Störfeuer der igfem

Gerlinde Hacker und Doro Pointner sind ,glaube ich, 2019 bei der GAV-GV aufgetreten und haben erklärt, daß sie die igfem gegründet haben oder gründen wollen und zu einem Frauenstammtisch aufgerufen.

Ich habe mich angemeldet, bin aber nicht hingegangen, weil ich ja eigentlich schreiben wollte und auch schon in einigen Schreibgruppen, dem “Arbeitskreis der schreibenden Frauen”, dann die der Gewerkschaft und auch in unserer Schreibgruppe “Westbahn spontan” war.

Dann kam Corona, und dann war sowieso alles anders und wenn ich mich richtig erinnere, habe ich im April 2022, als die Maßnahmen langsam gelockert wurden eine Einladung zu einer Veranstaltung der igfem in den Festsaal des Amtshausers Margareten, in dem ich ja auch schon einige Male gelesen habe, bekommen.

Dann habe ich Gerlinde Hacker und Doro Pointner, glaube ich, ein paarmal bei der Krit Lit, wo sie einen Stand und gelesen haben, getroffen und zum heurigen Frauentag gab es wieder eine Lesung im Amtshaus Margareten und gestern, als ich überlegte, wo ich diese Woche meine literarischen Abende verbringen könnte, ist die Einladung zum “Störfeuer” einem dreitägigen feministischen Frauenfestival sozusagen, gekommen und heute haben da eingeleitet von Gerlinde Hacker, die Präsidentin des Vereins, glaube ich, die sehr euphorisch von ihren Projekten berichtete, sechs Autorinnen gelesen.

Ja, der Feminismus hat es in Zeiten, wie diesen, glaube ich, sehr nötig gefördert werden und die igfem hat inzwischen einige Schreibgruppen und auch immer eine Ausschreibung, wo dann ein Buch herausgegeben wird und da haben sich, glaube ich, neunhundert Frauen gemeldet, was ja irgendwie sehr gigantisch ist und es hat sich ja seit den Zeiten, wo ich im “Arbeitskreis schreibender Frauen” mich literarisch sozialsierte viel geändert.

So hat sich ja damals der “Wiener Frauenverlag” gegründet, der später in “Milena” umgenannt wurde und heute auch Männer verlegt. Es gibt die starken feministischen Stimmen, wie die Jelinek, die Marlene Streeruwitz, die Gertrud Klemm, die eine Generation später auftrat und jetzt vielleicht auch Eva Reisinger mit ihren “Männer töten” und dann gibt es auch noch neunhundert Frauen, die mehr oder weniger mehr oder weniger feministisch schreiben, könnte man so sagen.

Heute standen neun oder acht Frauen auf dem Programm von denen ich nur Nicole Makarewicz gekannt habe, die dann aber gar nicht gelesen hat. Auch Tamara Imlinger hat sich entschuldigt und in der Mitte der Veranstaltung hat Gerlinde Hacker auch Karin Tonsern von den “Sister of Music” vorgestellt, die ein feministisches Musikfestival organiserte und die erste Lesende war eine Waltraud Schopf-Suchy, die mit ihrem “Loch” einen starken feministischen Text gelesen hat. Da verschwindet plötzlich der Buchstabe “m” auf der Tastatur und die Texte werden dann alle feministisch umgeschrieben oder verschluckt.

Corinna Dietrich, die von Beruf Spendeneintreiberin zu scheint, ließ die Teilnehmer voten, ob sie ihre absurden Texte oder aus ihren Roman “Ellen” hören wollten und gab dann von beiden Kostproben.

Andere Frauen haben eher unpolitische Gedichte gelesen und dann gab es zwei Texte, die sich mit dem Feminismus beschäftigt haben.

“Feminismus ist unnötig weil…” hat Andrea Kerstinger gedichtet und die ganzen Vorurteile gebracht und Claudia Andergast hat dann positiv darauf reagiert: “Feminismus hat mich gelernt mich selbst zu lieben” und interessant ist, daß viele der Frauen Lehrerinnen waren und morgen und am Donnerstag geht es dann mit schon etwas bekannteren Namen Margarita Kinstner, Gerda Sengstbratl und auch Ba Ossege , die ja im “Writersstudio” feministische Workshops anbietet, weiter.

Aber da werde ich wahrscheinlich zu Christa Nebenführ in die “Gesellschaft” am Mittwoch gehen und am Donnerstag wieder nach Harland fahren und interessant ist auch, daß ich mich beim Buffet am längsten mit einem pensionierten Polizisten, der die Technik machte, unterhalten habe.

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