Leipziger Buchmesse mit dem Gastland Österreich

Da der Alfred Freunde hat, bei denen wir schlafen können, sind wir seit den späten Neunzigneunzehnhunderterjahre ziemlich regelmäßig zur Buchmesse nach Leipzig gefahren.

Gastland-Motto: MEA OIS WIA MIA

In Frankfurt waren wir nur zweimal 2000 und 2002, aber in Leipzig ziemlich regemäßig und seit 2009 blogge ich darüber Wir waren meistens dort. Einmal oder zweimal, habe ich die Veranstaltung so weit man konnte gestreamt, weil der Alfred mit dem Karli unterwegs war oder arbeiten mußte.

Seit 2015 lasse ich mich akkreditieren und das war ich schon 2019, als ich mir den Knöchel gebrochen habe und 2020 war alles auch bereit und geplant, als Corona kam und die Messe abgesagt wurde. Zwar nicht so ganz.

“Leipzig liest”, hat es glaube ich immer gegeben und die Verleihung des Leipziger Buchpreises, den ich auch seit 2020 lese und seltsamerweise gab es seither keine richtige Messe, obwohl das in Frankfurt immer möglich war.

Nur ein “Leipzig liest trotzdem”, obwohl die Messe auf später verlegt worden war, wo man schon einiges in Freien machen konnte.

So auch heuer. Keine Messe im März, wie früher üblich, sondern Ende April. Im nächsten Jahr soll es wieder im März stattfinden und heuer alles wieder normal. Keine Masken, keine Tests, denn Corona ist ja jetzt vorbei.

IG Autorinnen und Autoren

Es gibt nur wenigstens in Österreich noch Aufarbeitungsschwierigkeiten, weil der Kanzler lieber stattdessen Autotage veranstaltet oder nach Afrika reist und außerdem gibt es noch etwas Besonderes, nämlich den Schwerpunkt Österreich, denn Österreich ist Gastland. Das hätte, soviel ich weiß, schon früher sein sollen, Corona hat es, glaube ich, verschoben.

Aber Katja Gasser, die Programmleiterin, arbeitet schon mindestens ein Jahr am Gastlandauftritt. Da gab es schon im Vorjahr Pressekonferenzen. Das Motto, das von Thomas Stangl kreiert wurde, heißt “mehr ois wia mia”.

Ein Motto mit dem ich Anfangs Schwierigkeiten habe, weil ich es eher für Chinesisch, als für Österreichisch halte und eine Zeitlang auch nicht richtig verstanden habe.

Der Sinn ist wahrscheinlich aufzufallen und die Sachsen und die Berliner, etcetera, fragen zu lassen “Was heißt denn das?” und die Aufmerksamkeit ist da, weil es ja im Unterschied zu den meisten anderen Gastländer keine Übersetzungen gibt, weil ja die gleiche Sprache, aber “mea ois wia mia” und da wurden eine Reihe von Autoren einzuladen.

Eröffnung

Die Größeren, mich natürlich nicht. Aber der GAV-Vorstand ist nach Leipzig gefahren und steht jetzt am IG-Stand, um jeden, der es hören will, zu erklären, was die GAV, ist und daß sie nächsten Woche in Wien ihr fünfzigjähriges Jubiläum feiert und wir sind wieder am Mittwoch losgefahren, wo es am Vormittag eine Pressekonferenz gab, die ich versäumte. Die Eröffnung im Gewandhaus auch, weil wir erst nach vier am Schmetterlinsweg angekommen sind und ich auch keine Einladung dazu hatte, aber am Donnerstagmorgen losgefahren, um rechtzeitig zu der Eröffnung, um zwlf zurechtzukommen.

Die Straßenbahnen waren voll wie immer. Am Hauptbahnhof stand einer mit einem Mikrophon und erklärte den Besuchern, wie sie zur Messe kommen und irgendwo haben wir die Ruth, die Erika Kronabitter, die Ilse Kilic, den Jopa, etc stehen, aber nicht eisteigen sehen und ich bin schon nach zehn in der Halle vier angekommen, wo der Österreichstand ein neues Design hatte. Sonst hat es ja das berühmte Österreich Cafe gegeben, jetzt einen von Architketen designten Pavillon. Am IG-Stand gab es eine PEN und eine GAV-Ecke und bei der GAV liefen die Portraits der GAV-Mitglieder, die man einmal an Jörg Piringer schicken konnte.

Meines hat die Erika Kronabitter aufgenommen und ich habe es zum ersten Mal gesehen.

Als ich den ÖsterreichBereich erreichte, hat gerade Robert Prosser performte, den ich, weil so viele Leute, gar nicht gesehen habe. Erst beim Robert Seethaler habe ich mich langsam angenähert. Vorher ein paar Leute begrüßt. Manfred Müller zum Beispiel. Die Cordula Simon ist an mir vorbeigerast. Dann kam die Anna Marwan und dann war es schon dreiviertel zwölf und die Leute mußten die ersten zwei Reihen für die VIPs frei machen.

Ich habe dann den letzten Freien in der dritten bekommen und wurde von einer Dame angesprochen, die mich sonst immer auf der Buch-Wien gesehen hat. Am Nachmittag passierte mir das bei einer Andere noch einmal, interessant. Aber erst trat der Bundespräsident auf und winkte in das Publikum. Die Staatssekretärin Mayer und Doron Rabinovici ,der die Eröffnungsrede hielt. Benedikt Föger, der Hauptverbandspräsident eröffnete, freute sich und erklärte dem Messedirektor, daß Österreich ohnehin immer Gastland ist und auch im nächsten Jahr wieder kommen wird.

Nachher gab es Wein, leider nur Weißen und Brezeln, die es hier bei den Preisverleihungen gibt.

Dort wo das Cafe war, wurde abgeriegelt und VIPs konnten, glaube ich, auch Brötchen essen. Die anderen sich das die “Manuskripte”, die ich jetzt nicht mehr bekomme und die “Lichtungen”, als Gastlandgeschenk mitnehmen.

Ich habe zwei Brezeln gegessen und dann noch eine Crepe mit Banane, Nutella und Eierkikör und habe den Kaffee auf einer anderen Bühne getrunken, wo Margret Kreidl ihr neues Buch präsentierte, Anna Silber, die ich einmal im Literaturhaus versäumt habe, folgte. Ihr Buch heißt “Das Meer von unten”, ist bei “Picus” erschienen und die Frau, die moderierte, forderte alle auf, den Stand zu besuchen.

“Der Bundespräsident hat das schon getan!”, erklärte sie stolz und ich fragte “Hat er das Buch gekauft?”, was sie verneinte.

Vielleicht hat das Gastland es ihm geschenkt oder er hat keine Zeit zu lesen und ich keine mehr darüber nachzudenken, denn ich mußte hinunter in die Glashalle, wo ja der “Leipziger-Buchpreis” vergeben wurde und da fange ich demnächst das siebente Buch, das ich mir auch nach Leihzig mitgenommen habe, zu lesen an und habe erstaunlicherweise einen Platz in der zweiten Reihe bekommen. Gleich hiner den VIPs, also alles sehr gut gesehen und war dann auch sehr gespannt, wer gewinnen wird? Es gibt da ja die Abteilung Sachbuch, Übersetzung und Belletristik.

Nicht alle Hallen waren voll.

Die Bücher und die Jury wurden kurz vorgestellt und dann fing es gleich mit dem Übersetzerbuch an, das Johanna Schwering mit den “Cousinen” gewonnen hat. Das Buch liegt bei mir noch im Badezimmer, werde es also lesen. Bei der Sachbuchschiene wird mir das wahrscheinlich nicht gelingen. Denn ich habe “Regina Scheers buch über Hertha Gordon-Walcher nicht bekommen. Es aber nach der Vorstellung sehr interessant gefunden und der Belletristik-Sieger ist das Buch, das ich als Erstes als E-pub gelesen habe, nämlich Dincer Gücyeters “Deutschlandsmärchen “, der sich sehr darüber freute. Zuerst seine Frau oder Freundin und dann die vier anderen Belletristik-Mitbewerber auf die Bühne rief, die ihn alle gratuieren mußten.

Dann gab es Sekt und Brezeln und ich wußte nicht recht, wie das jetzt mit dem üblichen Österreich Empfang um fünf ist? Ob es den jetzt gab oder nicht? Habe mich aber auf jedenfall dort mit dem Alfred verabredet. Er war nicht, aber Tanja Malajartschuk hat zuerst gelesen. Später Karin Peschka. Da waren Plätze zu bekommen und der erste Messetag ist vorüber und ich habe außer der Glashalle und dem Österreichstand nicht viel gesehen. Aber viele Bekannte getroffen und mich mit ihnen unterhalten, was auch sehr erfreulich ist.

Den Freitag habe ich dann zum größten Teil in der Halle fünf verbracht und da zuerst den “Arco-Verleger” Christoph Haacker getroffen, den ich das letzte Mal kurz vor den Maßnahmen im Literaturhaus traf und dort auf die neuen Ulrich Becher Bücher aufmerksam machte.

Bei den “Unabhängigen Verlagen” hat zuerst Karin Peschka gelesen, die ich aber schon gehört habe, so daß ich weiter durch die Halle schlenderte und erst zum Gespräch mit Andrej Blatnik über seinen “Platz der Befreiung” wieder zu den “Unabhängigen” kam.

Nach dem Mittagessen bei einem Fischstand im Freien, Knoblauchgarnelen, gings zu der Verleihung des “Kurt Wolff-Preises” an den “Alexander-” und an den “ELIF-Verlag”es”, das ist der, von Dincer Gücyeter, der am Donnerstag den “Leipziger Buchpreis” gewonnen hat und sich wieder sehr darüber freute.

Es gab Sekt und Orangensaft und dann gings gleich zum “Wagenbach-Verlag”, der auf seinen relativ kleinen Stand ein kleines Bloggertreffen, mit Soletti, Apfel- und Traubensaft veranstaltete. Katharina Mevissen hat aus “Mutters Stimmbruch” gelesen und man konnte sich aussuchen, ob man dieses Buch, das die Meisten aber schon gelesen hatten oder ein anderes wollte und da habe ich mir endlich Milena Michiko Flasars “Ich nannte ihn Krawatte” ausgesucht, weil sie mich damals, als sie ihn gewonnen hat, beim “Alpha” nicht hineingelassen haben.

Lukas Cejpek, Markus Köhle und Mieze Medusa ,habe ich in dieser Halle, die auch einige Österreich-Stände hatte gesehen und mir ist überhaupt aufgefallen, daß sich die Messe verkleinert hat und auch die großen Verlage relativ kleine Stände hatten. Die Blogger-Lounge und das Literatur-Cafe habe ich nicht gefunden, aber vielleicht sind die in andere Hallen gewechselt und das blaue Sofa scheint es auch nicht mehr zu geben oder es hat jetzt einen anderen Namen und es gibt auch kein gedrucktes Programm, so daß ich davon noch nichts mitbekommen habe.

Um fünf habe ich dann den Alfred wieder im Österreich-Cafe getroffen, der sich über den Außenminister ärgerte, der mit den Hauptverbandmenschen am Nebentisch saß und später herumgeführt wurde und ich habe mich zu der Ruth und dem Jopa in die GAV-Ecke gesetzt. Der ging dann zu einer Abendveranstaltung wo die Ilse Kilic als Nichte der Wiener Gruppe fungierte und wir haben Klaus Kastberger beim Hauptbahnhof gesehen und hatten dann Schwierigkeiten mit der Rückfahrt, weil alles voll und die Bahn wegen eines Konzertes auch nicht weitergekommen ist.

Am Samstag bin ich wieder allein auf die Buchmesse gefahren und mich gleich dorthin gesetzt, wo früher das blaue Sofa war. Jetzt ist es grau und heißt anders und um elf ist Arno Geiger “mit seinem süßen”glücklichen Geheimnis” oder seiner Papiermüllsammelleidenschaft aufgetreten.

Vorher habe ich mit einer Dame aus Linz unterhalten, die ich schon am Donnerstag am Österreichstand getroffen habe. Danach kam Eugen Ruge, der nach dem “Metropol” und der DDR-Aufarbeitung, jetzt einen Roman über den Untergang von Pompej geschrieben hat.

Dann wollte ich etwas essen und bin bei der Kärnten-Fremdenverkehrwerbung gelandet, die Kasnudeln angeboten haben.

Christian Buckard im Ariowitschhaus über Egon Erwin Kisch

Danach Halle fünf und habe mich am Schweizer Stand wieder mit einer anderen Dame lange unterhalten, während wir auf Peter Stamm gewartet haben. Dann kam Sascha Filipenko dessen “Kremulator” ich ja schon gelesen hatte. Interessant war, daß Shelly Kupferberg moderierte, die ich schon auf der “Buch Wien” mit ihrem “Isidor” hörte.

Dann war es halb vier und ich bin zum Österreich-Pavillon gegangen, wo die Ruth “Dienst” hatte, um ihr zu sagen, daß es nichts mit der geplanten Veranstaltung in der “Deutschen Bibliothek” wird, weil alles ausgebucht.

Dafür haben wir eine Ersatzerstaltung über Egon Erich Kishs Biografie gefunden, die allerdings schon um sechs begann.

Also wurde nichts mit dem Treffen. Ich habe mir vorher beim Österreich Cafe noch ein Glas Wein und einen Kaffee gekauft, dafür sehr lange gewartet und acht Euro fünfhzig für das Glas Zweigelt bezahlt. Dann den Alfred und die Ute bei der Station Leibnitzstraße getroffen und die Veranstaltung war sehr interessant, denn ich habe schon sehr viel über den rasenden Reporter gelesen und danach hat der Alfred eine versteckte Bierstube gefunden, weil die Ruth eigentlich mit der Ute ein Glas Wein trinken hatte wollen. Dann war es ihr aber zu weit. Dafür ist der Andreas gekommen und wir haben uns auch sehr angeregt mit einem Musiker, der das Meer seiner dänischen Heitmat vermißte und einem Architekten unterhalten.

Am Sonntag bin ich dann an den Cosplayers vorbei mit ihren Reifröcken und Totenköpfen wieder zu den “Unabhängigen” gegangen.

Da war zuersst Anna Bolava aus Prag mit ihren Kräutersammelroman “Der Duft der Dunkelheit” daran, der im “Mitteldeutschen Verlag” erschienen ist. Dann folgte Sebastian Guggolz, erklärte die Verlagsstategie und stellte dann den dritten Roman vonTarjei Vesaas, “Der Keim” vor und betonte, was das für ein großartiger Autor war, den er wiederentdeckt hat.

Cliff’s Brauwerk Leipzig

Dann kam der “Arco-Verleger” Christoph Haacker mit dem Roman “Das Lügenlabrinth” des 1938 in den Niederlanden geborenen Paul Binnerts, der damit seine Familiengeschichte aufarbeitete und sich wunderte, daß ich in dem Buch eine Widmung “Fürs Literaturgeflüster” haben wollte, das hat einmal die FALKNER so gemacht und dann habe ich das beigehalten, obwohl ich mir ja eigentlich keine Bücher signieren lasse.

Chava Rosenfarbs “Durch die Kontinente” habe ich schon gestern im jüdischen Zentrum gesehen, das die Ute dann kaufte.

Dann wars halb eins, also etwas essen und richtig, Espresso hat bei der Bar der “Unabhängigen” gegen eine Spende gegeben und ich hatte die Qual der Wahl, einen Wurstsalat im Österreich-Cafe mit einem Glas Weinoder wieder in den Hof zu den Knoblauchschrimps. Dann hatte ich aber schon am Donnerstag einen Pommes frites- Stand gesehen und habe mich in der langen Schlange angestellt. Als ich schon fast vorn war, habe ich gesehen, daß die meisten Leute leere Tüten in den Händen hielten und sah dann auch das Schild “Bitte an der Kassa vorher zahlen!”

Also zuerst einHotdog, wie ich das früher öfter machte, dann einen frischgepressten Orangensaft und wieder zweimal angestellt. Die Babytüte um fünf Euro habe ich dann auf den Faulletauls verzert, wo am Donnerstag der Preis vergeben wurde.

Jetzt lagen die Bücher zur Ansicht auf, die meisten Leute haben aber eher was gegessen oder Kaffee getrunken. Dann Halle zwei, wo ich eigentlich noch nicht wirklich war und ein bißchen durchgeschlendert. In der “Bücherbar” einen Kaffee gekauft, den ich aber dort nicht trinken konnte, wenn ich mich nicht auf den Boden setzen wollte. Also zu einem “Fachbuch-Forum”, wo ein Herr gerade den Kalender erklärte, dann ein bißchen herumgeschlendert.

Es gab viel Werbung fürs Organspenden, das ist in Deutschland etwas anders, als in Österreich, wo du ja wiederrufen mußt, wenn du das nicht willst und dann wieder nach Österreich.

Die Ruth war aber nicht mehr da, der GAV-Stand schon abgeräumt, nur der Gerhard Ruiss stand noch am Infostand, also habe ich mir vorher die Lesung am Ukraine-Stand von Sofia Andruchowytsch angehört, die ein bißchen was erzählte, wie es den Frauen in der Ukraine geht und dann zur “Österreich-Bühne”, wo gerade Carolina Schuitti dran war.

Franzobel folgte mit “Einsteins Hirn”, das Buch werde ich, wenn es auf die “BuchpreisListen” kommt lesen. Thomas Sautner “Alte Männer” habe ich schon in Göttweig gehört. Er hat das Gleiche gelesen und Erika Fischer folgte mit Suzie Wong, die ich von der Wien Biblilthek kenne und mich über ihren chinesischen Namen wunderte.

Jetzt wurde des Geheimnis gelüftet. Sie hatte einen koreanischen Großvater, der sogar ein Held war, dann aber in Nordkorea verschwunden ist und dann war es aus.

Leipzig 2023 ist gone. Im nächsten Jahr wird Holland das Gastland sein. Da gab es schon Infomaterial und ich bin dann ein bichen herumgeschlendert um zu schauen, ob die Verlage was zurückgelassen haben, was sie nicht mitnehmen wollten.

Diesen Tip hat mir einmal Andrea Stift auf der “Buch-Wien” gegeben und ich bin auch fündig geworden und habe wieder einen schweren Sack in den Schmeetterlingsweg geschleppt und morgen am ersten Mai, gehts dann statt zur Parade zurück nach Wien und es war wieder sehr schön. Ich habe interessante Gespräche geführt und viele bekannte Autoren getroffen und jetzt bin ich sehr erschöpft.

Indiebookday trotz Ausgangssperre

Heute ist wieder “Indiebookday”, die Aktion, die die unabhängigen Verlage, um auf sich und ihre Situation aufmerksam zu machen, erfunden haben, wo man die Buchgeschäfte stürmen und sich ein Buch, irgendeines, was man ohnehin haben will, wie es heißt, kaufen und ein Bild davon mit sich posten soll, 2013 eingeführt haben und ich seit dieser Zeit, glaube ich, auch davon berichtet habe, beziehungsweise sie auch ein bißchen dazu benützt habe, um auf mich und meine “Indiebooks”, die vielleicht, weil ja selbstgemacht, eigentlich keine sind, aufmerksam zu machen. Wer also ein Buch von mir posten will, sich bitte melden, ich werde es, solange die Post noch offen ist oder ich noch Marken habe, zuschicken.

Vor drei Jahren war ich auch auf einer diesbezüglichen Veranstaltung, wo in einer Buchhandlung mehrere Kleinverlage ihre Bücher präsentierten und ich ein solches auch  gewonnen, aber leider, leider noch nicht gelesen habe.

Ob heuer wieder eine solche Veranstaltung in Wien geplant war, weiß ich nicht, geben wird es solche, zuminestens live in den Buchhandlungen nicht, weil die ja, wie ich gestern hörte, bis Ostern geschloßen sind, was die und wahrscheinlich nicht nur die kleinen, sondern auch die großen Verlage in vermutlich nicht  zu kleine Schwierigkeiten bringen wird.

Die gute Nachricht ist aber auch hier das Internet, der Online Buchhandel und daß das Lesen wahrscheinlich eine Beschäftigung ist, die aus der Trübsaal hilft und für Bekämpfung  der Langeweile sorgen kann.

Man kann sich also ein Buch online bestellen, man kann auch E-books lesen, was der Buchhandel vielleicht nicht  ganz so gerne mag, oder  vielleicht auch nicht,  auf jeden Fall kann man auch ein Bild von einem E-Book posten  und im Netz den Freunden mitteilen, welche Beute man Indiebookday für sich ergattert hat und wohl auch darüber diskutieren.

Eine Liste der unabhängigen Verlage gibt es sicher auf der “Indiebookseite” oder im Netz zu finden, da sind für mich ja einige überraschende, wie “Kremyair & Scheriau”, den ich eigentlich für nicht so klein halte, dabei und durch dessen literarische Neuerscheinungen ich mich gerade gelesen habe.

“Picus” bei dem Cornelia Travnieks “Feenstaub”, die übrigens daraus am Donnerstag in der “Seeseiten-Buchhandlung” eine Online-Lesung hielt, ist ein unabängiger Verlag und wahrscheinlich auch “Haymon”, bei dem David Fuchs “Leichte Böden” erschienen ist, das ich aber erst lesen muß.

Das für den “Leipziger Buchpreis” nominierte Langgedicht “luna luna” aus dem Schweizer “Secession-Verlag”  ist sicher auch dabei, aber auch “Droschl”, “Jung und Jung” und die  deutschen Kleinverlage lassen sich auch dabei aufzählen.

Also Freunde kauft Bücher und wenn ihr selber schreiben wollt, könnt ihr euch  auch am “Quarantimo” beteiligen, der von Ronny Rindler ausgerufen wurde, ich biete auch meine Leserunde an darüber zu diskutieren und verweise auf meine zwei letzten Bücher “Die unsichtbare Frau” und “Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman”, hin, wer mir dazu ein Bild oder einen Kommentar schicken will, ist willkommen und freut  mich sehr, ansonsten lese ich mich zwar gerade durch das letzte “Leipziger Buchpreis- Buch” der Übersetzungsschiene und demnächst durch das zweite der Abteilung “Belletristik”, die beide nicht den Kriterien entsprechen, aber das ist mir ja, wie ich immer schreibe, ohnehin egal, denn ich lese mich ja, wie ich ebenfalls öfter schreibe, gerne durch den literarischen Gemüsegarten, lese sowohl Groß- als auch Kleinverlage, lese Selbstgemachtes und mich auch eigentlich quer durch alle Genres, so wird  bald ein Krimi kommen und ein Chicklit oder Liebesroman wartet, glaube ich, auch auf mich.

Zum Indiebookday

Den Indiebookday, wo auf die Literatur der unabhängigen Verlage aufmerksam gemacht wird und man sich ein Buch aus einem dieser Kleinverlage kaufen und auf seiner Facebookseite posten soll, gibt es schon seit einige Jahren.

Der “Mairisch-Verlag” hat ihn, glaube ich, eingeführt und ich war vor zwei Jahren auch in Wien einmal bei einer diesbezüglichen Veranstaltung und habe ein “Wortreich-Buch” dabei bekommen, obwohl ich ja weder Handy noch Facebook habe und bin auf das Wort “Indie”, das mir vorher eher unbekannt war, glaube ich 2011 und da in Zusammenhang mit den “Selfpublischern”, die da ja gerade kamen, aufmerksam geworden, weil sich eine Autorin über die angeblich schlechte Qualität, der vielen Selfpublisher mokierte.

Das war für mich ein Anlaß einen Artikel über meine sogenannten Indiebücher zu verfassen, das war noch vorher, als ich über “Buzzaldrin”, glaube ich, auf den “Indiebookday” der unabhängigen Verlage aufmerksam wurde, habe ab dann aber, wenn ich darüber etwas geschrieben habe, immer auf mich und meine selbstgemachten Bücher hingewiesen und eines beispielsweise verlost, was, wie ich hörte, man auch nicht darf, denn der “Indiebookday” hat mit dem “Selfpublishing” nichts zu tun und die sollen sich was Eigenes machen.

Nun ja, nun gut, ich bin ab da wohl irgendwie daraufgekommen, daß ich für meine inzwischen über selbstgemachten Bücher, immer in einer gedruckten fünfzig Stückauflage ohne ISBN-Nummern und nicht bei “Amazon” eingestellt, auch soweas wie Werbung machen kann.

Stelle sie und das habe ich, glaube ich, schon ab 2008 oder 2009, seitdem ich blogge, so getan, immer in einer Vorschau vor, präsentiere mich dann proudly mit dem Buch, ein Gewinnspiel mit einigen Fragen zu dem Buch, wo man es gewinnen kann, gibt es seit einiger Zeit auch. Die Resonanz ist endend wollend oder besser gesagt, fängt sie gar nicht an.

Ich würde aber trotzdem gerne bei einem neuen Buch jeweils eine Leserunde veranstalten und schreibe seit einiger Zeit auch Artikel über meine Bücher, mein Schreiben, meine Themen, etcetera.

Da hat sich schon einiges angesammelt, was ich, wenn ich mit der “Magdalena Kirchberg” meinem derzeitigen “Work on Progress” fertig bin, als zweites “Literaturgeflüsterbuch” herausgeben möchte und jetzt möchte ich zum “Indiebookday”, weil ich ja derzeit keine Veranstaltungen besuche und ich nicht jeden Tag  ein Indie- oder auch anderes Buch rezensieren will, wieder einen Eigenen Artikel machen um auf mich und meine individuelle unabhängige Buchpräsentation aufmerksam zu machen.

Auf meiner Webseite kann man sich darüber informieren und das Buch auch bestellen. Anfang des Vorjahrs habe ich meine letzten dreizehn Bücher vorgestellt, nachdem ich ja 2013 zum fünfjährigen Jubiläum und zeitgleich zum “Literaturgeflüsterbuch” ein, ein großes Gewinnspiel mit “Dreißig Fragen zu dreißig Büchern” machte.

Inzwischen ist die “Unsichtbare Frau” erschienen, bei der man sich noch an der Leserunde teilnehmen kann und aus der ich auch im Mai und im Juli im “Republikanischen Club” und im “Cafe Westend” lesen werde.

Das kann man, wenn man sich dafür interessiert, an der Leserunde teilnimmt oder eine kritische Frage stellt, bei mir gewinnen. Auf die “Magdalena Kirchberg” an der ich noch korrigiere und in der es auch um das Romanschreiben geht, kann ich nur hinweisen und auf die “Schreibberichte im Literaturgeflüsterbuch” zwei.

Man kann sich aber auch durch alle meine diesbezüglichen Schreibberichte  surfen, Fragen stellen und kommentieren oder meine Website mit den Leseproben durchgehen und sich vielleicht auch ein Buch wünschen. Achtung, es sind nicht mehr alle vorhanden, von einigen könnte ich nur das PDF schicken, aber ich denke es ist am “Indiebookday” vielleicht auch eine Möglichkeit, was mir ja schon sehr lange ein Anliegen ist, auf die unterschiedlichen Formen des Schreibens und des Publizierens aufmerksam zu machen.

Da gibt es die Großverlange, gegen die ich überhaupt nichts habe und deren Bücher ich sehr gern lesen, obwohl sie wahrscheinlich einen Massen- und Mainstreamgeschmack bedriedigen, so daß es sicher gut ist, daß es die Klein– und Kleinstverlage mit ihren individuelleren Literaturformen, dem experimentellen Schreiben, etcetera, gibt und von denen ich in letzter Zeit vor allem den “VerbrecherVerlag” entdeckte und da einige Bücher gelesen habe.

Da gibt es die “Selfpublisher”, denen der böse “Amazon” ja die Türe und die Toren geöffnet haben und die in Leipzig und in Frankfurt schon seit einiger Zeit ganze Hallen füllen.

Dazu gehöre ich auch nicht wirklich, denn ich stelle da nichts hoch, schreibe auch nicht Genres , sondern eher literarisch und da psychologisch sozialkritisch, realistisch, wenn es wer wissen will und bin da, glaube ich, eine ziemliche indivuduelle Einzelschiene des Publiuzierens, in dem ich mir meine Bücher selber drucken lassen, das Wort “Eigenverlag” noch immer nicht mag.

Sie selber auf meinen Blog präsentiere, zu Lesungen mitnehme, etcetera.

Dabei ziemlich unbemerkt bleibe, weil ich aber denke, daß man den Wert eines Buches, auch in Zeiten, wie diesen, wo sich in Leipzig und Frankfurt, die Bücher türmen und die Leute zwar selber gerne schreiben, was ich toll finde, aber immer weniger lesen, erst erkennt, wenn man hineinschaut, auf diese Art und Weise am “Indiebookda” auch auf mich und meine Bücherproduktion aufmerksam machen will.

Wenn ich damit jemand interessieren kann, wird mich das freuen und so bin ich auf Rückmeldung und Resonanz sehr gespannt und wünsche im übrigen allen einen schönen “Indiebookday” und vielleicht geht sich neben dem Kauf eines Buches aus einem kleinen unabhängigen Verlags auch ein Blick auf meine Bücherproduktion aus, was mich  sehr freuen würde!

Wieder einmal Indie-Bookday

Den “Indie-Bookday” gibt es jetzt schon seit einigen Jahren, eine Initiative eines kleinen und sogenannten unabhängigen Verlags, um sich gegen die großen Konzernen, die mit ihren Büchern den Markt überschwemmen zu wehren oder auf sich aufmerksam zu machen.

Da soll man, rufen die Blogger und die, die sich um die unabhängigen Verlage kümmern, auf, die Buchhandlungen stürmen, sich irgendein Buch, egal welches, es muß nur aus einem dieser Verlage sein, kaufen, sich damit fotografieren und das Foto auf Facebook, Instagram etcetera posten und auf den Begriff “Indie” bin ich ein bißchen früher in Zusammenhang mit einer Autorin, die sich darüber sorgte, daß die sogenannten Selfpublisher, die es ja auch immer stärker gibt, ihr mit ihrer sogenannten schlechten Qualität den Rang ablaufen könnten, gestoßen.

Mich hat sie nicht damit gemeint und mich gar nicht gekannt, aber ich habe damals die “Wiedergeborene” geschrieben und bin damit nicht recht weitergekommen, weil ich mir dachte, was soll es, wenn ich damit fertig bin, schaut es ja wieder niemand an.

Das war dann auch so, durch meine damalige Krise bin ich aber durch das “Literaturgeflüster-Texted-Buch”, das ich danach machte, herausgekommen und den Begriff “Indie-Autor” und “Indie-Bücher” habe ich dann begonnen für mich zu verwenden, habe einen diesbezüglichen Artikel geschrieben, dann dam der sogenannte “Indie-Bookday”, wo ich lernte, daß ich mit meinen fünfzig “Selbstdruck-Büchern” nicht damit gemeint bin, sondern, daß man die Bücher der Autoren aus kleineren Verlagen damit fördern soll, habe aber trotzdem einen Artikel darüber geschriebe oder bei meinem Tagesaktuellen einen Hinweis darauf gestellt und den dem es interssiert ein Buch von mir angeboten.

Hat sich wie üblich niemand gemeldet, der es haben wollte, eh klar, denn der Markt ja von den jährlich neunzigtausend  Neuerscheinungen, die ja auch nächste Woche in Leipzig liegen werden, überschwemmt und wenn man acht bis neun Bücher im Jahr liest, wird man wahrscheinlich jetzt im Frühjahr zu Julian Barnes “Der Lärm der Zeit” oder Hanya Yanagiharas “Ein wenig Leben” greifen, denn das sind die Bücher von denen man jetzt überall hören und lesen kann und die sind wahrscheinlich in keinen “Indie-Verlag” erschienen, wobei mir die Definition, was ein solcher ist, überhaupt eher schwer fällt, denn da gibt es ja eine Liste, wo die Namen darauf stehen und das ist glaube ich, um in Österreich zu bleiben, wo ich mich besser als im großen deutschen Raum auskene “Haymon”, “Droschl” “Resisdenz” dabei, die ich eigentlich für keine kleinen Verlage halten würde, aber eh klar zu “Bertelsmann” etcetera, gehören sie nicht.

Bei “Deuticke” ist dann dann wahrscheinlich schon wieder anders, denn der gehört ja zu der “Hanser-Gruppe” und das ist, glaube ich, kein “Indie-Verlag” und da bin ich schon bei dem Problem, zu dem ich ja immer komme, wenn ich was bezüglich “Indie-Bookday” schreibe oder kommentiere, denn mir ist es eigentlich wurscht in welchen Verlag die Bücher, die mich interessieren erscheinen und ich möchte mich eigentlich weder dem “Amazon” noch dem “Großverlag-Mobbing” anschließen sondern, so weit ich das kann und das kann ich, habe ich erst unlängst geschrieben, ohnenin nicht wirklich, allles lesen.

Also dann wenigstens eine bunte Mischung und da kann meiner Meinung nach ruhig einmal Mainstream dabei sein, dagegen habe ich nichts und auch nichts gegen den “Deutschen Buchpreis”, den das ja ursprünglich, glaube ich, auch angeprangert wurde, daß da nur der Mainstream gefördert wird.

Stimmt, glaube ich, so nicht, aber natürlich wenn ich zwanzig aus hunderttausend aussuche, bleibt der Großteil über. Dem versuche ich mit meiner Leseliste und meinem Leseverhalten entgegenzusteuern und ich lese ja durchaus Kleines und wenn ich da an beispielsweise an das “Fröhliche Wohnzimmer” oder an den experimentellen “Ritter-Verlag” denke, weiß ich gar nicht, ob die jetzt in der “Indie-Definition” drinnen sind, beziehungsweise, glaube ich nicht, daß dann sovoviele Leute sich mit diesen Büchern posten.

Da ist dann wahrscheinlich eher Julia Wolf, die beim vorigen “Bachmannpreis” gelesen hat, dabei,  deren “Herr Nowak bleibt liegen” in der “FrankfurterVerlagsanstalt” erschienen ist und das ist, glaube ich, ein “Indie” und hat auch den letzten “Buchpreisträger” Bodo Kirchhoff verlegt.

Es ist also kompliziert oder ich würde sagen spannend und ich möchte alles lesen, Indies Großǘerlage, selbstgemachte, Krimis ChickLits und und und das Alte und das neue und die Mischung machts, habe ich auch erst unlängst geschrieben.

Aber natürlich ist es gut und wichtig auf die vielen schönen Bücher der vielleicht kleineren Verlage aufmerksam zu machen und heuer im Frühjahr nicht nur Hanya Yanagihara und Julian Barnes zu lesen, sondern vielleicht auch Tiljan Silas “Tierchen Unlimeted”.

Ist “Kiwi” jetzt ein “Indie-Verlag”?

Wahrscheinlich nicht, aber Sofi Oksanens “Die Sache mit Norma” würde ich sehr empfehlen, ganz egal, wie groß oder klein, der Verlag jetzt ist und natürlich möchte ich auch wieder auf meine Bücher hinweisen, die ja sonst immer überbleiben. Denn da ich mich nicht dazu aufraffen kann, sie bei “Amazon” hochzuladen und, daß der den “Selfpublishern”, die Türen und die Tore weit geöffnet hat, rechne ich ihm hoch an, falle ich ja auch bei “Selfpublisher-Preisen” heraus. Aber sonst sind die ja nach, wie vor bei allen Preislisten ausgeschlossen. Deutscher oder österreicherischer Buchpreis und sogar Buchbloggerdebut, bitte nicht.

Die “Selfpublisher” sind aber zumeist sehr selbstbewußte junge Frauen, die, wie mir Annika Bühnemann vor cirka einem Jahr geschrieben habt, sich um den Literaturbetrieb nicht viel scheren. Sie wollen vom Schreiben leben, machen Coachings, kaufen sich ein Lektorat und ein Cover, besuchen vielleicht noch einen Marketingkurs und schreiben und ich lese auch das sehr gerne und habe mir im Vorjahr auch aus Leipzig ein paar selbstgemacht Bücher mitgebracht, die ich noch lesen muß und die “Selfpublisher” hatten vor kurzem, glaube ich, auch ihre “Indie-Aktion”, wo sie ihre Bücher zum Sonderpreis von achtzig oder neunzig Cents anboten.

Es gibt also sehr viel. Viel mehr als die vier Bücher, die da vierteljährlichh beim “Literarischen Quartett” hochgehalten wurden und das hat Wolfgang Tischer vom “Literatucafe” sehr beklagt, daß da immer nur Mainsrtream gezeigt wird. Die zwei drei Bücher von denen jetzt alle sprechen und in einem halben Jahr sprechen alle von den zwanzig, die auf der deutschen Longlist stehen und die Buchhändler beklagen sich daüber, daß zwanzig für den Durchschnittsleser viel zu viel sind und sich ihre Kunden, wenn überhaupt nur für Shortlist interesssieren.

Denn sechs gehen sich gerade aus und da kann man auch noch ein paar davon zu Weihnachten verschenken.

Es gibt aber viel viel mehr , das Alte und das Neue und für mich ist ja an den offenen Bücherschränken besonders interessant, daß ich dort das finde, was sonst an mir vorübe gegangen wäre.

Die Bestseller von vorvorgestern beispielsweise, denn Bücher haben ja inzwischen eine irrsinns kurze Verkaufs- oder Haltbarzeit. Das heißt, sie halten natürlich sehr lange, haben eigentlich kein Ablaufdatum, aber trotzdem fliegen sie nach ein paar Wochen von den Bestsellerlisten und landen, was ich auch sehr schön finde, in den Abverkaufskisten, weil ich sie mir dann von dort herausziehe und auf meinen Bücherstapel lege. Aber weil ich jetzt schon so viele Neuerscheinungen habe, auch nicht alles lesen kann.

So hoffe ich, daß ich wenn ich in zwei Monaten mit der Ruth und den Alfred, um den Bodensee radeln werde, mir doch Michael Köhmeier “Zwei Herren vom Strand” mitnehmen kann, das wenn ich mich nicht irre, mir die “Bücherinsel” einmal in den “Wortschatz” gelegt hat und Arnos Geigers “Uns geht es gut” und nach Leipzig habe ich mir eigentlich “Clemes Meyer “Im Stein” mitnehmen wollen, denn das ist ja, glaube ich, ein Leipziger. Jetzt wird es wahrscheinlich Feriduns Zaimoglus Luther-Roman werden, denn die Wartburg ist ja, glaube ich, von Leipzig nicht so weit entfernt.

In einem Blog, den eine Buchhändlerin betreibt, habe ich einmal gelesen, daß sie bedauert, daß sie keine Bücher lesen kann, die inzwischen vergriffen sind.

ich weiß nicht, ob sie sich das selbst auferlegte, oder ob die Buchhandlungen, das tatsächlich von ihren Verkäufern verlangen. Ich habe ihr jedenfalls energisch abgeraten sich daran zu halten und so gesehen ist es auch immer gut, daß Bücher wiederaufgelegt werden.

“Kurz nach 4” vielleicht, was ja für mich ein Parradebeispiel ist, aber wenn ich von der “Alten Schmiede” nach Hause gehe und dabei an Anna Jellers Schaufesnter vorbei komme, ist es mir schon mehr als einmal passiert, das dort etwas liegt, was ich eigentlich für vergriffen hielt und auf meinen Stepel habe.

Die “Moravias”, Sagans, etcetera werden Gottsei Dank wieder aufgelegt, für mich ein weiterer Beweis, daß man alles lesen soll, was man will.

Auch Kerstin Gier und Donna Leon, die Mainstreambücher, die die Leser lieben und  Verkaufsumsatz bescheren, auch darüber braucht man nicht die Nase rümpfen.

Dank der offenen Bücherschränke habe ich Donna Leon recht viel gelesen, Kerstin Gier habe ich auch schon gefunden, komme, wie ich fürchte, aber in der nächsten Zeit nicht dazu sie zu lesen und denke wieder die Mischung machts.

Nicht nur die zwischen alt und neu, sondern auch die zwischen Mainstream und Nische, Indie und Konzern, Krimi, Chick Lit oder die sogenannte Hochkultur, von der ich, trotz der entsprechen Ratgeberlektüre noch immer nicht weiß, was das ist, aber ich möchte ja eigentlich offen sein und mich für alles interessieren und da wurde ich ganz ehrlich eigentlich auch noch nicht enttäuscht.

Natürlich auch mir gefallt nicht alles und mit den zu witzigen Autoren, wie Radek Knapp, David Sedaris oder Wladimir Kaminer beispielsweise habe ich meine Schwierigkeiten und manche Chicklits halte ich für übertrieben, machne wieder, wie Sophie Kinsells “Schnäppchenjägerin”, für ein tolles und sehr empfehlenswertes Buch und ich war oder bin noch immer ein Courths-Mahler Fan, obwohl ich auch nicht mehr dazu komme sie zu lesen.

So gesehen freue ich mich auf den “Indie-Bookday” auch wenn ich mir wahrscheinlich kein Buch kaufen werde, habe aber einmal daran gedacht, den Hunderter, den ich zu Weihnachten immer von der Schwiegermutter bekomme bei “Thalia” auszugeben oder mich von der Frau Jeller beraten zu lassen.

Ich habe es nicht gemacht, denn wann soll ich die Bücher lesen? Würde mir aber sehr sehr wünschen zu Weihnachten oder zum Geburtstag einmal einen “Thalia-Gutschein” zu bekommen.

Die Anna, die mir eigentlich nicht gerne Bücher schenkt, hat das zum letzten gemacht und ich habe mir Tillmann Rammmstdts “Morgen viellecht und Fiston Mwanza-Mujilas  “Tram 83” gekauft..

Die Bücher liegen jetzt im Badezimmer und ich muß mich wahrscheinlich sehr anstrengen, sie heuer noch zu lesen, werde aber versuchen es zu tun und freue mich auch auf die Bücherberge, die nächste Woche in Leipzig auf mich warten.

Also allen einen schönen “Indie-Bookday” mit schönen Bücherkäufen oder -funden und wenn ein Mainstream oder ein selbstgemachtes Buch dabei sein sollte, stört mich das nicht, sondern biete wieder gerne den Ersten oder auch Zweiten, der sich bei mir meldet, ein solches aus meiner  Produktion an.

Eine ganz aktuelle Neuerscheinung habe ich diesmal zwar nicht. Die Sommergeschichte “Claire-Klara-Clarisse” wäre da mein letztes, wil ich am “Frühstück” ja noch korrigiere.

Aber voriges Jahr ist zum “Indie-Bookday” die Sommerfrischengeschichte mit der Sandra Winter, der Fatma Challaki, der Jelena Malatschuk und der Elenei Soulaki erschienen.

Da habe ich auch noch Exemplare, also wer übeer den Tellerrand schauen will und sich dafür interessiert, was eine seit über vierzig Jahren schreibende Frau, die ihre Bücher selber macht und sich mit ihren Kritikern darüber streitet, ob sie jetzt eine Hobbyautorin ist oder nicht, verfaßt, dem schicke ich es gerne zu.

Und hier noch ein Programmpunkt beziehungsweise österreichischer Werkschautip