Dreißig Jahre Podium-Sommerlesereihe

Die Podium Sommerlesereihe im Cafe Prückl von Claudia Erdheim offenbar 1993 eingeführt geht ins dreißigste Jahr. Da gab es immer eine Auftaktveranstaltung in der “Alte Schmiede” und eine Schlußveranstaltung und ich bin, da man dort ja konsumieren muß, eher zögerlich hingegangen. In den letzten Jahren immer öfter und nach Claudia Erdheim hat Christa Nebenführ die Organisation übernommen und einmal auch in den GAV-Nachrichten dazu aufgerufen sich zu melden, wenn man dort lesen will. Das habe ich und bin ihr offenbar nicht gut genug gewesen.

Jetzt organisiert Birgit Schwaner die Veranstaltung, vor drei Jahren in Corona Zeiten war ich ziemlich regelmäßig da. Vor zwei Jahren gabs dann die drei G-Verordnung im letzten Jahr habe ich die Juli- Veranstaltungen offenbar versäumt, wir waren auch in Kroatien und gestern habe ich nachgegooglet und erfahren, daß das Thema “30” heißt und schon vor einer Woche Claudia Erdheim und Christa Nebenführ gelesen haben und heute Petra Ganglbauer und Friedrich Hahn und als ich das Cafe Prückl erreichte, war der Lesesaal leer. Der Kellner, den ich danach fragte, wußte es auch nicht und hat nur gemeint, daß der Saal reserviert wäre, Friedrich Hahn, den ich im Schanigarten traf, wies mich daraufhin, daß ich eine Stunde zu früh dran war, halb acht statt halb sieben.

Hansjörg Liebscher habe ich, als ich zurückgegangen bin, schon im Saal sitzen sehen. Birigt Schwaner ist auch bald erschienen und hat mir die Programmkarte gegeben. Anmelden wie im “Falter” angegeben war, musste man sich auch nicht, Gerhard Jaschke und Christian Katt und einige Damen sind auch erschienen und um halb acht wurde dann das Mikrophon ausprobert.

Das hat wie auch in den vorigen Jahren gestreikt. Birigt Schwaner hat die Lebensläufe der beiden Lesenden vorgestellt und Petra Ganglbauer hat zuerst aus ihren Prosaband “Die Tiefe der Zeit geht”, wo es um ein kleines Mädchen und seine Großmutter geht und offenbar die Zeit vor dreißig Jahren beschreibt, dann ging es zu dem Gedichtband “Aschengeheimnis” und da ist das Zuhören schwierig geworden, denn aus dem Cafe drang der Donauwalzer woran sich offenbar eine amerikanische Touristengruppe vergnügte. Die Klimaanlage war auch sehr stark eingeschaltet, so daß es sehr kalt war und die Akustik schlecht, so daß Petra Ganglbauer mehrmals ihren Standpunkt wechselte und einige Gedichte wiederholte.

Der 1952 geborene Friedrich Hahn , der schon fünfzig Bücher geschrieben hat und mit Siebzehn damit angefangen hat, hatte schon seine erste Veröffentlichung im ersten “Podium” und hat, wie er erzählte experimentell zu schreiben begonnen. Dann einige konventionelle Romane geschrieben und ist jetzt mit dem plotlosen Roman “Leergut” wieder dorthin zurückgekommen. Ein Text ohneHandlung, wo er jeden Tag einfach vor sich hingeschrieben hat und die Zahl dreißig ist erst spät vorgekommen und aus diesem Prosatext hat er auch ein Gedicht gemacht, das erebenfalls noch vorgelesen hat und dann hat er sein Buch und sein Podium-Portrait zu einem Sonderpreis von zwanzig Euro verkauft, andere Broschüren sind auch noch aufgelegen und seine Tochter hat er noch erzählt, hat heute auch ihren dreißigsten Geburtstag gefeiert.

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