Wiener Magnolienmord

Auf die Frankreichreise habe ich mir ja, statt, wie eigentlich geplant, “Frankreich-Bücher” zvier Krimis mitgenommen. Denn die Agentur der Barbara Brunner versorgt mich jett statt mit den “K&S, wie bisher, mit Gmeiner-Bücher und so habe ich auf unserer Fahrt durch Italien mit dem “Wiener Magnolienmord” begonnen.

Sehr originell, während, um mich herum, die Badelustigen an den Strand liefen, sich mit dem zweiten Wiener Gemeindebezirk zu beschäftigen. Aber Krimis sind nicht nur spannend, sondern passen wahrscheinlich auch gut in den Urlaub und ich lese sie ja, obwohl ich eigentlich keine Morde beschreiben will, sehr gern.

Also der zweite Roman, der in Tirol aufgewachsenen Annemarie Mitterhofer, deren Debut “Wiener Rosenmord”, das an mir vorbeigegangen ist, geheißen hat. Also hat sie es mit den Blumen und den “Magnolienmord” habe ich schon bei “Schubert” in der Wiener Straße liegen sehen.

Es ging also in Italien nach Wien und besonders leicht bin ich, wahrscheinlich situationsbedingt, in das Buch nicht hineingekommen.

Auch deshalb wahrscheinlich, da man Vorkenntnisse haben mußte, um das Personeninventar wirklich zu verstehen. Es geht aber, um eine etwas ungewöhnliche Polizistin und die geht zu Beginn des Buches auf eine Vernissage. Denn sie hat in einer Volkshochschule an einem Workshop teilgenommen, wo man Köpfe collagieren mußte und die werden nun ausgestellt.

Sie hat sich auch in den Künstler verliebt und auf der Vernissage rollen gleich die Köpfe. Nämlich der einer Alternativschullehrerin und das finde ich auch sehr interessant. Denn die Anna ist ja auch in eine Alternativschule gegangen.

Aber die von Annemarie Mitterhofer beschriebene, ist etwas elitärer. Die reichen Russen, die alles aufkaufen, geben ihre Kinder hin und um die “Magnolienschule” gibt es auch Streit, denn der Grund wurde vom Besitzer nicht nur der Lehrerin, sondern auch einem Künstler vererbt und die streiten sich nun darum und so gibt es schon einmal viele Verdächtige.

Leider ist auch der Liebste der Polizistin, die viel trinkt und sich dann nichts mehr erinnern kann, dabei und so muß sie den Fall abgeben und sich stattdessen mit Selbstmorden beschäftigen.

Aber die waren natürlich auch nur vermeintlich und führen zum Fall zurück. Denn eine alte krebskranke Frau hat sich umgebracht und auch noch einen Abschiedsbrief geschrieben. Aber leider ist sie, beziehungsweise ihr Schwiegersohn auch in dem Fall verwickelt und so habe ich wieder einen sehr engagierten Krimi gelesen und interessant ist auch Annemarie Mitterhofers Stil, der sich, glaube ich, sehr an Wolf Haas angelehnt hat.

So gibt es vor jeden Kapitel eine Einleitung, die sich mit den gesellschaftliche Zuständen beschäftigt. Die Frauenfrage wird erwähnt, die Umwelt und die Zuwanderung, Corona natürlich nicht und auch ziemlich philosopbisch ist, bevor es in die Handlung und in die Spannung geht und ich habe wieder eine neue Autorin kennengelernt.

Interessant, interessant, Krimis zu lesen, auch wenn mir die Lisa das nicht glaubte. Ich habe mir aber noch zwei “Gmeiner-Krimis” auf die Reise mitgenommen und die waren das auch.