Jurygeschehen

Meine Leser wissen es wahrscheinlich, ich bin Mitglied in zwei Jurien und bin das sehr gern, weil mich ja jede Art von Literatur interessiert und ich auch gern bei literarischen Entstehungsprozessen mitmische, beziehungsweise hautnah und aktuelle literarische Entwicklungen beobachte.

Den “Literaturpreis Ohrenschmaus” für und von Menschen mit Lern- oder intellektuellen Behinderungen gibt es seit 2007. Da wurde Franz Joseph Huanigg, glaube ich,  vierzig und hat sich zu Geburtstag intittiert von der inzwischen verstorbenen Michaela König, die ja das Vorbild für meine “Mimi” ist, den Literaturpreis gewünscht.

Otto Lambauer, mein literarischer Verstärker, wie ich gern sage, weil er im ersten halben Jahr das “Literaturgeflüster” sehr untertstützte, oft kommentierte und in dieser Zeit auch einen eigenen Blog betrieb, den ich von Alfreds Wandergruppe kenne, weil er, obwohl ein paar Jahre jünger mit dem Alfred in dasselbe Gymnasium gegangen ist, fragte mich, weil beim Organisationsteam als Caritas-Mitarbeiter damals dabei, wie der “Ohrenschmaus” ins Literaturhaus käme, ich fragte ihm ob noch jemand für die Jury gebraucht wird und so lese ich seit zehn Jahren jedes Jahr im Herbst, meistens zeitgleich mit der Organisation meines Geburtstagsfest eine Reihe von sehr schönen Texten.

Diesmal waren es, glaube ic,h über hundertachtzig, also ein ganzer Stapel, Gedichte, Lebensberichte, auch Theaterstücke, Krimis, Prosetexte, etcetera, alleine oder in Werkstätten geschrieben und obwohl die Text anonymisiert eingereicht werden, erkenne ich manche sofort an ihren Stil.

Eine spannende Sache in eineLiteratur Einblick zu erhalten, die sonst an mir vorbei gegangen wären. So habe ich Anton Blitzstein persönlich kennengelernt und Peter Gstöttmeiers, sozusagen ein Stammgewinner, Buch gelesen.

Die Jury hat inzwischen gewechselt, am Anfang war noch Friedl Hofbauer, die ja inzwischen gestorben ist, dabei.

Felix Mitterer war und ist der Schirmherr, Heinz Janisch und Barbara Rett sind sozusagen auch Stammmitglieder, Kurt Palm und auch Andrea Stift haben die Jury verlassen, jetzt gehört ihr noch Franzobel und Ludwig Laher an, die ich dann bei den Jurysitzungen treffe oder die ihre Vorschläge dorthin schicken.

Die Jurysitzung ist für mich auch ein Anlaß ins Parlament zu kommen, weil sie oft  dort im ÖVP-Club stattfindet. Ein anderer Ort war das Albert Schweizerhaus und das Parlament hat, weil es derzeit  renoviert wird, ein Ausweichquartier am Heldenplatz. Dort stehen jetzt ein paar Conatainer und so habe ich heute Nachmittag, während ich mit Barbara Rett, Evelyn Prammer und der neuen Organisatorin Gerlinde Hofer ausstauschte, auch einen neuen interessanten Ort kennengelertn.

Jetzt sind die Preise ermittelt, nein, ich werde nicht spoilern und auch die Preisträger nicht verraten, nur so viel, es sind wieder einige alte Bekannte dabei. Ich glaube, aber auch ein paar Neue. Es gibt wieder einen schönen kurzen knappen Text für die Schokolade und die Preisleiheung wird diesmal wieder im Dezember im <museumsquartier sein.

Voriges Jahr zum zehn Jahresjubiläum war sie anläßlich der Buch-Wien in November, da gab es auch eine Diskussion und eine Lesung.

Eine Lesung wird es dort auch heuer wieder geben und zwar am Samstag Vormittag auf der Wasner-Bühne. Alle Interessierten kann ich dazu einladen und auch selbst daran teilnehmen, weil ich jetzt über den “Ohrenschmaus” zu meiner Presse-Autorenkarte kommen werde, auf die ich schon lang warte.

Eine Laudatio muß ich inzwischen  schreiben und freue mich darauf, denn ich bin, glaube ich, gerne Laudatorin, die gute Zotter-Schokolade mit einem der Siegertexte wird es wieder gehen und dazwischen werde ich mich seit vorigen Jahr  in eine zweite Juryarbeit vertiefen, bin ich seit da ja auch Mitglied in der Blogger Debut-Jury und werde da auch sehr bald aus der über fünfzig Bücher langen Longlist fünf Titel lesen und meinen Favoriten wählen können, das heißt, ein paar der Bücher, hoffe ich, schon gelesen zu haben, interessiere ich mich ja auch sehr für Debuts, beziehungsweise haben ja auch die O Töneeine Debutschiene und der österreichische Buchpreis hat  eine Debutliste. Da gibt es, hoffe ich sicher Überscheidungen, habe ich ja kürzlich erst “Reibungsverluste” und “Liebwies” gelesen und bekomme demnächst, glaube ich, von FVA noch ein Debut zugeschickt, das auf der Liste steht.

“Ullstein” hat auch ein solches. Das ich noch lesen muß. Das kann ich aber nicht mehr vorschlagen, weil da die Einreichfrist morgen endet und dann geht es nach dem Buchpreislesen an das der Debutpreisschiene und dazwischen, das heißt, vorher werde ich schreiben.

Beginnt ja bald der “Nanowrimo” und da diesmal mit einem fünfzehntägigen Schreibmarathon des Writersstudio, an dem ich zumindest in der ersten WSoche teilnehmen werde. Man sieht, ich habe viel zu tun, bis ich dann nächste Woche meinen Geburtstag feiere und auf der “Buch Wien” herumspazeren werde. Die “Poet Night” gibt es inzwischen auch und noch eine Neuigkeit habe ich zu berichten.

Das “Frühstück” ist fertig korrigert und kann an die Druckerei gehen. Die Szene achtundzwanzig, die ich am Volkkstimmefest gelesen habe und die es auf der Website als Probekapitel gibt, werde ich übrigens sowohl dort als auch bei meiner Geburtstagslesung lesen und dazwischen vorher, nachher wenn es geht, in mein neues Romanprofekt eintauchen, wenn ich die Laudatio für den Siegertext geschrieben habe, der, das kann ich auch verraten, ein sehr spannender mit einem originellen Titel ist.

Österreichische Buchpreisspekulationen

Den österreichischen Buchpreis nach dem Vorbild des großen deutschen gibt es seit einem Jahr. Eigentlich könnte man ja sagen, das ist ein wenig ungerecht, weil der deutsche Buchpreis, seit 2005 bestehend, ist ein deutschsprachiger, der schweizer und der österreichische haben sich erst nachher gebildet und da dürfen nur österreichische und schweizer Bücher nominiert werden, während beim deutschen alle drei Länder teilnehmen können und daher manche Autoren, wie beispielsweise Reinhard Kaiser-Mühlecker doppelt nominiert waren.

Aber egal, er hat beide Preise nicht gewonnen, war nur auf der deutschen Shortlist und ich habe das Buch gelesen, weil ich ja seit 2015 den dBp und seit letzten Jahr auch den österreichischen blogge und den wollten die Autoren haben, die mittleren, die für den “Alpha” nicht mehr in Frage kommen und auf der deutschen LL vielleicht nicht vertreten sind.

Der Buchhandel und das Ministerium, der Geldgeber haben vorerst abgewinkt.

Dann gab es ihm plötzlich. Friederike Mayröcker hat ihn gewonnen und ich bin seither ein bißchen im Streß, weil ich ja ein Monat nach der deutschen Longlist, wo sich bei mir erfreulicherweise die Bücher stapeln, dann noch einmal anfrage,  lese und lese und mich beispielsweise ärgere, wenn ich in der “Gesellschaft für Literatur” sitze, auf den Beginn der Veranstaltung warte und das aktuelle Buch nicht mithabe.

Das wird mir heuer, ich verspreche es, nicht passieren und der Streß, ein positiver und für mich sehr angenehmer, wie ich für die, die jetzt “Selber Schuld du mußt ja nicht!”, schreien, betone, nein ich muß nicht, aber ich will, wird heuer vielleicht noch ein bißchen größer sein, denn ich habe mich ja in Leipzig mit der lieber Frau Meier von  “Kiwi” zusammengesetzt und die hat mir die Herbstvorschau vorgelesen und ich habe “Ich will, ich will, ich will.!”, gesagt und dann hat sich noch “Aufbau” und “Wagenbach” und “FVA” bei mir gemeldet, “Homunculus” auch, aber den habe ich “ignoriert” und “Literaturtest” meldet sich auch gelegentlich und schickt dann manchmal was.

Also selber schuld für den Buchpreisstreß, der ja keiner ist und als ich vorigen Jahr nochmals angefragt habe, es waren ja zum Teil die gleichen Verlagen, die betroffen waren, haben sich die wohl auch gedacht “Das kann die ja nicht alles lesen!” und haben mich beim zweiten Mal zur Hälfte ignoriert, während ich das erste Mal fast alles bekommen habe.

Also habe ich von der ersten österreichischen Liste “nur”

1.Anna Mitgutsch “Die Annäherung” und

2. Peter Waterhouse “Die Auswandernden” gelesen, was, wie ich gleich hinzufüge, für mich die große Überraschung war.

Inzwischen habe ich  Sabine Grubers “Daldossi oder Das Leben des Augenblicks” sehr zerfleddert im Schrank gefunden und mir Peter Henisch “Suchbild mit Katze” vom Alfred bei “Buch und Wein” kaufen lassen und bezüglich Longlist kommen noch einmal drei Titel hinzu, da habe ich gelesen und bekommen

3. Kathrin Röggla “Nachtsendung”

4.Daniela Emminger “Gemischter Satz” und

5.Rainer Kaiser Mühlecker “Fremde Seele dunkler Wald”

Von den anderen Büchern hatte ich aber dank der OTöne und des Musas schon etwas gehört und die Frau Mayröcker ist mir ohnehin ein Begriff, obwohl man von ihr wenig im Schrank findet und derHherr vom Suhrkamp Bloggerdienst nur höflich bedauerte, “Haben wir leider nicht mehr”

Nun vielleicht fragen die Blogger nicht so viel FM an und der österreichische Buchpreis ist glaube ich sowieso nicht sehr zu den Bloggern vorgedrungen. Da ar ich außer den “Wortlichtern”, glaube ich, die Einzige die darüber berichtet hat und jetzt ist es Anfang September wieder so weit.

Man kann schon spekulieren und da ich ja auch heuer regelmäßig zu den O-Tönen gehe, ist das wahrscheinlich auch wieder nicht so schwer, obwohl es ja sicher viel mehr österreichische Neuerscheinunge, als zehn Stück gibt und ich mich, wie bei meiner deutschen Schätzung auch wieder mit dem, was ich schon gelesen habe, beginnen will. Also:

  1. Nadine Kegele “Lieben muß man unfrisiert”
  2. Andrea Stift “Die Stierin”
  3. Isabella Feimer “stella maris”
  4. Thomas Sautner “Das Mädchen an der Grenze”
  5. Ivan Ivanji “Schlußstrich”
  6. Eva Menasse “Tiere für Fortgeschritte”

Da  bleibt dann gar nicht mehr so viel Platz für das andere. So lasse ich Cornelia Travniceks “Parablüh” aus, obwohl Lyrik ja zugelassen ist aus und muß aber noch

7. Dietmar Füssels “Wiederholte Geburten” anfügen, da er mir schon im Vorjahr gesagt hat, daß er sich dafür bewerben will und von den  O-Tönen:

8.Franzobels “Das Floß der Medusa”

9.Anna Kim “Die große Heimkehr” und

10.Olga Flor “Klartraum”

Daniela Wissers “Löwen in der Einöde” hat sicher auch gute Chancen, und Karin Peschkas neues Buch, das des Doron Rabniovci, des Paulus Hochgatterr und Robert Menasse hat ja, wie ich schon bei den deutschen Buchpreisspekulationen der Blogger sah, auch ein neues Buch geschrieben.

Ich höre also mit den Spekulieren auf und bin gespannt, was ich noch  ǘbersehe habe, beziehungsweise an mir vorbeigegangen ist und wende mich den Debuts zu, denn das ist ja auch eine Schiene des öst Bps.

Da gibt es ja auch eine O Ton- Schöne und das ist mir ja das Buch der

1. Irene Diwiak “Liebwies” sehr aufgefallen

2.Mascha Dabics “Reibungsverluste” klingt auch sehr interesssant, auf

3. Laura Freudenthalers “Die Königin schweigt” bin ich neugierig und weil ich ja auch in der Jury der “Bloggerdebutpreis” bis, kann ich gleich weiterspekulieren und mir da eine Shortlist wünschen und da habe ich , dank der Verlage auch schon einiges gelesen, so schlage ich um dieses zu erleichtern, also

  1. Juliana Kalnay “Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens”
  2. Tijan Sila “Tierchen unlimited”
  3. Simon Strauß “Sieben Nächte” obwohl mir das ja nicht so gut gefallen hat
  4. Jens Eisel “Bevor es hell wird”, habe ich im Schrank gefunden
  5. Fatma Aydemir “Ellbogen” vor und dann würde ich noch von der Longlist beziehungsweise dem O Töne-Programmm

Theresia Enzensberger “Blaupause”

Ada Dorian “Betrunkene Bume”

Tina Pruschmann “Lostage”

Norbert Kröll “Sanfter Asphalt”

Svenja Gräfen “Das Rauschen in unseren köpfen”

Jakob Prettenhofer “Tagwache” und wie schon erwähnt, das Diwiak, Dabic- und Freudenthaler Buch und und und interessieren.

Mal sehen wie es wird. Ich bin ja nie sehr gut im schätzen, habe jetzt noch einige Herbstneuerscheinungen vor mir, bevor die deutschen Buchpreisbücher kommen und bin auf jeden Fall sehr gespannt und auf Feedback, beziehungsweise Diskussion ebenfalls sehr neugierig. Also was habt ihr schon gelesen und was würdet ihr so schätzen?

 

Von Debuts und Debutpreisen

Daß Debuts, also die ersten Romane von jungen Autoren, sehr wichtig sind und in letzter Zeit besonders beachtet und vorgestellt werden, ist zu bemerken.

So kümmert sich “Kremayr & Scheriau” in seiner neuen Literaturschiene hauptsächlich und bevorzugt, um junge Autoren und da die mir ja ihre Bücher schicken, habe ich in letzter Zeit einige dieser Debuts gelesen und dann gab es bei den O-Tönen, dem großen Sommerliteraturfestival im Museumsquartier, heuer, ich glaube, erstmals eine Debutschiene, wo Daniela Strigl sich mit den Debuts des letzten Jahres auseinanadersetzte und diese vor dem jeweiligen Hauptautor vorstellte und lesen ließ.

Daß es dabei manchmal zu Ungenauigkeiten oder Überschneidungen kommen kann, ist mir auch aufgefallen, ist ja Richard Schuberths “Chronik einer fröhlichen Verschwörung” schon 2015 erschienen und ist auch nicht das erste Buch des Autors und Cornelia Travnices “Chucks” wurde als Debutroman betrachtet, obwohl die “Asche meiner Schwester” schon 2008 erschienen ist und, glaube ich, so etwas wie ein Roman oder zumindestens eine längere Erzählung ist.

Sonja Harter gilt glaube ich schon als sehr bekannte Lyrikerin und hat jetzt einen Debutroman geschrieben, aber die Beachtung und die Aufmerksamkeit auf Werk und Autor ist ja glaube ich das Wichtigste und da brauchen junge Autoren wahrscheinlich schon ein bißchen Bevorzugung, weil sie sonst vielleicht leicht neben den großen Romanen von Martin Walser, Thomas Glavinic, Michael Köhlmeier, Norbert Gstrein, etcetera, untergehen können.

Das mag sich vielleicht auch das Initiatorenteam um den österreichischen Buchpreis, den es heuer ja das erste Mal gibt und der kommenden dienstag am Vorabend der “Buch-Wien” vergeben wird, gedacht haben und so gibt es neben der Long und der Shortlist, auf der Peter Henisch, Sabine Gruber, Anna Mitgutsch, Peter Waterhouse und Friederike Mayröcker, von der ich ja annehme, daß sie den Preis bekommt, auch einen Debutpreis mit Katharina Winklers “Blauschmuck”, Sacha Battyhays “Und was hat das jetzt mit mir zu tun?” und “Friederike Gösweiners “Traurige Freiheit” stehen.

Damit habe ich mich also in den letzten Wochen und Monaten intensiv beschäftigt, habe fast die ganze deutsche Longlist mit Ausname von Philip Winklers”Hool”, der ja, glaube ich, auch ein Debutant ist und der den “Aspekte-Literaturpreis”, der sich an solche Autoren wendet gewonnen hat und  Ernst Wilhelm Händlers “München”, die halbe öst LL und dank “Alpha” alle drei Debutanten, gelesen, so daß ich mich jetzt ein bißchen in der gegenwärtigen Literaturszene und auch, was ihre Debutanten betrifft, auszukennen glaube.

Bezüglich der deutschen Longlist wurde auch allgemein beanstandet, daß sie nur wenige Romane junger Autoren enthält, die sich mit der gegenwartigen Flüchtlings- und anderen Situationen beschäftigen und die stammen zum Teil auch von jungen Debutanten und sind Erstlingsromane.

Vorige Woche, als ich gerade Friederike Gösweiner und Katharina Winkler gelesen habe, bin ich auch auf einen Debut-Blog gestoßen, der sich bevorzugt mit diesen Romanen beschäftigt und jetzt zum ersten Mal auch einen “Blogger Debutpreis” ausgeschrieben habe, wo man bis Ende Oktober Debutromane einreichen konnte und ein bißchen kürzer konnte man sich auch melden, wenn man einen Literaturblog betreibt und daher in der “Bloggerjury” mitmachen wollte, was ich insbesondere bemerkenswert fand, weil ja zum Beispiel die “Buchpreisblogger” von der offiziellen Seite offiziell ausgesucht und die anderen, die auch die Bücher lesen mehr oder weniger ignoriert werden und beim “Blogbuster-Preis”, den Tobias Nazemi ins Leben gerufen hat, wurden auch sechzehn Blogger ausgewählt, die mitmachen dürfen.

Hier konnte man sich aber melden, wenn man schon ein Jahr bloggte und wurde vorgestellt.

Zwanzig Blogger hatten das schon getan, als ich am 30. Oktober, glaube ich, auf diese Seite kam und mich ärgerte, daß ich wieder einmal zu spät am falschen oder richtigen Ort war.

Dann habe ich aber hingeschrieben und es ist sich noch ausgegangen, für die offizielle Vorstellungsrunde zwar zu spät, wurde ja inzwischen aus den fünfzig vorgeschlagenen Büchern, die Shortlist mit den fünf, aus denen dann die einundzwanzig Blogger, wählen dürfen, ausgesucht, so daß ich diese Fragen für mich selber hier beantworten möchte, warum ich mich für Debutromane interessiere, ob ich einen Unterschied zwischen ihnen und anderen Romane mache und ob Debutanten, bei mir “Welpenschutz” genießen?

Mit diesen Ausdruck tue ich mir auch ein wenig schwer, obwohl ich nicht glaube, daß ich besondere Auswahlkriterien anwende, wenn ich lese.

Ich verrreiße ja nie oder nur eher selten, sage höchstens, wenn etwas falsch ist oder ich mit etwas Geschilderten meine Schwierigkeiten habe und habe auch mit dem, daß ein guter Roman angeblich berühren muß und etwas Neues in ihm dargestellt werden soll, meine Schwierigkeiten.

Obwohl ich natürlich auch bemerke, ob mich das, was ich lese, interessiert. Aber ich lese  fast alle Bücher fertig, versuche mich auf sie einzulassen, komme oft erst am Schluß darauf, daß ich was versäumt oder das Buch nicht verstanden hätte, wenn ich es, wie es in Zeiten, wie diesen, wo die Zeit begrenzt und die Konzentration immer weniger wird, andere machen, weggeschmissen hätte.

Habe aber gerade bei meinen heurigen Loglistenlesen mehrmals bemerkt, daß die Autoren mit den sogenannten großen Namen, wie Arnold Stadler, Bodo Kirchhoff, Gerhard Falkner, etcetera, oft sehr maniriert und abgehoben schreiben und, daß die Themen, die sie behandeln, oft dieselben sind, was mache Blogger, dann wieder langweilt.

Alter Mann hat Schwierigkeiten mit dem Sex, wird krank und fürchtet sich vor dem Sterben beispiesweise, ein wichtiges Thema auf jeden fall und auch wichtig für den Autor, sich damit zu beschäftigen.

Man hat es aber vielleicht schon öfter gelesen, wird ungeduldig und schimpft im schlechtesten Fall, daß er endlich zu schreiben aufhören sollte.

Ich tue das nicht, habe mir aber andererseits gerade bei iris Blauensteiners “Kopfzecke”, die da ja den Umgang mit einer dementen Mutter beschreibt, ob eine so junge Frau, das schon wirklich so beschreiben kann, als jemand, der schon älter ist.

Die jungen Autoren, die bei den Bloggern, wie die öfter schrieben “keinen Welpenschutz” genießen, kommen schon sehr oft aus den Literaturinstituten aus Leipzig, Hildesheim, Biel oder Wien und werden, wie ich mir sagen ließ, da auf den Markt und die Veröffentlichbarkeit trainiert.

So schreiben sie vielleicht sehr professionell von etwas, was sie persönlich noch so gar nicht erleben konnten und so habe ich mit den “Sommertöchtern” von  Lisa Maria Seydlitz, die andere sehr toll fanden, gar nicht so viel anfangen können.

Aber natürlich sind Debuts und die ersten Romane von jungen Autoren sehr interessant und wenn ich so auf diese fünfzig Bücher Langlist schaue, zum selber vorschlagen, wie man das auch hätte können, bin ich aus den bewußten Zeitgründen nicht gekommen, so finde ich sehr viel interessantes darauf stehen.

Da ich ja sehr Österreich zentriert bin habe ich die meisten diesbezüglichen Bücher schon gekannt und habe sowohl “Lucy fliegt”, als auch die “Notunterkunft” und “Kofpfzecke” schon gelesen, auch “Blauschmuck”, obwohl da die Autorin ja in Berlin lebt und die “Traurige Freiheit”.

Das Buch der Sonja Harter war für mich eine Überraschung und ich werde es demnächst lesen.

Ansonsten hört man ja auch auf den Blogs, die ich  regelmäßig lese, von neuen Büchern und die der jungen Migranten wurden sehr gelobt.

Also steht sowohl Shida Bzayar mit “Nachts ist es leise in Teheran”, als auch Rasha Kayat “Weil wir längst woanders sind”, Bücher, die an mir bisher vorbeigegangen sind, darauf.

Ich habe wohl kurz einmal überlegt, ob ich sie mir nicht zum Geburtstag schenken lassen sollte, mich dann aber über Isebelle Lehns “Binde zwei Vögel zusammen” entschieden, das ebenfalls auf der Liste steht und für Tomer Gardis “Broken German”, das steht nicht auf der Liste, weil es kein Debut ist, beide Bücher  bzw. Autoren habe ich aber beim letzten Bachmannlesen kennengelernt und Debuts, die mir außer dem von Philiph Winkler fehelen, wären Ronja von Rönnes “Wir kommen”, das bei den Bloggern ja nicht so gut angekommen ist und das  dBp Longlist- und Schweitzer Shortlist Buch der Michelle Steinbeck.

Aber Schweizer stehen, glaube ic,h überhaupt keine auf der Liste, nur Österreicher und Deutsche und auf die Debuts der Paula Fürstenfeld und der Nelle Pollatschek bin ich ich auch schon vorher aufmerksam geworden und habe sie angefragt, wie auch das “Jung und Jung- Buch” der Birgit Birnbacher, das dem Blogger Marc ja, glaube, ich sehr gefallen hat.

Ich habe also fünf der fünfzig Bücher schon gelesen, zwei weitere stehen auf meiner Leseliste und zwei werden wahrscheinlich noch kommen, abgesehen von den Shortlistbüchern, die ja noch nicht offizielle bekanntgegeben wurden, aber schon angefragt sind.

Also lesen, lesen, lesen, seit August tue ich es sehr intensiv und finde es sehr spannend.

Von einer Lesemüdigkeit keine Spur, obwohl mich auch das andere, jenseits des Tellerrandes, also auch die Älteren, die Krimis, die Chick Lits, etcetera sehr interessieren und mein geplanter Vicki Baum Schwerpunkt noch immer wartet.

Ob ich den heuer wirklich so noch schaffe wird immer fraglicher.

Aber selber schuld und kein Grund sich  zu beschweren und für das nächste Jahr habe ich ja wieder vor. meine Bücherstapel hinunterzulesen.

Mal sehen, ob ich es schaffe, ich bin sehr gespannt und freue mich, als nächstes auf die Vergabe des österreichischen Buchpreises und die “Buch-Wien”, die darauf folgt.

Zwei Förderungspreisträgerinnen der Stadt Wien und neues Buchpreislesen

Wieder einmal MUSA parallel dazu wäre die in Memorian Lesung im Literaturhaus in Gedenken an die Verstorbenen Mitglieder der GAV gewesen, aber ich ja einmal MUSA Stammbesucherin, obwohl ich Irmi Fuchs schon einmal im MUSA hörte und ihr Buch auch schon gelesen.

Eine der ersten Leserinnen leitete Julia Danielcyck ein und die erste Geschichte aus “Wir zerschneiden die Schwerkraft” hat sie damals auch gelesen, jetzt hat sie die letzte gelesen. Die mit den Bewerbungsbriefen und der Überangepaßtheit, da studiert eine, schreibt Bewerbungsschreiben um Bewerbungschreiben, macht sinnlos Eignungstest und verschwindet dann auf eine Insel.

Über das Leben im Prekariat und die Generation Dreißig habe ich ja vor kurzem ein Buch gelesen, Irmi Fiuchs Jahrgang 1984 hat das in einer sehr prägnanten Sprache schon viel früher gtan und Magda Woitzuck, die ja eigentlich Niederösterreicherin mit wahrscheinlich polnischen Wurzeln ist, wurde 1983 geboren und ich kenne sie auch schon lang, seit 2008 glaube ich, da war sie mit Cornelia Travnicek NÖ Stipendiatin und hat bei einer dieser Lesungen im Landhaus in der Herrengasse gelesen und einen Erzählband habe ich mir von Gabriele Ecker auch einmal geholt.

Jetzt hat sie bei “Wortreich” dem neuen österreichichen Verlag, einen Roman herausgebracht, wo es um Gewalt und eine Dreiecksbeziehung geht.

“Über allem war Licht”, heißt ihr Buch und beide Autorinnen haben dafür schon eine Buchprämie bekommen.

Nachher beim Brot und beim Wein bin ich ziemlich allein herunmgestanden, sowohl die Angela, als auch Wolfgang Helmhart, regelmäßige Stammbesucher, waren nicht da.

Ich habe Julia Danielcyck die Einladung zum “Ohrenschmaus” in die Hand gedrückt und sie au diesen Literaturpreis hingewiesen und zwei erfreulicheDinge habe ich auch zu berichten.

Etwas Unerfreuliches gibt es natürlich auch, eine eher träge Diskussion mit meinem Kritiker Uli, der mir ja vor kurzem zwei seiner Bücher schickte, jetzt aber wieder unzufrieden ist.

Dann bin ich aber durch Zufall auf das das Digitale Zeitschriften Magazin in Innsbruck “Dilimag” gestoßen, das Literaturblogs verwaltet und bei der Literaturenquette im Odeon nur zwei Blogs aufzweisen konnte, die über Literaturveranstaltungen in der”Alten Schmiede”, Literaturhaus etcetera berichteten.

Jetzt wird es einen dritten geben und daß es außer den “Blogbuster” einen zweiten Debutpreis gibt, der von Bloggern entschieden wird, habe ich auch vor kurzem entdeckt.

“Das Debut”, da konnten sich zuerst bis Anfang Oktober, was dann auch verlängert wurde, Literaturblogger melden, die über eine Shortlist von einer ausgewählten Liste von Buchdebuts die im Jahr 2016 entschieden sind, entscheiden dürfen.

Einreichungsfrist für die Bücher war der 31. Oktober, ich bin am dreißigsten auf diese Seite gestoßen, wo unter anderen “Literaturen” und “Literatur erleuchtet” teilnehmende Blogs sind und habe mich geärgert, daß ich schon wieder mal zu spät gekommen bin, dann habe ich doch noch hingeschrieben und gefragt, obnoch mitmachen kann?

ich blogge ja gerade auch über die österreichischen Buchdebuts und da ist die Einladung zum “österreichischen Literaturpreis, der am nächsten Dienstag im Casino Schwarzenberg vergeben wird, auch schon zu mir gekommen und Christl Fallenstein hat mich angeschrieben und gefragt, ob ich hinkommen und o Wunder, obwohl ich mir ja keine Hoffnungen machte, weil bei mir klappts ja meistens nicht und die offiziellen, beziehungsweise inoffiziellen Buchblogger haben meine Buchpreisbesprechungen ja meistens ignoriert, hat es geklappt und ich wurde als einundzwanzigste Literaurbloggerin in die Liste aufgenommen.

Mitte November wird die Shortlist von fünf Büchern bekanntgegeben, Leseproben gibt es auch, die Rezensionsexemplar muß man sich dazu selber bestellen, aber fünf Bücher habe ich dank der österreichischen Debutpreisinitiativen schon gelesen, “Binde zwei Vögel zusammen” habe ich mir vom Alfred zum Geburtstag gewünscht und die Bücher von Nelle Pollatschek und Paula Fürstenberg schon am Wochenende bei “Kiepenheuer und Witc”h angefragt.

Jetzt habe ich das noch bei dem Buch der Birgit Birnbacher  angefragt, mal sehen ob es kommt und wie die offizielle Shortlist dann aussieht, möglichweiese hat sie ganz andere Bücher, ich bin gespannt und lesen lesen lesen.Zur Buch Wien geht ja demnächst auch.