Seelensturm

Jetzt kommt der zweite “Gmeiner-Krimi”, den ich jetzt schon in Frankreich gelesen habe.

“Seelensgturm” des am Attersee aufgewachsenen Erich Weidinger, der im schönen Salzkammergut spielt. Wieder ein spannender Kontrast, das während eines Frankreich Urlaubs zu lesen und wieder, was vielleicht ein bißchen schlmmer ist, Teil X einer Serie und wenn man von dem Autor noch nie etwas gelesen hat, fällt es etwas schwer sich in die Handlung einzulassen.

Es geht um einen Polizisten namens Werner Adler, der irgendwie anders heißt oder seinen Namen geändert hat und der hat offenbar ein Trauma Leichen zu sehen. So fallen sie ihm immer vor die Füße, obwohl er zu Beginn des Buches, das in zwei Tagen spielt, eigentlich noch Urlaub hat und den oder den Rest davon, verbringt er mit einer Tante, einem Hund, dem Sohn seiner Freundin, die noch in Griechenland ist und einer anderen jungen Dame in Bad Ischl. Schauen sich da ein Sisi-Museum an, während an einem anderen Ort im schönen Salzkammergut, ein Rudi, das Lager eines Postbeamten durchsucht, weil ihm ist ein Poststück verloren gegangen und er verdächtigt nun den Briefträger, es einbehalten zu haben.

Was er im Keller findet ist ein fein aufgegliedertes Archiv aller entwendeten Poststücke. Pech nur, daß ihn der Briefträger entdeckt und ihn gleich zu erschlagen glaubt. Er glaubt es und schleppt die vermeintliche Leiche zum See ,um sie zu entsorgen.

Sehr sorgfältig macht er das. Pech nur dabei, daß er dabei einen Schuh verliert und selbst ins Wasser fällt. Der Polizist findet den echten und den vermeintliche n Toten und am nächsten Tag, einem Sonntag muß er auch noch das traditionelle Attersee-Schwimmen überwachen und da kommt auch ein Schwimmer um und es stellt sich heraus, es war wieder Mord. Der Neffe, ein Apotheker, wollte ihm heimdrehen und dabei auch noch die Tante mitnehmen, weil die das Grundstück was er haben wollte, nicht verkaufte und Detail am Rande, in der Konditorei am See trifft der Sohn der Freundin dann noch Heinz Janisch, der Recherchen für sein neues Buch macht, dem Kleines einer seiner Bücher schenkt und ihm auch noch erklärt, daß seine Krimis ohne Tote auskommen.

So ganz hat das Erich Weidinger nicht geschafft. Ich würde das Buch aber als Soft-Krimi bezeichnen, das wahrscheinlich eher auf das schöne Salzkammergut neugierig machen und das Österreich-Klischee aufrechterhalten will, statt Morde aufzuklären.

Beim übernächsten Krimi oder Thriller, den ich gelesen habe, wird das anders sein und ein bißchen verrückt ist es wahrscheinlich das Buch im Auto auf der Fahrt durch das schöne Frankreich oder auf einer Bank mit Meeresblck zu lesen. Aber so ist das nun mal im Leben einer Literaturbesessen. C ´est la vie, um das französisch zu formulieren.