Wir haben den Tunnel mitgebracht

Was dieser Titel zu bedeuten hat, habe ich mich zu erkundigen verabsäumt, es handelt sich aber wieder um eine Lesung des “Insituts für Sprachkunst”, das, wie Barbara Zwiefelhofer in ihrer Einleitung betonte, schon zum neunten Mal eine Lesung im <literaturhaus immer zu Smesterende, also im Mai und Juni  hat.

Die erste Lesung war glaube ich die Studentenlesung, da habe ich meine zweite Kritikerin Ju Sophie getroffen und bin nachher mit ihr zum Bücherschrank gegangen, wo ich einen Ray Bradbury gefunden habe. Bei meiner anschließenden Besprechung hat sie mir zuerst einen begeisterten Kommentar und dann einen zweiten abschätzigen der sich auf “Mimis Bücher” bezogen hat, dias ich ihr sozusagen zur Rezension gegeben hat.

Ja, das Leben ist schwierig, damals hat, glaube ich, auch Anna Gschnitzer gelesen, die heute, wenn ich es recht verstanden habe, im Literaturhaus arbeitet und die Lesung organiseirte.

Studentenlesungen hat es zwei gegeben, dann hatten sie immer irgendwelche Titel und heute hat, wie ich mich erkundigt habe, das erste Semester gelesen.

Marietta Bönig, die mich damals 2010 als man am Tag der offenen Tür die Angewandte besuchen konnte, zu der Sprachkunst führte, hat mir das erklärt und damals ist mir Rhea Krcmarova  über den Weg gelaufen, von der der Erzählband “Böhmen ist der Ozean” am vierten Februar bei “Kremayr & Scheriau” erscheinen wird, den ich demnächst lesen werde.

Ja, das “Institut für Sprachkuns”t hat einge Talente hervorgebracht, Marie Louise Lehner hat den letzten “Alpha” gewonnen, Sandra Gugic war im ersten Jahr studentin, von Irmi Fuchs habe ich ein Buch gelesen und und….

Und dieser Jahrgang scheint mir ein besonders talentierter und ich bin da ja sehr kritisch, zu sein. Lauter fast sehr junge Leute, die zum größten Teil schwarz gekleidet waren und sich, was ich sehr erstaunlich fand auch gegenseitig stark beklatschten. Also gibt es keine Konkurrenz?

Das wäre schön und Gustav Ernst habe ich auch gesehen, bei den Studententlesungen waren die Pprofessoren anwesend, das hat sich später aufgehört. Aber diesmal habe ich mich ein bißchen mit Gustav Ernst und auch mit Frieda Paris, die, glaube ich, schon im sechsten Semester studiert und auf ein Stipendkum hofft, unterhalten.

Begonnen hat die Lesung mit Florentin  Berger mit einen Auszug aus seinem Romanprojekt Herr Nägele (oder Negele) weiß nicht weiter” brachte, der mir schon stark talentiert erschien.

DerHerr Nägele (oder Negele) rennt nackt in seiner Wohnung mit einem Tennisball und einem Tennisschläüger herum, später erweist er sich aus Papier und ein Baum, ja richtig, ein Baum könnte er auch noch sein und ein solcher wächst ja auch am Balkon der letzten “Aspekte-Preisträgerin”, die leider, leider und da bin ich nicht ganz unschuldig, den letzten “Bloggerdebut-Preis” nicht gewonnen hat.

Dann folgte Tizian Rupp, ein junger Mann mit zweiundzwanzig jahren, der zur Abwechslung ein blaues Hemd trug und der für seine Lesung offenbar bei einer Firma um Frucade anfragte, die er dabei ausschenken wollte, aber leider, leider hat ihm die Firma, die Spende verwehrt, so wurde er von Florentien Berger auch als Gescheiteter vorgestellt, obwohl seine Texte sehr  stark waren.

Dann kam, in schwarz gekleidet, Sandro Huber und las fünf Gedichte vor, in einem sitzt die Dichterin Frieda Paris, die ja Christel Fallenstein, als ich sie in ihrem Pflegeheim besucht, betreute, auf einem Stein, in einem anderen geht es Thomas Bernhard und die vielen Adjektive, die der verwendete und um das Wetter ging es auch.

Dann folgte Felizitas Prokopetz und die brachte drei Grabreden aus ihrem Romanprojekt, denn das gibt es eine Protoganostin namens Valerie Sternberg und die schreibt welche auf ihren, noch kerngesunden Vater. Sehr interessant und einfallsreich.

Fiona Sironic stellte ebenfalls ein Romanprojekt vor. Dann kam eine junge Frau, die sich nur Alice nennt und die hatte einen Gedichtzylkus, namens “Vulkanwinter” nennt.

Dann kam, glaube ich, eine Pause mit Getränken und den schon erwähnten Gesprächen und dann folgte Laura Irmer und die hat ihren Text offenbar erst kurz vor der Lesung geschrieben, beziehungsweise hat sie ihn auch mit einer Videoperformance untermalt, wo sie Menschenköpfe zeichnet, die man später am Büchertisch bewundern konnte.

Malte Abraham hatte ein Theaterstück, wo es um Flüchtlinge ging, die in einem Künstlerhaus untergebrachte werden sollten.

Dann kam Ana Begradjans mit zwei Texten, von den der zweite “Herrin der Flieden hieß, gefolgt von John Sauter, der mit schwarzer Brille einen sehr anspruchsvollen Text las und der letzte war Dominik Ivancic mit zwei Romanausschnitten, wo es um einen Architekten geht, der Wien verändert will.

Wieder sehr interessant und spannend, die vielen Romanausschnitte, in die man hineinhören konnte, die das experimentelle Sprachkünstlerische fast ein wenig unterdrückte. Texte, die mir als sehr stark aufgefallen sind, gut performanct, hat Marietta Bönig gemeint und ich bin wieder sehr gespannt, was ich von den angetretenen Studenten noch hören werde.

Veranstaltungsbesprechung und Regionalversammlung der IG-Autoren

Ich habe ja mit der Ruth im Mai und im Juni des vergangenen Jahres an verschiedenen Orten die Kunst des öffentlichen Raumes aufgesucht und dort mit ihr Spontantexte zu den jeweiligen Objekten geschrieben, die die Ruth bei der GAV eingereicht hat und die, beziehungsweise einen Teil davon, wir nun am achtzehnten April abklappern und unsere Texte vorlesen wollen.

Robert Eglhofer, der ja auch Kunstgeschichte studierte, wird die kunstgeschichtlichen Details dazu geben und wir werden vom Ballhausplatz ausgehend, wo es ja das Denkmal für die NS Verfolgten gibt, zur Servitenkirche fahren, wo es die “Schlüssel  gegen das Vergessen gibt” und uns dann noch im Thuryhof die Installation zu der damaligen <nazikunst ansehen.

Die Ruth, hat dazu einen Text geschrieben, den sie mit mir besprechen wollte, so bin ich heute nach meiner vier Uhr Stunde zu ihr gegangen, habe bei ihr Kakao getrunken, eine Topfenschnecke gegessen, an dem Text, der ohnehin schon sehr klar war, ein bißchen was verändert und dann bin ich mit ihr ins Literaturhaus gegangen, weil es da die Regionalversammlung der IG Autoren gab.

Die findet, glaube ich, alle ein zwei jahre in allen Bundesländern statt, ich war zum Beispiel einmal bei einer in Innsbruck, die ich, glaube ich, während eines Böp-Kongressen entdeckte, zu dem ich damals dorthin gefahren bin und einmal in St. Pölten, wo ich  Doris Kloimstein kennenlernte, da werden dann auch die Einzelmitglieder für die GV im Februar delegiert und dann kann man eineinhalb Tage an der Generalversammlung teilnehmen und sich annhören, was die IG für die Mitglieder, das heißt die österreichischen Autoren tut und einen kleinen Vorgeschmackt dazu gab es schon auf der Regionalversammlung.

Dazu kommen meistens die nicht so bekannten Autoren, ich habe aber auch Hilde Schmölzer dort kennengelernt und diesmal waren die Rizys da, Irene Wondratsch, Margit Heumann und, ich glaube, wenn ich mich nicht irre, auch Topsy Küppers, die Kabarettistin, die auch ein Buch über ihr Leben geschrieben hat.

Es gab ein Tagesprogrogramm und so hat Gerhard Ruiss über die Neuerungen im Steuerrecht berichtet und dann die “Funkhausanthologie” vorgestellt, die die IG herausgegeben hat, um die Auflösung des Funkhauses in der Argentinierstraße und damit von ö1 zu verhindern.

Ich habe auch eine kleinen Text drinnen, also endlich wieder einmal eine nicht selbstgemachte Publikation, es wurde aber auch die Entwicklungen im Buchmarkt und im Verlagswesen gesprochen und man konnte Fragen stellen.

Eine Petiionen gegen die Lliedertexte in den Burschenschaftlerbücher gab es auch und eine Diskussion darüber und dann wurde wieder einmal darüber diskutiert, warum Selfpublischer nicht im Katalog der Neuerscheinungen aufgenommen werden und ihre Bücher auch nicht von der IG auf den Messen ausgestellt werden.

Ein endloses Thema, über das, glaube ich, schon vor Jahren diskutiert wurde und das sich immer noch nicht geändert hat und die Situation der Autoren, wird, wie Gerhard Ruiss betonte, wahrscheinlich auch mit der neuen Regierung nicht besser werden, obwoh. er da schon Verhandlungen führt.

Mit Margit Heumann und Sigrun Höllriegl, die ich ja auch einmal im Literaturhaus vor Jahren kennenlernte und deren bei “Keiper” erschienenes Buch über Sylvia Plath ich gelesen habe, bin ich ein Stück nach Hause gegangen und dort erwartete mich ein  Anruf von Renata Zuniga, die mich ja mit der “Klara” zu den “Textsvorstellungen” einladen will. Am vierten April soll das soweit sein, es geht also doch aufwärts und man muß nicht alles so pessimistisch sehen.

Vicki Baums verstreute Feuilletons

Nach dem Partisanenworkshop wo wir uns heute neben einer Nachbesprechung des Nadas-Symposiums damit beschäftigt haben, wie die russischen Ausdrücke in der Original Mnacko-Ausgabe aufs Deutsche übersetzt wurden, ist es am Abend doch ins Literaturhaus gegangen.

Ich habe ja am Wochenende darüber geschrieben, daß ich derzeit öfter Abendstunden habe, so daß es sich für die Literatur nicht mehr ausgeht, heute habe ich aber in der Früh, ich glaube im “Leporello” von einer Vicki Baum Veranstaltung im Literaturhaus gehört und dann ist es sich, nachdem ich doch nicht, wie ich schon fast befürchtete, den sechs Uhr Termin doppelt besetzt hatte, ausgegangen, um dreiviertel sieben hinzufahren, denn ich bin ja nicht gerade eine Viki Baum Spezialistin, habe aber, nachdem in dem Bücherkasten meiner Eltern einige Büchergilde-Gutenberg-Ausgaben von ihr gegeben hat und man auch in den Bücherschränken immer wieder etwas von ihr findet, einges gelesen und im vorigen Jahr auch einen eigenen Vicki-Baum Schwerpunkt machen wollen, der ist dann nur in etwas verkürzter Form passiert, aber einiges ist mir von der 1888 in Wien geborenen, die heute noch dazu ihren einhundertdreißigsten Geburtstag hätte, bekannt.

Sie hat sich als Harvinistin ausbilden lassen, hat dann für ihren ersten Ehemann Kurzgeschichten geschrieben, wie die Literaturwissenschafrtlerin Veronika Hofeneder sowohl im Radio, als auch beim Vortrag sagte und ist dann mit ihrem zweiten Ehemann, einen Dirigenten nach Berlin gegangen. Dort war sie nach ihrem Erfolg mit der Helene Willfuer bei “Ulstein-Redakteurin” und hat in den zwei Zeitschriften, die der Verlag hatte, über einige Jahrzehnte sehr viele Artikel über Mode, Kosmetik, die neue Frau etcettera geschrieben.

Veronika Hofeneder hat sie gesammelt und bei “Atelier” unter dem Titel “Makkaroni in der Dämmerung” heruasgegeben.

Mit Christa Gürtler hat sie diesen Band nun vorgestellt, Birgit Lehner hat einige Texte gelesen und Christa Gürtler und Veronia Hofeneder haben auch einiges aus dem Leben der Autorin, die der neuen Sachlichkeit zuzuordenen ist und sich selber für eine Schriftstellerin zweiter Klasse in ihrer Autobiografie beschrieb erzählt.

1960 ist sie in Amerika gestorben, da hat sie schon auf Englisch geschrieben und einige ihrer Texte handelten auch über die “Sklaven inHollywood”, mit der Filmproduktion hat es bei ihr im Gegensatz zu Gina Kaus mit der sie befreundet war, nicht recht geklappt,und dem Leben in New York.

Die Titelgeschichte handelt von der damals modernen Fotografie, wo sie sehr kritisch beklagte, daß die Leute nicht mehr Lesen sondern nur mehr Bildbände beschauen würde. Dann gab es einen Artiel über die Anforderungen, die an die moderne Frau von 1930 gestellt werden und und…

Sehr interessant, wie sowohl die Herausgeberinnen, als auch Robert Huez, der die Veranstaltung einleitete, meinte und die Leute zum Kaufen des Sammelbandes aufforderte.

Ich habs nichrt getan, mir aber gestern einen Roman von Dorothea Zeeman aus der “Edition Atelier” um vier Euro gekauft und auf meiner heurigen Leseliste stehen noch “Die goldenen Schuhe” und das “Hotel Berlin” würde ich auch gern lesen. Mal sehen ob ich ich das Lesen schaffe, momentan quälte ich mich ja immer noch durch den Joshua Cohen.

Parallelgeschichten-Symposium

Ich habe von dem 1942 in Budapest geborenen Schriftsteller und Fotografen Peter Nadas, glaube ich, noch nichts gelsesen, wohl aber von ihm einmal bei einem “Morawa-Flohmarkkt”, die drei Stücke “Ohne Pause”, um einen Euro  gekauft und ihm im vorigen Jahr sowohl im Literaturhaus, als auch im Literarturarchiv gehört.

Beim Ersten hat er, glaube ich, aus seinem letzten Buch “Aufleuchtende Details” gelesen, beim Zweiten einen vortrag gehalten. Eine Klientin hat mir auch einmal von ihm sehr vorgeschwärmt und über seine Nahtoderfahrung, die er 2002, nach seinem Schlaganfall niedergeschrieben habe, habe ich einmal, so weit ich mich erinnern kann, in “Ex Libris” gehört.

Ein sehr sympathischer älterer Herr, der sehr gut Deutsch spricht und immer höflich lächelt, ist mein Eindruck von ihm und jetzt gab es in der “Alten Schmiede” ein Symposium über seine “Paralellgeschichten”, das der ungarische Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Gabor Schein und Wolfgang Müller-Funk von der Universität Wien ausgerichtet haben.

Zwei Tage nur über seine “Parallelgeschichten”, das  fünfzehnhundert Seiten Buch, das 2012, auf Deutsch, 2005 auf Ungarisch unter dem Titel “Üarhuzamos Törtenetek” herausgekommen ist und da Peter Nadas, wie ich auf dem Symposium  hören konnte, in Ungarn und wahrscheinlich auch sonstwo, ein bedeutendet Schriftsteller ist, habe ich seine drei bedeutendsten Werke auch im Ohr, beziehunsweise sind sie auch in der “Alten Schmiede” zur Ansicht oder  zum Kauf aufgelegen.

Da gibt es das “Buch der Erinnerungen”, laut “Wikipedia”, 1991 erschienen, die “Parallelgeschichten”, 20012 auf Deutsch und die “Aufleuchtenden Details”, 2017, die wohl die wirklichen Erinnerungen oder die Meomoiren sind und noch sehr viel anderes.

Ein paar Fotobände sind  auch aufgelegen und ich habe im Publikum auch ein paar bekannte Gesichter gesehen. So war zum Beispiel die Sozialpädagogin da, mit der ich auch auf Kafkas Spuren in Klosterneuburg gewandert bin und dann noch die Lehrer, die ich mehr oder weniger regelmäßig sehe und das Symposium wurde, sowohl auf Deutsch und auch in Englisch abgehalten, weil  auch Gäste von der Budapester Universität am Programm standen.

Begonnen hat es mit Karoly Kokay, der etwas zu den historischen Details erzählte. Er hat dazu gesagt, daß er voraussetzt, man den Roman gelesen hat und das Buch gut kenne, was bei mir, wie schon erwähnt, nicht der Fall war.

Daß die “Parallelgeschichten” aber nach dem Mauerfall in Berlin beginnen, wo eine Leiche gefunden wird und dann in die Vergangenheit zurückgehen, habe ich verstanden, beziehungsweise mich in der Pause am Büchertisch duch die ersten Seiten gelesen.

Dann kam Gabor Schein und der erzählte etwas von den Straßen und den Budapester Gegenden, in denen das Buch spielt und Florian Huber, den Literaturwissenschaftler, den ich, glaube ich, schon öfter gehört und gesehen habe und der jetzt, wie im Programm steht, in Lüneburg lehrt, erzählte etwas von den Bildern in Nadas Werken und projezierte ein solches, nebst einigen Zitaten an die Wand.

Dann folgte eine längere Diskussion über die Bürgerlichkeit in Nadas Werken, für mich ist er, glaube ich, ein sehr bürgerlicher Schriftsteller. Die Dienstbotenzimmer, die sich neben den Küchen befinden, wurden, glaube ich, von Gabor Schein in seinem Vortrag auch erwähnt und daran kann ich mich von meinem ersten budapester Aufenthalt im Jahre 1983 erinner, wo ich mit dem Alfred privat in einem solchen Haus logierten.

Dann folgte, wie schon erwähnt die Pause mit Kaffee und Mohn oder Nußstrudel und einigen Gesprächen, beziehungsweise einer schnellen Paralelllektüre.

Dann kam der kritische Psychiater Alfred Springer, den ich noch von meinem Studium und meinem Vorlesungen im Strotzka-Institut kannte, der einen Einblick in die Sexualität und die Körperlichkeit von Nadas Werk gab, denn die “Paralellgeschichten” sind, wie ich erfahren habe und mir eigentlich gar nicht vorstellen konnte, ein sehr sexuelles Buch, der sich auf der Margareteninsel abspielt, vorher hielt noch Marta Bartal aus Budapest, ein Referat auf Englisch über das Gelächter bei Nadas und ihre Kollegin Orsolya Rakai erzählte etwas über die Rezeption, die ist in Ungarn gar nicht so gut angekommen, whrend man, wie Ursula Knoll erwähnte, im deutschen Sprachraum eher von dem Buch begeistert war und nur die sexuellen Darstellungen bemängelte.

Dann folgte wieder eine Pause und dann ging es in den Keller, wo Peter Nadas eine Traumsequenz aus dem Buch vortrug und zwar scheint es in einer der “Parallelgeschichten”, um einen Studenten namens Döhring zu gehen, der nicht nur in Berlin die Leiche findet, sondern auch der Tätergeneration angehört, die die am dritten Reich beteiligt, beziehungsweise die Nachkommen solcher Täter waren und diesen Traum, wo er dann angeschissen, also sehr direkt erzählt, ertwacht, hat Peter Nadas in zwei Teilen vorgelesen und dazwischen folgte eine Diskussion, wo der Autpor wieder sehr freundlich lächelnd  von seiner Art des Schreibens erzählte.

Am Dienstag ging es dann mit drei sehr ähnlichen Vorträgen von Laszlo Földenyi, Wolfgang Müller Funk und Tibor Gintli weiter, die sich alle mit den Erzählprerspevtiven und den narrativen Strukturen oder der Dramaturgie, wie Kurt Neumann einwarf, befassten.

Es ging um die Frage, wie allwissend der Erzähler ist, denn man weiß bis zum Schluß nicht genau, wer die Liche ist, die da zu Beginn gefunden wurde, der Erzähler hält sich zurück, spielt mit den Geheimnissen, wie Kleist oder Pproust, wie immer wieder als Vergleichdaten genannt wurde.

Eine Szene kommt vor, wo ein Telefonat auf fünfzig Seiten erzählt wird und eine Fahrt mit einem Taxi in ein Krankenhaus einige StundenLesezeit erfordern würde und die unterschiedlichen Paralellgeschichten, die da eine Rolle spielen, wurde mir, der nicht gelesen habenden, immer klarer.

Da gibt es einen Christoph, der sah zu wie sein Vater deportiert wurde, erlitt dadurch ein Trauma und wird auf der Margareteninsel in seine Männlichkeit, die auch homosexuelle Elemente enthält, eingeführt.

Während in einer bürgerlichen Wohnung, das ist die, wo der Anurf kommt, ein provinzielles Mädchen mit einem bürgerlichen Juden im Bett liegt und dabei ihre Schwierigkeiten hat und eine Psychoanalytikerin, die durch den Holocaust ihren <mann und ihre Kinder verloren hat, gibt es auch, die verliert dadurch die Kraft des Erinnerns und muß ihren Beruf aufgeben, noch ehe ihr en die Kommunisten verbieten und eine Damerunde, gibt es wie Ursula Knoll nach der Mittagspause erzählte auch.

Am Vortag wurde ja diskutiert, das die weiblichen Figuren in dem Roman eher schwach und Schemenhaft bleiben.

“No na!”, habe ich mir da vorwitzig gedacht, es gibt sie aber schon, allerdings nur auf hundert Seiten über das ganze Buch verteilt, nämlich vier Frauen, die jeden Tag miteinander Bridge spielen und dabei auch ihre Erlebnisse haben und am Schluß gab es noch einen Vortrag auf Englisch, nänlich den  von Zsolt Bagi “Peter Nadas and the realism”, wo es um Wirklichkeit und Realität ging, das erster Wort hat Zsolt Bagi auf Deutsch ausgesprochen und Schluß bedankte sich Wolfgang Müller Funk für die Veranstaltung, kündige einen Tagungsband und eine weitere Veranstaltung, um ihn zu präsentieren, Ende des Jahres an und ich denke jetzt müßte ich hergehen, und den Roman, wo auch der Vergleich mit Doderer aufgekommen ist, von Anfang bis zum Ende lesen, um all das Erfahrene verstehen und einordnen zu können. Dazu müßte ich das Buch erst finden, aber dann käme ich ja mit meiner elendslangen Leseliste in Bedrängnis, qäule ich mich ja derzeit mit dem neuen amerikanischen Wunderstar Josua Cohen und seinem “Buch der Zahlen”, der vielleicht auch ein ähnliches Thema, wenn auch in einer ganz anderen Form aufgegriffen, hat, herum und komme mit dem Lesen nicht recht weiter.

Es war aber interessant, in die Parallelwelten von Peter Nadas einzutauchen und ich habe zweifelsfrei sehr viel dabei gelernt.

Vom Partisanenworkshop zur Wiener Filmdystopie

Der Mittwochnachmittag gehört ja schon seit fast einem Jahr der Literaturwissenschaft, sprich dem Centropeworkshop im vorigen Semester und in diesem der Partisanenliteratur.

Da habe ich ja in den Weihnachtsferien “Der Tod heißt Engelchen” gelesen. Dann gehört auch noch Italo Calvino “Wo Spinnen ihre Nester bauen” dazu. Das war vorige Woche dran, diese Woche habe ich in einer alten russischen Ausgabe von Alexander Fadejews “Die junge Garde” mit sehr schönen Illustrationen geblättert. Der 1901 geborene sowetische Schriftsteller der Stalins Kulutrupolitik, wie ich in “Wikipedia” las, sehr unterstützte und auch einige Schriftsteller verbannen ließ, hat sich 1956 umgebracht und ist wahrscheinlich inzwischen fast vergessen. Zumindestens habe ich noch nicht sehr viel von ihm gehört, bekomme da also am Mittwoch Nachmittag von Stephan Teichgräber, dem Slawistien, der die Bücher meist in Originalsprache liest, Nachhilfeunterricht. Dann haben wir uns auch noch vielleicht nicht ganz zum Thema passend mit Peter Esterhazys “Produktionsroman” beschäftigt, der glaube ich, eine Parodie auf den sozialistischen Realismus darstellt und von Terezia Mora ins Deutsche übersetzt wurde.

Dann habe ich mein neues Buch, das gestern von der Druckerei gekommen ist, bezahlt. Vorher habe ich meine Beleg- und Werbeexemplare weggeschicht und ein Buch, wie ich das schon länger mache, in den “Wortschatz” mit einer Widmung hineingelegt.

Ich hoffe, es findet seinen Leser. Dann hatte ich noch eine Stunde und hätte eigentlich ins Literaturhaus zur oberösterreichischen Literatur oder in die “Gesellschaft” zu einer Kafka-Veranstaltung gehen wollen.

Dann ist aber eine Filmdystophie, für die der ORF sehr viel Werbung macht, so daß ich in den letzten Tagen in Ö1 öfter davon hörte, dazwischen gekommen und ich mag ja Romane wie der “Circle”, “1984” oder “Schöne neue Welt” und diesmal ist, glaube ich, auch noch ein bißchen die Verarschung der Psychologie oder der Leistungsgesellschaft dazugekommen.

Nämlich “Life Guidance” von Ruth Mader, wo Martin Leidenfrost das Drehbuch geschrieben hat und der Lobbyist Alfons Mennsdorf-Pouilliy mit einem Gewehr auftritt.

“Life Guidance” zeigt ein Wien nach der Gleichschaltung: eine Armee von <leistungsträgern steht dem mit Schlagermusik sedierten Volk gegenüber” steht in der ORF-Beschreibung.

Die dürfen keine Gefühle zeigen, sehen alle gleich aus, bewegen sich wie Marionetten und wenn sie auffallen, werden sie einem “echten Rorschachtest” mit einer “falschen” Anweisung unterzogen, bekommen eine Anpassungsstörung diagnostiziert, wenn sie sagen, daß man “Freiheit und Transparenz nicht gegeneinander ausspielen soll”, sowie einen “Llife-guidance Berater”, während in den Schlafburgen, die sedierten  “Unterschicht-Zombies” herumwanken.

Das spielt sich im “Karl Marx Hof” ab, was vielleicht eine ironisierte Verbindung zum realen Sozialismus und der “Dokumentationsstelle für ost und mitteleuropäische Literatur” sein könnte und die Leistungsträger residieren in der WU, während sich die Überwachungszentrale im ORF-Zentrum am Küngiglberg befindet, deshalb vielleicht die viele Ö1 Werbung.

Also ganz schön ironisch, aber auch ziemlich unlogisch und wiedersprüchig, obwohl ohne Zweifel auch sehr spannend und vielleicht gar nicht mehr soviel von unserer alltäglichen Wirklichkeit entfernt, nur sehr überhöht, aber das muß, habe ich inzwischen gelernt, Literatur ja sein und die Filme höchstwahrscheinlich auch.

In der Beschreibung steht noch etwas, daß die Reaktionen bei der Pressevorführung zwischen “Begeisterung zu fad, platt und schon hundertmal gesehen” reichte.

Ich würde sagen, für mich lag es in der Mitte. Spannend wars, aber nicht logisch zu erkklären und das leere Wien mit den Leistungs- und  Unterschicht-Zombies” auch irgendwie beklemmend.

Distanzen der Heimat

Jetzt war ich ja schon fast ein Monat nicht mehr in der “Alten Schmiede”, die Weihnachtsferien haben die Veranstaltungen unterbrochen, aber auch sonst habe ich jetzt öfter um sechs oder sieben eine Stunde, so daß sich das nicht mehr ausgeht und vorigen Montag, wo glaube ich eine Veranstaltung war, war unser “Wein-Vernichtungsfest”, am Dienstag, die Schreibgruppe, am Donnerstag waren wir im Theater “Zucker-Büstenhalter”, das Stück einer polnischen Autorin in der “Märchenbühne Apfelbaum”, was zwar auch literarisch ist, aber über Theater blogge ich ja nicht so gern, genausowenig, wie über Filme, weshalb ich gleich anmerken will, daß am Mittwoch, wo wir ins <kjno gehen werden, wahrscheinlich ein Partisanenbericht, aber keine Filmbesprechung kommen wird, aber heute wieder einmal Textvorstellungen moderiert von Mieze Medusa, die mich während des Wartens auf dem Klo freundlich fragte, wie es mir den ginge>?

“Gut!, antwortete ich.

“Ich schreibe, lese, blogge und gehe jetzt weniger zu Veranstaltungen, weil ich mehr Studen habe und im übrigen leide ich darunter, daß ich es nicht in den Literaturbetrieb beschaftt habe!”, das könnte zu meinem Standardsatz werden, so wie andere unter ihre Artikel schreiben: “Und im übrigen bin ich der Meinung…

“Aber ich versuche, das mit meinen Blog zu kompensieren!”, habe ich dann gleich selbstbewußt hinzugefügt.

“Ich weiß nicht ob der bekannt ist!” und gleich versichert bekommen, daß er das wäre.

Na ja, wenn man nach bestimmten Namen oder Veranstaltungen des Wiener Literaturbetriebes googlet, kommt man wahrscheinlich gar nicht um mich herum, ob man das möchte oder nicht und heute bei den Textvorstellungen ein interessantes Thema, obwohl das einer Dame im Publkum, die nach  Barbara Eders und Gabriel Furmuzachis Lesung, die Veranstalterin fragte, nach welchen Kriterien sie ihre Textauswahl treffe?

Sie würde keine Gemeinsamkeiten in Stil und Form treffen und noch mitten in Hamed Abouds Lesung ist sie dann gegangen.

Dabei ist das Gemeinsame das Fremde, Barbara Eders Text, die ja einmal im “Institut für ost und mitteleuropäische Literatur” einen Vortrag über Comics halten sollten, die ich beim letzten Volksstimmefest persönlich kennenlernte und die auch einige Jahre Lektorin an einer ungarischen Uni war, beschäftigte sich mit Frauen, die in einer Lagerhalle in der ungarischen Provinz Elektroschrott sortieren und freiwillig in das Lager gehen, weil sie da überhaupt Geld verdienen, der sehr gewollt mit bestimmten Reizwörtern spielt, mit dem Lager einmal, dann gibt es tote Hunde, prekäre Verhältnisse und der Text, das ist auch sehr interessant, ist noch unveröffentlicht, während Barbara Eder schon einen anderen Erzählband veröffnentlich hat, auf den Mieze Medusa öfter hinwies und mit einer Geschichte daraus hat sie 2015 beim “Exil Preis” gewonnen.

Der Rumäne Gabriele  Furmuzachi hat das heuer getan, so habe ich seinen Text “Klick” oder Auszüge daraus schon zweimal gehört und der Text, weshalb die Dame vielleicht Schwierigkeiten hatte, die Gemeinsamkeiten zu finden, beschäftigt sich nicht so offensichtlich mit dem Fremdsein, hintergründig schon, denn da trägt ein Fotograf ein krankes Kind in ein Krankenhaus, was mich schon bei der Literaturhauslesung an den “Erlkönig” erinnert hat.

Diesmal ist es nicht so schlimm, denn das Kind hat, als der Arzt es untersucht schon das Schlimmste hinter sich und der Fotograf, der aus Bulgarien kommt und besser Englsich, als Deutsch spricht, hat sich vorher überlegt, in welcher Sprache er die Sympotme des Kindes erklären soll. Der Text ist übrigens und das ist interessant, auf Englsich gechrieben und dann von seinem Autor auf Deutsch übersetzt wurde.

Dann wurde es überhaupt international, denn das Buch des Syriers Hamed Aboud, der in Österreich zu leben scheint, “Der Tod packt einen Geburtstagskuchen” ist in einem Schweizer Verlag erschienen, es ist zweisprachig, deutsch arabisch und die Übersetzerin ist eine Deutsche und Hamed Aboud, das ist interessant, setzt sich mit den schweren Thema Flucht, Krieg und Vertreibung auf sehr poetische Art und Weise auseinander.

So läßt er seinen Protagonisten in einem Panzer durch die Gegend rasen, klettert auf Minarette hinauf kauft in der Fremde Unterwäsche und erinnert sich daran, daß seine Mutter die Hemden seines Vater und seines Bruders in der Waschmaschine immer verfärbte und er nun mehr weder den Mantel seines Vaters, noch die Schuhe seines Bruders tragen kann und der Tod, der Kuchen bäckt ist eine Metapher auf das neue Leben, das nach dem Untergang des alten wieder entsteht.

Sehr interessant und in Zeiten wie diesen eine sehr wichtige Lesung, obwohl ich zwei der Autoren ja schon gekannt habe. Der dritte war für mich, glaube ich, eine Neuentdeckung und nochmals interessant.

In der Zeitschriftengalerie gab es paar “Wespenneste” zur freien Entnahme, ich habe zugegriffen, vielleicht als Entschädigung, weil ich jetzt die “Manuskripte” nicht mehr bekomme, weil die Stadt Wien das Abo, das ich bezog, schon 2012 eingestellt hat, was die Redaktion das, zu meinem Glück oder ihrem Unglück jetzt erst bemerkte und mir sowohl das Heft, das zu der Literatur im Herbst zum Thema “Jugoslawjia revisited”, als auch das zu “Mare Nostrum” mitgenommen habe.

Eine “Volltextnummer” gab es auch und weil ich dem Alfred, als er mich fragte, wohin ich heuer auf Urlaub fahren wil?l “In die Schweiz!”, antwortete hat er mir sowohl eine”DumontNummer” zu diesem Thema, als auch Thomas Küngs “Gebrauchsanweisung für die Schweiz” mitgebracht. Dabei war die Schweiz ja erst vor einigen Jahren Gastland in Leipzig, wo ich mir ja auch ein paar Bücher und Broschüren mitgenommen habe.

Der sechsundsiebzigste Slam

Nachdem mein Besuch beim letzten Poetry Slam kurz vor Weihnachten problemlos klappte, habe ich die literarische Saison 2018 fast wieder mit dem Slam B begonnen, den sechsundsiebzigsten wie Diana Köhle erläuterte, ich war bis jetzt nur bei dreien, werde aber vielleicht eine Slam-Expertin, obwohl ich beim nöchsten in Harland bin und beim übernächsten vielleicht in Leipzig, es ist aber sicher interessant, sich das in Serie zu geben, weil man da ja die Slamer kennenlernt, die vielleicht in ein paar Jahren zu literarischen Größen, wie beispielsweise Elias Hirschl erwachsen.

Ich war wieder schon vor sieben da, habe noch dem Bücherschrank einen Besuch angestattet, dann einen Haufen Bücher mitgeschleppt, wo ich jetzt mit einem Blick in meinen Katalog daraufgekommen bin, daß ich die Hälfte schon zu Hause hatte und in der Wartestunde, habe ich Edouard Luois “Im Herzen der Gewalt”, ein Buch von dem ich im Rahmen meines Frankfurt-Surfings etwas hörte und es mir zum Geburtstag schenken ließ, zum Lesen mitgenommen. Das letzte Mal habe ich ein Weihnachtsbuch, den “Winterschwimmer” dort gelesen, und interessant, daß Louis autobiografischer Roman auch zu Weihnachten handelt, obwohl er kein Weihnachtsbuch ist, ganz im Gegenteil.

Platz habe ich wieder problemlos in der dritten Reihe bekommen und interessant, daß es heute nur zwölf Anmeldungen gab, also alle lesen konnten das letzte Mal fiel ja Christian Schreibmüller weg.

Das Opferlamm, die Präsentation des vormals Siegers fiel ebenfalls weg, so zog die Glücksfee gleich die Reihenfolge und Osama den ich, glaube ich, schon vom letzten Mal kannte, begann mit einem Text über den Verkehr im öffentlichen Verkehr.

Dann kam Bernie, der von dem Erdäpfel Erich, der die Eräpfelin Erika liebt und nicht zum Pommes werden will, slamte und Tom aus Graz, der jetzt anders heißt, mit einer verspäteten Weihnachtsgeschichte.

Interessant, daß wieder ein paar Bekannte unter den Slamer waren, aber auch einige die zum ersten Mal auftraten. Einer setzte sich beim Lesen seiner Gedichte hin, womit er natülrlich nicht gewonnnen hat. Eine junge Frau hatte, glaube ich, ein Debut mit einem Text über die Menschlichkeit.

378 die Beginnerin der zweiten Runde brachte eine Publikumsbeschimpfung, ein Text der mir wahrscheinlich deshalb nicht so gefiel, während mich die junge Frau, die folgte. dadurch beeindruckte, daß sie einen Text über ihre schizophrene Mutter las, die hatte,glaube ich, auch den lauteren Beifall, trotzdem hat die sehr extrovertiert wirkende junge Frau, die eine Ziffer als Namen hat, gewonnen und im dritten Teil wurde es, glaube ich, wie von Diana Köhle schon angekündigt sehr politisch, die neue Regierungsbildung, brachte zwei Slamer zum Dichten und Diana Köhle wies auch auf die Demo hin die morgen stattfindet und  in der vierten Runde rappte unter anderen “Schreibi” über einen “Schnorrer.

Er hat nicht gewonnen und so traten nach der Pause Tom mit einem Text,der nur aus Werbeslogans bestand, gegen 378 die ebenfalls eine Weihnachtsgeschichte hatte, gegen einen Text, der nur aus Fragen bestand und gegen Lea die auf Englisch über sich erzählte an.

Gewonnen hat der Fragetext und Poetry Slam ist interessant, weil junges Publium,  viel Interesse, interessante Themen und ein volles Haus und auf die besten Texte von vier Jahren Tagebuchslam hat Diana Köhle auch wieder hingewiesen.

Wieder MUSA und Partisanenworkshop

Vom “Partisanenworkshop” das nach den Weihnachtsferien wieder begonnen hat, hat es auch wieder mit  Teresa Präauer und Martin Horvath, einem Stipediaten und einer Förderungspreisträgerin die Literatur im MUSA gegeben.

Der Name Martin Horvath ist vor ein paar Jahren durch das Netz und die Literaturveranstaltungen gegeistert. als sein “Mohr im Hemd oder Wie ich auszog die Welt zu retten” erschien. Dann ist es um ihm still geworden, während Teresa Päauer erst vor kurzem den “Erich Fried-Preis” gewonnen hat und auch im Vorjahr bei den “O- Tönen” aus ihrem “Oh Schimmi” glesen hat und vorher beim “Bachmannpreis” gelesen.

Der 1967 in Wien geborene Marthin Horvath, der auch als Musiker unterwegs ist, schreibt inzwischen an einem neuen Roman “Zwischen den Jahren” und hat aus diesem beziehungsweise seinem erschienenen 2012 “Mohr im Hemd” gelesen und da hat er die damaligen Flüchtlingssituation als Schelmenroman beschrieben. Eine Situation, die sich, wenn man die Videos des Martin Sellner sieht, inzwischen sehr verschlechtert hat und so war es spannend daraus die Geschichte von “Ali, dem Tomatenpflücker” zu hören und in “Zwischen den Jahren” geht es um den Holocaust.

Da zieht ein Historikaer in eine Wohnung in der Leopoldstadt und recherchiert über die jüdische Familie die einmal dort leb. Jahre später schwebt der Geist der zehnjährigen Tochter dort herum und eine sehr makabre Geschichte, die ein bichen an Friedrich Torbergs “Hier bin ich mein Vater”, erinnert, hat der Autor auch gelesen.Da mjuß der schriftsteller Max in Auschwitz oder so, einem Sturmbandführer im dortigen Lazarett eine Geschichte erzählen und am Ende entscheiden, wer von den Insaßen sterben soll und wird mit der kleinen Schwester dazu erpresst und das ist die, die später in der Wohnung des Historikers herumgeistert.

Das war sehr sehr spannend und interessant, um so mehr, da sich meine “Wiener Verhältnisse” ja auch mit diesem Thema beschäftigen.

Aus “)h Schimmi” habe ich dagegen schon einige Male eine Lesung gehört und die Geschichte von dem Mann der sich aus Liebe zum Affen macht, kann mich, glaube ich auch nicht so begeistern, obwohl Teresa Präauer ohne jeden Zweifel eine großartige Vortragende ist.

Sie scheint auch sehr kritisch zu sein, hat sie sich doch im Gespräch mit Julia Danielcyck anschließend über die Kritiker beschwert, die ihren Roman nur nacherzählen würden und hat von einer “Inhaltsneurose” gesprochen. Als ich sie beim Wein darauf angesprochen habe, daß mir das sehrwichtig ist, hat sie mir “Sie sind aber keine Literaturkritikerin!”, geantwortet.

“Ich denke schon ein bißchen!”, war meine Antwort.

Zuumindestens blogge ich sehr viel und spoilere da auch sehr und es ist, denke ich nicht nur die Form und die schöne Sprache, sondern auch ein bißchen der Handlungsbogen, wie ich ja auch beim ersten Autor sah, wo ich wirklich gebannt war, obwohl mir das eigentlich nicht mehr so oft passiert und auch beim Debutpreis, der jetzt wirklich für Klaus Cäsar Zehrer entschieden wurde, hat man ja sehr genau gesehen, daß sich die Bloggerjury, zugegeben, keine professionellen Kritiker, eher für das leichter zu Lesende Handlungsorientiere entschieden haben und das denke ich, soll auch so sein, obwohl ich Julia Weber, auch eine Sprachkünstlerin, meine Hauptstimme gegeben habe.

Anleitungen und Abschweifungen

Das letzte Mal in diesem Jahr ein Besuch in der “Alten Schmiede”, ja 2017 geht langsam zu Ende, wir haben eine neue Regierung und Alexander van der Bellen hat sie selbstverständlich angelobt, was hätte er sonst tun sollen?

Und in der “Alten Schmiede” traten, moderiert von Markus Köhle zwei experimentelle Sprachkritikerinnen auf, die ich, die realistische und offenbar auch unverständliche Contentschreiberin, dort schon öfter hörte.

Liesl Ujvary, die 1939  in Bratislava geborene grand Dame der experimentellen Literatur, wie ich sie ein wenig respektlos nennen möchte und Anne Cotten, “1982 usw” geborenen, wie der Eintrag in ihrem neuen Buch, bzw. “Schmied-e Programm” lautet, ich ergänze  USA Iowa und erinnere mich an ihren Auftritt im Literaturhaus, als sie dort den “Priessnitz-Preis” bekommen hat und sich in einer Kiste verstecken wollte.

Ja, sie ist origienell und erfolgreich, zeichnet manchmal, wenn sie als Publikum in der “Schmiede” sitzt, in ein Büchlein, hat mich einmal angesprochen, als ich sehr niedergeschlagen von einer Veranstaltung oder Fest nach Hause gegangen bin und hat seit 2011 einige Aufenthalte in Japan, deshalb trägt ihr neues Buch auch einen sehr unverständlichen Namen, über den Markus Köhle bei der Moderation einige Male stolperte “JIKIKETSUGAKI tsurezuregusa”, ich hoffe, ich habe das jetzt nicht falsch geschrieben.

Dafür ist  der Titel von Liesl Ujvary bei “Klever” neu herausgegeben Buch, das erstmal 1977 im “Rhombus-Verlag” erschienen ist, viel leichter zu merken, heißt er doch schlicht und einfach “sicher & gut”, Texte der letzten vierzig Jahre der Sprachkünstlerin, die nach ihrer Lesung noch ein Video dazu zeigte, wo die Satzfragmente musikuntermalt an der Wand vorbeischwebten und auf Markus Köhles Frage, womit sich die Sprachkunstmeisterin jetzt beschäftigt, wies sie auf Ingeborg Bachmann hin, deren Gedicht sie umgeschrieben hötte und “die Welt” ergänzte Markus Köhle noch, war in den siebziger Jahren ganz anders, man hat geraucht und gesoffen und das ist in “sicher & gut”, auch zu erkennen.

“Das wird es immer geben Wein, Kaseren, Computer”, im Original sind die Sätze immer aus und untereinandergeschrieben.

“Das war immer schon da” und so weiter und so fort und interessant dazu ist vielleicht auch Anne Cotten hat das Nachwort  geschrieben und dann  aus ihrem Buch gelesen, das nicht nur in oder von Japan handelt, obwohl es auch japanische Schriftzeichen darin gibt und Anne Cotten auch versuchte die Sprache zu erlernen.

Ein Prosatext handelt aber von Irland im Nebel, eines der vorgelesenen Gedichte wurde in Sarajevo geschrieben, ja Anne Cotten ist eine global vernetzte Frau und hat, glaube ich, schon wieder ein neues Buch und aus diesem hat sie auch ein Gedicht vorgetragen.

Wieder einmal Poetry Slam

Ich bin ja keine unbedingte Freundin der Slamerszene und wahrscheinlich auch schon zu alt dafür, wenn umgeben vom Oldi Christian Schreibmüller, Tschif Windisch ist ja inzwischen verstorben, die Zwanzigjährigen auf der Bühne stehen und ins Mikropfon rappen, obwohl ich mich in den neunziger Jahren bei den Slams im Cafe Stein, den “Droschl” veranstaltete, wo man sich bewerben mußte, immer was hingeschickt habe und dann von Anette Knoch gehört habe, meine Texte wären für Slams zu konventionell.

Was wohl stimmt, obwohl es keine Gattungsvorschriften gibt und man auch einen fünf Minuten Text vorlesen kann, aber wenn man keine entsprechende Performance dabei hat,  bekommt man wohl keinen Applaus, was, wie ich heute im Literaturhaus bemerkte, nicht so ganz stimmt und man sich dort in eine Liste eintragen kann und dann ausgelost wird, ob man lesen darf, habe ich mich seither nicht mehr dafür beworben und gehe auch nur, wie oben erwähnt, selten hin.

Mit dem Alfred war ich vor Jahren im Literaturhaus, woe die Moderatin noch Markus Köhle machte, beim B-Slam ist Diana Köhle im schwarzen glitzernden Frack die Moderatorin und die ist eine freundliche Frau, bei einem Karfreitag Slam der Litges war ich mal und dann auch beim Jubiläumslam, aber das war ein Reinfall, weil ich da schon  hörte, man muß aus Platzgründen eine Stunde früher da sein, das war ich auch. Die Sitzreihen waren auch noch alle leer, aber mit Mäntel, etcetzra besetzt, so daß ich im anderen Raum, weit hinten einen Platz fand und die Slamer nur auf der Leinwand gesehen habe.

Da habe ich mir  gedacht, da gehe ich nie wieder hin und habe mich, um die Slams die meist am Freitag stattfinden gedrückt, aber als ich beim Open Mike war, eine Veranstaltungsreihe die die im Lithaus erstmals besuchte, sagte mir eine alte Dame, das dürfe eigentlich nicht sein und wenn ich pünktlich da bin,  bekomme ich einen Platz. Das war dann auch heute, beim fünfundsiebzigsten Slam so.

Ich war schon im halb sieben  beim Literaturhaus, die Veranstaltung beginnt um acht, da gab es keine Schlange. Ich bin zum Bücherschrank gepilgert und habe dann noch eine Runde gedreht und fünf vor sieben standen ein paar Leute vor der Tür und besetzt waren nur die ersten zwei Reihen, so daß sich auch Robert Huez, der mich begrüßte, wunderte, daß ich in der dritten Reihe saß.

Das meine ist es wahrscheilich immer noch  nicht so ganz, obwohl man da ja die jungen Leute kennenlernt, die später vielleicht berühmt werden und Diana Köhle erklärte die Regeln. Zuerst kommt das Opferlamm, das ist meist die letzte Preisträgerin, die ohne Konkurrenz slamen muß und dann vier Runden mit je drei ausgelosten Teilnehmern, die jeweils fünf Minuten lesen dürfen. Das war zuerst eine Vorarlbergerin mit einem Text auf Englisch über Persönlichkeitsstörungen. Dann kam ein sehr junges Mädchen, die das erste Mal mit einem sehr kurzen Text über die Verzweiflung, die man über die verlorene Socken in der Waschmaschine empfindet, auftrat.

Dann kam der Kosmonaut, der inzwischen in Amerstam lebt mit einem sehr Wienerischen Text “Bist du deppert”.

Danach wurde abgestimmt, das heißt laut geklatscht und geschrieen, die Sarah aus Vorarberg hat gewonnen und dann wurde wieder ausgelost.

Da begann eine Frau mit dem schönen Namen  378 mit einem Text über Nikotin, während Xaver eine “Ode an das Salz hatte. Hat er den Poetry Workshop des Writers Studio besucht, wo ja immer eine “Ode an eine Zwiebel” gereimt wird? Dann kam eine Text über Männergedanken und Xavers “Salz” hat gewonnen.

Nummer sieben war der Börni, der seinen Sommer gern in Balkonien verbringt und sich darüber ärgert, daß er in Wien kein richtiges Eis bekommt, gefolgt von Hanna, die sich dfarüber ärgern, daß die Leute kein Brot, keine Butter und keine Eier mehr essen, um sich wichtig zu machten.

Dann kam ein junger Mann mit einem sehr langen Namen und in der letzten Runde, wo eben Chritian Schreibmüller überblieb, trat “Darling” mit ihren Gedanken über Trauer auf. Dann kam Luca und am Schluß ein David, der glauube ich etwas über Poetry Slamer gedichtet hat, beziehungsweise sich darüber ärgerte, daß ihm seine Freubde empfahlen über einen marmeladelosen Krapfen zu schreiben.

Danach war Pause, zum Klo gehen  und Getränke kaufen, wie beim “Fried Symposium” kosten die hier, der vielen Leute wegen, etwas und dann die Schlußrunde, wo noch ein Opferlamm auftrat und dann die vier Sieger einen anderen Text vortragen mußten. Diesmal war die Entscheidung nicht so eindeutug oder Diana Köhle, die auch auf ihr Tagebuchslambuch, das in meinem Badezimmer liegt, hinwies, schürte die Stimmtung, denn eigentlich hatte ich schon lang herausgehört, daß David aus Linz, der in Salzburg studiert, der Sieger ist.

Den nächsten Slam gibts am 12. Jänner, da sind wir, glaube ich, in Wien. Ob ich hingehen werde, weiß ich noch nicht. Da gibts wahrscheinlich noch nicht sehr viele Alternativen.

Es waren aber auch andere ältere Leute im Publikum und Hand Kantischar, der im Haus wohnt und von Diana Köhle erwähnt wurde, daß man laut klatschen soll, damit  der Psychotherapeut Mitte sechzig, der schon mal gewonnen hat, wieder herunterkommt, ist mir auch bekannt.