Zsuzsanna Gahse mal zwei

Die 1946 in Budapest geborene, 1956 nach Wien emigrierte und in Müllheim in der Schweiz lebende Zsuzsanna Gahse, die als Übersetzerin tätig war oder ist, schon dreißig Bücher geschrieben hat und die ich auch schon mal in der “Alten Schmiede” hörte, hat zwei neue Bücher herausgegeben.

Den Prosatext “Schon bald” der in der “Edition Korrespondenzen” erschienen ist, in dem es um das Ausräumen einer drei Zimmerwohnung geht, die dann in ein Theater umgewandelt wird und die bei “Sonderzahl”  unter den Namen “Andererseits” erschienene  Stefan Zweig-Poetik- Vorlesung, die sie in Salzburg gehalten hat und die wurden heute in der “AS” vorgestellt.

Cornelius Hell moderierte und schrieb dann während der Lesung eifrig mit, was Zsuszanna Ghase etwas zu irritieren schien, den sie blickte ihn mehrmals an und erzählte dann von einem verstorbenen ungarischen Schriftsteller der auf einer Budapester Book Fair gelesen hat und dieselben synchronen Armbewegungen, wie sein Übersetzer machte, was sie an Cornelius Hell erinnerte und ich habe schon beim Hingehen, wo ich die Autorin noch einen Augenblick mit Zsusza Bank verwechselt habe, ja ich weiß, ich bin ein bißchen legasthen und bringe manchmal etwas durcheinander, gedacht, daß es wahrscheinlich wieder ein experimenteller Abend wird und das war es dann auch, war doch Bodo Hell anwesend, Herbert J. Wimmer , Christa Gürtler und Linda Christanell hat sich wieder neben mich gesetzt und ich habe in Anschluß lange mit ihr diskutiert, weil sie als bildende Künstlerin und wahrscheinlich ebenfalls experimentelle Autorin, einen anderen Zugang, als ich hatte, die ich ja wußte, was mich erwartete und so auch begierig zuhörte, als Zsuszanna Ghase bei ihren Vorlesungsteilen von den musikalischen Autoren Thomas Bernhard etcetera vortrug und dann im Gespräch mit Cornelius Hell, die Frage beantwortete, wer die unmusikalischen Autoren seien?

Da habe ich mir schon gedacht, daß das wohl die Erzählenden sein müßen, die, die nach einem Plot, einer Handlung und einen Spannungsbogen suchten und Zsuzsanna Gahse bestätigte, das dann auch und meinte, daß sie mit solchen, die sehr ernst wären und nur erzählen würden nicht viel anfangen könne, meinte aber, daß sie auch erzähle und erwähnte in ihrer Vorlesung auch ihre Wohnungsausräumerzählung, in der das sechs oder sieben Personen machen, die alle sprechende Namen haben und sie an György Tabori, oder György Ligetti beziehungsweise Nathalie Sarraunte erinnerte oder an sie denken ließ, ein paar Namen hat sie auch erfunden, darunter eine Grit, wegen des Klanges, da habe ich aber an die Gerstl gedacht, weil die ja auch mit diesen Namen arbeitet und eine Vorlage zu ihrem Prosatext ist auch ein 1960 erschienener Roman eines Franzosen, der sich gegen die Konsumgesellschaft wendet und zwei Soziologiestudenten schildert, die ihr Studium aufgeben, weil sie sich schöne Dinge kaufen und auch eine Wohnung einrichten wollen.

Interessant, interessant, die experimentelle Literatur und auch das Gespräch mit Linda Christanell, die mich dann fragte, ob ich etwas von Literatur verstünde?

Ich denke schon, habe ich ihr geantwortet, beschäftige ich mich ja schon über vierzig Jahren damit.

Theater in Trnava und in Wien

Wenn wir nicht in Harland waren, bin ich ja dieses Semester am Freitag öfter in die Spengergasse in die “Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur” gegangen, wo Stephan Teichgräber ja in seinem Workshop der Gegenwartsdramatik, die Spielpläne der Theater in Ungarn, Tschechien und der Slowakei erforschte und dabei mit dem Spielplan des Wiener Burgtheaters angefangen hat, ein Stück Theatergeschichte, das für mich sehr interessant war, obwohl ich ja, wie ich öfter schreibe, nicht sehr oft ins Theater gehe.

Als Studentin wo ich eine Zeitlang jede Woche in der Oper war, habe ich mic erst sehr spät und sehr zögernd für das Burgtheater zu interessieren begonnen.

Das Dramatische liegt mir nicht so, wie auch das Dialogschreiben, pflege ich  ja regelmäßig zu schreiben, trotzdem war es interessant mit Stephan Teichgräber die Spielpläne der Theater von Bratislava oder Sopron zu erforschen und während ich das tat, bin ich im letzten  halben Jahr auch öfter in einem Theater gewesen, wenn es da auch nicht immer eine Aufführung, sondern in Basel und am Schwarzenbergplatz die Buchpreisverleihungen gegeben hat und im Odeon-Theater die “Literatur im Herbst”.

Im Theater war ich im Rabenhof, dieses Theater in einem der sozialistischen Gemeindebauten im dritten  Bezirk das ja herrlich zu hundert Jahre rotes Wien passt.

Da habe ich mir mit dem Alfred die Kabarettisten Thomas Maurer, Robert Palfrader und Florian Scheuba in der Satire “Wir sind Staatskünstler” zu der neuen Regierungsbildung angesehen und gestern, also einen Tag vor dem vorläufigen oder auch endgültigen Theaterworkshop war ich mit dem Alfred im Theater in der Drachengasse, das einmal ein feministisches war oder auch noch immer ist und da gab es eine “Offensive Ein-Frau-Performance” von Grischka Voss, das ist die 1969 in Brauschweig geborene Tochter des berühmten Schauspielers Gert Voss, die das Stück “Bulletproof – Ich liebe meine Lust” schrieb, aufführte und performte und dazu das kleine Theater, in dem ich, wie ich mich erinnern kann, schon einmal vor langer langer Zeit, wo es vielleicht auch noch ein Frauentheater war, mit dem “Arbeitskreis schreibender Frauen” bei einer Lesung war, in eine riesige rosa Vulva verwandelte, das das Publikum mit rosa Patscherln durchqueren mußte, wo es auch  Vulva-Mandalas gab und die Schauspielerin, sowohl einen künstlerischen Streaptease vollführte, als auch  ihre Erfahrungen mit ihrer Menstruation und ihren G- oder A-Punkt performierte.

Ein interessantes Stück und interessanter Kontrast zum Spielplan des Jan Palarik-Theaters in Trnava, das Stephan Teichgräber heute vorstellte und den Spielplan vorstellte und nun geht es hinein in die Semesterferien, beziehungsweise in ein sehr schreibintensives Wochenende und bei diesem Text habe ich versprochen, auch besonders aufzupassen, damit der Uli nicht soviele Fehler findet, der mich immer noch regelmäßig zu lesen scheint und meiner sogeannten Schlampigkeit oder Vielschreiberei nicht zufrieden ist.

Die Vorlage zum Film

Bezüglich meiner heutigen Programmgestaltung bin ich in der Hauptbücherei gelandet, was gar nicht so leicht zu entscheiden war, hat mir der erste Abend des visuellen und Digitalen Festivals in der “AS” gestern ja sehr gefallen und Fritz Widhalm hatte mich schon in die Grundsteingasse eingeladen, ich habe aber vorher zu Günter Vallaster gesagt, daß mir das vielleicht zu viel experimentelle Literatur wäre und, daß ich lieber in die “Tiempo Nuovo Buchhandlung” zur Lesetheateraufführung von Vicki Baums “Liebe und Tod in Bali” gehen würde, aber dahin eigentlich auch nicht wirklich, weil ich das Buch ja schon gelesen habe und ich selten zu Veranstaltungen gehe, wo ich das Buch schon kenne, es gab noch eine dritte Alternative, die zwar auch nicht ganz passte, stand da doch im Programm “Juergen Maurer liest aus  Frank Tallis “Liebermann-Büchern” und wer bitte ist Frank Tallis und wer Juergen Maurer?

Da war ich ziemlich unbedarft und hätte würfeln können, habe mich dann aber doch für die Hauptbücherei entschieden, wo die Moderatorin, eine Journalistin, deren Namen im Programm nicht angeführt war, vermutete, daß alle Zuhörer schon die Fernsehserie gesehen hätte, die zu Weihnachten im ORF gelaufen wäre und der Herr von der Hauptbücherei sagte noch etwas, daß das ein Experimant sei, nämlich die Buchvorlage zum Film zu präsentieren.

Irgendwer fragte dann noch, ob wer die Tallis-Bücher schon gelesen habe oder kenne, da meldete sich keiner.

Aber ich habe mich vorher schon am Büchertisch umgeschaut, der von der Buchhandlung “Orlando” gestaltet wurde und da lagen, glaube ich, sieben verschiede Krimis auf, die alle in Wien, um die vorige Jahrhundertwende spielen und Frank Tallis steht noch im Programm ist ein 1958 in London geborener und dort lebender klinischer Psychologe, laut “Wikipedia” kein Psychiater, wie Juergen Mauer, der Schauspieler ist und in der Serie, den Kriminalinspektor spielte, behahuptete.

Ich habe die Buchhändlerin gefragt, ob sie die Bücher schon gelesen habe, “Nein!”, hat sie geantwortet, sie hätte keine Zeit dazu, Juergen Maurer sagte dafür später im Gespräch, daß er sehr gern und sehr viele Krimis lesen würde und das Buch aus dem er dann gelesen hat, heißt offenbar “Wiener Blut” in der deutschen Übersetzung bei “btb” erschienen, “Vienna Blood”, der Film, der in Wien gedreht wurde, aber einer der Darsteller ist ein Engländer. Die Sprache war auch Englisch und es geht in das Jahr 1905 oder 1906 und die Protagonisten sind offenbar nach Sherlock Holmes und Dr. Watson konzipiert, also Max Liebermann ,ein Schüler Freuds und Inspektor Oskar Rheinhardt und die Stellen, die Juergen Maurer gelesen hat, waren sehr spannend, da wird der Inspektor und sein Assistent zu einer toten Frau, ein Fräulein Löwenstein in einem blauen Kleid mit tiefen Devolette, gerufen, die wurde erschossen, hat einen Abschiedsbrief geschrieben, aber die Tür zu ihrem Zimmer war verschlossen,  eine Kugel in ihrem Herz gibt es auch nicht und keinen Revolver, dann geht der Inspektor zu seinem Freund, den er im Film, wie der Schauspieler erzählt erst im Fiaker kennenlernt und der zeigt vielleicht ein bißchen klischeehaft sein ganzes analytisches Talent, in dem er ihm auf Grund des vorherigen Gesprächs voraus sagte, daß eine Frau in einem blauen Kleid ermordet wurde.

Dann erfolgte ein Gespräch zwischen dem Unterschied zwischen Buch und Film und wie die Filme gedreht wurden und auf die Frage der Moderatorin, die mich auch interessiert hat, ob er Autor, den er in London bei der Premiere kennengelernt hat, einen Wien-Bezug hat?, antwortete er nur “Er ist Psychiater!” und alle lachten, aber an dem, was ich hörte war das Wien sehr genau geschrieben und ein interessanter Abend, owbwohl ich ja keine ausgesprochene Krimileserin bin, habe aber wieder etwas Neues kennengelernt und das Wien der Psychoanaylse interessiert mich ja auch, mal sehen, ob ich von dem Autor noch etwas höre oder vielleicht gar eines seiner Bücher finden werde.

Experimentelles Crossover in der AS

Experimentelles Crossover in der “Alten Schmiede oder zwei mir unbekannte Namen, dann den von Harald Gsaller von dem ich schon etwas gehört, bei einer Veranstaltung war oder Bücher in den Regalen habe und dann Jörg Piringer der visuelle Performer, eine GAV-Veranstaltung, also doch kein Musikprogramm, wie ich schon fast befürchtete, denn im neuen Programm steht alles durcheinander  und keine andere Veranstaltung wo ich den Abend verbringen hätte können und ich möchte ja so gerne, daß der Alfred mit mir am Montag in die “Alte Schmiede geht”, aber da habe ich ihn nicht sehr gedrängt, weil ich mir gedacht habe, daß es ihm nicht gefallen wird.

Von mir habe ich das eigentlich auch erwartet, denn ich bin ja eine, wie ich immer behaupte, psychologisch realistische sozialkritische Schreiberin, die aber und das ist wahrscheinlich das Ungewöhnliche an mir, auch gerne   zu experimentellen Veranstaltungen geht, die ihr dann oft auch nicht so gefallen, aber ich bin ja aufgeschlossen und interessiere mich für jede Form der Literatur über die ich dann auch gerne flüstere oder mit den experimentellen Autoren, wie beispielsweise Wolfgang Helmhart darüber diskutiere.

Das Erste was mir aufgefallen ist, als ich die AS erreichte war, daß die Veranstaltung im Keller und nicht im Schmiederaum, wie ich eigentlich erwartet habe, stattfand und das Zweite, daß es einen Büchertisch gegeben hat, in dem offenbar die ganze “Edion Ch” und dann noch etwas von den Kilics auflag, die waren dann auch da und Günter Vallaster und Daniel Terkl der eröffnete, erzählte auch etwas von experimentellen Crossover und richtig, das Ganze lief unter “räume für notizen”, was eigentlich von den aufgestellten Mikrophonen, die zu sehen waren, etwas abwich.

“räume für notizen” ist, habe ich erfahren, eine Reihe aus Günter Vallasters- Verlag und auch eine Reihe  für, wie dann Jörg Piringer erklärte “”visuelle, digitale und transmediale poesie”, was immer das auch heißt, die schon zum dritten Mal stattfindet und heuer der erste von drei oder vier Abenden ist, die gemeinsam mit der GAV und der Galerie Wechselstrom veranstaltet wird und da habe ich ja schon für morgen eine Einladung von Fritz Widhalm bekommen und mir nach einem Alternativprogramm gesucht, was es morgen auch gibt, Renate Pittroff, die ich, glaube ich, vom Kunstradio kenne, Christoph Theiler, Jörg Piringer und Günter Vallaster sind die Kuratoren und was wahrscheinlich das Besondere an der Veranstaltung ist, daß auch visuelle und transmediale Performer aus Frankreich, Italien, etc , die man sonst so leicht wohl nicht kennenlernen würden, dazu eingeladen wurden und der erste war Giovanni Fontana aus Italien mit seinem Stück “SEIREN”, das ist ein Sound und visueller Poet und er blies abwechselnd in beide Mikrophone, brachte auch seinen Körper dazu ein.

Mir hat es gefallen und ich habe es sehr poetisch gefunden, dann kam der bildende Künster und Autor Harald Gsaller, den ich wie schon beschrieben von seinem Namen her kannte und beschäftigte sich auch auf  poetische und dann noch sehr ironische Art mit “Hundun” oder den tausend Dingen der Welt, was sich auf eine chinesische Ur- Chaos Theorie bezieht und einen sehr leisen und schönen Kontrast zu der Sound Performance bildete , die dann noch einmal mit des Franzosen Joachim Montessuis “Vocal Codes -psychotropic vocal  and noisepoetry action” gefolgt wurde, der ankündigen ließ das es laut werden könnte, sich dann hinsetzte und lange auf Französisch aus einem Buch las, bis dann dazu die Töne kamen und mir hat es auch gefallen, obwohl ich nicht viel verstanden habe und es auch nicht interpretieren konnte.

Neben mir saß Linda Christanell, hinter mir Angelika Kaufmann, das experimentelle Publikum eben und ich dachte, daß es Linda Christanell gefallen würde und wunderte mich dann, daß sie nicht klatschte und sich sogar darüber negativ äußerte, so kann man sich täuschen und man erlebt, kann ich wieder schreiben, in der Literatur immer wieder seine Überraschungen und das ist, glaube ich, das Schöne daran.

Vom Workshop zur Studentenlesung

Mittwoch ist es und da verbringe ich ja seit einigen Jahren am Nachmittag regelmäßig zwei Stunden in Stephan Teichgräbers Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropische Literatur, um mit ihm in diesem Semester die Gegenwartsliteratur des Centropes zu analysi2eren.

Dafür habe ich inzwischen auch Dirk Stermanns “Hammer und Radka Denemarkovas “Ein herrlicher Flecken Erde” gelesen” und lese gerade ein Buch, das zwar nicht Stephans Teichgräbers Centrope-Kriterien entspricht, dafür aber in Leipzig im 1920 handelt und Stephahn Teichgräber kommt ja aus der ehemaligen DDR und das Revolutionsjahr 1918  bzw. der erste Weltkrieg und sein Ende war ja schon einmal das Thema.

Jetzt lese ich jedenfalls Thoma Ziebulas “Der rote Judas”, was Stephan Teichgräber veranlaßte,Hanns Cibulka nachzugooglen, der ein 1920 in der Tscheoslowakei geborenener und 2004 in Gotha verstorbener Lyriker ist, den er, glaube ich, einmal in die “Gesellschaft für Literatur” eingeladen hat.

Dann haben wir uns mit einer tschechischen und einer slowakischen Dichterin nämlich mit der 1974 in Pilsen geborenen Pavla Horakova, die 2019 den “Magnesia-Litera” bekommen hat und deren “Zum Befehl Pane Lajtnant”, das auch den ersten Weltkrieg behandelt, auf Deutsch erschienen ist, sowie mit der 1979 geborenen und in Bratislava lebenden Lyrikerin Katarina Kucbelova und am Schluß haben wir noch ein paar Seiten in Andrea Grills “Cherubino” gelesen, beziehungsweise analysiert und dann ist es für mich wieder ins Literaturhaus gegangen, wo ja zweimal im Jahr jeweils zum Ende des Semesters immer Lesungen von Studierenden der Sprachkunst stattfinden.

Die hießen am Anfang Studentenlesungen, jetzt haben sie immer einen Namen und werden auch von einem, der Studenten zusammengestellt.

Das war diesmal Hannah Bründl , die auf Barbara Zwiefelhofers Nachfragen erklärte, daß sie nur die Namen der Lesenden nennen und sonst biografielos arbeiten würde und dann noch erklärte, daß die elf Lesenden alle aus dem ersten Semester wären und das waren vor der Pause, sechs starke junge Frauenstimmen, so um 2000 geboren würde ich schätzen und Laura Bärtle begann gleich mit einer Erzählung, dann folgte Sophia Dostal mit einem, wie sie sagte erst vor zwei Stunden geschriebenen Text.

Anouk Doujak brachte zuerst ein Gedicht und dann einen Text, den sie in einer Prosa-Übung geschrieben hat. “boy meets girl” hieß er, es gab dazu Illustrationen und Lukas Cejpek verriet mir in der Pause, daß er diese Prosaübung geleitet hat und, daß der vorgegebene Name Andreas den Studenten nicht gefallen hat.

Vera Heinemann hatte einen sehr körperbezogenen Text, in dem sie immer wieder Verena Stefans “Häutungen”, ein feministisches Buch der Neunzehnhundertsiebzigerjahre erwähnte, die Männer kamen dann nach der Üause, in der ich außer Ferdinand Schmatz, dem Professor, der in der ersten Reihe saß, Lukas Cejpek, wie erwähnt, noch die ehemalige Studentin Marie Luise Lehner und Susanne Toth erkannte und die Männer-Texte waren ebenso sehr stark, gab es da doch einen von Ralf Peterson mit einem urlangen Titel, der von einemMetzger handelte.

Mae Schwinghammer hatte einen sehr poetischen Spitalstext. Felix Senzenberger brachte zwei Texte, die sich, glaube ich, auch auf das Lyrikseminar von heute bezogen und wo er von einem noch den Titel änderte und Johann Voigt brachte, wie er betonte, einen noch nicht fertigen Text, der von verschiedenen Tagen handelte und der möglicherweise ein Zwiegespräch mit einem Psychiater war, wo immer wieder zwischenbemerkungen wie “ok” vorkamen und von einem Luftschloß die Rede war.

Veronika Zorn beendete die Lesung mit dem Text “namenlos” und ich habe eine Reihe starker Stimmen mit einer starken Sprache gehört, wo ich nur gespannt sein kann, was ich von der Biografie und den weiteren Texte der Studierenden noch hören werde.

Der Titel der Lesung war übrigens ganz prgragmatisch “wir haben vergessen einen titel zu wählen” und da kann ich mich erinnern, daß ich mich einmal vor Jahren nach der Titelgebung, die mir nicht ganz logisch erschien, erkundigt habe und bezüglich meines eigenen literarischen Schaffen kann ich erwähnen, daß das “LiteraturgeflüsterSchreibebuch” gestern an den Alfred zur weiteren Bearbeitung gegangen ist, ich mit meinem Fensterputzritual schon begonnen habe, so daß ich mich demnächst der Korrektur meines “Fräuleins No”, das seit Ende November unbeachtet am Schreibtisch lag, widmen kann.

Von Maria Lazar zu Margarete Schütte-Lihotzky

Freitag ists und da gibts in diesem Semester das Gegenwartsdramaturgie-Workshop, an dem ich teilnehme, wenn ich mich Freitags in Wien befinde und da hat Stephan Teichgräber “Theater im Centrope” eingegooglet und  fünf Treffer angezeigt bekommen, das Vienna English Theater, das Raimundtheater und ganz besonderrs interessant, den “Spielraum” in der Kaiserstraße, den wir meistens beim Adventrundgang besucht haben, sowie zwei Bratislaver Theater und dann hat mir Stephan Teichgräber noch erzählt, daß er im Burgtheater gewesen ist und sich dort den “Henker”, der 1895 in Wien geborenen Maria Lazar, die dieses expressionistisches Stück  1921 geschrieben hat und mit dem Journalisten Friedrich Strindberg verheiratet war und das war interessant, weil am Abendprogramm,  eine Veranstaltung zum zwanzigsten Todestag der 1897 in Wien geborenen Architektin Margarete Schütte- Lihotzky stattfand, die die Alternative zum Slam B im Literaturhaus war, zu dem ich sonst wahrscheinlich hingegangen war.

Aber die hundertdrei Jahre alt gewordenen Archtiektin, die in der Franzengasse gewohnt hat, so daß ich sie in ihren letzten Lebensjahren öfter gesehen habe, hat für mich auch eine andere Bedceutung, hat sie doch 1948 mit Nina Loos den “Bund  demokratischen Frauen” gegründet und dort wurde ich ja im “Arbeitskreis schreibender Frauen” literarisch sozialisiert, da habe ich den Namen wahrscheinlich das erste Mal gehört und die alte Dame dort vermutlich auch bei Vorträgen gesehen, ihr inzwischen wideraufgelegtes Buch “Erinnerungen aus dem Widerstand”, habe ich wahrscheinlich in den achtziger und neunziger Jahren gelesen und jetzt ein Abend für sie im MUSA, wo früher die “Literatur im MUSA” stattfand, das jetzt aber zum Wien-Museum gehört, so daß die Literatur in die “Alte Schmiede” ausgewandert ist und im MUSA findet derzeit und das wahrscheinlich schon das letzte halbe Jahre eine Ausstellung zum “Roten Wien” statt und das ist mir auch etwas Vertrautes, bin ich doch im roten Wien in einem dieser alten Gemeindebauten aufgewachsen, war mit meinem Vater vor wahrscheinlich vierzig Jahren auch in einer diesbezüglichen Ausstellung, ich glaube in der Meidlinger Remisse und habe da die unterlagen sicher noch in Harland liegen und am Karlsplatz war ich auch einmal in einer diesbezüglich Ausstellung, bei der im Wien-Museum habe ich mich bisher immer herumgedruckt, weil ich ja nicht gerne Eintritt zahle und nicht im Verteiler des MUSA bin, aber diese Veranstaltung hat auch der republikanische Club ausgedsendet und da ich ja nicht so gern zu  Poetry Slams gehe, war es im MUSA, das inzwischen umgebaut wurde, auch sehr voll.

Jetzt gibt es eine Bar und eine Eintrittskassentheke. Der Eintritt war aber frei und der Saal schon sehr voll. Heidi Ambrosch, die wahrscheinlich die derzeitige Vorsitzende des “Bunds demokratischen Frauen” ist, als ich zu den Arbeitskreistreffen in den “Rotpunkt” gegangen bin, war das Irma Schwager, mit der ich einmal, lang lang ist her im Zug von Klagenfurt nach Wien gefahren bin, als sie mich dort zum “Preis der Arbeit” eingeladen haben.

Jetzt eröffnete Werner Michael Schwarz vom Wien-Museum, die Veranstaltung und Bernadette Reinhold von der Universität für angewandte Kunst hielt einen Vortrag zum “Jahrhundertleben” der Architektin, die aus einem bürgerlichen Haus stammte, an der Angewandten studierte und  ihre ersten Häuser oder Küchen für die Siedlerbewegung des roten Wiens baute. Dann ging sie nach Frankfurt, schuf dort ihre berühmte Frankfurter Küche, auf die sie dann ihr Leben lang reduziert wurde, was sie, glaube ich, nicht mehr hören wollte, baute dann in Moskau Kindergärten und Schulen, war in der Türkei und ist dann 1941 oder 42 als Widerstandskämpferin wieder nach Wien gegangen, wo sie von der Gestapo verhaftet wurde und bis 1945 im Gefängnis saß.

Später ist es ihr dann als Kommunsitin nicht gelungen, von der Stadt Wien bedeutende Aufträge zu bekommen. Sie wurde aber als Achtzigjährige geehrt und hat das “Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst” erst angenommen als Kurt Waldheim nicht mehr Präsident war, sondern sie es von Thomas Klestil überreicht bekam.

Zum hundertsten Geburtstag gab es dann einen Ball, wo sie kurz mit Michael Häupl Walzer tanzte und ich war inzwischen, glaube ich, auch in einer Ausstellung, aber sonst ist es um die berühmte Archteiktin in der letzten Zeit eher still gewesen, jetzt aber der Rundgang in dreißig Minuten durch ihr Leben. Einen Filmausschnitt gab es auch und dann eine Lesung, wo die Schauspielerin Esther Csap verschiedene ihrer Texte, darunter “Warum ich Archtiektin wurde?” las.

Dann gab eine halbe Stunde Pause, wo man durch die Ausstellung gehen konnte, in der auch Margarete Schütte-Lihotzky berühmte Spülküche, die sie für die Siedlungshauser entwarf, nachgebildet war, die wurde dann auch erklärt und am Schluß gab es noch ein Konzert von Robert Rotifer, dem Sohn des Exministers Ferdinand Lacina und der Enkel von Irma Schwager, die mit Margarete Schütte-Lihotzky befreundet war und der einen “Frankfurt Kitchen- Song” geschrieben hat.

Er hat auch andere Lieder, zum Beispiel, die “Arbeiter von Wien” gesungen und es war ein interessanter Abend, der mich wieder einmal an meine sozialistische Herkunft und meine Sozilisation im “Bund demokratischer Frauen”, denn in den Siebzigerjahren bin ich dort sehr oft zu Vorträgen gegeangen und sehe, die Frauen, Maria Lautischer etcetera, die es noch gibt, auch regelmäßig jeden Jahr beim Volksstimmefest wieder, erinnert wurde.

Schreibschulbänke drücken

Wir leben ja momentan in Schreibschuzlzeiten, alle möchten schreiben, offenbar nur mehr wenige Leute lesen, werden ja in den Möbelhäusern kaum mehr Bücherregale ausgestellt, in den Schulen werden die Literaturinhalte abgestellt, die Maturanten kennen keinenKanon mehr, während die Schreibschulen sprießen, alle möglichst nach Lepzig oder Hildesheim wollen, das Institut für Sprachkunst jährlich 250- 300 Bewerbungen bekommt, wovon dann fünfzehn Leute genommen werden und es im Internet Trainerinnen wie Annika Bühnemann, Julia K. Stein, Jurenka Jurk gibt, die ausführliche Schreibschulen und Schreibseminare und Wow-Kurse anbieten und diesbezüglich sehr viele kostenlose Videos oder Webinare ins Netz stellen und ich bin ja, um diese lange Einleitung zu erklären, eine, die sich sehr dafür interessiert, die 1973 nach ihrer Matura mit dem literarischen Schreiben begonnen hat, circa 1978 in den Arbeitskreis schreibender Frauen kam, 1987 in die GAV, 1990 ihr Romandebut bei Jack Unterweger hatte, ab 2000 ihre Bücher selber macht und seit 2008 unentwegt und sehr beharrlich über ihr literarisches Leben bloggt, wofür sie manchmal auch beschimpft wird, sich aber auch sehr für jede Form von Schreibschulen interessiert, an den kostenlosen Webinaren teilnimmt, zu den Lesungen der Sprachkunststudenten ins Literaturhaus geht und auch wenn dort Symposien der Schreibkunst angeboten werden. Da gab es vor cirka zehn Jahren ja etwas vom der Hochschule der Sprachkunst, andere Workshopsveranstaltungen hat es auch gegeben und heute, so zwischen Jurenka Jurks Schreibwebinare könnte man so sagen, gab es auch etwas, das der Grazer Auto Stefan Schmitzer von der Grazer Zeitschrift “Perspektive” in Zusammenarbeit mit der GAV anbot und da habe ich mir natürlich den Nachmittag freigehalten und auch die Korrekturen meines zweiten “Literaturgeflüster Schreibebuchs”, wo ich mein Schreiben und meine Schreibartikel vorstelle, beiseite gelegt und bin in die Zieglergasse marschiert, beziehungsweise mit dem Bus gefahren, um mir anzuhören, was es da im Raum Österreich an Schreibschulen gibt.

Es gibt, glaube ich, mehr als die fünf Institute, die von Stefan Schmitzer eingeladen wurden, sich vorzustellen und der hat auch ein Einleitungsreferat gehalten in der er, glaube ich, die Frage stellte, wie sehr die Schreibschulen, die ja die Autoren, um Geld zu verdienen, anbieten, die Autorenschaft verändert hat, denn früher, als ich zu schreiben angefangen habe, hat es ja geheißen, das kann man nicht lernen, beziehungsweise man muß das selber tun.

Das hat sich jetzt geändert und während Jurenka Jurk betont, was ich auch glaube, daß das Handwerk jeder lerene kann und man zum schreiben kein Genie sein muß, betonen die Gegner immer, daß man die Romane, die von Leipzig– und den Hildesheim-Absolventen geschrieben wurden, sich alle gleichen, weil alle überspitzt ausgedrückt, im dritten Kapitel einen Spannungseffekt einbauen oder, wie es Jurenka Jurk anbietet, sich an den acht bis vierzehn Stufen der Heldenreise abbarbeiten.

Der erste Referent des Block eins war Martin Ohrt, nicht zu verwechseln mit den deutschen Schriftsteller Markus Ohrts, der schon beim “Bachmann-Preis” gelesen hat und von dem ich einige Bücher in meinem Regalen liegen habe.

Der in Graz geborene Martin Ohrt, den ich, glaube ich, vom Namen kenne, seit ich 1996 in der Jury des Nachwuchsstipendium war, leitet seit 1922 die “Jugend-Literatur-Werkstatt Graz”, aus der glaube ich Talente, wie Elisabeth Klar, Theodora Bauer und vielleicht sogar Cornelia Travnicek, deren im Feburar erscheindes neues Buch, ich mir gestern bestellt, hervorgegangen sind und er war, das ist auch interessant Abslovent des Johannes R. Becher Instituts in Leipzig, als das noch so hieß und noch nicht  Literaturinstitut Leipzig, das war ja in DDR- Zeiten, das einzige deutschsprachige Literaturinstitut und Martin Ohrt erzählte ein bißchen was von seinen Erfahrungen dort und dann über die, die er als Leiter der “Jugend-Literatur- Werkstatt” hat, die ich ein bißchen schon weiter oben in den Schlagwörtern wiedergegeben habe.

Dann folgte Fritz Ostermayer von der “Schule für Dichtung”, die es, glaube ich, seit 1994 gibt, da war ich ja bei der fünfundzwanzig Jahrfeier und ich kann mich auch erinnern, daß Christian Ide Hintze einer der Gründer, das einmal bei einer GAV- GV  bekanntgab und mich dann auch bezüglich des “Arbeitskreises schreibender Frauen” anrief, denn damals hat es etwas Derartiges in Wien nicht gegeben, die “Schule für Dichtung” ist aber sehr experimentell und avantgardistisch, ich war bei einigen ihrer Veranstaltungen, bei “Rund um die Burg- Alt” hat es auch immer eine Performance davon gegeben.

Petra Ganglbauer hat den “Berufverband österreichischer Schreipädagoginnen” gegründet, wo, glaube ich, auch Irene Wondratsch, Erika Kronabitter und und tätig sind oder waren und Gustav Ernst hat mit Karin Fleischanderl die “Leondiger Akademie” gegründet, die Talente wie Anna Weidenholzer, Petra Piuk, etcetera, deren Texte man in der “Kolik” bewundern kann, aber auch Luis Stabauer besuchte und Gustav Ernst hat dann ja auch mit Robert Schindel den “Hochschulllehrgang für Sprachkunst” mitbegründet, den es seit 2009 gibt und deren Leiter jetzt Ferdinand Schmatz mit Gerhild Steinbuch ist, Karin Fleischaderl stellte die “LeondingerAkademie” beziehungsweise ihr “Romane schreiben-Buch” vor in dem sie das Vorwort daraus las und, ich glaube, die Beiden haben auch eine “Waldvierler Akademie” oder eine “Waldviertler Schreibwerkstatt” gehabt oder haben sie noch immer.

Dann gibt es ja, glaube ich, noch die Schreibschule der Marlene Schachinger, die diesmal nicht eingeladen war, ihr Institut aber schon früher in Literaturhausveranstaltungen über das Schreiben vorstellte und Luis Stabauer ist, glaube ich, auch noch in einem anderen Scheibekreis, denn da gibt es ja sehr viel und ich war auch einige Zeit in einer Schreibgruppe die Ruth Aspöck sozuzugen für oder mit Robert Egbelhofer begründet hat, die sich eine Zeilang im Cafe Ludwig und dann bei mir traf, wir einmal im Amerilinghaus eine diesbezügliche Veranstaltung machten, im Literaturhaus hätten sie uns, glaube ich, nicht gelassen, denn es wollen ja viele Leute schreiben und sich darüber austauschen und ich finde das sehr gut.

Das “Writersstudio” das einen etwas anderen Ansatz hat, gibt es auch noch, und die Schreibwerkstätten in den Volksshochulen und und und seit es das Internet gibt, kann man ja, siehe oben, auch sehr viel davon finden.

Im Literaturhaus gab es den Block eins, wo sich die oben erwähnten fünf Schreiinitativen vorstellten, während es im Block zwei etwas unübersicherlicher wurde, denn da hat Markus Köhle, der Poetry Slamer, der auch in der “AS” sehr aktiv ist, seine Poetry Slam-Workshops, die er an den verschiedenesten orten veranstaltet in einem poetischen Text vorgestellt, dann kam die mir unbekannte Autorin Caca Sevic mit einem Langgedicht, einer der nicht im Progrtamm stand, aber offenbar auch von der Zeitschrift “Perspektive” stammt, erzählte von seinen Erfahrungen.

Die Erfahrungen der Leipziger-Absolventinnen wurden auch zusammengefaßt und sich darüber etwas lustig gemacht.

Um halb sechs war der Block zwei zu Ende, der um neunzehn Uhr, als nach eineinhalb Stunden mit einer Poddiumsdiskussion mit Publkumsbeteiligung weiterging, wo  wahrscheinlich das Resume aus den beiden Blöcken zusammengefaßt wurde.

Ich bin aber, weil ich nicht eineinahalb Stunden herumstehen oder weiter an der Radka Denemarkova, die ich gerade begonnen habe, lesen wollte, gegangen, um so mehr, da es um acht ja noch ein Webinar von Jurenka Jurk gab, wo wieder Teilnehmerinnen über ihre Ausbildungen berichteten, das ich sonst versäumt hätte , obwohl ich die Ausbildung  nicht buchen werde, aber jetzt schon viele Unterlagen  habe und da habe ich ja vor, wenn ich hoffentlich bald mit der Korrektur meines Schreibebuchs fertig werde, mir  den Romanfahrplan, noch einmal durchzuarbeiten, um mich dann mit diesen Erkenntnissen an die Korrektur meines “Fräulein Nos” zu machen, wo ja noch der sehr rohe Rohtext vom letzten “Nanowrimo” auf mich wartet.

Da werde ich versuchen ein wenig Pepp und Schwung in den Text hineinzubringen. Ich weiß, das schreibe ich immer und mache es dann nicht und ich werde den Text auch nicht aufbröseln, um die “Heldenreise” vielleicht doch noch hineinzupressen, habe aber vor, wenn ich damit fertig bin, mit dem Notizbuch das ich einmal im “Seedosenschrank” gefunden habe und in dem schon einige Notizen stehen, mich auf eine ausführliche Recherchetour zu begeben und mich dann nach den acht Romanfahrplanstationen daran zu machen, vielleicht wirklich einmal einen Roman zu basteln, der nach diesem Muster entsteht, also einen Helden und einen Antogonisten hat, sich auf die “Heldenreise” mit den drei Akten begibt, etcetera und die Romanidee kann ich auch entsprechend abklopfen, um das Handwerk, was mir vielleicht noch fehlt, zu erlenen, obwohl ich mich  im Literaturhaus mit Martin Ohrt, der da ja etwas pessimistisch ist, ein bißchen darüber unterhalten habe, ob Fantasyromane, die nach einem Schema gebaut sind, nicht die Phantasie beeinträchtigen, obwohl das auf dem ersten Blick ja sehr widersprüchig klingt.

Neue Literatur im Cafe 7*Stern

Eva Jancak © Erika Kronabitter

Eva Jancak © Erika Kronabitter

Im Siebenstern wo ja immer die “Poet Night” stattfindet, ich einmal auf der “Kremayr& Scheriau-Eröffnungsparty” war und ich auch einmal eine musikalisch umrandete Lesung sowie die Volksstimmeanthologien ein paar Mal vorgestellt wurden, finden jetzt auch die Luis Stabauer und Erika Kronabitter organisierten Famulus-Lesungen statt, die früher im Cafe Westend waren und diesmal hätten Livia Klingl, von der ich ja im letzten Jahren ihre Facebook-Eingtraungen “Bidermeiern” gelesen habe und jetzt ihr Debut von vor zwei Jahren “Der Lügenpresser” auf meiner Leseliste habe, lesen sollen, hat aber wegen einer Zahnbehandlung abgesagt, so daß ich nur die Lesungen von Isabella Feimer und Christiane Mack stattfanden.

Die 1963 in OÖ geborene Christine Mack, die auch GAV-Mitglied ist und die “Leondinger Akademie” besuchte, hat nach der Einleitung von Luis Stabauer begonnen und einen Text über eine Frau gelesen, die sich depressionsbedingt auf der Psychiatrie befand, der sehr eindringlich war. Dann kam noch ein philosophischer Essay über den Tod der Wahrheit und dann folgte Isabella Feimer, die 2012 beim “Bachmannpreis” gelesen hat und von der ich schon einige Bücher gelesen habe, beziehungsweise sie auch schon auf verschieddenen Lesungen gehört. Gelesen hat sie aus ihrem Buch “Monster”, aus dem sie schon in der “AS” gelesen hat.

Luis Stabauer forderte anschließend noch zum Verbleiben, Diskutieren und Fragen stellen auf, da Jurenka Jurk aber um acht wieder ein Webinar zu ihrer Romanausbildung  abhielt, wollte ich, da ich nicht sicher war, ob ich das Video auch nachher noch hören kann, möglicht noch hineinhören und bin gleich gegangen.

Erika Kronabitter hat mir aber wieder ein Foto versprochen und  Patricia Brooks die auch anwesend war, wird am 25. Februar zusammen mit Elke Steiner und Friedrich Hahn lesen. Mal sehen ob es sich ausgehen wird?

Susanne Toth bei den wilden Worten

Susanne Toth

Susanne Toth

Die 1964  im Mittelburgenland geborene Susanne Toth habe ich, soweit ich mich erinnern kann, bei der “Poet Night” kennengelernt, wo sie, glaube ich, regelmäßig liest.

Dann habe ich einmal ihr bei der “Edition Lex Liszt 12” erschienenes Bändchen  “gebruchs/gut. Oberfläche” gefunden, wo man schon am Titel den experimentellen Sprachstil erkennen kann und sie im Vorjahr mindestens dreimal gehört, beim Kronabitter-Geburtstag, beim “DichtFest” in der “Alten Schmiede” und im Cafe Westend bei der von Luis Stabauer und Erika Kronabitter initiierten Lesereihe und da ist mir ihr Performstil aufgefallen und, daß sie auch auf Englisch gelesen hat und jetzt Gast bei den “Wilden Worten” aus dem Band “Wir sind” in dem, wie Richard Weihs einletete, nicht nur zweisprachige Texte, sondern auch Fotografien enthalten sind und man konnte dann gleich wieder Susanne Toths Performance bewundern, die musikalisch aufgetreten ist, bei manchen Texten aufgestanden ist, manches wiederholte, manchmal auch zwischendurch einiges erzählte, zum Beispiel, daß sie durch die englischen Sprache zu ihrem Schreiben gekommen ist und sehr beeidruckend war das Gedicht von dem wunderschönes Tod “Der Tod ist wunderschön”, was ja etwas was ist, was ich so noch nie gehört habe.

Richard Weihs

Richard Weihs

Anschließend wurde der  Vortragsstil sehr gelobt. Susanne Toth forderte zum Bücherkauf auf und ich habe mir wieder etwas Politisches mit der gesamten Farbenlehre, wo jetzt ja auch das Lila dazukommt, als Gedicht gewünscht und bei dem letzten vom Dezember kann ich mir überlegen, ob ich es für das “Fräulein No” verwendet ist, weil meine Obdachlose ja weiblich ist und aus dem “Fräulein No” ein “No Fräulein” geworden ist:

“Kurz vor fünf imNachtcafe

spricht der verwahrloste Obdachlose

mit bierausdünstenden Atemstößen

die bildhübsche Schauspielschülerin an:

No Fräulein, wia warat`s mit uns Zwaa?

Entgeistert blickt ihn da das Mädchen an:

“Ja was soll denn bitte sein mit uns Zwei´n?”

“No, eh nix”, grummelt da der alte Sandler.

“Nix für unguad – haum` S an Tschik fia mi?”

Thomas Northoff, der Conni, Ottwald John, Fritz Nußbaum, den ich auch vorige Woche im Literaturhaus getroffen habe und noch einige andere waren da.

PS-Politsch schreiben

Ilse Kilic, Kaska Bryla, Eva Schörkhuber, Carolin Krah

Ilse Kilic, Kaska Bryla, Eva Schörkhuber, Carolin Krahl

Das neue Jahr hat begonnen und ist in seine zweite Woche eingetreten, wo die literarischen Veranstaltungen, “AS”, Literaturhaus, Gesellschaft für Literatur, beginnen. Kafkas “Brief an den Vater”  in der Herrengasse, josef Winkler in der AS, politisch schreiben mit Ilse Kilic und ich bin einige male zwischen AS und Literaturhaus hin und hergeschwankt, bis ich mit dem Alfred in das Literaturhaus gegangen bin und dort erst so richtig mitbekommen habe, daß da diese linke feministische Zeitschrift vorgestellt wurde, die ich von der KritLit kenne.

Das Literaturhaus war trotz der AS Konkurrenz sehr voll, Ruth Aspöck, Sabine Scholl, Jessica Beer, alle da und die in Leipzig und, ich glaube, noch wo angesiedelte Zeitschrift,”PS-politisch schreiben”, die im Kollektiv aus jungen engagierten Frauen bestehen, wurde von der in Polen geborenen kaska bryla moderiert, die 2018, glaube ich, bei den “Exil- Preisen” gewonnen hat und deren erstes Buch demnächst bei “Residenz” erscheinen wird.

Es gibt inzwischen die fünfte Nummer der Zeitschrift, die immer ein bestimmtes Thema und einen literarischen Teil hat, Eva Schörkhuber und Carolin Krahl vom Autorenkollektiv lasen ihre Essays, Ilse Kilic war für den literarischen Teil eingeladen, dann gab es eine lange Diskussion über den Sinn der Zeitschrift, die den Sinn des Literaturbetrieb  und das Konkurrenzverhalten hinterfragen will und ob das wirklich politisch ist und den Titel der Zeitschrift rechtfertig, Ilse Kilic stellte das “Fröhliche Wohnzimmer” vor, die das ja schon vor zwanzig Jahre versuchte.  Wein und Knabbereien gab es auch.