St. Pöltens Bücherschrankfunde und Büchereilesung

2013 habe ich glaube ich meine damalige Sommerfrische, damals waren es noch keine Wochenenden mit einer Art selbstgemachten Stadtschreiberstipendium verbracht, da bin ich glaube ich zum ersten Mal zur Seedosen-Zelle aufgebrochen und habe mir beim Thalia auch St. Pöltens Bücher angeschaut. Eine Bücherei gibt es in St. Pölten auch, da habe ich mir, glaube ich, einmal ausrangierte zwei Bcher um dreißig Cent oder so gekauft und nach Traisen ins Center und zum Viehofner See bin ich auch öfter gefahren und nach Herzogenburg und bis nach Traisen, aber jetzt bin ich fast siebzig und habe auch zwei Jahre Corona-Lockdown ,hinter mir, wo ich ja weil keine Masken und keinen Test und auch keine Schwierigkeiten mit der Polizei haben wollte, mehr oder weniger zu Hause geblieben bin, was an der Konditon und den Abwehrkräften zehrt, wie ich dem Herrn Gesundheitsminister mahnend ans Herz legen kann, daß das auch nicht so gut für die Gesundheit ist.

Das heißt, so ganz stimmt das nicht, denn 2020 war das im Gegsatz zu 2021 mit den 3Gs auch im Gastgarten, war das ganz locker und so bin ich öfter am Montag bei der Seedose gewesen, habe einen Spritzer getrunken und an meinem “Karierten Notizbuch”

geschrieben.

Jetzt schaffe ich das nicht mehr, auch weil der Alfred am Montag oft schon zu Mittag nach Wien fahren will, aber um von den Wochenendensommerfrischen doch etwas zu haben, habe ich mir am Dienstag immer erst eine elf Uhr Stunde eingetragen und es trotzdem nur einmal geschafft, erst am Dienstag nach Wien zu kommen. Gab es doch im Juli am Montag auch immer ein Wiener literarisches Programm. Gut, die Sittl-Sommerreihe werde ich bis zweimal auslassen, weil mich Theaterstücke aus dem neunzehnten Jahrhundertz nicht so interessieren, imJuli gab es aber auch Lesungen im Cafe Prückl und als ich vor drei Wochen am Samstag früher zum Markt gefahren bin, weil ich zum Friseur gehen wollte, habe ich beim “Schubert” ein Cordula Simon-Buch um einen Euro gekauft und da eine Einladung in den Steingöttersaal zu einer Lesung von Alina Lindermuth gefunden, die von der Stadtbücherei St. Pölten veranstaltet wurde und da habe ich die Bibliothekarin im April im Stadtmuseum kennengelernt” und sehr nett mit ihr geplaudert, als wir zu der Diskussion nach dieser Sternlesung zum “Tag des Buches” gegangen sind.

Alina Lindermuth? Keine Ahnung, aber macht ja nichts, denn es ist ja sehr spannend immer wieder neue Autoren kennenzulernen und da war Erstens interessant, daß es sich bei der Lesungj aus dem Buch “Fremde Federn” zu der ersten Veranstaltung einer Radtour handelt, die bis nach Bregenz führen soll.

“Hat jemand mit Radtouren Erfahrung?” fragte die Biblioothekarin Theresia Radl nach der Lesung. Habe ich, denn wir sind ja 20007 als die Ruth mit ihrem Verlag “Die Donau hinunter” in Pension gegangen sind, mit ihr von Ybbs nach Regensburg gefahren und in Vilshofen aus dem “Donaubuch” gelesen. Die ganze Tour ging von Wien nach Bamberg und 2017 zum Siebziger sind wir mit der Ruth um den Bodensee gefahren, später dann noch um den Neusiedlersee und eine Radtour von Ulm nach Regensburg und jetzt eine von Bamberg bis Mainz habe ich mit dem Alfred auch gemacht.

Alina Lindermuth

Das Buch, das zweite der 1992 in Kärnten Geborenen handelt aber von etas ganz anderes. Es handelt von einem Tom, der bei seiner Großmutter einzieht, die stürzt dann und er muß zwei vierundzwanzig Stunden Betreuerinnen engagieren. Interessant, interessant, meine Julia ist ja auch zu ihrer Großmutter eingezogen, nachdem die dement wurde und die Bibliothekarin fragte auch nach der Lesung, wieso ein männlicher Protagonist, da die Pflege oder die Carearbeit, wie das jetzt heißt, immer noch weiblich ist, ob man jetzt gendert oder nicht?

Die Autorin gab auch eine Antwort. Ich hätte gesagt, weil die Enkeltochter die Pflege wahrscheinlich selber übernommen hätte und die Autorin, die sehr viel über das Buch und ihr Schreiben erzählte, sie scheint sehr viel vorzuplotten und eine Art Schneeflockenmethode zu verwenden, las sich dann durch das Buch. De Bibliothekarin fragte nach den Pflege- und Raderfahrungen des Publikums und ein kleines Buffet und Gesprächen gab es auch.

Jetzt hätte ich fast zu erwähnen vergessen, daß ich ja heute, das zweite Mal in diesem Sommer in Richtung Traisenpark und um den See gefahren bin. Eigentlich wollte ich beim “Hager” frühstücken, weil kein frisches Brot im Haus. Aber dann hätte ich nicht in der Badewanne lesen können und da habe ich wegen meiner langen Liste auch einen ziemlichen Streß. Dann war noch ein Stück Kuchen da. Also damit in die Wanne und dreißig Seiten im Pleschinski lesen und dann ist mir noch eingefallen, daß ich wieder zum McDonalds gehen könnte, weil das billiger ist und bei dem beim Traisenpark war ich zwar 2020 zum Schulschluß, hatte aber den Eindruck, daß die kein Geld nehmen, also war ich seither nicht mehr dort. Vorher schon und jetzt wieder auf einen Toast, einen Cappuchino und einen Orangensaft, was jetzt auch schon über sechs Euro kostete.

Dann auf den Aussichtstum und zur Seedose und da war ich fündig. Zwar keine wirklich tollen Bücher aber doch sehr interessante, zwei Corona- Bücher im Eigenverlag erschienen und dann eines über den Sommer von vier Frauen über vierzig und eines über den wunderbaren Wortschatz, auch im Eigenverlag, glaube ich, erschienen und am Samstag kann ich noch anmerken, ist bei dem vom Bootshaus, offenbar ein alter Mann oder eine alte Frau gestorben, die viele schöne “Donauland-Bücher” mit schönen Umschlägen aus den fünfziger oder sechziger Jahren hinterlassen haben.

Jetzt muß ich das alles noch lesen und als ich beim Büchertisch im Steingöttersaal nachschaute, wo das Lindermuth- Buch erschienen ist, las ich “k&S” und da habe ich die Neuerscheinungen, weil ich da ja fast alles gelesen habe und da bei den Verlagsfrauen schon bekannt war, ,dann hat mir die Dr. Brunner die Bücher geschickt. Jetzt gibt es da aber eine neue Frau und die hat auf mein hzweimaliges Anfragen nicht reagiert. Macht ja nichts habe ich gedacht, lese ich jetzt ohnehin sehr langsam und wenn ich im August mit dem Buchpreislesen soanfange, werde ich sowie in diesem Jahr nicht mehr fertig. Jetzt habe ich es ein drittes Mal versucht. Mal sehen, ob es klappt und eine schöne Radreise wünsche ich der Frau Lindermuth auch, wär spannend, wenn sie darüber bloggen, twittern oder facebooken oder ihre Ei ndrücke auf Instagram stellen würde, so daß man die Reise nachlesen könnte.

Und auf Knopfdruck Urlaubsstimmung

“Jetzt sind wir auf Urlaub!”, hat die Ruth am Donnerstag zu mir gesagt, als ich mit ihr und dem Alfred den Neusiedlersee entlanggeradelt bin.

“Es ist keine Sport- sondern ein Genußradeln, wir können uns Zeit lassen und den Ausflug genießen!”, noch ein oder zwei Mal hinzugefügt.

“Nun ja! Na klar!”, habe ich gedacht.

“Natürlich!” und mich ein bißchen gewundert, daß sie das so extra betonte. Denn kann man auf Knopfdruck in eine solche Stimmung kommen?

Auf Knopfdruck natürlich nicht und normalerweise denkt man wohl auch nicht daran, daß man jetzt in Urlaubsstimmung kommt, wenn man die  Radtasche packt, das Bahnticket löst, sich in den Zug hineinsetzt und später zu Radeln beginnt.

Die Stimmung kommt wahrscheinlich dann von selber. Noch dazu, wo das Wetter ja sehr schön war, warm und sonnig und auch das Radfahren gut von statten ging.

“Wir sind zu schnell! Wir sollten eine Pause machen!”, sagte der Alfred zwar am Anfang öfter, offenbar weil er  an die gute Kondition nicht so ganz glaubte. Dann haben wir aber schon, um zwölf bei einem Heurigen in Donnerskirchen Mittagsrast gemacht, ein gutes und auch sehr billiges Menu zu uns genommen. Leberknödel- oder Grießnockerlsuppe, Surbraten mit Linsen. Haben Sturm oder auch ein “Lüfterl”, dazu getrunken, ein Gläschen Wein oder ein Bier und ich habe mir auch die Zitronennockerln mit Schlagobers und Erdbeersauce bestellt und damit die Urlaubsstimmung ganz von selber und ohne Knopfdruck in mir gespürt. Und am Nachmittag sind wir, um den See zu sehen,  nach Rust geradelt, sind  ein bißchen auf der Wiese gesessen und haben in das Wasser geschaut.

“Jetzt spüren wir die Poesie des Segelbootes!”, hat die Ruth gefordert, wohl um die Urlaubsstimmung  noch ein bißchen zu verstärken und zu verankern.

“Schreiben wir ein Gedicht über diesen Pullover!”, hat sie gemeint. Denn am Rand des Sees lag ein Stück Stoff, was zwar an sich nicht so besonders poetisch scheint. Aber natürlich man kann sich einige lyrischeZeilen  ausdenken, wie das Stück Stoff wohl an das Land gekommen ist?

Es könnte ein Badender vergessen haben oder ist es  aus einem Boot geworfen worden? Vielleicht hat von dort ein schönes Mädchen ihrem Liebsten zugewinkt und ihren Pullover dabei verloren?

Sich die Geschichte des Strandgutstpückes ausdenken, wenn man nur poetisch wäre. Aber ich schreibe  keine Gedichte und ein Pullover ist an sich auch kein sehr poetischer Gegenstand, sondern ein Gebrauchstück und die Urlaubsstimmung war auch schon da.

Ganz von selber und ohne Knopfdruck ist sie gekommen, als wir im Strandcafe auf den See und die Poolbar schauten, einen “Hugo” schlürften und der Alfred von dem Schmalzbrot schwärmte, das er nachher bei einem Heurigen zu einem guten Glas burgenländischen Rotwein trinken wollte.

Der Heurige war dann ein Landgasthaus und das Schmalzbrot, ein Bauerntoast, denn das Gasthaus setzte auf internationale Küche, auf Bruschetta und  Prosciutto, beispielsweise.

Die Urlaubsstimmtung wurde aber am nächsten Tag durch einige Telefonate der Anna, die, die Nachricht von einem geschwollenen Bein der Oma und dem Tod der Mutter ihrer Pflegehelferin überbrachte, erschüttert und auch das Radeln am Rand der dicht befahrenen Landstraße von Sopron nach Balf, am freitäglichen Stoßverkehr erforderte, wohl mehr Konzentration als Urlaubsstimmung, aber die ist später wieder zurückgekommen und war auch in Apetlon vorhanden, als wir am Abend das Gasthaus Zum fröhlichen Arbeiter” besichtigten und rätselten, ob sich dort die Arbeiter in der Zwischenkriegszeit oder wann auch immer getroffen haben, um bei einem Maß bier oder einem Stifterl Wein die Revolution zu besprechen.

Denn das Wetter war sehr schön, der Wein gut und auch das Radeln hat zumindest auf den mehr oder weniger gepflegten Radwegen, wo man auch die Weinlese beobachten und sich die reifen Trauben von den Lauben sozusagen in den Mund stecken konnte, Spaß gemacht.