Der letzte Abend der Sommerlesetheaterreihe im Weinhaus Sittl war den von H. C. Artmann, übersetzten Villon Balladen gewidmet und interessanterweise hörte ich das am Morgen bei den Kulturhinweisen in Ö1 und als ich den Garten erreichte war es sehr voll und wieder einmal schwierig einen Platz zu finden.
Aber diesmal andere Leute als sonst im Publikum, außer Ottwald John und Thomas Northoff eigentlich keine Leute, die sonst zu den Veranstaltern kommen.
Dafür sind wir an einem Tisch mit einem Schauspieler und einem Kunsthistoriker gesessen, mit denen wir dann später sehr angeregt diskutierten, ob Josef Weinheber ein nationalsozialistischer Dichter war.

Conny Hannes Meyer war da und der 1951 in St. Pölten geborene Schauspieler Erwin Leder, der den Abend alleine mit Heinz Jiras an der “Kwetschn” gestaltete , gab zuerst einen Einblick über das Leben des 1431 in Paris geborenen Francois Villon, den als einen der bedeutensten Dichter des französischen Mittelalters bezeichnete, der ein sehr bewegtes Leben hatte, oft im Gefängnis saß und auch in verschiedene Raufhandel verwickelt war, aber auch viele satirische Gedichte und einige Testamente schrieb, also vielleicht ganz gut als Abschluß zu unserer Frankreichreise und meinen Frankreichleseschwerpunkt passt.
Der 1921 in Wien-Breitensee geborene H. C. Artmann hat diese Balladen 1968 übersetzt beziehungsweise in eine Wienerische Sprache übertragen. Es gibt achtundzwanzig Balladen, die von Erwin Leder von Musik begleitet, gesungen wurden und das Publikum, es war auch ein Kamermann da, sehr begeisterte.