Zum Frauentag in die Wien-Bibliothek

Heute hat die Friederike Mayröcker ihr neues Buch in der “Alten Schmiede” vorgestellt und als ich das im Programm gesehen habe, habe ich natürlich gedacht, da gehe ich hin, dann aber gleich am selben Tag eine achtzehn Uhr Stunde eingeteilt und wenn ich da nach sieben hingehe, bekomme ich keinen Platz unten und kann mir im Schmiede-Saal die Wall anschauen, was ich nicht will.

Aber heute ist auch der internationale Tag der Frau und da hat mir die Ruth schon länger gesagt, daß sie da die Neuauflage ihres “Auf-Buchs” vorstellt und ich dachte, das geht sich besser aus, wenn ich nach der Stunde dort hinfahre, obwohl das mit den Plätzen in der Wien-Bibliothek ja auch nicht mehr so ist.

Da soll man sich zwar anmelden, sie reservieren aber keine Plätze und dann kommt man hin und alles ist für die Veranstalter reserviert und man kann hinten stehen oder im Vorsaal sitzen. Das habe ich das letzte Mal mit der Öffentlichkeitsarbeiterin Suzie Wong so diskutiert, mir überlegt, ob ich die Ruth bitten soll, mir einen Platz zu reservieren, das  aber gelassen und bin  kurz nach sieben in den vollen Saal hineinmarschiert, habe einen Mitarbeiter der mir sagte, daß ich, wenn ich nicht reserviert habe, draußen bleiben müße, ignoriert, dann aber keinen freien Platz gesehen, nur die Hilde Langthaler in der zweiten Reihe Mitte, die mir zuwinkte und sagte, ich solle mich auf den leeren Platz vor ihr in die erste Reihe setzen.

Der war zwar für die Direktorin, die gerade eröffnete, reserviert, aber dem Mutigen gehört die Welt und auf der Längsseite waren ohnehin noch einige reservierte Plätze frei.

Sylvia Mattl-Wurm begrüßte also die Anwesenden und wies auf das umfangreiche Frauenarchiv hin. Dann kam Alexsander Lellek vom “Löcker Verlag” an die Reihe und berichtete von den Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit dem Frauenkollektiv” Rit Clique”, das das Buch herausgegeben hat und erinnerte daran, daß es noch gar nicht so lang her ist, daß wir die männliche Oberhoheit, die den Frauen verbietet ohne Erlaubnis ihres Mannes einen Beruf auszuüben, nicht mehr haben und, daß Homosexualität nicht mehr verobten ist. Das war in den Siebzigerjahren, als das Familienrecht geändert wurde und da gründete sich auch die “Auf”, die Autonome Frauengruppe und die Ruth die da ja sehr aktiv war, hat schon vor ein paar Jahren bei “Promedia” ein Buch über die diesbezügliche Geschichte herausgegeben, das vergriffen ist und jetzt bei “Löcker” Ruths Stammverlag wiederaufgelegt wurde.

Ich bin ja auch eine sehr frauenbewegte Frau, bei der “Auf” war ich aber nie richtig dabei und soweit ich mich erinnern kann nur einmal in diesem Lokal in der Tndlergasse, aber beim “Arbeitskreis schreibender Frauen” und irgendwann habe ich dann auch die Ruth und die Hilde Schmölzer kennengelernt.

Der “Wiener Frauenverlag” wurde von Elfriede Haslehner gegründet, die dann von Barbara Neuwirth abgelöst wurde und der sich dann in “Milena” umgewandelt hat und inzwischen, was ich immer noch sehr schade findet, auch Männer verlegt.

Die “Auf” gibt es auch nicht mehr, wohl aber das Buch darber und ein Frauenkollektiv der Gründerfrauen hat Texte daraus gelesen, während die Ruth, die leicht oder sogar schwer erkrankt ist, so daß sie am Dienstag nicht in der Schreibegruppe war, den Büchertisch betreute.

Erna Dittelsbach, Erica Fischer, die mich einmal in der Otto Bauergasse interviewte, weil ich ja trotz Feminismus gegen Abtreibung bin und da einmal einen Arbeitskreis Linke gegen Abtreibung” gegründet habe, der allerdings ein Flop war, Käthe Kratz, Bodil Petersen und Heldis Stepanek-Kögl haben Texte aus dem Buch gelesen und sozusagen die ganze Frauengeschichte aufgerollt und inzwischen, die Siebzigerjahre sind schon lange her, hat sich sehr viel geändert und die Frauen der Identitäre, junge blonde hübsche, hetzten gegen den Feminismus und sagen, sie wollen einen Mann und Kinder und fühlen sich davon nicht unterdrückt, während die Frauen damals  viel bewirkten, Johanna Dohnal war zuerst Staatssekreätrin für Frauenfragen, danach die erste Frauenministerin.

Das Frauencafe, der Frauenverlag und die Frauenbuchhandlung haben sich gegründet, die “AufW gibt es nicht mehr und die damaligen Aktivitstinnnen sind älter geworden. Der Lesesaal der Wien Bibliothek war aber wie schon erwähnt bummvoll und nachher gab es wieder Brot und Wein und Gespräche und ich bin bei der Ruth gestanden und habe den Buchverkauf beobachtet, den Suzie Wong phänomenal fand, weil, wie sie sagte, normalerweise nicht so viel Bücher verkauft werden.

Utopia-Workshop und LIM

Im Sommersemester bietet Stephan Teichgräber ein Workshop zum utopischen Roman an und das ist interessant, ist mir doch, die ich ja ohne Zweifel sehr viel Gegenwartsliteratur lese, in der letzten Zeit aufgefallen, daß sich die Dystophien häufen. Die politische Situation greift, um sich könnte man so sagen und so findet man in den Neuerscheinungen immer mehr Werke, wo die Islamisierung und die Machgtergreifung der Rechten eine Rolle spielen.

Dann geht die Welt unter,  man muß fliehen und die DDR spielt manchmal dabei eine  Rolle oder die Raben oder die Krähen und wenn es dabei auch nur ums Bügeln geht, dann sitzt die Büglerin in der Kaffeetheke eines Gemüseladens und hört die anderen Gratistortenesser über die Flüchtlingssituation lametieren.

Stephan Teichgräber, der sich ja gerne mit der originalsprachlichen Literatur beschäftigt, hat an das Ganze gedacht und ist gründlch in die Vergangenheit gegangen, so stammt der Namensgeber der utopischen Literatur doch von Thomas Morus, denn der hat 1516 “Utopia” geschrieben und hundert Jahre früher hat noch eine Frau etwas Zukunftweisendes geschrieben.

Das ist aber gar nicht Stephan Teichgräbers Primärliteratur. Die ist ohne jeden Zweifel Georges Orwells “!984” und das habe ich als Studentin noch in der Wattgasse, keine Ahnung, wie ich zu dem Buch gekommen bin, gekauft habe ich es mir wahrscheinlich nicht, gelesen und war tief beeindruckt, obwohl ich das Rundherum und die Anspielung auf den zweiten Weltkrieg sicher nicht verstanden habe.

“Die schöne neue Welt” habe ich viel später erst gelesen, als ich das Büchlein einmal im Bücherschrank fand und darauf hat sich ja angeblich Dave Eggers mit seinem “Circle” bezogen.

Stephan Teigchgräber, der Slavist hat aber ein Failbe für die russische Literatur, so hat er den 1920 entstandenen Roman “Wir” von Jewgenij Samajatin  vorgeschlagen, von dem man Teile im Internet finden kann und dann noch den phantastischen Roman eines Chinesen “Stadt der Katzen”.

Ich habe Stephan Teichgräber aber vorgeschlagen, daß ich mich mehr mit der dystophischen Literatur der Gegenwart beschäftigen will und da ist ja Michel Houllebecqs “Unterwerfung” sicher wegweisend.

Heinz Helles   “Eigentlich müßten wir tanzen” gehört dazu, aber das stand schon 2015 auf der Longlist in letzter zeit habe ich Helmut Kraussers “Geschehnisse während der Weltmeisterschaft” und Andre Kubitscheks “Komm in den totgesagten Park und schau” dazu gelesen. Das habe ich Stephan Teichgräber schon im Februar gemailt und als ich in die Spengergasse gekommen bin, saß schon eine kroatische Komparatistik, die sich in ihrer Pension mit den Utopien beschäftigen will, im Raum. Jjakob Eder fehlte und wir haben die ersten Sätze von George Órwells “1984” analysiert, das ich ja schon fast vergessen habe.

Und am Abend ging es dann wieder in das MUSA, mit diesmal drei Stpendiaten und die deckten und das ist sehr spannend, die gesamte Spannweite der Literatur ab.

Kam da doch zuerst 1972 in Wels geborene Barabar Schwarcz, Tochter eines Ungars, die auch Deutsch für Fremdsprache Lehrerin ist mit ihrem Buchprojek “Sommerverschwendung”, wo es genau um diese biografischen Inhalte geht, ein kleines Mädchen sitzt im Sommer in Wels oder Linz und wartet darauf daß es in die Heimat ihres Vaters, dessen Sprache sie nur rudimentär sprcht in die Ferien fahren darf.

Dann wurde es experimentell oder vielleicht doch politisch, das allerdings nur durch die Sprache, denn Peter Pessls Bücher erscheinen ja bei “Ritter” und so ist sein “Märchen von der Zauberratte “Mammamaus  Mandzukic in Palmyra” auch ein Sprachkunststück, während das Dramatikerstipendium an die 1990 in Warschau geborene Julia Vitouch ging und ihr Stück “Schnupperscheiße” aus dem sie mit Ruben Turner, Basil Schu und Greta Lauer eine szenische Lesung bot, ist, könnte man so sagen, eine Verarschung auf den Kultureinreichungsbetrieb und daher besonders lustig, weil ja julia Vitouch, um das Stipendkum zu bekommen, sich wahrscheilich auch dessen Regeln beugen mußte, aber man kann darüber lachen.

Das Publkum tat es reichlich, was mich wieder etwas störte, weil ich das Ganze auch diesmal wieder nicht so lustig fand, aber nachher gab es wieder Brot und Wein, wo ich mich mit dem Chemiker Manfred unterhielt und mich in der anwesenden Wiener Lieraturszene wieder als wahrscheinlich nur halbe Außenseiterin befand, denn ich bin ja inzwischen auch, wenn ich wahrscheinlich kein Stipendkum mehr bekomme und es mir auch niemand glaubt, literarisch sehr selbstbewußt geworden und halte mich noch immer nicht für eine Hobbyautorin und so sagte ich dem Chemiker Manfred auf seine Frage, warum die nächste “Literatur im Musa” vom 4. 4. auf den 11. 4. verschoben wurde, weil da Julia Danielcyck in “Rauris”  ist und ich in der “Alten Schmiede” lese, obwohl das letztere natürlich nur ein Zufall ist.

Die dritte Schreibgruppenvariante

Heute also wieder Schreibgruppe, die unter einem ungünstigen Stern gestanden ist. Seit Februar 2017, seit das Cafe Fortuna, vormals Ludwig geschlossen wurde, finden ja die einmonatigen Schreibtreffs bei mir statt und seit die Kilics nicht mehr dabei sind, sind wir sechs Personen, Peter  Czak, der sich ja schon einmal krankheitshalber zurückgezogen hat, Klaus Khittl, Doris Klomstein aus St.Pölten, Ruth Aspöck, Robert Eglhofer und ich.

Im Jänner war Margit Heumann einmal Gast und die Schreibtreffen bei mir klappten immer erstaunlich gut, im Herbst 2016 noch im Cafe Ludwig waren sie ja ohne dem Peter eher schwach besucht und diesmal war das Treffen besonders wichtig, hatte Peter Czak ja um eine Verschiebung von Dienstag auf Montag gebeten, was ich mit der Gruppe besprechen wollte, er hat dann aber auch für heute abgesagt, die Ruth ist noch krank und der Robert hatte, obwohl er ja mit der Ruth zu Jasminka Derveaux Vortrag über dieLiteratur in Triest in den Pensionistenclub gehen sollte, eine Vorlesung und ist später gekommen. Er kann am Montag nicht, die Ruth auch nicht und zu dritt oder viert kann man ja eher keine Gruppenentscheidungen treffen.

Der Robert ist dann um sieben gekommen, obwohl wir die Treffen der St. Pöltner wegen auf sechs vorverlegt haben und als Thema habe ich, weil ich ja immer schon an meinem neuen Projekt arbeiten will, “Anfänge” vorgeschlagen, das war dem Klaus aber zu allgemein, so schlug die Doris ein seltenes Tier vor, das war dann wieder zu konkret, also einigten wir uns auf “Auschluß” weil der Doris vor kurzem etwas Derartiges passierte oder sie miterlebte und ich dachte, klar ich kann ja bezüglich meiner Magdalena Kirchberg über alles schreiben oder eigentlich auch über nichts, denn so wirklich weiß ich ja schon wieder nicht, über was ich jetzt schreiben will. Über eine Frau, die sich in ihrer Pension zuirückgezogen hat, die eine gleichnamige Tochter hat, ihr Leben ins Netz stellen will und am Abend vom Literaturhaus nach Hause geht und an der Kreuzug Ecke Hofmühlgasse-Pilgramgasse einen weißen BMW stehen sieht.

Das hatten wir nicht nur ein sondern sogar schon zweimal und für allle Kontrollfreas ich habe jetzt wirklich die selbe Szene dreimal geschrieben. Die Jänner und die Februarvariante gibt es oben zu sehen und, wie es weiter geht, werden wir vielleicht im April wissen und ebenfalls, wie und wann es mit der Schreibgruppe weitergeht, die ja jetzt schon sehr lang besteht und die eigentlich sehr lustig ist und zu der ich ja einmal nur dem Robert zuliebe als Gast hingehen und sie mir ansehen wollte.

“Ausschluß- ausgeschlossen- finito aus. Was sind denn das für Worte, die mir da durch den Kopf gehen, dachte Magdalena Kirchberg und seufzte aus. Sehr böse Worte, die an unangenehme Momente ihres Lebens erinnern konnten. An Ausschlußmomente- Kündigungserfahrungen-  und Abgrenzungen. Traumatische Ereignisse ihres Lebens, die sie geprägt hatten, noch prägen konnten und jetzt doch vorüber waren. Vorbei- finito- aus. Dabei hatte sie doch noch gar nicht mit ihrem Leben abgeschlossen, sondern war gerade erst einmal in Pension gegangen.

Ein Anfang also sozusogen, ein Neubeginn, eine neuen Lebensphase, in der sie sich gerade befand. Die sie seit Beginn des Monats angetreten hatte und auch genoß, weshalb ihr eigentlich unklar war, wieso sie sich ausgerechnet heute, als sie  von der Abendveranstaltung im Literaturhaus kommend, mit der Ausschlußfrage beschäftigte.

Ausschluß- ausgeschlossen- finito, aus, hatte sie gedacht, als sie den weißen BMW vorhin an der Kreuzung Wienzeile – Hofmühlgasse stehen sehen hatte und sie die Silouetten, der drei sich darin befindenden Personen, an Oberarzt Dr. Rössler von der Station 6B der psychiatrischen Universitätsklinik des  AKHs erinnert hatte und die sich im Fond befindende Frauengestalt erinnerte  an Schwester Hildegard. Was eigentlich ein Wahnsinn war und gänzlich unwahrscheinlich, denn ihr Aufenthalt auf Station 6B im AKH, war  dreißig Jahre her, so daß sich Dr. Rössler längst in Pension befinden mußte und die psychiatrische Krankenschwester Hildegard würde auch schon an die sechzig sein, während die  im Auto befindene Frauen zwischen zwanzig und dreißig gewesen war und sie sich also auf einer Reise in die Vergangenheit befand.

In ihre Vergangenheit, in eine unangenehme Phase ihres Lebens, an das sie das weiße Auto erinnert hatte. An eine schlimme Lebensphase, wo sie sich sehr ausgeschlossen, ausgegrenzt und abgeschoben gefühlt hatte, was zu dem damaligen Psychiatrieaufenthalt geführt hatte, der heute, da sie ihre Pension inzwischen angetreten hatte, lange schon vergessen war. Zumindest hatte sie das geglaubt. Das weiße Auto an der Kreuzung vor der sie auf das Grünwerden der Ampel gewartet hatte, hatte aber  alte Wunden wieder aufgerissen und sie eines anderen belehrt.

Magdalena Kirchberg hatte inzwischen ihre grüne Jacke ausgezogen und sie auf den Garderobenständer gehängt, danach die kleine Küche betreten. Hatte ein Glas von einem der offenen Regale genommen und sich Rotwein eingeschenkt. Einen tiefen Schluck genommen und danach, ein- beziehungsweise ausgeatmebnt. Sich zugeprostet und “Ausschluß- ausgeschlosen finito aus”, den Gedanken wiederholt, den sie seit einer halben Stunde ununderbrochen dachte und der nicht, obwohl er solange nicht vorhanden war, aus ihrem Kopf zu bekommen war.

In der Pension, das hatte sie sich schon  lange vorgenommen, würde sie sich ihrer Vergangenheit stellen und ihre Memoiren schreiben, beziehungsweise diese in Form eines Blogromans ins Internet stellen. Das hatte sie geplant und trotzdem, obwohl sie nun schon seit zwei Wochen Pensionistin war, noch nicht damit begonnen. Wahrscheinlich, weil es ihr nicht gelungen war, einen diesbezüglichen Anfang dafür zu finden. Was jetzt anders werden könnte, wie sie energisch dachte, als sie einen zweiten tiefen Schluck nahm und sich zuprostete. Ganz anders, denn wenn sie sie über ihren Ausschluß damals, die Ausgrenzung und Kränkung, die ihr einmal widerfahren war, schreiben wollte, könnte sie doch mit der Begegnung im weißen BMW mit Dr. Rössler, Schwester Hildegard und auch mit dem Unfallchirurgen Joachim Sandter, der eigentlich und ganz genau genommen, am Anfang ihrer Ausgrenzung stand, beginnen.”

Zwischenberichte

Eigentlich habe ich ja heute ins Literaturhaus oder in die “Alte Schmiede” gehen wollen, gelandet bin ich dann mit dem Alfred im Filmcasino, weil ich gerne am Montag einem seiner Altersteilzeittage mit ihm etwas Gemeinsames machen möchte, er aber nicht so gerne zu Literaturveranstaltungen geht.

Also bliebe der Blogplatz frei, den ich gerne mit ein paar Alltags- beziehungsweise Literaturplaudereien, dem literarischen Alltag einer schreibenden Frau sozusagen, auffüllen möchte, da ich in der letzten Zeit ohnehin nicht viel dazugekommen bin und in der nächsten Zeit auch ein paar sehr interessante Dinge anstehen, über die ich noch nicht allfassend berichtet habe.

Das Erste betrifft gleich den Korrigierstand der “Unsichtbaren Frau” und da gibt es durchaus Erfreuliches zu berichten, denn es geht weiter, Freunde, obwohl ich ja fast schon ein bißchen daran gezweifelt habe.

Habe ich das in der letzten Zeit doch eher etwas unaufmerksam getan, bin nicht so recht dazu gekommen, habe mich vielleicht auch ein bißchen davor gedrückt, beziehungsweise Videos dazwischen gehört, denn den Gedanken, das ist ja eh nichts, das interessiert keinen und ist sprachlich wieder nicht so interessant und vollkommen, kriege ich mangels anderer Erfahrungen ja nicht so einfach los, noch dazu wo mir bisher einige Szenen auch noch als sehr unfertig vorgekommen sind und ich auch noch nicht alles angepasst und angeglichen habe.

An diesem Wochenende in Harland war ich aber sehr aktiv und fleißig und so passen, die Szenen, glaube ich im großen und Ganzen, die Carola Singer habe ich in eine Miriam umgewandelt, weil ja auch eines der Akademiemiglieder Carola heißt, den Dozenten bei dem die Amenda jobben wird in Woburg und Wiebkes Freund in Malte.

Das Ganze hat jetzt 96 Seiten, beziehungsweise  46.431 Worte, man sieht der Nanowrimoumfang ist ziemlich geschrumpft und ich ich werde wohl noch einige Zeit brauchen, bis ich durch und fertig bin und habe und da bin ich schon bei den Aktivitäten auch im Juni wenn der Alfred wieder in den USA sein wird vor, das intensiv mit einigen Writingretreats zu tun, sollte ich noch nicht vorher fertig sein, da ja auch noch die Osterferien  kommen.

Noch früher kommt Leihzig, da sind meine Akkreditierungsunterlagen schon gekommen, das klappt ja fast besser. als bei der “Buch Wien” wo ich immer zweimal nachhaken muß und im letzten Jahr mich der “Ohrenschmaus” auf die Liste setzen ließ, beziehungsweise mir die Einladung zur Eröffnung gab und wir fahren, das ist neu, schon diesen Samstag los, nämlich über Würzburg nach Essen, denn da wird am Montag ja der Bloggerdebutpreis an Klaus Cäsar Zehrer im Cafe Lives vergeben und da es diesmal zeitlich passt, läßt sich das sehr gut verbinden und ich kann die die Leute vom “Debut” kennenlernen, die sich allerdings auch in Leipzig treffen werden, weil einige der Blogger natürlich auch auf die Messe fahren.

Wenn wir dann zurückkommen, in Leipzig gibts wieder ein Blogger- und noch ein paar andere Treffen, geht es nach Ostern gleich zu den “Textvorstellungen” in der “Alten Schmiede”, da stelle ich passend zum zehn Jahrestag mein “Literatur-Geflüster-Texte-Buch” vor, das zwar schon vor einiger Zeit erschienen ist, ich glaube, ich habe den fünften Geburtstag damit vorgefeiert, aber gut zum Jubiläum passt. Dann gehts nach Kems und Göttweig zur “Literatur un Wein”, wo der Alfred immer so getreulich Karten dafür besorgt und eine Woche später geht es dann mit der Ruth und den Robert zum ersten Spazierung in den öffentlichen Raum, wo wir die ersten drei Texte vorlesen, die wir im vorigen Jahr geschrieben haben, als der Alfred damals in Amerika war. Dazu wird es eine “Hammer-Ausgabe” geben, wo man die Texte nachlesen kann, man sieht es ist derzeit ein bißchen was los, was mich von der Hobbyliteratenschiene, in die mich der Uli ja so gerne stecken möchte, ein wenig wegbringen kann und das freut mich sehr.

Dazwischen heißt es lesen lesen, denn ich bin ja ein bißchen büchergierig, kann bei Anfragen nur schlecht nein sagen und so habe ich mir einen ganzen Haufen Rezensionsexemplare bestellt und wenn auch nicht alle zu kommen scheinen, komme ich derzeit gar nicht zu meiner Bücherschrank- beziehungsweise Geburtstagbücherliste, die ja auch eigentlich sehr toll ist.

Ich hoffe im Mai  das zu tun, dann meine Strohwitwenzeit mit dem intensiven Korrigeren zu nützen, dann kommen dann die Sommerfrischenwochenende, das Buchpreislesen, zu dem es mich höchstwahrscheinlich wieder ziehen wird und hoffentlich wieder ein “Volksstimmefest”, auch wenn der Christoph Kepplinger derzeit mit “Deutsch für Auslände-r Kursen” so beschäftigt ist, daß es die 2016 Anthologie noch nicht gibt.

Man sieht es geht also rund, das Lesen und das Schreiben, Schreibgruppe gibt es morgen auch, ich hoffe da kommen einige, denn der Peter Czak will den Termin vom Dienstag auf Montag verschieben, aber wenn niemand da ist, kann ich die anderen nicht fragen, ob sie dann kommen.

Die Ruth hat aber schon abgesagt und das “Utopie Workshop” des Stephan Teichgräbers zu dem er mich wieder freundlicherweise eingeladen hat, beginnt am Mittwoch auch und ich ladewieder alle ein, zur Lesung und den Spaziergang zu kommen und wer mich in Leipzig treffen will, am Donnerstag werde ich wieder um fünf beim Österreichempfang im Österreich Cafe sein und am Freitag beim Bloggertreffen von Diogenes, beziehungsweise. dem der Buhcpreisblogger in der Bloggerlounge und da ich diesmal meinen Laptop nach Leipzig mitnehmen werde, kann man mir auch eine Nachricht schicken und ich freue mich schon sehr.

Die Büglerin

Von dem 1961 in Australien geborenen aber in Wien aufgwachsenen Heinrich Steinfest, der jetzt in Stuttgart lebt, habe ich “Der Mann der den Flug der Kugel kreuzte” gelesen, ein paar andere Bücher gefunden, ihn ein bißchen bei den O Tönen und vorher in Göttweig gehört und war über seinen skurillen Humor, der zweimal auch auf der dBp-Liste stand, etwas erstaunt oder verwundert.

Jetzt hat “Piper” mir sein neues Buch “Die Büglerin” geschickt, von dem ich irgenwo las, daß es ein Krimi sein soll. Ist es natürlich nicht. Auch wenn es dabei einen Toten gibt und was es ist bin ich mir eigentlich nicht so ganz sicher. So war ich von dem Buch und seiner Spannung eigentlich sehr gefesselt, strich mir einige der schönen Phrasen als Allgemeinplätze an, staunte über die Belesenheit des Autors und seinen ironischen Humor und dachte gegen Ende, daß das, obwohl brillant geschrieben, wahrscheinlich eigentlich sehr kitschig ist.

Aber Heinrich Steinfest ist wahrscheinlich einer der ungewöhnlichsten Gegenwartsautoren, der sich offenbar auch traut die vorgegebenen Schienen zu verlassen und wahrscheinlich auch keine Angst vor dem Abgleiten hat.

Worum geht es?

“Reichtum und tiefe Schuld” steht am Buchrücken und das ist es wahrscheinlich und das Ganze sehr spannend und sehr außergewöhnlich erzählt.

Da ist Tonia Schreiber, die Büglerin, aber eigentlich ist sie Meeresbiologin und auf einem Segelboot zur Welt gekommen, dort ist sie mit ihren Eltern, die Botaniker waren, vierzehn oder so Jahre herumgefahren, immer alle Jahre kurz nach Wien zum Bezirksschulamt, um dort die öffentliche Prüfung abzulegen, denn und das haben wir hier schon fast vergerssen, in Österreich gibt es ja keine Schulpflicht, sondern nur eine Unterrichtspflicht.

Das heißt ein jeder kann sein Kind abmelden, es selber unterrichten oder auf eine freie Schule schicken, solange es einmal im Jahr einePrüfung macht und besteht. Wir haben das mit der Anna so gmacht, die in die frei Schule Hofmühlgasse  in die Volksschule gegangen ist. Tonias Elternl machten es mit ihr so. Gaben sie mit vierzehn dann auf ein Internat und als sie sechzehn war, ist das Boot untergangen und die Leiche der Mutter wurde nie gefunden.

Der Vater hat einmal eine Katze im Flug gerettet, man sieht Steifests subtilen Humorund daher ein Vermögend geerbt, von diesen kaufte er sich eine Villa in Wien und das Segelboot. Tonia zog dann in dieses und zog sie mit ihrer Halbschwester, der Vater hatte noch ein uneheliches Kind, deren Tochter Emilie auf. Sie studierte Meeresbiologie, legte in der Villa mehrere Aquarien an und ging dann mit Emilie und deren Freundinnen, als sie sechzehn war, ins Kino.

Da saß sie hinter einem seltsamen Mann, der immer das Handy zückte. Sie las eine Nachtrich:t “Tue es endlich!” oder so. Da zuckte er eine Pistole, Tonia stürzte sich auf ihn. Es kam zu einem Schußwechsel und Emilie war tot. Das führte zu Schuldgefühlen Tonias, die daraufhin ihr ganzes Vermögen an die katholische Kirche verschenkte, hier sieht man wahrscheinlich den Steinfesten Sarkasmus und mit ihrem Restgeld nach Hamburg fuhr, dort ein paar Jahre lang Haushälterin war, wieder ein Vermögen erbte und sich dann in Heidelberg als Büglerin verdingte.

Dort stand sie dann in den Bibliotheken oder anderen hellen Zimmern der Angehörigen der Universitäten dort, wie beispielsweise eines alten Augenarztes oder einer jungen Leiterin des Max PlankInstitutes für Astronomie, bügelt in schwarzen Kleidern und mit Ohrringen, die sie noch von ihrer Mutter erbte und kam ganz langsam ins Leben zurück oder auch nicht.

Jedenfalls lernte sie beim Laufen und auch in der Bar, wo sie ihren täglichen Whisky trinkt, den ständig schwitzenden Gemüsehändler Karl Dyballa kennen, die schönen Namen hat Steinfest wohl von Heimito von Doderer übernommen und als sie eines Tages ein Hemd in der Wäsche der Astronomin Marlen Kreuzer entdeckt, werden alte Wunden aufgerissen. Denn das trägt als Emblem Malewitschs schwarzes Quadrat und als ein solches Tattoo hatte auch Erler, das war der Mann, der die Nichte erschossen hat, auf der Brust und Tonia forschte nach.

Marlen Kreuzer erzählt, das Hemd gehört dem Gatten ihrer Freundin Clarissa und so läßt sie sich, obwohl sie sonst streng das Private vom Beruflichen trennt zu der Abendgesellschaft Prof. Hotter, dem Augenarzt einladen und bekommt eigentlich heraus, daß ihre Schuldgefühle, wenn man zart berseitet ist, berechtigt waren.

Denn Erler, das heißt Erich Müller, war eigentlich kein Amokläufer, sondern ein Selbstmörder. Aber was soll man auch machen, wenn man im Kino einenMann mit einer Pistole beobachgtet? Erschießen kann man ihn wohl sich nicht lassen und für Ablenkungsgespräche ist wohl nicht der richtige Ort.

Eine schwirige Gewissensfrage, die uns Heinricht Steinfest hier listig stellt. Es geht aber schon rasant weiter, denn auch Karl Dyballa hat eine uneheliche Tochter und die obwohl sie in Neuseeland lebt, will nach Mallorca zu der Hochzeit einer Freundin. So reisen auch die platonischen Freunde dorthin, haben da auch noch Schwierigkeiten mit dem Doppelzimmer das ihnen das Hotel zuweist. Aber das sind Kinzerlitzen, die erwachsene Leute lösen können.

Schwieriger wird es erst, als Vivien, die Tochter im Himalaya bei einer Bergtour, die sie machte, vermißt wird. Jetzt kommen wir wieder zu denSteinfesten philosophischen Überlegungen, denn Tonias Schuldgefühle sind ja noch vorhanden und obwohl nicht gläubig und Dyballa ist das auch nicht, kommt sie doch auf die Idee, sie könnte für Vivien sterben und ihre Schuld so sühnen. Das passiert dann, indem sie zuerst Dyballas Hemden bügelt, das heißt ein weißes, obwohl er ja eigentlich nur schwarze trägt, sein übermäßiges Schitzen ist dadurch verschwunden und Tonia sieht am Meer ein Boot, das sie an das ihrer eltern, das ja untergegangen ist, erinnert. Sie schwimmt hinaus, besteigt es. Wird, wie sie es interpretiert vom Tod erwartet und verschwindet.

Das Weitere läßt sich dann nicht mehr wirklich klären. Nur soviel, Vivien wird gerettet und zieht zu ihrem Vater nach Heidelberg, um dort ihre Dissertation über Walter Berry fertig zu schreiben, als ihm auch in seinem Gemüseladen, der höre und staune “Das grüne Rllo” heißt, hilft.

Und das Staunen ist auch deshalb angesagt, weil es ja schon ein Steinfest Buch mit diesen Namen gibt und das wird in dem Roman auch erklärt. Man sieht Heinrich Steinfest ist wirklich ein ungewöhnlicher Schriftsteller und mit allen Wassern der Schreibkunst gewaschen und ich bin jetzt nur  gespannt, wie die Leser und die Kritiker das Buch empfinden werden.

Ob sie es als kitschig oder genial bewerten und es vielleicht sogar auch auf die deutsche oder österreichische Buchpreisliste setzten werden? Was mich freuen würde, denn dann hätte ich weniger zu lesen und obwohl kitschig, ist es eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr schon gelesen haben, zu den anderen würde ich den josuah Cohen, Jon Fante und auch Andre Kubicek setzen.

Schreibweisen

Wieder gibt es einen Artikel  über meine eigenen Bücher, denn da haben sich ja inzwischen über vierzig selbstgemachte sogenannte Indie-Bücher angesammelt, die ich im Jubiläumsjahr ein bißchen promoten oder nach Themengebieten geordnet nach und nach vorstellen will.

Seit 2009, beziehungsweise, seit ich diesen Blog betreibe stelle ich die Bücher ja immer in den sogenannten Vorschauen vor und zeige mich dann auch nach dem Erscheinen mit einem solchen, es gibt Gewinnspiele und seit kurzem die sogenannte Leserunden die ich gerne machen will.

Es gibt aber auch einen Artikel zu den Covern, den ersten Sätzen, den Lieblingsbüchern und in diesem Jahr habe ich ein bißchen die bekannten Gestalten, also immerwiederkehrende Figuren in meinen Büchern, die depressiven Frauen und auch die Bücherschrankmotive vorgestellt.

Was bleibt dann noch? Ja richtig, die Bücher übers Schreiben oder die, wo die erfolglosen Schriftsteller und Schriftstellerinnen vorkommen, meistens sind es Frauen, also die Alter Egos von mir und manchmal sind sie auch ein bißchen depressiv, wie es das erfolglose Schreiben ja macht. Sie geben ihre Bücher selber heraus, werden verwechselt, bleiben über, aber auch die Nobelpreisträgerinnen interessieren mich und da habe ich mir bei zwei auch schon Geschichten ausgedacht.

Da ich ja schon viele Bücher geschrieben habe und mich, wie man sieht auch gerne wiederhole, man schreibt ja immer sein ganzes Leben den gleichen roman, hat, glaube ich, Heimito von Doderer oder was es doch ein anderer gesagt, fällt es mir wie bei dem Depressionsartike auch ein wenig schwer nichts auszulassen, beziehungwweise von einem Thema nicht zum anderen zum kommen.

Also werde ich mich, wenn es geht und ich es schaffe, auf ein paar Beispiele konzentrieren. Das Thema ist ja beliebig und kann bei Interesse und Bedarf auch noch wiederholt und weiter ausgeschlachtet werden.

Das erste Mal habe ich mich mit dem thema Schreiben, glaube ich, in der Kurzgeschichte “Die Verwechslung” beschäftigt, die in einer der Volksstimmeanthologien, ich glaube in der ersten mit dem Hrdlicka-Cover, agedruckt ist.

Da geht iene erfolglose Autorin in eine Buchhandlung, schlägt ein Buch auf und findet unter einem bekannten Autorennamen eine Geschichte, die eigentlich von ihr ist und fährt mit Hilfe der IG-Autoren nach Frankfurt zu “Suhrkamp” um das aufzuklären.

Ja, das sind so Phantasien der erfolglosen Autorinnen, die fast ein wenig peinlich klingen könnten, wenn man sie aufschreibt, denn da kommt ja gleich die Frage, ob das vielleicht autobiografisch ist?

Aber nein, ganz klar, natürlich leider nur erfunden, aber die Seele ist ein weites Land und die Phantasien wie man so hört zollfrei und erlaubt.

So habe ich das Thema auch später wieder aufgegriffen und kann es im “Wilden Rosenwuchs” wiederfinden, wo es ja nach Stockholm zu einer Literaturpreisträgerin geht und das ist auch ein beliebtes Thema, diese Reise nach Stockholm zur Nobelpreisverleihung, die man am besten noch mit Billig- oder Gratisreisen antritt. Ja die Seele ist ein weites Land und die Phantasien bekanntlich zollfrei….

“Der wilde Rosenwuchs” ist 2007 noch bei “Novum” erschienen, oäter habe ich ja die Druckerei gewechselt und bin zum “Digitaldruck” gegangen wo ich immer noch meine Bücher herausgebe.

Im “Wilden Rosenwuchs” geht es um eine Wohngemeinschaft mit drei prekären Germanistikstudentinnen. Da habe ich ja auch einmal eine Veranstaltung zu den prekren Arbeitsverhöltnissen im Literaturhaus machen wollen, da haben sie mich aber schon hinausgeschmissen, so daß ich sie im Amerlinghaus machte und habe dort aus dem Buch oder war es noch das Manuskript gelesen.

Franhziska Link ist, glaube ich, die Ich-Erzählerin, die lebt mit Karoline Radeztky und Rosa Binder in einer WG. Da sie keinen Job findet, jobbt sie als Altenhelferin bei einem dementen Literaturprofessor. Sie schreibt aber auch einen Roman und in dem geht es, um eine solche Verwechslung. Eine erfolglose Schriftstellerin findet keine Verlag, beziehungsweise landen ihre Mansukripte in einem Müllcontainer oder einem Abstellregal. Dort fischt sie eine schreibblockierte Erfolgsautorin heraus, gibt es unter ihren namen heraus und die Finderin der Manuskripte fliegt nach Stockholm, um sie zur Rede zu stellen, beziehungsweise das Manuskript bei einer Leetheateraufführung vorzustellen.

Der Band “Schreibweisen” von dem der heutige Artikelname übernommen wurde, ist mein zweites “Digibuch”und dort sind drei Erzählungen übers Schreiben herausgekommen, zu denen Alexandra Millner den Beschreibungstext verfasst hat.

Der Krimi “Tod eines Jurymitglieds”, den ich nach einem Allan Wilton-Hefterl geschrieben habe. Das heißt, es gibt drei Polizisten, den Kommissar und zwei Inspektoren, die ich nach dortigenVorbild moderierte, einen Schreibwettbewerb, wo eine der Juroren tot aufgefunden wird und der Kommissar ermittelt mit seinem Team, geht von Autor zum Autor und fragt nach den Schreibmotiven, beziehungsweise soll er den Töter herausfinden, den es, weil meine Krimis ja keine sind, nicht gibt.

Die Geschichte hätte in dem Band enthalten sein sollen, den ich mit Elfriede Haslehner und Hilde Langthaler herausgeben wollte, aber dran scheiterte, weil der Verleger einen Beitrag von uns haben wollte und man das eigentlich nicht zuzahlen soll. Also habe ich mich geweigert das zu tun, obwohl ich ja meine Bücher selbst herausgebe und die Erzählund dann mit zwei anderen in einem solchen Buch erschienen ist.

Man sieht, das Leben ist widersprüchlich und die Grenzen zwischen Selbstzahler- und Eigenverlag fließend, aber inzwischen ist das Selfpublishing ja in und zumindestebs in Frankfurt und Leipzig füllt es eine ganze Halle.

Die zweite Geschichte heißt “Der verrückte Traum der Thea Leitner” und sagt auch viel über meine Phantaisien aus, denn da gibt es ja sogar eine  schreibende Psychotherapeutin, die keine Stunden hat, so daß sie nach Salzburg fährt, in den “Starverlag” geht, um sich dort nach ihrem Manuskript zu erkundigen und sich dabei in den Cheflektor verliebt. Eine Verwechslung gibt es auch und am Ende wird ihr Manuskript gedruckt.

Und Geschichte drei, das “Salz in der Suppe” geht ein bißchen in die Dystopie oder in die Diktatur von schwarz-blau und erzählt auch die Geschichte einer erfolglosen Autoren, die ihren Mann und ihren Verleger findet.

Dann gibt es dann als neuntes “Digibuch”, bei “Novum” herausgegeben “Das literarische Lleben der Dora Faust”, einen ganzen Roman über das erfolglose Schreiben, beziehungsweise eine Reihe von literarischen Kurzgeschichten, die Dora Faust, die eigentlich an ihrem fünfzigsten Geburtstag, den Schwur ableistet, nie mehr zu schreiben, vor sich hinschreibt, am Ende ebenfalls nach Stockhom fährt und auch einen Text in einer Anthologie bekommt.

Eingerahmt ist das Buch, das 2004 erschienen ist von einer ganzen Reihe von Absagebriefen, die ich selbst bekommen habe und für das Buch leicht abgewandelt und mit dem Adressat “Sehr geehrte Frau Faust”, beziehungsweise “Mit freundlichen Grüßen Dora Faust” versehen habe.

Das Buch habe ich, glaube ich, einer literarischen Agentur angeboten, die damit nichts anfangen konnte. Inzwischen gibt es aber eine Reihe von Büchern übers Schreiben und auch meine literarische Produktion darüber ist weitergegangen.

“Den Wilden Rosenwuchs” habe ich schon erwähnt, biem “Novembernebel”,  dem ersten “Digitaldruck-Buch”, gibt es   die beschriebenen  Überlappungen, denn eigentlich geht es da ja um einen Brief, den eine alte Frau zu ihrem achtzigsten Geburtstag bekommt, daß sie sich bald heimdrehen soll.

Die hat aber auch eine Enkeltochter, die eine Dissertation schreibt, ein Schreibseminar besucht, etcetera.

Man sieht, meine Themen gleichen sich, ich kann es nicht lassen mich zu wiederholen, habe  schon wirklich viel geschrieben und  schreibe immer mehr und mehr.

In den “Fluchtbewegungen”, 2006 herausgekommen, wo das Cover das Frankfurter Literaturhaus ziert, das uns Rudolf B. zeigte, als wir im Sommer vom Urlaub in Dänemark mit den Hs. kurz dort waren und ich 2005 bei der “Text und Kritikwerkstatt der Erika Kronabitterr in Vorarlberg eine Szene las, geht es in verschlüsselter Form, um die Nobelpreisträgerin von 2004, die heißt bei mir Llarissa Lichtblau und versteckt sich vor ihrem Ruhm in einem Haus, wo sie von einer erfolglosen Schriftstellerin beobachtet wird und da es in meinen Büchern oft mehrere ineinander verknüpfte Handlungsstränge gibt, gibt es da auch noch einen bankrott gegangenen Großbuchhändler, der sich in einem Hotel in Venedig versteckt und eine analphabetische Putfrau, die sowohl in diesem Hotel, als auch bei Larissa Lichtblau jobbt, gibt es auch.

Die zweite Nobelpreisträgerin findet man in der “Heimsuchung” mein erstes “Nanowrimo-Buch” und da gibt es auch noch einige Schriftstellerinnen, es geht um den Hochschullehrgang für Sprachkunst und eine Studentin von dort, die einen Fantasyroman schreibt und es ist, glaube ich, auch mein erstes Buch, das sich mit Blogs und Blogromanen beschäftigt, was sich, wie man sehen kann, noch öfter wiederholt, denn auch in meiner “Unsichtbaren Frau” an der ich gerade korrigiere und nicht recht weiterkomme, geht es, um einen solchen und der wird, ja sogar von einem Mitglied der Nobelpreiskoimmission entdeckt.

Während es bei “Anna und das Vergessen” wo die Enkeltochter, die Geschichte ihrer Großmutter in das Netz stellt, ja nur vom ehemaligen Leiter des “Starverlags” oder habe ich den anders genannt, entdeckt wird.

Es gibt aber noch ein früheres Buch über das Schreiben, und da habe ich jetzt Buch fünf meiner Buchproduktion “Die Viertagebuchfrau” wo es natürlich auch darum geht, vergessen, nämlich die “Mimi”, die ja eine schreibene Frau mit Downsyndrom ist, die, als sie zu ihrer Therapeutin will, mit einem Schriftsteller namens Johannes Sedelmayer zusammenstößt, der in einen Plagiatskandal verwickelt ist.

You Sophie hat das Buch nicht sehr gefallen und eine eher negative Rezension darüber geschrieben, ich zähle es zu meinen Lieblingsbüchern und um zu der “Viertagebuchfrau” zurückzukommen, die ja die ersten hundert Tage von schwarz blau reflektiert.

Da geht es im Vordergrun,d um eine Therapeutin die eine Klientin hat, die die politische Situation in vier verschienenfarbien Tagebücher rot  blau schwarz grün reflektiert. Es gibt aber auch da mehrere Handlungstränge und einer erzählt von einer erfolglosen Schriftstellerin, die im Portierhäuschen eines Verlegers oder Großbuchhändlers unterkommt und die treffen wir, glaube ich, auch schon in den “Wiener Verhältnissen”.

Man sieht also das Schreiben über das erfolglose Schreiben ist fast in allen meiner Bücher mehr oder wenigerr zu finden.

Wie in der “Radiosonate oder dem einsamen Jahr”. Da schreibt eine erfolglose Autorin einen Roman, ärgert sich über ihre Kolleginnen und schickt ihm am Ende an eine Ausschreibung. Eine depressive Frau und zwei Radiomoderatoren, eine verschollene Mozarsonate, das Haus des Meeres mit seinen Äffchen und vieles andere kommen auch darin vor und es ist mit Ausnahme des “Literaturgeflüsterbuchs” mein dickster Roman.

In der “Absturzrgefahr” treffen wir die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek mit ihren literarischen Namen, die das Projekt eines Autors betreut, der über eine Psychiaterinnendynastie schreibt. Her kommt das erfolglose Schreiben also nur am Rande vor, später wird es auch subtiler und verschlüsselter.

Es kommt zu den Blogs und den Blogromanen und auch hier gibt es immer wieder Verwechslungen, beziehungsweise Erfolgsgeschichten, die es in meinem Leben noch nicht gegeben hat, da schreibe ich ja immer noch eher einsam vor mich hin, fühle mich inzwischen auch ein wenig ausgeschrieben und komme derzeit mit dem Korrigieren nicht recht weiter. In meinem nächsten Projekt wird es aber möglicherweise wieder über das erfolglose Schreiben und einen Blogroman gehen. Mal sehen, da bin ich noch nicht so weit um mich wirklich damit zu beschäftigen, obwohl es ja nächste Woche wieder eine Schreibgruppe gibt.

Lucky Lawyer

Ich habe ja vor kurzem erst ein Buch gelesen, das von dem Autor stammte, von dem mir Frau Führer vor Jahren eines meiner ersten Rezensionsexemplare zukommen hat lassen. Dann hat sie zur “Buch-Wien” gewechselt, “Braumüller” vertreten und mir jetzt Ulrich Mannsfeldts Krimi über das Frankfurter Anwaltsmilieu zuikommen lassen. Das Debut eines Frankfurter Rechtsanwalts, der offenbar im Ruhestand zu schreiben begonnen hat, ein Buch das mir höchstwahrscheinlich sonst entgangen wäre und das in vieler Hinsicht sehr interessant ist.

Ich mag ja irgendwie Krimis, obwohl ich keine schreiben kann, weil ich Gewalt ablehne und meine Morde daher immer an den Haaren herbeigezogen und auch keine sind, ich lese sie aber eigentlich gerne, obwohl das ein Genre ist, bei dem die Literaturblogger meistens die Nasde rümpfen, einige Autoren, die ich kenne, aber welche zu schreiben anfangen, weil man damit offenbar noch immer Leser findet und die Herren Rechtsanwälte in Ruhestand dabei offenbar ein schönes Hobby haben, in dem sie vielleicht auch ihre Berufserlebnisse aufarbeiten können. Sie scheinen auch einen Verlag zu finden und wenn man jetzt die Nase rümpt, kann man auch gleich den Kopf schütteln, denn das Buch ist verdammt spannend geschrieben könnte man so sagen.

“Ein außergewöhnlicher Thriller aus dem Frankfurter Anwaltmilieu mit einem ganz eigenen rasanten selbstironischen Stil”, steht am Buchrücken, solches findet man glaube ich auch bei “Amazon” und das stimmt genau.

Denn das Buch ist wieder einmal so nahe an der Autobiografie, daß man wahrscheinlich nicht so leicht unterscheiden kann was jetzt wahr ist und was erfunden oder doch natürlich alles, denn es geht ja hier um Ebola-Viren, um Spionage und auch um einen rasanten Sturzflug in die Arme oder geschützt durch den des CIA und dann beginnt es, Wolfgang Tischer aufgepasst, aber es geht ja hier nicht um den Blogbuster, mit einem Prolog, wo der  Ich-Erzähler erklärt, daß er jetzt wo er im Ruhestand ist, alles aufschreiben möchte und dann beginnt, die rasante Geschichte, die sich in sechs Tagen von Mittwoch oder Dienstag bis zum darauffolgenden Montag abspielt und sie fällt auf, daß sie sich einerseits fast bis zur Lächerlichkeit an das Krimimuster, das wir vom “Tatort” und Konsorten kennen hält, dann aber wieder drüber steht und sich gehörend darüber lustig gemacht.

Der Ich-Erzähler ist, wie sein Autor Partner einer renomierten Anwaltskanzlei und er muß mit seinem Partner eine Pharmafirma vertreten, die nach Amerika verkaufen will. Da kommt es zum Streit mit dem Partner, Jochen Ehring, dem der Erzähler Paul Balmer Geldgier und Unehrlichkeit vorwirft. Der kommt dann,  um sich zu entschuldigen. Balmer weist ihn ab und als er dann auf der Autobahn zurück nach Frankfurt fährt, kommt er in einen Unfall und sieht das Auto seines Partner, das gegen eine Brücke gefahren ist.

War es Selbstmord, Mord, ein Unfall, der Sturm oder was auch immer? Die Ereignisse überschlagen sich rasant und das was ich mit der Lächerlichkeit meine, ist die Stelle, wo Balmer zu Imogen, Jochens Witwe, in die er heimlich verliebt ist, geht, um ihr zu kondolieren und die bittet ihm gleich in ihr Schlafzimmer ins Bett.

Nicht so kitschig, habe ich gedacht und etwas später vermutet, daß sich der Autor hier ganz bewußt lustig über die herkömmlichen Krimis macht und er macht sich auch über anderes lustig, über seine oder Paul Balmers Schwierigkeiten mit dem Computer. Er kann gerade mal E-Mails lesen und das Internet benützen, so daß ihm die <juniorpartner, die ja unter ihm stehen, in dieser Weise über den Kopf wachsen und er auch ihre Hilfe braucht.

Er braucht auch die hilfe seiner Putzfrau, die ihm immer die Blumenarrangements besorgt und seiner Sekretärin, da ist dieser Paul Balmer ganz konservativ und auch überheblich, andererseits gibt es aber berührende Stellen, wie beispielsweise, die mit der wahrscheinlich ukrainischen Reinigungsberaterin, einer Putzerei, die noch nur gebrochen Deutsch spricht und der Rechtsantwalt ahmt sie automatisch nach und schämt sich dann darüber.

Es geht auch um Low und order, um die Fragen, wie viel man lügen muß, um durch das Leben zu kommen, ob Geld alles ist und, wie korrupt man als Anwalt wird und ob man eine Chance hat, dem zu entkommen?

Die Ex-DDR spielt eine Rolle, Jochen Ehrling kam von dort und war ein Stasi-Mitarbeiter, wie auch der Pharmamann, dessen Firma er betreute und die war in miese Geschäfte mit Ebola-Viren verwickelt, wie Paul Balmer bald herausfindet, als er plötzlich von zwei Arabern verfolgt wird, die ihn für den dritten Geschäftspartner halten und von ihm ein Päckchen wollen.

Es geht dann auch, um eine CD hinter der, der CIA her ist und Imogen, die schöne Witwe ist, als Paul zu dem Date mit ihr kommen will, plötzlich verschwunden. Zuerst vermutet er, daß sie von dem Pharmamann entführt wurde, fährt zu ihm und wird bedroht, da gibt es auch ganz schön spannende Stellen mit viel gewollter Action, bis zum Mord durch einen Polizisten und der Gewissensfrage, wie es einem solchen nachher geht.

Sie wurde aber vom CIA entführt, soll den Namen eines Anrufers bekanntgeben, tut das aber nicht, weil sie ein Gewissen hat, und der CIA ihr nicht garantieren kann, daß er nicht zum Opfer wird, wenn er denPakistani, inzwischen geht es auch um terroristische Anschläge der IS, die mit den Viren ausgeführt werden sollten, in die Hände fällt.

Jetzt schalter sich Paul Balmer ein, wird vom CIA nach Amerika geflogen, die Szenen die sich da in dem Flugzeug abspielen, sind durchaus köstlich und sehr zum Lesen zu empfehlen und am Ende, das kann die spamerin in mir, auch noch verraten, geht alles gut aus.

Paul bekommt seine Imogen, wird sogar zum späten Vater und einen Epilog gibt es auch und ich, die ich das Frankfurter Milieu, ja nur von den zwei Buchmessen kenne, ich ich einmal dort besucht habe, habe ein sehr interessantes Buch gelesen, das ich jeden Krimilieser, der die spannende Unterhaltung liebt und vielleicht auch noch ein bißchen Drumherüber haben will, nur empfehlen kann.

Abifeier

Jetzt kommt ein kleines feines Büchlein über die Leiden eines geschiedenen Vaters während der Abifeier seiner Tochter. Ein Buch, das der “Buchbloggerin”, weil leicht zu lesen, gut gefallen hat und das Patchworkthema ist ja, weil jede zweite Ehe geschieden, sehr aktuell.

Roman steht auf dem hundertfgünzigseiten Buch und es ist natürlich wieder keiner. Vielleicht sollten die Verlage einmal ein Romanbezeichnungsseminar veranstalten, aber ich weiß, dann findet es unter dieser Klassifizierung bessere Absatzmöglichkeiten, so meinen jedenfalls die Verlag und der Autor Eric Nil, ist laut Klappentext ein bekannter Schriftsteller, der “Erfahrung mit den Familienscharmützeln” hat.

Die “Buchbloggerin” hat einige Vorschläge, um das Pseudonym aufzudecken, ist es vieleicht Axel Hacke oder Frank Goosen? Da habe ich keine Ahnung, weil ich beide Autoren nicht kennen, mit Sicherheit aber ein geschiedener Mann würde ich vermuten und warum bekennt er sich nicht zu seinen Familienschwierigkeiten?

Da ist also der Ich-Erzähler, ein Filmemacher, wenn ich richtig gelesen habe, der von einigen Jahren von Basel nach Hamburg gezogen ist, er hat die “Flüße gewechselt”, das ist seine Bezeichnung für die Scheidung und in Basel ist seine Ex-Frau Bea mit den beiden Kindern Nora und Alex zurückgeblieben. Das Besuchsrecht hat sich bei diesen Entfernungen als schwierig erwiesen. Alex lehnte den Besuch des Vaters überhaupt ab, Nora war da flexibler und weil sie in ihrer Schule eine Prüfung nicht schaffte, entschied sie sich irgenwann zum Vater zu ziehen, der inzwischen eine Freundin namens Johanna mit zwei Kindern hat, die von einem Rolf geschieden ist.

Die macht jetzt Abitur und für den Abiball muß man rechtzeitig bekanntgeben, wer mit wem an einem Tisch sitzen will?

“Kein Problem!”, denkt der Vater. Er mit Bea, Alex, Nora, Johanna, Rolf, Tobias und Grübchen, so wird der kleine Max genannt. Es gibt dann noch einen Freund Noras names Lukas und die erste Schwierigkeit taucht auf, als sohn Tobias, der in die selbe Schule wie Nora geht und also auch gerade Abi machte an den Tisch mit seinem Freund sitzen will. Er hat eigentlich eine Freundin namens Shirin, aber die kommt aus Afghanistan und  hat einen Onkel und der will keinen deutschen Freund seiner Nichte und ab da tauchen Fragen auf, soll Johanna mit Bea an einem Tisch sitzen und wie wird es de, Autor mit Rolf gehen?

“Blödsinn!”, habe ich im ersten Moment gedacht.

Was soll das, das sind doch erwachsene Menschen. Die werden es wohl einen Abend an einem Tisch aushalten. Liest man das wirklich flott geschriebene Buch, kann man, obwohl ich ja nicht geschieden bin, die Bedenken nachvollziehen und sich in diese Familienschlamützel hineinzudenken ist wirklich amüsant und nein, es kommt nicht zur großen Katastrophe. Höchstens zu ein paar Kleineren, denn Johanna ist dem Erzähler blös, weil er sie, die ja jetzt an getrennten Tischen sitzen, nicht zu der Fabrikshalle, wo die feier stattfinden soll, fahren kann, muß er ja Alex und Bea abholen.

Die Begegnung mit Sohn und Vater ist schwierig. Nora hat sich inzwischen von Lukas getrennt und sitzt, glaube ich, an einem Tisch mit einem Großvater, der ihr ständig erzählt, daß Ehen nicht dazu da sind geschieden zu werden und man Beziehungen mit Toleranz aushalten muß.

Das buch geht dann noch nach dem Abi, wo ja alle überlebten und Bea mit Alex wieder zurück nach Basel geflogen sind, weiter und die nächste Katastrophhe scheint sich anzubahnen, als Tobias, der sich vorübergehend auch von Shirin trennte mit Nora bei der Premeirenfeier seines Vater in schwarz weißen Gleichklang erscheinen und sie alle für ein Paar halten.

Zu Weihnachten erschwischt Grübchen, die beiden noch beim Küßen und die nächste Katastrophe bahnt sich an. Aber Achtung Entwarunug! Alles halb so schlimm und es war nur ein Fake.

Ansonsten können einen Patchworkfamilien schon zum Schwitzen bringen und am Schluß bleibt noch die Frage, wer nun der Autor dieses Antifamiliendramas ist? Vielleicht finden wir es noch heraus.

Ein mögliches Leben

Jetzt kommt das Buch über die deutschen Kriegsgefangenlager in Amerika, der Gruppe 47 Begründer, Hans Werner Richter, war offenbar in einem solchen und hat darüber ein Buch geschrieben, wie mich “Ullstein” wissen ließ und jetzt tat das auch der 1982 in Hamburg geborene Hannes Köhler, der dafür eine Amerikareise machte und einen fiktiven Roman darüber schrieb, obwohl ihm, wie er in seiner Danksagenung anmerkte, viel durch seine Mutter und seine Tante von den Erlebnissen seines Großonkels dort, hörte.

“Ein mögliches Leben”, heißt das Buch, ein Titel den man nicht gleich versteht. Erst gegen Schluß kommt die Erklärung und es ist eine Verbinung der Großeltern mit der Enkelgeneration.

So wird das Buch auch gehandelt, als Familiengeschichte, denn der Enkel Martin, ein über den Sommer freigestellter Lehrer, der von seiner Freundin ein Kind hat, mit der er aber nicht zusammenlebt, macht mit dem Großvater Franz, den er gar nicht so besonders kennt, eine Reise nach Amerika. Weil sich der Neunzigjährige wünscht, die Orte, wo er von 1943 in Kriegsgefangenschaft war, nochmals aufzusuchen.

Das Buch ist in zwei Strängen oder Perspektiven geschrieben. Die, die in den Vierzigerjahren handeln und die in der Jetztzeit.

Denn Franz überkommen, steht, glaube ich, im Klappentext, als er die ehemaligen Lager besucht, die Erinnerungen, an seine Jugend und auch an das, was später war. Er kommt aus dem Ruhrgebiet, aus Essen, war ein Bergmann, hatte einen überzeugten Nazi-Vater und einen kritischeren Bruder, der den Krieg nicht überlebte.

In dem amerikanischen Lager in Texas lernt er einen in Amerika aufgewachsenen Deutschen namens Paul kennen, der sich von der Kriegsbegeisterung anstecken ließ und von Amerika aus sich bei den Nazis und in die Armee meldete. Der wird im Lager ermordet. Was Franz, der durch ihn Englisch lernte und auch Hemingway las, sehr traf.

Er lernte seine Schwester Wilma kennen, es gibt einen Briefwechsel und nach dem Krieg, als Franz schon mit Johanna zusammen war und die Tochter Barbara hatte, kam der Wunsch zu ihr nach Amerika zurückzukehren. Johanna wollte nicht, so ist er dageblieben und der Briefwechsel hörte einmal auf.

Als die Tochter Barbara, die Amerikanistisk studierte, einen kommunistischen Studenten heiratete, verstieß Franz sie und warf ihre Kleider aus dem Fenster, das Buch hat manchmnal etwas heftige Passagen, so ermorden auch die Gefangenen gegen Kriegsende einen glühenden Nazikameraden, wobei Franz einen Finger verliert und es kam erst wieder nach der Amerikareise zu Kontakt. Da schickt Franz ihr eine Schachtel mit Briefen und Bildern. Vater und Tochter nähern sich an, mit dem Enkel hat er es schon in Amerika getan und ich habe viel über die Kriegsgefangenlager in Amerika erfahren, von denen ich vorher keine Ahnung hatte, daß es solche gegeben hat.

Noch ein Detail am Rande, bei der Rückreise nach Deutschland 1945 kommt ein Hans Werner vor.

BuK mit Lyrik

Der März, der Monat der Lyrik naht, wo es das Podium mit seiner Gedichtsonderausgabe gibt, die “Gesellschaft für Literatur”, die Lyrik feiert und die GAV hat  auch ihren speziellen Tag mit der speziellen Veranstaltung, weil das Gedicht ja ein Genre ist, das sonst weitgehend untergeht, in den Buchhandlungen höchstens die Nischen füllt, aber sonst alle stöhnen oder aufjubeln, wenn den Leipziger Buchpreis einmal ein Lyrikband bekommt.

Es gibt sie aber die Nischen und die Nischenverlage und die die eigene Lyrik herausbringen, wenn sie auch nicht den Mainstream füllen und sich die Buchhändler wahrscheinlich auch nicht den Lyrikpreisträger wünschen, wenn sie schon mit dem Buchpreisträger meistens unzufrieden sind.

Es gibt aber auch  Joachim Ringelnatz, Eugen Roth und H. C Artmann, man sieht wie vielfältig und widersprüchig dieses Thema ist und da bin ich noch gar nicht bei der Einleitung, die das BuK Team, dieser Buchhändler oder Verlagsstammtisch zu dessen Veranstaltungen ich seit einiger Zeit regelmäßig gehe, für ihre heutige Veranstaltung “You don`t realy care for lyric, do you”, entworfen haben und auf jeden Fall haben sie eine hochkarätige Diskutantenrunde aufgestellt. das Who is who der Wiener Szene könnte man so sagen, Stephan Eibel Erzberg, der Paradedichter, ser sein wöchentliches Gedicht in der Wienerzeitung hat und damit angeblich oder auch tatsächlich hunderttausend Leser findet, Michael Hammerschmid, der “Alte Schmiede-Lyric-Festival” Veranstalter und “Priesnitz-Preisträger,” Johanna Öttl, die glaube ich, Assistentin in der AS ist oder war und Verlegerin des kleinen aber feinen “Hochroth-Verlages”, den ich in letzter Zeit ständig überm Weg laufe und Violetta Parsini, die Sänger Songweritering, die ich  bei den O Tönen hörte und moderiert wurde, das Ganze von Slamer Robert Prosser, ein hochkarätiges Programm also für das gar nicht so große Buchhändlerpublikum, aber vielleicht war das kalte Wetter schuld daran.

Und das Thema ist ja vielfältig, wir alle haben oder die älteren von uns Gedichte in der Schule gelernt, dann schreibt man sie vielleicht auch, aber wer liest sie schon? Aber wenn es Poetry Slam im Literaturhaus gibt, muß man eine Stunde vorher dort sein, um einen Platz zu kommen, aber Slams sind keine Lyrik, natürlich klar und so eröffnete Robert Prosser die Diskussion auch mit einem Rundumschlag und einem Anriß sämtlicher Themengebiete, erzählte von einer Lyrikveranstaltung bei der er gestern war und die ein durchaus junges Publkium und durchaus junge Lyriker hatte und er hatte ja auch erst vor kurzem eine Veranstaltung in der AS , wo er für die “Lichtungen” die lyrischen Vereine zusammenstellte.

Johanna Öttl, dieHochroth Verlegerin stellte ihre Reihe vor, Michael Hammerschmid seine Festivals, jetzt wird ja auch bald wieder eines in der AS geben und das gibt es das kleine “Dichterloh” und die größere “Poliversale” und er meinte seine Organisationstätigkeit würde aus dem Lesen bestehen und darauf würde dann das Programm für seine Veranstaltungen entstehen.

Violetta Parsini meinte, daß sie gar nicht massentauglich sein wolle und wurde prompt von Stephan Eibel Erzberg unterbrochen, der mit seinen Ideen für die Gedichte ja die Runde macht, er hat zwar einen anderen Lyrikbegriff, wie Johanna Öttl, spricht aber Politiker an, mit der Idee Wien am fünfzehnten März zur “Stadt der Poesie” zu machen, wo alle Schwarzfahrer keine Strafe zahlen müßen, wenn sie ein Gedicht aufsagen können und da  wären wir, wenn das ginge, schon bei den Massen und ich muß Viloetta Parsini auch widersprechen wenn sie meint, daß man zumLyriklesen länger braucht, ich eher nicht, wenn ich das mit den langen Romanen vergleiche, die ich sonst eher lese, dieLyrikbändchen blättere ich durch, auch wenn ich da vielleicht nicht immer so aufmerksam bin und Stephan Eibel Erzbergs Lyrik ist ja auch nicht so komploiziert auch wenn die Tageszeitungen die er Ansprucht keine mit erotischen Symbolen haben wollen. Zu politisch sollen sie auch nicht sein, aber Stephan Eibel Erzberg ist als politischer Provakateur sehr erfolgreich und Ernst Jandl hat ja auch einst die Carnegie gefüllt.

Die Lyrik ist also, wie man sieht, sehr widersprüchlich, schwer zu verkaufen, aber schnell zu schreiben, weshalb vielleicht auch soviele Leute Lyrik schreiben, angeblich mehr, als die die welche lesen. Aber dann ist die Lyrik wieder sehr verdichtet, weshalb ja Rainer Kunze seine Gedichte auf aufforderung bereitwillig auch zweimal liest. <man kann sie schnell schreiben und lesen, hat sie aber dann vielleicht nicht verstanden, beziehungsweise versteht sie jeder vielleicht auch anders, etcetera.

Diskussion und das ist vielleicht auch interessant, gab es diesmal keine,Johanna Öttl forderte aber die buchhändler und die Verlagsleute zum Lyrikkaufen auf, beziehungsweise verwies sie auf den Büchtertisch den es diesmal gab. Stephan Eibel Erzberg hat auf seinen neuen Gedichtband und seineä nchste Veranstaltung im Literaturhaus am Tag der Lyrik, der werden wir in Leipzig sein, hingewiesen und es ist ja auch der Auftakt für die vielen Veranstaltung zum Tag oder dem Monat der lyrik im März, auch wenn sie in den Buchhandlungen vielleicht nicht so viel verändern wird, war der heutige Buchhändler und Verlegerstammtisch trotzdem sehr interessant.