Daniela Strigl, Klaus Kastberger und der Pop-Germanist

“Tacheles” in der “Gesellschaft für Literatur”, das ist eine Veranstaltung in der Daniela Strigl immer mit einem Autor, einer Autorin über seine, ihre Literatur diskutiert und dann gibt es das Buch von Moritz Bassler, der in der Jury des “Leipiger Buchpreises” war, “Populärer Realismus”, von dem ich einmal in Ö1 hörte und dann beinm Lesen etwas verwirrt war, denn für mich ist Realismus etwas anderes, als das was Moritz Bassler da beschrieb.

Deshalb habe ich mich für die “Tacheles-Veranstaltung” entschieden, obwohl im Literaturhaus die “Sprachkunst” war und es mit meinen Stunden eng war, weil eigentlich eine sechs Uhr Stunde und dann schon wieder Schwierigkeiten mit meinen neuen Computer. Da hätte ich gedacht jetzt klappt es endlich….

Also die “Gesellschaft” kurz vor oder nach sieben erreicht. Einen Platz in der ersten Reihe neben der Helga <köcher gefunden und dann ging es los. Daniel Strigl nahm gleich selbstbewußt die Vorstellung vorweg, die eigentlich Manfred Müller machen wollte und sprach dann von einem Buch, von dem derzeit alle sprechen und erklärte auch was unter dem “Midcult” zu verstehen ist. Wenn etwas den Eindruck von Bildung in populärer Sprache erweckt, was eigentlich schon abgelutscht ist und die Leser sich dann darauf stürzen, weil sie sich für gebildet halten.

Das Buch ist eigentlich aus einigen Artikeln entstanden und da wird ja Daniel Kehlmann als großes Beispiel angeführt und das Publikum das aus Wolfgang Müller Funk, Katja Gasser, der Jessica Beer, etcetera, bestand, lachte. Die Elena Ferrante wurde noch genannt und der Sebastian Fitzek. Da behauptete Daniela Strigl, daß sie ihn nicht kenne. Aber den Namen wird sie wohl schon gehört haben, auch wenn die das “Paket”, den “Seelenmacher”, den “Augensammler”, etcetera, nicht gelesen hat jetzt niemand zuzugeben trauen würde.

“Doch!”, widersprach ich. Denn ich habe, einiges und habe noch mehr Bücher gefunden, wo ich ,da ich jetzt ja “Buchpreis” lese zum Lesen nicht mehr komme und das war schon das, was mich an der Diskussion störte.

Die pädagogische Stimme schreit da auf, denn die Leute sollen ja lesen und wenn sie mit dem “Harry Potter” beginnen, sind sie schon einmal dran und das habe ich die Rotraud Schöberl vor Jahren auch einmal im “<“Ex Libris” so sagen gehört.

Ja ,die Buchhändler, wie die Petra Hartlieb sehen das lockerear und würden sich wahrscheinlich den Sebastian Fitzek auf die “Buchpreis-Listen” wünschen, aber der verkauft sich ohnehin und dient den Verlagen, die sogenannte anspruchsvollere Literatur für die Klaus Kastberger schwärmte, zu verlegen. Er nanne die Namen Jelinek, Bernhard, Helena Adler, Tomer Gardi,, etcetera und meinte daß er die Studenten, auch wenn sie Fitzek lesen Peter Handke prüfen würde und daran knüpfte sich die Frage, ob die “Harry Potter” leser zum Peter Handke kommen.

Ich habe “Harry Potter” nicht gelesen, aber dafür in meiner Jugend Hedwig Courths-Mahler und habe die genannten gelesen.

Ann Cotton, die auch als Beispiel genannt wurde, nicht. Aber da war ich auf einigen Veranstaltungen und “Pipins Tochter Taschentuch” das sie übersetzte, liegt auf meinen Lesestapel und wenn ich jetzt verstehe, daß sich Bassler in seiner Definition gegen das schon Bekannte nannte, sprich den hundersten Roman über den Natonalsozialismus, hätte ich eher gedacht, daß ich denTomer Gardi in diese Kategorie reihen würde und die Slata Roschal, die Moritz Bassler als postives Beispiel lobte, nicht, denn das ist ja ein experimenteller Listenroman, sehr experimentell und sicherlich kein Bestseller. Wahrscheinlich ist es der persönliche Geschmack, der da mitspielt, denn den “Engel des Vergessens” hätte Bassler auch für trivial gehalten, worauf ihn die Experten widersprachen und eigentlich müßte man dann auch den Lebensbornroman der Urike Draesner, der ja auf der “Belletristik-Liste des “Leipziger Buchpreises” gestanden ist, für abgeltuscht ist. Es ist aber sprachlich sehr komplizert und das ist ja das Qualitätskriterium und ich fand die Diskussion zwischen den Literaturexperten für wirklich interessant, denn sie zeigt das Dilemma des Ganzen.

Statt sich darüber zu freuen, daß die Leute lesen, wird da immer noch zwischen gut und schlecht unterschieden, wobei sich die Geschmäcker noch unterscheiden und ich meine wieder lesen, lesen lesen, ganz egal was und das was gefällt, ist für einen gut und ich denke durchaus, daß da Sebastian Fitzek neben Peter Handke, stehen könnte und daß das die Studenten jetzt schon zugeben und nicht heimlich im Bett verstecken, finde ich auch für gut.

Ich habe Moritz Bassler, der sehr freunlich und offenbar wirklich populär ist, noch gefragt, ob er Olga Tocaczuks “Empusion”schon gelwesen hat?

Denn da würde mich die Expertenmeiung interessieren, was er zu der “Zauberbergvariante” der “Nobelpreis-Trägerin” meint, die mir sehr gefallen hat, an den intellektuellen Aspruch des “Zauberbergs” aber wahrscheinlich nicht herankomt. Denn was ist ein “Schauerroman”? Zählt wahrscheinlich schon eher zur triviaen Literatur, obwohl der Inhalt vielleicht gar nicht so abgelutscht sondern ehern gewangt und originell ist.

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