Schreibgruppe und vierzehnter Nanowrimotag

Jetzt habe ich schon lange nichts mehr beim “Nanowrimo” getan. Wenn man sich meine Kurve ansieht, so bin ich, mit ein bissel Schummeln, sehr gut voran, denn ich habe mit dem Schreiben ja schon Anfang September angefangen und in der letzten Oktoberwoche, die über zehntausend Worte, die ich damals hatte, strukturiert und umgeschrieben und mit cirka elftausend bin ich am ersten November gegangen, habe es dann am ersten Tag auf zwanzigstausend Worte hinaufgeschrieben und das folgende Wochenende, Freitag, Samstag, Sonntag auf vierunddreißigtausend Worte gebracht.

Dann war erst einmal Sense, denn drei sehr intensive Praxistage und dann die Buch-Wien und fast zehn Tage nichts geschrieben.

Da war meine Kurve erstmals hochhinauf und wurde dann immmer flacher und flacher oder ist beziehungsweise überhaupt gleichgeglieben.

Im Writersstudio war ich ja ziemlich in Schwung und die Handlung ist geflossen, dann am Sonntag nach dem Feedback hatte ich wieder nur eine vage Idee, die sich dann im Lauf der letzten Woche konkretisiert hat.

Denn das Ganze soll ja damit enden, daß die Regierung angelobt wird und Amanda bekommt ein Angebot im Literaturarchiv zu forschen. Jonathan lädt Slavenka nach Stockholm ein und beginnt mit ihr vielleicht ein Verhältnis. Die Regierugsbildung kommt vor, der Rückzug von Peter Pilz und Alfons Tratschke wird sich mit Jnathan Larsen anlegen und und und vielleicht vieles mehr.

Das habe ich mir in mein graues Büchlerin, das mir der Alfred in der Klee-Austellung in Lindau gekauft hat, hineingeschrieben. Dann aber auch vergessen, weil die letzte Woche war ja intensiv, das schlechte Gewissen nagte ein bißchen, aber es war  alles sehr genau geplant, obwohl sie auf dieser Autorenmesse  immer sagten, man soll täglich schreiben.

Das kann ich nicht, denn wenn ich eine halbe Stunde Zeit habe, komme ich nicht in den Text hinein und zwinge ich mich dazu, wird das, was dann entsteht sehr schlecht und ist eigentlich zum Wegwerfen.

Aber dieses Wochenende, wenn wir nach Harland fahren, habe ich  Zeit und da werde ich  den Schreibmarathon für mich nachahmen, vorausgesetzt, ich komme in den Stoff hinein und am Dienstag in der Schreibgruppe fange ich auch damit an, habe ich gedacht und weil ich ja, die letzte Slavenka Lily Szene, die ich im Writersstudio geschrieben hatte, ist noch nicht korrigiert, ich aber wußte, daß ich vom Morgen nach der Wahl schreiben wollte, habe ich mich entschlossen, das Thema “Wahl” vorzuschlagen und mich schon den ganzen Tag gefreut, daß ich dann endlich ein paar hundert Worte weiterschreiben kann.

Da meine sechs Uhr Klientin nicht gekommen ist, habe ich gedacht ich setze mich hin, gehe meine Eintragungen durch, fange vielleicht zum Korrigieren an, um in den Stoff  hineinzukommen. Beim Schreibmarathon habe ich gelernt, daß man dazu die Morgenseiten benützen kann, aber ich war noch nicht richtig auf der Seite, hat schon die Doris Kloimstein geläutet und es war nichts damit.

Der Alfred hat von den übriggebliegenen Sachen vom Samstag einen Spinatstrudel gebacken. Die Doris hat eine Flasche Wein mitgebracht und Morzartkugeln, der Robert Englhofer Krapfen,  Peter Czak Bier und was zum Knabbern. Die Ruth ist nicht gekommen, weil sie eine andere Veranstaltung hatte, so war es eigentlich eine lukullische Schreibgruppe, ich versuche aber trotzdem immer zu strukturieren, habe das Thema vorgeschlagen, es gab keinen Gegenvorschlag und habe  zu Schreiben angefangen.

908 Worte sind es geworden. Eine sehr kurze Szene, wenn ich es so lassen sollte und beginnend mit dem Besuch bei Minister Basti bis zum Morgen nach der Wahl.

Ein bißchen wild und ungewordnet kann man sagen, ist es geworden. Die anderen haben  ihre Wahlvorschläge gebracht. Klaus Khittl wieder einen Vierzeiler, Peter Czak was vom Teufel, der wählen muß, welche Sorte Partydroge er für das Musikpublikum einfkaufen will und ich habe korrigiert und korrigiert….

Es gab aber auch ein intensives Gespräch über die politische Situation. Ich freue mich, daß meine Kurve wieder ein Stückchen nach oben gerutscht ist. Die nächsten zwei Tage wird wieder nichts weitergehen. Morgen, wenn im Writersstudio, die Zieleinlaufparty laufen wird, werde ich ins MUSA gehen und am Freitag, Samstag, Sonntag,  weiterschreiben. Hoffentlich komme ich in meinen Stoff hinein und werde weiter darüber berichten.

Wilde Worte mit Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Nach der Buch-Wien  ging es gleich zu Richard Weihs “Wilden Worten”, den ich auch am Freitag bei der “Poet Night” getroffen habe, wo er eine Auswahl aus den Wunschgedichten brachte und diesmal hatte er einen besonderen Gast und auch ein besonderes mit eher unbekanntes Publikum, nämlich einige Tiroler, lebt oder lebte, der 1941 Gerald Nitsche, der sich aus Protest gegen die Fremdenfeindlichkeit, im zweiten Vornamen Kurdoglu nennt, doch in Tirol, war dort  und auch im St. Georgs Kolleg in Istanbul, als Lehrer tätig, ist aber auch Galerist und Herausgeber im Bereich der Wenigerheitenliteratur.

So waren sowohl Leander Kaiser, der Zwillingsbruder des Konstantin, als auch Felix Mitterer im Publikum, beide warenwohl mit Gerald Nitsche im Paulinum, dem bischöflichen Gymnasium in Schwaz und auf dem Büchertisch lagen einige Anthologien im Bereich der sogenannten Wenigerheitenliteratur, das sind die Roma, Jenischen, Lappen etcetera, beziehungsweise ein Roman des Autors “2084 – aufzeichnungen aus 2001 Nacht, die unter dem Namen Orge Geo (r) well herausgegeben wurden.

Man sieht schon, der Künstler ist sehr originell und seine Lesung bestand auch aus einem wahren Streifzug durch die sogenannte Minderheitenliteratur, was ein Begriff Ceija Stoikas sein dürfte, die im Amerlinghaus auch eine Ausstellung ihrer KZ-Alptraum-Bilder hat.

Richard Weihs

Richard Weihs

Eine der aufliegenden Anthologien trägt den Titel “Steine am Weg” und beinhaltet eine Sammlung der “Fahrenden Europas” und aus der begann Gerald K. Nitsche seine Lesung und las oder plauderte sich schwungvoll durch das Buch, gab  Textproben, plauderte aus seinem Leben und bezog dabei  auch das mit ihm befreundete Publikum ein, forderte es  zum Lesen, der in der Anthologie enthaltenen Texte auf, so las der neben mir sitzende Journalist und Autor Hüseyin Simsek sein in einem der Bücher enthaltenes Gedicht auf Türkisch und Richard Weihs bedauerte nach der etwa einstündigen Vortragslesung, daß Gerald Nitsche nur wenige seiner Werke vorgetragen hat.

Das holte er nach den Wunschgedichten noch nach. Die Diskussion beziehungsweise das Gespräch entfiel diesmal, weil der Autor schon sich selbst schwungvoll und beeindruckend und vielleicht manchmal etwas zu schnell, um wirklich mitzukommen, vorgestellt hat.

So habe ich diesmal einen mir völlig unbekannten  Künstler und seine interessante Verlagsreihe kennengelernt, was ich sehr spannend fand.

Das nächste Mal wird Mal wird es wahrscheinlich wieder etwas vertrauter werden. Hat Richard Weihs da doch Nadine Kegele angekündigt, ich bin gespannt und habe von ihr auch schon einiges gelesen und gehört.

Die zehnte Buch-Wien

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Die Buch- Wien in der Messehalle gibt es schon seit 2008, vorher gab es die Buch-Woche, die zuletzt im Rathaus stattgefunden hat und ich bin seit Anfang an dabei gewesen und sozusagen immer ein paar interessante Tage dort verbracht, so bin ich auch heuer ein bißchen zu spät, weil ich um fünf die letzte Stunde hatte zur Eröffnung hineingehuscht, wo Benedikt Föger gerade mit seiner Einführung war und offenbar wieder darauf hingewiesen hat, daß sich die Politiker während der Regierungsbildung Zeit für Bücher nehmen sollten, dann kam Stadtrat Mailath-Pokorny, der in die selbe Kerbe stieß.

Karl Markus Gauss war der Eröffnungsredner und erzählte von einer Schweizer Bibliothek in einer kleinen Stadt, die dreitausend Bücher in hundert verschiedenen Sprachen hatten und kam auf diese Art und Weise auch auf die politische Situation zurück, wo die Politiker alle darum wetterten, wer den größeren Sozialabbau hat.

Dann gabs Brötchen und Wein im Literaturcafe bevor es zur langen Nacht der Bücher ging, die mit “5/ 8 in Ehren” eröffnet wurden, dann kam Michael Köhlmeier, der erzählte warum er nicht gerne politische Romane schreibt und ich kam dann, weil ich dachte, es beginnt erst um neun, zum Bücherquiz, die ersten Bücher waren schon verteilt und die Kanditaten wurden ausgelost, das heißt, sie mußten eine Frage als Erster richtig beantworten, was mir diesmal leider nicht gelang.

Das letzte Mal war ich ja dabei, hatte aber Pech, diesmal hätte ich wahrscheinlich was gewonnen, weil die Leute die, da rateten, zum Beispiel nicht mal wußten, wer der Lebensmensch von Friederike Mayröcker war. Anmerkung für meine Leser oder das womit Günter Kaindlsdorfer geholfen hat, er hat Otto Mops geschrieben.

Ich hab dann doch zwei Bücher gewonnen, nämlich das neue von Birgit Vanderbeke und eine Erzählung von Radek Knapp über Alfred Kubin und vorher hat mir Marius Gabriel die “Funkhausanthologie” der IG-Autoren gegeben, wo ich auch einen Text drinnen habe.

Der Quizz dauerte ziemlich lang, so daß ich das meiste andere versäumte, habe aber die Judith Gruber Rizy am “Wortreichstand” getroffen und Ingo Schulze bei einem Buffet der skandinavischen Stände, das es beim Ausgang gab.

Am Donnerstag ging es los auf die Buch-Wien, die mir wieder etwas kleiner vorgekommen ist. So bin ich also zuerst wieder etwas herumgeschlichen und dann auf der Messe-Bühne gelandet, wo zwar etwas für Schüler war, ich aber gleich Cornelia Travniceks Stimme erkannte, die Ratschläge zur “Heldenreise” beziehungsweise über den Unterschied von Games und Literatur sprach.

Dann kamen schon Doron Rabinovici und Robert Menasse und um zwölf ging ich in ins Foyer hinaus, weil da startete die Aktion “Eine Stadt ein Buch” mit dem Bürgermeister, wo diesmal  Stuart 0`Nans “Letzte Nacht”, von dem ich vor kurzem “Emily allein” gefunden habe, verteilt wurde, das Buch wurde dann auch auf der Messe Bühne vorgestellt, der Bücherstapel in der Halle war dann aber seltsamerweise verschwunden.

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

In dem ehemaligen “Von Tag zu Tag-Format” traten dann um ein Theodora Bauer mit “Chikago” und Saskia Jungnickl auf. Die Buchpreisträger wurden vorgestellt und dann wechselte ich langsam zur Kochbühne hinüber, wo Käsekümmelsnackers hergestellt wurden.

Kurz gings dann nochmal zu Paulus Hochgatterer zurück und dann noch einmal zur Weinverkostung zur Kochbühne, aber bis die zu den Rotweinen kamen, mußte ich weg, da ich mit dem Alfred zum Geburtstagsessen zu Manfred Buchingers Gasthaus nach Riedenthal gefahren bin.

Nachdem ich den Donnerstag mit einigen Abstechern bei den Köchen auf der ORF-Bühne verbracht habe, habe ich den Freitag im Literaturcafe begonnen, da war Petra Piuk mit ihrem Heimatroman, dann kam Ljudmila Ulitzkaya mit ihrem Roman “Jakobsleiter”, der ziemlich autobiografisch ihre Familiengeschichte zu schildern scheint und die ich einmal, lang lang ists her bei der “Literatur im März” kennenlernte und deren “Lügen der Frauen” ich zwar noch nicht gelesen, aber bei meinen “Berührungen” verarbeitet habe.

Die nächste Autorin war dann Renate Silberer, die auch einen Erzählband bei “Kremayr & Scheriau” veröffentliche, den ich zwar im September mit dem Piuk-Buch bestellt, aber nicht bekommen habe. Eine wie die Moderatorin sagte sehr poetische Erzählung, die sie unbedingt zu lesen empfahl.

Andrea Stift auch eine “Kremayr& Scheriau Autorin”, habe ich getroffen und ein bißchen mit ihr geplaudert und habe mich dann entschloßen, den ganzen Tag im Literaturcafe zu bleiben.

Das heißt bis drei habe ich das ausgehalten,  Hilde Langthaler am Klo getroffen, einen Platz in einem bequemen Sessel gefunden und meine Beine auf einen dieser Würfel gepart. Es kam dann noch ein dalmatischer Schwerpunkt und eine kroatische Autorin.

“Literatur und Kritik” hat ein diesbezügliches Sonderheft herausgebracht, das von Karl Markus Gauss, dem diesjährigen Eröffnungsredner, vorgestellt wurde.

Nach drei war der Kopf dann voll und ich sehr unruhig, bin also ein bißchen in der Halle herumgelaufen, habe bei der Kochbühne ein scharfes Süppchen, ein Bruschetta und viel Olivenöl gekostet und bin dann, während Radek Knapp auf der “ORF-Bühne” über sein neues Buch scherzte, zum Autorenempfang von “Kremayr & Scheriau” zurechtgekommen, mich Ursula Riederer vorgestellt, einen Becher Wein, ein Stück Brot und ein Würstchen gekostet und habe jetzt auch “Das Wetter hat viele Haare” bekommen. Dann wars halb sechs und ich bin in Richtung Cafe Siebenstern aufgebrochen, weil ja am Freitag statt meinem Geburtstagsfest, im Cafe Siebenstern die “Poet Night” stattfand.

Am Samstag gings dann weiter mit einem Ständehopping und zuerst zur “Wasnerbühne”, wo wieder  “Ohrenschmaus-Texte” geschrieben wurden, dann gings zur ORF-Bühne, wo Ina Hartwig ihr neues Buch über Ingeborg Bachmann vorstellte.

Im Literaturcafe war anläßlich des Kroatien-Schwerpunkte Slavenka Drakulic mit ihrem neuen Buch “Dora und der Minotaurus”, ein Roman in dem es ähnlich, wie bei Judith Gruber-Rizys “Schwimmfüchsein” um die erste Frau von Pablo Picasso deren zerstörtes Leben ging.

Dann ging ich in die “Donau-Lounge” zu Katerina Tuckovas “Vermächtnis der Göttinen”,  dann wurde noch die Gesamtausgabe von Jiri Grusa vorgestellt. Auf der ORF-Bühne war dann Sten Nadolny mit seinem neuen Buch “Das Glück des Zauberers”. Dann war ich wieder ein bißchen im Literaturcafe bis es wieder zur Exil-Preisverleihung zur ORF-Bühne ging und dann nach Hause zu meinem literarischen Geburtstagsfest und da bin ich gemeinsam mit Doris Kloimstein  und  Robert Eglhofer gefahren, die ich auf der Messe getroffen habe.

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Am Sonntag gings zunächst mit dem Gutschein von der Anna in die Messebuchhandlung, beziehungsweise blieb ich dort stehen und suchte in den Stepeln herum. Das habe ich schon an den vorigen Tagen immer mal ein bißchen getan und bin da darauf gekommen, daß dort das “Blogbusterbuch” und der Sten Nadolny liegt. Das habe ich mir gedacht, könnte ich mir kaufen, habe es dann aber nicht mehr gefunden. So wurde es dann Daniel Kehlmanns “Tyll” obwohl ich ja nicht unbedingt ein Kehlmannfan bin, dann Deborah Feldmanns “Unorthodox”, die ich im vorigen Jahr im Literaturhaus bei den “Fried-Tagen” kennenlernte und ein Buch, das ich derzeit auf vielen Blogs finde “Underground Rail Road” von Colson Whiteside, der, glaube ich, damit den “Pullitzer-Preis” gewonnen hat.

Das Aussuchen mit einem Buchgutschein habe ich mir ja schon lange gewünscht und könnte das zwar auch mit dem Hunderter der Schwiegermutter so machen, aber da denke ich, das ist, angesichts meiner Bücherberge verrückt, bei “Thalia” kann ich aber nicht aus und wann ich die Bücher lesen werde, keine Ahung, es sind ja keine Rezensionsexemplare und ich habe ja schon so eine lange Leseliste.

Dann weiter im Literaturcafe mit Stefan Slupetzky, der seinem Lemmling eine Fortsetzung gegeben hat und interessant keinen Moderator hatte, sondern die ganze Zeit gelesen hatte.

In der “Rückkehr des Lemmings” geht es um einen Straßenbahnfahrer, bei dem täglich eine Schöne einsteigt, in die er sich verliebt und dann eines Tages mitansehen muß, wie sie in ein Taxi gezerrt wird.

Dann kam wieder ein Kontrast nämlich das neue in der NÖ-Edition Buch von Julian Schutting “Betrachtungen” poetische Texte mit Fotografien, denn Julian Schutting hat als Jutta eine fotografische Ausbildung gemacht, das dann mal beiseite gelassen und jetzt wieder damit angefangen.

Das nächste Buch passte besser, denn es war das bei “Klever” erschienene Poetik der Sprachkunststundentin Raphaela Edelbauer, die Julian Schutting als Lehrer hatte, jetzt aber auch an einem “Antiheimatroman” schreibt.

Und der Vielschreiber Egyd Gstättner hat sich in seinem “Wiener Fenstersturz” mit Egon Fridell beschäftigt, der sich, als 1938 die Nazis kamen aus dem Fenster stürzte und das beschreibt der Kärntner Autor in seinem neuen Buch und geht dabei auch ein bißchen in die Zukunft, nämlich in das Jahr 2018, wo sich das Ereignis  zum achtzigsten Mal jährt.

Dann sprach mit Margit Heumann, die inzwischen auf die Buchmesse gekommen war, ich mußte aber zum Ö1 Quiz, denn da hatte ich mich mit dem Alfred verabredet, daß der dorthin kommt, weil man, wenn man das tut, umsonst in die Messe kann.

Aber leider kam er etwas spät und mußte den ganzen Tageseintritt zahlen, obwohl nur mehr knapp vier Stunden übrig waren, was ich etwas ungerecht finde, den Alfred aber nichtsmacht und der Quiz war interessant und ich staunte wieder einmal, wie wenig literarische Ahnung die Kanditaten haben.

Wo wird der dBp vergeben? Nein nicht in Köln, in Frankfurt natürlich, weil da ja dann die Messe ist.

Ich bin vor zwei Jahren auch angetreten, aber leider auch etwas Pech gehabt, diesmal weiß ich auch nicht, ob ich gewonnen hätte, zum Beispiel das “Vamperl” hätte ich nicht erkannt?

Es trat aber Doron Rabinovici auf. Sein Buch und einen hundert Euro Gutschein konnte man gewinnen. Ich war aber auch so spät dran, daß das Ausfüllen schon vorüber war und der Saal sehr voll, so daß ich wahrscheinlich ohnehin nicht gezogen worden wäre.

Danach bin ich mit dem Alfred durch die Hallen geschlendert, sind dann wieder im Literaturcafe hängen geblieben, wo ich ein Schinken-Käse Bagel aß. Die Messe ist recht teuer, aber das mit der Kochbühne ist nicht mehr das, was es einmal war und heute kam ich überhaupt nicht dort hin und im Literaturcafe haben wir durch das Rumschlendern Gertraud Klemm versäumt, kamen aber zu den “Fünf Minuten Krimis” zurecht, die ich, glaube ich, auch schon in früheren Jahren hörte.

Es folgte Robert Prosser und da staunte ich, wie Poetryslamartig sein neues Buch trotzdem ist, wenn er es selber liest und er sprach auch von Performances in denen es aufgeführt wird und in seinem nächsten Buch wird ums Boxen gehen. Da bin ich gespannt und wir sind zur ORF-Bühne gewechselt, die während unseres Spazierganges sehr voll war, denn da ist der frühere Bundespräsdient Heinz Fischer aufgetreten.

Es folgte Erich Schirhuber von “Roesner” der vier Bänden mit Stefan Zweigs Texten herausgegeben hat. Zwei Texte wurden von Katharina Stemberger gelesen und die letzte auf der Bühne war Eva Rossmann mit ihren “Patrioten”, die sich mit Günther Kaindldorfer über die Heimatfrage unterhielt.

Dann war die Messe für heuer aus und ruckzuck wurde alles eingeräumt und die Teppich vom Boden gerissen. Uns sprach eine junge Frau an, die vor fünfundzwanzig Jahren eine Zeitlang auf die Anna aufpasste, sie von der Schule abholte und sich mit ihr beschäftigte, während ich meine Stunden machte und die jetzt im sechsten Bezirk eine Krimibuchhandlung hat.

Es gab im Cafe Korb noch einen Poesieabend. Wir sind aber nach Hause, denn die letzten zwei Wochen waren  sehr heavy und ich müde und erschöpft.

Es gab in der letzten Woche aber noch eine andere Messe, nämlich eine Online-Autorenmesse, wo es jeden Abend drei vier Videos gab, wo das Schreiben für die Autoren, die schreiben wollen, aber nicht in Leipzig oder in Hildesheim studieren und nicht in Klagenfurt lesen, sondern alles selber machen, von allen Seiten beleuchtet wurde und ich mir die Videos bis spät in der Nacht, beziehungsweise in der Früh zumindestens ansatzweise anhörte und jetzt weiß ich, daß ich, weil ich mich ja irgendwie der Rechtschreibung nicht so anpassen will und auch meine Cover selber mache, alle Fehler der Welt mache, denn da wird da ja angeraten, Lektorat, Korrektorat, Covergestaltung, Schreibseminare, so daß das bei “Amazon” hinaufgeladene Buch dann auch schon einige tausende Euro kostet, die man wieder mit Marketingstretegien hereinbringen muß. So daß ich eigentlich gar nicht mehr so große Unterschiede zu den Zuschußverlage sehe oder doch, das Image hat sich auf der einen Seite verbessert. Auf der anderen Seite wieder nicht, weil man damit ja nicht nach Klagenfurt oder auf die Buchpreislisten kommt und sich wahrscheinlich wirklich hier zwei oder drei Klassen gebildet haben und natürlich sehr viele Autoren mit Schreibeschulen, aber da habe ich ja geschrieben, daß es mich erstaunt, wie viel die aus der Schule plaudern, obwohl sie natürlich ihre Seminate anbieten und die Frage, wer das außer mir, liest, stellt sich mir auch, obwohl in den Innterviews oft etwas anderes behauptet wurde, aber der Hauptverband des Buchhandels schreibt auch immer, daß die Buch-Wien immer größer wird, obwohl ich das eigentlich eher anders erlebt habe.

Literarisches Geburtstagsfest

Ruth Aspöck

Ruth Aspöck

Csilla Bekes

Csilla Bekes

Auf die Idee meinen Geburtstag mit einer Lesung zu feiern, bin ich, glaube ich, 1987 gekommen.

Vorher gab es  die Idee von einem literarischen Salon, aber dafür ist mein Freundes- und Bekanntenkreis zu klein.

So fing ich an zu meinem Geburtstag meine Freunde einzuladen und ein paar Autoren und habe selber auch gelesen und mache das jetzt schon das dreißigste Jahr.

Das heißt zwei oder dreimal habe ich es ausgelesen, weil ich stattdessen ein Praxiseröffnungsfest machte.

Zuerst habe ich die Frauen aus dem Arbeitskreis schreibender Frauen dazu eingeladen, Elfriede Hasehner,  Hilde Langthaler, dann ist die Ruth dazugekommen, Arthur West hat, glaube ich, auch ein paar Mal bei mir gelesen. Später Judith Gruber-Rizy, einmal Elfriede Gerstl und einmal Cornelia Travnicek, eine reine Männerlesung hat es auch einmal bei mir gegeben. Hilfe Schmölzer hat in den letzten Jahren gerne bei mir gelesen, Lidio Mosca Bustamante, Rudi Lasselsberger, Franz Blaha und und….

Am besten ist wahrscheinlich eine Mischung von schon neuen und schon bekannten Autoren und so ist es diesmal  auch gewesen, habe ich ja Anfang Oktober, wo ich mir schon die ersten Gedanken, wen ich heuer einladen könnte, die Ruth hatte ich schon gefragt, an den Rudi gedacht und an  Margit Heumann, die mir in der letzten Zeit ihre zwei letzten Bücher schickte,  ich bei ihrer “Schundheftparty” und den “Wilden Worten” war, ein Mail  von einer Psychiaterin Zürich bekommen, daß ich sie  zu einer Lesung mit Musik einladen soll.

Margit Heumann

Margit Heumann

Eva Jancak

Eva Jancak

Da habe ich zunächst einmal abgesagt, denn ich organisiere ja außer für die GAV keine Lesungem, dann habe ich mir das Datum angeschaut, an dem sie in Wien ist, zwischen neunten und zehnten November und ich dachte, aha, sie geht auf die Buch-Wien, da könnte ich sie eigentlich treffen und dann, daß sie  ja auf meine Lesung kommen könnte und habe angefragt, ob sie auch auf eine rein private Lesung kommen will.

Also hatte ich vier, mit mir fünf Autoren, habe die Einladungen ausgeschickt und immer ein paar  in der Tasche gehabt, um sie spontan übergeben zu können.

Der Alfred hat wieder das Buffet gemacht und bin heuer wieder wie im letzten Jahr bei der “Buch-Wien” gewesen. Da ist  am Nachmittag, als ich bei einer Lesung im Literaturcafe war, Robert Eglhofer auf mich zugekommen, der mit Doris Kloimstein dort war, mit denen bin ich dann in die Krongasse gefahren.

Das hat ein bißchen länger gedauert, so daß die Ersten schon da waren, als ich eingetroffen bin.

Nach und nach kamen die anderen, ich hatte diesmal, weil in den letzten Wochen soviel zu tun war, auch keinen rechten Überblick, wer kommen wird. Es sind auch viele erschienen, die sich nicht angemeldet hatten und nach halb acht ist es  losgegangen.

Als Erstes hat die Ruth gelesen, die dafür einen eigenen Text geschrieben hat, der vielleicht ein bißchen an ihr vorletztes Buch angelehnt war. Es ist jedenfalls, um das Leben einer Kassiererin in einer Kantine gegangen, die ihren Arbeitsalltag schilderte.

Rudolf Lasselsberger

Rudolf Lasselsberger

Publikum

Publikum

Dann kam die in der Schweiz lebende  Csilla Bekes, die mit musikalischer Untermalung Ausschnitte aus ihrem Buch “Der verheerende Tausch” las, in dem es um eine Psychiaterin und eine Prostituierte geht, die ihre Rollen tauschen. Ich habe das Buch schon gelesen, die Besprechung wird nächste Woche erscheinen.

Auch Margit Heumanns Buch vom Paul und Emma habe ich schon gelesen. Margit Heumann hat einen Teil von der Geschichte mit der Organtransplantation vorgetragen und ich habe bei meinem neuen Buch nur die Fahnen vorzeigen können, die ich noch durchsehen muß, aber die Fabian-Szene gelesen, die ich schon beim Volksstimmefest und gestern bei der “Poet-Night”.

Als letztes kam der Rudi und der hatte auch ein neues Buch, nämlich ein Gedichtbändchen mit dem Namen “Idylle”.

Aus dem hat er aber nicht gelesen, sondern zwei Texte aus der “Wieser-Linz-Anthologie” und dann noch einen Text über das “Scheißen.”

Ja, der Rudi ist sehr direkt. Das Büchlein hat er mir geschenkt und außerdem habe ich noch ein paar andere Bücher bekommen. Franz  Blaha hat mir einen “Storchenkalender” geschenkt, Hilde Schmölzer ihre “Schöne Leich”, die bei “Haymon” wieder aufgelegt wurde, ansonsten diesmal viele Bonbons.

Von der Anna einen sechzig Euro “Buch-Gutschein”, was ich mir ja sehr wünschte und den ich wahrscheinlich gleich morgen in der “Messebuchhandlung” einlösen werde, Blumen, Wein und und….

Dann kam das Buffet das wieder sehr gut schmeckte, Brötchen, Lungenbraten in Blätterteig, Spinatstrudel, Topfen-Apfel-Traubenstrude, Mandelkuchen, Obst und noch viele Gespräche und es war wieder einmal ein sehr schönes Geburtstagsfest und eine interessante Lesung.

Poet Night 2017

Die “Poet Night” ist eine Veranstaltung des ersten Wiener Lesetheaters, die einmal im Jahr  stattfindet undd die Mitglieder, die auch selber schreiben, einander ihre Texte, bei Rolf Schwendter war es von vier Uhr Nachmittag bis zwei Uhr früh, ihre Texte vorzulesen.

Jetzt wird die Veranstaltung von Andrea Pauli und Hahnrei Wolf Käfer moderiert, beginnt um sechs und geht bis Mitternacht und gelesen wird im Kulturcafe Siebenstern.

2009 habe ich mich mit meiner Leserin Maria Haidegger darüber gestritten, ob es Sinn macht, daß da fünfzig Leute ihre Texte einander “fast unter Ausschluß” der Öffentlichkeit” einander vorlesen, sehr viel Werbung wird ja, glaube ich, nicht dafür gemacht.

Es steht im “Lesezeichen” in der Aussendung des “Wiener Lesetheaters”, aber glaube ich nicht einmal an der Türe des Veranstaltungszimmers angekündigt sind, aber diesmal war es, als ich um sechs gekommen bin und eigentlich dachte, da wird noch niemand da sein,  erstaunlich voll und Hahnrei Wolf Käfer und Andrea Pauli haben auch sehr straff organisiert und ziemlich pünktlich angefangen.

Begonnen hat der mir bisher unbekannte Werner Krotz, der Gedichte über das Meer geschrieben hat, die mir sehr gefallen hat.

Dann folgte Mechthild Podzeit-Lütjen mit ihrem neuen Buch in dem es um ein ziemlich unbekanntes Nebenlager von Mauthausen geht.

Angelika Mairose-Parovsky hatte eine witzige Geschichte namens “French Toast”, wo es, um eine um Jahre zurückliegende Begegnung eines Mannes mit einer Frau an einem Hippieort namens “Hell” ging, der sich immer noch an sie erinnert, obwohl sie nur einen einziges Satz, nämlich “You have to try the French Toast, the are the best!”, zu ihm sagte.

Hilde Schmölzer brachte ein Kapitel aus ihrem wiederaufgelegten Buch “A schöne Leich. Der Wiener und sein Verhältnis zum Tod” und Anita C. Schaub hatte auch eine Geschichte aus ihrem neuen Buch, wo es um eine Begegnung von zwei Frauen ging, die, wie sie sagte, den zur Veranstaltung passenden Namen “Sommer der Poetinnen” trug.

Christa Meiss brachte wieder gekonnt launig einen Auszug aus ihren Haikus und anderen Gedichten, zeigte Bilder aus ihrem “Wolkenkalender”, sowie aus ihrem Wienerischen “Struwelpeter”.

Karin Geyer, die ich vom “Volksstimmefest” kenne und bei einer ihrer Lesungen im Amerlinghaus war, brachte Gedichte.

Dann kam die Ruth, die ja kürzlich in Brüssel war und las uns eine paar ihrer diesbezüglichen Notizen vor und Susanne Ayoub brachte wieder etwas aus ihrem “Medea Stück”, aus dem sie auch beim letzten Volksstimmefest gelesen hat.

Gerhard Jatzek hatte auch einen Gedichtband und Renate Welsh-Rabady, jetzt sind wir schon beim “Prominentenblock”, den es auch diesmal gab, hatte eine sehr berührende Geschichte von zwei alten Leuten, die jedes Jahr zum Gedenken des “zwölften Februar”, den damals Hingerichteten eine Kerze anzündeten, die ihr ihr Mann, der ihr Hausarzt war, erzählt hat.

Eugen Bartner hatte vier Gedichte, darunter zwei die von Kampfhunden hanelten, eines davon war von Christian Katt, was sehr gut war, denn wir sind nach meinem Block, ich hab um neun gelesen gegangen, weil die letzten Wochen ja sehr anstrengend waren, so daß ich Christian Katts Lesung versäumte.

Dann kam Astrid Wiesenröcker und dann noch ein Prominenter, nämlich Antonio Fian, der auch im Vorjahr gelesen hatte, er hatte auch Gedichte aus seinem neuen Buch, das demnächst bei “Droschl” erscheinen wird, also eine Premiere.

Der nächste Star der Runde war Robert Schindel mit Gedichten und dann folgte, wie Hahnrei Wolf Käfer launig moderierte, etwas ganz anderes, nämlich Richard Weihs mit einer Auswahl seiner “Wunschgedichte” aus dem letzten Jahr.

Und dann wieder etwas anderes, nämlich Christl Grellers poetische Gedichte und Elmer Hanke, den ich  regelmäßig bei den “Poet-Nächten” sehe, hatte seinen Text den er lesen wollte, im Zug vergessen, so hat er ihn nacherzählt und brachte dann noch einen anderen.

Christa Kern brachte wieder ihren Text, der in den letzten “Entladungen” erschienen ist, dann folgte wieder sehr bekannt, weil ich schon einige seiner Bücher gelesen habe, Axel Karner mit einem seiner Gedichtzyklen und Judith Gruber Rizy deren neues Buch ja erst  am Erscheinen ist, brachte einen Auszug aus ihrem “Schwimmfüchslein”, das ich schon gelesen habe, wo es um die Künstlerin Gabriele Münter geht, in einem Kapitel aber auch die erste Frau von Albert Einstein vorkommt, die eine eifrige Studentin war, dann ihr Studium der Kinder wegen aufgab, aber bei der Scheidung einen Anteil an seinem Nobelpreisgeld haben wollte.

Helmut Rizy brachte wieder einen Auszug aus seinem neuen Roman, wo es um zwei Brüder einen lesenden und einen handwerklich begabten ging, der eine hat immer Bücher geschenkt bekommen, der andere einen Handwerkkoffer, in dem er dann die vom Bruder stibizten Bücher versteckte.

Renate Woltron und Manuel Gierisch brachten wieder ihre Duette unter anderen von einem Paar, das sich in einer Bar trifft und dann gemeinsam ziemlich gelangweilt abzischt, da habe ich aber schon vorher gelesen und wieder die Szene aus meinem “Bbliotheksgespenst”, von dem ich übrigens gerade die Fahnen von der Druckerei bekommen habe, vom Fabian nach der Aktion gelesen habe, die ich schon beim “Volksstimmefest” vorstellte und die man auch auf meiner Website nachlesen kann.

Werner Grüner zeigte uns seine Gedanken, die ihm auf Ausstellungen und beim Zeitungslesen und Fernsehen kamen, nur zu “Strache” und “Kern” ist ihm nichts eingefallen, wie er launig anmerkte, als schon die Eieruhr klingelte, die das Überschreiten der Lesezeit gab.

Dazwischen verteilte Andrea Pauli Rosen an Ruth Aspöck und an mich, weil ich ja Geburtstag hatte, ein Schicksal was ich allerging auch mit Hans Jörg Liebscher teilte, der nach mir eine seiner Hymnen vorstellte, während sich Susanne Schneider wieder, wie gewohnt realistisch in ihrer Autobiografie mit dem Älterwerden und den Beschwerden und den Schmerzen die man da hat und die einen zum Arzt treiben und von dem Glück wenn einem dann chinesische Touristen nachwinken und an die Vergangenheit erinnern, beschäftigte.

Dann kam wieder eine Pause und dann habe ich mich verabschiedet und diesmal Christina Vivenz, Erich Leder, Ingrid Jansen, Ottwald John, Christian Katt und viele andere versäumte, aber ich war sehr müde, die letzten Wochen, wie schon beschrieben sehr intensiv, die “Buch-Wien” wartet und das Geburtstagsfest, aber wie beschrieben, ich finde es sehr schön und wichtig auch über das Dichten der die vielleicht abseits vom Literaturbetrieb schreiben, zu erfahren und habe wieder viel gelernt.

 

Werner Krotz

Werner Krotz

Mechthild Podzeit-Lütjen

Mechthild Podzeit-Lütjen

Angelika Mairose-Parovsky

Angelika Mairose-Parovsky

Hilde Schmölzer

Hilde Schmölzer

Christa Meissner

Christa Meissner

Anita Schaub

Anita Schaub

Karin Gayer

Karin Gayer

Ruth Aspöck

Ruth Aspöck

Susanne Ayoub

Susanne Ayoub

Renate Welsh-Rabady

Renate Welsh-Rabady

Eugen Barthmer

Eugen Barthmer

Antonio Fian

Antonio Fian

Gerald Jatzek

Gerald Jatzek

Robert Schindel

Robert Schindel

Richard Weihs

Richard Weihs

Christl Greller

Christl Greller

Elmar Hanke

Elmar Hanke

Christa Kern

Christa Kern

Axel Karner

Axel Karner

Judith Gruber-Rizy

Judith Gruber-Rizy

Helmut Rizy

Helmut Rizy

Eva Jancak

Eva Jancak

Renate Woltron

Renate Woltron

Manuel Girisch

Manuel Girisch

Werner Grüner

Werner Grüner

H.J. Liebscher

H.J. Liebscher

Susanne Schneider

Susanne Schneider

Mit Eva Rossmann Geburtstag essen

Ich gehe ja immer mit dem Alfred  zum Geburtstag essen. Meistens waren wir in den letzten Jahren mit dem Alfred und der Anna beim “Umar” am Naschmarkt, wenn die Anna Geburtstag hat, ist es die “Hollerei” weil sie Vegetariererin ist und der Alfred geht gerne in das “Nordpol” in die Nordwestbahnstraße.

Heuer gab es etwas Besondereres. Hat er mir doch  ein Mail geschickt und mich auf  eine Lesung mit Eva Rossmann aus ihrem neuen Buch “Mahlzeit”, das mit einem sechsgängigen Menu in Manfred Buchingers Restaurat “Zur alten Schule”, stattfindet, in dem Eva Rossmann ja mitkocht, hingewiesen, das am neunten November, an meinem Geburtstagstag, hingewiesen..

“Hast du Lust?”, hat er gefragt und am neunten November hatte ich tatsächlich noch nichts eingetragen. Am siebenten war die “Buchpreisverleihung”, am achten die “Buch-Wien-Eröffnung” und am zehnten die “Poet-Night” und am elften mein Geburtstagsfest.

Also wunderbar und weil ich am Donnerstag  auf der “Buch-Wien” war und der Alfred  in der “WU-beschäftigt ist, die direkt neben den Messehallen liegt und so haben wir uns, um dreiviertel sechs getroffen, um sieben ist es in Riedenthal losgegangen.

Vorher hat der Alfred noch, wie er das jeden Tag macht, seine Mutter angerufen, die sich aber nicht gemeldet hat, was etwas beurnrugiend war, weil das heißen konnte, das sie vielleicht schon schläft oder hingefallen ist, was die gute Stimmung etwas trübte.

Was machen? Wir hatten uns angemeldet, also zuerst ins Riedenthal gefahren. Wir waren die ersten, nämlich schon eine halbe Stunde früher dort und interessanterweise ist auf den Ankündigungstafeln vor dem Restaurnt, das tatsächlich einmal eine alte Schule war “Alles Gute zum Geburtstag” gestanden.

Interessant, interessant, es ist dann etwas später in dem Raum, dem ehemaligen Schulzimmer, das auch  so dekoriert war, eine Gruppe mit Blumen eingetroffen, die offensichtlich auch Geburtstag feierten. Später erfuhren wir, daß es Manfred Buchinger war, die Geburtstag hatte und die meisten Gäste schienen auch mit Eva Rossmann befreudet zu sein.

In Eva Rossmanns Maria Valenski Krimis, von denen ich ja schon sehr viele gelesen habe, spielt  das Kochen eine große Rolle. Es gibt auch ein “Mira Valensk- Kochbuch” und sie hat deshalb, weil es auch ein Buch, das in der Restaurantszene spielt, glaube ich, in Manfred Buchingers Schule zum Mitkochen angefangen und tut das vielleicht auch  immer noch.

Vor dem alten Schulhaus gibt es auch eine Tafel, die darauf hinweist “Her kochte Eva Rossmann von…bis….”, fast we eine Beerdigungstafel und jetzt hat sie neben den “Patrioten”, die ich ja vor kurzem gelesen habe, ein “Mahlzeit” genanntes Buch geschrieben, in dem es offenbar um Andekdoten über das Kochen im Gasthaus “Zur alten Schule” geht.

Manfred Buchinger ein ziemlich berühmter Starkoch, hat, auch einmal auf der “Buch-Wien” Show gekocht, da habe ich zugeschaut und ihn auch darauf angesprochen, daß ich da mitkoste, weil es zu teuer ist, in die “Alte Schule” zu gehen.

Er hat das, glaube ich, auch dementiert und jetzt saßen wir an den gedeckten Tisch, sahen die Gäste eintreffen und lasen uns durch das Menu,  das mit einem Vorspeisenteller: Oliven, Schinken, Pastete, etcetera begann.

Eva Rossmann ist  auch eine Italien Liebhaberin und kocht sehr gerne italienisch.

Die Lesungshäppchen tanden zwischen den einzelnen Gängen statt und das Erste war eine Erklärung, wie Eva Rossman in Manred Buchingers Küche gekommen ist. Sie hat dort öfter gegessen, ihre Mithilfe angeboten und einmal ist der Koch ausgefallen und Eva Rossmann stand in der Küche, suchte nach den Kochlöffeln, die gar nicht verwendet werden. Eva Rossmann erzählte, daß Manfred Buchinger ihre Kapitel auch mit seinen Anmerkungen ergänzt hat, die er dann auch gelesen hat.

Als nächstes gab es dann “Ganslgalantine mit Birnen” und Manfred Buchinger erzählte, was eine “Galantine” zum Unterschied einer “Pastete” ist und, daß die Birnen aus seinem Garten stammen.

Dazwischen gab es Rotwein, das heißt ich trinke nur solchen, beim Menü waren die ersten Weine von 2017 von weiß, rose bis rot, glaube ich, angekündigt. Danach gab es ganz exotisch eine vietnamnesische Ganslsuppe. Eva Rossman kocht, glaube ich, auch gerne exotisch und hat auch eine diesbezügliches Buch oder Rezeptesammlung herausgegeben.

Danach gab es auch ziemlich ungewöhnlich, Garnelen mit Kürbis und Eva Rossmann las ein Kapitel in dem es um die Frage geht, wie man das Servierpersonal, das wie ich hörte, jetzt Restaurantfachkraft und nicht mehr Kellner oder Kellernin heißt, anreden soll “He, Fräulein!”, war ja immer nicht so ganz passend und ein Kapitel über einen berühmten Koch, der als Gast in Manfred Buchingers früheren Restaurant auftrat und mit einer großen Mütze sich den Gästen vorstellte und die Arbeit den anderen überließ, gab es auch, bis dann der süße Gang nämlich “Maroni Quitten Tiramisu” auch das erklärte Manfred Buchinger ein bißchen die Zubereitung, serviert wurde, richtig, da habe ich jetzt noch “die “Wildschwein und die Fasanenbrust mit Chicoree” vergessen.

Dann war das Menu fast zu Ende, es wurde noch sardischer Käse serviert und Manfred Buchinger hat noch ein Kapitel aus dem Buch gelesen und wir waren ein wenig beunruhgt, was mir machen sollten?

Gleich nach Harland fahren und nachsehen was mit Alfreds Mutter ist?

Wir waren ja zu zweit essen, denn die Anna auf einer Schulung, der Andreas Nachtdienst, so daß er auch nicht nachsehen konnte oder bis Freitag warten, wo der Alfred auch immer nach Harland fährt, aber dann liegt die Mutter vielleicht die ganze Nacht am Boden.

Wir haben uns dann entschieden doch in Harland vorbeizuschauen, was eine gute Idee war, da Alfreds Mutter wirklich gestürzt war und am Boden lag und nicht mehr aufstehen konnte. Es ist ihr aber nichts passiert, wir haben sie ins Bett gebracht und sind wieder nach Wien gefahren, weil ich  wieder auf die “Buch- Wien” gehen will.

Wir sind sehr spät und sehr satt nach Wien gekosmmen und ein Geburtstagessen in der “Alten Schule” mit einer Eva Rssmann Lesung ist auch eine ganz besondere Art. Manfred Buchinger hat mir gratuliert und auch Julia Danielcyck, die ich gestern auf dem Klo getroffen habe, als ich mich mit dem Alfred treffen wollte und vor einigen Jahren, als nachher die “Fried-Preisverleihung” war auch Friederike Mayröcker, der das von Christel Fallenstein, die ich auch dazu eingeladen habe, erzählt worden war.

 

Die zweite österreichische Buchpreisverleihung

Und während es bei mir rund um geht, derzeit drei intensive Praxistage und ein heimliches Bedauern, daß ich nicht mehr am Schreibmarathon mitmachen kann und der “Nanowrimo” derzeit stagniert, obwohl ich schon ein paar weitere Schreibideen habe, wurde in Wien zum Auftakt  der  Messe der österreichische Buchpreis vergeben, den es ja seit 2016 gibt.

Die Longlist war, wir erinnern uns sehr interessant und der einzige Unterschied, den ich zum großen deutschen Vorbild sehe, ist ja der, daß es kein reiner Romanpreis ist, so daß auch zwei experimentelle Sachen und Eva Menasses Erzählband sowie Franz Schuhs Essays auf der langen Liste stand. Ich habe, wir erinnern und acht Bücher, der Longlist gelesen und mir Karin’Peschka “Autolyse Wien” das “Otto Müller” nicht für mich hatte, mir von Alfred zum Geburtstag grwünscht, das ich, wenn es geht, noch heuer lesen werde, von der Shortlist waren es dann vier, da fehlte Brigbitte Falkners “Stratteien zur Wirtsfindung” mit dem sie, glaube ich, die Hot List” gewonnen hat.

Meine Buchpreisschätzungen, mit denen ich ja oft ziemlich falsch liege, waren im ersten Durchgang, als der dBp noch nicht vergeben war, Poschmann für Deutschland und Robert Menasse für Österreich und dann, als der den dBp gewann und ich den Rabinovici gelesen habe, wünschte ich mir den, aber der kam nicht auf die Shortlist, nur Olga Flor lag darauf, Paulus Hochgatterer, Robert Menasse, Brigitta Falkner und Eva Menasse und ich dachte, Falkner ist zu experimentell, Robert Menasse hat schon gewonnen, lga Flor mir zu kompliziert. Also beide, wenn nicht doch Robert Menasse gewinnt, seine Schwester Eva oder Paulus Hochgatterer und tippte eher auf den letzteren.Aber ich liege ja immer schlecht im schätzen und der Buchpreis sorgt für Überraschungen und bezüglich des Debutpreises habe ich auf Irene Diviak getippt, weil ich das Buch, obwohl ein wenig kitschig, für das Literarischte halte.

Dann ging es los mit der Eröffnung, Frau Sucher hat mir ja gleich nach meiner Anfrage, nachdem mir Teresa Preis nicht geantwortet hat, eine Einladung geschickt und da gab es diesmal schon zu Beginn Brötchen und Getränke und ich stand unter lauter Prominenz, denn der österreichische Buchpreis wird ja in der Literaturszene von Verlegern, Hauptverband und Kritikern vergeben.

Ich bin da eine Ausnahme und dränge mich beharrlich hinein, stehe immer daneben, habe bei den Brötchen mitgenascht, ein Gläschen Wein getrunken und dann ging es los mit Musik vom “Mischwerk”.

Dorothee Hartinger und Philpp Hauss moderierten und die begannen mit einem antiquert anmutenden Text, den ich zuerst aus der “Sappho” hielt, dann wars mir klar, das ist aus Goethes “Torquato Tasso”, denn damit habe ich mich ja in den späten Siebzigerjahren sehr beschäfigt und eine Erzählung  über eine diesbezügliche Theateraufführung im Landestheater Linz geschrieben und war damals auch ein paarmal im Burgtheater, wo Joachim Bissmaier, den Tasso gab.

Ietzt wird das Stück dort wieder aufgeführ, Phillip  Hauss ist der “Tasso”und Dorothee Hautzinger, die Leonore Sanvitale, deshalb waren die beiden halb kostümiert angezogen und hatten die Idee, die Prkeisverleihung mit Zitaten aus dem Stück zu moderieren. Ein toller Einfall eigentlich, ist aber wahrscheinlich nicht so gut angekommen, weil man die Gegenwartsliterauter weder mit Goethe noch mit Tasso vergleiche kann.

Es kamen aber die Honoratoren, Nochminister Drozda, Benedikt Föger und ein Herr von der AK auf die Bühne der wieder ein Plädoayer für die Pflichtkammermitgleidschaft den schwarz blau ja abschaffen will, hielt.

Dann wurden die Debuts vorgestellt und für mich keine Frage Irene Diwiak gewinnt, vor Mascha Dabic, Nava Ebrahimi habe ich ja nicht gelesen und große Überraschunf and the winner is “Sechzehn Wörter” und ich bin wieder einmal falsch gelesen, wie vorige Woche beim “Alpha”.

Dann die Hauptrunde, wieder eine kurze Lesung aus den Büchern nun dann die Honoratoren auf die Bühne und die Winnerin ist diesmal eine kleinere Überraschung Eva Menasse, deren “Tiere für Fortgeschrittene” ich schon im Frühjahr gelesen habe und so gut hats mir eigentlich nicht gefallen, aber Eva Menasse sehr selbstbewußt bedauerte oder beklagte, daß ihr Bruder Robert schon wieder einmal vier Wochen früher dran war und weil er keine Rede mithatte, hat sie auch keine, dann gabs nochmals Snack und Getränke und ich bin herumgegangen und habe geschaut, wer mit mir reden will, da bin ich ja immer isoliert, weil ich keine so große Ansprecherin bin.

Ich versuchs zwar schon und habe Anna Jung erzählt, daß Tobias Nazimi mit den “Jung und Jung- Verlag” auf der Frankfurter Buchmesse schlechte  Erfahrungenm machhte.

“Ich hwar es nicht!”, hat sie gemeint und ich habe geantwortet, daß ich gespannt bin, ob ich jetzt noch ein Buch  beekomme, wiel ich Olga Flor auch nicht so gut besprochen habe.

Dann habe ich Christian Jahl von der Hauptbücherei versprochen ihm mein neues Buch, wenn es erschienen ist, zu schenken, weil es ja in der Hauptbücherei spielt, der Sascha, das fotografiernde GAV-Mitglied hat jetzt wieder mit mir gerdet, er war ja eine zeitlang bös auf mich  dem neuen “Picus-Pressemenschen” habe ich mich auch vorgestellt und Gustav Ernst ist aufgefallen, daß ich diesmal nicht im Literaturhaus war, als Hanno Millesi den “Priessnitzpreis” bekommen hat, aber da hatte ich so viele Stunden, daß es sich nicht ausgegangen ist.

Interessant, daß die mir alle sagten, welche Bücher sie noch nicht gelesen haben, ich habe mich aber diesbezüglich sehr gut durchgelesen,  derzeit siebzehn Bücher vom dBp, derzeit acht vom österreichischen und zwei der Debuts und bezüglich Writersstudio kann ich noch vermelden, daß ich mit meinem “Marathon Bericht” ausnahmsweise bei der Facebookatkion auch einen Gutschein für ein “Writerretreat” gewonnen habe, ich habe mich für den elften Dezember angemeldet und kann da vielleicht an der “Unsichtbaren Frau” weiterschrieben oder wenn ich schon fertig bin, das Ganze korrigieren. Aber jetzt auf die Buch Wien, mal sehen, wie das klappen wird!

Autorenmessen und Schreibkursboom

Als ich 1973 zu schreiben angefangen habe, habe ich mich diesbezüglich sehr allein und einsam gefühlt. Die GAV hat sich in diesem Sommer zwar gegründet, aber was ist die GAV, da hatte ich keine Ahnung, habe mich zwar sehr für Literatur interessiert, aber keine Autoren gekannt und keinen Mentor gehabt.

Ich habe ja gleich nach Matura mit einer Geschichte begonnen, die von einer Hure in Paris handelte, Satre und Caums auf jeder Seite, habe ich flapsig einmal darüber geschrieben und im ersten Psychologie-Semester in dem ich damals war, einen lieben Seniorenstudenten gezeigt, der sie freundlich “eine nette Broschüre” nannte, was mich damals sehr verunsichert hat.

Ich kann mich auch erinnern, daß meine  Mutter, als die müde von der Arbeit in das Gartenhäuschen am Almweg kam,  den Text zeigen wollte, sehr damit überfordert war und mich mit einem diesbehzüglichen Blick angesehen hat und als ich der Monika und dem Gerhard ein paar Jahre später eine andere Geschichte “Die Einladung zum Tee” zeigte, haben die sie, woran ich immer noch sehr nage, beide voneinander unabhängig als “sehr schlecht” bezeichnet.

Die Monaika hat mich aber danach in den “Arbeitskreis schreibender Frauen” gebracht und mich später für eine Lesung im “Literatureck” die Vorläufer der “Textvorstellungen” in die “Alten Schmiede” gebracht, wo man seine Texte lesen konnte, die dann von zwei Autoren, bei mir waren es Marie Therese Kerschbaumer, die ich schon vom Arbeitskreis kannte und Gustav Ernst, sehr “kritisiert” wurden, was einem aber schon bei der Anmeldung gesagt wurde, daß das passieren konnte.

Seit damals hat sich sehr sehr viel geändert, denn damals gab es ja noch keine Schreibschulen, die “Schule der Dichtung” hat sich erst viel später gegründet. Es gab nur diesen Fernlernstudiengang die “Schule des Schreibens”, wo ich mir mehrmals das Informationsmaterial  schicken ließ und mich über die “Fünfzehn goldenen Regeln des Schreibens”, die man dort bekam, sehr sehr freute, denn damals war man ja der Meinung daß man schreiben nicht lernen kann, und niemand da, der einen in seine Schreibwerkstatt schauen ließ und man mußte, glaube ich, auch, wenn man einen solchen Fernlehrgang buchte, unterschreiben, daß man niemand in das Lehrmaterial schauen ließ.

Das ist heute wo die Internetforen und Schreibratgeber boomen, nahezu unvorstellbar und mein ersten Buch über das Schfreiben war auch das von James N. Frey “Wie man einen verdammt guten Roman schreibt”, auch um das, habe ich mich, herumgeschlichen, bis ich es dann einmal in einer Buchhandlung fand und mir kaufte und seit ich blogge oder auch schon etwas früher befasse ich mich ja mit den Schreibakademien und Schreintrainern, die es dort gibt.

Eine der erste war Anni Bürkl, mit ihrem “Texte für Tee”, die habe ich schon verfolgt, bevor es das “Literaturgeflüster” gab und sie hat mir eine Zeitlang auch  kommentiert.

Auf das “Writersstudio” bin ich 2008 oder 2009 gekommen, da gab es schon die die “Leondinger Akademie” und der “Hochschullehrgang für Sprachkunst” hat sich auch gegründet und durch das “Writersstudio zu dessen Schnupperworkshops” ich ja sehr gerne begeistert gehe, bin ich auch auf den “Nanowriomo” gestoßen, bei dem ich gerade das sechste Mal mittmache und 2015, glaube ich, nach der Leipziger Buchmesse auf Annikas Bühnemanns Blog “Vom Schreiben leben” gestoßen und man kann auch da nur staunen, in wieviel Videos sie den Leuten das schreiben beibringen will.

Die Schreibkurse sind ja irgenwie wie die Litertaturinstitute auch ein bißchen verpönt, da gibt es ja immer noch das Gerücht, daß man schreiben nicht lernen kann, was man ja doch irgendwie muß und, daß die Texte dort glattgebügelt werden, was, wie ich denke zum Teil nur stimmt. Aber natürlich hört man dort oft, daß man das nur so oder so machen kann, da gibt es ja beispielsweise die Regeln, ob man jetzt plotten oder nicht plotten soll und darüber gibt es ja vielleicht  regelrechte Glaubenskämpfe.

Chris Baty, der Erfinder des Nanos, ist glaube ich, dagegen, das man das für den Nano macht, hat das Buch “No plot, no problem” geschrieben, das ich mir 2009 kaufen wollte, aber nicht bekommen habe, während Annika Bühnemann heuer einen kostenlosen Onlinevorbereitungskurs, den ich buchte, angeboten hat, wo sie einem erklärte, daß man vor dem Nano sein Thema, seine Figuren aussuchen soll und das Ganze auch nach der “Heldenreise-Methode” vorbereiten soll.

Dann gibt es auch noch die “Schneeflockenmehtode” und sicher vieles anderes und für den, den es interessiert, ich bin eigentlich keine große Vorausplotterin, habe aber immer ein paar Szenen im voraus, nach denen ich schreibe und mit den Spannungsbögen habe ich auch meine Schwierigkeiten, habe aber die letzten Tage beim “Schreibmarathon des Writersstudio” zugebracht, mit dem dieses seinen fünfzehnten Geburtstag feierte.

Da hatte ich Annika Bühnemanns zehn Lektionen mit, die außerdem in nstagram noch ein “Ein “Roman in 30 Tagen Projekt” gestartet hat, wo man jeden Tag ein Bild zu seinem Lieblingsgetränk, seinen Plot, seine Figuren, etcetra posten kann.

Man sieht die Schreibtips im Netz boomen und zufällig oder nicht hat auch die Schreibtrainerin Jurenka Jurek eine konstenlose “Online Autorien Messe” veranstaltet, vom man vom fünften bis zwölften November sich jeden Abend vier Vedos herunterladen und später in einem Messepaket kaufen kann.

Ich habe mir ein paar davon angesehen und denke, wow wie informativ und kann den Besuch der Messe sehr empfehlen, den Schreibexperten, Schreibcoaches etcetera, werde da von der Autoren interviewt und geben wirklich sehr sehr konkrete Innformation zu Schreibblockaten, Schreibbeginn, Schreibprogrammen, etcetera.

Nun bin ich ja der Meinung, auch wenn Thomas Rothschild, wie  Lucas Uli, Yu Sophie und wahrscheinlich noch ein paar andere, mir das nicht glauben, daß ich inzwischen schreiben kann.

Denn wenn man das seit über vierzig Jahre ununderbrochen tut, kann man wahrscheinlich gar nicht anders, auch wenn ich ein paar Rechschreib-und Flüchtigkeitsfehler habe, schaue mir diese Schreibratgeberflut aber immer noch sehr gerne an und suche mir die Streu von Weizen und da hat mich beim ersten Video von Andreas Eschbach aus seinem Nähkästchen plauderte, auch sehr erstaunt, daß er offenbar die gleichen Schreibmethoden, wie ich hat.

Auch er plottet immer ein paar Szenen voraus und überlegt sich dann, wie er wieder in den Schreoflow hinein kommt, wow dann bin ich vielleicht gar nicht so schlecht, habe jetzt aber auch auf Julia Stein vergessen, bei der ich auch einmal ein kostenlosen Onlineseminar machte und die jetzt auch jeden Tag ein Video zum “Nanowrimo” macht und natürlich auch auf Jaqueline Vellguth, die ich schon länger kenne, mich 2009 mit ihr über meinen ersten “Nanowrimo” ausstauschte und die iinzwischen auch zwölf Bücher in einem Jahr geschrieben hat.

Da gibt es ja viele Experimente und die Buchmessen beweisen es, viele Leute die schreiben wollen und offenbar auch schon sehr viele, die unterrichten, wie man veröffentlichungsfähige Romane schreiben kann und das Selbpublishing gibt es auch und bei mir wird es bald mein neuesten Buch das Bibliotheksgespenst, mein zwei oder drei oder was auch immer vierzigsten Selbstgemachte und die <kurzerzöhlung, die ich bei Annika Bühnemann dreißig Geschichten Callenge “Besser spät als nie” geschrieben habe, muß ich jetzt auch noch korrigeren, da es der Alfred inzwischen fertig gesetzt hat.

Besuch in der Kulturabteilung

Wir sind mit der Ruth, die als, als sie zu ihrem sechzigsten Geburtstag in Pension ging und ihren Verlag “Die Donau hinunter” aufgab, eine Dichteradkarawane von Wien nach Bamburg, wo es jeden Abend an einem anderen Ort eine Lesung gab, veranstaltete, von Ybbs bis Regensburg mitgefahren und weil das so schön war und so beeindruckend, haben wir mit der Ruth zehn Jahre später zu ihrem siebzigsten Geburtstag eine Radfahrt um den Bodensee gemacht.

Das war im Mai, ein paar Wochen später ist der Alfred mit dem Karli nach Amerika geflogen und hat mich sozusagen, als “Strohwitwe” zurückgelassen, was ja nichts machte, weil ich in der Zeit für mein neues Romanprojekt recherchieren und eigentlich Szenen schreiben wollte, da gab es ja zeitgleich Annika Bühnemanns dreißig Geschichten Challenge und die Ruth ist auf die Idee gekommen, den öffentlichen Raum zu erforschen.

Da gibt es ja einen Folder “Kunst im öffentlichen Raum”, der beispielsweise im Museumsquartier aufliegt, wo eine Reihe von Kunstwerken aufgelistet sind, die in Wien herumstehen. An den meisten geht man meistens ohne sie zu beachten vorbei, aber wir sind in Mai und im Juni an fünf Nachmittagen, einmal war es, glaube ich, auch in der Früh durch die Stadt gefahren und gelaufen und haben uns jeweils drei Kunstwerke ausgesucht und einen Spontantext dazu geschrieben, was mir an sich schon genügt hätte.

Der Ruth aber nicht, denn sie ist sehr ehrgeizig und hat das Projekt gleich als Veranstaltung bei der GAV eingereicht, daß wir drei Stadtspaziergänge mit jeweils drei Orten, die wir aufsuchen und unsere Texte lesen wollen und Robert Eglhofer wird als Kunsthistoriker, der er inzwischen auch ist, dazu etwas über die Kunstwerke erzählen.

Die erste diesbezügliche Veranstaltung wird im nächsten April stattfinden, da werden wir uns den historischen Aspekten widmen, die vergessen Schlüßel im Servitenviertel aufsuchen und uns auch den Thuryhof mit der Tranksripton, der NS-Kunst auf den Gemeindebau anschauen und vorher noch unsere Texte zum neuen Denkmal für die verfolgten der NS- Militärjustiz am Ballhausplatz vortagen.

Die Ruth war aber noch ehrgeiziger, sie will auch noch eine Diskussionsveranstaltung im MUSA zum Thema “Denkmal-Monument-Mahnmal-Installation” abhalten.

Da waren wir im August in der Literaturabrteilung der Stadt Wien bei Julia Danielcyk und Kurt Neumann in der “Alten Schmiede” hat sie das Projekt auch noch vorgeschlagen, die alle recht beigeistert sind, so daß es heute noch einmal ein Gespräch im Kulturamt gab und nächsten April und Mai wahrscheinlich eine oder zwei  Veranstaltungen gibt, die wir aber noch planen und vorbereiten müssen, meine diesbezüglichen Blogartikel kann man aber schon heute lesen.

Nanowrimo-Schreibmarathon

Das “Writersstudio” feiert heuer sein fünfzehnjähriges Bestehen, 2010 bei der Erföffnung des Studios in der Pramergasse war ich dabei und seither fast immer bei den Open days und noch anderen Feste, nur eine Nacht, wo man durchschreiben konnte, habe ich ausgelassen, weil wir da in Harland waren und zu diesem Anlaß gibt es ein besonderes Event und das ist, glaube ich, auch etwas besonders Tolles, nämlich einen fünfzehntägigen Schreibmarathon, wo man um zehn Uhr kommen und um neunzehn Uhr gehen und dazwischen schreiben kann, so viel man mag und schafft und am Samstag gibt es noch eine zusätzliche Schreibsession bis dreiundzwanzig Uhr.

Begonnen hat es am 31. mit einer “Hallowoeenparty” wo im feierlich geschmückten Rahmen, die Schreibziele bestimmt, ein Vertrag mit sich selber abgeschossen, eine Schreibfigur ausgemalt und die Pinwand geheftet werden konnte.

Ja, das sind so amerikanische Methoden, die Judith Wolfersberger sozusagen nach Wien importiert hat und begonnen hat das Ganze ja vor Jahren mit einem Buch für Studenten, die mit ihrer Diplomarbeit nicht weiterkamen.

Das wurde einmal in der SFU vorgestellt und seither bin ich in Kontakt mit dem Studio und bin dadurch, glaube ich, auch auf das “Nanowrimoschreiben” gekommen und der fünfzehntägige Schreibmarathon vom ersten bis fünfzehnten November, am fünfzehnten gibt es dann eine Zieleinlauffeier, wo man wahrscheinlich wieder bejubelt werden wird, richtet sich, glaube ich, an alle, die ein Projekt, was immer das auch ist, ein Buch, eine Diplomarbeit, eben der “Nanowrimo”, der dann ja noch zwei Wochen weitergeht, machen wollen und der Sinn dahinter ist, in der Gruppe schreibt es sich besser, denn da wird man motiviert, wenn alle ebenfalls in ihre Tasten tippen.

Und ich bin ja bekanntlich bezüglich schreiben sehr motiviert, nehme mir sozusagen was ich kriegen kann, um mir mein eigenes Schreiberinnenleben zu kreieren und heuer mache ich nach einem Jahr des Aussetzens auch wieder beim “Nanowrimo” mit.

Das ist mein sechster der erste war 2009 und ich bekenne gleich und habe es auch schon geschrieben, es ist wieder ein geschummelter, denn eigentlich schreibe ich an der “Unsichtbaren Frau” schon seit Ende August und die Idee dazu ist mir schon im Frühling gekommen.

Ich war bei der Halloweenparty habe keinen Vertrag mit mir abgeschlossen, weil ich weiß, daß ich jetzt vier Tage dorthin kommen und an meinem “Nano” schreiben will, dann gehe ich auf die “Buch Wien” und schreibe dannach weiter solange bis der Text fertig ist.

Aber bei meinem Tempo und da ich jetzt schon über zwanzigtausend Worte habe, ist zu erwartetn, daß ich wahrscheinlich schon am Wochenende fertig bin, sofern ich die fünzigtausend Worte überhaupt schaffe, weil meine letzten Texte eher kürzer waren.

Die 5 Nanowrimos

Die 5 Nanowrimos

Mal sehen, momentan sehe ich mich überhaupt nicht durch und habe  am letzten Wochenende, den Text den ich damals hatte ziemlich umkorrigiert, dann noch zwei Szenen geschrieben, so daß ich schon elftausend Worte sozusagen mitgenommen habe und auch einen ungefähren Plan. Allerdings bin ich keine große Plotterin und habe es leider oder Gottseidank auch nicht so sehr mit dem Spannungsbogen.

Gestern bei der Party und der Gruselgeschichte hatte ich keinen Laptop mit. Die Geschichte hätte aber zeitlich auch nicht so gepasst und wird wahrscheinlich noch später kommen und weil ich jetzt  auch sehr viele Klienten habe und am Montag auch die “Ohrenschmaussurysitzung” war und ich meine Monatsabrechnung machen mußte, waren die letzten Tage sehr voll.

So bin ich am ersten November schon um fünf aufgestanden, um alles zeitgerecht zu schaffen und bin dann in die Pramergasse marschiert, wo Judith Wolfersberger gerade bei der Morgenübung war.

“Ich bin dein Schreibpriojekt” hieß die und man konnte sich dazu einen Sticker auswählen und ich habe mir ein glänzendes Ding gewählt. Das heißt eigentlich zwei, denn das erste, ein gelbes habe ich gleich verloren. So wählte ich mir ein anderes. Das gab es dann nur mehr in Grün. Passt zu meiner Geschichte aber, glaube ich, auch besser und als ich mit dem Laptop das Studio erreichte, war es schon sehr voll.

Junge  und auch alte Leute und zu neunzig Prozent Frauen. Ich setzte mich in einen Korbsessel in den hinteren Raum, denn wenn ich den Laptop habe, stört mich der Tisch und interessant ist, glaube ich noch zu erwähnen, daß ich seit meinem ersten “Nanowrimo” gleich in den Laotpo schreibe. Vorher habe ich mit der Hand vorgeschrieben. Es dann aber, weil ich, wenn ich im Fuß bin, sehr schnell werde, dann oft nicht mehr lesen konnte.

Nach der Einstiegsübung oder war es vorher, gab es kleine Runde, wo man zu seinem Projekt was erzählen konnte, so daß ich merkte, es sind schon einige dabei, die auch “Nanowrimo” schreiben, für die meisten war es aber, glaube ich, neu.

So und dann eingestiegen  mit der zweiten Amandaszene und dann folgte eine mit der Lesung im Kulturinstitut mit dem Daniel Kehlmann und Jonathan Franzen und eine mit dem Jonathan Larsen und da das Gruppenschreiben wirklich animierend ist, konnte ich gleich merken.

Zwar hatte ich immer Angst, daß ich vielleicht zu laut klappere, aber ich hatte auch die “Nanoregeln” nicht korrigieren im Kopf. Das steht auch im Vertrag.

Da weiß ich aber schon, daß ich das nicht einhaltebn kann, weil ich mich dann nicht mehr auskennen würde, wenn ich es mir nicht regelmäßig durchlese.

Habe aber bis circa eins geschrieben und geschrieben, die drei Szenen und die waren, glaube ich, ziemlich flott, die wo die Slavenka hingerißen ist, daß sie, das Romakind aus Kosice aufeinmal zusammen mit den Literaturgrößen, wie Kehlmann oder Franzen ist und dann ging es gleich weiter mit dem Jonathan Larsen und da bin ich auch in Schwung gekommen. Denn diese Figur hatte ich bisher noch nicht so richtig.

Jetzt ist aber die Britta sozusagen vom Himmel herabgestiegen und erzählt ihren Jon, daß die Inge und die Ilse und die Virgina wissen wollen, wer heuer den Nobelpreis bekommen wird? Also muß er zur Sitzung gehe,n auch wenn er das nicht will.

Dann war es eins und Judith Wolfersberger, die Trainerin der ersten Runde rief “Dann kommt der Zieleinlauf!”, weil ich aber schon vorher fertig war und etwas essen wollte, habe ich das nicht abgewartet, sondern meine Wörterzahl circa fünfzehtausend selber auf meine Figur geschrieben und bin dann zum Mc Donalds gefahren. Als ich zurückkam, war schon Trainerwechsel und Michaela Muchitz moderierte.

Ihre Einstiegsübung habe ich versäumt,  brauchte sie aber ohnehin nicht, denn jetzt stand wieder eine Tratschke-Szene an. Der wird ja auch nach Frankfurt zur Messe fahren und dort laut “Wir alle hassen Antifa!” schrien und noch eine, wo die Amanda auf den Minister Basti im türkischen Pyjama  triff und die Slavenka trifft am nächsten Tag die Lily in der Bibliothek und die erählt ihr ihre Familiegeschichte, die schon aus “Besser spät als nie” bekannt ist und Wörter sind geflossen. Es war halb fünf, ich hatte zwanzigtausend Worte, um mich herum gab es gelegentlichen Schichtwechsel und ich dachte, was mache ich bins sieben da?

Die Frankfurtszene kann ich jetzt nicht mehr schreiben, denn sie wird dann  nichts, habe getrödelt, meinen Wortacount auf die Pinwand geschrieben und dann erst ist mir eingefallen, das ich das Ganze ja korrigieen könnte, denn zumindestens die sechs geschriebenen Szenen waren  ziemlich fehlerhaft.

Das habe ich dann gemacht und bin bis halb sieben auch nicht fertig geworden, denn dann packten alle Musiksinstrumente, Trommeln, Rasseln, etcetera und es ging zur Pinwand, um sein Tagesziel zu verkünden und bejubelt zu werden.

So erfuhr ich noch eine bißchen von den Projekten der anderen. Eine hat, glaube ich, auch schon sechs oder waren es schon neun “Nanowrimos” hinter sich. Eine schreibt ein Buch über Farben, etcetera.

Spannend, spannend denke ich und sehr toll, dazwschen Tee und Kekse und am Donnerstag habe ich noch einen intensiven Praxistag mit viel Diagnostik und am Abend ist  der “Alpha”.

Ich habe noch am Mittwochabend versucht die restlichen Szenen zu korrigieren, war aber schon so müde, daß ich bei der zweiten oder dritten Alfons Tratschke Szene dachte, die ist sehr schlecht und enttäuscht von mir war, daß in meinem Schreibrausch soviel Schlechtes produzierte.

Den Freitagvormittag im Writersstudio, ich bin wegen einer Stunde, die vorher hatte ein bißchen zu spät gekommen und dadurch die Einstiegsübung versäumt, habe ich  bis Mittag die sechs neuen Szenen fertig korriert, auch die Tratschke Szene, die ich schon hatte, die mir dann aber wieder besser gefallen hat.

Ich habe die letzte Szene dann noch nach der Trainer Übergabe fertig korrigiert, bin dann bis zur nächsten Freewritingeinstiegsübung “Mein Projekt wird mir heute Nachmittag glücken, weil..”. geblieben, habe da noch, die zwei Worte, “..ich es so will”, angefügt und bin  zum “Anker” gegangen, um mir zwei Snacks zu kaufen, habe dazu einen Fertig Latte Machiatto getrunken und eine kurze Runde bis zum Donaukanal gegangen.

Zurück und drei Szenen oder 4153 Worte geschrieben, so daß ich jetzt 24960 Worte habe, also fast bis zur Hälfte fertig bin und immer noch ein bißchen schwimmen, beziehungsweise mich nicht ganz durchsehe, wie es weitergeht, das heißt, wie lange es werden wird?

Kann sein, daß ich schon vor den fünfzigtausend Worten fertig bin, gehe jetzt jedenfalls noch das Wochenendeschreiben und werde dann cirka eineinhalb Wochen unterbrechen, bevor es wieder in Harland weitergeht.

Ein paar vage Ideen habe ich dazu noch, so ist heute der Alfons Tratschke auf die Buchmesse gefahren,  die Britta hat dem Jonathan zugeredet, daß er auf die Jurysitzung gehen soll und das Schäfchen hat Amanda von der Halloween Party erzählt, zu der die  muslimischen Frauen auf den Kahlenberg gehen, am Cobenzl demonstrieren vielleicht gerade die Patrioten und gedenken Prinz Eugen und an die anderen Seitenstränge lassen sich auch noch Folgeszenen anschließen, der Moritz wird demnächst mit derMathilde nach New York kommen und mit der Lily und der Slavenka in den Central Park gehen. Das Wahlgeschehen wird noch kommentiert und der Moritz verbindet sich mit dem Jonathan, der zwar vielleicht Lilys Blog vorgschlägt, den NP 2017 hat aber, wie wir alle wissen Kazuo  Ishiguro gewonnen. Ich habe also ein ungefähres Bild und noch ein langes intensives Schreibwochenende vor mir, bevor ich meine Figur wieder nehmen und nach Hause zum Weiterschreiben tragen kann.

Am Samstag war dann der lange Schreibetag, dreizehnstunden in drei Session, in der Vormittagsrunde habe ich die oben zitierten drei Szenen geschrieben und in den Pausen in der Küche einige intensive Schreibgespräche geführt.

Zu Mittag bin ich eine kurze Runde um den Donaukanal gegangen, war dann sehr müde, so daß ich dann während ich die vierte Szene geschrieben habe, fast eingeschlafen wäre. Dann kam die Trainerin sagte in der Küche, gibt es frischen Kaffee und es ist wieder weitergegangen.

Die vierte Szene wo es wieder um Minister Basti und Amanda Siebenstern geht, habe bis am Abend dann die ganzen vier Szenen korrigiert, so daß ich dann  30121 Worte, vierundsechzig Seiten und einun zwanzig Seiten geschrieben. Wieder ein kurzer Spaziergang und ein Versuch zur Belohnung sozusagen oder zur Motivierung ein Glas Wein zu trinken und dann die Abendsessions mit den beiden Marukusse als Trainer und dann war es aus, alles weg ein Blackout sozusagen und die zweiundzwanzigste Szene, wo die Slavenka, die Postkarte für den Vater in den Postkarten warf und und sich mit Lily und ihren Eltern im Central Park zu treffen und sich New York anzusehen 30 544 Worte und keine Ahnung, wie es weitergeht?

So bin ich nach Hause gegangen und werde wohl den morgigen Sonntag, wo ich mich auch für die Feedbackrunde eingetragen habe, dazu mützen, das Ganze nochmals zu korrigeren und dann in einem Brainstorming, die weiteren Szenen und das weitere Vorgehen festzulegen.

Drei Schreibimpulse gab es auch “Schreiben ist mir wichtig -“, die Reflektionen warum ich über die “Unsichtbare Frau schreiben wollte” und bin dann auch in einen “Dialog mit meinen Text” getreten.

Jetzt bin ich müde und erschöpft und habe mir auch noch die Pressekonferenz von Peter Pilz bezüglich seines plötzlichen Rücktritts angesehen, was vielleicht auch zu meinem Thema passt und verfrühte Geburtstagsgeschenke vom Alfred Karin Peschkas “Autolyse” und jakob Noltes “Schreckliche Gewalten” habe ich auch bekommen und bin jetzt sehr gespannt, wie es mit meinem Schreibprojekt und dem “Nanowrimo”, wo ich ja schon am vierten Tag mehr als die Hälfte habe, weitergeht und das ist dann nach dem Flop oder eigentlich der Müdigkeit, ich bin die letzten Tage so zwischen fünf und sechs aufgestanden und weit nach Mitternacht ins Bett gekommen.

Am Sonntag wieder wunderbar weitergegangen. Da bin ich erst, um sieben aufgestanden und ein bißchen in der Badewanne gelesen und dann um zehn wieder in meinem breiten Sessel, wo ich auch die letzten zwei Tage verbrachte. Mit Blick in den anderen Raum, wo die anderen, um den großen Tisch saßen, die Füße am Sessel, den Laptop am Knie, habe ich dann die angefangene Slavenka Szene verbessert und eine sehr liebe Trainerin, namens Irene Steindl, der ich gleich in der Küche beim ersten Morgentee von meinem Projekt erzählte. Am Vormittag habe ich dreieinhalb Szenen geschrieben und es ist gleich sehr flüßig weitergegangen, mit allen handelnden Personen, nachdem die Slavenka, die Lily und ihre Eltern im Chelsea Hotel getroffen hat, kam die Szene wo der Jonathan erzählt, was nach der Sitzung passiert und ein Mail von Moritz Lichternstern bekommt und Alfons Tratschke ist immer noch auf der Buchmesse, trifft dort seine Schwester die ihm auch vom neuen Nobelpreisträger erzählt.

Dann ging ich in die Mittagspause und da fuhr ich wieder zum Schwedenplatz und kaufte mir eine kleine Nudelbox, begann Szene vier, Amanda besucht wieder Minister Basti und der hat jetzt schon die Wahl gewonnen.

Den Nachmittag hat dann wieder Markus Fischer moderiert und richtig sehr geholfen in den Text wieder hineinzukommen, hat mir Irene Steindls Morgenimpuls, denn wir sollten schreiben, “Am Morgen nach dem Aufstehen…” und schon war ich bei der Slavenka drin und Markus Fischer forderte uns auf, eine Rezension über das Projekt zu schreiben und wow ich hatte  den Klappentext und außerdem machte mir das auch viel Spaß, dann die Basti Quasti Szene fertigeschrieben und noch eines mit der Slavenka in der Bibliothek, denn das habe ich vergessen, am Samstag als ich so niedergeschlagen nach Hause gegangen bin, lag im Bücherkastel bei der Buchhandlung “Kuppitsch” ein Buch über die deutschen Nobelpreisträger und das findet, die Slavenka in der Bibliothek.

So das waren dann 36.000 Worte, die ich danach korrigierte und auch noch einmal die Szene zwanzig, die erste, wo der Jonathan auf die Jurysitzung geht und die wollte ich beim Feedback vorlesen und auch das war toll mit der sehr lieben Trainerin und drei Teilnehmern und von einer hörte ich “Wow du bist schon sehr weit!” und Irene Steindl fand sie sehr akustisch. Klar es ist ein innerer Monolog.

Dann das Schlußfeedback, ich schnappte meine Figur, stellte sie zum Ziel, ein paar, die auch schon nach Hause gingen, hatten das schon zu Mittag gemacht und dann Abschied von dem Marathon der mir wirklich sehr sehr gefallen hat.

Aber mehr Zeit werde ich wahrscheinlich nicht finden, kommt ja mein Geburtstag, die “Buch Wien” und arbeiten muß ich auch und werde dann wahrscheinlich erst bei der nächsten Schreibgruppe und dann hoffentlich am übernächsten Wochenende fertig werden und  auch  darüber berichten.