Lesen

In der “Tag für Tag”-Sendung von Ö1 wird morgen, habe ich gerade gehört Alexander Potyka auftreten und vom Elend des Buchhandels referien. Die Verdrängung der Kleinen durch die Großkonzerne und können Sie Ihre Bücher dann noch in der Buchhandlung finden?

So wurde es angekündigt und ich werde die Sendung, obwohl sie mich natürlich interessiert, nicht hören können, da ich mich ja wieder in Harland befinde und da ist es schwierig mit dem Radio und außerdem möchte Alfred, wie er mich gerade anrief, Schwammerl suchen gehen.

Aber übers Lesen wollte ich sowieso schon etwas schreiben. Zwar bin ich durch mein Pendeln in den letzten Wochen, durch die Urlaube und das Korrigieren nicht wirklich viel dazu gekommen. Habe aber gestern Nacht in der Badewanne immerhin Juri Rytchteus “Traum im Polarnebel” ausgelesen, das ich einmal bei einem der Büchertürme der Literatur im März Veranstaltung (die es ja leider nicht mehr gibt) bekommen habe und dann auch durch das Ö1 bzw. Irmgard Gelter, die es gerade gelesen hat, angeregt wurde, es nicht zu übersehen.

Und dann habe ich mich gleich vom Krimi Fieber des Krimi Sommers anstecken lassen und mir Hakan Nessers “Barins Dreieck” aus dem Bücherregal geholt und weil ein Krimi ja spannend ist, werde ich mir das Buch vielleicht in die Sommerfrische mitnehmen. Es fehlen zwar die ersten fünfzehn Seiten, denn es ist ein ausgeschiedenes Exemplar einer Städtischen Bücherei, das ich mir im Mai von einem Bücherbazar der Grünen tauschte.

Das sind also meine Altbestände die ich langsam nach und nach ablese, während in den Medien laufend von den Bücherneuerscheinungen berichtet wird.

Das neue Buch vom Michael Köhlmeier, in dem er den Tod seiner Tochter Paula verarbeitet, wurde heute im Morgenjournal besprochen, das neue von Andre Heller mit seiner Kindheitsbewältigung bzw. seiner Autobiografie gestern.

Das ist ja alles sehr interessant, denn ich sollte mich mit den österreichischen Neuerscheinungen ja beschäftigen und dann habe ich noch vor meinem Urlaub auf der Homepage des Literaturhauses nachgesehen und bin daraufgekommen, daß dort auf der Autorenliste mein Name fehlt, was ich gestern urgiert habe, so daß er, wie ich hoffe, dort bald zu finden ist. Zwei nette Mitarbeiterinnen haben mir schon geantwortet.

Gradwanderungen

Heute ist eine Einladung in eine Jurysitzung gekommen, die zweite da ich ja auch durch Otto Lambauers Vermittlung in der Jury des “Ohrenschmaus” bin.

Während ich mich sonst oft ziemlich außerhalb des Literaturbetriebs fühle und mich in den Internetblogs oft auch mit Büchern übers Schreiben beschäftige.

So hat Anni Bürkl in ihrem letzten Eintrag eine Liste ihrer Lieblingsbücher übers Schreiben angeführt: texteundtee.blogspot.com.

Davon kenne ich das Buch von James N. Frey “Wie man einen verdammt guten Roman schreibt”, das habe ich mir vor ein paar Jahren gekauft und ein paar Mal gelesen und die Seiten des Autorenhausverlags besuche ich auch regelmäßig und drucke mir die Kapitel des Romanprojekts “Ein Roman in einem Jahr” aus, ein Buch von Louise Doughty, das Woche für Woche kapitelweise ausgedruckt wird. Ich würde es zwar nicht als mein Lieblingsbuch bezeichnen, das habe ich auch hier nicht, es hat mir aber bei der Arbeit an der “Radiosonate” geholfen.

Denn ein bißchen ist es ja immer mein Problem, wie schaffe ich es eine Idee zu Ende zu bringen und nicht nach achtzig oder neunzig Seiten plötzlich am Ende zu sein. Eine Struktur ist da glaube ich gut.

Beim Wiener Stadtroman, war es der Tag, den ich als Vorgabe hatte, von acht Uhr morgens bis Mitternacht vierundsechzig Szenen in viertelstündigen Abständen, bei der Radiosonate, das Jahr in dem das Ganze spielt.

Ja und das Nanowriting des National writing month, wo eine Nation oder die ganze Welt im November einen Roman von 175 Seite Länge schreiben soll, ist, glaube ich auch hilfreich, obwohl ich da, glaube ich nicht wirklich mitmachen will, denke ich schon, daß es helfen kann, ein Monat einfach loszuschreiben und von den eigenen Zensor im Kopf und den konstruktiven oder destruktiven Kritkern ein Monat lang zu entkommen.

So und jetzt gehe ich vom Laptop und aus meiner Praxis auf den Rathausplatz, um mir beim dortigen Filmfestival Anton Bruckners 9. Symphonie anzuhören, weil ich wieder für zwei Tage nach Wien gekommen bin.

Kreativ in der hohen Tatra

Gerade von der hohen Tatra, beziehungsweise dem Zwischenstop in Harland bei St. Pölten zum Wäscheausladen und Schwiegereltern begrüßen, zurück melde ich mich wieder mit einem Eintrag.

Wie es war?

Schön, eine Woche Zelturlaub auf dem Camingplatz jeden Tag wandern in die Berge: Krivan, Slavkovsky Stit, Predne Solisko etc. Das Wetter war zwar wie meistens in der hohen Tatra wechselhaft und ein bißchen kalt, aber diesmal weniger Regen als sonst, die Leute freundlich, das Essen gut und immer noch sehr billig und ich bin auch ein bißchen in Sachen Literatur weitergekommen.

Am Krivan

Am Krivan


Vor der Chata Pod Soliskom

Vor der Chata Pod Soliskom


Erstens ist das Gehen ein meditativer Akt, da kann man sehr viel denken und nachgrübeln dabei und da ist mir auch schon das Konzept für meine nächste Arbeit, wenn “Die Radiosonate” fertig ist eingefallen, beziehungsweise hat sie an Form gewonnen. Denn eingefallen ist mir die Idee zu einem Roman mit dem Arbeitstitel “Das Haus” schon, als ich Anfang Juli zu einem Supervisonstermin ins Otto Wagner Spital, bekannt unter dem Namen Steinhof, gegangen bin und dort, weil ich Zeit hatte, zu der Kirche an den Besichtungstafeln vorbei, hinaufgeschlendert bin. Hundert Jahre Steinhof das ist schon etwas worüber sich ein Roman und das Schicksal drei bis vier Generationen beschreiben läßt und in den schlaflosen Nächten im Zelt, habe ich mir dann auch einiges notiert.

Und die Elsa Eisenstein-Szenen habe ich mir zum Korrigieren auch mitgenommen und bin dann gleich ein bißchen abgestürzt, denn da muß, glaube ich, noch einiges überarbeitet werden bis es passt.

Ja und zum Lesen hatte ich auch das Passende mit. Einen ganz dicken Roman von Ingo Schulze nämlich. Bin aber nicht sehr weit gekommen. Das was ich gelesen habe über die Entwicklung Ostdeutschland nach 1990 in Form eines Briefromans war aber interessant und wie ich glaube, auch treffend geschildert, da ein cremiger italienischer Kuchen ja wirklich ein Tiramisu ist, für uns ganz selbstverständlich, wenn man ihn aber das erste Mal serviert bekommt, beschreibt man ihn aber sicher anders, als die Italien kundigen Feinschmecker.

Angelika Reitzer

Ja, schon wieder ein Artikel von mir.

Aber gestern Nacht beziehungsweise heute früh, als ich mit Alfred langsam vom “Nordpol” zurückgeschlendert bin, ich war hundemüde, war es ein wenig hektisch und heute Abend geht es schon nach Harland in die Sommerfrische und am Sonntag fahren wir für eine Woche in die Slowakei.

Ein bißchen was ist ja noch offen vom “Rund um die Burg”-Programm und da ich mir inzwischen auch die anderen Blogs angesehen habe, den von Christiane Zintzen beispielsweise, ist mir auch noch etwas eingefallen.

Wenn ich also gesetzt den Fall, am frühen Morgen des 20. Septembers bei “Rund um die Burg” erscheine, werde ich sowohl Eva Rossmann, Xaver Bayer und Angelika Reitzer versäumt haben.

Von Xaver Bayer schwärmt meine vierundzwanzigjährige Tochter Anna und hat sich von mir seine zwei ersten Bücher geben lassen und zu Angelika Reitzer fällt mir noch einiges ein, beziehungsweise gibt es etwas zu sagen.

So hat sie z.B. heuer beim Bachmannpreis gelesen und wird in diesem Jahr den Priessnitz-Preis bekommen.

Zur Preisverleihung am 27. Oktober werde ich sicher ins Literaturhaus gehen können und ich kenne sie auch persönlich, da ich im vorigen Jahr im Herbst in der Wiener Hauptbücherei bei dem dortigen Lesezirkel das Buch von Teodora Domova “Die Mütter” vorgestellt habe, das ich mir bei dessen Präsentation schenken habe lassen und ich sehe sie auch regelmäßig im Literaturhaus oder beim Adventspaziergang in der Hauptbücherei beispielsweise und da grüßt sie mich im Gegensatz zu anderen Autoren immer freundlich. Ihren Blog habe ich mir auch schon angesehen und wie sie im Museumsquartier gelesen hat, war ich entweder in Harland oder bin an der Donau radgefahren.

Und jetzt, da mein Asylwerber, wegen dem ich eigentlich nach Wien gefahren bin, doch nicht zu kommen scheint, mache ich noch ein paar Stunden und fahre aufs Land zurück. Ab dem 18. August melde ich mich wieder.

Neues vom Literaturbetrieb

Jetzt wieder für zwei Tage in Wien, vorher habe ich in Harland fleißig korrigiert und bin Rad gefahren und es gibt ein paar kleine Erlebnisse.

Zuerst “Rund um die Burg” und die “Poet night” fallen heuer zusammen. Da die “Poet night” diesmal an einem Freitag ist. Bei der “Poet night” werde ich lesen und bei beiden Veranstaltung hatte ich eigentlich vor, non stop zu bleiben, weil ich ja eine Dauerstammhörerin bin. Das wird heuer wohl nicht gehen, da werde ich mich splitten müßen. Bis zwei Uhr früh im Siebenstern beispielsweise und dann um zwei Uhr früh ins Literaturzelt bis vier Uhr Nachmittag, wenn ich es aushalte, ein paar Mal habe ich es schon geschafft.

Und diesmal ist ja auch der Otto Lambauer nonstop da, hat er mir gesagt, weil er einen Stand des “Ohrenschmaus- Literaturwettbewerb für Menschen mit Lernbehinderungen” betreut. Vielleicht ladet er mich zum Frühstück ein.

Das Programm von “Rund um die Burg” hat mir Alfred schon ausgedruckt, das zur “Poet night” gibt es glaube ich noch nicht. Ein paar interessante Sachen werde ich auf diese Art und Weise zwar versäumen, aber macht kann ich nichts, kann ich da ja auch nicht lesen. Eine Tatsache übrigens, die mich wurmt und die ich literarisch schon ein paar Mal in meinen Texten verarbeitet habe. In der “Radiosonate ” kommt es auch vor .

Und dann bin ich heute Mittag in den Eissalon am Schwedenplatz gegangen, weil ich Gutscheine für ein Gratis-Eis hatte und habe mir die Wiener Gratis Zeitungen “Heute” und “Österreich” mitgenommen und während ich auf mein Eis gewartet habe, habe ich darin gelesen, daß es über Josef Fritzl beziehungsweise dem Inzestfall von Amstetten, der vor ein paar Monate erst aufgedeckt wurde, bereits vier Bücher gibt. “Verlag bietet Autoren bis zu 800.000 Euro” schreibt die Zeitung Österreich und ich denke, das ist eigentlich schlimm, daß soetwas vermarket werden kann, interessiert und Leser und Schreiber findet. Aber wie hat der Literaturprofessor Wendelin Schmidt Dengler gesagt “Weil das Böse eben immer etwas stärker als das Gute ist”.

Also nicht neidisch sein und auf dem Heimweg bin ich zum Trost auf eine Zettelwand des Zetteldichters Helmut Seethaler gestoßen und mir ein paar seiner Texte gepflückt. Der probiert es auch unentwegt und schon sehr lange und eckt mit seinen “Antikonsumgedichten” immer wieder an und hat schon eine Unzahl von Anzeigen bekommen, weil er seine leisen kleine Texte stur an Baustellenwände klebt.

Lale Rodgarkia-Dara hat mir heute auch zwei der versprochenen Sackerln geschickt, wo es Literatur auf Deutsch und Türkisch auf Papiersackern gibt, Literatur zum Tragen sozusagen, weil sie ihr Projekt zur Transitliteratur nicht, wie geplant auf Lastwagen die von Wien nach Istambul fahren, sondern nur auf Papier verwirklichen konnte. (www.speis.net)

Und am Abend bin ich mit Alfred und Anna in ein Lokal am Nordpol, das ist ein Platz im 2. Wiener Gemeindebezirk, in der Nordwestbahnstraße essen gegangen, wo am Nebentisch der Wiener Autor Gustav Ernst gesessen, der mich glaube ich nicht mehr kennt, aber meinen ersten Auftritt in der alten Schmiede , es war ca 1980 im sogenannten Literatureck, gemeinsam mit Marie Therese Kerschbaumer kommentiert hat.

In der roten Bar

Für zwei Tage wieder nach Wien gekommen habe ich mich gestern um meine nächsten Lesungen gekümmert. Die allernächste wird am Samstag den 30. August zwischen sechzehn und achtzehn Uhr auf dem Volksstimmefest (www.volksstimmefest.at) zum Thema “Aus dem Bilanzbuch des 20. Jahrhunderts) 1918-1938-1968 sein.

 Zuerst wollte ich da passend zu 1968 ein Stückchen aus dem Wiener Stadtroman eine Szene mit dem Untergrundphilosophen Quirin Käfer lesen. Aber dann ist mir beim Korrigieren der “Radiosonate” vorige Woche in Harland eingefallen, daß die Nora-Szene in der Spielbar im Volkstheater auch passen könnte. Denn da habe ich noch 1938 und die prekären Arbeitsverhältnisse von 2008 dabei.

So ist ein Text mit dem Titel “In der roten Bar” daraus geworden, der acht Minuten Lesezeit erfordert. Ich habe ihn schon eingelesen, das mache ich immer mit der Stoppuhr, damit alles stimmt.

Und dann ist gestern noch die Einladung zur Poet-Night des. 1. Wiener Lesetheaters, die am 19. 9. zwischen sechzehn Uhr und zwei Uhr früh im “Siebenstern” in der Siebensterngasse 31 stattfinden wird, gekommen.

Da werde ich, das habe ich mir schon beim Osterspaziergang des Lesetheaters vorgenommen, ein Stückchen aus “Novembernebel” lesen, weil es da  auch um das Lesetheater und um eine erfolglose Schauspielerin geht, die aus dem Nachlaß eines verstorbenen Hutmachers hundert altmodische Hüte bekommen hat, mit denen sie  im Lesetheater auftritt und die Elisabeth aus “Glaube, Liebe, Hoffnung” liest.

Elfriede Jelinek

Unter den besten Literatur-Blogs im Profil vom 21. Juli wird der von Elfriede Jelinek angegeben und die Diskussion um ihren Privatroman “Neid” erwähnt, zu dem es ja schon eine  Anleitung zum Gebrauch desselben gibt, weil  die Leser angeblich nicht wissen, wie sie damit umgeben sollen. 

Man braucht ihn gar nicht ausdrucken und von vorne nach hinten lesen, meint die Autorin, sondern solle ihn am besten schnell, wie eine Leberkäsesemmel verzehren, weil sich die Leser offenbar beschwerten, daß sie die vielen Seiten nicht ausdrucken und auf den Balkon mitnehmen könten.

Warum aber nicht? Ich jedenfalls habe schon im vergangenen Jahr begonnen mir den Roman kapitelweise auszudrucken und ihn  in einigen Schnellheftern zu sammeln.  Das habe ich schon in der Schule und während meines Studiums so gelernt, aber damals gab es noch kein Internet und war daher so üblich. Und gelesen habe ich es  dort, wo ich meistens lese, nämlich in der Badewanne und kann sagen, das Lesen deutscher Zeitungen ist viel schwerer, als ein gar nicht so großer Schnellhefter, schließlich nennt man ja die Kronenzeitung auch Kleinformat.

Und die Idee mit dem Privatroman und der Veröffentlichung im Selbstverlag, wie Jelininek das nennt, finde ich sehr interessant, ist es ja das, was ich  seit 2000  regelmäßig tue und siebzehn Bücher im Digitaldruckverfahren herausgebracht habe, nicht im Internet, da gibt es nur Auszüge. Und ich stoße ja leider immer noch an den Reaktionen der Leute an, die ich damit konfrontiere, weil es offenbar etwas sehr verwerfliches ist, seine Bücher selbst zu veröffentlichen, wenn man so , wie ich, leider keinen Verlag findet. Ich verstehe zwar nicht, wie so das so ist, denn ich finde es für eine gute Möglichkeit und deshalb gibt es mir Hoffnung, daß das jetzt auch Elfriede Jelinek tut.

Und das Lesen des Romans habe ich sehr genossen und das Jelinetz verfolge ich auch regelmäßig und bin auf diese Art und Weise auch auf den Blog von Christiane Zintzen gekommen, den ich  für einen  der besten halte, den ich kenne, aber der ist auch mehr germanistisch-literaturwissenschaftlich,  als literarisch und man bekommt  sehr viel Insider Wissen über das literarische Leben Wiens.

Morgengesichter

Eines meiner mails das ich Montag abends fand als ich nach Wien gekommen bin, um meine Post zu ordnen und mich für den nächsten psychologisch-psychotherapeutischen Arbeitstag vorzubereiten, war von Erika Kronabitter, die mich auf die Präsentation ihres neuen Buches aufmerksam gemacht hat.

Fast hundert Morgengesichter, das heißt das erste Foto-Shooting kurz nach dem Aufwachen stehen fünfzig Texten über das Aufwachen gegenüber, steht in der Ankündigung. Die Texte kenne ich nicht, nach Feldkirch deshalb zu fahren ist zu weit, außerdem hätte ich es ohnehin versäumt, da die Präsentation schon Sonntag morgen war und ich die mails erst Montag abend öffnete.

 Aber im Standard vom vorigen Wochenende gab es ein paar dieser Morgengesichter, zum Beispiel das von Ilse Kilic zu sehen. Und ich habe auch schon einige andere voriges Jahr in einer Ausstellung im Amerlinghaus bewundern können und wenn ich gewollt hätte auch mein Morgengesicht zur Verfügung stellen, aber nein so mutig wie Ilse Kilic bin ich nicht um mein Morgengesicht in einer Ausstellung veröffentlichen zu wollen und Erika Kronabitter, die nette GAV Kollegin kenne ich sehr gut. Hat sie mich ja 2005 zur Text und Kritik Werkstatt auf die Silvrettahöhe eingeladen, wo ich zusammen mit Susanne Alge, Kurt Bracharz und noch einigen Kollegen zwei Szenen aus dem damaligen work in progress “Die Stimmungen der Karoline Wagner oder Fluchtbewegung” vorstellte, die dann besprochen wurden und in einer Galerie in der Nähe von Bregenz gab es noch eine Lesung, wo ich ein Stückchen aus meinem Krimi “Tauben füttern las” und dieser Eindruck von Literatur und Kritik hoch in den Bergen war sehr schön und hat mich sehr beeindruckt, ich habe auch viel dabei gelernt und schöne Fotos als Erinnerung und dieses Jahr habe ich Erika Kronabitter zu meiner Frauenlesung nach Wien einladen wollte, die dann aber nicht im Literaturhaus stattfinden konnte, so daß wir am 14. Marz nach Voralberg gefahren sind und in der Villa Falkenhorst gelesen haben.

 Zu Vorarlberg habe ich also lebhafte literarische Assoziationen und es ist auch eine schöne Gegend zum wandern und spazierengehen und die Leute sind sehr freundlich.

Wieder zurück vom Urlaub

Unterwegs

Unterwegs

Passau
Passau

Nach fast zwei Wochen bin ich wieder zurück und versuche in der Hektik des Mail lesens meine literarischen Eindrücke zu sortieren.

Sommer bedingt ist ohnehin nicht viel los. Nur Christiane Zintzen hat mich in ihrem Blog auf den den deutschen Buchpreis und damit auf die Herbsterscheinungen der neuen Bücher, die man alle lesen sollte aufmerksam gemacht und ich habe in den ersten zwei Tagen meiner Harlander Sommerfrische das Rohkonzept der “Radiosonate” fertiggeschrieben, jetzt muß ich das alles korrigieren, korrigeren,- bin bis jetzt aber nicht sehr weit gekommen, bin ich nach dem Wochenende mit den Leipziger Freunden ja mit den Rad von Traismauer nach Passau und dann mit Schiff und Zug wieder zurück gefahren bin.

In Passau gab es einen Poetry Slam beim Sommerfest des Scharfrichterhauses, wo die lebenden Dichter gegen die schon verstorbenen angetreten sind und H. C. Artmann gegen eine Lokalgröße knapp verloren hat. Schade oder nicht? Auf jedenfall aber interessant in Passau gleich Literatur zu finden und Manfred Chobot wird morgen auch dort lesen, aber ich bin schon zurück und hier hat mich die Ankündigung zum Volksstimmefest erwartet, wo ich am Samstag den 30. August zehn Minuten lang auf der Jesuitenwiese zum Thema 1968 ein Stückchen aus meinem Wiener Stadtroman “Wie süß schmeckt Schokolade?” lesen will.

Und Otto Lambauer hat mir gemailt, daß er bei dem “Rund um die Burg”-Festival einen Stand bezüglich es “Ohrenschaus-Literaturpreis” ergattert hat. Da würde ich auch gerne lesen, aber leider keine Chance.

Und so halt mit diesen Herbst-Vorschauen in den Sommer zurück und vielleicht heute zum Film-Festival- auf den Rathausplatz , wenn ich mit dem Mail-lesen rechtzeitig fertig bin.

Ja und ehe ich es vergesse, im “Profil” gibt es einen Artikel über Literarische-Blogs, wo man die besten, die es in Österreich gibt, finden kann.

Weiterschreiben

Gestern bin ich endlich  zum Weiterschreiben an meinem Roman “Die Radiosonate oder das einsame Jahr” gekommen. Eine Woche war  ja Pause, da ich vorige Woche zwei einhalb Tage an der achtzehnten internationalen Sommerakdademie “Die Willkür der Zahlen” teilgenommen und sonst Diagnostiktermine und Supervisonen hatte.

Am Wochenende auf dem Lande bin ich  wegen einer Probefahrt unserer geplanten Radreise, die Donau hinauf nach Passau, auch nicht zum Schreiben gekommen und daher schon ein bißchen schlechtes Gewissen.

Aber sonst geht es ganz gut. Über hundertsiebzig Rohseiten sind schon vorhanden und das Grobkonzept, mal sehen wie weit ich  heute komme, aber heute ist ja auch ein Arbeitstag.

Danach geht es für den Rest der Woche wieder in die Sommerfrische und nächste Woche ist mit Leipziger Freunden die Radfahrt nach Passau geplant, eine Wiederholung sozusagen von Ruth Aspöcks Radkarawane der Dichter und Dichterinnen, bei der ich 2007 von Ybbs nach Regensburg mitgefahren bin, das letzte Stückchen von Traismauer bis Ybbs beziehungsweise Melk war mir aber unbekannt, so daß ich das  nachholen will.

Heute also die Radtaschen packen, ein Heft für das Donautagebuch hineingeben und die passende Lektüre der Edition die Donau hinunter ist auch dabei. Zusätzlich noch Gerda Grossmanns “Donauweibchen”.

Ich melde mich dann wieder in zwei Wochen mit meinen Bericht und neuen Gedanken über das Schreiben.