Madame Curie und die Kraft des Träumes

Als mir auf der Rückfahrt unserer Frankreisreise die deutschsprachigen Bücher französischer Autoren fehlten, habe ich mich auf Bregenz und den dortigen Bücherschrank gefreut. Ich suche ja in fremden Städten diese regelmäßig auf und bin da auch sehr fündig geworden und mit dem vollgefüllten Fahrradkorb auf den Campingplatz zurückgefahren. Die Erika Kronabitter

haben wir ja leider an diesem Abend nicht getroffen. Dafür lag Arnos Geiger “Es geht uns gut”, der neu in der “Ohrenschmaus-Jury” ist und ihn als jungen Autor 1996 in Klagenfurt lesen hörte und das den ersten deutschen Buchpreis gewonnen hat in dem Kasten an der Seepromenade und Reinhard Bilgeris “Der Atem des Himmels” dort und letzteres hätte ich eigentlich auf der Rückfahrt nach Wien lesen können, weil ich den Buchpreis-Roman schon gelesen habe, als ich das letzte Mal von Bregenz zurückgekommen bin oder weil ja die Vorarlberg Literatur passend.

Leider habe ich am letzten Donnerstagmorgen nicht daran gedacht. Die Bücher lagen in der Tasche die mir der Alfred vor einigen Jahren aus der USA zurückgebracht hat und die Pluhar war gerade ausgelesen.

“Was lese ich jetzt?”, habe ich stattdessen gedacht und dann zu dem “Curie-Roman von Susanne Leonard gegriffen und das passt, weil die Curie ja lang in Paris gelebt hat und Susanne Leonhard wie in der Lebensbeschreibung steht das “savoire vire” liebt, ja zu Frankreich und über die Nobelpreisträgerin, die das Radium entdeckte und daran selbst zugrunde ging, habe ich ja, ich glaube, schon als Hauptschülerin Oskar Jan Tauschinskis Jugendbuch, das wahrscheinlich über die Kinderfreunde zu mir gekommen ist “Wer ist diese Frau?, gelesen, das mich sehr beeindruckt hat.

Also noch einmal darüber lesen. Noch ein biografischer Roman, der allerdings recht dick war, so daß ich einige Tage brauchte, bis er ausgelesen war, dabei warten ja noch eine Reihe Bücher auf mich, bevor es an das Buchpreislesen geht.

Es war aber eine leichte Lektüre und sehr interessant, mir das Leben der berühmten Frau in Erinnerung zu rufen, die als Maria Sklodowska 1867 in dem von Russen besetzen Warschau zur Welt gekommen ist. Die Mutter war krank, der Vater Lehrer und da er die Mutter nach Nizza zur Kur schickte, war das Geld knapp. So daß er Privatschüler unterrichten mußte. Trotzdem besuchte Mania, wie sie genannt wurde, eine polnische Privatschule und mußte da den russischen Inspektoren, weil sie die Klassenbeste war, immer das “Vater unser” und die Namen der Zaren auf Russisch aufsagen.

Denn Polnisch war damals verboten. Mania, deren Mutter und eine Schwester bald an der Tuberkulose stirbt, macht dann bald die Matura am russischen Gymnasium und arbeitet als Gouvernante, um die ältere Schwester Bronia, nach Paris zum Studium schicken zu kännen. Denn das war damals in Polen den Frauen verboten.

Sie kommt später nach. Zuerst hat sie sich aber in einen Gutbesitzersohn verliebt, der sie leider, leider nicht heiraten kann und die Studienjahre an der Sorbonne warenvon tiefster Armut geprägt. Die ehrgeizige Studentin vergißt oft aufs Essen und forscht an verschiedenen Elementen, wo sie da Polonium und das Radium entdeckt.

Da hat sie schon ihren Pierre Curie kennengelernt, in den sie sich verliebt, aber zögert ihn zu heiraten. Die Armut und die Frauendiskrimnierung hält noch einige Zeit an, bevor sie ihr Labor und das erste Kind Irene bekommt.

In dem Buch wird das in einigen Teilen erzählt. Es beginnt 1926 am Vorarbend von Irenes Hochzeit. Da steht Marie am Grab ihres Perre. Er ist viel früher als sie gestorben und denkt über ihr Leben nach, beziehungsweise erzählt sie das einigen Frauen, darunter ihrer zweiten Tochter Eve, die, glaube ich, auch ein Buch über ihre Mutter geschrieben hat.

1903 bekommt sie mit Pierre und Henri Becquerel den Nobelpreis für Physik reist aber nicht nach Stockholm. Da sind sie und Pierre schon krank. Denn sie hat ja mit ihren Händen in das Radium gegriffen, mit diesen Körperversuche gemacht oder sich solches in ihr Zimmer gestellt, weil es so schön leuchtet und es gibt auch Differenzen mit Bequerel.

Es wird dann die zweite Tochter geboren und 1911 wird ihr dann allein der Nobelpreis für Chemie zugesprochen. Da fährt sie dann nach Stockholm und darf wahrscheinlich auch die Rede halten und sich vom König die Hände küssen lassen, die von der vielen Forschung rot und rissig sind.

Ein interessantes Buch, wo man viel über die ungewöhnliche Forscherin und Nobelpreisträgerin erfahren kann, die sehr intelligent und ehrgeizig war und in allem die beste sein wollte.

Ob das mit der Kraft des Träumen wirklich richtig ist, glaube ich nicht, denn vom Träumen bekommt man nicht den Nobelpreis und das Radium hat ähnlich, wie das Dynamit auch viel Schaden über die Menschheit gebracht.

Schreibprojekte und andere literarische Ereignisse

Hurrah, hurrah, ich bin fertig mit dem Korrigieren des “Braunrotkarierten Notizbuchs”, der Text ist mit der Beschreibung vorvorgestern an den Alfi gegangen, der ihn jetzt auf Fehler korrigieren und druckfertig machen wird, damit wir ihn an “druck at” schicken können.

Das entsprechende Foto von dem entsprechenden Notizbuch, das ich ja wirklich einmal in der “Seedosen-Zelle”mit den entsprechenden Eintragungen gefunden habe, müßen wir als Coverbild fotografieren und das Dummie für das “Frühjahrserwachen” ist, glaube ich, heute von der Druckerei an den Versand übergeben worden und wird wahrscheinlich morgen oder übermorgen zur letzten Durchsicht zu mir kommen, bevor der Druckauftrag gegeben werden kann.

Die Vorschau ist hier zu finden. Auf meiner Website gibt es sie schon mit dem entsprechenden Probekapitel. Also die Gewinnfragen lösen, wer das Buch gewinnen will oder sich an der Leserunde beteiligen, wenn das Buch erschienen ist und ich bin im verflixten Coronajahr auch literarisch wirklich sehr aktiv gewesen.

Das ist der Vorteil von zu Hause bleiben, wenn man ja, wie ich so stur ist zu keinen Veranstaltungen zu gehen, weil ich mich weder maskieren noch reigstrieren will, bei den Veranstaltungen kennt mich wahrscheinlich sowieso jeder, aber ich habe mein Prinzip und man kann wenn auch mit ein wenig schweren Herzen und vielleicht auch ein wenig depressiv, denn immer zu Hause zu bleiben trübt ja vielleicht doch die Stimmung, die Sachen auch per Livestream verfolgen und darüberbloggen und über meine persönliche gesellschaftspoitische oder Corona-Meinung gibt es hier auch immer wieder zu lesen.

Lesen tue ich auch sehr viel, nämlich die dreimalige Buchpreisliste und bin da jetz tschon bei Buch dreizehnen des dBp der ja am Montag in Frankfurt, glaube ich, auch nur im engsten Kreis und per Livestream vergeben wird und die Messe, wo es ja schon Pressekonferenzen gegeben hat, findet, glaube ich, auch zum Großteil oder überhaupt per Livestream statt. Steigen ja die Zahlen der positive Getestenen auch in Deutchland ständig an, die Panik ist groß und es gibt, glaube ich, auch ein Beherbergungsverbot für Leute aus dem Risikogebiet.

Also was tun in Zeiten wie diesen?

Schreiben, schreiben, schreiben und das habe ich, auch wenn manche bezweifeln, daß ich es überhaupt kann, getan und so wird das “Frühlingserwachen” das dritte Buch sein, das in diesem Jahr erscheint.

Das erste war mein Opus Magnum könnte man so sagen oder mein Stück Literaturgeschichte, nämlich die Literaturgeflüsterartikel übers Schreiben die seit 2012, glaube ich, erschienen sind und dazu alternierend die Probekapteil aus den siebenundzwanzig Bücher, die seit es das “Literaturgeflüster” gibt, erschienen sind. Also wenn man sich kurz und knapp in mich und mein Schreiben einlesen will, kann ich das Buch empfehlen und für die, die es nicht kaufen wollen, alle Artikel sind im Netz entweder auf meinem Blog oder auch auf meiner Website zu finden.

Danach kam das “Fräulein No” und mein “siebenter Nanowrimo”, nämlich das Buch, das ich im vorigen November im Rahmen des internationalen Schreibemonats in Wien und Basel geschrieben habe, denn damals war es im Gegensatz zu heuer, noch ein wenig hektisch und ich bin von der “Buch Wien” weg mit dem Alfred mit dem Nachtzug zur “Buch-Basel” gefahren und habe versucht dazwischen soviel wie möglich zu schreiben.

Das Resultat ist hier zu finden. Das zweite Buch in diesem Jahr. Die Gewinspielfragen sind aufgelöst. An der Leserunde kann man sich, wie auch bei den anderen Büchern noch beteiligen und ich bitte auch darum und dann kam Corona und daher die Corona-Texte, die Corona-Gedichte, die Corona-Tagebucher, denn für die realistische Schreiberin ist das natürlich ein Thema, obwohl das natürlich nicht so leicht ist, wie es scheinen mag, denn wenn man im Glashaus sitzt kann oder soll man ja bekanntlich nicht mit Steinen werfen und ist man mitten drin in der Krise ist es wahrscheinlich nicht wirklich möglich, sich ein objektives Bild darüber zu machen.

Trotzdem sind schon zwei Texte darüber entstanden. ext eins “Kein Frühlingserwachen mehr” mit mir mit Schal um den Mund, ein einzigartiges Ereignis. Denn die Maske, die mir einmal eine Hilfsorganisation als Spendendankenschön zuschickte, trage ich noch immer im Kuvert in der Handtasche für den Fall, daß ich sie vielleicht doch einmal brauchen könnte und dieser sehr kurze Text, diese Dreiecksgeschichte, um die Museumskuratorin Roswitha Herweg beschreibt die Zeit des Lockdown.

Dann war ich mit dem Rohtext fertig. Der Sommer war da und die Lockerungen. Das heißt, die wurden zu diesem Zeitpunkt schon zurückgenommen oder darüber diskutiert, daß das sein muß. Ich bin aufs Land gefahren und habe mein Alter Ego bzw. meine Protagonistin Eja Augustin auch dorthin geschickt, nicht nach Harland bei St. Pölten, das tat nur im Jahr 2015, die Sandra Winter in den “Ereignisreichen Sommererlebnissen”, sondern nach St. Georgen am Steinfelde, also für die Ortskundigen, auch nicht so sehr weit weg und die will wie die “Magdalena Kirchberg” einen Roman schreiben, fährt dazu mit dem Fahrrad an den Viehhofner See. Die Sandra Winter merke ich an, tat das auch und findet dort im Bücherkasten ein braunrotkariertes Notizbuch mit den entsprechenden Eintragungen, geht in die Seedose einen Spritzer trinken, beobachtet dort ein streitendes Paar und die Idee für den Roman ist geboren.

Der Text, er ist auch nicht sehr viel länger als das “Frühlingserwachen” und ich offenbar eher eine Kurzschreiberin, ist in zwei Perpektiven oder Schreibstile gegliedert. Da gibt es die Reflexionen der Eja Augustin. Sie hört, als sie das Sommerhäusechen erreicht, im Radio gerade die Nachrichten über die Wiedereinführung der Maskenpflicht und dann in der zweiten Perspektive abwechselnd, die Romanhandlung mit der Kathi Sommer. Vielleicht bin ich doch nicht so eine Namensexpertin, die das Sonnenpark-Festival plant, sich mit ihrem Simon versöhnt und ihn mit ihrer Tante Aloisa, die die Nachbarin der Insider-Redakteurin Dagmar Schneider ist und einige persönliche Erlebnisse, wie meinen Friseurbesuch, das Geburtstagsessen mit dem Alfred und den Besuch der Konditorei in Mariazell habe ich auch dabei verarbeitet. Der Text endet mit dem Sommerfestival,, das Anfang September stattfindet. Die Maskenflicht ist wieder da. Das Festival findet aber statt, der FPÖler versucht Unterschriften für seine “Stop-Corona-Petition” zu sammeln und inzwischen hat sich schon wieder einiges verändert.

Die zweite Welle ist da oder wird herbeigetestet, die täglichen Zahlen liegen jedenfalls inzwischen bei tausend und es wird nach Maßnahmen gerufen, den endgültigen Wirtschaftszusammenbruch zu verhindertn. Seit voriger Woche muß man sich eintragen, wenn man in ein Restaurant oder Cafe gehen will. Am Sonntag wird in Wien gewählt, da habe ich auch schon ein Vedeo gesehen, wie das abgehen wird.

Ich würde da mit Maske nicht hingehen. Zum Glück gibt es aber die Briefwahl.So habe ich halben Herzen die “Linken” gewählt.

Denn eigentlich wäre mir in diesen Punkt ja die FPÖ sympathisch, bezüglich ihrer Ansichten über Corona, die sich mit meinen decken, nicht über die, daß man Wien wieder ausländerfrei machen will und ich sitze da mit meinen Restideen.

Denke über den dystpischen Raum, das habe ich ja schon ein bißchen im Frühlingserwachen versucht, müßte ich noch weiter schreiben oder einen dystopischen Roman über eine Maskenverweigerin. Eine Frau, nennen wir sie Mathilde, da gibt es ja schon einen Vortext sozusagen, lebt seit einem Jahr oder so im Untergrund. Das heißt sie schleicht sich mehr oder weniger nachts aus dem Haus, denn die Maskenpflicht im Freien gibt es schon in einigen anderen Ländern, die noch höhere Zahlen haben, läßt sich von ihrer Nachbarin Rosa einkaufen und die wirtschaft, das Ganze kann ruhig ein bißchen in der Zukunft spielen, ist soweit hinabgefahren, daß fünfundzwanzog oder dreißig oder noch mehr Prozent arbeitslos sind und die müssen natürlich auch beschäftigt werden. Berufsfelder für sie gibt es aber schon, denn Contakttracer, Securitpersonal und Tester werden ja gesucht und eingeschult, so daß sich die Rosa dafür bewirbt. Es kann ja sogar eine Art Ghetto für Maskenverweigerer oder noch nicht Geimpfte geben, in dem sich die Mathilde befindet.

Die Rosa lebt vielleicht mit jemanden zusammen, der Mark oder Markus heißt, aber einen Brief mit dem Namen Maria bekommt und man nicht recht weiß, ob es eine Frau oder ein Mann ist, mit dem die Rosa lebt.

Aber die lernt im Rathauspark, um vielleicht auf einen meiner früheren Texte zurückzukommen, wer weiß welcher damit gemeinst sein könnte, bekommt dieses oder wenn er warten will, das neue Buch, einen Mitarbeiter des Bundeskanzleramtes names Benedikt kennen, der wurde vielleicht gerade positiv getestet und kommt in Qualrantäne und die Mathilde schreibt vielleicht einen Brief an ihre gerade geborene Enkeltochter, um über die Zustände im “Coronistan zu berichten.

So weit so gut, viel mehr als das habe ich noch nicht und da denke ich,daß das noch sehr unaufgegoren ist, weil ich ja wirklich bis zum Hals in der Sache stecke und noch nicht über den Tellerrand hinaussehen kann.

Aber der “Notizbuchtext” ist an den Alfred geschickt, die Fenster sind geputzt, jetzt warten meine Notizbücher, das rotbraunkarierte ist auch dabei und eines das mit der Alfred vor zwei Jahren in Zürich kaufte, für weitere Einfälle.

Ein paar Recherchegänge lassen sich vielleicht auch noch machen, solange das Wetter schön ist und man sich vielleicht in einen Park setzen kann, ansonsten ist mein sozialer Radius derzeit ja sehr eingeschrnkt und es ist auch noch die Frage zu beantworteten, wird der “Dystopoische Raum” vielleicht mein achter “Nanowriomo” werden? Dazu müßte ich jetzt drei Wochen recherchieren, damit ich am 1.11. um 00 uhr oder so wirklich unbeleckt losschreiben kann.

Einen Plot sollte ich laut Erfinder dann nicht haben, einige Schreibtrainer, wie die Annika Bühnemann, die Julia K. Stein, etcetera, raten aber sehr wohl das zu tun und wenn ich noch nicht losschreibe und dann am 1. 11., wie vor zwei Jahren gerade den Schlußstreich setzen will, wird mir gar nichts anderes überbleiben.

Romanrecherche kann aber nicht schaden und Zeit werde ich ja haben, weil keine Buch-Wien und höchstwahrscheinlich auch kein Gebutstagsfest und da wäre ich schon bei den anderen Ereignissen, denn gestern um dreizehn Uhr wurde ja der heurige Nobelpreisjträger bekanntgegeben, dazu hatte ich zugegebnermaßen, um den den lieben Uli und vielleicht auch andere zu ärgern, ein paar Phantasien, denn in Stockholm, braucht man ja, glaube ich, keine Maske, dann könnte ich also dort zum Friseur gehen.

Aber wie komme ich dort hin, wenn ich auf der Fahrt in kein Restaurant und wahrscheinlich auchauf kein Klo gehen kann? Und auf der Fähre müßte man höchstwahrscheinlich auch Maske tragen!

Braucht mich natürlich nicht zu kümmern, obwohl mir die Autorin die dann einfliegen wird, ich gebe es zu, bisher völlig unbekannt war.

Louise Glück heißt die 1943 in New York geborene Lyrikerin, die die heurigen Nobelpreisträgerin ist. Sie wurde von Ulrike Draesner überetzt und es gibt zwei Gedichtbände von ihr auf Deutsch, die ich mir auch zum Geburtstag schenken lassen könnte und weil wir schon bei Amerika sind, Ruth Klüger, die ich ja in Wien und Krems erlebte, ist gestorben und der ehemalige DDR-Autor Günter de Bruyn von dem ich, glaube ich, einige Bücher habe, auch.