Gegenderte Gerechtigkeit und zehnter Nanowtag

Teil zwei der “Mit Sprache-Veranstaltung” der Kooperation der Wiener Literaturhäuser, die die “Alte Schmiede”, das Literaturhaus und die “Gesellschaft für Literatur” sind.

“Wie steht es um die Geschlechtergerichtkeit?” Da war ja schon eine Veranstaltung der der “AS”, wo sich Andrea Stift, Ilse Kilic und Jopa Jotakin, mit der Frage beschäftigt haben, ob man vom Schreiben leben kann? Insgesamt wurden neun Autoren ausgewählt, die jeweils einen Artikel zu drei Fragen für den “Standard” schreiben sollten.

im Februar beschäftigt sich dann die “Gesellschaft” mit der Alterfsrage. Da könnte ich ja auch etwas dazu sagen, wurde aber natürlich nicht ausgewählt und mit der Frauenfrage beschäftigten sich Petra Ganglbauer, Bettina Gärtner und Sandra Gugic moderiert von der “Standard-Redakteurin” Mia Eidlhuber und das Literagturhaus war seltsamerweise ziemlich leer. Die Studenten, die in die “Alte Schmiede” zwangsverpflichtet wurden, fehlten, was vielleicht auch interessant ist und ich behaupte wieder, ich war das einzige Stammpublikum, obwohl Barbara Zwiefelhofer mir das nicht glaubte und meinte, das käme dann, wenn ich nicht da wäre.

Nun ich war da und die Diskussion war interessant. Es gab wieder ein Heftchen, wo die Texte der drei Autorinnen enthalten waren, die sie dann teilweise lasen und da war Petra Ganglbauersä Text besonders interessant, hat die sich ja mit Veza Canetti beschäftigt, der Frau im Schatten des berühmten Nobelpreisträgers und da fallen mir natürlich Wilhelm Szabo und Valerie Szabo-Lorenz und ihr Text “Und Kafka ist es nicht”.

Ein Ehepaar bekommt Verlegerlbesuch, der fragt die Frau freundlich nach ihrem Schreiben, denn das tut, sie neben dem berühmten Ehemann, der dann liebevoll verächtlich diesen Satz sagt und diese Geschichte hätte in unser “Vier-Frauen-Buch” kommen sollen, das es dann nicht gegeben hat.

Interessant war für mich zu erfahren, daß die Autoren mehr Honorar bekommen, als die Autorinnen auch wenn sie gemeinsam auftraten, ob das auch da Paar Jandl-Mayröcker betraf und wie ist das bei den jungen Autorenpaaren?

Da wollte Sandra Gugic keine Namen nennen. Mir fallen da Lukas Cejpek und Margret Kreidl ein, die zwar morgen nicht zum Geburtstagsfest kommen, sonst könnte ich sie danach fragen. Dann ging es um das Gendern und interessant ist da, daß da die Studenten plötzlich alle “Autor Innen” sagen, was sie offenbar auf der Uni lernen. Zu Kim de L´Horizon ging es auch und da erinnere ich, zwölf Frauen, sieben Männer und eine nonbinäre Person, obwohl ich noch immer nicht so genau weiß, was das eigentlich ist?

Um die Sprache ging es und das kollektive Schreiben und die jungen Autoren, wie beispielsweise Sandra Gugic haben auch eine sehr junge Sprache, die mir nicht immer ganz verständlich ist, aber eine interessante Diskussion, obwohl ich mich jda wieder frage mußte, wo stehe da eigentlich ich mit meinem fast fünfzig Jahre schreiben und den an die sechzig selbstgemachten Büchern, zehn darüber über Corona, drei über die Flüchtlingsfrage und vierzehneinhalb Jahre bloggen? Mia Eidelhuber fragte die Autorinnen, ob sie zornig müde oder optimistisch wären?

“Zornig!”, sagte Sandra Gugic. Mr ist traurig und resigniert eingefallen und wiederhole wieder meine Frage, wie man fünfzig Jahre schreiben kann und nicht bemerkt wird? Man kann, keine Fragen und die literarischen Vorbilder?

Virginia Woolf wurde genannt. Da habe ich noch nichts gelesen. Von Streeruwitz und Jelinek schon. Ich lese aber auch Männer und habe eigentlich keine Lieblingsautoren und zwar ein paar mit denen ich Schwierigkeiten habe: Radek Knapp und Wladimir Kaminer oder David Sedaris. Also alle, die mir zu lustig sind. Joachim Meyerhoff könnte ich auch noch erwähnen und interessant.

Das sind ja alles Männer, aber richtig Helena Adlers “Fretten” hat mir nicht gefallen, weil iches für ein Wiederkäuen von Josef Winkler und Thomas Bernhard halte und ein Beleben des morbiden österreichischen Klisches und da dachte ich, als ich mit meinem Gläschen Wein im ziemlich leeren Literaturhaus stand, jetzt frage ich einmal die Literaturexperten Robert Huez und Manfred Müller, der wieder gekommen war. Johanna Öttl von der “Schmiede” hatte sich entschuldigt, wäre aber eine frau gewesen, was sie von dem Buch halten?

Sie hatten es aber noch nicht gelesen, was ich auch interessant finde. Wer bekommt den öst. Buchpreis fragte ich nochund vermutete auf Robert Menasse worauf sie mir zustimmten. Das ist aber nicht feministisch sagte ich noch und ergäzte, daß er das aber bestimmt nicht sein will und es auch nich nötig hat und, wie es nun mit meinen “Nanowrimo-schreiben” werden meine Leser fragen, das sich jetzt schon über den zehnten Tag erschreckt und da kann ich antworten höchst ambivalent.

29399 Worte, über siebenundfünfzgig Seiten und dreiundzwanzig Szenen und ich kann schauen, daß ich über die Marke drüber komme. Einige Handlungserweiterung hätte ich jetzt schon. So die Friederike Neumaier und ihren Sohn Simon eingeführt und die Eleonore Hofbauer mit ihren Töchtern. Die Flora trifft den Simon am Donaukanal und ihren tausend Büchern wird sie sie auch mehr widmen. Das heißt, sie kommt wahrscheinlich nicht so weit, denn der Jürgen hat Mortimers Enkelsohn aufgespürt. Der kommt vieleicht nach Wien auf Besuch und am Schluß der Mortimer oder sie fahren alle nach London zu einem Konzert in die Coventgarden und Corona spielt doch eine größere Rolle. Mal sehen, daß ich damit noch zwanzigtausend Worte schaffe. Eine Materialsammlung, ich wiederhole es wieder und dann kann ich mich ja am Menasse orientieren, den ich demnächst lesen werde oder an Norbert Gstrein, denn die schreiben ja auch immer endlose realistische Romane mit vielen Handlungssträngen.

Wieder Online Autorenmesse und weiterer “Nanowrimo-Bericht”

Ich bin ja irgendwann, ich weiß gar nicht mehr genau, vielleicht über Annika Bühnemann oder Julia K. Stein, die ja im Netz Schreibtips geben und daran bin ich die “erfolglose Autorin”, ja sehr interessiert auf Jurenka Jurk gestoßen, die inzwischen eine Romanschule mit einer Reihe von Trainerin und eine Ausbildung zum Romanautor hat, wo es meistens zum Jahresanfang kostenlose Workshops gibt, wie man seinen Roman fertig machen und damit erfolgreich sein kann.

Da gab es ihre Online-Autorenmesse, ich glaube, ich bin da auf sie gestoßen und glaube auch, das war auch im November, wo ja immer viel los ist.

Vielleicht habe ich auch am “Nano” geschrieben. Es war aber auch die “Buch-Wien” wo ich immer intensiv teilnahm, so habe ich glaube ich nur nebenei und ein bißchen hastig hineingeschnuppert. Es gab aber Interviews mit Autoren, die eben die bewußten Schreibtips gaben und ab da bin ich in Kontakt mit Jurenke Jurk geblieben. Das heißt, sie hat mir immer Mails geschrieben und mich zu ihren Workshops etceterta eingeladen.

Da habe ich immer wieder hineingeschnuppert und ich weiß jetzt gar nicht wieviele Online Autoren- Messen es schon gab. Zwei oder drei würde ich schätzen und jetzt ist es wieder soweit und Jurenka Jurk ist inzwischen sehr professionell geworden.

So gibt es zu dieser Messe, die am Sonntag begann und eine Woche dauert, ein umfangreiches Handbuch und man kann die ersten zwei Tage gratis hineinschnuppern und ich habe in diesen November auch, wenn die “Buch-Wien” erst in zwei Wochen beginnt, nicht viel Zeit, denn ich schreibe zum neunten Mal mit beim “Nanowrimo” beziehungsweise habe ich das fünfte Buch in diesem Jahr begonnen, die Geschichte um Flora Faun und ihre Freudenberge und bin damit auch sehr beschäftigt, habe auch einen ungefähren Plan, wie das weiter gehen soll und derzeit halte ich bei 16649 Worte, über zweiunddreißig Seiten und zwölf Szenen, aber natürlich, auch wenn es mir der liebe Uli nicht glaubt, will ich mein Schreiben verbessern und bin also am Sonntag, wo es am Anfang Schwierigkeiten gab in den Schreibraum hineinzukommen, zu dem Interview mit der Bestsellerautorin Hera Lind gekommen, von der ich, glaube ich, einiges gelesen habe und auch einige Bücher in meinen Regalen stehen habe, die erzählte, wie sie zum Schreiben gekommen ist und jetzt Tatsachenromane nach realen Geschichten schreibt. Sie wurde 1957 in Bielefeld geboren, ist ausgebildete Sängerin und mit dem Schreiben hat sie begonnen, als sie hochschwanger war und die Fluglinie sie nicht mehr zu ihrem Auftrittstermin mitnehmen wollte. So ist sie unglücklich zu Hause gesessen und hat sich dann nach einigen Versuchen zum Schreiben entschlossen und schallend dabei gelacht.

Sie ist eine, wie man es öfter von Profiautoren hört, die eigentlich keinen Plan und auch keine Schreibblockaden hat, sondern einfach drauflos schreibt, um sich selbst zu unterhalten.

Inzwischen gibt sie auch Schreibseminare und fängt da mit einfachen Übungen an und ihr Rat an die angehenden Autoren war, es einfach zu versuchen, so wie ich es auch diesmal mit meinen “Nano” machen will, einfach drauflosschreiben und das Material sammeln und spannend wird es bei mir diesmal werden, wenn ich wieder bei den dreißigtausend Worten bin, denn da waren meine letzten Texte fertig, aber diesmal will ich weiterschreiben, jeden Tag kann ich es wahrscheinlich nicht, weil ich an manchen Tagen viele Stunden habe und die “Buch Wien” gibt es ja auch, aber wenn ich so weitermache müßte ich ja an die fünfzigtausend Worte kommen.

Die Online Messe wurde am Sonntag mit dem Künstler Quijchotte eröffnet, der einen Dialogroman geschrieben und Szenen daraus gelesen hat und am Abend gab es den Workshop, der sich mit den Dialogen beschäftigt und darüber hat Hera Lind in ihrem Interview auch berichtet und das ist auch für mich ein wichtiges Thema, als ich in der Schreibwerkstatt der Eveline Haas war, war das einmal das Thema und da habe ich nichts zusammengebracht. Dann war das noch in unserer Schreibgruppe Thema, da ging es schon besser und in meinen Texten, wie auch bei der Flora Faust gibt es inzwischen ganze Dialogpassagen und Gedankenmonologe. Im Workshop ging es darum, daß man daß “sagte er, sagte sie”, weglassen und in eine Art Bühnenaktion einsteigen soll. Man bekam eine Schreibaufgabe und konnte die Texte einschicken, einige wurden besprochen, ich habe mich aber mit meiner dreizehnten Szene beschäftigt, wo die Hanja einen Brief an Paul Hofbauer schreibt, so daß ich jetzt schon bei 18 198 Worte halte und morgen kann man noch einen Tag in die Messe schnuppern, wenn man nicht das “Premium-Paket” bucht, aber da habe ich auch eine Veranstaltung geplant.

Die zwei Interwies, die für den Montag in dem Messebuch angekündigt sind, mit der 1963 geborenen Erfolgsautorin Charlotte Link, von der ich auch schon Bücher gefunden habe und den Krimi Autoren Volker Klüpfl und Michael Klobr gab es auch schon zu zu hören.

Danach muß man die weiteren Pakete buchen. Für die, die es interessiert, kann ich ankündigen, daß Dora Heidt, Jonas Jonasson, Marc Elsberg,, Jussi Adler Olsen, also lauter Spitzenautoren an die Reihe kommen und in den Workshops kann man sich mit dem “Show not tell”, den “Romananfängen”, dem “Plotten” etcetera beschäftigen.

Ganz schön professionell, wenn man es mit vorigen Messen vergleicht und Links, wo man weitere Informationen bekommen kann, gibt es auch.

Wieder “Edition-Exil entdeckt” und vierter Nano-Tag

Die “Edition Exil” ist ein “Newcomerverlag” mit dem “Exil-Preis”, der “Exil-Literaturwerkstatt” und der “Edition Exil entdeckt”, die von Christa Stippinger ins Leben gerufen wurde, stellte Barbara Zwiefelhofer, die heutige Literaturhaus-Veranstaltung vor, die ich, weil ich das Wochenende in Harland verbringe, wieder streamte und da wurde heute ein Buch vorgestellt und eine Lesung von zwei Exil-Preisträgerinnen gab es auch.

Die erste Leserin war, die 1992 in der Ukraine geborene Ganna Gnedkova, die schon lange in Österreich lebt und hier als Literaturkritikerin arbeitet.

Der erste Text, der schon vor einem Jahr geschrieben wurde, beschäftigte sich mit der Muttersprache, die man, um die Familie zu schützen, nicht so nennen darf und ging dann zu den verschiedenen Sprach- und Übersetzungsschwierigkeiten über, die man erleben kann. Die anderen Texte, “Flucht und Rettungsplan” und die Kurzgeschichte “Die Unerträglichkeit der Schnecke”, beispielsweise, hat sie erst nach Kriegsbeginn geschrieben.

Dazwischen gab es Musik zu hören, die, glaube ich, auch von einem ukrainischen Künstler gespielt wurde.

Die nächste Lesende war die 1994 in Bosnien-Herzegowina geborene Ana Drezga, die auch schon lange in Österreichlebt, 2016 den “Exil-Preis” gewonnen hat, in der “Exil Literatur-Werkstatt” tätig ist und die Ausschnitte aus ihrem in Arbeit befindenen Roman las, den Christa Stippinger, wie sie betonte, sehr gern im nächsten Jahr publizieren will und der eine rotzig freche frische Sprache hat, in dem eine Ich-Erzählerin von einer Dana und einem Theater berichtet.

Dann kam die Buchpräsentation von “Blasse Tage” eine Kurzgeschichtensammlung von Zarah Weiss, die auch Exil-Preisträgerin ist, Deutsch als Erstsprache hat und1992 in Düsseldorf geboren wurde. “Ihre Texte erzeugen sofort Bilder”, erklärte Christa Stippinger und die Autorin las zwei Texte. Zuerst die Geschichte “Weisser Rauch”, wo es um ein Kind, ein Tier, um verstrickte Familienverhältnisse in einer dörflichen Gemeinschaft, beziehungsweise, um die Schwester Martha, die zu rauchen beginnt, geht und die Erzählerin verläßt und im Hof eine Melkmaschine angeschafft wird.Die zweite Geschichte hieß “Häschen in der Grube”, die von einem toten Hasen handelte, war auch sehr spannend und Zarah Weiss freute sich endlich ihr Buch in der Hand halten zu können. Dann gab es großen Applaus. Das Literaturhaus war wieder sehr voll von Freunden und Fans.

Und von meinem “Nanowrimo-Schreiben” kann ich berichten, daß ich wieder sehr fleißig gewesen bin. So habe ich heute nicht nur “Die gestohlenen Jahren”, die jetzt auch ein Cover haben, nochmals durchgesehen und zwei Fehler entdeckt, sondern auch zwei Szenen bei der “Flora Faun” weitergeschrieben, so daß ich jetzt bei über zwanzig Seiten, sieben Szenen und 10.135 Wörter halte und derzeit nicht sehr zufrieden, damit bin, sondern wieder “Ich kann es nicht!”, denke und auch noch keinen richtigen Plot habe, sondern mich von Szene zu Szene vorwärt hantle. Da soll der kleine Jürgen mit seiner Mutter zu einem Konzert seines Vaters gehen und Flora ist beim zweiten Buch. Kristine Bilkaus “Nebenan” und ihr Jugendfreund Mortimer und ihre Träume lassen sie nicht schlafen. Aber das ist ja eigentlich Absicht des “Nanowrimos”, daß man plotlos, die fünfzigtausend Worte schreibt und da bin ich jetzt zwei Tage voraus, so daß ich mich eigentlich entspannen kann.

In Memoriam 2022 und zweiter Nanowrimotag

Am zweiten November, dem Allerseelentag, wird seit achtzehn Jahren im Literaturhaus veranstaltet von Karin Ivancsics von der ich schon einige Bücher gelesen habe, verstorbenen Schriftstellern und GAV-Mitgliedern gedacht. Einige Male war ich dort, 2020 habe ich die Veranstaltung gestreamt, und da hat ja, während die Veranstaltung im Literaturhaus stattfand, da war ja, glaube ich, noch kein Lockdown, der Terroranschlag stattgefunden und heuer hätte ich wieder normal hingehen können, hatte aber leider wieder eine Stunde, also auf den Stream gewartet und bis es soweit ist, kann ich über meine Schreiberfahrung berichten, denn ich habe mich ja wieder, nachdem ich vorige Woche am Nationalfeiertag überraschend mit dem “Sozialen Kreditsystem” fertig geworden bin, entschlossen, am “Nanowrimo” teilzunehmen und interessant ist da auch, daß ich einige Male, als ich den Toten gedachte, auch am “Nanowrimo” geschrieben habe.

“Flora Fauns Freudenberge oder Seifenblasen fliegen gegen die Luft” wird der Text heißen. Am letzten Mittwoch, dem Nationalfeiergag, habe ich die Fenster geputzt, am Freitag dann alles vorbereitet, mir die Bilder, die mir dazu Anregung geben sollen aus “”Woman- und “Wien live- Zeitschriften” gerissen, ein paar Charakterbögen ausgefüllt. einen entsprechenden Blogartikel habe ich schon geschrieben und dann am Samstag mit der ersten Szene begonnen.

Das waren etwa 1500 Worte. Also wieder etwas vorgeschrieben und geschummelt und dann am ersten November, also gestern, die zweite Szene und heute die dritte.

Die ersten zwei sind Flora Fauns Traum und dann die erste Bücherlesung nach Bildern im Stadtpark. Die dritte Szene, die ich heute vor meinen Stunden geschrieben habe, ist dem kleinen Jürgen Jelleweil, dem Nachbarbuben gewidmet. Zehneinhalb Seiten und wie erwähnt 3 Szenen und 4927 Worte habe ich schon.

Ob ich so schreiben, wie im Vorjahr, wo ich erst später zum Schreiben angefangen habe? oder mich wieder offiziell anmelden soll, habe ich überlegt. Mich dann für den offiziellen Weg entschlossen, so daß ich meine Fortschritte an Hand der Graphik hautnaher, als sonst verfolgen kann. Buddies habe ich keine. Es ist also doch ein einsames Schreiben und einen Plot, wie es der Gründer wollte, auch nicht wirklich. Aber den Vorsatz jeden Tag, wenn ich zum Schreiben komme, das werde ich nicht jeden, denn ich habe ja viele Stunden und die “Buch-Wien” gibt es in drei Wochen ja auch, möglichst ein Kapitel mit den gewünschten 1615 Worten zu schreiben, damit ich vielleicht an die gewünschten fünfzigtausend Worte komme und dann mit dem vorhandenen Material den Text konzipieren.

So schwebt mir es vor. Mal sehen, wie es wird? Ich bin gespannt und inzwischen hat sich im Literaturhaus Robert Huez gemeldet, der die Namen, der im letzten und diesen Jahr verstorbenen GAV-Autoren und der Autoren, die sie würdigten verlas.

Margarete Herbst und Michael Bruckner haben musikalisch untermalt und Monika Vasik hat die erkrankte Karin Ivancsics vertreten und durch die Veranstaltung moderiert und da zuerst den Lebenslauf von der im letzten Dezember verstorbenen Christine Haidegger verlesen, die ich in den siebziger oder achtztger Jahren kennenlernte, ihren Roman “Zum Fenster hinaus” gelesen habe und sie dann in der GAV immer wieder getroffen. Zu ihrem Symposium “Sichten und Vernichten” hat sie mich einmal nach Salzburg eingeladen und beim letzten “Tag zur Freiheit des Wortes”, den ich organisiert habe, hat sie gelesen.

Ihr Salzburger GAV-Kollege Fritz Popp hat dann einige Gedichte von ihr gelesen, die ihm, wie er dazu erzählte, sehr gefallen haben. Der nächste Verstorbene war der am achten Februar verstorbene Gerhard Roth, dem berühmten Schriftsteller mit seinen beiden Zyklen “Die Archive des Schweigens” und “Orkus” und Martin Kubaczek von dem ich auch schon einiges gelesen habe, hat ihn gewürdigt und einen Kunstessay “Der Bleistift” über den bildenden Künstler Siegfied Anzinger gelesen, die in den Neunzigerjahren in einem Kunstband der Zentralsparkassa erschienen sind.

Dann kam Claudia Bitter, die den im Juni verstorbenen Josef Zoderer würdigte und den 1935 Geborenen habe ich noch wenige Tage vor seinem Tod aus seinem Gedichtband “Bäume im Zimmer” alesen hörte und las zuerst ein Stück aus seinem “Glück beim Händewschen” wo es um sein Internatsleben ging und dann ein par Gedichte aus seinem letzten Band, von dem Claudia Bittner erzählte, daß auch sie den Band wenige Tag vor seinem Tod in der Hauptbücherei gefunden und gelesen hat.

Dann wurde Wolfgang G. Eigensinn gedacht, der auch den Namen Wolfgang Ebensee trug, Melamar hat einige Texte aus einem vergriffenen Gedichtband gelesen.

Dann kam Ilse Kilic und las ein Stück aus dem Buch “Gespräche mit dem Wolfsmann”. Das war ein Patient Sigmund Freuds ,den die 1943 geborene und im August 2021 verstorbene Karin Obholzer noch im Alter am Steinfhof besuchte und mit ihm sprechen konnte.

Dann kam der liebe Rudi, wie ich Rudolf Lasselsberger immer nenne und gedachte dem 1937 geborenen Eugen Bartmer,n der im Jänner gestorben ist, der von Beruf Schlosser war, in der Zeitschrift “Tarantl” publizierte, dem “Werkkreis der Arbeitswelt§ angehörte und mit dem ich glaube ich schon beim Volksstimmefest und bei der “Poet Night” gelesen habe. Rudi Lasselsberger, der jetzt lange Haare hat, hat den Text “Am Kaiserwasser” gelesen.

Dann kamen, wie Monika Vasik erwähnte drei Autoren, die sehr alt geworden sind. Der Erste war der 1935 geborene Oswald Wiener,Mitglied der “Wiener Gruppe” und Mitbeteiligter an den berühmten””Uni-Ferkeleien” von dem ich gar nicht wußte, daß er erst im vorigen November verstorben ist.

Der nächste Autor war der 1930 geborene und am ersten Februar 2022 verstorbene Medienwissenschaftler Friedrich Knilli, der ein Buch über den NS-Progpagandafilm “Jud Süß” und seinen Hauptdarsteller geschrieben hat und der dritte Autor, Herbert W. Franke, der Science Fiction Autor, den auch die Ruth bei ihren nächsten Privatissimum würdigen will.

Der letzte Autor Jad Turjman war viel jünger. Wurde er doch erst 1989 in Damaskus geboren und verunglückte im Juli am hohen Göll in den Berchtesgardner Alpen, er hat als Flüchtlingshelfer gearbeitet und drei Bücher im Residenz-Verlag” herausgebracht aus einem hat Christa Nebenführ gelesen und ich habe von ihm, wie auch von Friedrich Knilli, glaube ich, noch nicht viel gehört.

Eine interessante Veranstaltung und eine Begegnung mit bekannten und unbekannten Autoren, denen man am Allerseelentag und wahrscheinlich auch sonst gedenken und sie lesen soll und so hat es im Literaturhaus auch einen Büchertisch gegeben.

Wieder ein “Nanowrimo”?

Es ist der achtundzwanzigste Oktober, wo man sich die Frage stellen könnte, ob man beim “Nanowrimo” mitmachen soll?

Eine Frage, die sich für mich bis auf wenige Tage gar nicht stellte. Denn da korrigierte ich ja an meinen “Sozialen Kreditsystem”, und bin weil ich jetzt wieder mehr Stunden habe und vorige Woche nach Frankfurt surfte in der letzten Zeit auch nicht sehr oft dazugekommen. Dann bin ich am Nationalfeiertag doch überraschend damit fertig geworden, habe den Text zum Druckerei fertig machen an den Alfred geschickt und Pläne für das Nächste habe ich auch irgendwie schon, obwohl ich mich damit in der letzten Zeit nicht sehr viel beschäftigt habe.

Aber beim “Tag der offenen Tür” des “Writersstudio” habe ich ja nach einem Bild, den Anfang einer Geschichte geschrieben. Ein Wunderkind, das eigentlich keines sein will ist, aber von seiner Mutter dazu gedrängt wird und die Idee mich statt der Pandemie, die ja jetzt vielleicht wirklich vorbei sein könnte, wenn man sie läßt, aber leider von vielen anderen Krisen ersetzt wurde, wieder mit einer Bücheraufleserin zu beschäftigen ist mir auch schon gekommen.

Da liest wieder eine ihre Bücher auf, beziehungsweise versetzt sie sich in deren Charaktäre und spannt Geschichten daraus. Geschichten aus tausend und einem Buch, bis es sich dann sterben läßt, Da braucht man wohl an die zehn Jahre dazu. Die Idee dazu ist mir zwar erst vor kurzem gekommen, aber das Buch aus anderen Protagonisten zu schreiben, habe ich schon länger geplant. Ist zwar ein wenig schwierig und sicher nicht in ein paar Wochen, also auch nicht im November zu schreiben.

Aber eine spannende Idee und da will ich wieder was Neues ausprobieren. Diese Idee ist mir dann wieder abhanden gekommen und als ich am Mittwoch meine Fenster putzte, war sie und die ersten Szenen auf einmal da.

Die Heldin könnte Flora Faun heißen. Flora und Fauna wäre da das poetische Element und der Text, da hätte ich ja einen Titel “Seifenblasen fliegen gegen den Himmel” schon in meinen Notizbuch notiert.

“Flora Fauns Freudenberge” täte es aber auch und die ist eine ältere Frau und um den Pandemiebezug, den es in Zeiten, wie diesen natürlich geben muß, ist eine Masken-und Testverweigerin, hat die Pandemie und die NI-Lockdowns also irgendwie gut hinter sich gebracht und jetzt das Problem, daß sie nie in ein Spital oder Pflegeheim kann, also gesund bleiben muß.

Eine mögliche Demenzangst gibt es vielleicht auch und sie hat viel Bücher. Nachschub wäre ja auch aus den Bücherschränken zu besorgen und da könnte sie ihre tausend und ein Bücher auflesen, um erst dann zu gehen und sie ist auch wieder irgendwie isoliert und hört aus der Nachbarwohnung Klavierklänge dringen. Das übt, weiß sie, mehr oder weniger freiwillige der dreizehnjährige Jürgen Jelleweil von seiner Mutter Agathe, eine Musiklehrern oder Architektin, gedrängt, um ein Wunderkind zu werden und einen Mortimer Morris gibt es auch. Das ist ein Jugendfreund von ihr und einer an den sie denkt, telefoniert oder smst und der will sie besuchen kommen.

“Noch nicht! Laß mich zuerst meine Bücher auflesen und Geschichten daraus erzählen und formen!”, so weit, so what.

Die Idee mir die Geschichte aus Bildern zu erschreiben ist mir ja bei den “Tagen der offenen Tür” im “Writersstudio” gekommen. Die muß ich mir erst suchen und eigentlich und genaugenommen, wäre ein “Nanowrimo” für mich vielleicht sogar kontrainduziert.

Denn das ich das kann, in einem Monat einen Rohtext schreiben habe ich Ja schon sieben oder achtmal oder noch viel mehr bewiesen. In der letzten Zeit bin ich auch schon viel früher damit fertig und die Texte werden kürzer und eigentlich will ich mir ja immer Zeit lassen, die Geschichte kommen und lang werden lassen und für diese Pläne braucht man, wie erwähnt sicher Zeit.

Andererseits reizt das Datum. Ich bin meistens schon mit ein paar tausend Wörtern eingestiegen oder im letzten Jahr erst in der Mitte des Monats.

Aber diesmal hätte ich nicht viel mehr, als die schon skizzierten Ideen und könnte neu durchstarten, Also ein Monat lang Rohmaterial sammeln und dann erst den Roman daraus formen. Meine guten, nie so ganz verwirklichten Vorsätze, ich weiß.

Aber weil es zeitlich so gut liegt, werde ich mich wohl anmelden und sehen wie es weiter geht. Also heute nach Bildern suchen und dann mit den ersten zwei Kapitelnideen einsteigen und dann sehen, wie es weitergeht. Ich bin gespannt und werde meinen Lesern davon berichten.

Neue Schreibpläne

Während ich mehr oder weniger lustlos mein “In den Wolken leben” korrigiere und nicht so ganz damit zufrieden bin, wachsen bei mir schon neue Schreibepläne.

Da bin ich ja hin- und hergerissen. Einerseits denke ich mir regelmäßig, ich habe schon genug geschrieben, bin schon ausgeschrieben und mir fällt nichts Neues mehr ein. Bin andererseits aber wahrscheinlich doch so schreibesüchtig, daß meistens schon während des Korrigierens die neuen Pläne kommen.

Mit dem “Sozialen Kreditsystem” war ich ja irgendwie blockiert und habe länger als sonst gebraucht, das Vorhandene immer wieder umgeschrieben und ihm einen neuen Touch gegeben, weil ich nicht so recht wußte, soll ich jetzt über Covid schreiben oder nicht! Das ist dann trotz Sommerwelle in die Sommerpausee gegangen, scheint, beziehungsweise die Maßnahmenverlängerungsforderungen wieder zu kommen und nach dem Urlaub habe ich meinen Text einen neuen Touch gegeben. Bin im Rohtext fertig und gerade beim Korrigieren und da wir schon Anfang Oktober haben, stellt sich auch die Frage, soll ich heuer beim “Nanowrimo” mitmachen oder nicht und da habe ich mir bei dem “Tag der offenen Tür” beim “Writersstudio” auch einige Impulse mitgenommen. Vor allem der “Kinderbuch-Workshop” war sehr interessant, denn da hat die Leiterin einfach ein paar Bilder ausgelegt. Gesagt “Nehmt euch eines und schreibt!” und ich habe da mit dem Klavier spielenden Jungen einen ganz flotten Anfang hingelegt.

Da war die Idee von der Flora Steinfeld, der siebzigjährigen Bibliothekarin, die wieder einmal alle ihre Bücher aufliest, schon da. Das ist nichts Neues ich weiß. Aber ich dachte, ich lasse sie mit den Romanfiguren kommunizieren und spinne daraus die Geschichten oder den Roman.

Einfacher gesagt als dann verwirklicht, ich weiß, aber eine Idee wär das schon und darin könnte ich auch die Geschichte von dem kleinen Jürgen Jellewein intrigieren.Inzwischen denke ich die Flora ist fünfundsiebzig. Corona ist mehr oder weniger vorbei. Die Teuerungskrise und die Kriegsangst etcetera da und sie denkt “Wenn ich krank werde, kann ich in kein Spital!”, weil sie auch keine Maske und keinen Test machen will. Ein Problem, daß ich in Zeiten, wie diesen Tatsächlich auf uns zukommen sehe und da auch schon einige Erfahrungsberichte hörte.

Durch Corona hat sie auch alle ihre Freunde verloren. Sie sitzt also in ihrer Wohnung, geht einkaufen und spazieren und sonst lebt sie mit ihren Romanfiguren, denkt sich ihre Geschichten aus und hört den kleinen Jürgen aus der Nachbarwohnung klimpern und das Ganze könnte “Seifenblasen in den Wolken”, heißen.

So weit, so what, das könnte ich also als Nächstes schreiben. Entweder wenn ich mit dem “Sozialen Kreditsystem” fertig oder wenn ich bis November noch nicht soweit bin, das neue Projekt einschieben. Bezüglich, daß ich immer schon viel früher fertig bin, wäre da ja die Idee jeden Tag eine Geschichte, ein Kapitel schreiben, das 1600 Worte umfasst und das Ganze nur als Rohfassung oder Materialsammlung verstehen. Vorher eine Reihe von Bilder sammeln und daraus die Geschichte schreiben wäre die Idee. Mal sehen, wie es wird und sich damit nicht unter Druck setzen.

Das wäre vielleicht das Neue und jetzt die Ideen sammeln. Ich bin ja diesbezüglich schon viel lockerer und die Idee mit den Buchfiguren wäre auch sehr spannend. Da würde der Jürgen Jelleweil ein bißchen stören, ließe ich aber verbinden.

So weit, so what und wieder ein Schreibidee, richtig. Das “Soziale Kreditsystem” wird noch korrigiert und hoffentlich verbessert.

Die “Uhren” warten gerade auf den Versand und “Die gestohlene Jahre” müssen vom Alfred noch korrigiert und das Cover gefunden werden. Da bin ich vielleicht auch nicht so ganz glücklich, denn in dem Jahr 2025, das da beschrieben wird, gibt es keine Stromabschaltungen und kein Atomkrieg, wie es real vielleicht sein wird. So rosig ist es in drei Jahren wahrscheinlich nicht. Aber das habe ich, als ich das Ganze geschrieben habe, noch nicht gewusst.

Mich beschäftigt ja immer noch die Frage, wie mache ich aus Corona einen dystopischen Roman? Das schwebte mir schon seit dem “Frühlingserwachen” vor. Bin dafür in die Zukunft gegangen und jetzt ein bißchen ins Jahr 1984 zurück.

Mal sehen, wie es wird? Und schön, daß ich schon neue Ideen habe, über die ich berichten kann und damit die Chance, daß es mir diesmal gelingt, gesehen und gehört zu werden.

Covid ist jetzt doch vorbei

In meinem derzeitigen Romanprojekt, in der Wirklichkeit wahrscheinlich doch nicht so ganz. Obwohl Österreich jetzt schon auf gelbgrün geschaltet wurde und die Schule offensichtlich ohne Masken- und Testpflicht beginnen wird. Im Hintergrund lauern aber wahrscheinlich die möglichen neuen Corona-Wellen und auf jeden Fall ist jetzt schon die nächste oder sogar schon übernächste Angstwelle da. Seit Februar gibt es Krieg in der Ukraine, alles wird teurer und teurer und es wird ein kalter Winter werden. Die Klimakatastrophe gibt es auch, was mich befürchtet läßt, daß meine “Gestohlenen Jahre”, die ja noch nicht erschienen sind, aber im Jahr 2025 spielen, einen unrealistischen Hintergrund haben, denn da ist Corona zwar wahrscheinlich auch vorbei, das Leben ist aber ziemlich normal und so wird es in drei Jahren höchstwahrscheinlich nicht sein.

Aber ich habe mich ja, als ich meinen neunten oder zehnten Corona-Text geschrieben hatte und dieses Thema, das mich ja sehr bewegt, von allen seien Seiten, von hinten und von vorn und von links und nach rechts, das sich ja in den letzten Jahren sehr verschoben hat, betrachtet habe, wann ich endlich etwas anderes als über Corona schreiben werde?

Dann bin ich in im Mai in die Konditorei “Aida” in die Mariahilferstraße gegangen, die vage Idee über das chinesische Sozialkreditsystem, wo ich ein paar Videos gesehen habe, zu schreiben, war schon da und ich habe tapfer damit angefangen.

Damit bin ich aber nicht sehr weit damit gekommen, habe von einer Schreiblockaden gesproche und habe das, was ich hatte, korrigiert und korrigiert. Das Problem war, daß ich ja nicht wußte, wie es mit der Pandemie weitergehen wird? Damals im Mai wurde ja gerade gelockert und dann wieder verschärft. Die Teuerungen warren auch schon zu spüren, daß es aber ein kalter Winter werden wird und wir die Zähne zusammenbeißen müssen und wenn wir dann vielleicht auf Demos gehen, schon wieder rechte Schwurbler und sogar Volksfeinde sind, davon war noch keine Rede.

Inzwischen hat sich viel verändert. Auf der politischen Ebene und mich hat mein Kroatienurlaub wirkch auf neue Ideenstränge gebracht.

Der von der Sun-Jong, dem chinesischen Mehrkind, das zur Adoption nach Wien gebracht wurde, war schon da und die Serviererin Rosa Horvath, was vielleicht nicht wirklich neu war und auch, daß eine pensionierte Psychologin, die über das chinesische Sozalkreditsystem, von dem sie nicht wirklich was versteht, schreibe will, war nichts Neues.

Deshalb bin ich wahrscheinlich auch so dahingetümpelt und habe mir gedacht, soll ich jetzt auf hören oder weiterschreiben und in Senj ist mir dann die Idee mit der Johanne Amundsen gekommen, die die Bücher meines Alter Egos Eja Augustin findet und ich dachte, die schicke ich nach Wien. Davon gibt es im Blog schon drei Goodies, wie ich das in meinen Text integrieren will, ist mir noch nicht so ganz klar. Aber seit ich aus dem Urlaub zurück bin, habe ich weitergeschrieben und halte jetzt bei 24 713 Worten, fast neunnundvierzig Seiten und vierundzwanzig Szenen und irgendwann habe ich geschrieben, es bleibt bei der Pandemie und fange damit vielleicht noch einmal neu an oder verändere etwas.

Das hat sich inzwischen auch geändert. Denn jetzt hat mich die allgemeine Stimmung, die Pandemie ist aus, wenn man sie läßt, wir sind aber in der zweiten oder dritten Krise und haben nichts davon. Und da ist mir wahrscheinlich schon in Kroatien “1984” eingefallen, den berühmten Roman, den ich einmal gelesen und im Workshop mit Stephan Teichgräber auch besprochen habe und der, wenn ich ihn auch noch nicht wiedergelesen habe, leider inzwischen erstaunlich aktuell ist.

Daß das Handy den Televisor von damals ersetzen könnte, ist mir auch schon eingefallen und dann hat die Steffi in der Konditorei “Aida” auch einen Winston Smith getroffen, einen Engländer der im British Council Englisch unterrichtet und der schreibt ein “1984 revisted”, das ins Jahr 2020 verlegt wurde.

Also viele Handlungsstränge, die das Ganze vielleicht länger als die berühmten dreißigtausend Worte meiner letzten Texte werden lassen kann. Man kann auch sagen eine Materialsammlung aus der noch etwas werden kann, wenn ich mir Zeit lasse und mit den zeitlichen Veränderungen schreibe, dann wirds vielleicht ein ganz interessanter aktueller Roman.

Das Ganze ist jetzt noch ziemlich vage und unausgegoren und ich werde es wahrscheinlich noch gründlich überarbeiten müssen, um einen brauchbarren Roman herauszubekommen.

Ich bin aber sehr zuversichtlich und motiviert. Die Hemmung ist weg, das habe ich schon geschrieben, werde darüber berichten und freue mich bei meinen Lesern natürlich über Rückmeldungen, Anregungen, Tips und konstruktive Kritik und der vorläufige Arbeitstitel wird sich höchstwahrscheinlich auch noch verändern. Ich bin gespannt und mal sehen, in welche Richtung es noch gehen wird.
















Wie gehts weiter mit der Steffi?

Wie gehts meinem neuen Projekt, wirds was oder nicht? Das ist ja eine Frage, die mich schon seit Mai beschäftigt und da habe ich ja ziemlich überhaps, das heißt ohne wirklich genau zu wissen, über was ich schreiben will, mit dem vierten Text in diesem Jahr begonnen. Über das chinesische Sozialkreditsystem wollte ich da schreiben und habe mit der Steffi Schuster, einer pensionierten Psychologin, begonnen und mir da schon gleich gedacht, nicht schon wieder über eine alte Frau, die in ihrer Pension einen Roman schreiben will. Also schreibt sie eine Studie und beschäftigt sich mit der gesellschaftlichen Situation. Sie ist im Gegensatz zur Mathilde eher angepaßt, ist geimpft und keine Rebellin und wie ist das mit der Pandemie ist sie jetzt vorbei oder nicht?

“Gar nicht!” hat man im Mai gesagt und die Affenpocken erwähnt.

“Nicht wirklich!”, würde wohl die heutige Antwort laufen, obwohl es nur circa fünf bis siebentausend tägliche Neuinfektionen gibt. Da testen sich die Leute nicht mehr, die Dunkelziffer ist viel höher und die nächste Variante lauert sicher schon irgendwo. Aber die Menschen, die in Kroatien oder sonstwo waren und sahen, wie es dort zugeht, interessiert das vielleicht nicht mehr wirklich und auch die anderen haben ihre Sorgen. Die Stromrechnung mit horrender Nachzahlung kommt, die Fernwärme und die Parkpickerln werden angehoben, die Butter wurde um fünfunddreißig Prozent teurer und die Post verlangt ab Oktober einen Euro für die normale Marke, dann gibts noch den Krieg in der Ukraine. Der Gashahn wurde abgedreht. Wir werden im Winter frieren und die Angst vor dem Atomkrieg ist auch gegeben.

Da geht die Pandemie, obwohl man in den Öffis Maske tragen muß, vielleicht unter. Ich würde fast meinen, sie ist in die zweite Welle gegangen. Jetzt hat man Angst über sein Überleben und vor einem neuen Krieg. Daß da sich autoritäre Regime leicht etablieren können ist ganz klar.

In diese Situation könnte ich einsteigen. Die Steffi bekommt ihre Stromrechnung und beschäftigt sich damit und damit das Ganze nicht nach dreißigtausend Worten, jetzt habe ich etwa eintausendsechshundert, wieder fertig ist, habe ich mir aus Kroatien die Schiene der Johanne Amundsen mitgebracht, die dann wieder über das erfolglose Schreiben der Eja Augustin forscht und George Orwell oder “1984″ ein Buch das ich vor zig Jahren gelesen habe und denke, daß es hautnah aktuell ist und eine Wirklichkeit beschreibt, die wir jetzt haben, wär ja auch ein Tip.

Da trifft die Steffi in ihrer Kondi einen Engländer, der Winston Smith heißt und dann haben wir ja noch Sun-Jong, die Mira Edelbauer und die Tina Horvath, also Stoff genug für einen Roman und wenn ich mir dabei Zeit lasse, kann ich auch das politische Geschehen beobachten und es einbeziehen.

Klingt gut, nicht wahr, Kritiker, das meint ihr doch auch? Und ich habe als ich von den Urlauben zurückgekommen bin auch schon weitergeschrieben, so daß ich jetzt bei 18 736 Worten, siebenunddreißigeinhalb Seiten und achtzehn Szenen halte und ja Kritiker, das Ganze ist noch ziemlich vage und ich muß mich wohl am Riemen reißen, nicht vor mich hinzuschludern, sondern in die Tiefe zu gehen und das Ganze könnte sich ausweiten und was werde .

Ein bißchen verrückt oder unrealistisch könnte es mit der Johanne Amundsen, der Eja Augustin und den Winston Smith werden. Aber da habe ich jetzt ja auch einige Vorbilder gelesen. Helmut Krausser schreibt von Untoten oder Magiern, die schon Jahrhunderte leben. Tom Kummer läßt sich von seiner toten Frau betrügen, die eine männliche Nase hat und im Flieger “Sir!”, genannt wird.

Und wenns mir gelingt, was mir noch zugegeben vage vorschwebt, dann hacke ich mit meinen Protagonisten in eine aktuelle und auch sehr kritische Situation ein. Da wär Zeit lassen gut und ich schreibe über die Krise und mein Ziel wär da eine spannende Geschichte zusammenzubekommen und meine Hemmungen, die ich ja jahrelang hatte, sind weg oder sehr gering vorhanden. Jetzt, denke ich, kann und darf ich über alles schreiben. Es darf so verrückt und unlogisch sein, wie es will, die Literaturgrößen machen es mir vor und ich habe ja Zeit und schon sechzig Bücher geschrieben. Zwei davon müßen noch fertig werden und wer will kann sich im Netz ja darüber informieren und so bin ich gespannt und zuversichtlich, obwohl die Zeit nicht rosig ist und es meine psychologische Praxis, die krisenbedingt jetzt sogar Aufschwung hat, auch noch gibt und außerdem werde ich ja demnächst wieder mit dem Buchpreislesenmarathon anfangen.

Weiter mit den Sommerfrischenwochenenden

Die gab es in diesem Sommer wegen unseres Kroatienurlaubs und unseren Badeaufenthalt in Ungarn bis jetzt nur relativ wenig. Aber einige werden es noch sein, da wir ja am Freitag aus Bük zurückgekommen sind und nun unsere üblichen Wochenendrituale abhalten können.

Das heißt, so ganz üblich sind sie nicht. Denn Erstens hatte der Alfred, am neunten August seinen siebenundsechzigsten Geburtstag und da will er am Sonntag immer grillen. Meistens sogar ein Fest machen. Aber meistens lädt er dazu zu spät, die Leute ein, die dann auf Urlaub sind und daher nicht kommen. So ist das auch heuer. Der Karli ist mit der Anna gerade aus der Schweiz zurückgekommen. Die Doris Kloimstein fährt nach Frankreich und muß noch packen. Die Anna und die Lia waren aber eingeladen. Der Andreas ißt nichts zu Mittag und der Hund Ouzo sowieso. Der liegt dann immer unter Tisch und wartet auf die Cevapcici, die ich dann meistens will.

Aber gegrillt hat der Alfred schon am Freitagabend, weil er wegen der vielen Buffets in Bük am Freitag nichts zu Mittag gegessen hatte und das letzte Wochenende am Markt schon Fleisch eingekauft hat.

Am Markt waren wir auch diesen Samstag und da habe ich dann mit der Doris Kloimstein, die Bücher getauscht. Meine Zusammengesammelten habe ich schon das letzte Mal erwähnt. Sie hat mir ein Buch Auguste Laar mitgebrecht, die ich ja von den “Schamrock-Festivals” kenne und einen Gedichtband der Elisabeth Schawerda, über die sie im “Podium” Rezensionen geschrieben hat.

Vorher hatte ich ein kleines Problem mit meinen Rad, mit meinen Rädern. Denn ich habe ja zwei, hat mir doch der Alfred vor zwei Jahren ein Neues gekauft und das ist mir beim Herausrollen aus der Garage ein wenig umgekippt und nachher hat es gesurrt und gebrummt, so daß ich das Alte genommen habe. Da war aber wenig Luft darin, der Höhenversteller hat geklemmt und Schlüssel für das Schloss hatte ich auch keinen, weil ich ja in Neuberg an der Mürz meinen Schlüsselbund verloren habe und da war er darauf. Es ist aber alles gut gegangen, niemand hat es mir gestohlen und Neuigkeiten haben mich auch erwartet, als ich von Ungarn zurückgekommen bin.

Die Doris Kloimstein ist ja immer so nett, mir die literarischen Events zuzuschicken, aber ich hatte schon gewußt, daß Emine Sevgi Özdamar, die auch auf der Belletristikliste des “Leipziger-Buchpreises” gestanden ist, heuer den “Büchner-Preis” bekommt und Salman Rushdie wurde in New York bei einer Veranstaltung in den Hals gestochen und verletzt.

Wenn wir schon bei den Preisen sind, Lisa Spalt bekommt heuer den “Veza Canetti-Preis” und um wieder auf die Außergewöhnlichkeiten dieses Sommerfrischewochenende zurückzukommen, es ist ein besonders langes, denn der fünfzehnte August ist ja ein Feiertag und da geht auch mein diesmal langer Urlaub zu Ende und das Alltagslebens geht wieder an und am “Sozialen Kreditsystem” oder wie immer der Text später, wenn er fertig werden sollte, habe ich auch weitergeschrieben. Eine Szene, wo die Steffi Schuster den Bundeskanzler Nehammer im Fernsehen sagen hört, daß einem dann nur mehr “Alkohol und Psychopharmaka bleiben wird und dann bekommt sie ein SS von ihrer Jugendfreundin Frieda Holm, die in Stockholm Psychologin ist oder war und die kündigt ihr den Besuch ihrer Nichte Johanne Amundsen an, die ja in Wien nach einer Autorin forscht, deren Bücher sie im Campingplatz von Senj gefunden hat.

Dann sind noch zwei Szenen geplant, wo die Sun-Jong wieder im Impfzentrum zu arbeiten beginnt und später der Tina Horvath eine Chinesischstunde gibt. Dann käme die Begegnung mit Wilston Smith in der Konditorei Aida. Aber da sollte ich mir noch “1984” suchen und da Buch nochmals lesen. Dafür werde ich demnächst eine Johanne Amundsen Szene hier als Goodie einstellen und hoffen, daß ich mit meinen Work on Progress halbwegs oder sogar ganz gut weiterkomme und die “Uhrengeschichte” sollte auch bald fertig korrigiert sein und an die Druckerei gehen.

Neue Schreibideen

Ich bin ja mit den dreiundzwanzigeinhalb Seiten, elf Szenen und 11 314 Worten Rohentwurf, der Steffi Schuster oder “In den Wolken leben” in den Kroatienurlaub gefahren und habe auf neue Ideen gehofft.

Denn ich habe es schon öfter geschrieben, ich fühle mich ein bißchen ausgeschrieben und bin ja überhaupt erfolglos. Habe in diesem Jahr aber schon drei CoronaTexte, eher kürzere Erzählungen, geschrieben und im Mai dann sehr schnell mit dem Vierten angefangen.

Das heißt, da wußte ich nicht, ob ich wieder über Corona schreiben soll? Eigentlich wollte ich das nicht sondern über das Soziale Kreditsystem, über das ich aber nicht wirklich viel etwas weiß und bin dann in die Cafe Konditorei Aida auf die Mariahilferstraße gegangen und habe dort das Gespräch zwischen einer älteren Dame und der Serviererin beobachtet und die dann etwas später in einem Geschäft mit Maske gesehen. Das hat mich beeindruckt und ich habe überhaps zu schreiben angefangen. Das Problem war aber, ist die Steffi Schuster jetzt eine Maskenverweigerin, wie die Mathilde?

“Nicht schon wieder!”, höre ich meine Kritiker schon schreien und wann spielt das Ganze? Ist Corona vorbei oder bin ich noch mitten drin? Also vorbei, denn ich will ja nicht mehr über Corona schreiben, aber da weiß ich ja nicht, wie es dann ausschaut? Wie es dann mit der Teuerung, dem Gas, dem Virus, den Masken, der Entmündigung, der Überwachung, etcetera ist?

Im Mai galt ja noch die ausgesetzte Impfpflicht. Jetzt ist die abgeschafft und man darf mit Maske auch als Positiver in ein Restaurant und arbeiten gehen, dort aber nichts essen und trinken und die Maske acht Stunden nicht abnehmen. Ein wenig verrückt und es meldet sich Widerstand. Obwohl die Zahlen zurückgehen, spricht man immer noch von der Sommerwelle und vier Szenarien für den Herbst sind auch schon geplant.

Ich habe das Ganze, weil ich nicht wirklich damit zufrieden war, also mehrmals umgeschrieben, da aber, wie das bei mir meistens so ist, nicht wirklich viel verändert. So das ich immer noch denke, ich sollte vielleicht anders anfangen. Aber wie, aber was?

Ich bin, glaube ich ,mit drei oder vier Szenenplänen weggefahren. Die Steffi hört sich die Nachrichten an, die Sun-<Jong beginnt wieder im Austra Center und die Tina hat ihre erste Chinesisch Stunde.

Vielleicht bekomme ich in Kroatien Ideen habe ich gedacht. Das letzte Mal habe ich mir ja eine ganze Erzählung von dort mitgenommen bzw. geschrieben. Ich habe mir die Seiten ei ngepackt, aber nicht wirklich vorgehabt, dort zu schreiben. Weil kein Laptop und seit ich den ersten “Nano” geschrieben habe, habe ich mir den ersten Entwurf mit der Hand zu schreiben, wie ich das vorher machte, abgewöhnt.

Als wir 2009 nach Sizilien und Bozen gefahren sind, habe ich einige Szenen der “Sophie Hungers” glaube ich, mit der Hand geschrieben, aber nachher nicht mehr lesen können und soviel Papier wollte ich mir auch nicht mitnehmen. Das Notizbuch aber schon und darin kann ich ja die Ideen aufnotieren.

Daß eine Ortsveränderung neue Ideen bringen, kann ich bestätigen oder schon spoilern. Man bekommt in der neuen Umgebung neue Sichtweisen und so ging es mir, glaube ich, an unseren zweiten Tag auf diesen Parkstraßencamp in Senj ,wo ein Wohnmobil neben dem andern aufgestellt war. Davor lag das Meer und über dem Ganzen, eine Straße, wo die Autos und Lastwägen vorüberrasten. Wir sind zuerst hinter dem Zelt an der Mauer gesessen und haben und geärgert, weil ein Auto plötzlich kam, das nicht zu seinem Zelt kommen konnte, weil eine Gruppen Schweden Tische auf der Straße aufgestellt haben.

Der Alfred hat sich geärgert. Mir war das eigentlich egal, ich bin aufs Klo zum Waschen und Zähneputzen gegangen und habe dann eine Beach Bar am anderen Ende des Camps entdeckt und am nächsten Morgen einen Mann in Badehose, Brille und einen Goldketterl, um den den Hals, der sehr intensiv Gläser putzte, bei den Schwedenmobile gesehen und da ist mir die Idee der Johanne Amundsen, ein bißchen inspiriert vom Krausser, den ich vorher gelesen habe, wahrscheinlich, gekommen. Ein Mitglied der schwedischen Akademie, die den Nobelpreis vorschlägt. Meine Leser wissen es, das ist mein Trauma, das ich schon in mehreren Texten thematisiert habe und habe mir vorgestellt, die Johanne ist mit ihrer Tante, ihrem Onkel und zwei Freundinnen nach Kroatien gefahren und findet da am Klo oder sonstwo meine Texte oder die der Eja Augustin, meinem Alterego. Da gibt es ja eine Szene in diesem Blog, die habe ich mir da zum Schreiben vorgenommen. Aber schon die Idee gehabt, die Johanne mit ihrem Fund nach Wien zu schicken, um nach Eja Augustin zu suchen und die Steffi Schiuster ist eine Jugendfreundin ihrer Tante. So kommt die Johanne nach Wien. Mein Text geht weiter und bekommt einen neuen Schwung.

Etwas später ist mir dann die Idee gekommen auch 1984 einzubeziehen. Da könnte die Steffi in der Konditorei Aida, die sie ja sehr gern frequentiert, einen englischen Lehrer, Winston Smith oder so ähnlich, treffen, der darüber forscht oder den dortigen Helden nachlebt und der Sun-Jong konnte es noch gelingen ihren Bruder nach von Shanghai nach Wien zu bringen.

Das ist ja schon einiges. Da hätte ich neue Handlungsstränge und könnte ein Stückchen weiterkommen.

Die Frage neu anfangen oder nicht ist noch immer offen und auch den Zeitpunkt könnte oder muß ich noch überdenken. Die Teuerung und die Inflation kommt ja auch noch dazu, der Energie-Lockdown, etcetera, etcetera.

Also weiterschreiben. Mich an Hand der Wirklichkeit entlang hanten und dabei “1984” neu anschauen.

Da hatte ich ja am letzten Tag, als wir im “Autogrill” ein Schnitzel gegessen haben, auch eine Idee. Am Klo muß man zahlen, der Putzfrau oder dem Automaten. Eine Köchin teilt das Schnitzel aus, man bezahlt an der Kasse und soll das Geschirr dann in einen Tablettständer stellen. – Tut man es nicht, bekommt man vielleicht einen elektroschen Schock beim Ausgang oder einen Schlechtpunkt in sein Handy. Denn das man damit alles zahlen oder das Klo und die Tür bedienen kann, wäre ja schon das soziale Kreditsystem. Aber dazu müßte ich vielleicht anders anfangen, um die Spannung zu bekommen und Frauen, die das Handy, um den Hals trugen, habe ich in diesem Restaurant auch gesehen.

Interessant, interessant und es geht weiter, kann ich schreiben und meinen Kroatienurlaub damit abschließen.

Jetzt einmal ein paar Tage nach Ungarn, nach Bük ins Bad und da können wieder neue Ideen kommen und da nehme ich, weil wir in einem Hotel wohnen, auch den Laptop mit. Die dreiundzwanzig Seiten werde ich wahrscheinlich zu Hause lassen. Ein neues Notizbuch wird aber dabei sein.