Bild ohne Mädchen

Hurrah, jetzt gehts schon oder erst, denn ich lese jetzt ja eher langsam, zum ersten Buch des heurigen “Schweizer Buchpreises” und da ist als erstes die 1990 geborene Sarah Elena Müller an der Reihe, die ich schon in der “Alten Schmiede” hörte.

Beim “Schweizer Buchpreis” ist überhaupt interessant, daß da meistes für mich völlig unbekannte Autoren darauf stehen und Sarah Elena Müller ist sicher eine sehr sprachgewandte junge Frau, die von ihrem Mädchen, in sehr poetisch verschlüsselter Weise erzählt, so daß das Verstehen gar nicht so leicht ist.

Das ist also das Mädchen. Es hat eigentlich keinen Namen oder eigentlich einen erfundenen, näßt ins Bett und wird deshalb von einem Heiler betreut lebt in einem Dorf, der Vater ist Biologie, die Mutter Künstlerin und das Fernsehen war, wie vor dreißig jahren in den künstlerischen Schchten nicht erlaubt.

So geht das Mädchen zum Nachbarn Ege und tut das dort. Sie dreht auch Filme mit ihm, hat Kontakt mit einem Engel und seine Frau Gisela wohnt in der Wohnung drüben und mischt sich offenbar nicht ein. Es gibt einen Sohn und die Kapitel sind in ”Das Kind”, “Das Mädchen “,”Die Tochter”, “Der Sohn”, “De junge Frau eingeteilt”.

Im ersten Teil besucht die Jndergärtnerin die Eltern und erzählt ihnen von den Osterbasteleien. Dann kommt das Mädchen in die Schule und hat eine andere Kappe, als die anderen Kinder auf.

Soäter geht es mit dem Vater Fröschezählen, um herauszubekommen , ob Biologie, die richtige Berufswahl für eswäre. Es gibt auch Großeltern, die von einer Pflegekraft betreut werden und über allem schwebt sehr poetisch und nur angedeutet die Frage des sexuellen Mißbrauchs.

Was will Sarah Elena Müller damit sagen? Eine Mittelschichtverwahrlosung aufdecken und vielleicht von dem erzählen, was sie so oder auch anders erlebt hat?

Ein sehr schönes poetisches Buch, obwohl ich ja eigentlich eine eher realistische Leserin und Schreiberin bin.