Als der Teufel aus dem Badezimmer kam

Jetzt kommt ein Buch vom Frankfurt-Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse, das mir “Ullstein” freundlicherweise schickte und eines das mich überraschenderweise sehr an mein eigenes Schreiben und meine Thematik erinnerte, von der ich ja immer höre, daß das niemanden interessiere und man so nicht schreiben kann.

Aber Frankreichs Literatur ist anders, habe ich bei meinem Buchmessen-Surfing erfahren und greift in einer globalisierten Gesellschaft mit Flüchtlingskrisen, Terroranschlägen und prekären Lebensbedingungen heiße Eisen an und so hat die 1979 in Montpellier geborene Sophie Divry einen Arbeitslosenroman, beziehungsweise einen über Armut sowie über das Leben unter prekären Lebensbedingungen geschrieben und wollte damit, wie sie in dem auf schwarzen Seiten abgedruckten ” Bewerbungsbrief an die Schriftstellerresidenz reine Erfindung”, schreibt, “definitiv Spaß machen”, was auch durch eine “Typographie in Bewegung” ausgedrückt wird.

So gibt es im Buch immer wieder graphische Elemente. Seiten auf denen beispielsweise schön verteilt nur das Wort “überall” mit einem Zitat von Robert Pignet: “Stimmen überall. Nicht genug Ohren, nicht genug Liebe.” steht und da ist Sophiem eine etwa vierzigjährige entlassene Journalistin, die zu Beginn des Buches von den dreihundert Euro, die sie gerade noch auf ihren Konto hat, zweihundertsechzig an ihren Stromanbieter zahlen muß.

So bleiben ihr gerade noch vierzig Euro bis Ende des Monats wo die Grundsicherung kommt, zum Leben über. So geht sie in den Supermarkt, kauft Nudeln, wartet auf einen Auftrag, beziehungsweise auf die schon erwähnte Unterstützung, die aber nicht kommt, denn sie hat vergessen,  die paar Euro, die sie im letzten Monat verdiente, was sie durfte, anzugeben, weil die Honorarbescheinigung noch nicht eingetroffen ist.

Die Betreuerin vom Arbeitsamt oder, wie das in Frankreich heißt, ist sehr freundlich und erklärt der “Madame”, daß sie ihr nicht helfen kann und sie nur nach ihren Vorschriften handelt und der Versuch, das Geld vom kommunalen Sozialhilfeverein hereinzubekommen, scheitert an dem Berg von Formularen, die man dafür ausfüllen muß und so beginnt Sophie ihre Bücher und andere entbehrliche Habseligkeiten zu verkaufen und bekommt ein paar Euro dafür.

Sophie gibt aber nicht nach. Sie will einen Roman über ihre Situation und das “Leben der Armen”, wie sie das nennt, schreiben. Kommunziert auch mit ihrer Mutter, die ihr gute Ratschläge gibt und mit ihrem Freund Hector, der in seine Nachbarin Belinda verliebt ist und dafür einen Pakt mit dem Teufel eingeht, der heißt “Lorchus” und sucht auch Sophie auf, beziehungwweise tritt er, wie schon der Buchtrittel verrät, aus ihrem Badezimmer.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Ein Vierter sollte,  wie die schwarzen Seiten verraten, auch noch geschrieben werden und im Zweiten fährt Sophie heim zu ihrer Mutter, die in  Montepellier in einem Schloß lebt, da kann sie sich endlich wieder einmal sattessen und der Mutter im Garten und beim Marmeladeeinkochen helfen und im Dritten geht sie dann auf Arbeitssuche. Heuert, schwarz wahrscheinlich, als Kellnerin bei “Jules & Juilette” an und macht da für fünfzig Euro pro Abend, wahrscheinlich die Erfahrung, die auch Eva Rossmann in ihrem Buch “Mahlzeit” beschreibt, wechselt nachdem der Wirt sich nicht mehr bei ihr meldet, die Lokale, landet schließlich in einem Weinbistro und ärgert sich da, daß die Gäste, das an einem Abend mit Spitzenweinen versaufen, was sie in drei Monaten verdient und, als der Bruder des Gastromomen auftaucht, der auch eine Arbeit sucht, wird der schwarze Tellerwäscher entlassen und Sophie an den  Geschirrspüler verbannt. Der Bruder stellt ihr nach, macht ihr sexuelle Anträge, so daß sie sich nur imt einem Faustschlag retten und der Bratpfanne wehren kann. Mit der geht sie dann zur Polizei, die ihr rät, angesicht dieses Tatgegenstandes auf eine Anzeige zu verzichten. Sophie ist den Job los und beschließt “aus dem Rennen auszuscheiden”.

Ein spannendes Buch über die sozialen Zustände dieser Welt, Themen die mir, wie beschrieben, sehr zusagen und beschäftigen und ein paar Bücher über die prekären Arbeitsund andere Verhältnisse, haben wir in Österreich auch.

Schwimmen

Jetzt kommt vielleicht schon ein Vorgriff auf das Debutpreislesen, auf jedenfall habe ich aber in Sina Poussets “Schwimmen” ein Debut gelesen. Das Buch der 1989 geborenen Autorin, die Literatur- und Kunstwissenschaften studierte, hat mir “Ullstein” geschickt und ich bin erst, als es schon eine Weile auf meinen Badezimmerstapel lag, darauf gekommen, das es ein Debut ist, habe es daher nichtfür Debutpreisliste vorschlagen können, bin aber jetzt daraufgekommen, daß es ohnehin schon dort steht.

Nun denn, die jungen Schreiber, die in Hildesheim, Leipzig oder auch woanders studieren sind sehr aktiv und am Angang des Buches dachte ich, da sieht man, daß die Schreibschulen doch nichts glattbügeln, gegen Ende reviedierte ich mein Urteilund dachte, das ist wahrschelich, wie bei den “Sommertöchtern”  vielleicht doch ein bißchen so,  so was ja auch nichts macht, ich bin mit dreißig nicht bei “Ullstein” erschienen und die junge Autorin hat einen klaren wahrsceinlich unverwechselbaren Tonfall und variert auch gekonnt mit den Zeitfolgen. Springt von der Gegenwart in die Vergangenheit und beschreibt das alles sehr lakonisch “Ein paar Kilometer geht das Leben weiter, ein Kind muss vom Kindergarten abgeholt werden, muss aufs Klo, die Nase läuft, heute Fischstäbchen? Irgendnwie muss das alles weitergehen, ohne sie. Millaist weg”, beispielsweise.

Daß,das was dann beschrieben wir, nicht so ungewöhnlich und außergewöhnlich ist, widerspricht zwar angeblich den Regeln, die ein guter Roman haben muß, kann aber wahrscheinlich bei einer noch nicht einmal dreißigjähriger Lebenserfahrung und der Fülle der schon geschriebenen Romane gar nicht anders sein und das Buch behandelt wahrscheinlich, das was Sina Pousset gerade interessiert und ihre Lebenswelt ist.

Da ist also Milla. Sie ist wahrscheinlich, um die dreißig und Lektorin in einem Verlag, da muß sie zur Sitzung und dem Chef damit nichts eingespart werden muß, ein tolles Mansukritpt vorschlagen. So erfindet sie schnell eines von einem österreichischen Autor, den es auch nicht gibt und verläßt mit einem Tagebuch, das in einem Umschlag auf dem Schreibtisch liegt, den Verlag.

Milla hat ein Kind, die kleine Emma, die hat sie vorhin in den Kindergarten gebracht, aber Emma sagt “Milla” und nicht Mama zu ihr. Das ist eigentlich nicht so ungewöhnlich, das hat die Anna bei mir auch gemach. Aber Emma erfahren wir bald, ist nicht Millas Kind, sondern das von einer Kristina und die ist Patientin auf einer Psychiatrie.

So fährt Milla los, die noch vorher ausgemacht hat, daß Hanne Emma vom KG holt und eine Zeitlang bei sich läßt, Hanne ist die Tante von Jan und der ist vor ein paar Jahren beim Schwimmen in Frankreich verunglückt und Milla und Jan waren schon Kindergartenfreunde. Jans Mutter ist früh gestorben, so hat Jan oft die Sommer mit Hanne in einem Haus in Frankfurt bei Millas Nonna verbracht, die inzwischen gestorben ist.

Und später, vor vier Jahren waren Jan, Milla und Kristina dort. Jan ist Zeichner, Kristina studierte an der Kunstakademie und war vonJan schwanger, was wahrscheinlich zu Konflikten führte.

Dann ist Jan, der nicht gut schwimmen konnte, ertrunken und es war die Frage ob es nicht vielleicht ein Selbstmord war? Kristina hat sich in die Klinik zurückgezogen, Jans Vater spricht nicht mit Milla und Milla zieht die kleine Emma, Kristinas Kind auf und fährt, jetz,t nachdem Kristina ihr Jans Tagebuch geschickt hat, in die Klinik, um Kristina abzuholen.

Das ist die Story, die von vor nach hinten und wieder zurück in chronologischen Sprügen erzählt wird. Wie schon geschrieben, die Story ist nichts Neues und wahrscheinlich auch nichts, was mich wirklich interessiert.

Der Tonfall aber schon und so bin ich noch immer nicht sicher, ob eventuelle Schreibschulen Sina Poussets Schreiben glatt gebügelt haben. Sie ist jedenfalls mit noch nicht dreißg Jahren bei “Ullstein” erschienen und ich bin sehr gespannt, was ich noch von ihr hören oder lesen werde?

Der verheerende Tausch

Mit meinem Blog habe ich schon einige spannende Dinge erlebt, so hat sich einmal Herwig Bitschke nach meiner “Spurensuche” bei mir gemeldet und mich später in den “Residenz-Verlag” damals St. Pölten, jetzt sind die glaube ich, wieder nach Salzburg zurück, eingeladen, und als ich über “Kurz nach vier” Geschrieben habe und dann auf einen Berg gegangen bin, hat  der “Arco-Verleger”, der das Buch neu herausgeben wollte geglaubt, daß ich original Becher-Briefe habe, obwohl die ja schon in einem “Aufbau Taschenbuch” abgedruck waren.

Drei Trolle oder Spamer habe ich auch gehabt, zwei waren schreibende Damen, der dritte ein bekennender Pegida-Fan und als ich gerade mein Geburtstagsfest vorbereitet habe, habe ich ein Mail von einer Züricher Psychiaterin bekommen. Ich solle sie, weil sie zwischen 9 und 11. November in Wien ist, mit ihrem neuen Buch zu einer Lesung einladen.

Aber ich habe zwar für die GAV-Lesungen organisiert, vermittle aber keine Lesungen, sondern bin meiner Einschätzung nach, eine sich rührend im Literaturbetrieb herumtreibende schreibende Frau.

Am nächsten Tag hat mir  der Verlag geschrieben, ich habe ein Rezensionsexemplar angefordert und gedacht, die Psychiaterin käme zur “Buch Wien” nach Wien, weil die in dieser Zeit ist und dann ist mir eingefallen, daß am elften mein Geburtstagsfest ist.

Das ist zwar eine private Lesung, aber da auch ich offen für Experimente bin, habe ich Maria Csilla Bekes, 1970 in Siebenbürgen geboren, Malerin, Psychiaterin, Psychotherapeutin, Schreibende und auch Filmerin, dazu eingeladen, denn das Thema Medizin und Prostitution ist ja interessant und zufällig bin ich ja auch im Sommer noch vor meinen Buchpreislesen durch Meredith Sommer darauf gestoßen und noch früher hat sich die sehr junge Valerie Fritsch sehr selbstbewußt damit beschäftigt.

Da ist also Ingrid eine sehr bemühte Superfrau, Psychiaterin und Psychotherapeutin. Es beginnt, daß sie als Ärztin im Bereitsschaftsdienst zu Nils gerufen wird, der sich in seinem Zimmer einsperrt, Drogen nimmt und sich umbringen will. Sie redet ihm gut zu und nimmt ihn als Patienten. Sie ist verheiratet mit Peter, hat zwei Kinder und schupft alles glänzend, den Haushalt, das Shoppen und zwischendurch philosophiert sie über die Modendiagnose wie Borderline, ADHD und manisch depreisse Störung, die jetzt ja bipolar heißt, alles was ich, die ich ja auch schon über dreißig Jahre in der psychologischen psychotherapeutischen Praxis bin, ebenso erlebte.

Ingrind hat aber auch ein ausgefülltes Sexualleben und da Maria Csilla Bekes vielleicht ein Schreibseminar besucht hat, weiß sie auch, daß Bücher spannend sein müßen.

Also schlägt sie ihrer Patientin Tessa, das ist eine alkoholsüchtige aus Ungarn stammende fünfzigjährige Prostituierte, Ingrid ist ein paar Jahre jünger, einen Rollentausch vor.

Tessa übernimmt mit der Wodka Flasche in der Hand einige Patienten und Ingrid läßt sich die Augen verbinden und in eine schicke Villa auf dem Zürichberg zu Mondran, einen Architekten führen.

Dazwischen gibt es Fallberichte, die manchmal ein wenig verwirrend sind und von wegen Spannung, einen Erpresser gibt es auch und die superkluge Übermutter löst den Fall und nimmt mit sechs verbündeten die Verfolgung auf.

Der Erpresser ist ein ehemailger Patient, braucht das Geld, darf es auch behalten und muß verschwinden und mir haben in dem Buch, die Fallgeschichten am besten gefallen.

An Sex bin ich, obwohl ich schon Sado-Masos gelesen habe, meine Leser wissen es wahrscheinlich, nicht so interessiert und fand es, wie immer spannend, wieder einmal ein bißchen über den Tellerrand zu schauen.

Da gibt oder gab es ja die großen Vorurteile über die sogenannten Zuschußverlage, die von den naiven

Möchtegernschreibern tausende Euros verlagen, ihnen das blaue vom Himmel versprechen, untertschreiben lassen, daß sie jedes ihrer Bücher dem Verlag anbieten müßen und dann vielleicht ein schäbiges Büchlein drucken und sonst nichts tun.

Das ist, glaube ich, in den Selfpublisherzeiten vorbei und ich dachte, diese Verlage wirds dann nicht mehr geben, weil ja jeder der das will und den “Suhrkamp” nicht nimmt, sich seine Bücher selber machen kann.

Aber das Selberpublizieren verlangt viel Zeit und Geduld und ist, wenn man ein Lektorat und das Cover zukauft, wahrscheinlich auch nicht billig, die vielleicht Autoren, die gut verdienen und schreiben nicht haben, für die sind sie vielleicht ein Segen und, daß es nicht mehr stimmt, daß sie nichts machen, habe ich jetzt auch erlebt und so auf diese Art und Weise ein interessantes Buch und eine interessante Autorin kennengelernt, die sonst an mir vorbeigegangen wäre.

MUSA im November

Statt zur Zieleinlaufparty ins Writersstudio bin ich heute wieder ins MUSA gegangen, wo die Stipendiatin Alice Harmer und der Förderungspreisträger Daniel Zipfl aus ihren Werken lasen.

Alice Harmer habe ich vor Jahren oder eigentlich Jahrzenten in der GAV kennengelernt. Sie hatte einen kleinen Verlag, den sie dann aufgab und eine Schlußveranstaltung gab es im Literaturhaus ausgerechnet an dem Tag, wo Valerie Szabos  Begräbnis war. Da kann ich mich erinnern, daß ich zuerst am Zentralfriedhof war, danach in Grinzig bei einem Heurigen, dann in der Zieglergassa und man konnte sich ein paar Bücher, experimentelle Literatur, aber auch eines von Thomas Northoff, die man sich mitnehmen konnte.

Dann habe ich länger nichts mehr von ihr gehört und gesehen, erst im letzten Jahr im MUSA wieder und jetzt ist sie Stipendiatin “Wow!”, trug ein rotes Kleid und las zwei poetisch surreale Texte, einer hieß “Requiem an meinen Vater” der andere “Die Farbe der Veränderung”.

Akkordeonmusikbegleitung gab es auch und laut Julia Danielcyck, die meisten Besucher seit ever, nämlich einige Studentenklassen aus Budapest und sonstwo und Daniel Zipfl Debutroman “Eine Hand voll Rosinen”, für den er einige Preise bekommen hat, ist mir bisher entgangen, obwohl ich ja fast alles von der “Kemayr& Scheriau-Literaturschiene” gelesen habe und er ein sehr brisantes Thema, nämlich die Flüchtlingskrise hat, allerdings eine, die schon 2003 passierte und der junge Autor las sich wieder durch durch seine drei Protagonisten, dem Ministerialrat, der einen Flüchtling vor der Abschiebung bewahren wil, dem Schlepper, dem Flüchtling selbst und dann gibt es noch einen Burnoutgefährdeten Priester der als einziger uneigennützig hilft.

En wenig rätselhaft ist mir der Handlungsstrang immer noch, obwohl ich ja schon in der “Gesellschaft für Literatur” und den “O Tönen” draus hört und mir Wolfgang Helmhart, dem treuen MUSA-Stammbeuscher, mit dem ich mich bei Wein und Brot darüber unterhielt, mir das nicht glaubte.

Ansonsten kann ich vermelden, daß ich bei mir mein Alltag, der die letzten zwei drei Wochen ja sehr hektisch war wieder normalisiert. Ich habe statt dem “Partisanenworkshop”, das heute ausgefallen ist, mein “Frühstücksdummie” korrigiert und einen Fehler gefunden.

Das heißt den habe ich schon gefunden, als ich die “Poet-Night” vorbereitete, weil er aus der dort gelesenen Fabian-Szene stammt und “Besser spät als nie” zur Hälfte, so daß ich mich  am Wochenende hoffentlich ungestört meinem “Nanowrimo” widmen kann.

Schreibgruppe und vierzehnter Nanowrimotag

Jetzt habe ich schon lange nichts mehr beim “Nanowrimo” getan. Wenn man sich meine Kurve ansieht, so bin ich, mit ein bissel Schummeln, sehr gut voran, denn ich habe mit dem Schreiben ja schon Anfang September angefangen und in der letzten Oktoberwoche, die über zehntausend Worte, die ich damals hatte, strukturiert und umgeschrieben und mit cirka elftausend bin ich am ersten November gegangen, habe es dann am ersten Tag auf zwanzigstausend Worte hinaufgeschrieben und das folgende Wochenende, Freitag, Samstag, Sonntag auf vierunddreißigtausend Worte gebracht.

Dann war erst einmal Sense, denn drei sehr intensive Praxistage und dann die Buch-Wien und fast zehn Tage nichts geschrieben.

Da war meine Kurve erstmals hochhinauf und wurde dann immmer flacher und flacher oder ist beziehungsweise überhaupt gleichgeglieben.

Im Writersstudio war ich ja ziemlich in Schwung und die Handlung ist geflossen, dann am Sonntag nach dem Feedback hatte ich wieder nur eine vage Idee, die sich dann im Lauf der letzten Woche konkretisiert hat.

Denn das Ganze soll ja damit enden, daß die Regierung angelobt wird und Amanda bekommt ein Angebot im Literaturarchiv zu forschen. Jonathan lädt Slavenka nach Stockholm ein und beginnt mit ihr vielleicht ein Verhältnis. Die Regierugsbildung kommt vor, der Rückzug von Peter Pilz und Alfons Tratschke wird sich mit Jnathan Larsen anlegen und und und vielleicht vieles mehr.

Das habe ich mir in mein graues Büchlerin, das mir der Alfred in der Klee-Austellung in Lindau gekauft hat, hineingeschrieben. Dann aber auch vergessen, weil die letzte Woche war ja intensiv, das schlechte Gewissen nagte ein bißchen, aber es war  alles sehr genau geplant, obwohl sie auf dieser Autorenmesse  immer sagten, man soll täglich schreiben.

Das kann ich nicht, denn wenn ich eine halbe Stunde Zeit habe, komme ich nicht in den Text hinein und zwinge ich mich dazu, wird das, was dann entsteht sehr schlecht und ist eigentlich zum Wegwerfen.

Aber dieses Wochenende, wenn wir nach Harland fahren, habe ich  Zeit und da werde ich  den Schreibmarathon für mich nachahmen, vorausgesetzt, ich komme in den Stoff hinein und am Dienstag in der Schreibgruppe fange ich auch damit an, habe ich gedacht und weil ich ja, die letzte Slavenka Lily Szene, die ich im Writersstudio geschrieben hatte, ist noch nicht korrigiert, ich aber wußte, daß ich vom Morgen nach der Wahl schreiben wollte, habe ich mich entschlossen, das Thema “Wahl” vorzuschlagen und mich schon den ganzen Tag gefreut, daß ich dann endlich ein paar hundert Worte weiterschreiben kann.

Da meine sechs Uhr Klientin nicht gekommen ist, habe ich gedacht ich setze mich hin, gehe meine Eintragungen durch, fange vielleicht zum Korrigieren an, um in den Stoff  hineinzukommen. Beim Schreibmarathon habe ich gelernt, daß man dazu die Morgenseiten benützen kann, aber ich war noch nicht richtig auf der Seite, hat schon die Doris Kloimstein geläutet und es war nichts damit.

Der Alfred hat von den übriggebliegenen Sachen vom Samstag einen Spinatstrudel gebacken. Die Doris hat eine Flasche Wein mitgebracht und Morzartkugeln, der Robert Englhofer Krapfen,  Peter Czak Bier und was zum Knabbern. Die Ruth ist nicht gekommen, weil sie eine andere Veranstaltung hatte, so war es eigentlich eine lukullische Schreibgruppe, ich versuche aber trotzdem immer zu strukturieren, habe das Thema vorgeschlagen, es gab keinen Gegenvorschlag und habe  zu Schreiben angefangen.

908 Worte sind es geworden. Eine sehr kurze Szene, wenn ich es so lassen sollte und beginnend mit dem Besuch bei Minister Basti bis zum Morgen nach der Wahl.

Ein bißchen wild und ungewordnet kann man sagen, ist es geworden. Die anderen haben  ihre Wahlvorschläge gebracht. Klaus Khittl wieder einen Vierzeiler, Peter Czak was vom Teufel, der wählen muß, welche Sorte Partydroge er für das Musikpublikum einfkaufen will und ich habe korrigiert und korrigiert….

Es gab aber auch ein intensives Gespräch über die politische Situation. Ich freue mich, daß meine Kurve wieder ein Stückchen nach oben gerutscht ist. Die nächsten zwei Tage wird wieder nichts weitergehen. Morgen, wenn im Writersstudio, die Zieleinlaufparty laufen wird, werde ich ins MUSA gehen und am Freitag, Samstag, Sonntag,  weiterschreiben. Hoffentlich komme ich in meinen Stoff hinein und werde weiter darüber berichten.

Wilde Worte mit Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Nach der Buch-Wien  ging es gleich zu Richard Weihs “Wilden Worten”, den ich auch am Freitag bei der “Poet Night” getroffen habe, wo er eine Auswahl aus den Wunschgedichten brachte und diesmal hatte er einen besonderen Gast und auch ein besonderes mit eher unbekanntes Publikum, nämlich einige Tiroler, lebt oder lebte, der 1941 Gerald Nitsche, der sich aus Protest gegen die Fremdenfeindlichkeit, im zweiten Vornamen Kurdoglu nennt, doch in Tirol, war dort  und auch im St. Georgs Kolleg in Istanbul, als Lehrer tätig, ist aber auch Galerist und Herausgeber im Bereich der Wenigerheitenliteratur.

So waren sowohl Leander Kaiser, der Zwillingsbruder des Konstantin, als auch Felix Mitterer im Publikum, beide warenwohl mit Gerald Nitsche im Paulinum, dem bischöflichen Gymnasium in Schwaz und auf dem Büchertisch lagen einige Anthologien im Bereich der sogenannten Wenigerheitenliteratur, das sind die Roma, Jenischen, Lappen etcetera, beziehungsweise ein Roman des Autors “2084 – aufzeichnungen aus 2001 Nacht, die unter dem Namen Orge Geo (r) well herausgegeben wurden.

Man sieht schon, der Künstler ist sehr originell und seine Lesung bestand auch aus einem wahren Streifzug durch die sogenannte Minderheitenliteratur, was ein Begriff Ceija Stoikas sein dürfte, die im Amerlinghaus auch eine Ausstellung ihrer KZ-Alptraum-Bilder hat.

Richard Weihs

Richard Weihs

Eine der aufliegenden Anthologien trägt den Titel “Steine am Weg” und beinhaltet eine Sammlung der “Fahrenden Europas” und aus der begann Gerald K. Nitsche seine Lesung und las oder plauderte sich schwungvoll durch das Buch, gab  Textproben, plauderte aus seinem Leben und bezog dabei  auch das mit ihm befreundete Publikum ein, forderte es  zum Lesen, der in der Anthologie enthaltenen Texte auf, so las der neben mir sitzende Journalist und Autor Hüseyin Simsek sein in einem der Bücher enthaltenes Gedicht auf Türkisch und Richard Weihs bedauerte nach der etwa einstündigen Vortragslesung, daß Gerald Nitsche nur wenige seiner Werke vorgetragen hat.

Das holte er nach den Wunschgedichten noch nach. Die Diskussion beziehungsweise das Gespräch entfiel diesmal, weil der Autor schon sich selbst schwungvoll und beeindruckend und vielleicht manchmal etwas zu schnell, um wirklich mitzukommen, vorgestellt hat.

So habe ich diesmal einen mir völlig unbekannten  Künstler und seine interessante Verlagsreihe kennengelernt, was ich sehr spannend fand.

Das nächste Mal wird Mal wird es wahrscheinlich wieder etwas vertrauter werden. Hat Richard Weihs da doch Nadine Kegele angekündigt, ich bin gespannt und habe von ihr auch schon einiges gelesen und gehört.

Die zehnte Buch-Wien

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Die Buch- Wien in der Messehalle gibt es schon seit 2008, vorher gab es die Buch-Woche, die zuletzt im Rathaus stattgefunden hat und ich bin seit Anfang an dabei gewesen und sozusagen immer ein paar interessante Tage dort verbracht, so bin ich auch heuer ein bißchen zu spät, weil ich um fünf die letzte Stunde hatte zur Eröffnung hineingehuscht, wo Benedikt Föger gerade mit seiner Einführung war und offenbar wieder darauf hingewiesen hat, daß sich die Politiker während der Regierungsbildung Zeit für Bücher nehmen sollten, dann kam Stadtrat Mailath-Pokorny, der in die selbe Kerbe stieß.

Karl Markus Gauss war der Eröffnungsredner und erzählte von einer Schweizer Bibliothek in einer kleinen Stadt, die dreitausend Bücher in hundert verschiedenen Sprachen hatten und kam auf diese Art und Weise auch auf die politische Situation zurück, wo die Politiker alle darum wetterten, wer den größeren Sozialabbau hat.

Dann gabs Brötchen und Wein im Literaturcafe bevor es zur langen Nacht der Bücher ging, die mit “5/ 8 in Ehren” eröffnet wurden, dann kam Michael Köhlmeier, der erzählte warum er nicht gerne politische Romane schreibt und ich kam dann, weil ich dachte, es beginnt erst um neun, zum Bücherquiz, die ersten Bücher waren schon verteilt und die Kanditaten wurden ausgelost, das heißt, sie mußten eine Frage als Erster richtig beantworten, was mir diesmal leider nicht gelang.

Das letzte Mal war ich ja dabei, hatte aber Pech, diesmal hätte ich wahrscheinlich was gewonnen, weil die Leute die, da rateten, zum Beispiel nicht mal wußten, wer der Lebensmensch von Friederike Mayröcker war. Anmerkung für meine Leser oder das womit Günter Kaindlsdorfer geholfen hat, er hat Otto Mops geschrieben.

Ich hab dann doch zwei Bücher gewonnen, nämlich das neue von Birgit Vanderbeke und eine Erzählung von Radek Knapp über Alfred Kubin und vorher hat mir Marius Gabriel die “Funkhausanthologie” der IG-Autoren gegeben, wo ich auch einen Text drinnen habe.

Der Quizz dauerte ziemlich lang, so daß ich das meiste andere versäumte, habe aber die Judith Gruber Rizy am “Wortreichstand” getroffen und Ingo Schulze bei einem Buffet der skandinavischen Stände, das es beim Ausgang gab.

Am Donnerstag ging es los auf die Buch-Wien, die mir wieder etwas kleiner vorgekommen ist. So bin ich also zuerst wieder etwas herumgeschlichen und dann auf der Messe-Bühne gelandet, wo zwar etwas für Schüler war, ich aber gleich Cornelia Travniceks Stimme erkannte, die Ratschläge zur “Heldenreise” beziehungsweise über den Unterschied von Games und Literatur sprach.

Dann kamen schon Doron Rabinovici und Robert Menasse und um zwölf ging ich in ins Foyer hinaus, weil da startete die Aktion “Eine Stadt ein Buch” mit dem Bürgermeister, wo diesmal  Stuart 0`Nans “Letzte Nacht”, von dem ich vor kurzem “Emily allein” gefunden habe, verteilt wurde, das Buch wurde dann auch auf der Messe Bühne vorgestellt, der Bücherstapel in der Halle war dann aber seltsamerweise verschwunden.

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

In dem ehemaligen “Von Tag zu Tag-Format” traten dann um ein Theodora Bauer mit “Chikago” und Saskia Jungnickl auf. Die Buchpreisträger wurden vorgestellt und dann wechselte ich langsam zur Kochbühne hinüber, wo Käsekümmelsnackers hergestellt wurden.

Kurz gings dann nochmal zu Paulus Hochgatterer zurück und dann noch einmal zur Weinverkostung zur Kochbühne, aber bis die zu den Rotweinen kamen, mußte ich weg, da ich mit dem Alfred zum Geburtstagsessen zu Manfred Buchingers Gasthaus nach Riedenthal gefahren bin.

Nachdem ich den Donnerstag mit einigen Abstechern bei den Köchen auf der ORF-Bühne verbracht habe, habe ich den Freitag im Literaturcafe begonnen, da war Petra Piuk mit ihrem Heimatroman, dann kam Ljudmila Ulitzkaya mit ihrem Roman “Jakobsleiter”, der ziemlich autobiografisch ihre Familiengeschichte zu schildern scheint und die ich einmal, lang lang ists her bei der “Literatur im März” kennenlernte und deren “Lügen der Frauen” ich zwar noch nicht gelesen, aber bei meinen “Berührungen” verarbeitet habe.

Die nächste Autorin war dann Renate Silberer, die auch einen Erzählband bei “Kremayr & Scheriau” veröffentliche, den ich zwar im September mit dem Piuk-Buch bestellt, aber nicht bekommen habe. Eine wie die Moderatorin sagte sehr poetische Erzählung, die sie unbedingt zu lesen empfahl.

Andrea Stift auch eine “Kremayr& Scheriau Autorin”, habe ich getroffen und ein bißchen mit ihr geplaudert und habe mich dann entschloßen, den ganzen Tag im Literaturcafe zu bleiben.

Das heißt bis drei habe ich das ausgehalten,  Hilde Langthaler am Klo getroffen, einen Platz in einem bequemen Sessel gefunden und meine Beine auf einen dieser Würfel gepart. Es kam dann noch ein dalmatischer Schwerpunkt und eine kroatische Autorin.

“Literatur und Kritik” hat ein diesbezügliches Sonderheft herausgebracht, das von Karl Markus Gauss, dem diesjährigen Eröffnungsredner, vorgestellt wurde.

Nach drei war der Kopf dann voll und ich sehr unruhig, bin also ein bißchen in der Halle herumgelaufen, habe bei der Kochbühne ein scharfes Süppchen, ein Bruschetta und viel Olivenöl gekostet und bin dann, während Radek Knapp auf der “ORF-Bühne” über sein neues Buch scherzte, zum Autorenempfang von “Kremayr & Scheriau” zurechtgekommen, mich Ursula Riederer vorgestellt, einen Becher Wein, ein Stück Brot und ein Würstchen gekostet und habe jetzt auch “Das Wetter hat viele Haare” bekommen. Dann wars halb sechs und ich bin in Richtung Cafe Siebenstern aufgebrochen, weil ja am Freitag statt meinem Geburtstagsfest, im Cafe Siebenstern die “Poet Night” stattfand.

Am Samstag gings dann weiter mit einem Ständehopping und zuerst zur “Wasnerbühne”, wo wieder  “Ohrenschmaus-Texte” geschrieben wurden, dann gings zur ORF-Bühne, wo Ina Hartwig ihr neues Buch über Ingeborg Bachmann vorstellte.

Im Literaturcafe war anläßlich des Kroatien-Schwerpunkte Slavenka Drakulic mit ihrem neuen Buch “Dora und der Minotaurus”, ein Roman in dem es ähnlich, wie bei Judith Gruber-Rizys “Schwimmfüchsein” um die erste Frau von Pablo Picasso deren zerstörtes Leben ging.

Dann ging ich in die “Donau-Lounge” zu Katerina Tuckovas “Vermächtnis der Göttinen”,  dann wurde noch die Gesamtausgabe von Jiri Grusa vorgestellt. Auf der ORF-Bühne war dann Sten Nadolny mit seinem neuen Buch “Das Glück des Zauberers”. Dann war ich wieder ein bißchen im Literaturcafe bis es wieder zur Exil-Preisverleihung zur ORF-Bühne ging und dann nach Hause zu meinem literarischen Geburtstagsfest und da bin ich gemeinsam mit Doris Kloimstein  und  Robert Eglhofer gefahren, die ich auf der Messe getroffen habe.

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Am Sonntag gings zunächst mit dem Gutschein von der Anna in die Messebuchhandlung, beziehungsweise blieb ich dort stehen und suchte in den Stepeln herum. Das habe ich schon an den vorigen Tagen immer mal ein bißchen getan und bin da darauf gekommen, daß dort das “Blogbusterbuch” und der Sten Nadolny liegt. Das habe ich mir gedacht, könnte ich mir kaufen, habe es dann aber nicht mehr gefunden. So wurde es dann Daniel Kehlmanns “Tyll” obwohl ich ja nicht unbedingt ein Kehlmannfan bin, dann Deborah Feldmanns “Unorthodox”, die ich im vorigen Jahr im Literaturhaus bei den “Fried-Tagen” kennenlernte und ein Buch, das ich derzeit auf vielen Blogs finde “Underground Rail Road” von Colson Whiteside, der, glaube ich, damit den “Pullitzer-Preis” gewonnen hat.

Das Aussuchen mit einem Buchgutschein habe ich mir ja schon lange gewünscht und könnte das zwar auch mit dem Hunderter der Schwiegermutter so machen, aber da denke ich, das ist, angesichts meiner Bücherberge verrückt, bei “Thalia” kann ich aber nicht aus und wann ich die Bücher lesen werde, keine Ahung, es sind ja keine Rezensionsexemplare und ich habe ja schon so eine lange Leseliste.

Dann weiter im Literaturcafe mit Stefan Slupetzky, der seinem Lemmling eine Fortsetzung gegeben hat und interessant keinen Moderator hatte, sondern die ganze Zeit gelesen hatte.

In der “Rückkehr des Lemmings” geht es um einen Straßenbahnfahrer, bei dem täglich eine Schöne einsteigt, in die er sich verliebt und dann eines Tages mitansehen muß, wie sie in ein Taxi gezerrt wird.

Dann kam wieder ein Kontrast nämlich das neue in der NÖ-Edition Buch von Julian Schutting “Betrachtungen” poetische Texte mit Fotografien, denn Julian Schutting hat als Jutta eine fotografische Ausbildung gemacht, das dann mal beiseite gelassen und jetzt wieder damit angefangen.

Das nächste Buch passte besser, denn es war das bei “Klever” erschienene Poetik der Sprachkunststundentin Raphaela Edelbauer, die Julian Schutting als Lehrer hatte, jetzt aber auch an einem “Antiheimatroman” schreibt.

Und der Vielschreiber Egyd Gstättner hat sich in seinem “Wiener Fenstersturz” mit Egon Fridell beschäftigt, der sich, als 1938 die Nazis kamen aus dem Fenster stürzte und das beschreibt der Kärntner Autor in seinem neuen Buch und geht dabei auch ein bißchen in die Zukunft, nämlich in das Jahr 2018, wo sich das Ereignis  zum achtzigsten Mal jährt.

Dann sprach mit Margit Heumann, die inzwischen auf die Buchmesse gekommen war, ich mußte aber zum Ö1 Quiz, denn da hatte ich mich mit dem Alfred verabredet, daß der dorthin kommt, weil man, wenn man das tut, umsonst in die Messe kann.

Aber leider kam er etwas spät und mußte den ganzen Tageseintritt zahlen, obwohl nur mehr knapp vier Stunden übrig waren, was ich etwas ungerecht finde, den Alfred aber nichtsmacht und der Quiz war interessant und ich staunte wieder einmal, wie wenig literarische Ahnung die Kanditaten haben.

Wo wird der dBp vergeben? Nein nicht in Köln, in Frankfurt natürlich, weil da ja dann die Messe ist.

Ich bin vor zwei Jahren auch angetreten, aber leider auch etwas Pech gehabt, diesmal weiß ich auch nicht, ob ich gewonnen hätte, zum Beispiel das “Vamperl” hätte ich nicht erkannt?

Es trat aber Doron Rabinovici auf. Sein Buch und einen hundert Euro Gutschein konnte man gewinnen. Ich war aber auch so spät dran, daß das Ausfüllen schon vorüber war und der Saal sehr voll, so daß ich wahrscheinlich ohnehin nicht gezogen worden wäre.

Danach bin ich mit dem Alfred durch die Hallen geschlendert, sind dann wieder im Literaturcafe hängen geblieben, wo ich ein Schinken-Käse Bagel aß. Die Messe ist recht teuer, aber das mit der Kochbühne ist nicht mehr das, was es einmal war und heute kam ich überhaupt nicht dort hin und im Literaturcafe haben wir durch das Rumschlendern Gertraud Klemm versäumt, kamen aber zu den “Fünf Minuten Krimis” zurecht, die ich, glaube ich, auch schon in früheren Jahren hörte.

Es folgte Robert Prosser und da staunte ich, wie Poetryslamartig sein neues Buch trotzdem ist, wenn er es selber liest und er sprach auch von Performances in denen es aufgeführt wird und in seinem nächsten Buch wird ums Boxen gehen. Da bin ich gespannt und wir sind zur ORF-Bühne gewechselt, die während unseres Spazierganges sehr voll war, denn da ist der frühere Bundespräsdient Heinz Fischer aufgetreten.

Es folgte Erich Schirhuber von “Roesner” der vier Bänden mit Stefan Zweigs Texten herausgegeben hat. Zwei Texte wurden von Katharina Stemberger gelesen und die letzte auf der Bühne war Eva Rossmann mit ihren “Patrioten”, die sich mit Günther Kaindldorfer über die Heimatfrage unterhielt.

Dann war die Messe für heuer aus und ruckzuck wurde alles eingeräumt und die Teppich vom Boden gerissen. Uns sprach eine junge Frau an, die vor fünfundzwanzig Jahren eine Zeitlang auf die Anna aufpasste, sie von der Schule abholte und sich mit ihr beschäftigte, während ich meine Stunden machte und die jetzt im sechsten Bezirk eine Krimibuchhandlung hat.

Es gab im Cafe Korb noch einen Poesieabend. Wir sind aber nach Hause, denn die letzten zwei Wochen waren  sehr heavy und ich müde und erschöpft.

Es gab in der letzten Woche aber noch eine andere Messe, nämlich eine Online-Autorenmesse, wo es jeden Abend drei vier Videos gab, wo das Schreiben für die Autoren, die schreiben wollen, aber nicht in Leipzig oder in Hildesheim studieren und nicht in Klagenfurt lesen, sondern alles selber machen, von allen Seiten beleuchtet wurde und ich mir die Videos bis spät in der Nacht, beziehungsweise in der Früh zumindestens ansatzweise anhörte und jetzt weiß ich, daß ich, weil ich mich ja irgendwie der Rechtschreibung nicht so anpassen will und auch meine Cover selber mache, alle Fehler der Welt mache, denn da wird da ja angeraten, Lektorat, Korrektorat, Covergestaltung, Schreibseminare, so daß das bei “Amazon” hinaufgeladene Buch dann auch schon einige tausende Euro kostet, die man wieder mit Marketingstretegien hereinbringen muß. So daß ich eigentlich gar nicht mehr so große Unterschiede zu den Zuschußverlage sehe oder doch, das Image hat sich auf der einen Seite verbessert. Auf der anderen Seite wieder nicht, weil man damit ja nicht nach Klagenfurt oder auf die Buchpreislisten kommt und sich wahrscheinlich wirklich hier zwei oder drei Klassen gebildet haben und natürlich sehr viele Autoren mit Schreibeschulen, aber da habe ich ja geschrieben, daß es mich erstaunt, wie viel die aus der Schule plaudern, obwohl sie natürlich ihre Seminate anbieten und die Frage, wer das außer mir, liest, stellt sich mir auch, obwohl in den Innterviews oft etwas anderes behauptet wurde, aber der Hauptverband des Buchhandels schreibt auch immer, daß die Buch-Wien immer größer wird, obwohl ich das eigentlich eher anders erlebt habe.

Literarisches Geburtstagsfest

Ruth Aspöck

Ruth Aspöck

Csilla Bekes

Csilla Bekes

Auf die Idee meinen Geburtstag mit einer Lesung zu feiern, bin ich, glaube ich, 1987 gekommen.

Vorher gab es  die Idee von einem literarischen Salon, aber dafür ist mein Freundes- und Bekanntenkreis zu klein.

So fing ich an zu meinem Geburtstag meine Freunde einzuladen und ein paar Autoren und habe selber auch gelesen und mache das jetzt schon das dreißigste Jahr.

Das heißt zwei oder dreimal habe ich es ausgelesen, weil ich stattdessen ein Praxiseröffnungsfest machte.

Zuerst habe ich die Frauen aus dem Arbeitskreis schreibender Frauen dazu eingeladen, Elfriede Hasehner,  Hilde Langthaler, dann ist die Ruth dazugekommen, Arthur West hat, glaube ich, auch ein paar Mal bei mir gelesen. Später Judith Gruber-Rizy, einmal Elfriede Gerstl und einmal Cornelia Travnicek, eine reine Männerlesung hat es auch einmal bei mir gegeben. Hilfe Schmölzer hat in den letzten Jahren gerne bei mir gelesen, Lidio Mosca Bustamante, Rudi Lasselsberger, Franz Blaha und und….

Am besten ist wahrscheinlich eine Mischung von schon neuen und schon bekannten Autoren und so ist es diesmal  auch gewesen, habe ich ja Anfang Oktober, wo ich mir schon die ersten Gedanken, wen ich heuer einladen könnte, die Ruth hatte ich schon gefragt, an den Rudi gedacht und an  Margit Heumann, die mir in der letzten Zeit ihre zwei letzten Bücher schickte,  ich bei ihrer “Schundheftparty” und den “Wilden Worten” war, ein Mail  von einer Psychiaterin Zürich bekommen, daß ich sie  zu einer Lesung mit Musik einladen soll.

Margit Heumann

Margit Heumann

Eva Jancak

Eva Jancak

Da habe ich zunächst einmal abgesagt, denn ich organisiere ja außer für die GAV keine Lesungem, dann habe ich mir das Datum angeschaut, an dem sie in Wien ist, zwischen neunten und zehnten November und ich dachte, aha, sie geht auf die Buch-Wien, da könnte ich sie eigentlich treffen und dann, daß sie  ja auf meine Lesung kommen könnte und habe angefragt, ob sie auch auf eine rein private Lesung kommen will.

Also hatte ich vier, mit mir fünf Autoren, habe die Einladungen ausgeschickt und immer ein paar  in der Tasche gehabt, um sie spontan übergeben zu können.

Der Alfred hat wieder das Buffet gemacht und bin heuer wieder wie im letzten Jahr bei der “Buch-Wien” gewesen. Da ist  am Nachmittag, als ich bei einer Lesung im Literaturcafe war, Robert Eglhofer auf mich zugekommen, der mit Doris Kloimstein dort war, mit denen bin ich dann in die Krongasse gefahren.

Das hat ein bißchen länger gedauert, so daß die Ersten schon da waren, als ich eingetroffen bin.

Nach und nach kamen die anderen, ich hatte diesmal, weil in den letzten Wochen soviel zu tun war, auch keinen rechten Überblick, wer kommen wird. Es sind auch viele erschienen, die sich nicht angemeldet hatten und nach halb acht ist es  losgegangen.

Als Erstes hat die Ruth gelesen, die dafür einen eigenen Text geschrieben hat, der vielleicht ein bißchen an ihr vorletztes Buch angelehnt war. Es ist jedenfalls, um das Leben einer Kassiererin in einer Kantine gegangen, die ihren Arbeitsalltag schilderte.

Rudolf Lasselsberger

Rudolf Lasselsberger

Publikum

Publikum

Dann kam die in der Schweiz lebende  Csilla Bekes, die mit musikalischer Untermalung Ausschnitte aus ihrem Buch “Der verheerende Tausch” las, in dem es um eine Psychiaterin und eine Prostituierte geht, die ihre Rollen tauschen. Ich habe das Buch schon gelesen, die Besprechung wird nächste Woche erscheinen.

Auch Margit Heumanns Buch vom Paul und Emma habe ich schon gelesen. Margit Heumann hat einen Teil von der Geschichte mit der Organtransplantation vorgetragen und ich habe bei meinem neuen Buch nur die Fahnen vorzeigen können, die ich noch durchsehen muß, aber die Fabian-Szene gelesen, die ich schon beim Volksstimmefest und gestern bei der “Poet-Night”.

Als letztes kam der Rudi und der hatte auch ein neues Buch, nämlich ein Gedichtbändchen mit dem Namen “Idylle”.

Aus dem hat er aber nicht gelesen, sondern zwei Texte aus der “Wieser-Linz-Anthologie” und dann noch einen Text über das “Scheißen.”

Ja, der Rudi ist sehr direkt. Das Büchlein hat er mir geschenkt und außerdem habe ich noch ein paar andere Bücher bekommen. Franz  Blaha hat mir einen “Storchenkalender” geschenkt, Hilde Schmölzer ihre “Schöne Leich”, die bei “Haymon” wieder aufgelegt wurde, ansonsten diesmal viele Bonbons.

Von der Anna einen sechzig Euro “Buch-Gutschein”, was ich mir ja sehr wünschte und den ich wahrscheinlich gleich morgen in der “Messebuchhandlung” einlösen werde, Blumen, Wein und und….

Dann kam das Buffet das wieder sehr gut schmeckte, Brötchen, Lungenbraten in Blätterteig, Spinatstrudel, Topfen-Apfel-Traubenstrude, Mandelkuchen, Obst und noch viele Gespräche und es war wieder einmal ein sehr schönes Geburtstagsfest und eine interessante Lesung.

Poet Night 2017

Die “Poet Night” ist eine Veranstaltung des ersten Wiener Lesetheaters, die einmal im Jahr  stattfindet undd die Mitglieder, die auch selber schreiben, einander ihre Texte, bei Rolf Schwendter war es von vier Uhr Nachmittag bis zwei Uhr früh, ihre Texte vorzulesen.

Jetzt wird die Veranstaltung von Andrea Pauli und Hahnrei Wolf Käfer moderiert, beginnt um sechs und geht bis Mitternacht und gelesen wird im Kulturcafe Siebenstern.

2009 habe ich mich mit meiner Leserin Maria Haidegger darüber gestritten, ob es Sinn macht, daß da fünfzig Leute ihre Texte einander “fast unter Ausschluß” der Öffentlichkeit” einander vorlesen, sehr viel Werbung wird ja, glaube ich, nicht dafür gemacht.

Es steht im “Lesezeichen” in der Aussendung des “Wiener Lesetheaters”, aber glaube ich nicht einmal an der Türe des Veranstaltungszimmers angekündigt sind, aber diesmal war es, als ich um sechs gekommen bin und eigentlich dachte, da wird noch niemand da sein,  erstaunlich voll und Hahnrei Wolf Käfer und Andrea Pauli haben auch sehr straff organisiert und ziemlich pünktlich angefangen.

Begonnen hat der mir bisher unbekannte Werner Krotz, der Gedichte über das Meer geschrieben hat, die mir sehr gefallen hat.

Dann folgte Mechthild Podzeit-Lütjen mit ihrem neuen Buch in dem es um ein ziemlich unbekanntes Nebenlager von Mauthausen geht.

Angelika Mairose-Parovsky hatte eine witzige Geschichte namens “French Toast”, wo es, um eine um Jahre zurückliegende Begegnung eines Mannes mit einer Frau an einem Hippieort namens “Hell” ging, der sich immer noch an sie erinnert, obwohl sie nur einen einziges Satz, nämlich “You have to try the French Toast, the are the best!”, zu ihm sagte.

Hilde Schmölzer brachte ein Kapitel aus ihrem wiederaufgelegten Buch “A schöne Leich. Der Wiener und sein Verhältnis zum Tod” und Anita C. Schaub hatte auch eine Geschichte aus ihrem neuen Buch, wo es um eine Begegnung von zwei Frauen ging, die, wie sie sagte, den zur Veranstaltung passenden Namen “Sommer der Poetinnen” trug.

Christa Meiss brachte wieder gekonnt launig einen Auszug aus ihren Haikus und anderen Gedichten, zeigte Bilder aus ihrem “Wolkenkalender”, sowie aus ihrem Wienerischen “Struwelpeter”.

Karin Geyer, die ich vom “Volksstimmefest” kenne und bei einer ihrer Lesungen im Amerlinghaus war, brachte Gedichte.

Dann kam die Ruth, die ja kürzlich in Brüssel war und las uns eine paar ihrer diesbezüglichen Notizen vor und Susanne Ayoub brachte wieder etwas aus ihrem “Medea Stück”, aus dem sie auch beim letzten Volksstimmefest gelesen hat.

Gerhard Jatzek hatte auch einen Gedichtband und Renate Welsh-Rabady, jetzt sind wir schon beim “Prominentenblock”, den es auch diesmal gab, hatte eine sehr berührende Geschichte von zwei alten Leuten, die jedes Jahr zum Gedenken des “zwölften Februar”, den damals Hingerichteten eine Kerze anzündeten, die ihr ihr Mann, der ihr Hausarzt war, erzählt hat.

Eugen Bartner hatte vier Gedichte, darunter zwei die von Kampfhunden hanelten, eines davon war von Christian Katt, was sehr gut war, denn wir sind nach meinem Block, ich hab um neun gelesen gegangen, weil die letzten Wochen ja sehr anstrengend waren, so daß ich Christian Katts Lesung versäumte.

Dann kam Astrid Wiesenröcker und dann noch ein Prominenter, nämlich Antonio Fian, der auch im Vorjahr gelesen hatte, er hatte auch Gedichte aus seinem neuen Buch, das demnächst bei “Droschl” erscheinen wird, also eine Premiere.

Der nächste Star der Runde war Robert Schindel mit Gedichten und dann folgte, wie Hahnrei Wolf Käfer launig moderierte, etwas ganz anderes, nämlich Richard Weihs mit einer Auswahl seiner “Wunschgedichte” aus dem letzten Jahr.

Und dann wieder etwas anderes, nämlich Christl Grellers poetische Gedichte und Elmer Hanke, den ich  regelmäßig bei den “Poet-Nächten” sehe, hatte seinen Text den er lesen wollte, im Zug vergessen, so hat er ihn nacherzählt und brachte dann noch einen anderen.

Christa Kern brachte wieder ihren Text, der in den letzten “Entladungen” erschienen ist, dann folgte wieder sehr bekannt, weil ich schon einige seiner Bücher gelesen habe, Axel Karner mit einem seiner Gedichtzyklen und Judith Gruber Rizy deren neues Buch ja erst  am Erscheinen ist, brachte einen Auszug aus ihrem “Schwimmfüchslein”, das ich schon gelesen habe, wo es um die Künstlerin Gabriele Münter geht, in einem Kapitel aber auch die erste Frau von Albert Einstein vorkommt, die eine eifrige Studentin war, dann ihr Studium der Kinder wegen aufgab, aber bei der Scheidung einen Anteil an seinem Nobelpreisgeld haben wollte.

Helmut Rizy brachte wieder einen Auszug aus seinem neuen Roman, wo es um zwei Brüder einen lesenden und einen handwerklich begabten ging, der eine hat immer Bücher geschenkt bekommen, der andere einen Handwerkkoffer, in dem er dann die vom Bruder stibizten Bücher versteckte.

Renate Woltron und Manuel Gierisch brachten wieder ihre Duette unter anderen von einem Paar, das sich in einer Bar trifft und dann gemeinsam ziemlich gelangweilt abzischt, da habe ich aber schon vorher gelesen und wieder die Szene aus meinem “Bbliotheksgespenst”, von dem ich übrigens gerade die Fahnen von der Druckerei bekommen habe, vom Fabian nach der Aktion gelesen habe, die ich schon beim “Volksstimmefest” vorstellte und die man auch auf meiner Website nachlesen kann.

Werner Grüner zeigte uns seine Gedanken, die ihm auf Ausstellungen und beim Zeitungslesen und Fernsehen kamen, nur zu “Strache” und “Kern” ist ihm nichts eingefallen, wie er launig anmerkte, als schon die Eieruhr klingelte, die das Überschreiten der Lesezeit gab.

Dazwischen verteilte Andrea Pauli Rosen an Ruth Aspöck und an mich, weil ich ja Geburtstag hatte, ein Schicksal was ich allerging auch mit Hans Jörg Liebscher teilte, der nach mir eine seiner Hymnen vorstellte, während sich Susanne Schneider wieder, wie gewohnt realistisch in ihrer Autobiografie mit dem Älterwerden und den Beschwerden und den Schmerzen die man da hat und die einen zum Arzt treiben und von dem Glück wenn einem dann chinesische Touristen nachwinken und an die Vergangenheit erinnern, beschäftigte.

Dann kam wieder eine Pause und dann habe ich mich verabschiedet und diesmal Christina Vivenz, Erich Leder, Ingrid Jansen, Ottwald John, Christian Katt und viele andere versäumte, aber ich war sehr müde, die letzten Wochen, wie schon beschrieben sehr intensiv, die “Buch-Wien” wartet und das Geburtstagsfest, aber wie beschrieben, ich finde es sehr schön und wichtig auch über das Dichten der die vielleicht abseits vom Literaturbetrieb schreiben, zu erfahren und habe wieder viel gelernt.

 

Werner Krotz

Werner Krotz

Mechthild Podzeit-Lütjen

Mechthild Podzeit-Lütjen

Angelika Mairose-Parovsky

Angelika Mairose-Parovsky

Hilde Schmölzer

Hilde Schmölzer

Christa Meissner

Christa Meissner

Anita Schaub

Anita Schaub

Karin Gayer

Karin Gayer

Ruth Aspöck

Ruth Aspöck

Susanne Ayoub

Susanne Ayoub

Renate Welsh-Rabady

Renate Welsh-Rabady

Eugen Barthmer

Eugen Barthmer

Antonio Fian

Antonio Fian

Gerald Jatzek

Gerald Jatzek

Robert Schindel

Robert Schindel

Richard Weihs

Richard Weihs

Christl Greller

Christl Greller

Elmar Hanke

Elmar Hanke

Christa Kern

Christa Kern

Axel Karner

Axel Karner

Judith Gruber-Rizy

Judith Gruber-Rizy

Helmut Rizy

Helmut Rizy

Eva Jancak

Eva Jancak

Renate Woltron

Renate Woltron

Manuel Girisch

Manuel Girisch

Werner Grüner

Werner Grüner

H.J. Liebscher

H.J. Liebscher

Susanne Schneider

Susanne Schneider

Mit Eva Rossmann Geburtstag essen

Ich gehe ja immer mit dem Alfred  zum Geburtstag essen. Meistens waren wir in den letzten Jahren mit dem Alfred und der Anna beim “Umar” am Naschmarkt, wenn die Anna Geburtstag hat, ist es die “Hollerei” weil sie Vegetariererin ist und der Alfred geht gerne in das “Nordpol” in die Nordwestbahnstraße.

Heuer gab es etwas Besondereres. Hat er mir doch  ein Mail geschickt und mich auf  eine Lesung mit Eva Rossmann aus ihrem neuen Buch “Mahlzeit”, das mit einem sechsgängigen Menu in Manfred Buchingers Restaurat “Zur alten Schule”, stattfindet, in dem Eva Rossmann ja mitkocht, hingewiesen, das am neunten November, an meinem Geburtstagstag, hingewiesen..

“Hast du Lust?”, hat er gefragt und am neunten November hatte ich tatsächlich noch nichts eingetragen. Am siebenten war die “Buchpreisverleihung”, am achten die “Buch-Wien-Eröffnung” und am zehnten die “Poet-Night” und am elften mein Geburtstagsfest.

Also wunderbar und weil ich am Donnerstag  auf der “Buch-Wien” war und der Alfred  in der “WU-beschäftigt ist, die direkt neben den Messehallen liegt und so haben wir uns, um dreiviertel sechs getroffen, um sieben ist es in Riedenthal losgegangen.

Vorher hat der Alfred noch, wie er das jeden Tag macht, seine Mutter angerufen, die sich aber nicht gemeldet hat, was etwas beurnrugiend war, weil das heißen konnte, das sie vielleicht schon schläft oder hingefallen ist, was die gute Stimmung etwas trübte.

Was machen? Wir hatten uns angemeldet, also zuerst ins Riedenthal gefahren. Wir waren die ersten, nämlich schon eine halbe Stunde früher dort und interessanterweise ist auf den Ankündigungstafeln vor dem Restaurnt, das tatsächlich einmal eine alte Schule war “Alles Gute zum Geburtstag” gestanden.

Interessant, interessant, es ist dann etwas später in dem Raum, dem ehemaligen Schulzimmer, das auch  so dekoriert war, eine Gruppe mit Blumen eingetroffen, die offensichtlich auch Geburtstag feierten. Später erfuhren wir, daß es Manfred Buchinger war, die Geburtstag hatte und die meisten Gäste schienen auch mit Eva Rossmann befreudet zu sein.

In Eva Rossmanns Maria Valenski Krimis, von denen ich ja schon sehr viele gelesen habe, spielt  das Kochen eine große Rolle. Es gibt auch ein “Mira Valensk- Kochbuch” und sie hat deshalb, weil es auch ein Buch, das in der Restaurantszene spielt, glaube ich, in Manfred Buchingers Schule zum Mitkochen angefangen und tut das vielleicht auch  immer noch.

Vor dem alten Schulhaus gibt es auch eine Tafel, die darauf hinweist “Her kochte Eva Rossmann von…bis….”, fast we eine Beerdigungstafel und jetzt hat sie neben den “Patrioten”, die ich ja vor kurzem gelesen habe, ein “Mahlzeit” genanntes Buch geschrieben, in dem es offenbar um Andekdoten über das Kochen im Gasthaus “Zur alten Schule” geht.

Manfred Buchinger ein ziemlich berühmter Starkoch, hat, auch einmal auf der “Buch-Wien” Show gekocht, da habe ich zugeschaut und ihn auch darauf angesprochen, daß ich da mitkoste, weil es zu teuer ist, in die “Alte Schule” zu gehen.

Er hat das, glaube ich, auch dementiert und jetzt saßen wir an den gedeckten Tisch, sahen die Gäste eintreffen und lasen uns durch das Menu,  das mit einem Vorspeisenteller: Oliven, Schinken, Pastete, etcetera begann.

Eva Rossmann ist  auch eine Italien Liebhaberin und kocht sehr gerne italienisch.

Die Lesungshäppchen tanden zwischen den einzelnen Gängen statt und das Erste war eine Erklärung, wie Eva Rossman in Manred Buchingers Küche gekommen ist. Sie hat dort öfter gegessen, ihre Mithilfe angeboten und einmal ist der Koch ausgefallen und Eva Rossmann stand in der Küche, suchte nach den Kochlöffeln, die gar nicht verwendet werden. Eva Rossmann erzählte, daß Manfred Buchinger ihre Kapitel auch mit seinen Anmerkungen ergänzt hat, die er dann auch gelesen hat.

Als nächstes gab es dann “Ganslgalantine mit Birnen” und Manfred Buchinger erzählte, was eine “Galantine” zum Unterschied einer “Pastete” ist und, daß die Birnen aus seinem Garten stammen.

Dazwischen gab es Rotwein, das heißt ich trinke nur solchen, beim Menü waren die ersten Weine von 2017 von weiß, rose bis rot, glaube ich, angekündigt. Danach gab es ganz exotisch eine vietnamnesische Ganslsuppe. Eva Rossman kocht, glaube ich, auch gerne exotisch und hat auch eine diesbezügliches Buch oder Rezeptesammlung herausgegeben.

Danach gab es auch ziemlich ungewöhnlich, Garnelen mit Kürbis und Eva Rossmann las ein Kapitel in dem es um die Frage geht, wie man das Servierpersonal, das wie ich hörte, jetzt Restaurantfachkraft und nicht mehr Kellner oder Kellernin heißt, anreden soll “He, Fräulein!”, war ja immer nicht so ganz passend und ein Kapitel über einen berühmten Koch, der als Gast in Manfred Buchingers früheren Restaurant auftrat und mit einer großen Mütze sich den Gästen vorstellte und die Arbeit den anderen überließ, gab es auch, bis dann der süße Gang nämlich “Maroni Quitten Tiramisu” auch das erklärte Manfred Buchinger ein bißchen die Zubereitung, serviert wurde, richtig, da habe ich jetzt noch “die “Wildschwein und die Fasanenbrust mit Chicoree” vergessen.

Dann war das Menu fast zu Ende, es wurde noch sardischer Käse serviert und Manfred Buchinger hat noch ein Kapitel aus dem Buch gelesen und wir waren ein wenig beunruhgt, was mir machen sollten?

Gleich nach Harland fahren und nachsehen was mit Alfreds Mutter ist?

Wir waren ja zu zweit essen, denn die Anna auf einer Schulung, der Andreas Nachtdienst, so daß er auch nicht nachsehen konnte oder bis Freitag warten, wo der Alfred auch immer nach Harland fährt, aber dann liegt die Mutter vielleicht die ganze Nacht am Boden.

Wir haben uns dann entschieden doch in Harland vorbeizuschauen, was eine gute Idee war, da Alfreds Mutter wirklich gestürzt war und am Boden lag und nicht mehr aufstehen konnte. Es ist ihr aber nichts passiert, wir haben sie ins Bett gebracht und sind wieder nach Wien gefahren, weil ich  wieder auf die “Buch- Wien” gehen will.

Wir sind sehr spät und sehr satt nach Wien gekosmmen und ein Geburtstagessen in der “Alten Schule” mit einer Eva Rssmann Lesung ist auch eine ganz besondere Art. Manfred Buchinger hat mir gratuliert und auch Julia Danielcyck, die ich gestern auf dem Klo getroffen habe, als ich mich mit dem Alfred treffen wollte und vor einigen Jahren, als nachher die “Fried-Preisverleihung” war auch Friederike Mayröcker, der das von Christel Fallenstein, die ich auch dazu eingeladen habe, erzählt worden war.