Jetzt kommt ein Buch, das ich eigentlich schon im Sommer in Frankreich lesen hätte können, denn der dystopische Thriller des 1972 in Paris geborenen Laurent Gaude, hätte wunderbar zum Krimilesen im Auto oder auf den Campingplatz gepasst, wo ich mich stattdessen mit dem Morden in Altausseee oder im Lainzer Tiergarten beschäftigt habe.
Leider war mir das Buch von dtv nur angekündigt und noch nicht da, als wir unsere Taschen packten und als ich zurückgekommen bin, war ein Postzettel da und das Buch zurückgeschickt. Da gab es eine Diskussion um das Buch von Amir Gudarzi, das auch kommen sollte. Das ist dann zwischen dem deutschen und dem österreichischen Buchpreislesen, gekommen und den anderen Büchern die es gab und als es gekommen ist, habe ich es 2023 nicht mehr geschafft. es fertig zu lesen.
Also das erste Buch im neuen Jahr und kann nur lobend darauf hinweisen, obwohl ich mit dem Titel eigentlich nicht viel anfangen konnte. Beim Frankfurtsurfing habe ich ein bißchen darüber gehört, was mich aber nicht beeindruckt hat, weil es mir zu gewalttätig erschien. Jetzt kann ich schreiben, es ist gewaltvoll, aber spannend.
Was ist das Buch? Literarischer Cyberpunkt kann man bei “Deutschlandkultur” lesen. Ein Genre aus den Achtzigerjahren und dann wird das Buch ein wenig zerirssen. Nun ja, den Literaturwissenschaftlern zerreißt es das Herz, wenn es um Thriller geht.
Ein dystopischer Thriller würde ich schätzen und hinzufügen, dicht an die Wirklichkeit angelehnt, wie mein “2035”. Alles was da beschrieben wird, ist irgendwie schon da und wird nur ein bißchen zugspitzt.
Es geht also um Griechenland, das es nicht mehr gibt. Das Land liegt in Schutt und Asche. 2015 war das ja so weit und wird von einer Privatfirma namens GoldTex aufgekauft und die Bewohner in ein Wunderland namens Magnapolis verschickt. Dort gibt es drei Zonen. Zone 1 ist für die Intellektuellen und Mächtigen, Zone 2 für die mit einer Ausbildung und Zone drei gehört dann den Parias. Es gibt den sauren Regen, der dort herunterströmt, während die beiden anderen Zone eine Kimkuppel haben, die sie beschützt.
Wer ist nun Hund 51? Das ist ein Hilfspolizist namens Zem Sparak, der in Zone 3 zu Hause ist. Da wird von Sklaverei gesprochen und ein Detail am Rande, Laurent Gaudes Buch ist voll von solchen ist, daß das Kühlschrankzustellungssystem kaputt ist und so die Milchflaschen aus dem Schrank quellen und schon die ganze Straße bevölkern.
Zem Sparak ist ein bewußter Grieche, hat an den dortigen Demos teilgenommen, als es die noch gab, seine Freunde wegen seiner Freundin Lena verraten, die aber ohnehin schon von der Polizei gekappert wurde und nun tröstet er sich mit Beruhigunsdrogen, die ihn in das schöne Griechenland versetzten.
Es gibt aber einen Toten auf der Zone 3. Ein Mann, der von oben bis unten aufgeschlitzt wurde und als Zem Sparak, die Daten eingibt, wird er auf Zone 2 verweisen und mit einer Polizistin namens Salina Malberg zusammengebracht. Und nun wird, immer wieder von Rückblenden unterbrochen, recherchiert und recherchiert. Es gibt in der autoritären Wunderstadt eine Wahl und da beteiligen sich der Gesundheits- und der Sicherheitschef und die versprechen den Deklassierten wahre Wunder.
Der Ermordete hatte aber ein Implantat in sich, das hinausgerissen wurde und nun wird diskutiert, ob das echt war oder nicht? Denn man konnte sich auch an einer Lotterie beteiligen, um in die Zone 2 zu kommen und die die implantiert werden wollten saßen oft Fälschungen auf.
Es wird also recherchiert und ermittelt. Salina gerät in die Fänge, der darin Beteiligten, wird gefoltert und Zem Sparak klärt alles auf, recherchiert auch seine Vergangneheit und nimmt Salna dann zu sich, um sie aufzupäppeln und offenbar ein neues Leben mit ihr zu beginnen, wenn da nur nicht die vielen Milchflaschen wären.