Zwei Erzählbände

In der “Alten Schmiede” geht es weiter mit den Präsentationen der Herbstneuerscheinungen.

“Lesart” nennt sich die Reihe, die Angelika Reitzer inzwischen präsentiert und Lydia Mischkulnig und Leopold Federmayr haben zwei solcher Bände.

Die “Alte Schmiede” hat ja auch zwei Räume, den “Schmiedenraum”, ein Museum ist das ja glaube ich nicht und das “Literatrische “Quartier” im Keller und da wechseln sich die Veranstaltungen ab, nicht nur bei den Symposien, wo die Diskutanten oben und die Zuhörer unten sitzen.

Buch eins, Lydia Mischkulnigs “Paradiesmaschine” wurde im Kellner vorgestellt, wo mich zuerst einmal Lidio Mosca Bustamante freundlich grüßte, ja es gibt sogar Leute, die auf mich  zukommen, statt mich zu ignorieren und zu meinen Geburtstagslesungen eingeladen werden wollen und die 1963 in Klagenfurt geborene Lydia Mischkulnig ist eine literarisch alte Bekannte “Halbes Leben” hat ihr Debutband geheißen, bei “Droschl” erschienen und noch sehr experimentell, ich habe ihn einmal bei “Rund um die Burg” gewonnen, dann kam das Lesen beim “Bachmannpreis” 1996, das Jahr, wo ich dort war und zuhörte.

Da las sie schon sehr schnell und hektisch, hat, glaube ich, was gewonnen und die Jury disktuierte, ob das jetzt Literatur oder Brigitte-Niveau sei?

Darauf erschien “Hollywood im Winter” das habe ich gelesen und es hat mir nicht gefallen,  “Schwestern der Angst” erschien mir sehr übertrieben, gehetzt und abgehoben, so habe ich sie, glaube ich, auch einmal im MUSA und auch bei Lesungen gehört.

Jetzt ein Erzählband und Lydia Mischkulnig begann mit der ersten Geschichte, die “Kloster neu Burg”, vielleicht so oder auch anders geschrieben, heißt. Lydia Mischkulnig las sehr deutlich und sehr akzentuiert. Es ging um einen Erzähler, ich glaube, ein Mann, der mit dem Fahrrad Benzin für den Rasenmäher holen fährt, da trifft er ein Paar mit Rucksäcken, das nach einem Wanderweg fährt, die Frau trägt zuerst Kopftuch, dann Schleier, Vergleiche mit den Nonnen tauchen auf, sehr schöne beinharte Beschreibungen, die ich mir leider nicht so lang gemerkt habe, daß ich sie mir aufschreiben konnte. Es geht dann auch, um Kinder und um eine Schatztruhe und Angelika Reitzer hat Lydia Mischkulnig sehr viel dazu gefragt.

Sehr abgehoben würde ich wieder denken, denn eine Frau mit Kopftuch oder Schleier geht wahrscheinlich nicht mit Rucksack in Klosterneuburg wandern, die zweite Geschichte kann man dagegen nacherzählen, da trifft sich ein Paar in einem Hotel, wo auch ein berühmter Fotograf logiert, der fotografiert die beiden und als die sich trennen, zerreißen sie das Foto, weil sie sich nicht einigen können, wer es bekommt, so bekommt jeder die Hälfte und erst nach dem Tod des Fotgrafen bekommen sie heraus, daß es als Ganzes einen riesigen Wert hat, so sind sie gezungen sich wieder zu vereinen. Das fand ich originell, während ich bei der dritten Geschiche, die von einem Heuschreck handelt, aussetzte.

Angelika Reitzer diskutierte zwar vorher das Prekatiat, da habe ja jetzt einige junge Autoren, wie beispielsweise Friederike Gösweiner, merke ich an, davon geschrieben, wie schwer es ist, in diesem Leben Fuß zu fassen, Angelika Reitzer hat es mit “Unter uns”, glaube ich, auch ein bißchen getan. Aber, wie ist das bei den Älteren?, fragte Angelika Reitzer und meinte wohl, daß es das nicht gäbe.

Aber ich habe mich ja jetzt durch einige “Altherrenprosa” gelesen, da geht es zwar nicht um Armut und um Mindespensionen, aber um das Sterben und die letzten Lieben, mit denen sie nach Sizilien aufbrechen oder die bei Kongreßen wieder treffen und berührende Bücher über Demenz gibt es auch.

Aber Angelika Reizter ist ja ein Siebzigerjahrgang, Lydia Mischkulnig ein bißchen älter und das Prekariat ist in der Geschichte “Tiere wie wir” spürbar, da gibt es Stellenabbau,  Einsparungen und einen Heuschreck zwischen den Fensterscheiben, der nicht hinauskann, die Ich-Erzählerin läßt ihn sterben und verbindet das mit ihrer persönlichen Geschichte.

Nein, das gefällt mir nicht.

“In der Literatur ist das erlaubt!”, sagte mir in der Pause Erika Parovsky, ja ich weiß, da muß ja alles fürchterlich und übertrieben sein, um interessant zu wirken, aber wenn ich zwar schreiben kann, daß Retortenkinder Halbwesen sind, aber bei einem Vortrag gepunsht werde, dann stimmt etwas nicht und wenn ich, die unverständlich Schreibende, die das angeblich nicht kann, die Geschichte geschrieben hätte, wäre eine Putzfrau aufgetreten und hätte den Heuschreck ins Freie gelassen, aber ich weiß, die Putzfrau wurde vielleicht auch schon eingespart und wir sind wieder bei den prekären Arbeitsverhältnissen.

Dann gings in die “Schmiede” und zu Leopold Federmayr, den 1957 in Wels geboren, der schon länger in Japan lebt und dort, glaube ich, unterrichtet, in Mexiko war er, glaube ich, auch, dort erscheinen auch seine Bücher und bei “Otto Müller” ist “rosen brechen” erschienen, österreichische Erzählungen oder Erzählungen vom Land beziehungsweise aus der Kindheit und Leopold Federmayr meinte, daß er oder auch andere Autoren, daraus die Stoffe beziehen würden und Urfassungen zu den Texten wären schon in Achtziger oder Neunzigerjahren erschienen, die er  umgearbeitet hat.

Er las einen Teil einer längeren Erzählung “Das Feld”, darum geht er spazieren, es war einmal ein Fußballplatz, dann wurde wieder Kukurruz angeplantz, zum Friedhof geht er auch und als Kind ist er an der Hand der Großmutter gegangen, der Vater spielte Fußball und konnte es nicht gut und er hat im elterlichen Gasthaus Toast serbviert und dafür zehn Schilling Trinkgeld erhalten.

Es gibt noch eine andere Erzählung, mit Kurztexten, deren Titel er von Erwin Einzinger “gestohlen” hat, der das gar nicht bemerkte, als er ihn einmal einleitete und Leopold Federmayr, den ich schon ein paar Mal lesen hörte, beim “Bachmannpreis” hat er auch einmal gelesen, erzählte ein bißchen was aus seinem Nähkästchen des Schreibens und seinem japanischen Leben.

Zwei interessante Bücher, die nicht auf den LL stehen, auf die deutsche können sie ja nicht, weil keine Romane, die österreichische ist auch schon besetzt, aber das Lesen ist sicher zu empfehlen.

Geschlossene Gesellschaft zur guten Literatur

In der “Alten Schmiede” hat ja, wie schon berichtet die neue Saison mit einem Projekt und der Buchvorstellung “Was ist gute Literatur” begonnen.

Daran hat sich am Donners- und am Freitag ein Symposium, wo diese Fragen weiterdiskutiert wurden, angeschlossen.

“Interessant!”, habe ich gedacht, als ich das Programm vor ein paar Wochen zur Hand genommen habe, meine Donnerstag fünf Uhr Stunde, die ich schon eingetragen hatte, verschoben und dann erst gesehen, die vier Sessions finden im Schmiederaum, als geschlossene Veranstaltung mit Übertragung ins Literarische Quartier in den Kellerraum statt und das hat mir nicht gefallen.

Die “Alte Schmiede” hat ja schon länger an den Nachmittagen Veranstaltungen für angemeldete Schulklassen, da stand früher dabei, Restplätze für das allgemeine Publikum, jetzt wird das in den Schmiederaum und zur Videowall verbannt, was mir auch nicht gefällt, so daß ich da eigentlich nicht hingehe und ich habe die zwei Veranstaltungstage aus meinem Kalender auch wieder hinausgestrichen.

Für den Donnerstag Stunden eingeteilt, am Freitag hatte ich keine und bin am Mittwoch zu der öffentlich zugängigen Veranstaltung ins literarische Quartier gegangen.

Dort habe ich meinen Psychologiekollegen Wolfram Huber getroffen, den ich fragte, ob er zu den geschlossenen Sessions kommt, er hat nur vage geantwortet, wahrscheinlich hat er das Problem, das ich damit hatte auch nicht erkannt und am Donnerstag habe ich mich den ganzen Tag gefragt, ob ich am Freitag zu Hause bleiben und an meiner Klara-Geschichte, zu der ich wegen meines intensiven “Buchpreis-Lesens” ohnehin nicht richtig hineineinkomme, weiterschreiben soll oder doch in in die “Alte Schmiede” gehen?

Kurt Neumann hat das allgemeine Publikum am Mittwoch ja in den Kellerraum eingeladen, erklärt, warum diese Trennung, die ich eigentlich ganz ehrlich, als Diskriminierung empfand, hat er nicht dazu gesagt.

Es gab aber auch eine Alternativveranstaltung, nämlich Freitag und Samstag Kleinliteratur und Kunstfilme beispielsweise von der neuen “Veza Canetti-Preisträgerin” Ilse Kilic im WUK, aber da begannen die interessanten Veranstaltungen erst am Nachmittag und so bin ich etwas hin- und hergerissen heute morgen in die “Alte Schmiede” gegangen.

Man findet ja jetzt immer genau dort hin, wo die Veranstaltungen stattfinden, weil die Alternativtüren verschlossen sind, obwohl die Vortragenden sich schon im Schmiederaum befanden und die Assistenten, die anderen Teilnehmer und zu meiner Überraschung. auch Kurt Neumann, nahmen im Kellerraum Platz, wo eine Leinwand aufgestellt war und einige der Teilnehmer hatten Kaffee und Kipferln in der Hand, obwohl es unten nur Getränke gab.

Etwas, was mir auch nicht gefällt und nicht mit der nötigen Konzentration, die die Diskutanten im geschlossenen Raum haben würden, wie mir Annalena Stabauer begründete, als ich sie fragte, “Warum es diese komische Präsentationsform geben würde?”, zu erklären wäre.

Sie war sehr freundlich und hat gemeint, es hätten sich auch schon andere beschwert und ich habe mich, wie schon beschrieben, diskriminiert und ausgeschlossen gefühlt und finde, die Kommunikationsform auch nicht gut, denn dann hat man keinen Kontakt zu den Vortragenden, kann nicht fragen und nicht mitdiskutieren und könnte sich das Ganze eigentlich auch zu Hause als Video oder Livestream ansehen und bräuchte nicht extra hingehen.

Die erste Session begann, Thomas Eder diskutierte mit den zwei Literaturwissenschaftlerinnen Katja Mellmann und Christiane Schildknecht, den Anne CottenFerdinandSchmatz Briefwechsel. Es gab Hangouts und das Ganze war sehr interessant, weil es dabei, um psychologische beziehungsweise philosophische Literaturaspekte ging und daß es eine psychologische Literaturwissenschaft, beziehungsweise Forschungen zum “Erzähltrieb” gibt, habe ich gar nicht gewußt.

Die Session dauerte drei Stunden mit einer Pause in der Mitte. Da stieg ich mit meinem Wasserglas, die Stiegen hinauf und beobachtete, wie das Publikum die Türen öffnen wollte, um zum Kaffee zu gelangen, aber die waren ja geschlossen und Helmut Neundlinger, bei dem ich mich auch beklagte, erklärte mir, daß ihm die konzentrierte Diskussion angenhemer wäre, weil die Leute wahrscheinlich eh nur “Blödsinn” fragen würden.

Es ging aber im zweiten Teil und auf den Hangouts, um die Kommunikation und das gibt es ja einen Sender und einen Enmpfänger und das ist der Bestandteil der guten Diskussion und wenn ich im Keller sitze und auf einer Leinwand sehe, daß einen Stock über mir konzentriert diskutiert wird, kann ich eigentlich nicht wirklich kommunizieren.

Zu Mittag bin ich nach Hause gelaufen und habe mir Fischstäbchen gebraten, weil ich wengen der Bücherpost, die ich vielleicht versäume, eigentlich nicht mit einem Cheeseburger am Donaukanal spazieren gehen wollte.

Dann kam wieder eine Autorensession, nämlich die drei eher experimentellen oder sprachkünstlerisch arbeitendenen Autorinnen Birgit Kemper, Anja Utler und Martina Hefter moderiert von Florian Huber und das war sehr interessant, obwohl die Autorinnen sehr viel vom Tanz gesprochen haben.

Es wurden auch Gegenstände besprochen, die die Autorinnen mitgebracht haben, aber dann ging es ins Medias Res und zu den Fragen, ob Literatur verständlich sein müsse oder nicht und der Autor für den Leser schreibt beziehungsweise, wie das mit den großen Literaturgöttern, wie Thomas Bernhard etcetera sei, die die kleinen Autorinnen verdrängen.

Oswald Egger und seine Performances in Berlin wurden einige Male erwähnt und dann gabs nochmals eine lange Pause mit zugesperrten Türen, bis es dann, um halb acht mit dem Schlußplenum weiterging, wo man Fragen stellen durfte und die vier Herausgeber, die vier Sessions kurz vorstellten, so daß ich eine Ahnung bekam, was ich versäumt habe.

Denn da gab es auch eine Autoren- beziehungsweise eine Bibliothekar- und Übersetzerrunde.

Die Autoren waren Ilma Rakusa, Semir  Insayif und Alois Hotschnig moderiert von Anna Kim und die Bibliothekarinnen und Übersetzer diskutierten, glaube ich, auch über die Verständlichkeit beziehungsweise, ob Bücher wie beispielsweise, das von Thilo Sarrazin zum Bildungsauftrag gehören oder nicht.

Eigentlich doch ganz gut, daß ich mich in den Keller setzte, denn ich interessiere mich ja für Literatur und habe im Sommer noch vor meinem Longlistenlesen mich ja auch mit dieser Frage, beziehungsweise mit Tobias Nazemis Kriterien beschäftigt.

Ob ich bei dem Symposium wirklich herausbekommen habe, was gute Literatur ist, bin ich ich mir nicht ganz sicher, was höchstwahrscheinlich auch gar nicht möglich ist, die Verständlichkeit gehört aber sicher dazu und die Vielschichtigkeit.

Für mich ist es, wie schon beschrieben die Authentizität und auch der gesellschaftliche Anspruch, während mir die wunderschöne oder auch die experimentelle Sprache alleine eher doch zu wenig ist.

Und für die nächsten Symposien würde ich mir wieder eine Einraumlösung mit der Möglichkeit zur allgemeinen Diskussion und Fragen stellen, auch wenn die vielleicht nicht sehr genützt wird, wünschen und Kaffee und Wasser für alle oder für keinen, weil irgendwie gehört ja auch der demokratische Anspruch und die Gleichheit zur guten Literatur oder sollte ich mich da irren?

Acht Korrespondenzen zur guten Literatur

Die “Alte Schmiede” wurde, glaube ich, im Vorjahr, während meines LL-Lesens mit der Frage “Was ist gute Literatur?”, eröffnet, eine scheinbar leichte Frage, für die es aber nur subjektive Kriterien gibt und mich das mit dem “Berühren” immer etwas nervt und eigentlich, ganz ehrlich ,weiß ich die Antwort noch immer nicht, denn die meine gilt ja nicht als solche, wahrscheinlich wegen meiner “s” und Beistrichfehler und abgehoben, beziehungsweise experimentell schreibe ich ja auch nicht, deshalb verteidige ich mein Schreiben höchstwahrscheinlichauch immer sehr und habe mit dem sogenannte “schlechten Schreiben” meine Probleme.

Kurt Neumann wollte es aber ganz genau wissen und hat so vor ein oder zwei Jahren Literaten, Literaturwissenschaftler, Kritiker, etcetera zu diesem Thema angefragt, mich natürlich nicht, denn ich bin ja nicht im Insiderkreiss, aber im Vorjahr tauchte die Creme de la Creme des österreichischen Literaturbetriebs in der “Alten Schmiede” auf und Kurt Neumann kündigte ein Projekt und ein Buch an und das gibt es jetzt “Eine einfache Frage: Was ist gute Literatur?”, weil zu diesem Thema schon ein anderer ein Buch geschrieben hat und das Projekt der “Alten Schmiede” wurde heute im “Literarischen Quartier” vorgestellt.

Morgen und übermorgen wird es ein diesbezügliches Symposium geben, wo die literarische Creme de la Creme im Keller geschlossen diskutiert und das sogenannte Publikum darf sich das  im Schmiede Saal auf der Leinwand ansehen.

“So nicht!”, habe ich gedacht, obwohl ich eigentlich hingehen wollte und deshalb auch eine Stunde verschoben habe, als ich das aber mit der geschlossenen Veranstaltung gelesen habe, habe ich mir wieder welche eingeteilt und heute hatte ich auch eine sechs Uhr Stunde, denn ich habe ja einen Brotberuf von dem ich lebe und jetzt auch eine Pension beziehe, der Klient kam aber früher, so daßich pünklich die “Alte Schmiede” erreichte, wo mich die literarische Prominenz prompt wieder übersah.

Ein Ppaar haben mich aber, um nicht ungerecht zu sein, auch gegrüßt und meinen Psychologiekollegen Wolfram Huber, der sich ja sehr für Bertha von Suttner interessiert, habe ich auch getroffen.

In der letzten Reihe gerade noch einen Platz bekommen und dann ging es los mit Kurt Neumanns Projekt-Erklärung.

Anna Kim, Thomas Eder, Florian Huber und Helmut Neundlinger, die Herausgeber hatten schon am Podium Platz genommen und Kurt Neumann erklärte, daß  von den zweiunddreißig angeschriebenen, sechzehn übergeblieben sind, die dann acht Paare bildeten: Anne Cotten-Ferdinand Schmatz, Leopold Ferdermayr-Retro Ziegler, Karin Fleischanderl-Markus Köhle, Lydia MischkulnigVladimir Vertlib, Anna Mitgutsch-Christian Steinbacher, Samuel Moser-Andrea Winkler, S.J.Schmidt-Hermann Wallmann und Anne WeberThomas Stangl, die sich zum Teil kannten, zum Teil auch nicht und dann über diese Frage diskutierten.

Der Dialog ist in dem Buch abgebildet, ein paar diesbezügliche “Hammer-Ausgaben” gibt es auch und ein sozialwissenschaftliches Institut hat das Ganze valuiert und das tabellarisch dargestellt, was Helmut Neundlinger und Ruth Pfosser dann erläuterten.

Sie haben nämlich die Autorennamen abgezählt, die die Paare erwähnten, etwa fünfhundert waren es, der Star war aber Franz Kafka, das heißt, die Toten dominierten über die Lebenden, die Männer über die Frauen und das stellten sie dann dar und setzten es zueinander in Beziehung.

Interessant, obwohl es für mich noch immer nicht die Frage nach der guten Literatur klärt, aber Karin Fleischanderl beschäftigte sich in ihrem Tandem sowieso eher mit der schlechten und Textproben aus den Korrespondenzen wurden dann auch noch vorgelesen.

Dann konnte man Fragen stellen und ich denke, daß es für mich ja nach wie vor eigentlich keine schlechte Literatur gibt, zumindestens sind das für mich die Realisten nicht und auch nicht die Selfpublisher.

Wenn sich jemand echt und ehrlich bemüht und in seinen Texten auseinandersetzt, dann bin ich interessiert und das mit dem “Berühren” habe ich sowieso immer für Quatsch empfunden.

Die Authentizität wäre für mich ein Kriterium und natürlich auch der Gesellschaftsbezug, während ich es mit der angeblich so schönen Sprache nicht so sehr habe, der Inhalt ist für mich auch wichtig oder wichtiger und experimentell bin ich sowieso nicht.

Ich weiß nicht, ob ich mit meinen Kriterien alleine dastehe, wahrscheinlich, bin aber wieder sehr mit dem Longlistenlesen beschäftigt und jetzt kommt ja auch der östBp dazu, der mich aber höchstwahrscheinlich nicht sehr beschäftigen wird, weil ich außer dem Buch der  Daniela Emminger und dem des Reinhard Kaiser-Mühlecker noch nichts bekommen habe.

Der Peter Waterhouse und das Buch der Anna Mitgutsch sollen zwar noch kommen und zwei der Debuts habe ich auch, aber das Buch der Anne Cotten, die mich beispielsweise sehr interessierten würde, scheint nicht zu kommen, die schreibt aber sicher gute Literatur, weil sie auf der Bp-Liste steht.

Also lesen lesen lesen und zumindest bei dem deutschen, wo ich diesmal fast alle Bücher bekommen habe, kann ich ja mein Urteil und meine Kriterien schulen, ich bin jetzt beim neunten Longlisttitel, weiß noch immer nicht wirklich was gute Literatur ist oder, um nicht tiefzustapeln wahrscheinlich doch ein wenig. Habe nachher mit dem Wolfram noch zwei Achterln Wein getrunken und mir sein Projekt angehört.

Am Freitag gibt es einen Abschlußabend, wo das allgemeine Publikum, glaube ich, wieder life teilnehmen darf, da gibt es aber im WUK auch eine Paralellveranstaltung, wo die “kleineren Autoren,” wie Ilse Kilic, Gerhard Jaschke, also um den “Wohnzimmerkreis” lesen werden, die mich eigentlich auch sehr interessiert.

Mal sehen also, wo hin es mich verschlagen wird, die zweiundvierzigste Saison hat also begonnen, literarische Herbst hat angefangenund es geht neben dem LL-Lesen wieder mit dem Veranstaltungsreigen los.

Podium-Sommerlesereihe

Die “Sommerlesereihe des Literaturkreises Podium”, Lesungen zu einem bestimmten Thema, die meistens im Cafe Prückl, aber auch in der “Alten Schmiede” und an anderen Orten stattfinden, gibt es seit 1993.

Da hat sie Claudia Erdheim eingeführt, seit 2003 wird sie von Christa Nebenführ weiterorganisiert und da hatte ich, mit meinem  Wunsch auch mitzumachen, Schwierigkeiten, weil ihr meine Art zu schreiben, beziehungsweise meine Texte nicht gefallen und zu jammerig sind.

Ich bin auch kein Mitglied des “Literaturkreises Podium”, habe aber früher einige Texte in der Zeitschrift gehabt und war auch manchmal bei den Abschluß oder Eröffnungsveranstaltungen,  die in der “Alten Schmiede” stattfanden.

Im Cafe Prückl war ich weniger, bin ich den Sommer  auch meistens in meiner Sommerfrische und nicht in Wien, aber heuer ist es anders, da ist es sich für die letzte Veranstaltung in der “Alten Schmiede” ausgegangen und das heurige Podium Thema “Literatur und Arbeit” ist  auch sehr interessant.

Eigentlich ist es meines, könnte man so sagen, habe ich dazu doch viel geschrieben,  bin  wahrscheinlich auch so gut, wie die die anderen Eingeladenen, schreibe ich ja realistisch und kenne mich bezüglich der Arbeitswelt auch ein bißchen aus.

Die Reihe hat auch auch schon am vorigen Mittwoch im “Vorwärtsgebäude”, der ehemaligen Arbeiterzeitung stattgefunden, da war ich in der “Alten Schmiede” und am Montag, als die erste Prückl Lesung mit Armin Baumgartner, Elfriede Bruckmaier und Karin Ivancsics war, auch.

Und heute fand die Veranstaltung mit Malte Borsdorf, Konstantin Kaiser und Verena Mermer in der “Alten Schmiede” statt. Christa Nebenführ moderierte und erzählte von einem Essay den Konstantin Kaiser 1987 für das “Wiener Tagebuch” geschrieben hat.

“Hinter die Mauer gehen- Exkurs über Arbeitsweltliteratur”, hat er geheißen,  den hat er Christa Nebenführ geschickt, die ihn daraufhin eingeladen hat, Gedichte zur Arbeitswelt zu lesen und den Essay am Ende der Veranstaltung als Diskussionsgrundlage verlas und der war sehr interessant, beziehungsweise sehr polemisch, bezog sich Konstantin Kaiser doch auf den damals existierenden “Max von der Grün Preis”, auf die “Werkkreise der Literatur der Arbeitswelt” und meinte, daß eine Literatur der Arbeitswelt auch eine “Befindlichkeitsliteratur” wäre und daher in Frage gestellt werden sollte.

Das sehe ich ein bißchen anders, denn als ich 1973 literarisch zu schreiben angefangen habe, gab es gerade Michael Scharangs “Charly Traktor” und die realistischen Romane von Wolfsgruber und Innterhofer, die heute vielleicht schon wieder vergessen sind. Sie waren ein realistisches Aufblitzen in einer ansonsten eher experimentellen Literaturszene, aber wahrscheinlich das, wie auch ich schreiben wollte und so habe ich im “Arbeitskreis schreibender Frauen” auch begonnen, beziehungsweise habe ich mit ihm, das war, glaube ich, 1982, beziehungsweise Bärbl Danneberg, Hilde Langthaler, Elfriede Haslehner, Sigrid Faber, Erika Danneberg, Brigitte Gutenbrunner, ein Wochenende in der Steiermark auf einer Alm mit dem “steirischen Werkkreis der Literatur der Arbeitswelt” verbracht. Dann kam auch der “Max von der Grünpreis”, wo ich regelmäßig meine Texte, zum Beispiel, meine “Slavica”, mit der ich dann auch einmal nach Kärnten, als es dort kurzfristig einen “Preis der Arbeit” gegeben hat, eingeladen wurde, schickte.

In Linz habe ich nie etwas gewonnen, mit der “Slavica” nur fast, wie mir einer der Juroren sagte, wurde aber 1987 zu einer Schreibwerkstatt eingeladen, wo ich Traude Korosa und auch den lieben Rudi kennenlernte, der damals Linzer Stadtschreiber war. Ilse Kilic hat in diesem Jahr, glaube ich, einen der Preise gewonnen.

Der “Max von der Grünpreis” wurde dann auch eingestellt, wie es auch die “Werkreihe zur Literatur der Arbeitswelt”, die in den siebziger Jahren bei “Fischer”, glaube ich, herausgegeben wurde, längst nicht mehr gibt.

Den “Luitpoldt-Sternpreis”, wo ich mich auch beteiligt habe und auch ein paarmal was gewonnen habe, gibt es ebenfalls nicht mehr und vielleicht auch keine Autoren mehr, die sich mit der Arbeitswelt befassen.

Das stimmt, glaube ich, nicht so ganz, denn es gibt ja noch einen Werkkreis um Gerald Grassl und Christian Schreibmüller“Volksstimmefest” auftreten und es gibt das “Linke Wort” beim “Volksstimmefest” und da wird ja auch “Literatur zur Arbeitswelt” gelesen, aber die Arbeitswelt hat sich seit den Siebzigerjahren sicherlich geändert,  ist glänzender, aber auch viel brutaler geworden.

Die  1984 geborene Verena Mermer, die  auch schon beim “Linken Wort” gelesen hat und die ich im Rahmen, der von Semir Insaif geleiteten Schreibwerkstatt in der “Gesellschaft für Literatur” kennenlernte, schreibt, glaube ich, in einer sehr modernen frischen Art von der Welt der Sekretärinnen und Kellner oder Köchinnen in Cateringsfirmen. Während der  1981 in Reutlingen geborene Malte Borsdorf, einen viel konventionelleren Textauszug brachte, schreibt er doch an einem Roman über die Hamburg er Sturmflut von 1962, “Die Arbeit der Scheuerleute”, wo es um Solidarität, Unterdrückung und Ausbeutung ging.

Dazwischen las Konstantin Kaiser seine Stadtgedichte, zitierte Theodor Kramer und Siglinde Bolbecher und in der Diskussion über die Begehrlichkeit und die Befindlichkeit der Arbeiterliteratur ging es auch weit in die Geschichte zurück.

Christa Nebenführ zitierte einen Roman von Alexander Chronin, man könnte aber auch B. Traven oder Hans Fallada anführen oder überhaupt die “Büchergilde Gutenberg Bücher”, die sich in der Bibliothek meiner Eltern in der Wattgasse befanden.

Christa Nebenfür stellte auch die Frage, ob die Arbeiterliteratur nicht auch von bürgerlichen Schriftstellern geschrieben wurde?

Zum Teil sicherlich, zum anderen Teil wurden durch den “Max von der Grün” und den “Luitpold Sternpreis” und die “Werkkreise zur Arbeitswelt”, glaube ich, auch Arbeiter zum Schreiben animiert, die aber inzwischen wieder damit aufgehört haben dürften und die “Werkreihe” hat vielleicht auch nicht so viele Leser gehabt, weil realistische Literatur ja auch nicht für so vollwertig gilt.

So gesehen ist die “Podium-Sommerlesereihe” sicherlich sehr interessant und wichtig. Montag bin ich ja diesen Sommer nicht so oft in Wien, aber vielleicht geht es sich an den Mittwochen noch aus hinzugehen und das “Linke Wort” beim “Volksstimmefest” hat heuer auch ein ähnliches Thema, das allerdings genaugenommen “In Arbeit” heißt, so daß man hier auch seine “Work in Progress” vorstellen kann, was zu Christa Nebenführs Eingangsfrage, ob “Literatur nicht vielleicht auch Arbeit” ist, zurückführt und die Antwort lautet ganz eindeutig ja, in meinen Schreibberichten, kann man die meine ein bißchen nachvollziehen.

Antonio Fians Schwimmunterricht

Oder Band sechs der bei “Droschl” erschienenen Dramolette, die am Montag in der “Alten Schmiede” von Angelika Reitzer moderiert und vorgestellt wurden.

Ich weiß nicht, ob ichs schon mal geschrieben habe. Ich habe ein “Feibord” in Harland, wo alle Staatsstipendiaten und Preisträger eines Jahres einen Text drin hatten.

Viele bekannte Namen, Werner Herbst hat damals den “Preis der Stadt Wien” bekommen, Gerhard Ruiss sitzt am Titelbild am Klo, Paulus Hochgatterer, Karl Markus Gauss waren damals bei den Stipendiaten und natürlich der 1956 in Klagenfurt geborene Antonio Fian.

Sein Text, daran kann ich mich noch erinnerm, hieß oder handelte vom “Konstantinhügel” im Prater und dann ist Antonio Fian, der vor ein paar Jahren einmal auf der Longlist des dBps stand, ja bekannt für seine “Dramolette”, die wie Angelika Reitzer genau erklärte, zuerst im “Falter” und jetzt im “Standard” erscheinen und sechs jeweils bei “Droschl” erschienene Bände gibt es auch.

Angelika Reitzer hat genau die Namen aufgezählt und die Erscheinungsjahreszahlen dazu gesagt “Was bisher geschah”, “Was seither geschah”, “Alarm”, “Bohrende Fragen””Man kann nicht alles wissen” und  zuletzt erschienen “Schwimmunterricht” und da habe ich, glaube ich, von den fünfzehn vorgetragenen Dramulette, die ersten sieben schon bei “Literatur und Wein” in Göttweig gehört.

Die erste nicht, denn das war eine Rede, im Stehen vorgetragen und erinnerte mich sehr an die, die Armin Baumgartner im Amtshaus Margareten vor kurzem vortrug, die mich wieder an Gert Jonke erinnert hat, aber das war ja auch ein Kärtner und von Antionio Fian von  dem ich den Erzählband “Helden Ich Erzähler”, auch bei “Droschl” erschienen und den ersten “Dramuletten-Band” in meinen Regalen habe, habe ich auch meine Lieblingsdramulette, die ich ja gelegentlich, nicht regelmäßig und systematisch, am Samstag im “Standard” lesen.

Vom ersten habe ich vielleicht auch schon geschrieben, habe ich Antonio Fian ja schon öfter bei Lesungen gehört, das ist das von der schwerhörigen alten Frau und ihrer durch künstliche Befruchtung entstandene Tochter, die zum Kasper lernen gehen will und jetzt aus aktuellen Anlaß, das zur Wahlwiederholung.

Die FPÖ hat eine Kameria in der Wahlzelle damit alles mit rechten Dingen zu geht, anbringen lassen und ist entsetzt, wieviele Leute den anderen wählen, das kann man nicht anfechten, das mit der Kamera schon.

Antonio Fian begann also mit seiner “Nonsenserede” die er 2013 für die “Wiener Festwochen” geschrieben hat, dann kam ein Gespräch mit Angelika Reitzer, die auf Nestroy, Kraus und Bernhard hinwies und die Dramuelette analysierte und dann die ersten sieben Stücke, die ich schon in Göttweig hörte, das von “Bin Ladens Tod”, den die ganze Welt begrüßt, die drei Muttertagsstücke, von dem Sohn, der kein T aussprechen kann und die Mutter und die Großmutter machen ihn lächerlich, die zwei von den Schülern, die sich wegen einem Mädchen verprügeln und die Lehrerinnen schauen zu und das mit der Radikalisierung und auch das, wo der Fleischfresser in Kärnten beim Daten einer Vegetarierin gegenübersitzt. Das siebente war dann das, wo Günther Grass am Wörtersee sitzt und dann wurde es, weil die Lesung ja in der “Alten Schmiede”, im “Literarischen Quartier” stattfand, literarisch, wie Antonio Fian, zu dem Erich Hackl und noch andere Interessierte gekommen waren, feststellte, ja richtig, das habe ich jetzt vergessen, Angelika Reitzer sprach Antonio Fian noch auf Andre Heller an, den er in seinen Stücken sehr oft erwähnen wüde.

Es kamen dann aber noch einige, die von Norbert Gstrein und Marlene Streeruwitz handelten und der Kafka, beziehungsweise sein “Amerika” blieb über, Marcel Reich Ranicky, der österreichische Torberg oder Hans Weigel tauchte auf und Sigrid Löffler und man bekam Lust sich in die Dramulette einzulesen, die sehr politisch, aber auch sehr literarisch sind und ich habe ja noch einiges liegen, welch Glück, daß ich eine solche Büchersammlerin bin und auch den “Standard” gelegentlich lese.

Und warum es “Schwimmunterricht” heißt, kann ich zum Schluß auch noch veraten. Das Titelstück war nämlich die Zugabe und handelte von einem Kärntner Vater, der seinem Sohn, das Schwimmen beibringt und ihm dabei einige “Flaschen” gibt.

Vor der Vermarktung

Ich interessiere mich ja, wie meine Leser wahrscheinlich wissen, sehr für das Schreiben, den Schreibprozess, veröffentlichte und auch unveröffentlichte Arbeiten und so ist mir  die heutige “Schmieden-Veranstaltung” gerade recht gekommen, stellte doch der 1967 in Völklabruck geborene Franzobel, der  “Bachmannpreisträger von 1996 war, sein Work in Progress “Das Floss der Medusa – eine Parabel über das Menschsein, über Moral und Zivilisation, Aufstände, Träume, Hoffnungen, Verantwortung, Lebenswille, Glaube, Liebe, Tod”, wie im Programmfolder sehr umfangreich angekündigt worde, vor, zeigte Materialen und las unter dem Titel “Literatur im Freiraum – vor der Vermarktung” Textpassagen seinen entstehenden Romanes, der 1917 bei “Zsolnay” erscheinen soll.

Und das ist ja interessant und spannend, etwas über die Schreibprozesse und, wie der Autor es macht, zu erfahren, auch wenn manche Autoren sich weigern, sich in ihre Karten blicken zu lassen.

Andere tun es und ich kann gleich anmerken, daß das auch Thema des nächsten “Volksstimmefestes” sein wird.

Das heißt “In Arbeit”, was immer man sich darunter vorstellen mag, es können aber auch “Works in Progress” präsentiert werden und das habe ich mit meinen “Berührungen” auch vor.

Aber zurück zu Franzobel, der ja seit seinem “Bachmannpreisgewinn” sehr berühmt wurde und auch ein  großer und wahrscheinlich  ungewöhnlicher Sprachkünstler ist.

Seinen Krimi “Wiener Wunder” habe ich mir ja vor zwei Jahren bei der “Buch Wien” erraten, aber noch nicht gelesen, jetzt gibt es schon eine Fortsetzung, nämlich “Groschens Grab”, das jetztige Projekt ist aber ein Historienroman, handelt es sich bei dem “Floß der Medusa” ja um das Schicksal von hundertfünfzig Schiffbrüchigen der Fregatte Mesusa, die 1816, mit einem Floß das Festland erreichen wollten”, wie weiter im Programm seht.

Es gibt auch ein berühmtes Gemäde dazu, das Franzobel gleich einmal projezierte und dann die ersten seiner schon vorhandenen dreihundert Seiten las.

Da kommen fünfzehn ausgemerkgelte, halbverhungerte Gestalten auf einem Floß an, haben ihren Urin getrunken, Menschenfleisch gegessen und sind auch darüber verrückt geworden. Das Ganze sollte eigentlich vertuscht werden, was aber nicht gelungen ist.

So gibt es viel Material darüber, mit dem sich Franzobel beschäftigt hat, wie er nach seinem ersten Lesungsteil erzählte, er war auch in Frankreich, von wo das Schiff ausgefahren ist und in Senegal, hat zu Recherchezweicken “Moby Dick”, “Die Schatzinsel” und anderes gelesen, sich mit der Seefahrtkunst beschäftigt, zeigte Bilder von Knoten und auch Floßnachbildungen aus Wurstsalat.

Ja, das Essen ist für die Schiffbrüchigen sehr wichtig, die viele von denen, die unrsprüglich auf das Flßo gestiegen sind, von Bord geworfen haben, um zu überleben, überlebt haben eine Marketenderin, aber auch die höheren Chargen, weil, die unteren als erstes von Bord gingen und die Kranken wurde auch ins Meer geschmissen, damit das Floß leichter wurde und Überlebenschancen  höhrer.

Das gibt natürlich Paralellen zu den Schiffbrüchigen im Mittelmeer, bei der Diskussion wurde auch danach gefragt, Franzobel ist aber kein reiner realistischer Schreiber, so hat er sich bevorzugt mit dem historischen Stoff beschäftigt, da er aber auch keinen reinen historischen Roman schreiben wollte, hat er einen Erzähler aus der Gegenwart eingefügt, der dann auch immer berichtigend eingreft und sagt,”Falsch, das oder das hat es 1816 noch nicht gegeben!”

Einen Schiffsjungen hat er auch erfunden und andere Figuren, er las dann noch ein Stück aus dem hinteren Teil und brillierte wieder durch seine Sprachgewalt, so daß er, wie Kurt Neumann abschließend erwähnte, ein ähnliches Farbgemälde, wie der Maler Gericault schuf oder zu schaffen dabei.

Eine interessante Geschichte und spannend in das “Nähkästchen des Schreibens” zu blicken. Ich lese ja auch zu meinen Texten immer was zur Recherche, den John Irving und Sibylle Berg für “Paul und Paula”, den Stefan Zweig für die “Berührungen” und ich google auch sehr viel, wie es Franzobel ebenfalls tat, nur die Recherchereisen spare ich mir meistens ein, bekomme ich ja wahrscheinlich kein Stipendiu dafür

Aus dem Publikum kamen interessierte Fragen und spannend im nächsten Jahr den fertigen Roman zu lesen, der sich bis dahin ja auch noch verändern kann.

Von Franzobel kann ich noch erwähnen, daß er auch Juror beim “Ohrenschmaus” ist, und der wird ja heuer bei der “Buch Wien” wie ich auch schon verraten kann, prominent vorgestellt.

Von Kriegsgedichten zu Dreigroschenoper

Die “Polyversale” ist heute, während die Fußball-EM noch einige Tage dauert mit einer äußerst interessanten Lesung, nämlich mit der des 1974 bei Luhansk geborenen Serhij Zhadan, der seit Sommer 2014, alles aufschreibt, was ihm im ostukrainischen Kriegsgebiet widerfuhr.

Eine besondere Veranstaltung, die Kurt Neumann gerade einleitete, als ich das “Literarische Quartier” erreichte. Der ukrainische Botschafter mit seiner Frau war da und auch sehr viele Ukrainer im Publikum, was ich weiß, weil  Kurt Neumann danach fragte, um festzulegen, ob zuerst auf Deutsch oder Ukrainisch gelesen werden sollte?

Das tat Kurt Neumann, obwohl Serhij Zahadan, der Germanistik studierte, gut Deutsch sprach und Erich Klein moderierte.

Ein interessantes Projekt oder ein dreiteiliger Band, ob es dabei wirklich, nur um Lyrik ging, habe ich nicht ganz verstanden oder hätte die Portraits und Skizzen im ersten Teil eigentlich nicht dafür gehalten.

“Warum ich nicht im Netz bin – Gedichte aus dem Krieg”, heißt der Band, der offensichtlich noch nicht erschienen ist, jedenfalls verwies Kurt Neumann auf ältere Bücher auf dem Büchertisch und meinte, daß man sich das Neue in einigen Wochen kaufen können würde. Man solle nicht darauf vergessen, aber da wird es ja schon die Longlist des dBp geben, wo ich wieder mitlesen werde und die “offiziellen Bücherblogger” haben sich auch schon gebildet.

Aber ich schweife vom Thema ab, das war ja Serhij Zhadans Kriegsgedichte, die im ersten Teil aus Portrais, beispielsweise, des, des zweiunddreißigjährigen Tätowierer Antons, der noch bei seinen Eltern lebte und dann erschossen wurde oder das von den beiden frommen Männern, die in einem Keller vergessen wurden, bestanden.

Die “Gedichte aus de Krieg” im zweiten und wahrscheinlich auch dritten Teil, waren Lieder und bezogen sich auf mittelalterliche Gesänge, von Rilkes “Marienleben” war auch die Rede, das scheint Serhij Zahdan übersetzt zu haben und im Gespräch mit Erich Klein ging es,  um ein Gedicht von Joseph Brodsky über die Ukraine, das er vor etwa zwanzig Jahren, als er schon zwanzig Jahre in den USA lebte, geschrieben hat und um einen russischen Dichter mit dem Serhij Zhadan und Juri Andruchowytsch bei einer Literaturveranstaltung nicht diskutieren wollten.

Sehr beeindruckend für eine, die sich im Jahr 2014, als  des ersten Weltkriegs gedacht wurde, ja auch mit der Ukraine und Donezk in ihren “Schutzengelchen” beschäftigt hat und in den “Somererlebnissen” kommt Donezk beziehungsweise, die Studentin Jelena Malatschuk, die dort lebt, ja auch vor und jetzt beschäftige ich mich mit dem “Braven Soldaten Schwejk”, der auch vom ersten Weltkrieg handelt und Gedichte gibt es in dem Buch auch.

Als es aus war, drängte ich mich an denen, die sich Bücher signieren ließen vorbei und ging wieder, wie in der Vorwoche, über den Karlsplatz nach Hause, weil ich mir das Program fürs “Kino unter Sternen” holen wollte.

Es lief gerade das Vorprogram und weil es Platz gab, sonst ist ja meistens alles besetzt, setzte ich mich nieder und erfuhr, daß es G.W. Papst Verfilmungder ” Dreigroschenoper” frei nach Berthold Brecht aus dem Jahr 1931 zu sehen gab, was sehr interessant war, vor allem weil Andreas Kugler im Vorgespräch viel von dem Film und dem Unterschied zu dem Brecht Original erzählte und ich darauf gekommen bin, daß ich Beides noch nicht gesehen habe. Die berühmten Lieder kannte ich, den Inhalt aber eigentlich nicht. Dann rief mich noch die Ruth von hinten an, so daß ich sitzen blieb und in das Jahr 1931 beziehungsweise in ein eigentlich sehr modernen London, hineinglitt, in dem es schon ein Telefon gab, zwar wahrscheinlich noch ein älteres, als es der brave Soldat  benutzte und ich dachte das würde im sechzehnten Jahrhundert spielen, aber G. W.Papst hat die Handlung offenbar sehr verändert, weil, wie Andreas Kugler anmerkte Berthold Brecht nicht viel vom Fiulm verstand.

Sehr interessant die Geschichte von den Bettlern, die die Krönung stören und von der Polly, die ihren Mackie am Schluß zum Bankdirektor macht, was offenbar auch eine Adaption war, wenn ich es recht verstanden habe.

Als die Nazis kamen wurden Film und Stück verboten und nun habe ich auch die “Dreigroschenoper” gesehen und neue, beziehungsweise alte Gedichte über den ukrainischen Krieg gehört, womit die “vierte Poliversale” erfolgreich zu Ende gegangen ist, wie Kurt Neumann  am Schluß in der “Alten Schmiede” erwähnte.

Poliversale mit literarischer Erleuchtung und kanadischen Star

“Eigen Sinn moderner Lesart alter Dinge”, unter diesem etwas kryptischen Titel, stellte die1936 geborene Marie- Therese Kerschbaumer, die ich vor fast vierzig Jahren im “Arbeitskreis schreibener Frauen” kennenlernte und dann immer wieder in der GAV und bei den IG-Autoren traf, in der “Alten Schmiede” im Rahmen der “Literarischen Erleuchtung” Rainer Maria Rilkes “Buch der Bilder”, “Neue Gedichte” und “Marienleben” vor und tat das in ihrer  Lesart auf eine sehr interessante Weise

Vorher kommentierte Kurt Neumann ein bißchen die Zusammenhänge zwischen Rilke und der anschließend auftretetenden  Anne Carson, dann ging es hinein in den speziellen Rilke Ton, den wir  noch von der Schule im Ohr haben und am Sonntagmorgen bei der “Holden Kunst” im Radio hören.

Interessant, daß Marie Therese Kerschbaumer, von ihrer Aufregung sprach, die sie vor der Lesung hatte.

Julian Schutting, Lisa Fritsch, Herbert J. Wimmer, waren unter anderen im Publikum, die Kollegen, von denen sie auch öfter geschprochen hat.

Sie begann mit einem 1924 entstandenen Gedicht, das sich auf den Sommer und die Sonnenwende bezog und das wie sie anschließend erklärte, kurz vor dem Tod des Dichters, der von 1875 bis 1926 lebte, entstanden ist.

Dann kamen noch ein paar biografische Daten.

Ingeborg Bachmann wurde 1926 geboren, Friederike Mayröcker 1924 haben also eine Zeit gemeinsam mit dem großen Dichter gelebt, Hugo von Hoffmannsthal und Marcel Proust erwähnte Marie Therese Kerschbaumer noch und ich ergänze Stefan Zweig, der ja in der “Welt von Gestern” erwähnt, daß er Rilke, während des ersten Weltkrieg im Kriegsarchiv untergebracht hat.

Der Sensible war ja nicht sehr kriegstauglich, obwohl er eine militärische Schulbildung durchlaufen hat, dann eine Handelsschule besuchte und danach schon seine ersten Gedichte schrieb, die von “Engeln” handelten und manchmal nicht immer jenen charakteristischen Ton hatten, der sich sofort zuordnen läßt.

“Du bist das Bild, ich aber bin der Rahmen” oder das berühmte”Herbstgedicht” “Herr, es ist Zeit”, der “Panther”, den der legendäre Horaft Unger, der früher die Kunstsektion leitete und die Stipendien vergab, wie Marie Therese Kerschbaumer zu  erzählen wußte, auswendig konnte.

Sie erzählte auch von der Frömmigkeit, die Rilke einmal in russischen Kirchen, sie während ihres Studiums in Bukarest erlebte und glitt so langsam durch Rilkes Leben.

Dann gab es  eine Pause in der ich mich ein bißchen mit der Dichterin unterhielt.

Die Autogrammsammlerin tauchte auf, denn, um acht gab es einen kanadischen Star, nämlich die 1950 geborene kanadische Dichterin Anne Carson, deren Buch “Decreation – Gedichte-Oper-Essays” von der 1973 in Schwandorf geborenen Autorin Anja Utler übersetzt wurde und der Raum füllte sich.

Michael Hammerschmid, Angelika Reitzer, der ungarische Dichter Zoltan Lesi, den ich vor kurzem in der “Gesellschaft für Literatur”, sowie im “Literaturhaus” hörte und und und….

Anja Ultler leitete ein und stellte die Autorin vor, dann begann eine zweisprachige Lesung, die fast eine Performance war.

“If- oder “Wenn-” Gedichte, die wie Anne Carson erklärte, zu dreiviertel um wären, wenn das Wort “Freud” zu hören wäre.

Dann kam ein Essay über Proust beziehungsweise seine Albertine und dann ein Talk mit dem Publikum, das Anne Carson in zwei Teile beziehungsweise zwei Chlre einteilte, die “Kauf ein” bzw. “Es ist ein tolles Schnäppchen!” rufen mußten.

Eine interessante  Lyriksession und eine ungewöhnliche Dichterin, die dann noch ihre Bücher signierte und ich habe wieder eine neue Stimme kennengelernt, beziehungsweise mein Rilke-Schulwissen aufgefrischt, von dem ich mir im Sommer nach meiner Matura eine dreibändige Werkausgabe kaufte und von Marie-Therese Kerschbaumer, die mich  durch den “Arbeitskreis schreibender Frauen” und indirekt in die GAV führte, habe ich auch schon einiges gelesen, beziehungsweise sie auf den verschiedensten Veranstaltungen in Wien, Mürzzuschlag, etcetera gehört und dort bin ich mit ihr und mit Gerhard Kofler, glaube ich, auch einmal ins Brahms-Museum gegangen, als es dort die Feste für Ernst Jandl, Gerhard Rühm, Friederike Mayröcker, etcetera, zu denen die GAV ihre Mitglieder eingeladen hat, noch gab.

Poetische Blickwinkel auf Homers Odysse

Im “Hammer”, Nummer 75, der Zeitschrift der “Alten Schmiede” ist im vorigen Jahr Barbara Köhlers “Penelopes Gewebe” ein Text als “Zentralstruktur der Odyssee des Homers” erschienen und heuer hatte die 1959 in der DDR geborene Lyrikerin, die am Johannes R. Becher Literaturistitut studierte, die Ernst Jandl Dozentur für Poetik, ein “Gemeinschaftsprojekt der “Alten Schmiede” und des “Instituts für Germanistik” inne, was bedeutete, daß im Rahmen der “Poliversale” zwei Abende zum Thema “Seitenverhältnisse -Andererseits – Einerseits- (des eigenen Blickwinkels auf die Homersche Odyssee” stattfanden,  in denen die “Seitenverhältnisse von lechts und rinks, vom vom zum zum, vom Ost und/nach West, von Schrift und Raum, Poetik und Poesie von Realem und Imaginären u.s.w. und darüber hinaus”, wie im Programmfolder steht, beleuchtet werden sollten und die sich vorwiegend an Studierende wandte, die, wenn ich es richtig verstanden habe, sich schon ein ganzes Semester lang unter der Leitung von Thomas Eder mit diesen Thema beschäftigten, das am Mittwoch noch mit einem eigenen “Konservatorium” für die Hörer und Hörerinnen der beiden Vorlesungen beendet werden sollten.

Das habe ich wiederum nicht so genau gelesen, so daß ich ziemlich unbedarft in die Veranstaltung hineinplatzte, während die Studenten, die auch trotz der gleichzeitig stattdindenden Fußballmatsches und Österreich hat wiedermal gespielt, zahlreich erschienen waren, wie Thomas Eder in der Einleitung erklärte, sich in einer eigenen Veranstaltug auf die Fragen vorbereiteten, die sie der Autorin stellen sollte.

Ich war zwar nicht die einzige, die das allgemeine Publikum darstellte, der Lehrer aus Retz und Dine Petrik waren auch gekommen, bin aber bezüglich Homer und Odyssee, bezüglich meiner Hauptschulbildung ein bißchen ahnungslos, obwohl sie mir Barbara Köhler schon einmal in einer “Stunde der literarischen Erleuchtung”, näherbrachte.

Was das Bloggen und meine Beschäftigung mit der Literatur betrifft, bin ich aber , sowohl mutig als auch neugieig, also hinein in das Vergnügen und versuchte zu verstehen, was zu verstehen war.

Denn es begann mit den Fragen der Studenten, danach folgte aber eine Textprobe aus dem “Hammer” und der Student der neben mir saß, las dann noch ein Stückchen auf Altgriechisch vor und so wurde von links nach rechts von oben und nach unten gewandert, beziehungsweise die beiden von mir versäumten Vorlesungen durchbesprochen und ich bekam, ob der Fragen der Studenten auch noch einen allgemeineren Einblick in die Werke Barbarba Köhlers, die ich ja auch schon  in der “Alten Schmiede” in ihrer Funktion als Übersetzerin hörte.

Barbara Köhler erläuterte ihre Art zu arbeiten, gab Einblick in ihre Altgriechischkenntnisse und meinte, daß man ihre Texte am besten laut lesen solle, damit ein Geräuschraum entsteht und meinte, daß sich sich noch mehr und intensiver mit Homer und der Odyssee beschäftigen wolle, von dessen Nachdichtungen sie, die von Joyce, als die ihrer Meinung nach beste lobend erwähnte.

Am Schluß der Fragenrunde, wo es auch, um Namen und ihre Zuordnung ging, las Barbara Köhler  noch einen Text, wo es um die Schönheit ging und die Studenten konnten sich anschließend,  zu einer Prüfung anmelden.

Mir bleibt es den “Ulysses”, der sich ja auf meiner Leseliste befindet, endlich mal zu lesen und mit Barbara Köhler läßt es sich, die vor ihrem Literaturstudium Textilfacharbeiterin und Altenpflegerin war, auch noch beschäftigen.

Im Netz sind jedenfalls einige Videos mit Lesungen von ihr zu finden.

Verwundung, Sprache, Evidenz am zehnten Dichterabend

Es war ja schon der zehnte Abend der “Poliversale 2016”,  wie Michael Hammerschmid am Donnerstag in der “Alten Schmiede” erklärte und diesmal wurden zwei wirklich sehr verschiedene Dichterinnen, in einem sehr vollen Schmiederaum präsentiert, von denen ich Christine Huber, die “Dicht-Fest-Organisatiorin” und ehemalige GAV-Generalsekretärin, schon kannte, beziehungsweise ihren bei der “Ediotn Art und Science” erschienenen Band “Sand im Gegenschuß” schon im “MUSA” hörte.

Die 1963 in Wien geborene Christine Huber ist ja für mich die experimentelle Dichterin, die, wie  wieder Michael Hammerschmid erklärte, mit der Sprache spielt, jongliert, ihr entschlüpft, sich alle Wege offen läßt und sich besonders darüber freute, daß Michael Hammerschmied, im Programmheft schrieb, “daß sie zeigt wie sehr   Sprache unser Denken und Vorstellung lenkt”.

Es gibt auch acht Graphiken in dem Band, die eigentlich Gedichte sind oder Überschriften und kein Inhaltsverzeichnis, aber über die Graphiken, kann man den verstehen. meinte Christine Huber und dann ging es bei  1970 geborenen und in Südtirol auf einem Bauerhof lebenden Roberta Dapunt, die in Italienisch und Ladinisch schreibt, weg von der konkreten Poesie, in die Natur,  die Landschaft und die Religion.

Um Poesie geht es in dem bei “Folio” erschienen Band “Dies Mehr als Paradies”, der schon 2008 auf Italienisch erschien und von einem Übersetzerkollektiv auf Deutsch übertragen wurde, auch.

Roberta Dapunt, las glaube ich zwölf Gedichte, einige davon mehrsprachig, daß sie von der Trauer handeln, hat Michael Hammerschmid schon vorher erklärte, der dann etwas sprachlos wurde und nicht recht wußte, was er Roberta Dapunt zu ihren starken Texten fragen sollte?

So daß sie  erklärte, daß sie seit zwanzig Jahren in einem stark religiös motivierten Haus wohnt, in dem nichts verändert wurde und sie das Ladinische, ihre Muttersprache in sich trägt, wenn sie Italinisch schreibt, so daß sie ihren ganz eigenen Sprachstil hat und sich natürlich auch über ihre Poesie und das Schreiben freut.

Also wieder zwei sehr interessante Dichterinnen und der Kontrast vom Experimentellen zu der Natur und der ursprünglichen Frömmigkeit ist ein nicht zu überbietenter, hatte aber seinen Reiz.