Hurrah, hurrah, jetzt kommt schon Buch vier des Schweizer Buchpreises und ich muß sagen, es ist das Beste, das ich von vier gelesen habe, obwohl mir der 1990 in Bülach georene Adam Schwarz bisher unbekannt war. Es ist aber schon das zweite Buch das der Schweizer geschrieben hat und “Glitsch” ist ein Parcour durch die seelischen Abgründe.
Glitsch kommt glaube ich von ausgleiten, die Spur verlassen und so geht es den Endzwanziger Leon, der Englisch studiert und mit seiner Freundin Kathrin auf eine Kreuzfahrt geht, obwohl er das eigentlich nicht will und das Geschehen dort für unsinnig hält. Er verstreitet sich auf den Schiff mit Kathrin, da hat er ohnehin einen Minderwertigkeitskompfex weil die Wahlaus, Kathrins Famile viel wohlhabender als seine ist.
Die Kabine steht plötzlich unter Wasser und die Rezeptionistin von der er ein neues Zimmer will, sagt “Das geht nicht ohne Kathrins Einverständis!”, aber die ist ja verschwunden. Also wird er in eine Mitarbeiterkabine einquartiert und dann wird er dauernd ignoriert, verfolgt und spinnt sich ein in den Gedanken, daß Kathrin ermordet wurde und er der Täter ist.
Es gibt auch eine Art Sekte, die sich über das Schiff, in dem dauern die Lokale versperrt werden, ausbreitet. Die Polizei oder der Sicherheitsdienst verfolgt ihn und einer bringt ihn weg von dem Schiff. Er kehrt aber wieder zurück, zur großen Schaumparty und da trifft er auch <kathrin und so endet das Buch.
“Dann riss der Schaum entzwei und der sah ihr Gesicht.”
Es gibt ein Nachwort von Philipp Theisohn und der erklärt uns seltsamerweise, daß der Roman noch gar nicht fertig oder vielspurig ist