Neues aus der Schreibwerkstatt

Mein dritter Text iin diesem Jahr wieder angeregt durch die Romanschule-Webinare ist ja im Rohtext wieder sehr kurz geworden.drei Neunundvierzig Seiten, 24.012 Wörter und dreiundzwanzig Szenen und da auch schon ein bißchen angestückelt. Ein paar Szenen hinzugefügt und irgendwie geplant auch den drei Szenen langen “2035-Roman” noch irgendwie zu verlängern.

Ja die Kürze in der ja angeblich die Würze liegt, hat mich jetzt irgendwie eingefangen, so daß ich nur staunen kann, wie ich acht oder neunmal beim “Nanowrimo” die 50.000 Worte schaffte.

“Schreiben Sie doch Kurzgeschichten!” hat mein Ratgeber Uli mir empfohlen. Habe ich, habe ich, aber das war ja eigentlich als Roman angelegt und da höre ich auch immer von den Experimentellen, daß das endlos vor sich Hinschwaffeln nicht literarisch ist, denn das ist nur die verdichtete Lyrik, wäre also vielleicht kein so schlimmes Zeichen, obwohl ich denke, daß es eher an dem “Ausgeschrieben” liegt, nach fünfzig <jahre literarischen Schreiben und über sechzig Büchern ist das vielleicht so und ist den anderen Vielschreibern wie Martin Walser oder Philipp Roth auch nicht besser ergangen.

Da ist vielleicht eine Glosse aus der Eja-Augustin Reihe geplant. Vor dem Urlaub habe ich jedenfalls das Vorhandene Szene um Szene korrigiert und war etwa bei der Hälfte oder beim letzten Drittel, als wir losgefahren sind. Und da habe ich den Laptop auf den Zelturlaub nicht mitgenommen, wohl aber mein schönes oranges Büchlein mit dem Konzept und bei drei Tagen Anfahrt ist da so einiges hinzugekommen. Denn als ich die “Mittsommertage” gelesen habe, ist mir schon die Idee für das Next, ja, das geht bei mir schnell, lieber Uli,, gekommen und ich habe gedacht, daß ich vielleicht eine “Stalking-Geschichte” schreiben könnte. Das heißt eine Frau trifft einenMann in der U-Bahn und fühlt sich von ihm verfolgt und umgekehrt. Wieder kein ganz so neues Thema, in “Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt”, vor Jahren geschrieben, war das ähnlich, daß eine Linke einen eher rechten Politiker traf. Das haben wir auch in der “Reise nach Odessa” und in der “Mathilde im Coronaland”.

Aber diesmal könnte die Laura, die ein Praktikum in einer Marketingagentur macht und gerade ihr Studium abgeschlossen hat, Corona traumatisiert sein. Da heißt der Lebensgefährte ihrer Mutter hat ihr in der Pandemie sehr zugesetzt und Severin Sickinger, der Mathematik und Musikstudent, also kein rechter Politiker, denn das hat sich in den letzten Jahren ohnehin stark geändert, was man eigentlich auch aufarbeiten könnte, ist ein wenig schüchtern. Er nimmt Klavierstudenten bei der alten Olga Tocarcz, deren Mutter ukrainische Zwangsarbeiterin war und die wohnt wieder ausgerechnet neben der Lura. Was auch der Grund ist, warum sich die Beiden so oft in der U-Bahn treffen und die fünfundziebzigjährige Olga Tocarcz hat eine Brigderunde. Da gibt es den sechundsiebzigjährigen Edgar Hillinger, der in der “Aktiven Zeitung” Kolumnen schreibt und mit Olga über die Ukraine-Krise diskutiert.

Das alles und noch mehr habe ich während der Reise in mein Buch hineingeplant und da ist mir auch wieder die Idee für einen dystopischen Roman gekommen, denn die Laura will, inspiriert von ihrer Freundin Sandra, die beim Edgar Hilinger auch gerade ein Praktium macht, einen Comic über die Corona-Krise zeichnen und da habe ich zuerst gedacht, schreibe ich einen Neuen und dann kamen schon die Ideen, wie ich “2035” vielleicht doch verlängern könnte?

Das werde ich jetzt tun und das Cover für den “Ukraine Blues” ist auch schon da, so daß das sehr kurze Manuskript an die Druckerei gehen könnte und es bald die Vorschau geben wird.

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