Drei Frauen bei den Textvorstellungen

Mit den “Textvorstellungen” moderiert von Mieze Medusa, deren “Freischnorcheln”, ich ja im Dezember im Schrank gefunden habe, ist es in der “Alten Schmiede” gleich weitergegangen und da hat die 1975 geborene Mieze Medusa drei sehr interessante und auch sehr unterschiedliche Texte ausgewählt, zwei mehr feministisch und der dritte sehr poetisch war.

Mit der 1941 geborenen Feministin  Eva Geber, die ein Buch über die französische Anarchistin “Louise Michel  – Die Anarchistin und die Menschenfresser” geschrieben hat, das sie, glaube ich, schon in Leipzig vorgestellt hat und das sich der Alfred auch besorgte.

Es ist ein Monolog erklärte Eva Geber in der Einleitung und ein Buch in dem die 1830 als Tochter einer Dienstmagd und des Schloßherrn, die von dessen Eltern aufgezogen wurde, sich an der Belagerung von Paris beteiligt hatte, nach Neukaledonien verbannt wurde und 1905 in Marseille gestorben, selbst ihr Leben erzählt und auch ihre Gedichte und die Mythen, die sie von den “Menschenfressern” mitgenommen hat, in dem Buch enthalten sind.

Sehr interessant, ein Stück Frauengeschichte zu hören und auch, die mir bisher unbekannte Lilly Axster, eine, wie ich “Wikipedia” entnehmen, Mieze Medusa hat ins “Schmiede-Programm keine Biografien geschrieben, weil man die ja, wie sie sagte, googlen kann, eine 1963 geborene deutsche Filmregisseurin ist, die auch an einer Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt tätig ist und diesbezügliche Jugendbücher zu schreiben scheint.

Das vorgestellte “Die Stadt war nie wach,” das auch in dem, wie sie erklärte, queren “Zaglossus-Verlag” erschienen ist, ist jedenfalls ein solches, wobei Lilly Axster queer, als schräng beschrieb. Es handelt jedenfalls von fünf Freunden, die an ihrer Schule diese Gewalt erleben.  Lilly Axster trug ihren Text mit sehr lauter Stimme im Stehen vor und Mieze Medusa stellte im anschließenden Gespräch die Frage, ob das Buch ein Jgendbuch sein, Lilly Axster meinte, sie hätte es nicht als solches geschrieben, behandelt aber diese Themen, wenn es auch sehr modern und sprachgegendert zu sein scheint.

Die dritte Autorin, die 1994 in Bregenz geborene Sarah Rinderer, war dann mit ihren noch unveröffentlichten Text “Mutterschrauben” das literarische Kontrastprogramm, weil sehr sehr poetisch. Mieze Medusa brachte in ihrer Einleitung auch den Bezug zu Ingeborg Bachmann, so daß ich denke, daß ihr Prosatext, der von zwei Schwestern, einer Mutter und einer Großmutter handelte, zwar nicht unbedingt zu den zwei vorher vorgestellten passte, aber ein weiteres Stück starker Frauenliteratur einer sehr jungen Autorin, die schon den Vorarlberger-Literaturpreis bekommen hat und wahrscheinlich sowohl mit der Maya, als auch mit der Ursula rinderer von “Kremayr und Scheriau Verlag”  verwandt sein dürfte, präsentierte.

Walter Pilar in epischer Breite

Vor fast genau einem Jahr, nämlich am ersten Jänner ist der 1948  in Ebensee geborene Schriftsteller, Zeichner und GAV-Mitglied Water Pilar nach einem Treppensturz  gestorben.

Damals ging das, was mich fast ein wenig wunderte, durch die Medien und hier wurde vorallem sein Großprojekt “Lebensee” erwähnt.

Ich kenne ihn, glaube ich, von den GAV-Sitzungen, wo er sehr engagiert und wortgewaltig auftrat und ich kann mich auch erinnern, daß einmal ein GAV-Mitglied in dem Antiquariat “Buch und Wein” in der Schäfergasse, das es nicht mehr gibt, sein neues Buch vorstellte.

Den habe ich  bei der GV angesprochen und gefragt, ob ich das Buch tauschen kann? Die Antwort war “Ja!”, als ich das dann vor der Lesung tun wollte, war die Antwort “Jetzt nicht!”

Ich bin beleidigt ohne Buch gegangen und bin mir immer noch nicht sicher, ob das Walter Pilar oder ein anderer war?

Es könnte aber sein, weil wir sonst kein anderer einfiele und heute, fast ein Jahr nach seinem Tod eine doppelte Pilar-Veranstaltung in der “Alte Schmiede”, hat ja zuerst Richard Wall, auch ein oberösterreichischer Autor, den ich vorwiegend von den GAV-Sitzungen kenne, eine kommentierte Lesung aus dem vierten Band “Lebensee” , der, glaube ich, auch vor einem Jahr erschienen ist, gegeben und Analena Stabauer hat moderiert und eingeleitet.

die “AS” war voll von Pilar-Freunden und experimentellen Dichtern, Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Hermann Hendrich, aber auch die Rizys, der liebe Rudi, Luis Stabauer, Gerhard Jaschke und neben mir ist ein spezieller Pilar Freund und Weggefährte namens Peter Putz gesessen, der  dann noch eine Karte mit Lebensbildern des Autors verteilte.

die Tetratogie ist im “Ritter-Verlag” erschienen und dort, wo manchmal das Buffet aufgebaut ist, war diesmal ein Büchertisch, auf dem nicht nur die vier “Ritter-Bände” sondern auch die Restauflage der “Herbst-Presse” auflagen, wo Walter Pilar früher  publizierte.

Es gab auch ein Portrait das Eva Maria Geißler von dem Autor malte und der 1953 geborene Richard Wall, der glaube, ich auch mit Walter Pilar befreundet war, las dessen Dialektgedichte, wie er sagte, im Mühlviertler Dialekt und führte gekonnt launig und auch schon in epischer Breite durch das Werk, das von Fotos und Zeichnungen des Autors durchzogen war, die auf die Leinwand projeziert wurden.

Es gab eine Fotsequenz, die zeigte, wie sich Ebensee im Laufe der Jahre verändert hat. Leserbriefe, die der empörte Autor an die Stadtverwaltung geschrieben hat, wurden verlesen und seine “Gipfelstürmergedichte”, so daß es schon viertel neun geworden war, ehe Richard Wall fertig war, obwohl schon um acht die zweite Session angekündigt war und das finde ich sehr schön, daß das nicht, wie früher um sechs und um acht gewesen wäre und ich dann eine Stunde Zeit gehabt hätte, herumzustehen oder spazierenzugehen, obwohl jetzt, habe ich ja immer meine aktuelle Lektüre mit und würde sie weiterlesen.

Aber Paulo Giordanis vierter Roman passt wohl nicht zu der Hommage an einen exeperimentellen Dichter und so bin ich in der fünf Minuten Pause nach oben gegangen und habe mir noch einmal den Büchertisch angeschaut, obwohl ich schon vorher den verkaufenden Assisitenten, damit schockte, daß ich keine “Rititter-Bücher” lesen würde.

Das stimmt zwar, daß ich nicht und nicht dazu komme, obwohl schon einige in meinen Regalen stehen aber und die Antwort war auch, ich müße sie ja nicht lesen, nur kaufen, denn man kann nie genug Bücher haben und meine Antwort darauf war, zu mir zu kommen und sich meine Stapel oder Berge ungelesener Bücher anzusehen.

Das stimmt und wenn der Autor mit dem ich damals tauschen wollte, mir das Buch, das vielleicht “Lebensee zwei” war, gegeben hätte, hätte ich höchstwahrscheinlich noch ein ungeleses “Ritter-Buch” mehr und habe in meinem Bibliothekskatalog auch gerade gesehen, daß ich ein Pilar-Buch aus der “Herbstpress”e, nämlich die Gedichtsammlung “An sanften Samstagen” aus dem Jahr 1986 habe, jetzt muß ich das Buch nur finden, in der “Alten Schmiede” ist es aber mit einem Lesungsausschnitt des Autors einer “AS-Lesung” aus dem Jahr 2007 weitergegangen, bei der ich höchstwahrscheinlich nicht war, die aber zeigte welch imposanter und umtriebiger Autor Walter Pilar war, der wie Analena Stabauer in ihrer Einleitung erklärte, damals auch in epischer Breite ge2lesen hat.

Dann ging es  weiter mit dem Walter Pilar-Hommage oder Kolloqium, wie ich diesen Artikel ursprünglich nennen wollte, denn da hat der Literaturwissenschaftler Florian Neuner eine Einführung in sein Werk gegeben und der gibt ja auch die “Idiome” heraus und da war ich einmal bei einer Lesung und da wurde offenbar auch auf Walter Pilar hingewiesen.

Dann gabs noch eine Diskussion mit Richard Wall, Analena Stabauer und Florian Neuner, wo sich auch das Publikum, nämlich Peter Putz und ein junger, mir unbekannter Mann, der offenbar auch ein großer Pilar- Kenner war, lebhaft einmischten und ich habe in der “Alten Schmiede” wieder einmal eine intensive Werkeinführung in einen vielleicht nicht so bekannten Autor bekommen, der aber auch sehr viel zu sagen hatte, das sowohl sehr experimentell, als auch, wie Florian Neuner meinte, “pseudowissenschaftlich”  als Mikrokosmus im Makrokosmos tat und Florian Neuner hat auch ein Adorno-, beziehungsweise Mayröcker- -Zitat gegen das Erzählen, den Plot und die Handlung gebracht.

1954 dachte man offenbar, daß kein erzählender Roman mehr möglich. Das hat sich inzwischen sehr geändert, habe ich doch nicht nur gestern wieder ein Webinar von Jurenka  Jurk zu ihrer Romanausbildung gehört, wo es um das Überarbeiten und Vermarkten ging.

Es wurde an diesen Wochenende auch die Gewinnerin des “Bloggerdebut-Preises” ermittelt, die Bettina Wilpert mit ihrem Vergewaltigungsroman in schöner Sprache Nichts was uns passiert” ziemlich eindeutig und unschlagbar geworden ist.

Leider ist die Preisverleihung am zwöflten Februar, weil da offenbar in Essen im Cafe Livres schon eine Lesung mit ihr ausgemacht  war und icht im März vor Leipzig wie im vorigen Jahr, so daß ich nicht dabei sein werde. Ich habe aber den Zweitenplazierten, nämlich David Fuchs, der ja vielleicht auch wieder lesen wird, in Wien schon einige Male gehört, so daß ich da nicht so viel versäume.

Mein Schreiben – meine Bücher

Bei meinem Jahresrückblick beziehungsweise Neujahrsvorausschau bin ich darauf gekommen, daß ich ein bißchen mehr Feedback über mein Schreiben haben möchte und es mir vielleicht zu wenig ist, pro Jahr zwei bis drei Bücher herauszubringen, sie dann im Blog vorzustellen und danach mangels Ineresse ad Acta zu legen oder höchstens bei der “Poet Night” oder am Volksstimmefest ein Stückchen daraus zu lesen, wo auch nicht viel Resonanz zurückkommt.

Eine Möglichkeit wäre ja das “Literaturgeflüster, das habe ich mir wohl schon vor zehneinhalb Jahren intuitiv gedacht, als ich nach und nach darauf begonnen habe, mein Schreiben und meine Bücher darauf vorzustellen, meine Bücher in einer “Vorschau” und dann nach dem Erscheinen vorzustellen und nach und nach auch schreibbezogene Artikel zu verfassen.

2011 war ich auch schon in einer Krise und der Versuch herauszukommen war das “Literaturgeflüster-Texte-Buch”, das 2013 herausgekommen ist und das ich vorigen April auch in der “Alten Schmiede” vorstellen konnte und jetzt ist mir eingefallen, als ich das Miniseminar der Jurenka Jurk zu ihrer Romanausbildung gemacht habe, daß ich vielleicht ein “Literaturgeflüster II- Buch” mit sämtlichen Schreibartikel herausbringen könnte.

Wieder ein Buch das vollständig im Netz zu finden ist, aber dann in Printform schön übersichtlich in der Hand liegt und leicht durchzublättern und nachzulesen ist.

Das wird dann vielleicht im Sommer oder statt des nächsten “Nanowrimos” passieren, da ich bis dahin ja noch die Magdalena Kirchberg korrigiere, die dann wenn ich mich nicht verzählt habe, mein sechundvierzigsten selbstgemachtes Buch sein wird.

da es die Artikel aber schon gibt und ich sie nur noch heraussuchen muß, nütze ich die die Restweihnachtsferienzeit, die ich nach zwei Praxistagen schon wieder in  Wien verbringen, um sie mir herauszusuchen, um schon einmal einen Überblick herzustellen und meinen Lesern auch die Möglichkeit zu geben auf einen Blick festzustellen, was es da im Blog über mein Schreiben und meine Bücher gibt und da denke ich, fange ich am Besten mit dem Jänner 2012 an, wo ich schon einmal einen Einblick in meine sogenannten Indiebücher, die es bis dahin gegeben hat, zu geben.

Sogenannte Indie Bücher

“Die Radiononate oder das einsame Jahr”

Coverfragen und Schreibgedanken

“Das Haus”

Plotprobleme oder eine Handlung finden

“Sophie Hungers Krisenwelt”

Dreißig Fragen zu dreißig Büchern

“Heimsuchung oder halb eins”

Der Rätsel Lösung

“Mimis Bücher”

Themen finden

“Absturzgefahr”

Entwurf einer möglichen Laudatio oder Dankesrede

“Zwillingswelten”

Dialoge schreiben

“Die Frau auf der Bank oder dreimal S”

Bücherreihen oder zuviel der Ehre

“Die Widergeborene”

Lieblingsbücher

“Paul Nebel”

Romananfänge

“Kerstins Achterln”

Eigene Bücher lesen

“Beim Sterben sollte man zu Hause sein”

Themengebiete

“Literaturgeflüster-Texte-Buch”

Ein paar Romanfiguren

“Dreizehn Kapitel”

Bekannte Gestalten

“Brüderschaft”

Bücherschrankmotive

“Anna kämpft gegen das Vergessen”

Die dreizehn letzten Bücher

“Miranda Schutzengelchen”

Der fünfte Nanowrimo

“Im Namen des Vaters”

Depressive Frauen

“Die Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch”

Schreibweisen

“Die ereignisreichen Sommerelebnisse vier präkerer Literaturstundentinnen”

Die Kinderbücher

“Paul und Paula”

Die politischen Bücher

“Nika, Weihnachtsfrau oder ein Dezember”

Regelmäßig schreiben

“Nicht berühren oder Notizen zur Romanentstehung”

Zeitmanagement

“Claire- Klara-Clarisse oder wilder Lavendel”

Änderungen in den Handlungsverläufen

“Vor dem Frühstück kennt dich keiner”

Negatives Feedback

“Besser spät als nie”

Spannungsbogen

“Die unsichtbare Frau”

Wunschgedichtesammlung

“Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman”

Identitätsfragen

So das wär einmal eine kleine Vorschau, ob das so bleiben wird oder vielleicht noch etwas anderes dazu oder wegkommt weiß ich nicht, kommt auch auf die Seitenzahl und den Umfang an und, wie das mit den Vorschauen und den Buchvorstellungen wird, ob die noch dazu kommen, muß ich auch erst ausprobieren. Ist aber vielleicht ein guter Vorsatz für das neue Jahr und auch eine Möglichkeit mein literarisches Schreiben ein bißchen kennenzulernen

Auf der Website gibt es dann noch mehr und da ist bei den meisten Büchern auch ein Probekapitel zu finden.

Korrigierretreat

Nach zwei mehr oder weniger intensiven Praxistagen, hatte ich den Freitag zum Korrigieren der “Magdalena Kirchberg” für mich, mein, nach dem es die “Unsichtbare Frau” jetzt als  fünfundvierzigstes selbstgemachtes Buch ist, mein sechsundvierzigstes werden wird.

Die Geschichte von der Physiotherapeutin, die nachdem sie sich plötzlich in Pension befindet, ein Auto auf der Straße sieht und beschließt über die drei Personen, die drinnen sitzen, einen Roman zu schreiben. Zwei davon erinnern sie an den Gynäkologen und die Hebamme, die sie bei der Geburt ihrer Tochter Magda betreuten, aus dem dritten wird ein Psychiater, den der Gynäkologe damals zu ihr schickte, weil er eine postnatale Depression bei ihr vermutete.

Es gibt dann einen Handlungsstrang zur Tochter Magda, die mit Freund und Hund in Graz lebt und von Beruf Flüchtlingsbetreuerin ist und Magdalenas Nachbar ist ein syrischer Flüchtling und Heimhelfer namens Momo, der eine demente erfolglose Dichterin betreut, die plötzlich mit experimentellen Texten erfolgreich wird, obwohl sie das nicht will und die Liebe einer Supermarktkassiererin, zu der Magdalena einkaufen geht, gibt es auch.

Ein typischer Eva Jancak könnte man so meinen, nicht wirklich Neues, sondern schon bekannte Elemente, die Idee ist mir ja, glaube ich, schon vor mehr als einem Jahr gekommen und ich habe die Geschichte, das Auto habe ich wirklich gesehen, zuerst auf einerPsychiatrie spielen lassen wollen. Dann ist Magdalenas Erinnerung an ihre Geburt und die Schwierigkeiten zu ihrer Tochter daraus geworden und am Schluß meldet sich sowohl der verschwundene Vater wieder und Magda, die wieder zu ihrer Mutter findet, wird schwanger.

So weit so what und das hatte ich schon geschrieben, ich habe ja im August, noch bevor wir in die Schweiz gefahren sind, mit dem Rohtext angefangen und ihn am ersten November, als ich noch so halb überlegte, ob ich einen “Nanowrimo” daraus machen soll, beendet, als ich erfuhr, daß ich ein Enkelkind bekomme und den fünfundsechzigsten Geburtstag habe ich ja auch gefeiert und meinen Kassenvertrag für Psychodiagnostik beendet.

Sehr viel Autobiografischen könnte man sagen und darüber munkeln, ob das professionell ist oder nicht, denn das Auto habe ich ja wirklich, als ich wahrscheinlich vom Literaturhaus nach Hause gegangen bin, auf der Ecke Hofmühlgasse-Wienzeile stehen gesehen und da gibt es das Kinderhaus, wo sowohl, die Anna als auch die Magda in der Kindergruppe, als auch in der freien Schule war.

Ich hatte aber eine Hausgeburt und der verschwundene Vater ist eine Erfindung, obwohl  es den schon in “Besser spät als nie” gibt.

Für den Momo und die Nastasja gibt es reale Vorbilder und den Konflikt zwischen der Magdalena und der Magda, habe ich wohl nicht wirklich ausgearbeitet, beziehungsweise ist er mir irgendwie verschwunden und dann in den Weihnachtsferien in der realen Form vielleicht wiedergekommen und ja der Roman wird nicht wirklich geschrieben.

Damit kommt die Magdalena nicht weiter, es bleibt bei der Begegnung im Auto beziehunsweise dabei, daß der Gynäkologe, den Psychiater zu ihr schickte, was ja eigentlich ein sehr harmloser Konflikt ist. Der Psychiater taucht allerdings, als schon verstorbener Jugendfreund der Maria Mattuschek auf und das Ganze endet wieder im Literaturhaus, wo ihre von der Nichte Ruth so gehypten “Traumseqeunezen” vorgestellt werden sollte.

So weit so what. Es gibt jetzt, weil sich inzwischen  etwas  an der Schriftgröße geändert hat, fast neunundneunzig Seiten, derzeit 46 861 Wörter und  zweiunddreißig Szenen und ich habe schon vor Weihnachten damit angefangen, das Ganze Szene für Szene durchzukorrigen.

Da bin ich aber nur bis zur zweiten Szene gekommen, da hat sich dann auch die Seitenzahl verändert, so daß ich es nochmals ausdrucken wollte und in der Woche wo ich in Harland war, konnte ich, weil mir da  ja der Drucker fehlt, das auch nicht so machen, so daß ich am Freitag wieder neu damit begonnen habe und bis Szene fünf damit gekommen bin.

Die Zweifel, die ich meistens bei meinen Texten, “Da wird niemanden interessieren! Das ist nicht gelungen, weil viel zu oberflächlich!”, habe, sind auch jetzt da, obwohl es mir eigentlich  gefällt, ich aber auch überlege, was ich noch verändern könnte?

Das gelingt mir zwar nie sehr gut, aber weil ich ja zwischen Weihnachten und Silvester auch den Miniworkshop bei Jurenka Jurk gemacht habe und im November ein Webinar zur “Heldenreise” und mir vor ein paar Tagen auch noch das Video mit den anderen Kursteilnehmern angeschaut habe, denke ich schon darüber nach, ob ich es vielleicht doch noch ändern und von der Pike auf nochmals schreiben oder überhaupt lassen sollte, weil mir ja auch das Leben  irgendwie dazwischen gekommen ist, um das jetzt so geheimnisvoll auszudrücken?

Wahrscheinlich werde ich es wieder so belassen  das mit der “Heldenreise” und dem spannenden großartigen Roman beim nächsten Mal wieder probieren.

Dazwischen habe ich vor ein paar Tagen entschloßen, wird noch ein zweites “Literaturgeflüsterbuch” mit den Texten über meine Bücher kommen und da kann ich schon verraten, daß die diesbezügliche Vorschau morgen erscheint.

Ideen für das Buch siebenundvierzig kann ich ja inzwischen auch sammeln. Das ist ja auch immer ein Vorsatz, das mit dem Notizbuch und dem Aufschreiben genauer zu nehmen und mich inzwischen auf die Leserunde bezüglich der “Unsichtbaren Frau” freuen.

Da vergebe ich ja für die, die  mitmachen wollen, bis zu fünf Bücher und freue mich über eine angeregte Diskussion über das politische Buch, das die Wahlkampfsituation von 2017 beschreibt, die “Magdalena Kirchberg” ist ja nicht so sehr politisch, obwohl die drei im Auto, könnte ich jetzt oder habe ich schon gespoilert, entpuppen sich ja als ein FPÖ-Funktionär und ein Greenpeace-Aktivist.

Der Mönch von Mocca

Jetzt kommt ein interessantes Buch aus der Herbstproduktion, Dave Eggers “Der Mönch von Mocca”, in dem der 1970 geborene amerikanische Kultautor , von dem ich den “Circle” gelesen und einige andere Bücher im Schrank gefunden habe, selbst darauf besteht, keinen Roman geschrieben, sondern die Lebensgeschichte eines Sohnes jemitischer Einwanderer, der es geschafft hat jemitischen Kaffee nach San Fransico zu bringen und trotz der Kriegswirren einen fairen Kaffeehandel aufzuziehen.

“Die Geschichte des gefährlichsten Kaffees der Welt”, steht am roten Cover und Dave Egger erzählt in seiner biografischen Beschreibung sehr schlicht die Lebensgeschichte des jungen <mannes, Moctahar Alkanshali, der mit seinen Eltern und seinen fünf Geschwistern in einer zwei Zimmerwohnung in San Fransico aufwuchs.

Der Vater war Buschauffeur und Moctahar, der sehr umtriebig und aktiv ist, wollte eigentlich Jus studieren, dafür hat er von einer griechischen Freundin auch einen Tasche geschenkt bekommen, in der sammelte er Geld für einen wohltätigen Zweck, das er gleich an Ort und Stelle überbringen will, leider verlor er auf dem Transport Geld und Tasche, so war es aus mit dem Traum des Studiums.

Er mußte Portier werden, um seine Schulden abzuarbeiten und blieb solange, bis ihm jemand die Geschichte des jemitischen Kaffees erzählte, der der beste ist, so daß er sponta in den Jemen, wo sein Großvater ein einflußreicher Mann ist, flog, alle Kaffeebauern abklapperte, ein Kaffeeimperium aufzubauen beginnt, aber leider in den Krieg hineinkam, so daß es noch eine abenteuerliche Flurchtgeschichte zu erzählen gibt, bis Moctahar mit seinem Koffer, in denen sich die Kafeebohnen befanden, nach Seattle zu einer Kaffeemesse kommen konnte und damit so berühmt wurde, daß er sich ein Zimmer in dem Wohnblock, wo er einst Portier war, leisten konnte.

Eigentlich eine sehr einfache Geschichte und auch sehr einfach, wenn auch spannend erzählt und so erfährt man sowohl von Kaffee sehr viel, als auch von der Geschichte Jemens.

Kein wirklicher Roman würde auch ich sagen, sondern ein spannend aufbereiteter Tatsachenbericht eines amerikanischen Erfolgsautor, der aber wahrscheinlich sowohl allen Islamphobikern, als auch allen Kaffeeliebhabern sehr zu empfehlen ist.

Die unsichtbare Frau

Alternativtext

Das neue Buch

Hurrah, hurrah, es ist da, mein fünfundvierzigstes selbstgemachtes Buch und das  erste im Jahr 2019, die “Unsichtbare Frau”, die den Wahlkampf von 2017 und die politische Wende, den Rechtsruck Österreichs, an Hand einer Bloggerin und ihren Blog “Die unsichtbare Frau”, beschreibt.

Frisch aus der Druckerei gekommen, kann ich es proudly präsentieren und die Gewinnspielfragen der Vorschau auflösen:

  1. Das Vorgängerbuch sind die Bloggeschichten “Besser später als nie”, die hier im Blog zum größtenteils aus Schreibimpulsen entstanden sind und die sich hier finden lassen. Das Buch ist eine unpolitische Geschichte, die allerdings Personen als Helden habt, die man auch hier, wie etwa Lilly Schmidt, die Bloggerin, finden kann.
  2.  Die Orte in denen das Buch spielt, sind Wien, hier geht die unsichtbare Frau des Nachts mit der Tarnkappe auf Kopf auf ihre Traumreisen, New York, wo die Bloggerin Lilly Schmidt ihre Amanda Siebenstern auf Reisen schickt, Stockholm wo Jonathan Larsen um seine Frau trauert und einen Nobelpreisvorschlag machen soll und dann noch Frankfurt, wo es ja die Buchmesse gibt und ein nicht genannter Ort in Deutschland, wo der rechte Blogger Alfons Tratschke zu Hause ist.
  3. Die beiden Schriftsteller die im österreichischen Kulturinstitut von New York auftreten, sind Jonathan Franzen und Daniel Kehlmann.

Hiermit ist das Gewinnspiel zu Ende. Leider hat sich keiner gefunden, der die Fragen auflösen und das Buch gewinnen wollte.

Deshalb wiederhole ich noch einmal den ersten Satz:

“Amanda Siebenstern fühlte sich müde und erschöpft, als sie nach Hause kam.”

Wer mir hierzu einen Absatz schreiben will, kann auch noch ein Buch gewinnen, habe ich zwei oder drei Absätze, stelle ich sie hier mit meinem Absatz hinein und man kann raten, was das Original und was die “Fälschung” ist und auch ein Buch gewinnen.

Wer nicht raten will, kann sich an einer Leserunde über das Buch beteiligen. Dafür vergebe ich fünf Bücher und bitte um Kommentare und eine rege Diskussion.

Der liebe Uli, der das Vorbild für den Alfons Tratschke war, der hier ja schon seit zwei Jahren, wie der Alfons auf Lilly Schmidts Blog, kommentiert, wird sich sicher melden und seine Meinung sagen und vielleicht auch wie der Alfons über die “linksverseuchten Frauen” schimpfen.

Aber vielleicht gefällt es ihm auch, ich bin gespannt und wer sich zuerst in das Buch ein wenig einlesen möchte, ist hier richtig.

Es hat sich einmal ein Kommentierer von mir gewünscht, mehr über die Lesung von Daniel Kehlmann und Jonathan Franzen zu erfahren. Falls er hier noch mitliest, das wäre jetzt die Gelegenheit.

Dein Fleisch und Blut

Nun kommt ein Buch aus dem “Holzbaum-Verlag”, der mir ja immer so getreulich seine Bücher schickt und zur Abwechslung ist es, was mich besonders freut, kein Cartoon, da liegt noch einer in meinem Badezimmer, sondern ein Thriller, ich bin ja mehr für die Literatur, als die Satire, denn der “Holzbaum-Verlag! hat einen Thrillerwettbewerb ausgeschrieben und den hat die 1976 in Wien geborene Journalistin Nicole Marcarewicz gwonnen, die ich  aus Thomas Wollingers “Texthobelwerstatt” kenne und auch ihren Erzählband “Jede Nacht” gelesen habe.

Aus dem Vorliegenden Buch habe ich sie beim letzten “Buchquartier” lesen hören und jetzt habe ich mich ein bißchen durch das Kinderpornographiethema gelesen und ich muß sagen, es ist eigentlich kein Thriller, obwohl die Handlung Spannungselemente von mindestens drei ausweist, die mehr oder weniger geglückt ineinander verwoben sind.

Es geht, denke ich, Nicole Makarewicz, wie auch im Vorwort steht, um das Thema, das sie gekonnt aufgebreiten wollte. Im Vorspann wird auch noch genau erwähnt, daß alles an der Handlung und an den Personen erfunden ist. Recherciert scheint es dennoch genau zu sein. Im Anhang ist auch weiterführende Literatur und die Adressen von den entsprechenden Beratungsstellen angegeben.

Ein Thema also, das mich als Psychologin sehr interessiert und wo ich denke, daß alles, was hier geschildert wird, sehr realistisch ist.

Sehr viel Psychologisches kommt auch darin vor, die Heldin Leah ist keine Superfrau, sondern eine mit sehr viel Kanten und Schwächen, Emotionen, Allergien und psychischen Zusammenbrüchen. Trotzdem erscheint mir viel zu viel in die zweihundertzwanzig Seiten hingeingepackt zu sein und einiges an der Handlung auch unlogischk, so wußte ich schon in etwa der Mitte, wer der Täter ist, denn Leah hat ja nur einemMenschen von ihrem Verdacht erzählt und auch so ist die Leah, die Journalistin, die sich für das Thema Kinderpornographie interessiert und ein Buch darüber schreiben will, viel zu viel von den Fakten umgeben, als, daß es abgesehen von der Sachlage, wirklich realistisch sein könnte.

Es beginnt mit einem sehr beeindruckenden Bild, ein kleines Mädchen mit leeren Augen wird am Straßenrand gefunden, an ihm hängt ein Zettel “An Leah Sebelia” , aber eigentlich hat es schon viel früher begonnen. Nämlich mit Leahs Recherchen für ihr Buch, in die sie sich verbeißt und sie bekommt auch einen Zugang zu einen Pädophilenforum geschickt.

Es passiert aber noch etwas anderes. Sie liest plötzlich in der Zeitung, daß ein Mann, der den Namen ihrers Vaters trägt und von dem ihr ihre Mutter immer erzählte, daß er gestorben ist, als sie ein Kleinkind war, jetzt wirklich verstarb. Sie geht zum Begräbnis und lernt da ihre gehörlose Halbschwester Mara kennen, die als Hackerin sehr erfolgreich ist.

Von ihrer Mutter erfährt sie dann noch, daß der Vater sie als Baby mißbraucht  hat, so daß sie sich von ihm trennte, was schon einmal zu einem psychischen Zusammenbruch Leahs führt.

Das ist aber nur eine Nebengeschichte, denn Leah bekommt auch seltsame Mail von einem, der sie auf eine Fährte führen will und wenn sie das tut, Mara heckt für sie die Mitglieder des Pädophilenrings, die alle Namen aus Kinderbücherm, wie “Sindbald” oder “Baloo”, der Bär tragen, werden die dann ermordet und die Polizei findet Leah am Tatort, während der Täter entwischt.

Sie hat aber einen Zugang zur Polizei, nämlich den Leiter der Kinderportnograhieabteilung, der sie unterstützt und dem sie vertraut und sie hat auch einen Freund namens Max und dann noch einen anderen mit dem sie recherchieren geht.

Aber Max, der, glaube ich, Jurist ist, ist über Leahs verbissene Recherche nicht so erfreut, so trennt er sich von ihr. Sie kommt ihm aber, als sie wegen ihres Vater in der Krise steckt besuchen und da entdeckt sie eine “Winniepuh-Figur”, beginnt ihn zu verdächtigen, teilt ihren Verdacht auch mit und er wird dann auch ermordet, obwohl es offenbar ein Irrtum war.

Der Täter wird dann schließlich entlarvt. Vorher gibt es aber noch eine Spur zu dem entführten Kind einer ukrainischen Prostituierten. Das ist das kleine Mädchen an der Autobahn. Leah recherchiert in “Wolfis Bar”, wo sie arbeitete. Eine andere Ukrainierin, die ihr einiges erzählt, wird ermordet und die Spuren führen und das ist, glaube ich, nach einem realen Fall erzählt, der schon länger her ist, zu einem höheren Beamten eines Ministeriums, der an den entführten Kindern der Prostiuierten, die dann dem Ring als “Frischfleisch” zur Verfügung gestellt werden, beteiligt sein könnte, wobei hier einiges auf Leahs Speukaltionen beruht und nicht wirklich aufgeklärt wird.

Es geht trotz der vielen Mordfälle gut aus. das heißt die kleine Elina wird gerettet, bekommt eine Psychotherapie und eine Pflegefamilie und Leah besucht sie einmal in der Woche, um mit ihr zu spielen und wir haben viel über das Thema Kinderponrographie in allen seinen Facetten erfahren und einen sehr spannenden, ein wenig zu klischeehaften Krimi gelesen von dem mir vor allem gefallen hat, daß diese Leah ein Mensch mit Emotionen und Schwächen ist, die auch mal zusammenbricht, aber eigentlich viel zu viel erlebt, als daß es realistisch sein könnte.

Aber das lernt man ja in den Schreibwerkstätten und Romanschulen, daß alles spannend und übertrieben sein soll und so hat sich Nicole Markarewicz wahrscheinlich an dieses Prinzip gehalten.

Ich hätte es realistischer gefunden, wenn kurz der Mißbrauch als Baby erwähnt werden würde, um Leahs Besessenheit für dieses Thema zu erklären, statt nach dem Show not tell Prinzip ein Begräbnis und eine gehörlose Schwester zu erschaffen.

Ins neue Jahr

Weihnachten und Silvester habe ich diesmal wieder in Harland bei St. Pölten verbracht. Zehn lange Tage, denn wir sind am Samstag den 22. Dezember sehr früh dorthin gefahren, nachdem ich den Freitag davor am Nachmittag bei der Ruth war, um mir ihre neue Wohnung anzusehen und bin dann, um sechs nach Grinzing hinausgefahren bin, weil dort die Anna B., eine Freundin vom Alfred, der sie von der Gerlinde kennt, ihren sechzigsten Gburtstag in einem heurigen in der Armbrustergasse gefeiert hat.

Über meine diesbezüglichen Erlebnisse habe ich schon in der “Weihnachtsgeschichte” gescrheiben und dann war es eigentlich ein ruhiges Wochenende. Ich bin wieder mit dem Rad nach St. Pölten auf den Markt gefahren, nachdem ich das die letzten zwei Mal wegen Schneelage nicht machen konnte und der Alfred da die Doris Kloimstein allein getroffen hat.

Vor Weihnachten war sie aber schon in Innsbruck oder in Zürich, wo ihr Sohn, glaube ich, Psychiater ist und am Sontag  sind wir wieder auf die Rudolfshöhe gegangen.

Dann kam das Weihnachtsfest und es war sehr ruhig, ich habe meine Weihnachtsbücher gelesen. Bücher lagen diesmal nicht unter dem Christbaum, die eine der Pflegehelferinnen der Schwiegermutter aufgeputzt hat. Sie hat auch Kekse gebpacken. Von der Anna habe ich die üblichen Badeessenzen für die Lesebadewannensessions bekommen, vom Alfred zwei Kalender, einen literatischen und einem vom “Augustin”.

Dann hat der Alfred die nächsten zwei Feiertage gekocht, Gansl mit Rotkraut am Dienstag und Braten mit Kartoffelpürre und Karotten am Mittwoch.

Am Donnerstag ist der Alfred nach Wien arbeiten gefahren, ich bin in Harland geblieben und mit dem Rad in den Traisenpark gefahren und am Freitag in die andere Richtung nach Wilhelmsburg.

Lesetechnisch, wie das offensichtlich blogmäßig so heißt, habe ich mit  Peter Nadas “Leni weint” verbracht.

Am Samstag wieder Markt, meinen Jahresrückblick habe ich geschrieben und am Sonntag sind wir mit der Anna auf die Rudolfshöhe gefahren und seit dem zweiten Feiertag hat es, wie ich auch schon geschrieben habe, ein kleines Geschenk von Jrenka Jurk oder eine etwas größere Promotion auf ihre Romanschule gegeben, jeden Tag um acht ein Arbeitsblatt, um sich seine Schreibziele für 2019 festzulegen und da hat mir schon “Digitaldruck” gemailt, daß die “Unsichtbare Frau” wahrscheinlich am Mittwoch, wenn ich wieder in Wien bin, geliefert wird.

Die kann ich dann promoten, beziehungsweise dem Uli schicken und mich dann mit ihm wahrscheinlich in der Leserunde austauschen und am Montag, am Sonntag abend hat es noch einmal ein intensives Webinar zum Abklopfen der Romanidee gegeben, sind wir wieder auf die Rudolfshöhe, diesmal mit dem Rad, wo der Betreiber wieder einmal wechselt und sie deshalb nur bis fünf offen hatten, obwohl es sehr voll war, weil es ja irgendwie zur Tradtion gehört, Silvester auf der “Rudi” zu feiern, was wir aber niemals machten, weil ich in der Nacht nicht so gerne Radfahre und auch nicht durch den Wald gehe.

Früher waren wir zu Silvester öfter beim Martin in der Porzellangasse, später mehrmals bei der Hilde Schmölzer im vierzehnten Bezirk, die letzten Jahre in Harland und ein so besonderer Silvesterfeierer bin ich ja nicht, obwohl ich den Jahresrückblick geschrieben habe und durch Jurenka Jurk animiert meine Vorausschau auf mein Romanjahr 2019.

Da habe ich ja vor kurzem ihr Webinar über die “Heldenreise” gemacht und mir gedacht, bei meinem nächsten Projekt versuche ich es mal damit, weil ich diesbezüglich offenbar immer stecken geblieben bin, dann habe ich aber gemerkt, daß ich mit dem Korrigieren der “Magdalena” vor mich hintrödle, die “Unsichtbare Frau” hat auch sehr lang bis zum Fertigwerden gebraucht und ich habe wohl ähnlich, wie die Maria Mattuschek in der Magdalena Kirchberg gedacht, wozu das alles, wenn es niemand lesen will und ich habe doch schon so oft über depressive Frauen geschrieben, daß ich es nicht nochmals versuchen sollte.

Obwohl ich schon so etwas, wie eine Idee hatte, mit der ich es mit der “Heldenreise” versuchen hätte können. Dann ist mir auch die Idee gekommen, ein zweites “Literaturgeflüster-texte-buch” mit den Artikeln über mein Schreiben und meinen Büchern herauszugeben, denn da bin ich ja im letzten Jahr sehr aktiv gewesen.

Mal sehen, wie es wird, zuerst starte ich einmal in das neue Jahr, in dem ich den Makarewicz-Krimi anfange, mit dem Lesen bin ich im letzten Jahr ja auch eher langsam gewesen, habe nur 146 Bücher geschafft und, glaube ich, über zehn Herbst- und Winterbücher noch auf meiner Liste, dann putze ich die Wohnung, wir fahren nach Wien, ich räume die Weihnachtsdekotrationen weg, mache zwei Praxistage, warte auf die “Unsichtbare Frau” und den Beginn der Veranstaltungen und sonst wahrscheinlich alles wie gehabt.

Höchstwahrscheinlich werden wir wieder nach Leipzig fahren, ob sich das wieder mit Essen und dem Bloggerdebutpreis, wo der Preisträger ja auch in der ersten Jännerwoche bekanntgegeben soll, weiß ich nicht.

Denn diesbezüglich tut sich überhaupt nicht sehr viel. Ich war mit den fünf Shortlistbüchern zwar schon Anfang Dezember fertig, Kunststück hatte ich zwei davon ja schon gelesen und habe auch schon meinen Beurteilungsartikel geschrieben. Von den anderen den dreizehn Mitjuroren aber noch nicht sehr viel gehört. Und daher außer, daß das Buch der Bettina Wilpert offenbar einigen gefallen hat und auf dem Debutpreisranking der “Letzte Huelsenbeck” hoch oben liegt, noch keine Ahnung habe, wer da das Rennen macht?

Wie wird also 2019, wo ich sechsundsechzig werde und als ich dreiunddreißig geworden bin und das war, kann ich mich erinnern, ein Freitag, bin ich von der HNO-Klinik, wo ich damals eine Halbtagsstelle als Vertragsassistentin auf der Sprachambulanz hatte, daß ich dachte, daß ich nicht älter als das werden werde. Nun denke ich, zwanzig Lesejahre liegen wohl noch vor mir und ich habe eigentlich vor, es heuer mit den Neurerscheinungslesen etwas moderater anzugehen und habe mir auch etwas weniger bestellt. Buchpreislesen will ich aber wahrscheinlich wieder, allerdings im nächsten Dezember wieder einen Bücherchristbaum machen und mir da vorwiegend Weihnachtsbücher hinauftun, alte und neue und die auch lesen.

Und sonst? Im Juni soll das Enkelkind kommen, die Anna leidet momentan sehr darunter. In die Schweiz wollen wir wieder fahren, vielleicht im November statt zur “Buch-Wien” auf die “Buch Basel” und zum Schweizer Buchpreis. Das wäre auch einmal interessant.

Mit dem Uli werde ich mich wohl weiter catchen und den Rechtstrend nicht aufhalten können, dafür weiter auf die Donnerstagsdemo gehen. Am Zehnten ist schon die erste, jetzt war ja eine zeitlang Weihnachtspause. Mal sehen, was es alles gibt und wenn das Romanjahr vielleicht doch ein tolles wird und ich mich hier nicht nur mit rechten Kritikern, sondern auch mit ein paar literarisch Interessierten austauschen kann, wäre das sehr schön und auch meine Intention.

Mal sehen, wie es wird, in diesem Sinne wünsche ich allen ein tolles neues Jahr, wo wir vielleicht wieder ein Stückchen toleranter werden können, denn Multikulti ist eigentlich nicht passe und das Gutmenschentum angesagter, als je zuvor!

Das Geheimnisgeschichtenlexikon des David Silvester Marek

“David Silvester Mareks Texte zählen zum Eigenartigsten, Unverständlichsten, aber auch Faszinierendsten. Geheimnisvollsten und Poetischsten, was ich je gelesen habe”, hat Franzobel auf den Buchrücken, des bei “Klever” erschienenen Buches geschrieben und der 1971 in Währing geborene Autor, der seine Texte immer wieder beim “Ohrenschmaus” einreicht, dort auch gewonnen hat und der erste Stipendiat, des vom Bund gewährten Stipendiums war, so daß er mit Franhzobel einen Geschichtenband entwickelt hat, hat noch “Alle Erinnerungen sind Katastrophengebiete”, dazu geschrieben.

Das erinnert stark an Thomas Bernhard würde ich sagen, das vom”Ohrenschmauslektor” und “Bachmannpreissträger von 1995 herausgegebene Buch und die von David Silvester Markek zum Preis eingereichten Texte eher nicht.

Da fielen durch ihre originellen Namen und ihre Dialogform auf. Von einem David Bergretter, einer Lena Raubkatze und und war da immer die Rede. Bahnhöfe und Straßennamen spielen da auch immer eine Rolle, zählen Eisenbahnen doch zu David Silvester Mareks liebsten Beschäfrtigungen. Er hat auch seine Lieblingsschutzhütte und und nennt Richard Wagner als seinen Lieblingskomponisten, Luis Trenker zum Lieblingsregisseur und Maxi Böhm zum Lieblingskabarettisten.

Das sagt schon alles und man könnte nun denken, wenn ein solches Ausnahmetalent und beim “Ohrenschmaus”, fallen bei den immer mehr werdenenden eingereichten Texten, immer wieder die gleichen Talente auf, die dann auch gewinnen, auf der Ehrenliste stehen oder ihre Texte auf der Schokolade haben.

Peter Gstöttmeier zählt dazu, Viktor Noworsky, der der neue Stipendiat ist, auf einen Ausnahmeschriftsteller und Sprachkünstler wie Franzobel trifft, daß der in seiner gemeinsamen Arbeit mit dem Stipendiaten, dessen Werk umkrempelt und ihm seine Sprache aufdrängen wird.

Tröstlich gleich im Vorwort von Franzobel zu lesen, das dies nicht der Fall war und sich David Silvester Marek, mit dem ich auch bei der letzten “Buch Wien” gelesen habe, bei der Buchpräsentation am Badeschiff im September war ich nicht, weil da zeitgleich, sowohl das zehn Jahresfest der Blumenhandlung in der Krongasse als auch der “Kramer-Preis” in Niederhollabrunn vergeben wurde, durchzusetzen verstand und bei seinem Ton geblieben ist.

Trotzdem ist das Buch, in seiner Form und Struktur ein wenig anders geworden, als die mir bisher bekannten Texte und sei nicht nur, daß bei Bergretter, das Alter Ego des autors, wie ich erfahren habe, der Vorname David fehlt und die Lena, die bei den Geschichten immerwieder auftaucht, keinen Nachnamen trägt. Trotzdem sind die Namen nach wie vor die Spezialität in dem Buch, Frranzobel erwähnt das auch in seinem Vorwort, wo er den Autor  als eine Mischung zwischen  H. C. Artmann,  Fritz Herzmanovsky-Orlando und Elfriede Jelinek beschreibt.

Ansonsten sind die Texte zu einem Lexikon zusammengefaßt, die mit dem Buchstaben A wie “Alpensiedlung” beginnt und bei Z mit “Zusammenziehungsaufbaustraße” endet, was schon einmal ein hochkompliziertes Wort ist.

Franzobel beginnt seine Einleitung auch gleich mit “Wer denkt sich  Wörter wie: Klomuschelbeweihräucherungsrosarotbrillenschlangengraben, Wachsbergüberkreuzungssumpfgebierge oder Verbesserungsheimleuchtmüheschuldturm aus?”

“Handlung” führt er später noch an, wird man in den Texte keine finden, es tauchen aber in den geheimnisvollen Geschichten immer wieder die gleichen Personen auf, wie der schon erwähnte Bergretter, die Lena oder auch zwei Personen wie Friedrich Hilfsberg und Wolfgang Ablenkung und dann wird in den einzelnen Geschichten, die Namen wie “Aufbausuche” “Aufreißzirkus” oder “Baustellengräben” etcetera tragen, munter durch die Bezirke Wiens hin- und hergesprungen. Der Heimatbezirk und seine Straßennamen tauchen öfter auf, von Neuwaldegg ist öfter die Rede und Bergretter sucht in seinen Texten auch öfter nach dicken Damen, wie es ja auch einmal Heimito von Doderer tat oder geht in den Bezirken Wiens überhaupt auf Frauensuche, wo dann immer wieder auch bestimmte Berufsgruppen, wie der “Reiseleiter” der “Bürgermeister” oder der “Reporter”, auf.

Es gibt dialogartige Text mit den sprechenden Namen auch wenn Franzobl oder David Silvester Marek, die bei den Einreichungen noch vorhandenen Vornamen gestrichen haben und auch märchenhafte Texte, wie bei “Feenlicht” oder beim “Hoffnarr.

Ein “Ferkel” taucht auf, verläßt seinen Bauernhof, wahrscheinlich um nicht geschlachtet zu werden und beginnt zu suchen oder zu wühlen: “Doch nichts ist zu finden. Das Ferkel rennt wieder im Kreis herum. Doch wohin es schaut, ist nichts zu finden. Es wird immer heißer.”, endet es geheimnisvoll.

An Motiven taucht das “Kinderheim” immer wieder auf. Vielleicht eine Lebenserinnerung von David Silvester Marek, der hier seinen Vornamen nennt und auch die Lena, die Johanna und die Christina kennt, wo mir zumindestens die erste und die letzten aus den “Ohrenschmaus-Texten” bekannt sein dürften.

Es gibt einen “Komödienphotograpen” und der hat auch seine sprechenden Protagonisten. Nämlich einen Joseph Scherbenstrahl, eine Maria Strudelfladenkuh, einen Dieter Spritztrümmerleuchturm, sowie einen Ludwig Distelkloster und so weiter und so fort.

Da könnte die auch an sprechenden Namen interessierte Autorin und Jurorin direkt neidisch werden.

Da sich das aber nicht gehört, gehe ich zum letzten Satz weiter, wo es “Die wunderliche Betrachtung der Moderatoren ist das Wechselkonzert für die rauchenden einfachen Erklärer, die nicht mehr weiter wissen bei ihren Überlegungen zur Unterhaltung.”

Was verstanden? Ich auch nicht viel, aber Franzobel hat ja in seinem Vorwort nicht umsonst von den “sowohl unverständlichsten, als auch faszinierendsten poetischen Sätzen, die er je…” geschrieben.

Die “Krokodiklwüstenstadtbahn” gibt es auch, mit der Station “Krokodilnetzzeitungsfischer”, wenn man es noch nicht wüßte, hat man es jetzt begriffen, daß es stimmt, das David Silvester Marek ein großer Sprachschöpfer und wahrer Wortakrobat ist und sehr berührend finde ich seinen Text “Liebe”:

“Vieles gäbe es hier zu tun, wenn es nur nicht so schwierig wäre, in die verwirrendsten Werkstätten Ordnung zu bringen. Da braucht dieliebe sehr lange.”,setzt David Silvester Marek lakonisch dazu.

Und beim Buchstaben “M” sind sowohl, wem wundert es, die “Mädchen”, als auch das “Märchenabenteuermuseum”, zu finden.

Vom “Quadratsiedlungsberg” geht  es über den “Quellengrabenmisttiergarten” zum “Räuberhöhlenwald”, wo die “Räuber” verfolgt werden und am Ende der Reiseleiter kommt und sagt: “Lange Umbaudämme mit vielen neuen Siedlungen bringen Erlebnisabenteuer.”

Wie schon beschrieben, höchst geheimnisvoll. Dagegen geht es beim “Trost” entgegen der Ankündigung erzählender zu. Denn da kommt “Lena verzweifelt durch den Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum gelaufen, fällt einem Mann umarmend um den Hals und sagt weinend “Der Boasim hat meinen Namen blöd ausgelegt.”

Es folgt eine eine Irrfahrt von Purkersdorf-Gablitz, nach Hadersdorf-Weidlingau und am Schluß hat der Mann Lena noch versprochen sich mit ihren Fragen zu beschäftigen, hat er ja doch viele Bucher dazu.

Jetzt habe ich den Buchstaben “S” ausgelassen und da begegnen wir einen mir schon bekannten Protagonisten, der uns auch bis jetzt begleitet hat und noch weiter begleiten wird, nämlich den “Sucher” und der ist ein “Sammler” und sucht oder hat “Sinn.”

Viele Bücher hat und sammelt er auch, so zum Beispiel, das mit der Aufschrift “Vom Klodeckel bis in die Unterwelt” oder das mit dem Titel “Der gefährliche Umbau zwischen den Siedlungsschluchtspalten.”

Wenn wir  im Alaphabet weitergehen kommen wir zum Buchstaben “V” und da gibt es, sowohl die “Versorgungsschulratshofinseln”, als auch das “Versorgungsterrassenhofgebirge”, als auch den “Vertröstungszirkus” und über “X” und “Y” zum “Z” und da zun “Zipfenmützenschneider”, bevor es mit der schon erwähnten “Zusammenziehungsaufbaustraße” zu einem Ende geht.

Zu einem Vorläufigen nur, hat doch Franzobel in seinem Vorwort geschrieben, daß es sich bei den vorliegenden Texten nur um eine kleine Auswahl handelt, denn die Texte, die allesamt ziwschen 2010 und 2017  entstanden sind, stellen nur ungefähr ein Zehntes des Gesamtumfanges dar, den das “Geheimnisgeschichtenlexikon” eigentlich umfassen könnte.

“Viel Vergnügen!”, beim Lesen dieser Auswahl”, hat Franhzobel noch gewünscht und ich kann noch ergänzen, daß ich, die ich David Sylvester Mareks Texte wohl schon seit 2010 kenne, durch das Lesen seines Lexikons auf viele mir bisher unbekannte Facetten gestoßen bin und von der Sprachgewalt des Wortakrobaten wirklich sehr beeindruckt war.

Wieder einmal Jahresrückblick

Es ist soweit, 2018 geht zu Ende und man kann sagen, es war auf der einen Seite, ein ganz gutes Jahr, gab es doch zwei literarische Höhepunkte und da waren, sowohl der April, als auch der November besonders intensiv.

Denn ich habe im April in der “Alten Schmiede” zwar etwas verspätet, aber immerhin mein “Literaturgeflüster-Texte-Buch” vorgestellt, da war dann schon der “Hammer” mit meinen und Ruths Texten zur “Kunst im öffentlichen Raum” herausgekommen und am achtzehnten April gab es den ersten diesbezüglichen Spaziergang, wow, ein bißchen so, wie es eigentlich sein sollte und im November gab es noch einmal einen Spaziergang durch den neunten Bezirk und auf der “Buch-Wien” habe ich im Rahmen  des “Ohrenschmauses” ein Stückchen aus der “Mimi” gelesen.

Ansonsten war ich im März wiedermal  in Leipzig und vorher in Essen bei der “Bloggerdebutpreisverleihung”, wo ich Klaus Cäsar Zehrer und Christian Bangel kennenlernte.

Danach gab es den Osterspaziergang der LitGes, wie gewohnt und auch die Lesung beim “Linken Wort” beim “Volksstimmefest”, die Lesung bei der “Poet Night” und mein “Literarisches Geburtstagsfest”, wo ich  jeweils mehr oder weniger ein Stück aus der “Unsichbaren Frau” gelesen habe, dem Buch, in dem ich den Herbst 2017 im Rahmen des “Nanowrimo 2017” beschrieben habe und daraus habe ich auch im “Bepop” gelesen, die man, wenn man so will, auch als eine außertourliche Lesung bezeichnen kann, zu der mich der liebe Rudi eingeladen.

Buch ist in diesem Jahr nur eines herausgekommen, nämlich die Bloggeschichten “Besser spät als nie”, zu Jahresanfang, aber die Fortsetzungsgeschichte, “Die Unsichtbare Frau” ist schon in der Druckerei und ich werde sie demnächst bekommen.

Geschrieben habe ich ab Sommer den Rohentwurf zur “Magdalena Kirchberg”, bei der ich jetzt beim Korrigieren bin und da habe ich vorher auch ein paar Artikel zum “Zeitmanagement”, “Regelmäßig schreiben”, “Konzeptänderungen” etcetera verfaßt. Das war im Sommer.

Vorher ab Jahresbeginn habe ich wieder ein bißchen mein Schreiben vorgestellt, über meine “Kinderbücher”, die “Depressiven Frauen”, die “Politischen Bücher”, die “Bekannten Gestalten”, die “Schreib- und die Bücherschrankmotive”, etcetera, geschrieben.

Außer in Leipzig war ich wieder auf der “Buch-Wien” und beim “Buchquartier”, bei vielen Veranstaltungen, wie den “Wilden Worten”, den “O-Tönen”,“Literatur und Wein” in Göttweig und in Krems, beim “H .C. Artmann-Festival”, bei einigen Preisverleihungen, den “Bachmann-Preis”, den Tanja Maljartschuk gewonnen hat, hat es gegeben  und ich habe wieder tüchtig gelesen, wenn auch weniger als in früheren Jahren, ich habe Buchpreis gebloggt und mich durch die österreichische und die deutsche Liste gelesen.

Ansonsten dieses Jahr sehr viele Neuerscheinungen und in zwei Jurien bin ich nach wie vor auch.

Da gibt es schon länger den “Ohrenschmaus”, den Literaturpreis für Menschen mit Lernschwierigkeiten und seit 2016 juriere ich auch beim “Bloggerdebut-Preis” mit, was mir großen Spaß macht, denn ich interessiere mich ja sehr für Literatur.

Reisen hat es auch gegeben, eher kleinere, denn ich bin ja im Gegensatz zum Alfred nicht sehr reiselustig, war aber heuer vor Leipzig, zwei Tage in Würzburg und zwei Tage in Essen, dann sind wir im Sommer zehn Tage in die Schweiz, nach Genf, Bern und Zürich gefahren, wo ich die Bücherschränke erforschte und einige Buchhandlungen besuchte und kurz danach sind wir noch ein paar Tage mit der Ruth um den Neusiedlersee gefahren.

Das waren die erfreuelichen oder die gewöhnlichen Dinge, zu den eher unerfreulichen würde ich die politischen Entwicklungen, den Rechtsruck, etcetra bezeichnen.

Es gibt wieder Donnerstagsdemonstrationen, da war ich auf vier und das ganze Jahr habe ich mich mit dem Uli gecatscht, was manchmal mehr, manchmal weniger erfreulich war, aber ich denke, man soll es wenigsten versuchen politische Korrektheit einzufordern, auch wenn das, wie es aussieht, ein Faß ohne Boden ist.

Das war im Großen und Ganzen 2018 und richtig, daß ich “zehn Jahre Literaturgeflüster” mit Sekt und Torte gefeiert habe, das hätte ich jetzt fast vergessen!

Und zwei Workshops bei Stephan Teichgräber einen zum Thema “Utopie” und einen zur “Revolution” habe ich auch besucht, um mich ein wenig literaturwissenschaftlich weiterzubilden, während es, was wahrscheinlich auch ein wenig schade ist, die “Schreibgruppe” seit Herbst nicht mehr gibt.

Verluste gibt es auch zu vermelden, so ist in diesem Jahr der “Büchner-Preisträger”  Wilhelm Genazino,  am 12. Dezemer in Frankfurt verstorben, den ich sowohl einmal in Gottweig bei der “Literatur und Wein”, im Literaturhaus und in der “Alten Schmiede” hörte, sondern auch der ewige Nicht-Nobelpreisträger Philp Roth, der andere große Amerikaner Tom Wolfe am 14. Mai, Philip Kerr am 23. März und auch die österreichische Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger mit ihren ganz armen Kindern und Frauen, die eine hervorragende Oma  gegen Rechts gewesen wäre, die mit dem Krückstock, wie sie einmal am Ballhausplatz beim Johanna Dohnal- Gedenken verkündete, gegen die Nazi-Verharmloser angetreten wäre.

Und außerdem habe ich gerade erfahren, ist der israelische Schriftsteller Amos Oz von dem ich noch einiges zu lesen habe, vor drei Tagen gestorben.

Außerdem, hat es in diesem Jubuläumsjahr außer fünfundvierzig Jahre Matura und fünfundvierzig Jahre erfolgfrei schreiben, dem fünfundsechzigjährigen Geburtstag und Ende meines Diagnostikkassenvertrages, auch die Erinnerung an den März 1938, das Wien unterm Hakenkreuz, fünfzig Jahre 1968 und hundert Jahre Republik gegeben, was zu einigen literarischen Veranstaltungen und Büchern führte, die ich noch im nächsten Jahr lesen werde.