Corona-Gedichte

Wieder ein Versuch mich mit der Corona-Krise, die uns momentan ja sehr bewegt, zu beschäftigen und sie schreibend zu bewältigen, die mir ja, wenn man nicht so mitten drin stecken würde, absurd erscheinen würde.

Oder hättet ihr es mir geglaubt, wenn ich euch vor einem oder zwei Monaten erzählt hätte, daß man ab sofort nur mehr mit einem sogenannten Mundschutz einkaufen gehen und in der U-Bahn fahren darf und, daß, wenn ich das nicht tue, die Polizei geholt werden kann und ich mindestens fünfundzwanzig Euro Strafe zahlen muß und vielleicht fünfhunder,t wenn ich lesend oder schreibend auf einerParkbank sitze und ein Polizist oder ein anderer Passant zu dicht an mir vorüber geht? Keinen Meter Abstand einhalte und dasselbe, wenn ich in einem Park mit meinen Kindern Fußball spiele?

Verrückt könnte einem oder einer das vorkommen. Es ist  aber wahr und   die Ausnahmesituation, die uns weltweit seit ein paar Monaten beschäftigt.

Begonnen hat es Anfang März, als die Leipziger Buchmesse abgesagt wurde, da habe ich angefangen mich mit dem Corona-Virus schreibend und lesend zu beschäftigen, weil ich das, wie meine Kritiker manchmal meinen zwar nicht kann, aber dennoch unbestreitbar gern und häufig tue.

Habe versucht mir meine eigene Buchmesse zusammenzustellen und mir die dann auch online angehört.

Habe sogar, was ich ja eigentlich nicht so gerne und so oft tue, ein sogenanntes Haßposting auf das Virus geschrieben.

Dann weil das ja auch die anderen tun, begonnen ein sogenanntes Corona- Tagebuch zu führen. Habe mich mit dem Leben im dystopischen Raum beschäftigt und auch über die abgesagte “Literatur und Wein” geschrieben, die  unter normalen Umständen gerade im Literaturhaus Krems begonnen hätte, beim Quarantimo mitgemacht, das heißt, ich versuche die Krise in dem neuen Roman,den ich gerade begonnen habe, einzubeziehen.

Corona-Lesungen, Corona-Bücher Corona-Schreiben überall wo hin man sieht. Die Buchhandlungen,wie die “Seeseiten” beispielsweise, hat die Zeit in der sie gesperrrt haben mußte, mit online Vorlesen verbracht und dazwischen die online bestellten Bücher an ihre Kunden ausgefahren. Die “Gesellschaft für Literatur”, die “Hauptbücherei”, die “Alte Schmiede” veranstalten Online-Lesungen, Klaus Kastberger vom Literaturhaus Graz hat Corona-Tagebüchern, wo er den Autoren, die sonst bei ihm gelesen hätten, ein Honorar für ihre Texte bezahlt, die in diesem Kontext entstehen. Marlene Streeruwitz und Thomas Glavinic haben oder schreiben auch gerade an ihren Corona-Romanen und beim Literaturcafe, eine Seite die ich ja gerne lese und wo ich,  vor vier Iahren auch meinen Freund Uli kennengelernt habe, gibt es einen “Seuchenbericht” in Fortsetzungen und es gibt Corona-Gedichte.

Das heißt, die gibt es dort eigentlich nicht oder sollte  sie nicht geben, denn die beiden Betreiber Wolfgang Tischer und Malte Bremer die ja einen sehr sehr strengen Literaturgeschmack haben und sich auch sonst über manches aufregen, über kurze Hosen beim literarischen Quartett oder über den angeblichen Langweiler Peter Handke beispielsweise, worüber ich dann  meistens mit ihnen in Clinch gerate und kommentiere,haben sich wieder über die schlechte Qualität der Corona-Gedichte Schreiber aufgeregt und  “Bitte  keine Corona-Gedichte! – Das Virus ist schon schlimm genug!”, getextet, was die Psychologin in mir wieder etwas aufregte, denn ich sehe Gedichte egal, ob gut oder schlecht, ja gerade in Zeiten, wie diesen als Krisenbewältigung an und habe, das dann auch kommentiert.

“Wenigstens Gedichte darf man wohl noch schreiben über was man will!”, obwohl ich ja keine solchen verfasse. Zumindestens, die, die, ich schon geschrieben habe, eigentlich als  nicht literarisch betrachte. Ein paar waren es wohl. Eines habe ich für die “Wiener Verhältnisse”verfaßt und dann eines über “Weihnachten”, in der Schreibwerkstatt der Eveline Haas zu der mich die Gewerkschaft einmal eingeladen hat, nachdem ich mich bei den “Luiptold Stern-Preisen”, als es die noch gab, beteiligt habe.

Das hat dann bei den Literaturcafe-Lesern einige Reaktionen ausgelöst und einige haben, was ich sehr schön finde mit Gedichte reagiert und das ist wohl auch eine Form seinen Unmut literarisch oder auch nur humorisch-ironisch zu äußern.

Und so habe ich es auch versucht  und bin unter die Corona-Dichterinnen gedangen. Ob es mir gut oder schlecht gelungen ist ,können meine Leser beurteilen. Ich freue mich über diesbezügliche Kommentare und kann, was ich auch an das Literaturcafe schrieb,verraten, es hat mir großen Spaß gemacht:

“Corona, Corona, was treibst du denn da?

Du ärgerst den Wolfgang Tischer und den Bremer Malte gar!

Erzeugst schlechte Gedichte von Hobbyautoren

denen es nachher zwar vielleicht besser geht

die Expertentoleranzgrenze aber übersteigt!

Zwar keine Prologe und keine Kurzhosigkeit

auch keine nobelpreisgewürdigte Langsamkeit!

Aber schlechte Reime, als mögliche Krisenbewältigung!

Nein, nein, schreien die Experten da!

Das kann doch nicht sein!

Stop und halt, Corona, laß aus und

dreh dich endlich heim!

Das wollen wir nicht hören, also laß es sein!

Sonst holen wir die Polizei mit ihrem Zollmaßstab

und die buchtet dich dann sicher ein!”

Szenenplanung

Carona bedingt oder wahrscheinlich auch so, bin ich jetzt ja fleißig am Schreiben, habe ich ja ungefähr ein Drittel meiner Klienten weniger, die jetzt nicht kommen und auch nicht telefonieren wollen, am Abend keine Veranstaltungen mehr und auch sonst soll oder darf man nicht aus dem Haus gehen und und das kommt auch noch hinzu und ist sehr erfreulich, gibt es ja einige Schreibinitativen, die motivierend und anregend sein können, denn für die, die es nicht wissen oder, die es interessiert, mein Problem am Schreiben war ja, daß ich von Anfang an gesagt bekommen habe, circa 1978, wenn ich mich nicht irre, ist das gewesen “Das oder du bist nicht gut genug und ich kann dir auch nicht sagen wieso!” und weil ich später auch keinen Verlag gefunden habe, schleppe ich das jetzt über vierzig Jahre mit mir herum, obwohl ich in diesen über vierzig Jahren auch sehr viel und kontinuierlich geschrieben habe, aber jetzt ist diesbezüglich einigen anders, damals konnte man das Schreiben nicht lernen oder glaubte nicht, daß das geht.

Jetzt gibt es Schreibschulen ohne Ende, die Hochschulinstitute, wie Leipzig oder das Institut für Sprachkunst nehmen mich wahrscheinlich nicht auf, aber dort, wo die Professoren sicher nicht so lang, wie ich schreiben, will ich ohnehin nicht hin und da ich auch ein Fan der kostenlosen Angebote bin, orientiere ich mich an dem, was ich umsonst bekomme und bin da auch sehr fleißig und konsequent.

So gehe ich regelmäßig zu den Schnupperworksshops des Writtersseminar, höre mir die Webinare der Jurenka Jurk zu ihrem Romanfahrplan an und jetzt ist auch noch Ronny Rindler mit seinen Quarantimo-Videos dazugekommen, die es derzeit jeden Samstag ab achtzehn Uhr  gibt.

“Kannst du das nicht alles schon?”, werden vielleicht wohlmeinende Leser fragen.

Ja, natürlich, ich habe fast fünfzig Bücher, Romane, Erzählungen, Novellen selbst herausgegeben, aber da stimmt vielleicht oder ist mein Verdacht, ich schreibe vielleicht nicht so spannend und plane vielleicht auch nicht so viel vor.

So kann ich mich erinnern, als ich die “Wiedergeborene” geschrieben habe und da bin ich ja in die Krise gekommen, die zum ersten “Literaturgeflüsterbuch” geführt habe, habe ich mir gedacht, ich sollte es mit der “Schneeflockenmethode” versuchen, die ich, glaube ich, durch Jaqueline Vellguth, die ja inzwischen auch schon sehr viele Romane geschrieben und bei “Amazon” eingestellt hat, kennengelernt habe.

Das hat nicht so recht geklappt und ich habe auch schon geschrieben, daß ich in der Straßergasse, meine Deutschschularbeiten von denen die Frau Professor Friedl, eigentlich sehr begeistert war, immer aus den Bauch geschrieben und die Gliederung erst nachher hingefetzt habe, weil ich damit nichts anfangen konnte.

Dennoch denke ich beim Schreiben öfter, ich komme nicht so weit in die Tiefe, schummle mich, um das Eigentliche vorbei, reiße manches nur an und da ich die letzten zwei Jahre ja immer die Webinare der Jurenka Jurk zu ihrem Romanfahrplan besucht habe, plane ich ja immer mein nächstes Werk einmal so richtig vorzuplotten und es diesmal wirklich mit der “Heldenreise” zu versuchen, obwohl ich die entweder noch nicht so richtig verstanden habe oder nicht wirklich sicher bin, ob sie  mich weiterbringt?

Meistens bleibt es beim Vorsatz und ich schreibe den Rohentwurf dann  sehr schnell mit immer ein paar vorausgeplanten Szenen vor mich hin und bin dann, weill ich ja keine Resonanz habe, damit auch nicht so ganz zufrieden. Oder doch, eigentlich gefällt mir ja was ich schreibe, aber da das niemand auch so sieht….

Nun gut, das “Literaturgeflüsterbuch” ist soweit fertig, daß es hoffentlich bald an die Druckerei gehen kann, die “Vorschau” ist heraus, für die, die es interessiert,  es gibt so gar schon ein diesbezügliches E-Book, das “Fräulein No” ist von mir fertig korrigiert und muß nun in ein Buchformat werden und die Idee zum “Kein Frühlingserwachen mehr” die Geschichte einer älteren Frau die sich in einen jüngern verliebt, gibt es als Entwurf auch schon seit mindestens Jänner, inzwischen ist noch die Corona- Krise dazu gekommen, die mich als realistische Schreibende natürlich reizt, obwohl ich, wie gesagt, nicht ganz sicher bin, ob man jetzt schon, wo man noch so mitten darin steckt, darüber schreibe, aber andere, wie Marlene Streeruwitz und  Thomas Glavinic tun das auch, warum also nicht versuchen?

Aber diesmal wirklich planen, einen ganzen Zettelberg habe ich dazu ja schon und dann kommen und das halte ich wirklich für Goldwert und kann jeden, der schreiben möchte, es wirklich nur empfehlen, die Videos des Ronny Rindlers hinzu, der das mit dem Anfang, Mitte, Schluß, ersten und dritten Akt und den dazwischen liegenden Handlungspunkten genau erklärt.

Ich habe ja vorigen Woche, als ich mit dem “Fräulein No” fertig und die Fenster wieder mal geputzt waren, mir die ganzen Videos, die es bis dahin gab, nocmachs angehört und die Schreibaufgaben gemacht. Das heißt, ich habe schon eine erste Szene, obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob ich nicht doch noch ein Stückchen vorher anfangen soll.

Dann habe ich mir die Unterlagen der Jurenka Jurk von ihren letzten Miniwebinaren zum Romanjahr hervorgeholt und auch ein ziemlich gutes Arbeitsplatt zur “Schneeflockenmethode” und  meine Handlung eigentlich schon ziemlich vorkonzipiert.

Das heißt nattürlich noch mit Lücken, aber der Spannungsbogen, der mir eigentlich immer irgendwie abgeht, ist jetzt in etwa da und ich weiß auch wie es enden wird.

Das heißt, die Krise wird vorüber sein, die Ausstellung wird eröffnet und die Roswitha hat sich entschlossen bei ihrem Egon zu bleiben, findet vielleicht wieder zu ihm, umsomehr da Viktor zu der Ausstellung eine frühere Freundin mitbringt, die inzwischen in New York Lektorin war, aber inzwischen nach Wien zurückgeflogen wurde und der Viktor hat sich vielleicht auch deshalb so an die Roswitha gklammert, weil er in der Krise sehr allein und einsam war und sie ihn an seine Großmutter erinnert hat.

Dazwischen gab es auch schon einige Wendepunkte. Der Egon reißt öfter von zu Hause aus, weil er sich auch durch die Krise bedroht sieht, die Roswitha trifft sich mit dem Viktor öfter im Museum zum Arbeitsmeeting, kommt ihm dabei nahe, beschließt den Egon vielleicht doch in ein Pflegeheim zu geben, die Tochter Beate rät davon aber energisch ab, etcetera und der Spannungsaufbau war eigentlich da, hipp hipp hurra!

Also habe ich mir am vorigen Donnerstag auch noch die Charakterbögen ausgefüllt, sechs Stück, einen für die Roswitha, für den Egon, für den Viktor, für die Bea, die Janina und den Albert und mir dann das vierte Video von Ronny Rindler angehört, der noch einmal den Handlungsaufbau mit den drei Akten und den vier Wendepunkten besprach und dann die Schreibaufgabe gab, die Wendepunkte einzuplanen.

Das hatte ich ja schon ein bißchen getan, natürlich unvollständig und mit Lücken, habe es aber am Sonntagabend ergänzt und mir sogar eine Szenenfolge aufgeschrieben. Da habe ich bis jetzt nur etwa fünfzehn, habe mir aber auch die Motive des Egons, er hat vor der Krise Angst, die des Alberts, er ist einsam und klammert sich an die ältere Frau, geht dann aber gerne zu seiner Christine zuück  und eine Geschwisterrivalität zwischen der Bea und dem Albert gibt es auch, aufgeschrieben.

Mir dann noch Gustav Ernsts “Romane schreiben” noch einmal hervorgeholt und mir da speziell, die Szenenfolgen angeschaut, die er da über einen Roman, wo eine Frau ihren Mann verläßt skizziert und gemerkt, die Romanstruktur von Gustav Ernst, der ja auch Lehrer am Institut für Sprachkunst ist, unterscheiden sich nur im Namen, aber sonst nicht viel von denen der Jurenka Jurk und des Ronny Rindlers und danach beschloßen, Aufgaben beendet, ab morgen fange ich mit dem Schreiben des Rohtextes an Hand meiner Notizen an, ein Satz bei Gustav Ernst lautet ja auch: “Man sollte sich die dramaturgischen Gesetze und Regeln gründlich einprägen, sie dann vergessen und losschreiben.”

Das werde ich demnächst also, wie gewohnt  tun, mir aber trotzdem die weiteren Videos von Ronny Rindler anhören und die Aufgaben dazu machen und das nächste wird, das hat er schon verraten, sich mit der “Heldenreise” befassen, vielleicht kenne ich mich dann endlich damit aus und kann sie für mich verwenden.

Weiter mit dem Handlungsaufbau

Ich bin ja derzeit, vielleicht Corona bedingt, vielleicht auch so, literarisch sehr aktiv, versuche auf meinen Blog das zu machen, was die Veranstaltungsorte wie die “Alte Schmiede”, die “Gesellschaft”, Klaus Kkastberger, etcetera, auf ihren Seiten machen, meine Veranstaltungsvideos online zu stellen, wer also etwas von mir hören oder lesen will, ist hier richtig, Doris Kloimstein habe ich gehört, ist diesbezüglich schon unterwegs und auch, was das Schreiben betrifft, geht es gut und ich bin, wie schon einmal “gestern, heute und auch morgen” unterwegs.

Das heißt das “Mein Schreiben-meine Bücher-Literaturgeflüsterbuch”, liegt beim Alfred, das Cover hat er schon erstellt. Es ist ein anderers, als ich dachte, aber sehr schön, kann ich schon verraten und ich hoffe auch, er stellt sehr bald die “Vorschau”, damit man es auch sehen kann, ein. Dann muß ich den Text noch endkorrigieren, bevor das Manuskript an die Druckerei und das Cover mit der Leseprobe, dem Kapitel  “Sogenannte Indiebücher” auf meine Website gehen kann.

Ich habe inzwischen das “Fräulein No” korrigiert und den Text samt der Beschreibung dem Alfred übbergeben. Coverbild haben wir noch keines. Da müßen wir erst auf Suche gehen, aber ich bin schon eifrig am Schreiben des Neuen, bezieungsweise am Planen, denn da habe ich ja vor auszuprobieren, ob ich das mit der “Heldenreise” kann, da habe ich mir die Unterlagen die ich von Jurenka Jurks  Webinaren habe, herausgesucht, das “Romanschreibbuch” von Gustav Ernst, das ich auch dazu benützen will, liegt schon länger am Schlafzimmertischchen und am Samstag habe ich mich endlich wieder auf die Terrasse in die Sonne gesetzt, meine Morgenseiten geschrieben, beziehungsweise in mein kleines schwarzes Büchlein, meine Zustandsnotizen gemacht und mir dann das vierte Video von Ronny Rindler gegeben und die sind sehr informativ und ich kann jeden nur empfehlen, sie sich anzuhören, der sich für das Schreiben interessiert. Sie richten sich zwar wahrscheinlich an Schreibanfänger und das bin ich wohl wirklich nicht, auch wenn mich mein Freund Uli für eine Hobbyautorin hält. Aber die Aufgabe eine Szene so zu schreiben, daß sie am Schluß eine offene Frage, ein Mißgeschck oder einen Cliffhänger enthält, damit die Leser am Ball bleiben, habe ich gemacht. Mit dem Cliffhänger habe ich zwar so meine Schwierigkeiten. Das heißt, ich weiß nicht so recht, ob es wirklich spannend geworden ist. Aber das sind die Bücher, die ich lese, ja meistens auch nicht und sie sind wahrscheinlich auch nicht immer nach der “Heldenreise” komponiert. Ich könntle sie aber vielleicht als Einstiegsszene für das “Kein Frühlichgserwachsen mehr” verwenden, obwohl ich auch da nicht wirklich sicher bin, ob das wirklich schon der Einstieg ist oder die Geschichte nicht vielleicht doch schon vorher beginnt.

die Corona-Krise ist jedenfalls ausgebrochen, beziehungsweise hat sie Österreich mit seinen ersten Toten erreicht und Kanzler Kurz gibt seine Pressekonferenz, Roswitha Wegerth oder Herwath sitzt zu Hause vor dem Laptop. Sie ist ja Ausstellungskuratorin und will mit ihrem Assistenten Viktor, eine Ausstellung über das “Rote Wien” vorbereiten, die im Juni eröffnet werden sollte. Sie denkt dabei an ihren Assistenten den dreißigjährigen Viktor,der ihr Nachfolger werden soll, wenn sie sich nach der Ausstellung offiziell in den Ruhestand begeben wird und überlegt oder fürchtet, daß sie sich ein bißchen in Viktor verliebt hat. In der Küche sitzt ihr Ehemann Egon und sabbert vor sich hin, denn beim ehemaligen Universitätsprofessor wurde vor drei Jahren eine Alzheimer Disease diagnostiziert. Jetzt füüttert ihn die slowakische Personenbetreuerin Janina, der beschimpft sie und Roswitha denkt an ihre Tochter Bea, die Psychotherapeutin ist und die ihrer Mutter sowas sicher nicht erlauben würde. So weit, so what und jetzt beginnt die Figuren- und die Heldenreiseplanung, da habe ich mir ja den Romanfahrplan der Jurenka Jurk herausgesucht, die Schneeflockenmethode gibt es auch und die “Nanowrimotips”, der Annika Bühnemann und eine ungefähre Szenenfolge und auch den Schluß, an dem es mir bei meinem letzten Schreibbericht noch mangelte, gibt es inzwischen auch.

Es gibt also die Coroanausgangsbeschränkungen, dazu habe ich ja auch meine Corona-Notizen. Roswitha trifft sich trotzdem einige Male heimlich oder auch offiziell, um die Ausstellung zu planen im Wien-Museum, Egon reißt ein paarmal aus und hat Schwierigkeiten mit der Polizei, weil er sich ja nicht an die Abstandsregeln hält, Bea mischt sich ein und schimpft mit ihrer Mutter. die sie mit ihren fünfundsechzig Jahren und drei Monaten für eine Risikopatientin hält. Janina kümmert sich um Egon, muß aber zurück in  die Quarantäne und man weiß dann nicht, ob die andere Betreuerin Zsusanna über die Grenze kommt? Am Schluß hat Egon einen Autounfall. Das heißt, er wird von einem solchen angefahren, hat einen geprellten Finger und ein Cut am Auge. Das ist mir wirklich vorgestern passiert, als ich auf der Bank gewesen bin. Das heißt, ich bin im Park über irgendwas gestolpert und hingefallen und es hat ein bißchen geblutet und die Corona-Krise geht auch vorbei. Alle dürfen sich wieder treffen, Viktor stellt Roswitha seine Freundin Christine vor, Bea bringt ihre Freundin Esther mit, der Sohn Albert, seine Frau Valeria und erzählt, daß sie im dritten Monat schwanger ist. Szusanna ist auch über die Grenze gekommen. Die Ausstellung kann dann auch eröffnet werden. Eventuell findet das alles auch dort statt, so,weit, so what und nun mach einen spannenden Roman daraus, liebe Eva!

Wie ich mich kenne, wird der Rohtext fertig werden und es wird wahrscheinlich wieder nicht so spannend oder besser vielleicht nicht so ganz neu sein. Das heißt, die Corona-Krise ist das schon und das Verarbeiten derselben, wie der Egon darauf reagiert, mein fast fünfzigstes Selbstemachtes, wenn ich mich nicht irre, wird das sein!

Aber stop und halt, nicht zu weit in die Zukunft hinauslehenen. Erst die Szenenplanung machen und dann den Rohtext schreiben. Danach das Ganze gründlich  überarbeiten, bevor ich mich entscheiden kann, ob es wieder an den “Digidruck” gehen wird oder sich vielleicht doch ein Verlag findet, der sich für mein literarischen Schaffen interessiert?

Mal sehen, ich bin gespannt und jetzt schauen sich meine Leser am Besten meine Vorschau an, beantworten die Gewinnspielfragen, melden sich für die Leserunde an und bis das soweit ist, können sie auch auf meine Website gehen. Da finden sich die Leseproben der meisten Bücher und die Schreibartikel gibt es, da allerdings unkorrigiert, im Blog.

In die Romanplanung

Was macht man in Zeiten von Corona? Man bleibt zu Hause, wie das die Regierung ja von uns fordert, ab Montag nur mehr mit Maske in Geschäfte, wenn sie  nicht ohnehin geschlossen sind, ab fünfundsechzig, was ich ja schon bin, möglichst nicht aus dem Haus, was ich auch mache, denn der Alfred geht einkaufen, ich mache meine Praxis, so viel wie möglich über Telefon, am Montag stehe ich auch zwei Stunden auf WLP-Helpline zur Verfügung, ansonsten, schreibe und lese ich, je am Morgen und am Abend  in der Badewanne, die Leseliste ist ja lang, obwohl jetzt ja keine Bücher mehr über die deutsche Grenze kommen, ich blogge und da wird meinen Lesern vielleicht auffallen, daß ich da auch versuche ein wenig Werbung für mich zu machen.

So habe ich zum Beispiel die Videos, die es von meinen Lesungen gibt, hineingestellt oder die fünf hinausgeworfenen Szenen aus dem “Fräulein No” also Corona lesen und hören, Corona-Tagebücher gibt es auch, da versuche ich meine Corona-Gedanken zu sammeln und dann habe ich ja vor ein paar Tagen die Rohfassung des “Fräulein Nos” fertiggestellt und dem Alfred übergeben, der hat mir das “Schreibbuch” ausgedruckt. Ich habe es durchgesehen, es gibt noch ein paar Fehler, ein Cover brauchen wir auch noch, dann kann ich die “Vorschau” einstellen, das Gewinnspiel ausrufen, der Text kann an die Druckerei gehen und ich kann das nächste “Work on Progress” beginnen.

Da habe ich ja schon eine Idee, nämlich eine Geschichte über eine Frau zu schreiben, die sich in einen jüngeren Mann, ihren Assistentin verliebt, während sie ihren an “Alzheimer” erkankten Mann pflegt, jetzt ist auch noch die Corona-Krise dazu gekommen, über die ja auch schon die Streeruwitz und der Thomas Glavinic einen Roman schreiben oder geschrieben haben. Also kann ich das auch versuchen, aber halt, weil man mir ja immer sagt, daß da nichts passiert und ich, daß es niemanden interessiert, auch an meinen Leserunden merken kann, jetzt endlich einmal richtig plotten und die “Heldenreise” ausprobieren.

Ich bin zwar nicht wirklich sicher, ob ich das kann, habe aber in den letzten Jahren immer an den Gratiswebinaren der Jurenka Jurk teilgenommen, hätte also die Unterlagen zum Romanfahrplan.

Also probieren möglichst nicht gleich losschreiben, sondern erst das Gerüst aufstellen, was ja umso leichter geht, da die Recherchetage auf der Straße und das Shoppen ohnehin ausfallen, also zu Hause  bzw. auf der Terasse sitzen und plotten und manchmal hat man Glück. Denn es kommt noch etwas dazu, nämlich der Schreibcoach Ronny Rindler der von Hamburg nach Wien gezogen ist, da in der Buchhandlung Frick auf der Meidlinger Haupstraße Schreibkurse gibt, das aber jetzt nicht kann und deshalb vor drei Wochen den “Quarantimo” ausgerufen hat.

Was ist ein “Quarantimo”?  Wer jetzt an den “Nanowrimo”, also jeden Tag sechszehnhundert Worte, bis die Ausgangssperre vorüber ist, denkt, irrt, denn Ronny Rindler stellt jeden Samstag um sechs ein Video ein, erklärt dabei, was ein Roman ist und wie er entsteht und stellt am Ende eine Schreibaufgabe.

Vor drei Wochen hat er damit angefangen. Da waren es die Morgenseiten, die er empfohlen hat. Ich habe mir das Video angehört, die Aufgabe aber nicht gemacht, denn ich war ja noch mit der Korrektur meines “Fräulein Nos” beschäftigt.

Vor zwei Wochen hat er dann erzählt, das Geschichten berühren müssen oder sollen und gesagt, man soll sich überlegen, worüber man schreiben will? Welches Thema und welches Genre? Das steht beim “Frühlingserwachen” eigentlich auch schon fest und vorige Woche ging es um den Anfang, Mitte, Schluß und man sollte eine Kurzgeschichte schreiben in dem die Figur ein Problem hat und sich dadurch verändert, was ich, die ich diese Aufgabe heute Nachmittag auf der Terrasse machte, ein wenig schwierig fand oder das noch immer finde, denn was habe ich davon, wenn ich den Schluß schon in der ersten Szene vorwegnehme, beziehungsweise weiß ich die Lösung noch nicht.

Der Egon hat jetzt “Alzheimer”, dazu hat mich wohl der David Fuchs gebracht und da kenne ich mich wohl auch besser aus, als bei einem Schlaganfall. Die Roswitha lebt mit ihm und einer slowakischen Pflegehelferin, beziehungsweise ist jetzt die Janina da und ob die Szusanna nach dem Wechsel über die Grenze kommt, ist nicht so klar? Die Roswitha ist drei Monate über fünfundsechzig, gehört also schon zur Riskogruppe, der dreiundsiebzigjährie Egon sowieso. Bevor die Krise ausbrach, kuratierte Roswitha ihre wahrscheinlich letzte Ausstellung im Wien Museum, bevor sie in den Ruhestand geht, über das rote Wien und soll da schon ihren Nachfolger einschulen, der ist dreißig, Historiker, heißt Viktor und sie verliebt sich in ihn. Da ist das Problem ganz klar. Aber wie soll sie das lösen? Das weiß ich nicht und das wird und kann ja auch erst nach Szene fünfundvierzig bis fünfzig, also am Schluß passieren.

Also habe ich ungefähr das aufgeschrieben, noch hinzugefügt, daß sie und Egon, ein ehemaliger Universitätsprofessor, zwei Kinder haben, Albert dreißig, ein Lehrer und Beate, achtundzwanzig, Psychotherapeutin in Ausbildung, die ihre Mutter immer gern belehrt. Roswitha ist jetzt im Homeoffice, skypt also mit  Viktor und beschließt das Problem zu lösen, in dem sie ihn nicht mehr sieht und ihren Egon nicht betrügt. So weit, so what und für eine Kurzgeschichte eigentlich lang genug. Leider habe ich sie auf der Terasse mit der Hand und nicht geich in den Laptop geschrieben. Kann sie also nicht mehr so gut lesen und das heutige Webinar behandelte die Struktur. Also eine Geschichte oder ein Roman, Ronny Rinderer nennt, glaube ich, immer das erstere, besteht aus drei Akten, Anfang, Mitte, Schluß in denen das Problem gelöst werden muß und am Ende steht das Scheitern oder das Gewinnen. Dazwischen gibt es die Kapitel und die gliedern sich in Szenen. Daran bin ich auch ein bißchen gescheitert, denn ich schreibe eigentlich Szenen und keine Kapitel und die Aufgabe für heute,  die ich noch machen muß, ist eine Szene zu schreiben, die mit einem Cliffhänger, einer offenen Frage oder einem Mißgeschick endet, damit das Ganze weitergeht.

Spannend spannend,  auf diese Art und Weise läßt sich mein Roman vielleicht auch gliedern. Die Ideen kommen jedenfalls. Also auf in die nächsten Wochen, freuen wir uns darauff und eine Lösung zu finden, wie das jetzt mit unserer Entmüdigungsgesellschaft weiter geht, wäre vielleicht auch sehr gut und spannend ebenfalls, daß sich Exminister Kickl plötzlich als  großer Held entpuppt, der zum Widerstand anstachelt. Wui, das hätte ich  nicht gedacht und entpuppt sich als große Wendung. Diesen Roman zu schreiben, wäre wahrscheinlich eine tolle Aufgabe, da wir aber mittendrin stecken, haben wir wohl Scheuklappen und können das wahrscheinlich derzeit  nicht lösen.

Trostonlineschreiben in Corona-Zeiten

Während ich mich mit dem Literaturcafe herumstreite, ob es richtig ist den “Bachmannpreis” nicht durchzuführen, weil man sonst ja Klaus Kastberger schlecht beleuchtet in seiner Küche sehen könnte, ja lieber Uli, da bin ich Wolfgang Tischer bei seinem “Aprilscherz” wieder einmal hineingefallen, weil ich ja keinen Spaß verstehe und alles Ernst nehme, die liebe Erika Kronabitter hat mich darauf aufmerksam gemacht, erkennen andere, den Wert der Onlinekommunikation.

So gibt es über all Corona-Tagebücher, Onlinelesungen und sogar die ersten Roman über Corona  oder das Leben in Krisenzeiten finden statt und das ist ja einerseits für die zu Hause gebliebenen gut, damit sie sich beschäftigen können und in keine Panik verfallen und dann vielleicht mit der Mundschutzmaske Amok laufen, Banken überfallen, etcetera…

Wenn das, bitte nur auf dem Papier, die Wut nur in der Phantasiem rauslassen hat sich wohl das “Writersstudio” gedacht, daß ja, wenn es keine Seminare mehr abhalten kann, auch von der Krise betroffen ist und sich deshalb, was ich für gut und sinnvoll halte, Onlinekurse ausgedacht.

Ich kenne das “Writersstudio” schon sehr lang, habe es schon besucht, als es sich, noch, ich glaube, in der Kaiserstraße befand und habe keine Ahung, wie und wo ich darauf gestoßen bin?

Das heißt, schon natürlich, die Sigmund Freud-Uni hat vor Jahren das Buch der Judith Wolfsberger vorgestellt und mich dazu eingeladen. Da habe ich dann ein paar Infoabende besucht, auch brav ein paar meiner Klienten mit Schreibblockaden dorthin überwiesen, damit sie ihre Diolomarbeiten fertigstellen können und ich war auch beim ersten Openhouse, als das Studio in die Pramergasse übersiedelt sind, seither bin ich mehr oder weniger regelmäßig zu den Schnupperworkshops, die es jährlich gibt, gegangen, habe dabei vielleicht auch Judith Wolfsgruber mit meinen Wissen über den Hochschullehrgang für Sprachkunst genervt, habe bei den Seminaren auch immer etwas für mein jeweiliges Work on Progress vorgeschrieben, war bem Schreibmarathon vor drei Jahren, habe mir durch mein Bloggen auch ein Writerretreat erschrieben und beide Veranstaltungen für meine “Unsichtbare Frau” genützt.

2019 habe ich die Schnuppertage ausgelassen, weil wir, glaube ich, in Harland waren. Ich habe aber auch ein Sommerfest besucht, den gratis Schreibcafe mit Joga-Vormittag, eine gratis “Schreibfabrik” wo auch Margit Heumann mitgekommen ist und ich meine Tanzschulenszene aus der “Frau auf der Bank” ausprobiert habe.

Denn es gibt da ja jetzt schon eine Reihe von Seminaren und Ausbildungen. das Ganze ist also sehr angewachsen, während es einmal ganz klein wahrscheinlich mit Seminaren für Studenten mit Schreibhemmungen und der “Schreibnacht” die jeden ersten Freitag des Monats stattfindet, angefangen hat, wo man sich für dreißig Euro, glaube ich, treffen und gemeinsam zu einem Thema schreiben konnte.

Da war ich noch nie und habe immer gehofft bei der Verlosung bei den Schnuppertagen, das vielleicht einmal zu gewinnen. Aber in Corona-Zeiten hat sich das “Writersstudio”, das da ja sehr innovativ ist wieder etwas besonderes ausgedacht. Es bietet nämlich in der Karwoche verschiedene Onlinekurse an, mit denen man sozusagen gegen die Corona-Krise anschreiben kann.

So gibts beispielsweise unter dem Titel “Auferstehung abgesagt” ein “Black Humor Writing” immer jeweils von 23 bis 01 Uhr, wo man sich wahrscheinlich den Corona-Frust ironisch herunterschreiben kann und das Tagebuch oder Journalschreiben ist ja auch eine gute Methode.

Klaus Kastberger hat im Literaturhaus Graz, die Autoren deren Veranstaltungen er krisenbedingt absagen mußte, zu einem solchen eingeladen und ich schreibe ja auch schon länger ein Corona-Tagebuch, um vielleicht auch Material für einen möglichen Roman zu bekommen.

Bei Birgit Schreiber kann man das im Onlinekurs “Keep Writing – Mit dem Journal gesund durch die Krise”, nächste Woche Montag bis Freitag von 10 bis 12 online plus einer Stunde individueller Schreib und Lesezeit tun.

Dann gibt es auch ein Online “Short Story-Seminar- Endlich Zeit, eine Geschichte zu schreiben” das wieder Ana Znidar wieder macht.

“Writerstricks” kann man auch online lernen und als Auftaktveranstaltung gibt es diesen Freitag eine gratis Online-Schreibnacht:

“Trost & Re-Gnose in Zeiten von Corona: Schreiben in der Oase der virtuellen Writer`studio-Gemeinschaft”  mit Janina Pollak zu der ich mich natürlich angemeldet habe.

Das beginnt um acht, da bekommt man einen link, wo man sich bei “Zoom” anmelden kann.

Das habe ich schon bei Jurenka Jurks Gratisseminaren versucht und bin öfter daran gescheitert, kann aber natürlich auch selber und mit mir allein einen Text zu diesem Thema schreiben und dann mit meinen Blog für meine Leser einstellen.

Mal sehen, wie es geht? Am morgigen Samstag gibt esauch wieder ein Video von Ronny Rindler zu seinem “Quarantäneschreiben” und da habe ich mir ja vorgenommen, weil ich mit dem “Fräulein No” ja schon fertig bin und nur noch mein “Schreibebuch” korrigieren, beziehungsweise mit dem Alfred das Cover finden muß, die Seminaraufgaben nachzumachen und da vielleicht schon die ersten Planungsstufen des “Kein Frühlingserwachen mit Corona” zu erstellen.

Man sieht der Kreativität ist in Zeiten, wie diesen kein Riegel vorgeschoben. Man kann alles online machen, Webinare, lesen, nur schreiben muß man selber, aber wenn man das in einer Online Schreibnacht oder einem Online Webinar tut, fühlt man sich vielleicht weniger allein.

Fertig mit dem Fräulein No

Hurrah, hurra, ich bin fertig mit dem Korrigeren, meines siebenten “Nanwowrimo”, “Fräulein Nos Nachtcafe”, wo ich im November zwischen “Buch Wien” und “Buch Basel” und auch noch andere Events den Rohtext geschrieben habe.

Den Text dann bis Jänner, glaube ich, liegen gelassen habe, weil ich ja noch das “Zweite Literaturgeflüsterbuch” fertig zum Korrigieren hatte und den Text ab da fertig korrigiert habe.

Jetzt bekommt ihn der der Alfred, damit er das Buch druckereifertig machen kann und ich kann nur hoffen, daß es in Zeiten, wie diesen mit den Coronanöten den “Digitaldruck” dann noch gibt und vorher sollte das zweite “Literaturgeflüstertexte Buch – Mein Schreiben – meine Bücher” fertig werden. Das hat der Alfred jetzt soweit durch, ich muß es noch durchsehen und das Cover brauchen wir auch.

Da habe ich ja schon einige Ideen, nämlich ein Bild von mir mit einem Buch beispielsweise das und dann eines von meinen Büchern. Der Alfred will etwas Neues machen, mal sehen, wie es wird?

Das Cover vom “Fräulein No” ist auch noch zu gestalten. Da haben wir noch kein Bild und da hötte ich an ein Cafehaus oder Beisl gedacht. Aber das wird ja jetzt, wo man nicht hinausgehen darf oder soll  schwierig. Es ist aber noch etwas Zeit dazu, weil der Alfred den Text ja erst durchsehen muß.

Fünf Szenen habe ich wie schon öfter geschrieben aus dem Text hinausgeschmissen, die sind jetzt vollständig im Blog zu finden, so daß sich meine Leser, denen vielleicht Coronabedingt fad ist, schon ein bißchen ein Bild davon machen können, bis es dann, wenn wir das Cover haben, zur “Vorschau” kommt, wo ich natürlich wieder ein Gewinnspiel machen werde, und zur Leserunde aufrufen werde und dann ran an das neue Schreiben, etwas, was man ja jetzt, wo es keine Veranstaltungen und auch keine besondere Ablenkungen gibt, wahrscheinlich besonders gut kann und auch besonders zu empfehlen ist und wenn meine Leser jetzt vielleicht fragen sollten, wie das jetzt mit meinen Schreibednungs- oder Schreibanfangsritualen ist?

Die fallen, fürchte ich, diesmal aus oder sind  ein bißchen anders oder auch nicht, denn da gibt es ja wieder das deja vue Erlebnis.

Denn im vorigen Jahr, als ich mit der “Magdalena Kirchberg” endlich fertig war, war ich ja noch nicht so gut bei Fuß, um in der Stadt herumzustreifen und dann waren wir schon in Harland und ich habe mich, glaube ich, mit dem “Traisenparkcenter” begnügt und heuer könnte ich ja nicht shoppen gehen und will auch nicht mit Maske herumlaufen, die man ja demnächst zumindestens in den offenen Geschöften  tragen muß und über fünfundsechzig bin ich  auch schon, aber es gibt etwas anderes für den Neuanfang und das hatte ich ja irgendwie auch vor, wie meine  regelmäßigen Leser vielleicht wissen.

Denn ich habe ja immer die Idee, es vielleicht doch einmal mit der “Heldenreise” zu probieren, das heißt einen Roman mit Spannungsbogen zu schreiben, trifft mich ja immer der Vorwurf, daß bei mir nichts passiert, beziehungsweise das, was niemanden interessiert. Da habe ich mir ja Gustav Ernsts Buch “Romane schreiben” dafür schicken lassen und zum Jahreswechsel die Unterlagen und die Probeseminare der Jurenka Jurk dafür studiert.

Dann war ich im Jänner bei diesesn Schütte-Lihotzky-Abend und habe dann bald die idee geboren im nächsten Buch, die Beziehung einer Frau, eine Museumskuratorin ist mir das vorgeschwebt, deren Mann einen Schlaganfall oder Alzheimer hat, also von ihr gepflegt wird, sich in einen Jüngeren verlieben zu lassen und darauf die Handlung vorher nach Stufenplan aufzubauen, bevor ich mit dem Rohtext beginne.

Als ich das plante, war ich, glaube ich, gerade mit dem “Literaturgeflüsterbuch” fertig und die Rohtextüberarbeitung des “Fräulein Nos” folgte, dann kam Corona und, daß ich darüber schreiben will, ist ja irgendwie naheliegend aber vielleicht nicht möglich, weil wir stecken ja mittendrin im Geschehen und haben keine Ahnung, wohin uns der Weg noch führt. Trotzdem was eignet sich dazu, wenn nicht das?

Und so werden meine Leser vielleicht bemerken, daß ich auch eine Art Corona-Krisentagebuch führe und die Idee, die Roswitha sich in Quarantänezeiten sich in ihren Viktor, heißt er, glaube ich, verlieben zu laßen und das Ganze darum herum, einzubeziehen, ist auch naheliegend, obwohl ich, wie gesagt, ich keine Ahnung habe, ob und wie sich das realisieren läßt.

Dazu einen Erinnerungssplitter, als ich eine junge Studentin war, habe ich mich in einen älteren Mann verliebt und wollte, naiv wie ich damals war, darüber schreiben. Es ist nicht gegangen, weil ich viel zu sehr befangen von der Chose war.

Das könnte jetzt ähnlich werden. Es läßt sich aber probieren und das nach Romanfahrplan schreiben, läßt sich glücklicherweise auch ohne Jurenka Jurks Lehrgang zu besuchen, wie, ich glaube, jetzt auch besuchen, veranstaltet ja Ronny Rinderer derzeit einen “Quarantimo” und stellt dazu jeden Samstag ein Video ein, wo er spezielle Aufgaben zur Romanentwicklung gibt.

Diese Videos habe ich mir bisher immer angeschaut, ein bißchen mitgeschrieben, die Aufgaben aber nicht gemacht. Jetzt könnte ich das am nächsten Samstag tun. Die aufgaben nachholen und mit dem Romanplanen  beginnen.

Ob ich vorher noch die Fenster putze oder nicht, weiß ich nicht so genau, ist das vielleicht  ja, da der Alfred  Homeoffice macht, derzeit etwas schwierig. Aber am Freitag fährt er immer nach St. Pölten, um mit der Vierundzwanzigstundenbetreuerin einzukaufen. Da ginge es vielleicht und da gibt es auch ein Quarantäneschmankerl über das ich dann auch berichten will.

Nämlich eine Online Schreibenacht des Writersstudio. Man sieht an Schreibimpulsen gibt es derzeit keinen Mangel und so werde ich mein neues Projekt vielleicht ein bißchen anders, aber ebenso kreativ starten und nur hoffen, daß das “Schreibebuch” und das “Fräulein No” auch trotz Corona erscheinen können.

Quarantäne-Schreiben

“Ins Erzählen flüchten”, lautet der Titel von drei Poetik-Vorlesungen, die Jonas Lüscher abgehalten hat, als von Corona wahrscheinlich noch keine Rede war und die jetzt als Buch erschienen sind.

Als ich es gelesen habe, war davon schon ein bißchen die Rede, aber noch lange nicht so aktuell und brisant wie jetzt und ich bin ja dafür bekannt, daß ich immer gerne über die aktuellen gesellschaftlichen, literarischen, sozialen, etceteram Zustandslagen schreibe, so habe ich in einem sogenannten “Haßposting an Corona” eine diesbezügliche Glosse abgeliefert.

Das war vorige Woche, die Ereignisse haben sich inzwischen überschlagen und die Realität überholt, so daß ich denke, daß es sehr sehr interessant ist, in literarischen Glossen und Berichten, die gegenwärtige Entwicklung als Zeitdokoment zusammenzufassen.

“Die postapokalyptische Welt wird Ihnen bestimmt für Ihr Zeitdokument ewig dankbar sein!”, hat so in etwa mein Freund Uli kommentiert und hat es wahrscheinlich ironisch gemeint.

Glaube ich nicht, beziehungweise ist das gar nicht das, was mich an der Sache hauptsächlich interessiert, für mich ist das Dokumentieren  in erster Linie wichtig, um meine Gefühle und Gedanken zusammenzufassen und das ist wahrscheinlich in Zeiten, wie diesen etwas was jeden betrifft und da rät die Psychologin, darüber reden, darüber schreiben, malen, singen etcetera.

In Italien hat man, glaube ich, angefangen sich am Abend auf den Balkon zu stellen und “Bella Ciau” zu singen.

Man könnte sicher auch die “Internationale” dafür nehmen oder die Bundeshymne, je nach Geschmack, aber die bitte in gegenderter Form, füge ich hinzu, denn es gehen jetzt ja wohl auch die Töchter auf den Balkonen und singen oder gehen für die kranke Nachbarin einkaufen, stehen im Spital, machen Tests, etcetera und das Erste was mir schon vor zwei Wochen eingefallen ist, als da die Leipziger Buchmesse abgesagt wurde, war lesen, lesen gegen die Angst, gegen das Aufschaukeln in die Hysterie, etcetera, die Alternative.

Dafür habe ich auch meine Frühjahrslesestapel im Badezimmer und da habe ich sicher keinen Notstand, die Bücher gehen so schnell nicht aus und kommen auch nach, wie ich merken kann, obwohl die Buchhandlungen bei uns ja ab heute geschloßen sind und das Literaturcafe hat auch schon eine Zusammenstellung gegeben, welche Bücher sich dafür am besten eignen.

Camus “Pest” könnte, sollte man da vielleicht nochmals oder erstmals lesen. “S. Fischer” hat für die sich in Quarantäne befindenden Personen und wahrscheinlich auch für die anderen, eine Leseliste mit vierzehn Büchern für die vierzehn Tage zusammengestellt.

Die meisten, ich eingeschloßen, werden das wahrscheinlich in dieser Zeit gar nicht schaffen und länger dafür brauchen, aber man braucht wahrscheinlich mehr, um seine Angst zu bewältigen und da eignet sich, wenn man jetzt seine Sozialkontakte einstellen soll, auch bevorzugt, das Schreiben.

Da hätte ich wahrscheinlich noch vor einem Monat die Antwort bekommen “Dafür habe ich keine Zeit!”

Das gilt Erstens wahrscheinlich jetzt gar nicht mehr, denn Zeit in Hülle und in Fülle und was bitte fängt man damit an, wenn man gar nicht damit geechnet hat?

Also eignet sich das Schreiben besonders dafür, aber für die Zeit braucht man auch ein Management und für das Schreiben einen Plan und für all das hat ja Jurenka Jurk ihre Roman-Schreibschule und die bietet sie schon seit längeren Online an und da hat sie auch immer ihre berühmten Zeitmangagementseminare und Zufall oder nicht, gab es in der letzten Woche wieder zwei Gratiswebinare und ich glaube auch einen Kurs zu “Zeit fürs Schreiben”, der nächste Woche beginnt.

Für Jurenka Jurk ist es da in Zeiten, wie diesen warhscheinlich auch besonders wichtig, daß sich Leute dafür melden, andere zögern vielleicht und denken, daß sie, wenn sie nicht wissen, wie es in der nächsten Zeit weitergeht, vielleicht vorsichtig sein sollen und noch andere, wie beispielsweise Ronny Rinderer, den ich durch eine von Jurenka Jurks Onlinemessen kennengelernt habe, hat und der in der Buchhandlung auf der Meidlinger Haupstraße ein monatliches Schreibcafe hat, das jetzt natürlich nicht mehr stattfindet, hat noch eine andere Idee, hat er doch den “QuarantiMo” ausgerufen.

“QuarantiMo” was ist das bitte?”, werden jetzt vielleicht meine Leser fragen. Wir kennen den “Nanowrimo”, den “National Writing Month”, ein Schreibprojekt aus Amerika, der jeden November stattfindet, aber ein QuarantiMo?

Also da hat Ronny Rindler wahrscheinlich auch die Idee gehabt, daß es gut sein kann, seine Ängste schreibend auszudrücken und sich in der Zeit, wo man zu Hause ist, schreibend zu beschäftigen. Anstecken kann man sich  dabei auch nicht, wenn er jeden Samstag ein Video auf seinen Kanal mit einer Schreibaufgabe stellt und das, solange die Krise anhält und man nicht ins Schreibcafe gehen kann, anhält.

Die erste Aufgabe gibt es schon, da rät er jeden Tag drei Morgen- oder was auch immer Seiten mit seinen Ängsten, Befürchtigungen etcetera zu schreiben und mir, die ich ja schon seit einigen Wochen über die aktuelle Krise literarisch oder glossenhaft schreibe, ist auch schon die Idee gekommen, bei meinem nächsten Projekt, das ich angehen werde, wenn ich mit dem “Fräulein No”, an dem ich derzeit aktuell korrigiere, fertig bin, die Krise einzubeziehen.

Da war ja die Idee im Sinne der “Heldenreise” einen Plot auszuprobieren beziehungsweise zu planen, wo eine Frau, die ihren kranken Mann betreut sich in einen Jüngeren verliebt, das könnte ich in Carona-Zeiten vorverlegen und dafür sammle ich aktuell schon Ideen.

Zum Schreiben selber ist es dazu wahrscheinlich noch zu früh, weil sich die Ereignisse ja derzeit überschlagen, aber schreiben und lesen ist sicher eine gute möglichkeiten in Zeiten, wie diesen Ruhe und Sicherheit wiederzugewinnen, denke ich und freue mich auf das nächste Video am Samstag, die ich zum reinen Morgenseiten schreiben wahrscheinlich zu ungeduldig bin, selber schon, wie, ich glaube, ein ganz gutes Zeitmanagement habe, Zeit zum Schreiben wahrscheinlich auch und Zeit zum Lesen natürlich, die ganz besonders und ein Notizbuch habe ich auch auf meinen Schreibtisch liegen, in das ich alles eintragen kann.

Korrigierbericht und letztes Semestergegenwartsliteraturworkshop

Mit dem Korrigieren meines zweiten “LiteraturgeflüsterSchreibebuchs” bin ich letzten Dienstag eigentlich recht überraschend fertig geworden, habe ich da doch schon gedacht, da korrigiere ich noch ein Jahr, finde Fehler und Fehler und werde nie damit fertig, aber eigentlich war es eh klar, weil ja alles schon veröffentlichte Texte sind, aus denen das Buch besteht, die vom Blog sind zwar ein bißchen fehlerhaft, die aus den Büchern müßten aber eigentlich passen und es ging ja im wesendlichen darum, die einzelnen Artikeln aneinander anzupassen, wo also Ausrufungszeichen hinkommen und wie das mit den Beistrichen ist, beispielsweise, dann habe ich am Mittwoch und am Donnerstag, die Fenster in der Krongasse geputzt, meine üblichen Schreibende- oder Anfangsrituale und habe am Donnerstag nach meiner elf Uhr Stunde gedacht, jetzt mache ich einen Shoppingbelohnungstag und bin dann zur Neubau-Lindengasse gegangen, wo ja der Ulrich Blumenbach wohnt bzw. seine Praxis hatte und dann zur Wiedner Hauptstraße, wo sich ja “Harries Nachtcafe” befindet, dazwischen habe in beim Mc Donald ein Menu gegessen, einen Markforschungstest gemacht, mir Servietten bekauft und beim neuen “Lidl” auf der Wiednerhauptstraße, wo sich auch eine “Aida” befindet, eine Creme gekauft.

Dann hatte ich eigentlich geplant mir die Orte aufzuschreiben, die noch im “Fräulein No” vorkommen, den Grinzinger und den Heiligenstädter Friedhof abzulaufen, mich vielleicht ins Wilhelminenspital zu setzen etc, da hätte ich in dieser Woche sogar an einigen Nachmittagen Zeit gehabt, aber irgendwie gemerkt, daß ich das nicht so recht will und bin am Donnerstagabend mit dem Alfred nach Harland gefahren, wo ich dann begonnen habe, den seit Ende November liegengebliebeden Text einmal durchzuarbeiten. Dann habe ich ja vor mir Jurenka Jurks Minikurs Unterlagen hervorzunehmen und nachzuschauen, was mir beziehungsweise, der Szenenplanung noch fehlt, welche Szenen nicht stimmen,  wie und was ich überarbeiten muß und eventuell noch sehr viel umzuschreiben, damit es diesmal wirklich spannend wird.

Am Freitagabend habe ich, glaube ich, angefangen zu korrigieren, vorher haben wir noch das neue Bücherregal in dem großen Wohnzimmer aufgestellt und die Bücher eingeräumt und war mit dem Anfang eigentlich nicht zufrieden, das sitzt nicht, habe ich gedacht, das wird nicht, das ist kein Roman, etcetera.

Am Samstag und am Sonntag bin ich aber eigentlich in eine Art Korrigierrausch hineingekommen und habe das Ganze es sind jetzt neunzig Seiten, die “Nanowrimoberichte” lasse ich vorerst aus, fertig korrigiert. Da habe ich gemerkt, es gibt Schwierigkeiten, einige Szenen lassen zeitlich   nicht zusammen, eine Szene habe ich umgestellt und nach vorn gerückt und die letzten zwei von den vier Szenen am Schluß, die ich im November nur geschrieben habe, um an die fünfzigtausend Worte zu kommen, habe ich jetzt auch noch hinausgeschmissen, aber sonst habe ich erstaunt festgestellt, daß es passen könnte und, daß sogar einige Spannungsbögen drin sind, die man als die “Heldenreisenstationen” interpretieren könnte. Hauptperson ist der Ulrich und der hat, höre und staune, eine Antoginistin, habe ich da ja vorher geschrieben, ich hätte keine, die ist die Anna, die jetzt Feuerbach heißten wird, denn die trennt sich ja von ihm und kommt zu ihm zurück und im zweiten Handlungsstrang, den der Gerti Schuster, wäre ja die Fatma Sayjan, die Gegenspielerin.

Einige Szenen sitzen wahrscheinlich immer noch nicht so ganz und werden noch überarbeitet, da gehe ich jetzt das Ganze ein zweites Mal durch und schreibe mir dann auf Jurenka Jurks Arbeitsblatt heraus, was ich noch ergänzen bzw. umändern muß, dann sortiere ich die einzelnen Handlungsstränge und gehe  jede Szene einzeln durch, bevor ich mich an die “Nanowrimoberichte” mache, dann noch das, was ich jetzt verändere, hinzufüge und dann das Ganze solange durchgehe bis es sitzt.

Große Veränderungen werde ich wohl auch diesmal nicht mehr machen, mal sehen wie das wird und als Zeitplan hätte ich mir den Sommer gesetzt, dann hätte ich viel Zeit das “Frühlingserwachen” vorzuplanen und schauen, ob ich mit dieser Methode, die ja Jurenka Jurk sehr progagiert, überhaupt kann, um dann im November, wenn ich bis dahin noch nicht mit dem Rohtext fertig bin, mit dem Drauflosschreiben plus Szeneplan beim  achten “Nanowrimo” anzufangen.

Mal sehen wie es wird? Am Wochenende, wenn der alfred auf eine Sitzung fährt, werde ich nicht in Grinzing herumlaufen, das brauche ich, glaube ich, nicht mehr, sondern ein möglichst intensives Korrigierretreat veranstalten und darüber berichten.

Ja richtigm das Arbeitsmaterial zum Romanfahrplan bin ich gestern  auch durchgegangen und habe heute wieder die ersten drei Szenen korrigiert, dazwischen habe ich auf ein Buch gewartet, das mir “Kremayr und Scheriau” geschickt hat und bin dann eine halbe Stunde später zu Stephan Teichgräbers Workshop gegangen, weil der auch eine Sitzung hatte und habe mir da auf seinen Wunsch das Notbook auf dem ich das Andrea Grill E-book habe, den Jaroslav Rudis, den ich inzwischen gelesen habe und den “Hammer” mitgenommen und der hat mir gesagt, daß es jetzt das fünfzehnte “Literaturworkshop” in diesen Semester ist und wir noch vier Seiten Skriptum zu besprechen haben und hat dann neue Bücher angeschleppt, vorwiegend Tschechen und Slowaken, die er mir zeigte und bei denen er mich gleich mit dem György Dragoman verwirrte, denn ich habe gestern ja noch etwas gemacht, außer meine Romanschreibunterlagen durchzusehen, ich habe meine Bücherregale durchgesehen und nach Vea Kaisers “Blasmusikpopp” und Ivan Mandy “Kino aller Zeiten”, gesucht, was ich auf meiner heurigen Leseliste stehen, aber in den Regalen nicht gefunden habe und dabei bin ich auf Gyorgy Dragomans “Scheiterhaufen” gestoßen, den ich mir, glaube ich, einmal bei einem Literaturhausflohmarkt oder sonstwo gekauft habe, weil er wahrscheinlich auf einer “Buch Wien” auf der Donaulounge präsentiert wurde, ein Buch, das ich also auch noch lesen muß, aber da kommen ja jetzt schon die Neuerscheinungen und Stephan Teichgräber, der auch auf eine tschechische Autorin wartete, die er für sein Festival übersetzten muß, hat sich in Ivana Dobrokovovas “Mütter und Fernfahrer” vertieft und mir daraus vorgelesen und sich erst später auf meinen Wunsch hin mit Ladislav Rudis “Winterbergs letzte Reise” beschäftigt, was meiner Meinung nach eigentlich das Buch für ein “Centrope-Literatur-Workshop” ist, gehen die Beiden, Wenzel Winterberg und sein Altenhelfer ja darin mit dem Beadeker von 1913 auf eine Reise durch das gesamte Centrope, was für mich typischer ist, als Andrea Grills “Cherubino”, das ich an diesem Mittwoch gar nicht gebraucht habe oder die Lyrik der tschechischen bzw. slowakischen Gegenwartsautoren, die ich ohnehin nicht lesen kann.

Dafür hat mir Stephan Teichgräber aber die Lektüre des letzten Jahres, des Workshops zur “Revolutionsliteratur”, die drei Alexej Tolstojs Bände, die er mit mir ja bei einem Antiquariat gekauft hat, geschenkt und ich stecke ja auch in meiner Gegenwartsliteratur bzw. meinem Backlistlesen fest, wäre das ja Eugen Ruges “Metropol” an der Reihe und als nächstes das Buch über Hedy Lamarr, das ich auf der letzten “Buch Wien” bekommen habe, aber jetzt habe ich das neue Buch der Simone Hirth bekommen, das der Cornelia Travnicek, das eine Art Phantasy Roman ist, warten auch und dann habe ich noch ein Buch David Albahari und eines von Alix Ohlin bekommen.

Das Lesen und das Schreiben in diesem Jahr wird also spannend werden. Am Freitag gibt es noch ein “Theaterworkshop” und dann geht es nach den Februarferien wahrscheinlich wieder in ein neues Workshopsemester und ein bißchen über mein “Fräuleion No” habe ich Stephan Teichgräber auch erzählt.

Und noch was kann ich gleich verraten, am nächsten Mittwoch kommt der Bücherschrank in der Zieglergasse wieder.

Vom Workshop zur Studentenlesung

Mittwoch ist es und da verbringe ich ja seit einigen Jahren am Nachmittag regelmäßig zwei Stunden in Stephan Teichgräbers Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropische Literatur, um mit ihm in diesem Semester die Gegenwartsliteratur des Centropes zu analysi2eren.

Dafür habe ich inzwischen auch Dirk Stermanns “Hammer und Radka Denemarkovas “Ein herrlicher Flecken Erde” gelesen” und lese gerade ein Buch, das zwar nicht Stephans Teichgräbers Centrope-Kriterien entspricht, dafür aber in Leipzig im 1920 handelt und Stephahn Teichgräber kommt ja aus der ehemaligen DDR und das Revolutionsjahr 1918  bzw. der erste Weltkrieg und sein Ende war ja schon einmal das Thema.

Jetzt lese ich jedenfalls Thoma Ziebulas “Der rote Judas”, was Stephan Teichgräber veranlaßte,Hanns Cibulka nachzugooglen, der ein 1920 in der Tscheoslowakei geborenener und 2004 in Gotha verstorbener Lyriker ist, den er, glaube ich, einmal in die “Gesellschaft für Literatur” eingeladen hat.

Dann haben wir uns mit einer tschechischen und einer slowakischen Dichterin nämlich mit der 1974 in Pilsen geborenen Pavla Horakova, die 2019 den “Magnesia-Litera” bekommen hat und deren “Zum Befehl Pane Lajtnant”, das auch den ersten Weltkrieg behandelt, auf Deutsch erschienen ist, sowie mit der 1979 geborenen und in Bratislava lebenden Lyrikerin Katarina Kucbelova und am Schluß haben wir noch ein paar Seiten in Andrea Grills “Cherubino” gelesen, beziehungsweise analysiert und dann ist es für mich wieder ins Literaturhaus gegangen, wo ja zweimal im Jahr jeweils zum Ende des Semesters immer Lesungen von Studierenden der Sprachkunst stattfinden.

Die hießen am Anfang Studentenlesungen, jetzt haben sie immer einen Namen und werden auch von einem, der Studenten zusammengestellt.

Das war diesmal Hannah Bründl , die auf Barbara Zwiefelhofers Nachfragen erklärte, daß sie nur die Namen der Lesenden nennen und sonst biografielos arbeiten würde und dann noch erklärte, daß die elf Lesenden alle aus dem ersten Semester wären und das waren vor der Pause, sechs starke junge Frauenstimmen, so um 2000 geboren würde ich schätzen und Laura Bärtle begann gleich mit einer Erzählung, dann folgte Sophia Dostal mit einem, wie sie sagte erst vor zwei Stunden geschriebenen Text.

Anouk Doujak brachte zuerst ein Gedicht und dann einen Text, den sie in einer Prosa-Übung geschrieben hat. “boy meets girl” hieß er, es gab dazu Illustrationen und Lukas Cejpek verriet mir in der Pause, daß er diese Prosaübung geleitet hat und, daß der vorgegebene Name Andreas den Studenten nicht gefallen hat.

Vera Heinemann hatte einen sehr körperbezogenen Text, in dem sie immer wieder Verena Stefans “Häutungen”, ein feministisches Buch der Neunzehnhundertsiebzigerjahre erwähnte, die Männer kamen dann nach der Üause, in der ich außer Ferdinand Schmatz, dem Professor, der in der ersten Reihe saß, Lukas Cejpek, wie erwähnt, noch die ehemalige Studentin Marie Luise Lehner und Susanne Toth erkannte und die Männer-Texte waren ebenso sehr stark, gab es da doch einen von Ralf Peterson mit einem urlangen Titel, der von einemMetzger handelte.

Mae Schwinghammer hatte einen sehr poetischen Spitalstext. Felix Senzenberger brachte zwei Texte, die sich, glaube ich, auch auf das Lyrikseminar von heute bezogen und wo er von einem noch den Titel änderte und Johann Voigt brachte, wie er betonte, einen noch nicht fertigen Text, der von verschiedenen Tagen handelte und der möglicherweise ein Zwiegespräch mit einem Psychiater war, wo immer wieder zwischenbemerkungen wie “ok” vorkamen und von einem Luftschloß die Rede war.

Veronika Zorn beendete die Lesung mit dem Text “namenlos” und ich habe eine Reihe starker Stimmen mit einer starken Sprache gehört, wo ich nur gespannt sein kann, was ich von der Biografie und den weiteren Texte der Studierenden noch hören werde.

Der Titel der Lesung war übrigens ganz prgragmatisch “wir haben vergessen einen titel zu wählen” und da kann ich mich erinnern, daß ich mich einmal vor Jahren nach der Titelgebung, die mir nicht ganz logisch erschien, erkundigt habe und bezüglich meines eigenen literarischen Schaffen kann ich erwähnen, daß das “LiteraturgeflüsterSchreibebuch” gestern an den Alfred zur weiteren Bearbeitung gegangen ist, ich mit meinem Fensterputzritual schon begonnen habe, so daß ich mich demnächst der Korrektur meines “Fräuleins No”, das seit Ende November unbeachtet am Schreibtisch lag, widmen kann.

Korrigieren, Fräulein No und kein Frühlingserwachen?

Die letzten Wochen waren ja sehr von Jurenka Jurks Webinaren zur Vorbereitung ihres Schreiblehrgangs mit dem sie demnächst startet, geprägt und das war für mich sehr produktiv, denn ich habe ja schon bei dem “Schreibmarathon des Writersseminars”, die Erfahrung gemacht, daß ein “Writersretreat”, wo man sich mit anderen in einen Raum setzt und vorher sagt, was man erreichen will und nachher, was man schaffte sehr nützlich sein kann.

Das  motiviert, treibt einen oder eine an, etcetera und so war es auch im Vorjahr, als ich mich durch Jurenka Jurks “Minikurse” surfte und dabei irgendwann auf die Idee gekommen bin, ein zweites “Literaturgeflüsterbuch” zum Thema “Mein schreiben-meine Bücher” herauszugeben.

Dazu bin ich dann erst im Sommer 2019 gekommen, weil ich ja bis dahin an der “Magdalena Kirchberg” korrigierte”, habe im November unterbrochen, um meinen siebenten “Nano” zu schreiben und bin jetzt soweit, daß ich hoffe im nächsten Durchgang mit dem Korrigieren fertigzuwerden, damit ich mich dem “Fräulein No” widmen kann, das ja seit Ende November in der Rohtextfassung auf dem Schreibtisch liegt.

Und im Jänner war wieder ein fünftägiger Minikurs von Jurenka Jurk, wo man am fünften Tag, den Romanfahrplan von ihr bekam, auf dem man ausfüllen sollte, was man für das Jahr 2020 plant, beziehungwweise wann man mit seiner Ideenfindung, Figurenplanung, “Heldenreiseplan” etcetera fertig sein will.

An den Vortagen hat es auch immer Arbeitsblätter gegeben, die ich aber nicht ausgefüllt habe, denn ich wußte ja, was ich im Jahr 2020 machen will, das “Literaturgeflüstertextebuch” dem Alfred geben, dann mir das “Fräulein No” vornehmen und das vorher noch bezüglich Figurenplanen, “Heldenreise” und Spannungsbögen durchsehen, obwohl ich da schon wieder skeptisch war, ob ich das schaffe, denn eigentlich habe ich da  nicht nur eine Hauptfigur, sondern mehrere, beziehungsweise mehrere Handlungsstränge und keinen Antagonisten und die Dreiaktstruktur oder die “Heldenreisestationen” müßte ich auch erst einfügen und da wahrscheinlich, den Rohtext sehr verändern, was ich wahrscheinlich nicht will.

Aber das Nächste könnte ich nach dem Romanfahrplan konzipieren, habe ich mir wieder vorgenommen, mir da eine Figur nehmen und für die die “Heldenreise” machen und dann vielleicht auch eine Szenenplanung machen, bevor ich mit dem Niederschreiben beginne.

Da hatte ich  schon ein paar konkrete Pläne, habe ich doch einmal im “Seedosenschrank” so ein schönes Notizbchlein gefunden, in dem schon ein paar Notizen standen und da habe ich mir gedacht, ich schnappe mir das im Sommer, wenn ich mit dem “Fräulein No” fertig bin, gehe damit spazieren und erfinde mir anhand der Notizen, beziehungsweise der Beboachtungen, die ich dabei mache, eine Figur.

Irgendwann habe ich auch aufgeschrieben, daß ich über die Beziehung zwischen einer älteren Frau zu einem jüngeren Mann schreiben möchte und gestern oder vorgestern habe ich mir einige Notizen in mein derzeitiges Notizbuch gemacht, nämlich das von der alten Frau und dem jüngeren Mann, habe aber auch etwas von einem Paar geschrieben, das sich gegenseitig pflegt und darüber refektiert, wer von ihnen als Erster sterben wird, sicher auch eine interessante Idee und als ich am Freitag durch diese “Rote Wien-Ausstellung” gegeangen bin und dabei gesehen habe, wie hoffnungsvoll euhporisch die Sozialisten damals waren, das Nachkriegs-Wien von 1920 zu einer modernen Musterstadt zu machen und dann dieser Sozialismus schon 1934 verboten und dann im ab 1938 alles wieder kaputt gemacht wurde, so daß es in den Siebzigerjahren oder schon vorher von Bruno Kreisky wieder aufgebaut wurde und jetzt die SPÖ schon wieder danieder liegt, habe ich mir auch gedacht, interessant darüber zu schreiben und inzwischen ist die Idee geboren für den neuen Roman an dem ich den Romanfahrplan, beziehungsweise die Figuren- und Szenenplanung, beziehungsweise die “Heldenreise” endlich einmal ausprobieren will. Denn da brauche ich einen Protogonisten und mal einen Antagonisten, den ich ja bisher nie hatte.

Zu Silvester habe ich auch Gustav Ernsts “Romane schreiben” gelesen und der gibt an Hand eines Paares, das sich trennen will, ziemlich genau die Stationen der “Handlungsreise” an, an das könnte ich mich auch halten.

Also da habe ich eine Rosa, fünfundsechzig, Kunsthistorikerin, die irgendwo in Wien eine Ausstellung zum “Roten Wien” kuratiert, die hat einen circa um zehn jahre älteren Mann namens Egon, der hatte vor zwei Jahren einen Schlaganfall, und ist seither ein Pflegefall, liegt im Bett und wird von zwei Slowakinnen, Marika und Jelena vielleicht, betreut.

Sie verliebt sich in ihren Assistenten, den dreißigjährigen Viktor und die Antogonisten wären Egon, beziehungweise die Kinder Sonja und Albert, Albert ist so alt wie Viktor, Sonja zwei jahre jünger und feiert vielleicht gerade den ersten Geburtstag ihrer Zwillinge Kira und Fabian. Am Schluß stirbt Egon und Rosa läuft vom Begräbnis in Vikotors Arme mit open end.

Das wäre doch der Stoff, wo sich die “Heldenreise” oder die Aktstruktur nachvollziehen lassen könnte und das einzige Problem, das ich voll optimistisch derzeit dabei sehe, ist, daß ich vielleicht mit dem “Fräulein No” Ende Oktober gerade fertig oder noch nicht fertig bin und dann, weil da ja dann der “Nanowrimo” kommt, wieder nicht Zeit ist für die “Figuren und Heldenreiseplanung”.

Jurenka Jurks Romanschule dauert auch zwei Jahre. Aber ich bin ja eine Schnelle und tappe schlimmstenfalls wieder ohne Planung in den “Nano”, “No plot, no problem!” oder mit dem, was ich schon habe, hinein und gebe die “Heldenreiseplanung auf, obwohl Jurenka Jurk schon recht hat, daß man das vielleicht einmal ausprobieren soll.

Mal sehen, ich bin noch nicht soweit, habe aber, wie man wieder sieht, mein Romanjahr 2020 schon sehr genau geplant und bin mit dem “Kein Frühlingserwachen mehr”, so könnte der Arbeitstitel lauten,  wahrscheinlich schon bei 2021 gelandet, denn ich habe heute auch, so weit das geht, das “Romanfahrplanarbeitsblatt” ausgefüllt, habe den Arbeitstitel hingeschrieben, mir die Figurennamen erdacht und bei den Fragen, wann ich mit der Planung fertig sein will, meistens 2020 oder 2021 hingeschrieben, denn bis Sommer oder Herbst brauche ich für das “Fräulein No” und ob ich mit den “Schreibebuch” jetzt schon wirklich so bald fertig bin, ist auch noch nicht so ganz klar.

Spannend aber wieder auf die Frage zurückzukommen, ob und wie man das Schreiben lernen kann?

Man kann es wahrscheinlich wie alles, entweder allein durch Üben oder durch Schreibkurse und schreiben muß man trotzdem und ich bräuchte noch ein bißchen Feedback dazu und hätte dazu gern das “Literaturgeflüster”, zumindest tue ich so, als könnte ich mich hier mit meinen Büchern promoten und das hilft mir, glaube ich,  sehr.