Heimkehr nach Fukushima

Buch zwölf des dBps, allmählich wird es, denn die folgenden drei Bücher sind auch viel dünner und eines das mich an meinen Schweiz Urlaub erinnert, wurde doch Adolf Muschg, 1934 in Zürich geboren und sein Buc lag das mit der Italien-Schweizerin Gianna Molinari auch in der kleinen feinen Berner-Buchhandlung auf, die ich am Tag nach der Longlistverkündung, betreten habe, während der Alfred mit meiner vollen Büchertasche aus den Schränken und Arnos Geigers “Drachenwand” draußen auf mich wartete.

Was soll ich schreiben? Das ist jetzt das Buch des schweizerischen Philiph Roth oder Martin Walser? Das Alterswerk des Vierundachtigjährigen der sich in seinem Werk mit der Liebe und den Tod des alternden Mannes beschäftigt und interessiert das wirklich die mittelalterlichen Deutschlehrinnen, die noch Bücher kaufen und sie lesen?

Ich wollte das schreiben, ich gebe es zu, bis ich etwa bei Seite zweihundertzwanzig des zweihundertvierzig Seiten Buches war und suche auch noch vergeblich nach dem You Tube Video, wo eine sagte, sie hätte das Buch abgebrochen, weil sie die Szene wo sich der Protagonist mit der jüngeren Japanerin in der verseuchten Erde wältz, unerträglich fand.

Ich habe es nicht mehr gefunden, aber Adolf Muschg hat auf dem blauen Sofa in Frankfurt selber über diese Szene gelächelt und was ist das Buch dann? Ein geniales Alterswerk des vierundachtigjährigen bekannten Schweizer Dichters?

Das scheint mir nun doch übertrieben, weil es mir ja ganz ehrlich auch auf die Nerven geht, wenn die Achtzig- oder Sechzigjährigen, der Paul Neuhaus, der Held des Buches, ist, glaube ich, gerade darüber, auf ihre letzten Reisen gehen und dabei die Lieben ihres Lebens nochmals erleben und über den Tod resumieren.

Da denke ich natürlich, was ist, wenn ich das machen würde? Was würden die Verlage dazu sagen und wer würde das lesen?

Aber die Vehemenz mit der Adolf Muschg diese schon hundertmal geschriebenen Themen bearbeitet, dabei vom Hundersten in Tausendste kommt und alles,  alles, was ja gar nicht dazu passt, dazu vermengt, ist wirklich beeindruckend und als er verlassen und frustriert in seinem Hotel in Hakone sitzt, über die verlorene Liebe und den Tod nachdenkt, dabei den Fujiyama beobacht und plötzlich nach Wien-Ottakring und auf das Harry Lime Thema kommt, dachte ich zuerst “Das passt ja gar nicht dazu!” und dann “Das ist genial und warum soll er das nicht schreiben und so sein Leben bewältigen und zusammenfassen?”

Ob man das lesen will oder soll, ist eine andere Frage. Die bücher liegen aber in den Buchhandlungen auf, es stand auf der deutschen Longlist, auf der Schweizer nicht, da steht von den dBp Büchern nur die Gianna Molinair und sonst noch der Peter Stamm.

Es ist aber überhaupt die Frage, wer heute noch Bücher liest und wen das wirklich interessiert, daß hier ein sechzigjähriger Architekt und Schriftsteller namens Paul Neuhaus, der mit seiner Freundin Schwierigkeiten hat, plötzlich einen Brief von Freunden aus Japan mit einer Einladung nach Fukushima bekommt, weil dort der Bürgermeister eine Künstlerkolonie aufbauen will, um die Leute in das verseuchte Land zurückzubringen und die Wirtschaft zu beleben.

Weil ihm seine Suzanne gerade verlassen hat, fliegt er hin, hat und das ist auch ein wenig verwunderlich, aber warum nicht, als ich einmal nach Amsterdam geflogen bin, habe ich im Flieger auch Elias Canettis “Blendung” gelesen, die damit ja nichts zu hat, Adalbert Stifters Werke mit und die werden in dem Buch immer wieder so zwischendurch zeilenlang zitiert und ich glaube im Anhang auch nicht extra ausgeweisen, aber das ist ein verlegerischen Problem.

Im Hotel Imperial in Tokyo wird er von den Freunden, der Germanistin Mitsuko und ihren MannKen erwartet, die ihm eröffnen, daß Mitsuko ihn durch die verseuchten Gebiete begleiten soll, da Ken an Leukämie leidet und sie also nicht begleiten kann.

Es kommt, wie es kommen muß. Die Beiden fahren mit dem Shinkansen, dem japanischen Schnellzug, eßen  ihre Bento Box, haben Geigerzähler und Schutzanzüge dabei, werden dann von dem bürgermeister erwartet und fahren ein paar Tage lang durch die versuchten und verlassenen Dörfer und interviewen dabei Familien, worüber sich Paul Neuhaus seine schriftstellerischen Gedanken macht. Sie müssen vor Wildschweinen flüchten, wälzen sich, wie schon beschrieben in der verseuchten Erde, was ich eigentlich auch nicht sehr nötig finde, deshalb habe ich das Buch aber nicht abgebrochen, denn ich will mich ja gern und freiwillig durch die dBp Longlist lesen.

Am Ende gibt es noch ein Abschiedsessen, da taucht dann der Ehemann auf. Der muß ins Krankenhaus, so begleitet seine Gattin ihn. Paul bleibt allein zurück, beziehungsweise sind  schon zehn Tage in einem anderen Hotel gebucht, wo er verlassen auf der Hotelterrasse sitzt, den Fujiyama beobachtet und über Gott und das Leben sinniert.

Dann kommt der Tag der Abreise, Mitsuko erscheint natürlich im Hotelbuffet, gesteht, daß sie schwanger ist und zu ihrem Mann ins Krankenhaus muß und ich habe wirklich nicht verstanden, von wem das ist? Denn, um eine Schwangerschaft festzustellen, braucht man wahrscheinlich mehr als zehn Tage oder irre ich mich da?

Es gibt auch noch einige andere beeindruckende schöne geschriebene Szenen, denn Adolf Muschg versteht ohne Zweifel sein Handwerk, obwohl, wenn ich schon wieder beim Motzen bin, mir ein Zweiundsechzigjähriger als fast Fünfundsechzigjährige nicht wirklich alt erscheint und, daß sich der Gedanken über eine mögliche Demenz macht, erscheint mir zu literarisch aufgesetzt.

Es gibt aber noch eine eher peinliche Szene von einem früheren Abendessen mit dem Bürgermeister, wo er sich nachher nackt im Bet vorfindet und nicht weiß, wer ihn ausgezogen hat?

Träume und Fieberfantasien gibt es auch und eine geheimnisvolle Karte, die ihm der Hotelportier nachträgt, als er ins Taxi steigt. Es gibt eine antike Schale, die er dem Paar mitbringen soll und dann einem Hotelangestellten schenkt und, wie schon beschrieben noch hunderttausend andere Einfälle, die eigentlich nicht zusammenpassen, so daß ich schon das Obige formulierte und dann innehielt und plötzlich dachte:

“Es ist ein geniales Buch, vielleicht oder gerade deshalb, weil man die Zusammenhänge nicht versteht. Aber sie sind auf jeden Fall bewußt oder unbewußt, das, was Adolf Muschg beschäftigte und daher für die Leserin interessant und jetzt noch ein paar Japan- oder andere Buchbezüge, weil das Japanthema in der Literatur derzeit sehr modern ist und ich, schreibe ich noch dazu, ja auch schon zehn Tage dort war, wenn auch natürlich nicht als Stipendiatin, wie die anderen, die dann ihre Japan-Bücher geschrieben haben.

Alina Bronskys  “Baba Dunjas letzte Liebe”, auch ein dBp Buch hat, das mit Tschernobyl versucht und Marion Poschmanns “Kieferninsel” führt uns in ein anderes, sehr lyrisches Japan und in einen Selbstmörderwald.

Die Gewitterschwimmerin

Buch sechs der LL des dBps handelt sowohl vom dritten Reich als vom DDR, etwas, das die Blogger ja nicht so lieben und erzählt wiederum sehr genau und von hinten nach vorn sowie umgekehrt, eine Familiengeschichte.

Die Geschichte der Tamara Hirsch und ihrer Eltern, sowie Großeltern. Die mir bis jetzt völlig unbekannte 1965 in Pakow geborene Franziska Hauser, die mit ihrem Debut schon auf der “Aspekte-Liste” stand, hat ihn geschrieben und auf dem ersten Blick hat mir das Buch sehr gut gefallen, liebe ich ja sowohl Holocaust- als auch DDR-Geschichten, auf dem zweiten könnte man sich wieder fragen, was das Neue an dieser Jahrhundertsaga ist, in der wieder alles hineingepackt ist,  sexuelle Mißbrauch, Selbstmord und Psychose,  Widerstandskampf, das Anpassen an die DDR und und und es tauchen sogar Sophie Freud und Margot Honecker darin auf, denn die Hirschs sind eine sehr bekannte Familie.

In zwei Strängen wird das erzählt, die 1951 geborene Tamara erzählt in der Ich Perspektive von 2011 bis zu ihrer Geburt zurück, während die übrige Familiengeschichte 1889 beginnt, das macht das Lesen und das Verstehen wie bei “Arichpel”, wo Inger Maria Mahlke etwas Ähnliches versuchte, etwas schwierig, weil man das, was man das liest oft erst viel später verstehen und einordnen kann.

Friedrich Hirsch, der 1893 geborene Großvater war jedenfalls Mathematiker und ein guter Lehrer, mußte in der NS-Zeit nach England fliehen, war verheiratet mit Ilse und der Sohn Alfred, Tamaras Vater, ist eigentlich wie Tamara selbst eine eher unsympathische Person, rennt er doch nicht nur allen Frauen nach, er mißbraucht auch seine Töchter und trennt sich nach dem Krieg von Esther, weil er von seinen diesbezüglichen Erfahrungen nichts mehr wissen will, heiratet Adele, eine ehemalige Krankenschwester und heimliche immer noch Katholikin, während Alfred der Schriftsteller, ein glühender Kommunist geworden ist.

1951 und 1954 werden seine Töchter Tamara und Dascha geboren und weil die Eltern viel verreisen, weil sie ja dem kapitalistischen Ausland, den Kommunismus beibringen müßen, werden die Mädchen von der Haushälterin Irmgard aufgezogen.

Tamara ist die wilde aufmüpfige, Dascha entwickelt bald eine Psychose, wird öfter schwanger und zur Abtreibung gezwuingen. Die brutalen DDR- Medizinmethoden werden recht eindringlich geschildert, wie es, und das ist jetzt wahrscheinlich wieder ein Spoiler für mich auch sehr beeindruckend war, wie die Nazi- und Pfarrertochter Adele nach der Geburt Tamaras ihren Vater bestellt und dann den Taufschein vor Alfred versteckt. Bei Daschas Geburt ist der Pfarrer dann nicht mehr da und Alfred schreibt Theaterstücker von schönen Traktoristinnen,  in denen sich die Arbeiter dann nicht erkennen, es ist also auch sehr viel Systemkritik in dem sicher sehr gut recherchierten Buch.

Tamara wird Puppenspielerin, bekommt zwei Töchter Henriette und Maja, die keine russischen Namen, wie sie und ihre Schwester bekommen sollen und durchläuft ihr Leben und ihre Männer, erlebt ihre Depressionen und besiegt die Schwieirigkeiten, denn sie ist eine starke wilde Frau, die gerne, wie schon der Buchtitel verrät, durch die Gewitter schwimmt.

Die dritte österreichische Buchpreisliste

Nun ist sie da, wahrscheinlich schön hinter der großen Deutschen verborgen, die österreichische lange Liste zum österreichischen Buchpreis, den es nun schon das dritte Mal gibt und Hurrah, meine Wünsche scheinen diesmal erfüllt und ich werde, was, angesichts des wachsenden Bücherstapel im Badezimmer, der mir schon fast ein schlechtes Gewissen macht, sehr schön ist, nur fünf beziehungsweise acht Bücher lesen müssen, denn fünf  von der Langliste habe ich schon gelesen, vier im Frühling und das fünfte, das eigentlich auch eine Frühjahrserscheinung ist, als erstes dBp und das habe ich mir noch dazu im Abverkaufskeller des “Weltbild-Ladens” in Bern um fünf Franken gekauft, beziehungsweise kaufen lassen.

Bei den Debut sind meine Schätzungen, die ich an Hand der gelesenen Bücher gegeben habe, nicht so ganz eingetroffenA aber da überwiegern, wie auch bei der Longlist, die O-töne, denn das diese eine Beziehung zum österreichischen Buchpreis haben, habe ich schon im Vorjahr festgestellt.

Alle drei, die darauf stehen, wurden bei den O-Tönen vorgestellt und daß Ljuba Arnautovics “Im Verborgenen”, das ich schon im Frühjahr angefragt habe, darauf stehen wird, war ich mir eigentlich besonders sicher, habe ich doch am Samstag beim verregneten Volksstimmefest bei Kaffee und Kuchen im Favoritner-Zelt gefragt, ob sie auf der Shortlist stehen wird?

“Das darf ich nicht sagen!”, hat sie geantwortet und nicht “Weiß ich nicht!” oder “Wer schön!” und dann davon gesprochen, daß es gerade nicht verfügbar wäre.

Also ein guter Schnitt, für die, die gerade Buch fünf des dBps beendet hat und eigentlich sehr schöne Bücher, obwohl interessant, das auch eines auf der Liste steht, das ich, sowie seinen Autor noch gar nicht kenne, aber das ist diesmal ein Einzelfall.

Also voila die Longlist und gleich, wenn vorhanden, die Verlinkungen:

  1. Mareike Fallwickl “Dunkelgrün fast schwarz”, hätte ich eigentlich nicht so erwartet oder auf die Debutliste getan, weil ja überall behauptet wird, daß es ein solches ist.
  2. Milena Michiko Flasars “Herr Kato spielt Familie”, wunderbar, denn das habe ich mir ja sehr gewünscht.
  3. Arno Geiger “Unter der Drachenwand”, die Doppelnominierung
  4. Gerhard Jäger “All die Nacht über uns”, das ist nun das mir unbekannte Buch und der mir unbekannte Autor aus dem “Picus-Verlag”
  5. .Hanno Millesi “Die vier Weltteile”, habe ich eigentlich nicht erwartet, aber fein, denn ich mag ja Hanno Millesi sehr, obwohl ich seine “Priessnitz-Preisverleihung” versäumte.
  6. Margit Schreiner “Kein Platz mehr” wieder fein, denn das habe ich mir gewünscht
  7. Robert Seetaler “Das Feld” hätte ich auch erwartet, weil es ja bei den O-Tönen war.
  8. Heinrich Steinfest “Die Büglerin”, fein, fein, denn ich habe es ja sehr bedauert, daß es nicht auf der deutschen Longlist stand.
  9. Josef Winkler “Laß dich heimgeigen Vater, oder Den tod ins Herz mir schreibe”, habe ich eigentlich nicht erwartet, ist aber das sprachspielerische Buch auf der List und vielleicht das Siegerbuch, ein Büchner-Preisträger sollte ja gewinnen und schade, daß das heuer Peter Henisch nicht kann, das tut mir wirklich leid, wie ich auch sehr bedauere, daß Norbert Gstrein nicht auf die Liste gekommen ist.
  10. Daniel Wisser “Königin der Berge”, ein bißchen erwartet, weil bei den O-Tönen und große Freude, weil ich noch nichts von Daniel Wisser gelesen habe, mal sehen, ob es kommt?

 

Und nun die Debuts:

Wie schon geschrieben, wurden alle drei von Daniela Strigl für dieO-Töne ausgewählt, die eigentlich auch auf der Liste stehen könnte, also wie schon verraten:

1.Ljuba Arnautovic “Im Verborgenen”, die ich schon in der “Gesellschaft” und bei den “O-Tönen” daraus lesen hörte

2. David Fuchs “Bevor wir verschwinden”, das habe ich auch schon gedacht und freut mich sehr, weil ich es sehr interessant gefunden habe und

3.Marie Gamilscheg “Alles was glänzt”, was ich auch bei den “O- Tönen” hörte.

Nun also fleißig in die Hände spuken und die Bücher, falls sie kommen, zwischen den deutschen, von dem ich inzwischen dreizehn Bücher auf der Liste stehen habe und fünf schon gelesen habe und den anderen Herbstneuerscheinungen, die  auch daraufstehen hätten könnten, einschieben und weil, was ich sehr bedauere Verena Roßbachers “Ich war Diener im Hause Hobbs” nicht darauf gekommen ist, werde ich mir Franziska Hausers “Die Gewitterschwimmerin” und Michael kupfmüllers “Tage mit Ora” auf die Radtour, um den <neusiedlersee mit der Ruth und dem Alfred mitnehmen.

Und nun noch zur Jury, in der diesmal Bernhard Fetz vom “Literaturmuseum”, Konstanze Fliedl, jens Jessen, Evelyne Polt-Heinzl vom Literaturhaus und  Bettina Wagner von der Seestadt-Buchhandlung waren.

 

 

 

Die deutsche Longlist, etwas verspätet

Für die, die sich vielleicht schon gewundert haben, warum ich diesmal nichts über die deutsche Longlist schreibe, obwohl ich doch so eifrig Buchpreis blogge und auch jetzt schon die Verlage angeschrieben habe, obwohl ich heuer ja eine Neuerscheinungsleserin bin, in meinen Badezimmerstapel in Wien an die zehn Herbstbücher warten von dem nur ein einziges auf der LL steht und wahrscheinlich während ich auf Urlaub war, noch eiige andere im Briefkasten oder im Postamt auf mich warten, ich war im Urlaub, in der Schweiz, während die für den deutschen Buchpreis nominierten, bekanntgegeben wurden und habe mich da zwar auch für die Liste interessiert, da ich aber auf einem Campingurlaub keinen Laptop mitgenommen habe, blogge ich erst jetzt darüber.

Erfahren habe ich die neue deutsche Longlist diesmal auch erst ein wenig später, weil der Alfred sich erst in Bern einloggen mußte und dann war ich enttäuscht, daß die Liste wieder einmal so ganz anders, als erwartet war, denn ich habe heuer ja, glaube ich, schon an die sechzig Neuerscheinungsbücher gelesen und hätte da eigentlich Heinrich Steinfest erwartet, Bernhard Schlick, Milena Michiko Flasar, Andre Kubitschek, Julia Schoch, Margit Schreiner, Helmut Krauser, Gunnar Kaiser, Wlada Kolosowa, Bücher, die mir sehr gefallen haben und eigentlich auch Norbert Gstrein, Robert Seethaler und dann habe ich wieder sehr viele von den Büchern, die auf der Lste standen nicht gekannt, von einigen schon etwas gehört, zwei habe ich bestellt und finde sie vielleicht schon vor, wenn ich demnächst nach Wien kommen werde und eines liegt schon über ein Monat in meinem Badezimmer, das Lesen ist sich aber urlaubsbedingt nicht ganz ausgegangen und ein anderes habe ich auf der Rückfahrt von der Schweiz schon zu lesen angefangen, damit ich ich trotz Urlaub nicht ganz in Verzug komme, aber davon sopäter.

Da ist sie also die Longlist 2018, die diesmal sogar von einem Blogger mitausgesucht wurde und wahrscheinlich, sofern die Bücher zu mir kommen, noch einige Überraschungen für mich enthalten werden:

  1. Carmen  Francesca Banciu “Lebt wohl ihr Genoßen und Geliebten”, noch nie etwas, glaube ich, von dem Buch, sowie von der Autorin gehört.
  2. Maria Cedilia Barbetta “Nachtleuchten”, ebenfalls.
  3. Maxim biller “Sechs Koffer”, hier ist es anders, den Autor kenne ich von seinen, meiner Meinung nach nicht sehr qualifizierten Äußerungen im literarischen Quartett, einen Erzählband habe ich auf der Leseliste, die “Sechs <koffer” könnten schon in der Krongasse oder auf dem Postamt auf mich warten und ich bin auf das Lesen sehr gespannt
  4. Susanne Fritz “Wie kommt der Krieg ins Kind”, das Buch habe ich glaube ich schon einmal auf einem Blog gesehen.
  5. Arno Geiger “Unter der Drachenwand”, das ist eines der Bücher, wo ich die Nominierung erwartet hätte, weil bei den O-Tönen vorgestellt und dann gehe ich am Mittwoch einen Tag nach der Verkündung, in Bern in die “Weltbild-Buchhandlung” in den Kellner mit den Abverkäufen, sehe es hat einen roten Punkt, kostet also nur fünf Euro, und weil “Hanser” ja nicht immer Bücher für  Blogger hat, habe ich es schon zu lesen angefangen.
  6. Nino Haratischwilli “Die Katze und der General” auch eines der Bücher, das ich bekommen sollte und von dem ersten Bestseller der Autorin habe ich natürlich gehört und sie hat auch schon in Göttweig gelesen.
  7. Franziska Hauser “Die Gewitterschwimmerin”, noch nie etwas gehört
  8. Helene Hegemann “Bunglow”, da gab es ja den “Plagiatsskandal”  wegen “Axolotl Roadkill”, das ich gelesen habe und von dem nominierten Buch habe ich, glaube ich,, noch nicht viel gehört.
  9. Anja Kampmann “Wie hoch die Wasser steigen” ist schon länger erschienen, zumindest hat mir Bozena Anna Badura sehr davon vorgeschwärmt, als ich sie im März in Essen besuchte.
  10. Andrea Klüssendorf “Jahre später”, davon habe ich schon gehört und das Buch auch bestellt, mal sehen ob es jetzt zu mir kommt?
  11. Gert Loschütz “Ein schönes Paar” mir auch ziemlich unbekannt.
  12. Inger Maria Mahlke “Archipel”, da hat die Autorin, glaube ich, 2012 beim “Bachmannpreis” gelesen, 2015 stand sie schon Mal auf der LL,  das Buch liegt schon länger in meinem Badezimmer. Der Ingrid K. habe ich es, als wir sie vor kurzem besuchten, auch geschenkt.
  13. Gianna Molinari “Hier ist noch alles möglich”, hat, glaube ich, auch beim “Bachmannpreis” gelesen und das Buch wurde, glaube ich, von den Bloggern auch auf die LL gewünscht und ich habe es, sowohl in Bern, als auch in Zürich in einigen Buchhandlungen liegen sehen, ist sie ja eine Schweizer Autorin.
  14. Adolf Muschg “Heimkehr nach Fukushima”, der Autor ist mir dem Namen nach bekannt, ich habe ihn glaube ich auch schon auf der “Buch-Wien” lesen gehört und das Buch, da der Autor auch ein Schweizer ist auch in den Schweizer Buchhandlungen gesehen.
  15. Eckhart Nickel “Hysteria”, hat auch 2017 beim Bachmannpreis gelesen.
  16. Josef Oberhollenzer “Sülzrather” den Namen des Autors habe ich, glaube ich, schon einmal gehört, sonst weiß ich über ihn und das Buch aber nicht sehr viel.
  17. Susanne Röckel “Der Vogelgott”, wurde, glaube ich, von Cornelius Hell bei der letzten Leseauslese in der “Gesellschaft für Literatur” sehr empfohlen.
  18. Mathias Senkel “Dunkle Zahlen” auch sehr unbekann.t
  19. Stephan Thome “Gott der Barbaren”, der Autor stand glaube ich schon auf den deutschen Listen und ich habe, glaube ich, ebenfalls ein paar ungelesene Bücher von ihm.
  20. Christina Viragh “Eine dieser Nächte”, ebenfalls nicht sehr bekannt.

Sehr viele Frauen, sehr viele kleinere unbekannte Verlage und wenig Österreicher könnte man auf dem ersten Blick so sagen. Nach dem Arno Geiger, werde ich wahrscheinlich die Mahlke und auch heuer wieder drei oder viergleisig lesen und kann wieder nur darauf hinweisen, es gibt sehr viele Bücher und auch wenn ich heuer soviele Neuerscheinungen, als nie zuvor gelesen habe, bürgt die Longlist für Überraschungen, da kann man nichts dagegen machen und es ist ja auch egal.

Vier und zwei aus zwanzig

Ich werde immer besser, habe ich ja diesmal schon zwei Bücher aus der deutschen Buchpreisliste gelesen und viermal auch richtig geschätzt.

Aber ja, natürlich, wenn man bedenkt, daß es es paar tausend belletristische deutschsprachige Neuerscheinung gibt, ganz gut, ich hätte, wenn ich so den Prognosen der Buchpreis- und anderen Blogger folgte, zwar auch besser sein und mehr Treffer haben können, aber, wie sage ich immer “Es gibt zu viele Bücher und ich freue mich darüber!”

Für die, die sich jetzt nicht auskennen und meinen, daß ich unverständliches Zeug vor mich hinbrabble, es geht um den deutschen Buchpreis und die Longlist, die heute bekanntgegeben wurde.

Ja, in Deutschland ist das kein Feiertag, zumindestens nicht überall, in München, glaube ich, schon, denn da habe ich von “Hanser” bezüglich meiner Rezensionsanfrage ein entsprechendes Mail zurückbekommen.

In Frankfurt aber nicht und so hat mir die liebe Frau Michaelis von FVA noch bevor ich auf die Liste gegangen bin, geschrieben,”Hurrah, hurrah, Julia Wolf ist auf der Liste!”

Da stieg natürlich die Spannung und die Hoffnung, daß ich jetzt nicht mehr so viele Bücher lesen muß, es bleiben aber achtzehn, so fern sie zu mir kommen werden, denn außer “Herr Nowak bleibt liegen” ist  noch Feridun Zaimoglus “Evangelio” nominiert und den würde ich auch sehr den deutschen Buchpreis wünschen.

Es sind aber noch andere “Wiederholungstäte,r” wie Jens Lüscher, Ingo Schulze und Mirko Bonne nominiert, die ihn vielleicht auch haben wollen.

Von meinen zwei anderen richtigen Schäthzungen war also auch Jonas Lüschers “Kraft” und höre und staune Franzobels “Floss der Medusa” dabei und, was ich ein wenig schade find,e Uwe Timms “Ikarien” nicht und auch nicht “Hannes Steins “Nach uns die Piguine, das ich vor kurzem ausgelesen habe und eigentlich ganz sicher war, daß ich es auf der Liste finde.

Bevor ich die jetzt im einzelnen durchgehe und schreibe, welche der nominierten Autoren ich kenne und von welchen ich noch nie etwas gehört habe, ja die gibt es auch und gibt es wieder, obwohl ich mich ja wirklich jedes Jahr genau mit der Liste beschäftige und spekuliere, wer darauf stehen könnte, vielleicht noch ein paar Worte zu meiner deutschen Buchpreisgeschichte, die habe ich zwar schon gebloggt, aber ich bin ebenfalls eine Wiederholungstäterin.

Bis 2008 ist der ja, glaube, ich ziemlich an mir vorbeigegangen. 2009 hat dann Christiane Zintzen auf “Inadäquat” das es ja leider nicht mehr gibt, von ihm berichtet und auch auf das Longlistenheftchen” aufmerksam gemacht.

Das habe ich dann 2009 gesucht und in Österreich nicht bekommen und 2013 kam Mara Giese auf die Idee mit vier anderen Bloggern die Aktion “Fünf lesen vier” zu kreiiren, da habe ich schon Blut geleckt und eigentlich schon anfragen wollen, mich aber zurückgehalten, denn ich habe ja schon eine so lange Leseliste und ob die deutschen Verlage mir nach Österreich was schicken werden?

2014 gabs dann dort die “Longlistenleseaktion” , da habe ich “Kastelau” gewonnen und, glaube ich, auch schon was gelesen oder auf den Regalen und 2015 kamen dann die offiziellen Blogger, was mich damals ärgerte, daß da alle “Danke, danke!” schrieen und ich dachte, das kann ja eigentlich jeder machen, die Bücher lesen und darüber schreiben, dafür muß ich man  nicht eigens nominiert sein.

Was sich als Irrtum herausstellte, denn man kann natürlich lesen und die Verlage schicken sie einem auch, 2015, zehn und im Vorjahr waren es schon 19, die deutsche Buchpreisseite verlinkt einen aber nicht und als im Vorjahr “Buzzaldrin” mit einiigen anderen “Einen Buchpreis Blog” gründeten, wurde ihr, glaube ich, von einem der offiziellen Blogger vorgeworfen, daß das unfair wäre.

Verstehe ich nicht, aber jetzt gibt es einen “Bloggeraward”, für den ich mich übrigens auch beworben habe und wenn man den gewinnt, wird man im nächsten Jahr offizieller deutscher Buchpreisblogger.

Nun ich gewinne sicher nicht und werde heuer zum dritten Mal inoffiziell mitbloggen, die Bücher lesen und über meine Leseerfahrungen schreiben und ein Monat später, wenn dann die österreichische Buchpreisliste verlautbart wird, werde ich das Ganze noch im Inland wiederholen.

Ja, ja, wie jedes Jahr habe ich wieder ordentlich mitgefiebert und meine Spekulationen gemacht, wie schon geschrieben, bis zehn Bücher hätte ich schon gelesen haben können. ich habe nur zwei, jetzt aber die entsprechenden Verlage angefragt und da in Österreich  Feiertag ist, vorerst nur einige Abwesenheitsnotizen bekommen, aber nun denn, ich bin gespannt, lese gerade für die, die es interessiert Tim Krohns “Erich Wyss übt den freien Fall”, das auch nicht auf die Liste gekommen bin und kenne einige Autoren von der Liste und einige nicht.

Da wäre 1. Mirko Bonne “Lichter als der Tag”, das ist, glaube ich, ein Wiederholungstäter und zwei seiner Bücher, nämlich “Nie mehr Nacht” und der “Eiskalter Himmel” habe ich auch auf meiner Leseliste, bziehungsweise in meinen Regalen und den Autor schon einmal in der “Gesellschaft für Literatur” lesen gehört. Von dem Buch habe ich noch nicht viel gehört und bin gespannt, ob es zu mir kommt?

2. Gerhard Falkner “Romeo und Julia” Der stand mit “Apollokalypse” im Vorjahr schon auf der langen Liste.

3.Franzobel “Das Floss der Medusa”, ja, das habe ich geschätzt, den Autor, den ich ja als Österreicherin bestens kenne, mit ihm auch in der “Ohrenschmaus-Jury”bin und ihn auch schon “Vor der Vermarktung” und bei den “O-Tönen” daraus lesen gehört. Ich wünsche ihm alles Gute, eine Nomionierung auf den öst Bp und einen Platz auf der Shortlist und hoffe, daß ich es lesen kann, obwohl mir das Thema, das Menschenfressen, ja eigentlich nicht so liegt.

4.Monika Helfer “Schau mich an, wenn ich mit dir rede”, ein Buch das fast an mir vorbei gegangen wäre, obwohl Monika Helfer mit Michael Köhlmeier ja, glaube ich, im Mai daraus in der “Alten Schmiede” gelesen hat, aber da hatte ich Kliententermine und es ist sich nicht mehr ausgegangen hinzugehen.

5. Christoph Höhtker “Das Jahr der Frauen”, noch nie etwas von Buch und Autor gehört. Ich bin gespannt.

6.Thomas Lehr “Schlafende Sonne”, da habe ich schon einiges gelesen, auf den Tip wäre ich aber nicht gekommen.

7. Jonas Lüscher “Kraft”, von dem Buch habe ich inzwischen so viel gehört und  und gelesen, daß es mir klar war, daß es auf die Liste kommt, es ist übrigens auch für das Debut nominiert, was ich aber etwas komisch finde, da er ja schon  2013 mit “Frühling der Barbaren” nominierrt war. Gut da steht “Novelle” darauf, der dBp ist aber im Unterschied zum öst ein Romanpreis, also liebe Fachexperten, vielleicht doch ein bißchen genauer nominieren und definieren!

8..Birgit Müller-Wieland” “Flugschnee”, eine wahrscheinlich unbekannterte österreichische Autorin, die aber Katja Gasser bei der letzten “Leseauslese” in der “Gesellschaft” sehr lobte. Vielleicht hat sie sich für sie eingesetzt. Ich bin gespannt.

9.Robert Menasse “Die Hauptstadt”, ein Autor den ich selbstverständlich kenne und ihn auch immer wieder bei Lesungen und bei Preisverleihungen sehe, daß er ein neues Buch hat, darauf bin ich erst in den letzten Tagen durch die Blogvorschauen gekommen. So habe ich ihn nur auf meine östBpliste gesetzt, bin aber gespannt und hoffe “Suhrkamp” schickt mir das Buch, aber die gehen, gaube ich, sehr sparsam mit Rezensionsexemplaren um.

10.Jakob Nolte “Schreckliche Gewalten” wieder einer von den mir bisher unbekannten Autoren.

11.Marion Poschmann “Die Kieferninsel”, war schon mit der “Sonnenposition” nominiert, das Buch habe ich mir, glaube ich, zum Geburtstag oder zu Weihnachten gewünscht und bin jetzt gespannt, denn Frau Poschmann ist eine sehr lyrische Autorin.

12.Kirsten Preiwuß “Nach Onkalo”, da habe ich die Autorin einmal beim “Bachmannpreislesen” gehört und,  glaube ich, auch ein Buch in meinen Regalen, das ich mir beim letzten Literaturhaus-Flohmarkt kaufte.

13. Robert Prosser “Phantome”, die Überraschung für mich und auch, daß er nicht mehr bei “Klever” verlegt, aber dann wäre er vielleicht nicht auf die LL gekommen, unke ich einmal oder hat ihn Katja Gasser die Jurysprecherin vorgeschlagen, die ihn wahrscheinlich kennen wird?

14. Sven Regner “Wienerstraße”, da habe ich  “Herr Lehmann” gelesen. Ich bin schon des Titels wegen, der aber wahrscheinlich in Berlin spielt, gespannt.

15 Sasha Marianna Salzmann “Außer sich”, auch noch nie etwas gehört, ich bin gespannt.

16.Von Ingo Schulze habe ich schon einiges gelesen,  er war mit “Adam und Evelyn” auch schon mal nominiert und, ich glaube, auf der Shortlist sogar.

17.Michael  Wildenhain “Das Singen der Sirene”, wieder ein mir völlig Unbekannter und spannend, wie viele Bücher an einer vorbeigehen können, auch wenn sie sich wirklich sehr dafür interessiert.

18.Julia Wolf “Walter Nowak bleibt liegen”, die erste Leseersparnis, von der Autorin habe ich im vorigen Sommer das erste Mal gehört, als sie mit einem Ausschnitt daraus in Klagenfurt gelesen hat, dann kam Bodo Kirchhoff auf die LL, ich habe bei FVA angefragt und die liebe Frau Michaelis schickt mir seither ihre Vorschauen.

19.Christe Wunnike “Katie”, stand schon 2015 auf der Longlist und wurde auch von etlichen Bloggern auf die LL gewünscht und

20. Feridun Zaimoglu “Evangelio” zum Lutherjahr, das Buch eines Türken über den berühmten Reformer.

Zaimoglu war, glaube ich, schon einige Male nomioniert, 2015 mit “Siebentürmeviertel”, da gings nach Istanbul, jetzt auf die Wartburg. Ich habe das Buch im März nach Leipzig mitgenommen und deshalb Clemes Meyer, der ja 2013 damit auf der Shortlist stand “Am Stein” im Badezimmer liegen lassen. Jetzt liegt es auf dem Harlander Küchenschreibtisch und wartet und wartet, ob ich in diesem Jahr noch zum Lesen komme?.

So, das wars im Schnelldurchgang. Wenn  ich die Bücher lese, werde ich mehr über die Autoren schreiben. Ich freue mich darauf, denn ich finde das Buchpreislesen wie man sich wahrscheinlich denken kann, sehr schön und spannend. Auch wenn ich weiß, daß es nicht der beste Roman sein kann, der da gekürt wird. Das heißt ja jetzt, glaube ich, auch nicht mehr so und, daß es viele viele andere schöne neue Bücher gibt, die nicht auf dieser Liste stehen.

Ein paar davon habe ich und werde ich wahrscheinlich auch noch lesen und so finde ich es spannend, daß ich nicht alles treffe und nicht alles gelesen habe.

Denn so kann man immer wieder neue Autoren kennenlernen, die bisher an einer vorbeigegangen sind.

Und jetzt lesen, lesen, lesen, ich bin sschon dabei, obwohl diesmal noch nichts von der  LL ungelesen auf mich warten und mir die österreichischen Verlage, die mir ja meistens die PDFs schickten, fast alle geschrieben haben, “Feiertag, (Dumpfie), wir melden uns dann wieder!”

Große Überraschung auf der Longlist

Da habe ich mir ja in den letzten Wochen so meine Gedanken gemacht, was da heuer auf der Longlist stehen könnte, habe mir die sechs Bücher gewünscht, die ich von den Neuerscheinungen schon gelesen habe oder auf dem Nachtkästchen liegen und bei den anderen offiziellen und inoffiziellen Bloggern ihre Wunschlisten durchgeschaut, so daß ich mir ein genaues Bild machen konnte und am Schluß dann schon ziemlich sicher war, was dann auf dieser Liste stehen könnte.

Köhlmeier und Glavinic ganz klar, Gstrein vielleicht und auch Sabine Gruber, Julie Zeh, Tilman Rammstedt, die beiden Bücher mit den ausländischen Autorinnen, vielleicht auch der Broken Speaker Tomer Gadi, um Sylvie Schenk habe ich gehört, kommt man nicht herum , Isabelle Lehns “binde zwei Vögel zusammen”, Jakob Hein “Kaltes Wasser” und und und.

Und dann kam die große Enttäuschung oder Überraschung, denn enttäiuscht werde ich nicht sein, ganu egal was auf dieser Liste steht, habe ich gestern noch Tobias Nazemi gemailt, der glaube ich, auch ganz andere Vorstellungen hatte, denn fast lauter unbekannte Bücher und ich habe auch kein einziges davon gelesen oder auf meinem Nachtkästchen liegen, wohl aber schon von einigen gehört und bei einigen bin ich auch auf Lesungen gewesen, für Favoriten hätte ich die meisten aber trotzdem nicht gehalten.

Macht aber nichts und so sieht man wieder, wie man sich täuschen und verspekulieren kann.

Die Jury macht es dann immer wieder anders und ich würde fürs Erste sagen, es ist eine spannende Liste und ich werde viel neues erfahren, wenn ich die Bücher bekomme.

Angefragt habe ich sie schon alle, da fünf davon aus den “Fischer-Verlag” sind, war das gar nicht so umständlich und von fünfen habe ich auch schon Nachricht erhalten, daß ich sie bekommen werde, beziehungsweise habe ich von Hans Platzgumers “Am Rand” und von den “Jung-und Jung-Büchern” schon das PDF erhalten,  so daß ich gleich mit dem Lesen beginnen, beziehungsweise es mir am Freitag am E-Book Reader auf den Berg mitnehmen kann, denn das Buch, das ich jetzt lese, wär mir  ohnehin zu dick dazu.

Also gehen wir sie durch, die spannende neue Buchpreisliste:

Da steht einmal Akos Doma “Der Weg der Wünsche” aus dem “Rowohlt Verlag” darauf, ein Buch, von dem ich bisher, glaube ich, noch nicht sehr viel gehört habe.

Bei Gerhard Falkners “Apollokalypse” aus dem “Berlin-Verlag” geht es mir ebenso.

Dafür kenne ich Ernst-Wilhelm Händler wenigstens vom Namen, er stand auch schon auf der Liste, eines seiner Bücher habe ich, glaube ich, auch auf meiner Leseliste oder war schon bei einer Lesung, die anderen Blogger haben “Hundervierzehn” glaube ich, auch als Favorit genannt.

Von Reinhard Kaiser-Mühleckers “Fremde Seele, dunkler Wald”, habe ich auch noch nichts gehört, wohl aber “Wiederstehen in Fiumcino” und den “Langen Gang durch die Stationen” gelesen und den Autor auch einige Male bei Lesungen gehört.

Bodo Kirchhoffs “Widerfahrnis”, das ich bekommen werde, haben sich, glaube ich, auch einige der Blogger auf die Liste gewünscht.

Michael Kumpfmüllers “Die Erziehung des Mannes” war für mich auch eine Überraschung, ich habe ihn aber schon in Leipzig auf dem  blauen Sofa daraus lesen gehört.

Von Katja Lange-Müllers “Drehtür habe ich, ebenso wie von Dagmar Leupolds “Die Witwen” bei “Jung und Jung” erschienen, noch nicht sehr viel gehört.

Vom Thomas Melle habe ich schon ein “Buchpreisbuch” gelesen, dieses ist mir ebenfalls so gut wie unbekannt.

Hans Platzgumers “Am Rand” habe ich schon erwähnt, da habe ich auch gedacht, daß es eventuell auf die Liste kommen könnte, hätte aber eher an die österreichische gedacht und bei der Lesung  in der “Alten Schmiede”, hat mir auch nicht so gefallen. Mal sehen, ob ich jetzt eine Überraschung erlebe und schreiben werde, “Ich habe mich wieder geirrt!”

Bei Eva Schmidt “Ein langes Jahr” ist es ähnlich, da war ich bei einer Lesung in der “Alten Schmiede”, mein Eindruck war eher neutral, daß es auf die Liste kommt, hätte ich eher nicht gedacht, es wurde aber von einigen Bloggern empfohlen.

Michelle Steinbeck “Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch” ist  ein Buch aus einem Schweizer Verlag mit einem sehr originellen Titel. Ich bin gespannt und neugierig, mal sehen, ob es zu mir kommt.

Daß Peter Stanm mit “Weit über das Land” auf die Liste kommen könnte, hätte ich dagegen eher vermutet und habe von ihm auch schon einiges gelesen und ihn auf Lesungen gehört.

Thomas von Steinaecker sagt mir auch nicht sehr viel. Sein “Die Verteidgung des Paradieses” wurde aber von einigen Bloggern gewünscht und dann kommt Anna Weidenholzer, deren literarische Karriere ich ja ähnlich wie die der Valerie Fritsch auch schon sehr lang verfolge.

Sie verlegt jetzt bei “Matthes und Seitz-Berlin”, deshalb habe ich nur auf einen Blog erfahren, daß sie ein Buch “Weshalb die Herren Seesterne tragen” geschrieben hat. Matthes und Seitz, die mir im Vorjahr das “Buchpreisbuch” nicht schickten, hat mir aber schon geschrieben, daß ich es bekommen werde, fein und dann bleibt noch Philipp Winkler mit einem Buch namens “Hool” über, auch noch nichts davon gehört, weder von Buch noch vom Autor.  Es ist aber “Aufbau” erschienen, so daß ich es wahrscheinlich bekommen werde und Ronja von Rönne und Jan Böttger, auf die ich eigentlich gehofft habe, stehen nicht darauf, wie schade.

Und jetzt lesen, lesen und in die Finger spuken, denn in zwei Wochen gibt es ja die andere “Buchpreisliste” und viellecht stehen da Köhlmeier, Gstrein, Gruber, Glavinicund hoffentlich die Frau Mairöcker, die ich mir ja als Favoritin wünsche, darauf.

Und nachschauen was die offizielle und die inoffiziellen Blogger von der Longlist halten, wie empört oder zufrieden sie damit sind, werde ich natürlich auch und meinen Lesern berichten, wie es mir bei Lesen geht, welche Bücher ich bekomme werde, welche Erfahrungen ich beim Lesen mache, Lust, Frust, etcetera.