Jetzt kommt das letzte Buch der heuer für den Leipziger Buchpreis Nominierten und das fünfte der Übersetzungen, die ich bekommen habe und das Buch der 1961 in Helsingör geborenen Monika Fagerholm “Wer hat Bambi getötet?”, das von Antje Ravic Strubel übersetzt wurde, wurde auch während der “Buch Wien” im Literaturhaus vorgestellt, da habe ich, weil ich da wegen der Wiener Corona Maßnahmen zu Fuß gehen mußte, das Hingehen nicht geschafft.
Jetzt also das Leseerlebnis, des und das ist auch interessant bei “Residenz” erschienene Buch, also Deutschland Österreich und Skandinavien und das Buch ist bezüglich des Themas und der fetzigen Sprache auch sehr spannend, obwoh es, um das, was da auf dem Klappentext steht, nur im Hintergrund geht, beziehungsweise wird die Tatsache, daß das in einem Nobelviertel bei Helsinki in einem Keller vier Jugendliche ein Mädchen vergewaltigt und festgehalten haben, immer wieder wiederholt und in der Zeit auch wild hin und hergesprungen, so daß das Verstehen nicht so einfach ist.
Es beginnt mit einer Emmy, die eigentlich gar nichts damit zu tun hat. Sie arbeitet in einer Tierhandlung und wird im Laufe des Geschehens schwanger.
Sie war, glaube ich, mal mit Gusten Grippen liiert und der ist einer der vier und wurde bei dem Prozeß auch freigesprochen, ist aber nachher in die “Klapse” gekommen, denn er hat das Geschehen angezeigt und die vergewaltigte Sascha ins Krankenhaus gebracht, was der gar nicht so recht war und die auch nur aussagte, daß sie sich an das Ganze, weil zugedröhnt, nicht wirklich erinnern kann.
Später stellt sich heraus es gab Schweigegeldzahlungen, die Gusten offenbar unterbrochen hat und zu Beginn des Buchen ist Gusten siebenundzwanzig und Immobilienmakler. Er kehrt an den Ort des Geschehens zurück, begegnet Emmy und das Gedankenkreisen beginnt.
Gusten und der Hauptvrgewaltiger Nathan waren Freunde beziehuingsweise deren Mütter waren das. Gustens Mutter ist Opernsängerin und gastierte auch in Wien, die von Nathan schon sehr jung eine erfolgreiche Wirtschaftswissenschaftlerin ,die nach Davos, etcetera eingeladen wird.
Da gibt sie ein nterview in einen Pelzmantel, glaube ich oder hat sie den erst später an, als die Ereinisse schon aufgeflogen sind?
Im Interview präsentiert sie sich jedenfalls siegessicher. Nachher verliert sie die Nerven. Sie verliert auch ihre Jobs und stirbt irgendwann an Krebs und Sascha, die auch eine erfolgreiche Schwimmerin ist wird eine erstklassige Schwimmausbildung in Hawai angeboten.
So weit so what. Einen Filmemacher gibt es auch, der Emmy mit einem Kaninchen fotografiert und den Film “Wer hat Bambi getötet?” drehen will und Gusten gewinnt auch ein paar Literaturpreise und Thomas Bernhard , “Ein österreichischer Schriftsteller”, wird auch erwähnt, von dem sich “keine Bücher finden lassen”.
Ein bißchen verrwirrend könnte man sagen und es passiert außer der Vergewaltigung eigentlich sehr viel.
Die Sprache ist fetzig und das Ganze offenbar als Anklage gegen die bessere Gesellschaft zu verstehen und ich habe mir beim Lesen etwas schwer getan, beziehungsweise nicht wirklich das Neue und noch nie da gewesene, was die gute Literatur ja angeblich haben muß, nicht so ganz oder wieder nur als “gekünstlelt” gefunden.