Zur Buch Wien

Jetzt also zur “Buch-Wien”, der Vergleich zu Frankfurt und Leipzig viel kleinere Messe, die der Hauptverband des Buchhandelns seit 2008 mit großen Engagement ausrichtet.Ich war immer dabei, 2021 in den hehren Covid-Zeiten nicht, aber sonst wieder akkredidiert und am Montag mit der österreichischen Buchpreisvverleihung begonnen und am Mittwoch hat es schon um fünf mit der Eröffnungsrede von E. J. Kennedy begonnen, wozu offenbar jeder kommen konnte. Bisher gab es die Eröffnung extra und dann seit einigen Jahren die “Lange Nacht der Bücher” und die Vips haben sich dann den Wein und Brötchen etcetera gegeben.

Benedikt Föger hat eröffnet und natürlich eine Brandtrede gegen den Antiseminitsmus gehalten. Es war alles reserviert und ich bin wieder ziemlich hinten gesessen.

E. J. Kennedy, die schottische Autorin hat eröffnet und dann ging ich einmal in den Vip-Bereich. Das Eintrittsticket plus herzeigen und dann hinein in den speziellen Bereich. Die Andrea Stift habe ich gesehen, den Anton Thuswalder wegen dem “Gegenkanon-Aurufer” angesprochen und dann zur Donau-Louge, Da gab es eine Eröffnung mit der Kuturhauptstadt Temeswar, Bad Ischl und Balaton und ich habe mich eifrig gemeldet.

Falsche Aussagen getätigt, dann doch den Goodie Bag bekommen und von der Anna habe ich einen sechzig Euro Gutschein bezüglich meines morgendlichen siebzigsten Geburtstag bekommen.

Was löse ich a beim “Thalia” ein? Den Drago Jancar natürlich und die “123 Kilometer bis Ljubijna” natürlich, aber das hatten sie nicht. Die jungen Mäfchen dort haben mir eifrig die Bücher gesucht und ich habe dann, was ich ohnehin schon wollte zur Johanna Sebauer gegriffen. Die Annemarie Türk hat mir das Buch am Sonntag versprochen und jetzt hinein in den Traumurlaub. Vier Tage “Buch Wien” mit dem literarischen Geburtstagfest und das Buch des Peter Gstöttmaiers, das ich ja lektorieren durfte, wird am Donnerstag auf der “Standard Bühne” präsentiert.

Das ging mit einem Spaziergang durch die Innenstadt, durch den Prater und durch die WU los. Eigentlich ein schöner Weg zum Munterwerden und dann habe ich auf der ORF Bühne noch einen Teil über August Schmölzers neues Buch, das er zu seinem Film geschrieben hat, gehört. Dann folgte der 1939 in Wien geborene ehemalige Profilredakteur Peter Michael Lingens, der ein Buch über sein “Jahrhundert ” geschrieben hat. Denn er hat ja Größenm wie Hannes Androsch und einen palästinensischen Minister gekannt.

Das wird wahrscheinlich sein letztes politisches Buch sein, während er vielleicht noch ein kleines Gedichtbändchen herausgeben wird. Dann habe ich mir Maja Haderlap zu ihrem neuen Buch angehört und gedacht, daß ich danach vielleicht noch meine Meinung über “Nachtfrauen” ändere? Habe ich eher nicht. Dann kam Amir Gudarzi, dessen Buch ich noch lesen muß. Ich bin aber zur Kinderbühne gegangen, weil da Michael Hammerschmid, den Kindern einen Gedichtband, glaube ich, vorlas. Was aber etwas schweirig war, weil die Schulkinder, die am Vormittag die Messe füllten, nicht richtig zuhörten. Ich wollte ihn auf die Gstöttmeier-Veranstaltung aufmerksam machen. Er war dann noch ein bißchen auf den verschiedenen Ständen zu sehen, aber wahrscheinlich nicht bis fünf, also bringe ich ihm das Buch am Montag wahrscheinlich in die “Alte Schmiede”.

Dann habe ich mich ins Cafe gesetzt, mir zuerst einen Hamburger, Pommes frites und dann ein Glas Zweigelt geholt und dafür über zwanzig Euro bezahlt. Den Kaffee gabs beim ORF- Bus. Da habe ich eine Stammbesucherin und möglicherweise Christl Greller getroffen, die aber mit Maske schwer zu erkenne war. Dann kam ich in ein Mittagstief und dachte wieder “Was soll ich da vier Tage lang? Das kenne ich doch schon alles und interessiert mich auch nicht so besonders!”

Bin aber herumggeschlendert, habe mir die Stände angeschaut, die mir eher klein und unbekannt vorgekommen sind, den Conny getroffen, mit ihm ein Buch getauscht und auf der Donau Lounge wurden zwei neue Bücher der ukrainischen Österreichbibliothek vorgestellt, die man sich dann beim Auslandkulturstand holen konnte. So wurde es langsam fünf und da trat Peter Gstöttmeier, bzw. seine Schwester auf der “Standard-Bühne” auf und stellten das neue Buch “Lebenszeichen gut und schön” vor, das ich ja lektorieren durfte und bin dann ins Theatermuseum gefahren, wo Heinz Bachmann, das Buch über seine Schwester Inge, die ja vor fünfzig Jahre umgekommen ist, vorstellte.

Am Freitag gabs dann vor der ORF Bühne viele Kinder und darauf Thomas Brezina, der sie zu kleinen Detektiven machten und Plakate verteilte, die er dann signierte. So geht es also das junge Publikum zu bewegen und wenn sie dann noch Bücher lesen, ist das sehr schön.

Martina Parker präsentierte sehr enthusiastisch ihren neuen Gartenkrimi und bei Jo Nesbö bin ich dann zur “Donaulounge” gegangen, wo die derzeitige MQ- Stipendiatin Sasha Salzmann mit Daniela Strigl ihr zweites Buch präsentierte. Mittagessen Sacher- oder Gerstlwürstl und dann noch Kaffee und Kuchen und Hans Rauscher erklärte auf einer sehr vollen Bühne, was von einem Kanzler Kickls zu halten wäre. Der “Schweizer Buchpreis” wurde vorgestellt und auch das Ö1 Buch des Monats und am Schluß wurde es wieder kriminalistisch, als Philipp Gravenbach seinen ersten Thriller vorstellte. Dann wäre nochKlaus Amann mit seinem Lavant-Buch, gekommen, da bin ich aber schon gegangen um nicht zu spät zu meinen literarischen Geburtstagsfest zu kommen.

Am Samstag ist es wieder losgegangen. Da ist zwar beim Wegräumen kurz der Strom ausgegangen und auch kein Internet und habe den Messetag mit der Präsentation des Erzählbandes der slowenischen Autorin Mojca Kumerdej “Unter der Oberfläche ” auf der “Donau-Lounge” begonnen. Dann bin ich zur ORF-Bühne geswitscht, weil dort Marlene Streeruwitz ihre “Tage im Mai”” präsentierte und bin dort auch nicht lang geblieben, denn auf der “Standard-Bühne” gab es einen Podcast über amerikanische Bücher aus den Neunzehndreißigerjahren, die jetzt wieder entdeckt wurden. Dann habe ich mir bei der Bude beim Literaturcafe eine Backhendlbox geholt, den Spritzer habe ich mir diesmal mitgenommen, um vier Euro neunzig einzusparen. Dafür Melange und Kuchen, die auch acht Euro dreißig kosteten.

Die Diskussion mit Ingrid Brodnig und Liz Hirn zur künstlichen KI habe ich versäumt, weil zu voll, dafür aber Luca Kiesers Diskussion über sein Buchpreisbuch,, das ich noch lesen muß gehört und um drei habe ich dann auf Johanna Gradl vom DTV Verlag gewartet, die mir und zwei anderen Buchbloggern ihr Frühlingsprogramm im Literaturcafe vorstellte. Dann wieder “Donau-Lounge”, Stefan Teichgräber getroffen und mit ihm über “Birobidschan” diskutiert, das ja ein ähnliche Thema hat, wie das Buch das er bei seinem “Lenz” präsentierte und dann gings wieder zur ORF-Bühne bzw. zur Frage “Was aus den Grünen wurde”

Lena Schilling, Sigi Mauer und die zwei Wablers haben mit Petra Stoiber darüber diskutiert, die abwehrte, als sich eine Frau aus dem Publikum in die Diskussion einmischten wollte. Denn das durfte man offenbar nicht. Bei der “Donau-Lounge, wo ich den Rest des Messetages verbrachte, schon. Da hat sich Cornelius Hell erkundigt, ob das Publikum Fragen hat und anschließend ging es ins Collegium Hungarium, wo wieder diese ungarische Zeitschrift, die auf Englisch in Amerika erscheint, präsentiert wurde und Franzobel, Michal Hvorecky und Anita Moscat ihre Texte lasen, die zum Teil um Tere zum anderen um die Zukunft der Kultur gingen. Dann gabs einen guten Rose zu trinken und jetzt auf in den vierten und letzten Messetag, der für mich auf der ORF-Bühne mit einem Gespräch und einer Lesung aus Eva Rossmanns zweiundzwanzigsten Mira Vanlensky-Krimi “Flying Dinner” begann und da kann ich mich erinnern, daß sie ihren ersten gemeinsam mit meinen “Wiener Verhältnissen” auf dem Festival von Richard Pils vorstellte.

Vorher auf dem Klo habe ich Susanne Ayoub zugenickt, die ihren Krimi “Rondo Veneziano” auf der “Standard-Bühne” vorstellte. Auf der “Radio Wien-Bühne” ging es in Oliver Scheibers Buch um die”Krise der Volkspartei”.

Ja, die “Buch-Wien” war sehr politisch und so diskutierten auf der “ORF-Bühne” Natascha Strobl mit Robert Menasse und einem kritischen SPÖ-Mitglied über das “Prinzip Hoffnung”. Nach der Käsekrainer- Box gings dann zur “Donau Lounge”, wo das Außenministerium zwei ihrer Kulturprogramme vorstellte. Da gab es einmal die literarischen Dialoge “Wot da Future” und dann den vierten Band der Kulturkontakte. Andreas Unterweger und Marie Gamilscheg haben ihre Texte gelesen und die Bände konnte man sich beim Außenministeriumkulturstand mitnehmen.

Da habe ich den Ö1 Qiiz versäumt, zu dem ich mich angemeldet, aber nicht genommen wurde. Macht ja nichts. Gabs ja bis fünf noch genug Programm auf den fünf Bühnen. Zum Beispiel hat Gabriele Kögl, das bemühte GAV-Mitglied, aus ihren “Brief vom Vater” gelesen, um nicht nur politisch zu sein und der Journalist Gerhard Jelinek, glaube ich, hat ein Buch über das Jahr 1924 geschrieben und da war interessant, das damals, als mein Vater zwölf war und meine Mutter neun, der Schilling eingeführt wurde und das Radio. Dann gings wieder in die Gegenwart, nämlich zum Rechtsruck in Deutschland und in Österreich oder zu der Frage was die FPÖ mit der AfD verbindet?

Dann wars schon fünf und die Messe schloß ihre Toren und ich habe noch ein paar Goodie-Bücher, nämlich Goran Vojnovics “18 Kilometer bis Ljubjana” gespendet von der lieben Annemarie Türk. Dann Roland Innershofers Studie über Hugo von Hofmannsthal, das gemeinsam mit den literarischen Dialogen, in der Außenministeriumskiste lag und der liebe Conny, der zwar nicht zu meinen Geburtstagsfest kam, hat mir ein Buch, das er wahrscheinlich von einem der Bibel-Stände hatte, überreicht, so daß ich mich über die “Wege zur Gesundheit” informieren kann, was gut sein kann, da mich die fünf Tage Messe obwohl ich diesmal immer zurück mit der U-Bahn gefahren bin, sehr erschöpften.

Spannend, spannend die fünfzehnte Buch-Wien. Wie Benedikt Föger sie empfand, kann man wahrscheinlich auf der Hauptverbandseite lesen. Ich habe ein paar Bücher mitgebracht, ein paar interessante Begegnungen gehabt und cirka achtzig bis hundert Euro für das Essen ausgegeben und nun geht es weiter mit dem Lesen. Stehen da ja noch einige deutsche Buchpreisbücher und die ganzen schweizer, wo der Preis nächsten Sonntag vergeben wird, auf meiner Liste.

Wieder normale Buch-Wien

Die “Buch-Wien” gibt es seit 2008 und ich war jedes Jahr dort und habe mir sozusagen einen literarischen Kurzurlaub gegönnt. Jedesmal bis 2020, denn da gab es ja keine “Buch-Wien” wegen Corona und im Vorjahr gab es zwar eine aber nur mit 2G, Maske, etcetera. Also da bißchen, was man konnte gstreamt und als ich mich heuer akkreditierte war auch nicht ganz klar, ob es dann nicht wieder Maskenpflich geben würde, gitt es aber nicht und so bin ich heute wieder zur Eröffnung hinausgepilgert.

Ich bin ja meistens zu Fuß hingegngen und nur hin und wieder, wenn es sein mußte mit der Straßenbahn. Jetzt geht das aber nicht wegen der Maskenpflicht, die immer mehr Wissenschaftler für unsinnig halten.

Aber gut gehen ist angeblich gesund. Nicht so sehr wahrscheinlich, wenn man dicke Buchpakete mit sich schleppt, also habe mich da zurückgehalten. Ein paar Bücher, Karten und Prospekte sind es aber doch geworden und die Eröffnung hielt wieder Benedikt Föger, dann die Stadträtin und die Staatssekretärin für Kultur gehalteen und zum Schluss folgte die Eröffnungsrede von Herfried Münkler “Wohn geht Euroa?”, dann folgte die “Lange Nacht der Bücher mit Lukas Resetarits. Da bin ich aber in der Presse oder Vip-Lounge gewese, habe Wein getrunken, Brötchen gegessen und mich mit Gustav Ernst, Julia Danielczyk, etcetera unterhalten. Alexandra Milner hat mir eine Einladung zu einer Drach-Tagung gegebrn.

Der ehemalige Bürgermeister Michael Häupl hat sein Buch “Freundschaft” vorgestellt, einen Poetry Slam gab es auch und die Eröffnung der Donau Lounge gab es auch und am Donnerstag ging es am Vormittag mit dem Kinderprogramm und den Schulklassen, die durch die Hallen flitzten und einen Fragebogen ausfüllen sollten, weiter.

Ich bin auf Der ORF-Bühne zu Andreas Salcher zurechtgekommen, der offenbar während der Pandemie ein Buch über die Erschöpfung geschrieben hat. Dann kam Hera Lind mit ihrem Erinnerungsbuch “Das letzte Versprechen”, die ich schon bei der “Online Autorenmesse” gehört habe und die schreibt jetzt keine Liebesromane mehr, sondern wahre Geschichten, die man ihr zuschicken kann und die dann in einen großen Verlag wahrscheinlich mit großer Auflage erscheinen.

Die Kochbühne fehlt heuer, dafür gibt es ein paar Foodstände, wo man Hamburger und Pommes Frites, alles teuer, kaufen kann und ein paar Krimis, den neuen von Claudia Rossbacher über tote Apfelmänner und einen Weihnachtsthriller einer Psychotherapeutin, habe ich mir auch angehört.

Bei der 3SAT-Bühne stellte Norbert Kröll seine “Kuratorin” vor, die mir ja sehr gefallen hat und die ich gerne auf der Öst

stehen habe würde. Dann gings zum “Messebuchhandlung-Cafe” beim Eingang, denn da habe ich mit der Ruth und dem Peter Czak getroffen und bin mit ihnen zur “Radio Wien-Bühne” gegangen, um die Lesung aus dem dritten Roman von Elisabeth R. Hager “Der tanzende Berg”, wo es um eine Tierpräperatorin geht, anzuhören.

Da gabs dann plötzlich einen Lärm und als ich später zur ORF Bühne zurückkam, um dort das Kulturjournal über das autobiographische Schreiben anzuhören, lagen dort Flugblätter auf, die die Kurden, fast ähnlich ,wie im Roman von Robert Menasse hinunterschmissen haben, denn die Türken haben vor ein paar Tagen Ostsyrien besetzt.

Dann bin ich nicht ins Literaturhaus, wie ich es wahrscheinlich getan hätte, wenn ich die Öffis benützen hätte können sondern, weil es näher war, in die “AS” gegangen, obwohl die diesmal nicht im Messeprogramm angegeben war.

Aber da gab es eine “Dichterlesen Dichter-Veranstaltung” und da stellte Jan Koneffke den 2021 verstorbenen Ludwig Fels vor, der mit “Mondbeben” 2020 auf der Öst stand und der als Hilfsarbeiter begonnen hat, daher als Arbeiterdichter bezeichnet wurde, nach Wien übersiedelte, “Jung und Jung” verlegt wurde, der im nächsten Jahr auch einen Band seiner gesammelten Gedichte herausgeben wird.

Messegoodies habe ich auch nach Hause geschleppt und das neue “Eine Stadt-ein Buch”, das auf der Messe ausgeteilt wurde, nämlich Elke Heidenreichs Katzengeschichten “Nero Corleone kehrt zurück”.

Am Freitag bin ich auf die ORF-Bühne gekommen, als der Krimi-Autor Bernhard Aigner seine zwei neuen Thriller vorstellte und daraus ein Stückchen las, wo es um einen Tagtraum in einem modernen Vergnügungspark ging.

Dann kam der englische Historiker Orando Figes, von dessen “Eine Geschichte Russlands”, ich am Donnerstag eine Leseprobe gefunden habe und dann kam, wieder übersetzt von Mascha Dabic“, der in Englad lebende und in Kongo geborene Jojo Balo, der sein Buch “Weiter atmen”, das von einem depreessiven Lehrer handelt, schon in der “Gesellschaft” vorstellte.

Dann habe ich mich wieder in Literaturcafe gesetzt, um wieder einen Hamburger und Pommes frites zu essen. Dann gings zur “Donau Lounge”, wo es am “Kulturkontakt Austria Stand” Kaffee und Schnitten gibt und in der Lounge stellte der Ungar Sandor Jaszbernenyi eine neue Literaturzeitschrift vor, die er für den amerikanischen Raum mit Texten von ost- und mitteleuropäischen Autoren, zusammenstellt. Cornelius Hell, der einen Text drin hat, hat eine Probe daraus vorgelesen und ein paar Gratisexemplare konnte man sich auch mitnehmen und bei “Kulturkontakt Austria” gab es eine Lyrikanthologie von österreichischen Autoren, wie Friedrich Achleitner, Martin Amanshauser, Christoph W. Bauer, Franz Josef Czernin und so weiter bis hin zu Cornelia Travnicek und Peter Waterhouse.

Toll, toll was die Auslandkultur alles leistet und man sich hier kostenlos einlesen kann. Ich ging aber zurück zur ORF-Bühne, wo Brita Steinwendtner von ihren Lieblingsautoren schwärmten und ihren Spuren nachgegangen ist.

Juri Andruchowytsch war dann auch zu hören, aber ich bin zur “Standard Bühne” gewandert, weil dort der “Schweizer Buchpreis”, den ja auch Kim de L`Horizon gewonnen hat. Das heißt, es waren nur zwei Autoren da, die ihre Bücher vorstellten, nämlich Simon Froehling und Lioba Happel.

Dafür folgte dann die Preisträgerin vom letzten Jahr Martina Clawadetscher, die sich inzwischen mit den Modellen von berühmten Malern beschäftigt hat und dann kam die “Ohrenschmaus-Lesung”, die es ja seit einge Jahren auf der “Buch-Wien”, ich glaube, ich habe das vermittelt, gibt und da lasen Vea Kaiser und Heinz Janisch sowie David Tritscher moderiert von Günter Kaindlsdorfer, der ja seit zwei Jahren auch in der jury ist, die Texte der letzten fünf Jahre, denn es gibt ein neues Buch zu “Fünfzehn Jahren Ohrenschmaus” und ich habe mich den zwei neuen Juroren vorgestellt, weil es in den letzten zwei Jahren ja nur Zoom-Sitzungen gab und ich auch auf keinen Preisverleihungen war.

Eine neue Organisatorin gibt es auch. Ich habe eine Weile zugehört, dann bin ich ans andere Ende, nämlich wieder zur “Donau Lounge” gegangen, weil es dort einen Empfang zu zehn Jahren “Donau Lounge” gab und zwar hat da zuerst Noemi Kiss, die Donau und ihre Vielsprachigkeit gepriesen, dann gab es Sekt, Brötchen und Pogatschen und ich bin ins Literaturmuseum gewandert, weil man sich da ab sechs die “Bachmann-Ausstellung” ansehen konnte und um sieben stellte Sofi Oksanen ihr neues Buch “Hundepark” vor, das zum Teil in Finnland zum Teil in der Ukraine spielt, vor und in dem es um Leihmütter gibt, vor. Eine Stelle wurde daraus gelesen. Ansonsten viel über Putin und den Ukrainekrieg diskutiert und Katja Gasser, die moderierte verwirrte die Autorin, die eine estnische Mutter und einen finnischen Vater hat offensichtlich mit der Frage, was sie von einem Bernhard Zitat hält, daß man in seine Familie geworfen wird und den Rest des Lebens dazu braucht, wieder herauszukommen und dann, als sie nicht darauf regierte, ob man sich als Autor fremd fühlt.

Das würde ich per se nicht so annehmen und die Autorin antwortete auch, daß sie mit einer estnischen Mutter und einem finnischen Vater automatisch in zwei Kulturen lebt, was aber nicht für alle Autoren zutrifft.

Am Samstag mußte ich mich dann beeilen zu der Vorstellung von Teresa Präauers “Mädchen” auf der “Standard-Bühne” zurechtzukommen. Dann kam Manfred Müller ,mit zwei Damen vom Außenministerium und stellte die “Internationalen Literaturdialoge” vor, die in den “pandemischen Zeiten” um den Autoren zu helfen, gegründet wurde und vier der Siegerinnen nämlich Ann Cotten, Pia Piuk, Maria Seisenbacher und Ursula Wiegele traten auch kurz auf die Bühne. Dann kam noch einmal Teresa Präauer, mit Fritz Ostermayer und Peter Rosei und stellten die “Schule der Dichtung” und ihr dreißigjähriges Jubiläum vor.

Nach den Sacherwürstel bin ich dann von Bühne zu Bühne herumgesprungen, habe mir kurz ein paar Krimis angehört, war dann bei der “Cancle Culture-Diskussion” mit Doron Rabinovici, der mich sogar gegrüßt hat, wo es darum ging, ob das Lueger-Denkmal entfernt werden soll?

Auf der “ORF-Bühne” gab es ein paar politische Diskussionen, hat ja auch Robert Misik ein Buch über Putin geschrieben. Der Kabarettist Florian Scheuba hat ein Buch über die Chatprotokolle “Wenn das in die Hose geht, sind wir hin” geschrieben und Thomas Brezina einen Krimi in dem die Kaiserin Elisabeth, die Aufklärerin ist. Auf der “3 SAt-Bühne” war es dann sehr voll, als Andrej Kurkow seine Ukraine-Bücher vorstellte und berichtete, wie es in Kiew zugeht. Da sitzen die Leute im Fnstern im Konzert oder gehen in die Oper und hoffen, daß es keinen Bombenalarm gibt.

Nicolas Mahler hat einen Comic über Bernhard in Salzburg und Romy Schneider gschrieben und mir hat der Lopf geraucht.

Die Cornelia Stahl habe ich beim Schweizer-Stand auch getroffen und sie dann im Collegium Hungarium, wo noch einmal die “Contentinal Literary Magazine” vorgestellt wurden und am Sonntag gab es den Messetag, der nach dem schönen Spaziergang durch die Stadt und durch den Prater und einem Cafe vom Ö1-Wagen und ein paar Schokokugeln vom Schweizer-Stand mit einem Gespräch zur Auslandskulturpolitik, ein Thema und auf der Buch-Wien prominent vertreten, zwischen Christoph Thun-Hohenstein und Carolina Schutti begann, die meinte, daß es viele Ideen gäbe, die aber Vernetzungsplattformen brauchen.

Interessant war das Buch von Judith Kohlenberger zum “Flüchtlingsparadox”, wo man jetzt ja sehr alamiert und wahrscheinlich auch aufgehetzt wird.

Dann habe ich den Alfred im Literaturcafe getroffen, habe diesmal eine Backhendlbox gegessen, Wiener Küche auf asiatisch verpackt, könnte man so sagen. Dann gab es wieder eine Diskussion mit Ulrike Ackermann, Konrad Paul Liessmann und einer ÖVP-Politikerin moderiert von Günter Kaindlsdorfer diesmal zum Thema Thema Freiheit, ein bissantes Thema, wenn man auf die zwei letzten Pandemie Jahre zurückblickt, wie kommen wir zu einer solchen und wie gehen wir damit um? Dann bin ich mit dem Alfred ein bißchen durch die Stände marschiert, bevor ich endlich zu dem Buch der Katja Gasser das sie während der Pandemie mit ihrer Tochter geschrieben hat, gekommen bin und habe dann die Buch-Messe auf der “Donau-Lounge” beendet, wo zuerst Andrea Tompa wieder auftrat und ihren Roman “Omerta” vorstellte und anschließend Ferenc Barnas sein “Bis ans Ende unserer Leben”, eine Art Familienroman, der für mich eine Entdeckung war.

Shelly Kupferberg, Heinz Fischer

Dann gabs ein Abschlußgläschen und interessant ist da, daß es bei den Ungarn nur Rotwein gibt, während es in Krems oder auch sonst in NÖ manchmal damit Schwierigkeiten gibt. ein schnelles Gläschen habe ich getrunken und dann bin ich zum Cafe Museum gehetzt, denn da gab es noch eine Veranstaltung auf die ich beim Schweizer Stand aufmerksam wurde und zwar hat da die 1974 in Tel Aviv geborene und in Berlin lebende Shelly Kupferberg ein erzählendes Sachbuch über ihren Urgroßonkel “Isidor”, der in Wien in einem Palais residierte und dort wöchentlich große Banketts gab, bevor er von den Nazis vertrieben und ermordet wurde, geschrieben und das Cafe Museum war sicher ein passender Ort, um in das vergangene Wien einzutauchen.

Das war die “Buch-Wien” 2022, das Notizbuch, das ich mir dafür mitgenommen habe, ist ausgeschrieben, neben dem Blogartikel ein wichtiges Erinnerungsstück und wer mich jetzt wieder nach dem Resumee fragt und wissen will, was ich mich von der “Buch-Wien” mitgenommen habe, kann ich die vielen Lesungen und Begegnungen mit neuen und bekannten Autoren erwähnen und ansonsten werde ich mich weiter durch meine Bücherliste lesen.

Wie weit der Hauptverband mit der Messe zufrieden war, wird man auf www.buecher.at nachlesen können.