Das letzte “Eine STADT.Ein-BUCH”-Gratisbuch, den Nick Hornby habe ich lange unbenützt im Badezimmer liegen lassen, denn Fußball interessiert mich wirklich nicht.
Inzwischen habe ich ein paar Seiten gelesen und bin auf eine Gemeinsamkeit draufgekommen.
Nämlich die Besessenheit, Nick Hornby soll sich für Fußball interessieren, ich interessiere mich sowohl aktiv, als auch passiv seit über fünfunddreißig Jahren für das Schreiben und da bin ich schon bei der gestrigen Diskussionsverstaltung in der alten Schmiede und meinen disbezüglichen Frust.
Denn das, was ich dabei am meisten bedauert habe, ist das Desinteresse an den anderen, was ich so stark spürte.
Das “Das interessiert mich nicht- das ist ist nicht gut genug!”, während ich mich eigentlich für sehr viel interessiere und ein breites Spektrum habe.
Und da hat Antonio Fian, so überheblich es vielleicht auch klang, auch recht, die Bücher die man auf den “Bestenlisten” findet, sind wirklich schon sehr zurechtgeformt und gleichgeschaltet, während man das authentische und ehrliche, vielleicht wirklich in den Kleinverlagen findet und vielleicht auch im Internet.
Mir fehlt jedenfalls die Anerkennung und es frustriert mich auch, daß man fünfunddreißig Jahre vor sich hinschreiben kann und es wird nicht bemerkt.
Während es wahrscheinlich sehr positiv ist, daß ich mir die Freude und das Interesse an dem Schreiben anderer immer noch bewahrt habe.
Ich gehe ja gern und begeistert zu Lesungen und sammle Literatur und Informationen darüber, obwohl ich mich nicht als Fan bezeichne. Das wirklich nicht. Ich habe kein Lieblingsbuch und wahrscheinlich auch keinen Lieblingsschriftsteller, obwohl ich mich natürlich für das realistische, sozial bewegte, das Kleine und Verborgene sehr interessiere.
So habe ich vorgestern auch entdeckt, daß es von Marlene Streeruwitz einen neuen Wahlkampfroman unter dem Titel “Das Leben geht weiter”, gibt, den man sich jeden Donnerstag ausdrucken kann und die Hörprobe von Eva Rossmanns neuen Krimi “Die Russen kommen” habe ich mir auch angehört.