Zum Tod von Sibylle Lewitscharoff

Von der 1954 in Stuttgart geborenen Sibylle Lewitscharoff, die einen bulgarischen Vater hat, habe ich, glaube ich, 1989 das erste Mal etwas gehört, als sie mit “Pong”, den “Bachmann-Preis” bekommen hat.

Als sie 2009 aus ihrem Buch “Apostoloff”, gelesen hat, war ich in der “Alten Schmide”. Ihren Roman “Montgomery”, habe ich glaube ich, bei einem der Büchertürme gefunden, gelesen und nicht recht verstanden, denn die “Bachmann-Preisträgerin” von 1998 und die “Büchner-Preisträgerin” von 2013 hat eine sehr komplizierte Sprache, die sie wahrscheinlich berühmt gemacht hat und auch2 eine sehr drastische Ausdrucksweise, die mich zuerst verwirrte, als ich ihren Roman “Blumenberg” auch in einem Bücherschrank gefunden habe, gelesen habe, wo stand, daß sie “alle Selbstmörder” hasse. Später habe ich, glaube ich, gehört, daß sich ihr Vater umgebracht hat und besser verstanden und als sie die Eröffnungsrednerin der “Buch Wien” war, hat sie sich auch sehr drastisch gegenüber “Amazon” geäußert.

Das ist in der Öffentlichkeit noch eher untergangen, als sie 2014 die “Dresdner Rede” im Dresdner Schauspiel hielt und sich da ähnlich drastisch gegen die Leihmutterschaft wandte, hat das bei den Betroffenen große Empörung ausgelöst und Elke Heidenreich “hat sie daraufhin eine “schwäbische Hausfgrau” genannt, was einer Büchner-Preisträgerin” gegenüber nicht sehr freundlich ist.

Ab da habe ich besser versrtanden, was das “sich drastisch ausdrücken und das schlimmste beschreiben, was man erlebt , denn dann wird es gut!”, was man in den Schreibschulen lernt, bedeutet und wohin es führen kann.

Wenn man mit seinen Büchern berühmt werden und Preise gewinnen will, muß man wohl übertreiben und überspitzen. In der Literatur wird das gefordert und toleriert. Im Leben, aber nicht, da wird das leicht als Haßäußerung interpretiert und verletzt Gefühle, aber mich hat das näher zu Sybille Lewitscharoff und ihren Schreiben gebracht, auch wenn ich noch immer nichts alles verstanden habe.

“Montgomery” habe ich, wie schon geschrieben, gelesen und jetzt keine Ahnung merh, um was es darin geht?

“Blumenberg” mit dem sie 2011 auf der Deutschen Buchpreisliste gestanden ist und mit “Consummatus”, 2006, das war, glaube ich, ein Fund aus einer Ein-Euro-Kiste.

Während ich da noch meine Verständnisschwierigkeiten hatte, hat mir das “Pfingstwunder”“, das ich schon bei meinen “Buchpreislesen” kennenlernte, sehr gut gefallen.

Sibylle Lewitscharoff hat auch 2014 eine Art Krimi geschrieben “Killmousky”, wo es, glaube ich, um eine Katze geht, den habe ich nicht gelesen, wohl aber in meinen “Miranda Schutzengelchen” erwähnt und ihn da als Geburtstagsgeschenk verwendet.

Weiteres habe ich nicht von ihr gelesen und auch in letzter Zeit nicht viel von ihr gehört, nur am Sonntag, daß sie am 13. Mai in Berlin gestorben ist und schon länger an multipler Sklerose erkrankt war.

Eine interessante Schriftstellerin, an die ich mich wieder erinnerte und wohl noch einiges von ihr zu lesen hätte. Mal sehen, was die Bücherschränke da noch für mich haben werden?

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