Turbulenzen beim Frühstück

Wir sind ja vier Tage lang von Saint Denis d`Oleron nach Harland zurückgefahren, weil der Alfred zu lange Strecken vermeiden wollte, so daß wir am letzten Mittwoch schon am frühen Nachmittag in Annency angekommen sind und da unser Zelt auf einen kleinen Campingplatzt dich am See aufstellten. Ein sehr kleiner, der siebzehn Euro für Zelt und zwei Personen angeschrieben hatte, Dusche einen Euro extra und dann standen zwanzig bis dreißig Campingwägen auf einer kleinen Wiese, wo sich auch ein Häuschen befand. Daneben befanden sich die Klos und die Waschbecken und bei dem Häuschen standen die die Preise für den Kaffee und das Bier angeschrieben und auch, daß man einen Tagesteller haben konnte.

Also hat der Alfred Kaffee für den nächsten Morgen um acht bestellt. Die Kipferl müßten wir uns dazu mitnehmen, was wir auch getan haben, weil wir anschließend die Seepromenade in die Stadt hineinspaziert sind. Dort habe ich eine Crepe mit Schokolade gegessen, lange vor dem Klo gewartet und bei der Rückkehr haben wir noch in einem Restaurant am See Halt gemacht, wo die gedeckten Tische zwar ziemlich leer waren, sich die Leute ihre Drinks und Schinkenteller auf die Stehtische holten und an den Waschbecken am Camp war ein Zettel angeschlagen, daß man Frühstück um acht Euro haben konnte.

“Ist schon gedeckt!”, erklärte mir der Alfred am nächsten Morgen, während er das Zelt abbaute und als wir zu den Tischen vor dem Häuschen gingen, sahen wir auf dem grünen Tisch in der Mitte war schon das Frühstück für zwei Personen gedeckt. Brotstücke, Käse, Marmelade, zwei Stück Kuchen, Tassen, aber kein Kaffee.

“Uje, uje!”, denn wir hatten schon die Kipferln, die wir verzehrten, während wir auf den Kaffee warteten, denn der alte Mann, der dem Alfred vorher zugewinkt hatte, war verschwunden. Auf den Balkon erschien dann eine Frau mit einem Hund, aber die schien nicht zu den Campbetreiber zu gehören. So packten wir unser Zeug zur Gänze zusammen und als ich wegfahren wollte, sagte der Alfred “Probieren wir es noch einmal!”

Jetzt war ein Mann vor dem Häuschen, dem ich sehr energisch erklärte, daß wir “Seulment cafe!” und kein Frühstück wollte.

Der räumte stoisch das Frühstück wieder ab, stellte die Tassen auf den Nebentisch, auf den wir inzwischen Platz genommen hatten, das Milchkännchen holte ich mir selber, schenkte die Kuchenstückchen einem jungen Mann, der inzwischen aufgetaucht war und als dann noch einer mit einem Hund auftauchte, unterhielt er sich mit ihm, nahm ihm den Hund ab und räumte von diesen begleitet, die Frühstücksachen samt neuen Kuchenstückchen wieder auf den Tisch, an dem dann der Mann, die Frau vom Balkon und der auch der Hund Platz nahmen und wir haben den Kaffee ohne Croissants ausgetrunken und sind dann in Richtung Schweiz gefahren. Später nach Bregenz wo wir auf einen schönen Campingplatz übernachteten, auf dem wir schon einmal waren, später den Bücherschrank am See plünderten und dort auch einen Aperitiv und ein Bier nahmen.

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