Kein Lesen in Frankreich

Eigentlich hätten wir am Montag mit dem Camper nach Frankreich fahren wollen. Der Alfred ist ja sehr reiselustig und jetzt geht es mit dem Karli nicht mehr soviel, weil der inzwischen mit seiner Freundin auf Reisen geht.

Also zu Ostern nach Sizilien zur Karfreitagsprozession, das haben wir dann weggelassen. In Krems und Göttweig bei der “Literatur und Wein” waren wir und in Leipzig und vor ein paar Wochen sind wir den Main von Bamberg nach Mainz entlanggeradelt. Dann zwei Wochen Campingurlaub, wo ich meine französischen Bücher lesen hätte können, die auf der 2023 Liste stehen und dann gleich eine Woche mit Alfreds Wandergruppe in die Berge, aber dann kann ich keine Stunden machen, habe den “Bachmann-Preis” versäumt und das Gstöttmaier-Buch das ja bei der “Buch-Wien” präsentiert werden soll muß ich auch lektorieren und das Vor-bzw. Nachwort einfügen und das Manuskript bis Ende Juni an den “Ohrenschmaus” schicken, was ja an sich kein Problem sein sollte, denn die Frau Pölzguter hat mir ohnehin schon fast fertiges Manuskript geschickt, das ich nur von sechsundvierzig Seiten auf zweiundsiebzig gebracht und einige Zeichnungen und Handschriftenproben eingefügt habe.

Ich habe aber, wie schon beschrieben, seit April Probleme mit meinen Computer. Da ist er nämlich eingegangen, also ein neuen Aku und dann ist das Trackpad nicht gegangen. Einen neuen Computer bestellen. Als wir von Mainz zurück waren, konnte der Alfred ihn vom Händler holen und für mich einstellen.

Aber dann konnte ich drauf keine Anträge schreiben und auch das Manuskript nicht korrigieren. Mich also immer mit dem Alfred um seinen Computer streiten wo das problemlos ging und jetzt bin ich mit dem Manuskript am Mittwoch fertig geworden und habe es auch schon abgeschickt.

Die Frankreich-Reise haben wir schon vorige Woche abgesagt. Ich habe mir Stunden eingeteilt, die kleine Lia hat nächste Woche ein Kindergartenfest und will Oma und Opa dabei haben und ein paar Veranstaltungen, die der Alfred besuchen will, gibt es auch.

Also keine französischen Bücher lesen. Da haben sich auf meiner Liste ja einige angesammelt, die ich zum größten Teil von der lieben Doris, mit der ich regelmäßig Bücher tausche, bekommen habe.

Da wäre einmal Marion Messinas “Fehlstart”, Philippe Lancans “Der Fetzen”, das mir die Doris sehr empfohlen hat und Lettitia Columbani “Der Zopf” auch ein vor kurzem sehr besprochenes Buch.

Im ersten Corona-November wo es kein Geburtstagfest gab, habe ich eine Bücherschrank-Tour unternommen und bin mit einem sehr gefüllten Sack zurückgekommen, in dem auch Frederic Beigbeiders Salinger-Buch war und ein paar Francoise Sagans muß ich auch in meinen Regalen liegen haben.

Wär also eine gute Idee meine Backlistbücher aufzulesen. Allerdings warten auf der Liste noch ein paar Rezensionsexemplare, die ich vorher lesen sollte und damit dann vielleicht nicht fertig bin, wenn im August die neue deutsche Bp-Liste bekannt gegeben wird und im September die österreichische etcetera.

Ich lese jetzt sehr langsam, bin aber, weil ich eigentlich nicht sehr reiselustig bin, nicht so enttäuscht und komme mit den Harlander Sommerfrischenwochenenden, wo ich neben lesen und baden auch radfahren kann, auch gut zurecht.

Kann ich da ja den Bachmannpreis hören und das fünfzehnjährige Blogjubiläum, das ich fünfzehn Tage lang feiern will, gibt es auch.

Da sind wir dann zwar schon wandern, aber feiern kann man trotzdem und den Jubelartikel und vielleicht auch ein bißchen mehr, wird es geben.

Also auf in den schönen Sommer, wo ich endlich nach zwei Monaten, wo ich nicht dazugekommen bin, den “Ukraine-Blues fertig machen kann und eine Idee für ein neues Buch gibt es auch schon.

Vom Main zum Kuba-Fest

Gut zurückgekommen von der vierzehntägigen Main-Radfahrt von Bamberg nach Mainz. Inzwischen ist der Sommer nach Wien gekommen und die kubanische Gesellschaft feierte ihr jährliches Sommerfest.

Seit der Alfred von ein paar Jahren mit dem Karli in Kuba war, ist er Mitglied der Gesellschaft und geht fast jeden Montag zu den wöchentlichen Veranstaltungen. Ich eher weniger, obwohl ich mich da ja wahrscheinlich mit dem Omikron-Virus angesteckt habe. Zu den Sommerfesten aber schon und ein paar Mal war ich auch bei den Vorträgen, die die Ruth dort gehalten hat und die habe ich bei den letzten Sommerfesten auch dort getroffen.

Heute aber nicht, obwohl ich sie am Vormittag angerufen und mich danach erkundigt habe. Sie hatte aber am Abend eine Veranstaltung, so bin ich am Nachmittag, als ich alle Befunde ausgedruckt und meine Abrechnung fertig gemacht habe, hingegangen.

Der Alfred war schon da, denn er ist von der Gesellschaft sehr begeistert, obwohl es heute ein spannendese Alternativprogramm gegeben hat. Nämlich der Parteitag der SPÖ, wo sie, nach dem sie die Frau an der Spitze endlich abserviert hatten, den neuen Vorsitzenden wählten. Den eher konservativen Hans Peter Doskozil und den als Linken bezeichneten Andreas Babler, der in seiner Wahlkampfrede von seiner Arbeiterkindjugend schwärmte und allen armen Kindern ein tägliches warmes Mittagessen versprochen hat.

“Mit uns kommt die neuen Zeit, Genossen und Genossinnen!”, hat er ständig empathisch ausgerufen und die Kommentatoren waren sich nicht einig, wer jetzt besser ist und wer gewinnen wird?

Der Newcomer aus Traiskirchen oder der Landeshauptmann von Burgendland, der dann auch, wie bei der vorher stattgefundenen Mitgliederbefragung knapp geonnen hat.

Das habe ich mir ein bißchen gegeben und anstonsten alles, was sich in den letzten vierzehn Tagen angesammelt hat, aufgearbeitet.

Alles nicht, denn ich sollte ja das Gstöttmaier-Buch lektorieren, das bei der nächsten “Buch-Wien” präsentiert werden soll. Habe auch schon die Texte durchgesehen und mein Nachwort geschrieben, kann weil ich noch immer keinen eigenen Computer haben, die Texte nicht in mein Programm aufnehmen, was mich etwas nervös macht, daß ich jetzt wieder bis Montag warten muß, ob ich dann entlich den neuen Computer bekomme.

Den Alten habe ich zwar nach Leipzig zurückbekommen, hat aber nur ein paar Tage funktioniert und den Neuen hätte ich ein paar Stunden vor unserer Reise bekommen.

Ansonsten warten meine beiden Texten, den “Ukraine Blues” und die “Drei Frauen”, die ich noch korrigieren muß und dann lesen lesen lesen.

Eigentlich sollten wir in zwei Wochen nach Frankreich fahren, aber dann kann ich den Text nicht korriegieren, vor Montag kann ich ohnehin nichts machen.

Also langsam wieder in Wien angekommen und weil ich sehr ungeduldig bin, habe ich nach ein paar Stunde und zwei Mojitos, das Kuba-Fest wieder verlassen und höre mir im OE 24 an, wie die Wahl von Hans Peter Doskozil aufgenommen wurde.

Und in Essen wird heute der “Blogger-Debutpreis” an Ursula Knoll vergeben, wäre, wenn wir das besser organisiert hätten, fast ausgegangen, wieder hinzukommen.