Verleihung des ersten österreichischen Buchpreises an Friederike Mayröcker

Nun also ist er vergeben der erste österreichische Buchpreis, die kleine Schwester des großen deutschen, den die Autoren, glaube ich, habe wollten, die schon mehr als drei Bücher hatten, also für den “Alpha” nicht mehr in Frage kamen.

Zuserst hat es geheißen “Brauchen wir nicht!”, dann ging es sehr schnell und der Preis wurde ausgeschrieben. Meiner Meinung nach sehr unpassend, ein Monat nach dem Deutschen.

Aber was soll man machen? Ein Monat nachher ist ja die “Buch Wien” und was ich so in den deutschen Blogs lese, ist er sehr unbemerkt geblieben und wahrscheinlich auch in der österreichischen Öffentlichkeit. Da habe ich doch mehrmals gehört zum Beispiel in der “Gesellschaft für Literatur” aber auch bei Ö1 bei den Beispielen, daß Reinhartd Kaiser Mühlecker für die deutsche Shortlist nominiert war, daß er auch auf der öst. LL stand wurde dabei nicht erwähnt.

Auf die öst. SL ist er nicht gekommen, da standen naturgemäß und zu erwarten Friederike Mayröcker, Peter Henisch mit seinem neuen Buch, das ich sehr gerne lesen würde, aber leider hat “Deuticke” auf meine Anfrage nicht mehr reagiert, dann Sabine Gruber, Anna Mitgutsch und für mich die Überraschung und sehr sehr toll, Peter Waterhouse mit seinen “Auswandernden”.

Bei der deutschen LL habe ich diesmal auch achtzehn von den zwanzig Büchern bekommen, bei der österreichischen waren es nur fünf, was aber insofern nicht so viel machte, daß ich die meisten Bücher schon bei den “O-Tönen” kennenlernten und die die mir bisher unbekannt waren, wie der “Gemischte Satz”, das Buch der Kathrin Röggla und eben den Peter Waterhouse, habe ich ja bekommen.

Wie weit die österreichische Bevölkerung etwas vom österreischishen Buchpreis mitbekommen habe, bin ich mir nicht sehr sicher. Ich glaube nicht sehr viel, obwohl es heute, einen Bericht im “Kurier” gegeben hat und in den Berichten, hat man meistens das Gesicht der Friederike Maxyröcker gesehen, also ganz klar, daß die alte Dame der Literatur diesen Preis gewinnen muß und das, das schreibe ich jetzt gleich, auch hat.

Vielleicht ein wenig unfair, den vier anderen Nominierten gegenüber, die da ja vielleicht nur eine Art Staffage bildeten und dann gab es  auch den Debutpreis mit Sacha Battyani, Friederike Gössweiner und Katharina Winkler und da hätte ich mir bei einer Beurteilung ja sehr schwer getan, das heißt, eigentlich bin ich nach der Leseung schon der Meinung, daß Katharina Winklers Buch das literarischtste der drei ist, obwohl ich andererseits nicht ganz sicher bin, ob die in dem Buch geschilderte Frau, tatsächlich so sprechen würde.

Ich war ja schon ganz sicher daß Katharina Winkler den “Alpha” gewinnen wird, was nicht so war, was mir die Möglichkeit einräumte, irgendwann einmal auch Barbi Markovics  “Superheldinnen” zu lesen und nach einem Gespräch mit dem Alfred, daß dieser Preis ja von der Arbeiterkammer vergeben wird, war wahrscheinlich auch klar, daß Friederika Gösweiners Schilderung des Prekariats der Dreißigjährigen, die größten Chancen haben wird und so sage ich es wieder gleich, Katharin Winkler ist wieder übrig geblieben und hat jetzt noch eine oder vielleicht auch viele andere, aber jedenfalls, die Chance auf den “Blogger-Debutpreis”, denn da ist sie ja mit neunundvierzig anderen, darunter ebenfalls Friederike Gösweiner nominiert und wenn ich so lese, was die Blogger schreiben, ist sie da so gar nicht chancenlos.

Ich würde es ihr jedenfalls wünschen, muß aber erst die Bücher der anderen Nominierten lesen und heute ging es ja um Österreich und, um den ersten öst Bp, der am Vorabend der “Buch-Wien” im Casino am Schwarzenbergplatz, vergeben wurde.

Man mußte eine Einladung haben, um hineinzukommen und am Eingang auch eine Weile Schlage stehen, bis der Name abgehakt war. Vor mir warteten beispielsweise Hubert Winkels, der Vorsitzende der “Bachmannpreisjury“, also prominent besezt. Der Buchhandel, die Verlage und alle anderen Literaturmenschen waren da, darunter auch ich, die kleine Schreiberin und Bloggerin, die angeblich so unverständlich ist, aber Klaus Khittel, der ja mit Peter Henisch befreundet ist, Robert Huez vom Literaturhaus und und und.

Zwei Schauspieler haben ähnlich wie beim “Ohrenschmaus”, der ja übermorgen vergeben wird und, wo ich eine Laudatio halten darf, moderiert und auch gelesen, vorher haben sie aber den neuen zuständigen Minister, sowie Benedikt Föger vom Hauptverband und Rudi Kaske von der AK, zu ihrem Leseverhalten befragt.

Das haben sie sich wohl vom “Bachmannpreis” abgeschaut, die Fragen, die die Geldgeber auch immer beantworten müssen und die zählen dann auch brav auf, daß sie gerne Krimis oder auch was anders lesen, aber leider, leider nicht  viel Zeit haben!

Dann kamen fünf Minuten oder so Leseproben aus den nominierten Büchern. Zuerst die Debuts und da hat, wie schon erwähnt, Friederike Gösweiner gewonnen.

Danach wieder Musik, da improvisierten zwei junge Männer, glaube ich, sehr leidenschaftlich und dann die Texte der fünf nominierten Hauptautoren und weil ich mich bei meinen Prognosen ja immer irre, habe ich gedacht “Hoffentlich irre ich mich nicht schon wieder!”, denn etwas anderes als die F. M. wäre ja sehr schlimm und da ist es ganz egal, was in den Büchern steht, die ja sehr interessant sind und allesamt, wie ich schon beschrieben hab,e einen sehr guten Einblick in die österreichische Gegenwartsliteratur geben kännen.

Die Blumen der Frau Mayröcker sind sehr poetisch, Peter Henisch geht in seine Kindheit und das Nachkriegs-Wien zurück, Peter Waterhouse beschäftigt sich sehr poetisch mit der Flüchtlingsrfrage, nimmt die Worte auseinander und setzt sie neu zusammen und hat auch noch sehr schöne Ilustrationen dabei.

Anna Mitgutsch schildert eine sehr schwierige Vater Tochter Beziehung beschäftigt sich dabei mit dem Älterwerden und dem Sterben, sowie mit der leidigen Frage, “Papa, was hast du im Krieg gemacht?”, die sich inzwischen schon an die Groß- und bald an die Urgroßväter richtet und Sabine Gruber, von der ich auch schlechte Rezensionen gelesen habe, beschäftigte sich mit einem Kriegsfotografen und auch mit der Flüchtlingsfrage.

Sehrinteressant das alles und wir haben nun die erste österreichische Buchpreisträgerin, bin gespannt, wie weit das nach Deutschland und in die schweiz dringen wird?

“Lesen Sie all die Bücher!”, forderten auch die Moderatoren auf, bevor sie die Leute  an das Buffet entließen und ich habe mich mit Klaus Khittel und Matthias Fallenstein intensiv unterhalten, Susanne Ayoub kurz begrüßt und dann auch Henirke Blum vom “Literaturbüro” angesprochen und mich für ein Rezensionsexemplar bedankt, das sie mir sehr schnell und freundlich zukommen ließ.

Es gab Fingerfood, sowas zu trinken und morgen geht es  los mit der neunten “Buch Wien” und für mich in eine sehr literarische Woche.

Gibt es ja am donnerstgag beim “Ohrenschmaus” im Museumsquartier auch eine Preisverleihung und am Freitag bei der “Buch Wien” einen diesbezüglichen Nachmittag.

Dann geht es heim zu meinen literarischen Geburtstagsfest und die Bücher die ich mir zum  Geburtstag wünschte, stauen sich auch schon im Badezimmer.

Den Tomer Gardi, die Isabelle Lehn und die Marlene Streeruwitz vom Alfred und die Anna hat mir einen “Thalia Buchgutschein” geschenkt, wo ich mir “Tram 83” und Tillman Rammstedts “Morgen mehr” besorgte und jetzt mǘßte noch das Buch vom Peter Henisch zu mir kommen, aber die Blumen der Friederike Mayröcker und Anne Cottens Versroman sind sicher auch sehr interessant.

Wiener Wissen in Kunst, Kultur und Alltag

Offenbar eine Reihe bei den “WienerVorlesungen” und eine Diskussion zwischen Daniela Strigl und Eva Bliminger  mit Hubert Ch. Ehalt, dem ich heute den Vorzug vor der “Lesart” mit Hanno Millesi und Dieter Sperl in der “Alten Schmiede” gegeben habe, weil die Hans Weigel-Veranstaltung in der “Wien-Bibliothek” erst am Mittwoch ist und da wird ja die “Buch-Wien” eröffnet, zu der ich erst die Einladung bekommen muß.

Ich gehe ja nicht sehr oft zu den Wiener Vorlesungen, die ja nicht nur literarische Themen zum Inhalt waren, aber das letzte Mal, war ich kurz nach der Präsidentenstichwahl da, wo ich schon glaubte, daß wir einen mit dem Namen van der Bellen haben, während jetzt gerade wieder die ersten Ständer für die Wahlwiederholung aufgestellt werden und da präsentierte Daniela Strigl ihr Buch über die Marie Ebner von Eschenbach und Daniela Strigl ist ja ein Name, der anzieht und mich interessiert und der Wiener Alltag besteht ja auch aus Literatur.

Zumindest habe ich einmal unter diesem Titel auch mein “Literaturgeflüster” im Amerlinghaus vorgestellt und als ich  den Festsaal im Wiener Rathaus betrat und mit einen Platz suchte, winkte mir auch gleich Elfriede Haslehner zu, dann wurde es aber gleich etwas weniger literarischer, begann die Rektorin der “Akademie der bildendenen Künste” ihr Eingangsstatement doch mit der “Wiener Küche”, nun ja die gehört auch zum Wiener Alltag, keine Frage und ein diesbezügliches Wissen kann auch nicht schaden.

Daniela Strigl wurde dann auch literarischer, ging ins Barock und las ein Stück aus Abraham a Santa Clara “Merkks Wienn”, wo es um den Wiener und sein Verhältnis mit dem Tod geht und alle Straßennamen mit dem Tod bezeichnet werden. In der Singerstraße singt er, in der Herrengasse, trägt man diese hinaus, denn Angesichts des Todes sind ja alle gleich und da gibt es keine Standesunterschiede.

Der Wiener Dialekt kam auch vor und die Wiener Gruppe, die ja diesen “mit aner schwarzn Tintn” beschrieben hat, kurz ging es noch um Nestroy, dann ging es schon zu Elfriede Jelineks “Burgtheater”, das, wie Danieal Strigl listig anmerkte, nie in diesem gespielt wurde, aber dem Dialekt eine besondere Nuance gibt, wenn damit die Euthanasie und das Sterben am Spiegelgrund beschrieben wurde.

Diese beiden Statements waren nur kurz, dann schaltete sich das Fernsehen mit einer Signation ein, es gab noch einmal eine Antrittsrede und dann eine einstündige Diskussion mit Hubert Christian Ehalt, die Elfriede Haslehner zu lang war, so daß sie früher weggegangen ist und auch einige Klischees bediente, nämlich ausgehend mit dem Wiener Kongreß und der Revolution von 1848, zu den Wiener Titeldünkeln kam, den wirklichen und unwirklichen Horäten, obwohl es den ja schon seit 1918 nicht mehr gibt, die Hofrähte aber schon. Dann ging es zu den Talaren, der Univ-Professoren mit dem falschen oder echten Hermelin.

Ich habe Anfangs 1980 ja noch eine solche Promotion hinter mich gebracht und Daniela Strigl meinte auch, daß ihr solche Traditionen gefallen würden und die Eltern für ihre Kinder sie auch wünschen, wenn diese in das akademische Leben entlassen wurden.

Die Diskussion endete mit Josef Weinhebers “Wann i verstehst was zreden hätt, i schaffert alles ab”, was Eva Blimiger, die sich ja auch mit den Restitutionen beschäftigt hat, nicht gefiel, denn ja, Weinhaber war ein Nazi, aber auch ein guter Dichter und sein “Wien wörtlich” ist ein Stück Literatur, das vielleicht von der Wiener Kultur nicht wegzudenken ist, aber dann kamen schon die Publikumsfragen und da hat man sich auch nach dem “Mundl” erkundigt, jenem proletarischen Wiener, der Österreich, als die Serie, ich glaube, es war in den späten Siebzigerjahren gesendet wurde, erschüttert hatte, denn der Wiener ist ja, wie Daniela Strig erklärte, außerhalb Wiens sehr unbebliebt und jetzt “kann er nicht einmal richtig Deutsch!”.

Sehr interessant, die Diskussion, wenn sie auch etwas Klischee behaftet war und den K und K-Mantel noch ein bißchen um hatte, denn Hubert Ch. Ehalt fragte nach den Kreisen, die man, wie Eva Bliminger korrigierte, heute Netzwerke nennen würde.

Da wären wir schon bei der Social Media, aber die wurde nicht erwähnt, denn auch Eva Bliniger schwenkte “von der Partie zu der Partei” oder auch umgekehrt und meinte überhaupt, daß das “Scha ma mal!” ein sehr beliebter Wiener Ausdruck ist und dazu kann man vielleicht  die Wien Literatur des “Holzbaum-Verlags” empfehlen, die ja vom “Unmöglichen Wien Wissen” bis zum “Schimpfen wie ein echter Wiener” reicht und ich bin es sie ja auch, eine echte Wienerin, mit der “behmischen” Großmama.

Die Ermordung einer Stadt namens Stanislau

Die  “Theodor Kramer Gesellschaft” hat das 1986 erschienene “politische Buch”, der Journalistin und Schriftstellerin Elisabeth Freundlich “über die NS-Vernichtungspolitik in Polen von 1939-1945” wieder aufgelegt und mit mehreren Vorworten und Nachworten, Bildmaterial, sowie einem Interview mit Rabbi Moyshe-Leib Kolensik versehen, das von Paul Rosdy herausgegeben wurde.

1986 war die 1906 in Wien geborene Elisabeth Freundlich, achtzig, die 1938 mit ihren Eltern nach Zürich und Paris emigirierte, später in die USA kam, dort eine Ausbildung zur Bibliothekarin machte, in Wien hat sie Germanistik, Romanistik und Theaterwissenschaft studiert und 1950 nach dorthin zurückkehrte.

Sie war die Frau des Philosophen und Schriftstellers Günter Anders und ist 2001 gestorben.

1986 ist zeitgleich mit dem genau recherchierten Buch, ihr Familienroman “Der Seelenvogel” und die vier Erzählungen “Finstere Zeiten”, herausgekommen, wo eine  einmal von Ruth Aspöck im Rahmen des Lesetheaters im Literaturhaus aufgeführt wurde.

Nun also das “politische Buch” der Journalistin, die auch als Kulturkorrepondentin bei der Berichterstattung von NS-Prozessen gearbeitet hat und 1986 ein sehr umfangreiches Werk über die Geschehnisse in der Stadt Stanislau, die heute Iwano Frankowsk heißt, vorlegte.

In sieben Kapiteln nähert sie sich dem “Schauplatz Galizien” an, erwähnt, daß “das bunte Völkergemisch”, das in der K und K Monarchie in der  heutigen Ukraine lebte, “Ruthenen” hießen und beschreibt in der “Neuordnung Euopas”, die vielseitige Besatzungsgeschichte der Ukraine, die einmal zur K und K Monarchie, dann zu Polen und zur Sowetunion gehörte, bevor sie 1941 von den Deutschen besetzt wurde.

In Briefen und Dokumenten wird, die sogenannte “Bevorzugung der Ukrainer” beschrieben, die sich offenbar, um der SU Herrschaft zu entkommen teilweise gerne von den Deutschen “beschützen” ließen und beschreibt auch sehr genau, die “Kindertransporte”, wo im Rahmen der Aktion “Lebensborn” unter der Leitung, der Wiener Psychologin Hildegard Hetzer, von der ich während meines Studiums, ich habe die Entwicklungspsychologie noch bei Prof .Bayer-Klimpfinger besucht, einiges hörte, die blonden und bläuäugigen Kinder nach ihrer “Eindeutschungsfähigkeit” ausgesucht und  nach Deutschland verschickt wurden.

Im vierten Kapitel geht es, um die “Sache” oder die Ermordung der “Professoren” der Universität Lemberg, die sie mit Zeugenberichten beschreibt und anmerkt, daß die “Besetzung durch die Nationalsozialisten im “District Galizen”, bevorzugt durch die “alten Kämpfer aus Österreich” erfolgte.

Nach einem kurzen “Exkurs über die Zigeuner”, geht es zum “Massaker von Stanislau” dem Kernstück des Buches, da diese Stadt in Ostgalizien, beziehungsweise in der Westukraine, die erste war, die im Juni 1943, als “judenfrei” nach Berlin gemeldet wurde, wurden doch am 12. Oktober 1941, “an einem Sonntag und dem letzten Tag des Laubhüttenfests” im Friedhof zwölftausend Menschen erschossen.

Peinlich genau und zu lesen schwer erträglich, hat dies Elisabeth Freundlich in Zeugenberichten Stück für Stück dargestellt.

Im Interview mit der Autorin Susanne Alge, die ihre Dissertation über Elisabeth Freundlich schrieb, meinte sie, daß “ihr das Buch deshalb so wichtig war, weil sie es als  Danksagung betrachtete, daß sie und ihre Eltern den Holocaust überlebten.”

Heute ist Elisabeth Freundlich, wie Konstantin Kaiser in seinem Vorwort schreibt, als Schriftstellerin ziemlich vergessen, deshalb ist die Wiederauflage des Buches sehr wichtig, obwohl die Anneinanderreihung von Fakten, Tatsachen und Protokollen nicht sehr leicht zu lesen ist, es gibt aber immer wieder einen leicht ironischen Unterton,  der den Inhalt ein wenig erträglicher werden läßt.

Das Buch wurde inzwischen auch, wie der Herausgeber in seinem Vorwort schreibt, in der Ukraine herausgebracht. Einige in der Erstausgabe vorhandene Ungenauigkeiten und Fehler wurden von dem ukrainischen Professor Jaroslaw Hryzak in seinem Nachwort aktualisiert und richtiggestellt.

 

 

Von Debuts und Debutpreisen

Daß Debuts, also die ersten Romane von jungen Autoren, sehr wichtig sind und in letzter Zeit besonders beachtet und vorgestellt werden, ist zu bemerken.

So kümmert sich “Kremayr & Scheriau” in seiner neuen Literaturschiene hauptsächlich und bevorzugt, um junge Autoren und da die mir ja ihre Bücher schicken, habe ich in letzter Zeit einige dieser Debuts gelesen und dann gab es bei den O-Tönen, dem großen Sommerliteraturfestival im Museumsquartier, heuer, ich glaube, erstmals eine Debutschiene, wo Daniela Strigl sich mit den Debuts des letzten Jahres auseinanadersetzte und diese vor dem jeweiligen Hauptautor vorstellte und lesen ließ.

Daß es dabei manchmal zu Ungenauigkeiten oder Überschneidungen kommen kann, ist mir auch aufgefallen, ist ja Richard Schuberths “Chronik einer fröhlichen Verschwörung” schon 2015 erschienen und ist auch nicht das erste Buch des Autors und Cornelia Travnices “Chucks” wurde als Debutroman betrachtet, obwohl die “Asche meiner Schwester” schon 2008 erschienen ist und, glaube ich, so etwas wie ein Roman oder zumindestens eine längere Erzählung ist.

Sonja Harter gilt glaube ich schon als sehr bekannte Lyrikerin und hat jetzt einen Debutroman geschrieben, aber die Beachtung und die Aufmerksamkeit auf Werk und Autor ist ja glaube ich das Wichtigste und da brauchen junge Autoren wahrscheinlich schon ein bißchen Bevorzugung, weil sie sonst vielleicht leicht neben den großen Romanen von Martin Walser, Thomas Glavinic, Michael Köhlmeier, Norbert Gstrein, etcetera, untergehen können.

Das mag sich vielleicht auch das Initiatorenteam um den österreichischen Buchpreis, den es heuer ja das erste Mal gibt und der kommenden dienstag am Vorabend der “Buch-Wien” vergeben wird, gedacht haben und so gibt es neben der Long und der Shortlist, auf der Peter Henisch, Sabine Gruber, Anna Mitgutsch, Peter Waterhouse und Friederike Mayröcker, von der ich ja annehme, daß sie den Preis bekommt, auch einen Debutpreis mit Katharina Winklers “Blauschmuck”, Sacha Battyhays “Und was hat das jetzt mit mir zu tun?” und “Friederike Gösweiners “Traurige Freiheit” stehen.

Damit habe ich mich also in den letzten Wochen und Monaten intensiv beschäftigt, habe fast die ganze deutsche Longlist mit Ausname von Philip Winklers”Hool”, der ja, glaube ich, auch ein Debutant ist und der den “Aspekte-Literaturpreis”, der sich an solche Autoren wendet gewonnen hat und  Ernst Wilhelm Händlers “München”, die halbe öst LL und dank “Alpha” alle drei Debutanten, gelesen, so daß ich mich jetzt ein bißchen in der gegenwärtigen Literaturszene und auch, was ihre Debutanten betrifft, auszukennen glaube.

Bezüglich der deutschen Longlist wurde auch allgemein beanstandet, daß sie nur wenige Romane junger Autoren enthält, die sich mit der gegenwartigen Flüchtlings- und anderen Situationen beschäftigen und die stammen zum Teil auch von jungen Debutanten und sind Erstlingsromane.

Vorige Woche, als ich gerade Friederike Gösweiner und Katharina Winkler gelesen habe, bin ich auch auf einen Debut-Blog gestoßen, der sich bevorzugt mit diesen Romanen beschäftigt und jetzt zum ersten Mal auch einen “Blogger Debutpreis” ausgeschrieben habe, wo man bis Ende Oktober Debutromane einreichen konnte und ein bißchen kürzer konnte man sich auch melden, wenn man einen Literaturblog betreibt und daher in der “Bloggerjury” mitmachen wollte, was ich insbesondere bemerkenswert fand, weil ja zum Beispiel die “Buchpreisblogger” von der offiziellen Seite offiziell ausgesucht und die anderen, die auch die Bücher lesen mehr oder weniger ignoriert werden und beim “Blogbuster-Preis”, den Tobias Nazemi ins Leben gerufen hat, wurden auch sechzehn Blogger ausgewählt, die mitmachen dürfen.

Hier konnte man sich aber melden, wenn man schon ein Jahr bloggte und wurde vorgestellt.

Zwanzig Blogger hatten das schon getan, als ich am 30. Oktober, glaube ich, auf diese Seite kam und mich ärgerte, daß ich wieder einmal zu spät am falschen oder richtigen Ort war.

Dann habe ich aber hingeschrieben und es ist sich noch ausgegangen, für die offizielle Vorstellungsrunde zwar zu spät, wurde ja inzwischen aus den fünfzig vorgeschlagenen Büchern, die Shortlist mit den fünf, aus denen dann die einundzwanzig Blogger, wählen dürfen, ausgesucht, so daß ich diese Fragen für mich selber hier beantworten möchte, warum ich mich für Debutromane interessiere, ob ich einen Unterschied zwischen ihnen und anderen Romane mache und ob Debutanten, bei mir “Welpenschutz” genießen?

Mit diesen Ausdruck tue ich mir auch ein wenig schwer, obwohl ich nicht glaube, daß ich besondere Auswahlkriterien anwende, wenn ich lese.

Ich verrreiße ja nie oder nur eher selten, sage höchstens, wenn etwas falsch ist oder ich mit etwas Geschilderten meine Schwierigkeiten habe und habe auch mit dem, daß ein guter Roman angeblich berühren muß und etwas Neues in ihm dargestellt werden soll, meine Schwierigkeiten.

Obwohl ich natürlich auch bemerke, ob mich das, was ich lese, interessiert. Aber ich lese  fast alle Bücher fertig, versuche mich auf sie einzulassen, komme oft erst am Schluß darauf, daß ich was versäumt oder das Buch nicht verstanden hätte, wenn ich es, wie es in Zeiten, wie diesen, wo die Zeit begrenzt und die Konzentration immer weniger wird, andere machen, weggeschmissen hätte.

Habe aber gerade bei meinen heurigen Loglistenlesen mehrmals bemerkt, daß die Autoren mit den sogenannten großen Namen, wie Arnold Stadler, Bodo Kirchhoff, Gerhard Falkner, etcetera, oft sehr maniriert und abgehoben schreiben und, daß die Themen, die sie behandeln, oft dieselben sind, was mache Blogger, dann wieder langweilt.

Alter Mann hat Schwierigkeiten mit dem Sex, wird krank und fürchtet sich vor dem Sterben beispiesweise, ein wichtiges Thema auf jeden fall und auch wichtig für den Autor, sich damit zu beschäftigen.

Man hat es aber vielleicht schon öfter gelesen, wird ungeduldig und schimpft im schlechtesten Fall, daß er endlich zu schreiben aufhören sollte.

Ich tue das nicht, habe mir aber andererseits gerade bei iris Blauensteiners “Kopfzecke”, die da ja den Umgang mit einer dementen Mutter beschreibt, ob eine so junge Frau, das schon wirklich so beschreiben kann, als jemand, der schon älter ist.

Die jungen Autoren, die bei den Bloggern, wie die öfter schrieben “keinen Welpenschutz” genießen, kommen schon sehr oft aus den Literaturinstituten aus Leipzig, Hildesheim, Biel oder Wien und werden, wie ich mir sagen ließ, da auf den Markt und die Veröffentlichbarkeit trainiert.

So schreiben sie vielleicht sehr professionell von etwas, was sie persönlich noch so gar nicht erleben konnten und so habe ich mit den “Sommertöchtern” von  Lisa Maria Seydlitz, die andere sehr toll fanden, gar nicht so viel anfangen können.

Aber natürlich sind Debuts und die ersten Romane von jungen Autoren sehr interessant und wenn ich so auf diese fünfzig Bücher Langlist schaue, zum selber vorschlagen, wie man das auch hätte können, bin ich aus den bewußten Zeitgründen nicht gekommen, so finde ich sehr viel interessantes darauf stehen.

Da ich ja sehr Österreich zentriert bin habe ich die meisten diesbezüglichen Bücher schon gekannt und habe sowohl “Lucy fliegt”, als auch die “Notunterkunft” und “Kofpfzecke” schon gelesen, auch “Blauschmuck”, obwohl da die Autorin ja in Berlin lebt und die “Traurige Freiheit”.

Das Buch der Sonja Harter war für mich eine Überraschung und ich werde es demnächst lesen.

Ansonsten hört man ja auch auf den Blogs, die ich  regelmäßig lese, von neuen Büchern und die der jungen Migranten wurden sehr gelobt.

Also steht sowohl Shida Bzayar mit “Nachts ist es leise in Teheran”, als auch Rasha Kayat “Weil wir längst woanders sind”, Bücher, die an mir bisher vorbeigegangen sind, darauf.

Ich habe wohl kurz einmal überlegt, ob ich sie mir nicht zum Geburtstag schenken lassen sollte, mich dann aber über Isebelle Lehns “Binde zwei Vögel zusammen” entschieden, das ebenfalls auf der Liste steht und für Tomer Gardis “Broken German”, das steht nicht auf der Liste, weil es kein Debut ist, beide Bücher  bzw. Autoren habe ich aber beim letzten Bachmannlesen kennengelernt und Debuts, die mir außer dem von Philiph Winkler fehelen, wären Ronja von Rönnes “Wir kommen”, das bei den Bloggern ja nicht so gut angekommen ist und das  dBp Longlist- und Schweitzer Shortlist Buch der Michelle Steinbeck.

Aber Schweizer stehen, glaube ic,h überhaupt keine auf der Liste, nur Österreicher und Deutsche und auf die Debuts der Paula Fürstenfeld und der Nelle Pollatschek bin ich ich auch schon vorher aufmerksam geworden und habe sie angefragt, wie auch das “Jung und Jung- Buch” der Birgit Birnbacher, das dem Blogger Marc ja, glaube, ich sehr gefallen hat.

Ich habe also fünf der fünfzig Bücher schon gelesen, zwei weitere stehen auf meiner Leseliste und zwei werden wahrscheinlich noch kommen, abgesehen von den Shortlistbüchern, die ja noch nicht offizielle bekanntgegeben wurden, aber schon angefragt sind.

Also lesen, lesen, lesen, seit August tue ich es sehr intensiv und finde es sehr spannend.

Von einer Lesemüdigkeit keine Spur, obwohl mich auch das andere, jenseits des Tellerrandes, also auch die Älteren, die Krimis, die Chick Lits, etcetera sehr interessieren und mein geplanter Vicki Baum Schwerpunkt noch immer wartet.

Ob ich den heuer wirklich so noch schaffe wird immer fraglicher.

Aber selber schuld und kein Grund sich  zu beschweren und für das nächste Jahr habe ich ja wieder vor. meine Bücherstapel hinunterzulesen.

Mal sehen, ob ich es schaffe, ich bin sehr gespannt und freue mich, als nächstes auf die Vergabe des österreichischen Buchpreises und die “Buch-Wien”, die darauf folgt.

Im Glashaus gefangen zwischen Welten

Gleich nach “Blauschmuck” geht es mit den “fremden Kulturen”, beziehungsweise dem Leben in Deutschland mit Migrationshintergrund weiter, hat mir doch der, wie er sich selbst bezeichnet, Deutsch-Tamile mit dem langen Namen Devakumaran Manickavasagan, sein 2012 im “Engelsdorfer Verlag” erschienenes Buch mit dem Untertitel “Ein Leben zwischen zwei Kulturen” geschickt, auf das er wahrscheinlich in Zeiten, wie diesen, wo wir mit und in sehr vielen Kulturen leben, verstärkt hinweisen will und es ist auch, denke ich, sehr wichtig sich mit der Frage zu beschäftigen, wie leben Kinder, die mit türkischen, tamilischen oder was auch immer Eltern in Deutschland oder Österreich aufwachsen und von zu Hause andere Werte, als die, die sie in der Schule lernen mitbekommen?

Daß, das eine Vielzahl von Problemen aufwirft, können wir täglich sehen und so richtet sich das Buch, des 1987 in Ratlingen geborenen, der heute, glaube ich, als Flüchtlingshelfer arbeitet, auch an zwei Zielgruppen.

Erstens einmal an die betroffenen Jugendlichen, die zwischen den zweiWelten oder Wertsystemen gefangen sind und nicht hinauskönnen und zweitens und das finde ich für mich besonders wichtig, an die westliche Welt, um ihr die Kultur der Tamilen näherzubringen und zu beschreiben, wie man in Sri Lanka aufwächst, welche Werte und Einstellungen man dort vermittelt bekommt.

Und das tut er, sowohl auf eine sehr persönliche Art, in dem er von sich, seiner Familie und seinen Schwierigkeiten beim Aufwachsen zwischen den Kulturen erzählt, als auch auf eine sehr allgemeine sachliche, indem er die Religion und das Gesellschaftsbild der Tamilen beschreibt und ich finde, daß sich die Schwierigkeiten in zwei Welten aufzuwachsen, auch auf andere  Kulturen übertragen lassen, so daß, die jungen Türken, wahrscheinlich die gleichen Schwierigkeiten beim Aufwachsen in Berlin oder Wien, als, die mit tamilischen Hintergrund haben.

Deva Manickavasagans Vater ist 1982 nach Deutschland gekommen und hat seine Frau und, die damals schon geborenen zwei Kindern in Sri Lanka zurückgelassen, wo bald der Krieg kam, so daß die Mutter mit den Töchtern ebenfalls nach Deutschland kam, traumatisiert von den Kriegserfahrungen.

Ein Punkt, auf den der Autor auch mehrmals hinweist, daß viele Flüchlinge oder Migranten traumatisiert sind, in Deutschland keine dieszegüliche Hilfe bekommen und so ihre Wunden und Verletzungen an die nächste Generation weitergeben.

Arbeit und materileller Wohlstand beschreibt er, ist für die Tamilien ein sehr wichtiger Wert, so stürzte sich der Vater in seine Arbeit, vergaß darüber Deutsch zu lernen, das war 1982 vielleicht auch nocht keine so große Voraussetzung für Migranten, wie es wahrscheinlich heute gefordert wird.

Die Mutter führte den Haushalt. Beide Eltern waren verletzt und versuchten, den Kindern ihre Kultur, an die sie sich vielleicht auch klammerten, weiterzugeben, während die in der Schule etwas ganz anderes lernten und die westlichen Werte, wie Ausgehen, Sex, Freunde, Alkohol, auch ausleben wollten, was in der Pubertät naturgemäß zu Konflikten führt.

So ist es den tamilischen Mädchen beispielsweise nicht gestattet, sich am Abend draußen aufzuhalten und sie dürfen auch keine Klassenfeste besuchen und werden so naturgemäß  zu Außenseitern.

Es ist in Sri Lanka auch üblich sich in arrangierten Ehen zu vermählen und hat so keine Zeit den anderen kennenzulernen, was wieder zu Konflikten, seelisches Leid und Unglück führt.

Die Ehe von Devas Eltern wurde trotzdem geschieden, als er zwölf war, was ihn in die Rolle des Familieoberhauptes versetzte, was ihn naturgemäß überforderte, dann wurde auch noch die ältere Schwester, die nach dem Wunsch der Eltern Medizin studierte, die ja für ihre Kinder nur das beste Studium, schon um das eigene Statusdenken zu befriedigen, wollen und die Mutter starb noch 2008.

Deva, der, wie er beschreibt, in seiner Pubertät “einige Dummheiten und es seinen Eltern nicht sehr leicht machte”, ist es inzwischen, auch mit Hilfe einer Psychotherapie, die er allen betroffenen Jugendlichen sehr empfielt, seinen eigenen Weg zu gehen und das empfiehlt er auch denen, die im Glashaus zwischen den beiden Kulturen gefangen sind und ich denke, daß es wichtig ist, beide Werte und Welten miteinander zu verbinden, was wahrscheinlich gar nicht so einfach ist.

Denn Devakumaran Manuickaasagan fühlt sich, wie er schreibt, als Deutscher, ist er dort auch geboren und aufgewachsen und war, glaube ich, 2003,  das erste Mal in Sri Lanka.

Die Deutschen werden es ihm wegen seines Namens und seines Aussehens aber höchstwahrscheinlich  nicht so einach machen, ihn als ihren zu erkennen und ihn wahrscheinlich noch bis zu seinem Lebensende fragen, wie lange er schon in Deutschland ist?

Ich denke auch, daß das Besondere an Menschen mit Migrationshintergund, die zweite oder die beiden Kulturen sind. Die zweite Sprache, die sie sprechen und auch die Kenntnis, des anderen Weltbildes.

Aber natürlich ist es nicht leicht, das eine mit dem anderen zu verbinden und man braucht wahrscheinlich auch Hilfe und Unterstüzung dabei, damit das gelingen kann.

Das Buch ist, glaube ich, auch eine solche Hilfe für die betroffenen Jugendlichen, ermutigt sie der Autor doch immer wieder ihren eigenen Weg zu gehen, ruhig auszubrechen und sich auf ihre Werte zu besinnen, die nur sie selber bestimmen können.

Und für die Deutschen und die Österreicher kann es sehr interessant sein, zu erfahren, was ein junger Tamilie, der sich auch als Deutscher fühlt, denkt und mit welchen kulturellen Wurzeln, die er persönlich vielleicht gar nicht erlebte, sondern nur aus Sicht seiner Eltern vermittelt bekam, er aufwuchs und es ist auch interessant, daß Manickavasagan beschreibt, daß er in Sri Lanka, als Tourist betrachtet wurde.

Natürlich, denn es ist ja eine Sprache der Diaspora, die er vielleicht gar nicht mehr vollständig und akzentfrei spricht, auch wenn er den Wert des Fernsehen betont und beschriebt, daß auch die srilankischen Programme zu den Werten gehörte, an denen sich die Familie klammern und die sie zu Hause hören.

Beides ist, denke ich, wichtig und ich nehme mir von dem Buch mit, daß ich jetzt ein bißchen mehr von Werten und der Kultur in Sri Lanka, wo ich nie gewesen bin, weiß und das gilt natürlich auch für die Türken, die Serben, die Russen, die Ägypter, etcetera, daß man sich für ihre Werte interessieren sollte, damit ein Zusammenleben in Deutschland oder Österreich besser gelingt.

Blauschmuck

Dank Herrn Leitgeb und dem “Alpha-Literaturpreis”, kann ich jetzt das dritte österreichische Buchdebut besprechen, Katharina Winklers “Blauschmuck”, von dem ich eigentlich ganz sicher war, daß es den Preis gewinnen wird, weil das Buch in dem Blogs sehr begeistert besprochen wurde und so für mich das bekannteste war.

Das Bekannteste auf der “Alpha-Liste” und vielleicht auch auf der der öst-buchdebuts, obwohl ich, da ich inzwischen die beiden anderen Bücher gelesen habe, da nicht mehr ganz sicher bin und vergleichen, ich wiederhole es noch einmal, kann man diese drei Bücher nicht und auch nicht sagen, a ist das beste und besser als b und c.

Das kann man wahrscheinlich nie, beim dBp hatte ich aber meine klaren Empfehlungen, hier kann ich nur sagen, jedes Buch steht eigentlich für sich und da sieht man wieder, daß solche Preisentscheidungen vieleicht doch nur ein “neoliberaler Unsinn” sind.

Am kommenden Dienstag werden wir es wissen, ob der österreichischen Arbeiterkammer, das Schicksal einer kurdischen Frau, oder die Ereignisse von 1945 in Rechnitz, beziehungsweise, die prekären Arbeitsverhältnisse der jungen Akademiker am wichtigsten sind.

Alfred meinte, für die Arbeiterkammer wäre es bestimmt das letztere, es ist aber eine sehr literarische Sprache, in der die 1979 in Wien geborene Katharaina Winkler, die derzeit in Berlin lebt, ihr Debut geschrieben hat.

“Blauschmuck” nennen die türkischen Frauen nämlich ihre von ihren Männer bekommenen Verletzungen, die sie in den kurdischen und türkischen Dörfern windelweich schlagen, weil sich das so geört und wenn eine Frau ohne diesen Schmuck auftritt, ist sie ein Außenseiter.

Erzählt wird die Geschichte, die, wie in dem Buch steht, auf einen realen Fall basiert, von  Filiz, die in einem kurdischen Dorf in der Türkei aufwächst und sie tut das auf eine sehr poetische Art.

In kleinen Absätzen wird, oft nur ein paar Sätze pro Seite, schildert sie das Leben im Dorf, das Aufwachsen unter ihren Geschwistern, das Hüten der Schafe und das Umgehen mit der Ehre, beispielsweise, denn  “Die Ehre steht über allem sagt Vater. Der Ehre entsteigt die Sonne. Die Ehre läßt uns ruhig schlafen.  ….Die Ehre wächst mir über den Kopf.”

Denn es ist ja nicht sehr leicht, das Leben in dem Dorf, wo man auf seine “Jungfrau aufpassen” muß und nicht genau weiß, wie man jetzt die Kinder bekommt, vom “Kaugummi kauen vielleicht?”

Und wem das jetzt naiv erscheint, den erinnere ich daran, daß man in den Sechzigerjahren, wo ich aufwuchs, auch nicht so ganz sicher war, ob man sie nicht vielleicht doch vom Küssen oder von der Badewanne  bekommt, wenn dort jemand sein Sperma ausgelassen hat?

Filiz ist aber gescheit und so kommt auch der Lehrer zum Vater und schlägt vor, da Mädchen in der Stadt einen Beruf erlernen zu lassen. Der Vater aber winkt aber, denn da hat er schon mit seiner ältereren Tochter schlechte Erfahrungen gemacht, die hat er in das Lehrerseminar geschickt, hat sogar dafür eine Kuh oder sonst was dafür verkauft und die Tochter heiratete, wurde Bäckerin und das viele Geld war verloren.

Filiz hat aber ohnehin andere Vorstellungen, ist sie doch in den drei Jahren älteren Yunus verliebt. Das heißt eigentlich in seine Jeans und Turnschuhe, die er aus Deutschland mitbrachte, denn Deutschland ist das Land, der Jeans und Turnschuhe iund so will Filiz mit Yunus dorthin.

Der Vater ist wieder dagegen. So geht ihm die Fünfzehnjährige durch und heiratet Yunus gegen seinen Willen und kommt damit vom Regen in die Traufe. Denn, als erst einmal das Leintuch blutig ist und den Hochzeitsgästen stolz präsentiert wird, wird sie von seiner Mutter, die sie “Spinne” nennt, schlecht behandelt und auch von Yunnus blaugeschlagen, als sie sagt, daß er “achtzehn und nicht achtzig” ist, als er von ihr verlangt, daß sie ihm anziehen soll.

Denn er betrachtet sie fortan, als seine Sklavin und so kocht und putzt sie für ihn, bekommt ihren “Blauschmuck”.

“In unseren Dorf leben viele blaue Frauen. Viele Frauen wechseln den Blauschmuck von Woche zu Woche, einige von Tag zu Tag. Der Blauschmuck der Frauen trägt die Handschrift der Männer. Das Werkzeug. Holz oder Eisen, und die Anzahl  der Schläge bestimmen den Blauton.”

Sie bekommt auch sehr bald drei Kinder, Halil, Selin und Seda und zieht scheinbar willenlos mit ihm von Wohnung zu Wohnung. Dort sperrt er sie mit den Kindern ein, stellt nur die Lebensmittel vor die Tür und manchmal ist er auch nett zu ihr. So hält ihn eine Krankenschwester einmal für den vorzüglichsten Ehemann und Goldschmuck zum Blauschmuck gibt es gelegentlich auch und Filiz, die inzwischen verschleiert ist und Kopftuch, um Kopftuch zu ihren Großmutterkleidern trägt, träumt immer noch von den Jeans und den Turnschuhen, die man in Deutschland kaufen kann.

Irgendwann kommt sie auch dorthin, nach Österreich nicht nach Deutschland und dreht in einem Supermakrt, wo man alles kaufen kann, was sie in ihrem Dorf nie gesehen hat, fast durch.

Langsam, langsam, obwohl sie sehr geduldig ist und ihren “Blauscmuck”, wie noch vieles andere, einfach als Los, der Frauen hinnimmt, beginnt sie sich zu wehren, bekommt von einer älteren Frau, auch Deutschunterricht und zu den Kindern kommt, da seltsamerweise, was ich in meiner Praxis beispielsweise anders erlebte, Yunus nichts dagegen hat, auch der Nikolo.

Die Kindern lernen das “Schwimmen”, wie Filiz, das in ihrer symbolhaften Sprachen nennt, viel schneller, als sie, “die bis zum Kopf im Wasser steht”.

Sie stehen einfach am heiligen Abend da und warten auf das Christkind, wie sie es in der Schule lernten, obwohl Filiz noch keine Ahnung hat, was das Christkind ist.

Sie darf aber den Führerschein machen und besteht, obwohl sie da zu vier fremden Männern in das Auto steigen muß. Sie beginnt auch heimlich Geld für die Kinder abzuzweigen und, als es Yunus wieder einmal zu bunt treibt, steht sie blaugeschlagen in einer ärztlichen Praxis,  der Arzt sagt ihr, er muß das anzeigen und die Arzthelferin empfiehlt das Frauenhaus.

“Worte wie Schutz und Ruhe, Betreuung, Sicherheit, Hilfe schweben um mich herum wie schillernde Seifenblasen. Weiß sie denn nicht, dass Yunus jedes Haus stürmt? Die Kinder umbringt? Mich? Die Frauen des Frauenhauses? Mit dem Küchenmesser?”

“Die Nachbarn”, steht auf den letzten Seiten, haben am ” 1. August 1998 die Polizei und den Notarzt verständigt”.

Die Ehe wurde geschieden, Filiz machte eine Ausbildung zu Köchin und auch die drei Kinder haben inzwischen studiert und üben inzwischen anspruchsvolle Berufe auf.

Ein sehr interessantes Buch, das mich, ähnlich, wie Tobas Nazemi auch gespalten zurückläßt.

Denn da sind zwei wahrscheinlich sehr von einander verschiedene Ebenen. Auf der eine, die sehr hochliterarisierte Sprache, die so symbolhaft ist, daß sie wahrscheinlich von keinem kurdischen Dorfmädchen, das kaum die Schule besuchte, gesprochen wird und wenn das Buch, wie beispielsweise meine “Flüchtlingstrilogie” realistisch erzählt wäre, wäre es wahrscheinlich nicht so erfolgreich geworden und dann ist da, das ergreifende Schicksal der geschlagenenen Frauen, die einen nicht kaltlassen können.

Bei “Amazon” gibt es eine “Einstern-Rezension”, die die Bezeichnung “Blauschmuck” für die Gewalt an Fraun zynisch findet.

Die Autorin wird gleich belehrt, daß diese Bezeichnung von den türkischen Frauen selbst kommt, die damit ihre Würde bewahren wollen, wahrscheinlich ist es auch als Dissoziation zu interpretieren.

Andererseits weiß ich trotzdem nicht so genau, wie weit geschlagenen Unterschichttürkinnen sich trotzdem so bezeichnen, würde, da das Buch ja über eine Betroffene und nicht direkt von ihr geschrieben wurde, diesen Einwand also nicht so ganz wegweisen können.

Katharina Winkler steht mit dem Buch inzwischen auf mehreren Preislisten und natürlich ist die Beschäftigung mit diesem Themea sehr wichtig  und wenn es noch dazu in einer sehr schönen Sprache geschieht, um so besser, kann man natürlich sagen.

Ich bin auch sehr beeindruckt, habe mich selbst in der “Frau auf der Bank” in einer viel einfacheren Sprache, auch  mit diesem Thema beschäftigt und von Katja Schneidt, die ich über Martina Gercke kennengelernt habe, auch ein anderes Buch über dieses Thema gelesen, wo auch eher nur berichtet wird.

Bin jetzt auf den Dienstag sehr gespannt und möchte eigentlich nicht in der Haut der Juroren stecken, die entscheiden sollen, was literarisch besser ist, das Schicksal einer türkischen Frau oder die Ereignisse in Rechnitz, die ja auch literarisch brillant gelöst wurden, beziehungsweise, die prekären Arbeitsverhältnisse der Generation 30 und denke wieder, daß man das vielleicht auch nicht entscheiden, sondern jedes Buch für sich stehen und zum Lesen empfehlen lassen könnte.

 

Traurige Freiheit

Buch zwei von der “öst. Debut Liste”, die man, wie ich festgestellt habe, nicht miteinander vergleichen kann, denn von den Ereignissen in Rechnitz, wo eine reiche Stahlerbin, 1945 mit Nazis Walzer tanzte, bevor die hundertachtzig Juden erschossen, geht es in die vermeintliche Freiheit der Generation Praktikum und in die prekären Arbeitsverhältnisse, derer, die als sie geboren wurden, angeblich alle Chancen hatten, studierten und jetzt von einem Vorstellungsgespräch zum anderen tappen und vor lauter Freiheit nicht weiterwissen.

Die 1980 in Tirol geborene Friederike Gösweiner hat ihn geschrieben, das Buch ist schon im Frühjahr bei “Droschl” erschienen, Alfred hat es in Leipzig, wo am “Österreich-Stand” vorgestellt wurde, entdeckt, es, wie das Buch von Sacha  Battyhany gekauft und es diesmal mir geschenkt.

Ich war auch bei den “Ö-Tönen”, wo es vorgestellt wurde, jetzt ist es bei den “öst Debuts”, steht auch mit einer Reihe anderer Bücher auf Debutlisten, was ja sehr schön ist, aber da werden wieder aus einer Reihe von Einreichungen einige, beziehungsweise am Schluß einer oder eine ausgewählt und die anderen bleiben über.

Ja, das Leben ist hart, wahrscheinlich nicht nur in der Generation Praktikum, aber da wahrscheinlich ganz besonders und Friederike Gösweiner hat es im Gegensatz zu ihrer Hannah weit gebracht, wird ihr Buch bei den Blogs sehr gelobt und hat gute Chancen vielleicht mehr als  einen “Bloggerpreis” zu gewinnen und es ist ein hartes Buch, ein sehr beeindruckendes.

Alice Strigl, die es für ihre Debutreihe auswählte, hat es sehr traurig genannt und das ist es auch, wie ich, die ich mich ja schon länger mit den prekären Arbeitsverhältnissen beschäfte, wahrscheinlich auch beurteilen kann.

Ein paar Fragen habe ich natürlich dazu, einiges erscheint mir unlogisch oder auch nur sehr gut konstruiert, denn die neun Kapitel mit denen der  kurze Roman erzählt wird, sind sehr gekonnt zusammengestellt und es gibt auch einige Metaphern, wie der vom “Fallen”, die das Buch begleiten und eigentlich könnte man  sagen, ist es der heitere Himmel aus dem Hannah, 30, nach diesen neun Kapiteln hinunterfälllt.

Denn sie hatte es ja gut, hatte Geschichte oder Journalismus in ihrer Kleinstadt studiert, lebt mit Jakob, einem Arzt, also auch sehr gut situiert, der irgendwo in einer Klinik wahrscheinlich seine Facharztausbildung macht und alle, Hannah inbegriffen, blicken zu ihm auf, dem Mann in Weiß. Aber auch Hannah will hoch hinaus und sieht die Chance ihres Lebens, denn sie hat das Angebot bekommen, in Berlin für ein halbes oder ganzes Jahr ein Volontariat zu machen.

Das spaltet die Beziehung, denn Jakob will keine aus der Ferne führen, so zieht Hannah aus, zuerst zu ihren Eltern, dann nach Berlin in die Wohnung ihrer Freundin Miram, die auch Journalistin ist und gerade eine Korrespondentenstelle in Moskau angenommen hat.

Die zweite Frage, die ich habe, betrifft das zweite Kapitel, denn das Volontariat, endet schon nach acht Wochen und nicht erst nach dem halben oder ganzen Jahr, die acht Volontärinnen werden feierlich mit Sekt, Brötchen und Schokolade verabschiedet, weil am Montag schon die nächsten kommen, sie dürfen aber weiter ihre Chance nutzen und freiberuflich Artikel anbieten.

So sitzt Hannah in Kapitel drei in der Bibliothek, denn Jakob wollte nicht, daß sie zurückkommt, schickt aber weiter Fragezeichen und Musiknummern, schreibt Bewerbung um Bewerbung, bewirbt sich auch einmal für eine “Lehrredaktion”.

Zwanzig werden eingeladen, drei genommen, Hannah ist, obwohl ja alle Chancen, natürlich nicht dabei, fängt zu kellnern an. De Eltern, die es gibt sind nicht damit zufrieden, schicken zum dreißigsten einsamen Geburtstag sechzig Euro und einen privaten Vorsorgevertrag und in dem Cafe, in dem alles zu klappen scheint, aber natürlich, um zu kellnern hat sie nicht studiert, lernt sie Stein, einen Journalisten aus Hamburg, der in Berlin einen Lehrauftrag hat und verheiratet ist, kennen, der soll ihr helfen, tut es aber nicht.

So vereinsamt Hannah in dem großen Berlin immer mehr und mehr, hat nur noch Kontakt zu Miram, die ihre Stelle, es wird in den Redaktionen ja überall eingespart auch verliert. Jakob meldet, daß er Vater wird, sie aber trotzdem nicht vergessen kann und so steht Hannah ein Jahr nach ihrer Anrkunft auf der Dachterrasse des Hochhauses am Geländer, schaut auf die Straße hinunter und überlegt wahrscheinlich, ob sie fallen oder, wie vereinbart Miriam vom Flughafen abholen soll?

“Ein genauer Blick auf das Wechselspiel von Hoffnungen, Resignation und Aubruch in der Generation der Dreißigkährigen” steht am Buchrücken.

Die “Amazon-Rezensenten” sind nicht alle mit dem Buch zufrieden, einige wollten mehr über den Bereich wissen, in dem Hannah ihren Journalismus betreibt.

Stimmt, das wird nicht erzählt, sonst ist die Atmosphäre aber erstaunlich dicht beschrieben und man merkt, was ja vieleicht auch abschrecken kann, daß da eine sehr unsichere und einsame junge Frau in die Freiheit des großen Berlins hineingesetzt wurde, aber hätte sie in Innsbruck bleiben und, wie es wahrscheinlich, die Generation ihrer Mutter tat, ihren Gott in Weiß heiraten sollen?

Die Arztgattinen von damals, wurden wie ich aus Gesprächen weiß, zum Teil von den von ihren Gatten verschrieben bekommenen “kleinen Helfern”, süchtig und Hannah braucht schon am Anfang der Geschichte “was zum Schlafen”.

Die Rezensenten sprechen auch von der Depression und nicht von dem Prekatiat, um das es in dem Buch gehen würde.

Und das vermischt sich natürlich auch, hat ja Stein, als er sie zum Essen einlud, das er dann nicht bezahle, auch von den “Tüchtigsten erzählt, die in Zeiten, wie diesen überleben”, während die anderen unterhehen und Hannah kennt  auch Freundinnen, die es geschafft haben.

Aber so leicht kann man sich wahrscheinlich nicht heraussreden, wenn man zwanzig Leute einlädt oder auf eine Liste setzt und dann drei von ihnen aussucht und den anderen ein bedauerndes Absagebrieflein schickt, daß sie halt leider nicht passte, es nichts mit den Qualifikationen zu tun hat, es in Zeiten wie diesen, aber keinen “Welpenschutz” geben kann!

Und wir spielen wahrscheinlich auch ein bißchen mit in dieser neoliberalen Marktwelt, wenn wir zu den Preisverleihungen gehen, wo drei ausgesuchte Leute vorlesen können und der Moderator anschließend bedauert, daß zwar alles schöne Texte, aber leider, leider nur einer gewinnen kann!

Friederike Gösweiner hat es bis ganz nach oben geschafft und wird sich vielleicht am Vorabend der Buch-Wien freuen oder ein bißchen traurig sein.

Viele andere, die, die vielleicht jetzt beim “Nanowrimo” mitschreiben oder selber publizieren haben es nicht so weit geschafft und auch der “Debutblog” hat bei seinen Debutbedingungen, genau, wie auch beim “öst Preis” hineingeschrieben, daß sich Selbstverleger nicht bewerben dürfen, aber auch die haben Wünsche, Täume, Hoffnungen, müssen, essen, Miete zahlen, auch wenn sie vielleicht, wie Hannah mit allen ihren Chancen,  nicht bei den Besten sind.

In diesem Sinne wünsche ich Friederike Gösweiner alles Gute und empfehle das Buch zu lesen und vielleicht ein wenig geduldiger zu sein und nicht nur nach oben, sondern nach unten zu schauen, wo sich die Hinuntergefallenen befinden, obwohl das vielleicht nicht so leicht ist, denn “die im Dunkeln, sieht man ja bekanntlich nicht!”

Mein erster Pub`n` Pub

Der Pub` n“ Pub ist eine Meeting-Reihe für Publishing, die Leander Watting 2011 ins Leben gerufen hat. Das heißt das sich da in regelmäßigen Abständen an verschiedenen  Orten in Kneipen Leute aus der Verlagswelt, Buchhändler, Blogger, Autoren treffen und zu bestimmten Themen diskutieren.

Auf der Hauptverbandseite sind solche Treffen angekündigt, ich habe mich bei einigen in Wien und einmal sogar in Leipzig, während der Buchmesse, angemeldet, habe es aber nie geschafft auch hin zu kommen und für heute Donnerstag war eines im 7* unter dem Titel “Alles Karla” mit der Verlegerin und Bloggerin Karla Paul aus Hamburg angekündigt, auf die man, wenn man im Internet bezüglich Büchern surft, unvermeidlich stößt.

Mara Giese, deren Blog ich ja regelmäßig verfolge, hat in ihrem Verlag gerade ein Volontariat gemacht und ihr erstes E-Book herausgegeben, sie macht Seminare in Sachen Social Media, gibt Buchtips bei ARD und so weiter.

Also eine Gelegenheit, die “Literaturpäpstin”, wie sie einmal von einer Zeitung genannt wurde, in Echt kennenzulernen, nur leider, leider ist ja für den ersten Donnerstag im Monat die Schreibgruppe ausgemacht und weil die ja seit September ohnehin recht klein und instabil ist, habe ich mich nicht angemeldet.

Dann hat mich am Nachmittag Doris Kloimstein angerufen und mir mitgeteilt, daß sie leider krank ist und kurz darauf Robert Eglhofer: “Sollen wir uns wirklich treffen? Ich will eigentlich ohnehin von der Uni früher nach St. Pölten zurückfahren und die Ruth kommt auch nicht?”

Okay, okay und ich habe ja eigentlich auch einen Termin und schon gedacht, wenn da niemand kommt, ist es ja nicht weit vom Cafe Fortuna ins “7*”, komme ich dann halt unangemeldet.

So habe ich habe ich  Gloria G. noch ein Mail geschickt und dem Wirt abgesagt.

Schreiben kann ich ja auch zu Hause und so ein Pub` n` Pub ist sicher eine spannende Veranstaltung, obwohl ich ja keine Buchhändlerin bin, aber buchaffin und Bloggerin und das  7* , weil da ja immer die “Poet Nights” stattfinden und ich dort schon merhmals gelesen habe, auch ein mir vertrauter Ort und der war, als ich ihn kurz nach sieben betrat auch sehr voll von jungen iternaetaffinen Menschen, die facebooken, twittern und Instagram etcetera benützten und die Veranstaltung gut vernetzten.

Leander Watting, der ja auch etwas “mit Bücher macht” und den ich aus dem Internet kenne, war auch angereist, sowie Sebastian Fasthuber vom “Falter”, der die Diskussion leitete und der, wie die junge Frau, die die Veranstaltung eröffnete, empört feststellte, sich vor einigen Monaten bei Facebook abemeldet hat.

Nun ich bin gar nicht dabei und habe im Publikum ein paar bekannte Gesichter entdeckt, Petra Hartlieb zum Beispiel und noch ein paar Buchhändlerinen und dann auch eine Autorin, die ich bei der anderen Buchmesse kennenlernte.

Sebastian Fasthuber stellte Fragen und Karla Paul zeigte das Buch, das sie sich fürs Flugzeug mitgenommen hat, erzählte aus ihrem Alltag und ihrer Liebe zu Bücher und vor allem gab sie Einblick in die sozialen Kanäle, die sie regelmäßig benützt.

Am liebsten Instagram habe ich mir, glaube ich, gemerkt und dann noch Twitter und Sebastian Fasthuber stellte noch die Frage, für welche Art von Büchern, welche Kanäle geeignet sind?

Sachbücher in Facebook, Krimis inTwitter beispiesweise, aber das wird erst in dem morgen stattfindenen Seminar im Hauptverband, zu dem man sich auch noch anmelden konnte “1001 Wege zum Leser” erörtert.

Jetzt ging es eher um allgemeinere Themen und, als die Diskussion ins Publikum eröffnet wurde, ging es sehr schnell zu “Amazon” und zu Strategien, wie man sich gegen diesen Marktriesen wehren kann.

Interessant war auch, daß Karla Paul, glaube ich, eine der wenigen Bloggerinnen ist, die die Selbpublisher nicht ausklammern. Sie sagte auch, daß sie sehr viele Bücher zugeschickt bekommt, sich auch für vieles interessiert und am 21. November habe ich  noch erfahren, wird es das nächste Pub` n` Pub mit einem Bücherquiz geben, für das man sich auch noch anmelden, beziehungsweise Bücher spenden kann.

Das wäre  auch etwas für mich, aber ein Bücherquiz wird es auch bei der “Langen Nacht der Bücher” zur Eröffnung der “Buch Wien” geben, da würde ich ja auch gern teilnehmen.

Mal sehen, ob es diesmal geht, ich bin sehr gespannt und spannend auch, wie es mit der Schreibgruppe weitergehen wird. Einen Termin haben wir da ja noch fixiert.

Zwei Förderungspreisträgerinnen der Stadt Wien und neues Buchpreislesen

Wieder einmal MUSA parallel dazu wäre die in Memorian Lesung im Literaturhaus in Gedenken an die Verstorbenen Mitglieder der GAV gewesen, aber ich ja einmal MUSA Stammbesucherin, obwohl ich Irmi Fuchs schon einmal im MUSA hörte und ihr Buch auch schon gelesen.

Eine der ersten Leserinnen leitete Julia Danielcyck ein und die erste Geschichte aus “Wir zerschneiden die Schwerkraft” hat sie damals auch gelesen, jetzt hat sie die letzte gelesen. Die mit den Bewerbungsbriefen und der Überangepaßtheit, da studiert eine, schreibt Bewerbungsschreiben um Bewerbungschreiben, macht sinnlos Eignungstest und verschwindet dann auf eine Insel.

Über das Leben im Prekariat und die Generation Dreißig habe ich ja vor kurzem ein Buch gelesen, Irmi Fiuchs Jahrgang 1984 hat das in einer sehr prägnanten Sprache schon viel früher gtan und Magda Woitzuck, die ja eigentlich Niederösterreicherin mit wahrscheinlich polnischen Wurzeln ist, wurde 1983 geboren und ich kenne sie auch schon lang, seit 2008 glaube ich, da war sie mit Cornelia Travnicek NÖ Stipendiatin und hat bei einer dieser Lesungen im Landhaus in der Herrengasse gelesen und einen Erzählband habe ich mir von Gabriele Ecker auch einmal geholt.

Jetzt hat sie bei “Wortreich” dem neuen österreichichen Verlag, einen Roman herausgebracht, wo es um Gewalt und eine Dreiecksbeziehung geht.

“Über allem war Licht”, heißt ihr Buch und beide Autorinnen haben dafür schon eine Buchprämie bekommen.

Nachher beim Brot und beim Wein bin ich ziemlich allein herunmgestanden, sowohl die Angela, als auch Wolfgang Helmhart, regelmäßige Stammbesucher, waren nicht da.

Ich habe Julia Danielcyck die Einladung zum “Ohrenschmaus” in die Hand gedrückt und sie au diesen Literaturpreis hingewiesen und zwei erfreulicheDinge habe ich auch zu berichten.

Etwas Unerfreuliches gibt es natürlich auch, eine eher träge Diskussion mit meinem Kritiker Uli, der mir ja vor kurzem zwei seiner Bücher schickte, jetzt aber wieder unzufrieden ist.

Dann bin ich aber durch Zufall auf das das Digitale Zeitschriften Magazin in Innsbruck “Dilimag” gestoßen, das Literaturblogs verwaltet und bei der Literaturenquette im Odeon nur zwei Blogs aufzweisen konnte, die über Literaturveranstaltungen in der”Alten Schmiede”, Literaturhaus etcetera berichteten.

Jetzt wird es einen dritten geben und daß es außer den “Blogbuster” einen zweiten Debutpreis gibt, der von Bloggern entschieden wird, habe ich auch vor kurzem entdeckt.

“Das Debut”, da konnten sich zuerst bis Anfang Oktober, was dann auch verlängert wurde, Literaturblogger melden, die über eine Shortlist von einer ausgewählten Liste von Buchdebuts die im Jahr 2016 entschieden sind, entscheiden dürfen.

Einreichungsfrist für die Bücher war der 31. Oktober, ich bin am dreißigsten auf diese Seite gestoßen, wo unter anderen “Literaturen” und “Literatur erleuchtet” teilnehmende Blogs sind und habe mich geärgert, daß ich schon wieder mal zu spät gekommen bin, dann habe ich doch noch hingeschrieben und gefragt, obnoch mitmachen kann?

ich blogge ja gerade auch über die österreichischen Buchdebuts und da ist die Einladung zum “österreichischen Literaturpreis, der am nächsten Dienstag im Casino Schwarzenberg vergeben wird, auch schon zu mir gekommen und Christl Fallenstein hat mich angeschrieben und gefragt, ob ich hinkommen und o Wunder, obwohl ich mir ja keine Hoffnungen machte, weil bei mir klappts ja meistens nicht und die offiziellen, beziehungsweise inoffiziellen Buchblogger haben meine Buchpreisbesprechungen ja meistens ignoriert, hat es geklappt und ich wurde als einundzwanzigste Literaurbloggerin in die Liste aufgenommen.

Mitte November wird die Shortlist von fünf Büchern bekanntgegeben, Leseproben gibt es auch, die Rezensionsexemplar muß man sich dazu selber bestellen, aber fünf Bücher habe ich dank der österreichischen Debutpreisinitiativen schon gelesen, “Binde zwei Vögel zusammen” habe ich mir vom Alfred zum Geburtstag gewünscht und die Bücher von Nelle Pollatschek und Paula Fürstenberg schon am Wochenende bei “Kiepenheuer und Witc”h angefragt.

Jetzt habe ich das noch bei dem Buch der Birgit Birnbacher  angefragt, mal sehen ob es kommt und wie die offizielle Shortlist dann aussieht, möglichweiese hat sie ganz andere Bücher, ich bin gespannt und lesen lesen lesen.Zur Buch Wien geht ja demnächst auch.

Korrigiermonat statt Nanowrimo

Auf den“Nanowrimo” dem sogenannten nationalen Schreibemonat, wo sich in Amerika einmal eine Gruppe Schreibbegeisteter getroffen hat, und, um ihre Schreibblockaden zu überwinden und endlich einmal etwas fertig zu stellen, ein Monat lang, einen Roman von mindestens fünfzigtausend Worten zu schreiben, der zuerst glaube ich, im Sommer war, jetzt aber im November stattfindet, bin ich, glaube ich, 2008 durch das “Writersstudio” gekommen.

Da habe ich noch nicht mitgeschrieben, sondern mich nur auf den Seiten derer, die das taten, umgesehen, das waren glaube ich schon, Jaqueline Vellguth, die jetzt ja ein Monsterprojekt mit monatlich einen Roman absolviert und eine deutsche Seite gab oder gibt es auch, sonst hat diese Idee ja eher Amateurchrakter und die Profi schreien “Da machen wir nicht mit, denn wir wollen ja Qualität!”

Aber es kann einen ja keiner hindern, die dabei auch zu liefern und ich habe 2009 mit der “Heimsuchung” mitgemacht und es hat mir großen Spaß gemacht.

Da habe ich mich auch an Jaqueline Vellguths Gewinnspiel beteilt und, ich glaube, auch etwas gewonnem, Buddies hatte ich keine und auch sonst außer den Blogberichten, so, wie meistens ziemlich isoliert vor mich hingeschrieben.

2010 habe ich dann ausgesetzt und, ich glaube, die “Absturzgefahr” korrigiert, 20011 war ich auch mit etwas anderen beschäftigt, so daß ich erst 2012 und dann regelmäßig bis letztes Jahr mitmachte.

Ein bißchen habe ich dabei, glaube ich, auch regelmäßig geschummelt, weil schon früher angefangen und dann war ich auch schon früher fertig, ich bin ja eine schnelle Schreiberin und meistens sind auch die fünfzigtausend Worte wieder weg, wenn ich mit dem Korrigieren fertig bin.

Die jeweiligen Schreibprojekte “Beim Sterben sollte man zu Hause sein”, die “Brüderschaft”, “Im Namen des Vaters” und die “Nika, Weihnachtsfrau” sind auch wie die “Heimsuchung”, mit dem “Digitaldruck”, als Bücher erschienen und irgenwie ist es sich in den letzten vier Jahren auch immer ausgegangen, im November mit einem Projekt zu beginnen.

In den letzten Jahren hatte ich sogar ein paar Buddies, beziehungsweise auf den Seiten von Anni Bürkls Schreibgruppenteilnehmer, Claudia Zotzmann, Louisa Rabenschwarz und  Melemopene K. mitgeschaut und es schreiben da ja inzwischen schon tausende Hobby- oder Profiautoren mit und ich kann das sehr empfehlen, denn es machte mir immer großen Spaß und ich habe auch immer sehr viel dabei gelernt, obwohl ich heuer nicht mitschreiben, sondern stattdessen wieder einen Korrigiermonat machen werde.

Denn da ist ja “Claire-Klara-Clarisse” angesagt, die Sommergeschichte, deren Idee ich mir aus Kroatien als Souvenier mitgebracht habe, dort hat sich ja die Idee entwickelt von der Klara Winter zu schreiben, die ihrem Freund Edy davon nach Trogir auf dem Campingplatz fährt, weil er sie offenbar mit ihrer Freundin Kathrin Schneider betrogen hat und die dann in der Nacht von einem Zauberer träumt, den russischen Kaffeehausbesitzer Sergej kennenlernt, der ihr von seiner Großmutter Claire erzäht und in Split auch seine Cousine Clarisse kennenlernt.

Da habe ich ja in Zadir sehr intensiv mein schwarzes Buch für die Reisenotizen beschrieben, dann gewartet, bis ich mit dem Korrigieren der “Berührungen” von denen es ja jetzt schon eine Vorschau mit einem “Mimikry-Gewinnspiel” gibt und ich auch beim letzten “Volksstimmefest” ein Stück daraus gelesen habe, fertig wurde und im August habe ich mit dem Schreiben begonnen

In Kroatien war ich ja von der Idee beflügelt, hier habe ich vielleicht den Anschluß verloren, im August hat ja auch gleich das doppelte Buchpreisbloggen begonnen und ich war auch meistens mit etwas anderen beschäftigt, so daß die Geschichte, wie ich zu Beginn des “Jahres “Paul und Paula” von der mir einigesagen, daß es eigentlich nicht so heißen darf und ich auch mit einem möglichen Vorbild einige Differenzen hatte, sehr kurz geworden ist.

Nämlich bis jetzt neunundfünzig Seiten und 31.160 Worte, also für einen “Nanowrimo” viel zu kurz, daß da auch das Schummeln nichts helfen würde und das Neuschreiben und auf fünfzigtausend Worte erweitern, was ja auch eine Möglichkeit wäre, wird es nicht bringen, also werde ich den “Nanowrimo” heuer wieder nur bei anderen Blogs verfolgen und da ist ja auch einiges los.

So fährt ja Annika Bühnemann mit einer Gruppe diesbezüglich auf Mallorca, das “Writersstudio” bietet ein solches Seminar an, Tinka Beere hat sogar ein Buch darüber geschrieben.

Aber selber korrigieren werde und da brauche ich auch sehr viel Motivation, denn derzeit komme ich  kaum weiter, bin ich ja immer noch beim Buchpreislesen, beziehungsweise stehen die Debuts noch an und auf meiner Leseliste stehen auch noch sehr viele Rezensionsexemplare, die gelesen werden wollen und ich habe ja ein bißchen das Problem, daß es mit dem Ermutigen bei mir recht schwierig ist, weil ich immer sozusagen automatisch denke, das ist schon wieder nicht gut genug, zu schnell zu langsam zu kitschigt, etcetera, obwohl ja der Sinn des “Nanowrimo” eigentlich der wäre, sich frei zuschreiben und den inneren Kritiker nach Mallorca zu schicken und selbst zu Hause zu bleiben und weiterzuschreiben, beispielsweise.

So weit, so what, verstehe ich das auch und bin auch bereit das anzuwenden, nur leider weiß ich, wenn das Buch dann fertig ist, daß dann die Einwände von den anderen kommen, beziehungsweise, die das überhaupt nicht interessiert, so daß es sehr schwierig ist, sich zum schreiben zu motivieren, wenn man ja schon weiß, das wird wieder nichts.

Ich korrigiere das Rohkonzept fertig, gebe es dem Alfred zum Druckereifertigmachen, erstelle eine Vorschau mit dem Cover und dem Text, mache ein Gewinnspiel, auf das sich dann keiner meldet und wenn das Buch dann fertig ist, schicke ich es an die NB und an die”Alte Schmiede”, wo es aber mit den “Textvorstellungen” auch nicht mehr so zu klappen scheint und meine Kritiker schreiben mir dann, mach doch nicht so viele Anführungszeichen oder, kann es vielleicht nicht, sein, daß Sie nicht schreiben können?

Offenbar ja oder nein natürlich, denn natürlich kann ich das, aber bei “Claire-Klara-Clarisse” bin ich mir wieder nicht ganz sicher, ob ich mich nicht um den den Brei herumgeschrieben habe, zu wenig spannend, zu unlogisch, etcetera war und so trödel ich wieder mit dem Korrigieren, habe nicht die rechte Lust dazu und weiß auch gar nicht, was ich als Nächstes schreiben, werde, wenn ich damit fertig bin, denn seit einem Jahr habe ich ja das Gefühl, daß ich mich mit den vierzig selbstgemachten Büchern die ich schon habe, ausgeschrieben, beziehungsweise alle Themen angeschrieben habe.

Gut, das muß mich noch nicht beschäftigen, müssen ja erst die “Berührungen” und dann die “Klara” fertig werden und dann kann ich ja weitersehen und auf Stoffsuche gehen und zu der “Klara” finde ich trotz “Buch Wien” und anderen Veranstaltungen, die  auf mich warten, vielleicht doch die Zeit, das vielleicht bis Jahresende zu korrigieren, ganz egal, wie gut oder schlecht es geworden ist.

Denn es ist so gut, wie ich es kann, basta aus und ich habe schon sehr sehr viel geschrieben, auch wenn ich, daß noch immer mit scharfen “ß” schreibe und ein paar Recht- beziehungsweise Flüchtigkeitsfehler mache und meine Bücher seit 2000 selber mache, also eigentlich eine Pionierin des Selfpublishing bin, das ja wie ich immer höre, sehr erfolgreich ist und in Frankfurt und in Leipzig schon ganze Halle füllt und in “Wikipedia” stehen jetzt meine Bücher jetzt auch vollständig.

Und den “Nanowrimo” kann man übrigens ja auch immer und an anderen Monaten machen, so sind die “Sommereignisse” eigentlich fast ist einem solchen entstanden und auch ein bißchen länger geworden.

Da machte ich es allein, beziehungsweise über die Schreibberichte im Blog, die es bei mir  ohnehin schon länger gibt, man kann sich aber auch untereinander vernetzen und die Seite veranstaltet inzwischen auch regelmäßige “Camps”, wo man zwischendurch schreiben oder korrigieren kann, an denen habe ich aber noch nie teilgenommen.