Wieder einmal Textorstellungen

Die “Textvorstellungen” in der “Alten Schmiede” ist eine Veranstaltung, wo beispielsweise Leute, wie ch, lesen konnte, was ich auch ein paar Mal getan habe. Dann ist Kurt Neumann in Pension gegangen und jetzt werden die “Textvorstellungen” nicht mehr von Renate Zuniga, Reinhard Wegarth oder Friedrich Hahn organisert.

Es gibt sie aber noch und ich schicke auch immer ein Exemplar meines neues Buches hin. Das letzte Mal habe ich mit dem ersten “Literaturgeflüsterbuch” 2018 dort gelesen und jetzt gab es wieder sechs Lesende. Zwei mit Manuskripten, eine Ende der Sechzigerjahre geboren, drei in den Fünfzigerjahren und zwei sogar in den Vierzigerjahen und Benedikt Pühretmayr und Johanna Öttl hat moderiertund ich habe mich sehr gefreut, daß ich die Ruth gesehen habe, als ich die AS” betreten habe, denn die hat mich heute um zwölf angerufen und sich von mir verabschiedet, weil sie jetzt ein Schreibmonat lang nach Bad Hall geht und daher auch nicht zu meinen Geburtstagsfest kommen kann und um zwölf hatte ich keine Stunde, denn die wurde gestern abgesagt.

Dann hat es aber geläutet, es war die ein Uhr Klientin und die Ruth hwar nicht mehr zu erreichen. Also das mit ihr geklärt und dann ging es los mit Corinna Antelmann, von der ich schon zwei Bücher gelesen habe. Ihr neues Buch heißt “Barcelo na dream oder Puppen leben nicht”, haneltz von der Filmregiseurin Eva und ist in der “Edition Roesner” erschienen. Dann kam das Debut eines 1946 geborenen, nämlch Wolfgang Martin Roth, er sich daran mit einemArzt beschäftigt, der in Pension geht und daher die NS-Vergangenheit seines Vaters aufarbeiten will.

Die nächste Lesende war die 1955 geborene Evelyn Holloway, die ich von der GAV kenne, in England lebtund jetzt zweisprachige Gedichte heruasgegeben hat. Dann gab seine Pause, wo ich die Ruth und auch Johanna Öttl auf das Gstöttmeier-Buch aufmerksam machte, das nächste Woche auf der “Buch-Wien” vorgestellt werden wird und ich das gerne Michael Hammerschmid für sein Lyrik-Festival vorschlagen würde.

Danach kam Friedrich Hahn, 1952 geboren und der Inhaber dreiundfünzig Bücher, wie er mir erzählte. Ich habe schon über sechzig. Habe von ihm aber die Idee zu meinen sechzigsten Geburtstag aus dreißig Büchern zu lesen, geklaut und ich habe vor kurzem sein “Der Autor steht für Lesungrn und Pressetermine nicht zu Verfügung” beim “Frick” um einen Euro gekauft.

Jetzt las er aus “Leergut – der etwas andere Roman nebst 36 lyrischenEssenen” und Katharina Riese, die ich einmal bei meiner Frauenlesung eingeladen hatte, folgte und sie las aus einem Manuskrip und Textminaturen, die aus ihren Träumen- Traum und Trauma bestehen.

Der letzte Lser war mir wieder unbekannt, nämlich der experimentelle Lyriker Curt Duca, der in “Worten 2” eine Text- und Toncollage brachte. Dann gabs wieder Wein und Knabbereien und ich bin durch die Halloween gefüllten Straßen, süßes oder saures, weil man jetzt ja wieder Feiern darf, nach Hause gegangen.

Oberösterreich erforschen

Unter diesem Titel hat Helmuth Rizy, der gebürtige Linzer, schon vor einem Jahr oberösterreichische Autoren ins Literaturhaus gebracht: Waltraud Seidlhofer, Walter Kohl, Rudolf Habringer, da war ich leider nicht dabei, dafür aber Gregor M. Lepka, Waltraus Seidlhofers Gatte und der hätte im zweiten Teil lesen sollen, ist aber kurz nach seinem achtzigsten Geburtstag verstorben.

So las heute Helmuth Rizy nur einige seiner Gedichte vor und sagte dann kurz etwas zur oberösterreichischen Literaturszene, die ja weit verbreitet ist und auch in der GAV sehr vertreten und viele dieser Oberösterreicher leben auch in Wien oder waren heute im Literaturhaus, wie Judith Gruber Rizy, Ruth Aspöck, die eigentlich in Salzburg geobrene, Luis Stabauer dessen Buch “Atterwellen” über seine Mutter ich ja erst kürlich gelesen habe. Die Ruth und Judith Gruber-Rizy treten auch nächste Woche in Linz im Stifterhaus auf und die Ruth wird von Bernhard Widder eingeführt, der auch heute im Literaturhaus war und die erste Autorin, die Helmuth Rizy vorstellte, ist gar keine Oberösterreicherin sondern kommt aus Bremen, wohnt aber in Ottenschlag, nämlich die 1969 geborene Corinna Antelmann von der ich schon zwei Bücher gelesen habe.

Das erste “Die Farbe der Angst” hat mir ja einmal Dietmar Ehrenreich, der so unerwartet verstorbene “Residenz-Verleger” geschickt, das zweite habe  “Hinter der Zeit” hat mir die Autorin geschickt, als ich sie anläßlich ihrer GAV-Neuaufnahmelesung  2015 persönlich kennenlernte.

Sie hat auch heute daraus gelesen, was mir Gelegenheit gab, auf besonders schöne Sprachschöpfungen zu achten, die mir beim Lesen gar nicht so aufgefallen sind.

Der zwete Oberösterreicher, der1956 in Völklabruck geborene Hans Eichhorn, der auch als Fischer am Attersee tätig ist, ist mir ebenfalls kein Unbekannter, habe ich ihn doch, glaube ich, schon einmal in der “Alten Schmiede” gehört, jetzt las er zwei Geschichten aus einem Prosaband, die mir vor allem durch ihre lakonische Realistik auffielen.

Die Erste spielte in einem Cafe, die Zweite von einem Neubau und es geht noch um hunderttausend andere Dinge und dann kam die 1978 in Linz geborene Dominika Meindl an die Reihe, die ich wahrscheinlich auch von den GAV-Neuaufnahmen kenne.

Sie organisiert Lesungen in Wels, ist auch irgendwo Präsidentin und las zwei Texte, einen ernsten und einen heiteren, wie sie sehr extravertiert erzählte.

Der Erste handelte von einer Frau, die in Südtirol schifährt  und vom Tod eines Großvaters. Der Zweite war ein Dramulett, wo alle auf der Bühne in verteilten Rollen, die Familie Putz, bekannt aus der Lutz-Werbung darstellten. Das Dramulett stammt, glaube ich, aus dem Shakespeare-Jahr und besteht, wie Dominia Meindl erklärte, größtenteils aus Originaltexten. Alle bringen alle um und ein paar gesellschaftkritische Anmerkung bezüglich der bekannten Möbelfirma brachte Dominika Meindl auch noch an.

Nachher gabs ein paar Hinweise auf die nächsten Veranstaltungen, die bezogen sich zwar auf Vorarlberg, beziehungsweise auf die der Rizys.

Aber ich kann gleich anmerken, daß übermorgen in der “Alten Schmiede”, die oberösterreichische Literaturzeitschrift “Die Rampe”, wo ich auch einmal ein paar Texte hatte, vorgestellt wird.

Ich weiß noch nicht genau ob ich hingehen werde. Es gibt ja auch ein verlockendenes Paralellprogramm in der “Gesellschaft für Literatur”.

Im Literaturhaus gabs wieder Wein und Gespräche. So hat mich Bernhard Widder auf einige Literaturveranstaltungen angesprochen. Beispielsweise hat er mir erzählt, daß es gestern in der “Alten Schmiede” sehr voll war, was ihn ein wenig gewundert hat, mich hat das auch.

Er war auch vorige Woche im MUSA, wo es ja sehr experimentell zugegangen ist und er wollte von mir wissen, wie mir Robert Schindels Roman “Der Kalte” gefallen hat?

Er hat, glaube ich, soweit ich mich erinnern kann und im Bücherschtrank wo ich natürlich vorher wieder war, hätte ich Sabine Grubers “Daldossi oder das Leben des Augenblicks”, die ich ja gestern auch in der “Alten Schmiede” sah, fast übersehen, so abgegriffen war das Leseexemplar, “bitte nicht vor dem 21. Juli 2016 besprechen”, daß ich es fast für “Stillbach oder die Sehnsucht” was ja auf meiner Leseliste steht, gehalten hätte.

Dann habe ich aber doch danach gegiffen und frohlockt, Buch sechs der ersten österreichischen Buchpreislonlist und das dritte von der Shortlist, was ich nun habe.

Die Frage ist nur, wann ich es lesen werde? Ist meine Leseliste ja schon sehr lang und sehr voll, aber wieder eine Bestätigung, wenn ich nur lang genug warte, kommen schon die Bücher zu mir und “Stillbach oder die Sehnsucht” das ich ja vom vorigen Jahr auf heuer verschoben habe, werde ich diesem Jahr lesen.

Aber ich schweife ab mit Oberösterreich hat die in Südtirol geborene Autorin nicht viel zu tun, obwohl sie ja manchmal mit Sabine M. Gruber verwechselt wird und die wurde ja in Linz geboren.