Wanderwoche am Peterbauerhof

Reiteralm, Spiegelsee

Wir gehen ja ziemlich regelmäßig mit Alfreds Turnlehrerund seinen ehemaligen Schulkollegen zweimal im Jahr wandern. Im Jahr 2000 hat das glaube ich angefangen. Da ist der Lehrer in Pension gegangen und hat sich an seine Wanderwoche erinnert, die er mit seinen Schülern einigen Zeit gehalten hat. Die zusammengetrommelt und seither sind mir meist in der Steiermark hier und dort marschiert. sogar zu Corona-Zeiten, hat es ein Wandern gegeben, 2020, 2021 ist der Alfred allein gegangen, weil ich ja kein 2 oder 3 G wollte. Im Vorjahr waren wir in Eisenerz und heuer die Ramsau und weil die ehemaligen Schüler inzwischen schon alle in Pension sind ist, aus dem Wochenende eine Woche geworden und so sind mir am Montag meinen fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster-Tag” da habe ich den Artikel vorgeschrieben und dann den Laptop mitgenommen, denn inzwischen nächtigen wir in einem Hotel und nicht mehr in einer Hütte und so losgefahren durch das Gesäuse und der Alfred hat da und dort immer wieder gesagt “Kannst du dich erinnern? Da sind wir hinaufgegangen, dort haben wir gegessen?”, konnte ich meistens nicht. Das Gasthaus in Gstatterboden gab es nicht mehr, so haben wir in Admont gegessen, da haben wir einmal bei Schlechtwetter eine Stiftführung gemacht und dann ist meine “Peter Paul-Geschichte” entstanden, die, glaube ich in der “Reise nach Odessa” enthalten ist.

Ein schönes Gasthaus und fast leer, denn es war schon fast zwei und zwischen vier und fünf sind wir dann am Peterbauerhof eingetroffen. Eine schöne Gegend, viele Berge, viel Grün, wir war ja schon vor zwei Wochen in der Steiermark in Neuburg an der Mürz beim “Ernst Jandl- Preis”, wo es ähnlich idyllisch ausgesehen hat.

Der Gunter, die Ingrid und die Astrid waren schon da, nach und nach sind ein paar andere dazugekommen. Der Lehrer ist diesmal nicht mitgekommen. Ein schönes Zimmer im dritten Stock und was ich nicht erwartet habe, Halbpension.

Vorher ein kleiner Spaziergang und am Dienstag sind wir mit der Gondel auf die Reiteralm hinaufgefahren und haben dort den Rundweg gemacht, sind an einigen Seen vorbei und in einen Regenguss hineingekommen.

Meine Kondition, die ja wahrscheinlich Corona bedingt nicht die beste ist, wurde durch den Regen fast ein wenig angekurbel, obwohl wir einen Gipfel ausgelassen haben und ich nur vor dem Gassel-Höh-Gipfelkreuz gestanden bin

Die Reiteralm ist touristisch sehr aufgerüstet. Es gibt sogar einen Kinderwagenweg und eine Kindergarten-oder Schulgruppe haben wir auch gesehen. Viele deutsche und tschechische Touristen und mit der Sommercard, die wir vom Hotel bekommen haben, war die Gondelfahrt sogar gratis und am Abend gab es Tafelspitz mit Spinat und Röstkartoffel und danach einen Apfelstrudel.

Silberkarklamm

Am Mittwoch, wo es Gewitteralarm für den Nachmittag gab, sind wir gleich nach dem Frühstück zur Silberklarklamm aufgebrochen, wo wir circa im Jahr 2000 schon einmal waren, weil ich da bei Ö1 zwei Karten für ein Konzert der Landstreich gewonnen haben, die auch das “Schüßel-Lied” gesungen haben. Damals sind wir am Abend hinaufgegangen.Jetzt am Vormittag hinter oder vor ein paar Paaren mit Hunden und kleinen Kinder, wo eines Geburtstag hatte, das dann von der Gruppe ein Ständchen bekam.

Vier Euro fünfzig war glaube ich Eintritt zu zahlen, weil ein privater Betreiber und dann hinauf über die Leitern und Steige an den Wasserfällen vorbei. Vor der Hütte Erdbeerbuttermilch getrunken, eine Schulklasse hinaufkommen gesehen. In der Steiermark ist noch eine Woche Unterricht und dann einen gelegentlich etwas steilen Rundweg zum Parkplatz zurück. War aber sehr schön und meine Kondition besser als erwartet. Dann waren wir schon vor eins im Quartier und können schauen, ob und wann das Gewitter kommt?

Es hat dann aber doch bis zum Nachmittag ausgehalten, so daß ich eine Runde spazierengegangen bin. In Richtung Birnberg auf einen Waldweg. Dann stand plötzlich ein Traktor am Weg und hat Holz eingeladen. Sie ließen mich zwar vorbei, aber wie komme ich zurück, auf die Straße abgebogen und gehofft, daß ich zum Peterbauer zurückkomme, hat geklappt und am Waldweg, der auch ein Radweg ist, sind mir ein paar Radfahrer entgegengekommen, auf der Straße dann ein paar Autos. Wie schon geschrieben sind viele Tschechen da und zum Abendessen hat es Schweinsbraten mit Kraut und Knödel, also eine sehr deftige Kost gegeben und für die veganen Vegetarier Zucchinileibchen.

Die Gruppendynamik ist ohne dem Herrn Sladky, der sehr leutselig war, mit den Kellnern und den Wirten scherzte und immer Schnaps für alle bestellte, ganz anders. Es wird weniger getrunken und es gibt auch untereinander weniger Kommunikation weil die Gruppe auf zwei bis drei Tischen verteilt ist.

Und am Donnerstag auf die Dachsteinsüdwandhütte 1910 Meter. Eigentlich ein leichter Weg, aber meine Kondition ist doch nicht so gut, wie ich schon dachte. Denn ich habe lang gebraucht, viel gekeucht und lange gebraucht, so daß wir die Hütte erst erreichten, als die anderen schon beim Hinuntergehen waren. So sind wir nach einer Rast, wieder Buttermilch, das mitgenommene Frühstückssemmerl und ein mit dem Alfred geteilter Kaiserschmarrn, nur bis zur Liftstation gegangen. Dort haben wir den Bus genommen und der Gunther hat uns bei der Mautstelle abgeholt. Aber schön war es doch, auch wenn es am Nachmittag zu regnen angefangen hat.

Am Abend gab es dann, diesmal habe ich die Eiernockerln statt dem Gulasch genommen, doch die Schnäpse und es gab auch ein Geschenk für den Gunther. Ein “Alpenglück-Romanhefterl”, was allgemeine Erheiterung auslöste und in ein Herzchen wurde unterschrieben, sowie den neuen Termin für die Septemberwanderwoche ausgemacht.

Am Freitag haben wir uns dann nach dem Frühstück verabschiedet, sind zuerst zum “Lodenwalker” gefahren und haben uns da ein bißchen bei der “Heimat des Schladminger Lodens”, die schon seit fünfhundertfünfundsiebzig Jahren besteht, umgeschaut und dann nach Schladming, wo die Kinder mit ihren Zeugnissen in Scharen herumliefen und sich in den Geschäften Geschenke und Eis holten.

Dachsteinsüdwandhütte

Ein paar der Gruppe wollten noch bleiben und auf einen Berg wandern, konnten aber nicht mehr reservieren, was man schon ein paar Tage vorher musste, ein System, das sich für meinen “2035” dystopischen Roman gebrauchen läßt. Wir sind nach dem Mittagessen nach Harland in das Sommerfrischenwochenen gefahren und werde von da weiter berichten.