Verregnete O-Töne

Gestern sind ja wieder die O-Töne gewesen, wo Hubert Achleitner also Hubert von Goisern seinen neuen oder ersten Roman “flüchtig” und der Debutant Benjamain Quaderer sein Debut “Für immer die Alpen” von dem ich schon einiges gehört habe und auf das ich schon neugierig war ,vorstellten.

Das letzte Mal wo Josef Haslinger und Lucia Leidenfrost dran waren, habe ich ausgelassen, weil beide Bücher in den Regalen und eines davon schon gelesen. Das nächste Mal am zwanzigsten ist ja die Grand Dame Friederike Mayröcker dran, die liest in der E-Halle, da kommt man sicher nicht ohne Maske hinein, umso mehr da ja jetzt schon fast dreihundert Leute pro Tag getestet wurden und dann kommt es zum Skandal dieser Woche nämlich zu der 1992 geborenen Kabarettistin Lisa Eckhart von der ich bisher nichts bestimmtes, nur daß sie sehr provokant sein soll, gehört habe und mich da wunderte, daß sie am 27. 8. auch ihr neues erstes Buch, das nicht unter der Debutantenschienen läuft, “Omama” vorstellen wird.

Das hätte sie auch in Hamburg bei einem Debutantenwettbewerb tun sollen, wurden aber ausgeladen, weil sich Linke darüber erregten, daß sie rechtsradikal sei, was den lieben Uli zu einem neuerlichen Schimpfartikel animierte, aber auch Klaus Kastberger, der sie offenbar eingeladen hat, unverständlich fand.

Also seien wir gespannt auf den Siebenundzwanzigsten und hoffen wir nur, daß es da nicht regnet, denn das hat es gestern so ab sechs getan und da ich heuer ja schon einmal von den O- Tönen weggegangen bin, weil die Veranstaltung in der Oval-Halle stattfand und da dieSecurity “Masken aufsetzen!”, sagte, wollte ich das nicht noch einmal haben, umsomehr da der Gewitterdonner ziemlich lautstark zu hören war. Ich habe dann auf der Facebookseite nachgeschaut. Da stand zwar “Findet im Freien statt!”, war aber schon vor Regenbeginn gepostet worden und die Frage einer Userin, ob das wirklich so wäre, war noch nicht beantwortet, als ich nach sieben in die Badewanne ging, um weiter in Svenja Leibers “Letztes Land” zu lesen und nicht eine vielleicht unnötioge Runde ins MQ zu machen. Als ich von dort wieder herauskam, war es schon acht vorbei und zu regnen hatte es aufgehört. Die Frage der Userin war immer noch nicht beantwortet und ich weiß auch jetzt noch nicht so genau, hat es jetzt draußen oder drinnen stattgefunden? Was in Zeiten, wie diesen für eine Maskenverweigerin wie mich, ja nicht so unwichtig ist.

So kann ich nur hoffen, daß Benjamin Quaderer vielleicht auf einer der Debutlisten steht und Hubert von Goisern auf der öst oder dBp oder, daß mir einer das Buch in den Bücherkasten legt.

Kann mich aber über Lesestoff nicht beklagen, warten doch nicht nur etwa zehn Altlasten noch auf meiner Liste, dann ungefähr acht Neuerscheinungen und am Denstag wird es überhaupt spannend, denn da wird ja die Longlist bekanntgegeben und ich hatte in meiner Büchertasche, als ich heute mit dem Alfred nach Harland gefahren bin, zwei “Kremayr- Neuerscheinungen” , nämlich ein buch der Barbara Rieger und eines von Stephan Roiss, das ist ein Debut und wird auch auf den O-Tönen präsentiert zumsammen mit der Buchpremiere der Sandra Gugic, wäre es nur zu Hälfte schade, wenn es dann regnet und die beiden “Kremayr-Bücher” habe ich, wenn ich die Svenja Leiber ausgelesen habe, als Wochenendlektüre vor. Dann käme Sascha Rehs “Großes Kino”, dem ich irrtümlich eine “Bachmann-Teilnahme” von 2020 unterstellt habe. Da habe ich das Buch, das vorgestern mit einem anderen gekommen ist, zwar in Wien gelassen, weil ich nicht so sicher bin, ob ich so schnell lese. Ich tue das derzeit nämlich eher langsam. Habe aber auf jedenfall das PDF in meinem E- book Ordner und außerdem spielt sich dieses Wochenende, egal od das Wetter hält oder nicht, in Harland auch noch so einiges ab.

Alfreds fünfundsechziger Geburtstag ist zwar schon vorbei. Da waren wir ja am Sonntag beim “Vincent Pauli” und das, was ich dort erlebte, habe ich ein bißchen umgewandelt in meinem “Notizbuch” verewigt, der ist aber ein Festefreak und macht eine Grillparty.

Allerdings lädt er da die Leute immer sehr spät ein und die sind im August meistens auch auf Urlaub, so daß das eher weniger Leute kommen, Zum Sechzigsten war aber ein ganzer Haufe und sogar die Ute und der Andreas aus Leipzig da, da aber der Alfred Ende des Monats in Pension geht, gibt er am 25. im “Library Cafe”” auf der WU auch ein großes Fest und so werden wahrscheinlich nur die Kloimsteins, der Karl und dann natürlich die Anna und die kleine Lia kommen und da bin ich auf deren ersten Schritte ja schon sehr gespannt.

Die Ruth, die ich ja unlängst erst im St. Pölten getroffen habe und an deren Friseurbesuch ich mich angehängt habe, kommt nicht, denn die ist jetzt in Salzburg, finden ja die Salzburger Festspiele in reduzierter und Carona sicherer Form statt. Das heißt mit berühmten Schachbrettmuster. Man muß reservieren und am Eintritt seinen Ausweis zeigen, Fieber gemessen wird wahrscheinlich auch und ich whttp://www.jancak.at/auszug_mimi.htmlundere mich nur, daß die Leute da mitmachen, habe die Ruth aber gestern sogar angerufen, weil ich ein Mail von einer Professorin aus Amerika bekommen habe, die ein Buch über den Holcaust schreiben will und sich da für jüdische Frauen interessiert, die von berühmten Männern beschützt würden und dafür die Erika Brunngraber, die Tochter des berühmten ehemaligen Superstars mit dem “Zucker aus Cuba”, dessen Bücher ich ja im Bücherkasten meines Vaters fand, interviewen wollte und da ich darüber gebloggt habe, hat sie mich um den Kontakt gebeten und das ist ja etwas, was mir gelegentlich passiert, daß Studenten aus China oder Verlage aus Korea sich bei mir über Erwin Schwarz erkundigen oder solche aus Italien ihre diplomarbeit über Michaela König schreiben wollen und sich da für für die “Mimi” interessieren.

Für meine Werke interessieren sie sich weniger, aber vielleicht kommt das noch, habe ich ja vor, habe ich, vorgestern gebloggt, vielleicht eine Corona-Romanserie zu schreiben, um die diesbezügliche Entwicklung zu verfolgen. Mal sehen, das wäre wahrscheinlich erst für die über- oder überübernächste Germanistengeneration interessant, da ich aber mit meinen Büchern ja zumindest diesbezügliche Spuren hinterlassen, könnte es ja sein, daß in fünfzig Jahren jemand bei der Lia klingelt und sich für Großmutters Bücher interessiert.

Aus der Sommerfrischenschreibwerkstatt

Denn ich bin ja bei fast fünfzig Jahre Schreiben und fast fünfzig selbstgemachten Büchern schon ein wenig ausgeschrieben und weiß dann oft nicht über was ich schreiben will.Das Schreiben drängt mich aber, “Brauchst du ja nicht!”, sagen da oft die Kritiker. Ich irgendwie schon und dann kam die Idee, das Ganze wachsen zu lassen, also mit dem Büchlein während der Wochenenden Radfahren, da einen Spritzer trinken, dort ein Eis essen und die Beobachtungen aufschreiben und kommen lassen oder in Harland bei St. Pölten auf Sommerschreibwerkstatt gehen.

Da gibt es ja auch heuer wahrscheinlich einige, die Irene Wondratsch, als ich sie bei der Sommerlesereihe im Cafe Prückl getroffen habe, erzählte mir, daß sie an einer teillnimmt, Erika Kronabitter machte sowohl in Strobl als auch im Burgenland im Künstlerdorf eine, die hieß “Schreiben mit Freude” und das ist ja inzwischen, bei mir seit die Hemmung weg ist, auch so, beziehungsweise mache ich es gern und ist mir wichtig.

Wie weit bin ich also mit meinem Notizbuchprojekt, wo ich ja immer schreibe, ich habe noch keinen Plot, beziehungsweise keinen wirklichen Handlungsplan, schon gekommen?

Inzwischen lande ich bei fünfundsechzig Seiten, 31 597 Worten und dreiundzwanzig Szenen und einen ungefähren Handlungsplan, das heißt eine Ahnung, wie es weitergeht und wie es enden wird, habe ich auch.

Das ist mir heute mittag am Viehofener See eingefallen, als ich dort mit meinen zwei Notizbüchern, dem braunrotkarierten und dem schwarzen mit den weißen Punkten, das mir der Alfred, glaube ich, vor zwei Jahren in Zürich gekauft habe, gesessen bin, eingefallen.

Denn, wie man den Schreibberichten, die es hier schon gibt, entnehmen kann, bin ich Anfang Juli, als ich meinen zwölften Bloggeburtstag feierte, im Traisenpark gesessen, bezieungsweise habe ich vorher bei der “Künstlerdemo” mich mit Barbara Eder unterhalten und noch ein Stückchen vorher in dem Spielwarengeschäft in der Westbahnstraße ein paar Sachen für die Lila eingekauft. Das hat sich dann, glaube ich, an diesem Wochenende zu den ersten zwei Szenen verdichtet.

Das Gerede, daß die Maskenpflicht wieder eingeführt werden soll, weil die Zahlen steigen, gab es in dieser Zeit auch schon und so ist die Eja Augustin in das Häuschen ihrer Eltern nach St. Georgen am Steinfelde gekommen, um dort ihren neuen Roman zu schreiben. Siie radelt an den Viehofner See, trinkt in der “Seedose” einen Spritzer, hat vorher im Schrank das Notizbuch gefunden, beboachtet zwei Leute, von denen einer Rothaarig ist und Simon heißt, beim Streiten, liest die Notizen der Kathi Sommer, die sie in das Büchlein machte, erfindet die Tante Aloisia, die Angela Hager und die Jasmin Bauer. Dann habe ich, glaube ich, noch zwei mehr oder weniger gute Eja Szenen geschrieben, immer im Bezug zu den Nachrichten, beziehungsweise zu den Corona-Gedichten, die ihr ihre Freundin Lena Wünsche schickt.

Danach, immer mit Unterbrechungen, beziehungsweise Wien-Tagen, habe ich cirka fünf Szenen geschrieben, wo ich in den Plot eingestiegen bin, danach, glaube ich, noch eine Eja-Szene und das Ganze dann korrigiert, beziehungsweise ein wenig umzuschreiben versucht, damit es schlüßiger wird. Das gelingt mir, wie meine Leser, vielleicht auch schon wissen, nie besonders gut. Vor zwei Wochen bin ich aber mit dem Rad wieder zum Viehofner See gefahren und gedacht, jetzt mache ich meine Sommerwerkstatt-Notizen habe mich mit dem Manuskript und den zwei Büchlein in die “Seedose” gesetzt, zwei Spritzer getrunken und, glaube ich, beschlossen, das Ganze durchzukorrigieren oder nochmals zu beginnen. Das habe ich dann am letzten Montag getan, bezieungsweise beendet.

Ein paar verbindende Sätze sind dadurch entstanden, zwei Seiten weggekommen und ungefähr sechs Szenen habe ich vorgeplant. Die habe ich dann am Freitag bis Sonntag geschrieben, jeden Tag zwei.

Gedacht “Geht ja doch!”, danach, also Szene vierundzwanzig sollte wieder eine mit Eja kommen und ich dachte, ich fahre am Monntag wieder zur “Seedose” und lasse das Ganze wachsen und am Mittwoche habe ich keine Stunden eingetragen. Also könnte ich mit dem Büchlein durch die Stadt marschieren, um dem Ganzen neuen Schwung zu geben. Das würde auch für meinen Blog passen. Denn da will ich ja jeden Tag etwas schreiben und dann hätte ich schon zwei Artikel, damit keine Lücken entstehen, wenn ich mit dem Lesen nicht so schnell bin, weil ja auch ein paar Bücher auf meiner Liste stehen, die erst ab nächster Woche erscheinen und da gibt es dann ja auch die neue “Deutsche Buchpreisliste”, also wieder neuen Lesestoff.

Beim Schreiben entstehen aber die Ideen, beziehungsweise entwickelt sich der Plot auf diese Art und Weise weiter und so hatte ich gestern Abend oder heute Morgen schon wieder Ideen für sechs weitere Szenen und die schreibe ich wahrscheinlich am Mittwoch statt durch die Stadt zu laufen, auch wenn da im Blog vielleicht ein Leerlauf entsteht oder ich mich im Artikel wiederhole.

Heute bin ich aber mit dem Büchern, wie schon geschrieben, zur “Seedose” gefahren. Eigentlich will ich da auch immer die “Hierarchien” von denen ich noch immer vier volle Schachteln habe, hineinlegen, vergesse aber immer darauf und denke “Das nächste Mal!”, habe aber heute etwas Interessantes gefunden, wobei ich aber nicht ganz sicher bin, ob ich den “Geometrischen Heimatroman” nicht vielleicht schon habe.

Ich fahre ja immer, wenn ich die Viehofner-Runde mache, zuerst zum Aussichtsturm steige dort hinauf und dann zum Bücherschrank. Da fahre ich am See entlang und da war heute die Bank, wo man direkt am Wasser sitzen kann, leer. Also habe ich das Rad abgestellt und mich mit meinen Büchern hingesetzt und dachte, der Dreh hönnte vielleicht sein, daß ich das ganze auf diesem Festival enden lasse. Da kommen dann alle hin. Der Simon, der Uwe, von dem einen der Vater, vom anderen die Mutter, die beide ja in einem Seniorenheim leben und vielleicht bahnt sich zwischen denen auch was an. Die Eja kommt hin, spricht die Kathi auf das Notizbuch an und die erzählt ihr, was es mit den Notizen für eine Bewandnis hatte, der Simon kommt und der Uwe. Da brauche ich noch ein bißchen Handlung dazwischen, die Angela Hager slamt und die hat vielleicht etwas über die Polizei oder einen Text über ein Notizbuch und die Tante Aloisia kommt und bringt den beiden die Eheringe ihrer Eltern und deren Hochzeitsbild, falls sie vielleicht heiraten wollen. Da fehlt auch ein bißchen Handlung, die noch kommen muß und es gibt dann noch den Dagmar Schneider-Strang, die Nachbarin der Aloisia, die hat eine Dreiecksbeziehung zu ihrem Chef und einer jüngeren Redakteurin, da kommen auch noch ein paar Szenen. Die war auch beim Freiur und geht noch ins Kaffeehaus, lernt vielleicht dort den Uwe kennen, aber den wollte ich ja auch die Angela Hager kennenlernen lassen.

Ein bißchen verwirrend, werden vielleicht meine Leser sagen. Aber das soll ja, da man nicht soviel spoilern soll, um die Leser nicht vom späteren Werk abzuhalten, auch so sein, für die aber vielleicht spannend, die wissen wollen, wie ein Roman entsteht? Zumindestens bei mir ist das so und auch wenn das Ganze vielleicht wieder nicht so wahnsinnig originell ist, ,,sondern sich an dem schon Vorhandenen anlehnt und ich es, weil wir mitten in der Krise stecken, die auch nicht so überblicken kann, finde ich es schon ganz spannend, wie so ein Roman auch ohne Plot, sondern eigentlich aus dem was man so alltäglich erlebt oder in den Nachrichten hört und sieht entstehen kann.

Also wieder ein sehr produktiver Montag, einen Spritzer habe ich in der “Seedose” getrunken und einen Toast gegessen. Morgen geht es wieder nach Wien, am Mittwoch werde ich wahrscheinlich weiterschreiben und vielleicht auch darüber berichten, wie es mit dem Work on Progress weitergeht.

Spaziergang zum Zentralfriedhof

Ich bin ja, wie ich immer schreibe eine Stadtflaneurin oder begnadete Spaziergängerin, die alles zu Fuß geht und so wenig, wie möglich die Öffis nimmt. Das hat sich im letzten jahr durch meinen Unfall ein wenig geändert, jetzt muß ich wegen Corona beziehungsweise Maskenpflicht wieder, aber so lange Spaziergänge sind jetzt eigentlich ohnehin nicht mehr, da ja kaum Veranstaltungen, an der Tagesordnung.

Früher habe ich meine Psychologenkollegin Irmgard G. gelegentlich in Hütteldorf besucht und bin hin und hermarschiert und dann war ich in den letzten Jahren ein paar Mal bei einem Begräbnis am Zentralfriedhof.

Bei dem der Heidi Pataki bin ich gewesen, bei der Elfriede Gerstl, bei der Friedl Hofbauer, zuletzt vor mehr als zwei Jahren bei dem der Ingrid Wald, aber da habe ich vorher so viel Stunden gehabt, daß sich das Gehen nicht ausgegangen ist und nachher die Lesung in der “Alten Schmiede” und auch sonst bin ich hin und wieder ein paar Stationen zwischendurch mit der Straßenbahn gefahren, denn das Gehen ist ja, noch dazu wenn man bald siebzig wird, anstrengend, hätte ich mir wahrscheinlich normalerweise gedacht und zwischen durch ein paar Erholungsstationen eingelegt, geht als Maskenverweigerin in Corona-Zeiten aber nicht und so bin ich heute Vormittag losmarschiert, weil ich vorige Woche die Benachrichtigung bekommen habe, daß mein lieber Psychologenkollge Wolfram Huber am zweiundzwanzigsten Juli seinem Krebs erlegen ist und mit dem Wolfram, der nach dem Fall der Mauer aus der DDR nach Österreich gekommen ist, war ich ja jahrelang in der Vertragspsycholgengruppe.

Die Gruppe gibt es nicht mehr. Ich habe auch izwischen keinen Kassenvertrag für Psychodiagnostik und der Wolfram ist auch schon vor einigen Jahren in Pension gegangen da hat er sich der Bertha von Suttner zugewandt und wollte über sie ein Buch herausbringen, das ist, glaube ich, unfertig geblieben und das letzte Mal habe ich vor Weihnachen vom Wolfram etwas gehört. Da wollten wir uns treffen, dazu ist es dann nicht mehr gekommen.

Aber ich bin heute losmarschiert, habe mir sozusagen einen Recherchetag mit Friedhofsbesuch gemacht und das war ja auch schon einmal so, als ich nach Grinzing hinausmarschiert bin um Andreas Okopenko die letzte Ehre zu geben.

“Du brauchst drei Stunden!”, hat der Alfred zu mir gesagt und weil ich schon lange nicht mehr dort war und mir auch Zeit lassen wollte beziehungsweise keine Stunden hatte, bin ich vor elf losmarschiert.

Leider war das Wetter nicht so besonders schön und es hat leicht geregnet. Ich hatte meine gelbe Regenjacke an, was insofern nicht so unpassend war, als daß Wolframs Frau Brigitte mir geschrieben hat, daß Wolfram, weil ein fröhlicher Mensch sich bunte Kleider wünschte.

So bunt ist es dann nicht gewesen. Bei mir und auch bei den anderen nicht und ich habe gesehen, daß ich wahrscheinlich schon, um zwölf draußen bin, um halb drei wars angesagt, eine Station im EKZ-Simmering gemacht, mein Notizbuch herausgenommen und mir das Maskentreiben angesehen. In Einkaufszentren darf man ja ohne, in Supermärkten nicht und, wie ist das wenn ich mir beim “Ströck” oder bei der Nordsee” von der Theke etwas holen will?

Habe ich nicht, denn es war ja ein Leichenschmaus oder kleiner Imbiß angesagt, habe aber viele Masken gesehen und weil elfter Bezirk auch viele Frauen, die dazu noch ein Kopftuch hatten. Der Uli würde jetzt sicher toben, war aber nicht da und ich bin etwa eine dreiviertel Stunde sitzen geblieben, habe in mein Buch eingetragen und mir das weitere Konzept für das “Notizbuch” überlegt. Da habe ich ja das Ganze die siebzehn Szenen, die ich schon habe, zwei Seiten kürzer gemacht, habe aber noch immer kein wirkliches Konzept, beziehungsweise Handlungsplan.

Mal sehen, kommt vielleicht noch, interessant war das Einkaufserlebnis im August 2020 mit Vermummung trotzdem und am Zentralfriedhof war ich immer noch eine Stunde zu früh, habe mir gedacht “Uje, uje, was mach ich da, wenn die mich ohne Maske nicht hineinlassen?”, habe aber dann gesehen, es gibt ein Kurcafe Oberlaa, bezwiehungsweise eine Filiale der berühmten Konditorei und mich auf einen Kaffee und ein Croissant hineingesetzt.

Es gibt inzwischen, ich war schon länger nicht da, denn die Verabschiedung der Ingrid Wald fand ja in der Feuerhalle gegenüber statt, sogar ein Museum und davon hat mir eine Klientin erzöhlt, denn die war auch auf einem Begräbnis dort, hatte aber ihre M<maske vergessen und hat sie sich dann dort gekauft.

Das tat ich natürlich nicht, sondern habe mir die Halle eins gesucht und geschaut, ob ich jemanden kenne, außer den Psychologiekollegen wohl kaum, obwohl ich ja zweimal beim Wolfram eingeladen war.

Es standen dann auch ein paar mir unbekannte Personen vor der Halle, die Silvia, die ich eigentlich erwartet hätte oder die Brigitte G. aber nicht und so bin ich, als ich gesehen habe, daß alle ihre Masken herausgezogen haben, draußen geblieben, beziehungsweise habe mich wieder auf die Bank gesetzt, habe dann die Pfarrerin mit dem Kreuz einmarschieren gesehen und das Auto vorfahren, das später den Sarg transportierte, ein Friedhofsgärtner ist auf seinem Fahrrad gekommen und hatte eine offensichtliche Putzfrau begrüßt, interessant, interessant, die Beobachtungen, für mein rotbraunkariertes Notizbuch kann ich es wohl nicht brauchen und dann kamen schon die Trauergäste und ich habe die Petra Rau und die Gertraud Müller entdeckt und bin mit ihnen bis zum Grab marschiert.

Statt Erde gab es Rosenblüten in den Sarg zu werfen und der Imbiß hat im Concordia Schlößel stattgefunden, wo ich auch nach dem Begräbnis der Ingrid Wald und der Friedl Hofbauer war. Danach zurück durch das mehr oder weniger maskierte Wien, habe von meinem lieben Kollegen Abschied genommen und vielleicht ein paar Impressionen gehabt, die ich für mein Projekt verwenden kann.

Die Füße tun mir jetzt weh und zwei Bücher, habe ich in einer Schachtel vor der Schule in der Schäffergasse auch gefunden, darunter war ein Novellenband des Nobelpreisträgers von 1910, Paul Heyse und von dem habe ich einmal bei einem Ebner-Eschenbach-Symposium gehört, wo der der Wolfram auch war.

Sommerfrischenhalbzeit

Dieser Sommer ist ja Corona bedingt wahrscheinlich ein anderer als der letzte, starren wir ja gebannnt auf die steigenden Fallzahlen, legen uns mit Maske ins Bad, hoffentlich bekommen wir da keinen Ausschlag und keine Atemnot und werden an den Flughäfen zwangsgetestet oder ins Quarantäne geschickt.

Auf der anderen Seite unterscheiden sich meine Sommerfrischenwochenenden nicht so sehr von denen der vergangen Jahre, wo wir zwar zweimal in die Schweiz gefahren sind und ich heuer nur zwei literarische Kurzreisen machte, aber sonst drei Tage Wien mit O-Tönen, Cafe Prückl und Sommerlesereihe im Weinhaus Sittl und in Harland radfahren, lesen in der Badewanne und am neuen Roman schreiben, der ja den Arbeitstitel “Das rotbraunkarierte Notizbuch” hat und mir damit meine eigene Schreibwerkstatt mache.

Ich habe auch sehr euphorisch Anfang Juli damit angefangen, habe die Figur der Kathi Sommer kreiert, der rothaarige, sommersprossige Polizist Simon entstand aus den Storytelling Anleitungen, die in “Das ist kein dummes Buch”, enthalten sind, die Angela Hager und die Jasmin Bauer habe ich mir aus meinen Recherchetagen Anfang Juli beziehungsweise aus der Kunstschweigemarsch-Demo geholt , die Tante Aloisa, die alte Klavierlehrerin, habe ich im Weinhaus Sittl kennengelernt.

“Wui!”, denkt man da euphorisch, das ist ja ganz schön viel und schreibt einmal los. Ich mache das zumindest, es gibt ja noch als alter Ego, die Eja Augustin, der Uli würde sagen, das ist “die liebe Frau J. aus W. an der D.”

Ist ihr zumindestens stark nachempfunden, die fährt im Sommer aufs Land in das geerbte Häuschen ihrer Eltern in St. Georgen am Steinfeld und schreibt dort ihren neuen Roman. Will ihn schreiben, fährt zum Recherchieren zur “Seedose” an den Viehofner See, findet dort das Buch, beobachtet ein streitendes Paar, denkt sich, ich habe jetzt den Plot oder kann ihn aus meinen Figuren machen. Dann fährt sie zurück, hört im Radio oder Fernsehen von der neu verordneten Maskenpflicht, von den Clustern, dem geplanten Ampelsystem und schreibt im Netzt mit ihrer Freundin Lena Wünsche Corona-Gedichte hin und her und das Ganze ist jetzt ein paar Wochen alt und hat derzeit achtundvierzig Seiten, 22 940 Worte und siebzehn Szenen und ich muß ein bißchen aufpassen mich nicht zuviel zu wiederholen.

Denn das eine Frau in Pension geht und beschließt einen Roman zu schreiben, nachdem sie drei Personen in einem Auto vor einer Kreuzung stehen sieht hatten wir schon einmal. Da gibt es auch immer Figurenszenen und dazwischen schreibt oder reflektiert die Magdalena Kirchberg ihren Plot.

So weit bin ich jetzt auch, Corona, das mich ja, obwohl sehr kritisch, brennend interessiert, kann ich da auch nicht ausslassen und muß Bezug darauf nehmen.

So gibt es die Chefredakteurin eines Privatfernsehsenders namens Dagmar Schneider, die Nachbarin der Tante Aloisia, die im Sender für das Maskentragen plädoyieren muß, selbst aber vielleicht nicht soviel davon hält. Der Simon soll seine Geschichte haben, die Kathi, die Tante Aloisia , aber auch die Eja mit ihrer tochter Toni, dem Enkelchen Alix und der Freundin Lena Wünsche mit der sie Corona-Gedichte austauscht.

Irgendwie habe ich ja oft das Gefühl, ich hantle mich am Rand herum und komme nicht wirklich in die Substanz hinein. So habe ich jetzt auch angefangen das Ganze wieder durchzukorrigieren und vielleicht umzuschreiben und verändern. Das nehme ich mir auch meistens vor und dann bleibt es schließlich doch so wie es war.

Mal sehen, ich bin gespannt und werde auch das zweite Sommerfrischenmonat dazu nützen. Eines ist ja in den zwölf Jahren in denen ich blogge und da öffentlich über mein Schreiben reflektiere schon passiert, meine Schreibhemmungen sind gefallen und ich bin auch wenn es nach außen nicht merkbar wird, selbstbewußter geworden und so wird sicher was entstehen, auch wenn es dann vielleicht wieder an der Oberfläche bleibt. Mal sehen ich bin gespannt.

Die Vorschau vom “Fräulein No” meinem “siebenten Nanowrimo” und noch nicht durch Corona beeinflußten Text gibt es schon und ich hoffe, daß ich das Buch bald proudly präsentieren kann.

Die Sommerlesereihe im Cafe Prückl, ist am Montag zu Ende gegangen, die des Sittls und die O-Töne gibt es noch. Am Montag will ich ja lieber in Harland bleiben, am Donnerstag ins MQ gehen, so ferne es nicht regnet oder die Veranstaltung, wie die mit der Frau Mayröcker in einer Halle stattfindet.

Ansonsten radfahren, einen Spritzer dabei trinken, da gibt es ja die Radlerschänke in der einen richtung in Ochsenburg und die “Seedose” in der anderen und die ist ja besonders interessant, weil meine zweite Szuene dort spielt.

Am Samstag waren wir am Markt, sehr viele Menschen, die sich nicht so ganz, an den inzwischen abgeschafften Babyelefanten gehalten haben, sondern sich um die kleinen runden Tischechen drängten, haben dort wieder die Doris Kloimsteingetroffen, die mir wieder interessante Bücher, unter anderen “Lesen als Medizin” gegeben hat, wir haben dann bei ihr in ihrem schönen Garten noch Kaffeee getrunken, Kuchen gegessen und die Literaturszene beziehungsweise die Corona-Maßnahmen ein bißchen ausgerichtet und heute wollen wir statt auf die Rudolfshöhe auf den Göller gehen und am neunten August hat der Alfred seinen fünfundsechzigsten Geburtstag, da gehen wir zum Vincent Pauli essen. Eine Woche später gibt er dann ein Fest in Harland und dann kommt schon die deutsche Buchpreisliste und das “Kampflesen”, wie es Kritiker nennen könnten.

Meine diesjährigen Buchpreisspekulationen werden noch folgen. Corona bedingt bin ich da heuer vielleicht nicht so ganz informiert und erwarte mir eher lauter mir bisher unbekannte Bücher.

Dann ist der August zu Ende, die “Linke Wort-Lesung” wurde schon früher vom Christoph Kepplinger abgesagt, das Volkkstimmefest erst später.

Trotzdem ist das Wetter ist schön und die Sommerfrischenwochenenden mit den anschließenden Wien-Tagen sind schön und ich kann mir ja meine eigene Schreibwerkstatt machen und die dümpelt so mehr oder weniger euphorisch vor sich hin.

Wiedereinführung der Maskenpflicht?

Wir leben jetzt ja in besonderes Zeiten, hat doch das Coronavirus die Welt seit Jahresanfang auf den Kopf gestellt und in Österreich hat es, glaube ich, schon sehr früh den totalen Shutdown, Ausgangsbeschränkung bis Ende April, Maskenpflich, Schließung der Schulen, Geschäfte und Lokale, etcetera, gegeben, die dann ab den ersten Mai schrittweise wieder aufgehoben wurde, so daß man zuerst wieder auch in anderen Geschäfte, also in Supermärkten mit der Maske einkaufen konnte. Dann wurden die Lokale geöffnet und die Maske ist auch ganz vorsichtig gefallen und die Leute sind langsam wieder zur Normalität, die Maßnahmen bedingt wahrscheinlich eine sehr turbulente war, wieder zurückgekommen.

Hat der Tod des Afroamerikaner George Floyd doch fünfzigtausend Menschen auf den Karlsplatz gebracht. Ich war nicht dabei und habe es mir nur per oe 24 angesehen, aber der Alfred ist von der U Bahn kommend durchgegangen und hat gesagt, das ist wild, aber keine Auswirkungen auf die Viruszahlen, die ja sehr streng überprüft und gestest werden und jeder der positiv ist, sofort isoliert wird.

So ganz sicher, ob das die richtige Umgangsweise mit einem Virus, die ja immer irgendwo vorhanden sind, bin ich mir nicht und auch nicht davon überzeugt, ob es angebracht ist, sogenannte Quarantäneverweigerer in Untersuchungshaft zu stecken oder ein Flugzeug von bewaffneterer Polizei zu umstellen, nur weil da drin einer mit Covid 19 Verdacht sitzt oder die Polizei zur Ausspürung der Kontaktdaten einzusetzen.

Ist ja ein positiv Infizierter kein Verbrecher. Da hat sich meiner Meinung nach etwas verrückt, was sich mir nicht gefällt und ich war da ja schon von Anfang an kritisch, bin aber, weil es ja keine Veranstaltungen gab, ich nicht kriminalisiert werden wollte, wenn ich mich vielleicht auf eine Parkbank setze und da ware es am Anfang nicht so klar war, ob man das darf, bis Ostern viel zu Hause geblieben.

Ab Ostern war ich dann wieder in Harland und habe wiederangefangen radzufahren, was, glaube ich, sehr gut ist. Denn bleibt man wochenlang zu Hause, bekommt man leicht Trombose und für die Abwehrkräfte, die man jetzt ja besonders braucht, ist das auch nicht gut.

Nach den Lockerungen bin auch ich mehr hinausgegangen. Ab ersten Mai auf einige Demonstrationen und Protestveranstaltungen, danach als die Maskenpflicht in den Geschäften und den Lokalen fiel, habe ich für das Enkelkind Geburtstagsgeschenke eingekauft und mir auch ein paar Jeans, die ich zwar erst im Herbst richtig brauchte, aber man weiß ja nicht, hat das Virus, wie es ja so schön heißt, keinen Urlaub, die nächste Grippewelle kommt bestimmt und wenn dann alle wieder oder nach wie vor so aufgeregt reagieren?

In Österreich waren und sind die Zahlen gut, in Amerika, Brasilien und anderen Ländern nicht so sehr und als dann noch die Grenzen geöffnet wurden und die Leute mehr oder weniger schnell anfingen, auf Urlaub zu gehen, sind sie auch in Österreich gestiegen, obwohl es da, ja, glaube ich, vorwiegend die Cluster in Schlachthöfen und Freikirchen und nicht, die in den Supermärkten sind, trotzdem hörte man schon seit vierzehn Tagen, wo ja erst der Maskenschutz der Kellner fiel, überall “Die Maskenpflicht muß wieder her!”

Der Ärztekammerrpäsident der da besonders besorgt zu sein scheint, fordert sie rigoros und oe 24 TV, das ich seit Corona sehr viel höre, interviewt ständig Leute, die sich auch dafür einsetzen und veröffentlicht Umfragen, wo 59 % dafür sind.

Ich war am Freitag seit März das erstemal wieder in einem Supermarkt, um mir da vorsoglich Zahnbürsten, sowie Kaffee und ein Croissant zu kaufen und habe gesehen, daß die neunundfünfzig Prozent zumindest dort nicht waren. Ich habe, glaube ich, nur einen einzigen ältern Herrn mit einem solchen gesehen und denke, daß man eine Pflicht nicht braucht, denn wer sich mit Maske, wo ja noch immer nicht so klar ist, ob sie überhaupt mehr als pschologisch wirkt und sie, wenn schmutzig oder falsch angewendet, eher gefährlicher ist, sicher fühlt, soll sie tragen.

Dann blieben laut Umfrage, die vierzig Prozent Muffeln über, aber die können ja, wie auch ich es tue, Abstand halten und keine Hände geben und es würde auch nicht viel passieren.

Aber nein, in Kärnten, wo es, glaube ich gar keine Infizierten oder nur ganz wenige gibt, sich dafür aber die Leute angeblich am Wörthersee drängen, gilt sie seit zwei Wochenam Abend im Freien, aber nur im Freien, in den Lokalen, darf man sich ohne amusieren.

Im Oberösterreich gilt sie wegen der Cluster in diesen Kirchen auch und jetzt soll sie, höre und lese ich, wenn der Kanzler aus Brüssel, wo es wichtige Sitzungen wegen der Wirtschaftshilfe gab, zurückkommt, wieder eingeführt wird.

In den Öffis, wo sie ja immer galt, ich aber seither nicht gefahren bin, wird man ab heute gestraft, wenn man ohne angetroffen wird und die Bilder die man aus Malorca sah, wo sich auch die Leute maskenlos drängen, sollen, wie ich höre, zum Teil ältere Archivaufnahmen sein.

Ein schwieriges Problem, was uns, vor allem wenn man dieses Virus einzel einfangen will, was uns ja leider schon im Sommer, wo es ja heißt, daß der Aufenthalt im Freien ungefährlich wäre und nicht nur ab Herbst, wenn die Nasen wieder rinnen, wohl noch länger beschäftigen wird.

Ich gehe ja, wie meine Leser wissen, damit eher mit Vermeidung um. Zum Glück ist der Alfred ein begnadeter Einkäufer, so daß mir dafür nur wenig Gegelenheit bleibt. Hin und wieder ein Eis essen oder einen Spritzer trinken, kann ich hoffentlich im Freien weiter. Schwieriger wird es wohl im Herbst und bei den Veranstaltungen.

Da war ich zwar schon bei einigen, die Indoor stattfanden, denn da konnte man, glaube ich, wenn die Sessel weit genug auseinander gerückt werden, auch schon vor dem neunundzwanzigsten Juni auch ohne hin und natürlich ist es schwierig, weil die Psychologin nicht daran zweifelt, daß man auf Veränderungen, wie diesen, sehr reagiert und ich, glaube schon, daß Kinder neurotisch werden können, wenn sie, wie im Fernsehen gezeigt wurde, in der Schule choreografieartige Szenen aufführen. Einzeln zum Händewaschen gehen müßen und im Hof vielleicht auf einen Quadrat stehen und nicht miteinander spielen dürfen.

Schwierig, schwierig und das Schlimmste, ich wiederhole es, was ich jeerlebt habe, obwohl ich in dieser Zeit, dank Alfred, der sein Homeworking auch zum Kochen nützte, sehr gut gesessen habe, jetzt auch in Strobl war und auch andere schöne Erlebnisse hatte.

Mal sehen wohin das führt? Zu Chaos und Bürgerkrieg sagen die Skeptiker und einiges davon ist ja schon zu merken.

Zur Abschaffung des Bargeldes und totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch? So kann man beim Mc Donald, glaube ich, nur mehr balgeldlos zahlen und dort gehe ich ja sehr gern hin. Im Burgenland ist eine Bank zusammengekracht, die Sparer bangen um ihre Einlagen und die Zahl der Arbeitlosen ist trotz Michael Ludwigs Gastroscheck, den ich mit dem Alfred beim Waldviertlerhof eingelöst habe und anderer Hilfmaßnahmen, so hoch wie nie.

Ob es das alles Wert war und ob man mit dem Virus nicht anders umgehen hätte können, bin ich mir nach wie vor nicht sicher, schreibe aber viel darüber, im Form von Blogeinträgen, wie hier, aber auch in literarischen Texten und da habe ich ja vor kurzem einen Neuen angefangen, mit dem ich im Augenblick noch nicht so ganz zufrieden bin, aber vielleicht kommt das noch.

Auf den Markt zu Doris und Ruth und Friseurbesuch

Der heurige Sommer muß man ja sagen scheint sehr verregnet zu sein, so bin ich vorigen Samstag nach einem sehr sehr heißen Freitag durch den Regen nach St. Pölten gefahren und patschnaß dort an und wieder zurückgekommen.

Mir macht das ja nichts aus, gehöre ich ja noch zu der Generation, die bei jeden Wetter hinausgeht um die Immunkräfte zu stärken und gesund zu bleiben und diese Woche war das ebenso.

So bin ich gestern schon ein bißchen naß geworden, als ich mit dem Rad nach Wilhelmsburg gefahren bin und mir dort beim “Spar” ein Croissant und einen Cafe latte kaufte, beides habe ich dann noch in einer regenfreien Phase auf der Bank vor dem Pflegeheim konsumiert und auch heute wieder durch den Regen auf den Markt, wo wir ja meistens, wenn sie nicht gerade bei ihren Enkelkinder in Bregenz oder sonstwo ist, die Doris Kloimstein treffen, ich einen Birnencidre trinke und eine Kaisekrainer oder einen Burger esse und dann noch zum “Hager” auf einen Cafe latte oder Cappucino gehen.

Heugte war aber noch ein besonderer Programmpunkt angesagt, hat uns ja die Ruth schon bei ihrem Besuch zu Pfingsten gesagt, daß sie am Achtzehnten nach St. Pölten kommt, um dort zum Friseur zu gehen und die Brigitte S. zu treffen und Friseur ist ein besonderers Stichwort, denn da war ich ja schon lange nicht und sollte, da sich meine Haare inzwischen schon zu ringeln begannen, ich habe sehr dünne, einmal gehen.

Aber zuvor durch den Regen fahren, der war stärker als gestern, daher am Markt entsprechend wenig los. Der Alfred und die Doris waren schon da und wir haben ein bißchen über den Goldegg-Verlag, wo sowohl ihr, als auch das Buch vom Sucharit Bhakdi erschienen ist, gefachsimpelt, beziehungsweise habe ich mich erkundigt, ob das derselbe ist?

Ist es und in der letzten Woche habe ich auf den Markt auch eine ganze Büchertasche mitgebracht. Denn die Doris war ja die Glückliche oder Nette, die mit ihren schönen Corona-Gedichten mir den zweitausendsten Kommentar, pünktlich zum zwölften Bloggeburtstag oder soar schon ein bißchen früher geschrieben hat.

Da habe ich ihr ein Buch versprochen und ihr dann auch die “Dora Faust” bringen wollen, denn da gibt es ja eine Stelle, wo die Dora ihren fünfzigsten Geburtstag feiert und verärgert über eine Freundin ist, die ihr Buch nicht in ihrer Zeitschrift besprechen will, weil “Eigenverlag, nein, wir wissen schon!”

Ich habe aber welche und schon sogar sehr viele, zwar, wie ich immer schreibe in keinem Eigenverlag herausgebracht aber schon selber veröffentlicht und da haben sich inzwischen auch in Harland schon einige angesammelt, die ich alle in die Tasche packte, um die Doris aussuchen zu lassen, welches sie noch nicht hat und was sie haben will?

Die anderen fünf Stück wollte ich eigentlich zur Seedosenzelle bringen, habe das aber regenbedinggt unterlassen und heute überhaupt keine Bücher gehabt, mich aber trotzdem mit der Doris ein wenig über Literatur unterhalten, denn das kann man ja immer, ihr ein bißchen von dem Ausflug nach Strobl und den den O-Tönen erzählt, aber auch, daß ich die Maria Seitz öfter am Markt gesehen habe und die mich zu einer “Etcetera-Präsentation” in St. Pölten eingelacen hat, wo ich aber, obwohl ich an dem Tag sogar in St. Pölten war, um den Geburtstag der Schwiegermutter zu feiern, nicht war, weil wir gleich nach Wien gefahren sind und ich ins Cafe Prückl gegangen bin. Die Eva Riebler und die Riki die ich auch von den Osterspaziergängen der LitGes kenne, haben wir aber ma Sonntag in der Fahrradschenke in Ochsenburg getroffen, als wir von der Rudolfshöhe hinuntergekommen sind.

Also Gesprächsstoff genug und als wir schon die Ruth anrufen und fragen wollten, ob sie der Regen vertrieben hat, ist sie schon aufgetaucht und wir haben dann noch beim “Hager” Cafe getrunken und Kuchen gegessen obwohl der im Sommer am Samstag, um eins schon schließt.

Das ist also St. Pölten mit literarischen Freundinnenbesuch, der Friseubesuch hat dann auch noch stattgefunden, denn in dem Haus der Brigitte S. in dem vorher ein Naturkosmetikladen war, gibt es jetzt einen solchen und der hat geschnitten und geföhnt, obwohl das Letztere eigentlich unnötig war, denn die Haare waren wieder sofort wieder naß, als ich mit dem Rad zurückgefahren bin.

Das Wetter ist also heuer sehr unerfreulich und unbeständig, die Klimaveränderungsgegener sehen das zwar als Beweis, daß es keine Klimaerwärmung gibt, ich denke aber doch, daß die Unbeständigkeit auch damit zusammenhängen kann.

Aber eigentlich ist mir das egal und ich kann meine Sommerschreibwerkstatt ja auch Indoor machen und muß mich nicht unbedingt mit dem Laptop auf die Terrasse setzen und da kann ich vermelden, das das “Rotbraun-karierte Notizbuch” langsam, aber sicher weitergeht.

Siebenundzwanzig Seiten, 12 700 Worte und acht Szenen habe ich schon, aber noch immer keinen wirklichen Plot. Es wird aber wohl eine Mischung aus den Corona-Erlebnissen der Eja Augustin und dem Roman, den sie um das gefundene Notizbuch herum, schreiben will, werden.

Aus der Sommerfrischenschreibwerkstatt

Das zweite Sommerfrischenwochenende ist angebrochen und momentan ist sehr heiß und die, die mich schon länger lesen, wissen, daß ich ja jedes Jahr sehr euphorisch in meine Sommerfrische, das heißt in das Haus von Alfreds Eltern in Harland bei St. Pölten, gegangen bin und auch viele Schreibepläne hatte, denn öfter habe ich ja mit einem Projekt neu angefangen und wahrscheinlich immer an einem geschrieben und ich habe auch speziell in der Zeit wo es noch keine Wochenenden waren, das Ganze sehr zelibriert, denn bei mir ist es ja immer die Frage, bin ich jetzt eine Hobby oder eine richtige Autorin?

Ich sage das Zweite und Schreiben ist mein Lebensinhalt und nicht ein bloßer Zeitvertreib. Da ich aber nicht davon leben kann und immer meine Praxis hatte, beziehungsweise vorher psychologisch tätig war, auch keine Stipendien bekommen habe, war es zwar scheinlich anders, als bei den Autoren, die im Sommer in eine Stipendiatswohnung, nach Rom, Venedig etcetera, gegangen sind.

Bezüglich Venedig habe ich ja einmal auf Anraten der Ruth eingereicht und die Antwort bekommen, daß mein literarisches Schreiben leider, leider zu gering wäre, fast fünfzig Jahre schreiben und fast fünzig Bücher, damals waren es ein paar weniger, sind aber, glaube ich, genug und so habe ich einmal vor ein paar Jahren mir sozusagen selber ein Stipendiuum verliehen, gesagt, ich bin jetzt St. Pöltner Stadtschreiberin, habe ein schönes kleines Büchlein genommen und bin damit mit dem Rad, wie ich es ja regelmäßig mache, herumgefahren, in Richtunng Herzogen– oder Wilhelmsburg und es sind auch ein paar schöne Texte dabei entstanden.

Die “Dreizehn Kapitel” sind dabei entstanden, “Die ereignisreichen Sommererlebnisse” und noch vieles anderes.

Ich habe einmal, als ich noch nicht bloggte, als es da ein Gewinnspiel beim “Standard” gab, bei dem man einen Gratisplatz in einer Schreibwerkstatt gewinnen konnte, den ich natürlich nicht bekam, mir vorgenommen, das in Harland doch einfach selbst zu machen und bin dann daraufgekommen, daß ich gar nicht wußte, wie ich sowas tun soll und dann, glaube ich, nur beim Radfahren einen Krimi gelesen habe und in der Badewanne einen der “Klagenfurter-Texte”, den es immer über das jeweilige Bachmannpreislesen gab.

Heute hätte ich damit kein Problem, habe ich das doch in der Schreibgruppe gelernt, jeweils zu einem Thema zwanzig Minute einen Text zu schreiben, bin aber derzeit ohnehin mit meinen neuen Text beschäftigt, daß ich über den Sommer entstehen lassen will.

Das wäre ja eine schöne Idee für eine Sommerschreibwerkstatt einfach mit dem Büchlein herumzufahren, zur Seedose vielleicht, um einen Kaiserspritzer zu trinken, in die Bücherzelle zu schauen, Notizen machen und den Roman kommen und gehen lassen, soviel Zeit ist dazu wahrscheinlich ohnehin nicht, denn mein Harlander Programm ist ja eigentlich sehr strukturiert.

Donnerstag Abend kommen wir an, ab nächster Woche, wenn die O-Töne problemlos zu besuchen sind, wahrscheinlich sehr spät und am Freitag würde ich eigentlich in Richtung Wilhelmsburg fahren, entweder in die Stadt oder auf die Ochsenburg hinaufmarschieren, am Samstag treffen wir uns regelmäßig auf dem Markt mit der Doris Kloimstein, machen dort einen Büchertausch, am Sonntag Rudolfshöhe, der Montag wäre dann noch für das Schreiben, wenn wir nicht, weil der Alfi eine Sitzung hat, da nicht schon zurückfahren, sehr viel Zeit für das Projekt bleibt also nicht, obwohl ich vorigen Sonntag Abend und am Montag, die zehn Seiten und zwei Szenen geschrieben haben.

Jetzt habe ich die Korrektur vom “Fräulein No” von mir, das mir der Alfred endlich ausgedruckt hat, bevor es an die dritte Szene geht, von der ich schon eine ungefähre Vorstellung habe und etwas Erfreuliches gibt es auch zu berichten.

Ich habe mir ja, als das “Zweite Literaturgeflüsterbuch” fertig war, gedacht, ich mache jetzt eine große Aussendung. Dann kam das Buch mitten in der Corona-Krise und des Lockdowns und ich dachte das passt jetzt gar nicht mehr so, habe es aber trotzdem an den Manfred Müller von der “Gesellschaft”, der Frau Danielcyck von der Kulturabteilung der Stadt Wien und den Gerhard Ruiss geschickt und dann keine Rückmeldung bekommen, beziehungsweise den Gerhard Ruiss, der der heurige “H. C. Artmann- Preisträger” ist, auf der Demo “Zwei Meter Abstand für Kunst und Kultur” gefragt, ob es es bekommen hat?

Er hat genickt und die Frau Danielcyck am Mittwoch im Cafe Prückl auch, die hat mich und das find ich toll, obwohl die Einschreibungsbedingungen natürlich nicht passen, gleich ermuntert, für die “Buchprämie” einzureichen.

Da habe ich gar nicht gewußt, daß es das auch bei der Stadt Wien gibt. Bei denen des Bundes, war ich einmal in der Jury. Die Einreichungsfrist war, glaube ich, auch schon knapp vorbei. Aber das war bei der Jury für den Bloggerdebutpreis auch und das wäre ja ein Erfolg, den ich bezüglich meiner Selfpublisherinitiative hätte.

Denn die hat ja einiges gebracht, ein Interview mit der Studentin, die eine Dissertation darüber schreibt, ein Interview mit Cornelia Stahl, das inzwischen gesendet wurde, jetzt müßte sich nur mehr der Manfred Müller melden oder ich ihn sehen, was aber, weil die ja nur Online- Veranstaltungen hatten und jetzt ja sowieso Sommerpause ist, wahrscheinlich nicht so schnell passieren wird und was die versäumten Termine betrifft, hätte ich noch was zu vermelden, denn in der “Alten Schmiede” hätte ja im Mai wieder ein Lyrik-Festival stattfinden sollen, hat natürlich nicht, aber die “AS” hat einige Bücher der Autoren, die dort gelesen hätten, verlost.

“Einsendeschhluß heute!”, habe ich am Tag darauf bei Facebook gelesen und nachgefragt, ob man sich noch bewerben kann, keine Antwort, bis auf vorigen Montag, wo mir Jana volkmann mitteilte, daß ich ein Buch gewonnen habe, jetzt muß es nur noch aus Deutschland kommen, das dauert oder dauerte Corona bedingt ja ein bißchen länger, aber wieder mal sehen, ich bin sehr gespannt und versuche trotz Corona meinen Sommer zu genkeßen und das gelingt, glaube ich, auch durch die schönen Maskengedichte, die mir die die Doris Kloimstein seit einiger Zeit so schön kommentiert, ja derzeit besonders freut.

In den neuen Text

Hurrah, hurrah, ich bin fertig mit meiner Corona-Geschichte “Kein Frühlingserwachen mehr”, das war ich schon vorigen Freitagabend. Da habe ich dann den kurzen Beschreibungstext verfasst und das Ganze dann an den Alfred schickte, der, glaube ich, das fünfzigste Selbstgemachte daraus machen soll und nun auf zu neuen Ufern und zum neuen Roman.

Das klingt wahrscheinlich einfacher als es ist,denn die, die mich schon länger und genauer lesen, werden vielleicht wissen, daß ich mich in der letzten Zeit oder auch schon länger ein wenig ausgeschrieben fühle.

Ich produziere ja schon seit zwanzig dreißig Jahren einen sozialkritischen realistischen Text nach den anderen, bis Zweitausend, habe ich mir das Manuskriptnoch kopiert und mit mehr oder weniger langen Briefen an die Verlage geschickt, wo außer Absagebriefe nichts zrückkam und das diesbezügliche Feedback, das am Anfang noch gelegentlich zu bekommen war, immerweniger wurde.

Denn “Wir könen uns ja nicht mit jeden Text befassen, wo kämen wir hin wenn wir das täten, fün Sekunden die Praktikantin daraufschauen lassen und dann ab die Post!”

Nun gut, ich habe mir selber geholfen und meine Bücher seit 2000 selbst gemacht, das heißt, der Alfred macht das PDf und schickt es dann in eine Druckerei und ich schreibe und schreibe eines nach dem anderen, weiter.

Feedback kommt auf diese Art und Weise wenig bis gar keines und so bin ich als ich mit der “Paula Nebel”, glaube ich oder war es schon “Die Widergeborene” nicht weitergekommen bin, in eine tiefe Krise geraten, habe gedacht, ich muß was ändern, und das erste “Literaturgeflüsterbuch” herausgebracht, mich dann mit der Frage, wie man einen Roman schreibt, beschäftigt und bin auf die Idee gekommen, mich von einer Person in einem Kapitel zu der nächsten im nächsten Kapitel weiterzuhanteln, die “Dreizehn Kapitel” sind daraus geworden.

Die Flüchtlingstrilogie ist danach entstanden, das waren drei Bücher, die sich mit der Flüchtlingskrise beschäftigen, das Erste “Die Pensionsschockdepression” beschäftigt sich mit der IS, da kommt eine Fatma Challaki vor und die flüchtet dann im “Sommerbuch”, 2015 nach Wien und steht auch im “Adventkalender” als Dolmetschin der Hauptfigur zur Seite.

Die “Berührungen”, wo es auch wieder, um das Romanschreiben geht, sind schon politisch, noch politscher die “Unsichtbare Frau” und dazwischen habe ich wieder aus zehn oder mehr Kurzgeschichten einen Text zusammengeschrieben, der als der Vorläufer der “Unsichtbaren Frau” gilt. Da habe ich, glaube ich, in den Schreibberichten immer schon geschrieben ich fühle mich ein wenig ausgeschrieben und weiß nicht, wie es weitergeht. Es ist mir aber immer wieder was eingefallen, aus Kroatien habe ich mir eine leichte Liebesgeschite als Sommersouvenier mitgebracht und “Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman” geht es wieder darum, ich habe ja auch im Interview mit Cornelia Stahl betont, daß das erfolglose Schreiben immer ein wichtiges Thema für mich war. Da kommen aber auch immer andere Handlungstränge vor, wie die demente Maria Mattuschek, die glaubt, mit ihrem Freund Matthes enck zu kommunizieren, obwohl der ja schon lang gestorben ist.

Der letzte “Nanowrimo” beschäftigt sich mit einem Arzt, der, weil er in eine Psychose kippte sowohl seinen Kassenvertrag, als auch seine Freundin verliert. Ausgangspunkt dazu war aber ein Telefongespräch, das ich einmal in der Straßenbahn hörte, als ich nach Grinzing gefahren bin, eine Schauspielschülerin hat da ihrer Oma erzählt, daß sie am Reinhardts-Seminar aufgenommen wurde. Dann kam die Idee über die Beziehung zwischen einer älteren Frau und einem jungen Mann zu schreiben, die Corona-Krise hat es ein wenig umgewandelt. Das ist ein eher kurzer Text geworden und jetzt wieder ein Loch in das ich hineinfallen oder hinausspringen müßte?

Nein, nichts davon, denn ich habe ja einmal, es ist schon länger her, in der “Seedosen-Zelle” ein schönes Notizbuch gefunden. Da liegen öfter schöne Noltizbücher in den Bücherschränken, aber in diesem war schon etwas hineingeschrieben und immer wieder tauchte dabei ein Sommerfestival und da der “Sonnenpark” auf, was mich ein wenig in Bedrängnis brachte, weil ich dachte, ich kann da ja nicht einfach weiterschreiben, sondern sollte mich vielleicht auf die Spur der Notizbuchschreiberin machen und die Idee zu meinem neuen Romanprojekt ein wenig wackelig und unsicherzwar, ist schon wieder da.

Denn da gab es ja noch die andere Idee vom Leben mit der Maske zu schreiben, die ja, wie man so hört, vielleicht wieder eingeführt werden soll und die Idee einen spannenden Roman zu verfassen ist auch wieder da.

“Das Frühlingserwachen” habe ich versucht nach der Heldenreise zu konzipieren. Meine Leser können sagen, ob es gelungen ist, wenn das Buch fertig ist oder die schon veröffentlichten Textproben lesen.

Ich bin mir da nicht so sicher und bin wahrscheinlich der Heldenreise gegenüber ebenso skeptisch eingestellt, wie gegenüber der Maske, aber die Frage, wie schreibt man einen Roman, stellt sich, nachdem ja schon hunderttausende geschrieben wurden und immer noch geschrieben werden, immer wieder und da lese ich gerade und das finde ich sehr interessant Wolf Haas “Das Wetter vor fünfzehn Jahren”, der ja, glaube ich, seine Brenner-Krimis zuerst ganz konventionell geschrieben hat. Dann einen eigenen Stil entwickelt, womit er sehr erfolgreich wurde und das “Wetter vor fünfzehn Jahren” besteht aus einem einzigen Interview ziwschen Wolf Haas und einer Literaturbeilage und ich finde das Buch sehr sehr spannend, viel beeidruckender, als die beiden Wortreich-Bücher, beispielsweise, die ich zuletzt gelesen habe.

Solche Experimente will ich, die ich ja nicht experimetell schreibe, auch gern machen und die Idee mir selber über die Schulter zu schauen, ist ja auch schon sehr lang da, also eine Alter Ego, namens Eja Augustin entwickeln, eine fünfundsechzigjährige mehr oder weniger erfolglose schreibende Frau, die im Sommer, die Gelegenheit hat, in ein Haus in der Nähe von St. Pölten zu ziehen, ob sie dort für eine Freundin, die Blumen gießen und die Katze füttern soll oder, ob sie das von einer Tante oder Mutter erbte, ist noch nicht so klar. Sie entflieht jedenfalls der Stadt und ihrer Maskenpflicht und nimmt sich auch vor, ihren neuen Roman zu schreiben. Dann geht sie zur Seedosenzelle, findet das schöne rotbraugewürfelte Notizbuch, liest die Eintragungen, denkt “Darüber könnte ich schreiben, jetzt muß ich nur noch die Figuren und die Handlung entwickeln!”

Setzt sich dann auf die Terrasse, bestellt einen Kaiserspritzer, liest und notiert weiter und entdeckt dabei eine achtunundzwanzig oder fünfunddreißigjährige junge Frau, das ist auch noch nicht so klar, die die Kathi Sommer, der das Notizbuch gehörte, sein könnte. Die sitzt da mit einem sommersprossigen rothaarigen Mann, den sie Simon nennt und mit dem sie in einen heftigen Streit verwickelt ist. Scheint sie sich doch von ihm zu trennen und wirft ihm vor, daß er ihre Projektplanung verhindert hat und ihr Handy in einen Blumentopf warf.

Eine Tante Aloisia wird auch erwähnt und da fällt Eja ein, daß sie ja bei der Lesetheateraufführung bevor sie nach St. Georgen gefahren ist, eine alte Klavierprofessorin kennenlernte, die sich ihr, als Aloisia Brunngraber vorstellte und ihr von ihrer Großnichte erzählte.

Gepongt, gepongt, der Plot war zwar noch die da, aber einige der handelnden Personen und Kathi Sommer braucht auch noch zwei Freuninnen für die weiteren Handlungsstränge, die da wären, Angela Hager beispielsweise, die hat Eja beim letzten “Schweigemarsch für Kunst und Kultur” getroffen, die ist eine prekär beschäftigte Philosophin, die von Deutsch als Fremdsprache-Kurse und EDV-Projekten lebt und sehr kritisch und sehr verbittert ist und Jasmin Bauer, das ist die Inhaberin des Spielwarengeschäftes, in dem sie, bevor sie abfuhr, eine Puppe für ihre Enkeltochter kaufte.

Das wären die Personen, jetzt muß nur noch der Plot und die Handlung her und das ist das, was ich bis jetzt habe, beziehungsweise in den letzten Tagen erlebte, als ich auf Romanrecherche ging.

Darüber einen Roman zu schreiben, in dem die Autorin die Handlung sich entwickeln läßt, ist wahrscheinlich nicht sehr neu, aber ich habe mir ja vorgenommen, wie die Eja Augusint meine Sommerfrischenwochenenden dazu verwenden, mal hier ein Eis, dort einen Kaiserzpitzer zu trinken und die Beobachtungen aufschreiben, die ich dabei mache.

Vielleicht wird ein Roman daraus und ich schreibe es wieder, was mir fehlt ist das Feedback.

Die Schreibgruppe in der ich ja auch immer an meinen jeweiligen Projekt weiterschrieb, war ein Versuch aus diesem Dilemma hinauszukommen. Der Aufruf zur Lesrunde, wenn das Buch erst erschienen ist, ist ein anderer, denn ich denke, daß ich sicher weiterschreibe, warum sollte ich auch aufhören?

Aber wenn man, wie ich so viel geschrieben hat, aber eigentlich kein Feedback kommt, schwächt sich der Elan auch irgendwann ab und die Motivation wird kleiner und ich denke, das wäre furchtbar, wenn ich da vielleicht noch weitere zwölf Jahre so unbemerkt vor mich hinblogge, aber besser als gar nichts, ist es wahrscheinlich schon und so wird es vermutlich auch weitergehen.

Zwölf Jahre Literaturgeflüster

Es ist soweit und wieder ein Bloggeburtstag zu feiern. Jetzt gibt es das “Literaturgeflüster” im Corona-Jahr schon zwölf Jahre, habe ich doch am dritten Juli 2008 eigentlich ganz spontan und ziemlich planlos mit dem Bloggen begonnen undeigentlich keine Ahnung gehabt, was daraus werden wird und es ist etwas geworden.

An die 4240 Beiträge, ein riesigen Archiv von Buchbesprechungen, Veranstaltungsberichten, Schreibberichten, Gesellschaftsberichte, fast dreißig Bücher sind seither entstanden und Resignation hat es auch, und sicher nicht nur Corona bedingt auch sehr viel gegeben, denn eigentlich hat sich seit 2008 was mein Schreiben, beziehungsweise meinen literarischen Erfolg betrifft, nicht sehr viel verändert, ganz im Gegenteil.

Ich habe zwar dreißig Bücher seither geschrieben und auch selbst, das heißt mit Alfred Hilfe herausgegeben, aber ich organisiere den “Tag der Freiheit des Wortes” nicht mehr, die “Mittleren” gibt es ebenfalls nicht mehr und diesem Jahr habe ich auch Corona bedingt noch keine einzige Lesung gehabt und seit März auch kaum mehr Veranstaltungen besucht, auf einigen der Kunst Demos war ich zwar, bin mir da aber ziemlich verloren vorgekommen und auch mein tägliches literarisches Schreiben über den Literaturbetrieb und mein Schreiben, geht wahrscheinlich unbemerkter denn je vor sich, denn im ersten Jahr habe ich ja einen kleinen feinen Follower Kreis gehabt, jetzt habe ich eigentlich nur mehr den Uli, der mir erklärt, daß ich nicht schreiben kann.

Gut, denke ich, ich kann es, denn ich habe ja schon sehr viel geschrieben und pünktlich zum zwölften Jahrestag auch mein “Zweites Literaturgeflüsterbuch” herausgegeben, das darüber Auskunft geben kann. In den Literaturbetrieb bin ich trotz Blog nicht hineingekommen und jetzt Corona bedingt stehe ich noch weiter draußen habe ich ja auch den Kontakt zur Szene auf den Veranstaltungen verloren.

Trotzdem gibt es was zu feiern. Mein Schreibebuch und auch daß ich mit der Korrektur des “Frühlingserwachen” fertig geworden ist und was sich durch das Bloggen geändert hat, ist daß ich immer wieder Bücher zum Rezensieren angeboten bekomme, die Verlage glauben wenigsten an mich, könnte man so sagen und freue mich auch schon auf das dreifache Buchpreisbloggen, das es ab August wieder geben wird.

In der Jury des “Ohrenschmauses” war ich schon 2008, den gibt es ja seit2007 und damals war ich auch noch in einer von der GAV empfohlen, jetzt bin ich der des Bloggerdebuts, das Lesen geht also und das Schreiben und ich will mir diesen Sommer ja auch wieder eine schöne Schreibwerkstatt machen, eine Literaturgeflüsterschreibwerkstatt sozusagen, statt eines Stattschreiberstipendiums, das habe ich auch schon 2013 versucht und bin in St. Pölten mit meinem kleinen Stadtschreiberbuch herumgezogen.

Jetzt will ich das mit einem im “Seedosenschrank” gefundenen Notizbuch machen und darin vielleicht Impressionen sammeln, die ich in meinem nächsten Text verarbeiten kann.

Mal sehen wie es wird und was das “Literaturgeflüsterfeiern” betrifft, wo es ja wieder ein Gläschen Sekt oder einen Kaiserspritzer in der Seedose geben kann, kann ich proudly auf mein “Zweites Literaturgeflüster-Buch” das mein Schreiben und meine Bücher vorstellt, verweisen, sowie auf das Interview das Cornelia Stahl jetzt doch mit mir gemacht hat und das am 23. Juni im Radio Orange ausgestrahlt wurde und einmal habe ich ja an meinem Jahrestag auf den tausendsten Kommentier gewartet und habe absichtlich den 999 nicht beantwortet, damit ich dem oder der es tut, ein Buch versprechen kann, Manfred Lagler- Regall, mein treuer Blogbeoachter ist es dann gewesen. Jetzt ist der zweitausendste Kommentar schon zwei Tage früher gekommen.

Aber ich kann dem, der mir zum Bloggeburtstag gratulieren will, ein “Literaturgeflüsterbuch” versprechen und ansonsten weitermachen und auch auch schauen, wie es mit Corona und den Veranstaltungen weitergehen wird?

Für die, die es interessiert, mir ist mein Blog sehr wichtig und ich finde ihn auch sehr schön, befürchte, daß die Krise in nächster Zeit etwas verändern wird, daß zum Beispiel keine Eiinladungen mehr zum “Alpha” oder zum “Buchpreis” kommen.

Das Bücherlesen wird es nicht betreffen, da habe ich ja einen großen Vorrat und wenn ich am Abend nicht in der “Alten Schmiede” oder im Literaturhaus sitze, kann ich mehr lesen.

Schreiben auch, aber da habe ich ja schon vor Corona immer wieder geschrieben, ich fürchte ich bin ein wenig ausgeschrieben, habe das aber schon und sehr viel und darüber läßt es sich auch sicher weiter im “Literaturgeflüster” jammern, ich glaube, ich bin, wenn auch vielleicht Corona bedingt und auch so ein wenig deprimiert, dazu bereit, wünsche mir beziehungsweise, dem”Literaturgeflüster” alles Gute, werde demnächst in den Traisenpark, in die Seedose und zum Seedosenschrank feiern gehen und bin natürlich auf das verflixte dreizente Jahr gespannt, das ja eigentlich eine Zahl ist vor der ich mich nicht fürchte, sondern die ich sehr gerne habe.

Ohne Kunst wirds still

Als ich das letzte Mal auf der “Zwei Meter Abstand für Kunst und Kultur- Demo” war, ich gehe da nicht auf alle, weil ich Erstens ja sowieso daneben stehe, Zweites nicht immer mitbekam, wenn welche waren, Gerhard Ruiss schickte das ja nur einmal aus, hat Erwin Leder, den ich vom Lesetheater kenne, zu einem Schweigemasch “Ohne Kunst wirds still” aufgerufen. Das habe ich mir gebe ich zu, auch nicht gemerkt, denn man kann ja nicht immer demonstrieren, diesmal hat aber Gerhard Ruiss, der ja heuer den H.C. Artmann-Preis bekommt, wieder dazu eingeladen und ich habe mir ja, da ich ja mit dem Korrigieren vom “Frühlingserwachen” jetzt fertig bin, meine Stundenfreiezeit vorgenommen, mir mein Wien wieder zurückzuerobern, beziehungsweise ein paar Recherchetage für meinen nächsten Text zu machen, auch ein bißchen was einzukaufen, da war ja in den letzten Monaten nicht viel und heute hatte ich nur um zwei und um drei Stunden und da wollte ich zum Yves Rocher, meine Gutscheinkarte einlösen.

Da war ich zwar schon am Montag, als ich ins Weinhaus Sittl gegangen bin, aber die haben, wahrscheinlich Corona bedingt nur bis sechzehn Uhr offen, dann bin ich in das schöne Spiezeuggeschäft in die Westbahnstraße gegangen, wo ich vor dreißig Jahren für die Anna ja ein paar schöne Holzspielzeuge kaufte, die ich nach und nach der Lia bringe und dann bin ich zurück, weil ich habe das Wetter falsch eingeschätzt und daher in meiner Jean stark geschiwtzt, richtig bei den beiden Bücherschränken gab es reiche Beute und beim Nordsee habe ich mir auch ein Backfischmenü gekauft. Das war aber nur ein kaltes Stück Fisch in einemWeckerl, mit Pommes und Sauce Tatare und einem Getränk nach Wahl und den Nachmittag wo ich ja weiter flanieren hötte können, war der Schweigemarsch, um drei, wo man entweder von der Urania oder von Schottenring losmarschieren hätte können, aber ich hatte ja eine drei Stunde, bin daher gleich zum Karlsplatz, wo die Sclußkundgebung stattfinden sollte und dann auf den Ring, weil dort noch nichts los war.

Am Swarzenbergplatz habe ich dann die Gruppe getroffen, die Uli Fuchs begrüßt und mich angeschlossen. Den Jopa Jotakim habe ich mit Fahrrad gesehen, die GAV hat es auch ausgeschickt, den Grezgorz Kielawski, dann den Peter Paul Wiplinger mit Maske, als wir schon wieder am Karlsplatz waren und die Erika Parovsky mit der ich mich unterhalten habe.

Das Programm war sehr reichhaltig, zuerst haben sich die Organisatoren vorgestellt und dann haben verschiedene Künstler von den verschiedenen Sparten ihre Corona bedingte Forderungen an die Regierung gestellt, weil sie sich ja übersehen und übergangen vorkommen.

So fordern sie ein Kunstministerium, das hatten wir schon mal, schwarz blau eins, hat es, glaube ich, abgeschafft und ein Grundeinkommen von ,glaube ich, monatlich sechhundert Euro. Da kann ich sicher nicht einreichen und fühle mich, obwohl ich ja übermorgen meinen zwölften Bloggeburtstag feiere, ein wenig abseits und nebenbei stehe und mein neues Buch, das ich herumzeigen hätte können, habe ich auch zu Hause gelassen, weil ich nicht so viel schleppen wollte.

Zuerst sprach also eine Zirkusakrobatin und ein paar Jongleure haben dazwischen ihre Bälle hochgeworfen. Einen Chor gab es auch und die vierundneunzigjährig Erni Mangold, die die Jungen zum Widerstand aufrief.

Gerhard Ruiss, der ganz am Schluß seine Rede hielt, habe ich gesehen und mich dann an den Teich, dort wo die Henry <Moore Statue steht, die ich ich ja mal mit der Ruth beschrieben habe. Die war nicht da, aber Barbara Eder, die ich, glaube ich, vom Linken Wort oder von der “Alten Schmiede” kenne und die sehr kritisch ist, hat sich zu mir gesetzt und wir haben uns lange über die Situation der Künstler unterhalten, so daß ich die folgenden Statesments darüber fast versäumte.

Zu regnen hat es auch angefangen und was Corona betrifft, scheint sich ja jetzt einiges zu wenden. Denn langsam geht alles auf. Zum Rathausplatz- Filmfestival muß man sich zwar, glaube ich, anmelden, aber die O-Töne beginnen in zwei Wochen und der Sommer beginnt auch, wo ja die “Alte Schmiede”, die “Gesellschaft” und das Literaturhaus schließen und die Leute versuchen, wie ich, wieder normal zu leben.

Das heißt, drängen sich am Donaukanal und in den Bädern und gehen ohne Sicherheitsabstand demonstrieren. Da gab es ja letzte Woche drei in Favoriten, wo die rechten türkischen Jugendlichen oder die, die den Wolfsgruß zeigten, gegen die Kurden hetzten. Die Zahlen steigen deshalb langsam wieder an. Die Regierung warnt von der zweiten Welle und ich versuche mich an die Abstandsregel zu halten, stelle mich möglichst in den Hintergrund, gebe niemanden die Hand und auch keine Küßchen und werde morgen noch einmal in Wien herumlaufen und am Freitag gibts dann in Harland beziehungsweise in St. Pölten einen großen Literaturgeflüsterfeiertag, denn da wird ja mein Blog, wird da das Literaturgeflüster zwölf Jahre an.

Der entsprechende Feierartikel, den ich schon geschrieben habe, fällt zwar wegen oder auch ohne Corno ein wenig resignierend aus, der zweitausenste Kommentar wurde aber schon von meiner lieben Freundin Doris Kloimstein in Gedichtform geschrieben und das finde ich auch sehr interessant, genauso wie daß die Bücherschrankfunde diesmal sehr reichlich war, ich gehe aber mit einem Sommerbuch in den Sommer und bin auf das was noch kommen wird, sehr gespannt.

Stuill ist es am Karlsplatz übrigens nicht sehr gewesen, denn zumindestens die Künstler sind sehr laut für ihre Rechte eingetreten und das Gespräch mit Barbara Eder war sehr interessant.