Doris Kloimsteins sechzigster Geburtstag und vierzehntes Nika-Fenster

Die am elften Dezember 1959 in Linz geborene und seit langem in St. Pölten lebende Doris Kloimstein, kenne ich wahrscheinlich seit dreißig Jahren. Damals bin ich von St. Pölten nach Wien gependelt und einmal zu einer IG-Autoren-Regionalversammlung ins Neugebäude gegangen. Seither besteht Kontakt zu der ehemaligen Obfrau der LitGes, ich habe einige ihrer Bücher gelesen, sie ein paar mal während meiner Sommerfrische in St. Pölten getroffen. Sie war in der Schreibgruppe und wenn wir jetzt am Samstag in St. Pölten auf den Markt gehen, rufen wir sie vorher an und treffen sie, wenn sie auch hier ist. In der letzten Zeit tauschen wir auch Bücher aus.Sie bringt mir was und ich ihr meine Doppelexemplare, so habe ich beispielsweise vor kurzem Arno Geigers “Alter König in seinem Exil” in einem der Schränke gefunden und heute war ein großes Fest im Lilienhof im “Maria Ward-Haus”, wo die Anna mal einige Schulungen hatte, denn Doris Kloimstein war nicht nur Regieassistentin im St. Pöltner Landestheater, sondern arbeitete auch bei der Erzdiözöse und eine passionierte Reiterin ist sie auch. So zierte die Einladung ein Pferdebild, es gab Pferdeservietten und auch ein Pferd auf den Tischkarten.

Es gab gutes Essen und auch ein musikalisch- literarisches Programm, denn Doris Kloimstein ist oder war auch im PEN aktiv, hat hier einige Veranstaltungen gemacht und so hat auch Magdalena Tschurlovits einige Weihnachtsgedichte gelesen und ich natürlich mein vierzehntes-Nika-Fenster. Es gab ein Harvenkonzert, ein paar Reden und eine Tanzeinlage der Reiterfreunde. Gute Gespräche und schöne Stimmung und meinen Lesern hat dieses Fest, was mich besonders freut, einen weiteren Einblick in die Nika gegeben, obwohl ja der vierzehnte Dezember 2015 ein Montag war.

“Montag , 14. Dezember

Am Montag war eine Laterne im Adventkalender zu sehen und Nika,  sowohl ein wenig verkatert von dem zuviel getrunkenen Punsch, als auch ein wenig trunken von dem Gefühlsrausch, in den Harald Schwabeneder sie versetzt hatte. Denn der Nachmittag und Abend war wunderschön gewesen. Er hatte sie auch in ihre kleine Wohnung begleitet, war ihr in ihr Bett gefolgt und durch den lauten Weckerton  abprupt in die rauhe Wirklichkeit hineingerissen worden.  War mit ihr zum Adventkalender getappt. Wo er ihr ein Morgenküßchen gab und behauptete,  daß das das Licht sei, daß sie in die Sache bringen würden, dann begann er sie ein wenig verschlafen wachzuküßen.

“Welche Sache?”, erkundigte sich Nika ebenfalls nicht sehr munter.

“Der Fall Kronauer ist doch geklärt, nur den “Faust” müssen wir noch zu seinem “Gretchen” bringen und Ruth dazu, daß sie Joe Prohaska  wenigstens als Wochenendvater für Zoe-Philipas Seelenheil akzeptiert!”

“Das ist es!”, behauptete Harald und zog sie noch einmal an sich.

“Du bist ein Geistesblitz, liebe Nika, denn das ist des Rätsels Lösung! Wir müssen den guten Joe dazu bringen, daß er sich in sein “Gretchen” verliebt, von deiner Schwester abläßt und alles ist in Ordnung, sowie die Welt gerettet!  Ich schreibe einen wunderschönen Abschlußartikel, der kurz vor Weihnachten erscheint!  Alle sind gerührt, wir haben die Welt ein Stückchen heiler gemacht und dazu hat uns das Licht deiner  kleiner Laterne  gebracht!”

“Du bist ein Spinner,Harald und hast gestern zuviel Punsch getrunken!”, antwortete Nika lachend und machte sich von ihm los.

“Ich muß ins Bad um nicht zu spät auf die Mariahilferstraße und mit meinem Chef Schwierigkeiten zu bekommen, der mich daraufhin hinauswirft, weil eine Weihnachtsfrau pünktlich sein muß, wie er mir jeden Tag erklärt! Ich bin für den Rest des Monats arbeitslos, die Weihnachtsgans und die Geschenke  sind gestrichen,  beziehungsweise die Donau hinabgeschwommen!  Das darf nicht passieren,  deshalb sei doch so lieb und fülle Wasser  in die Kaffeemaschine!”, rief sie, drückte ihm auch einen Kuß auf die Stirn und wurde ein wenig rot, als Harald behauptete, daß, wenn Joe Prohaskas “Gretchen” nur halb so hübsch, wie sie wäre, das mit der Liebe sicherlich passieren würde und der Weihnachtsbraten gerettet sei! Sie brauche nicht alles so pessimistisch zu sehen, denn das Stück allein sei schon  ein gutes Omen und eine gnädige Vorsehung des Schicksals!

“Du kannst dich sicher noch an den Literaturunterricht in der Schule erinnern und bist außerdem Germanistin! Der “Faust” ist ein Verführer und läßt das “Gretchen” sitzen! Der gute Joe aber ein Gutmensch, der das bei seinem “One Night Stand” nicht tun will!  Jetzt hat er nur das Pech, daß deine Schwester ihren Part verweigert! Wenn aber das schöne Fräulein, das er auf der Bühne verführen soll, ein solches ist und Joe Prohaska ein halbwegs guter Schauspieler, der sich in seine Rolle versetzen kann, kann es sein, daß er sich in seine Partnerin verliebt und-”

“Die Welt ist gerettet und wir müssen nur noch Fatma Challaki zu Hassan Arawani bringen, damit er das Ertrinken seiner Eltern und den Selbstmord seines Zwillingsbruders vergißt, Fatma über die Ermordung ihres Bruders hinwegkommt, die vielen Flüchtlinge wieder zurück nach Damaskus können und das war es!”, rief sie seinen Optimismus bremsend, lief ins Bad, um sich unter die Dusche zu stellen und die Zähne zu putzen. Als sie in die Küche kam, duftete es nach Kaffee und Harald hatte auch schon Brot, Marmelade und Butter auf den Tisch gestellt.

“Sagen wir wenigstens, das ist heil und unser Frühstück ist gerettet! Wir müssen nicht, weil wir zusammengekommen sind, übertreiben und alles Unmögliche möglich machen, was auch den anderen nicht gelingt! Also guten Morgen und vielen Dank für die wunderschöne Nacht! Wenn es dir recht ist, begleite ich dich an deinen Arbeitsplatz und fahre dann ins Büro, um nachzuschauen, ob sich etwas ergeben hat, was sich für einen weiteren Artikel eignet! Sonst treffen wir uns spätestens am Donnerstag im Theater und schauen uns das “Gretchen” an!”

“Einverstanden!”, antwortete Nika, griff nach dem Kaffeebecher, um einen großen Schluck daraus zu nehmen und alle noch vorhandenen Punschspuren zu vertreiben.

“Der Kaffee schmeckt wunderbar! Du scheinst ein ausgezeichneter Früchstückskoch zu sein! Ich freue mich also auf den Donnerstag und auf das “Gretchen”, sowie auf meinen Arbeitstag!”, sagte sie gut gelaunt und gab ihm eine Stunde später noch  einen Kuß, um sich von ihm zu verabschieden und einigermaßen pünktlich zu sein, was auch zu gelingen schien. Dragana Nikolic  flüsterte ihr, als sie mit ihrem Sack an ihr vorüberhetzte, zu, daß sie sich für den guten Rat bedanke und glaube, daß alles stimme!

“Davon habe ich mich vorgestern in der Mittagspause überzeugt! Der Herr Max scheint ein netter Mann zu sein, der durch seine Krankheit ein wenig behindert ist!  Wenn Jessi ihm beim Einkaufen hilft und ihr das Wichtelspiel Freude macht, ist ihr nicht langweilig und ich brauche mich nicht zu fürchten, daß sie zu oft hier auftaucht und mir Schwierigkeiten bei meinen Vorgesetzten macht, denn die Frau Meisel, die keine Kinder hat, ist da sehr streng und duldet keine Privatbesuche!”, sagte sie mit einem ängstlichen Blick auf die ältere Verkäuferin, die tatsächlich mißtrauisch herüberschaute, so daß sie sich hastig noch einmal bedankte und Nika gutgelaut “Keine Sorge, Frau Nikolic, ich störe nicht! Denn ich muß auch auf meinen Arbeitsplatz, damit ich keine Schwierigkeiten mit meinem Chef und die Kinder ihre Süßigkeiten bekommen!”, rief. Dort war es dann nicht mehr so harmonsich und Haralds Weltrettungsphantasien bald beendet, denn nachdem sie einem kleinen Mädchen, das sie erschrocken ansah,  ein Zuckerl entgegengestreckt hatte,  das dieses fallenließ und ihr Bruder ihr seine Zunge zeigte und frech “Du bist gar keine echt Weihnachtsfrau, denn die gibt es nur im Märchen und im Kindergarten, in den wir heute nicht gehen wollen”, rief, meldete sich ihr Handy und sie hörte die aufgeregte Stimme iher Schwester “Es ist etwas Schreckliches passiert, Nika! Ich hoffe, ich störe nicht und bringe dich auch nicht in deiner Weihnachtsfraumission durcheinander! Aber stell dir vor, Vera hat einen Drohbrief bekommen, daß sie sich bekehren und von mir ablassen soll, weil es ihr, wenn sie sich weiterhin so sündhaft verhält und mit Frauen statt mit Männer verkehrt, wie Peter Kronauer ergehen wird, der seine gerechte Strafe für seine frevelhafte Taten erhalten hat!”, ins Telefon keuchen.”

Was bisher geschah findet sich hier und wie es weitergeht dort, wenn nicht noch etwas Neues dazwischen kommt!

 

Advent, Advent…

Der Monat Dezember ist angebrochen und da soll ja das” Literaturgeflüster” vielleicht auch so etwas wie ein Adventkalender werden, obwohl ich ja nicht gläubig bin, hat Weihnachten für mich doch so etwas, wie einen Touch und da ist es wahrscheinlich das Kitschige was für mich zieht, die Dekorationen, die Weihnachtsgeschichten, der Adventkalender, der Glanz und der Glimmer und vielleicht auch ein ganzes Monats des Verwöhnens und so kommt es nach dem “Nanowrimomonat-Nomvember” zu einem etwas stilleren, besinnlicheren Touch, obwohl das Lesen ja noch weitergeht, noch warten über zwanzig Bücher auf mich, die ich sicher nicht alle schaffe, aber der Schweizer, sowie der österreichische Buchpreis ist zu Ende zu lesen, das Bloggerdebut gibt es auch und da gibt es ja auch die Idee, die ich zumindest in den Vorjahren immer schaffte, im Monat Dezember Weihnachtsbücher zu lesen.

Die Utopie, wenn wir schon vom utopischen Raum herkommen, wäre ja das ein ganzes Monat lang zu betreiben und mich in den Kitsch besinnlicher Weihnachtsgeschichten hinunterzulassen und an den Büchern liegt es auch nicht. Da hätte ich ja genug in den Regalen und ich nehme sie auch bevorzugt mit, wenn ich sie in den Schränken finde. Es liegt an meiner überlangen Leseliste, denn wenn man, wie ich doppelt oder dreifach oder heuer sogar schon vierfach Buchpreis liest, kommt man nicht dazu und so ist ja auch im Vorjahr die Idee entstanden, mir einen Bücherchristbaum zu gestalten.

Neben dem Bett im Wiener Schlafzimmer, wo es jetzt ja die aufgestapelten Bücherreihen gibt, gibt es ein rundes Tischchen und das ist jetzt schon vollgeräumt. Kommen ja schon im November die kleinen Weihnachtspäckchen von den diversen Hilfsorganisationen an, in denen meistens neben einem Zahlschein ein zusammengefaltetes Weihnachtspapier, eine Keksausstechform oder sonst ein weihnachtliches Präsent liegt.

Adventkalender gibt es auch und die vielen unzähligen meist sehr schönen und immer schöner werdenden Weihnachtsbillets, die keiner mehr braucht, weil man ja kaum mehr Weihnachtskarten schreibt.

Ich sammle sie  und staple sie auf dem Tischen und jetzt kommt noch der Adventchristbaum dazu, wo ich mir Tag für Tag ein Weihnachtsbuch, das ich schon habe oder einen Fund aus dem Bücherschrank hinzulegen werden und ein Weihnachtsbuch werde ich auch lesen,nämlich “Erst 1, dann 2, dann 3, dann 4 -23 AdventsÜberraschungen von Cecilia Ahern, Peter James, Barbara Wood, Ralf Husmann und 20 anderen”, das ich einmal im Schrank gefunden habe und  mich jetzt Tag für Tag mit einer Geschichte an Weihnachten herannnähern werde.

Richtig die “Nika -Weihnachtsfrau” gibt es ja auch, das ist mein Adventkalender, den ich im November 2015 im Rahmen des “Fünften Nanowrimos” geschrieben habe und hier versprach, immer wenn Platz, Zeit und Gelegenheit ist, hier eine Geschichte einzustellen, so daß irgendwann einmal hier das ganze Buch zu finden sein soll.

An der Zeit wird zwar wieder, wie schon beschrieben, etwas mangeln, habe aber vor bei zwei Festen, einer Weihnachts- und einer Geburtstagsfeier heuer daraus zu lesen und ein bißchen  Nika, Weihnachtsfrau gibt es ja hier schon:

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Im Vorjahr ist mir auch eingefallen, daß ich auch Tag für Tag oder immer wenn ich bei einem Bücherschrank vorübergehe, eines meiner Bücher als Adventgeschenk hineinlegen könnte, da hat ja Elisabeth von “Leselustfrust”, die mich vor langer Zeit verfolgte, jetzt aber jeden Tag bei Instagram ein Buch oder anderes Bild postet, eines von mir gefunden und da ich ja immer gemahnt werde, daß ich in die Schränke auch was hineinlegen soll.

Voila, das wird es geben und dann sicher auch noch die eine und die andere Überraschung, so daß wir  auf eine streßfreie Weihnachtszeit zugehen können, die wir uns so gestalten können, wie wir es wollen. Dem Geschenkestreß entgehen und sich aus all der Hektik die Ruhe holen, die man braucht oder will und sich vielleicht ein bißchen dabei erholen, sentimental werden und vielleicht auch an die Kinderzeit zurückerinnert werden.

Meine war da nicht so besonders schön. Denn die Mutter hat im Kindergarten oder einem Kleidergeschäft geputzt und dann noch spät bis in die Nacht bis zum Vierundzwanzigsten vorbereitet. Das Wohnzimmer mit dem Christbaum war zugesperrt und der Vater verlangte von der kleinen Eva an die Christkind zu glauben, weil es sonst keine Geschenke gäbe!

Nun ja, nun ja, die hat es gegeben und nicht nur das Weihnachtsbuch von den Wiener Kinderfreunden, als Geschenk an die SPÖ-Mitglieder denn ich bin ja in einem dieser schönen alten Gemeindebauten aufgewachsen und vom Christlichen ist nichts an mir hängen gelieben, trotzdem genieße ich vor allem den Advent, das Kekse naschen, das Punsch trinken, etcetera, während es am Vierundzwanzigsten nach der berühmten Bescherung meistens für mich schon wieder vorüber ist.

 

Marktbesuch mit Geburtstagseinkauf und sechzehnter Nanotag

Was die St. Pöltner Wochenenden betreffen, haben wir ja schon unsere Traditionen. Am Samstag Markt, ich fahre mit dem Rad dorthin, der Alfred mit dem Auto, am Domplatz treffen wir uns und neuerdings auch meistens mit Doris Kloimstein, wo es oft einen literarischen Austausch gibt.

In letzter Zeit waren das oft Bücher, ich habe ihr meine Doppelexemplare, Raphaelas Edelbauers “Flüßiges Land” , Angela Lehners “Vater unser”, Irmgard Fuchs “In den kommenden Nächten” gebracht, sie mir Tanja Raichs “Jesolo”, das ich ja noch für den öst Bp lesen will, sowie David Grossmanns “Kommt ein Pferd in die Bar”, Philippe Lancome “Der Fetzen” und ein Buch über “Perversionen”, aus in der “Edition Müry Salzman”.

Kaffee trinken gehen wir dann auch und der literarische Klatsch, den es so beim PEN oder in St. Pölten gibt, wird auch erzählt.

Ich habe  Doris Kloimstein, glaube ich, so vor dreißig Jahren bei einer Regionalversammlung in St. Pölten, die damals im Neugebäude stattfand kennengelernt, als ich nach Wien  pendelte und sie seither immer wieder getroffen, im Sommer ein paarmal in St. Pölten, ansonsten war sie in der Schreibgruppe und bei ihren PEN- Aktion im Stadtmuseum waren wir auch, sie war auch eine Zeitlang die Obfrau der LitGes und hat mich auch einmal vor ganz langer Zeit zu einer Lesung mit Manfred Wieninger eingeladen, der aber damals noch mit seinen Plagiatsskandal beschäftigt, nicht gekommen ist.

Jetzt treffen wir sie am Markt und diesmal hatte ich noch zwei Gutscheine in der Tasche, die ich in der Stadt einlösen wollte. Bekomme ich ja immer einen von der “Grünen Erde”, zum Geburtstag, weil wir von dort ja unsere Möbel für die Krongasse kauften, da habe ich mir wieder eine Kerze ausgesucht und dann ein Haarschappo, weil der Alfred schon schimpfte, daß ich immer das von ihm gekaufte, verwendete und dann hat mich die Anna als wir das letzte Mal in Harland waren, gefragt, was ich zum Geburtstag will?

“Bücher!”, habe ich gesagt, was ich immer auf diese Frage antworte, sie mir aber, glaube ich, gar nicht so gerne schenkt.

“Oder einen Buchgutschein!”

Ich habe ihr dann noch gesagt, daß ich gerne “Metropol” von Eugen Ruge und “Das Duell” von Volker Weidermann, das Verhältnis zwischen Günter Grass und <marcel Reich-Ranicki haben will und dann gehofft, daß sie das nicht gehört hatte, als ich mir den Ruge von Alfred in Basel kaufen ließ.

Hat sie auch nicht, denn es wurde ein Hundert Euro-Gutschein vom “Thalia” und das ist ja das, was ich mir schoch immer wünschte, das heißt im Vorjahr hatte ich einen Gutschein von der Margit Heumann bei der “Buch-Wien” eingelöst und vor zwei Jahren gab es auch einen kleineren Betrag von der Anna, aber von der Oma habe ich früher immer hundert Euro zu Weihnachten bekommen und da einmal gedacht “Da fahre ich jetzt zum “Thalia” und löse ihn in Bücher ein!”

Das dann nicht gemacht, weil da ja angesichts meiner Bücherberge Unsinn wäre, aber bei einem “Thalia- Gutschein” bleibt einer ja keine Wahl, obwhl es natürlich wirklich Unsinn ist, weil ich ja noch die Schweizer und die öst Bp-Liste hinunterlesen muß, mir aus der Schweiz zwei volle Büchertaschen mitgebracht habe und am Dienstag auch bekanntgegeben wird, was heuer auf der Blogger Debut Shortlist steht?

Aber gut, derMensch ist unvernünftig und so habe ich mich auch auf das Bücheraussuchen sehr gefreut, mir auch überlegt was ich haben will, war dann wieder etwas enttäuscht, weil die Auswahl gar nicht so groß erschien. Fünf Bücher sind es dann aber doch geworden, die ich jetzt nur noch lesen muß und zwar das Volker Weidermann Buch, das sie zu meinem Erstaunen hatten und ich es nicht erst bestellen mußte, dann von Miljenko Jergovic “Ruth Tannenbaum”, ein Buch von dem ich schon etwas gehört habe und den Autor in Göttweig oder Krems kennenlernte.

Dann ein Zufallsfund, weil ich gerne Bücher übers Lesen und über Buchhandlungen lese, das “Tagebuch eines Buchhändler, von Shaun Bythell, der, glaube ich, auch ein solcher ist und eine Buchhandlung in Schottland hat, dann “Der Hammer” von Dirk Stermann, auf dieses Buch bin ich im “Centrope-Workshop” aufmerksam geworden und habe dann Dirk Stermann auf der “Buch-Wien daraus lesen gehört und dann noch weil der “Nobelpreis” an ihn ging und ich da ja eine sehr seltsame Diskussion im Literaturcafe hatte, ob Peter Handke eine Schlaftablette ist “Die Obstdiebin” von ihm.

Voila, wieder einmal den SUB ein wenig aufgefüllt und dem Buchhandel, was ich ja sonst so gar nicht tue, vielleicht auch eine Freude gemacht, es ist zwar eine Kette, die ich damit unterstützte, aber was soll ich machen? Der Gutschein kam von da her und was den “Nano” betrifft, so bin ich da noch immer beim Korrigieren und warte darauf, daß ich soweit komme, daß ich die geplante Johanna Szene einfügen kann und Worte werden es auch immer weniger, habe inzwischen aber noch eine siebenunddreißigste Szene angefügt, wo die Anna dem Ulrich erklärt, warum sie ihn verlassen hat.

Aber vielleicht hole ich in den zwei Wochen, die ich noch zur Verfügung habe, auf und schaffe den Word-Acount, obwohl die Geschichte eigentlich fertig ist.

In zwei Wochen flott hinuntergeschrieben und das freut mich sehr und macht mich auch ein wenig stolz und selbstbewußt.

Zurück in Wien

Die “Buch-Wien” sowie die “Buch-Basel” sind vorbei und wir sind wieder in Wien gelandet. Am Montagabend sind wir mit dem Nachtzug von Zürich abgefahren, wo es diesmal leerer und ruhiger war, so daß ich eigentlich recht viel bei meinem “Nanowrimo” schreiben konnte und jetzt schon bei zweiunddreißigtausend Wörtern bin. Die Handlungsfaden stimmt noch nicht so ganz, das habe ich schon geschrieben und muß sicher noch sehr lange und sehr sorgfältig bearbeitet werden.

Denn die letzte Woche, wo ich direkt von der “Buch-Wien” noch mit dem Programm und der Bloggerkarte in der Tasche nach Basel gefahren bin, war sehr streßig, so daß ich meistens sehr früh oder sehr spät geschrieben habe und am letzten Tag den Montag, wo das Literaturfestival schon aus war und wir in der Stadt herumgegangen sind, um dort die Bücherschränke und die Buchhandlungen zu besuchen, habe ich in der “Klara”, im Warteraum des Bahnhofs Zürich und im Zug geschrieben und sehr bepackt sind wir auch nach Wien zurück gekommen, nämlich Bücher, Bücher, Bücher.

Da war es ein Glück, daß der Alfred am Donnerstag vorgeschlagen hat, den vollen Sack, den ich von der Buch-Wien” mitgenommen habe, doch zuerst in die Krongasse zu tragen und dann erst zum Hauptbahnhof zu fahren, denn ich hatte gestern Abend auch zwei volle Büchertaschen, die ich von Basel zuerst nach Zürich und dann nach Wien geschleppt habe.

Dabei ist die “Buch-Basel” ja keine Messe. Es gab aber beim Festival und auch bei der “Buchpreisverleihung” einen Büchertisch und da ich ja am Samstag meinen sechsundsechzigsten Geburtstag hatte, habe ich mir vom Alfred, den neuen Ruge und ein Buch von Franz Hohler schenken lasen, den ich ja schon lange lesen will und der Bücherschrank, den es in der Nähe des Hotels gegeben hat, war wirklich ein Segen, denn da habe ich zuerst ein Buch von Thomas Hürlimann und eines von Urs Widmer gefunden und gestern Morgen noch das neue Buch der Dacia Maraini und den Steinfest– Krimi, wo er den Widerstand von Stuttgart 21 beschreibt.

Die anderen Bücherschränke befanden sich eher in Lokalen und da habe ich mich nicht so getraut zuzugreifen. Wir waren gestern Nachmittag aber noch in einer Buchhandlung und da stand davor eine Kiste, wo es  Bücher zur freien Entnahme gab.

Die “Buchpreis-Bücher” waren für mich ja nicht so interessant, weil ich schon alle habe und das Buch der Ivna Zic inzwischen gelesen habe. Am “Sprung” lese ich noch immer, weil ich wegen dem Bloggen und dem “Nanowrimoschreiben” neben dem Festivalprogramm und der Stadtbesichtigung nicht so ganz zum Lesen gekommen bin.

Das Programm in Wien lautet also neben meiner Praxis und dem “Fräulein No”, wo ich wahrscheinlich so lange mir etwas einfällt Szene um Szene schreiben werden, ein paar davon habe ich ja schon im voraus, auch wenn ich mir da manchmal denke, das ist jetzt trivial, was ich da schreibe und das Durchkorrigieren, um den Handlungsstrang ein wenig zu ordnen, erst dann mache, wenn es unbedingt nötig ist, -lesen , lesen und  da kommen ja jetzt die österreichischen Buchpreisbücher dran, von denen ich ja bisher nur gelesen habe, was auch auf der deutschen oder Schweizer Liste stand.

Dann habe ich noch einige Schweizer Bücher, die von derListe und auch den neuen “Wolkenbruch” der ja nicht auf der Liste steht und ein neues Buch, hat mich, als wir heute zurückgekommen sind, auch schon im Postkasten erwartet, nämlich der neue oder letzte  Andrea Camilleri “Brief an Matilda”, der ja kürzlich gestorben ist und Mitte <november soll ja dann die “Blogger Debut Shortlist” kommen, von der ich wieder hoffe, daß ich schon ein paar Bücher, das der Angela Leinen zum Beispiel oder auch die anderen Debuts, die auf den Listen stehen, gelesen habe werde.

Der “Ohrenschmaus”, wo ich ja wieder eine Laudatio halte, erwartet mich Anfangs Dezember und vorher kommen noch die “Literatur im Herbst” und das “Fried Festival”.

Sehr viel ruhiger wird es also auch nicht werden und die Messe- und Festivalausbeuten sind auch langsam zu verarbeiten, aufzuschreiben, einzuräumen und vor allem wegzulesen.

Sommerfrischenende

Der Sommer, der eigentlich ein sehr intensiver war, geht bald an sein Ende, zumindest ist es das letzte lange Sommerfrischenwochenende, das ich derzeit in Harland verbringe und es geht wieder ans Putzen, da wir ja am Donnersttag nach den ebenfalls letzten O-Tönen in Wien bleiben werden, weil ja am Wochenende wieder das Volksstimmefest ist und dann zuerst die Schule und danach der Herbst beginnt.

Zeit für ein Resumee und einen Rückblick, daß es sehr intensiv war, habe ich ja schon geschrieben, das “Bachmannpreislesen” war diesmal wieder Ende Juni, dann habe ich den elften Bloggeburtstag gefeiert und das erste lange Wochenende mit einem Einkaufs-und Recherchetag in Traisencenter.

Daß das Pendeln sehr schön das Stadt-Landgefälle zeigt, habe ich ja schon geschrieben, in Wien Montag oder Dienstag bis Donnerstag, die Sittl- und die Prückl-Lesereihe, die O-Töne und in Harland, die Sonnwendtfeiern und  Feuerwerksfeste.

Mit der “Magdalena” bin ich fertig geworden und widme mich jetzt meinem zweiten “Literaturgeflüsterbuch”, was auch eine Korrigierarbeit ist, da es die Texte ja im Blog schon gibt, die “Magdalena” liegt immer noch beim Alfred, der sie ein zweites Mal durchsehen will und das Cover muß er auch noch machen und Anfang August sind wir ja in die Schweiz und zum Filmfestival nach Locarno gefahren.

Da gab es dann das Schweizerlesen, vorher habe ich noch ein bißchen Backlist gelesen, aber jetzt gibt es ja schon die neue Deutsche Buchpreisliste.

Die Bücher sind angefragt, zwölf sind, glaube ich, zumeist in E-Bookform schon gekommen und in der ersten Septemberwoche wird ja die österreichische Buchpreisliste bekanngetgeben und als wir von der Schweiz zurückgekommen sind, war der Sommer irgendwie auch Wettermäßig zu Ende, das heißt nicht mehr so heiß, der Herbst kündigt sich schon an und man braucht am Abend eine Jacke.

Im August gibt es im Museumsquartier auch immer ein Architekturfilmfestival, auf das mich meine Hauptschulfreundin Christa U. immer  aufmerksam macht.

Dort war ich diese Woche und am Donnerstag sind wir nach den O-Tönen mit Doris Kloimstein, die auch dort war, nach St. Pölten geahren, die haben wir dann wieder am Samstag am Markt getroffen und am Samstag beziehungsweise das ganze Wochenende gab es in Harland wieder ein Sommerfest, das die dortige SPÖ veranstaltet, daß die SPÖ überhaupt ihren Wahlkampf am Freitag eröffnet, habe ich, glaube ich, schon geschrieben und mich dazu auf den Viktor AdlerMarkt eingeladen.

Mal sehen, ob ich hingehe. Es gibt anschließend in Amerlinghaus wieder einen “Wohnzimmertag” und diese Woche, wenn wir am Dienstag nach dem Putzen dann nach Wien fahren werden und da die nächsten drei Wochen wahrscheinlich nicht wiederkommen werden, weil der Alfred immer ein Programm hat, wird es auch schon veranstaltungsgemäß intensiv werden. So veranstaltet Christl Greller wieder eine “Die Zeit und wir-Ausgabe”, diesmal sogar im fünften Bezirk, dann Architekturfilme, O-Töne, SPÖ und “Wohnzimmertag”, danach Volksstimmefest und danach fangen ganz langsam wieder die Literaturveranstaltungen an, obwohl da noch keine Programme gekommen sind.

Bei mir heißt das Programm neben meiner Praxis, die sowieso die ganze Zeit weitergelaufen ist, das” Literaturgeflüsterbuch” korrigieren, das ich wahrscheinlich im November unterbrechen werde, um mich doch mit meinem neuen Projekt beim “Nanowrimo” mitzumachen und dann vor alllem lesen, denn durch die Buchpreisliste und die Herbstneuerscheinungen, das habe ich ja schon geschrieben, staut es sich bei mir wieder sehr.

Im vorigen Jahr habe ich bis Feberuar, die Buchpreis- und die anderen Herbstbücher hinunter gelesen. Das wird dieses Jahr vielleicht nicht ganz anders sein und, um  kein Mißverständnis aufkommen zu lassen, ich beklage mich da nicht, bin ich ja auch selber schuld, weil ich die Bücher anfrage, mich dann aber, wenn ich schon zehn oder zwanzig auf der Liste stehnen habe, mich bald das schlechte Gewissen packt, weil ich zum Lese ja  ein bißchen Zeit brauche und ich im Durchschnitt drei Bücher im der Woche lese.

Also schon für die deutsche Liste sechs bis sieben Wochen brauche, dann kommt ja noch die österreichische und heuer auch die schweizer dazu. Aber ich tue, was ich kann, wenn ich auch heuer ein wenig später mit der deutschen Liste Anfangen werde, weil ich noch ein paar andere Bücher vorher lesen will.

Nun gut, es war ein intensiver Sommer mit dem geteilten Stadt-Land- Programm, den Backlist- und jetzt wieder dem Neuerscheinungslesen.

Ein paar Kaiserspitzer habe ich mir heuer bei meinen Radfahrten in Richting Wilhelmsburg oder Traisencenter, bei der Radlertränke, beziehungsweise der Seedose auch gekauft.

Den Seedosenbücherschrank geplündert und den neuen in Altmannsdorf besucht, in Wien bin ich auch auf meinen Veranstaltungsgängen, am “Wortschatz” und bei dem in der Zieglergasse immer wieder vorbeigekommen und für den, der es interessiert, mit dem Gehen geht es auch schon wieder gut.

Im September, wenn ich wieder nach Harland komme, werde ich auch wieder zur Kontrolle gehen. Ansonsten glaube ich, kann ich das Literaturhaus, die “Alte Schmiede”, die “Gesellschaft”, etcetera wieder problemlos zu Fuß erreichen und also keine Netzkarte, wie mir der Alfred schon ein Formular besorgt hat, zu brauchen, denn ich kenne mich ja, habe ich eine Netzkarte, nütze ich sie auch aus und würde dann weniger gehen und das ist wahrscheinlich nicht so gut.

Also auf in den Herbst in die neue Veranstaltungssaison und in das Buchpreislesen, um herauszufinden, wer da im Oktober und im November die Shortlistsieger sind.

Nach dem Urlaub

Der Urlaub der ein sehr schöner war, wie man auf den Fotos sehen kann, ist vorbei, wir sind am Donnerstagabend mit einem Zwischenstop in Wien, um den Laptop abzuholen, den ich mir nicht auf den Campingplatz mitgenommen habe, aus Locarno zurückgekommen, obwohl es dort bis Samstag noch Filme gab, um das Wochenende bis Montagfrüh in Harland zu verbringen.

Da war es am Freitag nichts mit dem Radfahren nach Ochsenburg und dem Kaiserspritzer bei der Radlertränke, wie ich es mir in diesem Sommer angewöhnt habe, sondern Ausräumen, die Bücher und die Mitbringseln ordnen und dann bloggen bloggen.

Habe ich in der Schweiz doch trotz des Filmfestival und der kleinen Wanderungen sehr viel gelesen und neue Bücher sind inzwischen auch gekommen.

In Wien haben drei Stück, das neue Buch der Susanne Gregor, der neue Cohen, den ich gleich zu lesen anfangen werde und ein Buch von Olaf Kühl, sowie ein Zetttel, daß ich mir von der Post ein Paket abholen kann, auf mich gewartet und die deutsche Buchpreisliste, wie ich ja schon öfter angedeutet habe, wird am Dienstag auch bekannt gegeben.

Da bin ich wie man merken kann, auch schon ganz hippelig und neugierig, mache Spekulationen, entdecke, wenn ich mich so bei den anderen Blogs umsehe, immer wieder neue Bücher, die bisher an mir vorbeigegangen wäre und wenn ich den nächsten Dienstag zwischen meinen Stunden zum Anfragen, wie ich mich ja doch entschloßen habe, werde ich den Rest des Jahres wieder zwischen Bücherbergen stecken. Aber keine Angst, ich stöhne nicht darüber oder nur ein bißchen, denn seltsamerweise macht mir das Lesen der Bücher der anderen noch immer sehr viel Spaß.

Tobias Nazemi vom “Buchrevier” und jetzt auch Marc Richter vom Blog “Lesen macht glücklich” haben da ja Glossen geschrieben, daß es zuviele Bücher gäbe und der ganz normal Freizeit- und Wald- und Wiesenblogger schon im Frühling, wenn er noch gar nicht alle Herbstbücher gelesen hat, die neuen Vorschauen kommen, die dann Druck erzeugen und den Spaß vertreiben.

Aber man muß ja nicht mitmachen und die Vorschauen sind ja für die Buchhändler da, die die neuen Bücher allen anbieten, obwohl ich, wenn ich ein Angebot bekomme, auch kaum nein sagen kann, sondern denke “Das geht schon noch!” und inzwischen keine Bücher mehr aus den Schränken nehmen sollte, auch wenn sie noch so toll sind, weil ich mit den Neuerscheinungen ja genug zu tun habe und wenn jetzt neben dem dBp und dem öst auch noch der Schweizer Buchpreis dazu kommt und  das Bloggerdebut wartet auch noch, werde ich ja wahrscheinlich wieder bis Jänner oder Februar lesen, aber bei den letzten Herbstvorschau war ich zurückhaltender und in der Schweiz habe ich auch ein paar Bücherschrankfunde und Abverkaufbücher abgelesen.

Außerdem darf unter dem vielen Lesen, das Schreiben ja nicht leidern und da habe ich jetzt auch eine Pause eingelegt, werde aber ab heute oder morgen wieder mit dem Korrigieren des “Literaturgefüsterbuchs II”,  anfangen und die “Magdalena” wartet ja auch noch darauf in die Druckerei zu kommen. Die ist eigentlich fertig korrigiert, nur das Cover fehlt noch und der Alfred will es sich noch einmal durchsehen, bevor es weggehen kann, wird also bis zum Volksstimmefest, wo ich ja am Samstag schon ein Stück daraus lese noch nicht fertig sein, dafür ist, Überraschung, die “Linke Wort-Anthologie”, von 2017 schon da und kann beim Fest abgeholt oder gekauft werden.

Spannend, spannend, politische News gibt es auch. Da habe ich in den letzten zwei Wochen, ohne Laptop und Handy ja sehr viel versäumt. Aber von der Hausdurchsuchung bei H. C. Strache hat mich der Alfred, der ja während wir in Locarno auf den Filmbeginn warteten, immer sehr viel und sehr intensiv hineingeschaut hat, unterrichtet und Pamela Rendi- Wagner, die SPÖ- Vorsitzende, beziehungsweise ihr Team, hat mich ja auch schon zur Wahlkampfauftaktveranstaltung Ende August eingeladen.

Todesfälle hat es auch gegeben. So ist nicht nur schon vor dem Urlaub Andrea Camilleri und Brigitte Kronauer gestorben und da ist interessant, ob Gertraud Klemm recht behält und vielleicht diesmal eine tote Autorin auf die Longlist komme, sondern auch am fünften August Toni Morrison in New York.

Der Sommer ist also schon fast vorbei und der Herbst mit seinem wahrscheinlich sehr turbulenten Wahlkampf wird bald beginnen. Da wir diesmal auch schon am Montag nach Wien fahren, kann ich wieder ins Weinhaus Sittl gehen und zweimal O- Töne gibt es bevor der Herbst und die Schule mit dem Volksstimmefest beginnt auch noch.

Ein paar Einladungen zu literarischen Veranstaltungen sind inzwischen auch gekommen, so wird am zwöften August wieder eine Autorin von einer anderen Autorin im Rathaus gefeiert, Christl Greller hat mich zu ihrer Veranstaltungsreihe eingeladen und so wird es mit dem Schreiben und dem Lesen auch im Herbst weitergehen.

Heute wird gegrillt, obwohl es, weil der Alfred niemanden eingeladen hat, keine Geburtstagsparty geben wird, aber da haben wir seinem Geburtstag ja im Tessin in dem schönen Gasthaus bei dem schönen Wasserfall gefeiert bei Polenta, er mit Schweinshaxe, ich mit Käse gefeiert, obwohl der Alfred Polenta gar nicht so gern mag, das aber die Spezialität des Tessin ist.

Auf der Harlander Terrasse wird es wieder Ripperln und Cevapcici geben und die kleine Lia ist inzwischen schon ein Stück größer geworden und schon über zwei Monate alt.

Daß die Frequency gerade in St. Pölten tagt und der Traisenstand mit Zelten und die Straßen mit Autos überfüllt sind, hätte ich jetzt fast vergessen, obwohl ich gestern als ich mit dem Rad zum Markt fahren und dort wieder Doris Kloimstein treffen wollte, die mich übrigens, was natürlich nicht stimmt, allen als “berühmte Autorin” vorgestellt hat, wieder mit dem Security diskutieren mußte, damit er mich das Rad durchschieben ließ.

Luxusurlaub in Locarno

Camping Delta

Camping Delta

Piazza Grande

Piazza Grande

In den letzten zwei Jahren sind wir ja in der Schweiz gewesen, im Vorjahr haben wir unseren Urlaub in Genf, Bern und Zürich verbracht, 2017 sind wir zu Ruths siebzigsten Geburtstag mit ihr um den Bodensee geradelt und haben dabei auch öfter die Schweizer Grenze passiert und vor cirka fünfundzwanzig Jahren sind wir im Tessin gewesen und dabei zufällig zum Locarner Filmfestivial zurechtgekommen, daß es jetzt schon zweiundsiebzig Jahre gibt.

Den Film “Jamie und der Riesenpfirsich” oder so haben wir gesehen und das hat den Alfred offenbar so beeindruckt, daß wir heuer unseren gesamten Urlaub in Locarno verbracht haben, dort auf dem Campingplatz unser Zelt aufstellten und uns einen Seniorenpaß für die Grand Piazza kauften, so daß wir uns jeden Abend dort ein oder zwei Filme anschauen konnten.

Vom siebten bis siebzehnten August dauert das Festival. Wir sind am ersten August am Nachmittag losgefahren, meine Büchertasche war gepackt, ich habe auch schon einen Artikel über die Schweizer Bücher geschrieben, die ich mir dorthin mitgenommen habe und so sind wir, während ich Thomas Meyers “Wolkenbruch” zu lesen angefangen habe, bis zum Dreiländereck gefahren, haben dort in dem Hotel übernachtet und am nächsten Tag weiter über Italien bis nach Locarno gefahren und die Schweiz ist sehr schön und sehr teuer, aber für einen Urlaub oder Sommerfrische ist, glaube ich, gerade das Tessin sehr gut geeignet, kann man dort doch, was wir auch machten, die Pässe hochfahren und die kleinen Dörfer mit den alten Häusern, die es wahrscheinlich schon sehr lange gibt, anschauen.

Man kann nach Ascona fahren auf den Monte Verita hinaufspazieren oder das Rad hinaufschieben, wie wir es machten und sich dort das Freiluftparadies der Künstler, die vor hundert Jahren den veganen Lebensstil und den freien Sex betreiben wollten.

Hermann Hesse hat dort, glaube ich, auch zwei Jahre gelebt und sich dann in Montagnola niedergelassen, wo es heute ein Literaturcafe und ein Hessemuseum gibt, das wir auch besuchten.

Blick auf Ascona

Blick auf Ascona

Ein paar Mal sind wir mit der Seil- und Zahnradbahn auf einen Berg, den Monte Bre, den Monte Generosa  gefahren und ein bißchen spazierengegangen, die Wassefälle besucht und die alten Kirchen mit den besonderen Fresken besichtigt, zu Mittag Toast oder Polenta gegessen oder einen Käse-Schinkenteller und am Abend immer zu den Filmen, auf den großen Platz, wo es sehr international zuging und sich das Italienisch, das im Tessin gesprochen wird, mit dem Deutsch und dem Französisch, den zwei anderen Schweizer Sprachen, mit dem internationalen Englisch vermischte. Habe Hugos und Sangria getrunken und dabei dem intellektuellen Treiben, den Einlaß der Schikeria, beziehunsweise den Frauen mit den eleganten Kleidern und den hohen Stöckelschuhen zugesehen.

Das war sehr interessant und vielleicht auch etwas anstrengend jeden Abend, ein bis zwei Filme anzuschauen und sind meistens erst nach Mitternacht, manchmal ist es sogar zwei oder drei uhr früh geworden, am See entlang zum Campingplatz hinausgewandert, der wieder, wie in Zürich und Genf, direkt m See lag.

Regenreste

Regenreste

So hat es dort auch Enten und viele Spatzen gegeben, die in dem Restaurant, das es gleich nebenan gab und in dem man sehr gut Frühstücken konnte, direkt an dem tisch kamen und die Bröseln, die man ihnen zuwarf, begierig aufpickten.

Geregnet hat es natürlich auch  und so sind im Zelt, die Matrazen und meine Kleider in der Reisetasche wieder gehörig naß geworden und einige Male hat es auch auf der Grande Piazza, wo die Vorführungen stattfanden, sehr geregnet.

Ein Mal haben wir uns die Filme in dem Kino angeschaut, wo sie als Ausweichquartier auch immer gelaufen sind und gelesen, beziehungsweise Bücher gefunden, habe ich natürlich auch sehr viel.

Thomas Meyers “Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse”, habe ich schon erwähnt. Da bin ich jetzt darauf gekommen, daß ich das Buch, was ich nicht wußte, offenbar zweimal in meinen Regalen stehen habe. Vielleicht ist eines aber auch nur eine Leseprobe.

Monte Generoso, rechts von Evas linker Schulter die Monte Rosa

Monte Generoso, rechts von Evas linker Schulter die Monte Rosa

Locarno und Ascona

Locarno und Ascona

Einen zweiten Band wird es auch bald geben und das Buch wurde auch verfilmt und ebenfalls in Locarno gezeigt. Allerdings nicht auf der Grande Piazza und amTtag sind wir in die Berge gefahren, was in einem Werbefilm der täglich auf der Grande Piazza gezeigt wurde, auch propagiert wurde. Wandern, schwimmen und am Abend mehr oder weniger schick bekleidet auf die Piazza Grande gehen und sich bei einem Hugo oder einem Sangria, Aperolspritz wurde, glaube ich, auch sehr viel getrunken, die Filme ansehen. “Das ist ein Luxusurlaub!”, hat der Alfred ein paar Mal geschwärmt.

Nach Lugano und nach Luino sind wir auch gefahren, das letztere Städtchen liegt in Italien,  auch heuer haben wir die Grenzen mehrmals gewechselt,  die Wochenmärkte angesehen, uns durch die Käse- und die Wurstsorten durchgekostet und sind einmal auch auf ein Castello hinaufgeklettert. Zweimal bin ich mit einem Buch am See gelegen, das Schwimmen liegt mir ja nicht sehr, das heißt, ich kann es nicht, weil ich mit sechs Jahren fast ertrunken wäre, habe aber den Kindern mit ihren Schwimmtieren und auch den Paragleitern zugesehen.

Sehr interessant so ein Schweizurlaub. Sommerfrische pur, könnte man so sagen, obwohl es auch woanders Festivals gibt.In Salburg beispielsweise, die berühmten Festspiele  und da sind wir  am Rückweg auch vorbei gefahren und haben im Radio von dem Überfall an einem Juwelier gehört und vorher im deutschen Eck, sind wir  sehr lang im Stau gesteckt.

Das war also unser Urlaub 2019. Jetzt geht es noch zwei Wochen mit den Sommerfrischenwochenende in Harland weiter und im November werden wir dann noch einmal in die Schweiz und da zur “Buch Basel” und der Verleihung des “Schweizer Buchpreises” fahren.

Bin schon gespannt, ob da “Wolkenbruch II” auf die Shortliste kommt und jetzt werde ich mich bald dem deutschen Buchpreis widmen, wo ja nächste woche die Longlist vergeben wird.

Das heißt, ich bin gespannt, ob da Gertraud Klemms “Hyppocampus,” das ich gerade lese und das mir, ich kann es gleich verraten, sehr gut gefällt, auf die Long- oder später sogar auf die Shortlist kommen wird?

Vom SPÖ-Picknick zum Vienna improvisiers Orchestra

Wir leben ja in Wahlkampfzeiten und da ich politisch sehr offen bin interessiere ich mich ja für alle Parteien, obwohl ich in letzter Zeit eigentlich nur selten oder fast nie zu Wahlveranstaltungen gegangen bin, habe ich heuer schon für die KPÖ unterschrieben, für die Nationalratswahl im September, nicht für die der EU, die ich ja boykottiere und im Jänner oder Februar habe ich eine Petition für den Rücktritt des damaligen Innenministers unterschrieben, die IG-Autoren, beziehungsweise die GAV haben mich dazu aufgefordert und als ich das dann getan habe, bin ich daraufgekommen, ich bin auf einer SPÖ-Seite gelandet, denn ich habe kurz darauf eine Aufforderung bekommen, doch der Partei beitzutreten, was ich als Tochter eines sehr aktiven Sozialisten und kleinen Parteifunktionärs, aufgewachsen in einem der schönen alten Gemeindebauten aus den 1930er Jahren, nicht getan habe, denn ich habe das Aufwachsen in dem solchen, wo jedes Monat die Frau Schauffler zum Kassieren des Parteibeitrages kam, eher kontrollierend und vereinnahmend empfunden, das waren auch meine anderen Erfahrungen mit der SPÖ. Meine Kindersommer habe ich regelmäßig in einem “Kinderfreundeheim” in Kärntnen verbracht. Später habe ich eine Zeitlang als junge Psychologin bei den “Kinderfreunden” gearbeitet, wo ich dann auch eine Zeitlang SPÖ-Mitglied war, aber wieder ausgetreten bin und im fünften Bezirk bin ich bald mit der Szene Margareten, der Frau Bezirksrat Steininger, dem Edy Winter in Kontakt gerkommen, was nicht immer ein guter war und seit zwei Jahren verbringe ich meine Mittwochnachmittage regelmäßig in der “Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur”, aber wenn man in das Haus hineingeht, steht groß SPÖ-Zentrum über dem Lokal und als ich das letzte Mal dort war, lagen auch Schachteln mit übergebliebenen Kugelgelschreibern von der EU-Wahl am dreiundzwanzigsten  Mai am Tisch.

Und die SPÖ hat ja seit einiger Zeit eine Frau als Vorsitzende, die Ärztin und ehemalige Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner, die ich schon einmal bei einer Frauengesundheitsveranstaltung getroffen habe, eine sehr engagierte Frau, die sich aber, glaube ich, auch mit der SPÖ-Männerriege schwertut, wenn nicht gar vielleicht gemobbt wird und die hat mir, weil ich ja jetzt in dieser Liste bin, ein Mail geschrieben:

“Liebe Eva, ich bin derzeit auf Tour durch ganz Österreich und mache nächste Woche wieder einmal Halt in Wien. Es würde mich sehr freuen auch dich zu treffen. Am Montag bin ich ab 17 Uhr am Yppenplatz. Zwei Tage später am Mittwoch mache ich ein kleines Picknick im Kreisky Park in Margareten.”, das ist zwar auch ein wenig vereinnahmend gleich mit “du” angesprochen zu werden, aber im Bruno Kreisky Park war ich ja einmal vor Jahren bei diesem Frauenspaziergang mit der Frau Bezirksrat Steininger und bei der letzten Demonstration vor dem Sommer mit dem schönen “Es ist wieder Donnerstag-Leiberl”.

Für den Yppenplatz ist es sich am Montag nicht ganz ausgegangen, obwohl das Weinhaus Sittl ja eigentlich in der Nähe ist, aber man muß ja dort immer früher hingehen, um sich einen Platz zu reservieren und heute hatte ich, um vier eine Stunde, wo das Picknick angesagt war, also bin ich mit dem Bus anschließend hingefahren und habe noch die letzten Fragen gehört, Susanne Wouk, die ja eine rührige Bezirksorganisatorin ist, begrüßt, ein Eis und zuerst zwei Fladen mit diversen Aufstrichen gegessen.

Später, als die Leute dann ihre Selfies mit der Parteivorsitzenden machten, hat es  zu regnen angefangen und dann zurück in meine Praxis, wo ich noch eine sieben Uhr Stunde habe, obwohl ich am vorigen Freitag, als wir in Harland waren, noch ein Mail bekommen habe, diesmal von der “Fröhlichen Wohnzimmer Ilse”, die mich zum “Vienna Improvisiers Orchestra” in die Taborstraße eingeladen hat, das fing zwar auch schon um halb acht an, so daß ich erst zum Ende der ersten Tranche, des von Michael Fischer dirigierten Orchesters zurechtgekommen ist.

Ilse Kilic hat einen Text auf Englisch gelesen. Dann gab es eine Pause, wo ich mich mit Hans Jörg Liebscher vornehmlich über das Lesetheater und Ottwald Johns Geburtstagsveranstaltung unterhalten habe, danach ist es mit dem experimentellen Konzert und Ilse Kilic Texten weitergegangen. Es gab im “Spitzer”, dem Lokal, das dem “Odeon” angegliedert ist, auch eine Ausstellung mit dem Lebenswerk der 2014 verstorbenen Ulrike Kaufmann, die glaube ich mit Erwin Piplitz das “Odeon-Theater”, in das ich immer zu den “Literatur im Herbst-Veranstaltungen” gehe, geleitet hat.

Sommerpendeln

Der Sommer ist herangebrochen und das Sommerpendeln hat längst schon begonnen, diese Veränderung von der Sommerfrische, wo ich Dienstag Abend nach Harland fuhr und am nächsten Montag früh zurück nach Wien um zwei Praxistage zu machen.

In Harland habe ich geschrieben oder korrigiert und bin Radgefahren einmal in Richtung Wilhelmsburg da manchmal bis Traisen das andere in Richtung St. Pölten, Traisenpark bis Herzogenburg, am Samstag mit dem Alfred zum Markt, am Sonntag Rudolfshöhe, seit dem der Alfred in Altersteilzeit ist, nur mehr Sommerfrischenwochenenden.

Das heißt Donnerstagabend zu den O- Tönen, die ich ja früher versäumt habe, da bin ich in Wien eigentlich nur auf den Rathausplatz gegangen oder zum Filmfestival am Karlsplatz, nach Harland und am Montag, wenn der Alfred irgendeine Sitzung hatte oder am Dienstag nach Wien zurück.

Sonst ist das Programm eigentlich gleichgeblieben, in Harland Radfahren, schreiben, korrigieren, lesen, in Wien meine Praxis machen und die Abende irgendwie verbringen und heuer ist das besonders interessant. Das heißt, da merke ich den Unterschied zwischen Stadt und Land besonders intensiv.

Wien, die Großstadt, wo ich ja immer wieder gerne Sightseeingtage mache oder WienBücher lese und Harland am Ende von der St. Pölten mt der Traisen, wo es sonst eigentlich nichts gibt, oder doch ein bißchen, es gibt die Feuerwehrfeste, das Kellergassenfest in Wagram, die Sonnwendtfeiern,  und es gibt, Ansäßige aufhören, einen Bücherschrank in Altmannsdorf, der von der dortigen ÖVP gespendet, offenbar noch ganz neu ist, so daß ich dort Ransmayers “Cox”, Kehlmann “Tyll” und einen Camilleri dort liegen sah, was vielleicht besonders interessant ist, da der letztere, von dem ich noch kürzlich ein Buch gelesen habe, wie ich gerade bei “www. buecher.at” erfuhr, am siebzehnten Juli gestorben ist. Er war der Lieblingsautor meiner Schwiegermutter, merke ich noch an.

Das Sommerfrischenwochenendependeln, ein Zungenbrecher, hat heuer schon Mitte Juni begonnen. Im Mai war ich ja eine Zeitlang nicht in Harland, weil der Alfred in Cuba war und ich allein nicht so gern fahre. Da gab es dann auch die Sonnwendtfeiern in Altmannsdorf und in Spratzern, die wir sonst wegen der Sladky-Frühjahrwanderung ja meistens versäumte, aber heuer war ich mit dem Gehen noch nicht so weiß, daß ich da schon mitmarschieren wollte, obwohl ich inzwischen schon zweimal auf der Rudolfshöhe war und das mehr oder weniger gut geht.

Ende Juni gab es diesmal auch schon das “Bachmann-Lesen”, das ich mir zum Teil in Wien zwischen meiner Praxisstunden zum Teil in Harland gegeben habe.

Am fünzehnten Juni ist die Enkeltochter Lia geboren worden, die wir am darauffolgenden Sonntag im Universitätsklinikum besuchten und die ich noch etwas Verschrumpelte und noch nicht so ganz Angekommene, eine Zeitlang in den Armen hielt.

Die Schwiegermutter war dann die Woche darauf infolge der Hitze oder eines Herzstolpern im Spital und ich habe meinen Sommerfrischenfanfang mit einem Shoppingtag in Traisen begonnen, das heißt, da habe ich mir dort eine Uhr gekauft, war beim McDonalds bei der “Seedose”, wo ich, glaube ich, auch einiges Interessantes  aus der Telefonzelle herausgezogen habe und habe auf der Terrasse einen Kaiserspritzer getrunken. Das habe ich am Samstag nach dem “Bachmann-Preislesen”, wo ich für die Siegerin Birgit Birnbacher stimme, dann noch einmal wiederholt und in Wien haben die Sommerlesereihen angefangen, die heuer, glaube ich,  ganz besonders signifikant und griffig sind.

Das heißt Anfang Juli war ich noch zweimal in der “Alten Schmiede”, da gabs ein “Dichtfest” und dann schon die Eröffnungsveranstaltung zur Sommerlesereihe des “Podiums”, die es im Juli Dienstag und Donnerstag im Cafe Prückl gibt. Da war ich bisher nur einmal, weil ich diesen Dienstag ja selbst im Cafe Westend gelesen habe, dafür war ich zweimal im Weinhaus Sittl, im Garten des Pelikanstüberls, bei der Sommerlesereihe des Lesetheaters, da ist das Programm zwar nicht so ganz nach meinem Geschmack, obwohl die “Dreiminutenspiele” und der Nestroy dann ganz spannend waren und am vorigen Donnerstag haben  wieder die O Töne angefangen, bei denen man ja immer ein bißchen raten kann, was dann demnächst auf den “Buchpreislisten” stehen wird und das Spannende an diesem Sommerpendeln finde ich heuer wirklich die Mischung zwischen Land- und Großstadtfeeling, die Feuerwehrfeste in NÖ, zu dem in Ochsenburg, wir erst morgen gehen werden, denn die hat mich ja im März von derHolzerwiese oder unweit davon, abgeschleppt und dem Touristentreiben in Wien, das ich vorigen Dienstag ganz intensiv bemerkten, als ich in das Cafe Prückl ging.

Der Rathausplatz, wo ich auch einmal war, ist ja von den Touristen nicht so ganz überlaufen und das Pelikanstüberl sowieso nicht, das ist dafür aber ein sehr schöner alter Bidermayerhof mit der typischen Wiener Küche, wie es sie sonstwo vielleicht nicht mehr gibt.

Sehr interessant also die Mischung zwischen Stadt und  Land. Ansonsten korrigiere ich an beiden Orten. In Wien, wenn mich meine Stunden das lassen, an meinen “Literaturgeflüsterschreibebuch” herum und das ist zwar mühsam, da aufzupassen, daß alles richtig geschrieben ist, aber wirklich interessant, denn ich schreibe es wieder, auch wenn es manche ärgert, aber der Uli bloggt ja nicht mehr und hat vielleicht mit den deutschen Zensurbehörden Schwierigkeiten bekommen, ich finde mein Schreiben und meine Bücher eigentlich toll, auch wenn ich zugeben muß, daß ich manches in den Promotionsartileln, die ich 2018 extra für das Jubiläumsjahr schrieb, wiederholt und ich sehr oft als letzten Satz eine Aufforderung, sich an meinen Gewinnspielen zu beteiligen, was ja niemand tut, habe.

Trotzdem finde ich es toll, was ich in den letzten vierzig Jahren so alles geschrieben habe und finde das Korrigeren also auch sehr spannend, habe da  auch mein Notizbuch, wo ich mir Notizen für das Neue oder, das was sonst so zwischendurch passier,t machen könnte und starte jetzt wieder in ein langes Wochenende, wo es, wie beschrieben, den Marktbesuch, das Feuerwehrfest und am Sonntag ein Grillen mit Doris Kloimstein, die ja auch eine literarische Figur von St. Pölten ist, geben wird, das Wetter soll auch sehr schön und heiß werden. Also hinein in das Vergnügen und  wünsche allen viel Erfolg!

Elf Jahre Literaturgeflüster

Es ist soweit, hurrah, hurrah, das Literaturgeflüster gibt es nun schon elf Jahr und wenn das vielleicht auch der Uli oder eineige andere meiner Leser das narzistisch finden, ich finde es schön, daß ich auf diese Art und Weise mein literarisches Leben, mein Schreiben, die Veranstaltungen, die ich besuche und die Bücher die ich lese, der daran interessieren Öffentlichkeit präsentieren kann.

Die ist, ich weiß, sehr klein, ein gutes Archiv und eine gute Zusammenfassung dessen, was in den letzten elf Jahren so literarisch passierte, ist es allemal und so sind in dieser Zeit, kann ich stolz vermelden, auch über dreitausendachthundertfünfzig Artikel entstanden, die es inzwischen täglich oder so gar öfter gibt.

Ich weiß, der Uli nennt es, sinnlosen Content, den er nicht verstehen kann und es sind sicher auch einige Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler dabei, dennoch nenne ich eine solche Leistung beachtlich und deshalb gibt es auch wieder einen Artikel, um das zu feiern.

Ein “Literaturgeflüster-Texte-Buch” ist 2013 entstanden, in dem man die literarischsten Artikel des Blogs nachlesen kann, das habe ich vorigen April in der “Alten Schmiede” vorgestellt, inzwischen arbeite ich am “zweiten Literaturgeflüsterbuch”, in dem es um mein Schreiben und meine Bücher geht, sind in der Zeit meines Bloggens doch, glaube ich, siebenundzwanzig Bücher entstanden, deren Entstehen man hier auch nachlesen kann.

Beim ersten Jahr “Literaturgeflüster” hatte ich einige Gratulanten, denn damals ist man mit einem solchen Blog in den literarische interessierten Kreisen, ich habe das getestet, noch ein bißchen aufgefallen.

Jetzt nicht so sehr, jetzt siegt vielleicht die “Bullshit-Fraktion”, die wie der Uli “Sinnloser Content!”, ruft, während sich die literarischen Interessierten vielleicht nicht auf das Blogniveau hinabbegeben.

Schade eigentlich und es stimmt auch nicht so ganz, da es mir immer wieder passiert, daß mich die Leute kenne, wenn ich oder sie mich auf einer Veranstaltung ansprechen und sie wenigstens den Artikel gelesen haben, den ich über sie, ihr Buch oder ihre Lesung geschrieben habe.

Mein Schreiben interessiert dagegen nicht so sehr, das gebe ich schon zu und muß es auch nicht, denn da hat Rudolf  B. schon recht gehabt, als er mir vor vierzig Jahren den Ratschlag gab, daß ich es für mich  praktizieren soll.

Damals habe ich ihm das nicht geglaubt und geantwortet, aber die Jelinek tut das doch auch nicht!”

Es ist mir leider nichts anderes über geblieben, als diesen Rat anzunehmen, weiterzuschreiben und als das Herumschicken meiner Manuskripte nichts nützte, begonnen meine Bücher ab 2000 selber zu machen.

Da war ich, würde ich sagen, eine Pionierin des Selfpublishings, habe mich aber in die Nesseln gesetzt, weil ich in Zeiten, wie diesen ja noch heute höre “Leider, leider, Selfpublishing wollen wir nicht!”

Fast fünfzig Bücher sind aber auf diese Art und Weise inzwschen entstanden, die ich auf Lesungen vorstelle und seit es das “Literaturgeflüster” gibt, auch auf meinen Blog, denn 2008 habe ich, als nächste Selbsthilfeaktion mit dem Bloggen angefangen und bin trotz aller Ambivalenzen höchst zufrieden.

Im ersten Jahr hatte ich, glaube ich, eine Hand oder waren es schon zwei Interessierte, die mir Kommentare schrieben und sich für meine Berichte interessierten.

Das hat inzwischen aufgehört oder es kamen die Kritiker oder Spamer, zwei Frauen und ein Mann der berühmte Uli, der sich außerdem auch noch rechts engagiert, haben sich da gemeldet und sind inzwischen auch verschwunden, so daß ich, was eigentlich sehr seltsam bin, ein wenig einsam vor mich hinblogge und in den Weiten des Netzes, wie ich fürchte fast verschwinde.

Macht aber nichts, der den es interessiert, kann mich finden und wissen welche Veranstaltungen ich in den letzten elf Jahren besucht habe, es waren sehr viele, siebuenzwanzig Bücher habe ich geschrieben, die Schreibberichte sind hier nachzulesen und sehr sehr viele Bücher habe ich gelesen, denn und das ist interessant, die Verlage interessieren sich für Blogger und bieten ihnen ihre Bücher an, so habe ich derzeit fast einen Lesenotstand und hetze von einem Buch zum anderen, denn die Bücherschränke, die ich ja auch sehr eifrig besuche und darüber schreibe, sind auch entstanden, ich habe mit dem Buchpreisbloggen angefangen und da gibt es ja jetzt den deutschen und den österreichischen Buchpreis, in der Jury des “Ohrenschmauses” war ich schon als ich zu bloggen angefangen habe, damals habe ich für die GAV auch noch die “Mittleren” und den “Tag der Freiheit des Wortes” organisiert, das tue ich inzwischen auch nicht mehr, gehe aber nach wie vor zu Veranstaltungen, versuche auf meine Bücher hinzuweisen und jetzt sie auch literaurwissenschaftlich zusammenzustellen.

Interessant, interessant würde ich sagen und bin für die Möglichkeit des Bloggens, obwohl ich eigentlich daran gescheitert bin, sehr dankbar und betreibe es auch sehr diszipliniert und genau.

Zum fünften und zum zehnten Jahrestag hat es mehr oder weniger größere Gewinnspiele gegeben. Beim Elften verzichte ich darauf, aber wer was lesen und mir gratulieren oder auch einen kritischen Kommentar geben will, kann sich trotzdem eines aussuchen.

Aber Achtung, es sind nicht mehr alle vorhanden, weil ich mir ja nur fünfzig Stück drucken lassen, die PDFs verschicke ich aber gerne und bei einigen Büchern kann man auch noch auf der Leserunde kommentieren,  sie sozusagen eröffnen oder in Schwung halten.

Wenn wer das möchte,  freut es mich, wie mich auch das ganze “Literaturgeflüster” freut und ich es, wie schon geschrieben, sehr froh über die Möglichkeit bin, mich damit literarisch zu präsentieren.  Daß mir das nicht sehr gelingt, damit literarisch aufzufallen, ist sehr schade und vielleicht auch wirklich eine kleinere oder größere literarische Kränkung, aber wie erwähnt, macht es auch nichts, denn es ist schön, daß ich schreibe, mich immer noch für Literatur und die Veranstaltungen interessiere und wer mich jetzt vielleicht persönlich kennenleren und sich ein Buch abholen möchte, am sechzenten Juli gibt es um neuzehn Uhr im Cafe Westend beim Westbahnhof dazu Gelegenheit und wem das zu spät ist, den verweise ich auf den 31. August und auf das Volksstimmefest, denn da lese ich ab sechzehn Uhr beim “Linken Wort”, das eine Mal aus der “Unsichtbaren Frau”, das andere aus der noch nicht erschienenen “Magdalena” und jetzt aufs ins zwölfte “Literaturgeflüsterjahr”, beziehungsweise in die Sommerfrischenwochenenden in Harland bei St.Pölten, ich freue mich schon sehr darauf!