Wir haben da ja vor drei Jahren unsere alte Normalität verloren und müssen nun in Zeiten der größten Veränderungen, zu einer neuen zurückkommen oder die alte beibehalten und da ist ja seit Corona einiges geschehen, was wir vorher nicht für möglich gehalten hätten und uns in dystopischen Zeiten wähnten oder uns vielleicht öfter fragten, in welchen Film sind wir geraten und wann ist die Show zu Ende?
Ist sie lieber “Standard”, lieber “Falter”, lieber ORF, die Pandemie ist vorbei, Corona ist keine meldepflichtige Krankheit mehr, man muß sich nicht mehr testen lassen, wenn man einen Kaffee trinken will und auch keine Masken mehr in der U-Bahn tragen, dafür haben wir, was ja eigentlich vorauszusehen war, die größte Inflation aller Zeiten und sind diesbezüglich die ersten in ganz Europa, wir haben einen Krieg und Sanktionen denen wir uns anschließen müssen, weil wir sonst Kollaborateure oder Volksfeinde wären und impfen hätten wir uns auch lassen müssen, weil wir, wenn wir auf diesbezügliche Demos gegangen wären oder unsere Zweifel angemeldet hätten, zu den Schwurblern, Coviditoten und Volksfeinden gezählt worden wären und wenn man bei der Bundespräsidentenwahl vielleicht doch nicht den schweigenden vdB oder die FPÖ nahen Kanditaten wählen wollte war man antidemokratisch und und an einen Austritt aus der EU durfte man auch nicht einmal denken.
Ganz schön autoritär könnte man so sagen und wo bleibt da die Meinheitsfreiheit? Die Grundrechte waren ohnehin abgeschafft und jetzt haben wir Angst vor einem möglichen Hitzelockdown, wenn es da über fünfunddreißig Grad hat darf man ab sechzig vielleicht nicht mehr ins Freie gehen, weil die möglichen Kreislaufkolapse unsere Spitäler überlasten und das Gesundheitssystem ist durch die Krise ja hinuntergefahren worden. Es gibt zu wenig Ärzte, zulange Wartezeiten, ein zwei drei Klassensysteme und und und…..
Und wenn man da dagegen ist, wen könnte man da wählen? Die FPÖ meint Herbert Kickl und wähnt sich schon als Volkskanzler und wer gegen dieses Wort etwas hat, der sei an die Volkspartei erinnert, die es ja schon gibt. In NÖ und Salzburg haben das dreißig Prozent der Wähler getan, in OÖ schon früher. Da gibt es also schon schwarz blaue Regierungen mit mehr oder weniger großen Coronamaßnahmenaufarbeitung. Sonst hat das Kanzler Nehammer zwar einmal versprochen. Man hört aber nicht sehr viel davon, denn wenn die FPÖ die verfassungswidrigen Corona-Strafen zurückzahlt, das geht doch nicht und auch nicht, daß sie versprochen hat, im Falle eines Gewinnes nach der Wahl 2023, die ORF-Zwangssteuer wieder aufzuheben.
So ist die Situation und alles ziemlich durcheinander, wenn man da beispielsweise an die SPÖ-Parteitagsturbuluenzen vor einem Monat denkt, wo falsch ausgezählt wurde und dann der Traismauer- Bürgermeister Vorsitzender wurde, der angeblich oder tatsächlich eine Lenin-Büste in seinem Arbeitszimmer stehenu nd sich einmal oder jetzt als Marxis bezeichnet hat.
“Das geht doch nicht!”, hat da die ÖVP aufgeschrieen.
“Wir wollen doch keine nordkoreanischen Zustände!”
Aber was ist so schlimm daran? Habe ich doch gerade ein Buch über “Marx in Wien” gelesen, wo der sich ein paar Wochen im Jahr 1848 dort aufgehalten und wahrscheinlich gegen die Verelendigung der Arbeiter, den achtzehn Stundentag, etc, gewettert hat und inzwischen hört man doch, daß der Mittelstand zerschlagen wird. Die Mieten gehen alle paar Monate in die Höhe, die Armut steigt und wir leben in autoritären Zeiten, wo die sogenannten normalen Bürgern und Durchschnittsösterreichern, seit mehr als drei Jahren in mehr oder weniger in ständiger Angst vor möglichen Katastrophen gehalten werden.
“Die Menschen überlegen, ob sie heizen oder essen sollen!”, hört man so ständig seit einem Jahr. Zwar sind die Restaurants immer noch sehr voll, aber wenn man ständig etwas hört, dann wird es wahr, lehrt die Geschichte und ich habe vor kurzem auch dreizehnhundert Euro an die Fernwärme nachbezahlt und dem Alfred hat die EVN den Vertrag gekündigt.
Alles also keine schönen Zeiten und keinen schönen Zustände und kein Wunder, daß sich die Leute dann an die wenden, die Versprechen, diese Zustände zu beseitigen.
“Wähl doch die FPÖ!”, kommentiert mir der Uli und der Otto hat mir das am Peterbauerhof, als ich mich über die ORF- Zwangssteuer beschwerte, auch geraten.
Natürlich nicht, habe ich doch 2019 die Grünen gewählt, um einen Minister Kickl zu verhindern und das leider leider sehr bereut und es zuerst gar nicht glauben können, wie die Grünen umgefallen sind und Worte von Vizekanzler Kogler, der die, die auf die Corona-Demos gingen, als Nazis bezeichnete und auch Landeshauptfrau Mikl-Leitner präfaschistoide Tendenzen vorwarf, als die sich dafür aussprach Politik für “normale Leute” machen zu wollen.
Aber was sind die normalen Leute, für die sie sich einsetzen und die anderen links oder rechts liegen lassen will?
Die, die Angst haben durch die Inflation ihren Wohlstand zu verlieren, die die vielleicht auch gegen zu viele Ausländer sind, weil sie sich von ihnen bedroht fühlen und die mit den zwei Elternteilen und den vierhundert Geschlechtern vielleicht nicht soviel anfangen können?
Das ist wahrscheinlich die Mehrheit und die gleich, wie die Corona-Maßnahmenkritiker, als faschistoid zu bezeichnen, ist wahrscheinlich wirklich etwas seltsam und hebt die Gräben, die man ja, wie ich immer höre, zuschütten will, noch um ein bisschen aus.
“Die Gräben zuschütten!”, fordern alle. Aber dann hören sich die Parteien im Parlament nicht zu, sondern lachen sich gegenseitig aus.
Will man keine Sanktionen und den Frieden und ist gegen die Waffenlieferungen, ist man ein rechter Schwurbler und will man etwas für die Arbeiter tun, ist man ein Marxist und wenn die SPÖ von “Unseren Leuten!”, spricht und damit vielleicht ihre Wähler meint, wird das auch angeprangert und da fällt mir Erika Danneberg ein, die das auch getan hat und da wahrscheinlich die Kommunisiten gemeint hat und Kanzler Nehammer, der sich vor kurzem sehr gegen Herbert Kckl ausgesprochen hat, meint damit die Leute in der Mitte, die will er vertreten und die Ränder damit mitnehmen, aber rechts oder linksexetrem muß man bekämpfen. Aber wie tut er das könnte man fragen, was tut er gegen die Teuerung, außer, daß sich die Politiker ihr Gehalt erhöhen?
Es gibt keine Mietpreisbremse und auch keine gegen die Teuerung und die Koalition wird noch ein Jahr betehen und das sich gegenseitige Beschimpfen wahrscheinlich weitergehen.
Ist man “normal”, ist man faschistioid und wo kommt man hin wenn der Mittelstand abgeschafft wird? Dann gibt es noch die die autoritären Schreckgespenste, wie die Einführung des Hitzelockdowsn, die Abschaffung des Bargeldes und die Einführung eines sozialen Kreditsystems, die ja auch Angst machen können.
Schwierig, schwierig könnte man so sagen und wo kommen wir hin, wenn das noch ein Jahr oder länger so weitergeht und wie wird es dann mit schwarz-blau unter einem Kanzler Kickl, der ja die Frauen in der Bundeshymnde abschaffen will und wen soll man da noch wählen?
Weil das ja, wie ich so höre Bürgerpflicht ist. Wählt man nicht, ist man vielleicht ein Reichsbürger. Wählt man die Kommunisten, fallen die, wenn sie an die Macht kommen, vielleicht auch so, wie die Grünen um?
Schlimm, schlimm, könnte man so sagen. Also Gräben zuschütten, mit allen reden und schauen, wie es mit dem WHO-Pandemievertag weitergehen wird, wenn die Hitzewelle weitergeht.
Normale Zeiten, wo jeder seine Meinung sagen darf, ohne gleich als Nazi oder Schwurbler hingestellt zu werden und die FPÖ wählen zu müssen, wenn man etwas verändern will, wären wirklich schön.