Im Literaturhaus gab es wieder eine GAV-Veranstaltung, nämlich eine Kombination der .aufzeichnungssysteme mit Jörg Piringer und die .aufzeichnungsysteme, die ich immer noch mit elffriede verbinden, werden offenbar von Hanne Römer betrieben, die einige Bücher bei “Ritter” hat. Weil ich ja von den Open house Workshops des Writersstudio gekommen bin, habe ich das Lithaus erst erreicht, als die Einleitung schon voll im Gange war und war erstaunt, daß es auf der Bühne keine Lesetische gegeben hat, sondern an der Rampe Hanne Römer und Hannes P. Wurm, der auch im Programm stand, mit einem Kind gesessen sind, das herumlief, mit einer Feder spielte, etcetera und ich lange nicht wußte, gehört das jetzt zur Performance oder nicht?
Nun habe ich nichts gegen Kinder, bin inzwischen aber ziemlich lärmempfindlich, fühle mich von Nebengeräuschen oft gestört und kann mich auch erinnern, daß sich einmal sogar die Christine Nöstinger über herumlaufende Kinder aufregte und die Anna haben sie einmal mit mir aus einer Literaturveranstaltung hinausgeschmissen.
Diesmal aaber nicht, obwohl Jörg Piringer an sein Pult gegangen ist und da an diversen Geräten hantierte, Zeichnungen zeigte und es während das Kind immer noch mit der Feder spielte, es Tonaufnahmen über die “Zeit” und das “Warten” gab.
Das Thema “Funke” wurde auch öfter erwähnt und im Programm konnte ich lesen “Wieviele selbst/e kann ein Ich entfalten, resonant, hoch empfänglich, ohne in Selbtlosigkeit zu entschwinden?”
“Aha!”, habe ich gedacht und dann waren Ton und Zeichnungen plötzlich weg und das Knd, das offenbar Kiki hieß, spielte mit Seifenblasen und einem Mkrofon, sagte öfter etwas zu seinen Papa und man konnte spekulieren, wie das nun zu den “SELBSTen” passt”,
Was ist Literatur, kann man auch fragen und wie unterscheidet sich die von der Performance?
Dann verschwand das Kind mit seinem Vater und Jörg Piringer kündete die zweite Perfomance an, die “Selbstportrait” hieß, wo er sich von einer KI zeichnen ließ, was dann nicht ganz glückte.
Hanne Römer erschien auch in der zweiten Performance und las zuerst aus ihren “Ritter-Büchern”, später aus ihrem Handy vor, aber nur, weil sie den Text noch nicht gespeichert hatte und dann hieß es plötzlich “Schluß!”.
Die Zuhörer klatschten und ich sagte Jörg Piringer dann beim Getränketisch, das ich nicht alles verstanden hätte.
“Braucht man auch nicht!”, sagte der relativ forsch und ließ mich solcherart im Regen stehen und darüber nachgrübeln welche Literatur nun im Literaturhaus auftreten darf und welche nicht, weil sie offenbar niemanden interessiert?
Und wer noch etwas von den “SELBSTen” hören will, den kann ich beruhigen, daß es davon Fortssetzungen geben wird..