maxim Biller und das “Literarische Quartett”, sind nicht schuld daran, trotzdem mitbekommen und gestern wurde dann offiziell eröffnet.

Die Könige von Flandern und Holland waren da, denn diese beiden Länder sind ja heuer Gastland, 2000 war es Polen und 2002 Litauen, ich habe mir ein paar Videos angeschaut und einige der offiziellen und auch inoffiziellen Bücherblogger sind schon in Frankfurt und zeigen erste Eindrücke von dort her, sie vergeben inzwischen auch einen Debutpreis, das heißt sechzehn ausgewählte Superblogger wählen Manuskripte aus, die man bei ihnen einreichen darf und spielen sie dann einer offiziellen Jury zu, der unter anderen auch Dennis Scheck angehört.

Nun ja, nun ja, die Blogger freuen sich über ihre Wichtigkeit, ich werde da aber wohl auch nichts gewinnen und nicht ausgewählt werden, so reiche ich gar nicht ein, sondern habe mir inzwischen nur die “blauen Sofa” und “3 Sat Programme” ausgedruckt, denn um elf geht es am “blauen Sofa” mit der Vorstellung des neuen Buchpreisträgers los und werde heuer vielleicht auch gar nicht so viel Zeit zum Surfen haben, denn Donnerstag möchte ich ins Literaturhaus, um mir einen Teil eines Jelinek-Symposium zu deren siebzigsten Geburtstag anzuhören und am Freitag ist um zwei, der “Kulturpolitische Arbeitskreis” in der “Alten Schmiede” und am Samstag dann GAV-GV, so daß eigentlich nur der Sonntag überbleibt, wo der Friedenspreisträger in der Paulskirche seinen Preis bekommt und wenn ich den entsprechenden Livestream finde, kann ich dort auch hineinsehen.

Das mit dem “blauen Sofa” war dann nicht so einfach, denn da kam ich nur zur “Leipzig-Schiene”, bei “3-Sat” nahm aber der Programmdirektor des Holland-Flanders-Schwerpunkt Bart Moeeyaert, einem Kinderbuchautor, Platz und erzählte etwas von seinen und den niederländischen Büchern. Dann kam Torben Kuhlmann, der ein ein Buch über eine Maus im Weltall gezeichnet hat.

Dann wurde es bekannter, denn auf “3-Sat” traten dann meine LL-Lieblinge, Katja Lange-Müller und Sybille Lewitscharoff auf und erzählten etwas über ihre neuen Bücher.

Auf der “ARD-Bühne”, wo ich ebenfalls die Videos empfangen konnte, demonstrierte Dennis Scheck den Bücherherbst und dann gab es ein Gespräch mit dem türkischen Journalisten Can Dünder über die politische Situation in der Türkei und Jörg Armbruster hat ein Buch geschrieben über Deutsche die  in israelischen Altersheimen leben.

Danach erzählte der neue Buchpreisträger über seine Gefühle während der Preisverleihung und bei “3 Sat” kam Dagmar Leutpold auf die Bühne.

Es gibt eine Biografie über eine englische Freundin Hitlers, Michaela Karl hat über Unity Mitford geschrieben, Aron Grünberg, ein Holländer, Sohn deutscher Emigranten, der jetzt in NewYork lebt hat zum Niederlandschwerpunkt seinen neuen Roman “Muttermal”  vorgestellt und der ARD-Journalist Tilman Bünz berichtete in seinem Buch “Fünf Meter unter Meer. Niederlande für Anfänger”, von den Eigenarten und Schönheiten, die  man in Holland erleben kann.

So habe ich mich neben meiner Praxis, zwischen der “ARD-Bühne” und dem “3 Sat Stand”, nachdem ich kapiert habe, daß es heuer wohl nichts mit dem “Blauen Sofa” werden wird, hin- und hergezapt, habe auf www. buecher.at nachgelesen, daß  der österreichischen Gemeinschaftsstand  sowohl von Benedikt Föger als auch von Minister Drozda feierlich eröffnet wurde.

Die fünf Shortlistbücher und die drei Debuts liegen dort wohl auch auf und die gestrige Eröffnungsrede vor den beiden Majestäten von EU-Parlamentspräsident Schulz, der früher einmal Buchhändler war und die Besucher zum “Aufstand der Anständigen” aufrief, habe ich mir auch angehört, so daß ich nun, während in Frankfurt die Eingeladenen zu den Empfägen und Festen wandern, mich ins Literaturmuseum begeben werde, wo es ein Archiv-Gespräch über Franz Grillparzer gibt.

Am Abend bin ich dann zu den blauen Sofas Videos gekommen und habe mir einige Interviews mit den Buchpreisbuch-Autoren angehört, die mich in den letzten zwei Monaten sehr beschäftigt haben, so zum Beispiel das von Philipp Winkler, der auch den “Aspekte-Literaturpreis” gewonnen hat und dessen Shortlist-Buch “Hool” ich leider nicht gelesen habe.

Gerhard Falkner, schon ein älterer Herr habe ich dann kennengelernt, der eine sehr genaue Analyse seiner “Apollokallypse” gab, kurz habe ich in das Stadler-Video, dessen Buch mir ja nicht so gefallen hat, hineingehört und dann besonders interessant, das Interview mit Wolf Biermann, der ja 1976 aus der DDR ausgebürgert wurde, jetzt achtzig ist, ein Buch über sein Leben geschrieben hat und der ein besonderes Darstellungstalent ist.

Am Donnerstag hatte ich dann nicht sehr viel Zeit für Frankfurt, sondern drei Stunden, so daß ich nur zu Mittag kurz auf das Sofa und zu den anderen Kanälen konnte und so das Interview mit Carolin Emcke, der heurigen Friedenspreisträgerin hörte, die ein Buch “Gegen den Hass” geschrieben hat, das sich mit der “Begida-Bewegung” beschäftigt, die ja in Deutschland ganz besonders stark vertreten ist.

Danach bin ich ins Literaturhaus zum “Jelinek-Symposium” gegangen, wo zu erfahren war, wär aller wegen Frankfurt nicht zu der Veranstaltung kommen konnte und ich habe mich am Abend wieder eingesurft, war aber zu müde, um mir wirklich alle versäumten Vidos anzusehen.

So surfte ich erst am Freitag zwischen einigen Telefonaten und einem Blogbeitragsentwurf kurz weiter, hörte Katha Lange-Müller, ich glaube noch einmal über “Drehtür” sprechen und auf “3Sat” Marcel Beyer, der ja der heurige “Büchner-Preisträger” ist  und werde dann wahrscheinlich mit dem Alfred in den “Waldviertlerhof” essen gehen und danach in die “Alte Schmiede” zum “Kulturpolitischen Arbeitskreis”, wo es, glaube ich, um Kleinverlage geht.

Damit war war ich dann auch noch am Samstag, wo es ja die Generalversammlung gab noch sehr beschäftigt, so daß ich mir am Abend gerade jeweils noch die Videos Annika Bühnemann und das von der Blogbuster-Konferenz anschauen konnte, wo Tobias Nazemi mit Dennis Scheck und einigen anderen, den neuen “Blogger-Literaturpreis” vorstellte.

Ich habe mich dann auch noch ein bißchen auf dem “Blauen Sofa” umgesehen, mir einen Teil der Zusammenfassungen angesehen, bin dabei auf Donna Leon und immer wieder auf die niederlängischen und flamischen Autoren, wie Arnold Grünberg, Connie Palmen, etcetera, denen ich auch noch einen extra Artikel widmen möchte.

Anna Weidenholzer ist auf dem blauen Sofa gesessen und viele andere.

Am Sonntag wurde dann der “Friedenspreis” an die 1967 geborene Carolin Emke verliehen, die ich mit Verzögerung im Live Stream gefunden habe, eine türkische Philosphin hielt, die Laudatio und die Journalistin, die bei Habermas studierte, eine große energisch aussehende Frau, schüttelte dem Börsevereinvorsteher oder wer der Herr ist, der die Urkunde überreichte, sehr kräftige die Hand und hielt dann eine Dankesrede, in der sie erwähnte, daß sie bisher diese Preisverleihung immer von “unten” vorm Fernsehapparat oder im Publikum gesehen hat.

Sonst wird der Frankfurter Sonntag höchstwahrscheinlich wieder ein Resterlessen werden, eine Mischung von alten Sendungen und neuen.

Es gibt  Videos übers die Öffnung der Messe für das sogenannte allgemeine Publikum, dem Leser, der zwischen ein und neun Bücher pro Jahr liest.

Angeblich lesen die Niederländer wenig, obwohl es vierhunderfünfzig deutsche Neuübersetzungen gibt, die auf der Messe aufliegen und ein holländerischer Gast tritt täglich auf, der durch die Messe marschiert und die sogenannten Goodies, die man dort bekommen kann, einsammelt oder im Zug, der die holländischen Autoren nach Frankfurt führte, interviewte.

Olga Martynova kam um zwölf mit ihrem Roman “Der Engelherd” auf das blaue Sofa und hielt ein Playoyer gegen den einfach linear erzählten Roman, der ich mich nicht anschließen würde.

Der achtundachtzigjährige Hardy Krüger hat ein Buch geschreiben, das, wie er betonte, keine Autobiografie, sondern ein Playoder gegen den Rechtsruck ist und der Rest des “Blauen Sofas” war, sowohl Arnold Grünbergs neues Buch “Muttermal”, sowie in der blauen Stunde dem “Schweizer Buchpreis” gewidmet, wo Sacha Battyany, Christoph Höhtker, Christian Kracht, Charles Lewinsky und Michelle Steinbeck, nominiert waren, gewidmet und das war es dann mit der heurigen “Frankfurter Buchmesse”, auf die ich nur sehr sporadisch gesurft bin, so daß ich wahrscheinlich keine Meinung darüber abgeben kann, sondern nur ein paar Blitzlichter auf die siebzig- oder achtzigtausend Bücher, die dort ausgestellt waren, werfen konnte, dafür aber auch ein bißchen mitbekommen habe, was in dieser Zeit in Wien literarisch so passierte.

Verpasste Buchpreisverleihung

Am Abend wurde in Frankfurt zum Auftakt der Buchmessse der neue deutsche Buchpreisträger bekanntgegeben und da ich ja nicht nach Frankfurt fahre, war für mich der Livestream interessant, der schon ein paar Tage vorher auf der Buchpreisseite bekanntgegeben wurde.

Ich interessiere mich ja erst seit dem ich blogge genauer für den Buchpreis, habe die Bücher  früher eher nicht gelesen, nur das Probeheftchen durchgeblättert und den Livestream habe ich meistens auch nur halb oder kurz angeschaut, denn die Buchpreisverleihung beginnt ja um sechs und da war ich meistens auf den Weg in die “Alte Schmiede”, einmal war ich bei einer Lesung von Judith Gruber Rizy im Republikanischen Club, einmal habe ich in der Bezirksvorstehung Mariahilf selbst gelesen.

Seit vorigen Jahr, seit ich selber Buchpreis blogge, das heißt mich durch die Bücher lese, ist das anders, da habe ich glaube ich, die erste Veranstaltung in der “Alten Schmiede” versäumt und bin erst zur zweiten gegangen damit ich mir vorher anschauen konnte, wer den Preis gewonnen hat, es war der Frank Witzel, das einzige Buch das ich damals noch nicht gehabt habe, das hat mir erst die Trude K. zum Geburtstag gebracht und im Vorjahr habe ich zum ersten Mal die Verlage angeschrieben, zehn oder elf Bücher bekommen, zwei in Buchhandlungen gelesen, mir vier vom Alfred kaufen lassen und mir zwei vom Otto ausgeborgt.

Heuer habe ich erstaunlicherweise fast alle Bücher, wofür ich den Verlagen sehr herzlich danke, außer “Hool” und “München” bekommen und auch gelesen und so hatte ich auch wieder einen guten Einblick in die Büchervielfalt und das ist ja das interessante, wenn man sich selber durch die Bücher liest.

Zwanzig für mich sehr überraschende Bücher wurden da am 23. August aus glaube ich hundertvierundsechzig ausgwählt und die sind ja auch nur eine kleine Auswahl aus den drei oder dreißigtausend Romane, die dieses Jahr im deutschen Sprachraum erschienen, also habe ich nur einen kleinenen Einblick, aber den habe ich bekommen, als ich mich in den letzten zwei Monate durch die Liste las.

Sehr viele Bücher von älteren Männern, die sich mit der Midlifekrise oder der letzten Liebe beschäftigen, zwei experimentelle Texte von jüngeren Frauen, ein bißchen was zur schönen Sprache von Dagmar Leupold, Eva Schmidts Episodenroman, sehr viel Konstruiertes, ein Abenteuerrroman und und und, als die Shortlist bekanntgegeben wurde, war ich gerade beim elften Buch, Sybille Lewitscharoffs “Pfingstwunder,”, für mich eine Überraschung und lange Zeit meine Favoritin, gefolgt von Thomas Melles Bericht über seine bipolare Krankheit.

Der ist dann tatsächlich mit Bodo Kirchshoffs “Widerfahrnis” auf die Shortlist gekommen. Gefolgt von Eva Schmidt und Reinhard Kaiser Mühlecker, den ich dann halb auf meine Liste setuzte, sehr spät gefolgt von Katja Lange Müllers “Drehtür”, meine zweite oder erste Favoritin, Andrej Kubiczeks “Skizze eines Sommers” und wiederum nur halb von Peter Stamms “Weit über das Land”.

Daß Bodo Kirchhoff und Thomas Mellen die offiziellen Favoriten wären, habe ich durch die Blogs mitbekommen, eigentlich mehr der Melle, der ja auch mein Favoriti gewesen wären, wenn die Frauen, weil nicht auf der Shortlist das nicht konnten.

Eigentlich habe ich nicht wirklich daran gezweifelt, daß Thomas Melle der neue Buchpreisträger wird, stand er ja schon mit seinen zwei anderen Romanen auf der langen und der kurzen Liste, obwohl sein Buch eigentlich kein Roman ist, Bodo Kirchhoffs “Widerfahrnis” aber schon, obwohl er das Buch selber “Novelle” nennt.

Einigen Bloggern wars auch zu nahe oder zu langweilig und dann wurde das Buch auch noch gemeinsam mit Andrejs Kubiczeks “Skizze eines Sommers”, auch ein Shortlistfavorit im “Literarischen Quartett” besprochen und vor allem von Maxis Biller auf eine meiner Meinung nach sehr unqualifizierte Art verrissen.

“Quatsch oder Katastrophe!”, hat er es glaube ich genannt, den Kubiczek von dem ich aber eigentlich nicht glaubte, daß er gewinnen wird, obwohl mir das Buch gut gefallen hat, hat er auch verissen und wieder diabolisch lächelnd “Quatsch!” gesagt. Ich habe mich geärgert, einen Blogartikel geschrieben und  mir dann gedacht, hoffentlich hat das Thomas Melle nicht geschadet und hoffentlich gewinnt er deshalb nicht nicht.

Nun, wir wissen es inzwischen, er hat nicht gewonnen und ich habe die Preisverleihung auch nicht gesehen, obwohl ich mich schon zehn Minuten vor sechs mit einem Glas Wein ins Schlafzimmer zurückgezogen  und den Laptop eingeschaltet habe, auf den Besuch der “Alten Schmiede”, der auch angestanden wäre, habe ich verzichtet, sondern stattdessen mit dem Alfred ausgemacht, um acht ins Kino zu gehen.

Dann habe ich den Livestream einschalten wollen und es ist nicht und nicht gegangen und im Hintergrund hatte ich die 2015 Bücher und via Twitter sah ich die Preisträger, bekam auch ein bißchen, was mit von der Preisverleihung und um sieben, daß der Preisträger Bodo Kirchhoff ist.

Nun sein Buch hat mir nicht so besonders gefallen, bis auf die Stelle mit dem Flüchtlingsmädchen und dem Wirt der die Polizei holt, als die beiden Protagonisten, das ältere Paar, sie zum Essen einladen, habe ich es sehr konstruiert gefunden.

Das Melle Buch ist aber sehr speziell und eigentlich kein Roman, sondern eine Krankengeschichte, aber ich wiederhole es, sehr sehr gut, auch wenn das der Herr Biller vielleicht nicht verstanden hat oder ihm zu nahe kam.

Nun ich habe achtzehn der zwanzig Buchpreisbücher gelesen und viel über die deutsche Gegenwartsliteratur erfahren, ich habe auch wieder eifrig bei den offiziellen und inoffiziellen Bloggern kommentiert, die diesesmal gar nicht so viel gelesen haben, aber jetzt zum Teil in Frankfurt sind, während ich ja in Wien verbleibe und gerade genauso eifrig den österreichischen Buchpreis lese, der ja in einem Monat vergeben wird.

Da bin ich gerade beim dritten Buch, dem der Anna Mitgutsch, zwei warten noch und zwei der Buchdebuts und heute habe ich auch noch zwei Bücher von meinem Kritiker Uli geschickt bekommen, so daß mir der Lesestoff nicht ausgeht und ich auch wieder von meinem Zimmer aus ein wenig Frankfurtsurfen werde, nicht so viel wie sonst wahrscheinlich, weil ja am am Samstag GAV-GV ist und am Freitag Nachmittag kulturpolitischer Arbeitskreis und nun haben wir wieder einen neuen Buchpreisträger und das Schöne ist ja daran, daß hat, glaube ich, auch ein Juror so gesagt, dessen Video ich mir angesehen habe, während ich auf den Livestream wartete, daß man  lesen kann, was man will und ich habe mich schon ziemlich durch die deutsche Buchpreisliste gelesen und das war für mich, ich wiederhole es, sehr interessant,  die österreichische Liste ist auch sehr spannend und die Buchmesse, die Holland und Flandern zum Gastland hat, wird das sicher ebenfalls werden.